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Kap der Finsternis, Roger Smith

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Beitrag
erstellt am
Everett

Everett

(1223 Beiträge)

Habe dieses Buch gerade ausgelesen und es hat mir sehr gut gefallen, daher eine kurze Rezi hier:

Rasant, brutal und nicht aus der Hand legbar.

Das Buch startet gleich rasant, mit einem Überfall, Mord, in einem scheinbar idyllischen Familienleben, in einer besseren Wohngegend von Kapstadt. Der Leser taucht ein in die Geschichte der Familie aus Amerika, eines Wachmannes, eines korrupten Polizisten, dem Leben in den Slums.
Die Handlung geht rasant weiter und der Autor schafft es tatsächlich dieses Tempo bis zum Ende durch zu halten. Die Geschichte kommt ohne Held, Symphatieträger aus. Die einzelnen Akteure sind in diesem Roman perfekt miteinander verwoben.
Jedenfalls weiß ich nach dem Lesen des Buches, warum der Klappentext so kurz gehalten ist. Es fehlen einem fast die Worte den Inhalt kurz und knapp zu beschreiben, ohne schon wieder zu viel zu erzählen. So geht es mir nämlich jetzt auch. Die Geschichte ist brutal und der Leser wird einfach mit gerissen. Der Autor schafft es beängstigend gut die Atmosphäre der Slums zu schildern, auch die Hoffnungslosigkeit und den trotzdem den Mut des Einzelnen. Das Ende ist vielleicht anders als er-wartet. Man könnte bei diesem Buch sagen, so spielt das Leben!
Eigentlich kein Fan von Thrillern hat dieser Roman mich total in seinen Bann gezogen und erst wie-der los gelassen, als die letzte Seite gelesen war.
10.03.2009 22:13:41
tigercat666

tigercat666

(203192 Beiträge)

Everett, so ging es mir auch, zu viel kann man über den Inhalt nicht verraten, dann ist die Spannung weg.

Hier mal meine Meinung.

Zufällig werden der Amerikaner Jack Burn und seine Familie Opfer eines brutalen Überfalls in ihrem eigen Haus, um sich und seine Familie zu schützen tötet Burn die Gangster. Da er nicht zur Polizei gehen kann entledigt er sich der Leichen, als die Toten entdeckt werden und die Spur in die Nähe Burns führt gerät er immer tiefer in die Abgründe Kapstadts.

Roger Smith schreibt brutal und erschreckend realistisch,seine Personen sprechen die Sprachde der Gosse in der sie leben, auch ohne jemals in Kapstadt gewesen zu sein glaubt man ihm sofort, das das Dasein in den Flats von Kapstadt beherrscht wird von Drogen, Gewalt und Mord und nur wenige es schaffen in dieser Atmosphäre ein Leben ohne Verbrechen zu führen.Sogar die meisten Polizisten sind korrupt und schrecken auch vor Mord nicht zurück um ihre Interessen zu schützen.

Nicht eine Person in dem Buch ist sympathisch, es gibt keinen strahlenden Helden der am Ende alles wieder ins Reine bringt, kein *und sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende*

Ein Buch das ich uneingeschränkt empfehlen kann, denn es ist spannend und mitreißend geschrieben.
11.03.2009 07:50:13
lemmingvi

Mitglied gelöscht

 

Ich habe bei vorablesen die ersten Kapitel gelesen und fand es auch total spannend. Hatte sehr gehofft ich würde das Buch vielleicht gewinnen aber das hat wohl nicht geklappt.
11.03.2009 08:15:44
Lyra70

Mitglied gelöscht

 

bei mir auch nicht lemmi, aber es wandert ja ;-)
11.03.2009 08:46:41
Spatzi79

Mitglied gelöscht

 

Ich hab es gelesen und bin mir noch nicht sicher, wie ich es fand. Muss so viel Gewalt wirklich sein?
15.03.2009 12:49:43
eval_otta

Mitglied gelöscht

 

Habe auch das erste Kapitel bei Vorablesen gelesen und dann gehofft dass ich es gewinne. Eigentlich lese ich keine Thriller, aber das Buch hat mich doch gereizt. Allerdings habe ich mittlerweile von so vielen gelesen dass das Buch super brutal ist und frage mich ob es wirklich was für mich wäre...
15.03.2009 12:54:21
Nina2401

Nina2401

(1345 Beiträge)

Vielleicht lässt es ja jemand wandern ... ich habe auch die Leseprobe gelesen und bin sehr neugierig auf den Rest des Buches.
15.03.2009 16:14:46
Carry1980

Mitglied gelöscht

 

Ich habe das Buch auch gelesen, jetzt bekommt es noch eine Freundin, danach stelle ich es ein!

Hier mein Fazit (wer das Buch NICHT kennt, NICHT weiterlesen, ich könnte zuviel verraten...!!!
:-))

Ich muss zugeben, dass mir das Buch gerade zu Anfang nicht wirklich gefallen hat. Ich hatte mir mehr davon versprochen. Die Person, die mich von Anfang an fasziniert hat, war Benny Niemand mit seiner Hündin Bessi. Das hat mich sehr berührt!

Burn & seine Familie fand ich erst etwas verwirrend, da man ja nicht wusste, dass sie auf der Flucht waren und nach Kapstadt geflohen sind, bzw. die Handlung um Burn.

