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Literatur im TV - was - wann - wo ?
Beitrag
erstellt am
(22297 Beiträge)
Literatur im Fernsehen
Do 14. Juli
23:45 SWR Literatur im Foyer
Thea Dorn im Gespräch mit Peggy Mädler ("Legende vom Glück des Menschen") und Clemens J. Setz ("Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes")
Fr 15. Juli
00:00 rbb Operation Schwarze Blumen D, A, S 2009
Der glänzend fotografierte Agenten-Thriller greift die Umbruchstimmung zur Zeit des Mauerfalls auf. Der spanische Regisseur David Carreras inszenierte nach dem Roman 'Schwarzer Mohn' des katalanischen Journalisten Daniel Vázquez Sallés, Sohn des bekannten Krimiautors Manuel Vázquez Montalban. Tobias Moretti verkörpert einen hart gesottenen Ex-Agenten, der in diesem undurchsichtigen Spiel um Leben und Tod vom ehemaligen Jäger zum Gejagten wird. An seiner Seite ist der Oscar-Preisträger Maximilian Schell zu sehen. Zu dem internationalen Ensemble zählen auch Charakterkopf Gottfried John und die spanische Schauspielerin Marta Etura ('Dunkelblaufastschwarz'). Gedreht wurde der Krimi in Wien und Barcelona.
So 17. Juli
11:15 hr Martin Suter: Romancier und Gentleman-Farmer
Der Schweizer Schriftsteller Martin Suter ist einer der populärsten zeitgenössischen Autoren. Seine Bücher stehen in Frankreich und Deutschland auf den Bestsellerlisten. Stilistische Eleganz, Eloquenz und Pointenkraft kennzeichnen sein Werk.
11:45 BR Paulo Coelho - Mein Leben
Das Leben ist eine lange Reise zu sich selbst: Benedict Mirow hat Paul Coelho, einen der erfolgreichsten Autoren der Welt, auf dem Jakobsweg, beim Bogenschießen und in Rio de Janeiro begleitet.
16:00 3sat Die Nachrichten D 2004
Aufgewachsen in Ostberlin, hat Jan Landers in den Jahren nach der Wende schnell Karriere gemacht. Vom Wetterfrosch eines Lokalsenders zu dem Mann, der jeden Abend die Nachrichten liest. Doch dann holt ihn seine Vergangenheit unvermittelt ein. - Der Film "Die Nachrichten" mit Jan Josef Liefers basiert auf dem gleichnamigen Roman von Alexander Osang.
16:30 arte Douglas Kennedy. Das Weite suchen F 2008
Douglas Kennedy ist ein Phänomen: Seit seinem Debütroman "Die Falle" (1994) erreichen alle seine Bücher Auflagen von mehr als 500.000 Exemplaren. Der Autor wird in 15 Sprachen übersetzt. Der Film porträtiert den amerikanischen Schriftsteller aus der Nähe. Er begleitet ihn im Alltag, bei seinen Reisen und führt zu seinen Wurzeln - zu seiner Familie. Die Dokumentation schaut auch auf den überaktiven Douglas Kennedy und seine privaten Freuden wie Boxen, Fotografieren oder Kino- und Konzertbesuche. Zudem veranschaulicht der Film die Bedeutung des Schreibens für einen Autor, der, in ständiger Konfrontation mit der leeren Seite, sein Hadern mit dem Heute und seine schwierige Kindheit aufarbeitet.
01:20 Das Erste Eine leidenschaftliche Affäre F 1989
Die Schriftstellerin und Frauenrechtlerin George Sand unternimmt mit ihrem neuen Geliebten, dem Literaten Alfred de Musset, eine Italienreise. Doch ihren jungen Liebhaber dürstet es weniger nach künstlerischer Inspiration als nach obsessiven Bordell- und Casinobesuchen - es kommt zu Auseinandersetzungen. In Venedig fällt er nach übermäßigem Opiumgenuss in ein Nervenfieber, woraufhin sich zwischen der enttäuschten George Sand und Alfreds Arzt eine Affäre entwickelt.
Mo 18. Juli
22:40 arte Romane made in New York. Sechs Schrifsteller einer neuen Generation F 2008
Sechs junge US-amerikanische Schriftsteller, die einer neuen Generation New Yorker Autoren angehören, vermitteln in diesem Porträt der Filmemacher Nelly Kaprièlian und Sylvain Bergère die Position der amerikanischen Literatur nach den schrecklichen Ereignissen des 11. September 2001 und der nach der Wahl Barack Obamas zu Ende gegangenen Bush-Ära.
23:40 BR LeseZeichen
Mit Achill und Aaron Moser: "Über die Alpen nach Italien"(Hoffmann und Campe), Sascha Adamek: "Die Atomlüge" (Heyne), Robert Spaemann: "Nach uns die Kernschmelze" (Klett-Cotta), Armin Kratzert spricht mit Antonio Skármeta über dessen Buch: "Mein Vater aus Paris" (Graf) und Christoph Kappel: "Tiere im Rampenlicht"(Irisiana)
00:25 WDR Lolita GB 1961
Der alternde Literaturprofessor Humbert Humbert quartiert sich bei der attraktiven Witwe Charlotte Haze ein und heiratet sie. Insgeheim begehrt er aber Charlottes frühreife Tochter Lolita. - Nach dem Buch von Vladimir Nabokov
Di 19. Juli
23:15 WDR Enthüllung USA 1994
Die Geschichte eines ungewöhnlichen Falles von sexueller Nötigung ist eingebunden in die nuancierte Schilderung des Arbeitsalltages einer modernen Computerfirma. Michael Douglas und Demi Moore spielen die Hauptrollen. - Der vielseitige Erfolgsregisseur Barry Levinson ("Rain Man") inszenierte den Film nach einem Roman des Bestseller-Autors Michael Crichton ("Jurassic Park").
Literatur im Radio
Sa 16. Juli
20:05 Deutschlandfunk Die Leiden des jungen Werther (1/2) | Von Johann Wolfgang von Goethe
Die erste Fassung von Goethes Text erschien anonym 1774 und war damals schon ein "Bestseller". Goethe überarbeitete den Roman für seine zweite Fassung von 1787 auf eine sprachlich-stilistische Modernisierung hin. Sie ist Grundlage der Hörspielbearbeitung. Teil eins des Hörspiels folgt der Briefkorrespondenz und dem Tagebuch Werthers, die ein namenloser Herausgeber veröffentlicht hat und sparsam kommentiert. Es ist die Geschichte, die am 4. Mai 1771 beginnt: Als exzentrischer, dem Sturm und Drang folgender Maler wendet sich Werther vom Stadtleben ab und verliebt sich auf dem Lande in Lotte, die aber einem anderen, Albert, versprochen ist. Als der seine Ansprüche wahrnimmt, flieht Werther in den diplomatischen Dienst, findet dort keine Erfüllung und kehrt ins Dorf zu dem mittlerweile verheirateten Paar Lotte und Albert zurück.
So 17. Juli
18:30 Deutschlandradio Kultur Ludwigshöhe (2/2) | Nach dem gleichnamigen Roman von Hans Pleschinski
Eigentlich litt jeder in der zum Hospiz umgestalteten Villa am Starnberger See unter akuter Lebensunlust und kam, um zu gehen. Freiwillig. Doch plötzlich will sich keiner mehr aus dem Leben verabschieden. Zu kurios sind die Beziehungen, die Annäherungen und Abstoßungen. Neue Liebe entflammt und heftiger Lebensmut. - "In Ludwigshöhe nimmt eine ganze Gesellschaft Urlaub von sich selbst - und es bekommt ihr prächtig. Düster ist zwar der Hintergrund des Sterbenwollens, aber ohne diesen wäre der Traum eines festlichen Lebens und eines Lebensfestes nicht zu haben." (Süddeutsche Zeitung)
Mo 18. Juli
21:33 Deutschlandradio Kultur Der lombardische Kurier | Von Giorgio Scerbanenco
Mailand in den 60er-Jahren: Die 22-jährige Lehrerin einer Abendschule wird von halbwüchsigen Schülern vergewaltigt und ermordet. Duca Lamberti, ehemaliger Arzt, dem nach geleisteter Sterbehilfe die Approbation entzogen wurde, arbeitet als Detektiv mit der Polizei zusammen. In Einzelverhören versucht er herauszufinden, wer die Verantwortung für das Verbrechen trägt. Nach dem Selbstmord eines Jungen wagt Lamberti ein riskantes Experiment. Durch materielle und emotionale Zuwendung versucht er das Vertrauen eines Schülers zu gewinnen.
Di 19. Juli
20:10 Deutschlandfunk Der Assistent | Von Paul Plamper und Nils Kacirek
Ein Mann aus der Wirtschaftswelt hat mit allem gebrochen und will nun etwas Soziales tun. Er sucht sich einen neuen Job bei einem ambulanten Dienst, als Assistent einer komplett gelähmten Frau. Sie braucht Hilfe - rund um die Uhr -, um ein selbstbestimmtes Leben führen zu können. Ihre Privatsphäre wird damit sein Arbeitsplatz. Paul Plamper und Nils Kacirek erzählen vom Aufeinandertreffen eines ungleichen Paares. Im Mikrokosmos einer sozialen Dienstleistung spürt ihr Hörspiel den Machtstrukturen nach und führt uns in einen Konflikt, der die Grenzen zwischen behindert und nicht behindert aufzulösen scheint.
Do 14. Juli
23:45 SWR Literatur im Foyer
Thea Dorn im Gespräch mit Peggy Mädler ("Legende vom Glück des Menschen") und Clemens J. Setz ("Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes")
Fr 15. Juli
00:00 rbb Operation Schwarze Blumen D, A, S 2009
Der glänzend fotografierte Agenten-Thriller greift die Umbruchstimmung zur Zeit des Mauerfalls auf. Der spanische Regisseur David Carreras inszenierte nach dem Roman 'Schwarzer Mohn' des katalanischen Journalisten Daniel Vázquez Sallés, Sohn des bekannten Krimiautors Manuel Vázquez Montalban. Tobias Moretti verkörpert einen hart gesottenen Ex-Agenten, der in diesem undurchsichtigen Spiel um Leben und Tod vom ehemaligen Jäger zum Gejagten wird. An seiner Seite ist der Oscar-Preisträger Maximilian Schell zu sehen. Zu dem internationalen Ensemble zählen auch Charakterkopf Gottfried John und die spanische Schauspielerin Marta Etura ('Dunkelblaufastschwarz'). Gedreht wurde der Krimi in Wien und Barcelona.
So 17. Juli
11:15 hr Martin Suter: Romancier und Gentleman-Farmer
Der Schweizer Schriftsteller Martin Suter ist einer der populärsten zeitgenössischen Autoren. Seine Bücher stehen in Frankreich und Deutschland auf den Bestsellerlisten. Stilistische Eleganz, Eloquenz und Pointenkraft kennzeichnen sein Werk.
11:45 BR Paulo Coelho - Mein Leben
Das Leben ist eine lange Reise zu sich selbst: Benedict Mirow hat Paul Coelho, einen der erfolgreichsten Autoren der Welt, auf dem Jakobsweg, beim Bogenschießen und in Rio de Janeiro begleitet.
16:00 3sat Die Nachrichten D 2004
Aufgewachsen in Ostberlin, hat Jan Landers in den Jahren nach der Wende schnell Karriere gemacht. Vom Wetterfrosch eines Lokalsenders zu dem Mann, der jeden Abend die Nachrichten liest. Doch dann holt ihn seine Vergangenheit unvermittelt ein. - Der Film "Die Nachrichten" mit Jan Josef Liefers basiert auf dem gleichnamigen Roman von Alexander Osang.
16:30 arte Douglas Kennedy. Das Weite suchen F 2008
Douglas Kennedy ist ein Phänomen: Seit seinem Debütroman "Die Falle" (1994) erreichen alle seine Bücher Auflagen von mehr als 500.000 Exemplaren. Der Autor wird in 15 Sprachen übersetzt. Der Film porträtiert den amerikanischen Schriftsteller aus der Nähe. Er begleitet ihn im Alltag, bei seinen Reisen und führt zu seinen Wurzeln - zu seiner Familie. Die Dokumentation schaut auch auf den überaktiven Douglas Kennedy und seine privaten Freuden wie Boxen, Fotografieren oder Kino- und Konzertbesuche. Zudem veranschaulicht der Film die Bedeutung des Schreibens für einen Autor, der, in ständiger Konfrontation mit der leeren Seite, sein Hadern mit dem Heute und seine schwierige Kindheit aufarbeitet.
01:20 Das Erste Eine leidenschaftliche Affäre F 1989
Die Schriftstellerin und Frauenrechtlerin George Sand unternimmt mit ihrem neuen Geliebten, dem Literaten Alfred de Musset, eine Italienreise. Doch ihren jungen Liebhaber dürstet es weniger nach künstlerischer Inspiration als nach obsessiven Bordell- und Casinobesuchen - es kommt zu Auseinandersetzungen. In Venedig fällt er nach übermäßigem Opiumgenuss in ein Nervenfieber, woraufhin sich zwischen der enttäuschten George Sand und Alfreds Arzt eine Affäre entwickelt.
Mo 18. Juli
22:40 arte Romane made in New York. Sechs Schrifsteller einer neuen Generation F 2008
Sechs junge US-amerikanische Schriftsteller, die einer neuen Generation New Yorker Autoren angehören, vermitteln in diesem Porträt der Filmemacher Nelly Kaprièlian und Sylvain Bergère die Position der amerikanischen Literatur nach den schrecklichen Ereignissen des 11. September 2001 und der nach der Wahl Barack Obamas zu Ende gegangenen Bush-Ära.
23:40 BR LeseZeichen
Mit Achill und Aaron Moser: "Über die Alpen nach Italien"(Hoffmann und Campe), Sascha Adamek: "Die Atomlüge" (Heyne), Robert Spaemann: "Nach uns die Kernschmelze" (Klett-Cotta), Armin Kratzert spricht mit Antonio Skármeta über dessen Buch: "Mein Vater aus Paris" (Graf) und Christoph Kappel: "Tiere im Rampenlicht"(Irisiana)
00:25 WDR Lolita GB 1961
Der alternde Literaturprofessor Humbert Humbert quartiert sich bei der attraktiven Witwe Charlotte Haze ein und heiratet sie. Insgeheim begehrt er aber Charlottes frühreife Tochter Lolita. - Nach dem Buch von Vladimir Nabokov
Di 19. Juli
23:15 WDR Enthüllung USA 1994
Die Geschichte eines ungewöhnlichen Falles von sexueller Nötigung ist eingebunden in die nuancierte Schilderung des Arbeitsalltages einer modernen Computerfirma. Michael Douglas und Demi Moore spielen die Hauptrollen. - Der vielseitige Erfolgsregisseur Barry Levinson ("Rain Man") inszenierte den Film nach einem Roman des Bestseller-Autors Michael Crichton ("Jurassic Park").
Literatur im Radio
Sa 16. Juli
20:05 Deutschlandfunk Die Leiden des jungen Werther (1/2) | Von Johann Wolfgang von Goethe
Die erste Fassung von Goethes Text erschien anonym 1774 und war damals schon ein "Bestseller". Goethe überarbeitete den Roman für seine zweite Fassung von 1787 auf eine sprachlich-stilistische Modernisierung hin. Sie ist Grundlage der Hörspielbearbeitung. Teil eins des Hörspiels folgt der Briefkorrespondenz und dem Tagebuch Werthers, die ein namenloser Herausgeber veröffentlicht hat und sparsam kommentiert. Es ist die Geschichte, die am 4. Mai 1771 beginnt: Als exzentrischer, dem Sturm und Drang folgender Maler wendet sich Werther vom Stadtleben ab und verliebt sich auf dem Lande in Lotte, die aber einem anderen, Albert, versprochen ist. Als der seine Ansprüche wahrnimmt, flieht Werther in den diplomatischen Dienst, findet dort keine Erfüllung und kehrt ins Dorf zu dem mittlerweile verheirateten Paar Lotte und Albert zurück.
So 17. Juli
18:30 Deutschlandradio Kultur Ludwigshöhe (2/2) | Nach dem gleichnamigen Roman von Hans Pleschinski
Eigentlich litt jeder in der zum Hospiz umgestalteten Villa am Starnberger See unter akuter Lebensunlust und kam, um zu gehen. Freiwillig. Doch plötzlich will sich keiner mehr aus dem Leben verabschieden. Zu kurios sind die Beziehungen, die Annäherungen und Abstoßungen. Neue Liebe entflammt und heftiger Lebensmut. - "In Ludwigshöhe nimmt eine ganze Gesellschaft Urlaub von sich selbst - und es bekommt ihr prächtig. Düster ist zwar der Hintergrund des Sterbenwollens, aber ohne diesen wäre der Traum eines festlichen Lebens und eines Lebensfestes nicht zu haben." (Süddeutsche Zeitung)
Mo 18. Juli
21:33 Deutschlandradio Kultur Der lombardische Kurier | Von Giorgio Scerbanenco
Mailand in den 60er-Jahren: Die 22-jährige Lehrerin einer Abendschule wird von halbwüchsigen Schülern vergewaltigt und ermordet. Duca Lamberti, ehemaliger Arzt, dem nach geleisteter Sterbehilfe die Approbation entzogen wurde, arbeitet als Detektiv mit der Polizei zusammen. In Einzelverhören versucht er herauszufinden, wer die Verantwortung für das Verbrechen trägt. Nach dem Selbstmord eines Jungen wagt Lamberti ein riskantes Experiment. Durch materielle und emotionale Zuwendung versucht er das Vertrauen eines Schülers zu gewinnen.
Di 19. Juli
20:10 Deutschlandfunk Der Assistent | Von Paul Plamper und Nils Kacirek
Ein Mann aus der Wirtschaftswelt hat mit allem gebrochen und will nun etwas Soziales tun. Er sucht sich einen neuen Job bei einem ambulanten Dienst, als Assistent einer komplett gelähmten Frau. Sie braucht Hilfe - rund um die Uhr -, um ein selbstbestimmtes Leben führen zu können. Ihre Privatsphäre wird damit sein Arbeitsplatz. Paul Plamper und Nils Kacirek erzählen vom Aufeinandertreffen eines ungleichen Paares. Im Mikrokosmos einer sozialen Dienstleistung spürt ihr Hörspiel den Machtstrukturen nach und führt uns in einen Konflikt, der die Grenzen zwischen behindert und nicht behindert aufzulösen scheint.
14.07.2011 18:07:35
(22297 Beiträge)
Do 21. Juli
23:45 SWR Literatur im Foyer
Mit Thea Dorn im Gespräch mit Joachim Radkau und Josef H. Reichholf
Fr 22. Juli
20:15 Das Erste Schaumküsse D 2009
Die Familienkomödie "Schaumküsse" - nach dem gleichnamigen Erfolgsroman von TV-Star Bärbel Schäfer - nimmt auf pointierte und liebevolle Weise Themen wie Schwangerschafts-Sorgen und Beziehungsstress, die Panik werdender Väter und Über-Perfektionismus manch werdender Mutter aufs Korn. Kurzum: Es geht um den ganz normalen Wahnsinn jenes Ausnahmezustands, den man Schwangerschaft nennt. Christine Neubauer spielt die sensible Karrierefrau, die lernen muss, mit ihrer völlig neuen Lebenssituation umzugehen. Die männlichen Hauptrollen spielen Oliver Bootz als Sportredakteur mit Baby-Panik und Bernhard Bettermann als kinderfreundlicher Verehrer.
23:50 3sat Poetry Slam
Jörg Thadeusz präsentiert in sechs Folgen jugendliche Autoren, die mit höchst unterschiedlichen, doch stets selbst verfassten drei Minuten langen Texten in einem Poetry Slam um die Gunst des Publikums wetteifern.
00:02 mdr Håkan Nesser's Inspektor Barbarotti - Verachtung D 2011
Gunnar Barbarotti erhält ein anonymes Schreiben mit einer Morddrohung gegen eine ihm unbekannte Frau. Als diese kurz darauf tot aufgefunden wird, nimmt der Inspektor die Ermittlungen auf.
So 24. Juli
09:15 3sat Herta Müller. Von der Macht der Sprache
Als die Schriftstellerin Herta Müller ("Herztier", "Heimat ist das, was gesprochen wird", "Atemschaukel") im Herbst 2009 den Literaturnobelpreis zugesprochen bekam, reagierte das Feuilleton zwar überrascht, aber einhellig zustimmend. Als "Literatur der quälenden Fragen" wurde ihr Werk bezeichnet, als "präzise und dringlich" ihre Sprache. - In "Sternstunde Philosophie" spricht Herta Müller mit Juri Steiner über ihr Leben zwischen Diktatur und Demokratie, Anpassung und Widerstand, Angst und Bedrohung, Heimat und Exil - und darüber, was Sprache alles vermag.
21:45 Das Erste Sherlock - Ein Fall von Pink (1) GB 2010
Von allen kriminalistischen Ermittlern der Literaturgeschichte kann man sich Sherlock Holmes am wenigsten in einem modernen Setting vorstellen. Die BBC hat es mit "Sherlock" trotzdem versucht - und prompt eine der originellsten Krimi-Reihen der letzten Jahre geschaffen. Angesiedelt im heutigen London, löst Holmes mit messerscharfem Verstand und einer wunderbar überheblichen Attitüde knifflige Fälle.
Mo 25. Juli
22:50 mdr Vernehmung der Zeugen DDR 1987
Ein Krimi der besonderen Art, den DEFA-Regisseur Gunther Scholz 1986 nach einer Erzählung von Inge Meyer, die auf einem authentischen Fall beruht, inszenierte. Nicht das Rätsel um Täter oder Tatvorgang interessiert, sondern die Vorgeschichte dieser extremen Reaktion.
23:15 SWR Der Liebhaber F, S 1991
In "Der Liebhaber" rekonstruierte Jean-Jacques Annaud ("Der Name der Rose") mit Sorgfalt und großem Aufwand das koloniale Vietnam der 20er Jahre. Die erzählerische Kraft, mit der Marguerite Duras diese rätselhafte, erotische Beziehung zwischen einer 15-jährigen Französin und einem reichen Chinesen in ihrem 1984 erschienenen Erfolgsroman beschreibt, hat der Regisseur mit opulenten Bildern, stimmigen Dekors und einer die Szenerie verfremdender Musik behutsam ins Filmische übertragen.
23:25 BR LeseZeichen
Mit: Sven Kuntze: "Altern wie ein Gentleman"(C. Bertelsmann), Linda McCartney: "Life in Photographs" (Taschen), Armin Kratzert spricht mit Wolfgang Büscher über dessen Buch: "Hartland" (Rowohlt) und Marcel Proust, Stéphane Heuet: "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit: Combray. Eine Graphic-Novel" (Knesebeck)
Literatur im Radio
Sa 23. Juli
20:05 Deutschlandfunk Die Leiden des jungen Werther (2/2) | Von Johann Wolfgang von Goethe
Die erste Fassung von Goethes Text erschien 1774 anonym und war damals schon ein "Bestseller". Goethe überarbeitete den Roman für seine zweite Fassung von 1787 auf eine sprachlich-stilistische Modernisierung hin. Sie ist Grundlage der Hörspielbearbeitung. Goethe entwirft in "Die Leiden des jungen Werther" die Erzählfigur als einen eigenständigen, mit seiner Subjektivität kämpfenden Charakter und erweist sich hiermit als eine Art Vorromantiker sowie als Vorläufer modernen Erzählens. Im zweiten Teil des Hörspiels erzählt der Herausgeber, Werthers nachgelassene Briefe und Notate zitierend sowie sich auf die Berichte der Beteiligten berufend, seine Version von Werthers skandalösem Weg in den Selbstmord am 24. Dezember 1772.
Sa 23. Juli
23:05 Deutschlandfunk Jenseits von Palmen und Wüstensand. Eine Lange Nacht der maghrebinischen Literatur | Von Kersten Knipp
Maghreb - das war aus europäischer Perspektive lange Zeit vor allem eine beliebte Urlaubsregion. Doch seit einigen Monaten wird immer deutlicher, mit welchen Problemen die Gegend im Norden Afrikas zu kämpfen hat. Auch ein halbes Jahrhundert nach ihrer Unabhängigkeit sind Bürger und Politiker sich über den Kurs ihrer Länder noch nicht einig, im Gegenteil: Staat und Gesellschaft sind lange Zeit auseinandergedriftet, die Freiheitskämpfer von einst haben es nicht vermocht, Lebensbedingungen zu schaffen, unter denen die Menschen ein als würdig empfundenes Leben führen können. Wer aber die Literatur des Maghreb kennt, der weiß auch, dass sich die Unruhen seit langer Zeit angekündigt haben. Autoren wie Tahar Ben Jelloun, Yasmina Khadra und Assia Djebar setzen sich mit der Lage in ihren Heimatländern seit jeher kritisch auseinander. Sie zeichnen eine Region, in der ganz anderes zählt als Sonne, Palmen, Wüstensand.
So 24. Juli
18:30 Deutschlandradio Kultur Das dreißigste Jahr | Von Ingeborg Bachmann
"Das dreißigste Jahr" ist eine Erzählung aus Ingeborg Bachmanns erstem Prosaband von 1961: die Bilanz einer Krise, ein zwischen Er- und Ich-Form wechselnder Monolog über "die Kränkung, die das Leben ist". "Wenn einer in sein dreißigstes Jahr geht, wird man nicht aufhören, ihn jung zu nennen. Er selber aber, obgleich er keine Veränderungen an sich entdecken kann, wird unsicher; ihm ist, als stünde es ihm nicht mehr zu, sich für jung auszugeben. ( ... ) Nie hat er gedacht, dass von tausendundeiner Möglichkeit vielleicht schon tausend Möglichkeiten vertan und versäumt waren - oder dass er sie hatte versäumen müssen, weil nur eine für ihn galt. Nie hat er bedacht ... Nichts hat er befürchtet. Jetzt weiß er, dass auch er in der Falle ist." (Ingeborg Bachmann)
Mo 25. Juli
21:33 Deutschlandradio Kultur Kreuzeder und die Kellnerin | Von Jörg Graser
Das Gutachten der Polizeipsychologin fällt nüchtern aus: Seit Kreuzeder zum Kriminalrat befördert worden ist und das Morddezernat Passau leitet, sitzt er fast nur noch im Wirtshaus herum. Pudelwohl würde er sich fühlen, seit er die Begegnung mit den Abgründen der menschlichen Existenz meidet. Keine gute Voraussetzung, um ein Morddezernat zu leiten. Nur in einem einzigen Fall ist Kreuzeder im letzten Jahr aktiv geworden. Als der Wirt seines Stammlokals Opfer eines Verbrechens wurde. Nach Einschätzung der Psychologin war der Kriminalrat an dieser Tat nicht ganz unbeteiligt.
23:45 SWR Literatur im Foyer
Mit Thea Dorn im Gespräch mit Joachim Radkau und Josef H. Reichholf
Fr 22. Juli
20:15 Das Erste Schaumküsse D 2009
Die Familienkomödie "Schaumküsse" - nach dem gleichnamigen Erfolgsroman von TV-Star Bärbel Schäfer - nimmt auf pointierte und liebevolle Weise Themen wie Schwangerschafts-Sorgen und Beziehungsstress, die Panik werdender Väter und Über-Perfektionismus manch werdender Mutter aufs Korn. Kurzum: Es geht um den ganz normalen Wahnsinn jenes Ausnahmezustands, den man Schwangerschaft nennt. Christine Neubauer spielt die sensible Karrierefrau, die lernen muss, mit ihrer völlig neuen Lebenssituation umzugehen. Die männlichen Hauptrollen spielen Oliver Bootz als Sportredakteur mit Baby-Panik und Bernhard Bettermann als kinderfreundlicher Verehrer.
23:50 3sat Poetry Slam
Jörg Thadeusz präsentiert in sechs Folgen jugendliche Autoren, die mit höchst unterschiedlichen, doch stets selbst verfassten drei Minuten langen Texten in einem Poetry Slam um die Gunst des Publikums wetteifern.
00:02 mdr Håkan Nesser's Inspektor Barbarotti - Verachtung D 2011
Gunnar Barbarotti erhält ein anonymes Schreiben mit einer Morddrohung gegen eine ihm unbekannte Frau. Als diese kurz darauf tot aufgefunden wird, nimmt der Inspektor die Ermittlungen auf.
So 24. Juli
09:15 3sat Herta Müller. Von der Macht der Sprache
Als die Schriftstellerin Herta Müller ("Herztier", "Heimat ist das, was gesprochen wird", "Atemschaukel") im Herbst 2009 den Literaturnobelpreis zugesprochen bekam, reagierte das Feuilleton zwar überrascht, aber einhellig zustimmend. Als "Literatur der quälenden Fragen" wurde ihr Werk bezeichnet, als "präzise und dringlich" ihre Sprache. - In "Sternstunde Philosophie" spricht Herta Müller mit Juri Steiner über ihr Leben zwischen Diktatur und Demokratie, Anpassung und Widerstand, Angst und Bedrohung, Heimat und Exil - und darüber, was Sprache alles vermag.
21:45 Das Erste Sherlock - Ein Fall von Pink (1) GB 2010
Von allen kriminalistischen Ermittlern der Literaturgeschichte kann man sich Sherlock Holmes am wenigsten in einem modernen Setting vorstellen. Die BBC hat es mit "Sherlock" trotzdem versucht - und prompt eine der originellsten Krimi-Reihen der letzten Jahre geschaffen. Angesiedelt im heutigen London, löst Holmes mit messerscharfem Verstand und einer wunderbar überheblichen Attitüde knifflige Fälle.
Mo 25. Juli
22:50 mdr Vernehmung der Zeugen DDR 1987
Ein Krimi der besonderen Art, den DEFA-Regisseur Gunther Scholz 1986 nach einer Erzählung von Inge Meyer, die auf einem authentischen Fall beruht, inszenierte. Nicht das Rätsel um Täter oder Tatvorgang interessiert, sondern die Vorgeschichte dieser extremen Reaktion.
23:15 SWR Der Liebhaber F, S 1991
In "Der Liebhaber" rekonstruierte Jean-Jacques Annaud ("Der Name der Rose") mit Sorgfalt und großem Aufwand das koloniale Vietnam der 20er Jahre. Die erzählerische Kraft, mit der Marguerite Duras diese rätselhafte, erotische Beziehung zwischen einer 15-jährigen Französin und einem reichen Chinesen in ihrem 1984 erschienenen Erfolgsroman beschreibt, hat der Regisseur mit opulenten Bildern, stimmigen Dekors und einer die Szenerie verfremdender Musik behutsam ins Filmische übertragen.
23:25 BR LeseZeichen
Mit: Sven Kuntze: "Altern wie ein Gentleman"(C. Bertelsmann), Linda McCartney: "Life in Photographs" (Taschen), Armin Kratzert spricht mit Wolfgang Büscher über dessen Buch: "Hartland" (Rowohlt) und Marcel Proust, Stéphane Heuet: "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit: Combray. Eine Graphic-Novel" (Knesebeck)
Literatur im Radio
Sa 23. Juli
20:05 Deutschlandfunk Die Leiden des jungen Werther (2/2) | Von Johann Wolfgang von Goethe
Die erste Fassung von Goethes Text erschien 1774 anonym und war damals schon ein "Bestseller". Goethe überarbeitete den Roman für seine zweite Fassung von 1787 auf eine sprachlich-stilistische Modernisierung hin. Sie ist Grundlage der Hörspielbearbeitung. Goethe entwirft in "Die Leiden des jungen Werther" die Erzählfigur als einen eigenständigen, mit seiner Subjektivität kämpfenden Charakter und erweist sich hiermit als eine Art Vorromantiker sowie als Vorläufer modernen Erzählens. Im zweiten Teil des Hörspiels erzählt der Herausgeber, Werthers nachgelassene Briefe und Notate zitierend sowie sich auf die Berichte der Beteiligten berufend, seine Version von Werthers skandalösem Weg in den Selbstmord am 24. Dezember 1772.
Sa 23. Juli
23:05 Deutschlandfunk Jenseits von Palmen und Wüstensand. Eine Lange Nacht der maghrebinischen Literatur | Von Kersten Knipp
Maghreb - das war aus europäischer Perspektive lange Zeit vor allem eine beliebte Urlaubsregion. Doch seit einigen Monaten wird immer deutlicher, mit welchen Problemen die Gegend im Norden Afrikas zu kämpfen hat. Auch ein halbes Jahrhundert nach ihrer Unabhängigkeit sind Bürger und Politiker sich über den Kurs ihrer Länder noch nicht einig, im Gegenteil: Staat und Gesellschaft sind lange Zeit auseinandergedriftet, die Freiheitskämpfer von einst haben es nicht vermocht, Lebensbedingungen zu schaffen, unter denen die Menschen ein als würdig empfundenes Leben führen können. Wer aber die Literatur des Maghreb kennt, der weiß auch, dass sich die Unruhen seit langer Zeit angekündigt haben. Autoren wie Tahar Ben Jelloun, Yasmina Khadra und Assia Djebar setzen sich mit der Lage in ihren Heimatländern seit jeher kritisch auseinander. Sie zeichnen eine Region, in der ganz anderes zählt als Sonne, Palmen, Wüstensand.
