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Utopien

 
Beitrag
erstellt am
Meerhexe

Mitglied gelöscht

 

88. "Vaterland" von Robert Harris. Auch in diesem Buch haben die Nazis den Krieg gewonnen und ihre totalitäre Regierung beherrscht ganz Europa.
09.01.2007 20:57:22
askai

Mitglied gelöscht

 

danke Meerhexe, das war auch ein tolles Buch, hätte ich fast vergessen
10.01.2007 11:09:44
sdulcamara

sdulcamara

(28674 Beiträge)

87. "Herland" von Charlotte Perkins

drei junge amerikaner kommen in ein von der übrigen welt abgeschnittenes land, in dem es schon seit generationen keine männer mehr gibt. die frauen pflanzen sich mittels parthenogenese fort und haben ein friedliebendes miteinanderleben entwickelt.

10.01.2007 12:00:44
Kitty111

Mitglied gelöscht

 

Spannend, was Ihr da schreibt. Ich überlege auch, ob ich noch einen Titel beisteuern kann. Aber sollten wir nicht unterscheiden zwischen veränderter Vergangenheit und Utopie (Wunschwelt, die von heute aus gesehen in der Zukunft liegt?)
10.01.2007 12:56:25
askai

Mitglied gelöscht

 

@Kitty

genau genommen hast du schon Recht. Aber wenn die Vergangenheit anders gelaufen wäre, dann sähe doch auch die Zukunft anders aus, oder?

Hier werden tolle Romane vorgestellt, ich liebe diese Art von Büchern. Bitte nehmt es nicht so genau, sondern empfehlt weiter
10.01.2007 13:55:42
GraefinDracula

Mitglied gelöscht

 

100. Ray Bradbury - Fahrenheit 451
In Ray Bradburys erschreckender Zukunftsvision Fahrenheit 451 löscht die Feuerwehr keine Feuer, sondern zündet sie an, um Bücher zu verbrennen. In Bradburys anschaulich dargestellter Gesellschaft gilt Zufriedenheit als das höchste aller Ziele. Triviale Informationen sind gut, Wissen und Ideen schlecht.

99. P.D.James - Im Land der leeren Häuser
Ein Polit-Thriller, der im England des Jahres 2021 spielt. Große Teile der Insel sind von Wald bedeckt, viele Straßen von Gras überwuchert. Wie überall auf der Welt haben die Menschen ihre Fortpflanzungsfähigkeit verloren. Unter der Regierungsherrschaft eines Despoten scheint Ordnung zu herrschen, aufrechterhalten allerdings durch eine allgegenwärtige Geheimpolizei. Bespitzelungen und Einweisungen in Straflager gehören zum Alltag. Aber es existiert eine kleine Dissidentengruppe, die sich gegen das brutale Regime auflehnt.

98. Ronald Wright - Die Schönheit jener fernen Stadt
London, kurz vor der Jahrtausendwende. Dr. David Lambert, erhält die Nachricht, daß H. G. Wells berühmte Zeitmaschine zurückkehrt. Die Reise führt ihn ins London des Jahres 2500. Die Stadt ist von tropischem Dschungel überwuchert, Tukane und Pumas hausen in den Ruinen, in der Themse tummeln sich Piranhas und Haie, die Stadt ist menschenleer. Was ist geschehen? Der Archäologe Lambert sammelt unter dem Schutt der Ruinen Puzzlestein für Puzzlestein, und er beginnt zu ahnen, wie die menschliche Zivilisation einst unterging ...

97. H.G. Wells - Krieg der Welten
H. G. Wells klassischer Roman einer interplanetarischen Invasion
H. G. Wells schuf 1898 mit dem Krieg der Welten den ersten Roman einer interplanetarischen Invasion, der das Vorbild zahlloser Marsmenschen-Märchen wurde. Orson Welles produzierte 1938 nach diesem SF-Klassiker das berühmteste Hörspiel aller Zeiten: obwohl als Hörspiel angekündigt, brach Panik aus, die Menschen verließen fluchtartig die Städte, weinten, beteten und glaubten an das Ende der Welt.


