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Sergio Bambaren - Die Bucht am Ende der Welt
Beitrag
erstellt am
(2654 Beiträge)
Ab- und Eintauchen
in ein Lesevergnügen der etwas anderen Art.
Sergio Bambaren ist, wie Hector, auf der Suche nach dem Sinn des Lebens. Er sucht jedoch im richtigen Leben und einen Ausschnitt seiner Suche präsentiert er uns in diesem Buch über seine Reise nach Tobago, die er wegen der perfekten Dünung unternimmt. Leider bleiben die Wellen aus - er muss sich demnach einer anderen Beschäftigung zuwenden und geht (zögernd) tauchen.
Das Büchlein vermittelt wunderschöne Tauchszenen. Bambaren versteht es, die Unterwasserwelt in herrlichen Bildern zu schildern. Bedauernswerterweise driftet der Autor von einem (reinen) Reisebericht ab und wird pseudophilosophisch. Diese Abschweifungen sind leider oft Plattitüden, die irgendwie fehl am Platz wirken. Zum Beispiel fallen im Gespräch mit dem Tauchpartner folgende Sätze: "Du und ich, wir beide wissen nur zu gut, dass man Weisheit nicht in Büchern und bei Schulmeistern findet, sondern im großen, offenen Buch des Lebens und in der Stille der Natur." Das haben schon andere mit schöneren Worten, auch treffender beschrieben. Zwischendurch steigen jedoch, wie die Luftblasen beim Tauchen, aus diesem Gros an Wörtern, Sätzen, poetisch anmutende Perlen auf, die zum Verweilen einladen: "Weisheit wird oft in Einsamkeit geboren, manchmal auch im Dunkel." Die positive Einstellung zum Leben und die vermittelte Urlaubsidylle lassen mich zumindest diese Schilderungen übergehen. Störend erweist sich nur der Tanz mit dem Manta. Mystisch wird hier ein Taucherlebnis geschildert, bei dem "mittels Gedankenübertragung" Weisheiten kommuniziert werden, das komplett aus dem Rahmen fällt.
Das geht mir dann doch zu weit. Ich habe über vieles hinweg lesen können, wie die viel zu rosa-rote (Urlaubs-)Beschreibung der Bevölkerung dort, die immer lächelt und komplett ausgeglichen geschildert wird, oder die Wiederholungen der Erkenntnisse, die die ausgebliebene Dünung vermittelt hat. Aber da war dann doch mein Limit erreicht, weshalb ich das Buch auch nur einschränkend weiterempfehlen kann. Es liest sich flott und ist gewiss für Taucher und solche, die es werden wollen, ein nettes Weihnachtspräsent mit einem vernünftigen Preis-Leistungsverhältnis, vor allem, weil auch die Aufmachung sehr stimmig ist, die Farbfotos gut ausgewählt sind und zusätzliche Urlaubsstimmung vermitteln im grauen Winteralltag. Ingesamt also ein nettes Büchlein, das man nicht gelesen haben muss - aber durchaus lesen kann.
in ein Lesevergnügen der etwas anderen Art.
Sergio Bambaren ist, wie Hector, auf der Suche nach dem Sinn des Lebens. Er sucht jedoch im richtigen Leben und einen Ausschnitt seiner Suche präsentiert er uns in diesem Buch über seine Reise nach Tobago, die er wegen der perfekten Dünung unternimmt. Leider bleiben die Wellen aus - er muss sich demnach einer anderen Beschäftigung zuwenden und geht (zögernd) tauchen.
Das Büchlein vermittelt wunderschöne Tauchszenen. Bambaren versteht es, die Unterwasserwelt in herrlichen Bildern zu schildern. Bedauernswerterweise driftet der Autor von einem (reinen) Reisebericht ab und wird pseudophilosophisch. Diese Abschweifungen sind leider oft Plattitüden, die irgendwie fehl am Platz wirken. Zum Beispiel fallen im Gespräch mit dem Tauchpartner folgende Sätze: "Du und ich, wir beide wissen nur zu gut, dass man Weisheit nicht in Büchern und bei Schulmeistern findet, sondern im großen, offenen Buch des Lebens und in der Stille der Natur." Das haben schon andere mit schöneren Worten, auch treffender beschrieben. Zwischendurch steigen jedoch, wie die Luftblasen beim Tauchen, aus diesem Gros an Wörtern, Sätzen, poetisch anmutende Perlen auf, die zum Verweilen einladen: "Weisheit wird oft in Einsamkeit geboren, manchmal auch im Dunkel." Die positive Einstellung zum Leben und die vermittelte Urlaubsidylle lassen mich zumindest diese Schilderungen übergehen. Störend erweist sich nur der Tanz mit dem Manta. Mystisch wird hier ein Taucherlebnis geschildert, bei dem "mittels Gedankenübertragung" Weisheiten kommuniziert werden, das komplett aus dem Rahmen fällt.
Das geht mir dann doch zu weit. Ich habe über vieles hinweg lesen können, wie die viel zu rosa-rote (Urlaubs-)Beschreibung der Bevölkerung dort, die immer lächelt und komplett ausgeglichen geschildert wird, oder die Wiederholungen der Erkenntnisse, die die ausgebliebene Dünung vermittelt hat. Aber da war dann doch mein Limit erreicht, weshalb ich das Buch auch nur einschränkend weiterempfehlen kann. Es liest sich flott und ist gewiss für Taucher und solche, die es werden wollen, ein nettes Weihnachtspräsent mit einem vernünftigen Preis-Leistungsverhältnis, vor allem, weil auch die Aufmachung sehr stimmig ist, die Farbfotos gut ausgewählt sind und zusätzliche Urlaubsstimmung vermitteln im grauen Winteralltag. Ingesamt also ein nettes Büchlein, das man nicht gelesen haben muss - aber durchaus lesen kann.