So 24. Juli
18:30 Deutschlandradio Kultur Das dreißigste Jahr | Von Ingeborg Bachmann
"Das dreißigste Jahr" ist eine Erzählung aus Ingeborg Bachmanns erstem Prosaband von 1961: die Bilanz einer Krise, ein zwischen Er- und Ich-Form wechselnder Monolog über "die Kränkung, die das Leben ist". "Wenn einer in sein dreißigstes Jahr geht, wird man nicht aufhören, ihn jung zu nennen. Er selber aber, obgleich er keine Veränderungen an sich entdecken kann, wird unsicher; ihm ist, als stünde es ihm nicht mehr zu, sich für jung auszugeben. ( ... ) Nie hat er gedacht, dass von tausendundeiner Möglichkeit vielleicht schon tausend Möglichkeiten vertan und versäumt waren - oder dass er sie hatte versäumen müssen, weil nur eine für ihn galt. Nie hat er bedacht ... Nichts hat er befürchtet. Jetzt weiß er, dass auch er in der Falle ist." (Ingeborg Bachmann)
Mo 25. Juli
21:33 Deutschlandradio Kultur Kreuzeder und die Kellnerin | Von Jörg Graser
Das Gutachten der Polizeipsychologin fällt nüchtern aus: Seit Kreuzeder zum Kriminalrat befördert worden ist und das Morddezernat Passau leitet, sitzt er fast nur noch im Wirtshaus herum. Pudelwohl würde er sich fühlen, seit er die Begegnung mit den Abgründen der menschlichen Existenz meidet. Keine gute Voraussetzung, um ein Morddezernat zu leiten. Nur in einem einzigen Fall ist Kreuzeder im letzten Jahr aktiv geworden. Als der Wirt seines Stammlokals Opfer eines Verbrechens wurde. Nach Einschätzung der Psychologin war der Kriminalrat an dieser Tat nicht ganz unbeteiligt.
22.07.2011 20:37:38
(22297 Beiträge)
Literatur im Fernsehen
Do 28.07.
22:45 Das Erste Elegy oder die Kunst zu lieben USA 2008
Die Spanierin Isabel Coixet, die bereits in "Mein Leben ohne mich" und "Das geheime Leben der Worte" einfühlsam Frauencharaktere inszenierte, ergänzt in ihrer Verfilmung des Bestsellers von Philip Roth dessen Macho-Perspektive um die weibliche Sicht. Davon profitiert die Darstellung der Hauptfigur Kepesh: So lässt Oscar-Preisträger Ben Kingsley als einsamer Intellektueller hinter seiner zynischen Maske die Tragik des Selbstbetruges durchscheinen. Hervorragende Nebendarsteller wie Dennis Hopper in der Rolle des langjährigen Freundes und Patricia Clarkson als patente Gelegenheitsgeliebte schärfen das Porträt eines Mannes, dessen schillernde Fassade die Endlichkeit seines Lebensentwurfs nicht länger verbergen kann. Das strahlende Zentrum dieses Melodrams ist aber Penélope Cruz als Traumfrau mit sinnlich-strenger Ausstrahlung.
23:50 mdr Fröhlich lesen. Autoren zu Gast bei Susanne Fröhlich
Von Pleiten, Pech und Pannen im Ausland und unserer "wilden Heimat": Andreas Kieling: "Ein deutscher Wandersommer. 1400 Kilometer durch unsere wilde Heimat" und Antje Blinda/Stephan Orth: "Sorry, Ihr Hotel ist abgebrannt"
So 31. Juli
16:30 3sat Pixelmacher: Netzkultur
"Kinder, holt eure Konsolen raus. Wir spielen jetzt Goethes Faust, Level sieben." Klingt so der Deutschunterricht der Zukunft? Haben Videospiele literarische Qualitäten? Kann ein Videospiel so bewegen wie ein gutes Buch? Einige Spiele basieren tatsächlich auf Klassikern wie "Die Göttliche Komödie", "Faust" und "Die Reise nach Westen". Aber werden sie den Vorlagen gerecht? Oder ist anspruchsvoller Inhalt per se nicht mit Interaktivität zu vereinbaren? "Pixelmacher" fragt die Gralshüter der deutschen Literatur in der Frankfurter Nationalbibliothek, was sie von dem noch jungen Medium halten. Moderator Lukas Koch spielt Literatur und liest Videospiele.
18:45 SWR Bekannt im Land
Carl Zuckmayer und Co.
Di 02. August
22:25 3sat Kommissar Isaksen: Das 13. Sternbild (1/2) NOR 2005
Der fesselnde und psychologisch nuancierte Krimi-Zweiteiler basiert auf dem gleichnamigen Bestseller der norwegischen Autorin Unni Lindell. - Teil 2 im Anschluss
Mi 03. August
22:45 Das Erste Deutschland, deine Künstler: Günter Grass
Bei ihm gibt es "aschgraue Ehejahre", einen "summenden Garten" oder "blindgescheuertes Dielenholz". Grass, der große Wortmaler, ist einer der bekanntesten deutschen Schriftsteller, seit er mit 32 Jahren sein Roman-Debüt "Die Blechtrommel" veröffentlicht und damit für ein literarisches Erdbeben gesorgt hat. Das Buch ist Sensation und Skandal zugleich, der Autor wird verteufelt und bejubelt. Es macht ihn und seine Figur, den trommelnden Oskar, über Nacht berühmt.
Literatur im Radio
Sa 30. Juli
20:05 Deutschlandfunk Aus dem Literarischen Colloquium Berlin | Lesung: Martin Walser
Gesprächspartner: Julia Schröder und Jörg Magenau, Moderation: Denis Scheck. - In "Muttersohn", einem Roman, der über weite Strecken in einer psychiatrischen Landesklinik spielt, erfahren wir Walsers Größe als Romancier: Kein anderer deutscher Schriftsteller beherrscht die Kunst der Empathie so perfekt, vermag so glaubhaft in die Haut anderer Menschen zu schlüpfen und so plausibel davon zu erzählen, was in ihrem Inneren vorgeht.
Sa 30. Juli
23:05 Deutschlandfunk An der Grenze zweier Welten. Eine Lange Nacht über Paul Bowles in Tanger | Von Claudia Kramatschek
Von 1923 bis 1956 war Tanger, an der nördlichen Küste Marokkos gelegen, eine sogenannte Internationale Zone, ein von europäischen Mächten verwaltetes Territorium mit umfassenden Steuerprivilegien. Rasch wurde die Stadt zum Auffangbecken für Spione, Schieber und Spekulanten, Tummelplatz für Flüchtlinge und Aussteiger. Kulturen, Sprachen, Lebensstile prallten aufeinander. Alles - nicht zuletzt Sex - war für Geld zu haben. 1931 entdeckt auch der amerikanische Schriftsteller und Komponist Paul Bowles die Stadt; 1947 lässt sich der Sohn aus puritanischem Hause endgültig in Tanger nieder. Er bleibt ein halbes Jahrhundert - als scharfer Beobachter, der selbst am liebsten unsichtbar bleibt. Hier entstehen seine Romane - etwa "Himmel über der Wüste" - und seine meisterlichen Kurzerzählungen.
Mo 01. August
21:33 Deutschlandradio Kultur Maigret und der gelbe Hund | Nach dem Roman von Georges Simenon
Die Honoratioren eines bretonischen Hafenstädtchens treffen sich regelmäßig im Hotel Admiral. Als einer von ihnen auf dem Heimweg angeschossen wird, kommt Kommissar Maigret ins Spiel. Bald zeigt sich, dass der Schuss aus dem Hinterhalt der Beginn einer Serie mysteriöser Anschläge auf die Stammtischrunde ist. Anlass zu wilden Spekulationen gibt der Umstand, dass all diese Angriffe vom Auftauchen eines gelben Hundes begleitet sind, der sich in der Nähe des Hotels herumtreiben soll - obwohl die Kellnerin Emma beteuert, das Tier nie zuvor gesehen zu haben.
Mi 03. August
21:33 Deutschlandradio Kultur Totentanz | Von Wolfgang Weyrauch
Ein seltsamer Mann, vielleicht 40 Jahre alt, mit Schirmmütze und Regenmantel, geht durch die belebten Straßen einer Stadt. Bei dem einen oder anderen Passanten bleibt er stehen, haucht ihn mit seinem Atem an und nennt ein bestimmtes Datum. "19. Mai 1963" zum Beispiel sagt er zum Verkehrspolizisten. Oder "2. November 1986" zu einem Kind. Es ist deren Todestag, zu dem in der folgenden Szene des Stückes übergeblendet wird: Der Einbruch des Sterbens in die literarische Gegenwart. Der Erzähler verfolgt den Mann, stellt ihn zur Rede und will am Ende den eigenen Sterbetag erfahren. Doch der Tod verweigert ihm die Auskunft.
Do 28.07.
22:45 Das Erste Elegy oder die Kunst zu lieben USA 2008
Die Spanierin Isabel Coixet, die bereits in "Mein Leben ohne mich" und "Das geheime Leben der Worte" einfühlsam Frauencharaktere inszenierte, ergänzt in ihrer Verfilmung des Bestsellers von Philip Roth dessen Macho-Perspektive um die weibliche Sicht. Davon profitiert die Darstellung der Hauptfigur Kepesh: So lässt Oscar-Preisträger Ben Kingsley als einsamer Intellektueller hinter seiner zynischen Maske die Tragik des Selbstbetruges durchscheinen. Hervorragende Nebendarsteller wie Dennis Hopper in der Rolle des langjährigen Freundes und Patricia Clarkson als patente Gelegenheitsgeliebte schärfen das Porträt eines Mannes, dessen schillernde Fassade die Endlichkeit seines Lebensentwurfs nicht länger verbergen kann. Das strahlende Zentrum dieses Melodrams ist aber Penélope Cruz als Traumfrau mit sinnlich-strenger Ausstrahlung.
23:50 mdr Fröhlich lesen. Autoren zu Gast bei Susanne Fröhlich
Von Pleiten, Pech und Pannen im Ausland und unserer "wilden Heimat": Andreas Kieling: "Ein deutscher Wandersommer. 1400 Kilometer durch unsere wilde Heimat" und Antje Blinda/Stephan Orth: "Sorry, Ihr Hotel ist abgebrannt"
So 31. Juli
16:30 3sat Pixelmacher: Netzkultur
"Kinder, holt eure Konsolen raus. Wir spielen jetzt Goethes Faust, Level sieben." Klingt so der Deutschunterricht der Zukunft? Haben Videospiele literarische Qualitäten? Kann ein Videospiel so bewegen wie ein gutes Buch? Einige Spiele basieren tatsächlich auf Klassikern wie "Die Göttliche Komödie", "Faust" und "Die Reise nach Westen". Aber werden sie den Vorlagen gerecht? Oder ist anspruchsvoller Inhalt per se nicht mit Interaktivität zu vereinbaren? "Pixelmacher" fragt die Gralshüter der deutschen Literatur in der Frankfurter Nationalbibliothek, was sie von dem noch jungen Medium halten. Moderator Lukas Koch spielt Literatur und liest Videospiele.
18:45 SWR Bekannt im Land
Carl Zuckmayer und Co.
Di 02. August
22:25 3sat Kommissar Isaksen: Das 13. Sternbild (1/2) NOR 2005
Der fesselnde und psychologisch nuancierte Krimi-Zweiteiler basiert auf dem gleichnamigen Bestseller der norwegischen Autorin Unni Lindell. - Teil 2 im Anschluss
Mi 03. August
22:45 Das Erste Deutschland, deine Künstler: Günter Grass
Bei ihm gibt es "aschgraue Ehejahre", einen "summenden Garten" oder "blindgescheuertes Dielenholz". Grass, der große Wortmaler, ist einer der bekanntesten deutschen Schriftsteller, seit er mit 32 Jahren sein Roman-Debüt "Die Blechtrommel" veröffentlicht und damit für ein literarisches Erdbeben gesorgt hat. Das Buch ist Sensation und Skandal zugleich, der Autor wird verteufelt und bejubelt. Es macht ihn und seine Figur, den trommelnden Oskar, über Nacht berühmt.
Literatur im Radio
Sa 30. Juli
20:05 Deutschlandfunk Aus dem Literarischen Colloquium Berlin | Lesung: Martin Walser
Gesprächspartner: Julia Schröder und Jörg Magenau, Moderation: Denis Scheck. - In "Muttersohn", einem Roman, der über weite Strecken in einer psychiatrischen Landesklinik spielt, erfahren wir Walsers Größe als Romancier: Kein anderer deutscher Schriftsteller beherrscht die Kunst der Empathie so perfekt, vermag so glaubhaft in die Haut anderer Menschen zu schlüpfen und so plausibel davon zu erzählen, was in ihrem Inneren vorgeht.
Sa 30. Juli
23:05 Deutschlandfunk An der Grenze zweier Welten. Eine Lange Nacht über Paul Bowles in Tanger | Von Claudia Kramatschek
Von 1923 bis 1956 war Tanger, an der nördlichen Küste Marokkos gelegen, eine sogenannte Internationale Zone, ein von europäischen Mächten verwaltetes Territorium mit umfassenden Steuerprivilegien. Rasch wurde die Stadt zum Auffangbecken für Spione, Schieber und Spekulanten, Tummelplatz für Flüchtlinge und Aussteiger. Kulturen, Sprachen, Lebensstile prallten aufeinander. Alles - nicht zuletzt Sex - war für Geld zu haben. 1931 entdeckt auch der amerikanische Schriftsteller und Komponist Paul Bowles die Stadt; 1947 lässt sich der Sohn aus puritanischem Hause endgültig in Tanger nieder. Er bleibt ein halbes Jahrhundert - als scharfer Beobachter, der selbst am liebsten unsichtbar bleibt. Hier entstehen seine Romane - etwa "Himmel über der Wüste" - und seine meisterlichen Kurzerzählungen.
Mo 01. August
21:33 Deutschlandradio Kultur Maigret und der gelbe Hund | Nach dem Roman von Georges Simenon
Die Honoratioren eines bretonischen Hafenstädtchens treffen sich regelmäßig im Hotel Admiral. Als einer von ihnen auf dem Heimweg angeschossen wird, kommt Kommissar Maigret ins Spiel. Bald zeigt sich, dass der Schuss aus dem Hinterhalt der Beginn einer Serie mysteriöser Anschläge auf die Stammtischrunde ist. Anlass zu wilden Spekulationen gibt der Umstand, dass all diese Angriffe vom Auftauchen eines gelben Hundes begleitet sind, der sich in der Nähe des Hotels herumtreiben soll - obwohl die Kellnerin Emma beteuert, das Tier nie zuvor gesehen zu haben.
Mi 03. August
21:33 Deutschlandradio Kultur Totentanz | Von Wolfgang Weyrauch
Ein seltsamer Mann, vielleicht 40 Jahre alt, mit Schirmmütze und Regenmantel, geht durch die belebten Straßen einer Stadt. Bei dem einen oder anderen Passanten bleibt er stehen, haucht ihn mit seinem Atem an und nennt ein bestimmtes Datum. "19. Mai 1963" zum Beispiel sagt er zum Verkehrspolizisten. Oder "2. November 1986" zu einem Kind. Es ist deren Todestag, zu dem in der folgenden Szene des Stückes übergeblendet wird: Der Einbruch des Sterbens in die literarische Gegenwart. Der Erzähler verfolgt den Mann, stellt ihn zur Rede und will am Ende den eigenen Sterbetag erfahren. Doch der Tod verweigert ihm die Auskunft.
28.07.2011 22:28:55
(3002 Beiträge)
Am 4.8 läuft auf arte die Verfilmung von mma ramotswe, der ersten weiblichen Detektivin botswanas. Soll super sein als Film, die Bücher sind es auf jeden Fall!
29.07.2011 12:16:36
(22297 Beiträge)
Literatur im Fernsehen
So 07. August
11:15 hr Uwe Timm - Die Freiheit zu schreiben
Der passionierte Hobbysegler Uwe Timm zählt zu den meist gelesenen Autoren Deutschlands. Seine Bücher begeistern ein Millionenpublikum. Timms Großvater war Kapitän und Uwe sollte - so der Wunsch des Vaters - einen ordentlichen Beruf lernen. Doch der Junge träumte schon früh von der Freiheit des Schreibens.
20:15 arte Die Stunde der Komödianten USA 1967
Haiti zur Zeit des diktatorischen Regimes von François "Papa Doc" Duvalier: Der Hotelier Brown kümmert sich wenig um die politische Situation des Inselstaates. Er hat nur Augen für die schöne Frau des Botschafters Pineda. Doch dann müssen die Pinedas, Brown und einige seiner Hotelgäste erfahren, dass in einer Diktatur niemand sicher ist. Sie geraten ins Visier der Geheimpolizei ... Nach Graham Greene
21:45 Das Erste Sherlock - Das große Spiel GB 2010
Die grandiose britische Krimireihe "Sherlock" versetzt Sir Arthur Conan Doyles berühmte Spürnase ins heutige London. Mit trockenem Humor, blasierter Attitüde und messerscharfen Verstand ausgestattet, löst dieser moderne Sherlock Holmes jeden noch so unlösbar erscheinenden Fall. Benedict Cumberbatch, bekannt geworden vor allem durch seine Rolle in der Literaturverfilmung "Abbitte", verkörpert den Privatermittler als exzentrischen Dandy, dessen schrägem Charme man sich kaum entziehen kann. Nicht weniger beeindruckend: Martin Freeman als Sherlocks leicht linkischer Partner Dr. Watson.
23:50 3sat Fahrenheit 451 GB 1966
In einem totalitären Staat, in dem Bücher verboten sind, hat die Feuerwehr die Aufgabe, die letzten Exemplare aufzuspüren und zu verbrennen. Gefördert wird dagegen das staatlich kontrollierte Fernsehen. Guy Montag, einer der Feuerwehrmänner, beginnt durch die Begegnung mit einer unangepassten Lehrerin, am Sinn seiner Tätigkeit zu zweifeln. - François Truffaut verfilmte den Roman "Fahrenheit 451" von Ray Bradbury fürs Kino. Es ist eine Hommage an die Literatur und ein Plädoyer für die Freiheit und Selbstbestimmung des Einzelnen. Der Titel bezieht sich auf die Temperatur, die erforderlich ist, um Papier zu entzünden: 451 Grad Fahrenheit.
Mo 08. August
22:50 mdr Berlin - Ecke Schönhauser DDR 1957
Nach einem Drehbuch von Wolfgang Kohlhaase: Die 1950er-Jahre in Berlin. Noch sind die Sektorengrenzen offen, doch der Kalte Krieg wirft bereits seine Schatten auf die Millionenstadt. Tag für Tag treffen sich 16-, 17-jährige Jugendliche unter den U-Bahn-Bögen an der Ecke Schönhauser. Von den Erwachsenen als "Halbstarke" beschimpft, haben sie dennoch gute Gründe, das Elternhaus zu meiden: Da ist "Kohle", den sein Stiefvater, ein Alkoholiker, ständig verprügelt; da ist Angela, die zu Hause verduften muss, wenn der Freund der Mutter kommt; da ist der Bauarbeiter Dieter, der auf der Straße die Freiheit sucht und schließlich noch Karl-Heinz, der schon auf die kriminelle Bahn geraten ist. Er ist es auch, der Dieter und "Kohle" in dunkle Geschäfte ziehen will.
23:30 hr Die Nacht des Leguan USA 1963
"Die Nacht des Leguan" ist eine Verfilmung des Theaterstücks "The Night Of The Iguana" von Tennessee Williams (1911-1983), das 1961 den New Yorker Kritikerpreis gewann. Regisseur John Huston hat das Bühnenstück sehr filmisch inszeniert, was sich in der Oscar-Nominierung seines Kameramannes Gabriel Figueroa niederschlug. Richard Burton spielt die Rolle des verkrachten Priesters, dessen Menschlichkeit trotz seiner zahlreichen Fehler immer sichtbar bleibt.
Di 09. August
11:30 arte Douglas Kennedy. Das Weite suchen
Douglas Kennedy ist ein Phänomen: Seit seinem Debütroman "Die Falle" (1994) erreichen alle seine Bücher Auflagen von mehr als 500.000 Exemplaren. Der Autor wird in 15 Sprachen übersetzt. Der Film porträtiert den amerikanischen Schriftsteller aus der Nähe. Er begleitet ihn im Alltag, bei seinen Reisen und führt zu seinen Wurzeln - zu seiner Familie.
22:30 SWR Die Liebe in den Zeiten der Cholera USA 2007
Javier Bardem und Giovanna Mezziogiorno schmachten leidenschaftlich in Mike Newells kongenialer Adaption des weltberühmten Romans aus der Feder des Nobelpreisträgers Gabriel García Márquez. Die schönste Liebesgeschichte der Weltliteratur wurde vor der exotischen Kulisse Südamerikas mit großem Aufwand verfilmt.
Mi 10. August
20:15 SuperRTL Der geheime Garten USA 1993
Nach dem Buch von Frances Hodgson Burnett: Nach dem Tod ihrer Mutter kommt Mary nach England auf das Schloss ihres sonderbaren Onkels. Die geheimnisvollen Umstände, die das verwöhnte Mädchen dort antrifft, krempeln sie völlig um. Heimlich findet sie Zugang zu dem hinter hohen Efeumauern verborgenen Lieblingsgarten ihrer verstorbenen Tante und baut sich dort eine eigene Welt auf. Als sie eines Nachts ihren zehnjährigen Vetter in einem der hundert Zimmer des düsteren Hauses schreien hört, fasst Mary einen wichtigen Entschluss...
Literatur im Radio
So 07. August
00:05 Deutschlandradio Kultur "Du hast keine Brüste, die ich besingen könnte". Lyrikerinnen schreiben über Männer | Von Cornelia Sturm
An Lobeshymnen auf und Verdammungen von Frauen fehlt es in der von Männern verfassten Literatur nicht. Schriftstellerinnen haben da einiges nachzuholen. Wenngleich sie es etwas schwerer haben: "Du hast keine Brüste, die ich besingen könnte." (Aldona Gustas), "Komm mein Muser komm", lockt Ulla Hahn. Jahrtausendelang haben die Dichter die Frauen besungen. Nun lobpreisen die Dichterinnen die Männer. Hymnisch und ironisch, nachdenklich und schnoddrig sprechen jüngere und ältere Lyrikerinnen wie Ann Cotten, Ulrike Draesner, Nora Gomringer, Aldona Gustas, Ilma Rakusa und Regula Venske nicht nur in ihren Gedichten darüber, was ihnen das Schreiben über Männer bedeutet. Männer schätzen die Dichterinnen als "Sturmausreiszer", "Winterwende", "Bäumefäller" und "Bärenheger".
Mo 08. August
21:33 Deutschlandradio Kultur Mit Blindheit geschlagen (1/2) | Nach dem Roman von Christian von Ditfurth
Berlin-Hohenschönhausen, sieben Jahre vor dem Fall der Mauer: In der Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit wird ein Mann verhört. Wollte er in den Westen abhauen? Hatte er Kontakt zu westdeutschen Fluchthelfern? Hamburg 2008: Professor Wolf Griesbach bekommt einen Lehrstuhl an der Universität. Joseph Maria Stachelmann, Dozent für Geschichte, ist enttäuscht, hatte er doch gehofft, dass sich die Uni für ihn entscheiden würde. Als Griesbach von einer Reise nach Berlin nicht zurückkehrt, bittet Griesbachs Frau Stachelmann um Hilfe. Der Historiker reist in die Hauptstadt und gerät unter Mordverdacht. Im Kofferraum seines Autos findet er eine Leiche.
Di 09. August
20:10 Deutschlandfunk Schicksal, Hauptsache Schicksal | Von Robert Schoen nach der "Legende vom heiligen Trinker" von Joseph Roth
Andreas, seit frühester Jugend Fan von Eintracht Braunschweig, kam im Rahmen seiner Promotion vor 20 Jahren nach Paris. Anfangs lief alles gut, doch dann ging ihm das Geld aus. Das Bier ist teuer in Paris und die Abende sind lang. Nach einigen Jahren in mittelmäßigen Brotjobs folgt der Abstieg in die dritte Liga: Alkoholismus, Arbeitslosigkeit, Verlust der Wohnung. Neben der Liebe zur Musik und der durstigen Kehle bleiben Andreas nur ein alter Mantel und die Sehnsucht nach ... ja, wonach eigentlich? Da schenkt ihm ein Unbekannter in der Kneipe 5000 Euro. In den Monaten nach der Schenkung gewährt uns Andreas einen Einblick in sein auf so wunderbare Weise neues Leben. Joseph Roth, 1939 in Paris im Delirium tremens gestorben, lässt seine Haupfigur am Ende sanft dahinscheiden. Welchen Weg geht Andreas heute?
Mi 10. August
21:33 Deutschlandradio Kultur Wilde Tiere in Berlin | Von Marianne Weil
Gräben, Grenzen, Gitter, Mauern, Posten und Wächter regulierten die Freiheit in der geteilten doppelten deutschen Hauptstadt. Doch es gab einen Ort, an dem die Gitter unsichtbar wurden und exotische Lebewesen in idyllischen Landschaften ein sorgloses Dasein hatten. Das Paradies für wilde Tiere im Tierpark Friedrichsfelde war ein realer Ort und ein Ort der Projektion. Leben im Freigehege. Nur der Wassergraben musste akzeptiert werden. Marianne Weil begegnet Tieren und Zoo-Direktoren, Chruschtschow und Kennedy, durchforstet das Radioarchiv und rekonstruiert historische Reportagen, die nie hätten gelöscht werden dürfen.
So 07. August
11:15 hr Uwe Timm - Die Freiheit zu schreiben
Der passionierte Hobbysegler Uwe Timm zählt zu den meist gelesenen Autoren Deutschlands. Seine Bücher begeistern ein Millionenpublikum. Timms Großvater war Kapitän und Uwe sollte - so der Wunsch des Vaters - einen ordentlichen Beruf lernen. Doch der Junge träumte schon früh von der Freiheit des Schreibens.
20:15 arte Die Stunde der Komödianten USA 1967
Haiti zur Zeit des diktatorischen Regimes von François "Papa Doc" Duvalier: Der Hotelier Brown kümmert sich wenig um die politische Situation des Inselstaates. Er hat nur Augen für die schöne Frau des Botschafters Pineda. Doch dann müssen die Pinedas, Brown und einige seiner Hotelgäste erfahren, dass in einer Diktatur niemand sicher ist. Sie geraten ins Visier der Geheimpolizei ... Nach Graham Greene
21:45 Das Erste Sherlock - Das große Spiel GB 2010
Die grandiose britische Krimireihe "Sherlock" versetzt Sir Arthur Conan Doyles berühmte Spürnase ins heutige London. Mit trockenem Humor, blasierter Attitüde und messerscharfen Verstand ausgestattet, löst dieser moderne Sherlock Holmes jeden noch so unlösbar erscheinenden Fall. Benedict Cumberbatch, bekannt geworden vor allem durch seine Rolle in der Literaturverfilmung "Abbitte", verkörpert den Privatermittler als exzentrischen Dandy, dessen schrägem Charme man sich kaum entziehen kann. Nicht weniger beeindruckend: Martin Freeman als Sherlocks leicht linkischer Partner Dr. Watson.
23:50 3sat Fahrenheit 451 GB 1966
In einem totalitären Staat, in dem Bücher verboten sind, hat die Feuerwehr die Aufgabe, die letzten Exemplare aufzuspüren und zu verbrennen. Gefördert wird dagegen das staatlich kontrollierte Fernsehen. Guy Montag, einer der Feuerwehrmänner, beginnt durch die Begegnung mit einer unangepassten Lehrerin, am Sinn seiner Tätigkeit zu zweifeln. - François Truffaut verfilmte den Roman "Fahrenheit 451" von Ray Bradbury fürs Kino. Es ist eine Hommage an die Literatur und ein Plädoyer für die Freiheit und Selbstbestimmung des Einzelnen. Der Titel bezieht sich auf die Temperatur, die erforderlich ist, um Papier zu entzünden: 451 Grad Fahrenheit.
Mo 08. August
22:50 mdr Berlin - Ecke Schönhauser DDR 1957
Nach einem Drehbuch von Wolfgang Kohlhaase: Die 1950er-Jahre in Berlin. Noch sind die Sektorengrenzen offen, doch der Kalte Krieg wirft bereits seine Schatten auf die Millionenstadt. Tag für Tag treffen sich 16-, 17-jährige Jugendliche unter den U-Bahn-Bögen an der Ecke Schönhauser. Von den Erwachsenen als "Halbstarke" beschimpft, haben sie dennoch gute Gründe, das Elternhaus zu meiden: Da ist "Kohle", den sein Stiefvater, ein Alkoholiker, ständig verprügelt; da ist Angela, die zu Hause verduften muss, wenn der Freund der Mutter kommt; da ist der Bauarbeiter Dieter, der auf der Straße die Freiheit sucht und schließlich noch Karl-Heinz, der schon auf die kriminelle Bahn geraten ist. Er ist es auch, der Dieter und "Kohle" in dunkle Geschäfte ziehen will.
23:30 hr Die Nacht des Leguan USA 1963
"Die Nacht des Leguan" ist eine Verfilmung des Theaterstücks "The Night Of The Iguana" von Tennessee Williams (1911-1983), das 1961 den New Yorker Kritikerpreis gewann. Regisseur John Huston hat das Bühnenstück sehr filmisch inszeniert, was sich in der Oscar-Nominierung seines Kameramannes Gabriel Figueroa niederschlug. Richard Burton spielt die Rolle des verkrachten Priesters, dessen Menschlichkeit trotz seiner zahlreichen Fehler immer sichtbar bleibt.
Di 09. August
11:30 arte Douglas Kennedy. Das Weite suchen
Douglas Kennedy ist ein Phänomen: Seit seinem Debütroman "Die Falle" (1994) erreichen alle seine Bücher Auflagen von mehr als 500.000 Exemplaren. Der Autor wird in 15 Sprachen übersetzt. Der Film porträtiert den amerikanischen Schriftsteller aus der Nähe. Er begleitet ihn im Alltag, bei seinen Reisen und führt zu seinen Wurzeln - zu seiner Familie.
22:30 SWR Die Liebe in den Zeiten der Cholera USA 2007
Javier Bardem und Giovanna Mezziogiorno schmachten leidenschaftlich in Mike Newells kongenialer Adaption des weltberühmten Romans aus der Feder des Nobelpreisträgers Gabriel García Márquez. Die schönste Liebesgeschichte der Weltliteratur wurde vor der exotischen Kulisse Südamerikas mit großem Aufwand verfilmt.
Mi 10. August
20:15 SuperRTL Der geheime Garten USA 1993
Nach dem Buch von Frances Hodgson Burnett: Nach dem Tod ihrer Mutter kommt Mary nach England auf das Schloss ihres sonderbaren Onkels. Die geheimnisvollen Umstände, die das verwöhnte Mädchen dort antrifft, krempeln sie völlig um. Heimlich findet sie Zugang zu dem hinter hohen Efeumauern verborgenen Lieblingsgarten ihrer verstorbenen Tante und baut sich dort eine eigene Welt auf. Als sie eines Nachts ihren zehnjährigen Vetter in einem der hundert Zimmer des düsteren Hauses schreien hört, fasst Mary einen wichtigen Entschluss...
Literatur im Radio
So 07. August
00:05 Deutschlandradio Kultur "Du hast keine Brüste, die ich besingen könnte". Lyrikerinnen schreiben über Männer | Von Cornelia Sturm
An Lobeshymnen auf und Verdammungen von Frauen fehlt es in der von Männern verfassten Literatur nicht. Schriftstellerinnen haben da einiges nachzuholen. Wenngleich sie es etwas schwerer haben: "Du hast keine Brüste, die ich besingen könnte." (Aldona Gustas), "Komm mein Muser komm", lockt Ulla Hahn. Jahrtausendelang haben die Dichter die Frauen besungen. Nun lobpreisen die Dichterinnen die Männer. Hymnisch und ironisch, nachdenklich und schnoddrig sprechen jüngere und ältere Lyrikerinnen wie Ann Cotten, Ulrike Draesner, Nora Gomringer, Aldona Gustas, Ilma Rakusa und Regula Venske nicht nur in ihren Gedichten darüber, was ihnen das Schreiben über Männer bedeutet. Männer schätzen die Dichterinnen als "Sturmausreiszer", "Winterwende", "Bäumefäller" und "Bärenheger".
Mo 08. August
21:33 Deutschlandradio Kultur Mit Blindheit geschlagen (1/2) | Nach dem Roman von Christian von Ditfurth
Berlin-Hohenschönhausen, sieben Jahre vor dem Fall der Mauer: In der Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit wird ein Mann verhört. Wollte er in den Westen abhauen? Hatte er Kontakt zu westdeutschen Fluchthelfern? Hamburg 2008: Professor Wolf Griesbach bekommt einen Lehrstuhl an der Universität. Joseph Maria Stachelmann, Dozent für Geschichte, ist enttäuscht, hatte er doch gehofft, dass sich die Uni für ihn entscheiden würde. Als Griesbach von einer Reise nach Berlin nicht zurückkehrt, bittet Griesbachs Frau Stachelmann um Hilfe. Der Historiker reist in die Hauptstadt und gerät unter Mordverdacht. Im Kofferraum seines Autos findet er eine Leiche.
Di 09. August
20:10 Deutschlandfunk Schicksal, Hauptsache Schicksal | Von Robert Schoen nach der "Legende vom heiligen Trinker" von Joseph Roth
Andreas, seit frühester Jugend Fan von Eintracht Braunschweig, kam im Rahmen seiner Promotion vor 20 Jahren nach Paris. Anfangs lief alles gut, doch dann ging ihm das Geld aus. Das Bier ist teuer in Paris und die Abende sind lang. Nach einigen Jahren in mittelmäßigen Brotjobs folgt der Abstieg in die dritte Liga: Alkoholismus, Arbeitslosigkeit, Verlust der Wohnung. Neben der Liebe zur Musik und der durstigen Kehle bleiben Andreas nur ein alter Mantel und die Sehnsucht nach ... ja, wonach eigentlich? Da schenkt ihm ein Unbekannter in der Kneipe 5000 Euro. In den Monaten nach der Schenkung gewährt uns Andreas einen Einblick in sein auf so wunderbare Weise neues Leben. Joseph Roth, 1939 in Paris im Delirium tremens gestorben, lässt seine Haupfigur am Ende sanft dahinscheiden. Welchen Weg geht Andreas heute?
Mi 10. August
21:33 Deutschlandradio Kultur Wilde Tiere in Berlin | Von Marianne Weil
Gräben, Grenzen, Gitter, Mauern, Posten und Wächter regulierten die Freiheit in der geteilten doppelten deutschen Hauptstadt. Doch es gab einen Ort, an dem die Gitter unsichtbar wurden und exotische Lebewesen in idyllischen Landschaften ein sorgloses Dasein hatten. Das Paradies für wilde Tiere im Tierpark Friedrichsfelde war ein realer Ort und ein Ort der Projektion. Leben im Freigehege. Nur der Wassergraben musste akzeptiert werden. Marianne Weil begegnet Tieren und Zoo-Direktoren, Chruschtschow und Kennedy, durchforstet das Radioarchiv und rekonstruiert historische Reportagen, die nie hätten gelöscht werden dürfen.
