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Firmin ein Rattenleben
Beitrag
erstellt am
(203185 Beiträge)
Hab ich gerade gelesen und mich mal an einer Rezension versucht. ;O)
Ich glaub das muss ich noch üben.
Firmin, geboren als schwächstes Tier im Wurf, wächst in einer Buchhandlung auf wo er bald seine außergewöhnliche Begabung entdeckt lesen zu können.
Je mehr er in die Welt der Bücher eintaucht desto mehr erfährt er das er in der Rattenwelt fehl am Platz ist, er sucht die Nähe der Menschen und wird bitter enttäuscht.Da er einen Versuch Kontakt mit dem Buchhändler aufzunehmen fast mit dem Leben bezahlt.
Auch sein weiterer Lebensweg ist geprägt von Verlusten, er verliert seinen menschlichen Freund, sein Zuhause, seine Bücher.
Ich war etwas enttäuscht, mir fehlte etwas um Symphatie für Firmin entwickeln zu können. Er war und blieb für mich eine Ratte.
und hier der Klappentext.
Boston in den 60er Jahren. Im schäbigen Keller der Buchhandlung am Scollay Square wird Rattenjunge Firmin geboren. Er ist der Kleinste im Wurf und kommt immer zu kurz. Als der Hunger eines Tages zu schlimm wird, knabbert er die in den Regalen lagernden Bücher an. Eines nach dem anderen wird gefressen, bis Firmin entdeckt, dass auf dem Papier etwas steht, was ihn sein Elend vergessen lässt: Ob Lolita oder Ford Madox Ford, ob Moby Dick oder Cervantes, die Welt der Menschen verspricht Abenteuer und Liebe, Krieg und Frieden, kurz: alles, was eine Ratte nicht hat. Voller Neugier sucht Firmin die Freundschaft zu Buchhändler Norman. Als dieser einen Giftanschlag auf ihn verübt, muss Firmin einsehen, dass er in den Augen der Menschen wohl doch nichts weiter ist als ein lästiges Tier. Wie so oft im Leben zeigt sich aber gerade in den dunkelsten Stunden ein Licht am Ende des Tunnels. Sam Savages Roman erzählt von den Hoffnungen und Idealen der Beat-Generation und von der Fähigkeit, immer wieder aufzustehen, möge es noch so hart kommen.
Dafür das mir das Buch irgendwie nicht so richtig gefällt beschäftige ich mich schon recht lange damit.Ich versuche immer noch den Sinn der hinter der Geschichte steckt zu ergründen.
Ich glaub das muss ich noch üben.
Firmin, geboren als schwächstes Tier im Wurf, wächst in einer Buchhandlung auf wo er bald seine außergewöhnliche Begabung entdeckt lesen zu können.
Je mehr er in die Welt der Bücher eintaucht desto mehr erfährt er das er in der Rattenwelt fehl am Platz ist, er sucht die Nähe der Menschen und wird bitter enttäuscht.Da er einen Versuch Kontakt mit dem Buchhändler aufzunehmen fast mit dem Leben bezahlt.
Auch sein weiterer Lebensweg ist geprägt von Verlusten, er verliert seinen menschlichen Freund, sein Zuhause, seine Bücher.
Ich war etwas enttäuscht, mir fehlte etwas um Symphatie für Firmin entwickeln zu können. Er war und blieb für mich eine Ratte.
und hier der Klappentext.
Boston in den 60er Jahren. Im schäbigen Keller der Buchhandlung am Scollay Square wird Rattenjunge Firmin geboren. Er ist der Kleinste im Wurf und kommt immer zu kurz. Als der Hunger eines Tages zu schlimm wird, knabbert er die in den Regalen lagernden Bücher an. Eines nach dem anderen wird gefressen, bis Firmin entdeckt, dass auf dem Papier etwas steht, was ihn sein Elend vergessen lässt: Ob Lolita oder Ford Madox Ford, ob Moby Dick oder Cervantes, die Welt der Menschen verspricht Abenteuer und Liebe, Krieg und Frieden, kurz: alles, was eine Ratte nicht hat. Voller Neugier sucht Firmin die Freundschaft zu Buchhändler Norman. Als dieser einen Giftanschlag auf ihn verübt, muss Firmin einsehen, dass er in den Augen der Menschen wohl doch nichts weiter ist als ein lästiges Tier. Wie so oft im Leben zeigt sich aber gerade in den dunkelsten Stunden ein Licht am Ende des Tunnels. Sam Savages Roman erzählt von den Hoffnungen und Idealen der Beat-Generation und von der Fähigkeit, immer wieder aufzustehen, möge es noch so hart kommen.
