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Schneemann - Jo Nesbo
Beitrag
erstellt am
(614 Beiträge)
Gestern Abend habe ich das Buch beendet.
Der Schneemann ist Teil der Reihe Die Fälle von Kommissar Harry Hole. Momentan besteht diese Reihe aus 7 Büchern: Der Fledermausmann, Kakerlaken, Rotkehlchen, Die Fährte, Das fünfte Zeichen, Der Erlöser und Schneemann.
Jo Nesbø schreibt auch Kinderbücher, u. a. Doktor Proktors Pupspulver.
Inhalt (laut Buch):
Vier Frauen werden brutal ermordet, und als Visitenkarte hinterlässt der Mörder in ihren Gärten einen Schneemann. Harry Hole und seine neue Kollegin Katrine Bratt vermuten bei ihm ein Trauma. Warum sollte er sonst ausgerechnet junge Mütter töten? Eine Fährte nach der anderen erweist sich als falsch. Kurzzeitig verdächtigt Harry sogar die neue Kollegin. Doch dann kommt er dem Geheimnis einer der Frauen auf die Spur und erkennt das Motiv und was auf dem Spiel steht: Längst verfolgt der Mörder Harrys Liebe Rakel. Aus der Verbrecherjagd wird der irrwitzige Kampf um eine Frau. Und erst als Harry sich seine eigene Lebenslüge eingesteht, tritt der Mörder aus dem Schatten. Denn nun steht er seinem entscheidenden Opfer gegenüber: Harry Hole...
Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten.
Über den Autor:
Jo Nesbø wurde 1960 in Oslo geboren. Er war zunächst als Finanzanalytiker und Ökonom für die norwegische Handelshochschule in Bergen tätig, arbeitete aber nebenberuflich als Journalist, bevor er sich als Schriftsteller selbstständig machte. Schon für seinen ersten Kriminalroman Flaggermusmannen (dt. Der Fledermausmann) bekam Nesbø 1997 den Preis für den besten Krimi des Jahres. In ihm schildert der Autor die Erlebnisse von Kriminalkommissar Harry Hole auf einer Dienstreise nach Australien. Ebenfalls subtil, aber trotzdem volkstümlich ist die Pop-Band Di Derre. Frontmann, Vokalist und Komponist Jo Nesbø ist auch ein anerkannter Musiker, der nach Auskunft der Kritik gute Texte mit schwungvollen Popmelodien auf besondere Art verbindet. (von http://www.krimi-couch.de/krimis/jo-nesboe.html)
Meine Meinung:
Der Titel Schneemann passt natürlich sehr gut, denn wie im Inhalt erwähnt, hinterlässt der Mörder nach einem Mord einen Schneemann im Garten. Ansosten hinterlässt der Täter nie Spuren und begeht somit einen perfekten Mord. Am Titel gibts nichts auszusetzen.
Das Cover ist weiß, passend zum Schnee, gehalten. Nur ein einzelner Fußabdruck, den man hinterlässt, wenn man im Schnee spaziert, ist zu sehen. Da ich immer wenn ich Hardcover lese den Umschlag runtermache, muss ich auch die sonstige Gesaltung des Buchdeckels etc. erwähnen. Man erkennt darauf ein Glitzern, wie das Glitzern des Schnees in der Sonne. Da hat sich jemand wirklich Mühe gegeben...
Das Buch hat sich gut lesen lassen, war flüssig geschrieben und auch die Spannung wurde von Anfang an gut aufgebaut und auch das ganze Buch über eingehalten Dies ist übrigens mein 1. Nesbo und ich wurde nicht enttäuscht. Das Buch beginnt mit einem Rückblick ins Jahr 1980, wo ein Schäferstündchen einer verheirateten Frau mit einem Mann ohne Brustwarzen beschrieben wird. Der Sohn der Frau muss im Auto warten, bekommt aber relativ viel von den Geschehnissen mit. Anfangs scheint diese Schilderung gar nicht zum restlichen Inhalt zu passen, doch nach und nach erschließt sich der Zusammenhang. Im Laufe des Buches wird dann noch einmal ein solcher Rückblick gegeben, und es klärt sich auf, dass diese Einschübe eine Art Schlüssel zu den Verbrechen in der Gegenwart sind. Die Aufteilung in kurze Kapitel hat mir sehr gut gefallen, da man nach den einzelnen Kapiteln auch mal pausieren kann ohne den Faden zu verlieren. Die Atmosphäre des Buches ist eher kühl, eigentlich auch verständlich, erstens wegen der Morde an den jungen Frauen und zweitens wegen der Tatsache, dass es immer wieder schneit. Die Handlung an sich ist schlüssig und wirkt nicht konstruiert, was sehr selten vorkommt, und dadurch, dass der Leser das ein oder andere Mal auf eine falsche Fährte geführt wird, steigt die Spannung immer mehr. Der Inhalt wirkt glaubhaft und nicht so, als ob der Autor krampfhaft versucht hat einen Roman zu schreiben.
Der Protagonist, Harry Hole, war mir von Anfang an sympathisch. Er scheint ein bodenständiger Mann zu sein, kein Überfliegerpolizist. Und trotzdem opfert er für seinen Job. Das Ende finde ich sehr gut gemacht, denn bis zum Schluss war es nicht vorhersehbar. Einzelne Fakten konnte man sich schon zusammenreimen, aber die entgültige Lösung eher weniger.
Zugegebenermaßen ähneln sich die skandinavischer Krimis oft, beziehungsgestörte Ermittler mit Gesundheits- bzw. Alkoholproblemen sind ja keine Seltenheit. Das ist ein kleiner Minuspunkt für mich... Ich muss auch zugeben, dass mir irgendwas an diesem Buch gefehlt hat, so richtig konnte es mich nicht gefangennehmen, trotz der anhaltenden Spannung.
Zum Abschluss noch ein Auszug aus dem Buch bei dem mir die Ausdrucksweise gut gefallen hat: (...) Die Geologen behaupten, Oslo sei ein toter Vulkankrater. Und an Abenden wie diesem malte sich Hary manchmal aus, all die Lichter der Stadt seien kleine Perforationen der Erdkruste, durch die die glühende Lava hindurchschimmerte. Ausgehend vom Holmenkollen, der wie ein weißes, hell erleuchtetes Komma auf dem Höhenzug der anderen Seite der Stadt lag,(...)
Fazit: Schneemann ist ein solider skandinavischer Krimi für aufgeweckte Ermittler, der vorzugsweise während des ersten Schnees gelesen werden sollte.
Ich vergebe 8 von 10 Punkten.
