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(22297 Beiträge)
Literatur im Fernsehen
Do 24. Mai
23:35 mdr Fröhlich lesen. Autoren zu Gast bei Susanne Fröhlich
Susanne Fröhlich hat zwei Bestseller-Autoren eingeladen: zum einen Roman Maria Koidl, der mit seinem neuen Buch "Blender" nahtlos an den Erfolg von "Scheißkerle" anknüpft. Er erklärt auf unterhaltsame Weise, warum immer die Falschen Karriere machen. Außerdem stellt Jürgen Hesse, einer der führenden Experten Deutschlands zum Thema Bewerbung und Arbeitswelt, das neuste Ratgeber-Buch des Erfolgs-Duos Schrader/Hesse mit dem Titel: "Körpersprache" vor. Er erklärt, wie man sie im Beruf erfolgreich liest, versteht und gezielt anwenden kann.
23:45 SWR Literatur im Foyer
Felicitas von Lovenberg im Gespräch mit Mathias Gatza (Der Augentäuscher) und Robert Löhr (Der Krieg der Sänger)
00:50 Das Erste Misery USA 1990
Nachdem er sein neuestes Buch beendet hat, macht sich der Bestseller-Autor Paul Sheldon von einer abgelegenen Waldhütte aus auf den Weg zurück nach New York. Unterwegs gerät er in einen Schneesturm, kommt mit seinem Wagen von der Straße ab und wird schwer verletzt. Eine Frau rettet Sheldon aus dem Wrack und bringt ihn zu sich nach Hause: Annie Wilkes, alleinstehende Krankenschwester und fanatischer Fan seiner Romane, pflegt Sheldon aufopferungsvoll gesund. Doch als sie erfährt, dass er ihre liebste Romanheldin in seinem neuen Buch sterben lässt, verwandelt sich die fürsorgliche Pflegerin in eine psychopathische Furie: Sie fesselt Sheldon mit Gewalt ans Bett und zwingt ihn, das Buch neu zu schreiben. - Rob Reiners "Misery" gehört zu den besten und erfolgreichsten Stephen-King-Verfilmungen. Die Hauptrollen spielen James Caan und Kathy Bates, die für ihre Leistung den Oscar erhielt.
Fr. 25. Mai
01:20 Das Erste Der Wolf - Das vermisste Mädchen DK, N, D 2007
Der Thriller entstand nach der gleichnamigen Vorlage von Gunnar Staalesen; der Autor gilt als norwegische Antwort auf Henning Mankell und Håkan Nesser. Sein eigenbrötlerischer Privatdetektiv hat bereits mehr als ein Dutzend Fälle gelöst. Die kantige Figur des Varg Veum, hervorragend gespielt von Trond Espen Seim, ist von Chandlers Philip Marlowe inspiriert. Wie die Romanhandlung ist auch die aufwendige Adaption des neunten Varg-Veum-Romans "Bittere Blumen" in Staalesens Heimatstadt Bergen angesiedelt. Beeindruckende Landschaftsbilder schaffen eine ganz eigene Atmosphäre, die den Zuschauer sofort in den Bann zieht. - Ein weiterer Varg-Veum-Film folgt im Anschluss: "Der Wolf - Dunkle Geschäfte".
So 27. Mai
17:20 3sat Monpti BRD 1957
Die 17-jährige Anne-Claire lernt in Paris auf einer Bank im Jardin du Luxembourg einen jungen, hungernden Zeichner aus Budapest kennen. Da sie glaubt, für ihn nur interessant zu sein, wenn sie reich ist, täuscht sie ein wohlhabendes Elternhaus vor. Unbekümmert verleben sie eine glückliche Zeit miteinander. Als der von ihr mit dem Kosenamen "Monpti" - für "Mon Petit" - bedachte Künstler allerdings erfährt, dass sie sich mühsam ihr Geld verdienen muss, fühlt er sich von ihr betrogen. Mitten auf der Straße ohrfeigt er sie. - Die bittersüße Liebesgeschichte mit Romy Schneider und Horst Buchholz entstand nach dem gleichnamigen Roman des Ungarn Gábor von Vaszary. Mit der Rolle der Anne-Claire wollte Romy Schneider sich von ihrem Sissi-Image lösen.
Mo 28. Mai
18:10 rbb Heimatkrimi
Uwe Madel auf literarischer Spurensuche: Geht man nach den Bestseller-Listen, ist die Region Berlin-Brandenburg Deutschlands Tatort Nummer Eins. Immer mehr Krimiautoren lassen ihre Täter hier morden, rauben und entführen. Doch woher kommt die besondere Faszination von Autoren und Lesern für die Hauptstadtregion? Und sind Berlin und Brandenburg tatsächlich krimineller als der Rest Deutschlands?
Di 29. Mai
00:10 BR Der stille Amerikaner USA 2002
Saigon, Anfang der 1950er-Jahre: Der britische Journalist Thomas Fowler berichtet für die Londoner "Times" aus dem krisengeschüttelten Vietnam - wenngleich er sich mehr für seine Geliebte Phuong als die politischen Konflikte interessiert. In Pyle, einem jungen US-Amerikaner, findet Fowler einen Freund. Als sich Pyle jedoch in Phuong verliebt und der Journalist herausfindet, dass Pyle für die CIA arbeitet, eskaliert die Situation. - Der australische Erfolgsregisseur Phillip Noyce hat mit dieser meisterhaften Adaption des 1955 erschienen Graham-Greene-Romans "Der stille Amerikaner" einen Politthriller gedreht, der noch vor der Uraufführung für einige Kontroversen sorgte. Ursprünglich für eine US-Premiere Ende 2001 vorgesehen, wurde der Film nach den Terroranschlägen vom 11. September zunächst zurückgezogen. Den Studiobossen missfiel der kritische Blick des Films auf militärische Interventionen der Vereinigten Staaten.
Literatur im Radio
Sa 26. Mai
20:05 Deutschlandfunk Studio LCB - Aus dem Literarischen Colloquium Berlin
"Lesung: Hermann Peter Piwitt, Gesprächspartner: Matthias Altenburg und Michael Braun
Moderation: Maike Albath"
So 27. Mai
18:30 Deutschlandradio Kultur Die Ballade vom Wiener Schnitzel | Von George Tabori
Morgenstern, der jüngste Kritiker Wiens, hat einen Albtraum. In einem exklusiven Restaurant warten Gäste und Wirt Hermann auf die Preisvergabe des Kronawitter Guide. Hermann hofft vergeblich auf einen Stern für sein Wiener Schnitzel. Die schleimende Untertänigkeit von Gästen und Wirt verwandelt sich schlagartig in antisemitische Aggressionen.
Mo 28. Mai
18:30 Deutschlandradio Kultur Die Einsamkeit des Meeresgrundes | Von Ror Wolf
Vornehmlich um drei Männer kreisen die Gedanken einer älteren Dame, die verfettet und gehbehindert in ihrer Obergeschosswohnung lebt und einem unerwarteten Besucher ihr Herz ausschüttet: Da ist zunächst Mani, ihr zweiter Ehemann, ein stiller, unscheinbarer Tropf, den sie allerdings trotz seiner Schonungsbedürftigkeit im Verdacht hat, in der daruntergelegenen Wohnung fremdzugehen und zwar mit der Freundin des dort wohnenden 'Küchenscheffs'. Ungeachtet der verwickelten Situation schenkt die nicht mehr junge Dame Letzterem ihre uneingeschränkte Liebe. Auf den Enkel Fredi, der sie nicht mehr aber auch nicht weniger ausnutzt als jener Mustermensch von Koch, entlädt sich hingegen ihr ganzer Hass.
Di 29. Mai
20:10 Deutschlandfunk "West-östlicher Divan/Utopie und Wirklichkeit:
HAFIS: Logbuch einer Dichterfahrt - Oder: Was ist schon Zeit unter Freunden?" | Von Axel-R. Oestmann
Nachdem Hafis von der grenzenlosen Zuneigung deutscher Dichter und Gelehrter erfahren hatte, entschloss er sich zu einem Besuch. Allerdings hatte er zahlreiche Hindernisse zu überwinden, von denen sein bereits einige Hundert Jahre zurückliegender Tod noch das Geringste war. Der hatte schon etwa J. W. Goethe keinen Augenblick daran gehindert, in Hafis den lebenden Beweis einer aufklärerischen und widerständigen Kunst zu sehen, die sein mimetisches Vermögen reizte. Eine Dichtung, umwölkt von ketzerischer Religiosität: Klugheit, Schönheit, Rausch und Traum. Was also ist schon Zeit unter Freunden?
Do 24. Mai
23:35 mdr Fröhlich lesen. Autoren zu Gast bei Susanne Fröhlich
Susanne Fröhlich hat zwei Bestseller-Autoren eingeladen: zum einen Roman Maria Koidl, der mit seinem neuen Buch "Blender" nahtlos an den Erfolg von "Scheißkerle" anknüpft. Er erklärt auf unterhaltsame Weise, warum immer die Falschen Karriere machen. Außerdem stellt Jürgen Hesse, einer der führenden Experten Deutschlands zum Thema Bewerbung und Arbeitswelt, das neuste Ratgeber-Buch des Erfolgs-Duos Schrader/Hesse mit dem Titel: "Körpersprache" vor. Er erklärt, wie man sie im Beruf erfolgreich liest, versteht und gezielt anwenden kann.
