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Robert Masello - Eisiges Blut
Beitrag
erstellt am
Mitglied gelöscht
Just durchgelesen und hier nun meine Rezi:
Inhalt:
Michael Wilde ist Fotojournalist und nimmt, am Tiefpunkt seiner persönlichen Krise, einen neuen Auftrag an: Am Südpol, genauer am Forschungsstützpunkt Point Adélie, winkt eine Reportage, für die er wie gemacht ist. Doch bei seinem ersten Tauchgang entdeckt er Erstaunliches. Erstaunliches, das sich bald in ein Mythos verwandelt.
Erzähl/Schreibstil:
Masello verwendet viel Zeit darauf, dem Leser den Südpol und die verdammt kalten Umstände zu schildern. Immer wieder verweist er auf die vielen Hilfsmittel, auf die seine Protagonisten wider der Kälte, zugreifen müssen. Ich fühlte teilweise selber die Kälteschauer auf meiner Haut und fand es faszinierend, wie Masello einem ein so unbekanntes Terrain durch Worte näher bringen konnte. Allgemein ist Masello ein sehr sorgfältiger Schriftsteller und erzählt dem Leser alles, was er wissen muss. Außerdem scheint er gerne zu puzzeln: Häppchenweise erfährt man immer mehr, aber niemals zuviel! Ein ausgeklügeltes System, was den Leser anhält, weiterzuforschen und die Geschichte zusammen zu setzen.
Meine Meinung:
Stephnenie Meyer und Michael Crichton? Warum vergleicht man ewig Schriftsteller mit Schriftsteller? Diese Vorgehensweise kann man doch genauso gut mit Melone und Zylinder machen: Ein fragwürdiges Ergebnis.
Masello zeigt, dass er vielfach Drehbücher geschrieben hat und so sieht man, dass er viel Zeit auf Einzelheiten setzt. So überraschte es mich immer wieder, wie er mit den kleinsten Nebensächlichkeiten die Geschichte ummodeln kann. Ich konnte der Geschichte so wunderbar folgen und auch gleich eine (Aus)Musterung der Protagonisten durchführen und dabei einen wahrlich realen und moralisch festgelegten Helden entdecken: Den Journalisten Michael Wilde, der immer wieder nach seinen Idealen arbeitete und bei mir vollstes Verständnis für seine Taten erhielt.
Durch die zwei Handlungsstränge in der Geschichte, das 19. Jahrhundert und heute, verband Masello Vergangenheit und die Moderne auf wundersame Weise; doch die Mystik blieb nicht aus. So war das Leseerlebnis auf einer Seite sehr nüchtern und wissenschaftlich erwiesen geprägt und auf der anderen Seite gleich Fantasy, mehr schon Horror, gar Science Fiction. Ein Erlebnis, was sich vor allen Dingen im zweiten Teil des Buches niederschlug.
Die einzelnen Teile, die immer einen Titel für das Nachfolgende tragen, boten einen gut organisierten Strang, so dass Masello nichts vergessen hat. Ich vermisse keine einzige Information und fühle mich mit Mystik und Legenden auch nicht überhäuft; ein gesundes Maß an Vernunft und fragwürdigen Geschichten ist genau richtig getroffen.
Fazit:
Man sollte sich nicht am dem Kommentar der USA Today, die wahrlich nicht irgendeine Zeitung sein wird, orientieren, sondern alleine auf die Inhaltsangabe setzen. Von Masello, einem Meister der Erzählkunst und Könner auf seinem Gebiet wird man rund um die Geschichte von Michael Wilde nicht enttäuscht werden!
5 von 5 Sternchen!
Inhalt:
Michael Wilde ist Fotojournalist und nimmt, am Tiefpunkt seiner persönlichen Krise, einen neuen Auftrag an: Am Südpol, genauer am Forschungsstützpunkt Point Adélie, winkt eine Reportage, für die er wie gemacht ist. Doch bei seinem ersten Tauchgang entdeckt er Erstaunliches. Erstaunliches, das sich bald in ein Mythos verwandelt.
