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Judith Lennox, Das Haus in den Wolken
Beitrag
erstellt am
(780 Beiträge)
Habe das Buch Ende letzter Woche bekommen und bin nun bei kurz über 100 Seiten. Bisher habe ich noch kein Buch von der Autorin gelesen, hatte eine Leseprobe, die mich noch nicht wirklich begeistert hatte, aber nun bin ich von dem Buch ganz angetan.
Offizieller Erscheinungstermin ist ja erst in ein paar Tagen, aber vielleicht haben es einige hier doch schon gelesen, oder sind dabei?!
Dann lasst Eure Meinung doch hier!
Offizieller Erscheinungstermin ist ja erst in ein paar Tagen, aber vielleicht haben es einige hier doch schon gelesen, oder sind dabei?!
Dann lasst Eure Meinung doch hier!
06.10.2008 22:56:04
(22353 Beiträge)
Ich suche es ganz dringend, falls du es nach dem Lesen abgibst, vielleicht magst du ja an mich denken?
07.10.2008 09:47:01
(780 Beiträge)
Erstmal muß ich die über 500 Seiten schaffen, ist schon recht umfangreich und "schwer". Sollte es dann vertauscht werden, denke ich sofort an Dich :-), dauert aber sicherlich noch, wegen der vielen Seiten *g*.
07.10.2008 21:04:17
(17589 Beiträge)
Ich hab es gerade aufgegeben... das ist meine Rezension:
Vorweg muss ich sagen, dass ich nur 200 Seiten gelesen habe und dann abgebrochen. Meine Bewertung bezieht sich also nur auf diesen Abschnitt. Doch finde ich, dass 200 Seiten schon recht viel sind um einem Buch eine Chance zu geben. (Auch wenn ich nicht alles gelesen habe, wollte ich trotzdem etwas schreiben, damit das Bild nicht verfälscht wird, denn wenn negative Eindrücke gar nicht geschrieben werden, hilft das ja auch niemandem.)
Mein positiver erster Eindruck nach einer knapp 30-seitigen Leseprobe hat sich im Fortgang der Geschichte leider nicht aufrecht erhalten. Die anfangs zärtlich anmutende, beginnende Liebesgeschichte zwischen Isabel und Richard hält leider nicht, was sie zu versprechen scheint. Vom einen Moment auf den anderen sind die beiden auch schon verheiratet und dann bald wieder räumlich getrennt, weil Richard in den Krieg muss. Mir passierte das alles viel zu schnell und auf die Gefühle der Figuren in dieser Situation geht die Autorin gar nicht mehr ein. Auch die Naturbeschreibungen, die mich am Anfang des Buches noch sehr eingenommen hatten, nahmen leider drastisch ab. Das Gefühl sich selbst am Meer zu befinden, mit Meeresrauschen und Wind im Haar, kam auch nicht mehr auf.
Man sieht also schon, dass der Anfang doch einen ziemlichen Eindruck auf mich hinterlassen hat und das wahrlich nur in positiver Hinsicht. Wirklich schade, dass es nicht so geblieben ist. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass die Autorin im Verlauf der Geschichte immer mehr den roten Faden -bzw. den Blick für das Schöne und Besondere verliert.
Es hätte tatsächlich ein ausgezeichneter Roman werden können...
Vorweg muss ich sagen, dass ich nur 200 Seiten gelesen habe und dann abgebrochen. Meine Bewertung bezieht sich also nur auf diesen Abschnitt. Doch finde ich, dass 200 Seiten schon recht viel sind um einem Buch eine Chance zu geben. (Auch wenn ich nicht alles gelesen habe, wollte ich trotzdem etwas schreiben, damit das Bild nicht verfälscht wird, denn wenn negative Eindrücke gar nicht geschrieben werden, hilft das ja auch niemandem.)
Mein positiver erster Eindruck nach einer knapp 30-seitigen Leseprobe hat sich im Fortgang der Geschichte leider nicht aufrecht erhalten. Die anfangs zärtlich anmutende, beginnende Liebesgeschichte zwischen Isabel und Richard hält leider nicht, was sie zu versprechen scheint. Vom einen Moment auf den anderen sind die beiden auch schon verheiratet und dann bald wieder räumlich getrennt, weil Richard in den Krieg muss. Mir passierte das alles viel zu schnell und auf die Gefühle der Figuren in dieser Situation geht die Autorin gar nicht mehr ein. Auch die Naturbeschreibungen, die mich am Anfang des Buches noch sehr eingenommen hatten, nahmen leider drastisch ab. Das Gefühl sich selbst am Meer zu befinden, mit Meeresrauschen und Wind im Haar, kam auch nicht mehr auf.
Man sieht also schon, dass der Anfang doch einen ziemlichen Eindruck auf mich hinterlassen hat und das wahrlich nur in positiver Hinsicht. Wirklich schade, dass es nicht so geblieben ist. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass die Autorin im Verlauf der Geschichte immer mehr den roten Faden -bzw. den Blick für das Schöne und Besondere verliert.
