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Dunkelziffer - Arne Dahl
Beitrag
erstellt am
(24338 Beiträge)
Die A-Gruppe hat bereits sieben Fälle gelöst. Für das Verständnis dieses Romans sind sie jedoch ohne größere Bedeutung. Wer sie kennt, tut sich allerdings sicher mit den vielen verschiedenen Ermittlern leichter.
Auf einer Klassenfahrt verschwindet die vierzehnjährige Emily spurlos. Schnell nimmt die Polizei drei bekannte Pädophile ins Visier, die in der Nähe leben. Bald erkennt sie jedoch, dass Emily es faustdick hinter den Ohren hat und nicht das harmlose kleine Mädchen ist, wie es auf den ersten Blick scheint.
Währenddessen findet der Elektriker Steffe bei Grabungen in Stockholm ein seltsames Skelett. Er unterschlägt den Fund, da er Kapital aus der Sache schlagen will. Doch damit begibt er sich in ungeahnte Gefahr.
Auf einer Parkbank wird eine Leiche gefunden, deren Kehle mit einer Klaviersaite durchtrennt wurde. Kurz darauf findet man eine 2. Leiche, die auf die gleiche Weise getötet worden ist.
Erzählt wird aus der Sicht der verschiedenen Ermittler der A-Gruppe und anderer Stockholmer Polizisten, die in die Fälle verwickelt sind. Dabei werden die Charaktere sehr schön herausgearbeitet. Die Ermittler werden sehr menschlich dargestellt mit all ihren Schwächen und Stärken, Zweifeln und Unsicherheiten. Das macht sie recht sympathisch. Dadurch, dass immer wieder ein anderer Ermittler bei der Arbeit beobachtet wird, ergeben sich häufige Ortswechsel und einige Cliffhanger, was die Spannung nur noch mehr steigert. Auch mit unerwarteten Wendungen versteht Dahl es, den Leser zu fesseln. Die verschiedenen Handlungsstränge werden immer mehr ineinander verflochten, bis es am Schluss zum großen Knall kommt.
Mich hat lediglich eine Sache an diesem Buch gestört: dass die Atmosphäre so durch und durch düster ist. Klar sind Verbrechen eine düstere Angelegenheit, aber es könnten doch zumindest ein paar positive Gedanken bei den Ermittlern auftauchen.
Auf einer Klassenfahrt verschwindet die vierzehnjährige Emily spurlos. Schnell nimmt die Polizei drei bekannte Pädophile ins Visier, die in der Nähe leben. Bald erkennt sie jedoch, dass Emily es faustdick hinter den Ohren hat und nicht das harmlose kleine Mädchen ist, wie es auf den ersten Blick scheint.
Währenddessen findet der Elektriker Steffe bei Grabungen in Stockholm ein seltsames Skelett. Er unterschlägt den Fund, da er Kapital aus der Sache schlagen will. Doch damit begibt er sich in ungeahnte Gefahr.
Auf einer Parkbank wird eine Leiche gefunden, deren Kehle mit einer Klaviersaite durchtrennt wurde. Kurz darauf findet man eine 2. Leiche, die auf die gleiche Weise getötet worden ist.
Erzählt wird aus der Sicht der verschiedenen Ermittler der A-Gruppe und anderer Stockholmer Polizisten, die in die Fälle verwickelt sind. Dabei werden die Charaktere sehr schön herausgearbeitet. Die Ermittler werden sehr menschlich dargestellt mit all ihren Schwächen und Stärken, Zweifeln und Unsicherheiten. Das macht sie recht sympathisch. Dadurch, dass immer wieder ein anderer Ermittler bei der Arbeit beobachtet wird, ergeben sich häufige Ortswechsel und einige Cliffhanger, was die Spannung nur noch mehr steigert. Auch mit unerwarteten Wendungen versteht Dahl es, den Leser zu fesseln. Die verschiedenen Handlungsstränge werden immer mehr ineinander verflochten, bis es am Schluss zum großen Knall kommt.
Mich hat lediglich eine Sache an diesem Buch gestört: dass die Atmosphäre so durch und durch düster ist. Klar sind Verbrechen eine düstere Angelegenheit, aber es könnten doch zumindest ein paar positive Gedanken bei den Ermittlern auftauchen.