11.10.2008 11:55:16
(480 Beiträge)
Kurzbeschreibung
-Wenn du dich zu sehr in ein Ziel verrennst, verlierst du leicht den Blick für das Schöne, das dich umgibt. SergioBambaren, der mit seinen Büchern ein Millionen-publikum berührt, erzählt, wie ihn eine einzige Reise veränderte. Er war zum Wellenreiten nach Tobago gekommen, um die Energie des Meeres zu spüren und sich auszupowern. Den Zauber der Insel, ihre üppige Vegetation, die Vogelvielfalt: Das alles nahm er dabei kaum wahr. Doch dann herrschte tagelang Windstille, und sein Brett lag unberührt im Sand. Beinahe wollte er schon wieder enttäuscht abreisen bis er eine Welt voll ungeahnter Schönheit und Kraft für sich entdeckt
Über den Autor
Sergio Bambaren, 1960 in Peru geboren, gelang mit Der träumende Delphin (1998) auf Anhieb ein internationaler Bestseller. Er gab seinen Ingenieurberuf auf und widmete sich fortan ganz dem Schreiben und seiner Leidenschaft für das Meer. Nach längerem Aufenthalt in Sydney lebt er heute wieder in Lima.
Meine Meinung:
In die Bucht am Ende der Welt nimmt Sergio Bambaren den Leser mit auf eine philosophische Reise in das karibische Tobago. Der Autor wollte eigentlich zum Wellenreiten auf die Insel, doch nachdem tagelang nicht der richtige Wind aufkam beschließt er tauchen zu gehen und entdeckt so die wunderschöne Unterwasserwelt.
Ganz nebenbei erfährt der Leser einige Dinge über sicheres Tauchen, was ich sehr interessant fand.
Bambaren hat eine wunderbar einfache Sprache und ist dabei dennoch so bildhaft dass ich beim Lesen den Eindruck hatte das Rauschen der Wellen zu hören und die Sonne auf meiner Haut zu spüren. Während des Lesens lernt man eine ganz andere Welt kennen und ich habe sofort Fernweh bekommen.
Dieses Buch ist jedoch nicht einfach nur ein Reisebericht eines fernen Landes sondern nimmt einen auch mit auf eine innere Reise zu der Schönheit und Weisheit die in jedem von uns liegt. Das Buch ist voller kleiner Weisheiten und Denkanstößen für das eigene Leben. Eigentlich mag ich so etwas, in diesem Buch waren es meiner Meinung nach aber zu viele Weisheiten, so dass es teilweise auf mich wirkte als hätte man mit Ach und Krach versucht möglichst viel Weisheit in das Buch zu stopfen. Hier wäre weniger eindeutig mehr gewesen!
Die 124 Seiten hat man dank der flüssigen Sprache ganz schnell gelesen und die Farbfotos helfen einem dabei sich kurzzeitig ganz weit wegzuträumen. Schön für kuschelige Herbstabende.
-Wenn du dich zu sehr in ein Ziel verrennst, verlierst du leicht den Blick für das Schöne, das dich umgibt. SergioBambaren, der mit seinen Büchern ein Millionen-publikum berührt, erzählt, wie ihn eine einzige Reise veränderte. Er war zum Wellenreiten nach Tobago gekommen, um die Energie des Meeres zu spüren und sich auszupowern. Den Zauber der Insel, ihre üppige Vegetation, die Vogelvielfalt: Das alles nahm er dabei kaum wahr. Doch dann herrschte tagelang Windstille, und sein Brett lag unberührt im Sand. Beinahe wollte er schon wieder enttäuscht abreisen bis er eine Welt voll ungeahnter Schönheit und Kraft für sich entdeckt
Über den Autor
Sergio Bambaren, 1960 in Peru geboren, gelang mit Der träumende Delphin (1998) auf Anhieb ein internationaler Bestseller. Er gab seinen Ingenieurberuf auf und widmete sich fortan ganz dem Schreiben und seiner Leidenschaft für das Meer. Nach längerem Aufenthalt in Sydney lebt er heute wieder in Lima.
Meine Meinung:
In die Bucht am Ende der Welt nimmt Sergio Bambaren den Leser mit auf eine philosophische Reise in das karibische Tobago. Der Autor wollte eigentlich zum Wellenreiten auf die Insel, doch nachdem tagelang nicht der richtige Wind aufkam beschließt er tauchen zu gehen und entdeckt so die wunderschöne Unterwasserwelt.
Ganz nebenbei erfährt der Leser einige Dinge über sicheres Tauchen, was ich sehr interessant fand.
Bambaren hat eine wunderbar einfache Sprache und ist dabei dennoch so bildhaft dass ich beim Lesen den Eindruck hatte das Rauschen der Wellen zu hören und die Sonne auf meiner Haut zu spüren. Während des Lesens lernt man eine ganz andere Welt kennen und ich habe sofort Fernweh bekommen.
Dieses Buch ist jedoch nicht einfach nur ein Reisebericht eines fernen Landes sondern nimmt einen auch mit auf eine innere Reise zu der Schönheit und Weisheit die in jedem von uns liegt. Das Buch ist voller kleiner Weisheiten und Denkanstößen für das eigene Leben. Eigentlich mag ich so etwas, in diesem Buch waren es meiner Meinung nach aber zu viele Weisheiten, so dass es teilweise auf mich wirkte als hätte man mit Ach und Krach versucht möglichst viel Weisheit in das Buch zu stopfen. Hier wäre weniger eindeutig mehr gewesen!
Die 124 Seiten hat man dank der flüssigen Sprache ganz schnell gelesen und die Farbfotos helfen einem dabei sich kurzzeitig ganz weit wegzuträumen. Schön für kuschelige Herbstabende.
11.10.2008 19:57:33
(8624 Beiträge)
Heute Mittag, als meine Kinder friedlich in ihren Zimmern spielten kuschelte ich mich mit diesem kleinen Büchlein auf die Couch und tauchte ein in die "Bucht am anderen Ende der Welt". Nach 90 Minuten tauchte ich wieder auf und war erst einmal verzaubert. Wie gerne wäre ich mit dem Autor gemeinsam getaucht und hätte all die schönen Erlebnisse mit ihm geteilt....
Seitdem sind einige Stunden vergangen und mit ihnen der Zauber. Sachlich und im Nachhinein betrachtet, war diese Geschichte ziemlich kitschig....
Niemals habe ich einen Taxifahrer, eine Kellnerin oder einen Tauchlehrer erlebt, der mir mit nichts als Weisheiten und blumiger Sprache begegnet ist, wie es Herrn Bambaren passiert sein will. Philiosophieren, über das Leben nachdenken, alles gut und schön, aber nicht in dieser Masse....hier wäre weniger weitaus mehr gewesen. Über die Szene mit dem "sprechenden" Mantarochen mag ich jetzt gar nicht nachdenken...;o)
Seitdem sind einige Stunden vergangen und mit ihnen der Zauber. Sachlich und im Nachhinein betrachtet, war diese Geschichte ziemlich kitschig....
