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Der nützliche Freund - Ulrich Wickert

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Beitrag
erstellt am
felicitas13

felicitas13

(2460 Beiträge)

danke für eure Kommentare, hab ich mir s doch gedacht: der amnn uist keine Multibegabung, sondern im wesentlichen Diplomatensohn mit privilegiertem Lebenslauf gespickt mit Frechheit:

schreibt es auf amazon auf, da nützt es was , seine PR im TV ist entsetzlich!
28.08.2008 19:00:20
Leonae

Leonae

(8 Beiträge)

Wirtschaft, Politik und französische Lebensart

Das Buch war nicht so meins. Wirtschaft, Politik und französische Lebensart als Krimi getarnt. Leider kein besonders spannender Krimi. Eigentlich nicht mal ein Krimi. Und die vielen französischen Ausdrücke haben mir das Lesen auch nicht gerade leichter gemacht. Ich war richtig froh, als ich das Buch beendet hatte.

Der Stoff mag ja gut recherchiert sein, aber die Umsetzung hat mir leider gar nicht gefallen. Die Personen wirken hölzern und unpersönlich und der Schreibstil ist alles andere als flüssig.

Schade, die Leseprobe hatte mich auf mehr hoffen lassen, aber vielleicht ist das Thema auch einfach nichts für mich.

Mir ist auf jeden Fall klar geworden, dass ich keine weiteren Romane des Autors lesen möchte.
02.09.2008 08:51:23
Stephi0187

Stephi0187

(15 Beiträge)

Jacques Ricou ist Untersuchungsrichter in Paris und wird mit einem Fall betraut, der von Beginn an kein normaler Mord ist, aber nach und nach ergeben sich immer mehr wirtschaftliche und politische Hintergründe und immer mehr Menschen fallen den Vertuschungsversuchen zum Opfer. Jacques immer-mal-wieder-Freundin Margaux ist als erfolgreiche Journalistin auch sehr an dem Fall interessiert, zumal sie mit dem Mordopfer schon länger in Kontakt stand, um einen Skandal aufzudecken...

Ich wusste gar nicht, dass Ulrich Wickert Krimis schreibt, bis ich dieses Buch in meinem Briefkasten fand. Im Nachhinein habe ich vermutlich auch nicht wirklich viel verpasst.

Das Buch ist nicht schlecht, aber es ragt auch nicht aus der breiten Masse heraus. Ich würde es als solide bezeichnen, nicht mehr und nicht weniger. Das reicht jedoch nicht, um einen bleibenden Eindruck bei mir zu hinterlassen.

Vor dem Lesen war ich skeptisch, weil ich nicht wusste, ob ich mit dem Thema zurecht komme. Das lief jedoch erstaunlich gut. Das Buch ließ sich sehr flüssig lesen, die politischen und wirtschaftlichen Aspekte waren auch wirklich sehr interessant und ich habe sie ohne umfangreiches Vorwissen verstanden. Das Problem ist einfach, dass mir eine ordentliche Portion Spannung gefehlt hat und das Ende auch nicht wirklich als Knaller bezeichnet werden kann. Ja, Ricou ist kurzzeitig mal in Gefahr, aber es war ab dem Moment, in dem er das Blackberry hinter dem Monitor abgelegt hat, ziemlich klar, was passieren würde.

Abgesehen davon hat mir die Stimmung außerhalb der Ermittlungsarbeit sehr gut gefallen. Das französische Bistro in dem Ricou jeden Morgen frühstücken geht, Gaston der auvergnatische Bistrowirt mit dem auvergnatischen Bart. Herrlich. Das hatte wirklich Flair, aber leider soll dieses Buch ein Kriminalroman sein, so dass das Drumherum nicht elementar für das Gelingen oder Misslingen verantwortlich ist.

Schon eher damit zu tun hat die Beziehung zwischen Ricou und der deutschen Staatsanwältin. Das ganze fand ich etwas unglaubwürdig, auch wenn ihre Geschichte ganz interessant war und ihr Verhalten gut erklärt. Aber dass sie dem guten Jacques nun nach ein paar Nächten gleich ihre innige Liebe gesteht, obwohl eingangs deutlich gesagt wird, dass sie es nicht so mit Bindungen hat, naja. Natürlich macht sie eine Wandlung durch, aber die Zeit scheint mir doch etwas knapp bemessen dafür. Geschmackssache.

