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Kap der Finsternis, Roger Smith
Beitrag
erstellt am
(780 Beiträge)
Habe dieses Buch gerade ausgelesen und es hat mir sehr gut gefallen, daher eine kurze Rezi hier:
Rasant, brutal und nicht aus der Hand legbar.
Das Buch startet gleich rasant, mit einem Überfall, Mord, in einem scheinbar idyllischen Familienleben, in einer besseren Wohngegend von Kapstadt. Der Leser taucht ein in die Geschichte der Familie aus Amerika, eines Wachmannes, eines korrupten Polizisten, dem Leben in den Slums.
Die Handlung geht rasant weiter und der Autor schafft es tatsächlich dieses Tempo bis zum Ende durch zu halten. Die Geschichte kommt ohne Held, Symphatieträger aus. Die einzelnen Akteure sind in diesem Roman perfekt miteinander verwoben.
Jedenfalls weiß ich nach dem Lesen des Buches, warum der Klappentext so kurz gehalten ist. Es fehlen einem fast die Worte den Inhalt kurz und knapp zu beschreiben, ohne schon wieder zu viel zu erzählen. So geht es mir nämlich jetzt auch. Die Geschichte ist brutal und der Leser wird einfach mit gerissen. Der Autor schafft es beängstigend gut die Atmosphäre der Slums zu schildern, auch die Hoffnungslosigkeit und den trotzdem den Mut des Einzelnen. Das Ende ist vielleicht anders als er-wartet. Man könnte bei diesem Buch sagen, so spielt das Leben!
Eigentlich kein Fan von Thrillern hat dieser Roman mich total in seinen Bann gezogen und erst wie-der los gelassen, als die letzte Seite gelesen war.
Rasant, brutal und nicht aus der Hand legbar.
Das Buch startet gleich rasant, mit einem Überfall, Mord, in einem scheinbar idyllischen Familienleben, in einer besseren Wohngegend von Kapstadt. Der Leser taucht ein in die Geschichte der Familie aus Amerika, eines Wachmannes, eines korrupten Polizisten, dem Leben in den Slums.
Die Handlung geht rasant weiter und der Autor schafft es tatsächlich dieses Tempo bis zum Ende durch zu halten. Die Geschichte kommt ohne Held, Symphatieträger aus. Die einzelnen Akteure sind in diesem Roman perfekt miteinander verwoben.
Jedenfalls weiß ich nach dem Lesen des Buches, warum der Klappentext so kurz gehalten ist. Es fehlen einem fast die Worte den Inhalt kurz und knapp zu beschreiben, ohne schon wieder zu viel zu erzählen. So geht es mir nämlich jetzt auch. Die Geschichte ist brutal und der Leser wird einfach mit gerissen. Der Autor schafft es beängstigend gut die Atmosphäre der Slums zu schildern, auch die Hoffnungslosigkeit und den trotzdem den Mut des Einzelnen. Das Ende ist vielleicht anders als er-wartet. Man könnte bei diesem Buch sagen, so spielt das Leben!
Eigentlich kein Fan von Thrillern hat dieser Roman mich total in seinen Bann gezogen und erst wie-der los gelassen, als die letzte Seite gelesen war.
10.03.2009 22:13:41
(119326 Beiträge)
Everett, so ging es mir auch, zu viel kann man über den Inhalt nicht verraten, dann ist die Spannung weg.
Hier mal meine Meinung.
Zufällig werden der Amerikaner Jack Burn und seine Familie Opfer eines brutalen Überfalls in ihrem eigen Haus, um sich und seine Familie zu schützen tötet Burn die Gangster. Da er nicht zur Polizei gehen kann entledigt er sich der Leichen, als die Toten entdeckt werden und die Spur in die Nähe Burns führt gerät er immer tiefer in die Abgründe Kapstadts.
Roger Smith schreibt brutal und erschreckend realistisch,seine Personen sprechen die Sprachde der Gosse in der sie leben, auch ohne jemals in Kapstadt gewesen zu sein glaubt man ihm sofort, das das Dasein in den Flats von Kapstadt beherrscht wird von Drogen, Gewalt und Mord und nur wenige es schaffen in dieser Atmosphäre ein Leben ohne Verbrechen zu führen.Sogar die meisten Polizisten sind korrupt und schrecken auch vor Mord nicht zurück um ihre Interessen zu schützen.
Nicht eine Person in dem Buch ist sympathisch, es gibt keinen strahlenden Helden der am Ende alles wieder ins Reine bringt, kein *und sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende*
Ein Buch das ich uneingeschränkt empfehlen kann, denn es ist spannend und mitreißend geschrieben.
Hier mal meine Meinung.
Zufällig werden der Amerikaner Jack Burn und seine Familie Opfer eines brutalen Überfalls in ihrem eigen Haus, um sich und seine Familie zu schützen tötet Burn die Gangster. Da er nicht zur Polizei gehen kann entledigt er sich der Leichen, als die Toten entdeckt werden und die Spur in die Nähe Burns führt gerät er immer tiefer in die Abgründe Kapstadts.
Roger Smith schreibt brutal und erschreckend realistisch,seine Personen sprechen die Sprachde der Gosse in der sie leben, auch ohne jemals in Kapstadt gewesen zu sein glaubt man ihm sofort, das das Dasein in den Flats von Kapstadt beherrscht wird von Drogen, Gewalt und Mord und nur wenige es schaffen in dieser Atmosphäre ein Leben ohne Verbrechen zu führen.Sogar die meisten Polizisten sind korrupt und schrecken auch vor Mord nicht zurück um ihre Interessen zu schützen.
Nicht eine Person in dem Buch ist sympathisch, es gibt keinen strahlenden Helden der am Ende alles wieder ins Reine bringt, kein *und sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende*
Ein Buch das ich uneingeschränkt empfehlen kann, denn es ist spannend und mitreißend geschrieben.