Es hätte tatsächlich ein ausgezeichneter Roman werden können...
12.10.2008 15:49:02
(6710 Beiträge)
Ich habe fertig *gg* - und mir hat es mal wieder gefallen, auch nach anfänglichen Schwierigkeiten. Ich mag den Schreibstil von Judith Lennox und habe ja auch fast alle Bücher von ihr gelesen, dieses hier reiht sich nahtlos an die anderen an - ist allerdings auch ein bisschen schwächer als z.B. das Winterhaus. Aber hier mal meine Rezension, dann könnt ihr euch auch selber ein Bild machen *gg*.
Ich liebe Familiensagen! Sie müssen noch nicht mal hochdramatisch sein, sondern einfach nur gut erzählt. Ich finde es sehr spannend, ein Leben sozusagen von aussen zu betrachten, die Verwicklungen in der Familie und die Lebensgeschichten auch von Freunden und Bekannten zu erfahren. Es ist auch immer erfrischend zu lesen, wie der Autor ein Leben gestaltet, welche Stürme, Hindernisse oder freudige Augenblicke so ein Menschenleben beeinflussen können. Judith Lennox kann das auf eine unnachahmliche Weise - ich habe einige höchst vergnügliche Stunden mit vielen ihrer Bücher verbracht. Ihre Familiensagen spielen oftmals in der Zeit des ersten und zweiten Weltkrieges - auch hier ist es nicht anders.
Die ersten 100 Seiten des Buches sind sehr zäh und haben mir wenig gefallen - ich mochte Richard und Isabel von Anfang an nicht. Isabel ist so ein Rührmichnichtan mit der für sie ja so fürchterlichen Vergangenheit, sie fühlt sich Richards Freunden immer unterlegen, da sie ja auch eigentlich aus der Dienstbotenschicht kommt - unternimmt aber auch wenig, um es zu ändern sondern reitet eigentlich ihr ganzes Leben darauf herum und nimmt es als Entschuldigung, ein eigenbrötlerisches Leben zu führen. Richard ist unbeugsam, er entschuldigt keine Fehler, er darf zwar sich benehmen wie er möchte aber seiner Familie gesteht er solch ein Verhalten nicht zu - da hat man an die Konventionen zu denken. Natürlich geht das nicht gut, seine Frau und Kinder lehnen sich gegen ihn auf und zum Schluss steht er fast ganz alleine da, er braucht sehr lange um zu erkennen, was eigentlich wirklich wichtig ist.
Die Geschichte nimmt an Fahrt auf, als Ruby, die Tochter des Lebensretters von Richard im Krieg, in die Familie aufgenommen wird. Ein Hauptteil des Buches besteht aus dem Leben von Ruby und Sara, der gleichaltrigen Tochter von Richard. Und hier wird es auch sehr interessant, wie die beiden ihr Leben im zweiten Weltkrieg meistern müssen, wie sie ihre Fehler ausbaden aber nie den Lebensmut verlieren und sich sehr gut ihren eigenen Weg suchen und am Ende auch ihr Glück finden, jede auf ihre eigene Weise.
Ich könnte hier noch sehr viel mehr schreiben, mir hat das Buch doch noch sehr gut gefallen, obwohl ich das bei den Charakteren von Richard und Isabel nicht vermutet hätte. Aber Ruby, Philip, Theo und Sara haben das Ruder herumgerissen und Judith Lennox hat wieder eine packende Familiensaga hinbekommen - ich hoffe, es kommen noch weitere Bücher von ihr.
Ich liebe Familiensagen! Sie müssen noch nicht mal hochdramatisch sein, sondern einfach nur gut erzählt. Ich finde es sehr spannend, ein Leben sozusagen von aussen zu betrachten, die Verwicklungen in der Familie und die Lebensgeschichten auch von Freunden und Bekannten zu erfahren. Es ist auch immer erfrischend zu lesen, wie der Autor ein Leben gestaltet, welche Stürme, Hindernisse oder freudige Augenblicke so ein Menschenleben beeinflussen können. Judith Lennox kann das auf eine unnachahmliche Weise - ich habe einige höchst vergnügliche Stunden mit vielen ihrer Bücher verbracht. Ihre Familiensagen spielen oftmals in der Zeit des ersten und zweiten Weltkrieges - auch hier ist es nicht anders.
Die ersten 100 Seiten des Buches sind sehr zäh und haben mir wenig gefallen - ich mochte Richard und Isabel von Anfang an nicht. Isabel ist so ein Rührmichnichtan mit der für sie ja so fürchterlichen Vergangenheit, sie fühlt sich Richards Freunden immer unterlegen, da sie ja auch eigentlich aus der Dienstbotenschicht kommt - unternimmt aber auch wenig, um es zu ändern sondern reitet eigentlich ihr ganzes Leben darauf herum und nimmt es als Entschuldigung, ein eigenbrötlerisches Leben zu führen. Richard ist unbeugsam, er entschuldigt keine Fehler, er darf zwar sich benehmen wie er möchte aber seiner Familie gesteht er solch ein Verhalten nicht zu - da hat man an die Konventionen zu denken. Natürlich geht das nicht gut, seine Frau und Kinder lehnen sich gegen ihn auf und zum Schluss steht er fast ganz alleine da, er braucht sehr lange um zu erkennen, was eigentlich wirklich wichtig ist.
