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Die besten zehn Sekunden meines Lebens - Schmelzer
Beitrag
erstellt am
(24338 Beiträge)
Gute Unterhaltung
Chris Mackenbrock ist 16 und dick. Mittlerweile hat er sich damit abgefunden und steht dazu, reißt selbst Witze über sich, um den anderen zuvorzukommen. Das geht so lange gut, bis er sich in Kathleen verliebt. Nun ist ihm sein Körper im Weg. Er erinnert sich, wie er zehn Monate zuvor, am 12. März 1983, durch ein einfaches "Nö" die Chance ausgeschlagen hat, sein Gewicht zu verringern. Damals hatte ihm ein Schulkamerad angeboten, jeden Morgen mit ihm zu laufen. Seine unerwiderte Liebe zu Kathleen und die Erinnerung an die vertane Chance ziehen sich wie ein roter Faden durch das Buch. Nebenbei schlittert Chris in alle möglichen unmöglichen Situationen bei der katholischen Landjugend, bei den Grünen oder bei den Atomkraftgegnern in Wackersdorf, um Kathleen zu beeindrucken. Nach einem Nervenzusammenbruch kurz vor seinem 40. Geburtstag wird er 23 Jahre zurückkatapultiert. Er wacht am 12. März 1983 als wieder 16-Jähriger auf. Schnell wird ihm klar, dass das seine einzige Möglichkeit ist, sein Leben von Grund auf anders zu gestalten und vor allem Kathleen für sich zu gewinnen. Als Mark ihn dieses Mal fragt, ob er mit ihm laufen möchte, stimmt er zu und ist froh, diese zehn Sekunden dieses Mal richtig genutzt zu haben. Doch es kommt dann natürlich ganz anders, als Chris denkt.
Das Buch war sehr locker und flott zu lesen, recht gute Unterhaltung. Da steckt viel trockener Humor und Selbstironie drin. Es fällt mir leicht, mich in Chris, der hier als Ich-Erzähler berichtet, hineinzudenken, was sicherlich auch daran liegt, dass ich etwa im gleichen Alter wie Chris bin und mich gerne an die 80er Jahre erinnere. Es hat mir gut gefallen, dass auch in Chris' zweitem Leben nicht alles reibungslos klappt. Es ist halt einfach nicht so, dass das ganze Leben nur von einer einzigen Entscheidung abhängt. Der Lebensweg gabelt sich immer wieder und es liegt an jedem Einzelnen, für welche Richtung er sich entscheidet. Auch später kann man alles noch herumreißen. Den Schluss fand ich dann auch sehr überraschend, was mich umso mehr gefreut hat.
Chris Mackenbrock ist 16 und dick. Mittlerweile hat er sich damit abgefunden und steht dazu, reißt selbst Witze über sich, um den anderen zuvorzukommen. Das geht so lange gut, bis er sich in Kathleen verliebt. Nun ist ihm sein Körper im Weg. Er erinnert sich, wie er zehn Monate zuvor, am 12. März 1983, durch ein einfaches "Nö" die Chance ausgeschlagen hat, sein Gewicht zu verringern. Damals hatte ihm ein Schulkamerad angeboten, jeden Morgen mit ihm zu laufen. Seine unerwiderte Liebe zu Kathleen und die Erinnerung an die vertane Chance ziehen sich wie ein roter Faden durch das Buch. Nebenbei schlittert Chris in alle möglichen unmöglichen Situationen bei der katholischen Landjugend, bei den Grünen oder bei den Atomkraftgegnern in Wackersdorf, um Kathleen zu beeindrucken. Nach einem Nervenzusammenbruch kurz vor seinem 40. Geburtstag wird er 23 Jahre zurückkatapultiert. Er wacht am 12. März 1983 als wieder 16-Jähriger auf. Schnell wird ihm klar, dass das seine einzige Möglichkeit ist, sein Leben von Grund auf anders zu gestalten und vor allem Kathleen für sich zu gewinnen. Als Mark ihn dieses Mal fragt, ob er mit ihm laufen möchte, stimmt er zu und ist froh, diese zehn Sekunden dieses Mal richtig genutzt zu haben. Doch es kommt dann natürlich ganz anders, als Chris denkt.