23:45 SWR Literatur im Foyer
Felicitas von Lovenberg im Gespräch mit Mathias Gatza (Der Augentäuscher) und Robert Löhr (Der Krieg der Sänger)
00:50 Das Erste Misery USA 1990
Nachdem er sein neuestes Buch beendet hat, macht sich der Bestseller-Autor Paul Sheldon von einer abgelegenen Waldhütte aus auf den Weg zurück nach New York. Unterwegs gerät er in einen Schneesturm, kommt mit seinem Wagen von der Straße ab und wird schwer verletzt. Eine Frau rettet Sheldon aus dem Wrack und bringt ihn zu sich nach Hause: Annie Wilkes, alleinstehende Krankenschwester und fanatischer Fan seiner Romane, pflegt Sheldon aufopferungsvoll gesund. Doch als sie erfährt, dass er ihre liebste Romanheldin in seinem neuen Buch sterben lässt, verwandelt sich die fürsorgliche Pflegerin in eine psychopathische Furie: Sie fesselt Sheldon mit Gewalt ans Bett und zwingt ihn, das Buch neu zu schreiben. - Rob Reiners "Misery" gehört zu den besten und erfolgreichsten Stephen-King-Verfilmungen. Die Hauptrollen spielen James Caan und Kathy Bates, die für ihre Leistung den Oscar erhielt.
Fr. 25. Mai
01:20 Das Erste Der Wolf - Das vermisste Mädchen DK, N, D 2007
Der Thriller entstand nach der gleichnamigen Vorlage von Gunnar Staalesen; der Autor gilt als norwegische Antwort auf Henning Mankell und Håkan Nesser. Sein eigenbrötlerischer Privatdetektiv hat bereits mehr als ein Dutzend Fälle gelöst. Die kantige Figur des Varg Veum, hervorragend gespielt von Trond Espen Seim, ist von Chandlers Philip Marlowe inspiriert. Wie die Romanhandlung ist auch die aufwendige Adaption des neunten Varg-Veum-Romans "Bittere Blumen" in Staalesens Heimatstadt Bergen angesiedelt. Beeindruckende Landschaftsbilder schaffen eine ganz eigene Atmosphäre, die den Zuschauer sofort in den Bann zieht. - Ein weiterer Varg-Veum-Film folgt im Anschluss: "Der Wolf - Dunkle Geschäfte".
So 27. Mai
17:20 3sat Monpti BRD 1957
Die 17-jährige Anne-Claire lernt in Paris auf einer Bank im Jardin du Luxembourg einen jungen, hungernden Zeichner aus Budapest kennen. Da sie glaubt, für ihn nur interessant zu sein, wenn sie reich ist, täuscht sie ein wohlhabendes Elternhaus vor. Unbekümmert verleben sie eine glückliche Zeit miteinander. Als der von ihr mit dem Kosenamen "Monpti" - für "Mon Petit" - bedachte Künstler allerdings erfährt, dass sie sich mühsam ihr Geld verdienen muss, fühlt er sich von ihr betrogen. Mitten auf der Straße ohrfeigt er sie. - Die bittersüße Liebesgeschichte mit Romy Schneider und Horst Buchholz entstand nach dem gleichnamigen Roman des Ungarn Gábor von Vaszary. Mit der Rolle der Anne-Claire wollte Romy Schneider sich von ihrem Sissi-Image lösen.
Mo 28. Mai
18:10 rbb Heimatkrimi
Uwe Madel auf literarischer Spurensuche: Geht man nach den Bestseller-Listen, ist die Region Berlin-Brandenburg Deutschlands Tatort Nummer Eins. Immer mehr Krimiautoren lassen ihre Täter hier morden, rauben und entführen. Doch woher kommt die besondere Faszination von Autoren und Lesern für die Hauptstadtregion? Und sind Berlin und Brandenburg tatsächlich krimineller als der Rest Deutschlands?
Di 29. Mai
00:10 BR Der stille Amerikaner USA 2002
Saigon, Anfang der 1950er-Jahre: Der britische Journalist Thomas Fowler berichtet für die Londoner "Times" aus dem krisengeschüttelten Vietnam - wenngleich er sich mehr für seine Geliebte Phuong als die politischen Konflikte interessiert. In Pyle, einem jungen US-Amerikaner, findet Fowler einen Freund. Als sich Pyle jedoch in Phuong verliebt und der Journalist herausfindet, dass Pyle für die CIA arbeitet, eskaliert die Situation. - Der australische Erfolgsregisseur Phillip Noyce hat mit dieser meisterhaften Adaption des 1955 erschienen Graham-Greene-Romans "Der stille Amerikaner" einen Politthriller gedreht, der noch vor der Uraufführung für einige Kontroversen sorgte. Ursprünglich für eine US-Premiere Ende 2001 vorgesehen, wurde der Film nach den Terroranschlägen vom 11. September zunächst zurückgezogen. Den Studiobossen missfiel der kritische Blick des Films auf militärische Interventionen der Vereinigten Staaten.
Literatur im Radio
Sa 26. Mai
20:05 Deutschlandfunk Studio LCB - Aus dem Literarischen Colloquium Berlin
"Lesung: Hermann Peter Piwitt, Gesprächspartner: Matthias Altenburg und Michael Braun
Moderation: Maike Albath"
So 27. Mai
18:30 Deutschlandradio Kultur Die Ballade vom Wiener Schnitzel | Von George Tabori
Morgenstern, der jüngste Kritiker Wiens, hat einen Albtraum. In einem exklusiven Restaurant warten Gäste und Wirt Hermann auf die Preisvergabe des Kronawitter Guide. Hermann hofft vergeblich auf einen Stern für sein Wiener Schnitzel. Die schleimende Untertänigkeit von Gästen und Wirt verwandelt sich schlagartig in antisemitische Aggressionen.
Mo 28. Mai
18:30 Deutschlandradio Kultur Die Einsamkeit des Meeresgrundes | Von Ror Wolf
Vornehmlich um drei Männer kreisen die Gedanken einer älteren Dame, die verfettet und gehbehindert in ihrer Obergeschosswohnung lebt und einem unerwarteten Besucher ihr Herz ausschüttet: Da ist zunächst Mani, ihr zweiter Ehemann, ein stiller, unscheinbarer Tropf, den sie allerdings trotz seiner Schonungsbedürftigkeit im Verdacht hat, in der daruntergelegenen Wohnung fremdzugehen und zwar mit der Freundin des dort wohnenden 'Küchenscheffs'. Ungeachtet der verwickelten Situation schenkt die nicht mehr junge Dame Letzterem ihre uneingeschränkte Liebe. Auf den Enkel Fredi, der sie nicht mehr aber auch nicht weniger ausnutzt als jener Mustermensch von Koch, entlädt sich hingegen ihr ganzer Hass.
Di 29. Mai
20:10 Deutschlandfunk "West-östlicher Divan/Utopie und Wirklichkeit:
HAFIS: Logbuch einer Dichterfahrt - Oder: Was ist schon Zeit unter Freunden?" | Von Axel-R. Oestmann
Nachdem Hafis von der grenzenlosen Zuneigung deutscher Dichter und Gelehrter erfahren hatte, entschloss er sich zu einem Besuch. Allerdings hatte er zahlreiche Hindernisse zu überwinden, von denen sein bereits einige Hundert Jahre zurückliegender Tod noch das Geringste war. Der hatte schon etwa J. W. Goethe keinen Augenblick daran gehindert, in Hafis den lebenden Beweis einer aufklärerischen und widerständigen Kunst zu sehen, die sein mimetisches Vermögen reizte. Eine Dichtung, umwölkt von ketzerischer Religiosität: Klugheit, Schönheit, Rausch und Traum. Was also ist schon Zeit unter Freunden?
24.05.2012 08:37:44
(22297 Beiträge)
Literatur im Fernsehen
Do 31. Mai
23:45 SWR besser lesen
Walter Janson mit zwei Autoren zu aktuellen Neuerscheinungen. Sachbuch-Magazin
So 03. Juni
11:45 arte Square
Im Mittelpunkt der Sendung steht der 2006 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnete türkische Schriftsteller Orhan Pamuk. "Square" besucht ihn in seiner Heimatstadt Istanbul. Pamuks Bücher sind in vierzig Sprachen übersetzt, viele wurden ausgezeichnet. Sein Debütwerk, "Cevdet und seine Söhne" (1982), ist ein Liebesroman vor dem Hintergrund der Veränderungen in der modernen Türkei.
23:45 Das Erste Druckfrisch
(Die Themen der Sendung standen bei Redaktionsschluss noch nicht fest.)
Mo 04. Juni
20:15 arte Der geheime Garten USA, GB 1993
Die verwöhnte Mary kommt nach dem Tod ihrer Eltern aus Indien zu ihrem Onkel auf dessen Schloss nach England. Dort fühlt sie sich einsam und vernachlässigt. Erst als sie einen verwilderten Garten entdeckt, blüht sie auf. Gemeinsam mit Dickon, einem Jungen, der mit Tieren sprechen kann, und dem angeblich todkranken Sohn ihres Onkels verwandelt sie den Garten in ein wahres Paradies. - "Der geheime Garten" entstand nach dem gleichnamigen Roman von Frances Hodgson Burnett. In der Literaturverfilmung von Agnieszka Holland wird der Garten zum Sinnbild eines glücklichen Lebens und einer wiedergefundenen Liebe.
