DIE TAUSCHBÖRSE

Der Schein trügt (Promo-CD)

Interpret:

Schöftland

Label:
Chop Records (H'ART)
Jahr:
2010
Medium:
1 CD
Sprache:
Deutsch
Verzeichnis:
1. Der Sturm
2. Blaulicht
3. Der Schein Trügt
4. Liebesbrief
5. Komet
6. Dass Ich Schlief
7. Das Biest
8. Wir Könnten Fliegen
9. Niemandsland
10. Kleinstadt
Anbieter:
(284)

Artikel angeboten seit:
22.09.2014
Tickets:
1
Zustandsbeschreibung
Promo-CD in Plastikhülle, sehr guter Zustand
Artikelbeschreibung
Auch die Schweiz hat gute deutsche Lieder , titelt die Album-Info zum neuen Album von Schöftland, das auf den Titel Der Schein trügt hört. Da muss man gleich mal intervenieren. Hat denn jemand das Gegenteil behauptet? Falls dem so ist: Wer nun an Dialekt und Provinz denkt, ist auf der falschen Fährte und kann sich beruhigen (falls es für ihn schlimm gewesen wäre). Hier greift der Albumtitel: Der Schein trügt. Ein Name, der dabei immer genannt wird, ist Element of Crime schrieb doch die Tageszeitung Der Bund einst im Jahr 2008: Wer Element of Crime mag, wird Schöftland verehren. Damit haben sie sicherlich nicht zwingend Unrecht, etwas einfach macht man es sich damit dann aber doch. Ein erstes Lebenszeichen zum Album war im vergangenen Oktober bereits der Song Liebesbrief, für den man sich Verstärkung bei Nils Koppruch (Ex-Fink) geholt hatte. Ein Stück im mittleren Tempo, mit klarer Gitarre und eingängigem Gesang. Ich glaube, was ich glauben will, und den Rest glaub ich nicht. Das Eis ist dünn, der See ist tief schreib mir einen Liebesbrief wird hier gesungen, was auch gleich zeigt, dass es oft nachdenklich ist, was Schöftland spielen. Der Grundtenor aber lässt immer Optimismus durchschimmern. Nils Koppruch ist dabei nicht der einzige Gast, auch Gisbert zu Knyphausen gibt sich die Ehre im abschließenden Kleinstadt, einer Ballade, die dann doch mit dem Provinziellen kokettiert, indem man mit Zeilen wie man könnte meinen, jeder kenne jeden und auch hier in der Kleinstadt gibt es großes Potenzial um sich wirft. Tatsächlich: In der Kleinstadt gibt es großes Potenzial. Da muss man im Grunde gar nicht mit der Kleinstadt kokettieren, denn Schöftland lassen hier Großes entstehen. Schöne, deutschsprachige Gitarrenmusik, die zu großen Teilen eher in ruhigen Fahrwassern unterwegs ist, mit zumeist unverzerrter Gitarre und vor allem: Viel Gefühl. Nur gelegentlich geht es dabei in schnellere und rocknahere Gefilde, beispielsweise mit den Solo-Einlagen in Dass ich schlief, das mit einer treibenden Bass-Hookline brilliert. Oder auch Das Biest, eine geradlinige Indie-Rock-Nummer, die den Vergleich mit den üblichen verdächtigen Hamburger Größen nicht zu scheuen braucht. Wenn man das nun resümiert, hat Der Bund nicht Unrecht: Es müsste schon mit dem Teufel zugehen, wenn Element of Crime-Liebhaber Schöftland nicht mögen. Aber man muss eben nicht Element of Crime mögen, um Schöftland zu mögen oder umgekehrt. Auch die Wahl von Nils Koppruch als Gaststimme war nur logisch, denkt man hier doch oft an Fink, bloß mit weniger Country. Aber vor allem denkt man: Das ist wirklich schöne Indie-Gitarren-Musik, welche die Freunde ebendieser Musik mit deutschen Texten (einer Aufzählung der Genre-Vertreter bedarf es an dieser Stelle nicht) zu berühren weiß. (Alternativemusik.de)
Schlagworte
schöne, deutschsprachige Gitarrenmusik

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