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Schon gelesen? Sorry -Zoran Drvenkar
Beitrag
erstellt am
(7535 Beiträge)
davor
Du hältst das Buch in der Hand. Die rote Banderole ist nicht zu übersehen.
"...aber sagen Sie später bitte nicht, wir hätten Sie nicht gewarnt."
-Eine nette Idee, denkst Du und musst unwillkürlich grinsen.
dazwischen
Dein Puls rast, dein Herz pocht. Du wolltest nur ein paar Seiten lesen, vielleicht
zwei oder drei. Weit mehr als die Hälfte des Buches ist es nun geworden, doch Du kannst
nicht aufhören zu lesen. Kannst Dich dem Sog der Geschichte nicht entziehen.
EIN THRILLER WIE EIN BÖSER TRAUM. Du möchtest gern aufwachen.
danach
Dein Puls rast noch immer.
...Du kannst nicht sagen, man hätte Dich nicht gewarnt.
Berlin. Vier Freunde aus alten Schulzeiten: Frauke, Tamara, Kris und sein jüngerer Bruder Wolf. Keiner der vier hat seine Träume, seine Hoffnungen verwirklichen können. Gescheiterte Existenzen. Bis zu dem Tag, an dem sie eine geniale Idee in die Tat umsetzen. Sie gründen eine Agentur, die sich für Vergehen von Unternehmen entschuldigt. Den Opfern wird geholfen, den Schuldigen die Last von den Schultern genommen. Diese ungewöhnliche Geschäftsidee erweist sich als wahre Goldgrube. Die vier können ihr Glück kaum fassen. Doch dann kommt der eine Auftrag, der ihr Leben verändern wird und sie selbst zu Opfern macht...
Die düstere Aufmachung des Buches lässt schon erahnen, was einen erwartet. Ein schlichter schwarzer Schutzumschlag. Der Titel ist ein verwackelter Schriftzug, wie aus benommenen Augen wahrgenommen. Die rote Banderole "...aber sagen Sie später bitte nicht, wir hätten Sie nicht gewarnt." halte ich durchaus nicht für übertrieben.
"Sorry" ist ein Psychothriller der ganz besonderen Art. Das Buch ist nicht nur zeitlich unterteilt in die Abschnitte davor, dazwischen, danach. Auch die Erzählperspektive wechselt zwischen dem Du, dem Ich und der Dritten Person, es gibt mehrere verschiedene Handlungsstränge. So etwas habe ich zuvor noch nie gelesen. Im Grunde handelt es sich um ein bizarres Puzzle, das dem Leser viele Rätsel aufgibt und in seinen Bann zieht. Ein gewagtes Experiment, das Zoran Drvenkar hervorragend gelungen ist. Dass die unterschiedlichen Handlungsstränge trotz allem so gut nachvollziehbar sind, liegt sicherlich auch an seiner klaren und direkten Sprache, die mir sehr gefallen hat.
Interessant ist auch die Frage nach der Schuld, die sich wie ein roter Faden durch das ganze Buch zieht. Wer ist Opfer? Wer ist Täter?
Mein Fazit: Dieses Buch ist absolut nichts für schwache Nerven. Das brutale Grauen packt gleich zu Beginn zu und lässt einen bis zur letzten Seite nicht aus seinen Klauen.
Du hältst das Buch in der Hand. Die rote Banderole ist nicht zu übersehen.
"...aber sagen Sie später bitte nicht, wir hätten Sie nicht gewarnt."
-Eine nette Idee, denkst Du und musst unwillkürlich grinsen.
dazwischen
Dein Puls rast, dein Herz pocht. Du wolltest nur ein paar Seiten lesen, vielleicht
zwei oder drei. Weit mehr als die Hälfte des Buches ist es nun geworden, doch Du kannst
nicht aufhören zu lesen. Kannst Dich dem Sog der Geschichte nicht entziehen.
EIN THRILLER WIE EIN BÖSER TRAUM. Du möchtest gern aufwachen.
danach
Dein Puls rast noch immer.
...Du kannst nicht sagen, man hätte Dich nicht gewarnt.