25.02.2010 07:19:25
(402 Beiträge)
Dunkelziffer - Harte Kost
Der Roman spielt in Schweden und fügt sich gut in die Reihe bekannter schwedischer Thriller.
Ein 14 jähriges Mädchen verschwindet.
Die eingesetzte Sonderkommission ermittelt, dass dieses Mädchen eine geheime Internetseite betrieben hat und rasch ist man beim Thema Pädophilie.
(Dieses Thema hat der Autor Arne Dahl schon in vorher erschienen Büchern mutig aufgegriffen und eindringlich beschrieben).
Es bleibt jedoch in dieser Handlung nicht bei einem Thema und wie bei einem Puzzle wird die Geschichte Stück für Stück ausgebaut. Scheinbar nicht zusammenhängende Handlungsstränge fügen sich nach und nach zusammen.
So spielen beispielsweise noch ein jahrhundertaltes Skelett, ein abgeschnitter Finger und eine geköpfte Leiche ihren Teil in der Geschichte, es geht also teilweise kurios morbide oder auch blutig zu.
Ausführlich wird auch auf die Charaktere der Sonderkommission eingegangen, ihre persönlichen Empfindungen und Lebenssituationen dargestellt.
Bei der Vielfalt der Handlungsfäden ist es nicht immer leicht, den Überblick zu behalten und der Autor verliert sich beinahe in Details. Man fragt sich beim lesen z.B.: muss heutzutage dem Leser die Funktion eines Gästebuches auf einer Internetseite wirklich so ausführlich geschildert werden?
Aber gerade einige dieser Details nutzt Arne Dahl gern, um die Geschichte voranzutreiben.
Letztlich läuft es auf ein spannendes Finale hinaus. Der Leser sollte sich aber darauf einstellen, dass nicht sämtliche Knoten am Ende des Buches vollständig aufgelöst werden.
Dies soll dann wohl erst in den folgenden Büchern geschehen, diese sind allerdings erst in Schweden erschienen.
Unterm Strich eine spannende und zeitweise unangenehm berührende Geschichte. Dabei sind Konzentration und Geduld gefordert. Kein Buch zum abschalten oder zwischendurch lesen.
Eine uneingeschränkt positive Leseempfehlung mag ich aber aufgrund der zu verworrenen Handlungsabläufe nicht geben.
Der Roman spielt in Schweden und fügt sich gut in die Reihe bekannter schwedischer Thriller.
Ein 14 jähriges Mädchen verschwindet.
Die eingesetzte Sonderkommission ermittelt, dass dieses Mädchen eine geheime Internetseite betrieben hat und rasch ist man beim Thema Pädophilie.
(Dieses Thema hat der Autor Arne Dahl schon in vorher erschienen Büchern mutig aufgegriffen und eindringlich beschrieben).
Es bleibt jedoch in dieser Handlung nicht bei einem Thema und wie bei einem Puzzle wird die Geschichte Stück für Stück ausgebaut. Scheinbar nicht zusammenhängende Handlungsstränge fügen sich nach und nach zusammen.
So spielen beispielsweise noch ein jahrhundertaltes Skelett, ein abgeschnitter Finger und eine geköpfte Leiche ihren Teil in der Geschichte, es geht also teilweise kurios morbide oder auch blutig zu.
Ausführlich wird auch auf die Charaktere der Sonderkommission eingegangen, ihre persönlichen Empfindungen und Lebenssituationen dargestellt.
Bei der Vielfalt der Handlungsfäden ist es nicht immer leicht, den Überblick zu behalten und der Autor verliert sich beinahe in Details. Man fragt sich beim lesen z.B.: muss heutzutage dem Leser die Funktion eines Gästebuches auf einer Internetseite wirklich so ausführlich geschildert werden?
Aber gerade einige dieser Details nutzt Arne Dahl gern, um die Geschichte voranzutreiben.
Letztlich läuft es auf ein spannendes Finale hinaus. Der Leser sollte sich aber darauf einstellen, dass nicht sämtliche Knoten am Ende des Buches vollständig aufgelöst werden.