23:45 BR LeseZeichen
Mit: Olivia Harrison: "George Harrison Living in the Material World" (Knesebeck), Stefan Loipfinger: "Die Spendenmafia" (Droemer Knaur), Julia Benkert spricht mit Schulamit Meixner über deren Buch: "ohnegrund" (Picus) und Gunnar Müller-Waldeck, Roland Ulrich (Hrsg.): "Hans Fallada: Sein Leben in Bildern und Briefen" (Aufbau)
Mi 06. Juni
22:10 arte Fünf Tage mit Jonathan Franzen
Der 2010 erschienene Roman "Freiheit" von Jonathan Franzen war ein Medienereignis - ganz gegen die Natur des in sich gekehrten Superstars, zu dem Franzen 2001 mit seiner Saga "Die Korrekturen" völlig unerwartet wurde. Warum werden seine Bücher millionenfach gelesen? ARTE begleitet ihn auf Lesereise und versucht, dem Geheimnis seines Erfolgs auf die Spur zu kommen.
Literatur im Radio
Sa 02. Juni
20:05 Deutschlandfunk West-östlicher Divan / Utopie und Wirklichkeit: Allah hat hundert Namen | Von Günter Eich
Günter Eich hat in seinem Hörspiel "Allah hat hundert Namen" sein Lieblingsmotiv von der Suche nach dem letzten Sinn des Lebens wieder aufgegriffen. Die Suche Hakims nach dem hundertsten Namen Allahs, nach jenem Wort, das Wesen und Geheimnis der Welt entschlüsselt, gestaltet sich zu einer Irrfahrt von anmutiger Paradoxie. Sie bringt durch wechselndes Milieu von Orient und Okzident reizvolle Kontraste ins Spiel und führt schließlich zu einer Lösung, die nicht nur anmutig ist, sondern auch von hintergründiger Listigkeit.
So 03. Juni
14:05 Deutschlandradio Kultur Als Hitler das rosa Kaninchen stahl | Von Christine Nagel, nach dem gleichnamigen Roman von Judith Kerr
Anfang des Jahres 1933 kommen in Deutschland die Nazis an die Macht. Anna flieht mit ihrer jüdischen Familie in die Schweiz. Sie muss all ihre Spielsachen zurücklassen. Zunächst wohnen sie in einem Gasthof am Zürichsee. Anna und ihr älterer Bruder Max freunden sich mit den Dorfkindern an. Die Eltern haben große Sorgen: Annas Vater, ein berühmter Journalist, kann seine Artikel in der Schweiz nicht mehr veröffentlichen. Sie haben sehr wenig Geld. Jeden Tag hören sie von anderen Flüchtlingen. In Deutschland werden viele verhaftet und in Konzentrationslager verschleppt. Anna ist bedrückt. Auch ihr Vater wird von der deutschen Polizei gesucht. Die Eltern beschließen, nach Paris weiter zu ziehen. In Frankreich versteht Anna zunächst kein Wort. Mühsam muss sie die französische Sprache lernen. Wenn nur Heimpi, ihr Kindermädchen hier wäre.
Mo 04. Juni
21:33 Deutschlandradio Kultur Bogotá Blues | Von Christine Grän und Eva Karnofsky
Die deutsche Journalistin Rosa-Li Sauer fliegt nach Kolumbien, um über die Praxis illegaler Adoptionen zu recherchieren. Sie will bei dieser Gelegenheit auch Freunde besuchen. Nach ihrer Ankunft in Bogotá wird sie von Ralf, Büroleiter einer deutschen Entwicklungshilfeorganisation, empfangen. Sie erfährt, dass Ottmar Schmidt, ein Mitarbeiter der Organisation, und dessen zweijährige Tochter entführt worden sind. Rosa-Li ermittelt auf eigene Faust, verfolgt Guerilleros und gerät ins Visier brutaler Paramilitärs. Mit einer falschen Identität kommt sie der Wahrheit gefährlich nahe.
Di 05. Juni
20:10 Deutschlandfunk Hörspiel des Monats: Orphée Mécanique | Von Felix Kubin
"Basierend auf Dino Buzzatis Pop-Art-Comic 'Orphi und Eura" von 1968 und seinem eigenen Hörspiel "Orpheus" Psykotron' von 2006 hat der Hörspielmacher und Musiker Felix Kubin mit "Orphée Mécanique" ein klangvoll eckiges Hörspiel geschaffen, das sich - wie die Vorlagen - auf eine Suche nach Formen begibt, die den medialen Entwicklungen der Zeit entsprechen. Der Sänger und Schauspieler Lars Rudolph in der Rolle des mechanischen Orpheus hält in der still gestellten Unterwelt die Erinnerung an das geräuschvolle Leben wach und bringt die Schatten zum Tanzen.
Do 31. Mai
23:45 SWR besser lesen
Walter Janson mit zwei Autoren zu aktuellen Neuerscheinungen. Sachbuch-Magazin
So 03. Juni
11:45 arte Square
Im Mittelpunkt der Sendung steht der 2006 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnete türkische Schriftsteller Orhan Pamuk. "Square" besucht ihn in seiner Heimatstadt Istanbul. Pamuks Bücher sind in vierzig Sprachen übersetzt, viele wurden ausgezeichnet. Sein Debütwerk, "Cevdet und seine Söhne" (1982), ist ein Liebesroman vor dem Hintergrund der Veränderungen in der modernen Türkei.
23:45 Das Erste Druckfrisch
(Die Themen der Sendung standen bei Redaktionsschluss noch nicht fest.)
Mo 04. Juni
20:15 arte Der geheime Garten USA, GB 1993
Die verwöhnte Mary kommt nach dem Tod ihrer Eltern aus Indien zu ihrem Onkel auf dessen Schloss nach England. Dort fühlt sie sich einsam und vernachlässigt. Erst als sie einen verwilderten Garten entdeckt, blüht sie auf. Gemeinsam mit Dickon, einem Jungen, der mit Tieren sprechen kann, und dem angeblich todkranken Sohn ihres Onkels verwandelt sie den Garten in ein wahres Paradies. - "Der geheime Garten" entstand nach dem gleichnamigen Roman von Frances Hodgson Burnett. In der Literaturverfilmung von Agnieszka Holland wird der Garten zum Sinnbild eines glücklichen Lebens und einer wiedergefundenen Liebe.
23:45 BR LeseZeichen
Mit: Olivia Harrison: "George Harrison Living in the Material World" (Knesebeck), Stefan Loipfinger: "Die Spendenmafia" (Droemer Knaur), Julia Benkert spricht mit Schulamit Meixner über deren Buch: "ohnegrund" (Picus) und Gunnar Müller-Waldeck, Roland Ulrich (Hrsg.): "Hans Fallada: Sein Leben in Bildern und Briefen" (Aufbau)
Mi 06. Juni
22:10 arte Fünf Tage mit Jonathan Franzen
Der 2010 erschienene Roman "Freiheit" von Jonathan Franzen war ein Medienereignis - ganz gegen die Natur des in sich gekehrten Superstars, zu dem Franzen 2001 mit seiner Saga "Die Korrekturen" völlig unerwartet wurde. Warum werden seine Bücher millionenfach gelesen? ARTE begleitet ihn auf Lesereise und versucht, dem Geheimnis seines Erfolgs auf die Spur zu kommen.
Literatur im Radio
Sa 02. Juni
20:05 Deutschlandfunk West-östlicher Divan / Utopie und Wirklichkeit: Allah hat hundert Namen | Von Günter Eich
Günter Eich hat in seinem Hörspiel "Allah hat hundert Namen" sein Lieblingsmotiv von der Suche nach dem letzten Sinn des Lebens wieder aufgegriffen. Die Suche Hakims nach dem hundertsten Namen Allahs, nach jenem Wort, das Wesen und Geheimnis der Welt entschlüsselt, gestaltet sich zu einer Irrfahrt von anmutiger Paradoxie. Sie bringt durch wechselndes Milieu von Orient und Okzident reizvolle Kontraste ins Spiel und führt schließlich zu einer Lösung, die nicht nur anmutig ist, sondern auch von hintergründiger Listigkeit.
So 03. Juni
14:05 Deutschlandradio Kultur Als Hitler das rosa Kaninchen stahl | Von Christine Nagel, nach dem gleichnamigen Roman von Judith Kerr
Anfang des Jahres 1933 kommen in Deutschland die Nazis an die Macht. Anna flieht mit ihrer jüdischen Familie in die Schweiz. Sie muss all ihre Spielsachen zurücklassen. Zunächst wohnen sie in einem Gasthof am Zürichsee. Anna und ihr älterer Bruder Max freunden sich mit den Dorfkindern an. Die Eltern haben große Sorgen: Annas Vater, ein berühmter Journalist, kann seine Artikel in der Schweiz nicht mehr veröffentlichen. Sie haben sehr wenig Geld. Jeden Tag hören sie von anderen Flüchtlingen. In Deutschland werden viele verhaftet und in Konzentrationslager verschleppt. Anna ist bedrückt. Auch ihr Vater wird von der deutschen Polizei gesucht. Die Eltern beschließen, nach Paris weiter zu ziehen. In Frankreich versteht Anna zunächst kein Wort. Mühsam muss sie die französische Sprache lernen. Wenn nur Heimpi, ihr Kindermädchen hier wäre.
Mo 04. Juni
21:33 Deutschlandradio Kultur Bogotá Blues | Von Christine Grän und Eva Karnofsky
Die deutsche Journalistin Rosa-Li Sauer fliegt nach Kolumbien, um über die Praxis illegaler Adoptionen zu recherchieren. Sie will bei dieser Gelegenheit auch Freunde besuchen. Nach ihrer Ankunft in Bogotá wird sie von Ralf, Büroleiter einer deutschen Entwicklungshilfeorganisation, empfangen. Sie erfährt, dass Ottmar Schmidt, ein Mitarbeiter der Organisation, und dessen zweijährige Tochter entführt worden sind. Rosa-Li ermittelt auf eigene Faust, verfolgt Guerilleros und gerät ins Visier brutaler Paramilitärs. Mit einer falschen Identität kommt sie der Wahrheit gefährlich nahe.