Der Schneemann ist Teil der Reihe Die Fälle von Kommissar Harry Hole. Momentan besteht diese Reihe aus 7 Büchern: Der Fledermausmann, Kakerlaken, Rotkehlchen, Die Fährte, Das fünfte Zeichen, Der Erlöser und Schneemann.
Jo Nesbø schreibt auch Kinderbücher, u. a. Doktor Proktors Pupspulver.
Inhalt (laut Buch):
Vier Frauen werden brutal ermordet, und als Visitenkarte hinterlässt der Mörder in ihren Gärten einen Schneemann. Harry Hole und seine neue Kollegin Katrine Bratt vermuten bei ihm ein Trauma. Warum sollte er sonst ausgerechnet junge Mütter töten? Eine Fährte nach der anderen erweist sich als falsch. Kurzzeitig verdächtigt Harry sogar die neue Kollegin. Doch dann kommt er dem Geheimnis einer der Frauen auf die Spur und erkennt das Motiv und was auf dem Spiel steht: Längst verfolgt der Mörder Harrys Liebe Rakel. Aus der Verbrecherjagd wird der irrwitzige Kampf um eine Frau. Und erst als Harry sich seine eigene Lebenslüge eingesteht, tritt der Mörder aus dem Schatten. Denn nun steht er seinem entscheidenden Opfer gegenüber: Harry Hole...
Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten.
Über den Autor:
Jo Nesbø wurde 1960 in Oslo geboren. Er war zunächst als Finanzanalytiker und Ökonom für die norwegische Handelshochschule in Bergen tätig, arbeitete aber nebenberuflich als Journalist, bevor er sich als Schriftsteller selbstständig machte. Schon für seinen ersten Kriminalroman Flaggermusmannen (dt. Der Fledermausmann) bekam Nesbø 1997 den Preis für den besten Krimi des Jahres. In ihm schildert der Autor die Erlebnisse von Kriminalkommissar Harry Hole auf einer Dienstreise nach Australien. Ebenfalls subtil, aber trotzdem volkstümlich ist die Pop-Band Di Derre. Frontmann, Vokalist und Komponist Jo Nesbø ist auch ein anerkannter Musiker, der nach Auskunft der Kritik gute Texte mit schwungvollen Popmelodien auf besondere Art verbindet. (von http://www.krimi-couch.de/krimis/jo-nesboe.html)
Meine Meinung:
Der Titel Schneemann passt natürlich sehr gut, denn wie im Inhalt erwähnt, hinterlässt der Mörder nach einem Mord einen Schneemann im Garten. Ansosten hinterlässt der Täter nie Spuren und begeht somit einen perfekten Mord. Am Titel gibts nichts auszusetzen.
Das Cover ist weiß, passend zum Schnee, gehalten. Nur ein einzelner Fußabdruck, den man hinterlässt, wenn man im Schnee spaziert, ist zu sehen. Da ich immer wenn ich Hardcover lese den Umschlag runtermache, muss ich auch die sonstige Gesaltung des Buchdeckels etc. erwähnen. Man erkennt darauf ein Glitzern, wie das Glitzern des Schnees in der Sonne. Da hat sich jemand wirklich Mühe gegeben...
Das Buch hat sich gut lesen lassen, war flüssig geschrieben und auch die Spannung wurde von Anfang an gut aufgebaut und auch das ganze Buch über eingehalten Dies ist übrigens mein 1. Nesbo und ich wurde nicht enttäuscht. Das Buch beginnt mit einem Rückblick ins Jahr 1980, wo ein Schäferstündchen einer verheirateten Frau mit einem Mann ohne Brustwarzen beschrieben wird. Der Sohn der Frau muss im Auto warten, bekommt aber relativ viel von den Geschehnissen mit. Anfangs scheint diese Schilderung gar nicht zum restlichen Inhalt zu passen, doch nach und nach erschließt sich der Zusammenhang. Im Laufe des Buches wird dann noch einmal ein solcher Rückblick gegeben, und es klärt sich auf, dass diese Einschübe eine Art Schlüssel zu den Verbrechen in der Gegenwart sind. Die Aufteilung in kurze Kapitel hat mir sehr gut gefallen, da man nach den einzelnen Kapiteln auch mal pausieren kann ohne den Faden zu verlieren. Die Atmosphäre des Buches ist eher kühl, eigentlich auch verständlich, erstens wegen der Morde an den jungen Frauen und zweitens wegen der Tatsache, dass es immer wieder schneit. Die Handlung an sich ist schlüssig und wirkt nicht konstruiert, was sehr selten vorkommt, und dadurch, dass der Leser das ein oder andere Mal auf eine falsche Fährte geführt wird, steigt die Spannung immer mehr. Der Inhalt wirkt glaubhaft und nicht so, als ob der Autor krampfhaft versucht hat einen Roman zu schreiben.
Der Protagonist, Harry Hole, war mir von Anfang an sympathisch. Er scheint ein bodenständiger Mann zu sein, kein Überfliegerpolizist. Und trotzdem opfert er für seinen Job. Das Ende finde ich sehr gut gemacht, denn bis zum Schluss war es nicht vorhersehbar. Einzelne Fakten konnte man sich schon zusammenreimen, aber die entgültige Lösung eher weniger.
Zugegebenermaßen ähneln sich die skandinavischer Krimis oft, beziehungsgestörte Ermittler mit Gesundheits- bzw. Alkoholproblemen sind ja keine Seltenheit. Das ist ein kleiner Minuspunkt für mich... Ich muss auch zugeben, dass mir irgendwas an diesem Buch gefehlt hat, so richtig konnte es mich nicht gefangennehmen, trotz der anhaltenden Spannung.
Zum Abschluss noch ein Auszug aus dem Buch bei dem mir die Ausdrucksweise gut gefallen hat: (...) Die Geologen behaupten, Oslo sei ein toter Vulkankrater. Und an Abenden wie diesem malte sich Hary manchmal aus, all die Lichter der Stadt seien kleine Perforationen der Erdkruste, durch die die glühende Lava hindurchschimmerte. Ausgehend vom Holmenkollen, der wie ein weißes, hell erleuchtetes Komma auf dem Höhenzug der anderen Seite der Stadt lag,(...)
Fazit: Schneemann ist ein solider skandinavischer Krimi für aufgeweckte Ermittler, der vorzugsweise während des ersten Schnees gelesen werden sollte.
Ich vergebe 8 von 10 Punkten.
