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Die Lebküchnerin - Sybille Schrödter

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Beitrag
erstellt am
Schneehase

Mitglied gelöscht

 

Ich durfte diesem schönen historischen Schmöker schon "vorablesen" und hier ist meine Rezi:

Benedicta, unfreiwillig ins Kloster geschickt, freundet sich dort mit der Köchin Agnes an. Zusammen fliehen die beiden aus dem Kloster um in Nürnberg ein neues Leben zu beginnen.

Mir hat dieser historische Roman sehr gut gefallen. Er ist spannend und kurzweilig geschrieben, es gibt kaum eine Atempause in Benedictas Leben. Liebe, Intrigen, Eifersucht und Mord bestimmen das flotte Tempo des Romans. Aber: Wer bei historischen Romanen großen Wert auf einen "korrekten" historischen Hintergrund legt, ist hier nicht richtig aufgehoben. Dieses Buch will unterhalten und das tut es hervorragend! Ein toller Schmöker für regnerische Herbsttage.

Nicht so gut gewählt finde ich Titel und Covergestaltung des Buches. Es reiht sich nahtlos in die Reihe der "Die ...in" - Bücher ein und sticht nicht genügend aus der Masse der historischen Romane heraus. Ob ich das Buch anhand des Titels bzw. Covers gekauft hätte, weiß ich nicht. Mir wäre dann allerdings ein großer Lesegenuß entgangen!
14.10.2009 15:07:30
sabine32

Mitglied gelöscht

 

Und "Die Pizzabäckerin" kommt doch noch, wetten?
15.10.2009 08:56:19
Schneehase

Mitglied gelöscht

 

Wenn´s spannend ist, lese ich auch die Pizzabäckerin ;o)

Wie gesagt, ich finde den Titel auch nicht prickenlnd. Aber das Buch hat mich einfach richtig gut unterhalten, und manchmal will ich auch gar nicht mehr.
15.10.2009 11:31:50
MarlaSinger

Mitglied gelöscht

 

ich habs auch schon bekommen;-)und werd heute anfangen bin mal gespannt eigentlich hab ich ja auch kein grosses Verlangen nach "innen"...

15.10.2009 14:38:53
blackdog

blackdog

(43546 Beiträge)

Ich lese gerne mal historische Schicksalsromane, wenn sie spaned sin. Vielleicht gibt rd hier ja noch mehr Meinungen.
22.10.2009 18:43:04
eiertanz30

Mitglied gelöscht

 

Das Buch habe ich auch von vorab bekommen und werde es am WE anfangen. Freu mich schon darauf.
22.10.2009 20:19:21
PinkCrazycat

PinkCrazycat

(178 Beiträge)

Freue mich auch total, dass ich dieses Buch vorab-lesen durfte und hier mein Urteil:

Die junge Benedicta wurde gegen ihren Willen von ihrer Stiefmutter ins KLoster gebracht. Doch dort kann sie sich mit demn Regeln und Verzichten nicht anfreunden und als sie dann auch noch ihr Herz an einen hübschen Fechter verliert, folgt eine Sünde der anderen... Als eine andere Nonne dann auch noch Zeugin eines Kusses wird, ist das Unheil perfekt: Aber Benedicta und ihr Geliebter bekommen von unerwarteter Seite Hilfe und können fliehen...allerdings kommen sie nicht weit. Zum Glück kam Benedictas beste Freundin, die Köchin Agnes, noch hinterher und nachdem der Geliebter niedergestreckt wurde, schaffen es die beiden Frauen, in Nürnberg Zuflucht zu finden. Dort lebt nämlich wiederum der Geliebte von Agnes, ein junger Bäcker, wo die beiden zunächst unterkommen.

Jedoch lebt Benedicta in der ständigen Angst, vom Provinzial gefunden und hart für ihre Sünden und ihre Flucht bestraft zu werden.. Und wird sie ihren Geliebten jemals wiedersehen? Was ist, wenn er gar nicht mehr lebt..

Also ich fand das Buch wunderbar, es bleibt bis zum Ende spannend, immer wieder kommen unerwartete Wendungen und man hofft und bangt so richtig mit mit der Frau, die so unglaubliche Lebkuchen backen kann. Sie hat eine ganz tolle Persönlichkeit und hat einem das Leben in der damaligen Zeit näher und spannender gemacht.