Niemals habe ich einen Taxifahrer, eine Kellnerin oder einen Tauchlehrer erlebt, der mir mit nichts als Weisheiten und blumiger Sprache begegnet ist, wie es Herrn Bambaren passiert sein will. Philiosophieren, über das Leben nachdenken, alles gut und schön, aber nicht in dieser Masse....hier wäre weniger weitaus mehr gewesen. Über die Szene mit dem "sprechenden" Mantarochen mag ich jetzt gar nicht nachdenken...;o)
11.10.2008 20:27:24
(780 Beiträge)
Da scheint sich ja mein erster Leseeindruck zu bestätigen. Nach dem Motto, ist ja alles gut und schön, der Autor schreibt richtig nett, aber nur drüber nachdenken darf man nicht, weil doch etwas zu kitschig?! Mich hat es im Vorwort schon stark geschüttelt.
11.10.2008 21:28:11
(17589 Beiträge)
Mag das Buch nicht jemand gegen "Das Haus in den Wolken" tauschen?
Ich hab "drüben" schon gefragt, aber vielleicht lesen ja da nicht alle ;-)
"Das Haus in den Wolken" ist so gar nicht mein Fall und dann auch noch so dick :( schaff ich jetzt einfach nicht während des Studiums mich durch ein Buch zu quälen, das so dick ist und mir dann nichtmal gefällt. Es müsste also auch noch eine Rezi dazu geschrieben werden... ich würde dann auch eine zur Bucht schreiben. Büdde büdde *liebguck* ;-)
Ich hab "drüben" schon gefragt, aber vielleicht lesen ja da nicht alle ;-)
"Das Haus in den Wolken" ist so gar nicht mein Fall und dann auch noch so dick :( schaff ich jetzt einfach nicht während des Studiums mich durch ein Buch zu quälen, das so dick ist und mir dann nichtmal gefällt. Es müsste also auch noch eine Rezi dazu geschrieben werden... ich würde dann auch eine zur Bucht schreiben. Büdde büdde *liebguck* ;-)
11.10.2008 21:35:43
(119325 Beiträge)
Ich hab jetzt 20 Seiten gelesen.
Ich find es bisher nicht so toll, aber so ging es mir auch schon beim Leseeindruck, irgendwie mag ich nicht glauben das das alles so passiert ist.
Dani, wenn ich fertig bin, kannst du es haben.
Ich find es bisher nicht so toll, aber so ging es mir auch schon beim Leseeindruck, irgendwie mag ich nicht glauben das das alles so passiert ist.
Dani, wenn ich fertig bin, kannst du es haben.
11.10.2008 21:57:51
(250 Beiträge)
S. Bambaren führt den Leser in seinem Urlaub nach Tobago. Tobago ist die kleinere Insel des Inselstaats Trinidad & Tobago und liegt zwischen der südlichen Karibik und dem Atlantik. Auf dem Buchcover findet man auch schon ein sehr schönes Unterwasserbild, welches einen Vorgeschmack auf das Buch liefert. S. Bambaren möchte eigentlich surfen, doch die Wellen lassen auf sich warten. Daraufhin findet er Ruhe und Entspannung beim Tauchen. Den Leser nimmt er mit auf seine Tauchreisen. Der Leser taucht hier nicht einfach in einen Reisebericht ein, sondern direkt ins Meer und erfährt einiges über die Unterwasserwelt an den Küsten von Tobago. Mit 124 Seiten ist es kein dicker Roman, den der Leser hier vorgesetzt bekommt, sondern eine kurzweilige Lektüre für zwischendurch. Außerdem gibt es ein paar Farbfotos aus der Unterwasserwelt, die das Fernweh wecken. Ich bin selbst kein Taucher, aber dafür erklärt S. Bambaren auch einiges zum Tauchen. Diejenigen, die schon einmal in ähnlichen Gewässern getaucht haben, können sicherlich die geschilderten Emotionen noch besser verstehen. Teilweise wird es auch etwas philosophisch. Es ist kein Reisebericht, bei dem der Leser extrem viel zur Geschichte, eigentlich gar nicht, Tobagos erfährt oder bei der man alle Sehenswürdigkeiten der Insel abklappert. Es geht in erster Linie ums Tauchen und die Ruhe und Entspannung dabei. Am Urlaubsende bekommt S. Bambaren auch endlich noch ein paar gute Wellen in der Englishman´s Bay zum Surfen. Ein sehr schöner Reisebericht, der absolut das Fernweh weckt. Mein 1. Buch von S. Bambaren, aber nicht unbedingt das letzte.
12.10.2008 10:51:34
(119325 Beiträge)
Ich bin durch, in den nächsten Tagen schreibe ich dann mal was ich von dem Buch halte.
12.10.2008 11:06:12
(941 Beiträge)
Meine Meinung:
Sergio Bambaren entführt den Leser auf die Insel Tobago in der Karibik. Nach einem anstrengenden Flug möchte er sich dort gerne erholen, und als leidenschaftlicher Surfer ist er auf der Suche nach der *perfekten Welle*. Mehrere Tage wartet er, aber das Meer bleibt still, ohne Brandung. Da begegnet er André, dem Leiter einer Tauchstation. Mit ihm zusammen wagt er, in die Unterwasserwelt rund um die Insel hinabzutauchen. Obwohl ich selbst keine Ahnung vom Tauchen habe, war ich völlig fasziniert von den Beschreibungen der Unterwasserwelt. *Jeder Tauchgang ist anders*, schreibt der Autor, und er hat es geschafft, das auch jeweils ganz individuell und spannend in Worte zu fassen. Er wählt für seine Schilderung einfache, schlichte Worte, die jedoch eine gewisse Poesie ausstrahlen. Man hat das Gefühl, der tiefe Frieden des Ozeans überträgt sich beim Lesen und lässt einen die wahren Werte bewusst werden. Mein intensives Interesse an den beschriebenen Fischen und Korallen war schnell geweckt, und ich habe nicht nur einmal parallel im Lexikon geschmökert. Auf dem Globus habe ich die Insel gesucht. Sergio Bambaren lässt seine Leser an seiner ganz eigenen Betrachtungsweise der Welt teilnehmen. Man spürt aus jedem Satz seine Liebe zur Natur, ganz besonders zum Meer und sein Engagement für die Umwelt.