Dies soll dann wohl erst in den folgenden Büchern geschehen, diese sind allerdings erst in Schweden erschienen.
Unterm Strich eine spannende und zeitweise unangenehm berührende Geschichte. Dabei sind Konzentration und Geduld gefordert. Kein Buch zum abschalten oder zwischendurch lesen.
Eine uneingeschränkt positive Leseempfehlung mag ich aber aufgrund der zu verworrenen Handlungsabläufe nicht geben.
25.02.2010 13:50:36
(12941 Beiträge)
In dem 8. Band der Krimireihe um das A-Team widmet sich Arne Dahl in "Dunkelziffer" vordergründig den sehr aktuellen und hochbrisanten Themen Internet und Pädophilie.
Bei einer Klassenfahrt verschwindet die 14-jährige Emily aus Stockholm spurlos in Angermanland. Auch die von der Lehrerin, den erwachsenen Begleitpersonen und den Mitschülern durchgeführte Suchaktion bringt kein Ergebnis - von dem Mädchen ist keine Spur zu finden. Die örtliche Polizei wird benachrichtigt und da in der Gegend Autos mit baltischen Kennzeichen gesehen worden sind, wird die Reichskriminalpolizei informiert und der Fall dem A-Team übertragen, der Spezialeinheit für Gewaltverbrechen von internationalem Charakter. Was sie dann bei ihren Untersuchungen zutage fördern, lässt den Ermittlern die Haare zu Berge stehen und sie begreifen recht schnell, dass es auch eine Verbindung zu brutalen Mordfällen gibt.
Nun ja, der eigentliche Kriminalfall hat mich jetzt nicht wirklich überzeugt, aber deshalb lese ich die Krimis von Dahl auch nicht vorrangig. Was mich interessiert, ist die Entwicklung seines Personals. Und da schafft er es immer wieder, neue Facetten der Persönlichkeit bei den einzelnen Teammitgliedern herauszuarbeiten.
Speziell in diesem Buch zeigt er meiner Meinung nach auch ganz deutlich auf, dass nicht nur die Kriminellen "schwarze Seelen" haben, sondern dass die Anlage dafür in jedem Einzelnen vorhanden ist. Und das macht einfach die Qualität seiner Bücher aus, die weit mehr als die üblichen skandinavischen Krimis sind.
25.02.2010 18:26:34
(6710 Beiträge)
Dunkelziffer - ein häufig gebrauchter Begriff in der Polizeiarbeit. Wie viele Fälle gibt es, die nie entdeckt werden? Wie viele Täter können im Dunkeln operieren, ohne angezeigt zu werden? Der neue Krimi von Arne Dahl gibt es auf eindrucksvolle Weise wieder, einschließlich der gelungenen Covergestaltung. Man erkennt im ersten Moment, worüber das Buch handelt.
Eine 14jährige Schülerin ist verschwunden. Direkt am Anfang ist es eindrucksvoll, wie Dahl alleine durch die unterschiedlichen Zeugenaussagen die Menschen sich selber charakterisieren lässt. Man kann die Erwachsenen sehr gut von den Kindern unterscheiden, wer sich gewählt ausdrückt und wer von den Kids Null Bock hat. Versteckte kleine Hinweise in den Aussagen lassen den Leser aufhorchen, aus verschiedenen Eindrücken kann er sich ein Bild von den Geschehnissen machen. Leider behält das Buch diese Spannung nicht bei, es driftet schnell in die Langatmigkeit ab. Nicht nur Emily ist verschwunden, sondern auch ein Elektriker, den seine Frau als vermisst meldet und zu einer ungewöhnlichen Massnahme greift, um den Fall voran zu treiben. Hängen die beiden Vermisstenfälle vielleicht irgendwie zusammen? Bei Emilys Verschwinden wird sofort an Kinderschänder gedacht und was für ein Zufall, direkt drei verurteilte wohnen in unmittelbarer Nähe. Haben sie etwas damit zu tun? Als dann noch eine weitere Leiche gefunden wird, dem die Halsschlagader mit einer Klavierseite durchtrennt wurde, ermittelt das A-Team auf Hochtouren.