Erzähl/Schreibstil:
Masello verwendet viel Zeit darauf, dem Leser den Südpol und die verdammt kalten Umstände zu schildern. Immer wieder verweist er auf die vielen Hilfsmittel, auf die seine Protagonisten wider der Kälte, zugreifen müssen. Ich fühlte teilweise selber die Kälteschauer auf meiner Haut und fand es faszinierend, wie Masello einem ein so unbekanntes Terrain durch Worte näher bringen konnte. Allgemein ist Masello ein sehr sorgfältiger Schriftsteller und erzählt dem Leser alles, was er wissen muss. Außerdem scheint er gerne zu puzzeln: Häppchenweise erfährt man immer mehr, aber niemals zuviel! Ein ausgeklügeltes System, was den Leser anhält, weiterzuforschen und die Geschichte zusammen zu setzen.
Meine Meinung:
Stephnenie Meyer und Michael Crichton? Warum vergleicht man ewig Schriftsteller mit Schriftsteller? Diese Vorgehensweise kann man doch genauso gut mit Melone und Zylinder machen: Ein fragwürdiges Ergebnis.
Masello zeigt, dass er vielfach Drehbücher geschrieben hat und so sieht man, dass er viel Zeit auf Einzelheiten setzt. So überraschte es mich immer wieder, wie er mit den kleinsten Nebensächlichkeiten die Geschichte ummodeln kann. Ich konnte der Geschichte so wunderbar folgen und auch gleich eine (Aus)Musterung der Protagonisten durchführen und dabei einen wahrlich realen und moralisch festgelegten Helden entdecken: Den Journalisten Michael Wilde, der immer wieder nach seinen Idealen arbeitete und bei mir vollstes Verständnis für seine Taten erhielt.
Durch die zwei Handlungsstränge in der Geschichte, das 19. Jahrhundert und heute, verband Masello Vergangenheit und die Moderne auf wundersame Weise; doch die Mystik blieb nicht aus. So war das Leseerlebnis auf einer Seite sehr nüchtern und wissenschaftlich erwiesen geprägt und auf der anderen Seite gleich Fantasy, mehr schon Horror, gar Science Fiction. Ein Erlebnis, was sich vor allen Dingen im zweiten Teil des Buches niederschlug.
Die einzelnen Teile, die immer einen Titel für das Nachfolgende tragen, boten einen gut organisierten Strang, so dass Masello nichts vergessen hat. Ich vermisse keine einzige Information und fühle mich mit Mystik und Legenden auch nicht überhäuft; ein gesundes Maß an Vernunft und fragwürdigen Geschichten ist genau richtig getroffen.
Fazit:
Man sollte sich nicht am dem Kommentar der USA Today, die wahrlich nicht irgendeine Zeitung sein wird, orientieren, sondern alleine auf die Inhaltsangabe setzen. Von Masello, einem Meister der Erzählkunst und Könner auf seinem Gebiet wird man rund um die Geschichte von Michael Wilde nicht enttäuscht werden!
5 von 5 Sternchen!
03.10.2009 23:00:05
(15850 Beiträge)
Meister der Erzählkunst??? Könner auf seinem Gebiet???
Also, irgendwie hast du wohl ein anderes Buch als ich gelesen...
Ich fand es es unglaublich hölzern erzählt, an den Haaren herbei gezogen und in keinster Weise spannend!
Mit einem Wort: Grottig!!!
04.10.2009 05:56:16
Mitglied gelöscht
Ich habe das Buch nun fertig gelesen - darf man es denn bereits rezensieren ausser auf der Seite von Vorablesen?
09.10.2009 10:45:46
Mitglied gelöscht
klar, man kann es ja mittlerweile auch schon bestellen.
Und vertauschen darf man es auch *winkmitdemZaunpfahl* :-)
Und vertauschen darf man es auch *winkmitdemZaunpfahl* :-)
09.10.2009 11:18:58
Mitglied gelöscht
Inhalt:
Michael Wilde hat durch einen tragischen Unfall seine Freundin verloren. Um wieder auf die Beine zu kommen, nimmt er einen Job auf der Forschungsstation "Point Adélie" in der Antarktis an. Was ihn dort erwartet, ist unglaublich: Er entdeckt ein im Eis eingefrorenes Liebespaar, das sich dort schon über 150 Jahre befindet! Das Geheimnis, das sich hinter diesem Fund verbirgt, wird sein Leben von Grund auf verändern...
