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Carsten S. Henn: Blut & Barolo

 
Beitrag
erstellt am
tigercat666

tigercat666

(119327 Beiträge)

Ich habe gerade meinen ersten *Tierkrimi* gelesen und war begeistert.

Klappentext:

Seit Jahrhunderten schon stehen die Pharaonenhunde vor dem Turiner Grabtuch im Duomo di San Giovanni Wache, eine ehrenvolle Aufgabe. Der unerfahrene Amadeus hat seinen Dienst gerade erst angetreten, da wird das Tuch geraubt.


Nun wird er von seiner stolzen Sippe verstoßen. Zum Glück helfen ihm die beiden liebenswerten Schnüffler Niccolò und Giacomo, den Tätern auf die Schliche zu kommen. Giacomo gibt sich auf seine alten Tage zwar gerne einmal dem Barolo hin, aber auf seine hervorragende Nase ist noch immer Verlass: Im Schlosspark von Stupinigi nimmt er die Witterung des legendären Grabtuchs auf. Doch wer steckt hinter dem Raub? Für die cleveren Vierbeiner beginnt eine wilde Jagd.

Meine Meinung:
Giacomo und Niccolo
5

haben mich überzeugt, ich möchte mehr Abenteuer mit ihnen erleben dürfen.

Die Charaktere sind liebevoll und anschaulich beschrieben und man vergisst fast das es sich um Hunde handelt, die hier die Diebe des Turiner Grabtuches jagen, sie haben unterschiedliche Motive den Diebstahl aufzuklären.

Amadeus, ein Pharaonenhund, dessen Sippe seit Jahrhunderten das Tuch bewacht, hatte gerade seinen Dienst als Wächter angetreten als das Tuch gestohlen wird, versucht die Liebe und Achtung seiner Familie wiederzuerlangen die ihn nach dem Diebstahl, als Versager verstoßen hatte.

Und Giacomo und Niccole, deren *Mensch* Isabella, des Diebstahls bezichtigt wird, müssen den Raub aufklären um wieder mit ihr zusammen sein zu können, wobei Giacomo mehr an Wein, Trüffeln und Schokolade interessiert ist, dazu bärbeißig und grummelig wie ein alter Mann, mehr seinem besten Freund Niccolo zuliebe bei der Suche nach dem Dieb hilft.

Das Buch liest sich spannend und flüssig, ich war keine Sekunde gelangweilt und hatte nie das Bedürfnis die eine oder andere Seite zu überblättern um schneller zum Ziel zu kommen, das wäre auch unklug gewesen, denn auf jeder Seite konnte man in einen anderen Stadtteil Turins gelangen und eine wichtige oder spannende Wendung verpassen. Gut das es am Ende des Buches eine Karte Turins gibt, so das man immer nachsehen kann wo man gerade ist.
26.08.2009 13:11:35
monja1995

monja1995

(33783 Beiträge)

Mal ein anderer Krimi
3

Isabell wird mit ihren Hunden auf Schloß Stupinigi beordert, um nach Wölfen Ausschau zu halten, die sich in der Gegend herumtreiben sollten. Ihre Hunde, der Trüffelhund Giacomo, das Windspiel Niccolo und die Spanielhündin Canini sind mit von der Partie.
In einem Schwenk erfährt der Leser, dass der Paharaonenhund Amadeus nach dem Tod seines Großvaters nun zu Wächter des Turiner Grabtuches erwählt wurde. Wärend der Zeremonie der Hunde, stürmen plötzlich ganze Menschenmassen in den Turiner Duomo di San Giovanni.
Isabella hat auf dem Schloß das Fernsehgerät laufen und erfährt, dass das Gradtuch entwendet wurde. Kurz darauf stürmt Giacomo mit einem in Plastik gewickelten Paket ins Schloß und kann sich nicht mehr beruhigen. Nachdem Niccolo das Plastik von dem Paket gerissen hatte, entdeckt Isabella, dass es sich beim Inhalt um das gestohlende Grabtuch handelt und verständigt die Polizei. Als diese mit Blaulicht anrückt, ergreift Giacomo mit dem Tuch die Flucht in Richtung Wald.
Von da ab gibt es sehr viele Irrungen und Verwirrungen in der Hunde- und auch Menschenwelt. Isabell landet im Gefängnis, ihren Hunden wird klar, dass sie das Tuch holen müssen um sie zu befreien.