Di 05. Juni
20:10 Deutschlandfunk Hörspiel des Monats: Orphée Mécanique | Von Felix Kubin
"Basierend auf Dino Buzzatis Pop-Art-Comic 'Orphi und Eura" von 1968 und seinem eigenen Hörspiel "Orpheus" Psykotron' von 2006 hat der Hörspielmacher und Musiker Felix Kubin mit "Orphée Mécanique" ein klangvoll eckiges Hörspiel geschaffen, das sich - wie die Vorlagen - auf eine Suche nach Formen begibt, die den medialen Entwicklungen der Zeit entsprechen. Der Sänger und Schauspieler Lars Rudolph in der Rolle des mechanischen Orpheus hält in der still gestellten Unterwelt die Erinnerung an das geräuschvolle Leben wach und bringt die Schatten zum Tanzen.
31.05.2012 20:04:24
(22297 Beiträge)
Literatur im Fernsehen
Do 06. Juni
20:15 arte Stolz und Vorurteil GB 1995
Großbritannien im 19. Jahrhundert: Die Familie Bennet muss ihre fünf Töchtern bald möglichst an einen vermögenden Gentlemen verheiraten, um den Familienbesitz zu sichern, der nur an männliche Nachkommen vererbt werden darf. Als auf dem Nachbaranwesen der Bennets zwei alleinstehende und reiche Gentlemen einziehen, scheinen ihre Gebete erhört. - Der Literaturklassiker "Stolz und Vorurteil", 1813 erstmalig veröffentlicht, ist der bekannteste Roman der britischen Schriftstellerin, mit dem sie schon zu Lebzeiten großen Erfolg hatte. Der Roman erzählt die Geschichte der jungen Elizabeth Bennet und des stolzen Mr. Darcy, die erst durch die Überwindung eigener Eitelkeiten und Vorbehalte zueinander finden. In den Romanen Austens geht es jedoch um mehr als um die Erzählung von Liebesgeschichten: Ihre Werke widmen sich vor allem der scharfsinnigen Beschreibung der gesellschaftlichen Verhältnisse und der menschlichen Natur.
Sa 09. Juni
20:15 BR Geliebte Jane Austen
In einer Mischung aus fiktiven und realen Ereignissen erzählt der romantische Kostümfilm ein Kapitel aus der Lebensgeschichte der Schriftstellerin Jane Austen. In den Hauptrollen sind Anne Hathaway und James McAvoy zu sehen.
23:15 3sat Casino USA 1995
Las Vegas, 1973: Sam "Ace" Rothstein ist ein mit allen Wassern gewaschener Spieler, der es vom kleinen Provinz-Buchmacher zum Boss von vier Casinos gebracht hat. Als Statthalter der Mafia sorgt er dafür, dass die Geldquellen noch kräftiger sprudeln, indem er Trickbetrügern mit teils rüden Methoden das Handwerk legt. Effizientes Management wird belohnt - bald ist Ace der "König" von Vegas. Als er Ginger McKenna begegnet, die reiche Männer an den Spieltisch und ins Bett begleitet, verliebt er sich sofort in sie. Das Callgirl und der Casino-König heiraten. Das glamouröse Paar steigt schnell in die prominentesten Kreise der Stadt auf. - Mit dem starbesetzten Kriminal-Drama "Casino" schuf Martin Scorsese nach dem Tatsachenroman von Nicholas Pileggi eine lose Fortsetzung seines Gangsterporträts "GoodFellas".
00:25 WDR Die Brüder Karamasow USA 1957
Mit seiner intensiven und exzellent besetzten Literaturverfilmung "Die Brüder Karamasow" adaptierte Richard Brooks eines der größten Werke des russischen Schriftstellers Fjodor Michaijlowitsch Dostojewski (1821-1881). Um die Rolle der Gruschenka hatte sich auch Marilyn Monroe heftig bemüht, doch Brooks holte schließlich Maria Schell als Partnerin von Yul Brynner.
So 10. Juni
12:00 BR T.C. Boyle - Die Schönheit der Sucht
Das Leben des amerikanischen Schriftstellers T. C. Boyle stand seit seiner Geburt unter dem Zeichen der Sucht. Seine Eltern waren Alkoholiker und im Laufe der Jahre hat er selbst verschiedene Arten der Sucht kennengelernt. Manche hätten ihn beinahe zerstört, doch eine hat ihn zu dem gemacht, was er heute ist: ein Superstar der Literaturszene mit bisher 19 veröffentlichten Romanen und diversen Verfilmungen, ein Literaturprofessor an der University of Southern California. Das Geheimnis seines Erfolgs: T. C. Boyle ist schreibsüchtig.
22:00 rbb Nur die Sonne war Zeuge F, I 1960
Der junge Amerikaner Tom Ripley ermordet heimlich einen Landsmann, der in Italien das Leben eines reichen Müßiggängers führt. Als es Ripley gelingt, an das Geld seines Opfers heranzukommen und sogar dessen nichtsahnende Freundin für sich erobert, glaubt er, das Spiel gewonnen zu haben ... Nach einem Roman von Patricia Highsmith.
Mo 11. Juni
14:35 arte Wiedersehen mit Brideshead. Das wiedergefundene Arkadien GB 1981
1944 wird Charles Ryder, Hauptmann der britischen Armee, auf das als Militärstützpunkt dienende Schloss Brideshead verlegt. Er erkennt den Ort als den ehemaligen Landsitz der Familie Marchmain wieder, aus der auch sein exzentrischer Jugendfreund Sebastian Flyte stammt. Charles Ryder lässt die Vergangenheit Revue passieren, während der sein eigenes Schicksal auf vielfältige Weise mit der Familie Sebastians verbunden war. Im ersten Teil des Fernsehfilms erkennt Charles Ryder Schloss Brideshead als den Landsitz wieder, auf dem er in seiner Jugend häufig zu Gast war. - Nach dem Roman von Evelyn Waugh.
23:25 BR LeseZeichen
Mit: Thilo Sarrazin: "Europa braucht den Euro nicht" (DVA), Dergin Tokmak: "Stix Mein Weg zum Tänzer auf Krücken" (Irisiana), Armin Kratzert spricht mit Arnon Grünberg über dessen Buch: "Mit Haut und Haaren" (Diogenes) und Neda Soltani: "Mein gestohlenes Gesicht" (Kailash)
23:40 ndr Bücherjournal
Neues vom Büchermarkt - Moderation: Julia Westlake
Di 12. Juni
14:35 arte Wiedersehen mit Brideshead. Bleiches Licht des Tages GB 1981
Teil 2 von 7: Charles ist fasziniert von der Lebensweise der Familie seines Freundes Sebastian. Doch einige verstörende Ereignisse lassen Zweifel an der heilen Welt der Marchmains aufkommen. - Nach dem Roman von Evelyn Waugh.
Mi 13. Juni
14:35 arte Wiedersehen mit Brideshead. Sebastian gegen die Welt GB 1981
Teil 3 von 7: Charley Ryder begreift nur langsam, dass sein Freund Sebastian zum manifesten Alkoholiker wird. Als dessen Mutter, Lady Marchmain, Charles um Hilfe bittet, versagt er kläglich.
Literatur im Radio
Sa 09. Juni
20:05 Deutschlandfunk Germania 3 - Gespenster am Toten Mann | Von Heiner Müller
"Ich will seit Langem ein Stück schreiben, das in Stalingrad anfängt und mit dem Fall der Mauer aufhört. Man muss solche gigantomanen Pläne gerade jetzt haben. Im Moment ist ja das Schlimme, dass es nur noch Zeit oder Geschwindigkeit oder Verlauf von Zeit gibt, aber keinen Raum mehr. Man muss jetzt Räume schaffen und besetzen gegen diese Beschleunigung." (Heiner Müller) Hinterlassen hat er eine Szenenfolge, die einerseits einen historischen Zusammenhang von Verdun über Stalingrad bis zum Kollaps des sozialistischen Systems herstellt, andererseits ganz unmittelbar Erlebnisse der eigenen Biografie aufnimmt: Szenen des großen Welttheaters und Kunstdebatten, Horrorszenen aus Vergangenheit und Gegenwart, absurd, komisch, bevölkert von Gespenstern ...
So 10. Juni
18:30 Deutschlandradio Kultur Dichten in Fahrtrichtung oder Leckermänner | Von Ginka Steinwachs
"meine männer sind viele. mehr als einer. sie werden auf der strasse herangezoomt. kamera des blicks. manchmal, nicht immer, gelingt es, im aussen auch deren inneres zu erfassen. dann gewinnt der text röntgenblick. meine männer sind blind, kahl, fett. klingt das nach lecker? doch wohl nicht. sie fallen als leckerbissen für mein schriftmaul zunächst auch darum nicht auf, weil sie besonders positiv, sondern bloss, weil sie anders sind. sie sind a n d e r s & stellen ihr anderssein gegen eine angepasste & jeansgesellschaft auch mehr oder minder bewusst zur schau. das gilt jedenfalls für jack, den blinden sticker-mann, und für paul, den kahlvioletten vertreter der marke x-trax. und für die fette dragqueen wim -schallplatte auf dem kopf, darauf die rote bommel - wie sie am ende mehr dragking ist. ein er also." (Ginka Steinwachs)
Mo 11. Juni
21:33 Deutschlandradio Kultur Die Verteidigung hat das Wort | Von Maurice Roland und André Picot
Paris, Ende der 70er-Jahre: Schriftsteller Philippe Carlier erhält einen Literaturpreis für seinen Bestseller. Doch das Werk ist ein Plagiat. Es handelt sich um die Übersetzung eines bisher nicht veröffentlichten Romans, dessen japanischer Autor verstorben ist. Filmproduzent Jean Garcin entdeckt den Betrug, erpresst Carlier und wird nach einer Auseinandersetzung prompt von ihm beseitigt. Carlier kann die Tat jedoch nicht mit seinem Gewissen vereinbaren und konsultiert Staranwalt Frossard mit der Absicht, sich zu stellen. Frossard sieht in dem Fall eine Chance, an alte Erfolge anzuknüpfen. Staranwalt und Schriftsteller geraten in einen unüberbrückbaren Konflikt.
