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Dan Wells - Ich bin kein Serienkiller

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Beitrag
erstellt am
herzblatt1990

herzblatt1990

(391 Beiträge)

Ich hab das Buch jetzt auch durch und bin begeistert, auch wenn ich kein Fantasy-Fan bin, aber hier hat mir nach anfänglichem Zögern sogar die Wendung richtig gut gefallen und das Ende war unheimlich spannend.
Toller Stil, gut übersetzt (ist ja oftmals nicht der Fall) und sehr symphatische Hauptfigur.
Sollte es davon eine Fortsetzung geben, lese ich die bestimmt.
27.09.2009 12:52:00
Spatzi79

Spatzi79

(12833 Beiträge)

John ist ein Teenager - und er hat ein Monster in sich! Er glaubt, dass er die Veranlagung zum Serienkiller in sich trägt. Um zu verhindern, dass er etwas Schreckliches tut, hat er sich eine Reihe von Regeln auferlegt, um sein Monster in Schach zu halten. Natürlich gilt er als Freak, hat keine Freunde und sein Psychologe beurteilt ihn auch tatsächlich als Soziopath.

Da seine Mutter und Tante im Keller ein Bestattungsinstitut führen, ist John bestens informiert, als plötzlich tatsächlich merkwürdige Morde in der Stadt passieren. John macht es sich zur Aufgabe, herauszufinden wer der Mörder ist - und macht dabei eine wirklich überraschende Entdeckung.

Nach dieser Entdeckung nimmt das Buch eine für mich völlig überraschende Wende. Die Geschichte verlässt die "normalen" Thriller-Bahnen und geht mehr in Richtung Horror/Fantasy. Obwohl ich das normalerweise nicht mag, war der Schreibstil doch weiterhin fesselnd und ich habe das Buch bis zum Ende geradezu verschlungen!
30.09.2009 08:26:57
nette87

nette87

(6312 Beiträge)

ich habe es mir heute gekauft und habe fast die hälfte durch und bisher finde ich es sehr spannend :-)
03.10.2009 21:44:34
Mary_Poppins

Mary_Poppins

(8564 Beiträge)

Ich habe das HB von vorablesen erhalten und höre seit gestern. ;o)
04.10.2009 11:04:09
rebellyell666

rebellyell666

(25 Beiträge)

Inhalt:

Gestatten: John Wayne Cleaver, Nachwuchsserienkiller. Doch im Begriff, immer nach seinen Regeln zu arbeiten, versucht John sein Monster im Innern eingesperrt zu lassen. Schafft er das tatsächlich?

Erzähl-/Schreibstil:

Teilweise sehr naiv und alltäglich beschreibt Dan Wells seinen Protagonisten John. Man nimmt ja eigentlich an, dass er sehr intelligent ist, aber das wird so oft leider nicht dar gestellt und zur Ausarbeitung gebracht. Teilweise schreibt Wells rasant mit vielen Gedankengängen, die auf einmal zu verfolgen versucht, dann wieder sehr gemächlich und gewissenhaft. Er arbeitet die Charaktere gar nicht bis zum Schluss aus und auch die Familienverhältnisse Johns sind sehr merkwürdig und nicht nachvollziehbar - hier fehlt noch die Empathie für die Charakterentwicklung.

Meine Meinung:

Von allem zu viel, von manchem zu wenig. Am Anfang des Buches erfährt man etwas über Jeffrey Dahmer und des Son of Sam, auch andere Serienkiller kommen zur Sprache, doch Wells schafft es gar nicht, John authentisch in Verbindung mit diesen zu bringen. Mir erschienen diese Anekdoten eher langweilig aus einem Fachbuch zitiert, um sie dem Leser dreimal warm gemacht zu präsentieren. Viele Thrillerautoren bedienen sich dieser Figuren, die es tatsächlich in all ihrer Schrecklichkeit gegeben hat, um dem Leser Taten und Vorgehensweisen von Serienkillern näher zu bringen. John Katzenbach gelingt dies, Wells leider überhaupt nicht. Ich dachte, Wells hätte eine Mauer zwischen seinem Protagonisten und diesen Fakten gebaut und eben die einzelnen Fäden der Vertrickung vergessen.

