Autor:
Verlag:
btb Verlag
Jahr:
2012
Seitenzahl:
704
ISBN:
9783442744992
Medium:
Taschenbuch
Sprache:
Deutsch
Zustandsbeschreibung
1. Auflage
Minimale Gebrauchsspuren, keine Risse, keine Flecken. An den Kanten minimal bestoßen. Gepflegter Zustand.
Nichtraucherhaushalt, keine Haustiere.
Minimale Gebrauchsspuren, keine Risse, keine Flecken. An den Kanten minimal bestoßen. Gepflegter Zustand.
Nichtraucherhaushalt, keine Haustiere.
Artikelbeschreibung
Die Autorin, die 1931 selbst an der im Buch geschilderten etwa einmonatigen Schiffsreise teilgenommen hat, hat dabei nach eigenen Angaben kein halbes Dutzend Wörter mit jemandem gesprochen, sich aber kontinuierlich Notizen gemacht. Dann, nach 10 Jahren Abwarten hat sie etwa 20 weitere Jahre an dem Buch gearbeitet - das Ergebnis ist ein Stück Weltliteratur. Man muss froh darüber sein, dass diese schöne Neuauflage erschienen ist - sie enthält im Anhang neben vielen präzisen Anmerkungen auch ein sehr lesenswertes Nachwort von Elke Schmitter.- Worum geht es in diesem Buch, wodurch werden die vielen dramatischen Konflikte erzeugt, ist es noch aktuell?
Die Autorin zeichnet ein Bild von der Vorkriegsgesellschaft, vor allem der deutschen, denn es handelt sich um ein deutsches Schiff auf der Reise von Vera Cruz nach Bremerhaven, und die Passagiere der 1.Klasse sind überwiegend Deutsche, fast allesamt nationalistisch und antisemitisch gesinnt, borniert und arrogant, so dass es jede Menge Zündstoff gibt. Ein zweites Element, das Konflikte erzeugt, ist das damals zeittypische Rollenverhalten von Mann und Frau. Unbarmherzig scharfsichtig, manchmal zum Weinen komisch, charakterisiert Porter hier die geschlechtsspezifischen Verhaltensweisen jener Zeit, wobei auch deutlich eigene Emanzipationserfahrungen zugrunde liegen dürften, denn am Ende schlägt die Amerikanerin Mrs Treadwell - die Person, in der sich die Autorin wohl weitgehend selbst porträtiert - in einer grandiosen Szene den betrunkenen, lüsternen texanischen Widerling Denny mit dem scharfen Absatz ihrer Sandalette ganz erbärmlich zusammen. Last, but not least liegt immenser Konfliktstoff in den sozialen oder religiösen Gegensätzen
Die Autorin zeichnet ein Bild von der Vorkriegsgesellschaft, vor allem der deutschen, denn es handelt sich um ein deutsches Schiff auf der Reise von Vera Cruz nach Bremerhaven, und die Passagiere der 1.Klasse sind überwiegend Deutsche, fast allesamt nationalistisch und antisemitisch gesinnt, borniert und arrogant, so dass es jede Menge Zündstoff gibt. Ein zweites Element, das Konflikte erzeugt, ist das damals zeittypische Rollenverhalten von Mann und Frau. Unbarmherzig scharfsichtig, manchmal zum Weinen komisch, charakterisiert Porter hier die geschlechtsspezifischen Verhaltensweisen jener Zeit, wobei auch deutlich eigene Emanzipationserfahrungen zugrunde liegen dürften, denn am Ende schlägt die Amerikanerin Mrs Treadwell - die Person, in der sich die Autorin wohl weitgehend selbst porträtiert - in einer grandiosen Szene den betrunkenen, lüsternen texanischen Widerling Denny mit dem scharfen Absatz ihrer Sandalette ganz erbärmlich zusammen. Last, but not least liegt immenser Konfliktstoff in den sozialen oder religiösen Gegensätzen
Schlagworte
das narrenschiff;meyerbaer;
Kategorie









