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greentree

greentree

(9779 Beiträge)

Cold War

Polnischer Schwermut und französischer Existenzialismus in einem von Kritikern geliebten Film über Jazz, Chanson und Folklore in politischen Zeiten. Der Musiker sieht in dem Projekt zu polnischer Volksmusik direkt nach dem zweiten Weltkrieg eine Chance zu einem Recht guten Leben, die Beeinflussung durch die Politik ist erst auch noch aushaltbar und die junge wilde Sängerin sorgt für Eros und Romantik! Aber dann geht er in den Westen, sie kommt nicht mit, später aber dann doch, wo sie in einer Dachkammer hausen, Musik machen und unglücklich werden trotz großer Liebe, so dass sie zurück geht nach Polen....

Das körnige Schwarzweiß liefert konzise Bilder (zu deneb auch das ungewöhnliche Bildformat beiträgt), zum Zungeschnalzrn krisp! ISchade, dass die Geschichte oft in behaupteten großen Gefühlen und Klischees erstarrt, vom nicht zu spoilernden Ende gar nicht zu sprechen

3,5 von 5 russischem Filmliedern
05.01.2019 17:03:48
greentree

greentree

(9779 Beiträge)

Shoplifters

Aktuell läuft der glaube ich noch, die Kritiker lieben ihn, aber mich hat er irgendwie nicht so berührt :-/

Gesehen in der Sneak und damit im japanischen Original. Ein Mann und ein Junge gehen zusammen in einen Supermarkt, in einem ritualisierten Ablauf stiehlt der Junge einige Dinge des täglichen Lebens.. Auf ihrem Heimweg scherzen und lachen die Beiden voller Gemeinsamkeit, bis sie in der kalten Nacht einem kleinen Mädchen begegnen, das alleine auf dem Balkon spielt, während drinnen die Eltern streiten. Nach einiger Diskussion nehmen sie das Mädchen mit nach Hause, wo sie auf Oma und die Frau des Mannes treffen sowie die Schwester der Frau. Die Lebensverhältnisse sind prekär, die meisten Einkünfte mindestens dubios und die Beziehungen sind vollkommen familientypisch. Die Fragilität dieses sozialen Konstrukts und die Geheimnisse dahinter werden erst in der letzten halben Stunde eindrucksvoll aufgelöst...

Ich empfehle diesen Film trotzdem guten Gewissens, vielleicht nimmt euch die Story verdientermaßen so mit, wie sie es bei mir trotz aller Sensibilität, trotz toller Schauspieler und tiefgehender Reflektionen zu Familie, Nähe etc. bei mir nicht geschafft hat.

4 von 5 Netzen mit Orangen
06.01.2019 02:51:30
greentree

greentree

(9779 Beiträge)

Astrid

Man kann dieses Biopic über die vielleicht einflussreichste Kinderbuchautorin auch als Gleichnis sehen, als ein allgemeines gültiges Portrait einer unangepassten Frau in einer Zeit, die einfach nicht gut für Frauen war, angepasst oder nicht, und die erst so wütend machend kurz zurück liegt!

Astrid beschreibt Lindgrens Jugend und ersten Jahre als Frau (und lässt die Autorin quasi komplett aus), die Protagonistin wächst in einem kleinen schwedischen Dorf auf, immer wieder erinnern einzelne Bilder an die Geschichten, die sie später so berühmt machen werden. Ein großer Erfolg ist für sie das Volontariat bei der örtlichen Zeitung. Neben der Arbeit kommt auch die erste Liebe, zu ihrem älteren Chef, mehrfacher Ehemann und Vater. Auch Astrid wird schwanger, dem Chef droht Gefängnis und so geht Astrid, die inzwischen in Stockholm lebt, zur Geburt nach Dänemark, wo sie in einer einzigen Klinik ihr Kind ohne Nennung des Vaters entbinden kann und wo sie es mit allem. Herzschmerz bei einer Pflegemutter zurücklässt....