11.03.2009 07:50:13
(1553 Beiträge)
Ich habe bei vorablesen die ersten Kapitel gelesen und fand es auch total spannend. Hatte sehr gehofft ich würde das Buch vielleicht gewinnen aber das hat wohl nicht geklappt.
11.03.2009 08:15:44
(12833 Beiträge)
Ich hab es gelesen und bin mir noch nicht sicher, wie ich es fand. Muss so viel Gewalt wirklich sein?
15.03.2009 12:49:43
(697 Beiträge)
Habe auch das erste Kapitel bei Vorablesen gelesen und dann gehofft dass ich es gewinne. Eigentlich lese ich keine Thriller, aber das Buch hat mich doch gereizt. Allerdings habe ich mittlerweile von so vielen gelesen dass das Buch super brutal ist und frage mich ob es wirklich was für mich wäre...
15.03.2009 12:54:21
(1309 Beiträge)
Vielleicht lässt es ja jemand wandern ... ich habe auch die Leseprobe gelesen und bin sehr neugierig auf den Rest des Buches.
15.03.2009 16:14:46
(1355 Beiträge)
Ich habe das Buch auch gelesen, jetzt bekommt es noch eine Freundin, danach stelle ich es ein!
Hier mein Fazit (wer das Buch NICHT kennt, NICHT weiterlesen, ich könnte zuviel verraten...!!!
:-))
Ich muss zugeben, dass mir das Buch gerade zu Anfang nicht wirklich gefallen hat. Ich hatte mir mehr davon versprochen. Die Person, die mich von Anfang an fasziniert hat, war Benny Niemand mit seiner Hündin Bessi. Das hat mich sehr berührt!
Burn & seine Familie fand ich erst etwas verwirrend, da man ja nicht wusste, dass sie auf der Flucht waren und nach Kapstadt geflohen sind, bzw. die Handlung um Burn.
Wen ich mehr als widerlich empfand, war der stinkende Bulle Barnard. Phu, wie der beschrieben war! Also, mir selber ist da schon etwas übel geworden bei seinen Körperausdünstungen Und wie gewissenlos er war! Warum musste er nur den Jungen auf der Müllhalde erschießen?!
Also dabei, dass diese Handlung in Kapstadt spielt, konnte man die Geschichte gut nachvollziehen. Waffenbesitz und Gewalt sind dort wirklich an der Tagesordnung.
Super fand ich, dass alle Personen, die in diesem Buch beschrieben waren, wie Carmen, die Crack-Hure, Donovan, der Bruder des getöteten Jungen, irgendwie alle was miteinander zu tun hatten bzw. zum "Finale" wieder aufgetaucht sind.
Ich fand gerade die letzten 5 Kapitel wirklich spannend! Da hat mich das Buch doch sehr gefesselt und ich fand das komplette Ende überraschend gut!
Hier mein Fazit (wer das Buch NICHT kennt, NICHT weiterlesen, ich könnte zuviel verraten...!!!
:-))
Ich muss zugeben, dass mir das Buch gerade zu Anfang nicht wirklich gefallen hat. Ich hatte mir mehr davon versprochen. Die Person, die mich von Anfang an fasziniert hat, war Benny Niemand mit seiner Hündin Bessi. Das hat mich sehr berührt!
Burn & seine Familie fand ich erst etwas verwirrend, da man ja nicht wusste, dass sie auf der Flucht waren und nach Kapstadt geflohen sind, bzw. die Handlung um Burn.
Wen ich mehr als widerlich empfand, war der stinkende Bulle Barnard. Phu, wie der beschrieben war! Also, mir selber ist da schon etwas übel geworden bei seinen Körperausdünstungen Und wie gewissenlos er war! Warum musste er nur den Jungen auf der Müllhalde erschießen?!
Also dabei, dass diese Handlung in Kapstadt spielt, konnte man die Geschichte gut nachvollziehen. Waffenbesitz und Gewalt sind dort wirklich an der Tagesordnung.
Super fand ich, dass alle Personen, die in diesem Buch beschrieben waren, wie Carmen, die Crack-Hure, Donovan, der Bruder des getöteten Jungen, irgendwie alle was miteinander zu tun hatten bzw. zum "Finale" wieder aufgetaucht sind.
Ich fand gerade die letzten 5 Kapitel wirklich spannend! Da hat mich das Buch doch sehr gefesselt und ich fand das komplette Ende überraschend gut!
15.03.2009 19:08:49
(31644 Beiträge)
Ich fand das Buch sehr gut und hoffe, dass es schnell ein weiteres von dem Autor geben wird. :-)
Hier meine Meinung:
Roger Smith ist im Filmgeschäft als Drehbuchautor, Regisseur und Produzent tätig. Und das kommt seinem ersten Buch zugute, denn er hat mit Kap der Finsternis einen sehr guten Roman geschaffen.
Ein Amerikaner, der vor seiner Vergangenheit flieht, ein korrupter Cop, den seine Vergangenheit einholt, ein Exknacki, der wieder in sein vergangenes Leben eintaucht... Sie führen völlig unterschiedliche Leben und doch führt ihr Weg sie zueinander.
Es fällt mir leicht, mir Kapstadt genau so vorzustellen: Siedlungen für reiche, vornehmlich weiße Menschen, Ghettos für arme und hauptsächliche schwarze Menschen. Die Menschen sind umgeben von Gewalt, Drogenproblemen und Korruption. Ein riesiges Verwirrspiel beginnt und es stellt sich immer wieder neu die Frage, wer ist der Jäger und wer der Gejagte. Roger Smith schafft es seiner Geschichte immer wieder neue Wendungen zu geben, die spannend und glaubhaft sind und es bis zum Ende bleiben. Dabei ist das Buch nicht nur spannend, sondern zugleich hoch politisch - es regt zum Nachdenken an über Recht und Gerechtigkeit.
