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Die Lebküchnerin - Sybille Schrödter
Beitrag
erstellt am
(1999 Beiträge)
Ich durfte diesem schönen historischen Schmöker schon "vorablesen" und hier ist meine Rezi:
Benedicta, unfreiwillig ins Kloster geschickt, freundet sich dort mit der Köchin Agnes an. Zusammen fliehen die beiden aus dem Kloster um in Nürnberg ein neues Leben zu beginnen.
Mir hat dieser historische Roman sehr gut gefallen. Er ist spannend und kurzweilig geschrieben, es gibt kaum eine Atempause in Benedictas Leben. Liebe, Intrigen, Eifersucht und Mord bestimmen das flotte Tempo des Romans. Aber: Wer bei historischen Romanen großen Wert auf einen "korrekten" historischen Hintergrund legt, ist hier nicht richtig aufgehoben. Dieses Buch will unterhalten und das tut es hervorragend! Ein toller Schmöker für regnerische Herbsttage.
Nicht so gut gewählt finde ich Titel und Covergestaltung des Buches. Es reiht sich nahtlos in die Reihe der "Die ...in" - Bücher ein und sticht nicht genügend aus der Masse der historischen Romane heraus. Ob ich das Buch anhand des Titels bzw. Covers gekauft hätte, weiß ich nicht. Mir wäre dann allerdings ein großer Lesegenuß entgangen!
Benedicta, unfreiwillig ins Kloster geschickt, freundet sich dort mit der Köchin Agnes an. Zusammen fliehen die beiden aus dem Kloster um in Nürnberg ein neues Leben zu beginnen.
Mir hat dieser historische Roman sehr gut gefallen. Er ist spannend und kurzweilig geschrieben, es gibt kaum eine Atempause in Benedictas Leben. Liebe, Intrigen, Eifersucht und Mord bestimmen das flotte Tempo des Romans. Aber: Wer bei historischen Romanen großen Wert auf einen "korrekten" historischen Hintergrund legt, ist hier nicht richtig aufgehoben. Dieses Buch will unterhalten und das tut es hervorragend! Ein toller Schmöker für regnerische Herbsttage.
Nicht so gut gewählt finde ich Titel und Covergestaltung des Buches. Es reiht sich nahtlos in die Reihe der "Die ...in" - Bücher ein und sticht nicht genügend aus der Masse der historischen Romane heraus. Ob ich das Buch anhand des Titels bzw. Covers gekauft hätte, weiß ich nicht. Mir wäre dann allerdings ein großer Lesegenuß entgangen!
14.10.2009 15:07:30
(1999 Beiträge)
Wenn´s spannend ist, lese ich auch die Pizzabäckerin ;o)
Wie gesagt, ich finde den Titel auch nicht prickenlnd. Aber das Buch hat mich einfach richtig gut unterhalten, und manchmal will ich auch gar nicht mehr.
Wie gesagt, ich finde den Titel auch nicht prickenlnd. Aber das Buch hat mich einfach richtig gut unterhalten, und manchmal will ich auch gar nicht mehr.
15.10.2009 11:31:50
(243 Beiträge)
ich habs auch schon bekommen;-)und werd heute anfangen bin mal gespannt eigentlich hab ich ja auch kein grosses Verlangen nach "innen"...
15.10.2009 14:38:53
(29858 Beiträge)
Ich lese gerne mal historische Schicksalsromane, wenn sie spaned sin. Vielleicht gibt rd hier ja noch mehr Meinungen.
22.10.2009 18:43:04
(11139 Beiträge)
Das Buch habe ich auch von vorab bekommen und werde es am WE anfangen. Freu mich schon darauf.