Di 12. Juni
20:10 Deutschlandfunk Karl Marx: Das Kapital, Erster Band | Von Helgard Haug und Daniel Wetzel (Rimini Protokoll)
Die große Analyse von Karl Marx hat einen prominenten Platz im Kanon jener Bücher, die alle kennen und keiner gelesen hat. Für die Autoren geht es nicht um einen Abgesang und auch nicht um graue Theorie. Die sieben Siegel dieses Buches können nur mithilfe von Menschen geöffnet werden, die mit ihm gelebt haben. Es geht nicht so sehr darum, was darin steckt, sondern wo in der Gesellschaft es steckt, wer es benutzt und kennt, welcher politischen Couleur und wirtschaftlichen Praxis auch immer. Das Stück führt die Fäden einer groß angelegten Suchbewegung zusammen, bei dem unterschiedlichste Menschen in ihrer Sprache und mit ihren Biografien ihre Perspektiven auf dieses dicke Buch abbilden.
Do 06. Juni
20:15 arte Stolz und Vorurteil GB 1995
Großbritannien im 19. Jahrhundert: Die Familie Bennet muss ihre fünf Töchtern bald möglichst an einen vermögenden Gentlemen verheiraten, um den Familienbesitz zu sichern, der nur an männliche Nachkommen vererbt werden darf. Als auf dem Nachbaranwesen der Bennets zwei alleinstehende und reiche Gentlemen einziehen, scheinen ihre Gebete erhört. - Der Literaturklassiker "Stolz und Vorurteil", 1813 erstmalig veröffentlicht, ist der bekannteste Roman der britischen Schriftstellerin, mit dem sie schon zu Lebzeiten großen Erfolg hatte. Der Roman erzählt die Geschichte der jungen Elizabeth Bennet und des stolzen Mr. Darcy, die erst durch die Überwindung eigener Eitelkeiten und Vorbehalte zueinander finden. In den Romanen Austens geht es jedoch um mehr als um die Erzählung von Liebesgeschichten: Ihre Werke widmen sich vor allem der scharfsinnigen Beschreibung der gesellschaftlichen Verhältnisse und der menschlichen Natur.
Sa 09. Juni
20:15 BR Geliebte Jane Austen
In einer Mischung aus fiktiven und realen Ereignissen erzählt der romantische Kostümfilm ein Kapitel aus der Lebensgeschichte der Schriftstellerin Jane Austen. In den Hauptrollen sind Anne Hathaway und James McAvoy zu sehen.
23:15 3sat Casino USA 1995
Las Vegas, 1973: Sam "Ace" Rothstein ist ein mit allen Wassern gewaschener Spieler, der es vom kleinen Provinz-Buchmacher zum Boss von vier Casinos gebracht hat. Als Statthalter der Mafia sorgt er dafür, dass die Geldquellen noch kräftiger sprudeln, indem er Trickbetrügern mit teils rüden Methoden das Handwerk legt. Effizientes Management wird belohnt - bald ist Ace der "König" von Vegas. Als er Ginger McKenna begegnet, die reiche Männer an den Spieltisch und ins Bett begleitet, verliebt er sich sofort in sie. Das Callgirl und der Casino-König heiraten. Das glamouröse Paar steigt schnell in die prominentesten Kreise der Stadt auf. - Mit dem starbesetzten Kriminal-Drama "Casino" schuf Martin Scorsese nach dem Tatsachenroman von Nicholas Pileggi eine lose Fortsetzung seines Gangsterporträts "GoodFellas".
00:25 WDR Die Brüder Karamasow USA 1957
Mit seiner intensiven und exzellent besetzten Literaturverfilmung "Die Brüder Karamasow" adaptierte Richard Brooks eines der größten Werke des russischen Schriftstellers Fjodor Michaijlowitsch Dostojewski (1821-1881). Um die Rolle der Gruschenka hatte sich auch Marilyn Monroe heftig bemüht, doch Brooks holte schließlich Maria Schell als Partnerin von Yul Brynner.
So 10. Juni
12:00 BR T.C. Boyle - Die Schönheit der Sucht
Das Leben des amerikanischen Schriftstellers T. C. Boyle stand seit seiner Geburt unter dem Zeichen der Sucht. Seine Eltern waren Alkoholiker und im Laufe der Jahre hat er selbst verschiedene Arten der Sucht kennengelernt. Manche hätten ihn beinahe zerstört, doch eine hat ihn zu dem gemacht, was er heute ist: ein Superstar der Literaturszene mit bisher 19 veröffentlichten Romanen und diversen Verfilmungen, ein Literaturprofessor an der University of Southern California. Das Geheimnis seines Erfolgs: T. C. Boyle ist schreibsüchtig.
22:00 rbb Nur die Sonne war Zeuge F, I 1960
Der junge Amerikaner Tom Ripley ermordet heimlich einen Landsmann, der in Italien das Leben eines reichen Müßiggängers führt. Als es Ripley gelingt, an das Geld seines Opfers heranzukommen und sogar dessen nichtsahnende Freundin für sich erobert, glaubt er, das Spiel gewonnen zu haben ... Nach einem Roman von Patricia Highsmith.
Mo 11. Juni
14:35 arte Wiedersehen mit Brideshead. Das wiedergefundene Arkadien GB 1981
1944 wird Charles Ryder, Hauptmann der britischen Armee, auf das als Militärstützpunkt dienende Schloss Brideshead verlegt. Er erkennt den Ort als den ehemaligen Landsitz der Familie Marchmain wieder, aus der auch sein exzentrischer Jugendfreund Sebastian Flyte stammt. Charles Ryder lässt die Vergangenheit Revue passieren, während der sein eigenes Schicksal auf vielfältige Weise mit der Familie Sebastians verbunden war. Im ersten Teil des Fernsehfilms erkennt Charles Ryder Schloss Brideshead als den Landsitz wieder, auf dem er in seiner Jugend häufig zu Gast war. - Nach dem Roman von Evelyn Waugh.
23:25 BR LeseZeichen
Mit: Thilo Sarrazin: "Europa braucht den Euro nicht" (DVA), Dergin Tokmak: "Stix Mein Weg zum Tänzer auf Krücken" (Irisiana), Armin Kratzert spricht mit Arnon Grünberg über dessen Buch: "Mit Haut und Haaren" (Diogenes) und Neda Soltani: "Mein gestohlenes Gesicht" (Kailash)
23:40 ndr Bücherjournal
Neues vom Büchermarkt - Moderation: Julia Westlake
Di 12. Juni
14:35 arte Wiedersehen mit Brideshead. Bleiches Licht des Tages GB 1981
Teil 2 von 7: Charles ist fasziniert von der Lebensweise der Familie seines Freundes Sebastian. Doch einige verstörende Ereignisse lassen Zweifel an der heilen Welt der Marchmains aufkommen. - Nach dem Roman von Evelyn Waugh.
Mi 13. Juni
14:35 arte Wiedersehen mit Brideshead. Sebastian gegen die Welt GB 1981
Teil 3 von 7: Charley Ryder begreift nur langsam, dass sein Freund Sebastian zum manifesten Alkoholiker wird. Als dessen Mutter, Lady Marchmain, Charles um Hilfe bittet, versagt er kläglich.
Literatur im Radio
Sa 09. Juni
20:05 Deutschlandfunk Germania 3 - Gespenster am Toten Mann | Von Heiner Müller
"Ich will seit Langem ein Stück schreiben, das in Stalingrad anfängt und mit dem Fall der Mauer aufhört. Man muss solche gigantomanen Pläne gerade jetzt haben. Im Moment ist ja das Schlimme, dass es nur noch Zeit oder Geschwindigkeit oder Verlauf von Zeit gibt, aber keinen Raum mehr. Man muss jetzt Räume schaffen und besetzen gegen diese Beschleunigung." (Heiner Müller) Hinterlassen hat er eine Szenenfolge, die einerseits einen historischen Zusammenhang von Verdun über Stalingrad bis zum Kollaps des sozialistischen Systems herstellt, andererseits ganz unmittelbar Erlebnisse der eigenen Biografie aufnimmt: Szenen des großen Welttheaters und Kunstdebatten, Horrorszenen aus Vergangenheit und Gegenwart, absurd, komisch, bevölkert von Gespenstern ...