Die Geschichte nimmt an Fahrt auf, als Ruby, die Tochter des Lebensretters von Richard im Krieg, in die Familie aufgenommen wird. Ein Hauptteil des Buches besteht aus dem Leben von Ruby und Sara, der gleichaltrigen Tochter von Richard. Und hier wird es auch sehr interessant, wie die beiden ihr Leben im zweiten Weltkrieg meistern müssen, wie sie ihre Fehler ausbaden aber nie den Lebensmut verlieren und sich sehr gut ihren eigenen Weg suchen und am Ende auch ihr Glück finden, jede auf ihre eigene Weise.
Ich könnte hier noch sehr viel mehr schreiben, mir hat das Buch doch noch sehr gut gefallen, obwohl ich das bei den Charakteren von Richard und Isabel nicht vermutet hätte. Aber Ruby, Philip, Theo und Sara haben das Ruder herumgerissen und Judith Lennox hat wieder eine packende Familiensaga hinbekommen - ich hoffe, es kommen noch weitere Bücher von ihr.
12.10.2008 16:39:57
(780 Beiträge)
So, ich habe das Buch heute auch durch bekommen. Ich bin da etwas hin und her gerissen. Einerseits eine schöne Familiengeschicht, andereseits kommen mir die Personen nicht richtig nahe und es wirkt teilweise etwas überzeugen, wie das Verhalten von Richard. die Geschichte der Familie Finborough wird gut erzählt, ohne Großartigkeiten. Die Emotionen konnte man erahnen, aber ich wurde nicht mitgerissen, blieb irgendwie in der Beobachterposition. Vielleicht wäre das Buch sonst noch umfangreicher geworden, wenn die Autorin mehr auf die Gefühlsebene eingegangen wäre.
Die Ängste von Anton fand ich dann aber ganz gut dargestellt, ich konnte es jedenfalls nachvollziehen.
Es ist schon interessant, was Engstirnigkeit, Klassendenken, verschiedene Charaktere und entsprechende Umstände alles so bewirken können. Bei Lesen fiel mir der Spruch "Das Leben ist ein Fluss" ein, fand es passend.
Nach Irrungen und Wirrungen löst sich alles auf, jeder findet seinen Weg, kommt zu seiner Liebe und alles wird irgendwie gut. Zum Ende kommt noch ein Stück Lebensweisheit dazu.
Ein gutes Buch, aber kein umwerfendes Buch. Ich konnte es gut lesen. es hat mir gefallen, gute Unterhaltung.
Die Ängste von Anton fand ich dann aber ganz gut dargestellt, ich konnte es jedenfalls nachvollziehen.
Es ist schon interessant, was Engstirnigkeit, Klassendenken, verschiedene Charaktere und entsprechende Umstände alles so bewirken können. Bei Lesen fiel mir der Spruch "Das Leben ist ein Fluss" ein, fand es passend.
Nach Irrungen und Wirrungen löst sich alles auf, jeder findet seinen Weg, kommt zu seiner Liebe und alles wird irgendwie gut. Zum Ende kommt noch ein Stück Lebensweisheit dazu.
Ein gutes Buch, aber kein umwerfendes Buch. Ich konnte es gut lesen. es hat mir gefallen, gute Unterhaltung.
12.10.2008 20:05:25
(33784 Beiträge)
Aufstrebender Geschäftsmann heiratet ehemalige Haushälterin (Richard und Isabel Finborough) da seine Frau ein Geheimnis hat, will sie ihn erst nicht heiraten, stimmt aber dann doch zu. Richard zieht in den 1. Weltkrieg, erlebt wirklich Schlimmes und kommt verletzt wieder zurück nach England. Er bekommt mit Isabel drei Kinder, welche "dem Stand entsprechend" erzogen werden. In die Familie wird Ruby, die Tochter eines ehemaligen Kriegskameraden Richards aufgenommen, deren Mutter erkrankt und mittellos ist und der Vater spurlos verschwunden.
Isabel versnobt im Sinne Richards immer mehr und akzeptiert seine Einstellung, wenn es darum geht, mit welchen Partnern ihre Kinder ihr Leben verbringen sollen. Das reißt die Familie so auseinander, dass jeder irgendwann seine eigenen Wege geht und auch Isabel bemerkt, dass sie ein Leben führt, das sie nicht führen wollte. Somit steht Richard bald alleine da und verliert aufgrund des 2. Weltkrieges seine Firma. Erst dann rauft sich die Familie wieder zusammen...
