Das Tauschticket-Forum
Hier können Sie mit anderen Mitgliedern diskutieren, Fragen zu Tauschticket stellen, auf Ihre angebotenen Artikel aufmerksam machen und natürlich andere Mitglieder kennen lernen. Bitte beachten Sie dabei die Regularien unseres Forums.
Suche im Forum
"Wo die Zitronen blühen"
Beitrag
erstellt am
(780 Beiträge)
Dann starte ich mal den Thread zu dem Buch Wo die Zitronen blühen, was gerade von vorablesen verschickt wurde.
Da ich auch ein Exemplar bekommen habe und gleich mit dem Lesen beginne, werden hoffentlich bald einige Meinungen zu dem Buch zusammen kommen.
Von der Leseprobe war ich so mittlemäßig angetan, finde jetzt den Anfang des Buch aber recht gut und bin gespannt, wie es weiter geht.
Da ich auch ein Exemplar bekommen habe und gleich mit dem Lesen beginne, werden hoffentlich bald einige Meinungen zu dem Buch zusammen kommen.
Von der Leseprobe war ich so mittlemäßig angetan, finde jetzt den Anfang des Buch aber recht gut und bin gespannt, wie es weiter geht.
12.07.2009 00:19:48
(589 Beiträge)
@ everett
Es lohnt sich wirklich. Hier meine Rezension!
Spannend bis zur letzten Seite!
Ein gelunger Krimi, der im Nordosten Italiens spielt.
Francesco, Nachkomme einer einflussreichen Anwaltsfamilie, könnte nicht glücklicher sein: Einerseits bekommt er als junger, aufstrebender Anwalt die Chance endlich bei seinem Vater in der Kanzlei einzusteigen und anderseits heiratet er in Kürze die schönste Frau des Dorfes, Giovanna. Doch schon in der Nacht, in der er seinen Jungesellenabschied feiert, wird ihm ein Strich durch die Rechnung gemacht, er findet seine Verlobte tot in ihrem Haus vor. Schnell ist klar, dass es sich hierbei um einen kaltblütigen Mord handelt. Zu dumm nur, wenn man zur Tatzeit kein handfestes Alibi vorweisen kann und aus dem Bräutigam plötzlich der Hauptverdächtige wird. Doch Francesco macht sich auf die Suche nach dem wahren Mörder und stößt auf die ein oder andere böse Überraschung...
Wow, dieses Buch hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Einmal angfangen, konnte ich es nicht mehr aus den Händen legen, ein absoluter Pageturner. Als Leser befindet man sich sofort an den Schauplätzen und erspürt die dort typische Mentalität (der Menschen). Das Buch beginnt bereits temporeich und kann die Spannung bis zum Ende halten. Die verschachtelten Konstruktionen der Autoren lassen den Leser immer wieder in verschiedene Richtungen mitfiebern bzw. miträtseln. Geschickt werden diverse, parallel laufende, Handlungsstränge miteinander kombiniert und schliesslich entwirrt. Man sollte das Buch auf jeden Fall mit viel Zeit lesen, denn bis zur Auflösung wird man sich schwer davon lösen können.
Es lohnt sich wirklich. Hier meine Rezension!
Spannend bis zur letzten Seite!
Ein gelunger Krimi, der im Nordosten Italiens spielt.
Francesco, Nachkomme einer einflussreichen Anwaltsfamilie, könnte nicht glücklicher sein: Einerseits bekommt er als junger, aufstrebender Anwalt die Chance endlich bei seinem Vater in der Kanzlei einzusteigen und anderseits heiratet er in Kürze die schönste Frau des Dorfes, Giovanna. Doch schon in der Nacht, in der er seinen Jungesellenabschied feiert, wird ihm ein Strich durch die Rechnung gemacht, er findet seine Verlobte tot in ihrem Haus vor. Schnell ist klar, dass es sich hierbei um einen kaltblütigen Mord handelt. Zu dumm nur, wenn man zur Tatzeit kein handfestes Alibi vorweisen kann und aus dem Bräutigam plötzlich der Hauptverdächtige wird. Doch Francesco macht sich auf die Suche nach dem wahren Mörder und stößt auf die ein oder andere böse Überraschung...
Wow, dieses Buch hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Einmal angfangen, konnte ich es nicht mehr aus den Händen legen, ein absoluter Pageturner. Als Leser befindet man sich sofort an den Schauplätzen und erspürt die dort typische Mentalität (der Menschen). Das Buch beginnt bereits temporeich und kann die Spannung bis zum Ende halten. Die verschachtelten Konstruktionen der Autoren lassen den Leser immer wieder in verschiedene Richtungen mitfiebern bzw. miträtseln. Geschickt werden diverse, parallel laufende, Handlungsstränge miteinander kombiniert und schliesslich entwirrt. Man sollte das Buch auf jeden Fall mit viel Zeit lesen, denn bis zur Auflösung wird man sich schwer davon lösen können.
12.07.2009 00:33:02
(12941 Beiträge)
Ich habe gestern Abend auch damit angefangen. Glücklicherweise habe ich heute vieeeeel Zeit :-)
12.07.2009 07:49:47
(12833 Beiträge)
Die Leseprobe fand ich toll, das Buch hat mich weniger überzeugt.
