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Christian Moerk - Darling Jim
Beitrag
erstellt am
Mitglied gelöscht
Ohne es zu wissen, habe ich schon lange auf genau dieses Buch gewartet.
Eigentlich könnte in dem kleinen irischen Dorf Malahide alles so idylisch sein. Und das wäre es auch geblieben, hätte nicht der Postbote Desmond eines Tages eine grausige Entdeckung gemacht und die Leiche von Moira Walsh gefunden. Kurz darauf werden in Moiras Haus zwei weitere Frauenleichen gefunden und der Leser wird in eine Geschichte aus Liebe, Verrat und Gewalt gezogen.
Es sind keine großen Worte die Christian Moerk benutzt, und dennoch schreibt er so eindringlich, dass sich mir beim lesen die Nackenhaare aufstellten.
Gut gefallen hat mir die Idee, die Morde nicht von der Polizei oder einem privaten Ermittler sondern von den Opfern selbst aufklären zu lassen. Das ist mal etwas völlig neues und hat mir gut gefallen.
Der Postangestellte Niall findet im Korb für unzustellbare Sendungen das Tagebuch von Fiona Walsh, einem der Opfer. Voller Neugierde fängt er an in dem Tagebuch zu lesen und erfährt wie der Geschichtenerzähler Jim Quick in das Leben der Frauen tritt und es völlig verändert. Gleichzeitig mit Jims auftauchen geschehen Morde an Frauen, die nie aufgeklärt wurden. Dennoch ist dem Leser bald klar, dass Jim dahinter stecken muss. Niall macht sich auf den Weg zum Ort des Geschehens und gelangt dort an ein weiteres Tagebuch von Fionas Schwester. So setzen sich dann schließlich alle Puzzlestücke zusammen und gemeinsam mit Niall kommt der Leser den Gründen für die Morde auf die Spur.
Gut gefallen hat mir, dass Niall ein ganz normaler Typ ist, der nur zufällig in die Geschichte der Walsh-Schwestern und des Geschichtenerzählers Jim gezogen wird.
Die Charaktere sind vielseitig geschildert, so dass man schnell ein Gefühl für sie bekommt. Dadurch sind sie mir Näher gekommen, als so manch andere Opfer in anderen Thrillern.
Dieses Buch ist durchaus spannend geschrieben und trotzdem nicht nur ein Thriller. Vielmehr verbirgt sich zwischen den Buchdeckeln eine spannende Geschichte mit teilweise märchenhaften Elementen. Ich lese gerne Thriller und ich lese auch gerne Bücher, die in Irland spielen. In Darling Jim wurden diese beiden Elemente gelungen vereint.
Eigentlich könnte in dem kleinen irischen Dorf Malahide alles so idylisch sein. Und das wäre es auch geblieben, hätte nicht der Postbote Desmond eines Tages eine grausige Entdeckung gemacht und die Leiche von Moira Walsh gefunden. Kurz darauf werden in Moiras Haus zwei weitere Frauenleichen gefunden und der Leser wird in eine Geschichte aus Liebe, Verrat und Gewalt gezogen.
Es sind keine großen Worte die Christian Moerk benutzt, und dennoch schreibt er so eindringlich, dass sich mir beim lesen die Nackenhaare aufstellten.
Gut gefallen hat mir die Idee, die Morde nicht von der Polizei oder einem privaten Ermittler sondern von den Opfern selbst aufklären zu lassen. Das ist mal etwas völlig neues und hat mir gut gefallen.
Der Postangestellte Niall findet im Korb für unzustellbare Sendungen das Tagebuch von Fiona Walsh, einem der Opfer. Voller Neugierde fängt er an in dem Tagebuch zu lesen und erfährt wie der Geschichtenerzähler Jim Quick in das Leben der Frauen tritt und es völlig verändert. Gleichzeitig mit Jims auftauchen geschehen Morde an Frauen, die nie aufgeklärt wurden. Dennoch ist dem Leser bald klar, dass Jim dahinter stecken muss. Niall macht sich auf den Weg zum Ort des Geschehens und gelangt dort an ein weiteres Tagebuch von Fionas Schwester. So setzen sich dann schließlich alle Puzzlestücke zusammen und gemeinsam mit Niall kommt der Leser den Gründen für die Morde auf die Spur.
Gut gefallen hat mir, dass Niall ein ganz normaler Typ ist, der nur zufällig in die Geschichte der Walsh-Schwestern und des Geschichtenerzählers Jim gezogen wird.
Die Charaktere sind vielseitig geschildert, so dass man schnell ein Gefühl für sie bekommt. Dadurch sind sie mir Näher gekommen, als so manch andere Opfer in anderen Thrillern.
Dieses Buch ist durchaus spannend geschrieben und trotzdem nicht nur ein Thriller. Vielmehr verbirgt sich zwischen den Buchdeckeln eine spannende Geschichte mit teilweise märchenhaften Elementen. Ich lese gerne Thriller und ich lese auch gerne Bücher, die in Irland spielen. In Darling Jim wurden diese beiden Elemente gelungen vereint.
02.02.2009 22:37:02
Mitglied gelöscht
ich lese das buch gerade und finde es bisher sehr gut! wenn ich fertig bin, poste ich meine rezi auch hier!
03.02.2009 10:31:15
(7816 Beiträge)
Das Buch ist einfach spannend, sogar bis zur letzten Seite. Die Handlung ist sehr interessant und durch die verschiedenen Perspektiven meisterhaft erzählt. Es ist die richtige Mischung aus Psychothriller und Fantasy, als reinen Psychothriller kann ich das Buch nämlich nicht bezeichnen, dafür ist es zu unrealistisch und ein Hauch von Übersinnlichem weht durch das ganze Buch. Die Personen allerdings waren mir zu überzogen und haben oftmals sehr undurchdacht gehandelt, normalerweise hätte man anders reagieren müssen. Aber genau das macht ja den Reiz des Buches aus.
Gefühle gibt es eine Menge in dem Buch - Hass, Eifersucht, Besessenheit, sexuelle Abhängigkeit, Gewalt, Selbstzerstörung. Aber die Liebe hat mir persönlich gefehlt, denn die war in meinen Augen einfach nicht vorhanden, abgesehen von der Geschwisterliebe zwischen den drei Schwestern. Jim hat keinen geliebt und er wurde auch nicht geliebt, das war eher Besessenheit oder purer Sex, den er mit seinem Charme und seiner Anziehungskraft sehr gut für sich einsetzen konnte. Ich mag ja nunmal Bücher, in denen es knistert, wahrscheinlich ist es hier dann genau das richtige für die reinen Thriller Leser, die es nicht mögen, wenn die Geschichte durch Liebesbeziehungen verweichlicht wird.
Die verschiedenen Perspektiven waren genial, man war immer in der Geschichte drin und durch die unterschiedlichen Erzählweisen wurde es nie langweilig, sie änderten sich genau zur richtigen Zeit. Mir hat Niall nur so leid getan, da versucht er auf eigene Faust, hinter die Geschichte zu kommen und wird nur missverstanden, geschlagen und verfolgt - das war mir persönlich zu viel des Bösen. Und vor Mary Catherine muss man sich ja jetzt schon in Acht nehmen - was wird wohl aus ihr mal werden, sie war mir jetzt schon sehr unheimlich.
Was mir auch nicht so gut gefallen hat, ist das permanente Verschweigen von Straftaten. Niall hätte nicht auf eigene Faust losgehen dürfen, sondern das Buch eigentlich der ermittelnden Polizei zeigen sollen. Aber die Polizei kommt in dem Buch ja auch nicht besonders gut weg, die Beamten, die man da kennen lernt, sind allesamt ein Witz und nicht besonders gut in ihrem Job. Auch das Handeln der Schwestern konnte ich nicht ganz nachvollziehen, wobei es Fiona eine ganze Zeit lang versucht hat, die Polizei auf die Tätigkeiten von Jim aufmerksam zu machen. Wenn man natürlich nur solche Erfahrungen mit den Ordnungshütern macht, dann kann ich allerdings ihre Handlungen schon eher verstehen.