Meine Meinung:
Ein spektakulärer Wissenschaftsthriller wird uns hier versprochen, eine einzigartige Mischung, "als ob Stephenie Meyer und Michael Crichton zusammen einen Spannungsroman schreiben würden". Was man als Leser bekommt, ist jedoch etwas völlig anderes! Denn spannend wird es in diesem Roman so gut wie nie. Es dauert zum Beispiel an die 200 Seiten, bis Michael überhaupt in der Antarktis ankommt. Dass der Spannungsbogen immer wieder abreißt liegt wohl auch daran, dass zwei parallele Geschichten erzählt werden: Zum einen die Michaels und zum anderen die eines Pärchens aus dem Jahre 1854, hinter dem sich vermutlich die beiden im Eis eingefrorenen Menschen verbergen. Viele wissenschaftliche Details und andere Längen tragen schließlich auch dazu bei, dass an keiner Stelle des Buches wirklicher Thrill-Faktor entsteht. Sattdessen hatte ich eher das Gefühl, dass es sich bei "Eisiges Blut" eher um eine Art Erzählung handelt - dafür aber um eine sehr gute! Denn der Stil von Robert Masello ist so großartig und einnehmend, dass ich sogar die eben erwähnten wissenschaftlichen Details äußerst interessant beschrieben fand.
So ist mir die Sterne-Vergabe auch äußerst schwer gefallen: Als Thriller ist dieses Buch äußerst ungeeignet und würde von mir nur einen Stern bekommen. Die Schreibweise Masellos sowie der Handlungsaufbau haben mir allerdings so gut gefallen, dass ich dafür vier bis fünf Sterne vergeben würde. Deshalb habe ich mich für die goldene Mitte und somit drei Sterne entschieden.
Fazit:
"Eisiges Blut" ist eine gut erzählte Geschichte über einen Wissenschaftler aus der Neuzeit und ein Liebespaar zu Zeiten des Krimkrieges, aber mit Sicherheit kein Thriller! Deshalb werden wohl Freunde von Erzählungen viel mehr Freude an diesem Buch haben als Anhänger der Spannungsliteratur!
Michael Wilde hat durch einen tragischen Unfall seine Freundin verloren. Um wieder auf die Beine zu kommen, nimmt er einen Job auf der Forschungsstation "Point Adélie" in der Antarktis an. Was ihn dort erwartet, ist unglaublich: Er entdeckt ein im Eis eingefrorenes Liebespaar, das sich dort schon über 150 Jahre befindet! Das Geheimnis, das sich hinter diesem Fund verbirgt, wird sein Leben von Grund auf verändern...
Meine Meinung:
Ein spektakulärer Wissenschaftsthriller wird uns hier versprochen, eine einzigartige Mischung, "als ob Stephenie Meyer und Michael Crichton zusammen einen Spannungsroman schreiben würden". Was man als Leser bekommt, ist jedoch etwas völlig anderes! Denn spannend wird es in diesem Roman so gut wie nie. Es dauert zum Beispiel an die 200 Seiten, bis Michael überhaupt in der Antarktis ankommt. Dass der Spannungsbogen immer wieder abreißt liegt wohl auch daran, dass zwei parallele Geschichten erzählt werden: Zum einen die Michaels und zum anderen die eines Pärchens aus dem Jahre 1854, hinter dem sich vermutlich die beiden im Eis eingefrorenen Menschen verbergen. Viele wissenschaftliche Details und andere Längen tragen schließlich auch dazu bei, dass an keiner Stelle des Buches wirklicher Thrill-Faktor entsteht. Sattdessen hatte ich eher das Gefühl, dass es sich bei "Eisiges Blut" eher um eine Art Erzählung handelt - dafür aber um eine sehr gute! Denn der Stil von Robert Masello ist so großartig und einnehmend, dass ich sogar die eben erwähnten wissenschaftlichen Details äußerst interessant beschrieben fand.