04.10.2008 14:33:42
(7535 Beiträge)
Ich fühle mich sehr geschmeichelt, dass Du einen meiner Sätze verwendest ;-)
04.10.2008 15:58:58
(119325 Beiträge)
Da gibt es schon einen früheren Thread zu, vielleicht guckt ihr da mal rein und setzt eure Rezis und Meinungen da, dann muss der geneigte Leser nicht soviel suchen. ;o)
04.10.2008 16:05:04
(15 Beiträge)
Es werden Frauen ermordet. Zunächst scheint es keinen Zusammenhang zu geben, aber Mordermittler Harry Hole erkennt ziemlich schnell ein Muster. Viele glauben ihm anfangs nicht, da sie ihn für besessen von Serienmördern halten. Es stellt sich jedoch heraus, dass er mit seiner Vermutung richtig liegt. Bei den Ermittlungen entpuppen sich verschiedene Verdächtige immer wieder als unschuldig, während sich die symbolische Schlinge um Holes Hals immer weiter zusammen zieht, auch er ist im Visier des Mörders.
Jo Nesbøs Thriller besticht nach einem sehr verwirrenden ersten Kapitel sowohl durch die Handlung als auch durch die Zeichnung der Personen.
Der Name Harry Hole wirkte anfangs schlicht lächerlich auf mich. Die Persönlichkeit des Ermittlers überzeugte mich jedoch sofort von der Figur. Er ist nicht der typische Ermittler. Im Gegenteil, er ist Alkoholiker, der mal mehr und mal weniger von seiner Sucht beeinflusst wird. Die Polizei kann und will jedoch nicht auf ihn verzichten, da er einfach genial ist.
Hole zeigt sich oft als Einzelgänger. Er offenbart seine Gedanken meist erst dann, wenn er sich ihrer Richtigkeit sicher ist und stößt bei Kollegen und Vorgesetzten des Öfteren auf Widerstand und Unglaube. Dies stört ihn jedoch nicht ansatzweise und macht ihn für mich sehr authentisch und sympathisch.
Privat zeigt sich Hole von einer ganz anderen Seite. Zwischen seiner Ex-Frau Rakel und ihm existiert immer noch eine Verbindung, die dem Leser auch die weiche Seite des Kommissars offenbart.
Die Handlung an sich ist weder langatmig noch wirkt sie konstruiert, sondern ist absolut spannend. Es werden viele Mordopfer in den verschiedensten Zuständen und an den unterschiedlichsten Orten gefunden. Die Ermittlungen laufen mehrmals ins Leere, aber Hole findet jedes Mal einen neuen Ansatz, der ihn letztlich auch zum Mörder führt.
Das Ende übertrifft die Spannung des gesamten Buches und meine Erwartungen nochmals um Einiges. Die Lösung, sprich die Identität des Mörders, wird dem Leser nicht erst auf den allerletzten Seiten offenbart, trotzdem verliert das Buch dadurch nicht an Spannung. Die Beschreibungen der Szenerie sind wunderbar gelungen und kurbeln die Adrenalinausschüttung beim Leser erheblich an. Das ist wirklich ein Showdown vom allerfeinsten.
Jo Nesbø hat mich mit Schneemann absolut überzeugt. Dieses Buch übertrifft viele andere Bücher des Genres. Meine absolute Empfehlung.
Jo Nesbøs Thriller besticht nach einem sehr verwirrenden ersten Kapitel sowohl durch die Handlung als auch durch die Zeichnung der Personen.
Der Name Harry Hole wirkte anfangs schlicht lächerlich auf mich. Die Persönlichkeit des Ermittlers überzeugte mich jedoch sofort von der Figur. Er ist nicht der typische Ermittler. Im Gegenteil, er ist Alkoholiker, der mal mehr und mal weniger von seiner Sucht beeinflusst wird. Die Polizei kann und will jedoch nicht auf ihn verzichten, da er einfach genial ist.
Hole zeigt sich oft als Einzelgänger. Er offenbart seine Gedanken meist erst dann, wenn er sich ihrer Richtigkeit sicher ist und stößt bei Kollegen und Vorgesetzten des Öfteren auf Widerstand und Unglaube. Dies stört ihn jedoch nicht ansatzweise und macht ihn für mich sehr authentisch und sympathisch.
Privat zeigt sich Hole von einer ganz anderen Seite. Zwischen seiner Ex-Frau Rakel und ihm existiert immer noch eine Verbindung, die dem Leser auch die weiche Seite des Kommissars offenbart.
Die Handlung an sich ist weder langatmig noch wirkt sie konstruiert, sondern ist absolut spannend. Es werden viele Mordopfer in den verschiedensten Zuständen und an den unterschiedlichsten Orten gefunden. Die Ermittlungen laufen mehrmals ins Leere, aber Hole findet jedes Mal einen neuen Ansatz, der ihn letztlich auch zum Mörder führt.
Das Ende übertrifft die Spannung des gesamten Buches und meine Erwartungen nochmals um Einiges. Die Lösung, sprich die Identität des Mörders, wird dem Leser nicht erst auf den allerletzten Seiten offenbart, trotzdem verliert das Buch dadurch nicht an Spannung. Die Beschreibungen der Szenerie sind wunderbar gelungen und kurbeln die Adrenalinausschüttung beim Leser erheblich an. Das ist wirklich ein Showdown vom allerfeinsten.
Jo Nesbø hat mich mit Schneemann absolut überzeugt. Dieses Buch übertrifft viele andere Bücher des Genres. Meine absolute Empfehlung.
07.10.2008 22:38:38
(2281 Beiträge)
Hallo, ich habe dieses Buch bei einer Verlosung in einer Buchhandlung gewonnen. Toll dachte ich mir, weil die Leseprobe ja so gut war. Also hab ich versucht anzufangen und der Teil der Leseprobe ist am Anfang des Buches, soweit kam ich ja auch mit, aber nach diesem Kapitel dann hab ich nur noch Bahnhof verstanden, ich weiß auch nicht wieso. Ich komme mit dieser Art von skandinavischen Krimis nicht zu Recht. Das Buch hab ich dann nach 80 Seiten doch zur Seite legen müssen. Schade, aber es kann einem ja auch nicht alles gefallen. Ich kann noch nicht mal sagen, was bisher passiert ist, mich verwirrt die Handlung, die fremden Straßennamen und Name im Allgemeinen.
19.10.2008 10:03:51
(33783 Beiträge)
Schneemann - Jo Nesbo
Er schlägt immer zu, wenn der erste Schnee des Winters fällt... Der Schneemann.
Es hat erstmal den Anschein, dass er sich seine Opfer wahllos schnappt und dann bis zum nächsten Winterbeginn wieder spurlos zu verschwinden.
