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Kalter Süden von Liza Marklund
Beitrag
erstellt am
(1999 Beiträge)
Ich habe dieses Buch bei Vorablesen gewonnen und möchte Euch natürlich meine Meinung nicht vorenthalten ;o)
Nordlichter im Süden
Ein neuer Fall für die engagierte, eigenwillige Journalistin Annika Bengtzon. Sie soll im Auftrag ihrer Zeitung über die sogenannten Gaseinbrüche an der spanischen Costa del Sol berichten. Ein prominenter schwedischer Sportler und seine Familie kamen bei einem solchen Überfall ums Leben. Im Verlauf des Buches stellt sich jedoch heraus, dass es bei diesem tödlichen Überfall nur vordergründig darum ging eine Villa auszurauben. Annika recherchiert im Sumpf des Drogenkartells und sucht gleichzeitig nach einem verschwundenem Mädchen. Dabei hat sie mit ihrem Vorgesetzten Partrik und dessen "Macken" zu kämpfen, auch ihr Privatleben macht ihr zu schaffen.
Leider kenne ich die Vorgänger-Bände dieser Krimireihe nicht, so dass mir einige Hintergrundinformationen fehlten. Es gibt zwar eine Vielzahl an kurzen Rückblenden und Erklärungen, aber da dieser Fall fast zu 100% auf den alten Geschehnissen aufbaut, sollte man diese auch kennen. Trotzdem fand ich diesen skandinavischen Krimi sehr gelungen und spannend. Liza Marklund beschreibt in flüssiger Sprache und sehr detaillreich ihre Heldin Annika. Sehr interessant fand ich auch die Einblicke in die journalistische Arbeitsweise. Da merkt man, dass die Autorin vom Fach ist.
Mein Fazit: Ein empfehlenswerter Krimi! Ein Stern Abzug jedoch, weil es einem "Neueinsteiger" ein bißchen schwer gemacht wird die Story zu durchblicken.
Nordlichter im Süden
Ein neuer Fall für die engagierte, eigenwillige Journalistin Annika Bengtzon. Sie soll im Auftrag ihrer Zeitung über die sogenannten Gaseinbrüche an der spanischen Costa del Sol berichten. Ein prominenter schwedischer Sportler und seine Familie kamen bei einem solchen Überfall ums Leben. Im Verlauf des Buches stellt sich jedoch heraus, dass es bei diesem tödlichen Überfall nur vordergründig darum ging eine Villa auszurauben. Annika recherchiert im Sumpf des Drogenkartells und sucht gleichzeitig nach einem verschwundenem Mädchen. Dabei hat sie mit ihrem Vorgesetzten Partrik und dessen "Macken" zu kämpfen, auch ihr Privatleben macht ihr zu schaffen.
Leider kenne ich die Vorgänger-Bände dieser Krimireihe nicht, so dass mir einige Hintergrundinformationen fehlten. Es gibt zwar eine Vielzahl an kurzen Rückblenden und Erklärungen, aber da dieser Fall fast zu 100% auf den alten Geschehnissen aufbaut, sollte man diese auch kennen. Trotzdem fand ich diesen skandinavischen Krimi sehr gelungen und spannend. Liza Marklund beschreibt in flüssiger Sprache und sehr detaillreich ihre Heldin Annika. Sehr interessant fand ich auch die Einblicke in die journalistische Arbeitsweise. Da merkt man, dass die Autorin vom Fach ist.
Mein Fazit: Ein empfehlenswerter Krimi! Ein Stern Abzug jedoch, weil es einem "Neueinsteiger" ein bißchen schwer gemacht wird die Story zu durchblicken.
15.08.2009 15:10:32
(7919 Beiträge)
Ich lese es gerade und muss sagen, dass mir der Schreibstil und die Hauptperson sehr gut gefällt.
Natürlich merkt man, dass es Vorgängerbücher gibt, die Fälle werden im Text erwähnt. Ich finds aber nicht weiter tragisch.
Ich hoffe, das Buch hält, was es auf den ersten 100 Seiten verspricht.
Natürlich merkt man, dass es Vorgängerbücher gibt, die Fälle werden im Text erwähnt. Ich finds aber nicht weiter tragisch.
Ich hoffe, das Buch hält, was es auf den ersten 100 Seiten verspricht.
15.08.2009 19:05:06
(18436 Beiträge)
Möchte eine von euch das Buch vielleicht wieder loswerden. *liebguck*
15.08.2009 21:08:46
(6710 Beiträge)
Der achte Fall mit der Journalisten Annika Bengtzon - und vorab sei gesagt, dass hier viel Bezug auf die vorherigen Bände "Nobels Testament" und "Lebenslänglich" genommen wird. Es ist besser, sie vorher gelesen zu haben, sonst wird so manches schwerer verständlich werden und die Täter aus den beiden Büchern werden hier auch verraten. Es ist die Fortsetzung der beiden Bücher, sowie bei den Tätern als auch des Privatlebens von Annika. Dieses Privatleben spielt eine große Rolle in der Serie, es entwickelt sich kontinuierlich weiter und genau das macht auch einen großen Reiz der Serie aus.
Annika, mittlerweile von Thomas geschieden, wird bei ihrer Redaktion wieder zur einfachen Reporterin mit Dienst nach Plan degradiert. Personalkürzungen und gekürzte Budgets lassen, wie überall, keine Spezialressorts mehr zu. Natürlich fällt es ihr immer noch schwer, sich unterzuordnen, Artikel zu schreiben über Sachen, die ihr vorgegeben werden, anstatt nach eigenen brisanten Themen zu suchen. Sie lernt dabei auch, dass nicht nur das wichtig ist, was sie erachtet, sondern auch, was für die Zeitung wichtig ist.
Als feststeht, dass der ehemalige schwedische Eishockeystar und seine Familie an den Folgen eines Gasüberfalls nicht versehentlich gestorben sind, sondern ermordet wurden, wird sie an die Costa del Sol geschickt, um darüber zu berichten. Dort angekommen sticht sie in ein Wespennest aus Drogenschmuggel und Verbrechen. Die Schönen und Reichen dort unten haben es teilweise faustdick hinter den Ohren, Verschleierungen von Tatsachen und gute schauspielerische Leistungen gehören zum täglichen Leben. Automatisch stellt sich die Frage, wer aus der Familie wohl wirklich getötet werden sollte. Wo ist das Motiv? Und wo ist Suzette geblieben, die 16jährige Tochter aus Sebastians 1. Ehe, die seitdem spurlos verschwunden ist?
Die Recherchen führen Annika nicht nur an die reiche Costa del Sol, sondern auch nach Malaga, Gibraltar und Marokko. Dort gerät sie in einem phantastischen Showdown in Lebensgefahr und wächst bei dem Versuch, nicht nur sich selbst zu retten, regelrecht über sich hinaus.
