In Wahrheit sind wir stärker - Frauenalltag in der Sowjetunion

Autor:
Gabriele Krone-Schmalz
Verlag:
Sachbuch Fischer
Jahr:
1992
Seitenzahl:
237
ISBN:
9783596107513
Medium:
Taschenbuch
Sprache:
Deutsch
Anbieter:

Artikel angeboten seit:
13.01.2012
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Zustandsbeschreibung
Kanten und Ecken leicht bestoßen, Gebrauchsknicke, Schnitt altersgemäß gebräunt
Beschreibung
~~~~~~~~~~~~~~~ 240 g - 5:1 Angebot mit 1 Kilo Limit, bitte etwas Luft für die Verpackung lassen ~~~~~~~~~~~~~ Aus Amazon: 2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen informativer einblick ins alltagsleben sowjetischer frauen., 25. April 2001
Von
armin.fingerhut@excite.de (Heidelberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: In Wahrheit sind wir stärker (Taschenbuch)
Das Buch (vermutlich auch die Neuausgabe) basiert auf einer Reise der Autorin durch verschiedene Teile der Sowjetunion im Jahr 1988. Somit ist der Inhalt nicht mehr absolut aktuell....

Es werden einige sowjetische Frauen portraitiert, insbesondere in ihrer Arbeitswelt; jedoch auch die (nicht immer erfreulichen) alltäglichen Lebensumstände werden beleuchtet. Der unprätentiöse Schreibstil der Autorin macht die Lektüre angenehm, und lässt den Leser am Leben der geschilderten Personen sehr unmittelbar teilhaben (und sich möglicherweise fragen, welche Veränderungen sich nach 13 Jahren, im Zuge der neuen wirtschaftlichen und politischen Ordnung, für sie ergeben haben. Dieses gilt auch für die Beschreibung einiger "sowjetischer" Missstände: Die schwierige Wohnsituation, die unzureichende Versorgung mit Lebensmitteln und anderen Produkten des Alltags (z.B. Damenbinden!), das unterfinanzierte Gesundheitssystem u.a. Hierbei bemüht sich die Autorin auch hier um größtmöglichste Unvoreingenommenheit, um nicht ein dem kalten Kriegs-Denken entsprechendes Horrorszenario zu präsentieren und positive Aspekte bzw. Verbesserungsanstrengungen Berücksichtigung zukommen zu lassen.

Zu den Frauenportraits: Bei der Verschiedenheit der Lebensorte und der beruflichen Tätigkeiten treten naturgemäß nur wenige Gemeinsamkeiten auf. Besonders auffällig für die Autorin (wie wohl die meisten Leser) dürfte die positive Grundeinstellung der befragten Frauen zur Familie sein. Angesichts einer Frauenerwerbsquote von annähernd 100% (die freilich primär materiellen Sachzwängen geschuldet ist) ist dies durchaus erstaunlich. - Dass es von den Frauen durchweg als erstrebenswert (d.h. "fortschrittlich") erachtet wird, sich ganz der Familie widmen zu können, steht quer zum "westlichen" Verständnis von "Emanzipation" und läd u.U. zum kritischen Überdenken altbekannter Denkschemata ein; zumal auch die (mit-)portraitierten Ehemänner keinesfalls eine "dominante" Rolle im jeweiligen Eheleben einzunehmen scheinen, eher im Gegenteil. Dennoch - obwohl nicht zu verbergen ist, dass die "Schaltstellen der Macht" nach wie vor in Männerhand liegen, scheint auch unter gebildeten sowjetischen Frauen ein "emanzipatorisches Bewusstsein" im westlichen Sinne nur in Ansätzen vorzufinden sein.... Viele Gründe somit, auf eine (echte) Neuauflage des Buches gespannt zu sein, aber das wird sich wohl aus verschiedenen Gründen nicht einrichten lassen....
Schlagworte
1fairy1, 5:1, Sozialwissenschaften, Völkerkunde Volkskunde, Erfahrungen/schicksale, Politik, Gesell

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