04.08.2011 20:29:07
(22297 Beiträge)
Literatur im Fernsehen
Do 11. August
23:00 Das Erste Gomorrha - Reise in das Reich der Camorra I 2008
Kaum ein Buch hat in den vergangenen Jahren für solche Aufmerksamkeit gesorgt wie der dokumentarische Roman "Gomorrha - Reise in das Reich der Camorra" von Roberto Saviano. Detailliert schildert der junge Journalist darin die Praktiken des organisierten Verbrechens und den Einfluss auf das alltägliche Leben in seiner süditalienischen Heimatregion. Für die Verfilmung des Bestsellers hat Regisseur Matteo Garrone die Vorlage auf fünf Handlungsstränge reduziert. Einer Romantisierung des Milieus verweigert sich der Film radikal. Gedreht wurde fast ausschließlich mit Laiendarstellern an Originalschauplätzen in Neapels Sozialbausiedlung Scampia, einer der größten Mafiahochburgen der Region.
Fr 12. August
01:00 SWR Frau Walter Jens
Der Film über Inge und Walter Jens erzählt eine Partnerschaft zweier Wissenschaftler, die familiäres und gesellschaftliches Leben in außerordentlicher Weise in Einklang bringen. Es ist ein Film über die literarische und politische "Werkstatt" eines Ehepaares und über die Würde des Menschen im Alter.
Sa 13. August
10:55 3sat Herr Puntila und sein Knecht Matti A 1955
Bertolt Brechts Theaterstück mit Musik von Hanns Eisler über einen klassenbewussten Gutsbesitzer und seinen Knecht in der Filmadaption von Alberto Cavalcanti zeigt den großartigen Curt Bois als Puntila.
23:30 Das Erste Stephen King: Dolans Cadillac CAN 2009
Mit dem Namen Stephen King verbinden die meisten Schauergeschichten wie "Carrie" und Horrorromane wie "Shining". Tatsächlich aber spielen einige seiner besten Geschichten in der Realität und kommen ohne übersinnliche Elemente aus. So auch "Dolans Cadillac", der vom Kampf zweier Männer erzählt, die gegensätzlicher kaum sein könnten: ein diabolischer Gangster und ein biederer Lehrer, der von seinem Hass bis zum Äußersten getrieben wird.
23:40 rbb Der geteilte Himmel DDR 1964
Es gibt Filme, die viel anschaulicher und eingängiger als manch lange historische Abhandlung Auskunft über Geschichte, Auskunft über das Leben, das Denken und die Widersprüche von Menschen in vergangenen Jahren geben können. Konrad Wolfs Film "Der geteilte Himmel" - entstanden 1964 nach dem gleichnamigen Roman von Christa Wolf - gehört dazu, wenn es um die Geschichte der ehemaligen DDR, die Folgen der Teilung Deutschlands für die Menschenschicksale geht. Filmkritiker bewerten ihn heute als vielleicht wichtigsten Gegenwartsfilm jener Zeit. Der Film erzählt von der Liebe der Studentin Rita und des Wissenschaftlers Manfred vor dem Bau der Mauer in Berlin, er erzählt auch von den Auseinandersetzungen um Arbeitsnorm und Prämienschinderei in einem Betrieb und von der Treue zur Partei.
So 14. August
21:45 Das Erste Maria Wern, Kripo Gotland - Und die Götter schweigen S 2010
Eine mysteriöse Bluttat beunruhigt die Bewohner der schwedischen Insel Gotland. Alles deutet auf ein nordisches Opferritual hin, Ähnlichkeiten zu einem früheren Fall sind unverkennbar. Das Problem ist nur: Die damalige Täterin hat sich vor vielen Jahren das Leben genommen. Oder doch nicht? Weitere Leichen verstricken Kriminalinspektorin Maria Wern immer tiefer in den Fall, der bedrohlich an ihre Familie heranrückt. - Der Frauenkrimi bildet den Auftakt einer siebenteiligen Reihe um die schwedische Ermittlerin Maria Wern. Die Stoffe basieren auf einer Romanserie der Bestsellerautorin Anna Jansson, die 1958 auf Gotland geboren wurde und dort aufwuchs. Mit dem Schreiben begann die gelernte Krankenschwester, die kein Blut sehen kann, erst mit 40. Neben einigen Kinderbüchern veröffentlichte sie bislang sieben Romane über die toughe Kriminalinspektorin.
Mo 15. August
22:50 mdr Das Geisterhaus D, DK, P 1993
Nach Isabel Allende: Das lateinamerikanische Epos schildert eine emotionsgeladene Familiensaga um einen Aufsteiger aus ärmlichen Verhältnissen, dessen Geschichte in den 1920er Jahren beginnt und bis zum chilenischen Militärputsch in den 1970er Jahren reicht.
Di 16. August
00:30 WDR Die Mandela-Verschwörung GB 2009
"Die Mandela-Verschwörung" schildert den Weg Südafrikas in die Freiheit. William Hurt spielt die Hauptrolle in diesem bewegenden Politthriller mit Actionsequenzen nach Robert Harveys Sachbuch "The Fall of Apartheid".
Literatur im Radio
So 14. August
00:05 Deutschlandradio Kultur Doppelleben oder Gedenkt unserer mit Nachsicht. Ein Dialog über Gottfried Benn und Bertolt Brecht im Spiegel der Gegensätze | Von Jörg Magenau
Im Sommer 1956 starben mit Gottfried Benn und Bertolt Brecht kurz nacheinander zwei der bedeutendsten deutschen Dichter des 20. Jahrhunderts in Berlin. Aus zwei Szenen wird eine ganze Epoche kenntlich, in zwei Biografien spiegelt sich deutsche Geschichte. Aber es gibt schließlich nicht nur Gegensätze zwischen ihnen, sondern auch Gemeinsamkeiten: nicht zuletzt die, dass es im Dritten Reich für beide keinen Platz gab. Brechts Exil und Benns innere Emigration schafften eine doppelte Leere, die nach 1945 durch geteilte Verehrungsbereitschaft im geteilten Land ausgetrieben wurde. Was hätten sie sich zu sagen gehabt, wenn sie sich 1956 begegnet wären?
So 14. August
18:30 Deutschlandradio Kultur Nobodaddy's Kinder (1/3). Aus dem Leben eines Fauns | Von Arno Schmidt
Der Titel der Trilogie "Nobodaddy's Kinder" bezieht sich auf ein Gedicht von William Blake. Nobodaddy ist eine Formel für Gott. Der erste Teil der Trilogie, der Kurzroman "Aus dem Leben eines Fauns" entstand 1952/53. Der Protagonist Düring, ein kleiner Beamter in der Lüneburger Heide während der NS-Zeit, lebt in der inneren Emigration. Er verachtet die "Germanenköpfe", die lauthals alles nachbrüllen, was der Führer ihnen vormacht, aber er schweigt. In der Zeit von Februar 1939 bis September 1944 führt Düring ein Doppelleben: Ehe, Beruf, Familie und Politik werden nur pro forma wahrgenommen. Sein eigentliches Leben spielt sich in der Fantasie und der Lektüre ab. Der Wind, der Mond, die Heidelandschaft, die Romantiker bilden eine Gegenwelt, die vom Nationalsozialismus nicht erfasst werden kann.
Mo 15. August
21:33 Deutschlandradio Kultur Mit Blindheit geschlagen (2/2) | Nach dem Roman von Christian von Ditfurth
Der Tote in Stachelmanns Auto ist Wolf Griesbach. In den 80er-Jahren war Professor Griesbach Mitglied einer Fluchthilfe-Organisation, die Menschen aus der DDR in den Westen schleuste. Stachelmann muss beweisen, dass er mit dem Verbrechen nichts zu tun hat. Seine eigenen Ermittlungen führen ihn in die Vergangenheit, in die Zeit des Kalten Krieges.
Di 16. August
20:10 Deutschlandfunk Verschwinden | Von Friedemann Schulz
Was als eher flüchtiger Impuls beginnt, wird langsam zu einer fixen Idee - der Wunsch zu verschwinden, sich einfach in Luft aufzulösen. Dabei ist Zoller nicht unglücklich, hat wieder Arbeit gefunden und ist für die Wartung von Windkrafträdern zuständig. Den Job bekam er durch Vermittlung von Mischa, adelig und ein hohes Tier in der Umweltpartei. Seit 14 Jahren ist Zoller mit seiner Frau verheiratet, durchaus glücklich; er liebt sie auf eine Art mehr denn je, dennoch würde sie ihm nicht fehlen, sollte er tatsächlich einmal verschwinden. Aber gibt es nicht doch Gründe für dieses sanfte Unbehagen? Und ist Mischa mit seiner Dogge nicht ein wenig zu oft in Frau Zollers Praxis? Was meint Hans damit, wenn er sagt, er kenne diesen Wunsch, zu verschwinden, denn er sei selbst verschwunden...?
Do 11. August
23:00 Das Erste Gomorrha - Reise in das Reich der Camorra I 2008
Kaum ein Buch hat in den vergangenen Jahren für solche Aufmerksamkeit gesorgt wie der dokumentarische Roman "Gomorrha - Reise in das Reich der Camorra" von Roberto Saviano. Detailliert schildert der junge Journalist darin die Praktiken des organisierten Verbrechens und den Einfluss auf das alltägliche Leben in seiner süditalienischen Heimatregion. Für die Verfilmung des Bestsellers hat Regisseur Matteo Garrone die Vorlage auf fünf Handlungsstränge reduziert. Einer Romantisierung des Milieus verweigert sich der Film radikal. Gedreht wurde fast ausschließlich mit Laiendarstellern an Originalschauplätzen in Neapels Sozialbausiedlung Scampia, einer der größten Mafiahochburgen der Region.
Fr 12. August
01:00 SWR Frau Walter Jens
Der Film über Inge und Walter Jens erzählt eine Partnerschaft zweier Wissenschaftler, die familiäres und gesellschaftliches Leben in außerordentlicher Weise in Einklang bringen. Es ist ein Film über die literarische und politische "Werkstatt" eines Ehepaares und über die Würde des Menschen im Alter.
Sa 13. August
10:55 3sat Herr Puntila und sein Knecht Matti A 1955
Bertolt Brechts Theaterstück mit Musik von Hanns Eisler über einen klassenbewussten Gutsbesitzer und seinen Knecht in der Filmadaption von Alberto Cavalcanti zeigt den großartigen Curt Bois als Puntila.
23:30 Das Erste Stephen King: Dolans Cadillac CAN 2009
Mit dem Namen Stephen King verbinden die meisten Schauergeschichten wie "Carrie" und Horrorromane wie "Shining". Tatsächlich aber spielen einige seiner besten Geschichten in der Realität und kommen ohne übersinnliche Elemente aus. So auch "Dolans Cadillac", der vom Kampf zweier Männer erzählt, die gegensätzlicher kaum sein könnten: ein diabolischer Gangster und ein biederer Lehrer, der von seinem Hass bis zum Äußersten getrieben wird.
23:40 rbb Der geteilte Himmel DDR 1964
Es gibt Filme, die viel anschaulicher und eingängiger als manch lange historische Abhandlung Auskunft über Geschichte, Auskunft über das Leben, das Denken und die Widersprüche von Menschen in vergangenen Jahren geben können. Konrad Wolfs Film "Der geteilte Himmel" - entstanden 1964 nach dem gleichnamigen Roman von Christa Wolf - gehört dazu, wenn es um die Geschichte der ehemaligen DDR, die Folgen der Teilung Deutschlands für die Menschenschicksale geht. Filmkritiker bewerten ihn heute als vielleicht wichtigsten Gegenwartsfilm jener Zeit. Der Film erzählt von der Liebe der Studentin Rita und des Wissenschaftlers Manfred vor dem Bau der Mauer in Berlin, er erzählt auch von den Auseinandersetzungen um Arbeitsnorm und Prämienschinderei in einem Betrieb und von der Treue zur Partei.
So 14. August
21:45 Das Erste Maria Wern, Kripo Gotland - Und die Götter schweigen S 2010
Eine mysteriöse Bluttat beunruhigt die Bewohner der schwedischen Insel Gotland. Alles deutet auf ein nordisches Opferritual hin, Ähnlichkeiten zu einem früheren Fall sind unverkennbar. Das Problem ist nur: Die damalige Täterin hat sich vor vielen Jahren das Leben genommen. Oder doch nicht? Weitere Leichen verstricken Kriminalinspektorin Maria Wern immer tiefer in den Fall, der bedrohlich an ihre Familie heranrückt. - Der Frauenkrimi bildet den Auftakt einer siebenteiligen Reihe um die schwedische Ermittlerin Maria Wern. Die Stoffe basieren auf einer Romanserie der Bestsellerautorin Anna Jansson, die 1958 auf Gotland geboren wurde und dort aufwuchs. Mit dem Schreiben begann die gelernte Krankenschwester, die kein Blut sehen kann, erst mit 40. Neben einigen Kinderbüchern veröffentlichte sie bislang sieben Romane über die toughe Kriminalinspektorin.
Mo 15. August
22:50 mdr Das Geisterhaus D, DK, P 1993
Nach Isabel Allende: Das lateinamerikanische Epos schildert eine emotionsgeladene Familiensaga um einen Aufsteiger aus ärmlichen Verhältnissen, dessen Geschichte in den 1920er Jahren beginnt und bis zum chilenischen Militärputsch in den 1970er Jahren reicht.
Di 16. August
00:30 WDR Die Mandela-Verschwörung GB 2009
"Die Mandela-Verschwörung" schildert den Weg Südafrikas in die Freiheit. William Hurt spielt die Hauptrolle in diesem bewegenden Politthriller mit Actionsequenzen nach Robert Harveys Sachbuch "The Fall of Apartheid".
Literatur im Radio
So 14. August
00:05 Deutschlandradio Kultur Doppelleben oder Gedenkt unserer mit Nachsicht. Ein Dialog über Gottfried Benn und Bertolt Brecht im Spiegel der Gegensätze | Von Jörg Magenau
Im Sommer 1956 starben mit Gottfried Benn und Bertolt Brecht kurz nacheinander zwei der bedeutendsten deutschen Dichter des 20. Jahrhunderts in Berlin. Aus zwei Szenen wird eine ganze Epoche kenntlich, in zwei Biografien spiegelt sich deutsche Geschichte. Aber es gibt schließlich nicht nur Gegensätze zwischen ihnen, sondern auch Gemeinsamkeiten: nicht zuletzt die, dass es im Dritten Reich für beide keinen Platz gab. Brechts Exil und Benns innere Emigration schafften eine doppelte Leere, die nach 1945 durch geteilte Verehrungsbereitschaft im geteilten Land ausgetrieben wurde. Was hätten sie sich zu sagen gehabt, wenn sie sich 1956 begegnet wären?
So 14. August
18:30 Deutschlandradio Kultur Nobodaddy's Kinder (1/3). Aus dem Leben eines Fauns | Von Arno Schmidt
Der Titel der Trilogie "Nobodaddy's Kinder" bezieht sich auf ein Gedicht von William Blake. Nobodaddy ist eine Formel für Gott. Der erste Teil der Trilogie, der Kurzroman "Aus dem Leben eines Fauns" entstand 1952/53. Der Protagonist Düring, ein kleiner Beamter in der Lüneburger Heide während der NS-Zeit, lebt in der inneren Emigration. Er verachtet die "Germanenköpfe", die lauthals alles nachbrüllen, was der Führer ihnen vormacht, aber er schweigt. In der Zeit von Februar 1939 bis September 1944 führt Düring ein Doppelleben: Ehe, Beruf, Familie und Politik werden nur pro forma wahrgenommen. Sein eigentliches Leben spielt sich in der Fantasie und der Lektüre ab. Der Wind, der Mond, die Heidelandschaft, die Romantiker bilden eine Gegenwelt, die vom Nationalsozialismus nicht erfasst werden kann.
Mo 15. August
21:33 Deutschlandradio Kultur Mit Blindheit geschlagen (2/2) | Nach dem Roman von Christian von Ditfurth
Der Tote in Stachelmanns Auto ist Wolf Griesbach. In den 80er-Jahren war Professor Griesbach Mitglied einer Fluchthilfe-Organisation, die Menschen aus der DDR in den Westen schleuste. Stachelmann muss beweisen, dass er mit dem Verbrechen nichts zu tun hat. Seine eigenen Ermittlungen führen ihn in die Vergangenheit, in die Zeit des Kalten Krieges.
Di 16. August
20:10 Deutschlandfunk Verschwinden | Von Friedemann Schulz
Was als eher flüchtiger Impuls beginnt, wird langsam zu einer fixen Idee - der Wunsch zu verschwinden, sich einfach in Luft aufzulösen. Dabei ist Zoller nicht unglücklich, hat wieder Arbeit gefunden und ist für die Wartung von Windkrafträdern zuständig. Den Job bekam er durch Vermittlung von Mischa, adelig und ein hohes Tier in der Umweltpartei. Seit 14 Jahren ist Zoller mit seiner Frau verheiratet, durchaus glücklich; er liebt sie auf eine Art mehr denn je, dennoch würde sie ihm nicht fehlen, sollte er tatsächlich einmal verschwinden. Aber gibt es nicht doch Gründe für dieses sanfte Unbehagen? Und ist Mischa mit seiner Dogge nicht ein wenig zu oft in Frau Zollers Praxis? Was meint Hans damit, wenn er sagt, er kenne diesen Wunsch, zu verschwinden, denn er sei selbst verschwunden...?
11.08.2011 18:29:47
(22297 Beiträge)
Literatur im Fernsehen
Do 18. August
00:20 arte Unschuld D 2005
"Unschuld" erzählt aus dem Leben von zehn sehr unterschiedlichen Menschen, deren Wege sich im nächtlichen Berlin kreuzen. Zehn ganz verschiedene Menschen, die aber doch eine Gemeinsamkeit haben: ihr Streben nach Geborgenheit und Glück. - Kai Hafenmeister schrieb das Drehbuch in Anlehnung an Arthur Schnitzlers Theaterstück "Der Reigen", das einen der größten Theaterskandale des 20. Jahrhunderts auslöste und natürlich schon von Max Ophüls kongenial auf die Leinwand übertragen worden war. Hafenmeister verlegte das Puzzlespiel aus dem "Fin de siècle" in das heutige Berlin und passte die Figuren aktuellen Gegebenheiten an. So wird Schnitzlers Figur des Grafen zum Bundestagsabgeordneten, der Dichter zum Musiker. Doch wie in der Vorlage wirken auch in "Unschuld" die Figuren weniger als Individuen, sondern vielmehr als Vertreter sozialer Gruppen.
So 21. August
21:45 Das Erste Maria Wern, Kripo Gotland - Totenwache S 2010
Das Verschwinden des wohlhabenden Anwalts Clarence Haag stellt Kriminalinspektorin Maria Wern vor ein Rätsel. Der Advokat erwirkte den Freispruch für einen zwielichtigen Pelzhändler und erhielt Drohbriefe militanter Tierschützer. Doch bald schon gerät Clarences Lebensgefährtin Rosmarie ins Fadenkreuz der Ermittlungen. Hat sie ihn etwa als vermisst gemeldet, um von sich selbst als Täterin abzulenken? - In diesem nordischen Krimi nach einem Roman von Anna Jansson löst Maria Wern einen höchst makaberen Fall. Eva Röse begeistert in der Titelrolle als etwas andere Inspektorin.
23:20 SWR Håkan Nessers Inspektor Barbarotti - Verachtung D 2011
Gunnar Barbarotti erhält ein anonymes Schreiben mit einer Morddrohung gegen eine ihm unbekannte Frau. Als diese kurz darauf tot aufgefunden wird, nimmt der Inspektor auf eigene Faust die Ermittlungen auf.
01:25 arte Verbrechen in Florenz
Als die Engländerin Magdalen Nabb 1975 in den Sommerferien nach Florenz reiste, gefiel es ihr dort so gut, dass sie blieb. Filmemacher Peter Goedel erzählt vom Leben und Arbeiten der englischen Krimiautorin in Florenz.
Di 23. August
23:30 hr Der Wolf - Dein bis in den Tod N, DK, D 2008
Dieser packend inszenierte Krimi-Thriller nach einem Roman von Gunnar Staalesen lebt von der virilen Darstellung des norwegischen Schauspielers Trond Espen Seim, der auf der Berlinale 2005 mit der Auszeichnung 'Shooting Star' geehrt wurde. Auf unnachahmliche Art verkörpert Seim einen 'Hard Boiled'-Ermittler im Stile eines Philip Marlowe, der seinen Kollegen von der Polizei stets einen Schritt voraus ist. Trotz der Verbrechen, in die er immer wieder auch persönlich verstrickt wird, mutiert der Ex-Sozialarbeiter nicht zum Zyniker. Dank dieser gebrochenen Figur schaffen die Varg-Veum Krimis eine sehr eigene Atmosphäre, die von den unverbrauchten Landschaftsbildern rund um die norwegische Hafenstadt Bergen eindrucksvoll untermauert wird.
00:35 Das Erste Weißer Oleander USA 2002
Wie kaum ein anderes Drama hat "Weißer Oleander" die Bezeichnung Frauenfilm verdient, geht es doch um einen weiblichen Teenager, der in der Auseinandersetzung mit den unterschiedlichsten Frauenfiguren zu seiner eigenen Identität findet und die herrschsüchtige Mutter überwindet. Vorlage ist der Bestseller von Janet Fitch, den Regisseur Peter Kosminsky in farbige Milieuzeichnungen und spannende Charaktere zu übersetzen weiß.
Mi 24. August
07:40 WDR Unordnung und frühes Leid BRD 1976
Deutschland im Jahr 1923: Inflation, hohe Arbeitslosigkeit und die Vorzeichen verhängnisvoller gesellschaftlicher Umwälzungen prägen die Nation. Der Münchner Geschichtsprofessor Abel Cornelius kommt mit dieser Entwicklung überhaupt nicht zurecht. Er findet Zuflucht in der übergroßen Liebe zu seiner jüngsten Tochter Lorchen. Doch auch diese Liebe scheint bedroht zu werden; und ausgerechnet von seinem schärfsten Kritiker, dem Studenten Max Hergesell. Heiternachdenklich zeichnet der Film von Franz Seitz das Leben einer großbürgerlichen Familie in einer unruhigen Zeit. Professor Cornelius, das ist Thomas Mann selbst; dessen Geschichte seine eigene. Die gelungene Literaturverfilmung profitiert von dem überragenden Spiel deutscher Leinwandstars wie Martin Held, Ruth Leuwerik und Christian Kohlund.
Literatur im Radio
Sa 20. August
20:05 Deutschlandfunk Der Doppelgänger | Von Fjodor M. Dostojewski
Goljadkin fühlt sich verraten und bedroht. Ein junger Amtskollege ist zum Assessor befördert worden und soll die Tochter seines früheren Gönners heiraten, in die sich Goljadkin verliebt hat. Er will das Blatt noch einmal wenden, lädt sich selbst zum Geburtstag der Angebeteten ein und wird unter Demütigungen vor die Tür gesetzt. In dieser Nacht begegnet ihm sein Doppelgänger. Zwischen beiden entspinnt sich ein grotesker Kampf, der Goljadkin bis in die Irrenanstalt treibt. "Ich bin nicht ich, sondern jemand ganz anderer, der mir verblüffend ähnlich ist."
So 21. August
14:05 Deutschlandradio Kultur Angstmän | Kinderhörspiel von Hartmut El Kurdi
Es ist aufregend, eine Nacht allein zu ein. Jennifer tut sofort, was sie nicht darf - mit Schuhen auf dem Bett hüpfen, heimlich Pizza bestellen, alle Fernsehprogramme durchzappen, und dann kommt doch die Angst. Jennifer bewaffnet sich, sieht überall nach - und da! Im Schrank sitzt schon einer - Angstmän, ein zerknautschter Superheld. Der größte Schisshase des Universums. Hat sich verflogen auf der Flucht vor Pöbelmän, dem gemeinsten Superhelden aller Galaxien. Und kaum haben Angstmän und Jennifer die ganze Wohnung verbarrikadiert, steht Pöbelmän schon vor ihnen. Er weiß genau, wo sich Angstmän am liebsten versteckt. Er lacht den Angstmän so gemein aus, dass Jennifer all ihren Mut zusammennimmt und sich gar nichts von Pöbelmän gefallen lässt.
So 21. August
18:30 Deutschlandradio Kultur Nobodaddys Kinder (2/3). Brand's Haide | Von Arno Schmidt
In dem 1951 entstandenen Prosatext "Brand's Haide" kehrt der Soldat Schmidt aus der Kriegsgefangenschaft nach Blakenhof in der Lüneburger Heide zurück. Er besitzt nur die Kleidung, die er am Leibe trägt und einige Bücher; liebevoll gedenkt er daher der Gaben der Engländer: einer Rasierklinge und einem Stück Seife. Er versucht sich einzurichten, konzentriert sich auf ein großes Projekt: die Biografie des romantischen Schriftstellers Fouqué, dessen Werk er vernachlässigt sieht. "Brand's Haide" ist der Name eines düsteren Waldreviers im Hohen Fläming, das der Knabe Fouqué oft durchqueren musste. Jetzt überträgt Schmidt den Namen auf die Wälder um Blakenhof. Der Heimkehrer Schmidt bekommt Unterkunft in einer Baracke, in der die Mädchen Lore und Grete hausen.
Di 23. August
20:10 Deutschlandfunk Meine Preise | Von Thomas Bernhard
Ob Bremer Literaturpreis, ob Staatspreis für Roman, ob Grillparzer-Preis, ob Georg-Büchner-Preis: Als Auslöser von Skandalen dienten sie dem Geehrten allemal. Auf die gesamte Menschheit schimpfend und über sich selbst den Kopf schüttelnd, entwirft Thomas Bernhard ein Selbstporträt des Autors als Preis- und Preisgeldempfänger. Die komödiantische Selbstdarstellung schließt mit dem Austritt aus der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Staunend, verfluchend, verlachend hadert Bernhard mit dem Kulturbetrieb und ganz speziell mit sich selbst. "Meine Preise" hat Thomas Bernhard zu Lebzeiten nicht publiziert. Es erschien posthum im Jahr 2008.
Do 18. August
00:20 arte Unschuld D 2005
"Unschuld" erzählt aus dem Leben von zehn sehr unterschiedlichen Menschen, deren Wege sich im nächtlichen Berlin kreuzen. Zehn ganz verschiedene Menschen, die aber doch eine Gemeinsamkeit haben: ihr Streben nach Geborgenheit und Glück. - Kai Hafenmeister schrieb das Drehbuch in Anlehnung an Arthur Schnitzlers Theaterstück "Der Reigen", das einen der größten Theaterskandale des 20. Jahrhunderts auslöste und natürlich schon von Max Ophüls kongenial auf die Leinwand übertragen worden war. Hafenmeister verlegte das Puzzlespiel aus dem "Fin de siècle" in das heutige Berlin und passte die Figuren aktuellen Gegebenheiten an. So wird Schnitzlers Figur des Grafen zum Bundestagsabgeordneten, der Dichter zum Musiker. Doch wie in der Vorlage wirken auch in "Unschuld" die Figuren weniger als Individuen, sondern vielmehr als Vertreter sozialer Gruppen.
So 21. August
21:45 Das Erste Maria Wern, Kripo Gotland - Totenwache S 2010
Das Verschwinden des wohlhabenden Anwalts Clarence Haag stellt Kriminalinspektorin Maria Wern vor ein Rätsel. Der Advokat erwirkte den Freispruch für einen zwielichtigen Pelzhändler und erhielt Drohbriefe militanter Tierschützer. Doch bald schon gerät Clarences Lebensgefährtin Rosmarie ins Fadenkreuz der Ermittlungen. Hat sie ihn etwa als vermisst gemeldet, um von sich selbst als Täterin abzulenken? - In diesem nordischen Krimi nach einem Roman von Anna Jansson löst Maria Wern einen höchst makaberen Fall. Eva Röse begeistert in der Titelrolle als etwas andere Inspektorin.
23:20 SWR Håkan Nessers Inspektor Barbarotti - Verachtung D 2011
Gunnar Barbarotti erhält ein anonymes Schreiben mit einer Morddrohung gegen eine ihm unbekannte Frau. Als diese kurz darauf tot aufgefunden wird, nimmt der Inspektor auf eigene Faust die Ermittlungen auf.
01:25 arte Verbrechen in Florenz
Als die Engländerin Magdalen Nabb 1975 in den Sommerferien nach Florenz reiste, gefiel es ihr dort so gut, dass sie blieb. Filmemacher Peter Goedel erzählt vom Leben und Arbeiten der englischen Krimiautorin in Florenz.
Di 23. August
23:30 hr Der Wolf - Dein bis in den Tod N, DK, D 2008
Dieser packend inszenierte Krimi-Thriller nach einem Roman von Gunnar Staalesen lebt von der virilen Darstellung des norwegischen Schauspielers Trond Espen Seim, der auf der Berlinale 2005 mit der Auszeichnung 'Shooting Star' geehrt wurde. Auf unnachahmliche Art verkörpert Seim einen 'Hard Boiled'-Ermittler im Stile eines Philip Marlowe, der seinen Kollegen von der Polizei stets einen Schritt voraus ist. Trotz der Verbrechen, in die er immer wieder auch persönlich verstrickt wird, mutiert der Ex-Sozialarbeiter nicht zum Zyniker. Dank dieser gebrochenen Figur schaffen die Varg-Veum Krimis eine sehr eigene Atmosphäre, die von den unverbrauchten Landschaftsbildern rund um die norwegische Hafenstadt Bergen eindrucksvoll untermauert wird.
00:35 Das Erste Weißer Oleander USA 2002
Wie kaum ein anderes Drama hat "Weißer Oleander" die Bezeichnung Frauenfilm verdient, geht es doch um einen weiblichen Teenager, der in der Auseinandersetzung mit den unterschiedlichsten Frauenfiguren zu seiner eigenen Identität findet und die herrschsüchtige Mutter überwindet. Vorlage ist der Bestseller von Janet Fitch, den Regisseur Peter Kosminsky in farbige Milieuzeichnungen und spannende Charaktere zu übersetzen weiß.
Mi 24. August
07:40 WDR Unordnung und frühes Leid BRD 1976
Deutschland im Jahr 1923: Inflation, hohe Arbeitslosigkeit und die Vorzeichen verhängnisvoller gesellschaftlicher Umwälzungen prägen die Nation. Der Münchner Geschichtsprofessor Abel Cornelius kommt mit dieser Entwicklung überhaupt nicht zurecht. Er findet Zuflucht in der übergroßen Liebe zu seiner jüngsten Tochter Lorchen. Doch auch diese Liebe scheint bedroht zu werden; und ausgerechnet von seinem schärfsten Kritiker, dem Studenten Max Hergesell. Heiternachdenklich zeichnet der Film von Franz Seitz das Leben einer großbürgerlichen Familie in einer unruhigen Zeit. Professor Cornelius, das ist Thomas Mann selbst; dessen Geschichte seine eigene. Die gelungene Literaturverfilmung profitiert von dem überragenden Spiel deutscher Leinwandstars wie Martin Held, Ruth Leuwerik und Christian Kohlund.
Literatur im Radio
Sa 20. August
20:05 Deutschlandfunk Der Doppelgänger | Von Fjodor M. Dostojewski
Goljadkin fühlt sich verraten und bedroht. Ein junger Amtskollege ist zum Assessor befördert worden und soll die Tochter seines früheren Gönners heiraten, in die sich Goljadkin verliebt hat. Er will das Blatt noch einmal wenden, lädt sich selbst zum Geburtstag der Angebeteten ein und wird unter Demütigungen vor die Tür gesetzt. In dieser Nacht begegnet ihm sein Doppelgänger. Zwischen beiden entspinnt sich ein grotesker Kampf, der Goljadkin bis in die Irrenanstalt treibt. "Ich bin nicht ich, sondern jemand ganz anderer, der mir verblüffend ähnlich ist."
So 21. August
14:05 Deutschlandradio Kultur Angstmän | Kinderhörspiel von Hartmut El Kurdi
Es ist aufregend, eine Nacht allein zu ein. Jennifer tut sofort, was sie nicht darf - mit Schuhen auf dem Bett hüpfen, heimlich Pizza bestellen, alle Fernsehprogramme durchzappen, und dann kommt doch die Angst. Jennifer bewaffnet sich, sieht überall nach - und da! Im Schrank sitzt schon einer - Angstmän, ein zerknautschter Superheld. Der größte Schisshase des Universums. Hat sich verflogen auf der Flucht vor Pöbelmän, dem gemeinsten Superhelden aller Galaxien. Und kaum haben Angstmän und Jennifer die ganze Wohnung verbarrikadiert, steht Pöbelmän schon vor ihnen. Er weiß genau, wo sich Angstmän am liebsten versteckt. Er lacht den Angstmän so gemein aus, dass Jennifer all ihren Mut zusammennimmt und sich gar nichts von Pöbelmän gefallen lässt.
So 21. August
18:30 Deutschlandradio Kultur Nobodaddys Kinder (2/3). Brand's Haide | Von Arno Schmidt
In dem 1951 entstandenen Prosatext "Brand's Haide" kehrt der Soldat Schmidt aus der Kriegsgefangenschaft nach Blakenhof in der Lüneburger Heide zurück. Er besitzt nur die Kleidung, die er am Leibe trägt und einige Bücher; liebevoll gedenkt er daher der Gaben der Engländer: einer Rasierklinge und einem Stück Seife. Er versucht sich einzurichten, konzentriert sich auf ein großes Projekt: die Biografie des romantischen Schriftstellers Fouqué, dessen Werk er vernachlässigt sieht. "Brand's Haide" ist der Name eines düsteren Waldreviers im Hohen Fläming, das der Knabe Fouqué oft durchqueren musste. Jetzt überträgt Schmidt den Namen auf die Wälder um Blakenhof. Der Heimkehrer Schmidt bekommt Unterkunft in einer Baracke, in der die Mädchen Lore und Grete hausen.