22.10.2009 20:19:21
(170 Beiträge)
Freue mich auch total, dass ich dieses Buch vorab-lesen durfte und hier mein Urteil:
Die junge Benedicta wurde gegen ihren Willen von ihrer Stiefmutter ins KLoster gebracht. Doch dort kann sie sich mit demn Regeln und Verzichten nicht anfreunden und als sie dann auch noch ihr Herz an einen hübschen Fechter verliert, folgt eine Sünde der anderen... Als eine andere Nonne dann auch noch Zeugin eines Kusses wird, ist das Unheil perfekt: Aber Benedicta und ihr Geliebter bekommen von unerwarteter Seite Hilfe und können fliehen...allerdings kommen sie nicht weit. Zum Glück kam Benedictas beste Freundin, die Köchin Agnes, noch hinterher und nachdem der Geliebter niedergestreckt wurde, schaffen es die beiden Frauen, in Nürnberg Zuflucht zu finden. Dort lebt nämlich wiederum der Geliebte von Agnes, ein junger Bäcker, wo die beiden zunächst unterkommen.
Jedoch lebt Benedicta in der ständigen Angst, vom Provinzial gefunden und hart für ihre Sünden und ihre Flucht bestraft zu werden.. Und wird sie ihren Geliebten jemals wiedersehen? Was ist, wenn er gar nicht mehr lebt..
Also ich fand das Buch wunderbar, es bleibt bis zum Ende spannend, immer wieder kommen unerwartete Wendungen und man hofft und bangt so richtig mit mit der Frau, die so unglaubliche Lebkuchen backen kann. Sie hat eine ganz tolle Persönlichkeit und hat einem das Leben in der damaligen Zeit näher und spannender gemacht.
Da ich auch schon das Buch "Das Marzipanmädchen", das einen recht ähnlichen Stil hat, super toll fand, so liebte ich auch dieses Buch und es hätte gern noch ein paar 100 Seiten dicker sein können ;)
Also, für alle, die historische Romane auch gern lesen und dadurch aus diesen Zeit etwas erfahren möchten, ist dieses Buch auf jeden Fall nicht zu verschmähen !!
Die junge Benedicta wurde gegen ihren Willen von ihrer Stiefmutter ins KLoster gebracht. Doch dort kann sie sich mit demn Regeln und Verzichten nicht anfreunden und als sie dann auch noch ihr Herz an einen hübschen Fechter verliert, folgt eine Sünde der anderen... Als eine andere Nonne dann auch noch Zeugin eines Kusses wird, ist das Unheil perfekt: Aber Benedicta und ihr Geliebter bekommen von unerwarteter Seite Hilfe und können fliehen...allerdings kommen sie nicht weit. Zum Glück kam Benedictas beste Freundin, die Köchin Agnes, noch hinterher und nachdem der Geliebter niedergestreckt wurde, schaffen es die beiden Frauen, in Nürnberg Zuflucht zu finden. Dort lebt nämlich wiederum der Geliebte von Agnes, ein junger Bäcker, wo die beiden zunächst unterkommen.
Jedoch lebt Benedicta in der ständigen Angst, vom Provinzial gefunden und hart für ihre Sünden und ihre Flucht bestraft zu werden.. Und wird sie ihren Geliebten jemals wiedersehen? Was ist, wenn er gar nicht mehr lebt..
Also ich fand das Buch wunderbar, es bleibt bis zum Ende spannend, immer wieder kommen unerwartete Wendungen und man hofft und bangt so richtig mit mit der Frau, die so unglaubliche Lebkuchen backen kann. Sie hat eine ganz tolle Persönlichkeit und hat einem das Leben in der damaligen Zeit näher und spannender gemacht.
Da ich auch schon das Buch "Das Marzipanmädchen", das einen recht ähnlichen Stil hat, super toll fand, so liebte ich auch dieses Buch und es hätte gern noch ein paar 100 Seiten dicker sein können ;)
Also, für alle, die historische Romane auch gern lesen und dadurch aus diesen Zeit etwas erfahren möchten, ist dieses Buch auf jeden Fall nicht zu verschmähen !!
