Autor:
Denis Guedj
Verlag:
Hoffmann und Campe
Jahr:
1999
Seitenzahl:
588
ISBN:
9783455025460
Medium:
Hardcover
Sprache:
Deutsch
Zustandsbeschreibung
Unterseite etwas angeschmutz, Einband oben leicht verknickt,
Außenseiten leichte Wasserflecken
Außenseiten leichte Wasserflecken
Beschreibung
Wer während seiner Schulzeit mit dem Fach Mathematik auf Kriegsfuss stand, dem bleiben bei dem monumentalen Roman des Algeriers Denis Guedj von vorneherein nur zwei Möglichkeiten. Die eine: er lässt die Finger davon. Die andere, die zweifellos aufgeschlossenere, aber auch viel Geduld verlangende: er überlässt sich einer anekdotengespickten, bisweilen auch ausufernden Fahrt durch die Geschichte(n) der Mathematik. Guedj ist Mathematiker an einer Pariser Universität und weiss, wovon er redet. So mag sein Hauptinteresse - und pädagogisches Kalkül - es gewesen sein, die Geschichte dieses Fachs zu erzählen, um ihm den Schrecken zu nehmen. Doch genau hier, im Bereich von beeindruckender Fachkompetenz einerseits und romaneskem Überbau andererseits, liegt das, was im Buch selbst an einer Stelle diskutiert wird: die nicht zu lösende Quadratur des Kreises.
Der Aufbau des Romans erscheint zunächst klassisch: Der für sein Alter noch überaus rege Bibliothekar Pierre Ruche bekommt von seinem früheren Freund Elgar Grosrouvre, der seit Jahrzehnten schon im brasilianischen Urwald bei Manaus weilt, per Frachter eine riesige Bibliothek zugesandt - eine Fachbibliothek, wie sich herausstellt, die nur ein einziges Sujet hat: die Mathematik, ihre Grundlagen, ihre Hauptvertreter. Elgar, so geht aus einem Brief hervor, kommt bei einem Brand seines Hauses ums Leben; und die Frage, ob Unfall, Selbstmord oder womöglich gar Mord, kann nun vielleicht anhand einer kriminalistisch konzipierten Recherche, bei der allerlei mathematische Axiome zur Anwendung kommen, beantwortet werden. Ruche und Teile seiner Familie entdecken die Liebe zur Mathematik wie das lange versunkene Atlantis. Kaum eine massgebliche Figur - von Thales über Pythagoras bis hin zu Leibniz, Newton oder Descartes -, die im Laufe der Besichtigung dieser Urwaldbibliothek nicht zitiert und deren Leistung gewürdigt würde.
Der Aufbau des Romans erscheint zunächst klassisch: Der für sein Alter noch überaus rege Bibliothekar Pierre Ruche bekommt von seinem früheren Freund Elgar Grosrouvre, der seit Jahrzehnten schon im brasilianischen Urwald bei Manaus weilt, per Frachter eine riesige Bibliothek zugesandt - eine Fachbibliothek, wie sich herausstellt, die nur ein einziges Sujet hat: die Mathematik, ihre Grundlagen, ihre Hauptvertreter. Elgar, so geht aus einem Brief hervor, kommt bei einem Brand seines Hauses ums Leben; und die Frage, ob Unfall, Selbstmord oder womöglich gar Mord, kann nun vielleicht anhand einer kriminalistisch konzipierten Recherche, bei der allerlei mathematische Axiome zur Anwendung kommen, beantwortet werden. Ruche und Teile seiner Familie entdecken die Liebe zur Mathematik wie das lange versunkene Atlantis. Kaum eine massgebliche Figur - von Thales über Pythagoras bis hin zu Leibniz, Newton oder Descartes -, die im Laufe der Besichtigung dieser Urwaldbibliothek nicht zitiert und deren Leistung gewürdigt würde.
Schlagworte
Mathematik, wissenschaftlicher Roman