Wie schon in der Leseprobe erfahren, stirbt ziemlich am Anfang die Braut Giovanna. Ihr Verlobter Francesco macht sich auf die Suche nach ihrem Mörder und deckt dabei einiges im Dorf auf.
Die heile Fassade der wohlhabenden Familien verdeckt so manches dunkle Geheimnis, Öko-Skandale, Verbindungen zur Mafia, Familien-Dramen,...
Alles durchaus spannend, aber mir fehlte ein wenig der rote Faden in der ganzen Sache, mir war es zu viel und zu wirr.
Wie schon in der Leseprobe erfahren, stirbt ziemlich am Anfang die Braut Giovanna. Ihr Verlobter Francesco macht sich auf die Suche nach ihrem Mörder und deckt dabei einiges im Dorf auf.
Die heile Fassade der wohlhabenden Familien verdeckt so manches dunkle Geheimnis, Öko-Skandale, Verbindungen zur Mafia, Familien-Dramen,...
Alles durchaus spannend, aber mir fehlte ein wenig der rote Faden in der ganzen Sache, mir war es zu viel und zu wirr.
12.07.2009 21:30:41
(1418 Beiträge)
Hab das Buch gestern gekriegt und inzwischen schon fast durch. Hab die beiden Autoren noch nicht gekannt und freue mich, auf die beiden gestoßen zu sein. Sind die anderen Bücher von den beiden auch empfehlenswert?
12.07.2009 22:33:09
(5558 Beiträge)
Bin auch am Lesen und morgen abend wohl durch, dann berichte ich auch in den nächsten Tagen :-)
12.07.2009 23:06:17
(12941 Beiträge)
Schnörkellos und direkt beschreibt das Autorenduo Carlotto/Videtta den familiären und politischen Filz in einem Dorf im Veneto, dem Nordosten Italiens.
Aufhänger und roter Faden für die Geschichte ist der Mord an Giovanna , einer jungen Frau, die mit Francesco, dem Sohn des Anwalts verlobt war. Davon ausgehend entsteht sowohl ein Soziogramm der alles beherrschenden Familien im Dorf als auch ein Abbild der mafiösen Strukturen, die sich bis in die privaten Bereiche der Mitglieder der Dorfgemeinschaft erstrecken.
Die Autoren nehmen hierbei kein Blatt vor den Mund und prangern in aller Deutlichkeit die politischen und ökologischen Missstände in Oberitalien an. Ausländerhass, Umweltverschmutzung, Korruption - die Palette reicht sehr weit.
Nicht nachvollziehen kann ich den Vorwurf, dass die handelnden Figuren nicht sauber ausgearbeitet wären. Im Gegenteil: Carlotto/Videtta reichten m.E. wirklich knappe, aber sehr präzise Beschreibungen, um beispielsweise das psychisch gestörte Muttersöhnchen Filippo, die 'emporgekommene' Contessa oder den Anwaltssohn Francesco, der zwischen Loyalität zu seinem Vater und dem Wunsch, den Mörder seiner Verlobten zu finden, hin- und hergerissen ist, hinreichend zu charakterisieren. Hier sieht man ganz deutlich, dass sie ihr Metier des Schreibens perfekt beherrschen!
In diesem 215 Seiten dünnen Roman steckt auf alle Fälle mehr Substanz als in so mancher dicken "Schwarte". Perfetto!!!
14.07.2009 01:03:20
(1142 Beiträge)
Guten Morgen,
ich lese das Buch gerade und bin wirklich enttäuscht. Die Leseprobe fand ich total toll, aber das Buch gefält mir bisher gar nicht. Soviel wirr warr, jede Menge Seiten, in denen es nicht um den Mord geht und ein wildgewordener Mop durch die Stadt zieht.......naja, ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass es noch besser wird.
ich lese das Buch gerade und bin wirklich enttäuscht. Die Leseprobe fand ich total toll, aber das Buch gefält mir bisher gar nicht. Soviel wirr warr, jede Menge Seiten, in denen es nicht um den Mord geht und ein wildgewordener Mop durch die Stadt zieht.......naja, ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass es noch besser wird.
15.07.2009 08:35:05
(5558 Beiträge)
"Die" Familie....
In dem 215 Seiten umfassenden Buch, "Wo die Zitronen blühen" von Massimo Carlotto und Marco Videtta, geht es um den mysteriösen Mord an Giovanna, der Verlobten Francescos. Sie wird kurz vor ihrer Hochzeit tot in ihrer Badewanne aufgefunden! Doch die Aufklärung dieses Mordfalles ist nicht das einzige Thema, um das es in diesem Buch geht. Vielmehr erkennt man während der Mordermittlung die gesellschaftliche Stellung der einflußreichen Familien Norditaliens und die koruppten Machenschaften, die mit ihnen einhergehen! So stellt man sich die Mafia vor...
Das Covder dieses Buches sprach mich überhaupt nicht an. In einer Buchhandlung wäre ich einfach dran vorbei gegangen. Die Inhaltsangabe weckte allerdings mein Interesse.