Das Märchen in der Geschichte passte wunderbar in das Buch, es war nicht zu lang und nahm auch nicht die Spannung raus, ganz im Gegenteil, genau wie die Anhänger von Jim konnte auch ich als Leser die Auflösung kaum erwarten.
Das Buch fährt einige harte Geschütze auf, ist aber auch relativ unblutig - das Augenmerk war wirklich mehr auf die Psyche gelegt, die sich aus dem charismatischen Charakter von Jim ergibt. Ich kann es nur jedem empfehlen, der keine Liebesgeschichte erwartet, sich aber gerne in eine packende, vielschichtige Story hineinversetzen möchte.
Gefühle gibt es eine Menge in dem Buch - Hass, Eifersucht, Besessenheit, sexuelle Abhängigkeit, Gewalt, Selbstzerstörung. Aber die Liebe hat mir persönlich gefehlt, denn die war in meinen Augen einfach nicht vorhanden, abgesehen von der Geschwisterliebe zwischen den drei Schwestern. Jim hat keinen geliebt und er wurde auch nicht geliebt, das war eher Besessenheit oder purer Sex, den er mit seinem Charme und seiner Anziehungskraft sehr gut für sich einsetzen konnte. Ich mag ja nunmal Bücher, in denen es knistert, wahrscheinlich ist es hier dann genau das richtige für die reinen Thriller Leser, die es nicht mögen, wenn die Geschichte durch Liebesbeziehungen verweichlicht wird.
Die verschiedenen Perspektiven waren genial, man war immer in der Geschichte drin und durch die unterschiedlichen Erzählweisen wurde es nie langweilig, sie änderten sich genau zur richtigen Zeit. Mir hat Niall nur so leid getan, da versucht er auf eigene Faust, hinter die Geschichte zu kommen und wird nur missverstanden, geschlagen und verfolgt - das war mir persönlich zu viel des Bösen. Und vor Mary Catherine muss man sich ja jetzt schon in Acht nehmen - was wird wohl aus ihr mal werden, sie war mir jetzt schon sehr unheimlich.
Was mir auch nicht so gut gefallen hat, ist das permanente Verschweigen von Straftaten. Niall hätte nicht auf eigene Faust losgehen dürfen, sondern das Buch eigentlich der ermittelnden Polizei zeigen sollen. Aber die Polizei kommt in dem Buch ja auch nicht besonders gut weg, die Beamten, die man da kennen lernt, sind allesamt ein Witz und nicht besonders gut in ihrem Job. Auch das Handeln der Schwestern konnte ich nicht ganz nachvollziehen, wobei es Fiona eine ganze Zeit lang versucht hat, die Polizei auf die Tätigkeiten von Jim aufmerksam zu machen. Wenn man natürlich nur solche Erfahrungen mit den Ordnungshütern macht, dann kann ich allerdings ihre Handlungen schon eher verstehen.
Das Märchen in der Geschichte passte wunderbar in das Buch, es war nicht zu lang und nahm auch nicht die Spannung raus, ganz im Gegenteil, genau wie die Anhänger von Jim konnte auch ich als Leser die Auflösung kaum erwarten.
Das Buch fährt einige harte Geschütze auf, ist aber auch relativ unblutig - das Augenmerk war wirklich mehr auf die Psyche gelegt, die sich aus dem charismatischen Charakter von Jim ergibt. Ich kann es nur jedem empfehlen, der keine Liebesgeschichte erwartet, sich aber gerne in eine packende, vielschichtige Story hineinversetzen möchte.
06.02.2009 11:44:29
Mitglied gelöscht
Inhalt:
Amazon.de
Die Bewohner des kleinen irischen Dorfs Malahide mieden das Haus, noch lange nachdem es desinfiziert und wieder bewohnbar gemacht worden war und die Leichen friedlich unter der Erde ruhten. Drei tote Frauen waren in dem Spukhaus gefunden worden, Moira Walsh und zwei ihrer Nichten. Sie waren auf grauenvolle, unerklärliche Weise gestorben. Wer aber hatte sie gequält und getötet? Hing das alles mit diesem Fremden zusammen, Jim? Jim Quick war als Märchenerzähler durch die Pubs der Gegend gezogen und hatte Schauergeschichten zum Besten gegeben. Die meisten Frauen waren seinem teuflischen Charme auf der Stelle erlegen. Aber auch von Jim gab es seit einiger Zeit kein Lebenszeichen mehr ...
Meine Meinung:
Ich war seinerzeit von der Leseprobe sehr beeindruckt, obwohl mich da schon einige kleine Details gestört hatten. Trotzdem gin ich voller Erwartung an dieses Buch heran. Der erste Teil war wie erwartet wieder super, aber dann flachte die Spannung zuerst immer mehr ab.
Der Postangestellte Neill findet durch Zufall das Tagebuch von einem der Opfer und versinkt völlig in der Lektüre. Ich zunächst auch, aber schnell wurde mir alles zu flach und zu langweilig. Jim und Moira waren mir von Anfang an unsympathisch und auch Fionas Schwestern fand ich nicht wirklich nett. Die Märchen, die Jim erzählt hat, habe ich nur überflogen, weil sie meiner Meinung nach deplaziert waren und mich jedesmal wieder aus dem Lesefluss gerissen haben.
Sehr interessant habe ich es empfunden, dass die Morde nicht durch die Polizei, sondern im Grunde durch die Opfer selber aufgeklärt wurden. Nämlich durch die verschiedenen Tagebücher der verstorbenen Schwestern.
Fazit: Der Autor hat einen spannenden Thriller vorgelegt, der ohne Blut auskommt. Die Figuren sind lebhaft gezeichnet, aber dennoch gelingt es ihm meiner Meinung nach nicht, den Spannungsbogen kontinuierlich aufrecht zu halten. Abschliessend kann ich sagen, dass mir das Buch insgesamt ganz gut gefallen hat, da es sich doch wesentlich von der Masse abhebt, da sehe ich über meine Kritikpunkte großzüzig hinweg.
Amazon.de
Die Bewohner des kleinen irischen Dorfs Malahide mieden das Haus, noch lange nachdem es desinfiziert und wieder bewohnbar gemacht worden war und die Leichen friedlich unter der Erde ruhten. Drei tote Frauen waren in dem Spukhaus gefunden worden, Moira Walsh und zwei ihrer Nichten. Sie waren auf grauenvolle, unerklärliche Weise gestorben. Wer aber hatte sie gequält und getötet? Hing das alles mit diesem Fremden zusammen, Jim? Jim Quick war als Märchenerzähler durch die Pubs der Gegend gezogen und hatte Schauergeschichten zum Besten gegeben. Die meisten Frauen waren seinem teuflischen Charme auf der Stelle erlegen. Aber auch von Jim gab es seit einiger Zeit kein Lebenszeichen mehr ...
Meine Meinung:
Ich war seinerzeit von der Leseprobe sehr beeindruckt, obwohl mich da schon einige kleine Details gestört hatten. Trotzdem gin ich voller Erwartung an dieses Buch heran. Der erste Teil war wie erwartet wieder super, aber dann flachte die Spannung zuerst immer mehr ab.
Der Postangestellte Neill findet durch Zufall das Tagebuch von einem der Opfer und versinkt völlig in der Lektüre. Ich zunächst auch, aber schnell wurde mir alles zu flach und zu langweilig. Jim und Moira waren mir von Anfang an unsympathisch und auch Fionas Schwestern fand ich nicht wirklich nett. Die Märchen, die Jim erzählt hat, habe ich nur überflogen, weil sie meiner Meinung nach deplaziert waren und mich jedesmal wieder aus dem Lesefluss gerissen haben.
Sehr interessant habe ich es empfunden, dass die Morde nicht durch die Polizei, sondern im Grunde durch die Opfer selber aufgeklärt wurden. Nämlich durch die verschiedenen Tagebücher der verstorbenen Schwestern.
Fazit: Der Autor hat einen spannenden Thriller vorgelegt, der ohne Blut auskommt. Die Figuren sind lebhaft gezeichnet, aber dennoch gelingt es ihm meiner Meinung nach nicht, den Spannungsbogen kontinuierlich aufrecht zu halten. Abschliessend kann ich sagen, dass mir das Buch insgesamt ganz gut gefallen hat, da es sich doch wesentlich von der Masse abhebt, da sehe ich über meine Kritikpunkte großzüzig hinweg.