Als er auf einen Mantarochen trifft, ist das wie ein Schlüsselerlebnis für ihn. Das Zwiegespräch mit dem großen Fisch hat etwas Magisches, es offenbart uns die Phantasien und Träume des Autors. Am Ende des vorletzten Kapitels entschuldigt sich Sergio Bambaren, dass er von seinen Träumen geschrieben hat. Für mich macht das aber gerade den Reiz und den Charme des Buches aus. Ich habe den Eindruck, es wirkt *echt* und offenbart viel über die Persönlichkeit des Schriftstellers.
Als er letztendlich doch noch auf die perfekte Welle trifft und einige Stunden mit Surfen auf dem Wasser verbringt, ist es eine starke Bereicherung für ihn, dass er die Welt darunter kennen lernen konnte.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen, und ich finde, es ist auch eine schöne Geschenkidee, nicht nur für passionierte Taucher. Interessant wäre sicher auch eine Schmuckausgabe in größerem Format, damit man die wunderschönen Unterwasserfotos noch mehr genießen könnte.
Sergio Bambaren entführt den Leser auf die Insel Tobago in der Karibik. Nach einem anstrengenden Flug möchte er sich dort gerne erholen, und als leidenschaftlicher Surfer ist er auf der Suche nach der *perfekten Welle*. Mehrere Tage wartet er, aber das Meer bleibt still, ohne Brandung. Da begegnet er André, dem Leiter einer Tauchstation. Mit ihm zusammen wagt er, in die Unterwasserwelt rund um die Insel hinabzutauchen. Obwohl ich selbst keine Ahnung vom Tauchen habe, war ich völlig fasziniert von den Beschreibungen der Unterwasserwelt. *Jeder Tauchgang ist anders*, schreibt der Autor, und er hat es geschafft, das auch jeweils ganz individuell und spannend in Worte zu fassen. Er wählt für seine Schilderung einfache, schlichte Worte, die jedoch eine gewisse Poesie ausstrahlen. Man hat das Gefühl, der tiefe Frieden des Ozeans überträgt sich beim Lesen und lässt einen die wahren Werte bewusst werden. Mein intensives Interesse an den beschriebenen Fischen und Korallen war schnell geweckt, und ich habe nicht nur einmal parallel im Lexikon geschmökert. Auf dem Globus habe ich die Insel gesucht. Sergio Bambaren lässt seine Leser an seiner ganz eigenen Betrachtungsweise der Welt teilnehmen. Man spürt aus jedem Satz seine Liebe zur Natur, ganz besonders zum Meer und sein Engagement für die Umwelt.
Als er auf einen Mantarochen trifft, ist das wie ein Schlüsselerlebnis für ihn. Das Zwiegespräch mit dem großen Fisch hat etwas Magisches, es offenbart uns die Phantasien und Träume des Autors. Am Ende des vorletzten Kapitels entschuldigt sich Sergio Bambaren, dass er von seinen Träumen geschrieben hat. Für mich macht das aber gerade den Reiz und den Charme des Buches aus. Ich habe den Eindruck, es wirkt *echt* und offenbart viel über die Persönlichkeit des Schriftstellers.
Als er letztendlich doch noch auf die perfekte Welle trifft und einige Stunden mit Surfen auf dem Wasser verbringt, ist es eine starke Bereicherung für ihn, dass er die Welt darunter kennen lernen konnte.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen, und ich finde, es ist auch eine schöne Geschenkidee, nicht nur für passionierte Taucher. Interessant wäre sicher auch eine Schmuckausgabe in größerem Format, damit man die wunderschönen Unterwasserfotos noch mehr genießen könnte.
12.10.2008 11:40:43
(119325 Beiträge)
Die Bucht am Ende der Welt, war das erste Buch von Sergio Bambaren das ich gelesen habe.
Und wie schon die Leseprobe nicht so ganz mein Fall war hat mich auch das gesamte Buch nicht überzeugt.
Viel zu dick aufgetragen fand ich die Beschreibungen der Inselbewohner, alle haben immer nur gelächelt und hatten eine Lebensweisheit parat.
Wie es der Zufall wollte konnte er mangels Wellen,nicht surfen, dem eigentlichen Grund seines Urlaubs auf der Insel.Also musste er sich eine andere Beschäftigung suchen und enteckt das Tauchen wieder für sich, natürlich trifft er auf einen Tauchlehrer der so philosophisch ist wie zuvor schon der Taxifahrer(»Oh ja«, sagte er, »das müssen Sie lernen, solange Sie hier bei
uns sind: Zeit ist eine Erfindung der Menschen, Leben ist eine Erfindung des Universums.«)
und eine Kellnerin, die ihn erst darauf aufmerksam machte das er vielleicht unter Wasser findet was er an der Oberfläche sucht.
Allerdings kommen wir hier zu dem Teil des Buches der mir wirklich gut gefallen hat, in Kombination mit einigen wunderschönen Unterwasseraufnahmen, von denen ich mir mehr gewünscht hätte, fand ich die Beschreibungen der Tauchgänge unbeschreiblich schön. Ich konnte mir die Unterwasserlandschaften gut vorstellen und auch den Zauber den Tobago sicherlich auf seine Besucher ausübt.
Alles in Allem ist das Buch bei mir aber durchgefallen.
Und wie schon die Leseprobe nicht so ganz mein Fall war hat mich auch das gesamte Buch nicht überzeugt.
Viel zu dick aufgetragen fand ich die Beschreibungen der Inselbewohner, alle haben immer nur gelächelt und hatten eine Lebensweisheit parat.
Wie es der Zufall wollte konnte er mangels Wellen,nicht surfen, dem eigentlichen Grund seines Urlaubs auf der Insel.Also musste er sich eine andere Beschäftigung suchen und enteckt das Tauchen wieder für sich, natürlich trifft er auf einen Tauchlehrer der so philosophisch ist wie zuvor schon der Taxifahrer(»Oh ja«, sagte er, »das müssen Sie lernen, solange Sie hier bei
uns sind: Zeit ist eine Erfindung der Menschen, Leben ist eine Erfindung des Universums.«)
und eine Kellnerin, die ihn erst darauf aufmerksam machte das er vielleicht unter Wasser findet was er an der Oberfläche sucht.
Allerdings kommen wir hier zu dem Teil des Buches der mir wirklich gut gefallen hat, in Kombination mit einigen wunderschönen Unterwasseraufnahmen, von denen ich mir mehr gewünscht hätte, fand ich die Beschreibungen der Tauchgänge unbeschreiblich schön. Ich konnte mir die Unterwasserlandschaften gut vorstellen und auch den Zauber den Tobago sicherlich auf seine Besucher ausübt.
