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Ralf Isau: Messias

 
Beitrag
erstellt am
Farin_Urlaub

Farin_Urlaub

(175 Beiträge)

Nachdem ich das Buch heute morgen beendet habe und ich es wirklich spannend war kommt hier meine Meinung:


Zwischen Glauben und Vernunft ...

Es gibt keine echten Wunder, sondern nur unerklärte Phänomene: Dies ist das Motto von Hester McAteer, dem schärfsten Kettenhund seiner Majestät, einem ausgewiesenen Wunderskeptiker (Ralf Isau Fans dürften ihn noch von seinem Kurzauftritt in Die Dunklen her kennen), der für den Vatikan weltweit Wunder untersucht. Und mit einem solchen hat er schon bald in seiner alten irischen Heimat, nämlichen in seiner Geburtsstadt mit dem unaussprechbaren Namen Graiguenamanagh zu tun. Dort ist nämlich ein Mann, der sich selbst Jeschua nennt und Hebräisch spricht, vom Kreuz gestiegen und wirkt Wunder.
Für Hester kann es solch ein Wunder natürlich nicht geben und deshalb macht er sich vom Vatikan in seine Heimat auf, um das Wunder rational zu erklären und dem Schwindler das Handwerk zu legen. Doch je länger der Wundermacher in seiner Heimat verweilt, desto häufiger treten unerklärbare Mirakel auf und er scheint schon bald am Ende seines rationalen Verstandes. Handelt es sich vom Jeschua vom Kreuz tatsächlich um den wiedergeborenen Jesus oder liegt die Welt nur einem gigantischen Schwindel auf?
Kann ich glauben was ich sehe oder kann ich sehen, was ich glauben will? Mit dieser philosophischen Fragestellung hat sich der vatikanische Sonderermittler herumzuschlagen und muss sich nun zwischen dem Glauben an echte Wunder oder der vernünftigen Erklärung des Schwindels entscheiden. Für Hester steht seine Wahl fest und so muss er sich durch Intrigen und Gefühle für längst verloren Geglaubte kämpfen, um die Wahrheit herauszufinden.
Das Thema mag viele einen Dan-Brown artigen Thriller vermuten lassen, doch wer Ralf Isau kennt, der weiß, dass man von ihm einen mainstreamigen Kirchenverschwörungsthriller nicht zu erwarten braucht! Fernab von tausendmal gelesenen Thrillern entspinnt Isau eine spannende Geschichte, die bei mir zu keiner Zeit Langweile aufkommen ließ und sehr originell war. Der Zweifel des Paters war gut nachzuvollziehen und Isau beschreibt seine Charaktere glaubhaft und auch ihre geistigen Entwicklungen sind psychologisch glaubhaft gestaltet. Somit ist seine Geschichte höchst lebendig und spannend und bietet dem geneigten Leser jede Menge Platz für eigene Gedanken, da er auch aktuelle Ereignisse, z.B. die Wirren um die Wiedereingliederung der Piusbrüder und den Bischof Richard Williamson, mit seiner Geschichte verknüpft und diese so auch hochaktuell ist.
Gut gefiel mir zudem noch, wie Ralf Isau seine Bücher untereinander verknüpft. Seine Leser dürften die Pianistin Sarah Albis noch aus Die Dunklen gut im Gedächtnis haben, die nun im Messias wieder einen wichtigen Kurzauftritt hat. So ist für die Gestalten der jeweiligen Romane ihr literarisches Leben über das Romanende hinaus noch nicht zu Ende und es macht großen Spaß, dem literarischen Kosmos Isaus zu erkunden.
Insgesamt ein schlauer Kirchenthriller, der fernab des Mainstreams wandelt und den Leser fordert!
31.08.2009 14:17:04
rebellyell666

rebellyell666

(25 Beiträge)

Das Buch am Samstag angefangen, gestern beendeet. Nun meine Rezension bzw. mein Eindruck.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen!

"What a WONDERful world"

Inhalt:

Ein Wunder geschieht in einem kleinen Dorf in Irland: Scheinbar ist Jesus auferstanden. In der Duiske Abbey stürzt er von einem Kreuz. Von den Nägeln in Hand und Fuß bis hin zur Dornenkrone wurde an alles gedacht. Die Katholiken sehen dem nicht ganz gelassen entgegen. Zur Aufklärung dieses Falls schicken sie ihren "Spezialagenten" nach Irland: Hester McAteer, der sogar mit Heimvorteil aufwarten kann...