08.02.2009 11:27:48
Mitglied gelöscht
Habe das Buch nun auch gelesen.
War mal ein ganz anderer "Psychothriller":
Eine Frau, die bereits seit Tagen tot in ihrem Haus liegt, wird gefunden. Es kommt noch schlimmer: es liegen auch die Leichen zweier junger Frauen in diesem Haus. Es handelt sich um die Nichten, die von der Alten gefangen gehalten und mißhandelt wurden. Und es gibt einen Hinweis, daß ein weiterer Gefangener spurlos verschwunden ist.
Dann fällt eines Tages dem Postangestellten Niall das Tagebuch einer dieser Nichten in die Hände. Niall ist neugierig, behält das Buch und erfährt, daß alles mit Jim zu tun hat, dem Geschichtenerzähler, der übers Land zieht und vor allem die Frauen in seinen Bann zieht. Und es muß noch das Tagebuch der Schwester geben. Niall macht sich auf den Weg und will mehr erfahren. Was ist tatsächlich passiert? Und wo ist Jim?
Die Story fängt sehr spannend an. Der Leser ist sofort mitten im Geschehen und will unbedingt wissen, wie es weiter geht. Allerdings läßt der Spannungsbogen nach. Der versprochene Psychothriller entwickelt sich zu einem Roman mit kriminalistischen und fantastischen Elementen. Wer also Thriller und Mystik mag, der ist genau richtig bei diesem Buch.
War mal ein ganz anderer "Psychothriller":
Eine Frau, die bereits seit Tagen tot in ihrem Haus liegt, wird gefunden. Es kommt noch schlimmer: es liegen auch die Leichen zweier junger Frauen in diesem Haus. Es handelt sich um die Nichten, die von der Alten gefangen gehalten und mißhandelt wurden. Und es gibt einen Hinweis, daß ein weiterer Gefangener spurlos verschwunden ist.
Dann fällt eines Tages dem Postangestellten Niall das Tagebuch einer dieser Nichten in die Hände. Niall ist neugierig, behält das Buch und erfährt, daß alles mit Jim zu tun hat, dem Geschichtenerzähler, der übers Land zieht und vor allem die Frauen in seinen Bann zieht. Und es muß noch das Tagebuch der Schwester geben. Niall macht sich auf den Weg und will mehr erfahren. Was ist tatsächlich passiert? Und wo ist Jim?
Die Story fängt sehr spannend an. Der Leser ist sofort mitten im Geschehen und will unbedingt wissen, wie es weiter geht. Allerdings läßt der Spannungsbogen nach. Der versprochene Psychothriller entwickelt sich zu einem Roman mit kriminalistischen und fantastischen Elementen. Wer also Thriller und Mystik mag, der ist genau richtig bei diesem Buch.
16.02.2009 15:31:56
Mitglied gelöscht
Menno, auch haben will.
Ich habe darauf gewartet seit "Blind" und Das Haus"
l.g.
Lyra
Ich habe darauf gewartet seit "Blind" und Das Haus"
l.g.
Lyra
16.02.2009 17:28:59
Mitglied gelöscht
Rache ist das zentrale Thema dieses Thrillers - sowohl als Handlungsantrieb als auch als Ziel. Dies allein deutet bereits darauf hin, dass das Buch Darling Jim für seine Leser einiges bereithält - und um es gleich vorweg zu nehmen: man wird nicht enttäuscht.
Fiona, Aoife und Róisín sind Schwestern, leben in einer kleinen Stadt in Irland und erliegen, wie viele andere Frauen in der Region auch, dem Charme Jims. Dieser ist Geschichtenerzähler, ein sogenannter seanchaí, und ist viel mehr, als er zu sein vorgibt. Leider erkennen die Schwestern dies viel zu spät, was ihnen zum Verhängnis wird. Ein einzelner Mann schafft es, angetrieben von niederen Beweggründen, erst einen Keil zwischen die Geschwister, dann zwischen Freunde und schließlich zwischen die Bewohner der ganzen Stadt zu treiben. Reihenweise erliegen sie seinem Charme. Alle, egal ob jung oder alt, himmeln ihn an und man stellt sich als Leser schon gelegentlich die Frage, was so besonders an ihm ist.
Erzählt wird die Geschichte der Schwestern durch ihre Tagebücher. Ein am Geschehen unbeteiligter Mann findet diese und lässt sich von den Mädchen ihre Geschichte erzählen. Dies geht soweit, dass er schließlich Nachforschungen anstellt und das Leben der Schwestern nachvollziehen und vor allem offene Fragen klären möchte. Als Leser schwebt man währenddessen immer etwas in der Luft. Die Geschichten, von denen man teilweise nicht weiß, ob sie wahr sind oder nicht, sind geprägt von den Gefühlen der Erzählerinnen und lassen einen verstehen, wie es zu der einen oder anderen Handlung kam. Parallel dazu kann man nur schwer begreifen, wie es überhaupt zu den Geschehnissen kommen konnte. Man wird also permanent gefordert und muss sich bereits während des Lesens immer wieder Urteile bilden, was das Lesen unheimlich spannend und anspruchsvoll gestaltet.
Gleiches trifft auf das Ende zu. Die Auflösung ist gleichermaßen schockierend und gefühlsbetont, dass es selbst beim Lesen teilweise nicht ganz einfach ist, den Spagat zu schaffen. Belohnt wird man für seine Bemühungen mit einer sehr tiefgründigen und unkonventionell erzählen Geschichte, bei der man gelegentlich nicht weiß, mit wem man sympathisieren soll/möchte bzw. mit wem nicht.
Christian Mørk zeichnet seine Charaktere unterschiedlich stark, was aber dem Handlungsverlauf geschuldet und notwendig ist, um verschiedene Aspekte richtig wirken lassen zu können. Er offenbart dem Leser genau so viel, wie nötig ist, um Gedankengänge und Handlungen verstehen bzw. nachvollziehen zu können, lässt aber gleichzeitig noch genug offen, um dem Leser eine Interpretationsmöglichkeit zu geben und die Charaktere selbst kennen lernen zu können.
Darling Jim ist für mich ein sehr tiefgründiges Buch, was besonders durch die Handlungsmotivationen der einzelnen Charaktere interessant ist und dem Leser einen Einblick in die Psyche von Opfern und Tätern gleichermaßen gewährt. Die Erzählweise des Autors ist unkonventionell, funktioniert aber ausgesprochen gut und macht das Buch zu einem Lesevergnügen.
Fiona, Aoife und Róisín sind Schwestern, leben in einer kleinen Stadt in Irland und erliegen, wie viele andere Frauen in der Region auch, dem Charme Jims. Dieser ist Geschichtenerzähler, ein sogenannter seanchaí, und ist viel mehr, als er zu sein vorgibt. Leider erkennen die Schwestern dies viel zu spät, was ihnen zum Verhängnis wird. Ein einzelner Mann schafft es, angetrieben von niederen Beweggründen, erst einen Keil zwischen die Geschwister, dann zwischen Freunde und schließlich zwischen die Bewohner der ganzen Stadt zu treiben. Reihenweise erliegen sie seinem Charme. Alle, egal ob jung oder alt, himmeln ihn an und man stellt sich als Leser schon gelegentlich die Frage, was so besonders an ihm ist.
Erzählt wird die Geschichte der Schwestern durch ihre Tagebücher. Ein am Geschehen unbeteiligter Mann findet diese und lässt sich von den Mädchen ihre Geschichte erzählen. Dies geht soweit, dass er schließlich Nachforschungen anstellt und das Leben der Schwestern nachvollziehen und vor allem offene Fragen klären möchte. Als Leser schwebt man währenddessen immer etwas in der Luft. Die Geschichten, von denen man teilweise nicht weiß, ob sie wahr sind oder nicht, sind geprägt von den Gefühlen der Erzählerinnen und lassen einen verstehen, wie es zu der einen oder anderen Handlung kam. Parallel dazu kann man nur schwer begreifen, wie es überhaupt zu den Geschehnissen kommen konnte. Man wird also permanent gefordert und muss sich bereits während des Lesens immer wieder Urteile bilden, was das Lesen unheimlich spannend und anspruchsvoll gestaltet.