Annika wird erwachsen. Sie lernt wieder Rad zu fahren, aber auch, dass nicht immer nur die anderen die Fehler machen. Sie beginnt wieder mit Thomas vernünftig zu reden und erkennt auch ihre Fehler und was in ihrer Ehe wirklich schief gelaufen ist. Die persönliche Entwicklung in dieser Geschichte ist sehr interessant zu verfolgen, sie macht Annika wieder sympathischer und ihren Reifeprozess realistisch. Richtig ausgewogen fügt es sich wunderbar in die Geschichte ein, die Mischung von spannender Recherche und privaten Problemen stimmt.
Die Aufklärung des Verbrechens geschieht nicht sofort, sondern zieht sich über ein paar Monate hin. Immer wieder wird Annika von dem Fall abgelenkt, nur um dann durch zufällige Ereignisse auf neue Spuren zu stoßen. Es gibt viele überraschende Wendungen und spannende Fährten zu verfolgen, man schwitzt regelrecht mit Annika in der heißen Sonne Spaniens und ist immer auf gleicher Höhe mit ihr, was die Verfolgung der Hinweise und ihre Schlussfolgerungen betrifft.
Lediglich der Schluss ist etwas überzogen, aber letztendlich verknüpfen sich alle losen Fäden und erstaunt erkennt man, was die Prinzessin, das Trollmädchen und der Engel mit dem Fall wirklich zu tun haben. Man erkennt auch, dass die drei letzten Bände von Liza Marklund eigentlich ein großes Ganzes bilden, sie gehören zusammen und ein großer Teil der Geschichte endet auch hier. Aber noch nicht alles, neue Fäden werden angedeutet und man kann erahnen, dass es bestimmt noch einen weitern Band geben wird.
Annika, mittlerweile von Thomas geschieden, wird bei ihrer Redaktion wieder zur einfachen Reporterin mit Dienst nach Plan degradiert. Personalkürzungen und gekürzte Budgets lassen, wie überall, keine Spezialressorts mehr zu. Natürlich fällt es ihr immer noch schwer, sich unterzuordnen, Artikel zu schreiben über Sachen, die ihr vorgegeben werden, anstatt nach eigenen brisanten Themen zu suchen. Sie lernt dabei auch, dass nicht nur das wichtig ist, was sie erachtet, sondern auch, was für die Zeitung wichtig ist.
Als feststeht, dass der ehemalige schwedische Eishockeystar und seine Familie an den Folgen eines Gasüberfalls nicht versehentlich gestorben sind, sondern ermordet wurden, wird sie an die Costa del Sol geschickt, um darüber zu berichten. Dort angekommen sticht sie in ein Wespennest aus Drogenschmuggel und Verbrechen. Die Schönen und Reichen dort unten haben es teilweise faustdick hinter den Ohren, Verschleierungen von Tatsachen und gute schauspielerische Leistungen gehören zum täglichen Leben. Automatisch stellt sich die Frage, wer aus der Familie wohl wirklich getötet werden sollte. Wo ist das Motiv? Und wo ist Suzette geblieben, die 16jährige Tochter aus Sebastians 1. Ehe, die seitdem spurlos verschwunden ist?
Die Recherchen führen Annika nicht nur an die reiche Costa del Sol, sondern auch nach Malaga, Gibraltar und Marokko. Dort gerät sie in einem phantastischen Showdown in Lebensgefahr und wächst bei dem Versuch, nicht nur sich selbst zu retten, regelrecht über sich hinaus.
Annika wird erwachsen. Sie lernt wieder Rad zu fahren, aber auch, dass nicht immer nur die anderen die Fehler machen. Sie beginnt wieder mit Thomas vernünftig zu reden und erkennt auch ihre Fehler und was in ihrer Ehe wirklich schief gelaufen ist. Die persönliche Entwicklung in dieser Geschichte ist sehr interessant zu verfolgen, sie macht Annika wieder sympathischer und ihren Reifeprozess realistisch. Richtig ausgewogen fügt es sich wunderbar in die Geschichte ein, die Mischung von spannender Recherche und privaten Problemen stimmt.
Die Aufklärung des Verbrechens geschieht nicht sofort, sondern zieht sich über ein paar Monate hin. Immer wieder wird Annika von dem Fall abgelenkt, nur um dann durch zufällige Ereignisse auf neue Spuren zu stoßen. Es gibt viele überraschende Wendungen und spannende Fährten zu verfolgen, man schwitzt regelrecht mit Annika in der heißen Sonne Spaniens und ist immer auf gleicher Höhe mit ihr, was die Verfolgung der Hinweise und ihre Schlussfolgerungen betrifft.
Lediglich der Schluss ist etwas überzogen, aber letztendlich verknüpfen sich alle losen Fäden und erstaunt erkennt man, was die Prinzessin, das Trollmädchen und der Engel mit dem Fall wirklich zu tun haben. Man erkennt auch, dass die drei letzten Bände von Liza Marklund eigentlich ein großes Ganzes bilden, sie gehören zusammen und ein großer Teil der Geschichte endet auch hier. Aber noch nicht alles, neue Fäden werden angedeutet und man kann erahnen, dass es bestimmt noch einen weitern Band geben wird.
16.08.2009 14:24:45
(7919 Beiträge)
@Bine
tut mir leid, mein Buch hat schon einen Tauschpartner.
tut mir leid, mein Buch hat schon einen Tauschpartner.
16.08.2009 15:13:54
(7015 Beiträge)
Ich lese es gerade und es ist mein erster Marklund-Krimi.
Mir gefällt es sehr gut, klar, ein paar Kleinigkeiten lagen für mich etwas im Dunkeln durch die nichtgelesenen Vorgänger, aber ganz so schlimm fand ich das jetzt nicht.
Diese Annika gefällt mir, und auch die vielen anderen sehr gut beschriebenen Protagonisten. Also, das passt alles ganz gut. Der Fall ist interessant, nur nervenzerreißende Spannung hat es bis jetzt noch nicht zu bieten. Vielleicht zum Schluss ? Muss aber auch nicht sein.
Mir gefällt es sehr gut, klar, ein paar Kleinigkeiten lagen für mich etwas im Dunkeln durch die nichtgelesenen Vorgänger, aber ganz so schlimm fand ich das jetzt nicht.
Diese Annika gefällt mir, und auch die vielen anderen sehr gut beschriebenen Protagonisten. Also, das passt alles ganz gut. Der Fall ist interessant, nur nervenzerreißende Spannung hat es bis jetzt noch nicht zu bieten. Vielleicht zum Schluss ? Muss aber auch nicht sein.
17.08.2009 12:44:18
(12941 Beiträge)
Puh, dann bin ich ja erleichtert, dass es dir gefällt ;-)
17.08.2009 16:31:01
(119327 Beiträge)
mein Exemplar geht auch erst mal leihweise weiter, aber es wird auf keinen Fall einen Dauerhaften Platz in meinem Regal finden.
Meine Meinung zu dem Buch.
