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In Todesangst, Linwood Barclay

 
Beitrag
erstellt am
Everett

Everett

(780 Beiträge)

Versuche ich mich mal an meiner Meinung über das neueste Buch von Linwood Barclay. So ganz begeistern konnte mich der Autor nicht, da hatte ich schon fesselnderes gelesen.

Der Ich-Erzähler Tim ist angestellter Autoverkäufer, als Selbständiger scheiterte er und daraufhin auch seine Ehe. Seine Exfrau lebt mit einem Autohändler in derselben Stadt. Die gemeinsame, 17-jährige, Tochter Sidney ist während der Ferien bei Tim zu Besuch und hat in einem Hotel einen Ferienjob. Nach einem kleinen, morgendlichen Streit kommt Sidney nach der Arbeit nicht mehr nach Hause. Im Hotel kennt sie angeblich niemand. Tim macht sich alleine auf die Suche, wird nach und nach mit, für eine ganz normalen Vater, in unglaubliche Geschehnisse verwickelt. Selbst für die Polizei wird er verdächtig. Bis sich alles in einem finalen Showdown auflöst.
Dieses war mein erstes Buch von Linwood Barclay. Überzeugt hat es mich nicht. Da ich eigentlich kein Thrillerfan bin, lasse ich mich aber gerne eines Besseren belehren. Dieses Buch hat es nicht so ganz geschafft. Für meine Verhältnisse habe ich zum durch lesen relativ lange gebraucht, da es mich nicht komplett fesseln konnte.
Das Thema verspricht einiges an Spannung, die für mich aber nicht aufkam. Selbst der schreckliche Ge-fühlszustand, dass die eigene Tochter plötzlich spurlos verschwunden ist, konnte für mein Empfinden nicht gut beschrieben werden. Es tauchen relativ überraschende Wendungen auf, doch die Schilderungen lassen einen halt weiterlesen, nicht dass da eine besondere Anspannung aufkam. Für mich wirkte das Buch platt und lieblos geschrieben. Das Thema und die verschiedenen, ineinander greifenden Protagonisten versprechen eigentlich einen sehr interessanten Thriller, aber hier kommt es nicht wirklich rüber. Angst scheint in diesem Buch keiner so richtig zu haben. Bei der Umsetzung der Geschichte fehlt etwas entscheidendes, in die Tiefe gehendes, fesselndes.
Nette Unterhaltung, manchmal gute Dialoge, aber nichts Herausragendes.
20.09.2009 21:38:19
Everett

Everett

(780 Beiträge)

Keine weiteren Vorableser hier? Oder habe ich den Thread jetzt doppelt aufgemacht?
22.09.2009 20:40:00
Josie0412

Josie0412

(18123 Beiträge)

Ich nehm mal meine Rezi dazu!


In Todesangst

Die 17jährige Sydney, die bei ihrer Mutter lebt und die Sommermonate bei ihrem Vater verbringt ist mit einem Mal spurlos verschwunden.
Die Mitarbeiter des Hotels, in dem sie angab zu arbeiten, scheinen sie nie gesehen zu haben. Wo mag sie stecken und warum ist sie verschwunden?

Dieser Frage geht Tim, ihr Vater nach. Mehr oder weniger auf eigene Faust, da er meint, dass die Polizei nicht genug tut.
Tim stellt schnell fest, dass sich Sydney anscheinend in irgendwelche dunklen Machenschaften verstrickt hat. Doch was hat sie damit zu tun und wer ist noch daran beteiligt?

Fazit: Das Buch ist aus der Sichtweise von Tim geschrieben und lässt sich schnell und flüssig lesen. Manches Mal habe ich da gesessen und die Augen verdreht, weil ich dachte, dass das alles reichlich an den Haaren herbeigezogen ist. Trotzdem war es ein Pageturner, da ich immer sofort wissen wollte, wie es denn nun weitergeht und wer noch alles in diese Geschichte verstrickt ist.
Das Buch kann leider nicht ganz mit den anderen Büchern von Linwood Barclay mithalten, bekommt aber trotzdem 4 Sterne von mir, da es einen neugierig macht und trotz aller Unwahrscheinlichkeiten eine gewisse Spannung erzeugt.