Erzähl-/Schreibstil:

Ralf Isau schreibt sehr hochgestochen und wortgewandt, doch leider immer etwas zu sehr "um den heißen Brei". Er zitiert viele Bibelstellen und nimmt sich auch nicht den Vorteil, dem Leser ein paar grundlegende Dinge in Latein beizubringen. Er wählte seinen Erzählstil dennoch sehr rasant, so dass der Leser nicht müde wird, über diese trägen Stellen hinwegzusehen. Manche Sachen bringt er auf den Punkt, wieder andere lässt er im Dunkeln.

Meine Meinung:

Die Lektüre währte nur kurz: Innerhalb von zwei Tagen hatte ich dieses Spektakel durchgelesen. Leider muss ich einen Stern abziehen. Warum? Das werde ich so gleich erläutern.

Mit Hester hat Isau einen sehr unnahbaren Charakter erfunden: Er verlangte nach seinern verflossenen Liebe und wurde ganz blind vor lauter Gefühlen. Leider ist mir der Charakter aber so nicht näher gekommen. Man hat ihn als liebender Vater nicht in Gänze kennen gelernt. Da waren die anderen Charaktere schon viel zugänglicher. Leider konnte ich so, was für mich persönlich sehr wichtig ist, mit dem Hauptprotagonisten nicht warm werden.

Weiterhin ist das Ende viel zu laaaaang: Isau muss mehr kürzen und Dinge auf den Punkt bringen! Ich möchte nicht ewig von Bibelstellen oder kirchlichen Rangordnungen lesen, sondern mehr von der Geschichte und deren Charaktere erfahren. Kurzum: Zuviel Bibel, zu viel Umständliches am Ende.

Warum ich dennoch begeistert war: Die Story war für mich sehr neu und ich wollte immer und immer wissen, was jetzt jetzt Lug und Trug und was sogar Wahrheit war. Die kleinen Wunder des Seamus Whelan, Hesters Vater (der mir sehr sympatisch geworden ist), erheiterten mich und manchmal habe ich diese kleine Lücke, in der Isau Wunder wahr werden ließ, sehr begrüßt. Vielmehr ist Seamus herausgestochen, als sein eigener Sohn.

Die Charaktere waren aufeinander abgestimmt und so hatte jeder seine feste Rolle in der Handlung. Sogleich am Anfang des Buches wurde dem Leser erzählt, was für eine Last auf Seamus' Schultern lag, was ich sehr schön fand, denn so konnte man mitfiebern und sich an diese Bürde erinnern. Weiterhin ist es sehr gut von Isau gewesen, am Anfang direkt den Verdächtigen einzustreuen, so dass man nur noch Hesters Gedankengängen folgen musste.

Fazit:

Ralf Isau hat für mich - als Dan Brown-Gegner - doch noch die Wirrungen und Irrungen der Kirche näher gebracht und gezeigt, das die Kirche immer wieder mit solchen Dingen konfrontiert werden kann. Ich kann mir gut vorstellen, dass es einen ähnlichen Hester McAteer gibt, der schon wieder dabei ist, ein neues "Wunder" als Scharlatanerie aufzudecken.
31.08.2009 14:27:59
tigercat666

tigercat666

(119327 Beiträge)

Ich habe meinen Isau fast durch und bin bisher sehr zufrieden, mal sehen was ich am Ende des Buches sagen kann.
31.08.2009 14:30:40
tigercat666

tigercat666

(119327 Beiträge)

Ich habe das Buch nun auch beendet. Es fällt mir allerdings schwer eine Rezension zu schreiben, weil ich auf keinen Fall auch nur Andeutungsweise verraten will ob es sich nun um
Budenzauber oder eine echte Auferstehung handelt.

Mein Fazit:


Ralf Isau führt uns mit seinem Buch Messias in die Welt der katholischen Kirche, als nicht Katholik erfährt man einige interessante Dinge über die Art und Weise wie die Kirche aufgebaut ist und wie und in welchen Fällen die Kirche *Wunder anerkennt* oder auch *wahre Wunder* unter Verschluss hält, wenn es nicht in die Kirchenpolitik passt, das alles verpackt in einen rasant geschriebenen Thriller, lässt den Leser Seite um Seite umblättern immer gespannt wie es weiter geht, mit Jeshuha, wie sich der vom Kreuz gefallene Mann selber nennt, Hester, dem Wundermacher des Vatikan, der ungern in den kleinen irischen Ort fährt um die Auferstehung als Budenzauber und Betrug zu entlarven, wobei er selber nicht daran glaubt das *ist was nicht sein darf.*
Die Personen im Roman sind durchweg gut beschrieben, ihre Beziehungen untereinander nachvollziehbar und die Auflösung des ganzen unkonventionell und durchaus schlüssig, ein Thriller dessen Handlung zu keiner Zeit, an Tempo und Spannung verliert.