Mir hätte das Buch um einiges besser gefallen, wenn Liza Marklund schneller auf den Punkt gekommen wäre, so gern ich bildreiche Beschreibungen mag, hier war es für meinen Geschmack etwas zu viel des Guten.
Da dies mein erstes Buch der Autorin war, konnte ich auch die Personen vorher nicht kennnenlernen, ich wußte nichts vom Hintergrund, Annika Bengtzons, und so fehlten mir einige Informationen ihrer vorigen *Fälle*, die meiner Meinung nach für den Roman wichtig waren, auch wenn man einiges aus Rückblenden erfährt und sich im Laufe der Geschichte erklärten, nur bis dahin steht man als *Neuleser* des öfteren vor einem Rätsel, wie die vielen Personen aus dem neuen und aus alten Fällen denn nun zueinander stehen.
Ein Buch für Marklund Fans, alle anderen sollten erst die anderen Bücher um Annika Bengtzon gelesen haben.
Meine Meinung zu dem Buch.
Mir hätte das Buch um einiges besser gefallen, wenn Liza Marklund schneller auf den Punkt gekommen wäre, so gern ich bildreiche Beschreibungen mag, hier war es für meinen Geschmack etwas zu viel des Guten.
Da dies mein erstes Buch der Autorin war, konnte ich auch die Personen vorher nicht kennnenlernen, ich wußte nichts vom Hintergrund, Annika Bengtzons, und so fehlten mir einige Informationen ihrer vorigen *Fälle*, die meiner Meinung nach für den Roman wichtig waren, auch wenn man einiges aus Rückblenden erfährt und sich im Laufe der Geschichte erklärten, nur bis dahin steht man als *Neuleser* des öfteren vor einem Rätsel, wie die vielen Personen aus dem neuen und aus alten Fällen denn nun zueinander stehen.
Ein Buch für Marklund Fans, alle anderen sollten erst die anderen Bücher um Annika Bengtzon gelesen haben.
18.08.2009 15:36:24
(3984 Beiträge)
Meine Meinung zu diesem Buch:
Dieser Roman ist ein solider geschriebener Krimi. Die Geschichte ist in sich stimmig, aber für meinen Geschmack gab es keinen herausragenden Spannungsaufbau und die Aufklärung der zu Beginn verübten Morde ist nicht die eigentliche Geschichte, welche erzählt wird. Die Vorgehensweise der Journalistin, welche bei mir keine Sympathie erwecken konnte, ist zum Großteil ihren journalistischen Ansprüchen gewidmet - entsprechend ist ihr Egoismus ihre Arbeit betreffend und ihre Geringschätzung der Kollegen.
Als Einstieg in die Serie ist der Roman nicht zu empfehlen, da auf vorangegangene Fälle verwiesen wird, welche in diese Geschichte hineinstrahlen. Die Handlung dieses Krimis ist zwar in sich abgeschlossen, aber die Verweise und Verwicklungen früherer Fälle und Personen sind verwirrend für einen "Neuling" und machen es schwierig, einige Zusammenhänge nachzuvollziehen.
Der Roman lässt sich sehr gut lesen, da der Stil der Autorin Liza Marklund flüssig und klar ist.
Trotz des für mich fehlenden Spannungsaufbaus war es ein kurzweiliges Lesevergnügen und für Fans der Serie um die Journalistin Annika Bengtzon sicherlich ein Muss!
Dieser Roman ist ein solider geschriebener Krimi. Die Geschichte ist in sich stimmig, aber für meinen Geschmack gab es keinen herausragenden Spannungsaufbau und die Aufklärung der zu Beginn verübten Morde ist nicht die eigentliche Geschichte, welche erzählt wird. Die Vorgehensweise der Journalistin, welche bei mir keine Sympathie erwecken konnte, ist zum Großteil ihren journalistischen Ansprüchen gewidmet - entsprechend ist ihr Egoismus ihre Arbeit betreffend und ihre Geringschätzung der Kollegen.
Als Einstieg in die Serie ist der Roman nicht zu empfehlen, da auf vorangegangene Fälle verwiesen wird, welche in diese Geschichte hineinstrahlen. Die Handlung dieses Krimis ist zwar in sich abgeschlossen, aber die Verweise und Verwicklungen früherer Fälle und Personen sind verwirrend für einen "Neuling" und machen es schwierig, einige Zusammenhänge nachzuvollziehen.
Der Roman lässt sich sehr gut lesen, da der Stil der Autorin Liza Marklund flüssig und klar ist.
Trotz des für mich fehlenden Spannungsaufbaus war es ein kurzweiliges Lesevergnügen und für Fans der Serie um die Journalistin Annika Bengtzon sicherlich ein Muss!
19.08.2009 12:44:52
(25 Beiträge)
Inhalt:
Annika Bengtzon ist Journalistin beim Abendblatt und scheut nicht davor zurück, sich mit einem Gasmord an der Costa del Sol auseinander zu setzen. Viel mehr recherchiert sie weiter, als ihr Chef sie schon längst woanders einsetzt. Bei ihren Recherchen deckt sie Fatales auf und gerät so in den Sog der Kriminalität.
Erzählstil:
Marklund schreibt sehr flüssig und anschaulich. Der Leser konzentriert sich durch ihre Erzählweise nicht nur auf die Hauptsätze sondern auch die Nebensätze, in denen viele Informationen stecken. So entgeht dem Leser nichts auf der Spurensuche Bengtzons und er kann mit ermitteln. Marklund arbeitet ihre Charaktere während der Geschichte weiter aus und gibt ihnen ein Gesicht. Ihr Schriftbild ist klar aufgebaut und das Zusammenspiel der Schauplätze und Personen funktioniert einwandfrei. So ist der Leser angehalten, sich in die Geschichte hinein zu begeben, in die Welt Marklunds.
Meine Meinung:
Wie ich vielleicht schon einmal schrieb, bin ich nicht begeisterter Fan der nordischen Schriftsteller, doch Marklund hat mich mitgenommen: Auf eine Reise durch die Kriminalität sowie ihre Charaktere. Dabei ließ sie die Handlung nicht auf der Strecke, sondern schilderte auch von Annikas Problemen in der Partnerschaft. Annika: Ein Charakter, den Marklund mit Perfektion als unperfekt gestaltet hat. Schwierigkeiten bzw. Unsicherheiten mit Männern, eine tiefe Liebe zu ihren Kindern sowie ihre schriftstellerische Ader/Spürnase kommen realistisch und verständlich hinüber. Sie ist keine ausgeflippte Karla Kolumna oder eine hitzige Person, die anderen Menschen vor den Kopf stößt. Vielmehr hat Marklund eine Annika mit Einfühlungsvermögen auf hoher Vertrauensbasis geschaffen, ideal für die Herzen der Leser. Selbst, als sie von ihrem Chef aufgrund der Springer zur Rechenschaft gezogen wird, ergreift man als Leser die Partei und steht auf Annikas Seite.