So ist mir die Sterne-Vergabe auch äußerst schwer gefallen: Als Thriller ist dieses Buch äußerst ungeeignet und würde von mir nur einen Stern bekommen. Die Schreibweise Masellos sowie der Handlungsaufbau haben mir allerdings so gut gefallen, dass ich dafür vier bis fünf Sterne vergeben würde. Deshalb habe ich mich für die goldene Mitte und somit drei Sterne entschieden.
Fazit:
"Eisiges Blut" ist eine gut erzählte Geschichte über einen Wissenschaftler aus der Neuzeit und ein Liebespaar zu Zeiten des Krimkrieges, aber mit Sicherheit kein Thriller! Deshalb werden wohl Freunde von Erzählungen viel mehr Freude an diesem Buch haben als Anhänger der Spannungsliteratur!
09.10.2009 16:07:21
Mitglied gelöscht
So, dann gebe ich auch mal meinen Eindruck wieder:
Diese Rezension fällt mir schwer, da ich nicht genau weiss, wo und wie ich anfangen soll. Es handelt sich meines Erachtens nach nicht um einen klassischen Thriller. Stellenweise war es sehr spannend zu lesen, um dann allerdings in Wendungen zu verfallen, welche ich weder nachvollziehen konnte noch interessant fand.
Die Charaktere waren mir stellenweise zu blass. Die Ereignisse in der Forschungsstation waren meines Erachtens interessanter und spannender als die Rückblenden in die Vergangenheit.
Der Stil des Autors ist klar und verständlich, das Buch lässt sich in dieser Hinsicht leicht lesen. Die wissenschaftlichen Erläuterungen sind detailliert, aber ohne den Leser zu langweilen.
Ich hatte das Gefühl, dass der Autor selber nicht wirklich sicher ist, was für eine Art Roman er nun schreiben möchte. Ich weiss es nach Beenden des Romans auch nicht.
Diese Rezension fällt mir schwer, da ich nicht genau weiss, wo und wie ich anfangen soll. Es handelt sich meines Erachtens nach nicht um einen klassischen Thriller. Stellenweise war es sehr spannend zu lesen, um dann allerdings in Wendungen zu verfallen, welche ich weder nachvollziehen konnte noch interessant fand.
Die Charaktere waren mir stellenweise zu blass. Die Ereignisse in der Forschungsstation waren meines Erachtens interessanter und spannender als die Rückblenden in die Vergangenheit.
Der Stil des Autors ist klar und verständlich, das Buch lässt sich in dieser Hinsicht leicht lesen. Die wissenschaftlichen Erläuterungen sind detailliert, aber ohne den Leser zu langweilen.
Ich hatte das Gefühl, dass der Autor selber nicht wirklich sicher ist, was für eine Art Roman er nun schreiben möchte. Ich weiss es nach Beenden des Romans auch nicht.
13.10.2009 07:38:08
Mitglied gelöscht
ich habe bei amazon so Video Vorspann angeguckt(seit wann gibt es denn sowas bei Büchern,wie so eine Filmvorschau)und ich lese es ja gerade.
17.10.2009 23:32:32
Mitglied gelöscht
Ich fand das Buch bis zur Mitte großartig, spannend, toller knapper Schreibstil.
Dann wurde es mir plötzlich und unerwartet zu "fantastisch" - ich konnte einfach nicht weiter lesen und war total enttäuscht :-(
Hätte ich mal den Klappentext genauer gelesen (Stephenie Meyer lässt grüßen :P)
Dann wurde es mir plötzlich und unerwartet zu "fantastisch" - ich konnte einfach nicht weiter lesen und war total enttäuscht :-(
Hätte ich mal den Klappentext genauer gelesen (Stephenie Meyer lässt grüßen :P)
20.10.2009 11:05:13
Mitglied gelöscht
Bin auch durch und meine anfängliche Begeisterung ist zum Ende ziemlich abgeflaut, obwohl (oder vielleicht gerade weil?) ich gerne Fantasy lese.