Die Handlung lässt etwas zu wünschen übrig. Das Buch ist eher wie ein besserer Schulaufsatz geschrieben und lässt die wichtigen auf und abs vermissen. Leider plätschern die 588 Seiten auf einem Level dahin, den man eigentlich nur lahm nennen kann. Der Ansatz, über eine Familie und deren Leben in Zeiten von zwei Weltkriegen zu schreiben ist an sich nicht schlecht, allerdings sollte etwas intensiver auf die einzelnen Personen eingegangen werden. Auch die eingebrachten Kriegsgeschehnisse sind für jemanden, der sich noch nie damit befasst hat, etwas schwer nachzuvollziehen. Irgendwie schafft es Lennox nicht, den Leser an das Buch und die Handlung zu fesseln.
Ich habe mir ehrlich gesagt, etwas mehr erwartet...
Der Schreibstil ist einfach und flüssig, das Eingehen auf Landschaften, Personen der Handlung und Umfeld könnte sensibler und ausführlicher sein. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass sich die Autorin nicht entscheiden konnte, was ihr an dem Buch wichtiger ist. Geschichtliches rüber zu bringen, auf die Charaktere einzugehen, oder einfach Werbung für die Landschaften Englands und Irlands zu machen. Es ist ein Buch für "Leseanfänger", sofern sie auf Familiengeschichten mit übertriebenen Reaktionen eines Übervaters stehen, dem Standesdünkel und Ansehen in der Gesellschaft wichtiger sind, wie seine Familie.
Isabel versnobt im Sinne Richards immer mehr und akzeptiert seine Einstellung, wenn es darum geht, mit welchen Partnern ihre Kinder ihr Leben verbringen sollen. Das reißt die Familie so auseinander, dass jeder irgendwann seine eigenen Wege geht und auch Isabel bemerkt, dass sie ein Leben führt, das sie nicht führen wollte. Somit steht Richard bald alleine da und verliert aufgrund des 2. Weltkrieges seine Firma. Erst dann rauft sich die Familie wieder zusammen...
Die Handlung lässt etwas zu wünschen übrig. Das Buch ist eher wie ein besserer Schulaufsatz geschrieben und lässt die wichtigen auf und abs vermissen. Leider plätschern die 588 Seiten auf einem Level dahin, den man eigentlich nur lahm nennen kann. Der Ansatz, über eine Familie und deren Leben in Zeiten von zwei Weltkriegen zu schreiben ist an sich nicht schlecht, allerdings sollte etwas intensiver auf die einzelnen Personen eingegangen werden. Auch die eingebrachten Kriegsgeschehnisse sind für jemanden, der sich noch nie damit befasst hat, etwas schwer nachzuvollziehen. Irgendwie schafft es Lennox nicht, den Leser an das Buch und die Handlung zu fesseln.
Ich habe mir ehrlich gesagt, etwas mehr erwartet...
Der Schreibstil ist einfach und flüssig, das Eingehen auf Landschaften, Personen der Handlung und Umfeld könnte sensibler und ausführlicher sein. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass sich die Autorin nicht entscheiden konnte, was ihr an dem Buch wichtiger ist. Geschichtliches rüber zu bringen, auf die Charaktere einzugehen, oder einfach Werbung für die Landschaften Englands und Irlands zu machen. Es ist ein Buch für "Leseanfänger", sofern sie auf Familiengeschichten mit übertriebenen Reaktionen eines Übervaters stehen, dem Standesdünkel und Ansehen in der Gesellschaft wichtiger sind, wie seine Familie.
14.10.2008 20:11:31
(119332 Beiträge)
Ich hab jetzt die Hälfte geschafft und finde es nicht schlecht, gut die Geschichte ist nicht neu, aber man kann es meiner Meinung nach gut lesen.
22.10.2008 08:08:18
(1853 Beiträge)
Ich bin auch durch und poste hier mal meine Rezension:
Nachdem ich die Leseprobe gelesen habe und von dieser total enttäuscht war, muss ich nach dem lesen des gesamten Buches meine Meinung revidieren. Es ist zwar keines meiner Lieblingsbücher, aber es lässt sich schön lesen. Die ersten Seiten sind sehr zäh und ich musste mich sehr überwinden weiter zu lesen. Es wurde dann aber, ab ca. Teil 2, besser. Die Geschichte von Richard und Isabel enthält mir allerdings zu viele Klischees. Er ist der reiche Jungunternehmer aus gutem Hause, Sie ist das Dienstmädchen mit zweifelhaftem Hintergrund. Sie verlieben sich, heiraten und bekommen 3 Kinder (Phillip, Theo und Sara). Alles ist toll, solange Richard machen kann, was er will - ohne die selben Rechte seiner Frau und seinen Kindern zuzugestehen. Am Ende steht Richard fast alleine da, weil Isabel und die Kinder sich gegen ihn auflehnen und ihr Leben selbst in die Hand nehmen. Das Buch schildert das Leben von Richard und Isabel, sowie das ihrer Kinder und einiger Bekannter mit diversen Irrungen und Wirrungen. Und das Ganze im Zeitraum 1909 - 1942. Das Buch endet zunächst einmal mit einem Happyend und das mitten im 2. Weltkrieg. Es bleibt offen, ob und wie alle Beteiligten den Krieg überstehen. Insgesamt gesehen ist es ein netter Schmöker für verregnete Herbsttage.