Weiterhin ist mir die Geschichte um den wahren Clayton-Killer schon viel zu sehr Horror, anstatt auf der normalen Ebene (Thriller, Krimi) weiter zu schreiben, verstrickt sich Wells in blutige Märchen. Das war mir zuviel des Guten und teilweise ging mir auch da schon die Puste aus. Weiterhin ist die Familiengeschichte von John vieeeel zu schnell abgehakt worden. Achja: Vater weg. Aus. Punkt. Ende.

Die Aufmachung des Buches (übrigens sehr ansprechend, wie ich doch finde) täuscht den potentiellen Leser ungemein. Er erwartet, so tat ich es, ein Profil eines Serienkillers im heranwachsenden Stadium und erfährt dann nur Nebensächlichkeiten.

Fazit:

Potential genug da, weiß Wells es gar nicht zu nutzen und strengt sich auch nicht an. Geschichtsstunde mit dem Thema Serienkiller bringt noch kein Verständnis fürs Buch auf und die Feinheiten der Charakterbearbeitung sind noch zu erlernen. Alles in allem ein Mangelhaft.

2 von 5 möglichen Sternchen!
10.10.2009 22:22:52
sumisueffie

sumisueffie

(26 Beiträge)

Der 15-jährige John lebt mit seiner Mutter und seiner Tante, die ein Bestattungsinstitut betreiben, in einem kleinen Nest Namens Clayton County. Dass John kein gewöhnlicher Teenager ist wird einem ziemlich schnell klar. Soziale Kontakte halten sich bei John in Grenzen. Ihn interessieren schlicht und einfach keine Menschen und schon gar nicht deren rührselige Gefühle. Der einzige Freund den John hat, dient diesem auch nur als Tarnung, damit die Leute um ihn herum, ihn nicht für einen vollkommenen Freak halten. Freak deshalb, weil John´s Hobby alles andere als normal ist. John ist fasziniert von Serienmördern, von Leichen und allem was damit zusammenhängt. Deshalb hilft er auch gerne bei seiner Mutter im Bestattungsinstitut mit, was dieser aber nicht ganz geheuer ist als sie merkt welcher Art John´s Interesse ist.

Der Mörder, der seit kurzem im stillen Clayton umgeht, kommt John gerade recht. Er ist fasziniert von den Taten des Serienkillers. Doch bei der ganzen Faszination muss John immer aufpassen, dass er sein eigenes Monster im Zaun hält. Denn John ist überzeugt, dass es kein Zufall ist, dass er den Namen eines Serienkillers trägt. Zudem weiß er, dass auch in ihm ein Mörder nur darauf wartet rausgelassen zu werden.

Ich hab das Buch regelrecht verschlungen. So ist es mir schon lange nicht mehr gegangen. Zugegeben am Anfang war es etwas komischt dieses Buch aus der Sicht eines 15-jährigen zu Lesen. Doch das ist schnell verflogen, da John schon ziemlich reif für sein Alter ist. Die Erzählweise hat sich sehr flüssig lesen lassen.

So ziemlich in der Mitte hab ich gedacht, dass das Buch in den Fantasy Bereich abrutschen wird....(was nicht wirklich mein Ding ist) dem war es dann glücklicherweise doch nicht so.

Der Begriff Thriller ist vielleicht nicht wirklich treffend gewählt, trotzdem kann ich das Buch nur empfehlen!

13.10.2009 18:53:00
harakiri

harakiri

(47345 Beiträge)

Beim Lesen der Leseprobe dachte ich noch: nichts für mich und habe diese somit auch nicht bewertet.

Jetzt hat mir eine Kollegin das Buch ausgeliehen und ich muss sagen: das ist viel besser, als ich nach der LP erwartet hätte! Schon mal optisch macht das Buch was her, ist anders, auffälliger als andere. Das Buch soll aussehen wie ein Tagebuch des Schreibers und das wird durch einen etwas zerfledderten Schnitt mit schmäleren und breiteren Seiten dargestellt. Super Idee!

Das Buch würde ich jetzt eher im Bereich Horror als Thriller ansiedeln, weil die Grundidee mit dem Dämon ja eher in den Bereich der Fantasie, des Erfundenen abdriftet.