Das Buch war sehr locker und flott zu lesen, recht gute Unterhaltung. Da steckt viel trockener Humor und Selbstironie drin. Es fällt mir leicht, mich in Chris, der hier als Ich-Erzähler berichtet, hineinzudenken, was sicherlich auch daran liegt, dass ich etwa im gleichen Alter wie Chris bin und mich gerne an die 80er Jahre erinnere. Es hat mir gut gefallen, dass auch in Chris' zweitem Leben nicht alles reibungslos klappt. Es ist halt einfach nicht so, dass das ganze Leben nur von einer einzigen Entscheidung abhängt. Der Lebensweg gabelt sich immer wieder und es liegt an jedem Einzelnen, für welche Richtung er sich entscheidet. Auch später kann man alles noch herumreißen. Den Schluss fand ich dann auch sehr überraschend, was mich umso mehr gefreut hat.
30.09.2009 08:03:17
(25513 Beiträge)
ah, danke für die Reezension. Ich hatte das Buch gestern unschlüssig in der Hand und wusste nicht, ob das was für mich sein könnte. Nun klingt es aber so gut, dass ich es wohl lesen muss :-)
30.09.2009 09:24:55
(18123 Beiträge)
In dem Roman geht es um Chris Mackenbrock, knapp 40 Jahre alt, der seit der Teenagerzeit einer verpassten Gelegenheit nachtrauert, von der er meint, dass es die besten zehn Sekunden seines Lebens gewesen wären, wenn er sie angenommen hätte.
Chris ist übergewichtig und wird von Mark 1983 gefragt, ob dieser nicht in Zukunft mit ihm zur Schule joggen möchte. Chris sagt "nö" und das verfolgt ihn eben bis zum Rest des Lebens. Er meint, wenn er es getan hätte, hätte er seine Traumfrau Kathleen für sich gewinnen können, er hätte nicht mit "Ersatzfrau" Bea vorlieb nehmen müssen und auch seine Karriere wäre komplett anders verlaufen.
Dieses "Warum habe ich nicht JA gesagt" zieht sich durch den ganzen ersten Teil des Buches.
Chris bekommt aber kurz vor seinem 40. Geburtstag die Chance sein Leben komplett zu drehen und evtl. vermurkste Gelegenheiten neu anzugehen...
Da man leider nicht wirklich noch mehr zu dem 2. Teil schreiben kann ohne die Überraschung zu nehmen, kommt hier schon mein
Fazit:
Roger Schmelzer ist mit Die zehn besten Sekunden meines Lebens ein kurzweiliges Buch gelungen. Es lässt sich schnell und flüssig lesen, der Stil ist klar und einfach.
Mir persönlich war das Gejammer nach Kathleen und die ständige Frage nach dem "Warum habe ich dieses und jenes nicht anders gemacht?" eindeutig zu viel, dennoch gab es einige Stellen zum Schmunzeln.
Der zweite Teil des Buches kam überraschend und hat dann auf den letzten Seiten noch ein wenig Schwung in die Geschichte gebracht.
Alles in allem kann man es gelesen haben, muss es aber nicht unbedingt.
Chris ist übergewichtig und wird von Mark 1983 gefragt, ob dieser nicht in Zukunft mit ihm zur Schule joggen möchte. Chris sagt "nö" und das verfolgt ihn eben bis zum Rest des Lebens. Er meint, wenn er es getan hätte, hätte er seine Traumfrau Kathleen für sich gewinnen können, er hätte nicht mit "Ersatzfrau" Bea vorlieb nehmen müssen und auch seine Karriere wäre komplett anders verlaufen.
Dieses "Warum habe ich nicht JA gesagt" zieht sich durch den ganzen ersten Teil des Buches.
Chris bekommt aber kurz vor seinem 40. Geburtstag die Chance sein Leben komplett zu drehen und evtl. vermurkste Gelegenheiten neu anzugehen...
Da man leider nicht wirklich noch mehr zu dem 2. Teil schreiben kann ohne die Überraschung zu nehmen, kommt hier schon mein
Fazit:
Roger Schmelzer ist mit Die zehn besten Sekunden meines Lebens ein kurzweiliges Buch gelungen. Es lässt sich schnell und flüssig lesen, der Stil ist klar und einfach.
Mir persönlich war das Gejammer nach Kathleen und die ständige Frage nach dem "Warum habe ich dieses und jenes nicht anders gemacht?" eindeutig zu viel, dennoch gab es einige Stellen zum Schmunzeln.
Der zweite Teil des Buches kam überraschend und hat dann auf den letzten Seiten noch ein wenig Schwung in die Geschichte gebracht.