Alles in Allem ist das Buch bei mir aber durchgefallen.
12.10.2008 20:10:26
(107 Beiträge)
Mir macht das Buch den Eindruck, als sei der Autor zu tief getaucht und habe die Taucherkrankheit ;o)
Sergio Bambaren reist zum Surfen nach Tobago, er will die perfekte Welle finden und reiten. Doch das Wetter macht ihm einen Strich durch die Rechnung: brettflache See. Mehr als eine Woche verbringt er missmutig mit Warten auf die Welle, dann folgt er dem Rat einer Kellnerin und erkundet seine geliebte See tauchend.
Mein Leseeindruck bei der Leseprobe war: -schnipp- Ich kann nach so wenigen Zeilen noch gar nicht guten Gewissens sagen, was ich von dem Beginn dieses Buchs halte. Liebe auf den ersten Blick war es nicht, dazu war mir das Vorwort zu simpel formuliert. Oder liegt es an der Übersetzung? Ich kann mir aber immerhin vorstellen, dass das Buch und ich gute Freunde werden können, wenn wir uns nur näher kennen lernen, denn das Gespräch mit dem Taxifahrer hat mich sehr berührt und zum Nachdenken gebracht. Was ist Zeit? Was ist Alter? Eile kann so sehr schaden. Das ist uns allen in der Theorie bekannt, wie schön, dass ein Buchautor uns noch einmal daran erinnert. Ich würde das Buch gerne komplett lesen, nur allein, weil ich auf weitere philosophische und spirituelle Aufrüttler hoffe. Nur fürchte ich, dass der Autor zum Belehren neigt. Aber auch die in der Buchbeschreibung angedeuteten Unterwasserbeschreibungen machen mir als Taucherin Lust auf mehr Meer. -schnapp- Auch nun, nachdem ich das Buch komplett gelesen habe, kann ich es weder zugrunde reden noch in den Himmel loben.
Die Grundidee für dieses Buch ist gut: er schildert ehrlich, wie verbohrt er auf die Welle wartete, dabei aber all die anderen Schönheiten der Insel und die Liebenswürdigkeit der Bewohner übersah. Als sein Umdenken einsetzt, wird die Unterwasserwelt so plastisch geschildert, dass ich sofort in den Keller stürmen will, um meinen Tauchrucksack zu packen. Die Tauchschilderungen dürften aber auch für Nichttaucher verständlich sein, er erklärt Begriffe wie Finimeter, Deko-Pause und Oktopus. (Wobei er auf Seite 47 keine Taucherbrille, sondern eine Tauchermaske meint, Brillen lassen die Nase frei.) Alles wird noch unterstrichen durch die netten Fotos.
Einige weitere nette philosophische Überlegungen folgen auch nach dem Gespräch mit dem Taxifahrer. So gefällt mir der Satz auf Seite 53: "Ich bin hierher zurückgekommen, weil mir klar geworden ist, dass es nicht wichtig ist, was man tut, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, sondern was man tut, um sich lebendig zu fühlen.
Doch auch meine Befürchtungen werden bestätigt. All meine positiven Gefühle für das Buch macht der Autor zunichte, indem er auf S. 71 f einen riesengroßen Eimer unsortierte Lebensweisheiten über mir auskippt. Noch schlimmer kommt es bei seiner Begegnung mit dem Rochen. Nun dreht er vollkommen ab und macht aus dem vorher noch nett lesbaren Reiseerlebnisbüchlein ein esoterisch überdrehtes literarisches Nichts. Als Taucherin tippe ich in beiden Fällen auf die Tiefenkrankheit, die unerfahrenen Tauchern in zu großer Tiefe die Sinne raubt und gehe davon aus, dass dies ein Ausrutscher war, den Lektorat und Verlag übersehen haben. Anders lässt es sich für mich nicht erklären, dass Bambaren als Erfolgsautor gehandelt wird und schon ein knappes Duzend Bücher auf dem deutschen Markt hat.
Sergio Bambaren reist zum Surfen nach Tobago, er will die perfekte Welle finden und reiten. Doch das Wetter macht ihm einen Strich durch die Rechnung: brettflache See. Mehr als eine Woche verbringt er missmutig mit Warten auf die Welle, dann folgt er dem Rat einer Kellnerin und erkundet seine geliebte See tauchend.
Mein Leseeindruck bei der Leseprobe war: -schnipp- Ich kann nach so wenigen Zeilen noch gar nicht guten Gewissens sagen, was ich von dem Beginn dieses Buchs halte. Liebe auf den ersten Blick war es nicht, dazu war mir das Vorwort zu simpel formuliert. Oder liegt es an der Übersetzung? Ich kann mir aber immerhin vorstellen, dass das Buch und ich gute Freunde werden können, wenn wir uns nur näher kennen lernen, denn das Gespräch mit dem Taxifahrer hat mich sehr berührt und zum Nachdenken gebracht. Was ist Zeit? Was ist Alter? Eile kann so sehr schaden. Das ist uns allen in der Theorie bekannt, wie schön, dass ein Buchautor uns noch einmal daran erinnert. Ich würde das Buch gerne komplett lesen, nur allein, weil ich auf weitere philosophische und spirituelle Aufrüttler hoffe. Nur fürchte ich, dass der Autor zum Belehren neigt. Aber auch die in der Buchbeschreibung angedeuteten Unterwasserbeschreibungen machen mir als Taucherin Lust auf mehr Meer. -schnapp- Auch nun, nachdem ich das Buch komplett gelesen habe, kann ich es weder zugrunde reden noch in den Himmel loben.
Die Grundidee für dieses Buch ist gut: er schildert ehrlich, wie verbohrt er auf die Welle wartete, dabei aber all die anderen Schönheiten der Insel und die Liebenswürdigkeit der Bewohner übersah. Als sein Umdenken einsetzt, wird die Unterwasserwelt so plastisch geschildert, dass ich sofort in den Keller stürmen will, um meinen Tauchrucksack zu packen. Die Tauchschilderungen dürften aber auch für Nichttaucher verständlich sein, er erklärt Begriffe wie Finimeter, Deko-Pause und Oktopus. (Wobei er auf Seite 47 keine Taucherbrille, sondern eine Tauchermaske meint, Brillen lassen die Nase frei.) Alles wird noch unterstrichen durch die netten Fotos.