Gleiches trifft auf das Ende zu. Die Auflösung ist gleichermaßen schockierend und gefühlsbetont, dass es selbst beim Lesen teilweise nicht ganz einfach ist, den Spagat zu schaffen. Belohnt wird man für seine Bemühungen mit einer sehr tiefgründigen und unkonventionell erzählen Geschichte, bei der man gelegentlich nicht weiß, mit wem man sympathisieren soll/möchte bzw. mit wem nicht.
Christian Mørk zeichnet seine Charaktere unterschiedlich stark, was aber dem Handlungsverlauf geschuldet und notwendig ist, um verschiedene Aspekte richtig wirken lassen zu können. Er offenbart dem Leser genau so viel, wie nötig ist, um Gedankengänge und Handlungen verstehen bzw. nachvollziehen zu können, lässt aber gleichzeitig noch genug offen, um dem Leser eine Interpretationsmöglichkeit zu geben und die Charaktere selbst kennen lernen zu können.
Darling Jim ist für mich ein sehr tiefgründiges Buch, was besonders durch die Handlungsmotivationen der einzelnen Charaktere interessant ist und dem Leser einen Einblick in die Psyche von Opfern und Tätern gleichermaßen gewährt. Die Erzählweise des Autors ist unkonventionell, funktioniert aber ausgesprochen gut und macht das Buch zu einem Lesevergnügen.
19.02.2009 20:50:15
Mitglied gelöscht
Gerade heute entdeckt und in meine SA aufgenommen.....und da lese ich das hier. Noch dringender suche.......*mitdemzaunpfahlwinkt*
20.02.2009 08:44:17
Mitglied gelöscht
Darling Jim (Christian Mørk):
Grausamkeit auf die feine englische bzw. irische Art
Gemeinhin sind Psychothriller ja nicht so meine Welt. Zu Beginn gefällt mir immer das Thema und auch der allgemeine Aufbau, aber irgendwann drehen sie alle ab und werden mir zu abgehoben, zu verrückt...einfach irgendwie "zu viel". Da spritzt dann das Blut, da kommen Psychopaten zutage, die völlig übertrieben erscheinen oder die Handlung läuft plötzlich in eine Richtung, die mir einfach zu unrealistisch wird...und das macht mir dann keinen Spaß mehr.
"Darling Jim" ließ allerdings anderes vermuten. Hoffnungsvoll bin ich an das Buch herangegangen und kann vollkommen zufrieden sagen: Es hat alles gehalten was es mir zu Beginn versprochen hat :-)
Inhalt in Anlehnung an den Klappentext:
Drei tote Frauen waren in einem irischen Haus gefunden worden, Moira Walsh und zwei ihrer Nichten Fiona und Róisín. Sie waren auf grausame und unerklärliche Weise gestorben. Wer aber hatte sie so qualvoll getötet? Die beiden Schwestern wurden von ihrer Tante wie Gefangene gehalten und ihre Körper waren vollkommen abgemagert.
Doch im Keller des Hauses zeigt sich, dass noch eine vierte Person im Haus gewohnt haben muss bzw. ebenfalls dort gefangen gehalten wurde. Wer genau dies war - ob es sich sogar um den Jim., der dem Buch seinen Titel gibt handelt - ist zu Beginn des Buches noch nicht bekannt und um niemanden die Spannung zu nehmen, möchte ich es auch nicht aufklären.
Hing das alles mit diesem Fremden zusammen? Jim Quick war eines Tages aufgetaucht und als Märchenerzähler durch die Pubs in der Gegend gezogen. Die meisten Frauen waren seinen Schauergeschichten und seinem faszinierenden Charme auf der Stelle erlegen.Aber auch von Jim gab es seit einiger Zeit kein Lebenszeichen mehr. Bis eines Tages die Tagebücher der toten Frauen entdeckt werden, die nun wie aus ihren Gräbern zu sprechen beginnen und die schreckliche Wahrheit offenbaren.
Die Art und Weise wie die Geschichte der Schwestern in Form ihrer eigenen Aufzeichnungen erzählt wird, hatte für mich einen besonderen Reiz. Zusätzlich hat mich dies noch näher an die Personen und auch an den geheimnisvollen Jim herangeführt.
Doch auch der vermehrte Wechsel der Erzählperspektiven zwischen den Tagebüchern und dem Postboten Neil, der diese fand und las und somit eine ähnliche Sicht wie der Leser einnimmt gefiel mir ausgesprochen gut.
Ohne zuviel zu verraten, hat das Ende mich trotz allem - sprich, der Tatsache, dass schon zu Beginn klar war, dass die Schwestern tot sind - ein wenig versöhnlich gestimmt. Hinzu kommt, dass die Geschichte sich die gesamte Zeit über den Charme und die "Lieblichkeit" einer "irischen Insel" bewahrt und nie direkt Grausamkeiten darlegt. Dies macht allerdings die Geschichte für mich (fast) noch grausamer, gerade weil sie stellenweise so friedlich wirkt.
Mein Fazit: Der erste Psychothriller seit langem, der mich von Anfang bis Ende überzeugt hat und ausnahmsweise einmal nicht abdreht, sondern einfach nur gefällt....und hoffen lässt das dies nicht der letzte Thriller von Christian Mørk war.
Grausamkeit auf die feine englische bzw. irische Art
Gemeinhin sind Psychothriller ja nicht so meine Welt. Zu Beginn gefällt mir immer das Thema und auch der allgemeine Aufbau, aber irgendwann drehen sie alle ab und werden mir zu abgehoben, zu verrückt...einfach irgendwie "zu viel". Da spritzt dann das Blut, da kommen Psychopaten zutage, die völlig übertrieben erscheinen oder die Handlung läuft plötzlich in eine Richtung, die mir einfach zu unrealistisch wird...und das macht mir dann keinen Spaß mehr.
"Darling Jim" ließ allerdings anderes vermuten. Hoffnungsvoll bin ich an das Buch herangegangen und kann vollkommen zufrieden sagen: Es hat alles gehalten was es mir zu Beginn versprochen hat :-)
Inhalt in Anlehnung an den Klappentext:
Drei tote Frauen waren in einem irischen Haus gefunden worden, Moira Walsh und zwei ihrer Nichten Fiona und Róisín. Sie waren auf grausame und unerklärliche Weise gestorben. Wer aber hatte sie so qualvoll getötet? Die beiden Schwestern wurden von ihrer Tante wie Gefangene gehalten und ihre Körper waren vollkommen abgemagert.
Doch im Keller des Hauses zeigt sich, dass noch eine vierte Person im Haus gewohnt haben muss bzw. ebenfalls dort gefangen gehalten wurde. Wer genau dies war - ob es sich sogar um den Jim., der dem Buch seinen Titel gibt handelt - ist zu Beginn des Buches noch nicht bekannt und um niemanden die Spannung zu nehmen, möchte ich es auch nicht aufklären.
Hing das alles mit diesem Fremden zusammen? Jim Quick war eines Tages aufgetaucht und als Märchenerzähler durch die Pubs in der Gegend gezogen. Die meisten Frauen waren seinen Schauergeschichten und seinem faszinierenden Charme auf der Stelle erlegen.Aber auch von Jim gab es seit einiger Zeit kein Lebenszeichen mehr. Bis eines Tages die Tagebücher der toten Frauen entdeckt werden, die nun wie aus ihren Gräbern zu sprechen beginnen und die schreckliche Wahrheit offenbaren.
Die Art und Weise wie die Geschichte der Schwestern in Form ihrer eigenen Aufzeichnungen erzählt wird, hatte für mich einen besonderen Reiz. Zusätzlich hat mich dies noch näher an die Personen und auch an den geheimnisvollen Jim herangeführt.
Doch auch der vermehrte Wechsel der Erzählperspektiven zwischen den Tagebüchern und dem Postboten Neil, der diese fand und las und somit eine ähnliche Sicht wie der Leser einnimmt gefiel mir ausgesprochen gut.