Berlin. Vier Freunde aus alten Schulzeiten: Frauke, Tamara, Kris und sein jüngerer Bruder Wolf. Keiner der vier hat seine Träume, seine Hoffnungen verwirklichen können. Gescheiterte Existenzen. Bis zu dem Tag, an dem sie eine geniale Idee in die Tat umsetzen. Sie gründen eine Agentur, die sich für Vergehen von Unternehmen entschuldigt. Den Opfern wird geholfen, den Schuldigen die Last von den Schultern genommen. Diese ungewöhnliche Geschäftsidee erweist sich als wahre Goldgrube. Die vier können ihr Glück kaum fassen. Doch dann kommt der eine Auftrag, der ihr Leben verändern wird und sie selbst zu Opfern macht...
Die düstere Aufmachung des Buches lässt schon erahnen, was einen erwartet. Ein schlichter schwarzer Schutzumschlag. Der Titel ist ein verwackelter Schriftzug, wie aus benommenen Augen wahrgenommen. Die rote Banderole "...aber sagen Sie später bitte nicht, wir hätten Sie nicht gewarnt." halte ich durchaus nicht für übertrieben.
"Sorry" ist ein Psychothriller der ganz besonderen Art. Das Buch ist nicht nur zeitlich unterteilt in die Abschnitte davor, dazwischen, danach. Auch die Erzählperspektive wechselt zwischen dem Du, dem Ich und der Dritten Person, es gibt mehrere verschiedene Handlungsstränge. So etwas habe ich zuvor noch nie gelesen. Im Grunde handelt es sich um ein bizarres Puzzle, das dem Leser viele Rätsel aufgibt und in seinen Bann zieht. Ein gewagtes Experiment, das Zoran Drvenkar hervorragend gelungen ist. Dass die unterschiedlichen Handlungsstränge trotz allem so gut nachvollziehbar sind, liegt sicherlich auch an seiner klaren und direkten Sprache, die mir sehr gefallen hat.
Interessant ist auch die Frage nach der Schuld, die sich wie ein roter Faden durch das ganze Buch zieht. Wer ist Opfer? Wer ist Täter?
Mein Fazit: Dieses Buch ist absolut nichts für schwache Nerven. Das brutale Grauen packt gleich zu Beginn zu und lässt einen bis zur letzten Seite nicht aus seinen Klauen.
23.01.2009 13:49:08
(7535 Beiträge)
Ich glaube, ich lese jetzt erst mal etwas von Rosamunde Pilcher ;-) Das Buch hat mich wirklich mitgenommen...
Wie sieht es bei euch aus? Hat es schon jemand gelesen?
Wie sieht es bei euch aus? Hat es schon jemand gelesen?
23.01.2009 13:54:47
(12941 Beiträge)
Ich bin gerade mittendrin und muss dir rechtgeben: Das Buch entwickelt einen unglaublichen Sog, so dass ich es fast nicht aus der Hand legen mag...
23.01.2009 20:01:38
(3630 Beiträge)
steht bei mir im REGAL
Ich habe es gelesen, die Idee des Buches hat mich wirklich fasziniert und der Auto hat einen sehr guten Schreibstil. Ich gebe es eigentlich nur weg weil ich ein Ticket brauche.
Sehr zu empfehlen, die Geschichte vom Leben.
Ich habe es gelesen, die Idee des Buches hat mich wirklich fasziniert und der Auto hat einen sehr guten Schreibstil. Ich gebe es eigentlich nur weg weil ich ein Ticket brauche.
Sehr zu empfehlen, die Geschichte vom Leben.
23.01.2009 23:13:28
(3630 Beiträge)
ups.
Habe nur den Autor gesehen.
Mein Beitrag bezog sich auf "Sag mir was du siehst"
Sorry
Habe nur den Autor gesehen.
Mein Beitrag bezog sich auf "Sag mir was du siehst"
Sorry
23.01.2009 23:14:39
(14462 Beiträge)
grins zum Beitrag über mir :O)
ich bin mittendrin beim lesen...und verschwinde ganz schnell wieder...bis nach dem Buch :O)
ich bin mittendrin beim lesen...und verschwinde ganz schnell wieder...bis nach dem Buch :O)
23.01.2009 23:35:43
(119327 Beiträge)
Ich habs gelesen, und bin absolut begeistert. Reziversuch kommt. ;o)
Ich bin wirklich abgebrüht was Bücher angeht, aber ich musste ein paar mal schlucken.