So 10. Juni
18:30 Deutschlandradio Kultur Dichten in Fahrtrichtung oder Leckermänner | Von Ginka Steinwachs
"meine männer sind viele. mehr als einer. sie werden auf der strasse herangezoomt. kamera des blicks. manchmal, nicht immer, gelingt es, im aussen auch deren inneres zu erfassen. dann gewinnt der text röntgenblick. meine männer sind blind, kahl, fett. klingt das nach lecker? doch wohl nicht. sie fallen als leckerbissen für mein schriftmaul zunächst auch darum nicht auf, weil sie besonders positiv, sondern bloss, weil sie anders sind. sie sind a n d e r s & stellen ihr anderssein gegen eine angepasste & jeansgesellschaft auch mehr oder minder bewusst zur schau. das gilt jedenfalls für jack, den blinden sticker-mann, und für paul, den kahlvioletten vertreter der marke x-trax. und für die fette dragqueen wim -schallplatte auf dem kopf, darauf die rote bommel - wie sie am ende mehr dragking ist. ein er also." (Ginka Steinwachs)
Mo 11. Juni
21:33 Deutschlandradio Kultur Die Verteidigung hat das Wort | Von Maurice Roland und André Picot
Paris, Ende der 70er-Jahre: Schriftsteller Philippe Carlier erhält einen Literaturpreis für seinen Bestseller. Doch das Werk ist ein Plagiat. Es handelt sich um die Übersetzung eines bisher nicht veröffentlichten Romans, dessen japanischer Autor verstorben ist. Filmproduzent Jean Garcin entdeckt den Betrug, erpresst Carlier und wird nach einer Auseinandersetzung prompt von ihm beseitigt. Carlier kann die Tat jedoch nicht mit seinem Gewissen vereinbaren und konsultiert Staranwalt Frossard mit der Absicht, sich zu stellen. Frossard sieht in dem Fall eine Chance, an alte Erfolge anzuknüpfen. Staranwalt und Schriftsteller geraten in einen unüberbrückbaren Konflikt.
Di 12. Juni
20:10 Deutschlandfunk Karl Marx: Das Kapital, Erster Band | Von Helgard Haug und Daniel Wetzel (Rimini Protokoll)
Die große Analyse von Karl Marx hat einen prominenten Platz im Kanon jener Bücher, die alle kennen und keiner gelesen hat. Für die Autoren geht es nicht um einen Abgesang und auch nicht um graue Theorie. Die sieben Siegel dieses Buches können nur mithilfe von Menschen geöffnet werden, die mit ihm gelebt haben. Es geht nicht so sehr darum, was darin steckt, sondern wo in der Gesellschaft es steckt, wer es benutzt und kennt, welcher politischen Couleur und wirtschaftlichen Praxis auch immer. Das Stück führt die Fäden einer groß angelegten Suchbewegung zusammen, bei dem unterschiedlichste Menschen in ihrer Sprache und mit ihren Biografien ihre Perspektiven auf dieses dicke Buch abbilden.
07.06.2012 10:42:42
(22297 Beiträge)
schaut ihr gerade auch etwas anderes als fußball??????????????? .ö))
Literatur im Fernsehen
Do 14. Juni
14:40 arte Wiedersehen mit Brideshead. Der verborgene Haken GB 1981
Teil 4 von 7: Sebastian Flyte verfällt immer mehr dem Alkohol. Seine Schwester Julia will Rex Mottram heiraten. Doch weil er geschieden ist, sind Julias Eltern als strenge Katholiken gegen eine Heirat.
20:15 arte Stolz und Vorurteil (3/6) GB 1995
Die Bingleys reisen überstürzt nach London ab. Jane ist tief bestürzt, schien eine baldige Verlobung zwischen ihr und Bingley doch wahrscheinlich. Elizabeth erfährt, dass Darcy für die Trennung der beiden verantwortlich ist. Derweil kann Darcy seine Gefühle für Elizabeth nicht mehr niederringen und hält um ihre Hand an. Entrüstet weist Elizabeth seinen Heiratsantrag zurück ...
23:45 SWR Literatur im Foyer
Thea Dorn gratuliert Donna Leon zum Jubiläum: 20 Jahre Commissario Brunetti! "Reiches Erbe" heißt dessen 20. Fall. Donna Leon erzählt, wie sie den Kommissar erfunden hat, spricht über ihre Liebe zu Venedig und weshalb ihre Kriminalromane nicht auf Italienisch erscheinen.
Fr 15. Juni
14:40 arte Wiedersehen mit Brideshead. Im Sturm GB 1981
Teil 5 von 7: Charles Ryder heiratet Celia, die Schwester eines Studienfreundes. Doch auf einer Atlantiküberfahrt trifft er auf Sebastians Schwester Julia. Die beiden verlieben sich heftig ineinander.
Sa 16. Juni
20:15 BR Donna Leon - Lasset die Kinder zu mir kommen D 2010
Beginn der DONNA-LEON-NACHT: Capitano Marvilli von den Carabinieri lässt den angesehenen Kinderarzt Gustavo Pedrolli verhaften. Dieser soll eine junge Albanerin ermordet haben, weil sie ihr illegal adoptiertes Kind von ihm zurückforderte. Brunetti ist von Pedrollis Schuld aber nicht überzeugt. Mit Marvillis Hilfe nimmt der Commissario die Ermittlungen auf und verstrickt sich in ein Dickicht aus Spuren und Hinweisen, die nicht zum Ziel führen.
So 17. Juni
09:15 3sat T.C. Boyle - USA today: zwischen Popkultur und Untergang
Juri Steiner spricht mit dem Kultautor T. C. Boyle über den ganz normalen Wahnsinn der USA, über Aussteiger, den amtierenden US-Präsidenten Barack Obama, den Architekten Frank Lloyd Wright, den Sexualforscher Alfred Kinsey und über Atomenergie.
10:45 3sat Literaturclub
Thema: "Das Leben erschreiben". Gast: Daniel Hell. Folgende Bücher werden vorgestellt: "Nilpferde unter dem Haus" von Hansjörg Schneider, "Die undankbare Fremde" von Irena Brezná, "Katzentisch" von Michael Ondaatje und "W oder die Kindheitserinnerung" von Georges Perec. Moderation: Iris Radisch
20:15 arte 16.50 ab Paddington GB 1961
Themenabend Miss Marple - Die schrullige Miss Marple wird während einer Zugfahrt Augenzeugin eines Mordes. Weil ihr die Polizei nicht glaubt, lässt sie sich im Landhaus des schwer kranken Mr. Ackenthorpe als Wirtschafterin anstellen, um dort auf eigene Faust nach der Leiche und dem Mörder zu suchen. Es stellt sich heraus, dass Ackenthorpes vier Kinder hinter seinem Erbe her sind, und auch der Gärtner Hillman und der Hausarzt Dr. Quimper wirken nicht vertrauenserweckend. Nach zwei weiteren Morden lockt die resolute Miss Marple den Täter in eine gefährliche Falle.
Mo 18. Juni
14:10 arte Wiedersehen mit Brideshead. Ein Ruck an der Leine
Teil 6 von 7: Charles Ryder und Julia Flyte leben gemeinsam auf Brideshead. Sie beschließen, sich von ihrem jeweiligen Partner scheiden zu lassen und zu heiraten. - Im Anschluss folgt Teil 7: "Der alte Lord"
23:40 BR LeseZeichen
Mit: Harry Belafonte: "My Song" (Kiepenheuer & Witsch), Ruth Hoffmann: "Stasi-Kinder" (Propyläen), Armin Kratzert spricht mit Cécile Wajsbrot über deren Buch: "Die Köpfe der Hydra" (Matthes & Seitz) und Thorsten Klapsch: "Atomkraft" (Edition Panorama)
Literatur im Radio
Sa 16. Juni
20:05 Deutschlandfunk Sondersendung zum Bloomsday: Ulysses Kapitel 1 - 7 | Von James Joyce
Mit dem ersten Kapitel, "Telemachos" genannt, beginnt die auf 18 Teile und 22 Stunden angelegte Hörspielfassung des Romans "Ulysses" von James Joyce. Zwei Folgen weisen vorab auf das Projekt. Der Roman, mittlerweile als Ikone der literarischen Moderne verehrt und vor 90 Jahren, 1922, in der Pariser Buchhandlung "Shakespeare & Company" von Sylvia Beach erschienen, erzählt in 18 Abschnitten vom 16. Juni 1904.
So 17. Juni
14:05 Deutschlandradio Kultur Hörspieltag für Kinder: Das Nordseeschwein | Von Jenny Reinhardt
Mona und Lisa sind in den Urlaub an die Nordsee gefahren. Leonardo, ihr gemeinsames Meerschwein, haben sie natürlich mitgenommen. Es vergräbt sich gern im warmen Sand. Einmal wäre es dabei fast erstickt. Aufgeregt buddeln die beiden Mädchen nach ihm, da kommt Martin vorbei und rettet das Meerschwein. Martin ist der Sohn eines Zauberers, der auf den Jahrmärkten in den kleinen Urlaubsorten auftritt. Martin gibt mächtig an, und die Mädchen verlieben sich sofort in ihn. Er verabredet sich mit beiden, weil er unbedingt das schwarze Meerschwein für seine Zaubershow haben möchte. Aber wenn zwei Mädchen den gleichen Jungen lieben, gibt es Ärger. Und immer wenn es Ärger gibt, geht dem armen Meerschwein das Fell aus. In der Zaubermanege wird es als schwarzer Teufel, als der Höhepunkt der Show angekündigt, doch so nackt ist es nur ein armes, kleines, rosa Schweinchen und alle lachen es aus.
Mo 18. Juni
21:33 Deutschlandradio Kultur Kreuzeder und der Tote im Wald | Von Jörg Graser
Polizeipsychologin März informiert Kriminalrat Kreuzeder, dass in der Nähe zur tschechischen Grenze eine Leiche gefunden wurde. Kreuzeder mag sich am Sonntag nicht mit einem Mord befassen. Außerdem leidet er mal wieder an den Auswirkungen eines Alkoholrausches. Um den Fall nicht bearbeiten zu müssen, schleppt er den Toten über die Grenze nach Tschechien. Doch das hilft ihm nicht. Die tschechische Polizei bittet prompt um Amtshilfe, denn Spuren führen nach Deutschland. Der Tote, Max Krobel, wurde mit einem Kopfschuss regelrecht hingerichtet. Er war Hausmeister einer Schule und wenig beliebt. Die Art und Weise, wie er ums Leben kam, spricht für einen Auftragsmord.