Nachdem ich die Leseprobe gelesen habe und von dieser total enttäuscht war, muss ich nach dem lesen des gesamten Buches meine Meinung revidieren. Es ist zwar keines meiner Lieblingsbücher, aber es lässt sich schön lesen. Die ersten Seiten sind sehr zäh und ich musste mich sehr überwinden weiter zu lesen. Es wurde dann aber, ab ca. Teil 2, besser. Die Geschichte von Richard und Isabel enthält mir allerdings zu viele Klischees. Er ist der reiche Jungunternehmer aus gutem Hause, Sie ist das Dienstmädchen mit zweifelhaftem Hintergrund. Sie verlieben sich, heiraten und bekommen 3 Kinder (Phillip, Theo und Sara). Alles ist toll, solange Richard machen kann, was er will - ohne die selben Rechte seiner Frau und seinen Kindern zuzugestehen. Am Ende steht Richard fast alleine da, weil Isabel und die Kinder sich gegen ihn auflehnen und ihr Leben selbst in die Hand nehmen. Das Buch schildert das Leben von Richard und Isabel, sowie das ihrer Kinder und einiger Bekannter mit diversen Irrungen und Wirrungen. Und das Ganze im Zeitraum 1909 - 1942. Das Buch endet zunächst einmal mit einem Happyend und das mitten im 2. Weltkrieg. Es bleibt offen, ob und wie alle Beteiligten den Krieg überstehen. Insgesamt gesehen ist es ein netter Schmöker für verregnete Herbsttage.
23.10.2008 16:14:22
(107 Beiträge)
Sooo schlimm fand ich es nicht, ich will 3 von 5 möglichen Punkten/Sternen/Ratten vergeben:
Eine nette Familiensaga für Abende am Kamin
Das Buch beginnt, wie viele Groschenromane oder Kinofilme (z.B. Pretty Woman) beginnen: Reicher Mann trifft arme Frau und verliebt sich in sie. Wer jetzt das Schlimmste fürchtet, wird von der Autorin angenehm überrascht. Der wohlhabende Geschäftsmann Richard Finborough ist ein Frauenheld. Umso erstaunter ist er, als er bei einer Autopanne die schöne, aber unnahbare Isabel kennen lernt. Vielleicht ist es für ihn nun der besondere Reiz, um diese kühle Schönheit zu werben. Auch ihre gesellschaftliche Herkunft als Dienstmädchen kann ihn nicht davon abhalten, sie unbedingt heiraten zu wollen. Was in anderen Romanen schon ein Happy End wäre, steht hier am Anfang: Richard und Isabel heiraten.
Wie wir Leser es von einer anständigen Familiensaga erwarten können, folgen nun einige eher harmonische Jahre mit der Geburt dreier Kinder. Als Richard sich nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges als Freiwilliger meldet, nimmt das Schicksal seinen Lauf. Seine Kriegsverwundung, die Aufnahme einer Pflegetochter und ein dunkles Geheimnis aus Isabels Vergangenheit führen zu Lebenswegen der Familienmitglieder, die etwas die schicksalgebeutelten Buddenbrooks erinnern. Doch Richards Familie hat eher die Fähigkeit, selbst in schwierigen Zeiten aufeinander zuzugehen und miteinander zu sprechen.
Dieser Liebes-, Familien- und Schicksalsroman las sich mitunter fast wie ein Krimi. Die Erzählperspektive ist gut gewählt, mit einem Ich-Erzähler wäre es deutlich platter ausgefallen. Judith Lennox hat mit diesem Roman eine stimmige Geschichte erzählt - mit einer großen Vielfalt an Gefühlen wie Liebe, Hass, Verlangen, Sehnsucht, Gleichgültigkeit, Schuld und Abhängigkeit. Die Handlungszeit ist gut gewählt, die beiden Weltkriege konnten so prima als Handlungsrahmen genutzt werden. Die Beschreibungen des Handlungsortes sind nicht nur geografisch korrekt, sondern so liebevoll geschrieben, dass ich beim Lesen am liebsten meine Koffer gepackt hätte und mich auf den Weg auf die Britischen Inseln gemacht hätte. Sogar das Cover passt, es könnte Isabel auf dem Weg zu ihrem Haus zeigen.