96. Schöne neue Welt - Aldous Huxley
Die schöne neue Welt, die Huxley hier beschreibt, ist die Welt einer konsequent verwirklichten Wohlstandsgesellschaft im Jahre 632 nach Ford, einer Wohlstandsgesellschaft, in der alle Menschen am Luxus teilhaben, in der Unruhe, Elend und Krankheit überwunden, in der aber auch Freiheit, Religion, Kunst und Humanität auf der Strecke geblieben sind. Eine totale Herrschaft garantiert ein genormtes Glück. In dieser vollkommen formierten Gesellschaft erscheint jede Art von Individualismus als asozial, wird als Wilder betrachtet, wer - wie einer der rebellischen Außenseiter dieses Romans - für sich fordert: "Ich brauche keine Bequemlichkeit. Ich will Gott, ich will Poesie, ich will wirkliche Gefahren und Freiheit und Tugend. Ich will Sünde!"


95. 1984 - Gerorge Orwell
George Orwells 1984 ist längst zu einer scheinbar nicht mehr erklärungsbedürftigen Metapher für totalitäre Verhältnisse geworden. Mit atemberaubender Unerbittlichkeit zeichnet der Autor das erschreckende Bild einer durch und durch totalitären Gesellschaft, die bis ins letzte Detail durchorganisierte Tyrannei einer absolute autoritären Staatsmacht.

94. Waslala von Gioconda Belli
In einem fiktiven südamerkinaschiem Land lebt die junge Melisandra auf einer abgelegenen Farm, zusammen mit ihrem Grossvater, einem Dichter. Als ein amerikanischer Journalist vorbeikommt, geht sie mit ihm, um das sagenumwobene Waslala zu finden und damit ihre Eltern, die sie verlassen haben, als sie ein kleines Mädchen war.

93. Utopia - Thomas Morus
Rahmenhandlung des Romans von 1516 sind die Erzählungen eines Seemannes, der eine Zeit lang bei den Utopiern gelebt haben will. Der Roman beschreibt eine auf rationalen Gleichheitsgrundsätzen, Arbeitsamkeit und dem Streben nach Bildung basierende Gesellschaft mit demokratischen Grundzügen. In der Republik ist aller Besitz gemeinschaftlich, Anwälte sind unbekannt, und unabwendbare Kriege werden bevorzugt mit ausländischen Söldnern geführt.

92. margaret atwood, "die erzählung der magd"
in amerika haben christliche fundamentalisten die macht übernommen und zwingen junge frauen, sich zum zwecke der fortpflanzung älteren, verheirateten männern hinzugeben. die frauen spielen nur noch die rolle der ehefrau oder magd und haben namen wie "ofglen", wenn der mann glen heisst.

91. Die Wand von Marlen Haushofer
Eine unsichtbare, undurchdringliche Wand, jenseits derer Totenstille herrscht, schiebt sich auf einmal zwischen das Tal, in dem die Ich-Erzählerin lebt, und die Außenwelt . . .
Ein unnachahmliches Gleichnis für das unüberwindliche Einsamsein.

90. Das Orakel vom Berge von Philip K. Dick
Dieser Roman geht von der Annahme aus, dass nicht die Allierten den Krieg gewonnen haben, sondern die Achsenmächte. Deutschland und Japan haben Nordamerika unter sich aufgeteilt und stehen sich jetzt als nicht immer freundlich gesonnene Blöcke gegenüber.

89. "Vaterland" von Robert Harris. Auch in diesem Buch haben die Nazis den Krieg gewonnen und ihre totalitäre Regierung beherrscht ganz Europa.

88. "Herland" von Charlotte Perkins
drei junge amerikaner kommen in ein von der übrigen welt abgeschnittenes land, in dem es schon seit generationen keine männer mehr gibt. die frauen pflanzen sich mittels parthenogenese fort und haben ein friedliebendes miteinanderleben entwickelt.

87. Andrew Niccol - Die Truman-Show
Truman Burbank ist ein berühmter Fernsehstar - er weiß es nur nicht. Rund um die Uhr wird sein Leben weltweit als Seifenoper übertragen. Alle seine Kontaktpersonen - einschließlich der Ehefrau - sind Schauspieler. Wann und wie merkt er das, und vor allem wie kann er diesem für ihn inszenierten "TV-Paradies" entfliehen?Shooting Script zum Kultfilm.

(Gehört finde ich auch noch dazu, selbst wenn diese fiktive Welt nur für eine Person fingiert wird...)
10.01.2007 15:25:24
ElkeJ

ElkeJ

(17593 Beiträge)

86. Harry Harrison - Diesseits von Eden, Winter in Eden, Rückkehr nach Eden

In dieser Trilogie sind die Dinosaurier nicht ausgestorben, sondern haben sich zu einer zivilisierten Spezies entwickelt und formen ihre Umwelt mit Hilfe der Gentechnik. Die Menschen dagegen sind auf einer steinzeitlichen Entwicklungsstufe stehengeblieben und werden von den Reptilien als Tiere angesehen und bekämpft. Sie können nur in den kälteren Regionen überleben, wo die Reptilien nicht hinkommen.

