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Die Fehde er Königinnen von Eva Maaser

 
Beitrag
erstellt am
MeinLuke

MeinLuke

(5558 Beiträge)

Erwartungen mehr als übertroffen!

Zuerst einmal muss ich sagen, dass ich nicht sehr hohe Erwartungen an "Die Fehde der Königinnen" von Eva Maaser hatte, da ich bisher eher schlechte Erfahrungen mit historischen Romanen gemacht habe. Ich hatte bisher erst ein paar gelesen, und die waren mir meist zu "zäh", so dass ich nicht wirklich in die Geschichten hineinfinden konnte. Aber dieser Roman hat mich von anfang an fasziniert!

In "Die Fehde der Königinnen" geht es um die Prinzessin Brunichild, die mit dem fränkischen König Sigibert verheiratet werden soll. Die ersten 100 - 150 Seiten befassen sich mit ihrer Abreise vom Elternhaus und ihrer Reise zu ihrem zukünftigen Gemahl. Am Hofe Sigiberts nimmt Brunichild die Stelle der Königin ein und nach und nach entwickelt sie sich zu einer starken Persönlichkeit.

Leider ist sowohl der Titel, als auch die Inhaltsangabe schlecht gewählt! "Die Fehde der Königinnen" ist vielmehr ein Bruderzwist zwischen Sigibert und seinen 2 Brüdern. Aber auch dieser Bruderzwist nimmt nicht den Hauptteil der Geschichte ein, sonder wird erst zum Ende hin deutlich. Der Roman befasst sich eher mit Brunichilds Entwicklung und Werdegang als Königin. Aber auch die Entwicklung der anderen Protagonisten steht im Vordergrund! Der Schluss kam recht abrubt und lässt auf eine Fortsetzung hoffen!

Eva Maaser hat es geschafft mein Interesse an historischen Romanen zu wecken! Mit dem flüssigen Schreibstil und vorallem den interessanten Charakteren hat mich "Die Fehde der Königinnen" schon von den ersten 10 Seiten nicht mehr losgelassen. Das frühe Mittelalter wurde sehr schön beschrieben, ohne dabei zu sehr ins Detail zu gehen. Man bekommt einen Einblick in die damalige Wichtigkeit der Kirche, die Stellung der Frau und das Leben der Menschen.

Diese Geschichte hat für mich alles, was einen guten Roman ausmacht, Liebe, Spannung, Freundschaft, Dramatik und Leidenschaft!

Ich möchte dieses Buch vorallem denjenigen nahelegen, die, wie ich, eher vor historischen Romanen zurückschreckten. Ich für meinen Teil bin froh, dieses Buch gelesen zu haben!!!

24.06.2009 11:32:08
Glasschmetterling

Glasschmetterling

(3269 Beiträge)

Der Werdegang und das Leben Wittiges

Die Fehde der Königinnen von Eva Maaser hat mir, als erster historischer Roman den ich gelesen habe, sehr gut gefallen.
Der Charakter Wittiges ist aus meiner Sicht die Hauptperson des Buches, dessen Leben und Werdegang in der historisch belegten Geschichte der Königin Brunichild eingeflochten wurde.
Geschildert wird die arrangierte Hochzeit der Westgotenprinzessin Brunichild mit einem König der Franken, Sigibert. Doch bevor es zur Hochzeit kommt lernt die Prinzessin, noch daheim in Toledo, Wittiges kennen, der von ihr bezaubert alles daran setzt, sie auf der Reise in ihre neue Heimat, zu ihrem Gemahl, zu begleiten.

Wenn man sich erst einmal gedanklich von dem Klappentext verabschiedet hat, erfährt man eine spannende Geschichte der damaligen Zeit, in der man mit vielen schön gezeichneten Charakteren mitfiebert, leidet, liebt, Freundschaften erlebt. Der Sklave Alexander, Pontus, Aletha... Heimlicher Held des Buches ist für mich übrigens Wittiges Pferd, Bauto. ;-)

Brunichild und Wittiges Wege kreuzen sich immer wieder, auch weil Wittiges einen Mordanschlag auf den König Sigibert vereitelt und in dessen Gunst steht. So entwickelt sich auch Wittiges Wohlstand nach und nach, wobei die immer neuen Verpflichtungen, die ihm auferlegt werden, ihm zeitweise gewaltig gegen den Strich gehen. Natürlich verlaufen auch nicht alle Vorhaben immer so glatt, wie er es sich sicherlich wünschen würde.

