Autor:
Heinz Körner
Verlag:
lucy körner verlag
Jahr:
1992
Seitenzahl:
102
ISBN:
9783922028000
Medium:
Taschenbuch
Sprache:
Deutsch
Zustandsbeschreibung
gut
Beschreibung
tausche gerne 4:1,
Als ich an diesem Morgen die Augen aufschlug, wußte ich, daß der Tag anders sein würde.
Der Morgen war hell. Ich empfand ihn wie Glas: E fühlte sich kühl an, klar und durchsichtig. Ich hatte da Gefühl, ich könne den Inhalt dieses Morgens sehen ohne ihn zu erkennen.
Ich stand auf wie immer. Ich wusch mich, prüfte vor dem Spiegel meinen Bart und entschloß mich zu eine Rasur. Dann kleidete ich mich an und hatte dabei das Gefühl, als wäre meine Kleidung heute etwas Besonderes. Ich setzte Wasser auf für meinen Kaffee und öffnet ein Fenster, um endlich den neuen Tag hereinzulassen.
Und er kam herein. Wie betäubt blieb ich am offenen Fenster stehen und nahm die Atmosphäre in mich auf. Nach wenigen Augen blicken mußte ich mich plötzlich abwenden. Ich glaubte, es einfach nicht ertragen zu können.
Was konnte ich nicht ertragen? Was war heute anders? Diese Frage stellte ich mir selbst. Und ohne nachzudenken, fiel mir sofort die Antwort ein: Das beinahe unerträglich intensive Gefühl, zu leben. Noch niemals hatte ich so sehr gefühlt, daß ich lebe. Ich versuchte, es abzuschütteln und wandte mich um.
In diesem Augenblick merkte ich zum ersten Mal, daß mit der Zeit etwas nicht stimmte. Das Wasser war schon beinahe verkocht, obwohl ich nur kurz am Fenster gestanden war. Ganz plötzlich entschied ich mich gegen den Kaffee.
Als ich an diesem Morgen die Augen aufschlug, wußte ich, daß der Tag anders sein würde.
Der Morgen war hell. Ich empfand ihn wie Glas: E fühlte sich kühl an, klar und durchsichtig. Ich hatte da Gefühl, ich könne den Inhalt dieses Morgens sehen ohne ihn zu erkennen.
Ich stand auf wie immer. Ich wusch mich, prüfte vor dem Spiegel meinen Bart und entschloß mich zu eine Rasur. Dann kleidete ich mich an und hatte dabei das Gefühl, als wäre meine Kleidung heute etwas Besonderes. Ich setzte Wasser auf für meinen Kaffee und öffnet ein Fenster, um endlich den neuen Tag hereinzulassen.
Und er kam herein. Wie betäubt blieb ich am offenen Fenster stehen und nahm die Atmosphäre in mich auf. Nach wenigen Augen blicken mußte ich mich plötzlich abwenden. Ich glaubte, es einfach nicht ertragen zu können.
Was konnte ich nicht ertragen? Was war heute anders? Diese Frage stellte ich mir selbst. Und ohne nachzudenken, fiel mir sofort die Antwort ein: Das beinahe unerträglich intensive Gefühl, zu leben. Noch niemals hatte ich so sehr gefühlt, daß ich lebe. Ich versuchte, es abzuschütteln und wandte mich um.
In diesem Augenblick merkte ich zum ersten Mal, daß mit der Zeit etwas nicht stimmte. Das Wasser war schon beinahe verkocht, obwohl ich nur kurz am Fenster gestanden war. Ganz plötzlich entschied ich mich gegen den Kaffee.
Schlagworte
k.A.
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