Ohne zuviel zu verraten, hat das Ende mich trotz allem - sprich, der Tatsache, dass schon zu Beginn klar war, dass die Schwestern tot sind - ein wenig versöhnlich gestimmt. Hinzu kommt, dass die Geschichte sich die gesamte Zeit über den Charme und die "Lieblichkeit" einer "irischen Insel" bewahrt und nie direkt Grausamkeiten darlegt. Dies macht allerdings die Geschichte für mich (fast) noch grausamer, gerade weil sie stellenweise so friedlich wirkt.
Mein Fazit: Der erste Psychothriller seit langem, der mich von Anfang bis Ende überzeugt hat und ausnahmsweise einmal nicht abdreht, sondern einfach nur gefällt....und hoffen lässt das dies nicht der letzte Thriller von Christian Mørk war.
21.02.2009 15:59:49
Mitglied gelöscht
Inhalt
Das Dorf Malhide birgt ein schreckliches Geheimnis - Drei Tote wurden in einem Haus gefunden, nur durch Zufall, und es stellt sich heraus, dass es Moira
Walsh und ihre zwei Nichten sind. Alle sind grausam ums Leben gekommen, scheibar hielt die Tante ihre Nichten als Sklavinen, und obwohl das Haus renoviert und wieder vermietet wurde, bleibt das Geschehen in den Köpfen der Menschen.
Eines Tages findet der Postangestellt Niall das Tagebuch eines Opfers bei den unzustellbaren Sendungen - und beginnt es zu lesen.
Das Opfer selber beginnt also, vor ihm den Fall aufzurollen. Abgründe tun sich in der beschaulichen irrischen Idylle auf - Was hat der Geschichtenerzähler Jim, der alle Frauen in seinen Bann zieht, mit den drei Toten zu tun?
Niall macht sich auf zum Ort des Geschehens und beginnt auf eigene Faust zu recherchieren...
Aufbau des Buches
Das Buch wird in mehreren Ebenen erzählt. Zum einen erfahren wir von der Jetzt-Zeit, in der Niall uns die Geschehnisse näherbringt.
Ein anderer Erzählstrang bietet das Tagebuch und ein dritter Erzählstrang die Geschichten des Geschichtenerzählers Jim, die in die Gesamthandlung eingebunden sind.
Meine Meinung
Irgendwie habe ich mehr erwartet. Als ich die Kurzbeschreibung und die Leseprobe las, da dachte ich an einen spannenden Krimi - dies hat sich nur teilweise bewahrheitet.
Durch die Entdeckung des Tagebuchs wurde die Auflösung irgendwie vorweggenommen. Ja, es war spannend, aber es hätte mehr sein können.
Mich persönlich haben die Geschichten, die Jim erzählt etwas gestört. Mein Lesefluss war weg und irgendwie wollte ich mit diesen 'Märchen' nicht warm werden.
Die Erzählungen durch das Tagebuch (die Tagebücher) fand ich gelungen, es war eine vollkommen neue Perspektive, auch wenn es sonderbar anmutete, dass die Mädchen ja schon tot waren.
Die Auflösung am Ende hat mir persönlich leider auch nicht so gut gefallen - zu mystisch, etwas sehr absonderlich und einige Fragen bleiben für mich auch noch offen.
Dennoch war das Buch nicht schlecht - die Athmosphäre in Irland ist sehr gut eingefangenm, die personen liebevoll und detailliert gezeichnet.
Da mir persönlich der Krimiaspekt etwas zu sehr fehlte und das Ende ins mystische geht, gibt es von mir 7 von 10 Punkten.
Das Dorf Malhide birgt ein schreckliches Geheimnis - Drei Tote wurden in einem Haus gefunden, nur durch Zufall, und es stellt sich heraus, dass es Moira
Walsh und ihre zwei Nichten sind. Alle sind grausam ums Leben gekommen, scheibar hielt die Tante ihre Nichten als Sklavinen, und obwohl das Haus renoviert und wieder vermietet wurde, bleibt das Geschehen in den Köpfen der Menschen.
Eines Tages findet der Postangestellt Niall das Tagebuch eines Opfers bei den unzustellbaren Sendungen - und beginnt es zu lesen.
Das Opfer selber beginnt also, vor ihm den Fall aufzurollen. Abgründe tun sich in der beschaulichen irrischen Idylle auf - Was hat der Geschichtenerzähler Jim, der alle Frauen in seinen Bann zieht, mit den drei Toten zu tun?
Niall macht sich auf zum Ort des Geschehens und beginnt auf eigene Faust zu recherchieren...
Aufbau des Buches
Das Buch wird in mehreren Ebenen erzählt. Zum einen erfahren wir von der Jetzt-Zeit, in der Niall uns die Geschehnisse näherbringt.
Ein anderer Erzählstrang bietet das Tagebuch und ein dritter Erzählstrang die Geschichten des Geschichtenerzählers Jim, die in die Gesamthandlung eingebunden sind.
Meine Meinung
Irgendwie habe ich mehr erwartet. Als ich die Kurzbeschreibung und die Leseprobe las, da dachte ich an einen spannenden Krimi - dies hat sich nur teilweise bewahrheitet.
Durch die Entdeckung des Tagebuchs wurde die Auflösung irgendwie vorweggenommen. Ja, es war spannend, aber es hätte mehr sein können.
Mich persönlich haben die Geschichten, die Jim erzählt etwas gestört. Mein Lesefluss war weg und irgendwie wollte ich mit diesen 'Märchen' nicht warm werden.
Die Erzählungen durch das Tagebuch (die Tagebücher) fand ich gelungen, es war eine vollkommen neue Perspektive, auch wenn es sonderbar anmutete, dass die Mädchen ja schon tot waren.
Die Auflösung am Ende hat mir persönlich leider auch nicht so gut gefallen - zu mystisch, etwas sehr absonderlich und einige Fragen bleiben für mich auch noch offen.
Dennoch war das Buch nicht schlecht - die Athmosphäre in Irland ist sehr gut eingefangenm, die personen liebevoll und detailliert gezeichnet.
Da mir persönlich der Krimiaspekt etwas zu sehr fehlte und das Ende ins mystische geht, gibt es von mir 7 von 10 Punkten.
25.02.2009 14:44:58
Mitglied gelöscht
Zum Autor:
Christian Mørk, geboren in Dänemark, ging mit Anfang zwanzig in die USA. Dort arbeitete er als Journalist für Variety und die New York Times, bevor er als Filmproduzent für Warner Bros. nach Los Angeles ging. Für sie drehte er mit dem irischen Regisseur Neil Jordan einen Film und verliebte sich in Irland und seine Mythen. Heute lebt Christian Mørk als Schriftsteller und Drehbuchautor in Brooklyn. Nach der dänischen Erstausgabe erscheint "Darling Jim" zeitgleich mit der deutschen Übersetzung in den USA.
Klappentext:
Die Bewohner des kleinen irischen Dorfs Malahide mieden das Haus, noch lange nachdem es desinfiziert und wieder bewohnbar gemacht worden war und die Leichen friedlich unter der Erde ruhten. Drei tote Frauen waren in dem Spukhaus gefunden worden, Moira Walsh und zwei ihrer Nichten. Sie waren auf grauenvolle, unerklärliche Weise gestorben. Wer aber hatte sie gequält und getötet? Hing das alles mit diesem Fremden zusammen, Jim? Jim Quick war als Märchenerzähler durch die Pubs der Gegend gezogen und hatte Schauergeschichten zum Besten gegeben. Die meisten Frauen waren seinem teuflischen Charme auf der Stelle erlegen. Aber auch von Jim gab es seit einiger Zeit kein Lebenszeichen mehr.
Meine Meinung:
Zu Beginn sind die Morde und es wird knisternde Spannung aufgebaut. Im weiteren Verlauf dieses Handlungsstranges kommt schon immer mehr der Erzählstil durch, die Spannung nimmt ab. Als die Tagebücher nach und nach veröffentlicht werden, ist das Romanniveau erreicht. Es passiert nur sehr selten etwas Überraschendes. Der Fortgang und auch der Schluß des Buches sind vorhersehbar.
Mir fehlen für einen Psychothriller der Nervenkitzel und die Spannung. Für mich handelt es sich mehr um einen Roman mit kriminalistischen und mystischen Beigaben.