Fazit: Tolles Buch! Weiter so!
Hier meine Meinung:
Roger Smith ist im Filmgeschäft als Drehbuchautor, Regisseur und Produzent tätig. Und das kommt seinem ersten Buch zugute, denn er hat mit Kap der Finsternis einen sehr guten Roman geschaffen.
Ein Amerikaner, der vor seiner Vergangenheit flieht, ein korrupter Cop, den seine Vergangenheit einholt, ein Exknacki, der wieder in sein vergangenes Leben eintaucht... Sie führen völlig unterschiedliche Leben und doch führt ihr Weg sie zueinander.
Es fällt mir leicht, mir Kapstadt genau so vorzustellen: Siedlungen für reiche, vornehmlich weiße Menschen, Ghettos für arme und hauptsächliche schwarze Menschen. Die Menschen sind umgeben von Gewalt, Drogenproblemen und Korruption. Ein riesiges Verwirrspiel beginnt und es stellt sich immer wieder neu die Frage, wer ist der Jäger und wer der Gejagte. Roger Smith schafft es seiner Geschichte immer wieder neue Wendungen zu geben, die spannend und glaubhaft sind und es bis zum Ende bleiben. Dabei ist das Buch nicht nur spannend, sondern zugleich hoch politisch - es regt zum Nachdenken an über Recht und Gerechtigkeit.
Fazit: Tolles Buch! Weiter so!
26.03.2009 08:52:12
(107 Beiträge)
Das war leider nur zu realitätsnah :-O
Kapstadt. Eine amerikanische Familie wird von zwei Gangstern überfallen. Dem Familienvater Jack Burn gelingt es, die Angreifer zu töten. Seine hochschwangere Frau und sein vierjähriger Sohn tragen schwer an den Geschehnissen, zumal ein anderes Gewaltverbrechen dazu führte, das die Burns überhaupt überstürzt aus den USA nach Südafrika flüchteten. Ein vorbestrafter Baustellenwärter wird Zeuge des Überfalls. Ein kleiner Junge findet die Leichen und stiehlt der einen die fast neuen Schuhe. Ein korrupter Polizist nimmt Burn ins Visier und entdeckt sein dunkles Geheimnis. Damit nehmen die schrecklichen Geschehnisse ihren Lauf. Dunkel ist die gesamte Handlung. In jeder einzelnen Szene fließt dunkelrotes Blut, agieren schwarze Seelen, wird gemordet, geschändet, vergewaltigt, betrogen, veruntreut, erpresst,...
Roger Smith versteht es, Kapstadt so zu zeigen, wie es in keinem Reiseführer steht. Er hat den Mut, die Finger in jede Kapstadter Wunde zu legen, egal ob es Folgen der Apartheid sind, oder die Haftbedingungen, ob Armut angesprochen wird oder Korruption. In schonungsloser Weise und mit angemessen plumper Sprache zeichnet Smith ein so realitätsnahes wie erschreckendes Bild von Kapstadt und seinen Bewohnern. Ich kann die vielen Toten nicht zählen und könnte schreien, wenn ich lese, dass Babys auf den Müll geworfen werden, Kinder ihre Eltern töten, Jugendliche als Mutprobe töten, Frauen die Vergewaltigung durch den Ehemann normal finden, irgendwie alle unter Drogen stehen... Dass dies allen nicht so sehr am Arsch vorbei geht, wie es augenscheinlich den Eindruck macht, wird für mich besonders deutlich, wenn immer wieder höchst detailliert auf die Hämorriden des fetten Polizisten eingegangen wird.
Schon vor der Lektüre dieses Buches war mir klar, dass ich um Südafrika, zumindest aber um Kapstadt, bei meiner zukünftigen Reiseplanung einen weiten Bogen machen werde. So sehr ich das südliche Afrika kenne und liebe, so sehr hat mir dieser Roman wieder in Erinnerung gerufen, was ich vorher schon über die Kriminalitätsraten dieser Stadt erfahren habe. Namibia, Botsuana, Simbabwe habe ich ja als sehenswert kennen gelernt, also muss es ja auch nicht unbedingt Südafrika sein...
Kapstadt. Eine amerikanische Familie wird von zwei Gangstern überfallen. Dem Familienvater Jack Burn gelingt es, die Angreifer zu töten. Seine hochschwangere Frau und sein vierjähriger Sohn tragen schwer an den Geschehnissen, zumal ein anderes Gewaltverbrechen dazu führte, das die Burns überhaupt überstürzt aus den USA nach Südafrika flüchteten. Ein vorbestrafter Baustellenwärter wird Zeuge des Überfalls. Ein kleiner Junge findet die Leichen und stiehlt der einen die fast neuen Schuhe. Ein korrupter Polizist nimmt Burn ins Visier und entdeckt sein dunkles Geheimnis. Damit nehmen die schrecklichen Geschehnisse ihren Lauf. Dunkel ist die gesamte Handlung. In jeder einzelnen Szene fließt dunkelrotes Blut, agieren schwarze Seelen, wird gemordet, geschändet, vergewaltigt, betrogen, veruntreut, erpresst,...
Roger Smith versteht es, Kapstadt so zu zeigen, wie es in keinem Reiseführer steht. Er hat den Mut, die Finger in jede Kapstadter Wunde zu legen, egal ob es Folgen der Apartheid sind, oder die Haftbedingungen, ob Armut angesprochen wird oder Korruption. In schonungsloser Weise und mit angemessen plumper Sprache zeichnet Smith ein so realitätsnahes wie erschreckendes Bild von Kapstadt und seinen Bewohnern. Ich kann die vielen Toten nicht zählen und könnte schreien, wenn ich lese, dass Babys auf den Müll geworfen werden, Kinder ihre Eltern töten, Jugendliche als Mutprobe töten, Frauen die Vergewaltigung durch den Ehemann normal finden, irgendwie alle unter Drogen stehen... Dass dies allen nicht so sehr am Arsch vorbei geht, wie es augenscheinlich den Eindruck macht, wird für mich besonders deutlich, wenn immer wieder höchst detailliert auf die Hämorriden des fetten Polizisten eingegangen wird.