Dafür das mir das Buch irgendwie nicht so richtig gefällt beschäftige ich mich schon recht lange damit.Ich versuche immer noch den Sinn der hinter der Geschichte steckt zu ergründen.
29.07.2008 10:59:48
(17596 Beiträge)
Ich lese es auch gerade, bin aber noch nicht so weit und weiß auch bisher nicht so recht, ob es mir gefällt oder nicht. Aber es ist ja recht dünn und da werde ich es sicher schnell schaffen. Wenn ich durch bin, kann ich ja mal meine Rezension hier hinzufügen ;-) (Du hast also auch eins von den Büchern abgegriffen? Bei mir kam es am 23.07. - passend zum Geburtstag :-)
29.07.2008 11:31:16
(203185 Beiträge)
Huhu Daniliesin, dir wurde also zum Geburtstag gratuliert? ;O)
Kannst mir ja später erzählen wie es dir gefiel.
Kannst mir ja später erzählen wie es dir gefiel.
29.07.2008 11:42:47
Mitglied gelöscht
Dann geb ich meinen Senf auch einmal dazu :D
Firmin wächst im Keller einer Bostoner Buchhandlung als das 13. und Schwächste eines Wurfes auf. Dort entdeckt er auch die Welt der Literatur der Menschen für sich und liest sich Buch für Buch hindurch. Dabei entdeckt wie spannend das Leben der Menschen ist und macht sich auf, ihre Freundschaft zu suchen.
Mein Eindruck:
So spannend die Leseprobe auch war, ich musste mich teilweise durch die Seiten quälen. Für meinen Geschmack waren es viel zu viele Längen und ich konnte mich auch nicht richtig in die Geschichte hineinlesen und versetzen. Auch wenn mir die Erzählweise und der Ausdruck/ Wortwahl sehr gefallen haben, ist einfach nicht der Funke übergesprungen.
Die Gestaltung hingegen war für mich jedenfalls etwas Neues und hat mir sehr gefallen.
Firmin wächst im Keller einer Bostoner Buchhandlung als das 13. und Schwächste eines Wurfes auf. Dort entdeckt er auch die Welt der Literatur der Menschen für sich und liest sich Buch für Buch hindurch. Dabei entdeckt wie spannend das Leben der Menschen ist und macht sich auf, ihre Freundschaft zu suchen.
Mein Eindruck:
So spannend die Leseprobe auch war, ich musste mich teilweise durch die Seiten quälen. Für meinen Geschmack waren es viel zu viele Längen und ich konnte mich auch nicht richtig in die Geschichte hineinlesen und versetzen. Auch wenn mir die Erzählweise und der Ausdruck/ Wortwahl sehr gefallen haben, ist einfach nicht der Funke übergesprungen.
Die Gestaltung hingegen war für mich jedenfalls etwas Neues und hat mir sehr gefallen.
30.07.2008 09:48:44
Mitglied gelöscht
Ich habe das Buch gestern beim Stöbern entdeckt, weiss aber noch nicht ob ich es kaufen werde.
30.07.2008 10:07:38
Mitglied gelöscht
Firmin - die sympathische Ratte aus Boston
Nun, ganz fertig bin ich mit dem Buch noch nicht, aber was ich bisher sagen ist, dass es mich bis jetzt nicht enttäuscht hat.