Ein Fall für Harry Hole, den etwas unkonventionellen Polizisten mit Alkohol- und Eheproblemen. Was anfangs undurchschaubar ist, lichtet sich im Laufe von Harrys Ermittlungen scheinbar immer mehr. Mit jedem neuen Verdächtigen, den Hole präsentiert, wird die Geschichte undurchsichtiger und spannender, denn die Verdachtsmomente passen immer wieder auf den jeweiligen Verdächtigen. Bis er endlich durch viele Zufälle an den richtigen gerät und er beinahe zu spät kommt und um Haaresbreite sein eigenes Leben und das seiner Familie zu zerstören droht.
Jo Nesbo hat die Gabe, den Leser von der ersten Seite an in seinen Bann zu ziehen. Der Schreibstil ist flüssig und trotzdem nie flach oder langweilig. Er versteht es, den Spannungslevel an einem Punkt zu jonglieren, der es dem Leser schwer macht, das Buch zur Seite zu legen.
Der spannungsgeladene Auftakt lässt einen erst vermuten, dass es eigentlich nichts mehr geben kann, um einen an dieses Buch zu fesseln. Aber Nesbo setzt immer wieder was oben drauf bis es zu einem Showdown kommt, der seinesgleichen sucht.
Bisher war ich nicht der große Krimifan, aber dass ich mir den einen oder anderen Nesbo noch zulegen werde, ist ganz sicher, denn er hat mich davon überzeugt, dass Krimi nicht gleich Krimi ist.
Er schlägt immer zu, wenn der erste Schnee des Winters fällt... Der Schneemann.
Es hat erstmal den Anschein, dass er sich seine Opfer wahllos schnappt und dann bis zum nächsten Winterbeginn wieder spurlos zu verschwinden.
Ein Fall für Harry Hole, den etwas unkonventionellen Polizisten mit Alkohol- und Eheproblemen. Was anfangs undurchschaubar ist, lichtet sich im Laufe von Harrys Ermittlungen scheinbar immer mehr. Mit jedem neuen Verdächtigen, den Hole präsentiert, wird die Geschichte undurchsichtiger und spannender, denn die Verdachtsmomente passen immer wieder auf den jeweiligen Verdächtigen. Bis er endlich durch viele Zufälle an den richtigen gerät und er beinahe zu spät kommt und um Haaresbreite sein eigenes Leben und das seiner Familie zu zerstören droht.
Jo Nesbo hat die Gabe, den Leser von der ersten Seite an in seinen Bann zu ziehen. Der Schreibstil ist flüssig und trotzdem nie flach oder langweilig. Er versteht es, den Spannungslevel an einem Punkt zu jonglieren, der es dem Leser schwer macht, das Buch zur Seite zu legen.
Der spannungsgeladene Auftakt lässt einen erst vermuten, dass es eigentlich nichts mehr geben kann, um einen an dieses Buch zu fesseln. Aber Nesbo setzt immer wieder was oben drauf bis es zu einem Showdown kommt, der seinesgleichen sucht.
Bisher war ich nicht der große Krimifan, aber dass ich mir den einen oder anderen Nesbo noch zulegen werde, ist ganz sicher, denn er hat mich davon überzeugt, dass Krimi nicht gleich Krimi ist.
21.10.2008 21:19:26
(8040 Beiträge)
Das ist ein klasse Buch. War letzten Monat meine Highlight!
07.11.2008 10:16:10
(107 Beiträge)
Harry Hole hat einen neuen Fan: mich!
Der erste Schnee des Winters fällt, eine Mutter entdeckt einen frisch gebauten Schneemann ... und verschwindet kurz darauf. Wenn sie überhaupt gefunden wird, dann tot. Schnell wird klar, dass dies das Werk eines Serienmörders ist. Jahr für Jahr tötet er etwa Anfang November eine Frau. 2004 ändert sich das Schema, er gibt sich nicht mehr mit einem Opfer zufrieden
Der Ermittler Harry Hole ist ein schon fast typischer Ermittler mit Alkoholproblemen und gescheiterter Beziehung. Lässt sich die Arbeit bei der Kriminalpolizei wirklich nur im Suff ertragen? Harry gewinnt schnell meine Sympathien. Egal, was passiert, egal, wie viele Leichen gefunden werden, egal, welcher Verdächtige festgenommen oder tot aufgefunden wird ... Harry bleibt skeptisch, forscht weiter und stellt am Ende den richtigen Täter. Der furiose Showdown lässt mich hoffen, dass ich diesen Roman bald auch verfilmt erleben kann, er eignet sich perfekt für Leinwand und Mattscheibe.
Viele Romane haben einen starken Auftakt/Prolog, lassen dann aber sehr schnell nach und bleiben hinter den Erwartungen zurück. Anders der Schneemann: Im ersten Bild packte mich die Spannung und ließ mich bis zur letzten Seite nicht mehr los. Das Buch ist flott geschrieben, selbst Vielleser von Krimis und Thrillern werden wahrscheinlich erst den richtigen Verdacht bekommen, wenn es der Autor auch will. Die Personen sind detailliert gezeichnet, Handlungsorte perfekt beschrieben. Wem da beim nächsten Öffnen der Tiefkühltruhe nicht die Nackenhaare hoch stehen, der ist ja wohl völlig abgebrüht!
Ich bin sehr froh, dass mir die Verlagsvertreterin bei der Buchmesse einen weiteren Harry-Hole-Roman als Leseexemplar überlassen hat. Denn eins steht fest: ich werde nun gezielt nach Büchern mit diesem Ermittler und anderen Büchern des Autors Ausschau halten. Harry Hole hat einen neuen Fan: mich!
Der erste Schnee des Winters fällt, eine Mutter entdeckt einen frisch gebauten Schneemann ... und verschwindet kurz darauf. Wenn sie überhaupt gefunden wird, dann tot. Schnell wird klar, dass dies das Werk eines Serienmörders ist. Jahr für Jahr tötet er etwa Anfang November eine Frau. 2004 ändert sich das Schema, er gibt sich nicht mehr mit einem Opfer zufrieden
Der Ermittler Harry Hole ist ein schon fast typischer Ermittler mit Alkoholproblemen und gescheiterter Beziehung. Lässt sich die Arbeit bei der Kriminalpolizei wirklich nur im Suff ertragen? Harry gewinnt schnell meine Sympathien. Egal, was passiert, egal, wie viele Leichen gefunden werden, egal, welcher Verdächtige festgenommen oder tot aufgefunden wird ... Harry bleibt skeptisch, forscht weiter und stellt am Ende den richtigen Täter. Der furiose Showdown lässt mich hoffen, dass ich diesen Roman bald auch verfilmt erleben kann, er eignet sich perfekt für Leinwand und Mattscheibe.