Christian Mørk, geboren in Dänemark, ging mit Anfang zwanzig in die USA. Dort arbeitete er als Journalist für Variety und die New York Times, bevor er als Filmproduzent für Warner Bros. nach Los Angeles ging. Für sie drehte er mit dem irischen Regisseur Neil Jordan einen Film und verliebte sich in Irland und seine Mythen. Heute lebt Christian Mørk als Schriftsteller und Drehbuchautor in Brooklyn. Nach der dänischen Erstausgabe erscheint "Darling Jim" zeitgleich mit der deutschen Übersetzung in den USA.
Klappentext:
Die Bewohner des kleinen irischen Dorfs Malahide mieden das Haus, noch lange nachdem es desinfiziert und wieder bewohnbar gemacht worden war und die Leichen friedlich unter der Erde ruhten. Drei tote Frauen waren in dem Spukhaus gefunden worden, Moira Walsh und zwei ihrer Nichten. Sie waren auf grauenvolle, unerklärliche Weise gestorben. Wer aber hatte sie gequält und getötet? Hing das alles mit diesem Fremden zusammen, Jim? Jim Quick war als Märchenerzähler durch die Pubs der Gegend gezogen und hatte Schauergeschichten zum Besten gegeben. Die meisten Frauen waren seinem teuflischen Charme auf der Stelle erlegen. Aber auch von Jim gab es seit einiger Zeit kein Lebenszeichen mehr.
Meine Meinung:
Zu Beginn sind die Morde und es wird knisternde Spannung aufgebaut. Im weiteren Verlauf dieses Handlungsstranges kommt schon immer mehr der Erzählstil durch, die Spannung nimmt ab. Als die Tagebücher nach und nach veröffentlicht werden, ist das Romanniveau erreicht. Es passiert nur sehr selten etwas Überraschendes. Der Fortgang und auch der Schluß des Buches sind vorhersehbar.
Mir fehlen für einen Psychothriller der Nervenkitzel und die Spannung. Für mich handelt es sich mehr um einen Roman mit kriminalistischen und mystischen Beigaben.
27.02.2009 21:03:27
Mitglied gelöscht
Der Wolf im Schafspelz
Inhalt:
Im verschlafenen Örtchen Malahide wird Moira Walsh tot in ihrem Haus aufgefunden. Doch das wahre Ausmaß des Verbrechens wird erst bekannt, als die Polizei das Haus durchsucht. Eingesperrt und abgemagert werden die Leichname von zwei jungen Frauen gefunden. Es sind die Nichten von Moira, Roisin und Fiona Walsh.
Doch was sind die Hintergründe dieser grausamen Tat?
Durch Zufall gelangt der junge Postangestellte Niall an ein Tagebuch, dass an das Postamt geschickt wurde. Es stammt von Fiona, der älteren der toten Schwestern.
Kann Niall alle Bruchstücke zusammen setzen und in Erfahrung bringen, was zu dieser Tragödie führte und was es mit dem geheimnisvollen Jim auf sich hat?
Meine Meinung:
Ich liebe Irland und die irische Mythologie. Die Idee eines Thrillers, der in Irland spielt und Elemente der irischen Mythologie miteinbezieht hat mir daher von Anfang an gut gefallen.
Das ganze Ausmaß der Geschichte entfaltet sich erst nach und nach vor dem Leser.
Niall macht es sich zur Aufgabe, die Wahrheit herauszufinden. Mit jeder weiteren Person die auftritt, wird ein weiterer Aspekt der Geschichte offenbart.
Besonders gefallen haben mir die mythologischen Elemente in "Darling Jim", auch wenn sie zum größten Teil keine tatsächliche historische Bedeutung haben, sondern dem Ideenreichtum des Autors entstammen.
Geschickt werden hier die Erzählungen eines Seanchaì mit der sich öffnenden Vergangenheit der Schwestern verbunden.
Gleichzeitig offenbart sich hier jedoch auch ein psychologischer Aspekt. Man sieht meistens das im Gegenüber, was man auch erwartet zu sehen und ist allzu bereit, über die dunklen Abgründe und Ahnungen hinwegzusehen.
In der Einöde der irischen Dörfer nimmt die (weibliche) Bevölkerung zudem jede Ablenkung dankend auf und so ist es auch für den Wolf im Schafspelz ein leichtes Spiel die Menschen für sich einzunehmen. Der Autor versteht es einen so in das Geschehen hineinzuziehen, dass auch ich als Leser gerne die Wahrheit heraus finden will. Den Schreibstil und gesamten Aufbau der Erzählung empfand ich dabei als sehr fesselnd. Es ist nicht wirklich ein Kriminalfall der hier zu lösen ist. Es gilt nicht, einen Mörder hinter Schloss und Riegel zu bringen, sondern nach und nach zu entschlüsseln wie es zu den Vorkommnissen kam.
Stimmig finde ich insbesondere auch das Cover und die gesamte Aufmachung des Buchs. Mit natürlichen Farben wird die richtige Assoziation hergestellt und die Unterteilung in vier Abschnitte stellt eine sinnvolle Trennung der Themen dar. Die unterschiedlichen Erzählperspektiven - teilweise in Tagebuch Form - spiegeln gut die unterschiedlichen Charaktere dar, wirken jedoch alle sympathisch auf den Leser.
Einzig eine kleine Aussprachehilfe für die fremden Personen- und Ortsnamen habe ich hier vermisst.
Fazit:
Eine perfekte Mischung aus Thriller, Mythologie und Psychologie.
Inhalt:
Im verschlafenen Örtchen Malahide wird Moira Walsh tot in ihrem Haus aufgefunden. Doch das wahre Ausmaß des Verbrechens wird erst bekannt, als die Polizei das Haus durchsucht. Eingesperrt und abgemagert werden die Leichname von zwei jungen Frauen gefunden. Es sind die Nichten von Moira, Roisin und Fiona Walsh.
Doch was sind die Hintergründe dieser grausamen Tat?
Durch Zufall gelangt der junge Postangestellte Niall an ein Tagebuch, dass an das Postamt geschickt wurde. Es stammt von Fiona, der älteren der toten Schwestern.
Kann Niall alle Bruchstücke zusammen setzen und in Erfahrung bringen, was zu dieser Tragödie führte und was es mit dem geheimnisvollen Jim auf sich hat?
Meine Meinung:
Ich liebe Irland und die irische Mythologie. Die Idee eines Thrillers, der in Irland spielt und Elemente der irischen Mythologie miteinbezieht hat mir daher von Anfang an gut gefallen.
Das ganze Ausmaß der Geschichte entfaltet sich erst nach und nach vor dem Leser.
Niall macht es sich zur Aufgabe, die Wahrheit herauszufinden. Mit jeder weiteren Person die auftritt, wird ein weiterer Aspekt der Geschichte offenbart.
Besonders gefallen haben mir die mythologischen Elemente in "Darling Jim", auch wenn sie zum größten Teil keine tatsächliche historische Bedeutung haben, sondern dem Ideenreichtum des Autors entstammen.
Geschickt werden hier die Erzählungen eines Seanchaì mit der sich öffnenden Vergangenheit der Schwestern verbunden.
Gleichzeitig offenbart sich hier jedoch auch ein psychologischer Aspekt. Man sieht meistens das im Gegenüber, was man auch erwartet zu sehen und ist allzu bereit, über die dunklen Abgründe und Ahnungen hinwegzusehen.
In der Einöde der irischen Dörfer nimmt die (weibliche) Bevölkerung zudem jede Ablenkung dankend auf und so ist es auch für den Wolf im Schafspelz ein leichtes Spiel die Menschen für sich einzunehmen. Der Autor versteht es einen so in das Geschehen hineinzuziehen, dass auch ich als Leser gerne die Wahrheit heraus finden will. Den Schreibstil und gesamten Aufbau der Erzählung empfand ich dabei als sehr fesselnd. Es ist nicht wirklich ein Kriminalfall der hier zu lösen ist. Es gilt nicht, einen Mörder hinter Schloss und Riegel zu bringen, sondern nach und nach zu entschlüsseln wie es zu den Vorkommnissen kam.