Wen ich mehr als widerlich empfand, war der stinkende Bulle Barnard. Phu, wie der beschrieben war! Also, mir selber ist da schon etwas übel geworden bei seinen Körperausdünstungen Und wie gewissenlos er war! Warum musste er nur den Jungen auf der Müllhalde erschießen?!

Also dabei, dass diese Handlung in Kapstadt spielt, konnte man die Geschichte gut nachvollziehen. Waffenbesitz und Gewalt sind dort wirklich an der Tagesordnung.

Super fand ich, dass alle Personen, die in diesem Buch beschrieben waren, wie Carmen, die Crack-Hure, Donovan, der Bruder des getöteten Jungen, irgendwie alle was miteinander zu tun hatten bzw. zum "Finale" wieder aufgetaucht sind.

Ich fand gerade die letzten 5 Kapitel wirklich spannend! Da hat mich das Buch doch sehr gefesselt und ich fand das komplette Ende überraschend gut!
15.03.2009 19:08:49
Elchi130

Elchi130

(35988 Beiträge)

Ich fand das Buch sehr gut und hoffe, dass es schnell ein weiteres von dem Autor geben wird. :-)

Hier meine Meinung:

Roger Smith ist im Filmgeschäft als Drehbuchautor, Regisseur und Produzent tätig. Und das kommt seinem ersten Buch zugute, denn er hat mit Kap der Finsternis einen sehr guten Roman geschaffen.
Ein Amerikaner, der vor seiner Vergangenheit flieht, ein korrupter Cop, den seine Vergangenheit einholt, ein Exknacki, der wieder in sein vergangenes Leben eintaucht... Sie führen völlig unterschiedliche Leben und doch führt ihr Weg sie zueinander.
Es fällt mir leicht, mir Kapstadt genau so vorzustellen: Siedlungen für reiche, vornehmlich weiße Menschen, Ghettos für arme und hauptsächliche schwarze Menschen. Die Menschen sind umgeben von Gewalt, Drogenproblemen und Korruption. Ein riesiges Verwirrspiel beginnt und es stellt sich immer wieder neu die Frage, wer ist der Jäger und wer der Gejagte. Roger Smith schafft es seiner Geschichte immer wieder neue Wendungen zu geben, die spannend und glaubhaft sind und es bis zum Ende bleiben. Dabei ist das Buch nicht nur spannend, sondern zugleich hoch politisch - es regt zum Nachdenken an über Recht und Gerechtigkeit.
Fazit: Tolles Buch! Weiter so!
26.03.2009 08:52:12
Sillesoeren

Mitglied gelöscht

 

Das war leider nur zu realitätsnah :-O

Kapstadt. Eine amerikanische Familie wird von zwei Gangstern überfallen. Dem Familienvater Jack Burn gelingt es, die Angreifer zu töten. Seine hochschwangere Frau und sein vierjähriger Sohn tragen schwer an den Geschehnissen, zumal ein anderes Gewaltverbrechen dazu führte, das die Burns überhaupt überstürzt aus den USA nach Südafrika flüchteten. Ein vorbestrafter Baustellenwärter wird Zeuge des Überfalls. Ein kleiner Junge findet die Leichen und stiehlt der einen die fast neuen Schuhe. Ein korrupter Polizist nimmt Burn ins Visier und entdeckt sein dunkles Geheimnis. Damit nehmen die schrecklichen Geschehnisse ihren Lauf. Dunkel ist die gesamte Handlung. In jeder einzelnen Szene fließt dunkelrotes Blut, agieren schwarze Seelen, wird gemordet, geschändet, vergewaltigt, betrogen, veruntreut, erpresst,...
Roger Smith versteht es, Kapstadt so zu zeigen, wie es in keinem Reiseführer steht. Er hat den Mut, die Finger in jede Kapstadter Wunde zu legen, egal ob es Folgen der Apartheid sind, oder die Haftbedingungen, ob Armut angesprochen wird oder Korruption. In schonungsloser Weise und mit angemessen plumper Sprache zeichnet Smith ein so realitätsnahes wie erschreckendes Bild von Kapstadt und seinen Bewohnern. Ich kann die vielen Toten nicht zählen und könnte schreien, wenn ich lese, dass Babys auf den Müll geworfen werden, Kinder ihre Eltern töten, Jugendliche als Mutprobe töten, Frauen die Vergewaltigung durch den Ehemann normal finden, irgendwie alle unter Drogen stehen... Dass dies allen nicht so sehr am Arsch vorbei geht, wie es augenscheinlich den Eindruck macht, wird für mich besonders deutlich, wenn immer wieder höchst detailliert auf die Hämorriden des fetten Polizisten eingegangen wird.
Schon vor der Lektüre dieses Buches war mir klar, dass ich um Südafrika, zumindest aber um Kapstadt, bei meiner zukünftigen Reiseplanung einen weiten Bogen machen werde. So sehr ich das südliche Afrika kenne und liebe, so sehr hat mir dieser Roman wieder in Erinnerung gerufen, was ich vorher schon über die Kriminalitätsraten dieser Stadt erfahren habe. Namibia, Botsuana, Simbabwe habe ich ja als sehenswert kennen gelernt, also muss es ja auch nicht unbedingt Südafrika sein...
29.03.2009 12:57:58
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