Nur leider wurden meine Erwartungen nicht ganz erfüllt! Schade! Zwar ist die Idee von "Wo die Zitronen blühen" mit dem Mord an Giovanna und deren Zusammenhänge äußerst interessant und auch gut umgesetzt worden, nur leider sind mir die Charaktere zu schwach beschrieben! Außer von Francesco konnte ich mir von keinem der Protagonisten ein klares Bild machen, was dazu führte, dass ich während des Lesens ab und an den Überblick über die Personen verloren habe.
Ansonsten gefiel mir dieses Buch aber gut!
In dem 215 Seiten umfassenden Buch, "Wo die Zitronen blühen" von Massimo Carlotto und Marco Videtta, geht es um den mysteriösen Mord an Giovanna, der Verlobten Francescos. Sie wird kurz vor ihrer Hochzeit tot in ihrer Badewanne aufgefunden! Doch die Aufklärung dieses Mordfalles ist nicht das einzige Thema, um das es in diesem Buch geht. Vielmehr erkennt man während der Mordermittlung die gesellschaftliche Stellung der einflußreichen Familien Norditaliens und die koruppten Machenschaften, die mit ihnen einhergehen! So stellt man sich die Mafia vor...
Das Covder dieses Buches sprach mich überhaupt nicht an. In einer Buchhandlung wäre ich einfach dran vorbei gegangen. Die Inhaltsangabe weckte allerdings mein Interesse.
Nur leider wurden meine Erwartungen nicht ganz erfüllt! Schade! Zwar ist die Idee von "Wo die Zitronen blühen" mit dem Mord an Giovanna und deren Zusammenhänge äußerst interessant und auch gut umgesetzt worden, nur leider sind mir die Charaktere zu schwach beschrieben! Außer von Francesco konnte ich mir von keinem der Protagonisten ein klares Bild machen, was dazu führte, dass ich während des Lesens ab und an den Überblick über die Personen verloren habe.
Ansonsten gefiel mir dieses Buch aber gut!
15.07.2009 19:37:02
(780 Beiträge)
Ich habe das Buch nun auch durch gelesen:
Eine Junggesellenparty, wo der Bräutigam als Erster geht. Eine Braut, die ihre Verhältnis, den Mann der ihr Leben zerstörte, beenden will, und den Tod findet. Der Bräutigam, Francesco, Sohn einer einflussreichen Anwaltsfamilie, will den Mörder finden und stößt dabei auf ein Netz von skrupellosen Geschäften und Intrigen, in die eigentlich alle der mächtigeren Familien des Ortes in Nordostitalien verwickelt sind.
Es ergeben sich einige überraschende Wendungen während der Geschichte, die ein Mal aus Sicht Francescos erzählt wird und dann aus neutraler Sicht zwischendurch weiter geführt wird.
Man ist als Leser sofort im Geschehen und auf den 215 Seiten des Buches gibt es keine lang-weilige Phase. Die Autoren erzählen rasant und man bekommt einen Eindruck in die unguten Machenschaften der Geschäfts- und Familienwelt in diesem italienischen Ort. Die Schreib- und Erzählweise gefällt mir gut und der Roman hat mich überzeugt, obwohl ich kein Fan von Krimis bin. Die eigentlich Unfähigkeit des Gesetzes die illegalen Geschäfte der kapitalistischen Gesellschaft zu unterbinden, und wie dabei die Menschen auf der Strecke bleiben.
Eher unpassend, irreführend finde ich den deutschen Titel des Buches.
Eine Junggesellenparty, wo der Bräutigam als Erster geht. Eine Braut, die ihre Verhältnis, den Mann der ihr Leben zerstörte, beenden will, und den Tod findet. Der Bräutigam, Francesco, Sohn einer einflussreichen Anwaltsfamilie, will den Mörder finden und stößt dabei auf ein Netz von skrupellosen Geschäften und Intrigen, in die eigentlich alle der mächtigeren Familien des Ortes in Nordostitalien verwickelt sind.
Es ergeben sich einige überraschende Wendungen während der Geschichte, die ein Mal aus Sicht Francescos erzählt wird und dann aus neutraler Sicht zwischendurch weiter geführt wird.
Man ist als Leser sofort im Geschehen und auf den 215 Seiten des Buches gibt es keine lang-weilige Phase. Die Autoren erzählen rasant und man bekommt einen Eindruck in die unguten Machenschaften der Geschäfts- und Familienwelt in diesem italienischen Ort. Die Schreib- und Erzählweise gefällt mir gut und der Roman hat mich überzeugt, obwohl ich kein Fan von Krimis bin. Die eigentlich Unfähigkeit des Gesetzes die illegalen Geschäfte der kapitalistischen Gesellschaft zu unterbinden, und wie dabei die Menschen auf der Strecke bleiben.
Eher unpassend, irreführend finde ich den deutschen Titel des Buches.