Ich bin wirklich abgebrüht was Bücher angeht, aber ich musste ein paar mal schlucken.
24.01.2009 19:44:23
(12941 Beiträge)
Ich bin mittlerweile auch damit durch...und hätte das Buch wahrscheinlich abgebrochen, wenn es kein Rezensionsexemplar gewesen wäre und ich mich dadurch in der Pflicht fühlte.
Eigentlich möchte ich für das Buch gar keine Wertung abgeben und kann meine Empfindungen auch nur schwer in Worte fassen. Zoran Drvenkar mutet seinem Leser einiges zu, zumindest bei mir ging es teilweise bis an die Grenze des Erträglichen.
Ich weiss nicht, in wie weit der Autor Anleihen bei literarischen Vorbildern genommen hat, aber Dennis Lehane hat in "Mystic River" (ebenfalls veröffentlicht unter "Spur der Wölfe") das gleiche Motiv wesentlich subtiler behandelt. Im Gegensatz dazu kommt Drvenkar mit dem Holzhammer daher und schildert die gewalttätigen Perversionen absolut detailverliebt und dermaßen drastisch, dass ich mehr als einmal kurz davor stand, das Buch zuzuklappen.
Der Stil ist allerdings auch gänzlich anders als bei Lehane: Drvenkar erzählt im Präsens und aus unterschiedlichen Perspektiven, schafft es dadurch aber nie, dass sich beim Leser eine entsprechende Distanz aufbaut. Die Geschichte legt dadurch ein hohes Tempo vor und zieht den Leser tief hinein. Aber vielleicht ist das auch so gewollt, um die Emotionen des Lesers anzusprechen und zu fesseln.
Natürlich ist Kindsmißbrauch immer ein Thema, das sehr stark emotional besetzt ist. Aber gerade hier hätte ich mir mehr Fingerspitzengefühl von dem Autor erwartet. Und ich kann mich nur einem meiner Vorschreiber anschließen: Ich mache mir ernsthaft Gedanken um die Seelenzustände von Herrn Drvenkar!
25.01.2009 08:45:13
(7535 Beiträge)
Ich fand es auch schwierig, dieses Buch zu bewerten. Zu sagen, es hätte mir gefallen, wäre ja der blanke Hohn. In einem anderen Forum schrieb jemand "Viel Freude beim Lesen..." Freude konnte ich da nicht empfinden, nur Erleichterung, als ich es zuende gelesen hatte. Die Schilderungen sind wirklich sehr heftig und sehr brutal.
Trotzdem habe ich fünf Sterne vergeben. Wegen der besonderen Erzählweise und weil es diesen gewissen Sog entwickelt. Außerdem hat es sein Ziel erreicht, denn es ist ja ein Psychothriller, das darf man nicht vergessen.
Wenn ich allerdings vorher gewusst hätte, dass Kindsmissbrauch ein derart zentrales Thema ist, hätte ich es ganz sicher nicht lesen wollen :-(
Trotzdem habe ich fünf Sterne vergeben. Wegen der besonderen Erzählweise und weil es diesen gewissen Sog entwickelt. Außerdem hat es sein Ziel erreicht, denn es ist ja ein Psychothriller, das darf man nicht vergessen.
Wenn ich allerdings vorher gewusst hätte, dass Kindsmissbrauch ein derart zentrales Thema ist, hätte ich es ganz sicher nicht lesen wollen :-(
25.01.2009 10:02:18
(12941 Beiträge)
Bei vorablesen musste man ja bewerten und ich habe mich für 2 Sterne entschieden, Psycho hin oder her - handwerklich in Ordnung, aber Sensibilität im Umgang mit dem Thema absolut unterirdisch!
25.01.2009 10:48:26
(119327 Beiträge)
das Thema ist doch brutal, warum sollte man es dann nicht in brutale Worte fassen?
25.01.2009 16:40:19
(12941 Beiträge)
Aber muss man da, filmisch gesprochen, immer direkt mit der Kamera draufhalten?