23.10.2009 16:43:18
(11139 Beiträge)
So, ausgelesen:
Benedicta, ein Mädchen aus gutem und reichen Hause wird nach dem Tod ihres Vaters von ihrer Stiefmutter in ein Kloster abgeschoben. Hier lernt sie die Köchin Agnes kennen mit der sie aus dem Kloster nach Nürnberg flieht. Durch viel probieren hat Benedicta ein sehr gutes Rezept für Lebkuchen erfunden, welchen vielen Leuten mundet. Nach der Flucht aus dem Kloster setzt ihre Stiefmutter alles dran um Benedicta zu finden und aus habgier schreckt diese auch nicht vor Mord zurück. Benedicta macht sehr viele Schicksalsschläge durch, bis es doch ein Happy End gibt.
Mit viel Liebe zum Detail wurde hier ein wunderschöner historischer Roman geschrieben. Ich konnte mich gut in das Mädchen Benedicta hineinversetzen. Ich hoffe sehr, dass es tatsächlich noch eine Fortsetzung gibt.
Benedicta, ein Mädchen aus gutem und reichen Hause wird nach dem Tod ihres Vaters von ihrer Stiefmutter in ein Kloster abgeschoben. Hier lernt sie die Köchin Agnes kennen mit der sie aus dem Kloster nach Nürnberg flieht. Durch viel probieren hat Benedicta ein sehr gutes Rezept für Lebkuchen erfunden, welchen vielen Leuten mundet. Nach der Flucht aus dem Kloster setzt ihre Stiefmutter alles dran um Benedicta zu finden und aus habgier schreckt diese auch nicht vor Mord zurück. Benedicta macht sehr viele Schicksalsschläge durch, bis es doch ein Happy End gibt.
Mit viel Liebe zum Detail wurde hier ein wunderschöner historischer Roman geschrieben. Ich konnte mich gut in das Mädchen Benedicta hineinversetzen. Ich hoffe sehr, dass es tatsächlich noch eine Fortsetzung gibt.
28.10.2009 19:31:36
(25 Beiträge)
Inhalt:
Benedicta von Altmühl wird als Jugendliche von ihrer Stiefmutter ins Kloster geschickt - angeblich auf ausdrücklichen Wunsch ihres verstorbenen Vaters, der Tuchhändler war. Das Geschäft geht somit auf den Sohn ihrer Stiefmutter über. Doch im Kloster wird Benedicta nicht glücklich. Sie möchte raus und die Welt erleben. In der Fastenzeit plant sie dann eine Abwechslung: Sie möchte die Lebkuchen backen...
Erzähl-/Schreibstil:
Die Worte sind klar formuliert bzw. das Schriftbild ist rasant und ohne Schnörkel. Schrödter bringt Dinge auf den Punkt, verstrickt sich aber auch sehr in die Irrungen und Wirrungen des Mittelalters. Mittlerweile sind das keine Marktlücken mehr: Schöne Frauen, verschleppt oder vergewaltigt, warten nur auf die große Liebe, um erlöst zu werden. Doch Schrödter bringt die Dinge schneller zu Ende und nervt den Leser nicht mit umständlichen politischen Aktionen.
Meine Meinung:
Ein mittelalticher Roman mit allem Drum und Dran: Herzschmerz, die große Liebe, Tod, Mord und ein Happy End (?). Eine schöne Liebesszene jagte die andere und manchmal musste ich doch an mich halten, da es etwas übertrieben dar gestellt war. Doch auch die Irrungen stellt Schrödter schon heraus und man konnte bis zu den letzten Seiten mitfiebern und den Atem anhalten.
Was mir persönlich so gar nicht gefiel, war die Ausarbeitung der Charaktere. Alle irgendwie zu glatt, einen Bösewicht musste es ja auch geben, diesmal in Form eines Bäckers anstatt eines fiesen Ritters, der hochranging betitelt ist. Hier ist schön herauskristallisiert worden, wie die damaligen Zünfte geordnet waren. Wer durfte welche Gewürze und Zutaten gebrauchen und wer nicht? Einen raschen Eindruck bekam man auch in die eigentliche Geschichte: Die Herstellung der süßen Lebkuchen, die hier von Benedicta nach eigens ausgedachten Rezept gebacken werden. Manchmal verzehrte es mich nach den süßen Naschereien, doch manchmal rückten diese auch (sehr gut, dadurch entstand nicht der Eindruck eines Kochbuches) in den Hintergrund.