Schon vor der Lektüre dieses Buches war mir klar, dass ich um Südafrika, zumindest aber um Kapstadt, bei meiner zukünftigen Reiseplanung einen weiten Bogen machen werde. So sehr ich das südliche Afrika kenne und liebe, so sehr hat mir dieser Roman wieder in Erinnerung gerufen, was ich vorher schon über die Kriminalitätsraten dieser Stadt erfahren habe. Namibia, Botsuana, Simbabwe habe ich ja als sehenswert kennen gelernt, also muss es ja auch nicht unbedingt Südafrika sein...
29.03.2009 12:57:58
(4777 Beiträge)
Ich bin die letzten zwei Tage von diesem Buch nicht losgekommen.
Ich finde es sehr spannend, temporeich und sprachlich gut geschrieben.
Ich finde es sehr spannend, temporeich und sprachlich gut geschrieben.
05.04.2009 15:34:18
(1355 Beiträge)
Hallo,
ich habe das Buch nunmehr auch aus und fand es spannend. War mal was ganz anderes bzw. Südafrika wird wirklich hautnah beschrieben mit seiner Kriminalität etc.
Das Buch findet ihr jetzt bei mir eingesetzt im Regal! Es ist nur 1 x vorsichtig gelesen worden, von daher Zustand Top!
Carry1980
ich habe das Buch nunmehr auch aus und fand es spannend. War mal was ganz anderes bzw. Südafrika wird wirklich hautnah beschrieben mit seiner Kriminalität etc.
Das Buch findet ihr jetzt bei mir eingesetzt im Regal! Es ist nur 1 x vorsichtig gelesen worden, von daher Zustand Top!
Carry1980
09.04.2009 16:49:50
(20313 Beiträge)
Dieses Buch hat mich irgendwie aufgewühlt, denn die Vorstellung, dass es in einer Stadt die nicht mal so weit entfernt ist tagtäglich so zugeht und man nie weiß ob man den nächsten Morgen noch erlebt, erschüttert mich doch sehr.
Das Buch an sich war gut zu lesen, leichte Sprache - wenn auch manchmal ein bisschen zu überspitzt - erinnert aber leider doch an einen mehr oder weniger guten Action-Film im Abendprogramm. Aber da Roger Smith ja aus der Filmbranche kommt, kann man ihm das wohl nicht verübeln. Dennoch sollte er aus solchen Geschichten lieber einen Film machen als daraus ein Buch zu machen, denn es ist letztendlich nicht mehr als ein Drehbuch für mich.
Die Spannung fehlte stellenweise schon sehr und musste arg der Gewalt weichen, was dann leider nur zur Note 3 gereicht hat.
Das Buch an sich war gut zu lesen, leichte Sprache - wenn auch manchmal ein bisschen zu überspitzt - erinnert aber leider doch an einen mehr oder weniger guten Action-Film im Abendprogramm. Aber da Roger Smith ja aus der Filmbranche kommt, kann man ihm das wohl nicht verübeln. Dennoch sollte er aus solchen Geschichten lieber einen Film machen als daraus ein Buch zu machen, denn es ist letztendlich nicht mehr als ein Drehbuch für mich.
Die Spannung fehlte stellenweise schon sehr und musste arg der Gewalt weichen, was dann leider nur zur Note 3 gereicht hat.
17.04.2009 12:14:52
(4101 Beiträge)
"Kap der Finsternis" war ein Buch, dass sowohl meinem Mann als auch mir total gut gefallen hat.
In dem außerordentlich spannenden Roman "Kap der Finsternis" ist nichts nur schwarz und weiß. Die Guten sind nicht nur gut, und die Bösen nicht nur Böse.
Roger Smith stellt uns zu Beginn auf wenigen Seiten folgende Protagonisten vor: eine amerikanische Kleinfamilie - Vater, schwangere Mutter, ein kleiner Sohn; zwei Gangster auf Abwegen; ein korrupter Bulle mit Namen "Gatsby", sozusagen der "Hot Dog" Südafrikas :-) und einen ehemaligen entstellten Gefängnisinsassen, der nach seiner Entlassung aus dem Knast als Wachmann arbeitet. Näheres zu den einzelnen Personen verrät der Klappentext.
Den gewählten Ort der Handlung - Kapstadt - finde ich gut gewählt. Ein Ort, den ich nur aus Erzählungen kenne, und ein Ort, der sich in positiver Weise abhebt von den bekannten Schauplätzen der Kriminalliteratur. Einen Krimi oder Thriller, der in Skandinavien oder den USA spielt, hat ja fast jeder schon einmal gelesen, aber Kapstadt?
Der Leser wird in Windeseile in den Bann der miteinander verwobenen Einzelschicksale gezogen. Ich finde, man merkt diesem Buch an, dass der Autor auch im Filmgeschäft arbeitet. Mich hat der Stil an Episodenfilme und an Verfilmungen der Romanvorlagen von Elmore Leonard erinnert. Der aus verschiedenen Perspektiven erzählte Roman ist - wenn auch auf äußerst brutale Art - unterhaltsam und von der Erzählweise anspruchvoll. Sowohl mich als auch meinen Mann haben der flüssige Schreibstil, die authentische Sprache und die Handlung sehr begeistert. Die teilweise verwendete Fäkaliensprache hat uns nicht gestört, weil sie zur Handlung und den Protagonisten passt. Wir beide haben diesen Roman innerhalb kürzester Zeit verschlungen!
In dem außerordentlich spannenden Roman "Kap der Finsternis" ist nichts nur schwarz und weiß. Die Guten sind nicht nur gut, und die Bösen nicht nur Böse.