24.09.2009 12:18:27
silkedb

silkedb

(17071 Beiträge)

Ich habe das Hörbuch gehört. Wirklich überzeugen konnte mich nur der Sprecher. Das Buch hätte bei mir bestimmt schlechter abgeschnitten.
Für das Hörbuch vergebe ich 4/5 Punkten.

Hörbuch: Albtraum für Eltern

Inhalt:
Sydney Blake ist 17 Jahre alt, als sie spurlos verschwindet. Sie hat die Sommerferien bei ihrem Vater Tim verbracht und ist von ihrem Job in einem Hotel nicht mehr nach Hause gekommen. Tim, der als Verkäufer in einem Autohaus arbeitet, macht sich auf die Suche nach ihr und stößt auf immer mehr Ungereimtheiten. In dem Hotel in dem Syd angeblich gearbeitet hat, scheint sie niemand zu kennen. Auch von ihren Sachen fehlt nichts, so dass es unwahrscheinlich erscheint, dass sie ausgerissen ist. Doch weder die Polizei, noch ihre Familie oder Freunde haben eine Idee, wo Sydney sein könnte. Tim Blake nutzt jeden kleinen Hoffnungsschimmer, ruft eine Internet-Seite ins Leben und reist jeder Spur hinterher. Was ist wirklich geschehen an dem Tag, als Sydney verschwand? Ist sie noch am Leben, oder Opfer eines Verbrechens geworden? Wenn sie noch lebt, warum meldet sie sich dann nicht bei ihren Eltern, die "In Todesangst" um sie sind? Lindwood Barclay bringt die Antworten auf diese Fragen ...

Meine Meinung:
Das Hörbuch zu "In Todesangst" von Linwood Barclay hat mir gut gefallen. Besonders beeindruckt hat mich der Sprecher Walter Kreye, der über so manche Länge hinweg helfen konnte und mich auch ein wenig mit dem schwachen letzten Drittel des Buchs versöhnt hat.
Nach "Ohne ein Wort" und "Dem Tode nah" legt Linwood Barclay hier seinen dritten Thriller vor. Alle Titel sind unabhängig von einander und bilden keine Reihe.
Bei "In Todesangst" hat mir die Figur des Tim Blake besonders gut gefallen. Er durchlebt den Albtraum jedes Elternteils, indem seine Tochter spurlos verschwindet. Er stellt sein Leben komplett auf die Suche nach Sydney um und riskiert dafür berufliche Zukunft und finanzielle Sicherheit. Er kann nicht glauben, dass sie von zu Hause ausgerissen ist und ihn noch vor ihrem Verschwinden belogen hat. Hartnäckig sucht Tim nach Spuren und seine Verzweiflung wird sowohl im Text von Linwood Barclay, als auch durch die Stimme von Walter Kreye sehr gut vermittelt.
Die erste Hälfte des Buchs hat mir sehr gut gefallen. Doch ab da wurde die Story leider etwas schwächer und langatmiger. Die Spannung ließ nach und so langsam habe ich mich doch gefragt, worauf das ganze denn hinauslaufen soll, nachdem Tim der x-ten Spur hinterher jagte. Doch der sehr gute Hörbuchsprecher hat es gut geschafft einige Längen zu überbrücken, so dass ich ohne große Mühe bis zum Ende durchgehalten habe.
Das Ende empfinde ich jedoch als eine weitere Schwäche von "In Todesangst". Mir hat die "Auflösung" einfach nicht gefallen und um die Spannung nicht zu zerstören möchte ich an dieser Stelle auch nicht mehr verraten.
Dazu kommt noch, dass das Ende sehr abrupt war und ein kleiner Epilog durchaus nicht geschadet hätte.
Aber insgesamt hat Linwood Barclay hier wieder mal einen spannenden Thriller abgeliefert, der für einige schöne Hörstunden sorgt.

Fazit:
Nicht der stärkste Barclay, aber als Hörbuch auf jeden Fall die Hörstunden wert.
28.10.2009 14:19:44
Phantomime

Phantomime

(9645 Beiträge)

Die Ängste eines Vaters...

In dem Buch geht es um Tim Blake,einen nicht besonders erfolgreichen Autoverkäufer,geschieden und Vater eines 17jährigen Mädchens:Sydney,die von allen Syd genannt wird.