Das Buch ist alles in allem leicht und schnell zu lesen. Nach jedem Kapitel kommen erst mal drei leere Seiten und die Schrift ist auch recht groß und die Seiten nicht ganz gefüllt. Zudem sorgt eine rasante Sprache und einfache Sätze dafür, dass man sich schnell durch das Buch liest.

27.10.2009 09:24:55
bookkiller

bookkiller

(7015 Beiträge)

Ich habe es auch gerade beendet. Zum Inhalt brauche ich ja nichts mehr zu schreiben.

Kurz gesagt: Ich fand es klasse. Die Schreibweise aus der Sicht des 15jährigen war in Ordnung. Da er sehr intelligent ist, war es auch die Sprache eines fast Erwachsenen. Und diese lockere Sichtweise des Jungen in seine eigene Gedankenwelt fand ich gerade gut. Dass er so emotionslos und nüchtern seine Macken feststellt und daran arbeitet, kein Freak zu sein oder zu werden, fand ich genial. Und seine Regeln erst, nicht zum Serienkiller zu werden *ggg*

Das leichte Abdriften in den fantastischen Bereich ab der Hälfte des Buches hat mich nicht gestört, hätte aber auch nicht sein brauchen.

Dieser Protagonist hätte genauso gut mit einem *normalen* Mörder und keinem Dämonen besetzt sein können.

Und leider, leider fand ich das Ende ein wenig zu gedankenlos und einfach gestrickt. Da hätte ich mir etwas mehr erhofft. Alles in Allem aber ein aus dem Einheitsbrei herausragender Thriller.
27.10.2009 12:46:07
Nina2205

Nina2205

(393 Beiträge)

Also ich lese das Buch gerade(habs zu Weihnachten bekommen) und ich fürchte ich gehöre zu den Leute, die diese Wendung nicht gut finden.Hätte es einen Hinweis darauf gegeben, z.B. im Klappentext, hätte ich mir das Buch wohl nicht gewünscht!
Trotz allem ist es gut geschrieben, liest sich sehr flüssig und ich werds auf jeden Fall zu ende lesen!
01.01.2010 21:39:41
marimarkus

marimarkus

(6413 Beiträge)

ich hätte das buch nicht gelesen, hätte ich vorher gewusst das es von nem guten thriller auf einmal zu nem eintagsfliegen-fantasy-buch wird!

das hat mich sooo aufgeregt! das buch hat so gut angefangen, ich fand es super! und dann dachte ich, okay, jetzt werden wir in die psyche des serienkillers eingeführt und so was. aber pustekuchen!

der autor macht es sich einfach und auf einmal wird ein monster aus dem mörder, der einfach nur aus liebe andere umbringt.

sehr traurig, sehr schade. hätte mir mehr erwartet! das buch war bis zu dieser stelle einfach nur wunderbar zu lesen. selten so im fluss gewesen beim lesen durch den schreibstil wie bei diesem buch.

*immernochtraurigundwütendbin*
05.01.2010 01:48:53
Ich151

Ich151

(1755 Beiträge)

Ich hab das Buch nun auch durch und mir hat das Buch sehr gut gefallen :

"Ich bin kein Serienkiller" ist aus der Sicht eines Jungen, John, geschrieben, der bereits von frühester Kindheit mit Leichen zu tun hatte, da er schon früh in der Leichenhalle seiner Eltern mithelfen durfte und mit "normalen" menschlichen Gefühlen nicht allzuviel anfangen kann. Er ist ein Soziopath, der versucht sich ständig zu kontrollieren und sehr für Serienkiller interessiert. Nun taucht plötzlich ein Serienmörder in der Kleinstadt auf und John muss sein Gebilde aus Regeln, nach denen er lebt um niemanden zu schaden, einreissen um den Killer zu stoppen. Mehr möchte ich hier nicht verraten und hoffe, dass das nicht schon zuviel war.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen, besonders da es hier keine klaren gut/böse-Grenze gab. Der "Held" des Buches ist jemand, vor dem man durchaus Angst haben könnte und der Killer handelt, auch wenn er natürlich falsch handelt, aus menschlichen und verständlichen Gründen. So verschwimmt die Grenze.