Firmin, der als 13. Kind einer "Schnapsdrossel" im Keller einer Bostoner Bücherei das Licht der Welt erblickt, entwickelt sich im Laufe seiner frühen Kindheit zum schwächlichen Aussenseiter. Von den Geschwistern höchstens dann beachtet, wenn er an Mutters Zitzen einen Platz belegt, der ihm nicht zusteht. Oder wenn er aus quälendem Hungergefühl beginnt das Papier des Rattennests zu fressen und damit die Bequemlichkeit gefährdet. Schön früh zieht es ihn in die nähere Umgebung, sprich zu Erkundungsgängen in den Keller. Eher durch Zufall entdeckt er seine Fähigkeit lesen zu können und schämt sich fortan für jeden gefressenen Buchstaben. Seine Streifzüge führen ihn durch verlassene Rattengänge bis in die oberen Etagen, die Bücherei. Er ist begeistert vom Leben und den Menschen, zumindest am Anfang. Kleinere Eskapaden, wie seine plötzliche Begeisterung für das Hinterteil seiner athletischen gebauten Schwester Ludweena, oder das regelmäßige Betrunkensein seiner Mutter sorgen am Rande der Geschichte für Erheiterung. Sie machen den Helden der Geschichte sympathisch ohne ihn allzu menschlich wirken zu lassen. Die leicht launische Erzählung in der Ich-Form tut ein übriges zum positiven Eindruck den das Buch hinterläßt.
Nun, ganz fertig bin ich mit dem Buch noch nicht, aber was ich bisher sagen ist, dass es mich bis jetzt nicht enttäuscht hat.
Firmin, der als 13. Kind einer "Schnapsdrossel" im Keller einer Bostoner Bücherei das Licht der Welt erblickt, entwickelt sich im Laufe seiner frühen Kindheit zum schwächlichen Aussenseiter. Von den Geschwistern höchstens dann beachtet, wenn er an Mutters Zitzen einen Platz belegt, der ihm nicht zusteht. Oder wenn er aus quälendem Hungergefühl beginnt das Papier des Rattennests zu fressen und damit die Bequemlichkeit gefährdet. Schön früh zieht es ihn in die nähere Umgebung, sprich zu Erkundungsgängen in den Keller. Eher durch Zufall entdeckt er seine Fähigkeit lesen zu können und schämt sich fortan für jeden gefressenen Buchstaben. Seine Streifzüge führen ihn durch verlassene Rattengänge bis in die oberen Etagen, die Bücherei. Er ist begeistert vom Leben und den Menschen, zumindest am Anfang. Kleinere Eskapaden, wie seine plötzliche Begeisterung für das Hinterteil seiner athletischen gebauten Schwester Ludweena, oder das regelmäßige Betrunkensein seiner Mutter sorgen am Rande der Geschichte für Erheiterung. Sie machen den Helden der Geschichte sympathisch ohne ihn allzu menschlich wirken zu lassen. Die leicht launische Erzählung in der Ich-Form tut ein übriges zum positiven Eindruck den das Buch hinterläßt.
30.07.2008 11:22:59
(203185 Beiträge)
Ich bin eigentlich recht froh das ich es nicht gekauft habe, ich hab jetzt nochmal einzelne Passagen gelesen und weiß immer noch nicht was der Autor mir sagen will, vielleicht bin ich einfach zu doof? heul
30.07.2008 16:43:22
(203185 Beiträge)
Aber die Aufmachung ist super gemacht. Erst hab ich gedacht, *Hä wer hatte das denn alles schon in der Hand* aber das Buch ist so. ggg
30.07.2008 16:45:04
(17596 Beiträge)
So nun bin ich fertig und habe auch mal eine Rezension geschrieben:
Die Bezeichung "Leseratte" allein macht es nicht!:
Nachdem ich das Buch "Firmin - Ein Rattenleben" von Sam Savage im neuen Ullstein-Katalog entdeckt und auch die Leseprobe gelesen hatte, war ich mir ganz sicher: Dieses Buch muss ich lesen.
Leider war ich aber von Seite zu Seite enttäuschter. Die Geschichte der Ratte Firmin, die die schwächste des Wurfes ist und aus der Not heraus beginnt Buchseiten zu essen, fängt noch vielversprechend an, zumal ich es als interessant empfand wirklich mal ein Buch aus Sicht einer echten Leseratte zu lesen. Denn Firmin isst die Seiten nicht nur, nein er beginnt auch sie mit Begeisterung zu lesen und ist schon bald um einiges intelligenter als alle anderen Ratten. Auch die Tatsache, dass er in einer Buchhandlung lebt, machte das Buch für mich reizvoll.