Sie verbringt wie üblich die Sommerferien bei ihrem Vater Tim in Milford.

Wie jedes Jahr nimmt sie einen Ferienjob an,um sich ein bisschen Geld dazuzuverdienen.In diesem Jahr arbeitet sie nebenbei angeblich im Hotel "just in Time" an der Rezeption.

Eines Morgens hat sie einen kleinen Streit mit ihrem Vater,verlässt danach das Haus und kehrt abends nicht mehr zurück.

Zuerst macht sich Tim keine allzugroßen Sorgen,er denkt,sie komme einfach nur später.Doch als es langsam nacht wird beginnt er ihr hinterherzutelefonieren,aber ihr Handy ist ausgeschaltet und auch ihre Freundin Patty weiß nicht wo sie sich befindet.

Er fährt zum Hotel und fragt dort nach seiner Tochter,doch dort ist Syd niemandem bekannt und Tim wird bewusst daß seine Tochter ihn diesbezüglich angelogen hat und langsam beginnt er zu begreifen,daß sie spurlos verschwunden ist.

Er meldet dies der Polizei,doch die nimmt ihn nicht allzuernst,sodaß er sich selbst auf die Suche nach Sydney macht.

Seine Exfrau Susanne macht ihm schwere Vorwürfe,deren neuer Freund Bob behandelt Tim wie ein kleines Kind,sie wollen ihm nicht bei der Suche nach Syd helfen und durch sein ständiges Fehlen steht er kurz vor dem Jobverlust.

Doch Tim gibt nicht auf,er sucht weiter nach seiner Tochter,wobei er auf immer mehrere seltsame Dinge stösst:

Was hat es mit Patty,der Freundin von Syd,auf sich?Weiß sie mehr als sie zugibt?Dann muss Tim noch entdecken,daß seine Tochter Kontakt zu Evan hatte,den Tim schon immer für kriminell gehalten hat.Evan ist der Sohn von Bob,des Freundes seiner Exfrau.

In diesem Buch sind die Dinge niemals so wie sie zu sein scheinen.Die Suche nach Sydney wird für den traurigen und verzweifelten Tim immer gefährlicher und es geht mehrmals um Leben und Tod.Doch für Tim gibt es nur eines: Seine Tochter um jeden Preis zu finden,koste es,was es wolle.

Linwood Barclay spielt in diesem Buch gekonnt mit den Urängsten eines jeden Vaters und einer jeden Mutter und man wünscht sich nur eines: Nämlich,daß einem selbst sowas niemals geschehen wird.
29.10.2009 10:56:52
BineL

BineL

(18436 Beiträge)

Hier ist meine Rezi.
Ich fand das Buch jetzt auch nicht soooo dolle.

Die 17-jährige Sydney verschwindet eines Tages als sie während ihres Aufenthalts bei ihrem Vater in einem Hotel arbeitet. Von ihr fehlt jede Spur. Daher macht sich ihr Vater auf die Suche nach seiner Tochter.

Im Vergleich zu den anderen Barclay-Thrillern ist dieser Thriller doch sehr langatmig. Es passiert auf vielen, vielen Seiten lange, lange nicht wirklich viel. Erst am Ende kommt erst etwas Action in die Sache, die dann eigentlich auch nicht mehr sehr überraschend ist.

Die Sprache ist recht einfach gehalten und lässt somit flott lesen.

Fazit:

Dieses Buch von Linwood Barclay ist wirklich langweilig und wenig spannend. Auch die einfache Sprache macht das Geschehen nicht unbedingt aufregender. Also das kann Mr. Barclay viel besser, was er ja auch schon in seinen ersten beiden Büchern bewiesen hat.

06.11.2009 10:51:07
schaetzelein83

schaetzelein83

(20313 Beiträge)

Hier kommt meine Rezension:

Ich war ja erst skeptisch ob dieses Buch nur ein müder Abklatsch von "Ohne ein Wort" ist, aber die Schreibweise ist mal wieder so flüssig und die Story so undurchsichtig mit so vielen Wendungen, dass ich schnell darin versunken war. Man wusste fast bis zum Schluss nicht wer da mit wem unter eine Decke steckt/e, und das macht das Buch für mich aus. Es ist zwar kein richtiger Pageturner aber weglegen mag mans trotzdem nicht.
06.11.2009 19:31:47
Lenya

Lenya

(1823 Beiträge)

Inhalt

Tim Blake macht sich ernsthaft Sorgen, als seine 17-jährige Tochter Sydney nicht von ihrem Ferienjob nach Hause kommt. In diesem Sommer lebt sie bei ihm und nicht bei seiner geschiedenen Frau, die in derselben Stadt lebt.