Alba August verkörpert diese Frau so strahlend und stark, das hebt den Film heraus und lässt umso krasser jene Unzähligen Frauen in vergleichbaren Situationen bedauern, die nicht Lindgrens Glück hatten.

4,5 von 5 ersten Tippversuchen
06.01.2019 03:12:29
greentree

greentree

(9779 Beiträge)

Mehr wieder morgen, A Star is Born habe ich übrigens auch noch gesehen
06.01.2019 03:19:27
DoktorLektor

DoktorLektor

(4432 Beiträge)

uns hat "shoplifters" gut gefallen, besonders das feuerwerk ;-)

"widows" war auch sehr toll, aber das sind die (bisher vier) filme von steve mcqueen ja alle. sein erster film ohne michael fassbender, dafür mit gleich vier grossartigen weiblichen hauptfiguren.

5 von 5 geldschweren rucksäcken
10.01.2019 08:50:44
greentree

greentree

(9779 Beiträge)

Juliet, Naked

Eine Nick-Hornby-Verfilmung über Rockmusik mit Ethan Hawke, was soll da schon schiefgehen? Geht auch nichts schief, aber ein genialer Film wie "High Fidelity" wird es auch nicht. Stattdessen eine charmante kleine Komödie mit dem von mir sehr geschätzten Chris O´Dowd (The IT-Crowd) und Rose Byrne in den weiteren Hauptrollen.

Duncan (O´Dowd) ist der größte Fan des vor vielen Jahren auf mysteriöse Weise verschwundenen Indie-Rockstars Tucker Crowe (Hawke), mit einer sehr kleinen Gruppe Gleichgesinnter tauscht er sich online über sein Idol und verfolgt dabei auch die größten Verschwörungstheorien. Dann erhält er eines Tages anonym eine CD mit einem neuem Album, oder besser mit Neuaufnahmen alter Songs. Seine irgendwie angestrengte Langzeitfreundin Annie (Byrne) hört das Album als erste und macht es auch aufgrund der miesen Stimmung zwischen den beiden im Onlineforum der Fans nieder. Während das die Beziehung zu Duncan noch verschlimmert, erhält sie überraschend Post von Tucker Crowe, der im Gartenschuppen seiner Ex-Frau lebt und nur beim Aufpassen auf seinen Sohn noch wirklich da ist, und die beiden schreiben sich von da an quasi durchgehend...

Weil es eine britische Komödie ist verweigert sie sich einigen Konventionen des Genres, nicht alles wird gut, aber vieles und dabei zuzusehen macht Spaß und gute Laune, dank der Klasse der Schauspieler und ein paar schönen kleinen Ideen reicht es dann auch oft über Mittelmaß hinaus. Auch ein perfekter Film fürs Open-Air-Kino oder zuhause als Gegenmittel gegen das trübe Wetter. Auf jeden Fall wenn irgend möglich in der Originalversion sehen!

3,5 von 5 Erinnerungsphotos
10.01.2019 11:09:54
greentree

greentree

(9779 Beiträge)

Bohemian Rhapsody

Freddie is back ;-) Statt zu langer Fingernägel nennt er aber eine opulente Zahnreihe und ein mindestens ebenso exaltiertes Talent an den Tag. Rami Malek, zu recht gerade Golden-Globe-geehrt, spielt Farrokh Bulsara, der sich selbst in Freddie Mercury umbenennt und mit Queen eines der erfolgreichsten Kapitel der Rockmusik schreibt. In meinen Augen ist der Film leider auch genau das, der brave Eintrag in einem Lexikon der populären Musik. Vom Kennenlernen der Musiker bis zum letzten großen Auftritt im Wembley-Stadion wird der Bogen sauber abgearbeitet, prägende Songs werden in ihrer Entstehungsgeschichte aufgeschlüsselt und Freddies schillernde Persönlichkeit sowie die große Freundschaft der Band-Mitglieder prägnant, aber wenig innovativ aufgezählt. Dem Genie Mercury hätte ich einen genialischeren Film gewünscht...