Das Buch "Eisiges Blut" hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen. Der Beginn des Buches gefiel mir sehr gut, auch wenn sich die Geschichte erst langsam entwickelte. Aber durch den sehr angenehmen Schreibstil des Autors fühlt man sich den Figuren sofort verbunden und möchte unbedingt weiter lesen.
Das Buch ist in mehrere Erzählstränge unterteilt, die sich zum Ende miteinander verbinden: Zum einen wird die Geschichte Michael Wildes erzählt, der den Auftrag erhält, zum Südpol zu reisen und dort eine Reportage über die Arbeit und das Leben auf einer Forschungsstation zu schreiben. Die Beschreibungen zum Aufbau der Station, der Umgebung und des Lebens dort fand ich toll. Die Abschnitte waren spannend erzählt und man konnte sich in das Leben regelrecht hineinversetzen.
Ebenso gut gefallen hat mir die Lebensgeschichte von Sinclair und Eleanor, die im 19. Jahrhundert lebten und durch unglückliche Umstände an den Südpol gelangten und dort ihren vermeintlichen Tod im Eis fanden, wo sie dann später von Michael bei einem Tauchgang gefunden werden. Viel mehr möchte ich über die Geschichte nun auch nicht mehr verraten um nicht alles aufzulösen.
Den Punktabzug gibt es bei mir nun für das recht schwache Ende, dass doch sehr konstruiert und recht unglaubwürdig wirkt (selbst bei einem Buch mit diesen Fantasy-Elementen). Es passt zum Schluss alles zu perfekt und die Lösung aller Probleme gefiel mir überhaupt nicht. Das Ende wirkt insgesamt etwas lieblos zusammengestückelt.
3 von 5 Sternen.
Das Buch "Eisiges Blut" hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen. Der Beginn des Buches gefiel mir sehr gut, auch wenn sich die Geschichte erst langsam entwickelte. Aber durch den sehr angenehmen Schreibstil des Autors fühlt man sich den Figuren sofort verbunden und möchte unbedingt weiter lesen.
Das Buch ist in mehrere Erzählstränge unterteilt, die sich zum Ende miteinander verbinden: Zum einen wird die Geschichte Michael Wildes erzählt, der den Auftrag erhält, zum Südpol zu reisen und dort eine Reportage über die Arbeit und das Leben auf einer Forschungsstation zu schreiben. Die Beschreibungen zum Aufbau der Station, der Umgebung und des Lebens dort fand ich toll. Die Abschnitte waren spannend erzählt und man konnte sich in das Leben regelrecht hineinversetzen.
Ebenso gut gefallen hat mir die Lebensgeschichte von Sinclair und Eleanor, die im 19. Jahrhundert lebten und durch unglückliche Umstände an den Südpol gelangten und dort ihren vermeintlichen Tod im Eis fanden, wo sie dann später von Michael bei einem Tauchgang gefunden werden. Viel mehr möchte ich über die Geschichte nun auch nicht mehr verraten um nicht alles aufzulösen.
Den Punktabzug gibt es bei mir nun für das recht schwache Ende, dass doch sehr konstruiert und recht unglaubwürdig wirkt (selbst bei einem Buch mit diesen Fantasy-Elementen). Es passt zum Schluss alles zu perfekt und die Lösung aller Probleme gefiel mir überhaupt nicht. Das Ende wirkt insgesamt etwas lieblos zusammengestückelt.
3 von 5 Sternen.
24.10.2009 13:43:40
Mitglied gelöscht
Ich bin ein wenig zwigespalten.
Es hat mir ganz gut gefallen, aber absolut überzeugen konnte es mich nicht.
Ich vergebe 4/5 Punkten.