Fazit:
Eine fast runde Sache. Mir fehlten die hautnahen Charaktere und noch ein bisschen mehr Klarheit anstatt noch eine Verwirrung für den Leser. Ansonsten ein sehr leichter Schreibstil, so dass man schnell lesen und behalten konnte.
4 von 5 Sternen
Benedicta von Altmühl wird als Jugendliche von ihrer Stiefmutter ins Kloster geschickt - angeblich auf ausdrücklichen Wunsch ihres verstorbenen Vaters, der Tuchhändler war. Das Geschäft geht somit auf den Sohn ihrer Stiefmutter über. Doch im Kloster wird Benedicta nicht glücklich. Sie möchte raus und die Welt erleben. In der Fastenzeit plant sie dann eine Abwechslung: Sie möchte die Lebkuchen backen...
Erzähl-/Schreibstil:
Die Worte sind klar formuliert bzw. das Schriftbild ist rasant und ohne Schnörkel. Schrödter bringt Dinge auf den Punkt, verstrickt sich aber auch sehr in die Irrungen und Wirrungen des Mittelalters. Mittlerweile sind das keine Marktlücken mehr: Schöne Frauen, verschleppt oder vergewaltigt, warten nur auf die große Liebe, um erlöst zu werden. Doch Schrödter bringt die Dinge schneller zu Ende und nervt den Leser nicht mit umständlichen politischen Aktionen.
Meine Meinung:
Ein mittelalticher Roman mit allem Drum und Dran: Herzschmerz, die große Liebe, Tod, Mord und ein Happy End (?). Eine schöne Liebesszene jagte die andere und manchmal musste ich doch an mich halten, da es etwas übertrieben dar gestellt war. Doch auch die Irrungen stellt Schrödter schon heraus und man konnte bis zu den letzten Seiten mitfiebern und den Atem anhalten.
Was mir persönlich so gar nicht gefiel, war die Ausarbeitung der Charaktere. Alle irgendwie zu glatt, einen Bösewicht musste es ja auch geben, diesmal in Form eines Bäckers anstatt eines fiesen Ritters, der hochranging betitelt ist. Hier ist schön herauskristallisiert worden, wie die damaligen Zünfte geordnet waren. Wer durfte welche Gewürze und Zutaten gebrauchen und wer nicht? Einen raschen Eindruck bekam man auch in die eigentliche Geschichte: Die Herstellung der süßen Lebkuchen, die hier von Benedicta nach eigens ausgedachten Rezept gebacken werden. Manchmal verzehrte es mich nach den süßen Naschereien, doch manchmal rückten diese auch (sehr gut, dadurch entstand nicht der Eindruck eines Kochbuches) in den Hintergrund.
Fazit:
Eine fast runde Sache. Mir fehlten die hautnahen Charaktere und noch ein bisschen mehr Klarheit anstatt noch eine Verwirrung für den Leser. Ansonsten ein sehr leichter Schreibstil, so dass man schnell lesen und behalten konnte.
4 von 5 Sternen
05.11.2009 12:59:51
(47345 Beiträge)
Geschichte wird lebendig
im Buch der Lebküchnerin.
Benedikta wird von ihrer Stiefmutter gegen ihren Willen ins Kloster gesteckt. Durch Experimentieren und Können erfindet sie die berühmten Benediktenlebkuchen
So oder so ähnlich könnte es sich damals zugetragen haben. Spannend erzählt die Autorin vom Leben der Benedikta. Viel Leid geschieht ihr, aber sie fällt immer wieder auf die Füße.
Schön beschrieben fand ich auch die alte Stadt Nürnberg und die z.T. bösen Bräuche und Sitten die in der damaligen Zeit herrschten.
im Buch der Lebküchnerin.