02.09.2009 08:34:22
maryrichards

maryrichards

(192 Beiträge)

WUNDERbar und überraschend!!!

Bei dem Buch Messias von Ralf Isau handelt es sich um ein Verschwörungsthriller um Misstrauen, Angst und Intrigen.

In dem Buch geht es darum, ob es sich bei der Niederkunft eines unbekannten von einem Kreuz wirklich um Jesus Christus handelt oder eine Hochstapler. Der Unbekannte Mr. X (Jesus) der für den wiederauferstandenen Heiland gehalten wird, hält sich selbst für selbigen und vieles spricht dafür: ist wirklich ein Wunder im Spiel oder handelt es sich um einen Scharaltan?

Das Buch birgt einige Überraschungen und Sie können gespannt auf das komplette Buch sein!!! Was erst etwas absurd klingt wird von Ralf Isau wirklich toll dargestellt und man weiß zwischendurch selbst nicht mehr, was man glauben soll: So spricht Jesus wirklich hebräisch und es geschehen viele Dinge, die man nur mit göttlicher Fügung erklären kann und die wie ein Wunder scheinen. Andererseits gehen einige Dinge in den Kirchen in Irland und im Vatikan vor sich, die sehr merkwürdig sind und den Verdacht aufkommen lassen, dass hier ein riesiger Betrug geplant ist. Anbei: zu den theologischen Hintergründen weist der Autor sehr fundiertes Hintergrundwissen auf, durch dass das Buch sogar lehrreich sein kann.

Zur Aufklärung wird Monsignore Hester McAteer von Rom nach Irland gesandt, ein Art James Bond der Kirche :) Um ihn wird ein weiterer spannender und fesselnder Handlungsstrang gespannt, in dem es um die Liebe und Familie geht. Beim Lesen war ich mir oft nicht im klaren, ob ich wirklich Kapitel aus einem Thriller in der Hand habe oder eher ein Fantasyroman oder einen Mysteriebuch. Die Handlung schien teilweise etwas unrealistisch und das Geschehen welches beschrieben wird fast absurd: aber im Laufe der Geschichte wird alles aufgeklärt und es fügen sich alle Puzzelteile zusammen und am Ende hat man dann einen Aha Effekt, da alles einen Sinn ergibt. Das Gelesene hat mich in seinen Bann gezogen und mir gefällt der Schreibstil und die Handlung. Ich bin gespannt auf weitere Bücher von Ralf Isau.
04.09.2009 19:07:51
loni25387

loni25387

(34136 Beiträge)

Also wenns jemand loswerden will *pfeif*


;-))
04.09.2009 22:25:43
saxlady

saxlady

(1268 Beiträge)

*mitpfeif*
07.09.2009 21:49:23
silkedb

silkedb

(17071 Beiträge)

Inzwischen ist Ralf Isau zu einem meiner Lieblingsautoren geworden!
Dieses Buch erhält 5/5 Punkten von mir.

Irische Wunder

Inhalt:
Hester McAteer gilt innerhalb der katholischen Kirche als "Wundermacher". Er ist zuständig für die Beurteilung, ob es sich um ein "echtes" Wunder handelt oder einen Betrugsfall. Als im kleinen irischen Ort Graiguenamanagh (von den Einwohnern kurz Graig genannt) der Messias in Fleisch und Blut vom Kreuz fällt und genau vor den Füßen des 103jährigen Seamus Whelan landet, wird Hester direkt damit beauftragt zu beweisen, dass es sich hier keinesfalls um den echten Sohn Gottes handeln kann. Praktischerweise handelt es sich hier auch noch um Hesters Heimatdorf und bei Seamus Whelan (dem Moses von Graig) um seinen Vater. Doch die Ermittlungen gestalten sich als schwierig, es kommt zu weiteren wundersamen Vorkommnissen und dann gibt es da auch noch Hesters eigene Familie, die er als Priester gar nicht haben dürfte ...