Roger Smith stellt uns zu Beginn auf wenigen Seiten folgende Protagonisten vor: eine amerikanische Kleinfamilie - Vater, schwangere Mutter, ein kleiner Sohn; zwei Gangster auf Abwegen; ein korrupter Bulle mit Namen "Gatsby", sozusagen der "Hot Dog" Südafrikas :-) und einen ehemaligen entstellten Gefängnisinsassen, der nach seiner Entlassung aus dem Knast als Wachmann arbeitet. Näheres zu den einzelnen Personen verrät der Klappentext.
Den gewählten Ort der Handlung - Kapstadt - finde ich gut gewählt. Ein Ort, den ich nur aus Erzählungen kenne, und ein Ort, der sich in positiver Weise abhebt von den bekannten Schauplätzen der Kriminalliteratur. Einen Krimi oder Thriller, der in Skandinavien oder den USA spielt, hat ja fast jeder schon einmal gelesen, aber Kapstadt?
Der Leser wird in Windeseile in den Bann der miteinander verwobenen Einzelschicksale gezogen. Ich finde, man merkt diesem Buch an, dass der Autor auch im Filmgeschäft arbeitet. Mich hat der Stil an Episodenfilme und an Verfilmungen der Romanvorlagen von Elmore Leonard erinnert. Der aus verschiedenen Perspektiven erzählte Roman ist - wenn auch auf äußerst brutale Art - unterhaltsam und von der Erzählweise anspruchvoll. Sowohl mich als auch meinen Mann haben der flüssige Schreibstil, die authentische Sprache und die Handlung sehr begeistert. Die teilweise verwendete Fäkaliensprache hat uns nicht gestört, weil sie zur Handlung und den Protagonisten passt. Wir beide haben diesen Roman innerhalb kürzester Zeit verschlungen!
17.04.2009 12:18:54
(3630 Beiträge)
hier nun meine Rezi
Die Eingangszene des Buches zeigt zwei Gangmitglieder aus den Cape Flats, die eher zufällig und im Drogenrausch eine Villa in einem der reichen Vororte Kapstadts überfallen. In der Villa herrscht gerade ein ruhiges Familienidyll, der 4jährige Sohn Matt schaut Fern, der Vater Jack Burn kocht und die Frau deckt den Tisch. Die beiden Gangster steigen über die Terrasse ein.
Man ahnt dass es tödlich ausgeht, doch gegen die Erwartung liegen am Ende die beiden Gangster Tod auf dem kalten Fliesenboden, umgebracht von dem Villenbewohner, der sich als Amerikaner auf der Flucht vor dem Gesetz entpuppt. Was die Gangster nicht wissen konnten, das sie einem ehemaligen Elitesoldaten auf dem Leim gegangen sind. Obwohl aus Notwehr getötet ruft er nicht die Polizei, sondern lässt die Leichen am Rande der Stadt verschwinden. Was er vergessen hat ist das Auto der Gangster und so setzt am nächsten Morgen eine Kettenreaktion ein, mit der er nicht gerechnet hat.
Schnell wird uns klar Jack ist auf der Flucht. Warum wird im Verlauf des Buches erklärt.
Viele Charaktere die miteinander verbunden sind, sich aber nicht kennen, werden von Smith in die Geschichte eingeführt. Die Charakterzeichnungen sind sachlich, nüchtern und emotionslos. So entsteht ein hochspannender und tiefschwarzer Thriller, der die Gegensätzlichkeiten des schönen und schrecklichen Landes am Kap aufzeigt
Roger Smith erzählt in seinen 356 Seiten Roman relativ brutal und grausam die Lebensverhältnisse in Kapstadt. Das Buch ist in 33 Kapiteln unterteilt, wie in der Realität auch wird gemordet, geschändet und hintergangen.
So schafft er es realitätsnah an die Handlung zu fesseln ohne dabei moralisierend zu wirken, der Schreibstilschnörkellos und sehr direkt. Die brutale Sprache, die häufigen Perspektivenwechsel halten die Spannung aufrecht. Kapstadt wirkt wie seine Protagonisten kalt und unsympathisch.
Die Eingangszene des Buches zeigt zwei Gangmitglieder aus den Cape Flats, die eher zufällig und im Drogenrausch eine Villa in einem der reichen Vororte Kapstadts überfallen. In der Villa herrscht gerade ein ruhiges Familienidyll, der 4jährige Sohn Matt schaut Fern, der Vater Jack Burn kocht und die Frau deckt den Tisch. Die beiden Gangster steigen über die Terrasse ein.
Man ahnt dass es tödlich ausgeht, doch gegen die Erwartung liegen am Ende die beiden Gangster Tod auf dem kalten Fliesenboden, umgebracht von dem Villenbewohner, der sich als Amerikaner auf der Flucht vor dem Gesetz entpuppt. Was die Gangster nicht wissen konnten, das sie einem ehemaligen Elitesoldaten auf dem Leim gegangen sind. Obwohl aus Notwehr getötet ruft er nicht die Polizei, sondern lässt die Leichen am Rande der Stadt verschwinden. Was er vergessen hat ist das Auto der Gangster und so setzt am nächsten Morgen eine Kettenreaktion ein, mit der er nicht gerechnet hat.
Schnell wird uns klar Jack ist auf der Flucht. Warum wird im Verlauf des Buches erklärt.
Viele Charaktere die miteinander verbunden sind, sich aber nicht kennen, werden von Smith in die Geschichte eingeführt. Die Charakterzeichnungen sind sachlich, nüchtern und emotionslos. So entsteht ein hochspannender und tiefschwarzer Thriller, der die Gegensätzlichkeiten des schönen und schrecklichen Landes am Kap aufzeigt
Roger Smith erzählt in seinen 356 Seiten Roman relativ brutal und grausam die Lebensverhältnisse in Kapstadt. Das Buch ist in 33 Kapiteln unterteilt, wie in der Realität auch wird gemordet, geschändet und hintergangen.