Aber sonst passiert im Buch nicht wirklich viel, Firmin beschreibt Kunden der Buchhandlung und den Besitzer, sowie einige Begebenheiten mit anderen Ratten/seiner Familie. Alles ist dabei sehr trocken und langweilig erzählt, ohne Humor oder besonderen Charme. Spannung kommt nichtmal ansatzweise auf. Wirklich schade, dass der Autor wohl der Meinung ist, es würde ausreichen einen neuartigen Hauptcharakter für sein Buch zu wählen, ohne selbst ein besonderes schreiberisches Talent zu besitzen. Schon mit dem Anfang macht er es sich schwer, wenn darauf hingewiesen wird, dass ein gutes Buch immer mit einem bedeutungsvollen/einprägsamen Satz beginnen sollte, denn dieses Buch selbst tut dies nicht.
Mit der Aufmachung, die wirklich sehr gelungen ist (schöne(r) Covergestaltung/Einband, Buchschnitt im Rough Cut) soll das Buch wohl einen bibliophilen Eindruck bekommen, was ja auch prinzipiell zum Thema passen würde. So sollen Liebhaber bibliophiler Bücher gelockt werden (und bei mir hat es ja auch geklappt), aber dies kann nicht über die Belanglosigkeit des Inhalts und den faden Schreibstil hinwegtäuschen. Firmin wird somit keinen bleibenden Platz in meinem Regal erhalten.
Die Bezeichung "Leseratte" allein macht es nicht!:
Nachdem ich das Buch "Firmin - Ein Rattenleben" von Sam Savage im neuen Ullstein-Katalog entdeckt und auch die Leseprobe gelesen hatte, war ich mir ganz sicher: Dieses Buch muss ich lesen.
Leider war ich aber von Seite zu Seite enttäuschter. Die Geschichte der Ratte Firmin, die die schwächste des Wurfes ist und aus der Not heraus beginnt Buchseiten zu essen, fängt noch vielversprechend an, zumal ich es als interessant empfand wirklich mal ein Buch aus Sicht einer echten Leseratte zu lesen. Denn Firmin isst die Seiten nicht nur, nein er beginnt auch sie mit Begeisterung zu lesen und ist schon bald um einiges intelligenter als alle anderen Ratten. Auch die Tatsache, dass er in einer Buchhandlung lebt, machte das Buch für mich reizvoll.
Aber sonst passiert im Buch nicht wirklich viel, Firmin beschreibt Kunden der Buchhandlung und den Besitzer, sowie einige Begebenheiten mit anderen Ratten/seiner Familie. Alles ist dabei sehr trocken und langweilig erzählt, ohne Humor oder besonderen Charme. Spannung kommt nichtmal ansatzweise auf. Wirklich schade, dass der Autor wohl der Meinung ist, es würde ausreichen einen neuartigen Hauptcharakter für sein Buch zu wählen, ohne selbst ein besonderes schreiberisches Talent zu besitzen. Schon mit dem Anfang macht er es sich schwer, wenn darauf hingewiesen wird, dass ein gutes Buch immer mit einem bedeutungsvollen/einprägsamen Satz beginnen sollte, denn dieses Buch selbst tut dies nicht.
Mit der Aufmachung, die wirklich sehr gelungen ist (schöne(r) Covergestaltung/Einband, Buchschnitt im Rough Cut) soll das Buch wohl einen bibliophilen Eindruck bekommen, was ja auch prinzipiell zum Thema passen würde. So sollen Liebhaber bibliophiler Bücher gelockt werden (und bei mir hat es ja auch geklappt), aber dies kann nicht über die Belanglosigkeit des Inhalts und den faden Schreibstil hinwegtäuschen. Firmin wird somit keinen bleibenden Platz in meinem Regal erhalten.
30.07.2008 20:43:46
(203185 Beiträge)
Rough Cut, heißt das also. Wieder was dazugelernt.
30.07.2008 21:42:37
Mitglied gelöscht
Ich durfte Firmin auch als Leseexemplar lesen und hier ist meine Rezension dazu:
Firmin, die kleine Kanalratte aus Boston, wird als 13. Rattenbaby und lästiges Anhängsel in ein trauriges und kurzes, aber vom Glück gespicktes Leben geboren. Kam es zur täglichen Raubtierfütterung Rattenmamas Brust mit nur 12 Zitzen, die alle den großen Geschwistern vorenthalten waren, blieb Firmin nichts weiter übrig, als sich eine alternative Nahrungsquelle zu suchen. Da er unter einer Buchhandlung aufwächst, werden Bücher die heißersehnte und notwendige Nahrung. Anfangs noch sättigendes Beiwerk, erkennt Firmin schnell, dass in Büchern noch viel mehr steckt - die Kanalratte wird zur Leseratte und lebt fortan in einer Traumwelt von Menschwerdung und Literatur.
