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Judith Lennox, Das Haus in den Wolken

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Beitrag
erstellt am
Everett

Everett

(1223 Beiträge)

Habe das Buch Ende letzter Woche bekommen und bin nun bei kurz über 100 Seiten. Bisher habe ich noch kein Buch von der Autorin gelesen, hatte eine Leseprobe, die mich noch nicht wirklich begeistert hatte, aber nun bin ich von dem Buch ganz angetan.
Offizieller Erscheinungstermin ist ja erst in ein paar Tagen, aber vielleicht haben es einige hier doch schon gelesen, oder sind dabei?!
Dann lasst Eure Meinung doch hier!
06.10.2008 22:56:04
Raderhof

Raderhof

(26548 Beiträge)

Ich suche es ganz dringend, falls du es nach dem Lesen abgibst, vielleicht magst du ja an mich denken?
07.10.2008 09:47:01
Everett

Everett

(1223 Beiträge)

Erstmal muß ich die über 500 Seiten schaffen, ist schon recht umfangreich und "schwer". Sollte es dann vertauscht werden, denke ich sofort an Dich :-), dauert aber sicherlich noch, wegen der vielen Seiten *g*.
07.10.2008 21:04:17
Everett

Everett

(1223 Beiträge)

Bisher noch kein anderer, der das Buch liest?
08.10.2008 21:16:42
Daniliesing

Daniliesing

(17596 Beiträge)

Ich hab es gerade aufgegeben... das ist meine Rezension:

Vorweg muss ich sagen, dass ich nur 200 Seiten gelesen habe und dann abgebrochen. Meine Bewertung bezieht sich also nur auf diesen Abschnitt. Doch finde ich, dass 200 Seiten schon recht viel sind um einem Buch eine Chance zu geben. (Auch wenn ich nicht alles gelesen habe, wollte ich trotzdem etwas schreiben, damit das Bild nicht verfälscht wird, denn wenn negative Eindrücke gar nicht geschrieben werden, hilft das ja auch niemandem.)

Mein positiver erster Eindruck nach einer knapp 30-seitigen Leseprobe hat sich im Fortgang der Geschichte leider nicht aufrecht erhalten. Die anfangs zärtlich anmutende, beginnende Liebesgeschichte zwischen Isabel und Richard hält leider nicht, was sie zu versprechen scheint. Vom einen Moment auf den anderen sind die beiden auch schon verheiratet und dann bald wieder räumlich getrennt, weil Richard in den Krieg muss. Mir passierte das alles viel zu schnell und auf die Gefühle der Figuren in dieser Situation geht die Autorin gar nicht mehr ein. Auch die Naturbeschreibungen, die mich am Anfang des Buches noch sehr eingenommen hatten, nahmen leider drastisch ab. Das Gefühl sich selbst am Meer zu befinden, mit Meeresrauschen und Wind im Haar, kam auch nicht mehr auf.

Man sieht also schon, dass der Anfang doch einen ziemlichen Eindruck auf mich hinterlassen hat und das wahrlich nur in positiver Hinsicht. Wirklich schade, dass es nicht so geblieben ist. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass die Autorin im Verlauf der Geschichte immer mehr den roten Faden -bzw. den Blick für das Schöne und Besondere verliert.

Es hätte tatsächlich ein ausgezeichneter Roman werden können...
12.10.2008 15:49:02
Patwelli

Patwelli

(7816 Beiträge)

Ich habe fertig *gg* - und mir hat es mal wieder gefallen, auch nach anfänglichen Schwierigkeiten. Ich mag den Schreibstil von Judith Lennox und habe ja auch fast alle Bücher von ihr gelesen, dieses hier reiht sich nahtlos an die anderen an - ist allerdings auch ein bisschen schwächer als z.B. das Winterhaus. Aber hier mal meine Rezension, dann könnt ihr euch auch selber ein Bild machen *gg*.

Ich liebe Familiensagen! Sie müssen noch nicht mal hochdramatisch sein, sondern einfach nur gut erzählt. Ich finde es sehr spannend, ein Leben sozusagen von aussen zu betrachten, die Verwicklungen in der Familie und die Lebensgeschichten auch von Freunden und Bekannten zu erfahren. Es ist auch immer erfrischend zu lesen, wie der Autor ein Leben gestaltet, welche Stürme, Hindernisse oder freudige Augenblicke so ein Menschenleben beeinflussen können. Judith Lennox kann das auf eine unnachahmliche Weise - ich habe einige höchst vergnügliche Stunden mit vielen ihrer Bücher verbracht. Ihre Familiensagen spielen oftmals in der Zeit des ersten und zweiten Weltkrieges - auch hier ist es nicht anders.