15.07.2009 22:53:57
(1418 Beiträge)
Hier meine Rezension:
Verstrickungen und Abgründe
Ein Mord, gleich auf den ersten Seiten der Erzählung. Ein Junggesellenabschied, der stattfindet, während die Braut bereits ermordet ist. Die strahlende Existenz eines jungen Anwalts, Spross einer der angesagten Familie eines Ortes im Nordosten Italiens, der kurz davor steht, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten und in dessen Anwaltskanzlei einzusteigen, jäh zu Ende gesetzt durch den Verdacht, selbst die Braut ermordet zu haben.
Der Einstieg in die Geschichte ist rasant. Und mit Francesco Visentin fiebert der Leser mit, wer Giovanna war und warum sie umgebracht wurde. Der Reigen der Verdächtigen wird durch immer wieder neue Entdeckungen und Verstrickungen in Bewegung gebracht.
Blühende Zitronen und Sonne, das Klischee vom heiteren Italien - wer das erwartet, ist hier falsch. Passender ist der italienische Titel 'Nordest', der bereits darauf hinweist, wo die Geschichte spielt und wer dabei die Hauptrollen innehat: die wenigen Industriellenclans, die hier die Kleinstädte dominieren und inzwischen ihre Fäden über Italien hinaus spinnen. Erpressung, Ökokriminalität und, wenn es sein muss, auch Mord sind dabei inbegriffen.
Auch die italienische Mamma aus der Olivenöl- und Spaghettiwerbung sucht man hier vergebens. Sollten die Mütter dieser Erzählung eine solche Rolle angestrebt haben, wurden sie daran gehindert - durch den eigenen Ehrgeiz, durch Tod oder sonstige Schicksalsschläge. Überhaupt entsprechen die Familien nicht dem Bild der heilen Familie. Die Abgründe im Familienleben sind tief, wie es bereits der Klappentext verspricht. Wie tief, das lässt sich bereits während der Lektüre erahnen, erschließt sich in seiner vollen Bedeutung dann am Ende des Buches, das mit vielen überraschenden Wendungen aufwartet.
Was mich etwas gestört hat, ist der Wechsel zwischen der Ich-Erzählung des Protagonisten, und einem allwissenden Erzähler. Möglicherweise soll dieses Stilmittel einen besseren Einblick in die Veränderung Francescos geben. Mich aber hat der Wechsel der Perspektiven jedes Mal kurz aus der Erzählung herausgerissen.
Alles in allem ein Buch, das man nicht aus der Hand legen will, bis man es durchgelesen hat. Sowohl als leichte Urlaubslektüre wie auch zum Nachdenken geeignet über die darin liegende Gesellschaftskritik.
Verstrickungen und Abgründe
Ein Mord, gleich auf den ersten Seiten der Erzählung. Ein Junggesellenabschied, der stattfindet, während die Braut bereits ermordet ist. Die strahlende Existenz eines jungen Anwalts, Spross einer der angesagten Familie eines Ortes im Nordosten Italiens, der kurz davor steht, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten und in dessen Anwaltskanzlei einzusteigen, jäh zu Ende gesetzt durch den Verdacht, selbst die Braut ermordet zu haben.
Der Einstieg in die Geschichte ist rasant. Und mit Francesco Visentin fiebert der Leser mit, wer Giovanna war und warum sie umgebracht wurde. Der Reigen der Verdächtigen wird durch immer wieder neue Entdeckungen und Verstrickungen in Bewegung gebracht.
Blühende Zitronen und Sonne, das Klischee vom heiteren Italien - wer das erwartet, ist hier falsch. Passender ist der italienische Titel 'Nordest', der bereits darauf hinweist, wo die Geschichte spielt und wer dabei die Hauptrollen innehat: die wenigen Industriellenclans, die hier die Kleinstädte dominieren und inzwischen ihre Fäden über Italien hinaus spinnen. Erpressung, Ökokriminalität und, wenn es sein muss, auch Mord sind dabei inbegriffen.
Auch die italienische Mamma aus der Olivenöl- und Spaghettiwerbung sucht man hier vergebens. Sollten die Mütter dieser Erzählung eine solche Rolle angestrebt haben, wurden sie daran gehindert - durch den eigenen Ehrgeiz, durch Tod oder sonstige Schicksalsschläge. Überhaupt entsprechen die Familien nicht dem Bild der heilen Familie. Die Abgründe im Familienleben sind tief, wie es bereits der Klappentext verspricht. Wie tief, das lässt sich bereits während der Lektüre erahnen, erschließt sich in seiner vollen Bedeutung dann am Ende des Buches, das mit vielen überraschenden Wendungen aufwartet.
Was mich etwas gestört hat, ist der Wechsel zwischen der Ich-Erzählung des Protagonisten, und einem allwissenden Erzähler. Möglicherweise soll dieses Stilmittel einen besseren Einblick in die Veränderung Francescos geben. Mich aber hat der Wechsel der Perspektiven jedes Mal kurz aus der Erzählung herausgerissen.
Alles in allem ein Buch, das man nicht aus der Hand legen will, bis man es durchgelesen hat. Sowohl als leichte Urlaubslektüre wie auch zum Nachdenken geeignet über die darin liegende Gesellschaftskritik.