Di 23. August
20:10 Deutschlandfunk Meine Preise | Von Thomas Bernhard
Ob Bremer Literaturpreis, ob Staatspreis für Roman, ob Grillparzer-Preis, ob Georg-Büchner-Preis: Als Auslöser von Skandalen dienten sie dem Geehrten allemal. Auf die gesamte Menschheit schimpfend und über sich selbst den Kopf schüttelnd, entwirft Thomas Bernhard ein Selbstporträt des Autors als Preis- und Preisgeldempfänger. Die komödiantische Selbstdarstellung schließt mit dem Austritt aus der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Staunend, verfluchend, verlachend hadert Bernhard mit dem Kulturbetrieb und ganz speziell mit sich selbst. "Meine Preise" hat Thomas Bernhard zu Lebzeiten nicht publiziert. Es erschien posthum im Jahr 2008.
18.08.2011 21:05:02
Mitglied gelöscht
Sehr gut gefällt mir derzeit die Serie "Eine Detektivin für Botswana" immer donnerstags um 20:15 h auf Arte.
Nach den Mma-Ramotswe-Romanen von Alexander McCall Smith. Teilweise lustig, teilweise rührend und immer sehr warmherzig.
Nach den Mma-Ramotswe-Romanen von Alexander McCall Smith. Teilweise lustig, teilweise rührend und immer sehr warmherzig.
19.08.2011 18:22:18
Mitglied gelöscht
Ach, heipi hat ja auch schon darauf hingewiesen. Na, doppelt genäht hält bekanntlich besser.
19.08.2011 18:23:07
(22297 Beiträge)
Do 25. August
22:45 rbb Meines Vaters Land
Wibke Bruhns' schonungslose Auseinandersetzung mit der eigenen Familie und der jüngeren deutschen Geschichte. Bilddokumente einer deutschen Familie. Nicht Anklage, sondern der Versuch zu verstehen.
23:50 mdr Fröhlich lesen. Autoren zu Gast bei Susanne Fröhlich
Gäste und ihre Bücher: Prof. Dr. Gerald Hüther "Was wir sind und was wir sein könnten", Dr.Dr. Rainer Erlinger "Moral. Wie man richtig gut lebt"
23:55 BR Suchers Leidenschaften
Virginia Woolf
So 28. August
10:15 3sat Literatur im Foyer
Thea Dorn im Gespräch mit Cora Stephan und Heinrich Steinfest
18:15 Kika Das Dschungelbuch I, D, F 2009-2011
Basierend auf den Geschichten aus Rudyard Kiplings unsterblichem Klassiker erzählt die Serie "Das Dschungelbuch" Geschichten über Witz, Freundschaft, Mut und Loyalität mit dem Menschenjungen Mowgli und seinen Freunden im dichten indischen Dschungel.
21:45 Das Erste Maria Wern, Kripo Gotland - Schneeträume S 2011
In dieser packenden Verfilmung des gleichnamigen Romans von Anna Jansson jagt Maria Wern ein Phantom. Ihr Gespür für die besonderen Motive von Frauen führt die Ermittlerin einmal mehr zu einer unerwarteten Aufklärung. Eva Röse ist die Optimalbesetzung für diese sympathische Kriminalinspektorin, die diesmal ihr Privatleben neu sortieren muss.
23:35 Das Erste Druckfrisch. Neue Bücher mit Denis Scheck
Di 30. August
23:30 hr Der Wolf - Gefallene Engel N, DK, D 2008
Trond Espen Seim verkörpert in der skandinavischen Krimireihe einen Detekiv, der sich auch privat immer wieder in die Fälle verstrickt, die es zu lösen gilt. Seim ist wie geschaffen für die kantige Figur dieses Philip Marlowe des hohen Nordens. Wie die Romanvorlagen ist auch die aufwendige Adaption der Varg-Veum-Stoffe in Gunnar Staalesens Heimatstadt Bergen angesiedelt.
Literatur im Radio
Sa 27. August
20:05 Deutschlandfunk Aus dem Literarischen Colloquium Berlin | Lesung: Navid Kermani
"Gesprächspartner: Andreas Isenschmid und Egon Ammann; Moderation: Maike Albath
Mehr kann man sich nicht vornehmen: ein Buch über alles. So kündigt der Schriftsteller und Essayist Navid Kermani seinen neuen Roman mit dem Titel ""Dein Name"" an. Nach kürzeren erzählerischen Texten wie ""Das Buch der von Neil Young Getöteten"" (2002) und ""Kurzmitteilung"" (2007) ist dies mit über 1000 Seiten sein bisher umfangreichstes Buch. Erzählt wird das, was den Menschen ausmacht: Leben, Tod, Alltag, die Geschichte der Familie und Bruchstücke der Vergangenheit. Nicht nur von orientalischen Traditionen ist die Rede, sondern auch von elektrisierenden Lektüren wie Jean Paul und Hölderlin. "
So 28. August
18:30 Deutschlandradio Kultur Nobodaddy's Kinder (3/3) Schwarze Spiegel | Von Arno Schmidt
Schauplatz sind die Randgebiete der Lüneburger Heide. "Atombomben und Bakterien hatten ganze Arbeit geleistet." Der Erzähler hält sich für den einzigen Überlebenden, ist "der letzte Mensch" und bewegt sich fünf Jahre nach einem atomaren Krieg mit dem Fahrrad über zerbröckelte Straßen, in ständiger Angst, anderen Menschen zu begegnen. Das Experiment Mensch analysiert er als gescheitert: "Jahrtausendelang hatten sie sich gemüht: aber ohne Vernunft!" Arno Schmidt erschienen insbesondere die frühen 50er-Jahre wie eine Zwischenkriegszeit, ein kurzes Atemholen vor dem dritten Weltkrieg. Der als Niederschrift eines namenlosen Ich-Erzählers konzipierte utopische Prosatext "Schwarze Spiegel" datiert vom 1. Mai 1960 bis Ende August 1961. Publiziert wurde er im Jahr 1951.
Mo 29. August
21:33 Deutschlandradio Kultur It's Your Turn oder Zwölf ist nicht eine Minute vor und schon gar nicht 'ne Minute danach | Von Hugo Rendler
Eddi, 23, hat Stress. Gerade aus dem Jugendstrafvollzug entlassen, plant er schon das nächste krumme Ding: die Entführung der reichen Rentnerin Karla. Er versteckt sie im Keller seines Elternhauses. Irgendwie hatte Eddi sich das aber anders vorgestellt, die alte Dame ist nicht gerade pflegeleicht. Sie hat so ihre ganz eigenen Vorstellungen, wie sie auf dem Erpresservideo erscheinen möchte, das Eddi an Karlas einzigen noch lebenden Verwandten schicken will.
Di 30. August
20:05 Deutschlandfunk Der Fall Karassek | Von Holger Böhme
In ihrem Stadtviertel sind die Brüder Karassek schon seit jeher für Probleme bekannt. Karl, Anführer einer Gruppe von Neonazis, und Albert, schwächlich, krank, psychisch labil. Allabendlich trifft sich Karls Truppe zu Bier, Musik und markigen Parolen. Albert will ihn zum Guten bekehren. Doch eines Abends stürzt er aus dem Fenster. Ein Unfall? Mord? Die Polizei befragt Zeugen, Nachbarn, den Vater, Karls Freundin. Nur einem Zeugen schenkt sie lange keine Beachtung: Jochen. Der Architekt und Familienvater ist in diesem Milieu schließlich auch nicht zu vermuten. Doch hinter seiner bürgerlichen Fassade tut sich ein Abgrund auf.
25.08.2011 23:17:39
(22297 Beiträge)
Literatur im Fernsehen
Do 01. September
22:30 SWR Literatur im Foyer - extra
Felicitas von Lovenberg im Gespräch mit Thomas Gottschalk und Daniel Kehlmann
Sa 03. September
14:50 rbb Die Millionärin GB 1960
Basierend auf dem satirischen Bühnenstück des Nobelpreisträgers George Bernard Shaw hat Anthony Asquith mit 'Die Millionärin' eine pointierte Gesellschaftskomödie inszeniert. Sophia Loren glänzt als verwöhnte Millionärin, die erkennen muss, dass man Liebe nicht kaufen kann. In der männlichen Hauptrolle brilliert Peter Sellers als linkischer Inder.
19:00 Kika SimsalaGrimm D, F, IRL 1999-2010
Wer kennt sie nicht, die herrlichen Erzählungen von Königen, Prinzen und Bettlern, Riesen und Zwergen, Hexen und Drachen, guten und bösen Mächten. Seit Generationen verzaubern Märchen wie die der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm die Herzen unzähliger Kinder auf der ganzen Welt. Grimms Märchen sind nach der Bibel das meistverkaufte Buch der Welt. Sie wurden in 160 Sprachen übersetzt und weltweit über fünf Millionen Mal verkauft. Sie sind zugleich das meistgelesene und meistverbreitete Buch der deutschen Kulturgeschichte. Unter der Regie von Gerhard Hahn, ist mit "SimsalaGrimm" in den letzten Jahren eine Zeichentrickproduktion entstanden, die sich durch große Sorgfalt in der Konzeption und höchste handwerkliche Qualität auszeichnet. Neue Gesichter machen sich im Märchenwald breit: In "SimsalaGrimm" treffen der Froschkönig, das Tapfere Schneiderlein, der Gestiefelte Kater & Co. auf neue Freunde: Yoyo und Doc Croc. Zwei lustige Helden, die sich in der Rahmenhandlung tummeln und dort für allerlei Aufregung sorgen. "SimsalaGrimm" eröffnet eine bekannte und doch eine ganz neue Märchenwelt für Alt und Jung.
00:45 Das Erste Der Spitzel - 50 Dead Men Walking GB, CAN 2008
Kari Skoglands Film basiert auf der Autobiographie "Fifty Dead Men Walking" des Ex-IRA-Aktivisten Martin McGartland, der sich bis heute vor der Rache der IRA versteckt halten muss. Die Regisseurin nimmt den Zuschauer mit auf eine beklemmend realistische Zeitreise: Vermummte Polizisten an Straßensperren, Propagandasprüche an Backsteinwänden und die Trennmauern zwischen den Häusern erinnern an Nachrichtenbilder aus den 80er Jahren. Die Genauigkeit, mit der die Konflikte zwischen Loyalität und Entscheidungsnot herausgearbeitet werden, schafft eine perfekte Balance zwischen spannendem Agententhriller und realistisch beobachtendem Sozialdrama.
So 04. September
06:45 3sat Tele-Akademie: Wie viel ist der Mensch wert? Die Antworten der Literatur
Im Vortrag aus der Reihe "Tele-Akademie" fragt Professor Dr. Jürgen Wertheimer: "Wie viel ist ein Mensch wert?" Wertheimer lehrt Komparatistik und Neuere Deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Tübingen. Er ist Mitherausgeber der Zeitschrift "arcadia" und Mitinitiator des Kooperationsprojekts "Werte Welten" in Tübingen
10:45 3sat Literaturclub
"Die Geister, die ich rief ..." Mit dem Gast Sven Regener
Mo 05. September
11:30 arte Die großen Dramatiker: Sophokles
Sophokles gilt zu Recht als der Protagonist des Dramas zu Beginn des europäischen Theaters. Eine Tragödie der Sonderklasse. Das weiß auch Frankreichs ehemaliger Kulturminister Jack Lang, der eines besonders an diesem Dichter schätzt: Er war Dichter und Demokrat. "Wenn ich Sophokles zur Wahl empfehle, dann deshalb, weil Sophokles vor allem eine gewisse Form der Menschlichkeit verkörpert", sagt Jack Lang. Er begibt sich in der heutigen Sendung auf die Spuren dieses herausragenden Dramatikers der Antike.
22:50 arte Jekyll und Hyde
Die weltberühmte Schauergeschichte "Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde" hat der schottische Schriftsteller Robert Louis Stevenson buchstäblich erträumt. Er hat mit ihr den Nerv der Zeit getroffen. Denn nur in wenigen Tagen im Oktober 1885 geschrieben, wurde seine Erzählung zum Bestseller. Zunächst gibt es nur Dr. Henry Jekyll, Arzt im viktorianischen London, der die Doppelnatur des Menschen ergründen will. Mit Hilfe eines Elixiers gelingt es ihm, die böse Seite seines Wesens abzuspalten. Unter dem Namen Edward Hyde, verübt dieser Doppelgänger Böses. Von der Geschichte waren auch Thomas Mann und Vladimir Nabokov fasziniert und schrieben darüber. Und bis heute dient sie als Inspirationsquelle für unzählige Bearbeitungen. Das Namenspaar Jekyll und Hyde ist zu einem Mythos geworden - vor allem durch das Kino.
23:30 SWR Handbuch der Liebe I 2005
In einem Tonstudio liest eine junge Frau Kapitel aus dem Buch "Handbuch der Liebe" vor, einem Bestseller-Ratgeber, der als Hörbuch herausgebracht werden soll. Währenddessen ereignen sich zahlreiche Geschichten.
Di 06. September
23:15 3sat Mein Leben: Roberto Saviano
3sat zeigt mit "Mein Leben: Roberto Saviano" ein bewegendes Porträt des 30-jährigen Neapolitaners, der sein Leben aufs Spiel setzt, um den Süden Italiens von der Mafiageißel zu befreien. "Ach, in Wahrheit ... es ist kein Leben ... mein Leben existiert nicht. Ich lebe mit einer Eskorte von fünf Männern und zwei gepanzerten Autos." Der italienische Journalist und Autor Roberto Saviano veröffentlichte 2006 das Buch "Gomorrha". Es wurde ein Bestseller und 2008 mit großem Erfolg verfilmt. Aber seit dieser Zeit gleicht sein persönliches Leben einem Gefängnis.
00:00 ndr Bücherjournal
(Themen standen zu Redaktionsschluss noch nicht fest)
Mi 07. September
14:15 SWR Hengstparade D 2005
Im Auftrag ihrer frisch verliebten Tochter Karin reist die Journalistin Hella auf einen eleganten Reiterhof, wo sie ein Auge auf Karins neuen Freund, den attraktiven Frauentyp Harry haben soll. Mit Christiane Hörbiger, Michael Mendl, Eva Herzig. Nach dem Buch von Gaby Hauptmann.
Literatur im Radio
Sa 03. September
20:05 Deutschlandfunk Das Drama auf der Jagd | Von Anton Tschechow
Ein Untersuchungsrichter erscheint in einer Zeitungsredaktion und bringt ein Manuskript. Das Sujet: Liebe und Mord; Ort der Handlung: ein heruntergekommenes russisches Gut; die Protagonisten: ein attraktiver Untersuchungsrichter, ein verlotterter Graf, ein verwitweter Verwalter sowie eine aufstrebende junge Förstertochter. "Für mich bleibt Tschechov unerreicht: Er schrieb Komödien der Verzweiflung über das Leiden und die Sehnsüchte der Menschen." (Woody Allen)
So 04. September
09:30 Deutschlandfunk Dichtung und Alter (1/2): 1. Verwandlungen | Von Judith Klein
Die dichterischen Darstellungen des hohen Alters lassen - bei aller Vielfalt - eine einzigartige Grundhaltung erkennen: das Bedürfnis und die Fähigkeit moderner Dichter, in den Hochbetagten sich selbst zu entdecken. Die Gedichte und Erzählungen von W.H. Auden, Werner Bergengruen, Albert Camus, Ludwig Hohl, die literarischen Berichte von Hélène Cixous, Milena Michiko Flasar oder Tilman Jens und vieler anderer bezeugen diese Empathie, die im Schreibprozess bestärkt wird.
Di 06. August
20:10 Deutschlandfunk Hörspiel des Monats: Die Blüte des nackten Körpers. Musikalisches Spiel nach Liebeslyrik aus dem Alten Ägypten | Von Raoul Schrott
Die erste Liebeslyrik der Weltliteratur entstand in der Zeit des ägyptischen Pharaos Ramses des Großen (um 1303 - 1213 v. Chr.). Geachtet, aber hermetisch und fremd wirkt diese Dichtung in den philologischen Übersetzungen. Raoul Schrotts Nachdichtung und neue Textzusammenstellung hingegen holt die Szenen der Liebessehnsucht und des Liebeswerbens direkt ins Heute. Das Komponisten- und Hörspielmachertrio Kretzschmar/ Milliken/Wiesner (HCD), aus der Neuen Musik kommend, transponiert die Verse in moderne musikalische Spielformen, ohne dabei die historische Differenz zu leugnen. "... Text und Musik reagieren präzise aufeinander, mitunter weitet sich die Rezitation zum szenischen Panorama, aufs Ganze des Hörspiels gesehen, ergibt sich ein schönes Wechselspiel aus poetischer Kontemplation und Ekstase." (aus der Begründung der Jury)
Mi 07. August
21:33 Deutschlandradio Kultur Septembergewitter (1/2) | Von Friedo Lampe
Wie idyllisch dort unten die Stadt in der Sonne des Spätsommertags liegt: Bremen, am Vorabend des Ersten Weltkriegs. Die Kreuze und Grabsteine des Friedhofs als winziges Muster. Wie schön, findet Mary, die mit ihrem Vater in einem Fesselballon auf dem Weg nach England ist. "Das sieht nur von oben so aus." Das frisch geschaufelte Grab ist von oben nicht zu sehen. Ein ungeklärter Mord hat die Bürger aus der trägen Caféstimmung gerissen. Dumpf brütet die Stadt vor sich hin. Am Himmel braut sich ein Gewitter zusammen.
Do 01. September
22:30 SWR Literatur im Foyer - extra
Felicitas von Lovenberg im Gespräch mit Thomas Gottschalk und Daniel Kehlmann
Sa 03. September
14:50 rbb Die Millionärin GB 1960
Basierend auf dem satirischen Bühnenstück des Nobelpreisträgers George Bernard Shaw hat Anthony Asquith mit 'Die Millionärin' eine pointierte Gesellschaftskomödie inszeniert. Sophia Loren glänzt als verwöhnte Millionärin, die erkennen muss, dass man Liebe nicht kaufen kann. In der männlichen Hauptrolle brilliert Peter Sellers als linkischer Inder.
19:00 Kika SimsalaGrimm D, F, IRL 1999-2010
Wer kennt sie nicht, die herrlichen Erzählungen von Königen, Prinzen und Bettlern, Riesen und Zwergen, Hexen und Drachen, guten und bösen Mächten. Seit Generationen verzaubern Märchen wie die der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm die Herzen unzähliger Kinder auf der ganzen Welt. Grimms Märchen sind nach der Bibel das meistverkaufte Buch der Welt. Sie wurden in 160 Sprachen übersetzt und weltweit über fünf Millionen Mal verkauft. Sie sind zugleich das meistgelesene und meistverbreitete Buch der deutschen Kulturgeschichte. Unter der Regie von Gerhard Hahn, ist mit "SimsalaGrimm" in den letzten Jahren eine Zeichentrickproduktion entstanden, die sich durch große Sorgfalt in der Konzeption und höchste handwerkliche Qualität auszeichnet. Neue Gesichter machen sich im Märchenwald breit: In "SimsalaGrimm" treffen der Froschkönig, das Tapfere Schneiderlein, der Gestiefelte Kater & Co. auf neue Freunde: Yoyo und Doc Croc. Zwei lustige Helden, die sich in der Rahmenhandlung tummeln und dort für allerlei Aufregung sorgen. "SimsalaGrimm" eröffnet eine bekannte und doch eine ganz neue Märchenwelt für Alt und Jung.
00:45 Das Erste Der Spitzel - 50 Dead Men Walking GB, CAN 2008
Kari Skoglands Film basiert auf der Autobiographie "Fifty Dead Men Walking" des Ex-IRA-Aktivisten Martin McGartland, der sich bis heute vor der Rache der IRA versteckt halten muss. Die Regisseurin nimmt den Zuschauer mit auf eine beklemmend realistische Zeitreise: Vermummte Polizisten an Straßensperren, Propagandasprüche an Backsteinwänden und die Trennmauern zwischen den Häusern erinnern an Nachrichtenbilder aus den 80er Jahren. Die Genauigkeit, mit der die Konflikte zwischen Loyalität und Entscheidungsnot herausgearbeitet werden, schafft eine perfekte Balance zwischen spannendem Agententhriller und realistisch beobachtendem Sozialdrama.
So 04. September
06:45 3sat Tele-Akademie: Wie viel ist der Mensch wert? Die Antworten der Literatur
Im Vortrag aus der Reihe "Tele-Akademie" fragt Professor Dr. Jürgen Wertheimer: "Wie viel ist ein Mensch wert?" Wertheimer lehrt Komparatistik und Neuere Deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Tübingen. Er ist Mitherausgeber der Zeitschrift "arcadia" und Mitinitiator des Kooperationsprojekts "Werte Welten" in Tübingen
10:45 3sat Literaturclub
"Die Geister, die ich rief ..." Mit dem Gast Sven Regener
Mo 05. September
11:30 arte Die großen Dramatiker: Sophokles
Sophokles gilt zu Recht als der Protagonist des Dramas zu Beginn des europäischen Theaters. Eine Tragödie der Sonderklasse. Das weiß auch Frankreichs ehemaliger Kulturminister Jack Lang, der eines besonders an diesem Dichter schätzt: Er war Dichter und Demokrat. "Wenn ich Sophokles zur Wahl empfehle, dann deshalb, weil Sophokles vor allem eine gewisse Form der Menschlichkeit verkörpert", sagt Jack Lang. Er begibt sich in der heutigen Sendung auf die Spuren dieses herausragenden Dramatikers der Antike.
22:50 arte Jekyll und Hyde
Die weltberühmte Schauergeschichte "Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde" hat der schottische Schriftsteller Robert Louis Stevenson buchstäblich erträumt. Er hat mit ihr den Nerv der Zeit getroffen. Denn nur in wenigen Tagen im Oktober 1885 geschrieben, wurde seine Erzählung zum Bestseller. Zunächst gibt es nur Dr. Henry Jekyll, Arzt im viktorianischen London, der die Doppelnatur des Menschen ergründen will. Mit Hilfe eines Elixiers gelingt es ihm, die böse Seite seines Wesens abzuspalten. Unter dem Namen Edward Hyde, verübt dieser Doppelgänger Böses. Von der Geschichte waren auch Thomas Mann und Vladimir Nabokov fasziniert und schrieben darüber. Und bis heute dient sie als Inspirationsquelle für unzählige Bearbeitungen. Das Namenspaar Jekyll und Hyde ist zu einem Mythos geworden - vor allem durch das Kino.
23:30 SWR Handbuch der Liebe I 2005
In einem Tonstudio liest eine junge Frau Kapitel aus dem Buch "Handbuch der Liebe" vor, einem Bestseller-Ratgeber, der als Hörbuch herausgebracht werden soll. Währenddessen ereignen sich zahlreiche Geschichten.
Di 06. September
23:15 3sat Mein Leben: Roberto Saviano
3sat zeigt mit "Mein Leben: Roberto Saviano" ein bewegendes Porträt des 30-jährigen Neapolitaners, der sein Leben aufs Spiel setzt, um den Süden Italiens von der Mafiageißel zu befreien. "Ach, in Wahrheit ... es ist kein Leben ... mein Leben existiert nicht. Ich lebe mit einer Eskorte von fünf Männern und zwei gepanzerten Autos." Der italienische Journalist und Autor Roberto Saviano veröffentlichte 2006 das Buch "Gomorrha". Es wurde ein Bestseller und 2008 mit großem Erfolg verfilmt. Aber seit dieser Zeit gleicht sein persönliches Leben einem Gefängnis.
00:00 ndr Bücherjournal
(Themen standen zu Redaktionsschluss noch nicht fest)
Mi 07. September
14:15 SWR Hengstparade D 2005
Im Auftrag ihrer frisch verliebten Tochter Karin reist die Journalistin Hella auf einen eleganten Reiterhof, wo sie ein Auge auf Karins neuen Freund, den attraktiven Frauentyp Harry haben soll. Mit Christiane Hörbiger, Michael Mendl, Eva Herzig. Nach dem Buch von Gaby Hauptmann.
Literatur im Radio
Sa 03. September
20:05 Deutschlandfunk Das Drama auf der Jagd | Von Anton Tschechow
Ein Untersuchungsrichter erscheint in einer Zeitungsredaktion und bringt ein Manuskript. Das Sujet: Liebe und Mord; Ort der Handlung: ein heruntergekommenes russisches Gut; die Protagonisten: ein attraktiver Untersuchungsrichter, ein verlotterter Graf, ein verwitweter Verwalter sowie eine aufstrebende junge Förstertochter. "Für mich bleibt Tschechov unerreicht: Er schrieb Komödien der Verzweiflung über das Leiden und die Sehnsüchte der Menschen." (Woody Allen)
So 04. September
09:30 Deutschlandfunk Dichtung und Alter (1/2): 1. Verwandlungen | Von Judith Klein
Die dichterischen Darstellungen des hohen Alters lassen - bei aller Vielfalt - eine einzigartige Grundhaltung erkennen: das Bedürfnis und die Fähigkeit moderner Dichter, in den Hochbetagten sich selbst zu entdecken. Die Gedichte und Erzählungen von W.H. Auden, Werner Bergengruen, Albert Camus, Ludwig Hohl, die literarischen Berichte von Hélène Cixous, Milena Michiko Flasar oder Tilman Jens und vieler anderer bezeugen diese Empathie, die im Schreibprozess bestärkt wird.
Di 06. August
20:10 Deutschlandfunk Hörspiel des Monats: Die Blüte des nackten Körpers. Musikalisches Spiel nach Liebeslyrik aus dem Alten Ägypten | Von Raoul Schrott
Die erste Liebeslyrik der Weltliteratur entstand in der Zeit des ägyptischen Pharaos Ramses des Großen (um 1303 - 1213 v. Chr.). Geachtet, aber hermetisch und fremd wirkt diese Dichtung in den philologischen Übersetzungen. Raoul Schrotts Nachdichtung und neue Textzusammenstellung hingegen holt die Szenen der Liebessehnsucht und des Liebeswerbens direkt ins Heute. Das Komponisten- und Hörspielmachertrio Kretzschmar/ Milliken/Wiesner (HCD), aus der Neuen Musik kommend, transponiert die Verse in moderne musikalische Spielformen, ohne dabei die historische Differenz zu leugnen. "... Text und Musik reagieren präzise aufeinander, mitunter weitet sich die Rezitation zum szenischen Panorama, aufs Ganze des Hörspiels gesehen, ergibt sich ein schönes Wechselspiel aus poetischer Kontemplation und Ekstase." (aus der Begründung der Jury)
Mi 07. August
21:33 Deutschlandradio Kultur Septembergewitter (1/2) | Von Friedo Lampe
Wie idyllisch dort unten die Stadt in der Sonne des Spätsommertags liegt: Bremen, am Vorabend des Ersten Weltkriegs. Die Kreuze und Grabsteine des Friedhofs als winziges Muster. Wie schön, findet Mary, die mit ihrem Vater in einem Fesselballon auf dem Weg nach England ist. "Das sieht nur von oben so aus." Das frisch geschaufelte Grab ist von oben nicht zu sehen. Ein ungeklärter Mord hat die Bürger aus der trägen Caféstimmung gerissen. Dumpf brütet die Stadt vor sich hin. Am Himmel braut sich ein Gewitter zusammen.
01.09.2011 08:43:08
(22297 Beiträge)
Do 08. September
14:45 arte Einsteins große Idee F, GB 2005
Anhand der Lebensgeschichte von vier legendären Wissenschaftlern, Michael Faraday, Humphry Davy, Antoine Lavoisier und Emilie du Châtelet, erzählt das außergewöhnliche Doku-Drama 250 Jahre Wissenschaftsgeschichte. - Das Drehbuch des Films basiert auf dem Bestseller "Bis Einstein kam" von David Bodanis.
Sa 10. September
12:03 Das Erste Das fliegende Klassenzimmer BRD 1973
"Das fliegende Klassenzimmer" wurde schon mehrfach für das Kino adaptiert; diese sorgfältige Verfilmung von 1973 entstand in Bamberg. Erich Kästner (1899 - 1974) gehört zu den meistgelesenen Kinder- und Jugendbuchautoren, obwohl sein umfangreiches Werk sich keineswegs auf Literatur für junge Menschen beschränkt.
So 11. September
22:15 arte Kings and Queens of New York USA, F 2011
New York City: die Stadt, die niemals schläft. Hier begegnen sich Elite und Underground, Künstler und Finanzmogule, alteingesessene amerikanische Familien und Einwanderer. 170 Sprachen werden hier gesprochen, fast alle Nationalitäten sind vertreten, mehr als ein Drittel der New Yorker wurde im Ausland geboren. Wie soll man in diesem geschäftigen Ameisenhaufen seinen Weg finden? Der Dokumentarfilm begibt sich auf die Spuren der ungekrönten Könige und Königinnen New Yorks: charakteristische Persönlichkeiten, die Einblicke in ihre Kunst, Mode, Literatur, Architektur oder Musik gewähren. Der Schriftsteller Gary Shteyngart porträtiert seine Wahlheimat mit dem ironischen Blick eines russischen Einwanderers, Adam Gopnik, Schriftsteller und Mitarbeiter des herausragenden "New Yorker", führt durch die exklusiven Partys der New Yorker Literaturszene.
Mo 12. September
11:25 arte Die großen Dramatiker: Shakespeare
William Shakespeare ist der meistgespielte Dramatiker der Welt - daran können selbst Goethe-, Molière- und Tschechow-Fans nicht zweifeln. Und was er geschrieben hat, ist immer aktuell, weil seine Menschen so zeitlos sind wie die Probleme, die sie peinigen; die Begehren, die sie leben, und die Lieben, die sie beglücken oder vernichten. Für Marianne Faithfull, die ihr Publikum nicht nur als Sängerin, sondern auch als Ophelia in einer Hamlet-Verfilmung verzauberte, ist Shakespeare zweifelsohne der herausragendste europäische Dramatiker.
22:15 arte Romain Gary - Welch ein Leben!
Im Dezember 2010 jährte sich zum 30. Mal der Todestag von Romain Gary (1914-1980). Der Autor von "Du hast das Leben noch vor dir" und Erfinder des fiktiven Schriftstellers Émile Ajar nahm sich am 2. Dezember 1980 das Leben. Fünf Jahre zuvor, am 17. November 1975, wurde sein Alter Ego für "Du hast das Leben noch vor dir" mit dem Goncourt-Preis ausgezeichnet.
23:25 BR LeseZeichen
(Themen standen zu Redaktionsschluss noch nicht fest)
Di 13. September
00:20 Das Erste Buddenbrooks BRD 1959
Für die "Buddenbrooks", einen Klassiker der deutschen Literatur, erhielt Thomas Mann den Nobelpreis. Die Verfilmung des Niedergangs der Lübecker Kaufmannsfamilie wurde von Regisseur Alfred Weidenmann inszeniert. Manns Tochter Erika arbeitete mit am Drehbuch der fesselnden Familiensaga, die glänzend besetzt ist mit Liselotte Pulver, Nadja Tiller, Hansjörg Felmy, Lil Dagover, Walter Sedlmayr sowie einer ganzen Reihe weiterer Stars des deutschen Nachkriegskinos.
Literatur im Radio
Sa 10. September
20:05 Deutschlandfunk Mörder | Von Agnieszka Lessmann
Polen 1968: Unter dem Druck einer antisemitischen Kampagne der regierenden Kommunistischen Partei müssen 20000 Juden ihre Heimat verlassen, darunter auch Überlebende des Holocaust wie der Vater der kleinen Aga. Sie zieht mit ihren Eltern über Israel nach Deutschland in ein Haus der jüdischen Gemeinde, ein Haus voller nicht erzählter Geschichten. Aga zieht - so hat sie es aufgeschnappt - in das "Land der Mörder". Aber wo sind die Mörder? Der "Kommissar" Erik Ode, den sie im Fernsehen kennenlernt, hilft ihr bei der Suche. Ein Hörspiel über das Schweigen und über die Neugier und Fantasie eines sechsjährigen Kindes, das die Bundesrepublik der Brandt-Ära aus dieser ganz eigenen Perspektive erlebt. Ein Hörspiel frei nach tatsächlichen Ereignissen.
Mo 12. September
21:33 Deutschlandradio Kultur Angst im Bauch | Nach dem Roman von Léo Malet
Der kleine Gauner und Trickdieb Paulot wird von Albträumen geplagt. Als er eines Tages die junge Jeanne kennenlernt, wird sie schnell seine Geliebte. Da taucht ein ehemaliger Freund von Jeanne auf, Boss einer Bande, die ohne Blutvergießen große Banküberfälle verübt. Paulot wird Mitglied und macht bei den Raubzügen mit. Als Jeanne ihn für ein anderes Bandenmitglied verlässt, er dann noch bei einem Überfall erkannt und erpresst wird, gehen ihm die Nerven durch. Sein Albtraum wird plötzlich Realität.
Di 13. September
20:10 Deutschlandfunk Mordshunger - Bekenntnisse eines Restaurantkritikers | Von Tom Peuckert
Ein Restaurant weit oben im Hochgebirge. Seit Tagen fällt Schnee. Trotzdem ist der berühmte Restaurantkritiker der Einladung seines Lieblingskochs gefolgt. Der Koch hat versprochen, ihn auf einen neuen, bisher unerreichten Gipfel des Genusses zu führen. Aber der Aufstieg nimmt eine überraschende Wendung. Der höchste Genuss wird für den Kritiker auch der letzte sein. "Mordshunger" ist eine Parabel auf die kapitalistischen Leitmotive der Steigerung, Entfesselung und Überschreitung. Ein Lehrstück über die Dialektik des Genießens. Eine Satire auf den Genuss in Deutschland.