Der Autor Sam Savage ist Philosoph und man wird den Eindruck nicht los, dass er hier über sich selbst erzählt und die Rattengeschichte als verarbeitende Maßnahme für ein gebeuteltes Leben nutzt. Zunächst einmal möchte ich die Aufmachung des Buches lobend hervorheben. Neben der kreativen Umschlaggestaltung wird der Leser auch noch mit dem sogenannten Rough Cut überrascht, der hier als außergewöhnliches Stilmittel fungiert, da damit die angeknabberten Ecken dargestellt werden sollen (ich muss zugeben, dass ich das Prinzip des Rough Cuts nicht kannte und zu Beginn dachte, ich hielte einen Fehldruck in den Händen; jetzt, wo ich es kenne, ist es jedoch wunderbar). Doch leider hielt das Buch inhaltlich nicht, was es versprach. Die Leseprobe war für mich eine Art Einführung, wie das bei Anfangskapiteln halt so ist. Doch die Geschichte kommt nicht in Gang, es fehlt an Spannung, es passiert einfach nichts. Nach der letzten Seite frage ich mich immer noch, was mir dieses Buch jetzt sagen soll. Vielleicht erschließt sich mir der philosophische Gehalt auch nur einfach nicht. Ich habe Firmin trotzdem beendet und das ist den vier Übersetzern zu verdanken. Sprachlich ist dieser Roman nämlich ein absoluter Volltreffer, bezaubernd und reichhaltig. Auch die eingearbeiteten Zitate aus Werken der Weltliteratur wirken passend und sind den jeweiligen Situation (falls man das wenige, was geschieht, denn so nennen kann) perfekt angepasst.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich das Buch nur an Leser weiterempfehle, die Lust auf ein kleines sprachlich gelungenes Werk haben, aber nicht denjenigen, die eine spannende Geschichte über eine vermenschlichte Ratte lesen möchten.
Firmin, die kleine Kanalratte aus Boston, wird als 13. Rattenbaby und lästiges Anhängsel in ein trauriges und kurzes, aber vom Glück gespicktes Leben geboren. Kam es zur täglichen Raubtierfütterung Rattenmamas Brust mit nur 12 Zitzen, die alle den großen Geschwistern vorenthalten waren, blieb Firmin nichts weiter übrig, als sich eine alternative Nahrungsquelle zu suchen. Da er unter einer Buchhandlung aufwächst, werden Bücher die heißersehnte und notwendige Nahrung. Anfangs noch sättigendes Beiwerk, erkennt Firmin schnell, dass in Büchern noch viel mehr steckt - die Kanalratte wird zur Leseratte und lebt fortan in einer Traumwelt von Menschwerdung und Literatur.
Der Autor Sam Savage ist Philosoph und man wird den Eindruck nicht los, dass er hier über sich selbst erzählt und die Rattengeschichte als verarbeitende Maßnahme für ein gebeuteltes Leben nutzt. Zunächst einmal möchte ich die Aufmachung des Buches lobend hervorheben. Neben der kreativen Umschlaggestaltung wird der Leser auch noch mit dem sogenannten Rough Cut überrascht, der hier als außergewöhnliches Stilmittel fungiert, da damit die angeknabberten Ecken dargestellt werden sollen (ich muss zugeben, dass ich das Prinzip des Rough Cuts nicht kannte und zu Beginn dachte, ich hielte einen Fehldruck in den Händen; jetzt, wo ich es kenne, ist es jedoch wunderbar). Doch leider hielt das Buch inhaltlich nicht, was es versprach. Die Leseprobe war für mich eine Art Einführung, wie das bei Anfangskapiteln halt so ist. Doch die Geschichte kommt nicht in Gang, es fehlt an Spannung, es passiert einfach nichts. Nach der letzten Seite frage ich mich immer noch, was mir dieses Buch jetzt sagen soll. Vielleicht erschließt sich mir der philosophische Gehalt auch nur einfach nicht. Ich habe Firmin trotzdem beendet und das ist den vier Übersetzern zu verdanken. Sprachlich ist dieser Roman nämlich ein absoluter Volltreffer, bezaubernd und reichhaltig. Auch die eingearbeiteten Zitate aus Werken der Weltliteratur wirken passend und sind den jeweiligen Situation (falls man das wenige, was geschieht, denn so nennen kann) perfekt angepasst.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich das Buch nur an Leser weiterempfehle, die Lust auf ein kleines sprachlich gelungenes Werk haben, aber nicht denjenigen, die eine spannende Geschichte über eine vermenschlichte Ratte lesen möchten.