Die meisten Personen sind mir während des Lesens ans Herz gewachsen. Besonders oben schon genannte, aber auch Gogo oder der alte Eunuch Cniva.
Brunichild bleibt für mich eine zwiespältige Person. Sie ist intrigant und auf ihren Vorteil bedacht, manchmal aber auch naiv, aber trotzdem eine starke Frau. Die erste intime Szene mit Wittiges jedoch, war für mich so nicht nachvollziehbar. Von der unwissenden Kindfrau zur feurigen Geliebten in einer Nacht, liest sich für mich sehr unglaubwürdig.
Für sie könnte es ein weiteres Buch geben, da ihre Geschichte aus meiner Sicht noch nicht ganz erzählt ist. Da ich mit ihr nicht so richtig warm geworden bin, hätte ich allerdings kein Verlangen danach, diese Fortsetzung zu lesen, es sei denn Wittiges spielt eine Rolle, sowie seine Freunde und seine Familie. Aber ich denke, seine Geschichte ist erzählt. Soll er auf seinem Gut ein erfülltes Leben führen.

Die Autorin hat das Leben der damalige Zeit wunderbar beschrieben. Das Buch ist flüssig zu lesen und durch die in Absätze aufgeteilten Perspektivenwechsel eingebauten kleinen Cliffhanger, lassen den Leser Seite um Seite umblättern, um zu sehen, wie es weitergeht. Nicht so gut gefallen hat mir der Schluss. Ich hatte den Eindruck, die Autorin will nun möglichst schnell zum Ende kommen. Wo zuvor liebevoll detailliert und ausführlich geschrieben und erzählt wurde, entsteht eine gewisse Hast, das hätte nicht sein müssen.

Für mich lässt sich als Fazit sagen: Dies war sicher nicht mein letzter historischer Roman!
24.06.2009 12:53:43
engineerwife

engineerwife

(5737 Beiträge)

bietet den Roman denn auch einer von euch beiden an?
24.06.2009 13:33:23
MeinLuke

MeinLuke

(5558 Beiträge)

Ja, ich!
24.06.2009 16:54:44
BineL

BineL

(18436 Beiträge)

Mich hat der Roman über Brunichild und ihre westgotische und ihre fränkische Familienbande vollständig in den Bann gezogen. Ich fühlte mich ganz in das frühe Mittelalter gezogen. Brunichild, die den fränkischen König Sigibert heiratet, gewährt den Lesern einen Einblick in die adelige und königliche Gesellschaft mit all ihren Freuden, Sorgen, Intrigen und Machtspielchen.

Aber des Königs Vasall Wittiges, der eine besondere Beziehung zur Königin Brunichild hat, schlägt gekonnt eine Brücke zum "normalen" Volk des frühen Mittelalters. Wir lernen durch ihn das Leben der damaligen Sklaven, Bauern und Handwerker kennen.

Somit erhält der Leser ein umfassendes Bild dieser Zeit mit der damals so hochgepriesenen Dichtkunst aber auch der Brutalität, die dieses Zeitalter prägte. Wir erleben zusammen mit Wittiges und Brunichild Kriegs- und Friedenszeiten, Zeiten der Eifersucht, der Missgunst und der Intrigen. Und das Ganze wurde von Eva Maaser geschickt in eine spannende und gefühlsvolle Geschichte gepackt.

Doch einen kleinen Mangel hat dieser Roman doch: Denn der Buchtitel passt nicht so wirklich zum Inhalt des Buches, denn eine Fehde der Königinnen kommt nur sehr kurz zur Sprache als die Schwester Brunichilds ums Leben kommt. Vielmehr geht es in diesem historischen Roman um die Fehde der königlichen Brüder Guntram, Sigibert und Chilperich.

Ich hoffe, Frau Maaser wird uns sehr bald wissen lassen, wie es mit der nächsten Generation, also mit den Kindern von Wittiges und Brunichild weitergehen wird.