Einige weitere nette philosophische Überlegungen folgen auch nach dem Gespräch mit dem Taxifahrer. So gefällt mir der Satz auf Seite 53: "Ich bin hierher zurückgekommen, weil mir klar geworden ist, dass es nicht wichtig ist, was man tut, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, sondern was man tut, um sich lebendig zu fühlen.
Doch auch meine Befürchtungen werden bestätigt. All meine positiven Gefühle für das Buch macht der Autor zunichte, indem er auf S. 71 f einen riesengroßen Eimer unsortierte Lebensweisheiten über mir auskippt. Noch schlimmer kommt es bei seiner Begegnung mit dem Rochen. Nun dreht er vollkommen ab und macht aus dem vorher noch nett lesbaren Reiseerlebnisbüchlein ein esoterisch überdrehtes literarisches Nichts. Als Taucherin tippe ich in beiden Fällen auf die Tiefenkrankheit, die unerfahrenen Tauchern in zu großer Tiefe die Sinne raubt und gehe davon aus, dass dies ein Ausrutscher war, den Lektorat und Verlag übersehen haben. Anders lässt es sich für mich nicht erklären, dass Bambaren als Erfolgsautor gehandelt wird und schon ein knappes Duzend Bücher auf dem deutschen Markt hat.
18.10.2008 11:20:32
(18 Beiträge)
Ich habe nie zuvor ein Buch wie "Die Bucht am Ende der Welt" gelesen und war mehr als nur positiv überrascht. Diese entspannte und doch interessante Schreibweise hat mich sofort in den Bann gezogen und ich bin förmlich in die Landschaft und das Lebensgefühl Tobagos eingetaucht, die sich so sehr von unserer Stressgesellschaft unterscheidet. Sergio Bambaren setzt sich hier mit den Grundfragen des Lebens in einer beeindruckenden Weise auseinander und ich konnte förmlich die Veränderung spüren, die er in diesem Urlaub durchgemacht hat. Ist es nicht so, dass wir es verlernt haben die Augen zu öffenen und unsere Umgebung wirklich wahrzunehmen? Wir brauchen eigentlich keinen Urlaub am Ende der Welt oder einen schrecklichen Schicksalsschlag, um uns bewusst zu werden, wie wunderschön und aber auch vergänglich die Welt um uns und auch wir selbst sind. Aber genau durch dieses Buch ist mir bewusst geworden, dass man mit einer unbeschwerteren Leichtigkeit durchs Leben gehen sollte und sich nicht dem Stress des Alltags ausliefern darf. Für einen kurzen Moment habe ich mich in den wunderschönen Bildern und Beschreibungen verloren und alles hinter mir gelassen. Ist das nicht der beste Nebeneffekt, den ein Buch liefern kann?
Ich bin restlos begeistert und werde mir in Zukunft andere Bücher von dem Autor zulegen und in seine Wet eintauchen.
Ich bin restlos begeistert und werde mir in Zukunft andere Bücher von dem Autor zulegen und in seine Wet eintauchen.
18.10.2008 11:54:12
(107 Beiträge)
Es ist ja irre, wie unterschiedlich ein einziges Buch auf seine Leser wirken kann!
18.10.2008 12:19:26
(17589 Beiträge)
So ich hab auch meine Rezension fertig :-)
--- Sprechende Mantas und Fische, die aussehen wie ein VW-Käfer ---
Keine Sorge es handelt sich bei "Die Bucht am Ende der Welt" von Sergio Bambaren nicht um eine Autozeitschrift. Vielmehr ist es ein Buch, das von seinen außergewöhnlichen Beschreibungen lebt. Wieso also nicht Fische mit Autos vergleichen, wenn es der Beschreibung der eigenen Gefühle dienlich ist?
Sergio Bambaren beschreibt hier seine Reise nach Tobago. Es handelt sich aber nicht um einen gewöhnlichen Reisebericht - nein, es ist eine Reise in ein neues, noch unbekanntes Land und zugleich eine Reise zu sich selbst.
Auf Tobago, das kein Ort ist, um traurig zu sein, trifft er auf die verschiedensten interessanten Menschen. Schon seine Taxifahrt ist alles andere als gewöhnlich. Denn wie die meisten Menschen dort vermittelt auch der Taxifahrer eine außergewöhnliche Lebensfreude und positive, ja weise Sicht auf das Leben. Die unvoreingenommene Offentheit der Bewohner gegenüber Fremden bzw. Menschen im Allgemeinen ist beispielhaft und zeugt von einer tiefen inneren Zufriedenheit mit sich selbst. So ist es kein Wunder, dass sie Sergio schnell davon überzeugen können, dass es kein Verlust ist nicht surfen gehen zu können, wie er es ursprünglich geplant hatte. Tatsächlich eröffnen sich ihm doch so ganz neue, ungeplante Wege. Schon hat Sergio die Möglichkeit durch den Tauchlehrer André eine neue Seite des Meeres für sich zu entdecken. Diese Entdeckung ist einfach unglaublich und die Beschreibungen Sergio Bambarens zu den einzelnen Tauchgängen lassen einen den Atem anhalten, ob der unfassbaren Schönheit. Die bildhaften Darstellungen von Natur und Tieren, Nachttauchgängen und auch seinen damit verbundenen Gefühlen zeigen wiedereinmal, dass Sergio Bambaren eine meisterhafte Beobachtungsgabe hat.
Aber ein wenig zwiespältig waren meine Gefühle während des Lesens auch. "Die Buch am Ende der Welt" ist nicht mein erstes Buch von diesem Autor und dementsprechend hohe Erwartungen hatte ich auch daran. Diese wurden leider nicht ganz erfüllt, denn Bambarens Bücher tragen immer auch eine gewisse Weisheit und Lebenserfahrung in sich. Bei diesem Buch kam es mir aber so vor, als wiederhole sich der Autor des öfteren, weshalb ich als Leser mich doch dem Gefühl hingeben musste, dass er zu sehr versucht mich von seinen Ansichten zu überzeugen, sie mir nahezu aufzudrängen. Dabei sagt er im gleichen Zug, dass man Weisheit nur durch selbst Erleben erfahren kann. Dann erscheint es mir doch etwas widersprüchlich, dass er so sehr auf seine Meinung und Sichtweise und auch auf derern Richtigkeit verweist.
