Die Judenbuche

Autor:
Annette von Droste-Hülshoff
Verlag:
Hamburger Lesehefte
Jahr:
k.A.
Seitenzahl:
44
ISBN:
9783872910141
Medium:
Taschenbuch
Sprache:
Deutsch
Anbieter:
(358)

Artikel angeboten seit:
29.04.2007
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Zustandsbeschreibung
Es handelt sich um eine Schullektüre. Auf den Seiten 5, 9, 11, ist das Ende eines Absatzes durch einen Bleistiftstrich markiert worden. Auf S. 11 wurde ein Namen mit Bleistift eingekreist. S. 28 hat in der unteren Ecke ein schmales, langes Eselsohr. Auf S. 28 und 29 wurden insgesamt 13 Zeilen mit Bleistift unterstrichen; hier befinden sich kurze Randnotizen. Auch auf S. 31 wurde am Rand ein Satz mit Bleistift notiert. S. 32: Ein kleiner Pfeil markiert den Beginn eines Absatzes. Auf S. 33 wurden zwei Zeilen unterstrichen und mit Randnotizen versehen.
Auf den Seiten 36 und 37 wurden acht Zeilen mit Buntstift unterstrichen und mit einer Randnotiz versehen.
Der Einband ist leicht angestoßen, Ecken und Kanten leicht angestupst.
Beschreibung
3:1- Angebot!!

Inhalt: Friedrich Mergel wächst in der Mitte des 18. Jahrhunderts als Sohn des chronischen Trinkers Hermann Mergel und dessen zweiter Frau Margaret in einem abgeschiedenen Ort in Westfalen auf, in dem Gesetzesübertretungen an der Tagesordnung sind. Nach dem ungeklärten Tod des Vaters im Brederholz verfällt der zu aggressivem Stolz veranlagte Junge seinem diabolischen Onkel Simon Semmler, dem die Rolle eines Verführers zum Bösen zukommt. Mehr und mehr unterliegt Friedrich der im Dorf und in der Familie gegenwärtigen Ursünde des Hochmuts, die als Leitmotiv die Novelle durchzieht. Mit 18 Jahren wird er mitschuldig am Tod des Försters Brandis, den er wissentlich einer gefährlichen Bande von Holzfrevlern in die Arme treibt. Vier Jahre später erschlägt er den Juden Aaron, von dem er sich öffentlich gedemütigt fühlt, im Brederholz unter einer Buche. Er flieht gemeinsam mit seinem ständigen Begleiter Johannes Niemand aus dem Dorf und kann daher nicht für seine Tat belangt werden. Als 28 Jahre später ein verkrüppelter Mann aus türkischer Gefangenschaft ins Dorf zurückkehrt, glaubt man in ihm Johannes Niemand zu erkennen. Einige Monate später findet man ihn erhängt an der so genannten Judenbuche und identifiziert ihn durch eine Narbe als Friedrich Mergel. Das Doppelgängermotiv wird damit auf die Spitze getrieben, die beiden Figuren Friedrich und Johannes entpuppen sich als zwei Facetten ein und derselben Person. In Friedrichs Selbstmord erfüllt sich der hebräische Spruch, den die Juden nach dem Mord an Aaron an der Buche anbringen ließen: "Wenn du dich diesem Orte nahest, so wird es dir ergehen, wie du mir getan hast." Unaufhaltsam hat der Baum den Täter zu sich herangezogen, bis er sich schließlich wie Judas - dieses ist der deutlichste von zahlreichen biblischen Bezügen - am Baum erhängt hat.
Schlagworte
Sunflowerpower, Klassiker

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