16.07.2009 14:08:52
(18436 Beiträge)
Nun habe ich das Buch auch zu Ende gelesen:
Francesco, der junge Anwalt möchte seine Giovanna heiraten und dann in die Anwaltskanzlei seines Vaters einsteigen. Doch dieser Plan wird schnell durchkreuzt, da Francesco seine Verlobte tot in ihrer Badewanne findet.
Durch den Tod der jungen Frau kommen Dinge ans Tageslicht, die das norditalienische Dorf erschüttern: Von Eifersuchtskriegen bis hin zu Korruption und Wirtschaftsverbrechen, in denen die hohen Familien des Dorfes verwickelt sind.
Bis zu etwa der Mitte des Buches ist es noch sehr spannend, weil jeder der Mörder hätte sein können. Doch bald wird es Francesco bewusst, dass da noch mehr als Eifersüchteleien hinter dem Mord stecken und er deckt gemeinsam mit besten Freundin von Giovanna ein Wirtschafts- und Umweltverbrechen auf, so dass man schon bald selbst auf den Mörder kommt, wenn man sehr aufmerksam liest.
Gefallen hat mir an dem Buch, die immer wieder auftretenden Perspektivenwechsel, damit der Leser auch andere Sichtweisen kennen lernt. Das ist so klug gemacht, dass die Autoren trotzdem nicht zuviel verraten.
Fazit:
Ein guter kurzer, ganz unverschnörkelter Krimi, der es aber leider bei mir nicht wirklich geschafft hat, die Spannung bis zum bitteren Ende oben zu halten. Trotzdem finde ich ihn lesenswert, da er einen guten Einblick in die italienischen Machenschaften gibt.
Francesco, der junge Anwalt möchte seine Giovanna heiraten und dann in die Anwaltskanzlei seines Vaters einsteigen. Doch dieser Plan wird schnell durchkreuzt, da Francesco seine Verlobte tot in ihrer Badewanne findet.
Durch den Tod der jungen Frau kommen Dinge ans Tageslicht, die das norditalienische Dorf erschüttern: Von Eifersuchtskriegen bis hin zu Korruption und Wirtschaftsverbrechen, in denen die hohen Familien des Dorfes verwickelt sind.
Bis zu etwa der Mitte des Buches ist es noch sehr spannend, weil jeder der Mörder hätte sein können. Doch bald wird es Francesco bewusst, dass da noch mehr als Eifersüchteleien hinter dem Mord stecken und er deckt gemeinsam mit besten Freundin von Giovanna ein Wirtschafts- und Umweltverbrechen auf, so dass man schon bald selbst auf den Mörder kommt, wenn man sehr aufmerksam liest.
Gefallen hat mir an dem Buch, die immer wieder auftretenden Perspektivenwechsel, damit der Leser auch andere Sichtweisen kennen lernt. Das ist so klug gemacht, dass die Autoren trotzdem nicht zuviel verraten.
Fazit:
Ein guter kurzer, ganz unverschnörkelter Krimi, der es aber leider bei mir nicht wirklich geschafft hat, die Spannung bis zum bitteren Ende oben zu halten. Trotzdem finde ich ihn lesenswert, da er einen guten Einblick in die italienischen Machenschaften gibt.
18.07.2009 08:44:49
(14214 Beiträge)
ich habe es jetzt auch durch und ich fand die Leseprobe besser als das Buch.....
ein Kriminalroman über korrupte Machenschaften und Abgründe des Familienlebens wurden auf dem Klappentext angekündigt. Auch die Leseprobe lies mich einen spannenden Krimi erwarten.
Leider habe ich mich durch die - zum Glück nur 215 Seiten - durch gequält.
Francesco, Spross einer wohlhabenden Anwaltsfamilie wird als naiver Schnösel dargestellt, der auf eigene Faust hanebüchene Ermittlungen zum Mord an seiner Verlobten anstellt.
Wirkliche Spannung kam leider überhaupt nicht auf und auch war nach kurzer Zeit für mich klar, wer der Mörder von Giovanna ist.
Die Charaktere bleiben blaß und die Familienverhältnisse werden nicht tiefer erläutert. So ist es teilweise schwierig, die Handlungen der Personen nachzuvollziehen
Der Schluß und die Auflösung wirkte irgendwie schnell hin geschrieben.
Schade, mit den Themen Ökokriminalität, Mord und Mafia hätte man bestimmt ein spannenderes Buch schreiben können.
ein Kriminalroman über korrupte Machenschaften und Abgründe des Familienlebens wurden auf dem Klappentext angekündigt. Auch die Leseprobe lies mich einen spannenden Krimi erwarten.
Leider habe ich mich durch die - zum Glück nur 215 Seiten - durch gequält.
Francesco, Spross einer wohlhabenden Anwaltsfamilie wird als naiver Schnösel dargestellt, der auf eigene Faust hanebüchene Ermittlungen zum Mord an seiner Verlobten anstellt.
Wirkliche Spannung kam leider überhaupt nicht auf und auch war nach kurzer Zeit für mich klar, wer der Mörder von Giovanna ist.