Da ich auch schon das Buch "Das Marzipanmädchen", das einen recht ähnlichen Stil hat, super toll fand, so liebte ich auch dieses Buch und es hätte gern noch ein paar 100 Seiten dicker sein können ;)

Also, für alle, die historische Romane auch gern lesen und dadurch aus diesen Zeit etwas erfahren möchten, ist dieses Buch auf jeden Fall nicht zu verschmähen !!
23.10.2009 16:43:18
eiertanz30

Mitglied gelöscht

 

So, ausgelesen:

Benedicta, ein Mädchen aus gutem und reichen Hause wird nach dem Tod ihres Vaters von ihrer Stiefmutter in ein Kloster abgeschoben. Hier lernt sie die Köchin Agnes kennen mit der sie aus dem Kloster nach Nürnberg flieht. Durch viel probieren hat Benedicta ein sehr gutes Rezept für Lebkuchen erfunden, welchen vielen Leuten mundet. Nach der Flucht aus dem Kloster setzt ihre Stiefmutter alles dran um Benedicta zu finden und aus habgier schreckt diese auch nicht vor Mord zurück. Benedicta macht sehr viele Schicksalsschläge durch, bis es doch ein Happy End gibt.



Mit viel Liebe zum Detail wurde hier ein wunderschöner historischer Roman geschrieben. Ich konnte mich gut in das Mädchen Benedicta hineinversetzen. Ich hoffe sehr, dass es tatsächlich noch eine Fortsetzung gibt.

28.10.2009 19:31:36
rebellyell666

Mitglied gelöscht

 

Inhalt:

Benedicta von Altmühl wird als Jugendliche von ihrer Stiefmutter ins Kloster geschickt - angeblich auf ausdrücklichen Wunsch ihres verstorbenen Vaters, der Tuchhändler war. Das Geschäft geht somit auf den Sohn ihrer Stiefmutter über. Doch im Kloster wird Benedicta nicht glücklich. Sie möchte raus und die Welt erleben. In der Fastenzeit plant sie dann eine Abwechslung: Sie möchte die Lebkuchen backen...

Erzähl-/Schreibstil:

Die Worte sind klar formuliert bzw. das Schriftbild ist rasant und ohne Schnörkel. Schrödter bringt Dinge auf den Punkt, verstrickt sich aber auch sehr in die Irrungen und Wirrungen des Mittelalters. Mittlerweile sind das keine Marktlücken mehr: Schöne Frauen, verschleppt oder vergewaltigt, warten nur auf die große Liebe, um erlöst zu werden. Doch Schrödter bringt die Dinge schneller zu Ende und nervt den Leser nicht mit umständlichen politischen Aktionen.

Meine Meinung:

Ein mittelalticher Roman mit allem Drum und Dran: Herzschmerz, die große Liebe, Tod, Mord und ein Happy End (?). Eine schöne Liebesszene jagte die andere und manchmal musste ich doch an mich halten, da es etwas übertrieben dar gestellt war. Doch auch die Irrungen stellt Schrödter schon heraus und man konnte bis zu den letzten Seiten mitfiebern und den Atem anhalten.

Was mir persönlich so gar nicht gefiel, war die Ausarbeitung der Charaktere. Alle irgendwie zu glatt, einen Bösewicht musste es ja auch geben, diesmal in Form eines Bäckers anstatt eines fiesen Ritters, der hochranging betitelt ist. Hier ist schön herauskristallisiert worden, wie die damaligen Zünfte geordnet waren. Wer durfte welche Gewürze und Zutaten gebrauchen und wer nicht? Einen raschen Eindruck bekam man auch in die eigentliche Geschichte: Die Herstellung der süßen Lebkuchen, die hier von Benedicta nach eigens ausgedachten Rezept gebacken werden. Manchmal verzehrte es mich nach den süßen Naschereien, doch manchmal rückten diese auch (sehr gut, dadurch entstand nicht der Eindruck eines Kochbuches) in den Hintergrund.

Fazit:

Eine fast runde Sache. Mir fehlten die hautnahen Charaktere und noch ein bisschen mehr Klarheit anstatt noch eine Verwirrung für den Leser. Ansonsten ein sehr leichter Schreibstil, so dass man schnell lesen und behalten konnte.

4 von 5 Sternen
05.11.2009 12:59:51
harakiri

harakiri

(44102 Beiträge)

Geschichte wird lebendig
im Buch der Lebküchnerin.

Benedikta wird von ihrer Stiefmutter gegen ihren Willen ins Kloster gesteckt. Durch Experimentieren und Können erfindet sie die berühmten Benediktenlebkuchen

So oder so ähnlich könnte es sich damals zugetragen haben. Spannend erzählt die Autorin vom Leben der Benedikta. Viel Leid geschieht ihr, aber sie fällt immer wieder auf die Füße.

Schön beschrieben fand ich auch die alte Stadt Nürnberg und die z.T. bösen Bräuche und Sitten die in der damaligen Zeit herrschten.
09.11.2009 17:39:32
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