Meine Meinung:
"Messias" von Ralf Isau hat mir ganz hervorragend gefallen.
Hier wird auf wunderbare Art und Weise das mysteriöse mit einem Thriller verbunden. Hester McAteer ist ein Mann mit einem komplizierten Familienleben. Zwar werden hier so einige Klischees bedient, wie die Annahme, dass doch fast jeder Priester entweder eine Haushälterin oder zumindest uneheliche Kinder hat oder homosexuell veranlagt ist. Da dies jedoch an jeweils passender Stelle eingebunden ist und im Fall von Seamus Whelan und Hester McAteer praktisch schon eine Art Erfüllung eines Vermächtnisses darstellt, fand ich es nicht weiter störend.
"Messias" wirft die Frage auf, ob man bereit ist an Wunder zu glauben, hinter jedem Wunder einen Betrug wittert oder es nicht doch die kleinen unerklärlichen Vorkommnisse geben kann. Bereichert mit irischer Mythologie und Ahnenüberlieferungen wird hier auf subtile Art Spannung erzeugt, eben ein echter Isau!
Wer "Die Dunklen" von Ralf Isau gelesen hat, wird hier auch einige bekannte Figuren wieder treffen. Die Bücher sind aber in sich abgeschlossen.
Die Figuren in "Messias" sind mir sehr sympathisch, besonders der 103jährige Seamus Whelan ist bei mir gut angekommen. Es sind glaubwürdige Charaktere, die nicht ohne Fehl und Tadel sind und daher nur umso menschlicher wirken. Die Ideen des Autors fand ich passend in die Geschichte eingebunden und auch nicht zu unglaubwürdig. Hier wurde die richtige Mischung aus Fakt und Fiktion gefunden.
Im Gegensatz zu einigen anderen Vertretern des Genre Kirchen-Thriller, versteht es Ralf Isau auch sehr gut kritisch zu schreiben, ohne dabei blasphemisch zu sein.
Und wem das alles noch nicht genug ist, dem kann ich noch sagen, dass "Messias" auch überaus spannend ist. Ein Buch zum mitfiebern bis zur letzten Seite.

Fazit:
Ralf Isau gilt vollkommen zu Recht als einer von Deutschlands Top-Autoren!
28.10.2009 14:14:10
BineL

BineL

(18436 Beiträge)

Und hier ist nun mein Eindruck:

In einer irischen Kirche steigt eines Tages der Messias wieder vom Kreuz und wird wieder lebendig, was den Vatikan auf den Plan ruft.

Ist wirklich Jesus wieder auf die Erde gekommen oder handelt es sich um inszeniertes Wunder und Medienspektakel? Dies herauszufinden ist die Aufgabe von Hester McAteer, dem "Wundermacher" aus Rom. McAteer wurde nich zufällig von Rom nach "Graig" geschickt. Er ist in diesem kleinen irischen Ort aufgewachsen und stößt nicht nur auf wundersame Ereignisse sondern auch auf seine Vergangenheit.

Doch neben den Wundern werden auch einige Morde verübt und die ganze Sache entwickelt sich zu einer tödlichen Angelegenheit.

Zum einen hat mich die Thematik sehr angesprochen. Was wäre denn, wenn wirklich eines Tages der Messias wieder Mensch würde? Würden wir wirklich wieder so reagieren wie zu biblischen Zeiten die Römer und Pharisäer? Oder würden wir ihn besser verstehen und ihn mit offen Armen empfangen? Übersehen wir heute durch die schnelllebige Zeit nicht die Wunder, die uns die Welt so bietet? Oder gibt es tatsächlich keine Wunder?

Auch sprachlich finde ich den Roman von Ralf Isau sehr gelungen. Er schreibt sehr lebhaft und direkt. Es gelingt ihm Wissen mit Emotionen und Humor geschickt miteinander zu verknüpfen, ohne dass man den Eindruck bekommt, man sitze in einer theologischen Vorlesung.

Fazit:
Ein insgesamt wirklich gelunger Roman, der ein echter Page-Turner ist. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil mir Lektüre mich einerseits vom Thema her interessiert hat, die Spannung sich stetig steigerte und als Sahnehaube auch noch einen gesunden Humor hatte.

09.11.2009 15:03:40
Shirley

Shirley

(835 Beiträge)

Ich vertausch es gern gegen eins meiner Suchis.

LG
Shirl
09.11.2009 21:18:58
bookkiller

bookkiller

(7015 Beiträge)

Ich habe es auch auf meinem SuB, werde es demnächst in Angriff nehmen und würde es auch gerne gegen einen SA von mir tauschen.
10.11.2009 06:37:25
marimarkus

marimarkus

(6413 Beiträge)

ich hab das buch jetzt durch. und fand es ...gut.

hinten am einband steht ja: besser als dan brown.

konnte ich nicht bestätigen.

das buch war gut, aber irgendwie konnte ich mich nicht wirklich in den seiten verlieren, wenn ihr versteht was ich meine!

bei dan brown bin ich sofort mitten im geschehen und drin in der geschichte. das hat mir bei messias gefehlt.

trotz allem, ein spannendes buch, das ich nur empfehlen kann.

ich werde bestimmt wieder was von ralf isau lesen!
01.02.2010 14:06:01
Shila32

Shila32

(113 Beiträge)

Das hört sich ja alles gut an. Gestern habe ich mit diesem Buch angefangen. Bin gespannt. Der Anfang war nicht schlecht.
01.02.2010 14:52:15