Di 19. Juni
19:30 Deutschlandradio Kultur Chiles traumatische Landschaften. Drei Schriftsteller-Lebensläufe | Von Peter B. Schumann
Vor nahezu einem Vierteljahrhundert kehrte Chile zur Demokratie zurück. Doch die Pinochet-Diktatur hat tiefe Spuren in der Gesellschaft und im Bewusstsein der Menschen hinterlassen. Die chilenische Literatur ist voller traumatischer Landschaften. Sie beherrschen das Werk von drei Autoren etwa gleichen Alters und ganz verschiedener Lebensläufe. Der Romancier Arturo Fontaine (geb. 1952) war als Student Pinochetist, hat sich durch Auslandserfahrungen aus diesem Umkreis gelöst und ist heute ein einflussreicher liberaler Denker. Der Poet Raúl Zurita (geb. 1950) wurde als Kommunist verhaftet und gefoltert, ging danach aber nicht ins Exil, sondern in den inneren Widerstand mit radikalen Kunstaktionen. Er gilt als einer der Erneuerer der chilenischen Literatur. Der Romanautor Luis Sepúlveda (geb. 1949) gehörte zur Leibgarde Salvador Allendes, konnte ins Ausland fliehen, ist dort zum Schriftsteller geworden und ist bis heute ein Exilant geblieben.
Literatur im Fernsehen
Do 14. Juni
14:40 arte Wiedersehen mit Brideshead. Der verborgene Haken GB 1981
Teil 4 von 7: Sebastian Flyte verfällt immer mehr dem Alkohol. Seine Schwester Julia will Rex Mottram heiraten. Doch weil er geschieden ist, sind Julias Eltern als strenge Katholiken gegen eine Heirat.
20:15 arte Stolz und Vorurteil (3/6) GB 1995
Die Bingleys reisen überstürzt nach London ab. Jane ist tief bestürzt, schien eine baldige Verlobung zwischen ihr und Bingley doch wahrscheinlich. Elizabeth erfährt, dass Darcy für die Trennung der beiden verantwortlich ist. Derweil kann Darcy seine Gefühle für Elizabeth nicht mehr niederringen und hält um ihre Hand an. Entrüstet weist Elizabeth seinen Heiratsantrag zurück ...
23:45 SWR Literatur im Foyer
Thea Dorn gratuliert Donna Leon zum Jubiläum: 20 Jahre Commissario Brunetti! "Reiches Erbe" heißt dessen 20. Fall. Donna Leon erzählt, wie sie den Kommissar erfunden hat, spricht über ihre Liebe zu Venedig und weshalb ihre Kriminalromane nicht auf Italienisch erscheinen.
Fr 15. Juni
14:40 arte Wiedersehen mit Brideshead. Im Sturm GB 1981
Teil 5 von 7: Charles Ryder heiratet Celia, die Schwester eines Studienfreundes. Doch auf einer Atlantiküberfahrt trifft er auf Sebastians Schwester Julia. Die beiden verlieben sich heftig ineinander.
Sa 16. Juni
20:15 BR Donna Leon - Lasset die Kinder zu mir kommen D 2010
Beginn der DONNA-LEON-NACHT: Capitano Marvilli von den Carabinieri lässt den angesehenen Kinderarzt Gustavo Pedrolli verhaften. Dieser soll eine junge Albanerin ermordet haben, weil sie ihr illegal adoptiertes Kind von ihm zurückforderte. Brunetti ist von Pedrollis Schuld aber nicht überzeugt. Mit Marvillis Hilfe nimmt der Commissario die Ermittlungen auf und verstrickt sich in ein Dickicht aus Spuren und Hinweisen, die nicht zum Ziel führen.
So 17. Juni
09:15 3sat T.C. Boyle - USA today: zwischen Popkultur und Untergang
Juri Steiner spricht mit dem Kultautor T. C. Boyle über den ganz normalen Wahnsinn der USA, über Aussteiger, den amtierenden US-Präsidenten Barack Obama, den Architekten Frank Lloyd Wright, den Sexualforscher Alfred Kinsey und über Atomenergie.
10:45 3sat Literaturclub
Thema: "Das Leben erschreiben". Gast: Daniel Hell. Folgende Bücher werden vorgestellt: "Nilpferde unter dem Haus" von Hansjörg Schneider, "Die undankbare Fremde" von Irena Brezná, "Katzentisch" von Michael Ondaatje und "W oder die Kindheitserinnerung" von Georges Perec. Moderation: Iris Radisch
20:15 arte 16.50 ab Paddington GB 1961
Themenabend Miss Marple - Die schrullige Miss Marple wird während einer Zugfahrt Augenzeugin eines Mordes. Weil ihr die Polizei nicht glaubt, lässt sie sich im Landhaus des schwer kranken Mr. Ackenthorpe als Wirtschafterin anstellen, um dort auf eigene Faust nach der Leiche und dem Mörder zu suchen. Es stellt sich heraus, dass Ackenthorpes vier Kinder hinter seinem Erbe her sind, und auch der Gärtner Hillman und der Hausarzt Dr. Quimper wirken nicht vertrauenserweckend. Nach zwei weiteren Morden lockt die resolute Miss Marple den Täter in eine gefährliche Falle.
Mo 18. Juni
14:10 arte Wiedersehen mit Brideshead. Ein Ruck an der Leine
Teil 6 von 7: Charles Ryder und Julia Flyte leben gemeinsam auf Brideshead. Sie beschließen, sich von ihrem jeweiligen Partner scheiden zu lassen und zu heiraten. - Im Anschluss folgt Teil 7: "Der alte Lord"
23:40 BR LeseZeichen
Mit: Harry Belafonte: "My Song" (Kiepenheuer & Witsch), Ruth Hoffmann: "Stasi-Kinder" (Propyläen), Armin Kratzert spricht mit Cécile Wajsbrot über deren Buch: "Die Köpfe der Hydra" (Matthes & Seitz) und Thorsten Klapsch: "Atomkraft" (Edition Panorama)
Literatur im Radio
Sa 16. Juni
20:05 Deutschlandfunk Sondersendung zum Bloomsday: Ulysses Kapitel 1 - 7 | Von James Joyce
Mit dem ersten Kapitel, "Telemachos" genannt, beginnt die auf 18 Teile und 22 Stunden angelegte Hörspielfassung des Romans "Ulysses" von James Joyce. Zwei Folgen weisen vorab auf das Projekt. Der Roman, mittlerweile als Ikone der literarischen Moderne verehrt und vor 90 Jahren, 1922, in der Pariser Buchhandlung "Shakespeare & Company" von Sylvia Beach erschienen, erzählt in 18 Abschnitten vom 16. Juni 1904.
So 17. Juni
14:05 Deutschlandradio Kultur Hörspieltag für Kinder: Das Nordseeschwein | Von Jenny Reinhardt
Mona und Lisa sind in den Urlaub an die Nordsee gefahren. Leonardo, ihr gemeinsames Meerschwein, haben sie natürlich mitgenommen. Es vergräbt sich gern im warmen Sand. Einmal wäre es dabei fast erstickt. Aufgeregt buddeln die beiden Mädchen nach ihm, da kommt Martin vorbei und rettet das Meerschwein. Martin ist der Sohn eines Zauberers, der auf den Jahrmärkten in den kleinen Urlaubsorten auftritt. Martin gibt mächtig an, und die Mädchen verlieben sich sofort in ihn. Er verabredet sich mit beiden, weil er unbedingt das schwarze Meerschwein für seine Zaubershow haben möchte. Aber wenn zwei Mädchen den gleichen Jungen lieben, gibt es Ärger. Und immer wenn es Ärger gibt, geht dem armen Meerschwein das Fell aus. In der Zaubermanege wird es als schwarzer Teufel, als der Höhepunkt der Show angekündigt, doch so nackt ist es nur ein armes, kleines, rosa Schweinchen und alle lachen es aus.
Mo 18. Juni
21:33 Deutschlandradio Kultur Kreuzeder und der Tote im Wald | Von Jörg Graser
Polizeipsychologin März informiert Kriminalrat Kreuzeder, dass in der Nähe zur tschechischen Grenze eine Leiche gefunden wurde. Kreuzeder mag sich am Sonntag nicht mit einem Mord befassen. Außerdem leidet er mal wieder an den Auswirkungen eines Alkoholrausches. Um den Fall nicht bearbeiten zu müssen, schleppt er den Toten über die Grenze nach Tschechien. Doch das hilft ihm nicht. Die tschechische Polizei bittet prompt um Amtshilfe, denn Spuren führen nach Deutschland. Der Tote, Max Krobel, wurde mit einem Kopfschuss regelrecht hingerichtet. Er war Hausmeister einer Schule und wenig beliebt. Die Art und Weise, wie er ums Leben kam, spricht für einen Auftragsmord.