Viele Romane haben einen starken Auftakt/Prolog, lassen dann aber sehr schnell nach und bleiben hinter den Erwartungen zurück. Anders der Schneemann: Im ersten Bild packte mich die Spannung und ließ mich bis zur letzten Seite nicht mehr los. Das Buch ist flott geschrieben, selbst Vielleser von Krimis und Thrillern werden wahrscheinlich erst den richtigen Verdacht bekommen, wenn es der Autor auch will. Die Personen sind detailliert gezeichnet, Handlungsorte perfekt beschrieben. Wem da beim nächsten Öffnen der Tiefkühltruhe nicht die Nackenhaare hoch stehen, der ist ja wohl völlig abgebrüht!
Ich bin sehr froh, dass mir die Verlagsvertreterin bei der Buchmesse einen weiteren Harry-Hole-Roman als Leseexemplar überlassen hat. Denn eins steht fest: ich werde nun gezielt nach Büchern mit diesem Ermittler und anderen Büchern des Autors Ausschau halten. Harry Hole hat einen neuen Fan: mich!
08.11.2008 07:21:14
(31 Beiträge)
Eiskalt
Schneemann, der siebte Fall aus der Reihe um den Ermittler Harry Hole, war mein erstes Buch von Jo Nesboe.
Es lässt sich aber zum Glück auch sehr gut ohne Kenntnisse aus den vorherigen Bänden lesen.
Der Einstieg in das Buch gelingt spannend und neugierig machend mit einem Prolog, der 20 Jahre zurück liegt.
Hier werden die ersten Spuren gelegt und es deutet sich schon an, dass keine Langeweile zu erwarten ist.
20 Jahre später wird Harry Hole mit den Ermittlungen um einen Serientäter, der bald "Der Schneemann" genannt wird, beginnen.
Es werden viele Fährten gelegt, vielleicht ein paar zuviel und zu unglaubwürdig, aber die Geschichte ist doch spannend aufgebaut.
Sehr gut fand ich auch, dass immer wieder aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt wurde. So erlebt man quasi live die Panik und Ängste der Opfer mit.
Bis zum grossen, und sehr gut gemachten, Showdown werden viele Geheimnisse gelüftet und viele Verdächtigungen ausgesprochen und widerlegt.
Ein ganz grosser Kritikpunkt ist für mich der Klappentext des Buches ( ich bin sehr froh, ihn erst hinterher gelesen zu haben ). Er verrät eindeutig viel zu viel vom Inhalt des Buches und ich kann nicht verstehen, weshalb dies vom Verlag so gehandhabt wurde.
Ein spannendes Buch, ein guter Krimi, ein interessanter Ermittler, ich liebe einfach die nordischen Krimis.
Und schon wieder eine Reihe, die ich von Anfang an lesen will.
Schneemann, der siebte Fall aus der Reihe um den Ermittler Harry Hole, war mein erstes Buch von Jo Nesboe.
Es lässt sich aber zum Glück auch sehr gut ohne Kenntnisse aus den vorherigen Bänden lesen.
Der Einstieg in das Buch gelingt spannend und neugierig machend mit einem Prolog, der 20 Jahre zurück liegt.
Hier werden die ersten Spuren gelegt und es deutet sich schon an, dass keine Langeweile zu erwarten ist.
20 Jahre später wird Harry Hole mit den Ermittlungen um einen Serientäter, der bald "Der Schneemann" genannt wird, beginnen.
Es werden viele Fährten gelegt, vielleicht ein paar zuviel und zu unglaubwürdig, aber die Geschichte ist doch spannend aufgebaut.
Sehr gut fand ich auch, dass immer wieder aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt wurde. So erlebt man quasi live die Panik und Ängste der Opfer mit.
Bis zum grossen, und sehr gut gemachten, Showdown werden viele Geheimnisse gelüftet und viele Verdächtigungen ausgesprochen und widerlegt.
Ein ganz grosser Kritikpunkt ist für mich der Klappentext des Buches ( ich bin sehr froh, ihn erst hinterher gelesen zu haben ). Er verrät eindeutig viel zu viel vom Inhalt des Buches und ich kann nicht verstehen, weshalb dies vom Verlag so gehandhabt wurde.
Ein spannendes Buch, ein guter Krimi, ein interessanter Ermittler, ich liebe einfach die nordischen Krimis.
Und schon wieder eine Reihe, die ich von Anfang an lesen will.
10.11.2008 19:56:21
(250 Beiträge)
Meine Meinung zu dem Buch:
Der Schneemann erinnert vom Namen her an Kälte und Winter und beim Lesen ist mir dann auch der ein oder andere Schauer über den Rücken gelaufen. Obwohl es nicht der erste Band aus der Krimireihe mit Harry Hole ist, war es für mich aber das erste Buch von Jo Nesbo. Man erfährt aber auch so genug über Harry Hole und seine Vergangenheit, dass man die vorangegangenen Bände nicht unbedingt gelesen haben muss. Dafür, dass das Buch im Krimi-Genre eingeordnet wurde, war es mir eigentlich zu spannend, zu viele falsche Spuren, so dass ich eher das Gefühl hatte, einen Thriller zu lesen. Wer als Leser gerne selbst ermittelt und hier beim Lesen gut aufpasst, könnte vielleicht enttäuscht werden. Bisher hatte ich noch keinen skandinavischen Lieblingsautor, aber nach diesem Buch bin ich überzeugt, dass es nicht mein letztes von Nesbo war.
Der Schneemann erinnert vom Namen her an Kälte und Winter und beim Lesen ist mir dann auch der ein oder andere Schauer über den Rücken gelaufen. Obwohl es nicht der erste Band aus der Krimireihe mit Harry Hole ist, war es für mich aber das erste Buch von Jo Nesbo. Man erfährt aber auch so genug über Harry Hole und seine Vergangenheit, dass man die vorangegangenen Bände nicht unbedingt gelesen haben muss. Dafür, dass das Buch im Krimi-Genre eingeordnet wurde, war es mir eigentlich zu spannend, zu viele falsche Spuren, so dass ich eher das Gefühl hatte, einen Thriller zu lesen. Wer als Leser gerne selbst ermittelt und hier beim Lesen gut aufpasst, könnte vielleicht enttäuscht werden. Bisher hatte ich noch keinen skandinavischen Lieblingsautor, aber nach diesem Buch bin ich überzeugt, dass es nicht mein letztes von Nesbo war.
