Autor:
Verlag:
Klett-Cotta
Jahr:
2002
Seitenzahl:
303
ISBN:
9783608930658
Medium:
Hardcover
Sprache:
Deutsch
Zustandsbeschreibung
sehr guter Zustand, Hardcover
Artikelbeschreibung
Der charismatische Regisseur Carl Gustav Gruber erfährt, dass er nur noch wenige Monate zu leben hat. Diese Zeit beschließt er zu nutzen, um seinen letzten gewaltigen Film zu schaffen, einen Film, wie es keinen je zuvor gab. Es gibt kein Drehbuch, nur einen teuflischen Plan...
Volpi entwirft ein apokalyptisches Szenario, bedrückend, voller Melancholie und kalter Berechnung.
Will man Jorge Volpis neuem Roman Der Würgeengel Glauben schenken, dann war der in Leipzig geborene Regisseur Carl Gustav Gruber nach seiner Übersiedlung aus der DDR in die Bundesrepublik einer der Pioniere des neuen deutschen Films. Jetzt hat er sich nach Jahren der Schaffenskrise mit seinem Kameramann Thomas Braunstein auf eine abgeschiedene Farm zurückgezogen, um mit Laienschauspielern aus der Werbebranche ein neues großes Filmprojekt zu realisieren. Ein Drehbuch existiert nicht, die Akteure sind allein nach ihren psychischen Befindlichkeiten ausgewählt: Das objektive Kameraauge Braunsteins notiert deren Dialoge, Eifersüchteleien und Streitereien, die letztlich in einem Mord eskalieren. Grubers Film soll der "Höhepunkt der Filmgeschichte" werden und diese gleichzeitig zu ihrem Ende bringen. Tatsächlich aber löst er eine menschliche Katastrophe aus, die nicht zuletzt die Frage nach Schuld und Verstrickung aller Beteiligten aufwirft.
Nach Paul Austers grandiosem Roman Das Buch der Illusionen ist Volpis Der Würgeengel das zweite Buch, dessen Plot sich um ein streng geheim gehaltenes Filmexperiment in der Einsamkeit eines Landguts dreht. Und wie sein US-amerikanisches Pendant hat sich auch der mexikanische Autor dem Thema einer Verquickung von Fiktion und Wirklichkeit verschrieben: ein postmodernes Spiel, zu dem auch vermeintlich authentische Artikel aus Filmenzyklopädien oder "Interviews" mit Filmgrößen wie Claude Chabrol gehören. Ganz so doppelbödig wie Auster jedoch ist Volpi sein Würgeengel nicht gelungen: formal war Das Klingsor-Paradox sicher überraschender. Und dennoch ist ihm mit scharfen Schnitten, teils grandiosen Sequenzen und klug ausgeleuchteten Montagen ein spannendes Vexierspiel geglückt, das nicht zuletzt auch die dunklen Geheimnisse von Grubers Vergangenheit offenbart.
Volpi entwirft ein apokalyptisches Szenario, bedrückend, voller Melancholie und kalter Berechnung.
Will man Jorge Volpis neuem Roman Der Würgeengel Glauben schenken, dann war der in Leipzig geborene Regisseur Carl Gustav Gruber nach seiner Übersiedlung aus der DDR in die Bundesrepublik einer der Pioniere des neuen deutschen Films. Jetzt hat er sich nach Jahren der Schaffenskrise mit seinem Kameramann Thomas Braunstein auf eine abgeschiedene Farm zurückgezogen, um mit Laienschauspielern aus der Werbebranche ein neues großes Filmprojekt zu realisieren. Ein Drehbuch existiert nicht, die Akteure sind allein nach ihren psychischen Befindlichkeiten ausgewählt: Das objektive Kameraauge Braunsteins notiert deren Dialoge, Eifersüchteleien und Streitereien, die letztlich in einem Mord eskalieren. Grubers Film soll der "Höhepunkt der Filmgeschichte" werden und diese gleichzeitig zu ihrem Ende bringen. Tatsächlich aber löst er eine menschliche Katastrophe aus, die nicht zuletzt die Frage nach Schuld und Verstrickung aller Beteiligten aufwirft.
Nach Paul Austers grandiosem Roman Das Buch der Illusionen ist Volpis Der Würgeengel das zweite Buch, dessen Plot sich um ein streng geheim gehaltenes Filmexperiment in der Einsamkeit eines Landguts dreht. Und wie sein US-amerikanisches Pendant hat sich auch der mexikanische Autor dem Thema einer Verquickung von Fiktion und Wirklichkeit verschrieben: ein postmodernes Spiel, zu dem auch vermeintlich authentische Artikel aus Filmenzyklopädien oder "Interviews" mit Filmgrößen wie Claude Chabrol gehören. Ganz so doppelbödig wie Auster jedoch ist Volpi sein Würgeengel nicht gelungen: formal war Das Klingsor-Paradox sicher überraschender. Und dennoch ist ihm mit scharfen Schnitten, teils grandiosen Sequenzen und klug ausgeleuchteten Montagen ein spannendes Vexierspiel geglückt, das nicht zuletzt auch die dunklen Geheimnisse von Grubers Vergangenheit offenbart.
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k.A.
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