Dass Hunde in einem Krimi die Hauptrollen spielen, las ich jetzt zu ersten Mal. Allerdings stört mich die etwas arge Vermenschlichung der Tiere untereinander. Auch das Machtgefüge innerhalb der Tiere erinnert mich irgendwie an den Ablauf in einem großen Unternehmen, in dem es einen Chef und viele Mitarbeiter gibt. Diese Darstellung fand ich persönlich sehr übertrieben und es lenkte auch etwas vom Kern der Sache, nämlich der Suche nach dem Grabtuch ab. Stellenweise werden die Geschehnisse sehr in die Länge gezogen, so dass man als Leser in Versuchung gerät, ein paar Seiten zu überblättern.

Im Großen und Ganzen aber trotzdem ein gelungener Roman, der in einem Stil geschrieben ist, der sicher vielen Lesern zusagt, die gerne leichte Lektüre lesen. Es fällt mir schwer, dieses Buch als Krimi zu bezeichnen. Eher ist es das Zusammenleben vieler Hunde in den Straßen von Turin und das Grabtuch, dessen Raub und das Wiederauffinden ja die Hauptsache sein sollte, wird eher als nette Beigabe behandelt.
31.08.2009 21:15:10
moseleidechse

moseleidechse

(12376 Beiträge)

klingt so, als sei es die Fortsetzung von "Tod und Trüffel"
31.08.2009 21:59:55
tigercat666

tigercat666

(119327 Beiträge)

Man kann das Buch, sehr gut lesen ohne Tod und Trüffel zu kennen, das ist ein weiterer Pluspunkt für das Buch meinerseits, denn ich kann es nicht leiden erst 12 andere Bücher lesen zu müssen um das Buch das mich gerade interessiert, zu verstehen.
01.09.2009 14:37:42
Schneehase

Schneehase

(1999 Beiträge)

Ehrlich gesagt, ich fand das Buch furchtbar langweilig. Ich bin überhaupt nicht in die Geschichte reingekommen und ich fand die Charaktere recht blass. Ich habe mich bis zur Hälfte gequält, eigentlich wollte ich das Buch auch fertiglesen (wegen der Rezi...), aber ich habe es nicht geschafft.
08.09.2009 21:57:17
PinkCrazycat

PinkCrazycat

(170 Beiträge)

Konnte mich nicht fesseln..
2

Als großer Fan von Tierromanen habe ich mich auch an dieses Genre mal rangewagt - aber leider konnte mich dieses Exemplar nicht überzeugen.

1. Konnte mich der Schreibstil des Autoren nicht wirklich fesseln, auch die vermeintlich spannenden Momente kamen bei mir nicht als solche an :(

2. Mag ich die Thematik des Buches nicht, das Turiner Grabtuch wurde gestoheln und recht oft wird einem der religiöse Hintergrund aufgezwungen, für jeden Interessierten aber bestimmt tolle Nebeninfo - nur eben nicht für mich ;p

3. Mag ich die Vermenschlichung von Tieren nicht, so wie hier die beiden Hunde die Detektivarbeiten aus zwei verschiedenen Richtungen übernehmen..