Mi 14. September
21:33 Deutschlandradio Kultur Septembergewitter (2/2) | Von Friedo Lampe
"Und das Gewitter rauschte über die Stadt dahin, und die Blumen lagen zerquetscht an der Erde." Leutnant Charisius, der Geliebte der ermordeten Lehrerin, lässt seine Kompanie marschieren. Der Mond steigt rot und rund über die Dächer, und Dichter Runge wartet auf den Organisten, der vorbeikommen wollte, um ihn mit seiner schönen Kunst zu unterhalten. Lampe porträtiert in seinem Roman ungeduldige, gedrängte Menschen - ein beunruhigtes Leben in einem Zwischenzustand. Stefan Zweig nannte es das "Goldene Zeitalter des Stillstandes: Das Eine geht nicht mehr, das Neue ist noch nicht da."
14:45 arte Einsteins große Idee F, GB 2005
Anhand der Lebensgeschichte von vier legendären Wissenschaftlern, Michael Faraday, Humphry Davy, Antoine Lavoisier und Emilie du Châtelet, erzählt das außergewöhnliche Doku-Drama 250 Jahre Wissenschaftsgeschichte. - Das Drehbuch des Films basiert auf dem Bestseller "Bis Einstein kam" von David Bodanis.
Sa 10. September
12:03 Das Erste Das fliegende Klassenzimmer BRD 1973
"Das fliegende Klassenzimmer" wurde schon mehrfach für das Kino adaptiert; diese sorgfältige Verfilmung von 1973 entstand in Bamberg. Erich Kästner (1899 - 1974) gehört zu den meistgelesenen Kinder- und Jugendbuchautoren, obwohl sein umfangreiches Werk sich keineswegs auf Literatur für junge Menschen beschränkt.
So 11. September
22:15 arte Kings and Queens of New York USA, F 2011
New York City: die Stadt, die niemals schläft. Hier begegnen sich Elite und Underground, Künstler und Finanzmogule, alteingesessene amerikanische Familien und Einwanderer. 170 Sprachen werden hier gesprochen, fast alle Nationalitäten sind vertreten, mehr als ein Drittel der New Yorker wurde im Ausland geboren. Wie soll man in diesem geschäftigen Ameisenhaufen seinen Weg finden? Der Dokumentarfilm begibt sich auf die Spuren der ungekrönten Könige und Königinnen New Yorks: charakteristische Persönlichkeiten, die Einblicke in ihre Kunst, Mode, Literatur, Architektur oder Musik gewähren. Der Schriftsteller Gary Shteyngart porträtiert seine Wahlheimat mit dem ironischen Blick eines russischen Einwanderers, Adam Gopnik, Schriftsteller und Mitarbeiter des herausragenden "New Yorker", führt durch die exklusiven Partys der New Yorker Literaturszene.
Mo 12. September
11:25 arte Die großen Dramatiker: Shakespeare
William Shakespeare ist der meistgespielte Dramatiker der Welt - daran können selbst Goethe-, Molière- und Tschechow-Fans nicht zweifeln. Und was er geschrieben hat, ist immer aktuell, weil seine Menschen so zeitlos sind wie die Probleme, die sie peinigen; die Begehren, die sie leben, und die Lieben, die sie beglücken oder vernichten. Für Marianne Faithfull, die ihr Publikum nicht nur als Sängerin, sondern auch als Ophelia in einer Hamlet-Verfilmung verzauberte, ist Shakespeare zweifelsohne der herausragendste europäische Dramatiker.
22:15 arte Romain Gary - Welch ein Leben!
Im Dezember 2010 jährte sich zum 30. Mal der Todestag von Romain Gary (1914-1980). Der Autor von "Du hast das Leben noch vor dir" und Erfinder des fiktiven Schriftstellers Émile Ajar nahm sich am 2. Dezember 1980 das Leben. Fünf Jahre zuvor, am 17. November 1975, wurde sein Alter Ego für "Du hast das Leben noch vor dir" mit dem Goncourt-Preis ausgezeichnet.
23:25 BR LeseZeichen
(Themen standen zu Redaktionsschluss noch nicht fest)
Di 13. September
00:20 Das Erste Buddenbrooks BRD 1959
Für die "Buddenbrooks", einen Klassiker der deutschen Literatur, erhielt Thomas Mann den Nobelpreis. Die Verfilmung des Niedergangs der Lübecker Kaufmannsfamilie wurde von Regisseur Alfred Weidenmann inszeniert. Manns Tochter Erika arbeitete mit am Drehbuch der fesselnden Familiensaga, die glänzend besetzt ist mit Liselotte Pulver, Nadja Tiller, Hansjörg Felmy, Lil Dagover, Walter Sedlmayr sowie einer ganzen Reihe weiterer Stars des deutschen Nachkriegskinos.
Literatur im Radio
Sa 10. September
20:05 Deutschlandfunk Mörder | Von Agnieszka Lessmann
Polen 1968: Unter dem Druck einer antisemitischen Kampagne der regierenden Kommunistischen Partei müssen 20000 Juden ihre Heimat verlassen, darunter auch Überlebende des Holocaust wie der Vater der kleinen Aga. Sie zieht mit ihren Eltern über Israel nach Deutschland in ein Haus der jüdischen Gemeinde, ein Haus voller nicht erzählter Geschichten. Aga zieht - so hat sie es aufgeschnappt - in das "Land der Mörder". Aber wo sind die Mörder? Der "Kommissar" Erik Ode, den sie im Fernsehen kennenlernt, hilft ihr bei der Suche. Ein Hörspiel über das Schweigen und über die Neugier und Fantasie eines sechsjährigen Kindes, das die Bundesrepublik der Brandt-Ära aus dieser ganz eigenen Perspektive erlebt. Ein Hörspiel frei nach tatsächlichen Ereignissen.
Mo 12. September
21:33 Deutschlandradio Kultur Angst im Bauch | Nach dem Roman von Léo Malet
Der kleine Gauner und Trickdieb Paulot wird von Albträumen geplagt. Als er eines Tages die junge Jeanne kennenlernt, wird sie schnell seine Geliebte. Da taucht ein ehemaliger Freund von Jeanne auf, Boss einer Bande, die ohne Blutvergießen große Banküberfälle verübt. Paulot wird Mitglied und macht bei den Raubzügen mit. Als Jeanne ihn für ein anderes Bandenmitglied verlässt, er dann noch bei einem Überfall erkannt und erpresst wird, gehen ihm die Nerven durch. Sein Albtraum wird plötzlich Realität.
Di 13. September
20:10 Deutschlandfunk Mordshunger - Bekenntnisse eines Restaurantkritikers | Von Tom Peuckert
Ein Restaurant weit oben im Hochgebirge. Seit Tagen fällt Schnee. Trotzdem ist der berühmte Restaurantkritiker der Einladung seines Lieblingskochs gefolgt. Der Koch hat versprochen, ihn auf einen neuen, bisher unerreichten Gipfel des Genusses zu führen. Aber der Aufstieg nimmt eine überraschende Wendung. Der höchste Genuss wird für den Kritiker auch der letzte sein. "Mordshunger" ist eine Parabel auf die kapitalistischen Leitmotive der Steigerung, Entfesselung und Überschreitung. Ein Lehrstück über die Dialektik des Genießens. Eine Satire auf den Genuss in Deutschland.
Mi 14. September
21:33 Deutschlandradio Kultur Septembergewitter (2/2) | Von Friedo Lampe
"Und das Gewitter rauschte über die Stadt dahin, und die Blumen lagen zerquetscht an der Erde." Leutnant Charisius, der Geliebte der ermordeten Lehrerin, lässt seine Kompanie marschieren. Der Mond steigt rot und rund über die Dächer, und Dichter Runge wartet auf den Organisten, der vorbeikommen wollte, um ihn mit seiner schönen Kunst zu unterhalten. Lampe porträtiert in seinem Roman ungeduldige, gedrängte Menschen - ein beunruhigtes Leben in einem Zwischenzustand. Stefan Zweig nannte es das "Goldene Zeitalter des Stillstandes: Das Eine geht nicht mehr, das Neue ist noch nicht da."
08.09.2011 09:18:21
(22297 Beiträge)
Literatur im Fernsehen
Do 22. September
23:45 SWR Literatur im Foyer
Thea Dorn im Gespräch mit Martin Walser
23:50 mdr Fröhlich lesen
Autoren zu Gast bei Susanne Fröhlich
Sa 24. September
21:55 BR Erntedank. Ein Allgäukrimi D 2009
Die Romane, in denen Kommissar Kluftinger ermittelt, haben längst die Bestsellerlisten erstürmt. In "Erntedank", der ersten Krimiverfilmung des bekannten Autorenduos Klüpfel & Kobr, ist Kommissar Kluftinger auf der Spur eines Mörders, der nach Allgäuer Sagenmotiven mordet.
So 25. September
19:10 3sat Der Agatha-Christie-Code
Ob Eisenbahnfan Ernst Krenek auch ein Faible für den Orientexpress hatte, ist nicht verbrieft. Im Herbst 1928 hätte er jedenfalls eine interessante Reisende kennenlernen können: Agatha Christie. Die berühmte britische Krimiautorin, die unter anderem "Murder on the Orient Express" (1934), war gerade auf dem Weg nach Bagdad - eine Reise, die ihr Leben und ihr Werk wesentlich beeinflussen sollte. Auf der ewigen Bestsellerliste hält die britische Mord-Spezialistin unangefochten Platz zwei - erfolgreicher ist nur noch William Shakespeare.
23:35 Das Erste Druckfrisch
Neue B¸cher mit Denis Scheck
Mo 26. September
11:30 arte Die großen Dramatiker: Schiller
Friedrich Schiller, wer ist er? Was kann er? "Ein Prophet der Freiheit ist er", sagt der ehemalige deutsche Außenminister Hans Dietrich Genscher. Der Philosoph Rüdiger Safranski ist überzeugt, dass Schiller viel mehr vom Theater verstand als seine Zeitgenossen. Auch Opernsänger Rammen Vargas sieht in Schiller ein außerordentliches Genie, weil dieser deutsche Idealist ein genialer Barmann des Theaters und der Oper sei: Liebe, Eifersucht, Hass, Politik, Religion, all das sei von ihm zu einem wunderbaren Cocktail gemischt worden. Und der Schauspieler Jürgen Prochnow, der den Stürmer und Dränget Schiller vorstellt, sagt schwärmerisch über ihn: "Ein Dichter mit Leidenschaft und Pathos." Viele Meinungen über einen Dichter - Jürgen Prochnow führt sie in der heutigen Sendung zusammen.
23:25 BR LeseZeichen
(Themen standen zu Redaktionsschluss noch nicht fest)
Mi 28. September
15:30 BR Ich habe mir das Lesen selber beigebracht
Die jüdische Schriftstellerin Mirjam Pressler
Literatur im Radio
Sa 24. September
20:05 Deutschlandfunk Aus dem Literarischen Colloquium Berlin | Lesung: Andreas Maier aus seinem neuen Roman "Das Haus"
"Gesprächspartner: Iris Radisch und Rainer Moritz; Moderation: Hubert Winkels
Ein großes Projekt hat sich der aus Bad Nauheim in der Wetterau stammende, heute in Frankfurt am Main lebende Erzähler Andreas Maier vorgenommen: elf Bände, als Heimaterleuchtungspaket mit dem Projekttitel ""Ortsumgehung"" versehen, so kann man hören. Elf Bücher also, die in immer größeren Kreisen Lebensort, Familie, Dorf, Milieu und Zeit ausmessen. Jetzt ist Andreas Maiers zweiter Roman dieses Zyklus' erschienen. "Das Haus" heißt er, nach "Das Zimmer" im vergangenen Jahr. Nun wäre schon allein mit den einzelnen selbstständig zu lesenden Bänden jeweils viel und Gutes getan. Und wenn man die Aufzeichnungen im Band õOnkel Jã von 2009 dazunimmt, hält man auch schon eine gelungen Trilogie der skurrilen Heimatdurchstreifung in Händen. In ""Das Haus"" jedenfalls geht Andreas Maier - oder ist es seine Figur mit ähnlicher Geschichte? - ganz tief zurück in die eigene Kindheit, in seine ersten Lebensjahre, in denen er die Eingeweide, sprich die Kellerräume des alten Hauses seiner Eltern, die dieses bereits verlassen haben, als Welt für sich, als ber- (Raumschiff Enterprise) und Unterwelt entdeckt. "Das Haus" ist also vor allem schon einmal Keller, sowie das Ich vor allem schon einmal Unbewusstes ist."
Di 27. September
19:30 Deutschlandradio Kultur KriegeSiegeLiebe. Ein Kleistpuzzle in sechs Teilen | Von Dagmar Just
Von allen rätselhaften Werken, die Kleist schrieb, ist sein Leben das rätselhafteste. Wie er aussah, was er fühlte, ob er wirklich stotterte oder nur exzentrisch war, patriotisch oder opportunistisch, Männer, Frauen oder keinen liebte, nüchtern oder im Rausch produzierte und sich heiter oder deprimiert tötete - niemand weiß Genaues. Er war ein Meister in der Kunst des Spurenverwischens. Nur Goethe, den er zum Duell forderte, konnte ihm darin das Wasser reichen. Immer wieder hat er literarische Texte verbrannt und Tagebücher, autobiografische Notizen und Entwürfe systematisch vernichtet. Seine Briefe sind zum Teil verschollen, zum Teil lückenhaft überliefert, oft undatiert, manchmal umstritten und meist nur von fremder Hand kopiert. Das einzige authentische Porträt zeigt ein wesenloses Kindergesicht. In den Beschreibungen seiner Zeitgenossen ist er jedes Mal ein anderer. Statt einer Autobiografie hinterließ er einen Mix aus schwarzen Löchern, weißen Flecken, literarischen Indizien und einigen wenigen, strategisch ausgewählten Selbstaussagen. Wie würde ein Profiler daraus das Typ- und Persönlichkeitsprofil dieses preußischen Dichters und Offiziers konstruieren?
Di 27. September
20:10 Deutschlandfunk Weiterhin unbeständig | Von Ursula Schützin
Herr Remsing ruft beim Wetterdienst Hamburg an und will wissen, ob es in Florenz regnet. Die Servicedame heißt Frau Heidberg und verbindet weiter. So endet der Anruf in einer Warteschleife. Beim nächsten Versuch erzwingt Herr Remsing einen Dialog mit Frau Heidberg, die heitere Aussichten für Florenz versprechen kann und ihrerseits neugierig wird, als der Anrufer sich täglich mit Nachfragen meldet. Warum fährt er nicht einfach seiner Frau hinterher, wenn in Florenz die Sonne scheint? Warum hofft er auf Regen, wenn sie Regen hasst? Das Wetter bleibt heiter, aber unberechenbar wie die Beziehung zwischen Mann und Frau.
Mi 28. September
21:33 Deutschlandradio Kultur Voodoo Child und die Musik als fünftes Element | Von Susanne Amatosero
Voodoo ist eine geheimnisvolle Religion mit vielen Göttern, die vor bösem Zauber schützen sollen. Sie wohnen in Hütten und Palästen, sie kommen aus Afrika und Haiti, aber in der Musikgeräuschwelt von Susanne Amatosero sind sie überall: in Gospel und Blues, in Schallplattenrillen, auf dem Anrufbeantworter und hinter den Tätowierungen. Es sind Geister und Zeichen, die uns begegnen und unter die Haut gehen, uns warnen und leiten. Es ist die Magie der Worte und Bilder, die uns zufliegen oder verfolgen.
Do 22. September
23:45 SWR Literatur im Foyer
Thea Dorn im Gespräch mit Martin Walser
23:50 mdr Fröhlich lesen
Autoren zu Gast bei Susanne Fröhlich
Sa 24. September
21:55 BR Erntedank. Ein Allgäukrimi D 2009
Die Romane, in denen Kommissar Kluftinger ermittelt, haben längst die Bestsellerlisten erstürmt. In "Erntedank", der ersten Krimiverfilmung des bekannten Autorenduos Klüpfel & Kobr, ist Kommissar Kluftinger auf der Spur eines Mörders, der nach Allgäuer Sagenmotiven mordet.
So 25. September
19:10 3sat Der Agatha-Christie-Code
Ob Eisenbahnfan Ernst Krenek auch ein Faible für den Orientexpress hatte, ist nicht verbrieft. Im Herbst 1928 hätte er jedenfalls eine interessante Reisende kennenlernen können: Agatha Christie. Die berühmte britische Krimiautorin, die unter anderem "Murder on the Orient Express" (1934), war gerade auf dem Weg nach Bagdad - eine Reise, die ihr Leben und ihr Werk wesentlich beeinflussen sollte. Auf der ewigen Bestsellerliste hält die britische Mord-Spezialistin unangefochten Platz zwei - erfolgreicher ist nur noch William Shakespeare.
23:35 Das Erste Druckfrisch
Neue B¸cher mit Denis Scheck
Mo 26. September
11:30 arte Die großen Dramatiker: Schiller
Friedrich Schiller, wer ist er? Was kann er? "Ein Prophet der Freiheit ist er", sagt der ehemalige deutsche Außenminister Hans Dietrich Genscher. Der Philosoph Rüdiger Safranski ist überzeugt, dass Schiller viel mehr vom Theater verstand als seine Zeitgenossen. Auch Opernsänger Rammen Vargas sieht in Schiller ein außerordentliches Genie, weil dieser deutsche Idealist ein genialer Barmann des Theaters und der Oper sei: Liebe, Eifersucht, Hass, Politik, Religion, all das sei von ihm zu einem wunderbaren Cocktail gemischt worden. Und der Schauspieler Jürgen Prochnow, der den Stürmer und Dränget Schiller vorstellt, sagt schwärmerisch über ihn: "Ein Dichter mit Leidenschaft und Pathos." Viele Meinungen über einen Dichter - Jürgen Prochnow führt sie in der heutigen Sendung zusammen.
23:25 BR LeseZeichen
(Themen standen zu Redaktionsschluss noch nicht fest)
Mi 28. September
15:30 BR Ich habe mir das Lesen selber beigebracht
Die jüdische Schriftstellerin Mirjam Pressler
Literatur im Radio
Sa 24. September
20:05 Deutschlandfunk Aus dem Literarischen Colloquium Berlin | Lesung: Andreas Maier aus seinem neuen Roman "Das Haus"
"Gesprächspartner: Iris Radisch und Rainer Moritz; Moderation: Hubert Winkels
Ein großes Projekt hat sich der aus Bad Nauheim in der Wetterau stammende, heute in Frankfurt am Main lebende Erzähler Andreas Maier vorgenommen: elf Bände, als Heimaterleuchtungspaket mit dem Projekttitel ""Ortsumgehung"" versehen, so kann man hören. Elf Bücher also, die in immer größeren Kreisen Lebensort, Familie, Dorf, Milieu und Zeit ausmessen. Jetzt ist Andreas Maiers zweiter Roman dieses Zyklus' erschienen. "Das Haus" heißt er, nach "Das Zimmer" im vergangenen Jahr. Nun wäre schon allein mit den einzelnen selbstständig zu lesenden Bänden jeweils viel und Gutes getan. Und wenn man die Aufzeichnungen im Band õOnkel Jã von 2009 dazunimmt, hält man auch schon eine gelungen Trilogie der skurrilen Heimatdurchstreifung in Händen. In ""Das Haus"" jedenfalls geht Andreas Maier - oder ist es seine Figur mit ähnlicher Geschichte? - ganz tief zurück in die eigene Kindheit, in seine ersten Lebensjahre, in denen er die Eingeweide, sprich die Kellerräume des alten Hauses seiner Eltern, die dieses bereits verlassen haben, als Welt für sich, als ber- (Raumschiff Enterprise) und Unterwelt entdeckt. "Das Haus" ist also vor allem schon einmal Keller, sowie das Ich vor allem schon einmal Unbewusstes ist."
Di 27. September
19:30 Deutschlandradio Kultur KriegeSiegeLiebe. Ein Kleistpuzzle in sechs Teilen | Von Dagmar Just
Von allen rätselhaften Werken, die Kleist schrieb, ist sein Leben das rätselhafteste. Wie er aussah, was er fühlte, ob er wirklich stotterte oder nur exzentrisch war, patriotisch oder opportunistisch, Männer, Frauen oder keinen liebte, nüchtern oder im Rausch produzierte und sich heiter oder deprimiert tötete - niemand weiß Genaues. Er war ein Meister in der Kunst des Spurenverwischens. Nur Goethe, den er zum Duell forderte, konnte ihm darin das Wasser reichen. Immer wieder hat er literarische Texte verbrannt und Tagebücher, autobiografische Notizen und Entwürfe systematisch vernichtet. Seine Briefe sind zum Teil verschollen, zum Teil lückenhaft überliefert, oft undatiert, manchmal umstritten und meist nur von fremder Hand kopiert. Das einzige authentische Porträt zeigt ein wesenloses Kindergesicht. In den Beschreibungen seiner Zeitgenossen ist er jedes Mal ein anderer. Statt einer Autobiografie hinterließ er einen Mix aus schwarzen Löchern, weißen Flecken, literarischen Indizien und einigen wenigen, strategisch ausgewählten Selbstaussagen. Wie würde ein Profiler daraus das Typ- und Persönlichkeitsprofil dieses preußischen Dichters und Offiziers konstruieren?
Di 27. September
20:10 Deutschlandfunk Weiterhin unbeständig | Von Ursula Schützin
Herr Remsing ruft beim Wetterdienst Hamburg an und will wissen, ob es in Florenz regnet. Die Servicedame heißt Frau Heidberg und verbindet weiter. So endet der Anruf in einer Warteschleife. Beim nächsten Versuch erzwingt Herr Remsing einen Dialog mit Frau Heidberg, die heitere Aussichten für Florenz versprechen kann und ihrerseits neugierig wird, als der Anrufer sich täglich mit Nachfragen meldet. Warum fährt er nicht einfach seiner Frau hinterher, wenn in Florenz die Sonne scheint? Warum hofft er auf Regen, wenn sie Regen hasst? Das Wetter bleibt heiter, aber unberechenbar wie die Beziehung zwischen Mann und Frau.
Mi 28. September
21:33 Deutschlandradio Kultur Voodoo Child und die Musik als fünftes Element | Von Susanne Amatosero
Voodoo ist eine geheimnisvolle Religion mit vielen Göttern, die vor bösem Zauber schützen sollen. Sie wohnen in Hütten und Palästen, sie kommen aus Afrika und Haiti, aber in der Musikgeräuschwelt von Susanne Amatosero sind sie überall: in Gospel und Blues, in Schallplattenrillen, auf dem Anrufbeantworter und hinter den Tätowierungen. Es sind Geister und Zeichen, die uns begegnen und unter die Haut gehen, uns warnen und leiten. Es ist die Magie der Worte und Bilder, die uns zufliegen oder verfolgen.
22.09.2011 21:22:07
(22297 Beiträge)
Do 29. September
20:15 Das Erste Der Mann mit dem Fagott (1) D, A 2011
Bremen, 1891. Nachdenklich schlendert Udo Jürgens' Großvater Heinrich über den Weihnachtsmarkt. Seit Tagen quält den jungen Mann eine folgenschwere Entscheidung: Soll er nach Amerika auswandern oder sein Glück in Moskau suchen? Die anrührende Darbietung eines Straßenmusikers, der auf seinem Fagott ein russisches Lied spielt, gibt ihm eine unerwartete Entscheidungshilfe. Heinrich bricht nach Russland auf - und damit beginnt eine schicksalhafte Geschichte, die drei Generationen und zwei Weltkriege umfasst. Die aufwendig inszenierte Familiensaga basiert auf dem autobiografischen Bestseller von Udo Jürgens und Michaela Moritz. Neben Christian Berkel, David Rott, Ulrich Noethen, Herbert Knaup und Valerie Niehaus tritt der Sänger, Komponist und Entertainer selbst vor die Kamera. - Teil 2 am Freitag, 20:15
23:45 SWR Literatur im Foyer
Felicitas von Lovenberg im Gespräch mit Charlotte Roche und Ulrich Clement
So 02. Oktober
10:45 3sat Literaturclub
Thema: "Lebenswege" - Gast: Rafik Schami - Moderation: Iris Radisch
11:05 arte Theatr & Co. Pinocchio - Theater für Kinder?
Joël Pommerat zufolge ist die Figur des Pinocchios besonders gut dafür geeignet - besser als das Rotkäppchen -, die Verbindung zwischen Kindheit und Erwachsensein herzustellen. Pinocchio ist ein Kind von heute, mit den Wünschen von heute: Er geht nicht gern in die Schule und er mag keine armen Leute. Er möchte gern reich werden, aber ohne zu dafür arbeiten zu müssen. Er ist ein begieriges Wesen. Pommerats Inszenierung "Pinocchio" mit der Compagnie Louis Brouillard geht der Gewichtigkeit der Aussage keineswegs aus dem Weg. Doch dieses grausame und moralische Märchen verwandelt sich unter Joël Pommerats Regie in eine beharrliche Suche nach Wahrheit, die schließlich über die Lüge siegt.
13:15 Kika quergelesen
Das Büchermagazin für Kinder
19:10 3sat Zehn Tipps, den Abwasch zu beenden und mit isländischer Literatur zu beginnen
Ein Porträt des Autors Hallgrímur Helgason von Günter Schilhan
23:35 Das Erste Mademoiselle Chambon F 2009
Die Erneuerung eines Fensters in der Wohnung der Lehrerin seines Sohnes ist für den gestandenen Handwerker Jean zunächst nur ein Routinejob. Ein Foto, das Mademoiselle Chambon als Solo-Violinistin zeigt, macht ihn neugierig. Als Jean die zurückhaltende Frau bittet, ihm ein Stück auf der Geige vorzuspielen, öffnet sich für ihn eine völlig neue Welt. Der glücklich Verheiratete verliebt sich in eine andere Frau. - Die berührende Geschichte einer unmöglichen Liebe basiert auf dem gleichnamigen Roman von Éric Holder.
Mo 03. Oktober
14:30 Das Erste Die Geierwally D 2005
Der moderne Heimatfilm interpretiert die mehrfach adaptierte Geschichte um die legendäre "Geierwally" als dramatische Auseinandersetzung einer starken jungen Frau, die sich gegen die überkommenen Vorstellungen ihres tyrannischen Vaters durchsetzt. Mit Christine Neubauer, Siegfried Rauch und Martin Feifel. - Wilhelmine von Hillerns volkstümliche Buchvorlage "Die Geierwally" erschien erstmals 1875. Der erfolgreiche Roman eroberte in dramatisierter Form die Schauspielbühnen und wurde schon mehrmals verfilmt.
14:40 arte Literaturland: Deutschland
Die Literatur eines Landes spiegelt auch immer dessen politische Lage und gesellschaftliche Situation wider. Die Dokumentation nähert sich Deutschland, seiner Hauptstadt und insbesondere seiner Literatur in der Art eines Reisetagebuches. Die Reisende, Mazarine Pingeot, besucht Deutschland als neugierige junge Frau, die sich die Literatur des fremden Landes durch Begegnungen mit dessen Autoren erschließen will.
16:15 arte Marcel Reich-Ranicki: Mein Leben
In Rückblenden erzählt der Regisseur Dror Zahavi die frühe Lebensgeschichte von Marcel Reich-Ranicki zwischen dessen achtem und 38. Lebensjahr. Die Verfilmung des als exemplarisch geltenden jüdischen Schicksals handelt von Demütigung und Todesangst, aber auch von Liebe und der durch nichts zu erschütternden Leidenschaft für die Literatur. Das Drehbuch zu "Mein Leben" basiert auf der gleichnamigen, 1999 veröffentlichen Autobiografie von Reich-Ranicki, die bereits 1,2 Millionen Mal verkauft und von der Kritik als eine der "bewegendsten Überlebensgeschichten des Holocaust" bezeichnet wurde.
20:15 arte Die Nibelungen: Siegfried (1/2) D 1922
Erst mit der aktuellen Restaurierung ist es möglich, dieses Meisterwerk in Licht und Schatten in einer fotografischen Qualität zu zeigen, die die ästhetischen und visuellen Leistungen des Films wieder nahe bringt. - Fritz Lang und Thea von Harbou konzipierten den zwischen 1922 und 1924 entstandenen Nibelungen-Film in zwei Teilen, "Siegfried" und "Kriemhilds Rache". Für das Drehbuch bevorzugte von Harbou bewusst die nordische Sage gegenüber der populären Wagner-Oper.
22:35 mdr Helden wie wir D 1999
Geboren wird Klaus Uhltzscht am 20. August 1968 in einem Dorf im Vogtland, als die russischen Panzer den Ort Richtung Tschechoslowakei passierten, um dem Prager Frühling den Garaus zu machen. Richtig aufregend wird sein Leben erst, als eine neue Mitschülerin in die Klasse kommt: Yvonne. Mit ihr teilt Klaus bald alles: die Schulstunden, die Freizeit und auch Yvonnes Begeisterung für das unerreichbare Holland mit seinen riesigen Tulpenfeldern. - "Helden wie wir" entstand nach dem gleichnamigen, 1995 erschienenen Bestseller des Ostberliners Thomas Brussig, der nicht nur von der Kritik als der lang erwartete "Wenderoman" gefeiert wurde, sondern auch die Leser begeisterte.
00:00 mdr Der Turm D 2011
Aus dem Staatsschauspiel Dresden: "Der Turm" entwirft das Panorama einer Gesellschaft, die ihrem Ende entgegentaumelt. Am Beispiel einer bürgerlichen Dresdner Familie erzählt Wolfgang Engels Inszenierung von Anpassung und Widerstand in einem ausgelaugten politischen System. - Nach dem Roman von Uwe Tellkamp
Mi 05. Oktober
00:00 hr Der Preis USA 1963
Eigentlich wollte der Schriftsteller Andrew Craig die Reise nach Stockholm gar nicht antreten. Doch die 200.000 Kronen für die Verleihung des Literatur-Nobelpreises kann Craig gut gebrauchen, denn seine Bücher gehen schlecht. - Mit Paul Newman und Elke Sommer.
Literatur im Radio
Sa 01. Oktober
20:05 Deutschlandfunk Geh nicht nach el Kuwehd! oder Der zweifache Tod des Kaufmanns Mohallab | Von Günter Eich
Ein reicher arabischer Kaufmann gerät, obwohl von verschiedenen Seiten vor Unheil gewarnt, in die Hände der Räuber. Er hat die Warnungen in den Wind geschlagen, weil nach seiner Ansicht Allah den schützt, den er schützen will. Nach einer mißglückten Flucht erreicht ihn sein Schiksal - der Henker legt Hand an ihn. Da erwacht er aus seinem Traum. Er ändert in der selben Ausgangssituation dennoch sein Verhalten, seine Entscheidungen nicht - und so erfüllt sich sein Schiksal dann doch.
Sa 01. Oktober
23:05 Deutschlandfunk Lessings Traum vom Sieg der Vernunft. Die Lange "Nathan"-Nacht | Von Dieter Kranz
Shakespeare lässt seinen Hamlet über die Schauspieler sagen (und meint damit das Theater insgesamt): "Sie sind der Spiegel und die abgekürzte Chronik des Zeitalters". Das trifft auf kein Stück in höherem Grade zu als auf Lessings "Nathan der Weise". Im letzten halben Jahrhundert wurde es mindestens fünfmal an den Berliner Bühnen inszeniert, und entsprechend der jeweils herrschenden historischen Situationen - erwies es jedes Mal auf andere Weise seine Aktualität.
So 02. Oktober
18:30 Deutschlandradio Kultur Timon von Athen | Von William Shakespeare
Timon, ein wohlhabender und angesehener Bürger Athens, wird aus Enttäuschung über seine schmarotzerhaften, treulosen Freunde zum Hasser aller Menschen und des irdischen Daseins. Das tief pessimistische Stück ist mehr Gleichnis als Drama: Die Parabel von einem Mann, der die Menschen lieben möchte, sie jedoch als hassenswert erlebt. So verschwenderisch er in seinem Reichtum ist, so arm ist er als Verlassener.
Mo 03. Oktober
18:30 Deutschlandradio Kultur Bürger Ubu | Von Alfred Jarry
Bereits als 15-Jähriger schreibt Alfred Jarry eine Groteske, in der zum ersten Mal der Umriss des primitiven, feigen, gefräßigen und machtbesessenen Vaters Ubu erscheint. Spielerisch wird dessen Monstrosität im Hörspiel durch eine brachiale Sprache und akustische Verfremdung der Stimmen vermittelt. Mutter Ubu wird von ihrem Liebhaber Menon verführt, den sie aus ihrer eigenen Stimme erzeugt hat. Durch die Verschmelzung von Stimmen und Geräuschen bekommen Jarrys "pataphysische Erfindungen", wie die Gehirnzermantschmaschine, eine bedrohliche Realität.
20:15 Das Erste Der Mann mit dem Fagott (1) D, A 2011
Bremen, 1891. Nachdenklich schlendert Udo Jürgens' Großvater Heinrich über den Weihnachtsmarkt. Seit Tagen quält den jungen Mann eine folgenschwere Entscheidung: Soll er nach Amerika auswandern oder sein Glück in Moskau suchen? Die anrührende Darbietung eines Straßenmusikers, der auf seinem Fagott ein russisches Lied spielt, gibt ihm eine unerwartete Entscheidungshilfe. Heinrich bricht nach Russland auf - und damit beginnt eine schicksalhafte Geschichte, die drei Generationen und zwei Weltkriege umfasst. Die aufwendig inszenierte Familiensaga basiert auf dem autobiografischen Bestseller von Udo Jürgens und Michaela Moritz. Neben Christian Berkel, David Rott, Ulrich Noethen, Herbert Knaup und Valerie Niehaus tritt der Sänger, Komponist und Entertainer selbst vor die Kamera. - Teil 2 am Freitag, 20:15
23:45 SWR Literatur im Foyer
Felicitas von Lovenberg im Gespräch mit Charlotte Roche und Ulrich Clement
So 02. Oktober
10:45 3sat Literaturclub
Thema: "Lebenswege" - Gast: Rafik Schami - Moderation: Iris Radisch
11:05 arte Theatr & Co. Pinocchio - Theater für Kinder?