Dornröschen schläft im Eis
Inhalt:
Als Journalist für das Eco-Travel Magazin hat Michael Wilde schon viele Orte auf der Welt besucht. Nach einem persönlichen Schicksalsschlag hat er sich lange aus dem Berufsleben zurückgezogen, doch dem neuesten Rechercheangebot kann er nicht widerstehen. Michael soll einen Monat auf der Forschungsstation Point Adèlie in der Antarktis verbringen und über das Leben und die Forschungen dort berichten. Schon auf der Hinreise macht er die Bekanntschaft des Wissenschaftlers Darryl Hirsch, der zu einem längeren Aufenthalt auf der Station aufbricht. Der Journalist und der Wissenschafter leben sich schnell in der Forschungsstation ein und auf einem gemeinsamen Tauchgang macht Michael eine unglaubliche Entdeckung. Im Eis unter Point Adèlie findet er eine Truhe mit alten Flaschen und einen Eisblock, aus dem ihn das Gesicht einer jungen Frau entgegen schaut. Es gelingt dem Team, den Eisblock zu bergen und zur Station zu bringen. Doch im Eisblock befindet sich nicht nur die junge Frau, sondern sie ist auch noch an einen Mann gekettet. Wer sind die beiden Unbekannten und wie sind sie in diese Situation geraten?
Meine Meinung:
"Eisiges Blut" von Roberto Masello hat mich überrascht. Laut Coveraufdruck, soll es sich hier um einen Thriller handeln. Zudem wird damit geworben, dass es sich hier um einen Spannungsroman handeln würde, wie er auch das Ergebnis einer gemeinsamen Arbeit von Michael Crichton und Stephenie Meyer sein könnte. Wer diese beiden Autoren kennt, wird daher schon vermuten, dass die Themen Wissenschaft und Vampire eine Rolle spielen könnten.
Ich weiß nicht so recht, ob ich die Umsetzung durch Roberto Masello nun gut finden soll oder nicht.
Es gab Szenen im Buch, die mir im Sinne des Gruselfaktors eine echte Gänsehaut beschert haben. Ich finde generell eine unterschwellige Bedrohung beängstigender, als offensive Gewalt. Ich denke jedoch nicht, dass dieses Buch aus diesem Grund schon die Einstufung als Thriller verdient. Echte Fans des Genres werden enttäuscht sein. Eine Ähnlichkeit zu den Büchern von Stephenie Meyer konnte ich ebenfalls nicht wirklich feststellen. Die alleinige Verbindung durch einen gemeinsamen Begriff reicht hierzu nicht aus. Was mir jedoch an "Eisiges Blut" sehr gut gefallen hat, ist die Schilderung der Forschungsstation Point Adèlie, der Forschungsarbeit und dem Leben Nahe dem Südpol. Roberto Masello beginnt seinen Roman mit der Schilderung, wie das aneinander gekettete Paar ins Eis gelangt ist. Mit einem weiteren Sprung in die Vergangenheit zur Zeit des Krimkrieges im 19. Jahrhundert, wird nun die Geschichte von Sinclair und Eleanor, dem Paar im Eis, erzählt. Dabei wechselt der Autor diese Episoden mit den Ereignissen in der Forschungsstation ab. Teilweise handelt es sich daher auch um einen historischen Roman.
Insgesamt gesehen, haben mir die Kapitel die in der Gegenwart spielen deutlich besser gefallen. Die Kriegsszenen waren mir zu anschaulich und ausführlich beschrieben und passten nicht so recht zum Rest des Romans. Ich hatte den Eindruck, dass die Szenen in der Vergangenheit so gestreckt wurden, um ein Gleichgewicht zwischen den unterschiedlichen Teilen den Buchs zu schaffen.
Die wissenschaftlichen Theorien und Forschungen, die Roberto Masello in "Eisiges Blut" eingeflochten hat, konnten mich überzeugen und haben einen interessanten Aspekt in eine eigentlich schon ziemlich abgenutzte Geschichte gebracht. Auch wenn das Ende ziemlich offen gestaltet ist, kann ich mir eine Fortsetzung jedoch nur schwer vorstellen.
Fazit:
Ein interessanter Versuch eines genreübergreifenden Thrillers, der jedoch nicht zu 100 Prozent überzeugen kann.
Es hat mir ganz gut gefallen, aber absolut überzeugen konnte es mich nicht.
Ich vergebe 4/5 Punkten.
