Interpret:
John Nelson
Komponist:
Felix Mendelssohn Bartholdy
Label:
Virgin Classics (EMI)
Jahr:
2003
EAN:
0724354553226
Medium:
1 CD
Sprache:
Instrumental
Verzeichnis:
1 : Ein Sommernachtstraum - Nelson, J. /Eop, Mendelssoh-Bartholdy
Zustandsbeschreibung
neu, in Folie
Artikelbeschreibung
Mendelssohns Sommernachtstraum auf CD in jener Form zu realisieren, die keine Wünsche mehr offen lässt, gliche der Quadratur des Kreises. Es gibt eine Reihe vorzüglicher Aufnahmen des Werks, die nicht nur die Ouvertüre und einzelne Musiknummern zwischen den Dialogen präsentieren, sondern auch in Auszügen den Text von Shakespeare im englischen Original oder die Schlegel-Übersetzung ins Deutsche, um die Verschmelzung von gesprochenem Text und Musik zu veranschaulichen. Dabei kürzt jede Produktion den Text auf andere Weise (oder lässt ihn wie z.B. bei Kubelik und Herreweghe ganz weg), je nach dem, wie viele Schauspieler beteiligt sind, wie ausführlich nicht nur Mendelssohns Musik, sondern auch die ganze Komödie wiedergegeben werden soll.
Das schlichteste (und häufigste) Verfahren ist, die Nummern einfach hintereinander zu reihen. John Nelson, der in seinen Pariser Jahren ein eigenes exzellentes Instrumentalensemble aufgebaut hat, wählte einen anderen und schwierigeren Weg. Zwischen die Musikstücke schiebt er ausgewählte Ausschnitte aus Shakespeares dichterischer Vorlage, die von Akteuren der Oxford and Cambridge Shakespeare Company in originalem Englisch zutreffenderweise deklamiert werden. Zweifellos ein interessanter Ansatz, der allerdings auf CD für das mehrmalige Hören nicht nur den Puristen anruft und bemüht, sondern den Hörer einfach mehr fordert. Der behende Griff, nur mal eben eine romantische Platte aufzulegen, geht fehl. Man könnte natürlich die entsprechenden musikalischen Abschnitte vorwählen und den Rest weglassen - aber dies ist wohl kaum der beabsichtigte Zweck und führte letztlich auch die Komparatistik ad absurdum - zumal es innerhalb der Tracks und Takes Überblendungen von Text und Musik (zusätzlich zu kleinen Fanfaren, Reprisen und Sequenzen aus den Nummern) gibt, die das Ganze noch mehr verstümmeln würden. Das wäre sehr schade, denn Nelsons Regie ist sehr anspruchsvoll und wirklich vorzüglich als Musiktheater realisiert. Mendelssohn hätte seine Freude daran gehabt.
Das schlichteste (und häufigste) Verfahren ist, die Nummern einfach hintereinander zu reihen. John Nelson, der in seinen Pariser Jahren ein eigenes exzellentes Instrumentalensemble aufgebaut hat, wählte einen anderen und schwierigeren Weg. Zwischen die Musikstücke schiebt er ausgewählte Ausschnitte aus Shakespeares dichterischer Vorlage, die von Akteuren der Oxford and Cambridge Shakespeare Company in originalem Englisch zutreffenderweise deklamiert werden. Zweifellos ein interessanter Ansatz, der allerdings auf CD für das mehrmalige Hören nicht nur den Puristen anruft und bemüht, sondern den Hörer einfach mehr fordert. Der behende Griff, nur mal eben eine romantische Platte aufzulegen, geht fehl. Man könnte natürlich die entsprechenden musikalischen Abschnitte vorwählen und den Rest weglassen - aber dies ist wohl kaum der beabsichtigte Zweck und führte letztlich auch die Komparatistik ad absurdum - zumal es innerhalb der Tracks und Takes Überblendungen von Text und Musik (zusätzlich zu kleinen Fanfaren, Reprisen und Sequenzen aus den Nummern) gibt, die das Ganze noch mehr verstümmeln würden. Das wäre sehr schade, denn Nelsons Regie ist sehr anspruchsvoll und wirklich vorzüglich als Musiktheater realisiert. Mendelssohn hätte seine Freude daran gehabt.
Schlagworte
k.A.







