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Liebespaarungen

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Beitrag
erstellt am
MrsMorzarella

Mitglied gelöscht

 

Hallo,

ich habe von vorablesen das Buch "Liebespaarungen" von Lionel Shriver bekommen und habe es schon ausgelesen ;-)

Hier meine Rezension:

Inhalt

Irina, Kinderbuchillustratorin, lebt schon lange mit dem klugen, zuverlässigen Lawrence zusammen, welcher in einem ThinkTank arbeitet und Politikwissenschaftler ist
Die beiden sind nicht 'offiziell' vereiratet, sehen ihre lange Beziehung aber eine Ehe gleich an.
Sie sind befreundet mit dem Ehepaar Jude und Ramsey und gehen jedes Kahr zu Ramseys Geburtstag mit den beiden essen.
Ramsey is professioneller Snooker-Spieler, ein wilder Kerl, der auch zu Drogen und hartem Alkohol nicht nein sagt.

Plötzlich aber trennen sich Jude und Ramsey, und Jude und Irina zerstreiten sich. Als Ramseys Geburtstag naht und Lawrence nicht im Lande ist, beschließt Irina widerwillih alleine mit Ramsey essen zu gehen- so wirklich mag sie ihn nämlich nicht, er scheint nämlich nur das eine Thema Snooker zu kennen...
Doch beim Essen amüsieren sich die beiden wirklich gut, Irina fühlt sich plötzlich von Ramsey sehr angezogen und als Ramsey Irina danach zu sich nachhause auf einen Joint einlädt, sagt sie nicht nein....
Im Keller von Ramseys Haus kommen sich die beiden näher und es scheint auf einen sehr erotischen Kuss herauszulaufen...

Doch haben sie sich nun geküsst? Oder doch nicht?
Hier nun kommt der Satz "Doch was, wenn es zwei Leben gäbe" vom Klappentext zu tragen.
Von hier an werden zwei Geschichten erzählt, getrennt nach 'weißen' und 'schwarzen' Kapiteln - einmal haben sie sich geküsst und einmal nicht!
Wer mehr über die Geschichte wissen will, der muss wohl selber lesen ;-)

Meine Meinung

Die Idee der getrennten Leben ist wirklich eine gute Idee - zwar findet man so etwas im Fantasy-Bereich schon mal, aber in Frauenliteratur eher nicht ;-)
Welche Geschichte man lieber mag, ob das Leben mit dem wilden, ausgelassen Ramsey oder das mit dem netten, aufmerksamen, aber etwas langweiligen Lawrence, dass ist natürlich Geschmackssache.
Mir selber gefällt das Leben mit Lawrence besser ;-)
Etwas störend ist das Verhalten Irinas, die sich doch teilweise etwas kindisch und nervig verhält. Der Erzählstil von Frau Shriver ist nicht zu anspruchsvoll, aber auch nicht zu seicht.
Die Geschichte liest sich trotz der Trennung der zwei Leben flüssig, aber teilweise sind die Kapitel arg lang, sodass man, wenn man zwischen den Leben wechselt, nachschlagen muss, was zwei Kapitel vorher passiert ist.
Etwas komisch fand ich die 'Auflösung' zwischen den beiden Leben, da hätte ich mir mehr erhofft.
Trotz der Kritikpunkte ist es sehr interessant zu lesen, wie unterschiedlich sich ein Leben nach einer klitzekleinen Entscheidung (Kuss oder nicht Kuss) entwickeln kann!
Ich vergebe 7 von 10 Punkten.
12.02.2009 19:56:41
eval_otta

Mitglied gelöscht

 

Uuuuuuuhhh, ich bin auch gerade dran, aber muss mich ziemlich durchquälen... Bisher gefällt es mir noch gar nicht. Darf man bei Vorablesen eigentlich auch abbrechen?
12.02.2009 21:35:03
Sidonie

Sidonie

(17048 Beiträge)

Irina, eine Kinderbuchillustratorin lebt mit Lawrence,einem Politikwisschenschaftler seit10 Jahren zusammen. Lawrence ist klug, geistreich und verlässlich. Eines Abends geht sie mit Ramsey, Snookerspieler und bester Freund von Lawrence aus. Dieser Abend verändert alles.

Hier werden zwei Geschichten parallel erzählt: der eine Strang erzählt die Geschichte von einem Leben mit Lawrence, der andere das Leben mit Ramsey. Die zwei Erzählstränge werden dargestellt durch schwarze und weiße Kapitel, was mir gut gefallen hat.

Mit Ramsey zusammen, den sie sogar heiratet, verändert sich ihr Leben völlig. Sie geht mit auf die Snookerturniere, vernachlässigt ihre Arbeit als Kinderbuchillustratorin, fängt an zu rauchen und zu trinken. Ramsey und sie streiten sich oft.