Joël Pommerat zufolge ist die Figur des Pinocchios besonders gut dafür geeignet - besser als das Rotkäppchen -, die Verbindung zwischen Kindheit und Erwachsensein herzustellen. Pinocchio ist ein Kind von heute, mit den Wünschen von heute: Er geht nicht gern in die Schule und er mag keine armen Leute. Er möchte gern reich werden, aber ohne zu dafür arbeiten zu müssen. Er ist ein begieriges Wesen. Pommerats Inszenierung "Pinocchio" mit der Compagnie Louis Brouillard geht der Gewichtigkeit der Aussage keineswegs aus dem Weg. Doch dieses grausame und moralische Märchen verwandelt sich unter Joël Pommerats Regie in eine beharrliche Suche nach Wahrheit, die schließlich über die Lüge siegt.
13:15 Kika quergelesen
Das Büchermagazin für Kinder
19:10 3sat Zehn Tipps, den Abwasch zu beenden und mit isländischer Literatur zu beginnen
Ein Porträt des Autors Hallgrímur Helgason von Günter Schilhan
23:35 Das Erste Mademoiselle Chambon F 2009
Die Erneuerung eines Fensters in der Wohnung der Lehrerin seines Sohnes ist für den gestandenen Handwerker Jean zunächst nur ein Routinejob. Ein Foto, das Mademoiselle Chambon als Solo-Violinistin zeigt, macht ihn neugierig. Als Jean die zurückhaltende Frau bittet, ihm ein Stück auf der Geige vorzuspielen, öffnet sich für ihn eine völlig neue Welt. Der glücklich Verheiratete verliebt sich in eine andere Frau. - Die berührende Geschichte einer unmöglichen Liebe basiert auf dem gleichnamigen Roman von Éric Holder.
Mo 03. Oktober
14:30 Das Erste Die Geierwally D 2005
Der moderne Heimatfilm interpretiert die mehrfach adaptierte Geschichte um die legendäre "Geierwally" als dramatische Auseinandersetzung einer starken jungen Frau, die sich gegen die überkommenen Vorstellungen ihres tyrannischen Vaters durchsetzt. Mit Christine Neubauer, Siegfried Rauch und Martin Feifel. - Wilhelmine von Hillerns volkstümliche Buchvorlage "Die Geierwally" erschien erstmals 1875. Der erfolgreiche Roman eroberte in dramatisierter Form die Schauspielbühnen und wurde schon mehrmals verfilmt.
14:40 arte Literaturland: Deutschland
Die Literatur eines Landes spiegelt auch immer dessen politische Lage und gesellschaftliche Situation wider. Die Dokumentation nähert sich Deutschland, seiner Hauptstadt und insbesondere seiner Literatur in der Art eines Reisetagebuches. Die Reisende, Mazarine Pingeot, besucht Deutschland als neugierige junge Frau, die sich die Literatur des fremden Landes durch Begegnungen mit dessen Autoren erschließen will.
16:15 arte Marcel Reich-Ranicki: Mein Leben
In Rückblenden erzählt der Regisseur Dror Zahavi die frühe Lebensgeschichte von Marcel Reich-Ranicki zwischen dessen achtem und 38. Lebensjahr. Die Verfilmung des als exemplarisch geltenden jüdischen Schicksals handelt von Demütigung und Todesangst, aber auch von Liebe und der durch nichts zu erschütternden Leidenschaft für die Literatur. Das Drehbuch zu "Mein Leben" basiert auf der gleichnamigen, 1999 veröffentlichen Autobiografie von Reich-Ranicki, die bereits 1,2 Millionen Mal verkauft und von der Kritik als eine der "bewegendsten Überlebensgeschichten des Holocaust" bezeichnet wurde.
20:15 arte Die Nibelungen: Siegfried (1/2) D 1922
Erst mit der aktuellen Restaurierung ist es möglich, dieses Meisterwerk in Licht und Schatten in einer fotografischen Qualität zu zeigen, die die ästhetischen und visuellen Leistungen des Films wieder nahe bringt. - Fritz Lang und Thea von Harbou konzipierten den zwischen 1922 und 1924 entstandenen Nibelungen-Film in zwei Teilen, "Siegfried" und "Kriemhilds Rache". Für das Drehbuch bevorzugte von Harbou bewusst die nordische Sage gegenüber der populären Wagner-Oper.
22:35 mdr Helden wie wir D 1999
Geboren wird Klaus Uhltzscht am 20. August 1968 in einem Dorf im Vogtland, als die russischen Panzer den Ort Richtung Tschechoslowakei passierten, um dem Prager Frühling den Garaus zu machen. Richtig aufregend wird sein Leben erst, als eine neue Mitschülerin in die Klasse kommt: Yvonne. Mit ihr teilt Klaus bald alles: die Schulstunden, die Freizeit und auch Yvonnes Begeisterung für das unerreichbare Holland mit seinen riesigen Tulpenfeldern. - "Helden wie wir" entstand nach dem gleichnamigen, 1995 erschienenen Bestseller des Ostberliners Thomas Brussig, der nicht nur von der Kritik als der lang erwartete "Wenderoman" gefeiert wurde, sondern auch die Leser begeisterte.
00:00 mdr Der Turm D 2011
Aus dem Staatsschauspiel Dresden: "Der Turm" entwirft das Panorama einer Gesellschaft, die ihrem Ende entgegentaumelt. Am Beispiel einer bürgerlichen Dresdner Familie erzählt Wolfgang Engels Inszenierung von Anpassung und Widerstand in einem ausgelaugten politischen System. - Nach dem Roman von Uwe Tellkamp
Mi 05. Oktober
00:00 hr Der Preis USA 1963
Eigentlich wollte der Schriftsteller Andrew Craig die Reise nach Stockholm gar nicht antreten. Doch die 200.000 Kronen für die Verleihung des Literatur-Nobelpreises kann Craig gut gebrauchen, denn seine Bücher gehen schlecht. - Mit Paul Newman und Elke Sommer.
Literatur im Radio
Sa 01. Oktober
20:05 Deutschlandfunk Geh nicht nach el Kuwehd! oder Der zweifache Tod des Kaufmanns Mohallab | Von Günter Eich
Ein reicher arabischer Kaufmann gerät, obwohl von verschiedenen Seiten vor Unheil gewarnt, in die Hände der Räuber. Er hat die Warnungen in den Wind geschlagen, weil nach seiner Ansicht Allah den schützt, den er schützen will. Nach einer mißglückten Flucht erreicht ihn sein Schiksal - der Henker legt Hand an ihn. Da erwacht er aus seinem Traum. Er ändert in der selben Ausgangssituation dennoch sein Verhalten, seine Entscheidungen nicht - und so erfüllt sich sein Schiksal dann doch.
Sa 01. Oktober
23:05 Deutschlandfunk Lessings Traum vom Sieg der Vernunft. Die Lange "Nathan"-Nacht | Von Dieter Kranz
Shakespeare lässt seinen Hamlet über die Schauspieler sagen (und meint damit das Theater insgesamt): "Sie sind der Spiegel und die abgekürzte Chronik des Zeitalters". Das trifft auf kein Stück in höherem Grade zu als auf Lessings "Nathan der Weise". Im letzten halben Jahrhundert wurde es mindestens fünfmal an den Berliner Bühnen inszeniert, und entsprechend der jeweils herrschenden historischen Situationen - erwies es jedes Mal auf andere Weise seine Aktualität.
So 02. Oktober
18:30 Deutschlandradio Kultur Timon von Athen | Von William Shakespeare
Timon, ein wohlhabender und angesehener Bürger Athens, wird aus Enttäuschung über seine schmarotzerhaften, treulosen Freunde zum Hasser aller Menschen und des irdischen Daseins. Das tief pessimistische Stück ist mehr Gleichnis als Drama: Die Parabel von einem Mann, der die Menschen lieben möchte, sie jedoch als hassenswert erlebt. So verschwenderisch er in seinem Reichtum ist, so arm ist er als Verlassener.
Mo 03. Oktober
18:30 Deutschlandradio Kultur Bürger Ubu | Von Alfred Jarry
Bereits als 15-Jähriger schreibt Alfred Jarry eine Groteske, in der zum ersten Mal der Umriss des primitiven, feigen, gefräßigen und machtbesessenen Vaters Ubu erscheint. Spielerisch wird dessen Monstrosität im Hörspiel durch eine brachiale Sprache und akustische Verfremdung der Stimmen vermittelt. Mutter Ubu wird von ihrem Liebhaber Menon verführt, den sie aus ihrer eigenen Stimme erzeugt hat. Durch die Verschmelzung von Stimmen und Geräuschen bekommen Jarrys "pataphysische Erfindungen", wie die Gehirnzermantschmaschine, eine bedrohliche Realität.
29.09.2011 22:07:54
(27276 Beiträge)
morgen, Samstag um 20:15 kommt Föhnlage von Jörg Maurer im BR3 (TV)
30.09.2011 19:46:46
(22297 Beiträge)
Literatur im Fernsehen
Do 06. Oktober
21:00 3sat scobel - Damasio & Hustveld
Gert Scobel trifft die Bestsellerautorin Siri Hustvedt und den international bekannten Neurowissenschaftler António Damásio im Radialsystem V im Herzen Berlins. Scobel spricht mit den beiden über den Ursprung von künstlerischer und wissenschaftlicher Kreativität, darüber, wie Psychoanalyse wirkt und wie aus der Fähigkeit, Geschichten zu erzählen, unser "Selbst" entsteht.
23:45 SWR Literatur im Foyer
Island - gute Seiten, schlechte Zeiten. Thea Dorn im Gespräch mit Arthur B. Bollason, Tilman Spreckelsen und Steinunn Sigurdardottir
00:45 ZDF Henry & June USA 1990
Paris 1931. Die zierliche, kapriziöse Anais Nin (Maria de Medeiros) lernt den Schriftsteller Henry Miller (Fred Ward) kennen. Sie ist fasziniert von der unbändigen Lebenslust und moralischen Libertinage des zwölf Jahre älteren Mannes. Stück für Stück lässt sie ihr Leben im vornehmen Pariser Vorort Louveciennes mitsamt Bankiersgatten Hugo (Richard E. Grant) hinter sich und beginnt eine von künstlerischer Bewunderung und Leidenschaft geprägte Beziehung zu Henry Miller. - Das Zusammentreffen zweier Legenden der erotischen Literatur und ihre wechselvolle Liebesbeziehung - das ist der Stoff, aus dem US-Regisseur Philip Kaufman einen Erotikfilm der Sonderklasse geschaffen hat.
Sa 08. Oktober
23:00 3sat Tonspur - der Soundtrack meines Lebens
Melinda Nadj Abonji, Tochter einer ungarisch-stämmigen Familie in Serbien, kommt mit fünf Jahren in die Schweiz. Sie versteht nichts und niemanden und erlebt so, was Sprachlosigkeit bedeutet. Doch aus dem Trauma wird Leidenschaft, ein virtuoser Sinn für Sprache auf diversen künstlerischen Ebenen: als Sängerin, als Song-Texterin, als Schriftstellerin. 2004 erscheint ihr erster Roman "Im Schaufenster im Frühling". Für den zweiten Roman "Tauben fliegen auf" erhält sie 2010 den deutschen und den Schweizer Buchpreis.
00:05 Das Erste Papillon USA 1973
Oscar-Preisträger Franklin J. Schaffner inszenierte diesen großen Publikumserfolg der 70er Jahre nach dem autobiographischen Roman von Henri Charrière. Der bildgewaltige Gefangenenfilm geißelt die unmenschlichen Haftbedingungen in der französischen Strafkolonie Guyana. Von Mitte des 19. bis weit ins 20. Jahrhundert hinein lebten hier mehrere Zehntausend abgeschobene Kriminelle unter Bedingungen, die mit sibirischen Arbeitslagern vergleichbar sind. Steve McQueen als unbeugsamer Ausbrecher und Dustin Hoffman in der Rolle des Gebrochenen, der sich mit der Unfreiheit arrangiert, überzeugen durch glänzende Darstellerleistungen Leistungen.
So 09. Oktober
16:30 arte Luis Sepúlveda. Widerstand vom Ende der Welt
Mit seinem Roman "Der Alte, der Liebesromane las" erlangte der chilenische Autor Luis Sepúlveda internationale Bekanntheit: Das Buch wurde in über 50 Sprachen übersetzt und 2001 verfilmt. ARTE zeigt ein ergreifendes Porträt des Autors.
20:15 arte Chocolat ... Ein kleiner Biss genügt USA / GB 2000
Vorlage des Drehbuchs von Robert Nelson Jacobs war Joanne Harris populärer Roman "Himmlische Verführung". Regisseur Lasse Hallström hat "Chocolat ... Ein kleiner Biss genügt" in der mittelalterlichen Kulisse des kleinen Städtchens Lansquenet-sous-Tannes liebevoll in Szene gesetzt. Die romantische Komödie ist ein Plädoyer für Toleranz und Menschlichkeit, ein warmherziges Märchen über das Glück des Lebens und der Liebe jenseits einer asketischen Moral. Juliette Binoche und Johnny Depp spielen sich mit ihrer gefühlvollen Darstellung der verführerischen Vianne und des stürmischen Zigeuners Roux direkt ins Herz der Zuschauer.
23:10 arte Feuchtgebiete erforschen. Charlotte Roche und ihre Leser
Wann schaffen es Bücher auf alle Bestsellerlisten? Immer dann, wenn sie einen gesellschaftlichen Nerv treffen oder einer kollektiven Haltung beziehungsweise aktuellen Denkströmung eine Stimme geben. So hat die ehemalige VIVA-Moderatorin Charlotte Roche mit ihrem umstrittenen Erfolgsroman "Feuchtgebiete" den Zeitgeist offensichtlich eingefangen, wie die Dokumentation von Hilka Sinning zeigt. Wie werden die französischen Leser auf den Tabubruch à la Charlotte Roche reagieren?
Mo 10. Oktober
11:20 arte Die großen Dramatiker: Ibsen
Henrik Ibsen ist der Begründer des realistischen, gesellschaftskritischen Theaters. Er denunziert eine Gesellschaft, die nur Bestand haben kann, weil sie täuscht, getäuscht wird und um des Machterhalts willen täuschen muss. Ohne Kenntnis der Werke Sigmund Freuds avanciert er vor allem in seinen späten Dramen zu dem europäischen Theaterpsychologen. Ibsen gehört heute zu den meistgespielten Dramatikern der Welt. Isabelle Huppert, die selbst die "Hedda Gabler" gespielt hat, führt durch diesen Film und erklärt, warum Ibsens Stücke so spannend sind wie Krimis.
23:00 mdr Die blonde Hexe F, S 1956
"Die blonde Hexe" beruht auf der Novelle "Olessja" des russischen Dichters Alexander Kuprin (1870 - 1938). André Michel verlegte sein 1956 inszeniertes Drama von der Liebe eines Naturkindes zu einem Stadtmenschen nach Schweden. Seine natur- und poesiebetonte Verfilmung, die mit Marina Vlady und Maurice Ronet in den Hauptrollen hervorragend besetzt ist, zählt heute zu den Filmklassikern.
23:05 arte Kleine Insel, große Geschichten - Islands Künstler und die Sagas
Eisige Gletscher, heiße Quellen, dunkle Wintertage und helle Sommernächte - Island ist ein Land der Extreme. Aber nicht nur die Natur bietet Überraschungen. Die Atlantikinsel ist nicht nur ein geologischer, sondern auch ein kreativer Hotspot. - Island ist 2011 als erstes nordisches Land Ehrengast auf der Frankfurter Buchmesse. Der Schwerpunkt des isländischen Gastlandauftrittes liegt auf der Neubearbeitung und Übersetzung der Isländersagas - momentan das größte Übersetzungsprojekt weltweit.
23:25 BR LeseZeichen
Mit: Viviane Cismak: "Schulfrust" (Schwarzkopf & Schwarzkopf), Hanno Beck, Aloys Prinz: "Abgebrannt"(Hanser), Julia Benkert spricht mit Sabine Gruber über deren Buch: "Stillbach oder Die Sehnsucht" (C. H. Beck) und Antonio Muñoz Molina: "Die Nacht der Erinnerungen" (DVA)
Di 11. Oktober
00:00 ndr Bücherjournal
Roger Willemsen ist zu Gast bei Julia Westlake im "Bücherjournal". Sie spricht mit ihm über Reisen und Literatur. Roger Willemsen bringt sein derzeitiges Lieblingsbuch mit.
Literatur im Radio
Sa 08. Oktober
23:05 Deutschlandfunk Jenseits des Meeres eine ganze Welt. Die Lange Nacht der isländischen Literatur | Von Angela Gutzeit und Arthur Bollason
Mit Hallgrimur Helgason, Sjón, Andri Snær Magnason, Auour Ava Ólafsdóttir, Steinunn Sigurdardóttir und Yrsa Sigurdardóttir; Aufnahme vom 7.10.11 im Comedia Theater, Köln: Island - der Inselstaat im Nordatlantik ist ein Ort der Gegensätze und Extreme, dabei voller Skurrilitäten und Wunder, aber auch ein Hort der Tradition. Mit großer Sorgfalt pflegen die rund 320000 Isländer ihre Sprache, die sich seit etwa 700 Jahren wenig verändert hat. Der Sagenschatz, Islands Literatur des Mittelalters, übt bis heute einen großen Einfluss auf Literatur und Kunst des Inselvolkes aus. Diese beschäftigt sich mit den immer dringlicher werdenden Fragen nach dem Verhältnis von Mensch und Natur. Sie spürt den Veränderungen nach in der isländischen Medien- und Konsumwelt, den Umbrüchen in der Finanz- und Wirtschaftswelt. Sie verhandelt soziale Fragen, zum Beispiel in ihren besten Kriminalromanen.
So 09. Oktober
18:30 Deutschlandradio Kultur Lenz. Fragmente | Von Katharina Gericke
Jakob Michael Reinhold Lenz aus Litauen erstürmt die deutsche Literaturszene. Goethe und er hätten ein fulminantes Gespann des "Sturm und Drang" werden können, doch es kommt zum Bruch. In Schlaglichtern beleuchtet das Hörspiel Lenz' Leben. Von der Kindheit in Dorpat bis zu seinem frühen Tod in Moskau.
Mo 10. Oktober
21:33 Deutschlandradio Kultur Die Chamissofalle | Von Joy Markert
Leo Perls, Rechtsanwalt in Tübingen, schickt Privatdetektivin Cher Ebinger nach Berlin. Sie soll herausfinden, wer seinen Sohn Daniel, Student an der Humboldt-Universität, umgebracht hat. Die Polizei hält während ihrer Ermittlungen Informationen konsequent zurück. Cher findet heraus, dass Daniel sich in den letzten Monaten geradezu obsessiv mit dem Dichter, Naturwissenschaftler und Weltreisenden Adalbert von Chamisso beschäftigt hatte. Am Tag seines Todes traf er sich mit dem Verleger Grossman. Nach Aussage der Studentin Mia, einer Freundin von Daniel, hatte es Spannungen zwischen Daniel Perls und dem Verleger gegeben. Daniel sollte als Ghostwriter fungieren.
Di 11. Oktober
20:10 Deutschlandfunk Rechnitz | Von Elfriede Jelinek
In der Nacht zum 25. März 1945 feiert Gräfin Margit von Batthyány, eine Thyssen-Enkelin, auf ihrem Schloss ein Fest mit hochrangigen Nazi-Schergen. Gegen Mitternacht werden an die 200 jüdische Zwangsarbeiter zusammengetrieben und von einer Schar Angetrunkener erschossen. Die Täter fliehen kurz darauf ins Ausland. Schloss Rechnitz geht in Flammen auf, die Russen marschieren ein. Elfriede Jelinek begibt sich auf Spurensuche, aber nicht als Historikerin: Auf der Folie von Luis Bunuels "Der Würgeengel" drängen in Rechnitz Boten in einen Raum, den keiner mehr verlassen wird. Sie berichten, in Wiederholungen, Variationen und Widersprüchen, von der grausamen Tat, versuchen, das Unsagbare in Worte zu fassen, umkreisen das Ungeheuerliche, ohne sein Zentrum zu erreichen.
Do 06. Oktober
21:00 3sat scobel - Damasio & Hustveld
Gert Scobel trifft die Bestsellerautorin Siri Hustvedt und den international bekannten Neurowissenschaftler António Damásio im Radialsystem V im Herzen Berlins. Scobel spricht mit den beiden über den Ursprung von künstlerischer und wissenschaftlicher Kreativität, darüber, wie Psychoanalyse wirkt und wie aus der Fähigkeit, Geschichten zu erzählen, unser "Selbst" entsteht.
23:45 SWR Literatur im Foyer
Island - gute Seiten, schlechte Zeiten. Thea Dorn im Gespräch mit Arthur B. Bollason, Tilman Spreckelsen und Steinunn Sigurdardottir
00:45 ZDF Henry & June USA 1990
Paris 1931. Die zierliche, kapriziöse Anais Nin (Maria de Medeiros) lernt den Schriftsteller Henry Miller (Fred Ward) kennen. Sie ist fasziniert von der unbändigen Lebenslust und moralischen Libertinage des zwölf Jahre älteren Mannes. Stück für Stück lässt sie ihr Leben im vornehmen Pariser Vorort Louveciennes mitsamt Bankiersgatten Hugo (Richard E. Grant) hinter sich und beginnt eine von künstlerischer Bewunderung und Leidenschaft geprägte Beziehung zu Henry Miller. - Das Zusammentreffen zweier Legenden der erotischen Literatur und ihre wechselvolle Liebesbeziehung - das ist der Stoff, aus dem US-Regisseur Philip Kaufman einen Erotikfilm der Sonderklasse geschaffen hat.
Sa 08. Oktober
23:00 3sat Tonspur - der Soundtrack meines Lebens
Melinda Nadj Abonji, Tochter einer ungarisch-stämmigen Familie in Serbien, kommt mit fünf Jahren in die Schweiz. Sie versteht nichts und niemanden und erlebt so, was Sprachlosigkeit bedeutet. Doch aus dem Trauma wird Leidenschaft, ein virtuoser Sinn für Sprache auf diversen künstlerischen Ebenen: als Sängerin, als Song-Texterin, als Schriftstellerin. 2004 erscheint ihr erster Roman "Im Schaufenster im Frühling". Für den zweiten Roman "Tauben fliegen auf" erhält sie 2010 den deutschen und den Schweizer Buchpreis.
00:05 Das Erste Papillon USA 1973
Oscar-Preisträger Franklin J. Schaffner inszenierte diesen großen Publikumserfolg der 70er Jahre nach dem autobiographischen Roman von Henri Charrière. Der bildgewaltige Gefangenenfilm geißelt die unmenschlichen Haftbedingungen in der französischen Strafkolonie Guyana. Von Mitte des 19. bis weit ins 20. Jahrhundert hinein lebten hier mehrere Zehntausend abgeschobene Kriminelle unter Bedingungen, die mit sibirischen Arbeitslagern vergleichbar sind. Steve McQueen als unbeugsamer Ausbrecher und Dustin Hoffman in der Rolle des Gebrochenen, der sich mit der Unfreiheit arrangiert, überzeugen durch glänzende Darstellerleistungen Leistungen.
So 09. Oktober
16:30 arte Luis Sepúlveda. Widerstand vom Ende der Welt
Mit seinem Roman "Der Alte, der Liebesromane las" erlangte der chilenische Autor Luis Sepúlveda internationale Bekanntheit: Das Buch wurde in über 50 Sprachen übersetzt und 2001 verfilmt. ARTE zeigt ein ergreifendes Porträt des Autors.
20:15 arte Chocolat ... Ein kleiner Biss genügt USA / GB 2000
Vorlage des Drehbuchs von Robert Nelson Jacobs war Joanne Harris populärer Roman "Himmlische Verführung". Regisseur Lasse Hallström hat "Chocolat ... Ein kleiner Biss genügt" in der mittelalterlichen Kulisse des kleinen Städtchens Lansquenet-sous-Tannes liebevoll in Szene gesetzt. Die romantische Komödie ist ein Plädoyer für Toleranz und Menschlichkeit, ein warmherziges Märchen über das Glück des Lebens und der Liebe jenseits einer asketischen Moral. Juliette Binoche und Johnny Depp spielen sich mit ihrer gefühlvollen Darstellung der verführerischen Vianne und des stürmischen Zigeuners Roux direkt ins Herz der Zuschauer.
23:10 arte Feuchtgebiete erforschen. Charlotte Roche und ihre Leser
Wann schaffen es Bücher auf alle Bestsellerlisten? Immer dann, wenn sie einen gesellschaftlichen Nerv treffen oder einer kollektiven Haltung beziehungsweise aktuellen Denkströmung eine Stimme geben. So hat die ehemalige VIVA-Moderatorin Charlotte Roche mit ihrem umstrittenen Erfolgsroman "Feuchtgebiete" den Zeitgeist offensichtlich eingefangen, wie die Dokumentation von Hilka Sinning zeigt. Wie werden die französischen Leser auf den Tabubruch à la Charlotte Roche reagieren?
Mo 10. Oktober
11:20 arte Die großen Dramatiker: Ibsen
Henrik Ibsen ist der Begründer des realistischen, gesellschaftskritischen Theaters. Er denunziert eine Gesellschaft, die nur Bestand haben kann, weil sie täuscht, getäuscht wird und um des Machterhalts willen täuschen muss. Ohne Kenntnis der Werke Sigmund Freuds avanciert er vor allem in seinen späten Dramen zu dem europäischen Theaterpsychologen. Ibsen gehört heute zu den meistgespielten Dramatikern der Welt. Isabelle Huppert, die selbst die "Hedda Gabler" gespielt hat, führt durch diesen Film und erklärt, warum Ibsens Stücke so spannend sind wie Krimis.
23:00 mdr Die blonde Hexe F, S 1956
"Die blonde Hexe" beruht auf der Novelle "Olessja" des russischen Dichters Alexander Kuprin (1870 - 1938). André Michel verlegte sein 1956 inszeniertes Drama von der Liebe eines Naturkindes zu einem Stadtmenschen nach Schweden. Seine natur- und poesiebetonte Verfilmung, die mit Marina Vlady und Maurice Ronet in den Hauptrollen hervorragend besetzt ist, zählt heute zu den Filmklassikern.
23:05 arte Kleine Insel, große Geschichten - Islands Künstler und die Sagas
Eisige Gletscher, heiße Quellen, dunkle Wintertage und helle Sommernächte - Island ist ein Land der Extreme. Aber nicht nur die Natur bietet Überraschungen. Die Atlantikinsel ist nicht nur ein geologischer, sondern auch ein kreativer Hotspot. - Island ist 2011 als erstes nordisches Land Ehrengast auf der Frankfurter Buchmesse. Der Schwerpunkt des isländischen Gastlandauftrittes liegt auf der Neubearbeitung und Übersetzung der Isländersagas - momentan das größte Übersetzungsprojekt weltweit.
23:25 BR LeseZeichen
Mit: Viviane Cismak: "Schulfrust" (Schwarzkopf & Schwarzkopf), Hanno Beck, Aloys Prinz: "Abgebrannt"(Hanser), Julia Benkert spricht mit Sabine Gruber über deren Buch: "Stillbach oder Die Sehnsucht" (C. H. Beck) und Antonio Muñoz Molina: "Die Nacht der Erinnerungen" (DVA)
Di 11. Oktober
00:00 ndr Bücherjournal
Roger Willemsen ist zu Gast bei Julia Westlake im "Bücherjournal". Sie spricht mit ihm über Reisen und Literatur. Roger Willemsen bringt sein derzeitiges Lieblingsbuch mit.
Literatur im Radio
Sa 08. Oktober
23:05 Deutschlandfunk Jenseits des Meeres eine ganze Welt. Die Lange Nacht der isländischen Literatur | Von Angela Gutzeit und Arthur Bollason
Mit Hallgrimur Helgason, Sjón, Andri Snær Magnason, Auour Ava Ólafsdóttir, Steinunn Sigurdardóttir und Yrsa Sigurdardóttir; Aufnahme vom 7.10.11 im Comedia Theater, Köln: Island - der Inselstaat im Nordatlantik ist ein Ort der Gegensätze und Extreme, dabei voller Skurrilitäten und Wunder, aber auch ein Hort der Tradition. Mit großer Sorgfalt pflegen die rund 320000 Isländer ihre Sprache, die sich seit etwa 700 Jahren wenig verändert hat. Der Sagenschatz, Islands Literatur des Mittelalters, übt bis heute einen großen Einfluss auf Literatur und Kunst des Inselvolkes aus. Diese beschäftigt sich mit den immer dringlicher werdenden Fragen nach dem Verhältnis von Mensch und Natur. Sie spürt den Veränderungen nach in der isländischen Medien- und Konsumwelt, den Umbrüchen in der Finanz- und Wirtschaftswelt. Sie verhandelt soziale Fragen, zum Beispiel in ihren besten Kriminalromanen.
So 09. Oktober
18:30 Deutschlandradio Kultur Lenz. Fragmente | Von Katharina Gericke
Jakob Michael Reinhold Lenz aus Litauen erstürmt die deutsche Literaturszene. Goethe und er hätten ein fulminantes Gespann des "Sturm und Drang" werden können, doch es kommt zum Bruch. In Schlaglichtern beleuchtet das Hörspiel Lenz' Leben. Von der Kindheit in Dorpat bis zu seinem frühen Tod in Moskau.
Mo 10. Oktober
21:33 Deutschlandradio Kultur Die Chamissofalle | Von Joy Markert
Leo Perls, Rechtsanwalt in Tübingen, schickt Privatdetektivin Cher Ebinger nach Berlin. Sie soll herausfinden, wer seinen Sohn Daniel, Student an der Humboldt-Universität, umgebracht hat. Die Polizei hält während ihrer Ermittlungen Informationen konsequent zurück. Cher findet heraus, dass Daniel sich in den letzten Monaten geradezu obsessiv mit dem Dichter, Naturwissenschaftler und Weltreisenden Adalbert von Chamisso beschäftigt hatte. Am Tag seines Todes traf er sich mit dem Verleger Grossman. Nach Aussage der Studentin Mia, einer Freundin von Daniel, hatte es Spannungen zwischen Daniel Perls und dem Verleger gegeben. Daniel sollte als Ghostwriter fungieren.
Di 11. Oktober
20:10 Deutschlandfunk Rechnitz | Von Elfriede Jelinek
In der Nacht zum 25. März 1945 feiert Gräfin Margit von Batthyány, eine Thyssen-Enkelin, auf ihrem Schloss ein Fest mit hochrangigen Nazi-Schergen. Gegen Mitternacht werden an die 200 jüdische Zwangsarbeiter zusammengetrieben und von einer Schar Angetrunkener erschossen. Die Täter fliehen kurz darauf ins Ausland. Schloss Rechnitz geht in Flammen auf, die Russen marschieren ein. Elfriede Jelinek begibt sich auf Spurensuche, aber nicht als Historikerin: Auf der Folie von Luis Bunuels "Der Würgeengel" drängen in Rechnitz Boten in einen Raum, den keiner mehr verlassen wird. Sie berichten, in Wiederholungen, Variationen und Widersprüchen, von der grausamen Tat, versuchen, das Unsagbare in Worte zu fassen, umkreisen das Ungeheuerliche, ohne sein Zentrum zu erreichen.
06.10.2011 18:59:15
(22297 Beiträge)
Literatur im Fernsehen
Do 13. Oktober
15:00 3sat Druck machen!
Ob sie massenhaft produzieren oder in mühevoller Handarbeit ihre Werke herstellen: Die Lichtdrucker aus Leipzig, der Offset-Drucker Stefan Heinbockel und der Buchdrucker Heinrich Buser - sie alle eint ihre Leidenschaft zur "Schwarzen Kunst". Die Dokumentation von Frank Diederichs ist ein Film über Menschen, die mit traditionellen und modernen Drucktechniken arbeiten.
15:45 3sat Karawane der Bücher
Im Norden Kenias gibt es die einzige Kamel-Bibliothek der Welt. Vorbei an Giraffen und Antilopen schleppt eine schwer bepackte Karawane regelmäßig Lesestoff in die unwegsame Savanne.
21:00 3sat 3satbuchzeit
Am 12. Oktober 2011 öffnet die Frankfurter Buchmesse ihre Tore. Für "3satbuchzeit" bahnt sich Gert Scobel einen Weg durch den Dschungel der Neuerscheinungen. Sein Fokus liegt dabei auf dem Thema "Macht".
23:35 mdr Fröhlich lesen. Autoren zu Gast bei Susanne Fröhlich
Abschiednehmen zu Lebzeiten
23:40 BR Suchers Leidenschaften - Arthur Schnitzler
Zum dritten Mal präsentiert C. Bernd Sucher Literatur und Musik im Münchner Wirthaus im Schlachthof. Der österreichische Dramatiker Arthur Schnitzler (1862-1931) steht im Mittelpunkt dieser Ausgabe von "Suchers Leidenschaften".
23:45 SWR Literatur im Foyer
Felicitas von Lovenberg im Gespräch mit Thea Dorn, Denis Scheck und Ijoma Mangold
00:45 ZDF Das blaue Sofa extra: Frankfurter Buchmesse
mit Wolfgang Herles
01:25 3sat Das Blaue Sofa. Von der Frankfurter Buchmesse
Höhepunkte der Gespräche mit den Top-Autoren dieses Herbstes
Fr 14. Oktober
14:00 3sat Das Blaue Sofa. Von der Frankfurter Buchmesse
Höhepunkte der Gespräche mit den Top-Autoren dieses Herbstes
Sa 15. Oktober
23:35 arte Metropolis
"Metropolis" berichtet von der Frankfurter Buchmesse - Moderation: Anja Höfer
So 16. Oktober
08:00 hr hr-Büchermatinee
Mit Denis Scheck und Dieter Moor. Die hr-Büchermatinee bringt die Highlights der ARD-Bühne von der Frankfurter Buchmesse.
