Autor:
Verlag:
btb
Jahr:
2007
Seitenzahl:
447
ISBN:
9783442736577
Medium:
Taschenbuch
Sprache:
Deutsch
Zustandsbeschreibung
Rücken sehr leicht gerundet, beim nächsten Lesen werden Leserillen entstehen, die sich schon andeuten. Hinten ein Aufkleber der Buchhandlung drauf., eine Ecke schwach bestupst
Artikelbeschreibung
Wer bei den Skraken an einen finnischen Volksstamm denkt oder gar sonderbares Meeresgetier vor Augen hat, liegt falsch. Der Name steht für eine große Schmach. Im Jahr 1952 - Finnland hat die Olympiade ins Land geholt und eine finnische Beauty darf sich Miss Universum nennen - schickt sich Coca-Cola an, das Land zu erobern. Dem jungen Werner Skrake gebührt die Ehre, den stolzen Lastwagenkonvoi mit der neuartigen Braunbrause anzuführen. Skrakes Schicksal war besiegelt, als er seinen Parade-Laster in den Graben und die Ladung zu Schaum fuhr. Fortan galt ein Skrake - wie sein Sohn leidvoll erfahren musste - in Finnland als amtliche Währung für eine Lach- und Schimpfnummer.
Das Vorspiel lässt eine Familienburleske erwarten. Stimmt - und doch besitzt Kjell Westö eine viel reichhaltigere Palette an Stimmungsfarben, uns zu verzaubern. Sein Anliegen war es, das Finnland des 20. Jahrhunderts "anhand einer Familie einzufangen, deren Männer Spezialisten darin sind, am falschen Ort zur falschen Zeit das Falsche zu tun." Dies herauszufinden, schickt er in seinem von melancholischer Heiterkeit geprägten Werk seinen Ich-Erzähler, den knapp 40-jährigen ehemaligen Werbefachmann Wiktor Juri Ansgar Skrake im Frühjahr 1999 ins Haus des verstorbenen Vaters Werner. Ein volles Jahr sollte vergehen, bis der Sohn, nach dem ersten Kosmonauten Gagarin benannt, am Strand vor Helsingfors die Splitter der eigenen Kindheit, wie auch die Geschichte der ganzen seltsamen Skrake-Sippe vor sich liegen sieht.
Pech war Vater Werners zweiter Vorname. Von seiner Frau verlassen, führt seine zweite Leidenschaft, das Hammerwerfen, zur schmerzlichen Erfahrung - hauptsächlich für andere. Als Literat gescheitert, blieb nur noch sein geliebtes Fischen. Doch just, als die größte Lachsforelle seines Lebens in seinen Händen zappelt, haucht Werner Skrake sein Leben aus. Dem Sohn obliegt es nun, diese groteske Biografie zu einer zutiefst Menschlichen umzudeuten. Und sich in ihr, sein eigenes Leben erzählend, wiederzuerkennen.
Das Vorspiel lässt eine Familienburleske erwarten. Stimmt - und doch besitzt Kjell Westö eine viel reichhaltigere Palette an Stimmungsfarben, uns zu verzaubern. Sein Anliegen war es, das Finnland des 20. Jahrhunderts "anhand einer Familie einzufangen, deren Männer Spezialisten darin sind, am falschen Ort zur falschen Zeit das Falsche zu tun." Dies herauszufinden, schickt er in seinem von melancholischer Heiterkeit geprägten Werk seinen Ich-Erzähler, den knapp 40-jährigen ehemaligen Werbefachmann Wiktor Juri Ansgar Skrake im Frühjahr 1999 ins Haus des verstorbenen Vaters Werner. Ein volles Jahr sollte vergehen, bis der Sohn, nach dem ersten Kosmonauten Gagarin benannt, am Strand vor Helsingfors die Splitter der eigenen Kindheit, wie auch die Geschichte der ganzen seltsamen Skrake-Sippe vor sich liegen sieht.
Pech war Vater Werners zweiter Vorname. Von seiner Frau verlassen, führt seine zweite Leidenschaft, das Hammerwerfen, zur schmerzlichen Erfahrung - hauptsächlich für andere. Als Literat gescheitert, blieb nur noch sein geliebtes Fischen. Doch just, als die größte Lachsforelle seines Lebens in seinen Händen zappelt, haucht Werner Skrake sein Leben aus. Dem Sohn obliegt es nun, diese groteske Biografie zu einer zutiefst Menschlichen umzudeuten. Und sich in ihr, sein eigenes Leben erzählend, wiederzuerkennen.
Schlagworte
invocavit, Finnland, Angeln, Pech, Humor, biografie, Roman, fach2
Kategorie