Die Charaktere bleiben blaß und die Familienverhältnisse werden nicht tiefer erläutert. So ist es teilweise schwierig, die Handlungen der Personen nachzuvollziehen
Der Schluß und die Auflösung wirkte irgendwie schnell hin geschrieben.
Schade, mit den Themen Ökokriminalität, Mord und Mafia hätte man bestimmt ein spannenderes Buch schreiben können.
20.07.2009 12:07:56
(43598 Beiträge)
Hier meine Rezi, ich fand's öde:
Der italienische Krime "Wo die Zitronen blühen" hält leider nicht das, was er verspricht.
Der Klappentext verspricht, dass "Wer dieses Buch zu lesen beginnt, wird nicht aufhören, und wer es zu Ende liest, wird es niemals vergessen." Also ich habe ewig lange für dieses Buch gebraucht, weil ich zwischendurch mal was gutes lesen wollte. Aufhören geht doch ganz gut. Leider war das Buch auch nicht so spannend, dass ich es nicht vergessen werde. Wenn man mich in ein paar Monaten fragen würde, worum es denn in dem Buch geht, dann fällt mir wahrscheinlich nur ein, dass es ein italienischer Krimi ist.
Inhaltlich ein typischer Krimi, geschmückt mit italienischen Besonderheiten.
Die Verlobte von Francesco wird ermordet. Francesco ist zunächst der Hauptverdächtige. Er macht sich zusammen mit Carla, einer Freundin, und dem Vater seiner Verlobten auf die Suche nach dem Mörder. Bei dieser Suche erleben sie einige böse Überraschungen, sie kommen mit Geldwäsche, einem Giftmüllskandal und der rumänischen und italienischen Mafia in Kontakt.
Ich möchte das Ende hier jetzt nicht vorwegnehmen, doch es ist vorhersehbar werde der Mörder ist und allein das nimmt dem Buch bereits die Spannung.
Überzeugend fand ich allerdings den Schreibstil von Carlotto und Videtta, sehr flüssig und gut lesbar.
Der italienische Krime "Wo die Zitronen blühen" hält leider nicht das, was er verspricht.
Der Klappentext verspricht, dass "Wer dieses Buch zu lesen beginnt, wird nicht aufhören, und wer es zu Ende liest, wird es niemals vergessen." Also ich habe ewig lange für dieses Buch gebraucht, weil ich zwischendurch mal was gutes lesen wollte. Aufhören geht doch ganz gut. Leider war das Buch auch nicht so spannend, dass ich es nicht vergessen werde. Wenn man mich in ein paar Monaten fragen würde, worum es denn in dem Buch geht, dann fällt mir wahrscheinlich nur ein, dass es ein italienischer Krimi ist.
Inhaltlich ein typischer Krimi, geschmückt mit italienischen Besonderheiten.
Die Verlobte von Francesco wird ermordet. Francesco ist zunächst der Hauptverdächtige. Er macht sich zusammen mit Carla, einer Freundin, und dem Vater seiner Verlobten auf die Suche nach dem Mörder. Bei dieser Suche erleben sie einige böse Überraschungen, sie kommen mit Geldwäsche, einem Giftmüllskandal und der rumänischen und italienischen Mafia in Kontakt.
Ich möchte das Ende hier jetzt nicht vorwegnehmen, doch es ist vorhersehbar werde der Mörder ist und allein das nimmt dem Buch bereits die Spannung.
Überzeugend fand ich allerdings den Schreibstil von Carlotto und Videtta, sehr flüssig und gut lesbar.
24.07.2009 16:08:38
(17071 Beiträge)
Ich bin nicht sonderlich begeistert von dem Buch ...
Keine heile Urlaubswelt
Inhalt:
Wir befinden uns in einem Dorf im Nordosten von Italien. Das gesellschaftliche Leben wird bestimmt von zwei alteingesessenen Familien. Es sind die Familien Visentin, denen eine Reihe erfolgreicher Anwälte entspringt, und die Calchi Renier, eine adlige Industriellen-Familie.
Die Hochzeit von Francesco Visentin, dem jüngsten Spross der Familie, mit Giovanna Barovier steht kurz bevor, als diese tot in ihrer Wohnung aufgefunden wird. Francesco ist geschockt und gerät schließlich auch noch unter Mordverdacht. Sein Alibi ist lückenhaft und die Polizei ist davon überzeugt, dass Giovanna entweder von ihrem Verlobten oder einem Geliebten getötet wurde.
Für Francesco ist klar: Findet er den Liebhaber seiner Verlobten, so ist er auch dem Mörder auf der Spur. Doch wer ist der Unbekannte, der Giovannas Leben zerstörte?
Meine Meinung:
Ich hatte mir von "Wo die Zitronen blühen" eindeutig mehr versprochen, als das Buch halten konnte.
Die ersten Seiten legten den Grundstein zu einem spannenden Krimi mit kleinen Rahmenepisoden die Neugier weckten und dem jungen Anwalt, der seine Verlobte ermordet auffindet.