Alles in allem kann man es gelesen haben, muss es aber nicht unbedingt.
01.10.2009 19:21:54
(5558 Beiträge)
Schicksal!? aktualisiert
3
Chris Mackenbrock ist der Protagonist des Buches "Die besten zehn Sekunden meines Lebens" von Roger Schmelzer. Chris ist ein Teenager mit Übergewicht, der bei Mädchen nicht so viel Glück hat. Eines Tages wird er vom beliebtesten Jungen der Klasse gefragt, ob er morgens vor der Schule mit ihm joggen möchte. Seine Antwort lautet allerdings "Nö". Ungefähr 25 Jahre lang verfolgt Chris dieses Gespräch. Wäre sein Leben womöglich anders verlaufen, wenn er damals mit joggen gegangen wäre? Besser? All dies Fragt er sich immer und immer wieder..bis er schließlich die Chance bekommt alles anders zu machen....(Um die Spannung nicht zu nehmen, gehe ich hier nicht auf das letzte drittel des Buches ein)
Der Schreibstil von Roger Schmelzer passt sehr gut zu diesem Buch, es lies sich gut und schnell lesen. Positiv aufgefallen ist mir, dass ich mich sofort wieder in die 80er und 90er Jahre zurückversetzt gefüllt habe! Die ersten zwei drittel dieses Buches hätte ich auch glatt mit 4 Sternen bewertet, nur leider gefiel mir der letzte Teil nicht. Da wurde mir die Geschichte zu unrealistisch! Allerdings fand ich dann wiederum den Schluss sehr gut! Darauf wäre ich nie gekommen....
3 von 5 Sternen!
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Chris Mackenbrock ist der Protagonist des Buches "Die besten zehn Sekunden meines Lebens" von Roger Schmelzer. Chris ist ein Teenager mit Übergewicht, der bei Mädchen nicht so viel Glück hat. Eines Tages wird er vom beliebtesten Jungen der Klasse gefragt, ob er morgens vor der Schule mit ihm joggen möchte. Seine Antwort lautet allerdings "Nö". Ungefähr 25 Jahre lang verfolgt Chris dieses Gespräch. Wäre sein Leben womöglich anders verlaufen, wenn er damals mit joggen gegangen wäre? Besser? All dies Fragt er sich immer und immer wieder..bis er schließlich die Chance bekommt alles anders zu machen....(Um die Spannung nicht zu nehmen, gehe ich hier nicht auf das letzte drittel des Buches ein)
Der Schreibstil von Roger Schmelzer passt sehr gut zu diesem Buch, es lies sich gut und schnell lesen. Positiv aufgefallen ist mir, dass ich mich sofort wieder in die 80er und 90er Jahre zurückversetzt gefüllt habe! Die ersten zwei drittel dieses Buches hätte ich auch glatt mit 4 Sternen bewertet, nur leider gefiel mir der letzte Teil nicht. Da wurde mir die Geschichte zu unrealistisch! Allerdings fand ich dann wiederum den Schluss sehr gut! Darauf wäre ich nie gekommen....
3 von 5 Sternen!
03.10.2009 18:34:04
(1309 Beiträge)
Dieses Buch wurde als grandios lustig angekündigt und ich habe nicht einmal gelacht. Chris Mackenbrock, ein dicker Teenager meint die Chance seines Lebens zu verpassen, als er das Angebot, morgens mit einem Klassenkameraden zur Schule zu joggen, ausschlägt. Statt dessen stopft er weiter jede Menge Essen in sich hinein, lernt seine Traumfrau kennen, kommt nicht mir ihr zusammen usw. Die Jugendjahre waren ja noch ganz lesbar, aber als Chris dann erwachsen wird und versucht, sich als Comedy Autor zu etablieren, wird die Story gähnend langweilig. Dann bekommt er die Chance, sein Leben ab dem 16. Lebensjahr noch einmal zu leben. Da ich die meisten Vorkommnisse ja schon aus dem 1. Buchteil kannte, habe ich nur noch quer gelesen.
Die Sprache ist sehr simpel, der Jammerton von Chris sehr nervig und die Story über weite Strecken auch noch sehr langweilig. Schade um die Zeit!
Die Sprache ist sehr simpel, der Jammerton von Chris sehr nervig und die Story über weite Strecken auch noch sehr langweilig. Schade um die Zeit!
16.01.2010 12:39:38