Das Finale des Buches wird ausreichend geschildert und so fügt Marklund alles noch einmal für den Leser zusammen. Eine Eigenschaft, die ich bei Autoren mittlerweile sehr schätze. Eine Story, die sich im Nachhinein nicht erschließt, bringt selbst dem scharfsinnigsten Leser nichts. Und vor allem: Marklund lässt den Leser auf seiner Spurensuche nicht alleine! Sie schreibt immer wieder kleine Memos, die den Leser daran erinnern sollen, welche Personen nun wie zu einander stehen und warum/wodurch. Dies ist ein weiteres Highlight!
Insgesamt ist die Geschichte in sich schlüssig und mit vielen Hintergrundinformationen gespickt, doch leider etwas überladen mit den vielen Charakteren und Handlungssträngen (auch aus voran gegangenen Bänden), die nicht sehr weich ineinander fließen bzw. es mir schwer machte, mit zu kommen. Weiterhin muss man wohl die Vorgänger gelesen haben, um in die Story wieder herein zu finden. Mir, als Erstleser, machte Marklund das etwas schwierig und gestaltete es beinahe so, als sei es selbstverständlich, dass ich bereits Leserin ihrer Bücher bin. Der Grund, warum ich einen Stern abziehe.
Fazit:
Vielleicht bin ich kein richtiger Fan geworden, dennoch hat mir dieses Buch keine Zeit geraubt. Nein, es hat mir vielmehr Zeit gegeben, darüber nachzudenken, wie es ist, als Alleinerziehende geschiedene Frau einen großen Fall zu lösen. Zeit darüber nachzudenken, was für einen tollen Charakter Marklund erfunden hat. Ich bin in die Welt Annikas aufgenommen worden und fühlte mich nicht als Gast sondern wie eine gute Freundin. Marklund ist, nicht zu unrecht, in die Riga der Top-Autorinnen aufgestiegen und das kann ich nur bestätigen!
4 von 5 Sternchen!
Annika Bengtzon ist Journalistin beim Abendblatt und scheut nicht davor zurück, sich mit einem Gasmord an der Costa del Sol auseinander zu setzen. Viel mehr recherchiert sie weiter, als ihr Chef sie schon längst woanders einsetzt. Bei ihren Recherchen deckt sie Fatales auf und gerät so in den Sog der Kriminalität.
Erzählstil:
Marklund schreibt sehr flüssig und anschaulich. Der Leser konzentriert sich durch ihre Erzählweise nicht nur auf die Hauptsätze sondern auch die Nebensätze, in denen viele Informationen stecken. So entgeht dem Leser nichts auf der Spurensuche Bengtzons und er kann mit ermitteln. Marklund arbeitet ihre Charaktere während der Geschichte weiter aus und gibt ihnen ein Gesicht. Ihr Schriftbild ist klar aufgebaut und das Zusammenspiel der Schauplätze und Personen funktioniert einwandfrei. So ist der Leser angehalten, sich in die Geschichte hinein zu begeben, in die Welt Marklunds.
Meine Meinung:
Wie ich vielleicht schon einmal schrieb, bin ich nicht begeisterter Fan der nordischen Schriftsteller, doch Marklund hat mich mitgenommen: Auf eine Reise durch die Kriminalität sowie ihre Charaktere. Dabei ließ sie die Handlung nicht auf der Strecke, sondern schilderte auch von Annikas Problemen in der Partnerschaft. Annika: Ein Charakter, den Marklund mit Perfektion als unperfekt gestaltet hat. Schwierigkeiten bzw. Unsicherheiten mit Männern, eine tiefe Liebe zu ihren Kindern sowie ihre schriftstellerische Ader/Spürnase kommen realistisch und verständlich hinüber. Sie ist keine ausgeflippte Karla Kolumna oder eine hitzige Person, die anderen Menschen vor den Kopf stößt. Vielmehr hat Marklund eine Annika mit Einfühlungsvermögen auf hoher Vertrauensbasis geschaffen, ideal für die Herzen der Leser. Selbst, als sie von ihrem Chef aufgrund der Springer zur Rechenschaft gezogen wird, ergreift man als Leser die Partei und steht auf Annikas Seite.
Das Finale des Buches wird ausreichend geschildert und so fügt Marklund alles noch einmal für den Leser zusammen. Eine Eigenschaft, die ich bei Autoren mittlerweile sehr schätze. Eine Story, die sich im Nachhinein nicht erschließt, bringt selbst dem scharfsinnigsten Leser nichts. Und vor allem: Marklund lässt den Leser auf seiner Spurensuche nicht alleine! Sie schreibt immer wieder kleine Memos, die den Leser daran erinnern sollen, welche Personen nun wie zu einander stehen und warum/wodurch. Dies ist ein weiteres Highlight!
Insgesamt ist die Geschichte in sich schlüssig und mit vielen Hintergrundinformationen gespickt, doch leider etwas überladen mit den vielen Charakteren und Handlungssträngen (auch aus voran gegangenen Bänden), die nicht sehr weich ineinander fließen bzw. es mir schwer machte, mit zu kommen. Weiterhin muss man wohl die Vorgänger gelesen haben, um in die Story wieder herein zu finden. Mir, als Erstleser, machte Marklund das etwas schwierig und gestaltete es beinahe so, als sei es selbstverständlich, dass ich bereits Leserin ihrer Bücher bin. Der Grund, warum ich einen Stern abziehe.
Fazit:
Vielleicht bin ich kein richtiger Fan geworden, dennoch hat mir dieses Buch keine Zeit geraubt. Nein, es hat mir vielmehr Zeit gegeben, darüber nachzudenken, wie es ist, als Alleinerziehende geschiedene Frau einen großen Fall zu lösen. Zeit darüber nachzudenken, was für einen tollen Charakter Marklund erfunden hat. Ich bin in die Welt Annikas aufgenommen worden und fühlte mich nicht als Gast sondern wie eine gute Freundin. Marklund ist, nicht zu unrecht, in die Riga der Top-Autorinnen aufgestiegen und das kann ich nur bestätigen!
4 von 5 Sternchen!
20.08.2009 10:46:05
(47345 Beiträge)
also ich hab es verschlungen, kannte aber die anderen Bücher der Autorin auch
Warm geworden bei Kalter Süden
Was haben eine Villa in Spanien, ein Gasüberfall, eine Prinzessin und Annika Bengtzon gemeinsam?
Sie sind der Auftakt zum neuen Roman von Liza Marklund. Rasant nimmt der Roman Fahrt auf, zieht einen mitten in die Handlung und lässt einen nicht mehr los.