Benedikta wird von ihrer Stiefmutter gegen ihren Willen ins Kloster gesteckt. Durch Experimentieren und Können erfindet sie die berühmten Benediktenlebkuchen
So oder so ähnlich könnte es sich damals zugetragen haben. Spannend erzählt die Autorin vom Leben der Benedikta. Viel Leid geschieht ihr, aber sie fällt immer wieder auf die Füße.
Schön beschrieben fand ich auch die alte Stadt Nürnberg und die z.T. bösen Bräuche und Sitten die in der damaligen Zeit herrschten.
09.11.2009 17:39:32
(18436 Beiträge)
Benedicta wurde von ihrer Stiefmutter Adelheit in das Kloster Engelthal gebracht, nachdem ihr Vater gestorben war. Im Kloster entdeckt sie die Liebe zum Lebkuchen-Backen und entwickelt dabei ihr eigenes Rezept, das sie wohlweislich geheim hält.
Als sie von Walburga gesehen wurde, wie sie den Neffen Julian der Priorin küsst, muss sie mit dem jungen Mann aus dem Kloster flüchten. So landet sie im Bäckershaus in Nürnberg, wo sie wieder Lebkuchen backen darf.
Im Großen und Ganzen eine runde Geschichte mit einem Happy Ending. Sie darf zum Schluss weiterhin ihre Lebkuchen backen und zudem noch den Mann heiraten, den sie wirklich liebt. Der Roman liest sich sehr gut, da auch die Sprache zwar klar, aber doch etwas altertümlich ist, was aber ganz gut in die Zeit des Mittelalters passt. Außerdem fehlt auch die Spannung im Buch nicht, da man eigentlich bis zum Schluss nicht weiß, wie das Ganze mit Benedicta enden wird.
Fazit:
Wenn man man beim Lesen der "Lebküchnerin" noch Lebkuchen naschend und heißen Tee schlürfend in die Wolldecke gekuschelt auf der Couch sitzt, dann ist die Atmosphäre perfekt. Ich habe das Buch mit Freude gelesen und würde es jedem als Weihnachtslektüre empfehlen.
Als sie von Walburga gesehen wurde, wie sie den Neffen Julian der Priorin küsst, muss sie mit dem jungen Mann aus dem Kloster flüchten. So landet sie im Bäckershaus in Nürnberg, wo sie wieder Lebkuchen backen darf.
Im Großen und Ganzen eine runde Geschichte mit einem Happy Ending. Sie darf zum Schluss weiterhin ihre Lebkuchen backen und zudem noch den Mann heiraten, den sie wirklich liebt. Der Roman liest sich sehr gut, da auch die Sprache zwar klar, aber doch etwas altertümlich ist, was aber ganz gut in die Zeit des Mittelalters passt. Außerdem fehlt auch die Spannung im Buch nicht, da man eigentlich bis zum Schluss nicht weiß, wie das Ganze mit Benedicta enden wird.
Fazit:
Wenn man man beim Lesen der "Lebküchnerin" noch Lebkuchen naschend und heißen Tee schlürfend in die Wolldecke gekuschelt auf der Couch sitzt, dann ist die Atmosphäre perfekt. Ich habe das Buch mit Freude gelesen und würde es jedem als Weihnachtslektüre empfehlen.
26.11.2009 16:25:11
(17071 Beiträge)
Ich habe dieses Buch nun auch gelesen.
Ich vergebe 3 von 5 Sternen.