Aber natürlich machen die Musik, der gut eingefangene Zeitgeist und die stimmige Besetzung der Rolle und ein paar kleine Gags (allen voran Mike Myers als Rockmanager) genug Spaß, um einen Kinobesuch deutlich zu rechtfertigen.

3,5 von 5 Schnauzbärten
10.01.2019 11:23:21
greentree

greentree

(9779 Beiträge)

A Star is born

Muss man wahrscheinlich nicht viel drüber erzählen, wir sehen ein langes Lady-Gaga-Musikvideo ;-) Der alternde Country-Star trifft die kellnernde Super-Stimme, hilft ihr auf die Bühne, die beiden verlieben sich und die Karrieren laufen in unterschiedliche Richtungen.

Dies ist die vierte Verfilmung des Stoffs und auch wenn sich Begeisterung vieler Fans und Kritiker kaum bändigen ließ, hatte ich so oft den Eindruck bei Szenen und Handlungskonstruktionen: "Das hab ich doch schon mal (und besser) gesehen". 2018 ist dann vielleicht, dass die Sängerin in einem queeren Nachtclub auftritt, (in den sich der Star wahrscheinlich trotzdem nicht verirrt hätte, wenn er nicht total hinüber wäre von dem zweiten Teil des Rock´n´Roll-Lifestyle) und die Ladies bringen eine schöne Farbe in den Film (BYOB - Bring your own boobs, coolster Gag). Das beste Beispiel für die Schalheit des Skripts ist der schmierige Musikmanager, dem alle Klischees aus den Ohren hängen. Aber vielleicht ist mein altes Herz auch nur zu verhärtet, um die behauptete Tiefe der Emotion zu erkennen. Auch hier wieder: Sehempfehlung durchaus, aber für Spitzenplatzierungen reicht es außer für die Musik bei mir nicht.

3,5-4 von 5 Croonern
10.01.2019 13:50:10
greentree

greentree

(9779 Beiträge)

Ich muss mal zur Klärung hinterherschieben, dass ich beim Schauen des Films viel Freude hatte, der Eindruck der obigen Rezension erwuchs dann eher als kleines Kratzen im Hintergrund und verfestigte sich erst danach.

Ähnliches gilt auch für Bohemian Rhapsody und für den nächsten Film, meinen letzten des Jahres 2018:

Green Book

Auch so ein Gewinner: Verschiedene Preise bei Festivals, jetzt der Golden Globe, unsere Sneak-Preview-Macher setzen uns wirklich keine magere Kost vor. Aber auch hier ein paar Worte zur Story.

Tony Vallelonga, genannt Tony Lip, muss eine Zwangspause in seinem Job als Rausschmeißer in einem Club in der Bronx machen und nimmt daher eine Stelle als Fahrer für den Musiker Don Shirley an. Da dieser Film 1962 spielt, Don Shirley schwarz ist und die Tour in den Süden der USA gehen soll, ist Tonys Rolle ebenso die eines Bodyguards. Die beiden sehr unterschiedlichen Männer brechen auf, erleben viel zusammen und kommen sich im Laufe des Films (und der Realität) näher, es entsteht eine lebenslange Freundschaft. Das ist übrigens kein Spoilern, sondern einfach harte Genre-Konvention der Buddy-Komödie, die der Regisseur Peter Farelly hier nutzt. Titelgebend ist eine (von mehreren ähnlichen) Publikation "Negro Motorist Green Book", die für Schwarze besuchbare Motels, Kneipen und Restaurants auflistete. Über die restliche Handlung muss man nicht viel erzählen, das schaut man sich lieber selber an.