Ein Junge wird gefangen, lernt die Sprache und führt später als Erwachsener den Aufstand der Menschen gegen die Reptilien an.
10.01.2007 15:40:14
GraefinDracula

Mitglied gelöscht

 

das sind doch bestiiimmt nicht alle, oder? ;)
13.01.2007 12:56:58
askai

Mitglied gelöscht

 

wo ist denn eigentlich die Grenz zwischen SciFi und Utopien. Mir fällt da noch ein spannendes Buch ein von Philip Kerr, "Der zweite Engel"


aus der A......-Redaktion:

Am Ende des 21. Jahrhunderts kommt das Chaos über den Planeten Erde. Ein neues, tödliches Virus ist aufgetreten und nur durch einen kompletten Austausch mit nicht infiziertem Blut heilbar. Blut ist die heimliche Währung, und Dana Dallas, dem Sicherheitsexperten der Blutbanken, geht es bestens. Doch dann erkrankt seine eigene Tochter, und Dallas selbst wird zum Sicherheitsrisiko

Fand ich sehr spannend und durchaus vorstellbar, aber ich weiß nicht ob es hier in die Liste passt
13.01.2007 16:20:42
ErsteFrau

Mitglied gelöscht

 

ich kann noch Globalia von Jean-Christophe Rufin hinzufügen. In diesen Roman Leben die Menschen unter einer Risigen Glaskupel die sie vor den Wrtter aber auch vor den Menschen der aussenwelt schützt. Alle lebensnotwendigen Gütter bekommt man auch ohnen zu arbeiten nur wer mehr will muss einer ätigkeit nachgehen. Alles scheint perekt zu sein nur es gibt keine Demokratie und nimand darf die Glaskuppel verlassen.
16.01.2007 23:19:40
tocaline

Mitglied gelöscht

 

Der Herbst des Patriarchen von Nobelpreisträger Gabriel García Márquez könnte auch als Utopie betrachtet werden, obschon es öfter als Diktatorenroman eingestuft wird.

Klappentext:
In seinem verfallenen Palast wird die verwesende Leiche des Diktators gefunden. Sein Volk begreift erst langsam, dass er, der schon einmal seinen Tod inszenieren ließ und dessen Herrschaft schon lange andauert, dass sich selbst die Ältesten kaum an die Zeit vor ihm erinnern, nun wirklich und endgültig tot ist.
Lange Zeit hat der Patriarch, gefangen in einem Labyrinth aus Machenschaften, Verrat und repressiver Gewalt ohne demokratische Legitimation regiert und sein Reich in den Bankrott gesteuert. Schließlich muss er sogar das Karibische Meer verkaufen, das in Kartons abtransportiert wird und eine öde Salpeterwüste hinterlässt. Während er in frühen Jahren die Sorgen seines Volkes gekannt hat, zieht er sich im Alter mehr und mehr in die Isolation seines von Kühen bevölkerten Palastes zurück. Immer noch wird er gehasst, gefürchtet und wegen seiner angeblich magischen Kräfte auch bewundert. Doch längst ist ihm selbst seine Macht zur Qual geworden. Liebe, Freundschaft und Zärtlichkeit kennt er nicht, sucht sie vergebens bei Konkubinen, verräterischen Beratern und seinem Doppelgänger, versucht sie zu erkaufen und zu erzwingen, wird jedoch immer wieder enttäuscht.


Mein Tipp:
Das Buch ist nicht leicht zugänglich. Nur wer es schafft die außergewöhnliche literarische Sprache/Technik des Autors nachzuempfinden/zu begreifen, wird das Buch richtig genießen. Ich habe die ersten 30-40 Seiten erst 2-mal lesen müssen, um mich daran zu gewöhnen. Danach fand ich es nur noch genial.
17.01.2007 01:56:20
sdulcamara

sdulcamara

(28674 Beiträge)

"planet der habenichtse" von ursula k leguin
passt denke ich auch dazu -
menschen die anarchie im wörtlichen sinn (es gibt keine regierung, jeder ist immer vollständig für sein eigenes handeln verantwortlich; entscheidungen die alle betreffen werden von allen gemeinsam getroffen) besiedeln einen mond, die schwierigkeiten die beim praktischen umsetzen dieser utopie auftreten, werden gut beschrieben, die autortin versetzt sich wirklich in diese situation
17.01.2007 11:54:21
vincames