Doch schon nach dem ersten Drittel des Romans war mir klar, wer hier der Mörder sein muss und die Geschichte driftete immer mehr in Klischees ab. Wirkliche Spannung kam überhaupt nicht auf und die "Lösung" des Falls wirkte auf mich so, als hätte man einfach etwas um den offensichtlichen Täter herumgesponnen, das einigermaßen zur Person und ihren eventuellen Beweggründen passt.
Zwar ist es hier nicht die Camorra die Angst und Schrecken verbreitet, aber das ist auch schon der einzige Unterschied zu einem abgehalfterten Mafia-Roman. Die beiden Autoren haben es jedenfalls geschafft, auch den Nordosten von Italien von einem Urlaubsparadies in eine von krimineller Energie strotzende Zone zu verwandeln.
Der frei nach Goethe gewählte Buchtitel "Wo die Zitronen blühen" ist normalerweise eher Sinnbild für Urlaub, Sonne und Freigeist. Ich finde ihn daher für einen Krimi nicht sonderlich passend. Besser wäre es hier gewesen, den italienischen Originaltitel lediglich in deutscher Sprache zu übernehmen ("Nordost").
Auch die Figuren des Romans konnten bei mir keine großen Sympathien wecken. Giovanna bleibt undurchsichtig, Francesco ist sehr wechselhaft in seinem Verhalten und seinen Stimmungen und konnte mich mit seiner Trauer nicht wirklich überzeugen. Die anderen Charaktere wirkten entweder überheblich oder farblos.
Stilistisch fand ich "Wo die Zitronen blühen" jedoch sehr interessant. Episoden an denen Francesco beteilig war, wurden aus seiner Sicht geschildert, alle anderen Vorkommnisse jedoch aus allgemeiner Perspektive.
Nach den Vorankündigungen sollen die Autoren Carlotto und Videtta dafür bekannt sein, "die bittere Wahrheit über unsere korrupte Gesellschaft" zu erzählen und einen Krimi abzuliefern, der "den Mythos der italienischen Familie schonungslos zerlegt". Nun, wenn das die Absicht der Autoren war, dann hoffe ich mal, dass ihnen da einfach nur die Phantasie ein wenig durchgegangen ist. Die Zerstörung des Familienidylls ist ganz gut gelungen, aber von Gesellschaftskritik habe ich da nichts raus gelesen.
Ich werde wohl in Zukunft darauf verzichten weitere Romane des Autoren-Duos zu lesen.
Fazit:
Dieser Krimi versprach eindeutig mehr, als er halten konnte.
Keine heile Urlaubswelt
Inhalt:
Wir befinden uns in einem Dorf im Nordosten von Italien. Das gesellschaftliche Leben wird bestimmt von zwei alteingesessenen Familien. Es sind die Familien Visentin, denen eine Reihe erfolgreicher Anwälte entspringt, und die Calchi Renier, eine adlige Industriellen-Familie.
Die Hochzeit von Francesco Visentin, dem jüngsten Spross der Familie, mit Giovanna Barovier steht kurz bevor, als diese tot in ihrer Wohnung aufgefunden wird. Francesco ist geschockt und gerät schließlich auch noch unter Mordverdacht. Sein Alibi ist lückenhaft und die Polizei ist davon überzeugt, dass Giovanna entweder von ihrem Verlobten oder einem Geliebten getötet wurde.
Für Francesco ist klar: Findet er den Liebhaber seiner Verlobten, so ist er auch dem Mörder auf der Spur. Doch wer ist der Unbekannte, der Giovannas Leben zerstörte?
Meine Meinung:
Ich hatte mir von "Wo die Zitronen blühen" eindeutig mehr versprochen, als das Buch halten konnte.
Die ersten Seiten legten den Grundstein zu einem spannenden Krimi mit kleinen Rahmenepisoden die Neugier weckten und dem jungen Anwalt, der seine Verlobte ermordet auffindet.
Doch schon nach dem ersten Drittel des Romans war mir klar, wer hier der Mörder sein muss und die Geschichte driftete immer mehr in Klischees ab. Wirkliche Spannung kam überhaupt nicht auf und die "Lösung" des Falls wirkte auf mich so, als hätte man einfach etwas um den offensichtlichen Täter herumgesponnen, das einigermaßen zur Person und ihren eventuellen Beweggründen passt.
Zwar ist es hier nicht die Camorra die Angst und Schrecken verbreitet, aber das ist auch schon der einzige Unterschied zu einem abgehalfterten Mafia-Roman. Die beiden Autoren haben es jedenfalls geschafft, auch den Nordosten von Italien von einem Urlaubsparadies in eine von krimineller Energie strotzende Zone zu verwandeln.
Der frei nach Goethe gewählte Buchtitel "Wo die Zitronen blühen" ist normalerweise eher Sinnbild für Urlaub, Sonne und Freigeist. Ich finde ihn daher für einen Krimi nicht sonderlich passend. Besser wäre es hier gewesen, den italienischen Originaltitel lediglich in deutscher Sprache zu übernehmen ("Nordost").