Und das lohnt sich aufgrund der großartigen Besetzung, Viggo Mortensen (mit auch enormem körperlichen Einsatz) und Mahershala Ali knallen ihre Rollen in beeindruckender Weise auf die Leinwand. Viele Szenen sind berührend und/oder verstörend, Ali lässt im letzten Drittel einmal kurz die Intensität so hochkochen, dass ich eine Gänsehaut hatte. Aber wieder kroch dazwischen dieser Eindruck, die Charakterzeichnung vor allem des italienischen Haudrauf-Charmebolzens, der Pizzas verschlingt, seine Familie liebt und von seinem Rassismus ablässt (zumindest in Bezug auf Shirley), sei mit einem ganz schön groben Holzhammer aus dem Stoff gehackt worden.
10.01.2019 14:27:42
greentree

greentree

(9779 Beiträge)

Habe ich doch die Bewertung ausgelassen, ausnahmsweise mal nicht mit voller Absicht.
(Aber vorher noch eine Bemerkung, vielleicht lag die holzschnittartige Zeichnung von Tony Lips Charakter, ja daran, dass er genauso war. Oder daran, dass sein Sohn, der das Drehbuch geschrieben hat, ihn genauso wahrgenommen hat.)

4 von 5 KFC-Gags
11.01.2019 09:46:35
greentree

greentree

(9779 Beiträge)

Und ein kurzer Rückblick auf 2018:

32 Mal im Kino (falls ich keinen vergessen habe), damit zweimal mehr als 2017

Film(e) des Jahres

Three Billboards outside Ebbing, Missouri
black k klansman
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In den Top 11

Black Panther
The shape of water
Transit
Lady Bird
Tully
Isle of Dogs
Die Unglaublichen II
The Guilty
25 km/h
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Immer noch klare Sehempfehlung

I, Tonya
Aus dem Nichts
Hostiles
swimming with men
Call me by your Name
In den Gängen
Shoplifters
Astrid
Juliet,Naked
Bohemian Rhapsody
Green Book
foxtrot
deadpool 2
sowas von da
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Kann mal gucken

A Star is born
Das Leben ist ein Fest
Die Verlegerin
ocean´s 8
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Das dünne Ende der Liste

thorougbreeds (vollblüter)

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Ohne Wertung

Teen Titans! Go to the Movie



11.01.2019 10:15:53
greentree

greentree

(9779 Beiträge)

oh, Cold War fehlt in der Kategorie "Kann man mal gucken", die mit "Klare Sehempfehlung" eine ein bisschen fluide mittlere Schiene gibt.

Ich hatte aber Glück, nur einen wirklich für mich schlechten Film, alle anderen mindestens gut, meine selbst ausgewählten lustigerweise eher am unteren Ende der Skala, insofern mal wieder danke an die Sneak-Macher :-D
11.01.2019 10:21:46
greentree

greentree

(9779 Beiträge)

Und das neue Kinojahr hat schon wieder mit einem Kracher begonnen, für den jetzt gerade der absolut verdienze Golden Globe für die umwerfende Olivia Colman die Werbetrommel rühren sollte:

The Favourite

Angesiedelt etwa im Jahr 1710 erhalten wir einen bitterböse-satirischen Blick auf die Zeit der letzten Stuart-Königim Anne (Colman). Die sehr kranke und von 17 Schwangerschaften, bei denen kein Kind das Erwachsenenalter erreicht hat, zerrüttete Königin wird umlagert von Höflingen und Politikern. Am Laufen wird das Ganze von Sarah Churchill, der Frau des ersten Herrführers (und ja Vorfahren von Winston), gehalten, die Ratgeberinformationen und Geliebte der Königin ist. Dann kommt Sarahs verarmte Cousine Abigail an den Hof und Sarah nimmt sie unter ihre Fittiche, bis sie ihr zur Rivalin erwächst.

Rachel Weisz und Emma Stone sind als Sarah und Abigail großartig, mit der ja schon gepriesenen Olivia Colman bilden sie das absolute Kraftzentrum dieses Films. Die Männer sind hingegen schwach und exaltiert, ihre Perücken Türmen sich höher und ihr Make-up ist dicker, (sich wenn der Film nicht den Blick darauf verstellt, dass die politische Macht bei Ihnen liegt) Das Ganze wird in spannenden Bildern eingefangen und die Dialoge sind exquisit boshaft
5 von 5 Tanzeinlagen
12.01.2019 01:42:23
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