Lawrence mag langweilig sein, aber er erkennt Irinas Arbeit an, während Ramsey nur "Bälle im Kopf" hat, sich also eigentlich nur für Snooker interessiert. Irina muss ihre Arbeit hintenan stellen und ihn überall begleiten, damit er sich wohl fühlt und gewinnen kann.

Ramseys Charakter würde ich als machohaft und stellenweise ordinär bezeichnen, Kosenamen für Irina sind "Perle", "Süße" und "Herzchen". Mit ihrer Mutter geht er auch nicht gerade glimpflich um -mir war er unsymphatisch.

Irina selbst benimmt sich nervig und nicht unbedingt altersgemäß.

Shriver verliert sich in Nebensächlichkeiten, die oft breit erzählt werden.

Was vom Thema her eigentlich interessant ist, wird hier meiner Meinung nach langweilig dargestellt - ich habe mich abmühen müssen, das Buch fertig zu lesen.
12.02.2009 22:14:12
eval_otta

Mitglied gelöscht

 

Irina ist amerikanische Kinderbuchillustratorin mit russischer Abstammung und lebt mit ihrem Freund Lawrence, einem Politikwissenschaftler, in London. Durch ein gemeinsames Buchprojekt lernen sie Jude und ihren Mann, den Snookerstar Ramsey Acton, kennen. Jedes Jahr an Ramseys Geburtstag treffen sich die vier zu einem gemeinsamen Abendessen. Nachdem sich Jude und Ramsey scheiden lassen und Irina sich mit Jude zerstreitet finden die Treffen zu dritt statt. An Ramseys 47. Geburtstag weilt Lawrence im Ausland und Irina trifft sich, gezwungenermaßen und ungerne, allein mit Ramsey. Nach anfänglichen Schwierigkeiten verstehen sich die beiden jedoch gut und es knistert zwischen ihnen merklich. Ab diesem Punkt wird die Geschichte in zwei Möglichkeiten unterteilt. In der ersten lässt sich Irina auf Ramsey ein und verlässt Lawrence, in der zweiten bleibt sie bei ihm und versucht, Ramsey zu vergessen.

Die Idee, die hinter diesem Buch steht, ist sicherlich nett. Leider schreibt die Autorin zähflüssig und sehr ausschweifend und nicht selten langweilt man sich bei der sehr detailierten Beschreibung einer Sushi- Platte etc. Die Kapitel wechseln sich ab, d.h. zuerst wird ein Kapitel Irina/Ramsey erzählt, dann folgt das selbe Kapitel nochmal in der Besetzung Irina/Lawrence. Da die Kapitel sehr lang sind weiß man häufig nicht mehr was in dem zugehörigen Kapitel davor geschehen ist.

Da Irina gebürtige Russin ist spricht sie mit Lawrence und mit ihrer Mutter manchmal russisch. Für Menschen, die der russischen Sprache nicht mächtig sind, ist das eher nervig, zumal die russischen Sätze selten übersetzt werden. Manchmal versteht man etwas aus dem Gesamtzusammenhang, aber überwiegend kann man mit den russischen Sätzen gar nichts anfangen.

Ebenfalls nervig ist das ständige Politikgefasel von Lawrence.

Am meisten gestört hat mich jedoch die offensichtliche verharmlosung von Drogen. In dem Buch wird häufiger mal ein Joint geraucht, vom Drogenkonsum der Studienzeit erzählt und auch Haschisch als "alltägliche Droge" bezeichnet.

Die Leseprobe hatte mich sehr neugierig aufdas Buch gemacht, aber leider muss ich meinen Eindruck revidieren. Das Buch ist langatmig und zäh und mehr als ein Mal habe ich mich beim Lesen gelangweilt und mit gewünscht es endlich durchzuhaben. Sehr schade.
14.02.2009 16:07:58
Bengelding

Mitglied gelöscht

 

Seit 10 Jahren sind Irina und Lawrence ein Paar. Verheiratet sind sie allerdings nicht.
Wie in vielen Partnerschaften hat sich auch hier die Langeweile eingeschlichen. Man
arrangiert sich eben.

Jedes Jahr gehen sie mit einem befreundeten Paar, Jude, eine Kinderbuchautorin, und Ramsey,
ein Snookerspieler, zu Ramseys Geburtstag essen. Eines tages ergibt es sich, dass Lawrence
an eben diesem Tag beruflich unterwegs ist. Da sich Jude und Ramsey inzwischen getrennt haben,
endet es damit, dass Irinia diesen Abend mit Ramsey allein verbringt. Wider erwarten wird es
dann doch ein ganz netter Abend, der damit endet, dass Irinia noch mit Ramsey zu ihm nach
hause fährt. Was als harmloser Abend anfängt, bringt nun ihr ganzes Leben ins Wanken, denn
sie fühlt sich inzwischen zu ihm hingezogen.