25.06.2009 06:18:15
Glasschmetterling

Glasschmetterling

(3269 Beiträge)

Ich würde es auch abgeben. Anfragen bitte per PN.
25.06.2009 11:39:33
FMBEMIL

FMBEMIL

(43598 Beiträge)

Durchhalten lohnt sich



Prinzessin Brunichild wird zwangsverheiratet und lebt von da an zusammen mit ihrer Sklavin Aletha am Hof des Frankenkönigs Sigibert. Ihnen folgt auch Wittiges, der bereits in Brunichilds Heimat mit ihr angebandelt hat.

Mit dem Schicksal dieser drei Personen, ihren Freunden und Feinden befasst sich der Roman von Eva Maaser. Leider muss ich zugeben, dass Eva Maaser die ersten gut 200 Seiten gebraucht hat um alle Personen vorzustellen und in die Handlung einzubauen. Daher beginnt das Buch etwas schleppend. Mehrmals habe ich mit dem Gedanken gespielt dieses Buch abzubrechen und zur Seite zu legen.

Doch nach dem etwas langweiligen Anfang wird das Buch richtig gut. Sowohl Brunichild als auch ihre Wegblegleiter werden in Intrigen verwickelt.

Brunichild verwandelt sich in eine Königin, die mit Raffinesse und Intelligenz ihren Ehemann zu lenken weiß.

Aletha und Wittiges werden von Brunichild zur Ehe gezwungen. Eva Maaser lässt den Leser an den Gefühlen und Gedanken der beiden teilhaben, die sich beide plötzlich ungewollt Teil eines Ehepaares sind. Die beiden lernen einander kenne, bauen zusammen ein Leben auf Wittings Gut auf und lernen sich zu lieben.

Nach dem Mord an Brunichilds Ehemann wird diese gefangen genommen und letztendlich von Wittiges und seinen Männern befreit. Wie es mit Brunichild und ihren Kindern weiter geht, wird vielleicht Stoff für einen weiteren Roman bieten.

Einen kleinen Haken hat der Roman allerdings doch und zwar Namen und Klappentext: Der Inhalt hat wenig mit einer Fehde zwischen Brunichild und ihrer Schwägerin Fredegunde zu tun. Fredegunde ist meiner Ansicht nach nur eine Randfigur, die wenig Bedeutung für die Handlung hat. Aber auch wenn der Name nicht passt und der Klappentext den Inhalt des Buches nicht genau trifft, so lohnt es sich trotzdem dieses Buch zu lesen. Ein gelungenes Werk für die Leser, die gerne historische Romane lesen. Ich würde mich über eine Fortsetzung freuen und bin neugierig, wie es mit Brunichild und Co. weitergeht.
17.07.2009 19:06:59
Carry1980

Carry1980

(1355 Beiträge)

Wer das Buch noch haben möchte - ich habe es geschenkt bekommen, ist aber nicht mein Genre.

Also NEU und UNGELESEN bei mir im Regal zu haben! Wer es anfordert kann sich noch gratis dazu einen 2:1 Artikel bei mir aussuchen (Egal ob Buch oder DVD)

Gruß
Carry1980
18.07.2009 11:41:45
silkedb

silkedb

(17071 Beiträge)

Bei mir gibts vier Sterne von fünf möglichen :-)

Schwesternliebe und Brüderkriege

Inhalt:
Wittiges, ein junger Landadeliger trifft am Hof von Toledo die 16jährige Prinzessin Brunichild.
Brunichild soll in wenigen Wochen zu ihrer Hochzeit mit Sigibert, dem König der Franken aufbrechen. Die beiden so unterschiedlichen Leute fühlen sich zueinander hingezogen und so beschließt Wittiges, alles zu unternehmen, um sich dem Hochzeitszug anschließen zu können. Als Stallmeister findet er seine neue Berufung und in dem jungen Eunuchen Alexander eine Begleitung. Auch die junge Aletha geht als Dienerin der Prinzessin mit nach Franken. Sie ist froh, dem Hof der Westgoten und Brunichilds Vater zu entkommen, der Gefallen an ihr gefunden hat.
Die Schicksale dieser Personen sind untrennbar miteinander verbunden und schließlich kommen auch noch König Sigiberts Brüder mit ins Spiel ...