12.11.2008 16:22:09
(2654 Beiträge)
Der Mann der viele Fährten und Wendungen
Nesboe lockt, wie kaum ein anderer, den Leser auf die unterschiedlichsten Abwege. Der Schneemann ist aber nicht so undurchschaubar (zumindest für mich), wie der Erlöser, den ich allerdings gehört habe, was doch häufig zu einem anderen empfinden führt.
Dafür ist das aktuelle Buch irgenwie beklemmender, persönlicher, sehr stimmungvoll - geht viel schneller an die Substanz. Auch wenn die Zahl der Kuckuckskinder etwas hoch gegriffen erscheint (im europäischen Schnitt circa 9 %), tut dies der Geschichte keinen Abbruch. Schließlich muss nur der Täter an die etwas überhöhte Statistik glauben. Schön spinnt Nesboe sein Ermittlungsnetz, lange bedeutet eine neue Erkenntnis wieder eine größere Verwirrung. Lange konnte ich über das eigentliche Motiv des Täters rätseln, auch schon, als ich einen Verdacht hatte, wer der Täter wäre.
Nesboe verknüpft auch in diesem Buch wieder Spannung mit moralischen Fragen: Wann hintergeht man einen Partner? Wie gravierend ist ein Seitensprung? Braucht mancher den Rückschritt zum Ex-Partner, um ganz loszukommen?
Ein allgemeingültiges Rezept wird nicht vermittelt, braucht es auch nicht, bei einem (filmreifen) Happy-End ;-).
Langsam frage ich mich, ob "alle" skandinavischen Ermittler Einzelgänger, Alkoholiker, mit Eheproblemen belastet sind. Natürlich sind sie dennoch liebend, liebenswert mit ihrer schrulligen Art und fürsorglich zu ihren (Stief)Kindern? Dieser Stereotyp ist etwas nervend, auch wenn Harry Hole in diesem Buch eine Ermittlerin an die Seite gestellt bekommen hat, die jedoch, wie es scheint, nur ein kurzes Gastspiel gegeben hat.
Nicht alle Hinweise werden mit vernünftigen Auflösungen ausgeführt, allerdings kann dies auch am Tempo liegen. Manche Ergebnisse wirken dadurch recht aufgesetzt. Vielleicht muss der Autor noch "lernen", dass nicht jeder Ermittlungsfetzen am Ende geklärt sein muss, vieles davon ist für den Leser eher unwichtig. Das Leben klärt schließlich auch nicht alles auf ;-)
Mangelhaft empfinde ich die Beschreibung und den Klappentext:
Hier wird sogar darauf hingewiesen, dass es Katrine nicht war! Was soll das? Der Leser erfährt dies im Buch erst im letzten Fünftel! Auch die Bedrohung Rakels, die man sich zwar früh bereits denken kann, greift dem Buch deutlich voraus.
Einzig: "Jo Nesbøs Kriminalroman Schneemann erzählt eindrucksvoll von der zerstörerischen Macht der Lüge.""
fast den literarischen Wert des Buches auf den Punkt genau zusammen.
Wie schon bei Mankell tue ich mir auch mit diesem skandinavischen Krimiautor schwer, irgendwie fesseln sie mich - und gleichzeitig auch nicht. Eher stotternd lese ich diese Bücher, wobei gegen Ende das (Lese)Tempo deutlich beschleunigt wird ;-) Dies liegt jedoch nicht an sprachlichen Mitteln. Die Sprache ist sogar eher schnörkellos, klarlinig - eben irgendwie schwedisch - zumindest so, wie es hier vermittelt wird.
Ich habe das ganze Buch lang irgendwie mitgefiebert und so sehr spannende Stunden mit diesem Buch verbracht. Genauso sollte ein guter Krimi sein!
Nesboe lockt, wie kaum ein anderer, den Leser auf die unterschiedlichsten Abwege. Der Schneemann ist aber nicht so undurchschaubar (zumindest für mich), wie der Erlöser, den ich allerdings gehört habe, was doch häufig zu einem anderen empfinden führt.
Dafür ist das aktuelle Buch irgenwie beklemmender, persönlicher, sehr stimmungvoll - geht viel schneller an die Substanz. Auch wenn die Zahl der Kuckuckskinder etwas hoch gegriffen erscheint (im europäischen Schnitt circa 9 %), tut dies der Geschichte keinen Abbruch. Schließlich muss nur der Täter an die etwas überhöhte Statistik glauben. Schön spinnt Nesboe sein Ermittlungsnetz, lange bedeutet eine neue Erkenntnis wieder eine größere Verwirrung. Lange konnte ich über das eigentliche Motiv des Täters rätseln, auch schon, als ich einen Verdacht hatte, wer der Täter wäre.
Nesboe verknüpft auch in diesem Buch wieder Spannung mit moralischen Fragen: Wann hintergeht man einen Partner? Wie gravierend ist ein Seitensprung? Braucht mancher den Rückschritt zum Ex-Partner, um ganz loszukommen?
Ein allgemeingültiges Rezept wird nicht vermittelt, braucht es auch nicht, bei einem (filmreifen) Happy-End ;-).
Langsam frage ich mich, ob "alle" skandinavischen Ermittler Einzelgänger, Alkoholiker, mit Eheproblemen belastet sind. Natürlich sind sie dennoch liebend, liebenswert mit ihrer schrulligen Art und fürsorglich zu ihren (Stief)Kindern? Dieser Stereotyp ist etwas nervend, auch wenn Harry Hole in diesem Buch eine Ermittlerin an die Seite gestellt bekommen hat, die jedoch, wie es scheint, nur ein kurzes Gastspiel gegeben hat.
Nicht alle Hinweise werden mit vernünftigen Auflösungen ausgeführt, allerdings kann dies auch am Tempo liegen. Manche Ergebnisse wirken dadurch recht aufgesetzt. Vielleicht muss der Autor noch "lernen", dass nicht jeder Ermittlungsfetzen am Ende geklärt sein muss, vieles davon ist für den Leser eher unwichtig. Das Leben klärt schließlich auch nicht alles auf ;-)
Mangelhaft empfinde ich die Beschreibung und den Klappentext:
Hier wird sogar darauf hingewiesen, dass es Katrine nicht war! Was soll das? Der Leser erfährt dies im Buch erst im letzten Fünftel! Auch die Bedrohung Rakels, die man sich zwar früh bereits denken kann, greift dem Buch deutlich voraus.
Einzig: "Jo Nesbøs Kriminalroman Schneemann erzählt eindrucksvoll von der zerstörerischen Macht der Lüge.""
fast den literarischen Wert des Buches auf den Punkt genau zusammen.