Die Person der eigenwilligen Annika Bengtzon wird mit jedem neuen Buch besser. Diesmal muss die Journalistin des Abendblattes ihrem neuen Vorgesetzten Patrik trotzen, der an ihrem Stuhl sägt und ihr keine Chance zur Entfaltung lassen will. Doch Annika wäre nicht Annika, wenn sie sich das gefallen lassen würde. Quasi im Alleingang recherchiert und löst sie die Story über die Gasüberfälle an der Costa Blanca, Gibraltar und Marokko.
Der Erzählstil von Liza Marklund ist flott und locker, spannend und mitreißend. Man mag das Buch nicht aus der Hand legen bevor man den Schluss kennt.
Meiner Meinung nach gehört ne Warnung auf den Umschlag: "nur lesen, wenn man viel Zeit hat, sonst vergisst man seine restlichen Pflichten"
Warm geworden bei Kalter Süden
Was haben eine Villa in Spanien, ein Gasüberfall, eine Prinzessin und Annika Bengtzon gemeinsam?
Sie sind der Auftakt zum neuen Roman von Liza Marklund. Rasant nimmt der Roman Fahrt auf, zieht einen mitten in die Handlung und lässt einen nicht mehr los.
Die Person der eigenwilligen Annika Bengtzon wird mit jedem neuen Buch besser. Diesmal muss die Journalistin des Abendblattes ihrem neuen Vorgesetzten Patrik trotzen, der an ihrem Stuhl sägt und ihr keine Chance zur Entfaltung lassen will. Doch Annika wäre nicht Annika, wenn sie sich das gefallen lassen würde. Quasi im Alleingang recherchiert und löst sie die Story über die Gasüberfälle an der Costa Blanca, Gibraltar und Marokko.
Der Erzählstil von Liza Marklund ist flott und locker, spannend und mitreißend. Man mag das Buch nicht aus der Hand legen bevor man den Schluss kennt.
Meiner Meinung nach gehört ne Warnung auf den Umschlag: "nur lesen, wenn man viel Zeit hat, sonst vergisst man seine restlichen Pflichten"
28.08.2009 15:12:02
(20324 Beiträge)
Ich hab bisher nur "Olympisches Feuer" und "Studio 6" gelesen. Jetzt scheint es mir, dass ich endlich mal weiterkommen muss mit der Serie. Ich habe Liza Marklund übrigens vor Jahren mal bei einer Lesung erlebt. Ganz tolle Frau.
28.08.2009 15:21:56
(33783 Beiträge)
Klappentext:
Marbella, Stadt der Superreichen. Die Millionärsvillen sind gerüstet wie Hochsicherheitstrakte. Ein tödlicher Giftgasanschlag auf die Familie des schwedischen Eishockey-Idols Sebastian Söderström erschüttert die Idylle der VIPs. Ganz Schweden ist entsetzt von der Brutalität der Morde und trauert um den Star.
Die Journalistin Annika Bengtzon fliegt nach Marbella und recherchiert in der Welt der Superreichen, die zurückgezogen hinter hohen Mauern und umgeben von den teuersten Alarmeinrichtungen ein Leben in scheinbarer Sicherheit führen. In diesem Kosmos der glatten Oberflächen und gekühlten Räume ist Schweigen Gold, und Geheimnisse werden über Generationen bewahrt. Die spanische Polizei gibt den Fall schon bald resigniert auf. Doch Annika Bengtzon lässt sich nicht so leicht abweisen.
Mein Fazit:
Auf dieses Buch war ich mehr wie gespannt, aber leider wurde ich in meinem Gefühl getäuscht...
Liza Marklund, schrieb so verwirrend, dass der Leser zeitweise den roten Faden verliert.
Die Verweise auf Geschehnisse des Dritten Reiches, bzw. Ende des zweiten Weltkrieges sind nicht so gut bei mir persönlich angekommen, da sie an keiner Stelle zum momentanen Geschehen passen.
Besser wäre die Autorin dabei gewesen, wenn sie aus diesem Buch zwei gemacht hätte, so dass sie erstmal die Vorgeschichte in einen Band gepackt hätte und erst dann die Geschehnisse der aktuellen Zeit beschreibt. Es ist zwar so, dass sich die Verwirrung zum Ende hin auflöst, allerdings zieht sich das Buch so in die Länge, dass es einem wirklich schwer fällt, am Ball zu bleiben.
Ich glaube nicht, dass ich nochmal ein Buch von Liza Marklund lesen werde.
Marbella, Stadt der Superreichen. Die Millionärsvillen sind gerüstet wie Hochsicherheitstrakte. Ein tödlicher Giftgasanschlag auf die Familie des schwedischen Eishockey-Idols Sebastian Söderström erschüttert die Idylle der VIPs. Ganz Schweden ist entsetzt von der Brutalität der Morde und trauert um den Star.
Die Journalistin Annika Bengtzon fliegt nach Marbella und recherchiert in der Welt der Superreichen, die zurückgezogen hinter hohen Mauern und umgeben von den teuersten Alarmeinrichtungen ein Leben in scheinbarer Sicherheit führen. In diesem Kosmos der glatten Oberflächen und gekühlten Räume ist Schweigen Gold, und Geheimnisse werden über Generationen bewahrt. Die spanische Polizei gibt den Fall schon bald resigniert auf. Doch Annika Bengtzon lässt sich nicht so leicht abweisen.
Mein Fazit:
Auf dieses Buch war ich mehr wie gespannt, aber leider wurde ich in meinem Gefühl getäuscht...
Liza Marklund, schrieb so verwirrend, dass der Leser zeitweise den roten Faden verliert.
Die Verweise auf Geschehnisse des Dritten Reiches, bzw. Ende des zweiten Weltkrieges sind nicht so gut bei mir persönlich angekommen, da sie an keiner Stelle zum momentanen Geschehen passen.
Besser wäre die Autorin dabei gewesen, wenn sie aus diesem Buch zwei gemacht hätte, so dass sie erstmal die Vorgeschichte in einen Band gepackt hätte und erst dann die Geschehnisse der aktuellen Zeit beschreibt. Es ist zwar so, dass sich die Verwirrung zum Ende hin auflöst, allerdings zieht sich das Buch so in die Länge, dass es einem wirklich schwer fällt, am Ball zu bleiben.
Ich glaube nicht, dass ich nochmal ein Buch von Liza Marklund lesen werde.
29.08.2009 22:32:17
(11 Beiträge)
Kalter Süden war mein erstes Buch von Liza Marklund und ich muss sagen, ich bin sehr begeistert.
Ihr Schreibstil ist flüssig und schnell. Ich habe mich sehr gut in den Krimi eingelesen und hatte keinerlei Probleme damit Serienheldin Annika Bengtzon kennenzulernen ohne die Vorgänger Romane gelesen zu haben. Die Autorin lässt nach und nach Informationen von den Vorgänger-Büchern einfließen, man bekommt diese Informationen Häppchenweise verabreicht, so dass es sich zu einem Bild zusammen fügt.