31.07.2008 01:13:10
(203185 Beiträge)
Irgendwie sind wir uns ja Alle einig das das Buch zwar supertoll aufgemacht ist, aber der Inhalt nicht hält was die Leseprobe verspricht.
31.07.2008 07:28:25
Mitglied gelöscht
Ich habe auch eine Rezension zu dem Buch geschrieben und kann euch nur zustimmen. Hatte mehr erwartet von dem Buch, insbesondere auch über Literatur im Allgemeinen und nicht über den Untergang eines Stadtteils. War ganz witzig zu lesen,aber halt nichts besonderes.
31.07.2008 08:45:09
Mitglied gelöscht
Ja stimmt, der Grundtenor bei den Rezensionen scheint in dieselbe Richtung zu gehen.
31.07.2008 09:54:38
Mitglied gelöscht
Sam Savage erzählt die Geschichte der Ratte Firmin. Als 13. Kind im Keller einer Buchhandlung geboren muss Firmin immer um Nahrung mit seinen Geschwistern kämpfen und beginnt daher eines Tages Bücher zu essen um seinen immer leeren Magen zu füllen.
Firmin findet sich selbst und sein Leben als Ratte abstoßend und als er eines Tages beginnt die Bücher zu lesen statt Sie nur zu verschlingen werden Sie schnell zu seiner Zuflucht aus dem Rattenleben.
Sam Savage erzählt die Geschichte der Ratte Firmin sehr wortgewaltig aber auch etwas langatmig. Es vermag keine Rechte Spannung aufzukommen beim Lesen und die Ratte ist als Figur auch nicht sympathisch. Gelungen ist allerdings die Gestaltung des Buches und des Covers. Die Idee hinter der Geschichte selbst ist sicherlich gut, aber man hätte mehr daraus machen können.
Firmin findet sich selbst und sein Leben als Ratte abstoßend und als er eines Tages beginnt die Bücher zu lesen statt Sie nur zu verschlingen werden Sie schnell zu seiner Zuflucht aus dem Rattenleben.
Sam Savage erzählt die Geschichte der Ratte Firmin sehr wortgewaltig aber auch etwas langatmig. Es vermag keine Rechte Spannung aufzukommen beim Lesen und die Ratte ist als Figur auch nicht sympathisch. Gelungen ist allerdings die Gestaltung des Buches und des Covers. Die Idee hinter der Geschichte selbst ist sicherlich gut, aber man hätte mehr daraus machen können.
31.07.2008 17:23:47
(17596 Beiträge)
Nein es erscheint am 19.08. - wir konnten bloß schon Vorableseexemplare lesen :-)
31.07.2008 19:45:10
(2621 Beiträge)
Wollte schon sagen.... ;-)
Aber bei vorablesen.de hab ich auch meine Rezi dazu abgegeben und ich finde Firmin niedlich!
Aber bei vorablesen.de hab ich auch meine Rezi dazu abgegeben und ich finde Firmin niedlich!
31.07.2008 20:21:40
(2621 Beiträge)
lazybär:
Melde dich doch an. Ist doch kostenfrei.
www.vorablesen.de
Übrigens:
Ich hatte heute von vorablesen in der POST:
Sam Savage: Firmin
Jawoll! Das ganze Buch! Hab noch nie ein Buch gewonnen und freue mich wie sonst was darüber!
Da sieht man mal des es sich lohnt eine Rezi zu schreiben!
Melde dich doch an. Ist doch kostenfrei.
www.vorablesen.de
Übrigens:
Ich hatte heute von vorablesen in der POST:
Sam Savage: Firmin
Jawoll! Das ganze Buch! Hab noch nie ein Buch gewonnen und freue mich wie sonst was darüber!
Da sieht man mal des es sich lohnt eine Rezi zu schreiben!
02.08.2008 19:28:57