Wie schon bei Mankell tue ich mir auch mit diesem skandinavischen Krimiautor schwer, irgendwie fesseln sie mich - und gleichzeitig auch nicht. Eher stotternd lese ich diese Bücher, wobei gegen Ende das (Lese)Tempo deutlich beschleunigt wird ;-) Dies liegt jedoch nicht an sprachlichen Mitteln. Die Sprache ist sogar eher schnörkellos, klarlinig - eben irgendwie schwedisch - zumindest so, wie es hier vermittelt wird.
Ich habe das ganze Buch lang irgendwie mitgefiebert und so sehr spannende Stunden mit diesem Buch verbracht. Genauso sollte ein guter Krimi sein!
12.11.2008 18:36:03
(589 Beiträge)
Der Schneemann und der Superbulle.
Wer die Krimis von Jo Nesbo (noch) nicht kennt, hat definitiv etwas verpasst. Der neue Krimi von ihm und seinen Ermittler Harry Hole steht den anderen in nichts nach. Immer wenn der erste Schnee fällt, holt sich der Schneemann sein nächstes Opfer. Es sind immer Frauen und sie haben eins gemeinsam: Sie haben Kinder, sie waren untreu und dafür sollen sie jetzt bezahlen. Doch Harry Hole hat schnell eine heiße Spur und muß schon bald erkennen, dass er tiefer in diesem Fall verwickelt ist, als er gedacht hat. Die Katz- und Mausjagd hat begonnen... Ich lese die Krimis von Jo Nesbo sehr gerne und auch dieser konnte mich wieder überzeugen. Und so fies die Morde auch waren, es befanden sich einige humorvolle (sehr makabre) Stellen, bei denen ich schallend lachen mußte. Dennoch habe ich auch ein paar Kritikpunkte. Die Sprache war mir manchmal ein wenig zu derb bzw. heftig. Und natürlich ist Harry Hole ein klasse Ermittler, jedoch ging mir diese Superbulle-Darstellung manchmal etwas auf den Keks. Das Buch war von Anfang an (durchweg) spannend. Allerdings waren es für meine Begriffe zuviele falsche Fährten, die gelegt wurden, die hätte dieser Krimi gar nicht benötigt. Alles in allem, hat Jo Nesbo wieder einmal einen tollen Krimi abgeliefert, mit dem er spätestens jetzt den letzten Kritiker überzeugt haben dürfte.
Wer die Krimis von Jo Nesbo (noch) nicht kennt, hat definitiv etwas verpasst. Der neue Krimi von ihm und seinen Ermittler Harry Hole steht den anderen in nichts nach. Immer wenn der erste Schnee fällt, holt sich der Schneemann sein nächstes Opfer. Es sind immer Frauen und sie haben eins gemeinsam: Sie haben Kinder, sie waren untreu und dafür sollen sie jetzt bezahlen. Doch Harry Hole hat schnell eine heiße Spur und muß schon bald erkennen, dass er tiefer in diesem Fall verwickelt ist, als er gedacht hat. Die Katz- und Mausjagd hat begonnen... Ich lese die Krimis von Jo Nesbo sehr gerne und auch dieser konnte mich wieder überzeugen. Und so fies die Morde auch waren, es befanden sich einige humorvolle (sehr makabre) Stellen, bei denen ich schallend lachen mußte. Dennoch habe ich auch ein paar Kritikpunkte. Die Sprache war mir manchmal ein wenig zu derb bzw. heftig. Und natürlich ist Harry Hole ein klasse Ermittler, jedoch ging mir diese Superbulle-Darstellung manchmal etwas auf den Keks. Das Buch war von Anfang an (durchweg) spannend. Allerdings waren es für meine Begriffe zuviele falsche Fährten, die gelegt wurden, die hätte dieser Krimi gar nicht benötigt. Alles in allem, hat Jo Nesbo wieder einmal einen tollen Krimi abgeliefert, mit dem er spätestens jetzt den letzten Kritiker überzeugt haben dürfte.
17.11.2008 21:34:32
(1040 Beiträge)
Es handelt sich um einen sehr gut geschriebenen Thriller mit viel Spannung und gut aufrechterhaltenem Spannungsbogen. Es werden einige Morde und dazugehörige Fakten hintereinander erzählt. Ab etwa der Mitte tauchen die ersten mutmaßlichen Mörder auf, aber erst ziemlich zum Ende hin werden die Fäden zu einer logischen Aufklärung zusammengeführt.
Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Das Cover passt gut zum Buch.
Mir hat "Schneemann" sehr gut gefallen und ich kann das Buch guten Gewissens weiterempfehlen.
Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Das Cover passt gut zum Buch.
Mir hat "Schneemann" sehr gut gefallen und ich kann das Buch guten Gewissens weiterempfehlen.
07.02.2009 12:55:28
(17071 Beiträge)
Mir hat "Schneemann" gut gefallen. Ich vergebe 4/5 Punkten.
Mit dem ersten Schnee
Inhalt:
Harry Hole ist Kommissar bei der Polizei in Oslo. Seit er in Australien einen Serienmörder festgenommen hat und an einem Seminar des FBI teilgenommen hat, gilt er in Norwegen als Fachmann für alle Fragen rund um Serienmörder. Seither wittert er auch bei jedem Mordfall den Auftakt eines Serienmordes, kann doch Norwegen bisher noch keinen eigenen Serienmörder in der Polizeigeschichte vorweisen. Als Alkoholiker und mit einer gescheiterten Beziehung hinter sich, bietet Harry Hole auch noch weitere Angriffsflächen. Eigentlich würde man nicht erwartet, dass dieser Mann tatsächlich ein fähiger Polizist ist. Doch im richtigen Moment gelingt es ihm immer sich zusammen zu reißen und die richtigen Rückschlüsse zu ziehen. So ist er auch der Einzige, dem die Verbindung zwischen zwei Mordfällen auffällt. In beiden Fällen waren die Opfer junge Mütter und in der Nähe des Tatorts wird ein Schneemann gefunden. Dieser Schneemann scheint auch der entscheidende Hinweis zu sein, denn ein Schneemann wird auch in den Akten vieler ungelöster Vermisstenfälle erwähnt. Immer wenn der erste Schnee fällt, verschwinden junge Mütter. Doch was steckt wirklich hinter dem ganzen?
Meine Meinung:
"Schneemann" von Jo Nesbø hat mir sehr gut gefallen.
Spannend von der ersten bis zur letzten Seite und mit einem Kommissar, der alles andere als perfekt ist.