Hier beginnt das Buch dann 2 Richtungen zu erzählen. Haben sie sich geküsst? Oder haben sie
doch nicht? Trennen sich Irina und Lawrence? Werden Irina und Ramsey ein Paar? Wie verändert
es das Leben aller beteiligten? Welches Leben wäre das bessere? Wäre es überhaupt besser?
So passt auch Irinas Aussage "Na ja, egal mit wem die Frau am Ende dasitzt, sie wird sich
immer fragen, ob es mit dem anderen nicht besser gewesen wäre". Letztendlich besteht das Leben
eben aus Kompromissen. Ich denke mal das perfekte Leben gibt es nicht.

Nachdem mir die Leseprobe sehr gut gefallen hat, muss ich nun gestehen, dass das Buch selber
nicht mein Fall war. Die Idee finde ich noch immer interessant, auch dass es 2 verschiedene
Richtungen gab, hat mir gut gefallen. Allerdings fand ich das ganze am Ende ziemlich langatmig
und ermüdend, Vielleicht bin ich da oberflächlich, aber es interessierte mich am Ende nicht mehr,
was mit den inzwischen ewig nicht benutzten Gewürzen passiert, oder ob das Öl im Küchenschrank
nun ranzig wird, weil es keiner mehr zum Kochen benutzt. Im übrigen finde ich die Bezeichnung Perle für eine Frau ganz furchtbar.

Kurz gesagt, es ist einfach kein Buch, das ich weiterempfehlen würde.
15.02.2009 21:47:46
allegralu

Mitglied gelöscht

 

ich quäle mich auch sehr mit dem buch... ist so gar nicht mein geschmack und für mich ist es sehr zäh und langweilig geschrieben... ich weiß nicht ob man abbrechen kann... aber mann kann ja anhand der schon vorhandenen lesern sicher eine eigene rezi verfassen ;o) ... ich bin mir nicht sicher ob ich das komplett lesen möchte
15.02.2009 22:18:57
lesebrille

Mitglied gelöscht

 

Was wäre wenn... neu
3

Was wäre wenn ich ihn geküsst hätte,.... wenn ich ihn nicht geküsst hätte?

Diese Frage stellt sich für Irina McGovern,amerikanische Kinderbuchillustratorin in London lebend, und auch für den Leser des Romans. Wie verändert ein einziger Moment,eine einzige Handlung den weiteren Verlauf des Lebens?

Dies zeigt der Roman kapitelweise im Wechsel bis zum Ende. Irina , in einer langjährigen Beziehung lebend mit dem intelligenten, doch etwas langweiligem Lawrence, trifft sich mit einem gemeinsamen Freund Ramsey,gerade frisch geschieden,und es kommt zu einer Kussszene,bzw. Nicht-Kussszene in dem zweiten Erzählstrang der Geschichte.

Im ersten Fall, ändert sich ihr Leben abrupt,es wird aufregender,aber auch glücklicher? Die Veränderungen in der neuen Beziehung zu Ramsey dem Snookerspieler und auch Irinas Wandlung werden sehr anschaulich dargestellt. Nebenher erfährt der Leser auch einiges über das Snookerspiel selbst.

Im zweiten Fall der "Nicht-Kussszene", erfährt Irina auch eine Wandlung,aber auf eine andere Art,und man sieht welche Überraschungen das Leben doch bereithält.

Die Idee und die Umsetzung zwei Leben in einem Roman darzustellen, finde ich sehr interessant und recht gelungen. Nur Lionel Shriver wird in einigen Passagen des Buches sehr ausschweifend und langatmig. Dadurch zieht sich die ganze Geschichte doch sehr hin. Ein paar Seiten weniger hätten dem Buch gut getan.Weniger ist manchmal doch mehr.


17.02.2009 08:23:54
Feelicitas

Feelicitas

(21482 Beiträge)

das klingt aber interessant! Wird mir bestimmt gefallen. Leider hab ich es nicht. Vielleicht mag es ja jemand nach dem Lesen abgeben *träum* ;-)
17.02.2009 08:48:46
Sidonie

Sidonie

(17048 Beiträge)

@Fee: steht doch für 2 Tickets im Katalog:)
17.02.2009 09:18:14
Feelicitas

Feelicitas

(21482 Beiträge)

danke, Sidonie! ich habs! Ich habs! *freu*
17.02.2009 11:19:11
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