Im Übrigen sprach mich auch das Cover schon nicht an, der linke Hund ist zwar meiner Meinung nach gut getroffen zum Charakter, aber der recht impliziert mir leider keinen guten Trüffelhund sondern eher eine Flohquaste :D



Trotzdem vielen Dank für das Buch zum Probelesen, der mich meiner üblichen Genres wieder gefestigt hat :D

Und zu guter Letzt:

Für jeden Krimi-Fan ist dieses Buch sicherlich eine tolle Geschichte, eben mal aus tierischer Sicht- warum nicht :)
14.09.2009 12:57:53
MissPhoenix

MissPhoenix

(2638 Beiträge)

Das Buch liegt auch bei mir rum, nebst Vorgänger, und so langsam glaube ich ganz und gar nicht mehr, dass es mir gefallen könnte...naja, mal gucken.
14.09.2009 17:50:55
Kiara84

Kiara84

(19 Beiträge)

Der Pharaonenhund Amadeus gehört zu einer Familie, die seit Jahrhunderten das Turiner Grabtuch im Duomo di San Giovanni bewacht. Er hat die ehrenvolle Aufgabe erst vor kurzem angetreten, als es geraubt wird und er daraufhin von seinen Verwandten verstoßen wird. So muss er sich alleine auf die Suche nach dem verschwundenen Tuch und den Tätern machen. Doch er ist nicht der einzige, der sich an die Spur des Tuchs heftet, denn Giacomo und seinen Freunden liegt ebensoviel daran es wiederzufinden, weil sie hoffen, damit ihre geliebte Isabella damit aus großen Schwierigkeiten zu befreien.
Das italienische Windspiel Niccolò, die Spanielhündin Canini und der alte Trüffelhund Giacomo sind die drei Haupt-"personen" in diesem ungewöhnlichen Krimi. Dabei vermischt Carsten Sebastian Henn gekonnt tierische und menschliche Eigenschaften, so dass die drei zwar menschliche Züge bekommen, der Leser aber nie vergisst, dass es sich bei ihnen eigentlich um Hunde handelt. Man fühlt sich auch rasch mit den dreien verbunden, obwohl sie unterschiedlicher nicht sein könnten: Giacomo, der alte Trüffelhund ist eher gemütlich und dem Barolo zugetan, Niccolò ist noch jung, unerfahren und übermütig und Canini ganz die junge Hundedame.
Der Kriminalfall selbst nimmt eher langsam an Fahrt auf. Besonders am Anfang erfährt man einfach zu viele Details über die verschiedenen Hunde, Turin und noch einiges mehr, als dass direkt Spannung aufkommen könnte. Doch später erhält die Geschichte dann noch den nötigen Schwung und einen spannenden Hunde-Showdown! ... auch wenn die Auflösung des Falles auf mich etwas konstruiert gewirkt hat.
Dieses Buch ist also für alle Hunde-, Krimi-, Turin- und Weinliebhaber geeignet, die es nciht stört, wenn es mal etwas gemütlicher zugeht.

Zum Autor: "Blut & Barolo" ist Carsten Sebastian Henn's zweiter Hundekrimi aus dem Piemont. Sein erster Roman "Tod & Trüffel" schaffte es auf Anhieb in die Bestsellerlisten. Außerdem veröffentlichte er noch fünf erfolgreiche Weinkrimis, u.a. "Vino Diavolo" und "In Vino Veritas".
17.09.2009 07:34:00
silkedb

silkedb

(17071 Beiträge)

Dieser zweite Band hat mich enttäuscht.
Ich vergebe daher nur 3/5 Punkten.