Ich vergebe nur deshalb nicht die volle Punktzahl, weil mir einiges einfach zu unrealistisch ist. Der Wunsch nach einem Serienmörder, weil Norwegen ja noch nie einen hatte, ein offener Alkoholiker als hochrangiger Polizist und die recht unkonventionelle und eigenmächtige Vorgehensweise von Kommissar Harry Hole war mir ein wenig zu viel.
Bei "Schneemann" handelt es sich bereits um den siebten Fall von Harry Hole. Es ist jedoch nicht erforderlich alle Bücher vorher gelesen zu haben, da sie jeweils in sich abgeschlossen sind. Wer jedoch wissen möchte, ob Harry Hole immer so wenig Respekt vor seinen Vorgesetzten hat und wie das denn eigentlich früher mit seiner Ex-Freundin Rakel war, der sollte ruhig die Reihe in der richtigen Reihenfolge durchgehen.
Besonders gut gefallen haben mir an "Schneemann" die kleinen Details. Sowohl in der Vorgehensweise des Mörders, als auch in der Ermittlung von Harry Hole gab es einige Stellen, die ich toll ausgearbeitet fand und gute Überlegungen.
Auch moralisch werden hier einige Fragen in den Raum gestellt, gerade was die Motivation des Mörders betrifft.
Die Figuren sind sehr gut ausgearbeitet und ich konnte mich sehr gut in die Haupt- und Nebencharaktere hinein versetzen. Gerade bei den Nebenfiguren ist es sonst eher selten der Fall, dass sie so mit Leben gefüllt werden, wie es dem Autor hier gelungen ist. Harry Hole hat sich im Laufe der Reihe soweit entwickelt, dass man bei ihm selbst den Tonfall aus den Zeilen heraus zu hören glaubt. Ein echtes Unikat und wenn auch etwas unrealistisch, so doch auf jeden Fall sympathisch.
Stilistisch bedient sich Jo Nesbø einiger Zeitsprünge und Perspektivenwechsel, die bei mir dazu führten, dass ich bei der Suche nach dem Täter aufs Glatteis geführt wurde. Bis fast zum Schluss hatte ich die Geschichte noch nicht vollends durchblickt und so blieb auch die Spannung bis zum Ende erhalten.
Das Buch gefällt mir auch von seiner Aufmachung her sehr gut. Titelcover und Bucheinband sind sehr ansprechend und hochwertig.
Fazit:
Harry Hole in Höchstform!
Mit dem ersten Schnee
Inhalt:
Harry Hole ist Kommissar bei der Polizei in Oslo. Seit er in Australien einen Serienmörder festgenommen hat und an einem Seminar des FBI teilgenommen hat, gilt er in Norwegen als Fachmann für alle Fragen rund um Serienmörder. Seither wittert er auch bei jedem Mordfall den Auftakt eines Serienmordes, kann doch Norwegen bisher noch keinen eigenen Serienmörder in der Polizeigeschichte vorweisen. Als Alkoholiker und mit einer gescheiterten Beziehung hinter sich, bietet Harry Hole auch noch weitere Angriffsflächen. Eigentlich würde man nicht erwartet, dass dieser Mann tatsächlich ein fähiger Polizist ist. Doch im richtigen Moment gelingt es ihm immer sich zusammen zu reißen und die richtigen Rückschlüsse zu ziehen. So ist er auch der Einzige, dem die Verbindung zwischen zwei Mordfällen auffällt. In beiden Fällen waren die Opfer junge Mütter und in der Nähe des Tatorts wird ein Schneemann gefunden. Dieser Schneemann scheint auch der entscheidende Hinweis zu sein, denn ein Schneemann wird auch in den Akten vieler ungelöster Vermisstenfälle erwähnt. Immer wenn der erste Schnee fällt, verschwinden junge Mütter. Doch was steckt wirklich hinter dem ganzen?
Meine Meinung:
"Schneemann" von Jo Nesbø hat mir sehr gut gefallen.
Spannend von der ersten bis zur letzten Seite und mit einem Kommissar, der alles andere als perfekt ist.
Ich vergebe nur deshalb nicht die volle Punktzahl, weil mir einiges einfach zu unrealistisch ist. Der Wunsch nach einem Serienmörder, weil Norwegen ja noch nie einen hatte, ein offener Alkoholiker als hochrangiger Polizist und die recht unkonventionelle und eigenmächtige Vorgehensweise von Kommissar Harry Hole war mir ein wenig zu viel.
Bei "Schneemann" handelt es sich bereits um den siebten Fall von Harry Hole. Es ist jedoch nicht erforderlich alle Bücher vorher gelesen zu haben, da sie jeweils in sich abgeschlossen sind. Wer jedoch wissen möchte, ob Harry Hole immer so wenig Respekt vor seinen Vorgesetzten hat und wie das denn eigentlich früher mit seiner Ex-Freundin Rakel war, der sollte ruhig die Reihe in der richtigen Reihenfolge durchgehen.
Besonders gut gefallen haben mir an "Schneemann" die kleinen Details. Sowohl in der Vorgehensweise des Mörders, als auch in der Ermittlung von Harry Hole gab es einige Stellen, die ich toll ausgearbeitet fand und gute Überlegungen.
Auch moralisch werden hier einige Fragen in den Raum gestellt, gerade was die Motivation des Mörders betrifft.
Die Figuren sind sehr gut ausgearbeitet und ich konnte mich sehr gut in die Haupt- und Nebencharaktere hinein versetzen. Gerade bei den Nebenfiguren ist es sonst eher selten der Fall, dass sie so mit Leben gefüllt werden, wie es dem Autor hier gelungen ist. Harry Hole hat sich im Laufe der Reihe soweit entwickelt, dass man bei ihm selbst den Tonfall aus den Zeilen heraus zu hören glaubt. Ein echtes Unikat und wenn auch etwas unrealistisch, so doch auf jeden Fall sympathisch.
Stilistisch bedient sich Jo Nesbø einiger Zeitsprünge und Perspektivenwechsel, die bei mir dazu führten, dass ich bei der Suche nach dem Täter aufs Glatteis geführt wurde. Bis fast zum Schluss hatte ich die Geschichte noch nicht vollends durchblickt und so blieb auch die Spannung bis zum Ende erhalten.
Das Buch gefällt mir auch von seiner Aufmachung her sehr gut. Titelcover und Bucheinband sind sehr ansprechend und hochwertig.
Fazit:
Harry Hole in Höchstform!
28.10.2009 14:17:39
(3671 Beiträge)
Ich konnte mir ja nur das Taschenbuch leisten. Das hab ich gestern gekauft - und jetzt les ich so langsam wie möglich, damit es nicht so schnell zu Ende ist!
01.11.2009 13:28:20

