Autor:
Verlag:
DTV, Mchn.
Jahr:
1996
Seitenzahl:
128
ISBN:
9783423083102
Medium:
Taschenbuch
Sprache:
Deutsch
Zustandsbeschreibung
Sehr guter Allgemeinzustand.
Keinerlei nennenswerte Mängel!
Keinerlei nennenswerte Mängel!
Artikelbeschreibung
Mira hat nach einer längeren Erziehungspause ihre Karriere als Sängerin wieder aufgenommen, als sich Karin zunächst als Freundin, später wie eine Besetzerin, in ihr Leben drängt und sich Wohnung, Freunde, Ehemann und Tochter zu eigen macht.
Das Thema, dass ein/e zunächst Unbekannte/r von außen in das eigene Leben eintritt, dorthinein wie in eine zweite Haut schlüpft, dabei den Besitzer leer und seiner Werte beraubt zurücklässt, ist nicht neu, sondern wird immer wieder zum Motiv von Büchern und Filmen. Meist stellt sich dem Leser / Zuschauer die Frage: Wie konnte es dazu kommen?
Es ist zunächst einmal Freundschaft, die angetragen wird, und damit Hilfsbereitschaft, gegen die man sich nicht wehren kann, bei der aber die Gefahr beginnt, denn es ist ja eigentlich etwas Gutes, das angeblich hier getan wird, und sich dagegen zu wehren gilt als verwerflich. Mit dem Eindringen in die Privatsphäre jedoch beginnt die Okkupation.
Die einzelnen Schritte, wie die Übernahme eines fremden Lebens geschieht, hat de Moor einfach und verständlich geschildert; warum Mira dies zulässt und zum Teil durch ihr Schweigen auch noch deckt, wird nicht deutlich, denn von ihrer Art und ihrem beruflichen Hintergrund her ist sie durchsetzungsfähig und selbstbewusst und daher in der Lage, Grenzen zu setzen. Leider liegt hierin die Diskrepanz, die daran hindert, diese Erzählung uneingeschränkt zu loben.
Das Thema, dass ein/e zunächst Unbekannte/r von außen in das eigene Leben eintritt, dorthinein wie in eine zweite Haut schlüpft, dabei den Besitzer leer und seiner Werte beraubt zurücklässt, ist nicht neu, sondern wird immer wieder zum Motiv von Büchern und Filmen. Meist stellt sich dem Leser / Zuschauer die Frage: Wie konnte es dazu kommen?
Es ist zunächst einmal Freundschaft, die angetragen wird, und damit Hilfsbereitschaft, gegen die man sich nicht wehren kann, bei der aber die Gefahr beginnt, denn es ist ja eigentlich etwas Gutes, das angeblich hier getan wird, und sich dagegen zu wehren gilt als verwerflich. Mit dem Eindringen in die Privatsphäre jedoch beginnt die Okkupation.
Die einzelnen Schritte, wie die Übernahme eines fremden Lebens geschieht, hat de Moor einfach und verständlich geschildert; warum Mira dies zulässt und zum Teil durch ihr Schweigen auch noch deckt, wird nicht deutlich, denn von ihrer Art und ihrem beruflichen Hintergrund her ist sie durchsetzungsfähig und selbstbewusst und daher in der Lage, Grenzen zu setzen. Leider liegt hierin die Diskrepanz, die daran hindert, diese Erzählung uneingeschränkt zu loben.
Schlagworte
Margriet de Moor , Bevorzugte Landschaft
Kategorie