So schafft er es realitätsnah an die Handlung zu fesseln ohne dabei moralisierend zu wirken, der Schreibstilschnörkellos und sehr direkt. Die brutale Sprache, die häufigen Perspektivenwechsel halten die Spannung aufrecht. Kapstadt wirkt wie seine Protagonisten kalt und unsympathisch.
12.05.2009 07:43:54
(1309 Beiträge)
Die Leseprobe war Hochspannung pur von Anfang an. Daher war ich sehr gespannt auf dieses Buch. Erzählt wird die Geschichte von Jack Burn, einem amerikanischen Glücksspieler, der mit seiner kleinen Familie in Kapstadt untertaucht. Diese Wahl war nicht so gut, denn die Familie wird Opfer eines Raubüberfalles, der allerdings für die Täter tödlich endet. Durch diesen Vorfall gerät die Familie ins Visier von Gatsby, einem korrupten und rassistischen Polizisten, der allerdings auch die Antikorruptionseinheit im Nacken hat.
Das Buch ist in mehrere Erzählstränge aufgegliedert. Dadurch ist Spannung garantiert und man fühlt sich beim Lesen wie in einem Actionthriller. Die Sprache ist sehr direkt und teilweise auch sehr gewöhnlich. Dies passt zwar sehr gut zur Story, hat mir persönlich aber nicht so gut gefallen. Das Leben in den Elendsvierteln wird sehr detailliert und schonungslos beschrieben, die Lust auf eine Reise in diese Stadt wird einem eher genommen.
Die Spannung steigert sich in der zweiten Hälfte noch mal und ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen. Sprachlich hätte es allerdings besser sein können.
Das Buch ist in mehrere Erzählstränge aufgegliedert. Dadurch ist Spannung garantiert und man fühlt sich beim Lesen wie in einem Actionthriller. Die Sprache ist sehr direkt und teilweise auch sehr gewöhnlich. Dies passt zwar sehr gut zur Story, hat mir persönlich aber nicht so gut gefallen. Das Leben in den Elendsvierteln wird sehr detailliert und schonungslos beschrieben, die Lust auf eine Reise in diese Stadt wird einem eher genommen.
Die Spannung steigert sich in der zweiten Hälfte noch mal und ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen. Sprachlich hätte es allerdings besser sein können.
10.08.2009 21:32:29
(7015 Beiträge)
Mir hat das Buch auch sehr gut gefallen, gerade wegen seiner schnörkellosen, zwar manchmal drastischen, aber immer ehrlichen Sprache. Ich fand einfach, dass es gut zum Thema passte.
Und Nina, und deshalb keine Reise nach Kapstadt ins Auge zu fassen, wäre mehr als fahrlässig *zwinker*.
Du wirst als Tourist nichts von dieser Seite Kapstadts zu sehen kriegen, es sei denn, Du würdest Dich lebensmüde in die Townships wagen.
Ansonsten ist Kapstadt eine der schönsten Städte der Welt........*schwelg*
Und Nina, und deshalb keine Reise nach Kapstadt ins Auge zu fassen, wäre mehr als fahrlässig *zwinker*.
Du wirst als Tourist nichts von dieser Seite Kapstadts zu sehen kriegen, es sei denn, Du würdest Dich lebensmüde in die Townships wagen.
Ansonsten ist Kapstadt eine der schönsten Städte der Welt........*schwelg*
11.08.2009 12:53:43
(1309 Beiträge)
@ bookkiller
Ich bin eh ein Feigling deluxe und habe auch Angst vorm Fliegen. Das würde mich schon abhalten. Da fahre ich doch lieber in die Eifel *lol*
Ich bin eh ein Feigling deluxe und habe auch Angst vorm Fliegen. Das würde mich schon abhalten. Da fahre ich doch lieber in die Eifel *lol*
11.08.2009 18:56:31
(17071 Beiträge)
Keine Hoffnung am Kap der Finsternis
Inhalt:
Der Amerikaner Jack Burn ist gemeinsam mit seiner Familie auf der Flucht. Mit seiner schwangeren Frau und seinem kleinen Sohn, hat es ihn nach Südafrika verschlagen. Zurückgezogen leben sie nun in Kapstadt, bis sie das Verbrechen einholt. Sie werden Opfer eines Überfalls und Jack tötet die Angreifer. Doch was noch viel schlimmer ist, ist die Angst der Entdeckung ihres Doppellebens unter falschem Namen. Nun droht alles aufzufliegen und Jacks wichtigster Anreiz ist es, sein neues Leben zu schützen. Doch Korruption und Verbrechen infiltrieren in Kapstadt nicht nur die Gesellschaft, sondern auch die Polizei. Der skrupellose Inspektor Rudi Barnard schreckt vor keiner Untat zurück um seine Privilegien zu schützen und so wird Jack mit einem harten Gegner konfrontiert. Doch es gibt auch noch Benny Mongrel, einen ehemaligen Gefängnisinsassen, der nun als Nachtwächter tätig ist, und das Verbrechen beobachten konnte.
Wird es Jack gelingen seine Vergangenheit weiter zu verbergen und seine Familie zu beschützen?
Meine Meinung:
Leider war ich ein wenig enttäuscht von "Kap der Finsternis". Nach dem überaus spannenden Beginn hatte ich mir einen rasanten Thriller versprochen. Diese Erwartungen wurden jedoch nicht ganz nach meinen Vorstellungen erfüllt.
Was mich hier sehr viel mehr beeindruckt hat, als die eigentlichen Thrillerelemente, ist das Bild das vom modernen Kapstadt gezeichnet wird.
Die Auswirkungen der Apartheid, die Dominanz des Verbrechens, die alltägliche Korruption und die Trostlosigkeit der Menschen. Das alles hoffe ich mehr im Bereich der Fiktion, als der Fakten ansiedeln zu können.