Eine nette Familiensaga für Abende am Kamin
Das Buch beginnt, wie viele Groschenromane oder Kinofilme (z.B. Pretty Woman) beginnen: Reicher Mann trifft arme Frau und verliebt sich in sie. Wer jetzt das Schlimmste fürchtet, wird von der Autorin angenehm überrascht. Der wohlhabende Geschäftsmann Richard Finborough ist ein Frauenheld. Umso erstaunter ist er, als er bei einer Autopanne die schöne, aber unnahbare Isabel kennen lernt. Vielleicht ist es für ihn nun der besondere Reiz, um diese kühle Schönheit zu werben. Auch ihre gesellschaftliche Herkunft als Dienstmädchen kann ihn nicht davon abhalten, sie unbedingt heiraten zu wollen. Was in anderen Romanen schon ein Happy End wäre, steht hier am Anfang: Richard und Isabel heiraten.
Wie wir Leser es von einer anständigen Familiensaga erwarten können, folgen nun einige eher harmonische Jahre mit der Geburt dreier Kinder. Als Richard sich nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges als Freiwilliger meldet, nimmt das Schicksal seinen Lauf. Seine Kriegsverwundung, die Aufnahme einer Pflegetochter und ein dunkles Geheimnis aus Isabels Vergangenheit führen zu Lebenswegen der Familienmitglieder, die etwas die schicksalgebeutelten Buddenbrooks erinnern. Doch Richards Familie hat eher die Fähigkeit, selbst in schwierigen Zeiten aufeinander zuzugehen und miteinander zu sprechen.
Dieser Liebes-, Familien- und Schicksalsroman las sich mitunter fast wie ein Krimi. Die Erzählperspektive ist gut gewählt, mit einem Ich-Erzähler wäre es deutlich platter ausgefallen. Judith Lennox hat mit diesem Roman eine stimmige Geschichte erzählt - mit einer großen Vielfalt an Gefühlen wie Liebe, Hass, Verlangen, Sehnsucht, Gleichgültigkeit, Schuld und Abhängigkeit. Die Handlungszeit ist gut gewählt, die beiden Weltkriege konnten so prima als Handlungsrahmen genutzt werden. Die Beschreibungen des Handlungsortes sind nicht nur geografisch korrekt, sondern so liebevoll geschrieben, dass ich beim Lesen am liebsten meine Koffer gepackt hätte und mich auf den Weg auf die Britischen Inseln gemacht hätte. Sogar das Cover passt, es könnte Isabel auf dem Weg zu ihrem Haus zeigen.
26.10.2008 10:41:35
(119332 Beiträge)
Das Haus in den Wolken
Für dieses Buch eine Rezension zu schreiben, fällt mir furchtbar schwer, weil mir zwar die Geschichte an sich sehr gut gefallen hat, die Art und Weise wie sie geschrieben wurde aber gar nicht.
Eine Familienchronik der ich mehr Raum gewünscht hätte, alles ging ganz furchtbar schnell.
Kennenlernen, Heiraten, Kinder, Weltkriege.
Im Jahr 1909 lernen sich der Geschäftsmann Richard und die Haushälterin Isabel kennen und lieben, nach kurzem Zögern willigt Isabel in eine Heirat ein,es folgt eine turbulente Ehe in der drei Kinder geboren werden.
Während des 1. Weltkrieges lernt Richard, Nicholas Chance ,kennen der ihm das Leben rettet und dessen Tochter Ruby,er aufnimmt, als Nicholas später spurlos verschwindet.Mit Ruby lernen wir auch ihre Mutter, deren herrische Schwester und eine Cousine kennen, die im Laufe des Romans auch noch eine wichtige Rolle beim verschwinden ihres Vaters spielen.
Leider immer nur kurz erfahren wir vom Leben der Kinder, die sich anders entwickeln als Richard und Isabel und sich das vorstellen und sich im Laufe der Geschichte immer mehr von ihren Eltern entfernen und schließlich von ihnen verstoßen werden.
Sara, die sich als einzige Tochter in den falschen Mann verliebt und dann um ihren Eltern zu gefallen einen Anderen heiratet ein Kind bekommt und später Beide verlässt um in London ihre einzig wahre Liebe wiederzufinden.
Phillip, der sich in eine ehemalige Freundin seines Vaters verliebt, sie gegen alle Widerstände heiratet, Kinder bekommt und glücklich wird.
Und Theodore, der um den Streitereien zu entgehen ins Ausland geht.
Als Isabel ihr dunkles Geheimnis beichtet, von dem zwar der Leser weiß, nicht aber Richard, trennen sich die Beiden und erst während des zweiten Weltkrieges findet die Familie wieder einen Weg zueinander.
All die Personen bleiben blass, sie bleiben mir fremd und so kann ich weder Trauer noch Freude mit ihnen teilen.Vielleicht wäre mehr in diesem Fall besser, mehr Zeit die Familie kennen zulernen.
Für dieses Buch eine Rezension zu schreiben, fällt mir furchtbar schwer, weil mir zwar die Geschichte an sich sehr gut gefallen hat, die Art und Weise wie sie geschrieben wurde aber gar nicht.
Eine Familienchronik der ich mehr Raum gewünscht hätte, alles ging ganz furchtbar schnell.
Kennenlernen, Heiraten, Kinder, Weltkriege.
