Verlag:
MOEWIG
Jahr:
1991
Seitenzahl:
94
ISBN:
9783811885882
Medium:
Hardcover
Sprache:
Deutsch
Zustandsbeschreibung
sehr gut
Artikelbeschreibung
Vorwort
Der Garten ist seinem Namen nach (vom gotischen „Garda“= Gehege) immer ein eingezäuntes Grundstück. Es war ursprünglich das Gehege um Haus und Stall, das allerdings weniger dem Schutz diente, denn dafür waren die Gerten zu schwach. Sie sollten vielmehr Kleinvieh und -kinder am Davonlaufen hindern.
Es ist uns Deutschen häufig vorgeworfen worden, wir seien zaunverrückt. In Wahrheit ist ungestörte Gartenfreude ohne Einzäunung überhaupt nicht möglich. Das Gatter um den Garten ist historisch gewachsen und unersetzlich. Und das nicht nur in Deutschland.
Auch in Holland heißt der Garten „tuin“ (gesprochen: teun), und das ist das ursprüngliche Wort für Zaun.
Es ist heute auch nicht mehr überwiegend der nackte Zaun, was die Juristen im Nachbarrecht eine „tote Einfriedung“ nennen. Die Gartengrenze besteht vielmehr, nochmals nachbarrechtlich ausgedrückt, zunehmend aus „Spaliervorrichtungen, die eine flächenartige Ausdehnung des Wachstums der Pflanzen bezwecken“.
Um es einfacher auszudrücken: Die Hecke ist der beste Zaun. Sie grenzt nicht nur ab, sondern schützt zugleich vor neugierigen Blicken, Wind, Lärm, Staub und anderen Eindringlingen. Wenn sie nicht streng kastenförmig oder modisch mit Bogen und Spitzen geschnitten ist, kann sie blühen und Früchte tragen. In ihrem dichten Zweigwerk nisten nützliche Gartenvögel, die sich als Pflanzenschützer betätigen.
Auch die Grenzmauern um den Garten sind heute kaum noch hart abweisend, hoch und kahl. Sie haben ihre Berechtigung nur noch, wo sie eine Böschung stützen müssen, und selbst dann sind sie, bepflanzt oder berankt, eine dritte Dimension im Gartenleben.
Der Garten ist seinem Namen nach (vom gotischen „Garda“= Gehege) immer ein eingezäuntes Grundstück. Es war ursprünglich das Gehege um Haus und Stall, das allerdings weniger dem Schutz diente, denn dafür waren die Gerten zu schwach. Sie sollten vielmehr Kleinvieh und -kinder am Davonlaufen hindern.
Es ist uns Deutschen häufig vorgeworfen worden, wir seien zaunverrückt. In Wahrheit ist ungestörte Gartenfreude ohne Einzäunung überhaupt nicht möglich. Das Gatter um den Garten ist historisch gewachsen und unersetzlich. Und das nicht nur in Deutschland.
Auch in Holland heißt der Garten „tuin“ (gesprochen: teun), und das ist das ursprüngliche Wort für Zaun.
Es ist heute auch nicht mehr überwiegend der nackte Zaun, was die Juristen im Nachbarrecht eine „tote Einfriedung“ nennen. Die Gartengrenze besteht vielmehr, nochmals nachbarrechtlich ausgedrückt, zunehmend aus „Spaliervorrichtungen, die eine flächenartige Ausdehnung des Wachstums der Pflanzen bezwecken“.
Um es einfacher auszudrücken: Die Hecke ist der beste Zaun. Sie grenzt nicht nur ab, sondern schützt zugleich vor neugierigen Blicken, Wind, Lärm, Staub und anderen Eindringlingen. Wenn sie nicht streng kastenförmig oder modisch mit Bogen und Spitzen geschnitten ist, kann sie blühen und Früchte tragen. In ihrem dichten Zweigwerk nisten nützliche Gartenvögel, die sich als Pflanzenschützer betätigen.
Auch die Grenzmauern um den Garten sind heute kaum noch hart abweisend, hoch und kahl. Sie haben ihre Berechtigung nur noch, wo sie eine Böschung stützen müssen, und selbst dann sind sie, bepflanzt oder berankt, eine dritte Dimension im Gartenleben.
Schlagworte
Biologie, Flora, Pflanzen, Botanik, Garten
Kategorie
Diese Artikel könnten Sie auch interessieren
Joachim Breschke
Tickets:
1