Trotzdem kann man dem Buch seine ganz gewisse Sinnlichkeit nicht absprechen. Die Leidenschaft des Autors für das Meer und seine unbändige Lebensfreude und -bejahung reißen den Leser mit. Habe ich selbst doch nun große Lust einmal tauchen zu gehen, obwohl ich einen ziemlichen Respekt davor habe. Aber wie Sergio Bambaren schon richtig sagt, kann man nie etwas Neues erfahren, wenn man nicht seine Ängste überwindet. Denn häufig entwickelt sich gerade daraus ein tiefes Gefühl der Zufriedenheit mit sich selbst.
Die tollen Farbfotos und das schöne feste Papier des Buches, sowie die Unterwasseransicht auf dem Buchvover unterstützen hervorragend den Fluss der Geschichte. Das Buch ist in seiner Gesamtheit stimmig und lässt einen gedanklich in großer Freude auf den nächsten Urlaub (vielleicht ja auf Tobago?) zurück. Denn wie Tobago kein Ort ist, um traurig zu sein, so ist dies ganz sicher kein Buch, um traurig zu sein.
--- Sprechende Mantas und Fische, die aussehen wie ein VW-Käfer ---
Keine Sorge es handelt sich bei "Die Bucht am Ende der Welt" von Sergio Bambaren nicht um eine Autozeitschrift. Vielmehr ist es ein Buch, das von seinen außergewöhnlichen Beschreibungen lebt. Wieso also nicht Fische mit Autos vergleichen, wenn es der Beschreibung der eigenen Gefühle dienlich ist?
Sergio Bambaren beschreibt hier seine Reise nach Tobago. Es handelt sich aber nicht um einen gewöhnlichen Reisebericht - nein, es ist eine Reise in ein neues, noch unbekanntes Land und zugleich eine Reise zu sich selbst.
Auf Tobago, das kein Ort ist, um traurig zu sein, trifft er auf die verschiedensten interessanten Menschen. Schon seine Taxifahrt ist alles andere als gewöhnlich. Denn wie die meisten Menschen dort vermittelt auch der Taxifahrer eine außergewöhnliche Lebensfreude und positive, ja weise Sicht auf das Leben. Die unvoreingenommene Offentheit der Bewohner gegenüber Fremden bzw. Menschen im Allgemeinen ist beispielhaft und zeugt von einer tiefen inneren Zufriedenheit mit sich selbst. So ist es kein Wunder, dass sie Sergio schnell davon überzeugen können, dass es kein Verlust ist nicht surfen gehen zu können, wie er es ursprünglich geplant hatte. Tatsächlich eröffnen sich ihm doch so ganz neue, ungeplante Wege. Schon hat Sergio die Möglichkeit durch den Tauchlehrer André eine neue Seite des Meeres für sich zu entdecken. Diese Entdeckung ist einfach unglaublich und die Beschreibungen Sergio Bambarens zu den einzelnen Tauchgängen lassen einen den Atem anhalten, ob der unfassbaren Schönheit. Die bildhaften Darstellungen von Natur und Tieren, Nachttauchgängen und auch seinen damit verbundenen Gefühlen zeigen wiedereinmal, dass Sergio Bambaren eine meisterhafte Beobachtungsgabe hat.
Aber ein wenig zwiespältig waren meine Gefühle während des Lesens auch. "Die Buch am Ende der Welt" ist nicht mein erstes Buch von diesem Autor und dementsprechend hohe Erwartungen hatte ich auch daran. Diese wurden leider nicht ganz erfüllt, denn Bambarens Bücher tragen immer auch eine gewisse Weisheit und Lebenserfahrung in sich. Bei diesem Buch kam es mir aber so vor, als wiederhole sich der Autor des öfteren, weshalb ich als Leser mich doch dem Gefühl hingeben musste, dass er zu sehr versucht mich von seinen Ansichten zu überzeugen, sie mir nahezu aufzudrängen. Dabei sagt er im gleichen Zug, dass man Weisheit nur durch selbst Erleben erfahren kann. Dann erscheint es mir doch etwas widersprüchlich, dass er so sehr auf seine Meinung und Sichtweise und auch auf derern Richtigkeit verweist.
Trotzdem kann man dem Buch seine ganz gewisse Sinnlichkeit nicht absprechen. Die Leidenschaft des Autors für das Meer und seine unbändige Lebensfreude und -bejahung reißen den Leser mit. Habe ich selbst doch nun große Lust einmal tauchen zu gehen, obwohl ich einen ziemlichen Respekt davor habe. Aber wie Sergio Bambaren schon richtig sagt, kann man nie etwas Neues erfahren, wenn man nicht seine Ängste überwindet. Denn häufig entwickelt sich gerade daraus ein tiefes Gefühl der Zufriedenheit mit sich selbst.
Die tollen Farbfotos und das schöne feste Papier des Buches, sowie die Unterwasseransicht auf dem Buchvover unterstützen hervorragend den Fluss der Geschichte. Das Buch ist in seiner Gesamtheit stimmig und lässt einen gedanklich in großer Freude auf den nächsten Urlaub (vielleicht ja auf Tobago?) zurück. Denn wie Tobago kein Ort ist, um traurig zu sein, so ist dies ganz sicher kein Buch, um traurig zu sein.
19.10.2008 12:45:03
(15 Beiträge)
Sergio Bambaren lässt den Leser an der offenbar wunderbarsten Reise seines Lebens teilhaben. Er reist zum Surfen nach Tobago, aber das Wetter spielt nicht mit, so dass er sich als Notlösung schließlich für das Tauchen entscheidet, eine gute Entscheidung, wie sich im Nachhinein herausstellt.
Die Beschreibungen der Tauchgänge sind unglaublich beeindruckend. Bambaren versteht es sehr gut, seine Gefühle und Gedanken in der jeweiligen Situation zum Ausdruck zu bringen und ermöglicht es dem Leser beinahe, mit ihm zusammen in die farbenprächtige Unterwasserwelt abzutauchen.
Auch die Begegnungen mit verschiedenen Menschen auf der Insel beschreibt er sehr detailliert und vermittelt dadurch die Mentalität der Einwohner. Der Leser bekommt mit dem Buch ein Stück Lebensgefühl von Tobago geliefert, was ich natürlich als sehr positiv werte.