10:15 3sat Literatur im Foyer. Von der Buchmesse Frankfurt
Felicitas von Lovenberg im Gespräch mit Thea Dorn, Denis Scheck und Ijoma Mangold
11:00 ZDF Friedenspreis des deutschen Buchhandels 2011
Live aus der Frankfurter Paulskirche: Der Friedenspreis wird in diesem Jahr dem in Algerien unter Publikationsverbot lebenden Schriftsteller Boualem Sansal verliehen. "Mit der Wahl des Friedenspreisträgers will der Börsenverein des Deutschen Buchhandels ein Zeichen setzen für die Demokratiebewegung in Nordafrika", so der Vorsteher des Börsenvereins, Gottfried Honnefelder.
11:15 3sat Siegfried Lenz. Schrifsteller und Menschenfreund
Der Film "Siegfried Lenz" zeichnet das Leben des charismatischen und gleichzeitig bescheidenen Schriftstellers nach und geht seinem bis heute ungebrochenen Erfolg auf den Grund. Darüber hinaus schildern langjährige Freunde, Kollegen und Wegbegleiter wie Helmut Schmidt, Günter Grass und Marcel Reich-Ranicki in sehr persönlichen Worten ihre Sicht auf den Schriftsteller und Menschenfreund.
12:00 BR Marieluise Fleißer. Provinz & Provokation
Als Frau fiel sie auf. Sie trug dicke Brillen und Kostüme, die sie aus ausgefallenen Stoffen schneidern ließ. Sie hatte einen sehr eleganten Gang. Ihre Bühne wäre die Großstadt gewesen. Zu Lebzeiten kam sie über Ingolstadt jedoch kaum hinaus. Heute sieht man Marieluise Fleißer (1901-1974) als die einzige bayerische Schriftstellerin, deren Literatur Weltniveau erreichte.
13:30 3sat Das blaue Sofa extra: Frankfurter Buchmesse
mit Wolfgang Herles
23:05 Das Erste ttt extra - titel thesen temperamente
Die 63. Frankfurter Buchmesse: Sie ist die größte Buchmesse der Welt. Viele tausend Aussteller und noch mehr neue Bücher aus über 100 Ländern präsentieren sich. Ein riesiger Markt. Nicht nur für Verleger, Agenten, Lizenzkäufer und Autoren, sondern auch für Drehbuchautoren und Filmproduzenten, die den zentralen Ort zum Kennenlernen, Austausch und Diskussionen nutzen. "ttt" gibt Einblicke in die internationalen Bücherschau, präsentiert Highlights und stellt das diesjährige Gastland der Buchmesse vor: Island.
23:10 arte Boualem Sansal - Literatur statt Krieg
Boualem Sansal, 1949 in Téniet el Had geboren, schrieb mit "Schwur der Barbaren" (2003) seinen ersten Roman. Mittlerweile hat er sechs Bücher veröffentlicht, aber in seiner Heimat Algerien sind sie fast alle verboten. - Er ist 2011 Träger des Friedenspreises des deutschen Buchhandels
23:45 BR Die Nacht des Leguan USA 1963
John Hustons atmosphärisch dichte Tennessee-Williams-Verfilmung mit Richard Burton
Mo 17. Oktober
11:30 arte Die großen Dramatiker: Tschechow
"Bei Anton Tschechow geht einem das Herz auf", freut sich der Schauspieler Ulrich Matthes. Und Juliette Binoche, die durch diesen Film führt, hätte den russischen Dramatiker vom Fleck weg geheiratet: "Er ist der Autor der Wahrheit und der Demut!" Kevin Spacey pflichtet bei: "Tschechows Menschen sind liebenswert und in allen erkennen wir uns wieder." Juliette Binoche blickt auf die dramatischen Sittengemälde Tschechows, die vom Niedergang des Adels und dem Anbruch einer neuen Zeit handeln.
23:25 BR LeseZeichen
Mit: Melanie Mühl: "Die Patchwork-Lüge" (Hanser), Julia Benkert spricht mit Leif Randt über dessen Buch: "Schimmernder Dunst über Coby County" (Berlin), Jens Bisky: "Unser Köni" (Rowohlt) und "Meister der komischen Kunst. Marie Marcks" (Kunstmann)
Di 18. Oktober
23:15 WDR Elegy oder die Kunst zu lieben
Die Spanierin Isabel Coixet, die bereits in "Mein Leben ohne mich" und "Das geheime Leben der Worte" einfühlsam Frauencharaktere inszenierte, ergänzt in ihrer Verfilmung des Bestsellers von Philip Roth dessen Macho-Perspektive um die weibliche Sicht.
Mi 19. Oktober
13:15 3sat Überall ist Süden
Die Wirklichkeiten des Tennessee Williams - Gier, Wertverlust und Krisen sind die Stoffe, aus denen der amerikanische Dramatiker Tennessee Williams (1911 - 1983) seine Werke schuf. Sie sind auch heute signifikant.
14:00 3sat Mark Twains Mississippi
"Über den Mississippi zu lesen lohnt sich durchaus. Schließlich ist er kein Wald- und Wiesenfluss, sondern in jeder Hinsicht etwas Besonderes" - schreibt Mark Twain (1835 - 1910) in seinem Erinnerungsbuch über das "Leben auf dem Mississippi". Heute ist der Fluss durch Schleusen und Dämme längst der Zivilisation angepasst. An den Ufern wachsen autogerecht Städte und leben Kinder, die vom Fernsehen mit Abenteuern versorgt werden. Was also ist von Mark Twains Mississippi übrig geblieben?
Literatur im Radio
Fr 14. Oktober
16:10 Deutschlandfunk Science Fiction in Deutschland - aus Anlass des 50. Jahrgangs der Heftromanserie "Perry Rhodan"
"Zu Gast Klaus N. Frick und Joachim Körber, Moderation: Denis Scheck
Live von der Frankfurter Buchmesse"
Sa 15. Oktober
20:05 Deutschlandfunk Nosferatu - Der doppelte Vampir | Nach dem Originaldrehbuch von Friedrich Wilhelm Murnau und Bram Stokers "Dracula"
Bram Stokers Vampirroman "Dracula" war die Vorlage zu Murnaus Film. Aus "Dracula" wird "Nosferatu - Der doppelte Vampir". In seinem epochemachenden Stummfilm aus dem Jahr 1922 inszenierte Murnau das Grauen über die verworrene Zeit der Weimarer Republik als subtiles Kammerspiel des Terrors. Im Auftrag eines Häusermaklers reist der jung verheiratete Hutter in die Karpaten. Er schließt einen Vertrag mit dem Vampir Graf Orlok, der daraufhin nach Deutschland reist, die Pest bringt und erst durch ein Liebesopfer von Hutters schöner Frau vernichtet wird.
Sa 15. Oktober
23:05 Deutschlandradio Kultur Fazit | Von der Internationalen Frankfurter Buchmesse
u.a. mit Josef Haslinger, Eva Mattes, Steinunn Sigurdardóttir und Urs Widmer; Moderation: Barbara Wahlster, Sigried Wesener und Dorothea Westphal
Mi 19. Oktober
21:33 Deutschlandradio Kultur Kind sein/kein Kind mehr sein: Warum das Kind in der Polenta kocht | Von Aglaja Veteranyi
Das Kind einer rumänischen Artistenfamilie lebt in zwei Welten, der farbig verklärten Heimat von Zirkus und Wohnwagen und der harten Wirklichkeit des ständigen Fremd- und Unterwegsseins. Voller Illusionen ist die Familie den Verheißungen des Westens gefolgt: Ein großes Haus soll gekauft, die Tochter ein Filmstar werden. Doch es kommt anders. Und die Geschichten vom Kind, das in der Polenta kocht, die sich die Geschwister als Gegengift gegen die bitteren Erfahrungen erzählen, werden immer grausiger.
Do 13. Oktober
15:00 3sat Druck machen!
Ob sie massenhaft produzieren oder in mühevoller Handarbeit ihre Werke herstellen: Die Lichtdrucker aus Leipzig, der Offset-Drucker Stefan Heinbockel und der Buchdrucker Heinrich Buser - sie alle eint ihre Leidenschaft zur "Schwarzen Kunst". Die Dokumentation von Frank Diederichs ist ein Film über Menschen, die mit traditionellen und modernen Drucktechniken arbeiten.
15:45 3sat Karawane der Bücher
Im Norden Kenias gibt es die einzige Kamel-Bibliothek der Welt. Vorbei an Giraffen und Antilopen schleppt eine schwer bepackte Karawane regelmäßig Lesestoff in die unwegsame Savanne.
21:00 3sat 3satbuchzeit
Am 12. Oktober 2011 öffnet die Frankfurter Buchmesse ihre Tore. Für "3satbuchzeit" bahnt sich Gert Scobel einen Weg durch den Dschungel der Neuerscheinungen. Sein Fokus liegt dabei auf dem Thema "Macht".
23:35 mdr Fröhlich lesen. Autoren zu Gast bei Susanne Fröhlich
Abschiednehmen zu Lebzeiten
23:40 BR Suchers Leidenschaften - Arthur Schnitzler
Zum dritten Mal präsentiert C. Bernd Sucher Literatur und Musik im Münchner Wirthaus im Schlachthof. Der österreichische Dramatiker Arthur Schnitzler (1862-1931) steht im Mittelpunkt dieser Ausgabe von "Suchers Leidenschaften".
23:45 SWR Literatur im Foyer
Felicitas von Lovenberg im Gespräch mit Thea Dorn, Denis Scheck und Ijoma Mangold
00:45 ZDF Das blaue Sofa extra: Frankfurter Buchmesse
mit Wolfgang Herles
01:25 3sat Das Blaue Sofa. Von der Frankfurter Buchmesse
Höhepunkte der Gespräche mit den Top-Autoren dieses Herbstes
Fr 14. Oktober
14:00 3sat Das Blaue Sofa. Von der Frankfurter Buchmesse
Höhepunkte der Gespräche mit den Top-Autoren dieses Herbstes
Sa 15. Oktober
23:35 arte Metropolis
"Metropolis" berichtet von der Frankfurter Buchmesse - Moderation: Anja Höfer
So 16. Oktober
08:00 hr hr-Büchermatinee
Mit Denis Scheck und Dieter Moor. Die hr-Büchermatinee bringt die Highlights der ARD-Bühne von der Frankfurter Buchmesse.
10:15 3sat Literatur im Foyer. Von der Buchmesse Frankfurt
Felicitas von Lovenberg im Gespräch mit Thea Dorn, Denis Scheck und Ijoma Mangold
11:00 ZDF Friedenspreis des deutschen Buchhandels 2011
Live aus der Frankfurter Paulskirche: Der Friedenspreis wird in diesem Jahr dem in Algerien unter Publikationsverbot lebenden Schriftsteller Boualem Sansal verliehen. "Mit der Wahl des Friedenspreisträgers will der Börsenverein des Deutschen Buchhandels ein Zeichen setzen für die Demokratiebewegung in Nordafrika", so der Vorsteher des Börsenvereins, Gottfried Honnefelder.
11:15 3sat Siegfried Lenz. Schrifsteller und Menschenfreund
Der Film "Siegfried Lenz" zeichnet das Leben des charismatischen und gleichzeitig bescheidenen Schriftstellers nach und geht seinem bis heute ungebrochenen Erfolg auf den Grund. Darüber hinaus schildern langjährige Freunde, Kollegen und Wegbegleiter wie Helmut Schmidt, Günter Grass und Marcel Reich-Ranicki in sehr persönlichen Worten ihre Sicht auf den Schriftsteller und Menschenfreund.
12:00 BR Marieluise Fleißer. Provinz & Provokation
Als Frau fiel sie auf. Sie trug dicke Brillen und Kostüme, die sie aus ausgefallenen Stoffen schneidern ließ. Sie hatte einen sehr eleganten Gang. Ihre Bühne wäre die Großstadt gewesen. Zu Lebzeiten kam sie über Ingolstadt jedoch kaum hinaus. Heute sieht man Marieluise Fleißer (1901-1974) als die einzige bayerische Schriftstellerin, deren Literatur Weltniveau erreichte.
13:30 3sat Das blaue Sofa extra: Frankfurter Buchmesse
mit Wolfgang Herles
23:05 Das Erste ttt extra - titel thesen temperamente
Die 63. Frankfurter Buchmesse: Sie ist die größte Buchmesse der Welt. Viele tausend Aussteller und noch mehr neue Bücher aus über 100 Ländern präsentieren sich. Ein riesiger Markt. Nicht nur für Verleger, Agenten, Lizenzkäufer und Autoren, sondern auch für Drehbuchautoren und Filmproduzenten, die den zentralen Ort zum Kennenlernen, Austausch und Diskussionen nutzen. "ttt" gibt Einblicke in die internationalen Bücherschau, präsentiert Highlights und stellt das diesjährige Gastland der Buchmesse vor: Island.
23:10 arte Boualem Sansal - Literatur statt Krieg
Boualem Sansal, 1949 in Téniet el Had geboren, schrieb mit "Schwur der Barbaren" (2003) seinen ersten Roman. Mittlerweile hat er sechs Bücher veröffentlicht, aber in seiner Heimat Algerien sind sie fast alle verboten. - Er ist 2011 Träger des Friedenspreises des deutschen Buchhandels
23:45 BR Die Nacht des Leguan USA 1963
John Hustons atmosphärisch dichte Tennessee-Williams-Verfilmung mit Richard Burton
Mo 17. Oktober
11:30 arte Die großen Dramatiker: Tschechow
"Bei Anton Tschechow geht einem das Herz auf", freut sich der Schauspieler Ulrich Matthes. Und Juliette Binoche, die durch diesen Film führt, hätte den russischen Dramatiker vom Fleck weg geheiratet: "Er ist der Autor der Wahrheit und der Demut!" Kevin Spacey pflichtet bei: "Tschechows Menschen sind liebenswert und in allen erkennen wir uns wieder." Juliette Binoche blickt auf die dramatischen Sittengemälde Tschechows, die vom Niedergang des Adels und dem Anbruch einer neuen Zeit handeln.
23:25 BR LeseZeichen
Mit: Melanie Mühl: "Die Patchwork-Lüge" (Hanser), Julia Benkert spricht mit Leif Randt über dessen Buch: "Schimmernder Dunst über Coby County" (Berlin), Jens Bisky: "Unser Köni" (Rowohlt) und "Meister der komischen Kunst. Marie Marcks" (Kunstmann)
Di 18. Oktober
23:15 WDR Elegy oder die Kunst zu lieben
Die Spanierin Isabel Coixet, die bereits in "Mein Leben ohne mich" und "Das geheime Leben der Worte" einfühlsam Frauencharaktere inszenierte, ergänzt in ihrer Verfilmung des Bestsellers von Philip Roth dessen Macho-Perspektive um die weibliche Sicht.
Mi 19. Oktober
13:15 3sat Überall ist Süden
Die Wirklichkeiten des Tennessee Williams - Gier, Wertverlust und Krisen sind die Stoffe, aus denen der amerikanische Dramatiker Tennessee Williams (1911 - 1983) seine Werke schuf. Sie sind auch heute signifikant.
14:00 3sat Mark Twains Mississippi
"Über den Mississippi zu lesen lohnt sich durchaus. Schließlich ist er kein Wald- und Wiesenfluss, sondern in jeder Hinsicht etwas Besonderes" - schreibt Mark Twain (1835 - 1910) in seinem Erinnerungsbuch über das "Leben auf dem Mississippi". Heute ist der Fluss durch Schleusen und Dämme längst der Zivilisation angepasst. An den Ufern wachsen autogerecht Städte und leben Kinder, die vom Fernsehen mit Abenteuern versorgt werden. Was also ist von Mark Twains Mississippi übrig geblieben?
Literatur im Radio
Fr 14. Oktober
16:10 Deutschlandfunk Science Fiction in Deutschland - aus Anlass des 50. Jahrgangs der Heftromanserie "Perry Rhodan"
"Zu Gast Klaus N. Frick und Joachim Körber, Moderation: Denis Scheck
Live von der Frankfurter Buchmesse"
Sa 15. Oktober
20:05 Deutschlandfunk Nosferatu - Der doppelte Vampir | Nach dem Originaldrehbuch von Friedrich Wilhelm Murnau und Bram Stokers "Dracula"
Bram Stokers Vampirroman "Dracula" war die Vorlage zu Murnaus Film. Aus "Dracula" wird "Nosferatu - Der doppelte Vampir". In seinem epochemachenden Stummfilm aus dem Jahr 1922 inszenierte Murnau das Grauen über die verworrene Zeit der Weimarer Republik als subtiles Kammerspiel des Terrors. Im Auftrag eines Häusermaklers reist der jung verheiratete Hutter in die Karpaten. Er schließt einen Vertrag mit dem Vampir Graf Orlok, der daraufhin nach Deutschland reist, die Pest bringt und erst durch ein Liebesopfer von Hutters schöner Frau vernichtet wird.
Sa 15. Oktober
23:05 Deutschlandradio Kultur Fazit | Von der Internationalen Frankfurter Buchmesse
u.a. mit Josef Haslinger, Eva Mattes, Steinunn Sigurdardóttir und Urs Widmer; Moderation: Barbara Wahlster, Sigried Wesener und Dorothea Westphal
Mi 19. Oktober
21:33 Deutschlandradio Kultur Kind sein/kein Kind mehr sein: Warum das Kind in der Polenta kocht | Von Aglaja Veteranyi
Das Kind einer rumänischen Artistenfamilie lebt in zwei Welten, der farbig verklärten Heimat von Zirkus und Wohnwagen und der harten Wirklichkeit des ständigen Fremd- und Unterwegsseins. Voller Illusionen ist die Familie den Verheißungen des Westens gefolgt: Ein großes Haus soll gekauft, die Tochter ein Filmstar werden. Doch es kommt anders. Und die Geschichten vom Kind, das in der Polenta kocht, die sich die Geschwister als Gegengift gegen die bitteren Erfahrungen erzählen, werden immer grausiger.
13.10.2011 15:16:07
(22297 Beiträge)
Literatur im Fernsehen
Do 20. Oktober
20:15 HR Insel des Lichts D 2008
Nora Bernd ist ein Fernsehstar. In ihren beliebten Ratgeber-Sendungen geht sie einfühlsam auf die Probleme verzweifelter Mitmenschen ein. Niemand ahnt, dass ihre Weisheiten nur für andere gelten - denn ihr eigenes Leben liegt in Scherben. - Wolf Gremm adaptierte das Buch der populären US-Bestsellerautorin Kristin Hannah. Gedreht wurde vor dem einzigartigen Naturpanorama der größten deutschen Insel Rügen.
23:45 SWR Literatur im Foyer
Thea Dorn im Gespräch mit Elke Heidenreich und Hans Neuenfels: Es lebe die Oper!
So 23. Oktober
23:50 Das Erste Druckfrisch. Neue Bücher mit Denis Scheck
Mo 24. Oktober
10:30 arte Der Fall Céline
Louis-Ferdinand Céline verfasste zwei Romane, die als Meisterwerke in die Literatur des 20. Jahrhunderts eingingen: "Reise ans Ende der Nacht" (1932) und "Tod auf Kredit" (1936). Neben Marcel Proust ist er einer der meistübersetzten französischen Schriftsteller. Trotz dieses Ranges in der großen Literatur ist Célines schriftstellerisches Werk nicht unumstritten. Der Dokumentarfilm versucht, die heftigen Kontroversen um den Schriftsteller Céline und sein Werk darzustellen. Wie lässt sich der Widerspruch erklären, dass dieser Arzt und Schriftsteller, der Leiden, Einsamkeit und Ängste der Menschen so feinfühlig wahrnahm und literarisch so wahrheitsgetreu verarbeitete, einer derart abscheulichen Menschenverachtung fähig war?
11:25 arte Europas Erbe - Die großen Dramatiker: Brecht
Er ist Pop! Er ist Hochkultur! Er ist Entertainer und Weltverbesserer! Bertolt Brecht - ein Dramatiker, der überall auf der Welt bekannt ist. Max Raabe stellt diesen Alleskönner vor, denn Brecht schrieb nicht nur Erfolgsstücke - wie die "Mutter Courage", den "Baal" und "Die Dreigroschenoper" - er revolutionierte auch als Theatertheoretiker die Bühne.
23:10 3sat scobel extra - Siri Hustvedt im Gespräch mit Gert Scobel
Wie werde ich der Mensch, der ich bin? Wie kann ich ein freierer Mensch werden? Die amerikanische Schriftstellerin Siri Hustvedt, bekannt geworden durch ihren Roman "Was ich liebte", beschäftigt sich in ihren Büchern nicht nur mit Literatur und Kunst. Ihre große Leidenschaft gilt auch den Neurowissenschaften und der Psychoanalyse. Sie hat sich als "Quereinsteigerin" inzwischen so weit in die Materie vertieft, dass sie Vorträge auf Kongressen hält und stolz darauf ist, nun ihren ersten wissenschaftlichen Artikel publizieren zu können.
23:25 BR LeseZeichen
Mi 26. Oktober
00:50 Das Erste Cartagena - Zwischen Liebe und Tod F 2009
Im Ring schickte Boxchampion Léo einst jeden auf die Bretter. Doch inzwischen hat das Leben hart zurückgeschlagen, Léo bewohnt ein tristes, heruntergekommenes Zimmer in einer südamerikanischen Hafenstadt. Aus Geldnot nimmt er einen Job als Krankenpfleger bei der schwerbehinderten Muriel an, die vor ihrem tragischen Unfall ein glückliches und selbstbestimmtes Leben führte. Zwischen der stolzen Frau, die trotz ihrer schwierigen Lage die Würde bewahrt, und dem gebrochenen Quartaltrinker kommt es zur vorsichtigen Annäherung - bis Léo von seiner Vergangenheit eingeholt wird. - Sophie Marceau und Christopher Lambert führen einen ungewöhnlichen Kampf in Alain Monnes bewegendem Regiedebüt, das auf einem Roman von Eric Holder basiert.
Literatur im Radio
Sa 22. Oktober
20:05 Deutschlandfunk Die Geschichte vom Fräulein Pollinger | Von Ödön von Horváth
"Es war einmal ein Fräulein, das hieß Agnes Pollinger und fiel bei den besseren Herren nirgends besonders auf. Bis vor einigen Wochen hatte sie im Kontor einer Kraftwagenvermietung gearbeitet, aber dann wurde sie aus heiterstem Himmel heraus plötzlich arbeitslos in Folge der katastrophalen Konjunktur. Fräulein Pollinger blieb trotz allem gutmütig und verschloss sich den Herren nicht." So beginnen die in München spielenden Geschichten vom Fräulein Pollinger, die der Herausgeber Traugott Krischke nach fragmentarischen Entwürfen Ödön von Horváths adaptierte.
Sa 22. Oktober
23:05 Deutschlandfunk "The Crazy Never Die". Die Lange Nacht über Hunter S. Thompson | Von Tom Noga
Hunter S. Thompson war einer der bedeutendsten Chronisten der 60er-Jahre und neben Tom Wolfe der wichtigste Vertreter des New Journalism, eines Journalismus, der die Grenzen von Realität und Fiktion auslotet. Seinen Stil bezeichnete Hunter als Gonzo, nach einem amerikanisch-irischen Slangausdruck für den letzten Mann, der nach einem Saufgelage noch stehen kann. Gonzo ist streng subjektiv, Realität und Fiktion vermischen sich, der Autor wird Teil der Handlung, treibt sie sogar voran. Sein Hauptwerk war "Angst und Schrecken in Las Vegas", erschienen 1971. Darin ist die Wirklichkeit nur noch eine Folie, auf der sich eine abstruse, weitgehend fiktive Drogenstory abspielt - ein wirrer und irrer Abgesang auf die 60er-Jahre und die Idee eines offenen, jungen und gestaltbaren Landes. Mit "Angst und Schrecken in Las Vegas" avancierte Hunter S. Thompson zur Ikone der Gegenkultur. Er schrieb, streng subjektiv versteht sich, über amerikanische Wahlkämpfe, goss Hohn und Spott über Fitness-Fanatiker und ließ sich in Kolumnen zu allem aus, was ihm gerade so in den Sinn kam - bis zum letzten Atemzug ein unbequemer Geist, exzentrisch, rebellisch, widersprüchlich.
So 23. Oktober
18:30 Deutschlandradio Kultur Evariste, Georg, Heinrich und Franz oder Die unendliche Tiefe der Leere | Von Hildegard Lena Kuhlenberg
Drei Genies treffen sich zu einem Duell der Ideen und Gedanken. Evariste Galois (1811-1832), politischer Aktivist und berühmter Mathematiker, Georg Büchner (1813-1837) und Heinrich von Kleist (1777-1811). Im Hintergrund bleibt ein weiterer Duellant: Franz Schubert (1797-1828). Er versucht nicht, mit Worten zu überzeugen, sondern mit seinen musikalischen Variationen. Alle eint die "Suche nach Wahrheit, nicht nach Wissen". Das Treffen der klugen Geister wird zunehmend konkreter und man versucht, die eigenen frühen Tode zu ergründen. Sollte man nicht vom Duellplatz zur Theaterbühne wechseln?
Di 25. Oktober
19:30 Deutschlandradio Kultur Das Schweigen beim Sprechen. Ilse Aichinger in Radiogesprächen | Von Christine Nagel
Die große österreichische Schriftstellerin Ilse Aichinger, die am 1. November 2011 90 Jahre alt wird, galt lange Zeit als interviewscheue Autorin. Dies änderte sich mit zunehmendem Alter. Die Sendung hört in ihre Rundfunkinterviews hinein, erkundet, wie sich rückblickend Aussagen zu Schreiben und Sprache mit ihrem Werk als Schriftstellerin ergänzen. Das Dialogische findet sich im Sprechen und in ihrer Literatur, und oftmals hat es komische Momente. Als Ilse Aichinger 1952 den Preis der Gruppe 47 für ihre "Spiegelgeschichte" erhielt, stand sie zwar, wie Ingeborg Bachmann, im Mittelpunkt des literarischen Interesses. Doch wenn man nach Interviews sucht, ob in Presse oder Rundfunk, sind solche erst ab 1971 zu finden. Zu dieser Zeit lag ihr Hauptwerk größtenteils vor; es folgten zwanzig Jahre, in denen sie kaum schrieb und nichts veröffentlichte. Erst hier beginnt sie zu sprechen, über das Schweigen, die Erinnerung und notwendige Sätze. Als sie in den 90er-Jahren von zu oft wiederholten Aussagen abrückt, da die Gesprächspartner sie darauf festzulegen scheinen, entwickelt sie im sprechenden Nachdenken das Stichwort für ihr Spätwerk: das Verschwinden.
Do 20. Oktober
20:15 HR Insel des Lichts D 2008
Nora Bernd ist ein Fernsehstar. In ihren beliebten Ratgeber-Sendungen geht sie einfühlsam auf die Probleme verzweifelter Mitmenschen ein. Niemand ahnt, dass ihre Weisheiten nur für andere gelten - denn ihr eigenes Leben liegt in Scherben. - Wolf Gremm adaptierte das Buch der populären US-Bestsellerautorin Kristin Hannah. Gedreht wurde vor dem einzigartigen Naturpanorama der größten deutschen Insel Rügen.
23:45 SWR Literatur im Foyer
Thea Dorn im Gespräch mit Elke Heidenreich und Hans Neuenfels: Es lebe die Oper!
So 23. Oktober
23:50 Das Erste Druckfrisch. Neue Bücher mit Denis Scheck
Mo 24. Oktober
10:30 arte Der Fall Céline
Louis-Ferdinand Céline verfasste zwei Romane, die als Meisterwerke in die Literatur des 20. Jahrhunderts eingingen: "Reise ans Ende der Nacht" (1932) und "Tod auf Kredit" (1936). Neben Marcel Proust ist er einer der meistübersetzten französischen Schriftsteller. Trotz dieses Ranges in der großen Literatur ist Célines schriftstellerisches Werk nicht unumstritten. Der Dokumentarfilm versucht, die heftigen Kontroversen um den Schriftsteller Céline und sein Werk darzustellen. Wie lässt sich der Widerspruch erklären, dass dieser Arzt und Schriftsteller, der Leiden, Einsamkeit und Ängste der Menschen so feinfühlig wahrnahm und literarisch so wahrheitsgetreu verarbeitete, einer derart abscheulichen Menschenverachtung fähig war?
11:25 arte Europas Erbe - Die großen Dramatiker: Brecht
Er ist Pop! Er ist Hochkultur! Er ist Entertainer und Weltverbesserer! Bertolt Brecht - ein Dramatiker, der überall auf der Welt bekannt ist. Max Raabe stellt diesen Alleskönner vor, denn Brecht schrieb nicht nur Erfolgsstücke - wie die "Mutter Courage", den "Baal" und "Die Dreigroschenoper" - er revolutionierte auch als Theatertheoretiker die Bühne.
23:10 3sat scobel extra - Siri Hustvedt im Gespräch mit Gert Scobel
Wie werde ich der Mensch, der ich bin? Wie kann ich ein freierer Mensch werden? Die amerikanische Schriftstellerin Siri Hustvedt, bekannt geworden durch ihren Roman "Was ich liebte", beschäftigt sich in ihren Büchern nicht nur mit Literatur und Kunst. Ihre große Leidenschaft gilt auch den Neurowissenschaften und der Psychoanalyse. Sie hat sich als "Quereinsteigerin" inzwischen so weit in die Materie vertieft, dass sie Vorträge auf Kongressen hält und stolz darauf ist, nun ihren ersten wissenschaftlichen Artikel publizieren zu können.
23:25 BR LeseZeichen
Mi 26. Oktober
00:50 Das Erste Cartagena - Zwischen Liebe und Tod F 2009
Im Ring schickte Boxchampion Léo einst jeden auf die Bretter. Doch inzwischen hat das Leben hart zurückgeschlagen, Léo bewohnt ein tristes, heruntergekommenes Zimmer in einer südamerikanischen Hafenstadt. Aus Geldnot nimmt er einen Job als Krankenpfleger bei der schwerbehinderten Muriel an, die vor ihrem tragischen Unfall ein glückliches und selbstbestimmtes Leben führte. Zwischen der stolzen Frau, die trotz ihrer schwierigen Lage die Würde bewahrt, und dem gebrochenen Quartaltrinker kommt es zur vorsichtigen Annäherung - bis Léo von seiner Vergangenheit eingeholt wird. - Sophie Marceau und Christopher Lambert führen einen ungewöhnlichen Kampf in Alain Monnes bewegendem Regiedebüt, das auf einem Roman von Eric Holder basiert.
Literatur im Radio
Sa 22. Oktober
20:05 Deutschlandfunk Die Geschichte vom Fräulein Pollinger | Von Ödön von Horváth
"Es war einmal ein Fräulein, das hieß Agnes Pollinger und fiel bei den besseren Herren nirgends besonders auf. Bis vor einigen Wochen hatte sie im Kontor einer Kraftwagenvermietung gearbeitet, aber dann wurde sie aus heiterstem Himmel heraus plötzlich arbeitslos in Folge der katastrophalen Konjunktur. Fräulein Pollinger blieb trotz allem gutmütig und verschloss sich den Herren nicht." So beginnen die in München spielenden Geschichten vom Fräulein Pollinger, die der Herausgeber Traugott Krischke nach fragmentarischen Entwürfen Ödön von Horváths adaptierte.
Sa 22. Oktober
23:05 Deutschlandfunk "The Crazy Never Die". Die Lange Nacht über Hunter S. Thompson | Von Tom Noga
Hunter S. Thompson war einer der bedeutendsten Chronisten der 60er-Jahre und neben Tom Wolfe der wichtigste Vertreter des New Journalism, eines Journalismus, der die Grenzen von Realität und Fiktion auslotet. Seinen Stil bezeichnete Hunter als Gonzo, nach einem amerikanisch-irischen Slangausdruck für den letzten Mann, der nach einem Saufgelage noch stehen kann. Gonzo ist streng subjektiv, Realität und Fiktion vermischen sich, der Autor wird Teil der Handlung, treibt sie sogar voran. Sein Hauptwerk war "Angst und Schrecken in Las Vegas", erschienen 1971. Darin ist die Wirklichkeit nur noch eine Folie, auf der sich eine abstruse, weitgehend fiktive Drogenstory abspielt - ein wirrer und irrer Abgesang auf die 60er-Jahre und die Idee eines offenen, jungen und gestaltbaren Landes. Mit "Angst und Schrecken in Las Vegas" avancierte Hunter S. Thompson zur Ikone der Gegenkultur. Er schrieb, streng subjektiv versteht sich, über amerikanische Wahlkämpfe, goss Hohn und Spott über Fitness-Fanatiker und ließ sich in Kolumnen zu allem aus, was ihm gerade so in den Sinn kam - bis zum letzten Atemzug ein unbequemer Geist, exzentrisch, rebellisch, widersprüchlich.
So 23. Oktober
18:30 Deutschlandradio Kultur Evariste, Georg, Heinrich und Franz oder Die unendliche Tiefe der Leere | Von Hildegard Lena Kuhlenberg
Drei Genies treffen sich zu einem Duell der Ideen und Gedanken. Evariste Galois (1811-1832), politischer Aktivist und berühmter Mathematiker, Georg Büchner (1813-1837) und Heinrich von Kleist (1777-1811). Im Hintergrund bleibt ein weiterer Duellant: Franz Schubert (1797-1828). Er versucht nicht, mit Worten zu überzeugen, sondern mit seinen musikalischen Variationen. Alle eint die "Suche nach Wahrheit, nicht nach Wissen". Das Treffen der klugen Geister wird zunehmend konkreter und man versucht, die eigenen frühen Tode zu ergründen. Sollte man nicht vom Duellplatz zur Theaterbühne wechseln?