Leider kann sich die anfängliche Spannung nicht halten, denn Arne Dahl driftet zu oft ins philosophische ab. Gedanken und Ausführungen über die Lebenskraft, die Umkehr ins Bejahende, positive oder negative Sexualität machen es schwer, sich zu konzentrieren und man fragt sich immer wieder, was das mit dem Fall zu haben soll. Er beginnt abzuschweifen, kippt ein bisschen ins Abstruse und baut deshalb nur mäßig Spannung auf. Wer sich dafür jedoch Gedanken über seine Sexualität machen möchte, der ist hier richtig aufgehoben.
Wenn dann mal etwas passiert, ist es fesselnd geschrieben, aber leider kommt die Geschichte dennoch nicht so recht vom Fleck. Die Auflösung ist chaotisch, unglaubwürdig und überstürzt. - Wild um sich schießende Menschen passen besser in einen Actionthriller. Das Hauptaugenmerk liegt natürlich auf dem Pädophilenring, dabei sind nicht mal die Opfer im Fokus sondern die Täter. Wie lebt es sich wohl mit dem Bewusstsein, anders zu sein und Kinder bewusst zu verletzen? Man merkt, dass sich Arne Dahl viele Gedanken darüber gemacht hat.
Auch das Privatleben seiner Ermittler steht oft im Focus, da gibt es die jungen Eltern, die beide versuchen Arbeit, Kind und Job unter einen Hut zu bringen. Dabei bleibt die zwischenmenschliche Beziehung auf der Strecke, aber es ist interessant, wie sie wiedergefunden wird. Dann gibt es die Ermittler, die selber psychisch einiges durchgemacht haben, was sich oft nicht positiv auf ihre Arbeit auswirkt. Dahl versteht es gut, nur in Andeutungen zu agieren, aber seine Personen lange über ihre Schwierigkeiten reflektieren zu lassen. Die Liebe kommt natürlich auch nicht zu kurz, manch einer muss sich klar werden, was er eigentlich wirklich möchte und sein Leben vielleicht endlich mal geradeliniger gestalten sollte. Menschen sind eben facettenreich und keine Maschinen, sie schaffen es nicht, ihre eigenen Sorgen völlig auszublenden - und das ist auch gut so, das macht den Reiz des Buches in einem hohen Maße mit aus.
Dunkelziffer ist nicht einfach zu lesen - es ist kein Pageturner. Aber dafür gut recherchiert und Gedanken anregend. Wer auch noch philosophischen Ansätze mag sollte es unbedingt lesen, sich dabei jedoch keinen atemberaubenden Thriller erwarten. Dafür sind brandaktuelle Themen verpackt, vor denen wir unsere Augen nicht verschließen können. Auch wenn das Ende ein wahres Shootdown ist - es lässt auf eine Fortsetzung hoffen. Wird das A-Team weiter existieren? Als Helden oder als Wahnsinnige?
Fazit
Pädophile, das Internet und seine Möglichkeiten, die versteckten Fallen für junge Mädchen und ein Geheimbund, der Selbstjustiz übt und einen verlorenen Knochen wieder nach Hause bringt, sind die Hauptthemen dieses neuesten Werkes von Arne Dahl. Eine gelungene Symbiose zwischen Thriller und Privatleben der Ermittler. Man kann diesen Fall auch ohne Kenntnis der vorherigen Bücher lesen, das meiste wird ausreichend erklärt.