Etwas irritierend fand ich den Schreibstil Wickerts. Manche Gesprächssequenzen wurden in wörtlicher Rede wiedergegeben, andere in indirekter Rede und wieder andere erschienen vom Wortlaut her wie eine wörtliche Rede, waren aber nicht als solche gekennzeichnet. Hier hätte ich mir doch mehr Einheitlichkeit gewünscht. Das heißt nicht, dass ich alles in einer Art wiedergeben würde, sondern vielmehr, dass mir ein System fehlt, nachdem die Auswahl getroffen wurde. Vielleicht gab es das ja sogar, aber ich habe es nicht erkennen können.

Alles in allem hat das Buch für mich wenig von einem Kriminalroman, vielleicht hätte Wickert lieber einen Politik- oder Wirtschaftsroman daraus machen sollen.
07.10.2008 22:42:04
Toebi

Toebi

(250 Beiträge)

Die Leseprobe hatte mir sehr gut gefallen, Spannung wurde aufgebaut und ich hatte mich auf das Buch gefreut, zumal ich immer schon mal vorhatte, ein Buch von Ulrich Wickert zu lesen.
Die Leuna-Affäre kurz nach der deutschen Wiedervereinigung gab Ulrich Wickert die Basis für diesen Krimi. Als Krimi habe ich dieses Buch leider nicht empfunden. Wäre es als Sachbuch oder Dokumentation eingestuft worden, wäre es wahrscheinlich auch besser gelungen. Beim Sprachstil kommt doch der Journalist und Nachrichtensprecher Wickert sehr zum Vorschein, weshalb ich auch nicht so richtig in das Buch eintauchen konnte.
Die Szenenwechsel zur Bank und die dort ständig angesprochene Diskussion um die Cervelawurst nervten irgendwann. Durch die detaillierte Beschreibung der verschiedenen Straßenzüge und das Leben in Paris, habe ich mich allerdings auch so manches Mal in das Bistro Aux Follies versetzt gefühlt. Hier streut Ulrich Wickert auch viel Worte und Floskeln auf Französisch ein, die die Atmosphäre dadurch noch mehr betonen.
Die in der zweiten Hälfte des Buches spielende Geschichte zwischen dem Richter Ricou und der Staatsanwältin aus Leipzig hingegen fand ich völlig daneben und nicht angemessen
Ziemlich enttäuscht war ich auch von dem Nachwort, in dem es einfach nur heißt, dass die Inhalte sehr gut recherchiert wurden. Hiervon hatte ich mir etwas mehr versprochen. Wenn man die Zusammenhänge der Leuna-Affäre nicht oder nicht mehr so parat hat, hat die ganz Geschichte, so finde ich zumindest, wenig Reize. Daher hätte ich hier gerne noch ein paar Erläuterungen gehabt. Wie ich erst im Nachhinein gesehen habe, gibt es schon 2 oder 3 Bücher mit dem Richter Ricou, daher bin ich mir nicht sicher, ob man diese vielleicht besser vorher schon einmal gelesen haben sollte, um mit diesem Protagonisten eher warm zu werden.
Die Leseprobe war daher für mich eher wie eine Filmvorschau, bei der die besten Szenen gezeigt wurden und ansonsten geschieht nichts weiter. Nichtsdemzutrotz liest sich das Buch sehr schnell, dank der kurz gehaltenen Kapitel. Aber ich bin mir nicht sicher, ob ich mich noch an ein weiteres Buch von Ulrich Wickert ranwagen würde.
08.10.2008 11:08:51
urlaubsbille

urlaubsbille

(1040 Beiträge)

Es handelt sich um einen sehr gut recherchierten deutsch-französischen Wirtschaftskrimi. Die wirtschaftlichen Zusammenhänge werden sehr gut herausgearbeitet, trotzdem bleibt die Spannung erhalten. Sprachlich ist der Krimi einfach zu lesen, Herrn Wickerts Liebe zu Frankreich ist in jedem Absatz zu spüren. Mir hat er gut gefallen.
05.11.2008 14:16:00
coscina

coscina

(536 Beiträge)

Hat irgendein Lehrer online-Rezensionen von Wickert zur Hausaufgabe gemacht? *staun*
05.11.2008 20:09:37
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