Die ersten 100 Seiten des Buches sind sehr zäh und haben mir wenig gefallen - ich mochte Richard und Isabel von Anfang an nicht. Isabel ist so ein Rührmichnichtan mit der für sie ja so fürchterlichen Vergangenheit, sie fühlt sich Richards Freunden immer unterlegen, da sie ja auch eigentlich aus der Dienstbotenschicht kommt - unternimmt aber auch wenig, um es zu ändern sondern reitet eigentlich ihr ganzes Leben darauf herum und nimmt es als Entschuldigung, ein eigenbrötlerisches Leben zu führen. Richard ist unbeugsam, er entschuldigt keine Fehler, er darf zwar sich benehmen wie er möchte aber seiner Familie gesteht er solch ein Verhalten nicht zu - da hat man an die Konventionen zu denken. Natürlich geht das nicht gut, seine Frau und Kinder lehnen sich gegen ihn auf und zum Schluss steht er fast ganz alleine da, er braucht sehr lange um zu erkennen, was eigentlich wirklich wichtig ist.

Die Geschichte nimmt an Fahrt auf, als Ruby, die Tochter des Lebensretters von Richard im Krieg, in die Familie aufgenommen wird. Ein Hauptteil des Buches besteht aus dem Leben von Ruby und Sara, der gleichaltrigen Tochter von Richard. Und hier wird es auch sehr interessant, wie die beiden ihr Leben im zweiten Weltkrieg meistern müssen, wie sie ihre Fehler ausbaden aber nie den Lebensmut verlieren und sich sehr gut ihren eigenen Weg suchen und am Ende auch ihr Glück finden, jede auf ihre eigene Weise.

Ich könnte hier noch sehr viel mehr schreiben, mir hat das Buch doch noch sehr gut gefallen, obwohl ich das bei den Charakteren von Richard und Isabel nicht vermutet hätte. Aber Ruby, Philip, Theo und Sara haben das Ruder herumgerissen und Judith Lennox hat wieder eine packende Familiensaga hinbekommen - ich hoffe, es kommen noch weitere Bücher von ihr.
12.10.2008 16:39:57
Everett

Everett

(1223 Beiträge)

So, ich habe das Buch heute auch durch bekommen. Ich bin da etwas hin und her gerissen. Einerseits eine schöne Familiengeschicht, andereseits kommen mir die Personen nicht richtig nahe und es wirkt teilweise etwas überzeugen, wie das Verhalten von Richard. die Geschichte der Familie Finborough wird gut erzählt, ohne Großartigkeiten. Die Emotionen konnte man erahnen, aber ich wurde nicht mitgerissen, blieb irgendwie in der Beobachterposition. Vielleicht wäre das Buch sonst noch umfangreicher geworden, wenn die Autorin mehr auf die Gefühlsebene eingegangen wäre.
Die Ängste von Anton fand ich dann aber ganz gut dargestellt, ich konnte es jedenfalls nachvollziehen.
Es ist schon interessant, was Engstirnigkeit, Klassendenken, verschiedene Charaktere und entsprechende Umstände alles so bewirken können. Bei Lesen fiel mir der Spruch "Das Leben ist ein Fluss" ein, fand es passend.
Nach Irrungen und Wirrungen löst sich alles auf, jeder findet seinen Weg, kommt zu seiner Liebe und alles wird irgendwie gut. Zum Ende kommt noch ein Stück Lebensweisheit dazu.
Ein gutes Buch, aber kein umwerfendes Buch. Ich konnte es gut lesen. es hat mir gefallen, gute Unterhaltung.
12.10.2008 20:05:25
monja1995

Mitglied gelöscht

 