Tim begibt sich auf die Suche nach seiner Tochter, doch schon bald wird ihm klar, dass etwas nicht stimmen kann. In dem Hotel, in welchem Sydney angeblich arbeitete, scheint man sie gar nicht zu kennen und niemand weiß über ihren Verbleib bescheid, nicht einmal ihre Freunde. Je tiefer Tim gräbt, desto mehr bringt er sich selbst in Gefahr und schon bald wird klar: Sydney muss irgendetwas gewusst haben, das sie nicht wissen durfte.
Tim gibt nicht auf, für ihn zählt nur eins: Seine Tochter finden, und wenn es das Letzte ist, was er tut.

Kritik

Nachdem ich schon Ohne ein Wort mit großer Begeisterung und Dem Tode nah gelesen habe, war ich sehr gespannt auf Linwood Barclays neues Werk.
Wieder geht es hier um Dinge, die nicht so sind wie sie auf den ersten Blick scheinen. Natürlich rührt der Autor mit dieser Geschichte an Urängste, die jeder kennen dürfte. Das eigene Kind verschwindet und niemand weiß, wo sie ist oder warum sie verschwunden sein könnte. Noch dazu scheint Tim seine Tochter gar nicht wirklich gekannt zu haben, denn immer neue Dinge kommen ans Tageslicht, die er sich nicht erklären kann.

Die Story an sich klingt zweifellos spannend. Doch schafft es Barclay auch, diese Spannung bis zum Schluss zu halten? Tatsächlich dreht sich die Geschichte hin und wieder im Kreis und erscheint mehr als diffus. Trotzdem kann man das Buch nur schwer aus der Hand legen. Ein großer Pluspunkt ist hier der Schreibstil des Autors, der sich sehr flüssig und angenehm lesen lässt.
Die Story ist nicht schlecht und man fiebert auf jeden Fall mit Tim mit, aus dessen Sicht die Geschichte in der Ich-Perspektive erzählt wird. Auf jeden Fall möchte man natürlich wissen, ob er seine Tochter am Ende findet oder nicht.

Ein Minuspunkt bei Barclay ist der, dass das Buch doch sehr stark an seine Vorgänger erinnert. Die Story ist zwar eine andere, doch die Mechanismen sind dieselben. Die Auflösung empfand ich dann als etwas unspektakulär, aber mehr will ich nicht vorweg nehmen. Sicher lohnt es sich, gerade für Fans des Autors, zu diesem Buch zu greifen. Barclay ist auf jeden Fall ein großes Talent im Thrillergenre.

Fazit

Solider Thriller. Kein Höhepunkt, aber durchaus lesenswert.
10.11.2009 18:41:41
Patwelli

Patwelli

(6710 Beiträge)

Ohne ein Wort und Dem Tode nah verschwindet Sydney In Todesangst. Kann Linwood Barclay wohl an seine vorherigen Erfolge anknüpfen? Er kann, und schon nach den ersten Seiten ist man wieder völlig gefesselt.

Wissen Sie, wo ihre Kinder jetzt in diesem Moment sind? Wann haben Sie das letzte Mal ihre Frau / Freundin / Freund oder Mann gesehen? Wie gut meinen Sie, ihre Freunde zu kennen? Wo und wann würden Sie anfangen zu suchen, wenn ein geliebter Mensch einfach nicht mehr nach Hause kommt? Erschreckend, wie schnell und wie gründlich doch ein Mensch verschwinden kann, ohne eine Spur zu hinterlassen, obwohl er intensiv gesucht wird.