Es scheint jedoch eine traurige Realität zu sein, dass Kapstadt kein blühendes Paradies ist, und so ist der Titel "Kap der Finsternis" in Teilen durchaus berechtigt.
Besonders erschütternd empfand ich die Figur des Polizeiinspektor Rudi Barnard, genannt Gatsby. Seine Sicht der Dinge, sein Glaube der ihm Rechtfertigung für alles lieferte und seine Abgestumpftheit sind das negativste Beispiel eines Gesetzeshüters, von dem ich je gelesen habe. Es ging sogar soweit, dass ich beim Lesen einen regelrechten Widerwillen entwickelte noch mehr von diesem Wesen und seinen Untaten zu erfahren. Die Kälte und beängstigen Realitätsnähe zu den tatsächlichen Zuständen in Südafrika haben bei mir erreicht, dass ich "Kap der Finsternis" nicht mehr als Roman ansehen konnte, sondern die Grenzen zwischen Fakt und Fiktion verschmolzen.
Das ist zwar ein durchaus angestrebtes Ziel von Autoren, jedoch kein Zustand, den ich beim lesen von Thrillern als erstrebenswert ansehe.
Wer damit gut zu recht kommt, wird hier jedoch einen Thriller mit ungewöhnlichem Potenzial zur Milieustudie erleben.
Der Schreibstil von Roger Smith mit wechselnden Perspektiven und unverfälschtem Vokabular hat mir jedenfalls gut gefallen.
Ich halte es für vorstellbar, dass der Autor noch eine Fortsetzung des Romans mit Jack Burn schreiben wird.
Fazit:
Erschreckend real.
Inhalt:
Der Amerikaner Jack Burn ist gemeinsam mit seiner Familie auf der Flucht. Mit seiner schwangeren Frau und seinem kleinen Sohn, hat es ihn nach Südafrika verschlagen. Zurückgezogen leben sie nun in Kapstadt, bis sie das Verbrechen einholt. Sie werden Opfer eines Überfalls und Jack tötet die Angreifer. Doch was noch viel schlimmer ist, ist die Angst der Entdeckung ihres Doppellebens unter falschem Namen. Nun droht alles aufzufliegen und Jacks wichtigster Anreiz ist es, sein neues Leben zu schützen. Doch Korruption und Verbrechen infiltrieren in Kapstadt nicht nur die Gesellschaft, sondern auch die Polizei. Der skrupellose Inspektor Rudi Barnard schreckt vor keiner Untat zurück um seine Privilegien zu schützen und so wird Jack mit einem harten Gegner konfrontiert. Doch es gibt auch noch Benny Mongrel, einen ehemaligen Gefängnisinsassen, der nun als Nachtwächter tätig ist, und das Verbrechen beobachten konnte.
Wird es Jack gelingen seine Vergangenheit weiter zu verbergen und seine Familie zu beschützen?
Meine Meinung:
Leider war ich ein wenig enttäuscht von "Kap der Finsternis". Nach dem überaus spannenden Beginn hatte ich mir einen rasanten Thriller versprochen. Diese Erwartungen wurden jedoch nicht ganz nach meinen Vorstellungen erfüllt.
Was mich hier sehr viel mehr beeindruckt hat, als die eigentlichen Thrillerelemente, ist das Bild das vom modernen Kapstadt gezeichnet wird.
Die Auswirkungen der Apartheid, die Dominanz des Verbrechens, die alltägliche Korruption und die Trostlosigkeit der Menschen. Das alles hoffe ich mehr im Bereich der Fiktion, als der Fakten ansiedeln zu können.
Es scheint jedoch eine traurige Realität zu sein, dass Kapstadt kein blühendes Paradies ist, und so ist der Titel "Kap der Finsternis" in Teilen durchaus berechtigt.
Besonders erschütternd empfand ich die Figur des Polizeiinspektor Rudi Barnard, genannt Gatsby. Seine Sicht der Dinge, sein Glaube der ihm Rechtfertigung für alles lieferte und seine Abgestumpftheit sind das negativste Beispiel eines Gesetzeshüters, von dem ich je gelesen habe. Es ging sogar soweit, dass ich beim Lesen einen regelrechten Widerwillen entwickelte noch mehr von diesem Wesen und seinen Untaten zu erfahren. Die Kälte und beängstigen Realitätsnähe zu den tatsächlichen Zuständen in Südafrika haben bei mir erreicht, dass ich "Kap der Finsternis" nicht mehr als Roman ansehen konnte, sondern die Grenzen zwischen Fakt und Fiktion verschmolzen.
Das ist zwar ein durchaus angestrebtes Ziel von Autoren, jedoch kein Zustand, den ich beim lesen von Thrillern als erstrebenswert ansehe.
Wer damit gut zu recht kommt, wird hier jedoch einen Thriller mit ungewöhnlichem Potenzial zur Milieustudie erleben.
Der Schreibstil von Roger Smith mit wechselnden Perspektiven und unverfälschtem Vokabular hat mir jedenfalls gut gefallen.
Ich halte es für vorstellbar, dass der Autor noch eine Fortsetzung des Romans mit Jack Burn schreiben wird.
Fazit:
Erschreckend real.
19.08.2009 07:56:19
(25 Beiträge)
Inhalt:
Jack Burn ist als Joe Hill mit seiner Familie aus den USA geflohen und in Kapstadt untergekommen. Dort wird er eines Abends von zwei Einheimischen am Esstisch überfallen. Kurzerhand fällt er in alte Muster zurück und tötet die Beiden ohne mit der Wimper zu zucken. Ein Wachmann beobachtet den Vorfall. Und plötzlich ist der korrupte Polizist, der das Viertel unter Kontrolle hat, dabei, diesen Mordfall aufzudecken...