Annika Bengtzon ist eine Reporterin, welche bei der Zeitung "Abendblatt" arbeitet. Annika wird einem schnell sympathisch, da ihre Beschreibung herrlich menschlich ist. Sie ist eine starke Frau, hat ihren eigenen Kopf und den richtigen Riecher für gute Storys. Man erfährt nach und nach mehr von ihrem Leben. Sie hat zwei Kinder, ist geschieden, ihr Verhältnis zu Ex-Mann Thomas ist nicht mehr das Beste, ihr Haus ist abgebrannt und ihre neue Wohnung ist auch nur ein provisorisches Chaos, bei dem sie nicht weiß, wie lange sie dort bleiben kann.
Annika wird von ihrem neuen Chef Patrick nach Spanien an die Costa del Sol geschickt. Dort ist die Familie von dem schwedischen Eishockeystar bei einem Gasüberfall ermordet worden. Mit Hilfe eines schwedischen Polizisten, der in Spanien ermittelt und eines schwedischen Immobilienmaklers der seit Jahren an der Costa del Sol lebt, erhält sie wichtige Informationen und Anhaltspunkte, welche ihre Recherche ins laufen bringen. Durch die Recherche am Gasüberfall kommt sie immer mehr mit Drogenschmuggel, Geldwäsche und Mord in Berührung, welchen sie trotz Verbots ihres Chefs nachgeht.
Der Krimi spielt ins Spanien, Schweden und Marokko. Der Autorin ist es sehr gut gelungen, die Handlungsorte authentisch zu beschreiben. Man spürt beim lesen die Hektik in Spanien, die Weite in Marokko und den Alltag in Schweden.
Zwischen den Kapiteln bekommt man 5 Kurzgeschichten zu lesen, in denen es sich um eine Prinzessin, ein Trollmädchen und ein Engel handelt. Anfangs weiß man den Inhalt dieser Kurzgeschichten nicht recht einzuordnen, doch nach und nach macht es einen Sinn und die Geschichten fügen sich in die Hauptgeschichte ein.
Die verschiedenen Handlungstränge laufen gegen Ende des Buches alle zusammen und man hat den Aha-Effekt.
Der Autorin ist es hervorragend gelungen, eine Mischung aus Spannung, Normalität und Romanze zu schaffen.
Neben den Hauptthemen Costa del Sol und der Recherche an diesem Überfall und deren Ausläufer, wird viel von Annikas Privatleben, ihrer Arbeit beim Abendblatt und ihren Problemen mit Chef und Arbeitskollegen erzählt. Ich fand das sehr angenehm, da so eine spezielle Tiefe geschaffen wurde, die sonst eher nicht vorhanden wäre, würden diese nebensächlichen Themen minimal angeschnitten werden.
Ich fand es auch sehr interessant, das die Berichterstattung kritisch hinterfragt wurde. Annika muss tun und recherchieren was ihr neuer Chef von ihr verlangt. Ihre persönliche Meinung dazu ist wenig gefragt. Er bestimmt was die Leute lesen wollen, was sich gut verkaufen lässt und darüber muss berichtet werden. So haben die Medien die Macht, die Wahrheit in dieses Licht zu rücken, wie sie es für richtig halten.
Ihr Schreibstil ist flüssig und schnell. Ich habe mich sehr gut in den Krimi eingelesen und hatte keinerlei Probleme damit Serienheldin Annika Bengtzon kennenzulernen ohne die Vorgänger Romane gelesen zu haben. Die Autorin lässt nach und nach Informationen von den Vorgänger-Büchern einfließen, man bekommt diese Informationen Häppchenweise verabreicht, so dass es sich zu einem Bild zusammen fügt.
Annika Bengtzon ist eine Reporterin, welche bei der Zeitung "Abendblatt" arbeitet. Annika wird einem schnell sympathisch, da ihre Beschreibung herrlich menschlich ist. Sie ist eine starke Frau, hat ihren eigenen Kopf und den richtigen Riecher für gute Storys. Man erfährt nach und nach mehr von ihrem Leben. Sie hat zwei Kinder, ist geschieden, ihr Verhältnis zu Ex-Mann Thomas ist nicht mehr das Beste, ihr Haus ist abgebrannt und ihre neue Wohnung ist auch nur ein provisorisches Chaos, bei dem sie nicht weiß, wie lange sie dort bleiben kann.
Annika wird von ihrem neuen Chef Patrick nach Spanien an die Costa del Sol geschickt. Dort ist die Familie von dem schwedischen Eishockeystar bei einem Gasüberfall ermordet worden. Mit Hilfe eines schwedischen Polizisten, der in Spanien ermittelt und eines schwedischen Immobilienmaklers der seit Jahren an der Costa del Sol lebt, erhält sie wichtige Informationen und Anhaltspunkte, welche ihre Recherche ins laufen bringen. Durch die Recherche am Gasüberfall kommt sie immer mehr mit Drogenschmuggel, Geldwäsche und Mord in Berührung, welchen sie trotz Verbots ihres Chefs nachgeht.
Der Krimi spielt ins Spanien, Schweden und Marokko. Der Autorin ist es sehr gut gelungen, die Handlungsorte authentisch zu beschreiben. Man spürt beim lesen die Hektik in Spanien, die Weite in Marokko und den Alltag in Schweden.
Zwischen den Kapiteln bekommt man 5 Kurzgeschichten zu lesen, in denen es sich um eine Prinzessin, ein Trollmädchen und ein Engel handelt. Anfangs weiß man den Inhalt dieser Kurzgeschichten nicht recht einzuordnen, doch nach und nach macht es einen Sinn und die Geschichten fügen sich in die Hauptgeschichte ein.
Die verschiedenen Handlungstränge laufen gegen Ende des Buches alle zusammen und man hat den Aha-Effekt.
Der Autorin ist es hervorragend gelungen, eine Mischung aus Spannung, Normalität und Romanze zu schaffen.
Neben den Hauptthemen Costa del Sol und der Recherche an diesem Überfall und deren Ausläufer, wird viel von Annikas Privatleben, ihrer Arbeit beim Abendblatt und ihren Problemen mit Chef und Arbeitskollegen erzählt. Ich fand das sehr angenehm, da so eine spezielle Tiefe geschaffen wurde, die sonst eher nicht vorhanden wäre, würden diese nebensächlichen Themen minimal angeschnitten werden.
Ich fand es auch sehr interessant, das die Berichterstattung kritisch hinterfragt wurde. Annika muss tun und recherchieren was ihr neuer Chef von ihr verlangt. Ihre persönliche Meinung dazu ist wenig gefragt. Er bestimmt was die Leute lesen wollen, was sich gut verkaufen lässt und darüber muss berichtet werden. So haben die Medien die Macht, die Wahrheit in dieses Licht zu rücken, wie sie es für richtig halten.
08.09.2009 08:01:31
(17071 Beiträge)
Ich habe das Hörbuch gehört und es hat mir sehr gut gefallen!