Im Jahr 1909 lernen sich der Geschäftsmann Richard und die Haushälterin Isabel kennen und lieben, nach kurzem Zögern willigt Isabel in eine Heirat ein,es folgt eine turbulente Ehe in der drei Kinder geboren werden.
Während des 1. Weltkrieges lernt Richard, Nicholas Chance ,kennen der ihm das Leben rettet und dessen Tochter Ruby,er aufnimmt, als Nicholas später spurlos verschwindet.Mit Ruby lernen wir auch ihre Mutter, deren herrische Schwester und eine Cousine kennen, die im Laufe des Romans auch noch eine wichtige Rolle beim verschwinden ihres Vaters spielen.
Leider immer nur kurz erfahren wir vom Leben der Kinder, die sich anders entwickeln als Richard und Isabel und sich das vorstellen und sich im Laufe der Geschichte immer mehr von ihren Eltern entfernen und schließlich von ihnen verstoßen werden.
Sara, die sich als einzige Tochter in den falschen Mann verliebt und dann um ihren Eltern zu gefallen einen Anderen heiratet ein Kind bekommt und später Beide verlässt um in London ihre einzig wahre Liebe wiederzufinden.
Phillip, der sich in eine ehemalige Freundin seines Vaters verliebt, sie gegen alle Widerstände heiratet, Kinder bekommt und glücklich wird.
Und Theodore, der um den Streitereien zu entgehen ins Ausland geht.
Als Isabel ihr dunkles Geheimnis beichtet, von dem zwar der Leser weiß, nicht aber Richard, trennen sich die Beiden und erst während des zweiten Weltkrieges findet die Familie wieder einen Weg zueinander.
All die Personen bleiben blass, sie bleiben mir fremd und so kann ich weder Trauer noch Freude mit ihnen teilen.Vielleicht wäre mehr in diesem Fall besser, mehr Zeit die Familie kennen zulernen.
27.10.2008 14:27:40
(31 Beiträge)
Ich habe das Buch nun beendet und bin wirklich sehr positiv überrascht.
"Das Haus in den Wolken" war mein erstes Buch von Judith Lennox - und ich war sehr gespannt auf das Buch.
Es ist ein Schmöker der gehobenen Klasse, ein Pageturner, der einen sehr schnell in seinen Bann zieht. Die letzten 300 Seiten habe ich quasi am Stück gelesen. Judith Lennox versteht es ausgezeichnet, den Leser zu fesseln. Die Finboroughs mit all ihren Stärken und Schwächen nehmen einen gefangen, man leidet und freut sich mit ihnen. Das Schicksal aller Familienmitglieder durch all die Jahre hindurch ist sehr anschaulich und interessant beschrieben. Nie wird das Buch langweilig oder gewöhnlich.
Es ist die optimale Leselektüre für ein verregnetes Wochenende und jedem, der an Familiengeschichten interessiert ist, wärmstens zu empfehlen.
"Das Haus in den Wolken" hat mich neugierig auf weitere Bücher von Judith Lennox gemacht.
"Das Haus in den Wolken" war mein erstes Buch von Judith Lennox - und ich war sehr gespannt auf das Buch.
Es ist ein Schmöker der gehobenen Klasse, ein Pageturner, der einen sehr schnell in seinen Bann zieht. Die letzten 300 Seiten habe ich quasi am Stück gelesen. Judith Lennox versteht es ausgezeichnet, den Leser zu fesseln. Die Finboroughs mit all ihren Stärken und Schwächen nehmen einen gefangen, man leidet und freut sich mit ihnen. Das Schicksal aller Familienmitglieder durch all die Jahre hindurch ist sehr anschaulich und interessant beschrieben. Nie wird das Buch langweilig oder gewöhnlich.
Es ist die optimale Leselektüre für ein verregnetes Wochenende und jedem, der an Familiengeschichten interessiert ist, wärmstens zu empfehlen.
"Das Haus in den Wolken" hat mich neugierig auf weitere Bücher von Judith Lennox gemacht.
10.11.2008 19:45:54
(17072 Beiträge)
Ich habe nun auch dieses Buch gelesen und war eher positiv überrascht.
:-)
Vor, während und nach dem Sturm
Inhalt:
Im Jahr 1909 lernt Richard Finborough zufällig in einem kleinen Dorf Isabel kennen. Er stammt aus einer gesellschaftlich geachteten Familie und steht kurz vor dem Durchbruch als sehr erfolgreicher Geschäftsmann. Isabel stammt aus einfachen Verhältnissen und weis nach dem Tod ihres Arbeitgebers noch nicht wie es mit ihrem Leben weiter gehen soll. Richard verliebt sich in Isabel und bittet sie ihn zu heiraten. Nur zögernd stimmt sie zu, da es ein Geheimnis in ihrer Vergangenheit gibt, dass sie ihm nicht offenbaren kann.