Mitglied gelöscht

 

Ich kann folgendes beisteuern:

Evgenij Samjatin, "Wir"

Gegenstand des Romans von Jewgeni Samjatin ist die düstere Zukunftsvision einer kollektivistischen, mechanischen Zivilisation, welche die Menschen um des "Glücks" willen ihrer individuellen Freiheit beraubt. Das allgemeine Glück soll durch maximale Gleichschaltung der Menschen erreicht werden, da völlige Gleichheit den Neid als Quelle des Unglücks abschaffe; ein weiteres Hindernis auf dem Weg zum "hundertprozentigen Glück" ist die irrationale Fantasie der Menschen; erst ihre Beseitigung werde die Individuen endgültig in restlos glückliche "menschenähnliche Traktoren" verwandeln. Zuweilen als Pamphlet gegen die sozialistische Gesellschaft gedeutet, zielt der Roman wesentlich tiefer: es geht um die Gefahr, die von jedem totalitären System ausgeht.
17.01.2007 17:55:05
vincames

Mitglied gelöscht

 

Und für alle, die in den 80er Jahren noch Feministinnen waren (*räusper*):

Gerd Brantenberg, "Die Töchter Egalias"

Eine Satire auf das Patriarchat. In der utopischen Gesellschaft Egalias sind die Geschlechterrollen umgekehrt. Manchmal witzig, sehr entlarvend und manchmal bleibt einem das Lachen auch im Halse stecken.

17.01.2007 19:09:11
kuechenadler

Mitglied gelöscht

 

Hallo,
wird noch durchnummeriert?

85: Joachim Zelter: Schule der Arbeitslosen

Der Roman spielt in naher Zukunft in Deutschland. Arbeitslose werden willkürlich in einer Schule kaserniert, um dort Bewerbungsübungen, Biographiearbeit und Fitness zu trainieren. "Und wenn es gar nichts nutzt, lernen sie wenigstens morgens früh aufzustehen" meint die Agentur für Arbeit. Sie leben dort völlig von der Außenwelt abgeschlossen und ergehen sich in immer sinnloseren Bewerbungsübungen unter dem Zwang und Druck der sektenähnlichen Trainer der Schule.Ganz subtil werden die Arbeitslosen unter Druck gesetzt, Nächtliches Befragen zum Lebenslauf gehören genau so dazu wie das willkürliche Rationieren der Bonus Coins, mit denen die Arbeitslosen ihr Essen und Trinken aus Automaten beziehen.Eigenes Denken ist nicht erwünscht, eigenes Handeln wird bestraft. die Situatin spitzt sich dramatisch zu, als eine Stelle als neuer Trainer der Schule unter den anwesenden Arbeitslosen vergeben werden soll, alle müssen sich bewerben, es wird ein Wettbewerb um diese Stelle ausgerufen. Widerstand wird mit Einzelhaft bestraft...Nach Ende des Trimesters in dieser Schule erhält einer die Stelle des Trainers, einer darf als Hausmeister bleiben und alle anderen werden in einem Konvoi von Bussen zu einem Flugplatz gefahren. Unter Polizeiaufsicht, werden sie gezungen, ein Flugzeug zu besteigen...
18.01.2007 19:10:16
kuechenadler

Mitglied gelöscht

 

"wer schreibfehler findet, darf sie behalten"
Zuviel gesetzte Kommas auch!
18.01.2007 19:13:22
kuechenadler

Mitglied gelöscht

 

Falls jemand dieses Buch abzugeben hat, bitte anbieten, hatte es ais der Bücherei ausgeliehen
18.01.2007 19:14:59
askai

Mitglied gelöscht

 

wie schaut es denn mit "Malvil, oder die Bombe ist gefallen" aus.

ein beeindruckendes Buch, aber nicht unbedingt schön
19.02.2007 21:13:19
Tom62

Mitglied gelöscht

 

Vaterland" von Robert Harris fand ich auch sehr gut. Aber das (für mich) beste Utopie ist noch immer "Mockingbird" von Walter Tevis. Blöd das man das supergute Buch, noch nich übersetzt hat auf deutsch.
20.02.2007 09:10:56
GraefinDracula

Mitglied gelöscht

 

*freu*

Nun sammelt sich ja noch viiiiel mehr als erwartet :) Hab selbst schon einiges auf meinem SUB liegen und bin vor allem gespannt, wie "Vaterland" umgesetzt wurde.
20.02.2007 10:11:48
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