DIE TAUSCHBÖRSE

Herz der Finsternis. SZ-Bibliothek Band 20

Verlag:
Süddeutsche Zeitung / Bibliothek
Jahr:
2004
Seitenzahl:
125
ISBN:
9783937793184
Medium:
Hardcover
Sprache:
Deutsch
Anbieter:

Artikel angeboten seit:
11.02.2019
Tickets:
1
Zustandsbeschreibung
ungelesen, Lagerspuren
Artikelbeschreibung
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Die Novelle ist in eine Rahmenhandlung eingebettet: Auf der nächtlich an der Themsemündung in Gravesend stillliegenden Seeyacht Nellie erzählt der ehemalige Seemann Marlow seinen vier Freunden, die das Band der See eint, eine Episode aus seinem Leben.

Er beschreibt seine Sehnsucht, die letzten weißen Flecken des Globus kennenzulernen, und wie sie nach einigen Mühen dazu führte, dass er Flusskapitän wurde. Der Leser kann unschwer erkennen, dass die Geschichte am Kongo zu Zeiten des Kongo-Freistaats spielt. Marlow, der den Indischen Ozean, den Pazifik, das Gelbe Meer bereits kennt, reist also entlang der Küste eines ihm unverständlichen Afrika zur Mündung des großen Stroms und übernimmt, flussaufwärts oberhalb der Stromschnellen, seinen Flussdampfer, der zwischenzeitlich auf Grund gelaufen und leckgeschlagen ist.

Dort, in der Hauptstation der Kolonialgesellschaft, die die Schätze der einzelnen Agenten im Dschungel sammelt und weiterverschickt, stellt er während der drei Monate, die er zur Reparatur des Schiffes benötigt, die „unerhörteste Schlamperei“ fest. Er stört sich auch daran, dass die Kolonialisten den Einheimischen ihre unsinnigen Regeln brutal aufzwingen.

Er hört von Kurtz, dem erfolgreichen Leiter der inneren Station, der „mehr Elfenbein gesammelt, eingetauscht, erschwindelt oder gestohlen hatte, als alle die anderen Agenten zusammen“, zugleich sich aber auch in Europa einen Namen gemacht hatte und „so reich begabt war und dass von allen seinen Gaben die vorherrschende, die, die sich unaufhörlich bestätigte, seine Rednergabe war, seine Worte – die Gabe des Ausdrucks, die verblüffende, erleuchtende“. Diesem Stationsleiter Kurtz, der sich bereits seit einem Jahr nicht mehr gemeldet hat – stattdessen schickte er seinen Gehilfen mit dem Elfenbein –, gilt die 800 Meilen lange Fahrt flussaufwärts. Der Direktor der Station, eine Handvoll seiner weißen Gehilfen und etwa zwanzig Schwarze, die Marlow als Kannibalen bezeichnet, begeben sich auf die Reise.

Auf der zweimonatigen Fahrt „kroch das kleine rußige Dampfboot stromaufwärts, wie ein schwerfälliger Käfer“, immer bedroht von treibenden Baumstämmen, Stromschnellen und Untiefen. Die Rätsel, die das Land beinhaltet, werden für Marlow, der die Reise immer wieder als eine Reise ins Dunkel, ins Innere beschreibt, immer unverständlicher
Schlagworte
k.A.