Dies ist der Auftakt zu einer Familienchronik der Jahre 1909 bis 1942. Das Leben von Richard, Isabel und ihrer Kinder während zweier Kriege und in Friedenszeiten, sowie die gesellschaftlichen Konventionen dieser Zeit stehen hier im Vordergrund.
Meine Meinung:
"Das Haus in den Wolken" ist ein Gesellschaftsroman und eine Familienchronik der Zeitspanne von 1909 bis 1942. In vier Teilen wird hier die Geschichte der Familie Finborough aus unterschiedlichen Perspektiven geschildert. Die Erzählung ist dabei nahezu ohne zeitliche Lücken und sehr fließend wiedergegeben.
Die Schilderung der Ereignisse wirkt realistisch für die Zeitepoche. Besonders die Kapitel, die den weiblichen Familienmitgliedern gewidmet sind fand ich sehr interessant. Sicherlich auch aus dem Grund, da ich als weibliche Leserin hier einen direkten Vergleich anstellen konnte zwischen dem Leben wie ich es kenne und wie es in der ersten Hälfte des 20.Jahrhunderts für Frauen war.
Als etwas verwirrend empfand ich die vielen Nebencharaktere. Häufig musste ich bei einem Namen erst noch einmal überlegen, wer diese Person nun wieder war. Einen Glossar hätte ich an dieser Stelle hilfreich gefunden.
Als interessant empfand ich die Sichtweise der Figuren auf tatsächliche Begebenheiten, wie die Abdankung von König Edward, oder den Machtantritt Hitlers. Politische Diskussionen und Auseinandersetzungen mit den unterschiedlichen Gesellschaftsformen finden durchaus statt. Judith Lennox lässt sich hier keineswegs auf das Genre Liebesroman einengen.
Den Titel konnte ich leider in keinen direkten Zusammenhang zum Inhalt bringen, ich finde ihn daher nicht sehr treffend. Der Originaltitel "Before the Storm" scheint mir eher passend.
Das Cover gefällt mir jedoch gut.
Fazit:
Ein Zeitzeugnis aus britischer Sicht, das auf interessante Art und Weise Geschichte und Familienchronik miteinander verbindet.
:-)
Vor, während und nach dem Sturm
Inhalt:
Im Jahr 1909 lernt Richard Finborough zufällig in einem kleinen Dorf Isabel kennen. Er stammt aus einer gesellschaftlich geachteten Familie und steht kurz vor dem Durchbruch als sehr erfolgreicher Geschäftsmann. Isabel stammt aus einfachen Verhältnissen und weis nach dem Tod ihres Arbeitgebers noch nicht wie es mit ihrem Leben weiter gehen soll. Richard verliebt sich in Isabel und bittet sie ihn zu heiraten. Nur zögernd stimmt sie zu, da es ein Geheimnis in ihrer Vergangenheit gibt, dass sie ihm nicht offenbaren kann.
Dies ist der Auftakt zu einer Familienchronik der Jahre 1909 bis 1942. Das Leben von Richard, Isabel und ihrer Kinder während zweier Kriege und in Friedenszeiten, sowie die gesellschaftlichen Konventionen dieser Zeit stehen hier im Vordergrund.
Meine Meinung:
"Das Haus in den Wolken" ist ein Gesellschaftsroman und eine Familienchronik der Zeitspanne von 1909 bis 1942. In vier Teilen wird hier die Geschichte der Familie Finborough aus unterschiedlichen Perspektiven geschildert. Die Erzählung ist dabei nahezu ohne zeitliche Lücken und sehr fließend wiedergegeben.
Die Schilderung der Ereignisse wirkt realistisch für die Zeitepoche. Besonders die Kapitel, die den weiblichen Familienmitgliedern gewidmet sind fand ich sehr interessant. Sicherlich auch aus dem Grund, da ich als weibliche Leserin hier einen direkten Vergleich anstellen konnte zwischen dem Leben wie ich es kenne und wie es in der ersten Hälfte des 20.Jahrhunderts für Frauen war.
Als etwas verwirrend empfand ich die vielen Nebencharaktere. Häufig musste ich bei einem Namen erst noch einmal überlegen, wer diese Person nun wieder war. Einen Glossar hätte ich an dieser Stelle hilfreich gefunden.
Als interessant empfand ich die Sichtweise der Figuren auf tatsächliche Begebenheiten, wie die Abdankung von König Edward, oder den Machtantritt Hitlers. Politische Diskussionen und Auseinandersetzungen mit den unterschiedlichen Gesellschaftsformen finden durchaus statt. Judith Lennox lässt sich hier keineswegs auf das Genre Liebesroman einengen.
Den Titel konnte ich leider in keinen direkten Zusammenhang zum Inhalt bringen, ich finde ihn daher nicht sehr treffend. Der Originaltitel "Before the Storm" scheint mir eher passend.
Das Cover gefällt mir jedoch gut.
Fazit:
Ein Zeitzeugnis aus britischer Sicht, das auf interessante Art und Weise Geschichte und Familienchronik miteinander verbindet.
05.01.2009 13:08:53