Verführerische Fastenspeise
Inhalt:
Die junge Benedicta von Altmühl, wird nach dem Tod ihres Vaters von ihrer Stiefmutter in das berühmte Kloster Engelthal gebracht. Hier soll sie den Rest ihres Lebens verbringen. Jahre später hat Benedicta ihre Gelübde abgelegt, doch wohl fühlt sie sich im Kloster nicht. Sie kann nicht glauben, dass ihr Vater ein solches Leben für sie vorgesehen hat. Freude empfindet sie nur, wenn sie Zeit in der Küche bei ihrer Freundin Agnes verbringen kann. Doch das sieht Priorin Leonore gar nicht gerne und bestraft sie mit stundenlangem beten. Heimliche Zuneigung empfindet Benedicta für den Fechtmeister Julian von Ehrenreit, den Neffen der Priorin. Doch als Braut Christi darf sie ihren Gefühlen nicht nachgeben. Als nun die Fastenzeit ansteht und im Mönchskloster, das üblicherweise die Fastenspeise zubereitet, alle Bäcker erkranken, erhält das Kloster Engelthal die Aufgabe, die Lebkuchen herzustellen. Doch es gibt kein Rezept und die von einer Schwester gebackenen Lebkuchen sind ungenießbar. Benedicta sieht ihre große Chance gekommen und bäckt heimlich mit Agnes schmackhafte Lebkuchen nach einem eigenen Rezept. Doch dies ist der Auftakt zu einer Reihe von Katastrophen und als schließlich auch noch Benedicta und Julian der Unzucht bezichtigt werden, muss Benedicta aus dem Kloster fliehen ...
Meine Meinung:
"Die Lebküchnerin" widmet sich mit einer fiktiven Geschichte der Entstehung der berühmten Nürnberger Lebkuchen. Benedicta und Agnes erfinden aus der Not heraus keine anderen Zutaten verwenden zu können und durch ausprobieren und Zufälle ein schmackhaftes Lebkuchenrezept, wie es sich auch durchaus ähnlich in echt zugetragen haben könnte.
Dieser Grundgedanke hat mir gut gefallen. Die persönliche Geschichte von Benedicta hat eher einen Märchencharakter, mit einer bösen Schwiegermutter, den verfolgten Liebenden und den Mordfällen in Nürnberg. Dies mag sich aus heutiger Zeit alles sehr unglaubwürdig und übertrieben anhören, jedoch darf man nicht vergessen, dass auch Märchen oft auf wahren Geschichten beruhten, die von Generation zu Generation weiter erzählt wurden. Es ist also schon möglich, dass sich im Mittelalter Teile der Geschichte tatsächlich so abgespielt hätten. Wenngleich ich jedoch nicht glauben kann, dass gut erzogene Mädchen sich so vorlaut verhalten hätten wie Benedicta, ständig Widerworte gaben und dabei keinerlei Konsequenzen zu spüren bekommen hätten.
Nicht so gut gefallen, hat mir die Liebesgeschichte. Benedictas plötzliche Verliebtheit in einen Menschen, den sie überhaupt nicht kennt, obwohl sie doch vorher noch voller Liebe für einen anderen war, konnte ich nicht so ganz nachvollziehen. Überhaupt wurde mir die Figur ihres neuen Schwarms nicht so richtig vertraut und seine Handlungen wirkten auf mich teilweise undurchsichtig. Ebenso ging es mir auch mit einigen Nebenfiguren, wie zum Beispiel Benedictas Stiefbruder Conrat. Insgesamt gesehen hat mir die erste Hälfte des Buchs deutlich besser gefallen, als der folgende Teil. Die Handlung im Kloster und rund um die Entwicklung der Lebkuchen, die Flucht nach Nürnberg und Agnes und Benedictas neues Leben im Bäckerhaushalt hat mich mehr interessiert als das spätere Durcheinander. Ein Toter folgte da nur noch auf den anderen und Benedicta wurde von einem Ort an den anderen verschleppt, das wirkte planlos und unnötig.
Unabhängig davon, hat mir jedoch der Erzählstil von Sybille Schrödter gut gefallen und das Buch war ein netter Zeitvertreib.
Fazit:
Leider nicht sehr tiefgründig, aber unterhaltsam.
Ich vergebe 3 von 5 Sternen.