Außerdem geht es mir nicht um die Sprache, sondern um die detaillierten Schilderungen von Gewalt und Perversionen.
Wer damit kein Problem hat, ok.
Ich habe damit ein Problem und dementsprechend fällt meine Bewertung des Buches aus - Punkt!
25.01.2009 16:46:13
(119327 Beiträge)
klar hätte der Autor auch weniger detailliert schreiben können, aber meiner Meinung nach war es nötig die früheren Vorkommnisse genauer auszubreiten um die Handlung des *Täters* zu verstehen und um zu verstehen warum er wurde wie er ist, ansonsten hätte man vielleicht einfach nur gedacht *der hat nen Knall*
25.01.2009 16:54:25
(12941 Beiträge)
Das denke ich zwar immer noch, aber es gibt ja auch Autoren, wie schon weiter oben geschrieben Lehane z.B. (und ich glaube ja immer noch, dass Drvenkar bei ihm abgeschrieben hat), die das Thema mit der nötigen Sensibilität anpacken.
Und deshalb ist es nicht weniger eindringlich!!!
25.01.2009 17:18:57
(119327 Beiträge)
Klar hat der nen Knall, aber wir wissen jetzt wenigstens warum.
Lehane kenne ich leider nicht, kann darum auch nicht beurteilen ob abgeschrieben wurde und ob das Thema auch so eindringlich verarbeitet wurde.
Lehane kenne ich leider nicht, kann darum auch nicht beurteilen ob abgeschrieben wurde und ob das Thema auch so eindringlich verarbeitet wurde.
25.01.2009 18:48:28
(152 Beiträge)
Also ich hab ja jetzt mal bei vorablesen ein paar Rezensionen angeschaut. Und wenn ich da lese, dass jemand sich fragt, ob man sich derart detaillierte Beschreibungen z.B. eines Mordes (der am Anfang mit dem Nagel) überhaupt ausdenken kann oder ob man "sowas nicht schon getan haben muss", mach ich mir eher Sorgen um den Geisteszustand des Rezensenten. Wenn ich so denke, müssten alle Horrorfilmregisseure ja mordende Monster sein.
Naja, jedenfalls bin ich nach der Leseprobe, den Postings hier und den Rezensionen auf vorablesen nun dermaßen neugierig geworden, dass ich es gar nicht erwarten kann, bis das Buch endlich erscheint. Leider dauerts ja noch gute zwei Wochen bis dahin :-(.
Naja, jedenfalls bin ich nach der Leseprobe, den Postings hier und den Rezensionen auf vorablesen nun dermaßen neugierig geworden, dass ich es gar nicht erwarten kann, bis das Buch endlich erscheint. Leider dauerts ja noch gute zwei Wochen bis dahin :-(.
26.01.2009 10:54:14
(119327 Beiträge)
das warten lohnt sich meiner Meinung nach aber auch.
26.01.2009 13:50:22
(14106 Beiträge)
also ich ahbe mir das hörbuch geordert bin schon gespannt
26.01.2009 14:34:34
(15 Beiträge)
Schuld ist ein Thema, mit dem jeder Mensch früher oder später in Berührung kommt. Nicht wenige Menschen brechen unter der Last der Schuld zusammen und einige von ihnen sehen schließlich nur noch Auswege, die sich nur schwer bis gar nicht mit den Interessen anderer Menschen vereinen lassen.
Ein solcher Fall wird dem Leser in Sorry von Zoran Drvenkar präsentiert. In einem ersten Kapitel, was auch dem thrillererprobten Leser den Angstschweiß auf die Stirn treibt, wird ein brutaler Mord an einer Frau in allen Einzelheiten und sehr bildlich beschrieben.
Im weiteren Verlauf des Buches baut der Autor dann eine Geschichte um vier Freunde auf, die mit einer besonderen Geschäftsidee erfolgreich in die Selbständigkeit starten, einer Agentur, die sich stellvertretend für den Auftraggeber bei gewünschten Personen entschuldigt. Alles läuft reibungslos, bis sie den Auftrag erhalten, sich bei einer Toten zu entschuldigen. Von diesem Moment an befinden sie sich in einem Strudel aus Gewalt, Angst, Drohungen und Pflichtbewusstsein.