Di 25. Oktober
19:30 Deutschlandradio Kultur Das Schweigen beim Sprechen. Ilse Aichinger in Radiogesprächen | Von Christine Nagel
Die große österreichische Schriftstellerin Ilse Aichinger, die am 1. November 2011 90 Jahre alt wird, galt lange Zeit als interviewscheue Autorin. Dies änderte sich mit zunehmendem Alter. Die Sendung hört in ihre Rundfunkinterviews hinein, erkundet, wie sich rückblickend Aussagen zu Schreiben und Sprache mit ihrem Werk als Schriftstellerin ergänzen. Das Dialogische findet sich im Sprechen und in ihrer Literatur, und oftmals hat es komische Momente. Als Ilse Aichinger 1952 den Preis der Gruppe 47 für ihre "Spiegelgeschichte" erhielt, stand sie zwar, wie Ingeborg Bachmann, im Mittelpunkt des literarischen Interesses. Doch wenn man nach Interviews sucht, ob in Presse oder Rundfunk, sind solche erst ab 1971 zu finden. Zu dieser Zeit lag ihr Hauptwerk größtenteils vor; es folgten zwanzig Jahre, in denen sie kaum schrieb und nichts veröffentlichte. Erst hier beginnt sie zu sprechen, über das Schweigen, die Erinnerung und notwendige Sätze. Als sie in den 90er-Jahren von zu oft wiederholten Aussagen abrückt, da die Gesprächspartner sie darauf festzulegen scheinen, entwickelt sie im sprechenden Nachdenken das Stichwort für ihr Spätwerk: das Verschwinden.
20.10.2011 15:40:40
(22297 Beiträge)
Literatur im Fernsehen
Do 27. Oktober
20:15 3sat Dracula lebt - Das Vermächtnis des Grafen
Die ruhelosen Geister sind unter uns, nicht nur in Dörfern mitten in Europa. Immer neue Bücher, Kinofilme und Fernsehserien lassen die Untoten auferstehen. Weltweit grassiert ein regelrechtes Vampir-Fieber. Es sind die großen Lebensthemen in den Vampirgeschichten, die Millionen von Menschen in ihren Bann ziehen: Liebe, Tod, Leidenschaft, die Suche nach erfüllter Liebe und Erlösung. Das berühmteste Vorbild hat Bram Stoker mit seinem "Dracula" geschaffen. Die Bestseller-Autorin Stephenie Meyer hat mit ihrer "Twilight"-Saga den Nerv der Zeit getroffen. Die Fangemeinde des Mädchens Bella und des Blutsaugers Edward Cullen wächst stetig. Schauspieler Robert Pattinson, der Edward im Film verkörpert, ist zum Idol einer ganzen Generation Jugendlicher geworden.
20:15 arte Boxhagener Platz D 2008
1968, in Ostberlin: Studentenunruhen und sexuelle Revolution im Westen, Panzer in Prag. Und auf dem Ostberliner Boxhagener Platz erleben Oma Otti und ihr zwölfjähriger Enkel Holger ihre ganz eigenen Abenteuer. Der vielfach preisgekrönte und am Boxhagener Platz aufgewachsene Berliner Regisseur Matti Geschonneck inszenierte den Film nach dem gleichnamigen Romandebüt von Torsten Schulz, der auch das Drehbuch verfasste. Trockener Humor, Melancholie und Berliner Charme - mit diesen Zutaten wirft "Boxhagener Platz" einen Blick zurück auf die 60er Jahre. Und auf eine wunderbare Liebesgeschichte zwischen einer friedhofs- und kochbegeisterten älteren Dame und einem eleganten Ex-Spartakisten.
23:45 SWR besser lesen. Sachbuch-Magazin
Buchvorstellungen: "Warum die Deutschen? Warum die Juden? Gleichheit, Neid und Rassenhass" und "Elisabeth II. Das Leben der Queen"
So 30. Oktober
10:15 3sat Literaturclub
Heute zum Thema: "Aufbrüche und andere Illusionen" - Buchvorstellungen : "Die Liebeshandlung" von Jeffrey Eugenides, "Gold" von Blaise Cendrars, "Der Hals der Giraffe" von Judith Schalansky und "Das Dritte Reich" von Roberto Bolaño
12:00 BR Mirjam Pressler - Das Kind in mir
Sie ist eine richtige Selfmade-Frau: Mirjam Pressler brachte sich das Lesen einst selbst bei und ist heute eine der bekanntesten Kinder- und Jugendbuchschriftstellerinnen Deutschlands. Sie prägt die deutsche Kinder- und Jugendliteratur wie kaum eine andere: Mirjam Pressler. Dabei hatte sie selbst eine schwierige Kindheit, als jüdisches Kind, nach dem Krieg, bei Pflegeeltern. Das Thema ihrer Kindheit zieht sich durch viele ihrer Bücher: gebrochene oder beschädigte Kindheiten, die Suche nach einem Ausweg, nach einem Platz im Leben. Schwierige Themen hat sie ihren jugendlichen Lesern nie erspart. Dennoch war sie sehr erfolgreich: Bereits dreimal hat die Autorin den "Deutschen Jugendliteraturpreis" erhalten, zweimal wurde ihr - neben etlichen anderen Preisen - der "Deutsche Bücherpreis" verliehen und einmal für ihr Lebenswerk das Bundesverdienstkreuz.
Mo 31. Oktober
11:30 arte Europas Erbe - Die großen Dramatiker: Sartre
Bernard-Henri Lévy, Philosoph und Schriftsteller und einer der bedeutendsten Biografen von Jean-Paul Sartre, ist begeistert. Sartre, so sagt er, sei alles in einer Person: Philosoph, Romancier und Dramatiker - und ein bedeutender Journalist noch dazu: "Sartre war ein Genie - gleichzeitig Spinoza und Stendhal". Lévy stellt den französischen Schriftsteller und Philosophen vor.
22:45 mdr Anna Karenina GB, USA 1996
"Die Angst zu sterben ohne je die Liebe kennengelernt zu haben, war größer als die Angst vor dem Tod", bekennt Konstantin Lewin, das Alter Ego von Leo Tolstoi, zu Beginn des Films. Und Lewin (Alfred Molina), der in zunächst hoffnungslos erscheinender Liebe zur jungen Fürstentochter Kitty (Mia Kirshner) entflammt ist, ergänzt, dass er diese Angst mit Anna Karenina (Sophie Marceau) teilte, deren Geschichte er aus seiner Perspektive erzählt.
23:25 BR LeseZeichen
Di 01. November
15:30 SWR Der Letzte seines Standes?
Der Buchbinder von Kloster Reimlingen - In Reimlingen im Nördlinger Ries steht eines der letzten Klöster, in denen noch ein Mönchsbruder das alte Handwerk des Buchbindens ausübt. Bruder Reinhard Wanner beherrscht die Kunst des Bindens von Büchern noch in allen Einzelschritten.
22:25 BR Schlafes Bruder D 1995
Literaturverfilmung nach dem Bestseller von Robert Schneider
00:20 Das Erste Exodus USA 1960
Im Jahre 1947 halten die Briten auf Zypern Tausende jüdische Flüchtlinge aus vielen Ländern Europas fest, die illegal nach Palästina einreisen wollen, um eine neue Heimat zu finden. Nach einem Massenausbruch aus einem Internierungslager und einem Hungerstreik gelangen einige Hundert von ihnen in das Land der Vorväter und erleben dort die dramatischen Kämpfe um die Gründung des Staates Israel mit. - Paul Newman und Eva Marie Saint spielen die Hauptrollen in diesem Epos nach dem gleichnamigen Bestseller von Leon Uris.
Mi 02. November
21:50 3sat Falco, der Poet
Mit "Der Kommissar" wurde der österreichische Musiker Falco (1957 - 1998) schlagartig weltberühmt. Mehr als zwölf Jahre nach seinem Tod entdeckt die Literaturszene Falco auch als Poeten. Falco gilt als das fehlende Bindeglied zwischen Pop und Avantgarde, zwischen Schlager und Sprachexperiment, zwischen Dialekt und Weltsprache. Christian Ide Hintze, Leiter der Wiener Schule für Dichtung, in der auch Falco eine Literaturklasse unterrichtete, sagt: "Falco ist mehr als Literatur - er ist ein Sprachkünstler, der auch seine Bewegungen beim Vortrag als Teil seines Werkes verstanden hat."
Literatur im Radio
Sa 29. Oktober
23:05 Deutschlandfunk "Schwermut ist unser letzter Besitz". Die Lange Nacht über Ilse Aichinger | Von Harald Krewer und Vera Teichmann
Ilse Aichinger ist eine der wichtigsten Autorinnen der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur, und die von der rätselhaften Schönheit ihrer Texte ausgehende Faszination ist ungebrochen. Dieses akustische Porträt widmet sich Leben und Werk der 1921 geborenen österreichischen Schriftstellerin. Zu hören sind Gedichte und Erzählungen von ihr, Originaltonaufnahmen, Auszüge aus Interviews mit Ilse Aichinger sowie mit ihren Freunden und Weggefährten.
Mo 31. Oktober
21:33 Deutschlandradio Kultur Boot Camp | Von Morton Rhue
Connor wird verschleppt, im Auftrag seiner Eltern, wie er bald herausfindet. Quer durch die USA geht die Reise zum Camp "Lake Harmony", einem Boot Camp, wo "missratene" Minderjährige gefügig gemacht werden sollen - mit Schlafentzug, Demütigung und Prügelstrafe. Dafür zahlen seine Eltern monatlich eine horrende Summe. Connors Verbrechen: Ein Verhältnis mit einer zehn Jahre älteren Lehrerin. Connor setzt sich mit aller Kraft gegen die sadistischen Aufseher zur Wehr. Mit Pauly und Sarah, zwei Mitgefangenen, will er fliehen. Nur zu dritt haben sie eine Chance, der Hölle zu entkommen.
Di 01. November
19:30 Deutschlandradio Kultur Hitlers Revolver. Ein Porträt des amerikanischen Schriftstellers William H. Gass | Von Sven Ahnert
30 Jahre hat William H. Gass an seinem Roman "Der Tunnel" gearbeitet, der in diesem Herbst in deutscher Übersetzung erscheint. Gass gilt als Enfant terrible der amerikanischen Postmoderne - und in den USA sind Kritiker und Leser gespalten, ob sein neues Werk nun brillant ist oder einfach nur verworren. Im Mittelpunkt steht ein Historiker, der an einer wissenschaftlichen Arbeit über "Schuld und Unschuld in Hitlers Deutschland" verzweifelt. Gass hat daraus einen 650 Seiten langen Monolog voller Selbsthass und Weltschmerz gemacht, eine furiose verbale Achterbahnfahrt, die von Amerika bis ins alte Europa führt. Und nicht zuletzt ist "Der Tunnel" eine zynische Reflexion über das tragische Dasein eines einsamen Schriftstellers: William H. Gass selbst lebt heute im Alter von 87 Jahren in St. Louis, in einem Haus mit fast 20000 Büchern. Er übersetzt Rilke ins Englische, grübelt über Heideggers Existenzialismus nach und kommt nicht darüber hinweg, dass die Deutschen unter den amerikanischen Schriftstellern ausgerechnet John Steinbeck und Edgar Allan Poe schätzen.
Mi 02. November
20:30 Deutschlandfunk Lesezeit
Alexander Nitzberg liest neu übersetzte Gedichte von Daniel Charms
Do 27. Oktober
20:15 3sat Dracula lebt - Das Vermächtnis des Grafen
Die ruhelosen Geister sind unter uns, nicht nur in Dörfern mitten in Europa. Immer neue Bücher, Kinofilme und Fernsehserien lassen die Untoten auferstehen. Weltweit grassiert ein regelrechtes Vampir-Fieber. Es sind die großen Lebensthemen in den Vampirgeschichten, die Millionen von Menschen in ihren Bann ziehen: Liebe, Tod, Leidenschaft, die Suche nach erfüllter Liebe und Erlösung. Das berühmteste Vorbild hat Bram Stoker mit seinem "Dracula" geschaffen. Die Bestseller-Autorin Stephenie Meyer hat mit ihrer "Twilight"-Saga den Nerv der Zeit getroffen. Die Fangemeinde des Mädchens Bella und des Blutsaugers Edward Cullen wächst stetig. Schauspieler Robert Pattinson, der Edward im Film verkörpert, ist zum Idol einer ganzen Generation Jugendlicher geworden.
20:15 arte Boxhagener Platz D 2008
1968, in Ostberlin: Studentenunruhen und sexuelle Revolution im Westen, Panzer in Prag. Und auf dem Ostberliner Boxhagener Platz erleben Oma Otti und ihr zwölfjähriger Enkel Holger ihre ganz eigenen Abenteuer. Der vielfach preisgekrönte und am Boxhagener Platz aufgewachsene Berliner Regisseur Matti Geschonneck inszenierte den Film nach dem gleichnamigen Romandebüt von Torsten Schulz, der auch das Drehbuch verfasste. Trockener Humor, Melancholie und Berliner Charme - mit diesen Zutaten wirft "Boxhagener Platz" einen Blick zurück auf die 60er Jahre. Und auf eine wunderbare Liebesgeschichte zwischen einer friedhofs- und kochbegeisterten älteren Dame und einem eleganten Ex-Spartakisten.
23:45 SWR besser lesen. Sachbuch-Magazin
Buchvorstellungen: "Warum die Deutschen? Warum die Juden? Gleichheit, Neid und Rassenhass" und "Elisabeth II. Das Leben der Queen"
So 30. Oktober
10:15 3sat Literaturclub
Heute zum Thema: "Aufbrüche und andere Illusionen" - Buchvorstellungen : "Die Liebeshandlung" von Jeffrey Eugenides, "Gold" von Blaise Cendrars, "Der Hals der Giraffe" von Judith Schalansky und "Das Dritte Reich" von Roberto Bolaño
12:00 BR Mirjam Pressler - Das Kind in mir
Sie ist eine richtige Selfmade-Frau: Mirjam Pressler brachte sich das Lesen einst selbst bei und ist heute eine der bekanntesten Kinder- und Jugendbuchschriftstellerinnen Deutschlands. Sie prägt die deutsche Kinder- und Jugendliteratur wie kaum eine andere: Mirjam Pressler. Dabei hatte sie selbst eine schwierige Kindheit, als jüdisches Kind, nach dem Krieg, bei Pflegeeltern. Das Thema ihrer Kindheit zieht sich durch viele ihrer Bücher: gebrochene oder beschädigte Kindheiten, die Suche nach einem Ausweg, nach einem Platz im Leben. Schwierige Themen hat sie ihren jugendlichen Lesern nie erspart. Dennoch war sie sehr erfolgreich: Bereits dreimal hat die Autorin den "Deutschen Jugendliteraturpreis" erhalten, zweimal wurde ihr - neben etlichen anderen Preisen - der "Deutsche Bücherpreis" verliehen und einmal für ihr Lebenswerk das Bundesverdienstkreuz.
Mo 31. Oktober
11:30 arte Europas Erbe - Die großen Dramatiker: Sartre
Bernard-Henri Lévy, Philosoph und Schriftsteller und einer der bedeutendsten Biografen von Jean-Paul Sartre, ist begeistert. Sartre, so sagt er, sei alles in einer Person: Philosoph, Romancier und Dramatiker - und ein bedeutender Journalist noch dazu: "Sartre war ein Genie - gleichzeitig Spinoza und Stendhal". Lévy stellt den französischen Schriftsteller und Philosophen vor.
22:45 mdr Anna Karenina GB, USA 1996
"Die Angst zu sterben ohne je die Liebe kennengelernt zu haben, war größer als die Angst vor dem Tod", bekennt Konstantin Lewin, das Alter Ego von Leo Tolstoi, zu Beginn des Films. Und Lewin (Alfred Molina), der in zunächst hoffnungslos erscheinender Liebe zur jungen Fürstentochter Kitty (Mia Kirshner) entflammt ist, ergänzt, dass er diese Angst mit Anna Karenina (Sophie Marceau) teilte, deren Geschichte er aus seiner Perspektive erzählt.
23:25 BR LeseZeichen
Di 01. November
15:30 SWR Der Letzte seines Standes?
Der Buchbinder von Kloster Reimlingen - In Reimlingen im Nördlinger Ries steht eines der letzten Klöster, in denen noch ein Mönchsbruder das alte Handwerk des Buchbindens ausübt. Bruder Reinhard Wanner beherrscht die Kunst des Bindens von Büchern noch in allen Einzelschritten.
22:25 BR Schlafes Bruder D 1995
Literaturverfilmung nach dem Bestseller von Robert Schneider
00:20 Das Erste Exodus USA 1960
Im Jahre 1947 halten die Briten auf Zypern Tausende jüdische Flüchtlinge aus vielen Ländern Europas fest, die illegal nach Palästina einreisen wollen, um eine neue Heimat zu finden. Nach einem Massenausbruch aus einem Internierungslager und einem Hungerstreik gelangen einige Hundert von ihnen in das Land der Vorväter und erleben dort die dramatischen Kämpfe um die Gründung des Staates Israel mit. - Paul Newman und Eva Marie Saint spielen die Hauptrollen in diesem Epos nach dem gleichnamigen Bestseller von Leon Uris.
Mi 02. November
21:50 3sat Falco, der Poet
Mit "Der Kommissar" wurde der österreichische Musiker Falco (1957 - 1998) schlagartig weltberühmt. Mehr als zwölf Jahre nach seinem Tod entdeckt die Literaturszene Falco auch als Poeten. Falco gilt als das fehlende Bindeglied zwischen Pop und Avantgarde, zwischen Schlager und Sprachexperiment, zwischen Dialekt und Weltsprache. Christian Ide Hintze, Leiter der Wiener Schule für Dichtung, in der auch Falco eine Literaturklasse unterrichtete, sagt: "Falco ist mehr als Literatur - er ist ein Sprachkünstler, der auch seine Bewegungen beim Vortrag als Teil seines Werkes verstanden hat."
Literatur im Radio
Sa 29. Oktober
23:05 Deutschlandfunk "Schwermut ist unser letzter Besitz". Die Lange Nacht über Ilse Aichinger | Von Harald Krewer und Vera Teichmann
Ilse Aichinger ist eine der wichtigsten Autorinnen der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur, und die von der rätselhaften Schönheit ihrer Texte ausgehende Faszination ist ungebrochen. Dieses akustische Porträt widmet sich Leben und Werk der 1921 geborenen österreichischen Schriftstellerin. Zu hören sind Gedichte und Erzählungen von ihr, Originaltonaufnahmen, Auszüge aus Interviews mit Ilse Aichinger sowie mit ihren Freunden und Weggefährten.
Mo 31. Oktober
21:33 Deutschlandradio Kultur Boot Camp | Von Morton Rhue
Connor wird verschleppt, im Auftrag seiner Eltern, wie er bald herausfindet. Quer durch die USA geht die Reise zum Camp "Lake Harmony", einem Boot Camp, wo "missratene" Minderjährige gefügig gemacht werden sollen - mit Schlafentzug, Demütigung und Prügelstrafe. Dafür zahlen seine Eltern monatlich eine horrende Summe. Connors Verbrechen: Ein Verhältnis mit einer zehn Jahre älteren Lehrerin. Connor setzt sich mit aller Kraft gegen die sadistischen Aufseher zur Wehr. Mit Pauly und Sarah, zwei Mitgefangenen, will er fliehen. Nur zu dritt haben sie eine Chance, der Hölle zu entkommen.
Di 01. November
19:30 Deutschlandradio Kultur Hitlers Revolver. Ein Porträt des amerikanischen Schriftstellers William H. Gass | Von Sven Ahnert
30 Jahre hat William H. Gass an seinem Roman "Der Tunnel" gearbeitet, der in diesem Herbst in deutscher Übersetzung erscheint. Gass gilt als Enfant terrible der amerikanischen Postmoderne - und in den USA sind Kritiker und Leser gespalten, ob sein neues Werk nun brillant ist oder einfach nur verworren. Im Mittelpunkt steht ein Historiker, der an einer wissenschaftlichen Arbeit über "Schuld und Unschuld in Hitlers Deutschland" verzweifelt. Gass hat daraus einen 650 Seiten langen Monolog voller Selbsthass und Weltschmerz gemacht, eine furiose verbale Achterbahnfahrt, die von Amerika bis ins alte Europa führt. Und nicht zuletzt ist "Der Tunnel" eine zynische Reflexion über das tragische Dasein eines einsamen Schriftstellers: William H. Gass selbst lebt heute im Alter von 87 Jahren in St. Louis, in einem Haus mit fast 20000 Büchern. Er übersetzt Rilke ins Englische, grübelt über Heideggers Existenzialismus nach und kommt nicht darüber hinweg, dass die Deutschen unter den amerikanischen Schriftstellern ausgerechnet John Steinbeck und Edgar Allan Poe schätzen.
Mi 02. November
20:30 Deutschlandfunk Lesezeit
Alexander Nitzberg liest neu übersetzte Gedichte von Daniel Charms
27.10.2011 19:04:53
(22297 Beiträge)
Literatur im Fernsehen
Do 03. November
00:45 ZDF Lady Chatterley F 2006
D. H. Lawrences Roman "Lady Chatterley" über die englische Aristokratie zu Beginn des 20. Jahrhunderts löste zu seiner Zeit einen Skandal aus, beschrieb er doch neben einer unstandesgemäßen Liebe auch äußerst freizügig die sexuellen Details des Ehebruchs. Grund genug für zahlreiche Verfilmungen von äußerst zweifelhafter Qualität, unter denen Ken Russells TV-Version von 1993 eine der besten Filmversionen sein dürfte. Die französische Regisseurin Pascale Ferran erhielt für ihre eindrucksvolle Adaption des Erotikdramas zahlreiche Preise.
Fr 04. November
23:00 ZDF Das blaue Sofa. Literatur mit Wolfgang Herles
Wolfgang Herles stellt in der aktuellen ZDF-Literatursendung "Das blaue Sofa" fünf belletristische Neuerscheinungen vor und diskutiert mit Siegfried Lenz, Jeffrey Eugenides und Cora Stephan.
Sa 05. November
23:45 rbb Wer hat Angst vor Virginia Woolf? USA 1966
Das Akademikerpaar George und Martha hat ein junges Paar auf ein paar Drinks eingeladen. Doch der Abend mit dem Biologielehrer Nick und seiner Gattin Honey artet schnell zu einem gnadenlosen Geschlechterkampf aus.- In seinem Regiedebüt adaptierte Mike Nichols das legendäre Theaterstück von Edward Albee für das Kino. Sein düsteres Kammerspiel mit Richard Burton und Elizabeth Taylor erhielt 1967 dreizehn Oscar-Nominierungen, fünf davon konnte der Film schließlich für sich verbuchen, darunter auch die Auszeichnung als beste Hauptdarstellerin für Elizabeth Taylor.
So 06. November
13:15 Kika quergelesen
Wie sollen sich die jungen Leser und deren Eltern in dem riesigen Bücherangebot zurechtfinden? Für welches Buch lohnt es sich, sein Taschengeld auszugeben? Was kann die Verwandtschaft verschenken?
00:30 BR Belle de jour - Schöne des Tages F, I 1966
Séverine (Catherine Deneuve), die Frau eines erfolgreichen Chirurgen, scheint glücklich verheiratet zu sein. Sie liebt ihren Mann Pierre aufrichtig, wird aber von masochistisch erotischen Zwangsvorstellungen gepeinigt. Von Luis Buñuel.
Mo 07. November
11:20 arte Europas Erbe - Die großen Dramatiker: Beckett
Samuel Beckett - er ist der große Schweiger unter den Dramatikern des 20. Jahrhunderts. Eine Figur hat den Iren, der in Frankreich lebte und schrieb, Erfolge feierte und starb, unsterblich gemacht; eine Figur, die nicht auftritt: Godot. Der berühmte russische Clown Oleg Popow, ein Beckett-Bewunderer, erklärt, warum die Stücke dieses Dramatikers, in denen so wenig geschieht und so wenig geredet wird, Weltliteratur geworden sind.
23:25 BR LeseZeichen
Mi 09. November
13:15 3sat Druck machen!
Ob sie massenhaft produzieren oder in mühevoller Handarbeit ihre Werke herstellen: Die Lichtdrucker aus Leipzig, der Offset-Drucker Stefan Heinbockel und der Buchdrucker Heinrich Buser - sie alle eint ihre Leidenschaft zur "Schwarzen Kunst". - Die Dokumentation "Druck machen!" von Frank Diederichs ist ein Film über Menschen, die mit traditionellen und modernen Drucktechniken arbeiten.
Literatur im Radio
So 06. November
14:05 Deutschlandradio Kultur Hörspiel für Kinder: Charlys Kaktus | Von Maraike Wittbrodt
Charlys Eltern haben sich getrennt. Eine Woche wohnt sie bei ihrer Mutter und eine Woche bei ihrem Vater. Das geht gut bis zu dem Tag, an dem ihr Vater mit seiner neuen Freundin zusammenziehen will. Tobi, der Sohn der Freundin, soll mit in Charlys Zimmer wohnen. Und das ausgerechnet in der Woche, in der Charly für das Abschlussfest einen Tanz einstudieren will. Aber Charly ist nicht bereit, so schnell das Feld zu räumen. Zum Tanzen braucht sie Platz, da muss Tobi eben in die Küche! Und die stachelige Pflanze, die plötzlich für sie abgegeben wird, fliegt sofort in den Müll. Woher soll sie denn wissen, dass Tobi ihr damit eine Freude machen wollte.
Mo 07. November
21:33 Deutschlandradio Kultur Der letzte Schritt | Von Christoph Prochnow
"Da all meine Ärzte mir ihre Hilfe verweigert haben, bin ich zu einer eigenen Lösung gezwungen", schreibt die Mutter an ihren Sohn. Doch der Selbstmordversuch misslingt. Der Sohn gerät in den Verdacht, an aktiver Sterbehilfe beteiligt gewesen zu sein. Wie kam die kranke Mutter überhaupt an seine Dienstpistole? Warum hofft er, dass sie aus dem Koma nicht mehr erwacht? Der Sohn respektiert den Wunsch der Mutter, endlich sterben zu können. Er wendet sich an einen Arzt, der das Drama ihres Lebens verstehen müsste. Es ist sein Vater.
Di 08. November
20:10 Deutschlandfunk Zum 200. Todestag Heinrich von Kleists: Wolokolamsker Chaussee. Teil V: Der Findling. Nach Kleist | Von Heiner Müller und Heiner Goebbels
Nach seiner Unterstützung für den Prager Frühling 1968 wird ein Flugblattverteiler für fünf Jahre im Gefängnis Bautzen inhaftiert. Dort sitzt ihm sein Adoptivvater, Parteiveteran und Verfolgter des Naziregimes, gegenüber. Ein Lehrstück über den inneren Generationskonflikt in der DDR.
Mi 09. November
21:33 Deutschlandradio Kultur Kind sein / kein Kind mehr sein: Die Tage | Von Ulrike Gramann
Das summende Moor und der bollernde Badeofen, es sind oft Geräusche, an denen die Erinnerung einer Kindheit hängt. Für Kerstin ist es das Trommeln der Karnickelläufe auf dem heubedeckten Boden. Das summende Moor und der bollernde Badeofen, die Ranzenkontrolle in der Schule und die Heidelbeeren im militärischen Sperrgebiet. Es sind oft die unscheinbarsten Details, Splitter und Geräusche, an denen die Erinnerung einer Kindheit hängt. Für Kerstin ist das Trommeln der Karnickelläufe auf dem heubedeckten Boden fest mit dem Tod ihrer Oma verknüpft, die weiße Watte mit dem Ende ihrer Kindertage, mit dem Einsetzen ihrer ersten Regelblutung. Auch zur Stille der ereignislosen Nachmittage auf dem Hof findet Kerstins mehrstimmige Erinnerung eine Spur.
Do 03. November
00:45 ZDF Lady Chatterley F 2006
D. H. Lawrences Roman "Lady Chatterley" über die englische Aristokratie zu Beginn des 20. Jahrhunderts löste zu seiner Zeit einen Skandal aus, beschrieb er doch neben einer unstandesgemäßen Liebe auch äußerst freizügig die sexuellen Details des Ehebruchs. Grund genug für zahlreiche Verfilmungen von äußerst zweifelhafter Qualität, unter denen Ken Russells TV-Version von 1993 eine der besten Filmversionen sein dürfte. Die französische Regisseurin Pascale Ferran erhielt für ihre eindrucksvolle Adaption des Erotikdramas zahlreiche Preise.
Fr 04. November
23:00 ZDF Das blaue Sofa. Literatur mit Wolfgang Herles
Wolfgang Herles stellt in der aktuellen ZDF-Literatursendung "Das blaue Sofa" fünf belletristische Neuerscheinungen vor und diskutiert mit Siegfried Lenz, Jeffrey Eugenides und Cora Stephan.
Sa 05. November
23:45 rbb Wer hat Angst vor Virginia Woolf? USA 1966
Das Akademikerpaar George und Martha hat ein junges Paar auf ein paar Drinks eingeladen. Doch der Abend mit dem Biologielehrer Nick und seiner Gattin Honey artet schnell zu einem gnadenlosen Geschlechterkampf aus.- In seinem Regiedebüt adaptierte Mike Nichols das legendäre Theaterstück von Edward Albee für das Kino. Sein düsteres Kammerspiel mit Richard Burton und Elizabeth Taylor erhielt 1967 dreizehn Oscar-Nominierungen, fünf davon konnte der Film schließlich für sich verbuchen, darunter auch die Auszeichnung als beste Hauptdarstellerin für Elizabeth Taylor.
So 06. November
13:15 Kika quergelesen
Wie sollen sich die jungen Leser und deren Eltern in dem riesigen Bücherangebot zurechtfinden? Für welches Buch lohnt es sich, sein Taschengeld auszugeben? Was kann die Verwandtschaft verschenken?
00:30 BR Belle de jour - Schöne des Tages F, I 1966
Séverine (Catherine Deneuve), die Frau eines erfolgreichen Chirurgen, scheint glücklich verheiratet zu sein. Sie liebt ihren Mann Pierre aufrichtig, wird aber von masochistisch erotischen Zwangsvorstellungen gepeinigt. Von Luis Buñuel.
Mo 07. November
11:20 arte Europas Erbe - Die großen Dramatiker: Beckett
Samuel Beckett - er ist der große Schweiger unter den Dramatikern des 20. Jahrhunderts. Eine Figur hat den Iren, der in Frankreich lebte und schrieb, Erfolge feierte und starb, unsterblich gemacht; eine Figur, die nicht auftritt: Godot. Der berühmte russische Clown Oleg Popow, ein Beckett-Bewunderer, erklärt, warum die Stücke dieses Dramatikers, in denen so wenig geschieht und so wenig geredet wird, Weltliteratur geworden sind.
23:25 BR LeseZeichen
Mi 09. November
13:15 3sat Druck machen!
Ob sie massenhaft produzieren oder in mühevoller Handarbeit ihre Werke herstellen: Die Lichtdrucker aus Leipzig, der Offset-Drucker Stefan Heinbockel und der Buchdrucker Heinrich Buser - sie alle eint ihre Leidenschaft zur "Schwarzen Kunst". - Die Dokumentation "Druck machen!" von Frank Diederichs ist ein Film über Menschen, die mit traditionellen und modernen Drucktechniken arbeiten.
Literatur im Radio
So 06. November
14:05 Deutschlandradio Kultur Hörspiel für Kinder: Charlys Kaktus | Von Maraike Wittbrodt
Charlys Eltern haben sich getrennt. Eine Woche wohnt sie bei ihrer Mutter und eine Woche bei ihrem Vater. Das geht gut bis zu dem Tag, an dem ihr Vater mit seiner neuen Freundin zusammenziehen will. Tobi, der Sohn der Freundin, soll mit in Charlys Zimmer wohnen. Und das ausgerechnet in der Woche, in der Charly für das Abschlussfest einen Tanz einstudieren will. Aber Charly ist nicht bereit, so schnell das Feld zu räumen. Zum Tanzen braucht sie Platz, da muss Tobi eben in die Küche! Und die stachelige Pflanze, die plötzlich für sie abgegeben wird, fliegt sofort in den Müll. Woher soll sie denn wissen, dass Tobi ihr damit eine Freude machen wollte.
Mo 07. November
21:33 Deutschlandradio Kultur Der letzte Schritt | Von Christoph Prochnow
"Da all meine Ärzte mir ihre Hilfe verweigert haben, bin ich zu einer eigenen Lösung gezwungen", schreibt die Mutter an ihren Sohn. Doch der Selbstmordversuch misslingt. Der Sohn gerät in den Verdacht, an aktiver Sterbehilfe beteiligt gewesen zu sein. Wie kam die kranke Mutter überhaupt an seine Dienstpistole? Warum hofft er, dass sie aus dem Koma nicht mehr erwacht? Der Sohn respektiert den Wunsch der Mutter, endlich sterben zu können. Er wendet sich an einen Arzt, der das Drama ihres Lebens verstehen müsste. Es ist sein Vater.
Di 08. November
20:10 Deutschlandfunk Zum 200. Todestag Heinrich von Kleists: Wolokolamsker Chaussee. Teil V: Der Findling. Nach Kleist | Von Heiner Müller und Heiner Goebbels
Nach seiner Unterstützung für den Prager Frühling 1968 wird ein Flugblattverteiler für fünf Jahre im Gefängnis Bautzen inhaftiert. Dort sitzt ihm sein Adoptivvater, Parteiveteran und Verfolgter des Naziregimes, gegenüber. Ein Lehrstück über den inneren Generationskonflikt in der DDR.
Mi 09. November
21:33 Deutschlandradio Kultur Kind sein / kein Kind mehr sein: Die Tage | Von Ulrike Gramann
Das summende Moor und der bollernde Badeofen, es sind oft Geräusche, an denen die Erinnerung einer Kindheit hängt. Für Kerstin ist es das Trommeln der Karnickelläufe auf dem heubedeckten Boden. Das summende Moor und der bollernde Badeofen, die Ranzenkontrolle in der Schule und die Heidelbeeren im militärischen Sperrgebiet. Es sind oft die unscheinbarsten Details, Splitter und Geräusche, an denen die Erinnerung einer Kindheit hängt. Für Kerstin ist das Trommeln der Karnickelläufe auf dem heubedeckten Boden fest mit dem Tod ihrer Oma verknüpft, die weiße Watte mit dem Ende ihrer Kindertage, mit dem Einsetzen ihrer ersten Regelblutung. Auch zur Stille der ereignislosen Nachmittage auf dem Hof findet Kerstins mehrstimmige Erinnerung eine Spur.
03.11.2011 20:14:43