Aufstrebender Geschäftsmann heiratet ehemalige Haushälterin (Richard und Isabel Finborough) da seine Frau ein Geheimnis hat, will sie ihn erst nicht heiraten, stimmt aber dann doch zu. Richard zieht in den 1. Weltkrieg, erlebt wirklich Schlimmes und kommt verletzt wieder zurück nach England. Er bekommt mit Isabel drei Kinder, welche "dem Stand entsprechend" erzogen werden. In die Familie wird Ruby, die Tochter eines ehemaligen Kriegskameraden Richards aufgenommen, deren Mutter erkrankt und mittellos ist und der Vater spurlos verschwunden.
Isabel versnobt im Sinne Richards immer mehr und akzeptiert seine Einstellung, wenn es darum geht, mit welchen Partnern ihre Kinder ihr Leben verbringen sollen. Das reißt die Familie so auseinander, dass jeder irgendwann seine eigenen Wege geht und auch Isabel bemerkt, dass sie ein Leben führt, das sie nicht führen wollte. Somit steht Richard bald alleine da und verliert aufgrund des 2. Weltkrieges seine Firma. Erst dann rauft sich die Familie wieder zusammen...
Die Handlung lässt etwas zu wünschen übrig. Das Buch ist eher wie ein besserer Schulaufsatz geschrieben und lässt die wichtigen auf und abs vermissen. Leider plätschern die 588 Seiten auf einem Level dahin, den man eigentlich nur lahm nennen kann. Der Ansatz, über eine Familie und deren Leben in Zeiten von zwei Weltkriegen zu schreiben ist an sich nicht schlecht, allerdings sollte etwas intensiver auf die einzelnen Personen eingegangen werden. Auch die eingebrachten Kriegsgeschehnisse sind für jemanden, der sich noch nie damit befasst hat, etwas schwer nachzuvollziehen. Irgendwie schafft es Lennox nicht, den Leser an das Buch und die Handlung zu fesseln.
Ich habe mir ehrlich gesagt, etwas mehr erwartet...
Der Schreibstil ist einfach und flüssig, das Eingehen auf Landschaften, Personen der Handlung und Umfeld könnte sensibler und ausführlicher sein. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass sich die Autorin nicht entscheiden konnte, was ihr an dem Buch wichtiger ist. Geschichtliches rüber zu bringen, auf die Charaktere einzugehen, oder einfach Werbung für die Landschaften Englands und Irlands zu machen. Es ist ein Buch für "Leseanfänger", sofern sie auf Familiengeschichten mit übertriebenen Reaktionen eines Übervaters stehen, dem Standesdünkel und Ansehen in der Gesellschaft wichtiger sind, wie seine Familie.
14.10.2008 20:11:31
tigercat666

tigercat666

(203322 Beiträge)

Ich hab jetzt die Hälfte geschafft und finde es nicht schlecht, gut die Geschichte ist nicht neu, aber man kann es meiner Meinung nach gut lesen.
22.10.2008 08:08:18
feenfuesschen

Mitglied gelöscht

 

Ich bin auch durch und poste hier mal meine Rezension:

Nachdem ich die Leseprobe gelesen habe und von dieser total enttäuscht war, muss ich nach dem lesen des gesamten Buches meine Meinung revidieren. Es ist zwar keines meiner Lieblingsbücher, aber es lässt sich schön lesen. Die ersten Seiten sind sehr zäh und ich musste mich sehr überwinden weiter zu lesen. Es wurde dann aber, ab ca. Teil 2, besser. Die Geschichte von Richard und Isabel enthält mir allerdings zu viele Klischees. Er ist der reiche Jungunternehmer aus gutem Hause, Sie ist das Dienstmädchen mit zweifelhaftem Hintergrund. Sie verlieben sich, heiraten und bekommen 3 Kinder (Phillip, Theo und Sara). Alles ist toll, solange Richard machen kann, was er will - ohne die selben Rechte seiner Frau und seinen Kindern zuzugestehen. Am Ende steht Richard fast alleine da, weil Isabel und die Kinder sich gegen ihn auflehnen und ihr Leben selbst in die Hand nehmen. Das Buch schildert das Leben von Richard und Isabel, sowie das ihrer Kinder und einiger Bekannter mit diversen Irrungen und Wirrungen. Und das Ganze im Zeitraum 1909 - 1942. Das Buch endet zunächst einmal mit einem Happyend und das mitten im 2. Weltkrieg. Es bleibt offen, ob und wie alle Beteiligten den Krieg überstehen. Insgesamt gesehen ist es ein netter Schmöker für verregnete Herbsttage.
23.10.2008 16:14:22
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