Verführerische Fastenspeise
Inhalt:
Die junge Benedicta von Altmühl, wird nach dem Tod ihres Vaters von ihrer Stiefmutter in das berühmte Kloster Engelthal gebracht. Hier soll sie den Rest ihres Lebens verbringen. Jahre später hat Benedicta ihre Gelübde abgelegt, doch wohl fühlt sie sich im Kloster nicht. Sie kann nicht glauben, dass ihr Vater ein solches Leben für sie vorgesehen hat. Freude empfindet sie nur, wenn sie Zeit in der Küche bei ihrer Freundin Agnes verbringen kann. Doch das sieht Priorin Leonore gar nicht gerne und bestraft sie mit stundenlangem beten. Heimliche Zuneigung empfindet Benedicta für den Fechtmeister Julian von Ehrenreit, den Neffen der Priorin. Doch als Braut Christi darf sie ihren Gefühlen nicht nachgeben. Als nun die Fastenzeit ansteht und im Mönchskloster, das üblicherweise die Fastenspeise zubereitet, alle Bäcker erkranken, erhält das Kloster Engelthal die Aufgabe, die Lebkuchen herzustellen. Doch es gibt kein Rezept und die von einer Schwester gebackenen Lebkuchen sind ungenießbar. Benedicta sieht ihre große Chance gekommen und bäckt heimlich mit Agnes schmackhafte Lebkuchen nach einem eigenen Rezept. Doch dies ist der Auftakt zu einer Reihe von Katastrophen und als schließlich auch noch Benedicta und Julian der Unzucht bezichtigt werden, muss Benedicta aus dem Kloster fliehen ...
Meine Meinung:
"Die Lebküchnerin" widmet sich mit einer fiktiven Geschichte der Entstehung der berühmten Nürnberger Lebkuchen. Benedicta und Agnes erfinden aus der Not heraus keine anderen Zutaten verwenden zu können und durch ausprobieren und Zufälle ein schmackhaftes Lebkuchenrezept, wie es sich auch durchaus ähnlich in echt zugetragen haben könnte.
Dieser Grundgedanke hat mir gut gefallen. Die persönliche Geschichte von Benedicta hat eher einen Märchencharakter, mit einer bösen Schwiegermutter, den verfolgten Liebenden und den Mordfällen in Nürnberg. Dies mag sich aus heutiger Zeit alles sehr unglaubwürdig und übertrieben anhören, jedoch darf man nicht vergessen, dass auch Märchen oft auf wahren Geschichten beruhten, die von Generation zu Generation weiter erzählt wurden. Es ist also schon möglich, dass sich im Mittelalter Teile der Geschichte tatsächlich so abgespielt hätten. Wenngleich ich jedoch nicht glauben kann, dass gut erzogene Mädchen sich so vorlaut verhalten hätten wie Benedicta, ständig Widerworte gaben und dabei keinerlei Konsequenzen zu spüren bekommen hätten.
Nicht so gut gefallen, hat mir die Liebesgeschichte. Benedictas plötzliche Verliebtheit in einen Menschen, den sie überhaupt nicht kennt, obwohl sie doch vorher noch voller Liebe für einen anderen war, konnte ich nicht so ganz nachvollziehen. Überhaupt wurde mir die Figur ihres neuen Schwarms nicht so richtig vertraut und seine Handlungen wirkten auf mich teilweise undurchsichtig. Ebenso ging es mir auch mit einigen Nebenfiguren, wie zum Beispiel Benedictas Stiefbruder Conrat. Insgesamt gesehen hat mir die erste Hälfte des Buchs deutlich besser gefallen, als der folgende Teil. Die Handlung im Kloster und rund um die Entwicklung der Lebkuchen, die Flucht nach Nürnberg und Agnes und Benedictas neues Leben im Bäckerhaushalt hat mich mehr interessiert als das spätere Durcheinander. Ein Toter folgte da nur noch auf den anderen und Benedicta wurde von einem Ort an den anderen verschleppt, das wirkte planlos und unnötig.
Unabhängig davon, hat mir jedoch der Erzählstil von Sybille Schrödter gut gefallen und das Buch war ein netter Zeitvertreib.
Fazit:
Leider nicht sehr tiefgründig, aber unterhaltsam.
25.08.2010 11:06:00