Tims Tochter Sydney kommt eines Abends von ihrem Ferienjob in einem nahen Hotel nicht nach Hause. Als Tim sie in dem Hotel sucht, ist sie dort völlig unbekannt und verzweifelt fragt er sich, ob er seine Tochter überhaupt richtig kennt. Da Sydney schon 17 Jahre alt ist, wird sie von der Polizei als Ausreißerin behandelt und erst, als ihr Auto mit Spuren gefunden wird, intensiv gesucht. Doch bis dahin sind ihre Eltern bereits durch die Hölle gegangen, verzweifelt schöpfen sie jede Möglichkeit aus, Sydney zu finden. Natürlich ist Tim dadurch in seiner Arbeit abgelenkt und nach den ersten Tagen der Ungewissheit stößt er nur noch auf Unverständnis bei seiner Chefin. Tim geht jederzeit jedem noch so kleinen Hinweis nach, allerdings stößt er durch sein penetrantes Nachfragen bald in ein Wespennest und er muß erkennen, dass er ins Visier von skrupellosen Verbrechern geraten ist. Ob es dieselben sind, die auch der Grund für Sydneys Verschwinden sind?

Filmreif rast man geradezu durch diesen Thriller, anfangs gibt es überhaupt keine Hinweise, wieso und wohin Sydney verschwunden ist. Eindringlich und berührend beschreibt Barclay Tims Hilflosigkeit, seine verzweifelte Suche und sein ständiges Scheitern an der Bürokratie, an seinem Job und an dem Unverständnis seiner Mitmenschen. Actionreich ist der zweite Teil, als sich ein Geheimnis nach dem anderen löst, die Hinweise sich verdichten und das Puzzle sich zu einem Ganzen zusammenfügt. Besonders zum Schluß hin hat man den Eindruck, dass Barclay schon mal grob ein Drehbuch für die Verfilmung geschrieben hat, manches wirkt dann doch arg übertrieben und an den Haaren herbeigezogen.

Es gibt aber auch leise und feinfühlige Töne in dem Buch. Tim ist zwar ein guter Autoverkäufer, aber als er auf Drängen seiner Frau ein Autohaus aufmacht, scheitert er an der Verwaltung. Daran scheitert auch seine Ehe, aber im Stillen liebt er seine Frau immer noch. Deshalb ignoriert und demütigt er ständig ihren neuen Freund, und es ist ihm mehr als nur unangenehm, als er seine Hilfe bei der Suche annehmen muss. Im Laufe der Geschichte wandeln sich seine Gefühle, er lernt sowohl seine Exfrau als auch deren Freund von einer ganz neuen Seite kennen. In den Zeiten der Not halten sie zusammen und unterstützen sich alle gegenseitig.

Das Perfide an dem Buch sind die ständigen Fragen nach dem Warum. Ist Sydney absichtlich verschwunden oder wurde sie entführt? Oder sogar umgebracht? Wie hat sie es geschafft, so spurlos zu verschwinden? Irgendjemand muss doch etwas wissen! Aber bis dahin ist es ein weiter, steiniger Weg, auf dem viele Mitmenschen nicht das sind, was sie zu sein scheinen. Es dauert lange, bis das erste Licht am Ende des Tunnels erscheint, aber dann geht es in einer rasanten Achterbahnfahrt auf und ab, höchstgefährliche und tödliche Situationen inklusive.

Der Titel ist absolut treffend, denn nicht nur Tim hat Todesangst. Viele Themen werden angesprochen, neben dem absoluten Verschwinden geht es auch um einen Stalker und was eine Samenspende so alles auslösen kann. Überraschend das Ende, die Auflösung ist gelungen. Man mag zwar einiges vorher ahnen, aber die Gewissheit kommt erst ganz zum Schluß.

Fazit

Linwood Barclay hat wieder einmal bewiesen, dass er es kann und zu Recht zu den Bestsellerautoren gehört. Spannend, actionreich und geheimnisvoll, aber auch feinfühlig und nachdenklich kommt In Todesangst daher. Wer glaubt, seine Mitmenschen zu kennen, wird nach dieser Lektüre von vielen erst einmal das Schlimmste annehmen, denn kaum einer entpuppt sich als das, was er vorgibt zu sein.
03.12.2009 21:22:44
Mary_Poppins

Mary_Poppins

(8564 Beiträge)

Ich schreib jetzt hier keine komplette Rezi, aber ich fand die Vorgänger in jedem Fall besser. Hoffentlich lässt der Autor nicht noch weiter nach.
04.12.2009 06:35:31