Erzähl-/Schreibstil:
Smith schreibt hautnah an den Straßengangs, die einzelnen Geschichten, weswegen die Charaktere in Beziehung zueinander stehen, und schildert die Verhältnisse in den Cape Flats sehr genau und eingehend. Dabei kümmert es ihn wenig, dass der Leser die Story mitverfolgt. Es ist, als erzähle Smith Autobiografien, vermischt mit dem Mord an den beiden Halbstarken. Dabei wirken seine Ausführungen sehr authentisch, vor allem, da er selber in Kapstadt lebt.
Meine Meinung:
Ich bin auf das Buch durch eine Leseprobe gestoßen, die genau dort abbrach, als Burn mit den Leichen im Wagen in eine Verkehrskontrolle geriet. Natürlich war dies ein Aufhänger, mehr lesen zu wollen. Endlich habe ich es nun geschafft, Smith zu lesen und wurde nicht enttäuscht! Ich bin begeistert!
Smith brachte mir Kapstadt nahe wie kein anderer, doch er zeigte nicht die schönen Seiten, sondern schilderte die Armut, die unterschiedlichen Rassen bzw. Herkunftsorte. Es gab keine sympathischen Personen in diesem Buch und hinterher wollten alle nur noch den Tod von Gatsby, dem korrupten Bullen, der überhaupt keinen Charakter zu haben schien. Er war vielmehr ein Fanatiker Gottes und verbreitete Angst und Schrecken. Dadurch wirkte die Geschichte noch echter und das Ende war der Höhepunkt, der sehr verständlich war und die Geschichte schlüssig abrundete. Smith hat hier in einfachen Worten die Probleme Kapstadts erzählt. Der Unterschied schwarz und weiß, Zulus und Buren. Oft hat er Jungen wie auch Mädchen aus dem Slums Mischlinge genannt. Es klang abwertend, aber auch aufweckend. Vor allen Dingen, da dieses Buch pure Realität ist.
Wir in der westlichen Welt können uns jetzt zurück lehnen und ein neues Kapitel in einem neuen Buch aufschlagen und weiterleben wie bisher, doch in Kapstadt kann keiner sein Leben vom Slum in die Mittelschicht bringen. Außer, er wird Mitglied in einer Gang und treibt ein illegales Geschäft.
Fazit: Ein sehr brutales Buch und für Leser mit einer Affinität zu Liebesgeschichten oder schönen Enden sicher keine Empfehlung. Doch wer etwas wirklich realitätsnahes lesen möchte und das Risiko eingeht, wird belohnt werden. Der Preis hingegen von 21,90 Euro ist abschreckend und überteuert!
Ich gebe Roger Smith für dieses erschreckende Bild Kapstadts 5 von 5 Sternchen.
Jack Burn ist als Joe Hill mit seiner Familie aus den USA geflohen und in Kapstadt untergekommen. Dort wird er eines Abends von zwei Einheimischen am Esstisch überfallen. Kurzerhand fällt er in alte Muster zurück und tötet die Beiden ohne mit der Wimper zu zucken. Ein Wachmann beobachtet den Vorfall. Und plötzlich ist der korrupte Polizist, der das Viertel unter Kontrolle hat, dabei, diesen Mordfall aufzudecken...
Erzähl-/Schreibstil:
Smith schreibt hautnah an den Straßengangs, die einzelnen Geschichten, weswegen die Charaktere in Beziehung zueinander stehen, und schildert die Verhältnisse in den Cape Flats sehr genau und eingehend. Dabei kümmert es ihn wenig, dass der Leser die Story mitverfolgt. Es ist, als erzähle Smith Autobiografien, vermischt mit dem Mord an den beiden Halbstarken. Dabei wirken seine Ausführungen sehr authentisch, vor allem, da er selber in Kapstadt lebt.
Meine Meinung:
Ich bin auf das Buch durch eine Leseprobe gestoßen, die genau dort abbrach, als Burn mit den Leichen im Wagen in eine Verkehrskontrolle geriet. Natürlich war dies ein Aufhänger, mehr lesen zu wollen. Endlich habe ich es nun geschafft, Smith zu lesen und wurde nicht enttäuscht! Ich bin begeistert!
Smith brachte mir Kapstadt nahe wie kein anderer, doch er zeigte nicht die schönen Seiten, sondern schilderte die Armut, die unterschiedlichen Rassen bzw. Herkunftsorte. Es gab keine sympathischen Personen in diesem Buch und hinterher wollten alle nur noch den Tod von Gatsby, dem korrupten Bullen, der überhaupt keinen Charakter zu haben schien. Er war vielmehr ein Fanatiker Gottes und verbreitete Angst und Schrecken. Dadurch wirkte die Geschichte noch echter und das Ende war der Höhepunkt, der sehr verständlich war und die Geschichte schlüssig abrundete. Smith hat hier in einfachen Worten die Probleme Kapstadts erzählt. Der Unterschied schwarz und weiß, Zulus und Buren. Oft hat er Jungen wie auch Mädchen aus dem Slums Mischlinge genannt. Es klang abwertend, aber auch aufweckend. Vor allen Dingen, da dieses Buch pure Realität ist.
Wir in der westlichen Welt können uns jetzt zurück lehnen und ein neues Kapitel in einem neuen Buch aufschlagen und weiterleben wie bisher, doch in Kapstadt kann keiner sein Leben vom Slum in die Mittelschicht bringen. Außer, er wird Mitglied in einer Gang und treibt ein illegales Geschäft.
Fazit: Ein sehr brutales Buch und für Leser mit einer Affinität zu Liebesgeschichten oder schönen Enden sicher keine Empfehlung. Doch wer etwas wirklich realitätsnahes lesen möchte und das Risiko eingeht, wird belohnt werden. Der Preis hingegen von 21,90 Euro ist abschreckend und überteuert!
Ich gebe Roger Smith für dieses erschreckende Bild Kapstadts 5 von 5 Sternchen.
30.09.2009 14:08:31