Dornröschen schläft im Eis
Inhalt:
Als Journalist für das Eco-Travel Magazin hat Michael Wilde schon viele Orte auf der Welt besucht. Nach einem persönlichen Schicksalsschlag hat er sich lange aus dem Berufsleben zurückgezogen, doch dem neuesten Rechercheangebot kann er nicht widerstehen. Michael soll einen Monat auf der Forschungsstation Point Adèlie in der Antarktis verbringen und über das Leben und die Forschungen dort berichten. Schon auf der Hinreise macht er die Bekanntschaft des Wissenschaftlers Darryl Hirsch, der zu einem längeren Aufenthalt auf der Station aufbricht. Der Journalist und der Wissenschafter leben sich schnell in der Forschungsstation ein und auf einem gemeinsamen Tauchgang macht Michael eine unglaubliche Entdeckung. Im Eis unter Point Adèlie findet er eine Truhe mit alten Flaschen und einen Eisblock, aus dem ihn das Gesicht einer jungen Frau entgegen schaut. Es gelingt dem Team, den Eisblock zu bergen und zur Station zu bringen. Doch im Eisblock befindet sich nicht nur die junge Frau, sondern sie ist auch noch an einen Mann gekettet. Wer sind die beiden Unbekannten und wie sind sie in diese Situation geraten?
Meine Meinung:
"Eisiges Blut" von Roberto Masello hat mich überrascht. Laut Coveraufdruck, soll es sich hier um einen Thriller handeln. Zudem wird damit geworben, dass es sich hier um einen Spannungsroman handeln würde, wie er auch das Ergebnis einer gemeinsamen Arbeit von Michael Crichton und Stephenie Meyer sein könnte. Wer diese beiden Autoren kennt, wird daher schon vermuten, dass die Themen Wissenschaft und Vampire eine Rolle spielen könnten.
Ich weiß nicht so recht, ob ich die Umsetzung durch Roberto Masello nun gut finden soll oder nicht.
Es gab Szenen im Buch, die mir im Sinne des Gruselfaktors eine echte Gänsehaut beschert haben. Ich finde generell eine unterschwellige Bedrohung beängstigender, als offensive Gewalt. Ich denke jedoch nicht, dass dieses Buch aus diesem Grund schon die Einstufung als Thriller verdient. Echte Fans des Genres werden enttäuscht sein. Eine Ähnlichkeit zu den Büchern von Stephenie Meyer konnte ich ebenfalls nicht wirklich feststellen. Die alleinige Verbindung durch einen gemeinsamen Begriff reicht hierzu nicht aus. Was mir jedoch an "Eisiges Blut" sehr gut gefallen hat, ist die Schilderung der Forschungsstation Point Adèlie, der Forschungsarbeit und dem Leben Nahe dem Südpol. Roberto Masello beginnt seinen Roman mit der Schilderung, wie das aneinander gekettete Paar ins Eis gelangt ist. Mit einem weiteren Sprung in die Vergangenheit zur Zeit des Krimkrieges im 19. Jahrhundert, wird nun die Geschichte von Sinclair und Eleanor, dem Paar im Eis, erzählt. Dabei wechselt der Autor diese Episoden mit den Ereignissen in der Forschungsstation ab. Teilweise handelt es sich daher auch um einen historischen Roman.
Insgesamt gesehen, haben mir die Kapitel die in der Gegenwart spielen deutlich besser gefallen. Die Kriegsszenen waren mir zu anschaulich und ausführlich beschrieben und passten nicht so recht zum Rest des Romans. Ich hatte den Eindruck, dass die Szenen in der Vergangenheit so gestreckt wurden, um ein Gleichgewicht zwischen den unterschiedlichen Teilen den Buchs zu schaffen.
Die wissenschaftlichen Theorien und Forschungen, die Roberto Masello in "Eisiges Blut" eingeflochten hat, konnten mich überzeugen und haben einen interessanten Aspekt in eine eigentlich schon ziemlich abgenutzte Geschichte gebracht. Auch wenn das Ende ziemlich offen gestaltet ist, kann ich mir eine Fortsetzung jedoch nur schwer vorstellen.
Fazit:
Ein interessanter Versuch eines genreübergreifenden Thrillers, der jedoch nicht zu 100 Prozent überzeugen kann.
28.10.2009 14:25:57