Zudem ist das Buch einfach, leicht verständlich geschrieben, man hat es deshalb und weil es wirklich sehr spannend ist, innerhalb kürzester Zeit gelesen.

Das Buch ist also nicht besonders anspruchsvoll aber wer kurzweilige, spannende Unterhaltung sucht und nicht allzu zart besaitet ist, sollte dieses Buch lesen.
18.01.2010 12:46:06
silkedb

silkedb

(17071 Beiträge)

Ich habe das Hörbuch gehört. Der Sprecher ist wirklich sehr beeindruckend!
Dafür gibt es 4/5 Punkten.

Killer vs. Killer

Inhalt:
John ist 15 Jahre alt und lebt bei seiner Mutter. Die Eltern haben sich vor einigen Jahren getrennt, die ältere Schwester ist bereits ausgezogen.
John ist nicht wie andere Jungen, er hat ein "Monster" in sich und kämpft täglich damit es nicht heraus zu lassen. Die Diagnose seines Psychiaters lautet auf Soziopathie. John kann keine emotionale Bindung zu anderen Menschen aufbauen, für ihn sind Menschen wenig mehr als Dinge. Für John steht die wirkliche Diagnose schon lange fest, er ist ein potenzieller Serienkiller und es liegt an ihm allein, ob er das Monster heraus lässt. Um seinen Alltag zu bewältigen, stellt er sich selber strenge Regeln auf, doch das Gerüst bröckelt immer mehr, als ein Mörder im Clayton County umgeht. John entdeckt zufällig wer hinter den Morden steckt und macht es sich selber zur Aufgabe, den Täter daran zu hindern weitere Morde zu begehen. Doch dazu muss er seine Regeln lockern und das Monster rüttelt bereits an den Gittern seines Käfigs ...

Meine Meinung:
Das Hörbuch zu "Ich bin kein Serienkiller" hat mir gut gefallen. Der Sprecher Stefan Kaminski liefert hier wieder mal eine ganz hervorragende Arbeit ab, die es leicht macht dem Text zu folgen.
Da die Geschichte aus der Perspektive von John erzählt wird, lebt das Buch besonders von der Beschreibung seiner Gedanken und Sichtweisen. John ist nicht empfindungslos, auch wenn er keine emotionale Bindung zu anderen Menschen herstellen kann, und so lässt er uns auch an seiner Gefühlswelt teilhaben. Innerlich ist er zerrissen zwischen seinem Wunsch ein guter Mensch zu sein und dem Trieb, dem Monster in sich nachzugeben. Man hat beim hören nicht den Eindruck, dass es sich bei John um einen schlechten Menschen handelt auch wenn er zu wirklich schlechtem fähig ist. Sicherlich soll dieses Buch kein Plädoyer für die Akzeptanz von Serienkillern sein, doch es wird klar, dass John einem eigentlich nur leid tun kann und unter einer schlimmen Krankheit leidet. Er macht es sich selbst nicht einfach und das ist es, was ihn trotz seiner Gelüste und bösen Gedanken zu einem Sympathieträger macht.
Dan Wells hat es sehr gut geschafft die Balance zu halten zwischen dem Jungen, der schon genug Probleme durch Familie und Pubertät hat und dem Jungen, der sich selber als zukünftigen Serienkiller sieht, wenn er es nicht zu verhindern weiß.
Was mir nicht ganz so gut gefallen hat, sind die Episoden über den Clayton Killer. Das war mir etwas zu abgehoben und auch Johns "Endlösung", bzw. der Weg dorthin hat mir nicht ganz so gut gefallen. Mehr möchte ich von der Geschichte hier auch nicht verraten.
Der Autor Dan Wells hat auf jeden Fall bewiesen, dass er ein kreativer Schreiber ist, der nicht dem mainstream folgt und neue Wege wagt. Sicherlich kann man da für die Zukunft noch einiges erwarten.

Fazit:
Ein wirklich ungewöhnlicher Thriller, der sich dem Konflikt zwischen Trieb und freiem Willen stellt.
23.03.2010 14:18:14
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