Meine Meinung:
Für die Entscheidung "Die Fehde der Königinnen" zu lesen, sollte man Titel und Klappentext außen vor lassen, denn diese sind schlicht und ergreifend falsch!
Unabhängig davon, hat mir das Buch aber gut gefallen.
Der Fehler liegt schon darin, dass Brunichild im Jahr 566 gerade einmal 16 Jahre alt ist und noch Jahre davon entfernt, ihre spätere Schwägerin Fredegunde überhaupt kennenzulernen. Eine wirkliche Fehde zwischen den beiden findet in "Die Fehde der Königinnen" eigentlich gar keine richtige Erwähnung, zumal Fredegunde nur eine Randfigur ist und der Auslöser der historisch bekannten Fehde spielt erst auf den letzten 80 (von über 400) Seiten eine Rolle. Wer sich also für den berühmten Streit der Königinnen aus dem Nibelungenlied interessiert, der sollte besser Fachliteratur heranziehen und nicht dieses Buch.
Sehr schön erzählt wird hier allerdings die Zeit bevor Fredegunde und Brunichild Schwägerinnen wurden. Sowohl aus Sicht der Prinzessin und späteren Königin, als auch aus Sicht des Landadeligen Wittiges wird hier Einblick in eine Zeit gewährt, die noch zu den Anfängen des in historischen Roman allseits so beliebten "Mittelalters" liegt. Die Ränkeschmiederei an den Königshöfen, die von politischen oder finanziellen Gründen beeinflussten Hochzeiten, die Machtkämpfe zwischen den Religionsformen und die Ehrbegriffe der Zeit sind anschaulich dargestellt und gut in die Geschichte eingebunden. Es handelt sich hier aber um einen eher leichten historischen Roman, der sich weniger mit der Erwähnung historischer Daten aufhält, sondern vielmehr dem Gefühls- und Liebesleben seiner Figuren widmet.
Gerne hätte ich noch eine Stellungnahme der Autorin gelesen, in der sie erläutert, was Fakt und was Fiktion ist. Leider fehlt dies jedoch ebenso wie eine Karte der Königreiche und politischen Grenzen. Da es hier insbesondere um Gebietsansprüche geht, wäre das von Vorteil gewesen.
Eva Maasers Schreibstil ist sehr flüssig und gut lesbar, schon mit ihrem Buch "Die Astronomin" konnte sie mich überzeugen. Ich würde mich sehr freuen, wenn sie sich dieser Epoche in einem weiteren Buch widmet, da ich bisher noch nicht viele historische Romane gelesen habe, die vor dem 11. Jahrhundert spielen.

Fazit:
Bildhaft, anschaulich, schön - aber nicht unbedingt historisch informativ.
16.09.2009 11:11:01
Nina2401

Nina2401

(1309 Beiträge)

Mir hat es leider nicht gefallen, aber vielleicht sollte ich auch nicht immer Rebecca Gablé als Maßstab nehmen *g*

Erzählt wird in diesem Buch die Geschichte von Wittiges, einem verarmten Adeligen, der ganz zu Beginn auf Brunichild, der späteren Frau von König Sigibert trifft. Er verliebt sich in sie, erlebt ein kurzes Techtelmechtel im Stall mit ihr und ist ihr weiterhin sehr verbunden. Ihre Wege kreuzen sich immer wieder, zumal Wittiges in den Dienst von Brunichilds Ehemann tritt und ihre schwangere Zofe heiraten muss.
Ich lese total gerne historische Romane, doch dieses Buch konnte mich nicht wirklich fesseln. Ich habe 2 Anläufe benötigt, um es zu beenden. Die einzelnen Protagonisten bleiben farblos, der Handlung fehlt die Spannung. Über weite Strecken wird ohne Höhen und Tiefen erzählt und diese Passagen ziehen sich etwas in die Länge. Die Autorin schafft es lediglich ganz zu Anfang, als Wittiges und Brunichild sich zum ersten Mal begegnen, eine gewisse Atmosphäre herzustellen, im weiteren Verlauf der Geschichte gelingt es ihr leider nicht mehr. Der Klappentext hat natürlich keinen Einfluss auf die Story, aber ich habe es bisher noch nicht erlebt, dass eine Inhaltsangabe so wenig mit dem Buch zu tun hat.
Ich kann dieses Buch leider nicht wirklich empfehlen, denn wer atmosphärische historische Romane liebt, wird sicher ein wenig enttäuscht sein
14.01.2010 18:49:46
marimarkus

marimarkus

(6413 Beiträge)

ich hab es abgebrochen, weil es mich echt gelangweilt hat! da bin ich echt besseres gewohnt von historischen romanen.
15.01.2010 06:49:51