Eine 14jährige Schülerin ist verschwunden. Direkt am Anfang ist es eindrucksvoll, wie Dahl alleine durch die unterschiedlichen Zeugenaussagen die Menschen sich selber charakterisieren lässt. Man kann die Erwachsenen sehr gut von den Kindern unterscheiden, wer sich gewählt ausdrückt und wer von den Kids Null Bock hat. Versteckte kleine Hinweise in den Aussagen lassen den Leser aufhorchen, aus verschiedenen Eindrücken kann er sich ein Bild von den Geschehnissen machen. Leider behält das Buch diese Spannung nicht bei, es driftet schnell in die Langatmigkeit ab. Nicht nur Emily ist verschwunden, sondern auch ein Elektriker, den seine Frau als vermisst meldet und zu einer ungewöhnlichen Massnahme greift, um den Fall voran zu treiben. Hängen die beiden Vermisstenfälle vielleicht irgendwie zusammen? Bei Emilys Verschwinden wird sofort an Kinderschänder gedacht und was für ein Zufall, direkt drei verurteilte wohnen in unmittelbarer Nähe. Haben sie etwas damit zu tun? Als dann noch eine weitere Leiche gefunden wird, dem die Halsschlagader mit einer Klavierseite durchtrennt wurde, ermittelt das A-Team auf Hochtouren.
Leider kann sich die anfängliche Spannung nicht halten, denn Arne Dahl driftet zu oft ins philosophische ab. Gedanken und Ausführungen über die Lebenskraft, die Umkehr ins Bejahende, positive oder negative Sexualität machen es schwer, sich zu konzentrieren und man fragt sich immer wieder, was das mit dem Fall zu haben soll. Er beginnt abzuschweifen, kippt ein bisschen ins Abstruse und baut deshalb nur mäßig Spannung auf. Wer sich dafür jedoch Gedanken über seine Sexualität machen möchte, der ist hier richtig aufgehoben.
Wenn dann mal etwas passiert, ist es fesselnd geschrieben, aber leider kommt die Geschichte dennoch nicht so recht vom Fleck. Die Auflösung ist chaotisch, unglaubwürdig und überstürzt. - Wild um sich schießende Menschen passen besser in einen Actionthriller. Das Hauptaugenmerk liegt natürlich auf dem Pädophilenring, dabei sind nicht mal die Opfer im Fokus sondern die Täter. Wie lebt es sich wohl mit dem Bewusstsein, anders zu sein und Kinder bewusst zu verletzen? Man merkt, dass sich Arne Dahl viele Gedanken darüber gemacht hat.
Auch das Privatleben seiner Ermittler steht oft im Focus, da gibt es die jungen Eltern, die beide versuchen Arbeit, Kind und Job unter einen Hut zu bringen. Dabei bleibt die zwischenmenschliche Beziehung auf der Strecke, aber es ist interessant, wie sie wiedergefunden wird. Dann gibt es die Ermittler, die selber psychisch einiges durchgemacht haben, was sich oft nicht positiv auf ihre Arbeit auswirkt. Dahl versteht es gut, nur in Andeutungen zu agieren, aber seine Personen lange über ihre Schwierigkeiten reflektieren zu lassen. Die Liebe kommt natürlich auch nicht zu kurz, manch einer muss sich klar werden, was er eigentlich wirklich möchte und sein Leben vielleicht endlich mal geradeliniger gestalten sollte. Menschen sind eben facettenreich und keine Maschinen, sie schaffen es nicht, ihre eigenen Sorgen völlig auszublenden - und das ist auch gut so, das macht den Reiz des Buches in einem hohen Maße mit aus.
Dunkelziffer ist nicht einfach zu lesen - es ist kein Pageturner. Aber dafür gut recherchiert und Gedanken anregend. Wer auch noch philosophischen Ansätze mag sollte es unbedingt lesen, sich dabei jedoch keinen atemberaubenden Thriller erwarten. Dafür sind brandaktuelle Themen verpackt, vor denen wir unsere Augen nicht verschließen können. Auch wenn das Ende ein wahres Shootdown ist - es lässt auf eine Fortsetzung hoffen. Wird das A-Team weiter existieren? Als Helden oder als Wahnsinnige?
Fazit
Pädophile, das Internet und seine Möglichkeiten, die versteckten Fallen für junge Mädchen und ein Geheimbund, der Selbstjustiz übt und einen verlorenen Knochen wieder nach Hause bringt, sind die Hauptthemen dieses neuesten Werkes von Arne Dahl. Eine gelungene Symbiose zwischen Thriller und Privatleben der Ermittler. Man kann diesen Fall auch ohne Kenntnis der vorherigen Bücher lesen, das meiste wird ausreichend erklärt.
02.03.2010 20:47:34