Hörbuch: a place in the sun
Inhalt:
Annika Bengtzon ist Journalistin aus Leidenschaft. Klar, dass sie dann lieber weniger Geld in Kauf nimmt, als in Zukunft einen Schreibtischjob zu verrichten.
Nach der Meldung über einen Gasüberfall auf eine schwedische Familie mit Todesfolge an der spanischen Costa del Sol, macht sich Annika auf den Weg um vor Ort Recherchen zu betreiben. Es handelt sich um die Familie eines bekannten Eishockeyspielers und die Umstände sind äußerst merkwürdig. Als Annika heraus findet, dass es noch ein weiteres Kind der Familie gibt, das nicht unter den Toten ist, hat sie einen neuen Aufhänger gefunden. Doch die Ermittlungen verlaufen weitestgehend im Sande. Gut, dass Annikas Chef da noch einen weiteren Auftrag für sie hat, der sie erneut an die Costa del Sol führt ...
Meine Meinung:
"Kalter Süden" ist ein echter Pageturner im Hörbuch-Format (nennt man das dann trackturner?).
Da es sich hier bereits um den achten Fall von Annika Bengtzon handelt, wird einiges an Vorwissen vorausgesetzt. Es empfiehlt sich daher, vorher einige der anderen Bücher zu hören oder zu lesen. Wer mit dieser Unwissenheit was Annikas Privatleben und ihre vorherigen Fälle betrifft leben kann, kann sich aber auch direkt an "Kalter Süden" heranwagen, da das Buch in sich abgeschlossen ist.
Mit diesem Band der Reihe hat die Sprecherin der Hörbücher gewechselt. Aus meiner Sicht ist das ein absoluter Gewinn! Nina Petri hat die Rolle der Annika Bengtzon souverän übernommen und hervorragend umgesetzt. Ich würde mich freuen, wenn sie auch in Zukunft die Hörbücher dieser Reihe einspricht.
Inhaltlich konnte ich den Ereignissen, die wechselnd in Schweden und Spanien stattfanden, gut folgen. Annikas neuer Fall ist komplex und wird vor allem geprägt von ihrer Beharrlichkeit alle Ungereimtheiten aufzuklären. Ihr Eifer hat mich mitgerissen und die Zusammenhänge die sie aufdecken konnte erschienen mir durchweg schlüssig. "Kalter Süden" ist spannend und durch die journalistischen Recherchen vielseitiger als so mancher Krimi aus Ermittlersicht.
Besonders gut gefallen haben mir auch einige der Nebenfiguren, die zum Teil mit ihrer sachlichen und prägnanten Art oder ungewollt humorvollen Beiträgen überzeugen konnten. Da ich mir nicht sicher bin, wie sich die schwedischen Namen schreiben, verzichte ich hier auf genauere Nennungen.
"Kalter Süden" hat mir einige sehr fesselnde Stunden geboten, mit überraschenden Wendungen und Spannung bis zu Schluss.
Mit diesem Buch wird Liza Marklund alte Fans begeistern und neue hinzugewinnen!
Fazit:
Auch an einem Platz in der Sonne kann es manchmal ziemlich kalt zugehen.
Hörbuch: a place in the sun
Inhalt:
Annika Bengtzon ist Journalistin aus Leidenschaft. Klar, dass sie dann lieber weniger Geld in Kauf nimmt, als in Zukunft einen Schreibtischjob zu verrichten.
Nach der Meldung über einen Gasüberfall auf eine schwedische Familie mit Todesfolge an der spanischen Costa del Sol, macht sich Annika auf den Weg um vor Ort Recherchen zu betreiben. Es handelt sich um die Familie eines bekannten Eishockeyspielers und die Umstände sind äußerst merkwürdig. Als Annika heraus findet, dass es noch ein weiteres Kind der Familie gibt, das nicht unter den Toten ist, hat sie einen neuen Aufhänger gefunden. Doch die Ermittlungen verlaufen weitestgehend im Sande. Gut, dass Annikas Chef da noch einen weiteren Auftrag für sie hat, der sie erneut an die Costa del Sol führt ...
Meine Meinung:
"Kalter Süden" ist ein echter Pageturner im Hörbuch-Format (nennt man das dann trackturner?).
Da es sich hier bereits um den achten Fall von Annika Bengtzon handelt, wird einiges an Vorwissen vorausgesetzt. Es empfiehlt sich daher, vorher einige der anderen Bücher zu hören oder zu lesen. Wer mit dieser Unwissenheit was Annikas Privatleben und ihre vorherigen Fälle betrifft leben kann, kann sich aber auch direkt an "Kalter Süden" heranwagen, da das Buch in sich abgeschlossen ist.
Mit diesem Band der Reihe hat die Sprecherin der Hörbücher gewechselt. Aus meiner Sicht ist das ein absoluter Gewinn! Nina Petri hat die Rolle der Annika Bengtzon souverän übernommen und hervorragend umgesetzt. Ich würde mich freuen, wenn sie auch in Zukunft die Hörbücher dieser Reihe einspricht.
Inhaltlich konnte ich den Ereignissen, die wechselnd in Schweden und Spanien stattfanden, gut folgen. Annikas neuer Fall ist komplex und wird vor allem geprägt von ihrer Beharrlichkeit alle Ungereimtheiten aufzuklären. Ihr Eifer hat mich mitgerissen und die Zusammenhänge die sie aufdecken konnte erschienen mir durchweg schlüssig. "Kalter Süden" ist spannend und durch die journalistischen Recherchen vielseitiger als so mancher Krimi aus Ermittlersicht.
Besonders gut gefallen haben mir auch einige der Nebenfiguren, die zum Teil mit ihrer sachlichen und prägnanten Art oder ungewollt humorvollen Beiträgen überzeugen konnten. Da ich mir nicht sicher bin, wie sich die schwedischen Namen schreiben, verzichte ich hier auf genauere Nennungen.
"Kalter Süden" hat mir einige sehr fesselnde Stunden geboten, mit überraschenden Wendungen und Spannung bis zu Schluss.
Mit diesem Buch wird Liza Marklund alte Fans begeistern und neue hinzugewinnen!
Fazit:
Auch an einem Platz in der Sonne kann es manchmal ziemlich kalt zugehen.
16.09.2009 11:20:48
(18436 Beiträge)
Hier ist nun meine Rezi:
Eigentlich bin ich ein großer Liza-Marklund-Fan, allerdings hat mich "Kalter Süden" nicht vollends überzeugt.
Der Eishockeyspieler Sebastian Söderström kommt bei einem Gasunfall gemeinsam mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Marbella ums Leben. Annika Bengtzon macht sich auf den Weg nach Spanien, um in diesem Fall für das "Abendblatt" recherchieren und stößt dabei auf unerwartete Tiefen.