Turiner Verschwörungen

Inhalt:
"Blut und Barolo" knüpft direkt an den Vorgänger "Tod und Trüffel" an. Giacomo, Nicolo und Canini leben nun alle bei Isabella, die ihre Rasselbande schon richtig ins Herz geschlossen hat. Als sie ein Auftrag zum Schloss Stupinigi führt, dürfen die Hunde sie begleiten.
Im verschneiten Schlosspark findet Giacomo ein verschnürtes Paket, das verführerisch nach Trüffeln riecht. Er bringt es zu Isabella, die entdeckt, dass es sich hierbei um das kurz zuvor gestohlene Turiner Grabtuch handelt. Sie informiert die Polizei, die daraufhin das Gebäude stürmt. Giacomo kann mit dem Grabtuch fliehen. Doch niemand will glauben, dass Isabella nicht in den Diebstahl verwickelt ist. Nicolo und Canini werden zur Pflege gegeben und Isabella selber muss ins Gefängnis.
Parallel ist Amadeus, ein junger Pharaonenhund, dessen Aufgabe es ist das Grabtuch zu bewachen, ebenfalls auf der Suche nach dem Grabtuch.
Wird es Giacomo gelingen, dass Grabtuch unversehrt zu retten und seine Familie wieder zu vereinen?

Meine Meinung:
"Blut und Barolo" ist der Nachfolger von "Tod und Trüffel", das ich ebenfalls vor kurzem gelesen habe. "Tod und Trüffel" konnte mich mit seinen liebevollen Figuren/Hunden und der Originalität überzeugen.
Leider hat mir "Blut und Barolo" nicht mehr so gut gefallen.
War es im Vorgänger noch so, dass die "Ermittlungen" der Hunde eher darin bestanden, Geheimnisse aufzuklären, die zwar für sie als Hunde unverständlich, für die Menschen jedoch offensichtlich waren, so ist es in "Blut und Barolo" so, dass die Hunde in einem tatsächlichen Verbrechen ermitteln. Das fand ich nicht passend.
Zudem wird dieses zweite Buch durch ständige Perspektivenwechsel geprägt. Die drei Freunde Giacomo, Nicolo und Canini sind getrennt und schildern ihre Geschichte, parallel dazu gibt es dann auch noch den Pharaonenhund Amadeo, den Comte Rosso und diverse andere Hundecharaktere, die ihren Beitrag leisten wollen. "Tod und Trüffel" widmete sich den beiden Hauptfiguren Giacomo und Nicolo und ihrer Beziehung. Das habe ich bei "Blut und Barolo" sehr vermisst.
Auch die Tatsache, dass die im Vorgängerband so seltene Sache der "perfekten Verbindung" nun plötzlich jedem Hund zu passieren scheint, fand ich sehr befremdlich.
Carsten Sebastian Henn hat mit dem ersten Band gezeigt, wie unterhaltsam ein Buch aus der Perspektive von Hunden sein kann. Ich wünsche mir sehr, dass er zu diesem Ursprung der Geschichte zurück kehrt und im nächsten Band der Reihe wieder die liebevollen Details überzeugen können.

Fazit:
Leider konnte der Charme des Vorgängers nicht fortgeführt werden.
28.10.2009 14:24:37
BineL

BineL

(18436 Beiträge)

Diese beiden Hunde - ein Trüffelhund und ein Windhund - sind auf der Jagd nach dem Turiner Grabtuch, das gestohlen wurde.

Ihr Frauchen Isabella wird verdächtigt, das Tuch gestohlen zu haben und landet im Gefängnis. Um sie zu retten, müssen Giacomo, der Trüffelhund, und Niccolo, der Windhund, beweisen, dass Isabella unschuldig ist. Bei diesen Ermittlungen treten plötzlich sehr viele Hunde auf den Plan und haben mich zusehendst verwirrt. Da gibt es irgendwelche unterirdischen Dachshunde, andere Trüffelhunde, einen Bluthund, einen Pharaonenhund.

Da ich nicht wirklich dem wirren Verlauf der Geschichte verfolgen konnte, habe ich das Buch in der Mitte abgebrochen. Mir ist einfach die Lust verloren gegangen, was mir beim Lesen äußerst selten passiert.

Fazit:

Kein Buch für mich, obwohl ich Tierkrimis ansonsten mag. Aber dieser Tierkrimi hat mich einfach nur verwirrt, zudem diesem Roman zusätzlich noch jeder Humor fehlt.

06.11.2009 11:13:25