Dennoch zerstört Bambaren in meinen Augen einen Teil der von ihm aufgezeigten Traumwelt, indem er das Buch immer wieder mit Weisheiten spickt, die auf die Dauer doch ziemlich übertrieben wirken. Prinzipiell habe ich wirklich nichts gegen diese Dinge einzuwenden, wenn jedoch nach jeder Beschreibung der Insel oder der Erlebnisse eine Weisheit folgt, finde ich das doch etwas übertrieben.
Bambaren beschreibt beispielsweise seine Eindrücke eines Tauchgangs, berichtet von seiner Ergriffenheit usw. und bringt direkt danach eine Weisheit. Warum kann er die Eindrücke nicht einfach auf den Leser wirken lassen, wie er es in der Situation vermutlich selbst auch getan hat? Ich persönlich hätte das wesentlich besser gefunden.
Abgesehen von den Weisheiten hat auch das Ende und dabei besonders die Begegnung mit dem Manta Vieles von der Traumwelt zerstört. Bambaren spricht mit dem Manta. Das war für mich absolut zu viel des Guten. Auch hier wäre die ausschließliche Beschreibung des Tauchgangs in meinen Augen die bessere Wahl gewesen.
Glücklicherweise konnte mich der Rückblick Bambarens auf die verlebten zwei Wochen auf Tobago ganz am Ende des Buches dann doch noch relativ versöhnlich stimmen. Er erklärt, was er für sich aus den Erfahrungen für Erkenntnisse gewonnen hat und inwieweit er in seinem zukünftigen Leben von eben jenen Erfahrungen beeinflusst werden wird.
Die Bucht am Ende der Welt ist ein wunderbarer, sehr persönlicher Reisebericht, der leider durch eine Überdosis an Weisheiten einen Teil seines Zaubers einbüßt, aber dennoch empfehlenswert ist.
Die Beschreibungen der Tauchgänge sind unglaublich beeindruckend. Bambaren versteht es sehr gut, seine Gefühle und Gedanken in der jeweiligen Situation zum Ausdruck zu bringen und ermöglicht es dem Leser beinahe, mit ihm zusammen in die farbenprächtige Unterwasserwelt abzutauchen.
Auch die Begegnungen mit verschiedenen Menschen auf der Insel beschreibt er sehr detailliert und vermittelt dadurch die Mentalität der Einwohner. Der Leser bekommt mit dem Buch ein Stück Lebensgefühl von Tobago geliefert, was ich natürlich als sehr positiv werte.
Dennoch zerstört Bambaren in meinen Augen einen Teil der von ihm aufgezeigten Traumwelt, indem er das Buch immer wieder mit Weisheiten spickt, die auf die Dauer doch ziemlich übertrieben wirken. Prinzipiell habe ich wirklich nichts gegen diese Dinge einzuwenden, wenn jedoch nach jeder Beschreibung der Insel oder der Erlebnisse eine Weisheit folgt, finde ich das doch etwas übertrieben.
Bambaren beschreibt beispielsweise seine Eindrücke eines Tauchgangs, berichtet von seiner Ergriffenheit usw. und bringt direkt danach eine Weisheit. Warum kann er die Eindrücke nicht einfach auf den Leser wirken lassen, wie er es in der Situation vermutlich selbst auch getan hat? Ich persönlich hätte das wesentlich besser gefunden.
Abgesehen von den Weisheiten hat auch das Ende und dabei besonders die Begegnung mit dem Manta Vieles von der Traumwelt zerstört. Bambaren spricht mit dem Manta. Das war für mich absolut zu viel des Guten. Auch hier wäre die ausschließliche Beschreibung des Tauchgangs in meinen Augen die bessere Wahl gewesen.
Glücklicherweise konnte mich der Rückblick Bambarens auf die verlebten zwei Wochen auf Tobago ganz am Ende des Buches dann doch noch relativ versöhnlich stimmen. Er erklärt, was er für sich aus den Erfahrungen für Erkenntnisse gewonnen hat und inwieweit er in seinem zukünftigen Leben von eben jenen Erfahrungen beeinflusst werden wird.
Die Bucht am Ende der Welt ist ein wunderbarer, sehr persönlicher Reisebericht, der leider durch eine Überdosis an Weisheiten einen Teil seines Zaubers einbüßt, aber dennoch empfehlenswert ist.
29.10.2008 22:41:45
(1040 Beiträge)
Es ist ein Buch zum Hineintauchen und träumen. Bambaren beschreibt seine Erlebnisse in der Unterwasserwelt rund um Tobago. In einfacher Sprache mit kurzen Sätzen erzählt er von Farbenvielfalt und Schwerelosigkeit. Ferner erweckt er den Eindruck, daß die Zeit in dieser Stille stehen bleibt.
Das Buch hat eine sehr schöne Schrift, die sich leicht lesen läßt. Mir hat es an einem verregneten Sonntag zum Couch-Urlaub verholfen.
Das Buch hat eine sehr schöne Schrift, die sich leicht lesen läßt. Mir hat es an einem verregneten Sonntag zum Couch-Urlaub verholfen.
05.11.2008 14:27:44
(8747 Beiträge)
Ich habe grade Der träumende Delphin von diesem Autor gelesen, was mich auch sehr bewegt hat.
Ein junger Delphin verlässt seinen Schwarm um seinen Traum zu verwirklichen.
Ich bin sehr froh, dass ich das gelesen habe. Habe auch so eine Art Schwarm verlassen um einen Traum zu verwirklichen, was auf ähnliches Unverständnis gestoßen ist, wie bei diesem Delphin, doch jetzt weiß ich, dass es richtig war...!
Ein junger Delphin verlässt seinen Schwarm um seinen Traum zu verwirklichen.
Ich bin sehr froh, dass ich das gelesen habe. Habe auch so eine Art Schwarm verlassen um einen Traum zu verwirklichen, was auf ähnliches Unverständnis gestoßen ist, wie bei diesem Delphin, doch jetzt weiß ich, dass es richtig war...!
12.06.2009 08:17:47
(39147 Beiträge)
ich denke, fast jeder hat mal eine phase im leben, in der ihm bücher wie die von bambaren, kruppa, allert-wybranietz etc etwas geben können.
bei mir steht im zzt wieder mal kurz geöffneten regal eine mE verschenktaugliche ausgabe von
"die zeit der sternschnuppen"!:-)
bei mir steht im zzt wieder mal kurz geöffneten regal eine mE verschenktaugliche ausgabe von
"die zeit der sternschnuppen"!:-)
12.06.2009 11:31:07