Stimmig finde ich insbesondere auch das Cover und die gesamte Aufmachung des Buchs. Mit natürlichen Farben wird die richtige Assoziation hergestellt und die Unterteilung in vier Abschnitte stellt eine sinnvolle Trennung der Themen dar. Die unterschiedlichen Erzählperspektiven - teilweise in Tagebuch Form - spiegeln gut die unterschiedlichen Charaktere dar, wirken jedoch alle sympathisch auf den Leser.
Einzig eine kleine Aussprachehilfe für die fremden Personen- und Ortsnamen habe ich hier vermisst.
Fazit:
Eine perfekte Mischung aus Thriller, Mythologie und Psychologie.
28.02.2009 20:31:24
(28674 Beiträge)
das hört sich ja alles sehr gut an -
ich war vorletzte woche bei einer lesung dieses buchs mit christian moerk. es war erstaunlich ihn lesen zu hören, denn obwohl er eigentlich einen amerikanischen akzent hat, klang er beim lesen sehr irisch.
zur krönung des abends bekamen wir dann auch alle ein leseexemplar geschenkt und signiert wurde es natürlich auch noch.
bin mal gespannt wie mir das buch gefällt...
ich war vorletzte woche bei einer lesung dieses buchs mit christian moerk. es war erstaunlich ihn lesen zu hören, denn obwohl er eigentlich einen amerikanischen akzent hat, klang er beim lesen sehr irisch.
zur krönung des abends bekamen wir dann auch alle ein leseexemplar geschenkt und signiert wurde es natürlich auch noch.
bin mal gespannt wie mir das buch gefällt...
28.02.2009 22:24:22
Mitglied gelöscht
Tod oder Liebe?
Halt mit mir den Atem an. Mach keinen Mucks.
Mach dir ruhig Notizen wenn du willst.
Vielleicht erinnere ich mich nicht mehr in der richtigen Reihenfolge der Ereignisse.
Inhalt:
Im schlummernden Ort Malahide trägt Desmond, der alte Briefträger, wie immer seine Post aus. Er geht gerade so schnell, dass man ihn nicht für einen Spanner hält, um hier und da auf einen Kaffee eingeladen zu werden. Doch als er in die Strand Street einbiegt und auf Nummer One zugeht stellen sich ihm die Nackenhaare auf. Er entdeckt durch den Briefschlitz Moira Walsh tot am Boden liegend in ihrem Haus. Das Ausmaß des Verbrechens wird nach und nach bekannt, als Fiona entdeckt wird und am Schluss ihre Schwester Roisin, beide Tod. Sie waren eingesperrt und abgemagert. Es sind die Nichten von Moira, Roisin und Fiona Walsh. Kurz vor dem Ende der Spurensicherung entdeckt man Spuren im Keller die darauf hinweisen, dass eine dritte Person gefangen gehalten wurde. Da man diese nicht findet geht man davon aus, dass dieser Person die Flucht aus dem Verlies gelungen ist. In den Körpern von Fiona und Roisin wurden Spuren von Rattengift gefunden.
Erzählt wird die Geschichte des Buches durch die Tagebücher der Schwestern, an die der Briefsortierer Nail gelangt. Nail hat die Nachfolge von Desmond angetreten, der seit den Morden von der Dorfgemeinschaft gemieden wird. Nail entdeckt das erste Buch am Boden der Sortiermaschine.
Die drei Schwestern, leben in einer Gemeinde im Südwesten Irlands und lassen sich wie viele andere in dem Dörfchen vom Charme Jims betören. Darling Jim ist Geschichtenerzähler, ein Seanchaí.
Ab hier beginnt das erste Tagebuch die Geschichte der 3 Schwester, ihrer Tante Moira und Jim zu erzählen. Viele weiter spränge tun sich noch auf durch die Geschichten die Jim der Gemeinde erzählt, hier gibt es am Ende noch eine Überraschung.
Da ich euch das Leseerlebnis nicht nehmen will werde ich hier aufhören und bitte, macht euch selbst ein Bild von Jim, dem bester Geschichtenerzähler und
Eigene Meinung
Es wurde hier schon einmal sehr treffend formuliert. Nicht irgendein Psychologe mit genug eigenen Problemen, detailliert geschilderte Morde eines verrückten Serienkillers weder noch depressive Cops stehen hier im Vordergrund, sondern die Geschichte der 3 Schwestern, ihrer Tante Moira und Jim. Das ist wirklich sehr angenehm zu lesen und so lässt man sich viel schneller in den Tiefen der Geschichte nieder und beobachtet wie das alles geschehen konnte. Moerk nimmt in seinem Roman auch das Leben in Irland und insbesondere das Leben in kleinen Gemeinden aufs Korn. Auch die verschiedenen Erzählformen innerhalb des Romans machen das lesen zu einem Erlebnis.
Interessant finde ich auch wie Christian Moerk auf die Idee zu der Geschichte kam. Er lass eines Tages in der Zeitung von 4 Frauen die Tod in einem Haus aufgefunden wurden, anscheinend hatten sie sich zu Tode gehungert. Immer wieder beschäftigte der Gedanke an die 4 Frauen den Autor so sehr das er diese Geschichte zu Tage förderte.
Für mich ist es ein gelungener Roman dessen Genre aber für mich nicht eindeutig zu identifizieren ist. Mystisch, psychologisch und sehr gewand in seiner Erzählform.
Lasst euch vom Seanchaí Moerk in den Bann ziehen.
Halt mit mir den Atem an. Mach keinen Mucks.
Mach dir ruhig Notizen wenn du willst.
Vielleicht erinnere ich mich nicht mehr in der richtigen Reihenfolge der Ereignisse.
Inhalt:
Im schlummernden Ort Malahide trägt Desmond, der alte Briefträger, wie immer seine Post aus. Er geht gerade so schnell, dass man ihn nicht für einen Spanner hält, um hier und da auf einen Kaffee eingeladen zu werden. Doch als er in die Strand Street einbiegt und auf Nummer One zugeht stellen sich ihm die Nackenhaare auf. Er entdeckt durch den Briefschlitz Moira Walsh tot am Boden liegend in ihrem Haus. Das Ausmaß des Verbrechens wird nach und nach bekannt, als Fiona entdeckt wird und am Schluss ihre Schwester Roisin, beide Tod. Sie waren eingesperrt und abgemagert. Es sind die Nichten von Moira, Roisin und Fiona Walsh. Kurz vor dem Ende der Spurensicherung entdeckt man Spuren im Keller die darauf hinweisen, dass eine dritte Person gefangen gehalten wurde. Da man diese nicht findet geht man davon aus, dass dieser Person die Flucht aus dem Verlies gelungen ist. In den Körpern von Fiona und Roisin wurden Spuren von Rattengift gefunden.
Erzählt wird die Geschichte des Buches durch die Tagebücher der Schwestern, an die der Briefsortierer Nail gelangt. Nail hat die Nachfolge von Desmond angetreten, der seit den Morden von der Dorfgemeinschaft gemieden wird. Nail entdeckt das erste Buch am Boden der Sortiermaschine.
Die drei Schwestern, leben in einer Gemeinde im Südwesten Irlands und lassen sich wie viele andere in dem Dörfchen vom Charme Jims betören. Darling Jim ist Geschichtenerzähler, ein Seanchaí.
Ab hier beginnt das erste Tagebuch die Geschichte der 3 Schwester, ihrer Tante Moira und Jim zu erzählen. Viele weiter spränge tun sich noch auf durch die Geschichten die Jim der Gemeinde erzählt, hier gibt es am Ende noch eine Überraschung.
Da ich euch das Leseerlebnis nicht nehmen will werde ich hier aufhören und bitte, macht euch selbst ein Bild von Jim, dem bester Geschichtenerzähler und
Eigene Meinung
Es wurde hier schon einmal sehr treffend formuliert. Nicht irgendein Psychologe mit genug eigenen Problemen, detailliert geschilderte Morde eines verrückten Serienkillers weder noch depressive Cops stehen hier im Vordergrund, sondern die Geschichte der 3 Schwestern, ihrer Tante Moira und Jim. Das ist wirklich sehr angenehm zu lesen und so lässt man sich viel schneller in den Tiefen der Geschichte nieder und beobachtet wie das alles geschehen konnte. Moerk nimmt in seinem Roman auch das Leben in Irland und insbesondere das Leben in kleinen Gemeinden aufs Korn. Auch die verschiedenen Erzählformen innerhalb des Romans machen das lesen zu einem Erlebnis.