Dies allein wäre schon spannend genug, wenn nicht die ständig stattfindenden Wechsel der Erzählperspektive verdeutlichen würden, dass die Identität des Mörders mehr als fragwürdig ist und er eigentlich gar nicht mehr existieren dürfte.
Drvenkar erzählt die Geschichte abwechselnd aus der Sicht der Freunde, aus der Sicht des Mörders und aus der Sicht einer dritten Person, deren Identität erst ziemlich weit am Ende deutlich wird. Durch die Perspektiv- und damit verbunden auch die Zeitwechsel (und Rückblicke), erlebt der Leser die gleiche Szene unter Umständen mehrmals aus verschiedenen Blickwinkeln. Dies ermöglicht es gerade am Ende zum Teil, Schlüsse zu ziehen, dennoch bleibt die Spannung bis zur letzten Seite erhalten.
Der Autor versteht es, die Situationen der Handlung und die Stimmungen der Personen sehr detailliert und greifbar zu beschreiben, wodurch man als Leser von Beginn an immer weiter lesen muss. Der bereits erwähnte fulminante Einstieg macht das Buch bereits zu einem Lesehighlight, auch wenn teilweise brutale, erschreckende und furchtbare Szenen beschrieben werden (Stichwort: Kindesmissbrauch) und sich mir beim Lesen des Öfteren der Magen umdrehen wollte. Dieses Buch ein absoluter Buchtipp und somit absolut empfehlenswert.
Ein solcher Fall wird dem Leser in Sorry von Zoran Drvenkar präsentiert. In einem ersten Kapitel, was auch dem thrillererprobten Leser den Angstschweiß auf die Stirn treibt, wird ein brutaler Mord an einer Frau in allen Einzelheiten und sehr bildlich beschrieben.
Im weiteren Verlauf des Buches baut der Autor dann eine Geschichte um vier Freunde auf, die mit einer besonderen Geschäftsidee erfolgreich in die Selbständigkeit starten, einer Agentur, die sich stellvertretend für den Auftraggeber bei gewünschten Personen entschuldigt. Alles läuft reibungslos, bis sie den Auftrag erhalten, sich bei einer Toten zu entschuldigen. Von diesem Moment an befinden sie sich in einem Strudel aus Gewalt, Angst, Drohungen und Pflichtbewusstsein.
Dies allein wäre schon spannend genug, wenn nicht die ständig stattfindenden Wechsel der Erzählperspektive verdeutlichen würden, dass die Identität des Mörders mehr als fragwürdig ist und er eigentlich gar nicht mehr existieren dürfte.
Drvenkar erzählt die Geschichte abwechselnd aus der Sicht der Freunde, aus der Sicht des Mörders und aus der Sicht einer dritten Person, deren Identität erst ziemlich weit am Ende deutlich wird. Durch die Perspektiv- und damit verbunden auch die Zeitwechsel (und Rückblicke), erlebt der Leser die gleiche Szene unter Umständen mehrmals aus verschiedenen Blickwinkeln. Dies ermöglicht es gerade am Ende zum Teil, Schlüsse zu ziehen, dennoch bleibt die Spannung bis zur letzten Seite erhalten.
Der Autor versteht es, die Situationen der Handlung und die Stimmungen der Personen sehr detailliert und greifbar zu beschreiben, wodurch man als Leser von Beginn an immer weiter lesen muss. Der bereits erwähnte fulminante Einstieg macht das Buch bereits zu einem Lesehighlight, auch wenn teilweise brutale, erschreckende und furchtbare Szenen beschrieben werden (Stichwort: Kindesmissbrauch) und sich mir beim Lesen des Öfteren der Magen umdrehen wollte. Dieses Buch ein absoluter Buchtipp und somit absolut empfehlenswert.
26.01.2009 22:57:13
(5287 Beiträge)
Wow, und das von einem Schriftsteller, der hauptsächlich als Kinder- und Jugendbuchautor bekannt ist!
Dann bin ich mal gespannt und hoffe, das Buch auch mal zu bekommen :-)
Dann bin ich mal gespannt und hoffe, das Buch auch mal zu bekommen :-)
27.01.2009 07:41:14