Marklunds Schreibstil ist wie immer ansprechend und lässt sich gut in einem zügigen Lesetempo lesen. Allerdings weist dieser Krimi diesmal stellenweise Längen auf, die man manchmal gerne überlesen würde. Bei dieser komplexen Handlung stört in diesem Fall die Nebenschauplätze, nämlich Annikas Privatleben etwas. Es ist insgesamt etwas zu viel des Guten, da schon die Handlung alleine so viele Personen ins Spiel bringt, dass man stellenweise Probleme mit deren Identität hat.
Fazit:
Ein insgesamt spannender Krimi, besonders zum Ende hin, den man aber sicherlich hätte etwas "kompakter" halten können, um die Spannung auch während des gesamten Krimis aufrechtzuerhalten. Durch die aufkommenden Längen war ich schon etwas enttäuscht von der sonst so genialen Frau Marklund und hoffe, dass sie beim nächsten Annika-Bengtzon-Fall wieder zu ihrer eigentlichen Stärke zurückfindet.
Eigentlich bin ich ein großer Liza-Marklund-Fan, allerdings hat mich "Kalter Süden" nicht vollends überzeugt.
Der Eishockeyspieler Sebastian Söderström kommt bei einem Gasunfall gemeinsam mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Marbella ums Leben. Annika Bengtzon macht sich auf den Weg nach Spanien, um in diesem Fall für das "Abendblatt" recherchieren und stößt dabei auf unerwartete Tiefen.
Marklunds Schreibstil ist wie immer ansprechend und lässt sich gut in einem zügigen Lesetempo lesen. Allerdings weist dieser Krimi diesmal stellenweise Längen auf, die man manchmal gerne überlesen würde. Bei dieser komplexen Handlung stört in diesem Fall die Nebenschauplätze, nämlich Annikas Privatleben etwas. Es ist insgesamt etwas zu viel des Guten, da schon die Handlung alleine so viele Personen ins Spiel bringt, dass man stellenweise Probleme mit deren Identität hat.
Fazit:
Ein insgesamt spannender Krimi, besonders zum Ende hin, den man aber sicherlich hätte etwas "kompakter" halten können, um die Spannung auch während des gesamten Krimis aufrechtzuerhalten. Durch die aufkommenden Längen war ich schon etwas enttäuscht von der sonst so genialen Frau Marklund und hoffe, dass sie beim nächsten Annika-Bengtzon-Fall wieder zu ihrer eigentlichen Stärke zurückfindet.
28.09.2009 06:18:42
(175 Beiträge)
Here's my opinion:
Als Serienbuch Ja, als Einzelroman Nein!
Die ermittelnde Journalistin Annika Bengtzon ist wieder da, diesmal verschlägt sie es aber in den titelgebenden Kalten Süden, genauer gesagt an die Costa del Sol in Mabella, wo sie den rätselhaften Gasanschlag auf den ehemaligen Eishockeystar Sebastian Söderström untersucht. Bei diesem wurde die ganze Familie getötet und es scheint, als wäre der Anschlag Vergeltung für einen Fehltritt eines der Familienmitglieder gewesen, nur von wem?
Annika begibt sich in südliche Gefilde, um Klarheit in die Angelegenheit zu bringen, doch nichts ist, wie es scheint. Mithilfe einer Übersetzerin klemmt sich Annika hinter die Geschichte und kommt schon bald Grundstücksspekulationen und Drogengeschäften auf die Spur. Die Spur führt sie schnell auf die Spur der Agentur Ein Platz an der Sonne, doch es scheint, als Läge des Schlüssel für die Lösung des Falles in der Vergangenheit.
Dieser Plot klingt hochspannend, doch leider entpuppte sich das Buch für mich als ziemlich zäh und vor allem für mich als Neuling der Annika Bengtzon-Serie sehr schwer verständlich. Liza Marklund greift fast ständig auf ältere Episoden rund um die Journalistin zurück und ich verstand bald nur noch Bahnhof, zumal da Marklund mit Annika Bengtzon einen sehr komplexen Charakter geschaffen hat, dessen Handeln ich oftmals nur mit Kopfschütteln verfolgen konnte. Ihre Heldin war mir nicht auf Anhieb sympathisch und der Charakter ist sehr eigensinnig veranlagt.
All diese negativen Aspekte schlagen meiner Meinung nach ziemlich zu Buche, dennoch wird man am Ende mit einem sehr guten Showdown und Finale für seine Bereitschaft, den Kampf mit den 518 Seiten aufzunehmen, belohnt, doch mehr soll noch nicht verraten werden!
Zum besseren Verständnis der Geschichte empfiehlt es sich meiner Meinung nach deshalb unbedingt, die 7 vorhergehenden Romane gelesen zu haben, denn als eigenständiger Krimi funktioniert dieses Buch nur bedingt!
Als Serienbuch Ja, als Einzelroman Nein!
Die ermittelnde Journalistin Annika Bengtzon ist wieder da, diesmal verschlägt sie es aber in den titelgebenden Kalten Süden, genauer gesagt an die Costa del Sol in Mabella, wo sie den rätselhaften Gasanschlag auf den ehemaligen Eishockeystar Sebastian Söderström untersucht. Bei diesem wurde die ganze Familie getötet und es scheint, als wäre der Anschlag Vergeltung für einen Fehltritt eines der Familienmitglieder gewesen, nur von wem?
Annika begibt sich in südliche Gefilde, um Klarheit in die Angelegenheit zu bringen, doch nichts ist, wie es scheint. Mithilfe einer Übersetzerin klemmt sich Annika hinter die Geschichte und kommt schon bald Grundstücksspekulationen und Drogengeschäften auf die Spur. Die Spur führt sie schnell auf die Spur der Agentur Ein Platz an der Sonne, doch es scheint, als Läge des Schlüssel für die Lösung des Falles in der Vergangenheit.
Dieser Plot klingt hochspannend, doch leider entpuppte sich das Buch für mich als ziemlich zäh und vor allem für mich als Neuling der Annika Bengtzon-Serie sehr schwer verständlich. Liza Marklund greift fast ständig auf ältere Episoden rund um die Journalistin zurück und ich verstand bald nur noch Bahnhof, zumal da Marklund mit Annika Bengtzon einen sehr komplexen Charakter geschaffen hat, dessen Handeln ich oftmals nur mit Kopfschütteln verfolgen konnte. Ihre Heldin war mir nicht auf Anhieb sympathisch und der Charakter ist sehr eigensinnig veranlagt.
All diese negativen Aspekte schlagen meiner Meinung nach ziemlich zu Buche, dennoch wird man am Ende mit einem sehr guten Showdown und Finale für seine Bereitschaft, den Kampf mit den 518 Seiten aufzunehmen, belohnt, doch mehr soll noch nicht verraten werden!
Zum besseren Verständnis der Geschichte empfiehlt es sich meiner Meinung nach deshalb unbedingt, die 7 vorhergehenden Romane gelesen zu haben, denn als eigenständiger Krimi funktioniert dieses Buch nur bedingt!
02.11.2009 19:41:07