Interessant finde ich auch wie Christian Moerk auf die Idee zu der Geschichte kam. Er lass eines Tages in der Zeitung von 4 Frauen die Tod in einem Haus aufgefunden wurden, anscheinend hatten sie sich zu Tode gehungert. Immer wieder beschäftigte der Gedanke an die 4 Frauen den Autor so sehr das er diese Geschichte zu Tage förderte.
Für mich ist es ein gelungener Roman dessen Genre aber für mich nicht eindeutig zu identifizieren ist. Mystisch, psychologisch und sehr gewand in seiner Erzählform.
Lasst euch vom Seanchaí Moerk in den Bann ziehen.
04.03.2009 08:39:57
Mitglied gelöscht
Meine Rezension:
"Darling Jim" von Christian Moerk beginnt mit dem Bericht eines grausamen Verbrechens im kleinen irischen Dorf Malahide, das schon einige Zeit zurück liegt. Es wurden die Leichen dreier Frauen gefunden: Moira Walsh und ihre beiden Nichten Fiona und Roisin, die von ihrer Tante gefangen gehalten, gefoltert und langsam vergiftet wurden. Zudem fanden sich Spuren, die darauf hindeuteten, dass sich noch eine weitere Person im Haus aufgehalten hat. Doch um wen es sich dabei handelte wurde nie aufgeklärt. Niall, ein Postangestellter, findet nun durch Zufall das Tagebuch von Fiona Walsh...
"Wenn du dieses Buch liest, ist es für uns schon zu spät, denn wir sind schon verloren, aber bitte sorge dafür, dass man uns nicht vergisst."... Mit diesen Zeilen beginnt Fionas Tagebuch und zieht den Leser in den Bann einer wirklich unglaublichen Geschichte. "Darling Jim" fesselt von Anfang bis Ende und schafft dies weitgehend ohne die grausigen Details, mit denen die meisten Psychothriller aufwarten. Statt Ekel erregender Szenen sind es viel mehr die überraschenden Wendungen der Handlung, die begeistern.
Auch die Hauptpersonen haben mich fasziniert: Die bodenständige Fiona, das Hippiemädchen Aoife und ihr Zwilling Rosie, der lesbische Gruftie. Und schließlich ist da noch Jim, der motorradfahrende Frauenheld.
Ein Detail, das mich auch sehr angesprochen hat, war die direkte Anrede in den Tagebüchern, die dem Leser das Gefühl vermittelt, direkt von den Schwestern angesprochen zu werden um einem ihre Geheimnisse zu offenbaren.
So kann ich zusammenfassend sagen, dass mich das Buch von der ersten bis zur letzten Seite begeistert und teilweise sehr in Angst versetzt hat, was ja nur positiv ist für einen Thriller.
Ich hoffe es folgen noch viele weitere so gute Bücher von Christian Moerk.
"Darling Jim" von Christian Moerk beginnt mit dem Bericht eines grausamen Verbrechens im kleinen irischen Dorf Malahide, das schon einige Zeit zurück liegt. Es wurden die Leichen dreier Frauen gefunden: Moira Walsh und ihre beiden Nichten Fiona und Roisin, die von ihrer Tante gefangen gehalten, gefoltert und langsam vergiftet wurden. Zudem fanden sich Spuren, die darauf hindeuteten, dass sich noch eine weitere Person im Haus aufgehalten hat. Doch um wen es sich dabei handelte wurde nie aufgeklärt. Niall, ein Postangestellter, findet nun durch Zufall das Tagebuch von Fiona Walsh...
"Wenn du dieses Buch liest, ist es für uns schon zu spät, denn wir sind schon verloren, aber bitte sorge dafür, dass man uns nicht vergisst."... Mit diesen Zeilen beginnt Fionas Tagebuch und zieht den Leser in den Bann einer wirklich unglaublichen Geschichte. "Darling Jim" fesselt von Anfang bis Ende und schafft dies weitgehend ohne die grausigen Details, mit denen die meisten Psychothriller aufwarten. Statt Ekel erregender Szenen sind es viel mehr die überraschenden Wendungen der Handlung, die begeistern.
Auch die Hauptpersonen haben mich fasziniert: Die bodenständige Fiona, das Hippiemädchen Aoife und ihr Zwilling Rosie, der lesbische Gruftie. Und schließlich ist da noch Jim, der motorradfahrende Frauenheld.
Ein Detail, das mich auch sehr angesprochen hat, war die direkte Anrede in den Tagebüchern, die dem Leser das Gefühl vermittelt, direkt von den Schwestern angesprochen zu werden um einem ihre Geheimnisse zu offenbaren.
So kann ich zusammenfassend sagen, dass mich das Buch von der ersten bis zur letzten Seite begeistert und teilweise sehr in Angst versetzt hat, was ja nur positiv ist für einen Thriller.
Ich hoffe es folgen noch viele weitere so gute Bücher von Christian Moerk.
06.03.2009 23:42:30
Mitglied gelöscht
Ein Thriller voller Mythen
"Ein einsames irisches Haus, drei rätselhafte Frauenleichen und der ebenso skrupellose wie verführerische Geschichtenerzähler Jim Quick - Christian Mork liefert einen packenden irischen Thriller, in dem die Opfer selbst das Rätsel lösen."
Die Idee, die Mordopfer selber die Tat lösen zu lassen, finde ich gut.Die unterschiedlichen Erzählebenen haben mir am Anfang gefallen.
Leider hat sich der Autor m.E. dann jedoch etwas verfransst: Er kann sich nicht entscheiden, schreibe ich einen Thriller oder einen Märchen, bzw. Fantasyroman. Weniger wäre in diesem Fall mehr gewesen.
Die unterschiedlichen Charaktere der agierenden Personen und die Orte sind sehr gut beschrieben.Dadurch findet man sich schnell - gedanklich und auch visuell- in das Geschehen ein.
Der flüssige Schreibstil fördert das ganze natürlich.
Gelungen finde ich den Schluß des Psychthrillers(?).
Ein schönes Buch über Menschen, Irland und Mythen.
Das Cover ist sehr gelungen und passt hervorragend zu dem Buch
"Ein einsames irisches Haus, drei rätselhafte Frauenleichen und der ebenso skrupellose wie verführerische Geschichtenerzähler Jim Quick - Christian Mork liefert einen packenden irischen Thriller, in dem die Opfer selbst das Rätsel lösen."
Die Idee, die Mordopfer selber die Tat lösen zu lassen, finde ich gut.Die unterschiedlichen Erzählebenen haben mir am Anfang gefallen.
Leider hat sich der Autor m.E. dann jedoch etwas verfransst: Er kann sich nicht entscheiden, schreibe ich einen Thriller oder einen Märchen, bzw. Fantasyroman. Weniger wäre in diesem Fall mehr gewesen.
Die unterschiedlichen Charaktere der agierenden Personen und die Orte sind sehr gut beschrieben.Dadurch findet man sich schnell - gedanklich und auch visuell- in das Geschehen ein.
Der flüssige Schreibstil fördert das ganze natürlich.
Gelungen finde ich den Schluß des Psychthrillers(?).
Ein schönes Buch über Menschen, Irland und Mythen.
Das Cover ist sehr gelungen und passt hervorragend zu dem Buch
12.03.2009 16:13:35
Mitglied gelöscht
ich habe es auch gelesen und fand es toll!
31.05.2009 09:07:04
(6965 Beiträge)
Toller Tipp! Werde mich sofort auf die Suche machen :-)
31.05.2009 09:17:43
Mitglied gelöscht
Neugierig geworden bin.
Hier gibt es das Buch nur 1x, Leseexemplar.
Wie kommt man an so was eigentlich rann?
Bei ebay auch nur 2x.
Warte ich lieber noch ein paar Wochen.
Hier gibt es das Buch nur 1x, Leseexemplar.
Wie kommt man an so was eigentlich rann?
Bei ebay auch nur 2x.
Warte ich lieber noch ein paar Wochen.
31.05.2009 11:52:59