Auch die Figuren des Romans konnten bei mir keine großen Sympathien wecken. Giovanna bleibt undurchsichtig, Francesco ist sehr wechselhaft in seinem Verhalten und seinen Stimmungen und konnte mich mit seiner Trauer nicht wirklich überzeugen. Die anderen Charaktere wirkten entweder überheblich oder farblos.
Stilistisch fand ich "Wo die Zitronen blühen" jedoch sehr interessant. Episoden an denen Francesco beteilig war, wurden aus seiner Sicht geschildert, alle anderen Vorkommnisse jedoch aus allgemeiner Perspektive.
Nach den Vorankündigungen sollen die Autoren Carlotto und Videtta dafür bekannt sein, "die bittere Wahrheit über unsere korrupte Gesellschaft" zu erzählen und einen Krimi abzuliefern, der "den Mythos der italienischen Familie schonungslos zerlegt". Nun, wenn das die Absicht der Autoren war, dann hoffe ich mal, dass ihnen da einfach nur die Phantasie ein wenig durchgegangen ist. Die Zerstörung des Familienidylls ist ganz gut gelungen, aber von Gesellschaftskritik habe ich da nichts raus gelesen.
Ich werde wohl in Zukunft darauf verzichten weitere Romane des Autoren-Duos zu lesen.
Fazit:
Dieser Krimi versprach eindeutig mehr, als er halten konnte.
19.08.2009 14:36:20
(1309 Beiträge)
Ich fand es ganz ok, hier ist meine Rezi:
Ich finde den Titel sehr gut gewählt, denn ich gehe einfach mal davon aus, dass auch im Nordosten von Italien Zitronen blühen. Und in der Idylle, wo die Zitronen blühen, passieren sehr schmutzige Dinge. Das Buch beginnt mit ein paar politischen Fakten und dann geschieht auch schon der Mord an Giovanna, diesem schönen Mädchen, das Francesco, der Sohn aus einer der angesehensten Familien im Ort, ein paar Tage später heiraten wollte. Erst geht es ihm nur darum, den Mord an Giovanna aufzudecken, doch dann trifft er auf ihren Vater und ihre Freundin, mit deren Hilfe es ihm gelingt, immer mehr Einblicke in die dunklen Machenschaften der Fondazione Torrefranchi zu gewinnen.
Das Buch ist in mehrere Erzählstränge unterteilt - wie immer ein Garant für spannende Unterhaltung. Francesco erzählt in der Ich-Form, der Rest wird in der 3. Person erzählt. Alle Protagonisten werden nach und nach sehr detailliert vorgestellt und zwar so schön verpackt in die Story, dass es nicht langweilig wird. Besonders gut gefallen haben mir die vielen italienischen Namen, ein schöner Kontrast zu der sehr klaren und schnörkellosen Sprache, die sehr gut zu der Story passt. Die Spannung wird bis zum Ende gehalten und ich fand es sehr positiv, dass ich endlich mal wieder ein Buch lesen konnte, das völlig ohne blutige oder eklige Szenen ausgekommen ist. Die Hauptdarsteller waren mir fast alle unsympathisch, sowohl Francesco als auch sein Vater und das tote Mädchen. Aber auch das passte in dieses Milieu, so dass es dem Lesespaß nicht gemindert hat. Ich habe das Buch bis zum Schluss genossen und kann es guten Gewissens weiterempfehlen.
Ich finde den Titel sehr gut gewählt, denn ich gehe einfach mal davon aus, dass auch im Nordosten von Italien Zitronen blühen. Und in der Idylle, wo die Zitronen blühen, passieren sehr schmutzige Dinge. Das Buch beginnt mit ein paar politischen Fakten und dann geschieht auch schon der Mord an Giovanna, diesem schönen Mädchen, das Francesco, der Sohn aus einer der angesehensten Familien im Ort, ein paar Tage später heiraten wollte. Erst geht es ihm nur darum, den Mord an Giovanna aufzudecken, doch dann trifft er auf ihren Vater und ihre Freundin, mit deren Hilfe es ihm gelingt, immer mehr Einblicke in die dunklen Machenschaften der Fondazione Torrefranchi zu gewinnen.
Das Buch ist in mehrere Erzählstränge unterteilt - wie immer ein Garant für spannende Unterhaltung. Francesco erzählt in der Ich-Form, der Rest wird in der 3. Person erzählt. Alle Protagonisten werden nach und nach sehr detailliert vorgestellt und zwar so schön verpackt in die Story, dass es nicht langweilig wird. Besonders gut gefallen haben mir die vielen italienischen Namen, ein schöner Kontrast zu der sehr klaren und schnörkellosen Sprache, die sehr gut zu der Story passt. Die Spannung wird bis zum Ende gehalten und ich fand es sehr positiv, dass ich endlich mal wieder ein Buch lesen konnte, das völlig ohne blutige oder eklige Szenen ausgekommen ist. Die Hauptdarsteller waren mir fast alle unsympathisch, sowohl Francesco als auch sein Vater und das tote Mädchen. Aber auch das passte in dieses Milieu, so dass es dem Lesespaß nicht gemindert hat. Ich habe das Buch bis zum Schluss genossen und kann es guten Gewissens weiterempfehlen.
12.10.2009 20:55:06