Di 19. Juni
19:30 Deutschlandradio Kultur Chiles traumatische Landschaften. Drei Schriftsteller-Lebensläufe | Von Peter B. Schumann
Vor nahezu einem Vierteljahrhundert kehrte Chile zur Demokratie zurück. Doch die Pinochet-Diktatur hat tiefe Spuren in der Gesellschaft und im Bewusstsein der Menschen hinterlassen. Die chilenische Literatur ist voller traumatischer Landschaften. Sie beherrschen das Werk von drei Autoren etwa gleichen Alters und ganz verschiedener Lebensläufe. Der Romancier Arturo Fontaine (geb. 1952) war als Student Pinochetist, hat sich durch Auslandserfahrungen aus diesem Umkreis gelöst und ist heute ein einflussreicher liberaler Denker. Der Poet Raúl Zurita (geb. 1950) wurde als Kommunist verhaftet und gefoltert, ging danach aber nicht ins Exil, sondern in den inneren Widerstand mit radikalen Kunstaktionen. Er gilt als einer der Erneuerer der chilenischen Literatur. Der Romanautor Luis Sepúlveda (geb. 1949) gehörte zur Leibgarde Salvador Allendes, konnte ins Ausland fliehen, ist dort zum Schriftsteller geworden und ist bis heute ein Exilant geblieben.
14.06.2012 15:41:43
(22297 Beiträge)
Anlässlich des 30. Todestages des legendären Regisseurs Rainer Werner Fassbinder (31.5.1945-10.6.1982) zeigt ARTE am Montag, 25. Juni 2012 um 19.00 Uhr dessen Literaturverfilmung "Effi Briest": Die 17-jähriige Effi wird mit dem viel älteren Baron Geert von Instetten verheiratet. Unglücklich über ihren lieblosen Ehealltag mit dem ehrgeizigen Baron, beginnt sie ein Verhältnis mit Major Crampas. Als ihr Mann Jahre später hinter die Liebschaft seiner Frau kommt, fordert er Crampas zum Duell heraus und tötet ihn. Er verstößt Effi, die bald darauf ihren Lebenswillen verliert und stirbt.
Nach dem Roman "Effi Briest" von Theodor Fontane zeigt Rainer Werner Fassbinder in seinem Film, wie eine Gesellschaft mit emotionaler und physischer Brutalität ihre herrschenden Werte von Ehre und Moral erhält. Widerstand gibt es keinen, weder von der verstoßenen Effi selbst noch ihren Eltern, die die Verurteilung als gesellschaftlich normalen Vorgang akzeptieren.
Nach dem Roman "Effi Briest" von Theodor Fontane zeigt Rainer Werner Fassbinder in seinem Film, wie eine Gesellschaft mit emotionaler und physischer Brutalität ihre herrschenden Werte von Ehre und Moral erhält. Widerstand gibt es keinen, weder von der verstoßenen Effi selbst noch ihren Eltern, die die Verurteilung als gesellschaftlich normalen Vorgang akzeptieren.
15.06.2012 16:33:02
(22297 Beiträge)
Literatur im Fernsehen
Do 21. Juni
22:25 3sat ... und der Himmel steht still D, GB 1993
Berlin, 1955: Der junge britische Telefontechniker Leonard soll gemeinsam mit den amerikanischen Verbündeten arbeiten. Von seinem Vorgesetzten, dem US-Offizier Bob Glass, erfährt er seinen Einsatzbereich: die streng geheime Operation "Gold". Die Alliierten haben einen Tunnel gegraben, um an sowjetische Telefonleitungen heranzukommen. Leonard soll die Kabel so präparieren, dass sie jederzeit abhörbar sind. - Als lan McEwans vielschichtiger Berlin-Roman "Unschuldige - Eine Berliner Liebesgeschichte" 1989 erschien, sorgte er nicht nur in Literaturkreisen für Begeisterung, sondern fand auch in der Filmindustrie schnell seine Anhänger. Durch den Fall der Mauer konnte die Produktion "... und der Himmel steht still" von der Tatsache profitieren, dass vieles im Stadtbild Ostberlins noch so aussah wie das Berlin der Nachkriegszeit. Gedreht wurde in den traditionsreichen DEFA-Studios.
23:40 mdr Der menschliche Faktor GB 1979
Castle (Nicol Williamson) lebt glücklich mit seiner Familie auf dem Land. Er und sein befreundeter Kollege Arthur Davis (Derek Jacobi), ein unglücklich verliebter Junggeselle, arbeiten in der Sicherheitsabteilung des britischen Außenministeriums. Eines Tages wird Davis von seinen drei Vorgesetzten, Dr. Parcival (Robert Morley), Sir John Hargreaves (Richard Vernon) und Colonel Daintry (Richard Attenborough), der Spionage verdächtigt. In Wirklichkeit hat jedoch Castle sieben Jahre lang als Doppelagent den sowjetischen Geheimdienst mit Informationen beliefert. - Nach dem gleichnamigen Roman von Graham Greene
23:45 SWR Literatur im Foyer
Viva la Musica! - Thea Dorn im Gespräch mit Donna Leon und Dirk Schümer
00:35 Das Erste Der talentierte Mr. Ripley USA 1999
Meisterregisseur Anthony Minghella verwandelte Patricia Highsmiths berühmte Kriminalgeschichte in eine fesselnde, atmosphärisch fotografierte Psychostudie mit Starbesetzung.
Fr 22. Juni
22:30 arte Das Fest des Ziegenbocks S 2005
Die erfolgreiche Anwältin Urania Cabral kehrt 1992 nach 30 Jahren zum ersten Mal nach Santo Domingo, in die Hauptstadt der Dominikanischen Republik, zurück. Ihr Vater Agustín ist schwerkrank und kann nicht mehr sprechen. Doch die von Uranias Familie erhoffte Versöhnung zwischen Vater und Tochter bleibt aus, stattdessen erzählt Urania aus der Zeit, als ihr Vater Staatssekretär des Militärdiktators Rafael Trujillo war, boshaft auch "der Ziegenbock" genannt. Trujillo, der das Land seinerseits seit 30 Jahren regiert hatte, war für seine Eitelkeit bekannt und ließ Kritiker mit gnadenloser Willkür aus dem Weg schaffen. - Der peruanische Literaturnobelpreisträger Mario Vargas Llosa lieferte die Romanvorlage für die opulente spanisch-britische Koproduktion, in der neben Isabella Rossellini als Urania auch Paul Freeman als ihr Vater und Tomas Milian als Diktator Rafael Trujillo zu sehen sind.
So 24. Juni
12:00 BR Die bayerische Bauerndichterin Lena Christ
Die bayerische Bauerndichterin Lena Christ gilt als weiblicher Ludwig Thoma. Bis heute rührt die Geschichte ihrer harten Jugend als Wirtstochter die Leser. Lena Christs uneheliche Herkunft und die Sehnsucht nach der verlorenen Glonner Heimat lieferten den Stoff für erfolgreiche Verfilmungen wie "Madame Bäuerin" oder "Die Rumpelhanni". Bekannt wurde sie als Schriftstellerin durch "Erinnerungen einer Überflüssigen" und "Mathias Bichler" - ihrem literarisch anspruchvollstem Roman.
Mo 25. Juni
20:15 arte Fontane - Effi Briest D 1974
Die 17-jährige Effi Briest wird mit dem viel älteren Baron Geert von Instetten verheiratet. Unglücklich über ihren lieblosen Ehealltag mit dem ehrgeizigen Baron, beginnt sie ein Verhältnis mit Major Crampas. Als ihr Mann Jahre später hinter die Liebschaft seiner Frau kommt, fordert er Crampas zum Duell heraus und tötet ihn. Er verstößt Effi, die bald darauf ihren Lebenswillen verliert und stirbt. - Nach dem Roman "Effi Briest" von Theodor Fontane zeigt Rainer Werner Fassbinder in seinem Film, wie eine Gesellschaft mit emotionaler und physischer Brutalität ihre herrschenden Werte von Ehre und Moral erhält. Widerstand gibt es keinen, weder von der verstoßenen Effi selbst noch ihren Eltern, die die Verurteilung als gesellschaftlich normalen Vorgang akzeptieren.
23:25 BR LeseZeichen
Mit: Christian Fuchs, John Goetz: "Die Zelle. Rechter Terror in Deutschland" (Rowohlt), Karin Sagner: "Renoir und seine Frauen" (Elisabeth Sandmann), Armin Kratzert spricht mit Oliver Bottini über dessen Buch: "Der kalte Traum" (Dumont) und Rainer Sprehe: "Alles Rower? Ein Wessi auf Friedensfahrt" (Covadonga)
01:05 Das Erste Das malvenfarbene Taxi F, I, IRL 1977
Ein verschlafenes irisches Küstendorf ist für eine Gruppe exzentrischer Aussteiger zu einer neuen Heimat geworden. Der melancholische Franzose Philippe versucht, über den Tod seines Sohnes hinwegzukommen. Der amerikanische Millionärssohn Jerry ist nach einer tragischen Liebesgeschichte in die irische Provinz geflüchtet. Was den egozentrischen Exilrussen Taubelman nach Irland getrieben hat, weiß hingegen niemand so recht. Mit dem Auftauchen von Jerrys schöner Schwester Sharon kommt Bewegung in das beschauliche Leben der Männer - und nach einer Weile wird so manches Geheimnis gelüftet. - Charlotte Rampling, Philippe Noiret und Peter Ustinov gehören zum wunderbaren Ensemble dieses poetischen Melodrams, in dem Fred Astaire als Dr. Scully Rat in allen Lebenslagen weiß. Der Roman "Un taxi mauve" (deutsch: "Irisches Intermezzo") von Michel Déon aus dem Jahr 1973 gilt als eines der großen Meisterwerke der modernen französischen Literatur. Fünf Jahre nach der Veröffentlichung wurde Déon von der renommierten Académie française in die Liste der "Unsterblichen" aufgenommen.
Di 26. Juni
02:20 3sat Das weite Land A 1969
Ein junger Mann der Wiener Gesellschaft hat aus unglücklicher Liebe zu einer verheirateten Frau, Genia Hofreiter, Selbstmord begangen. Als ihr Gatte, der Industrielle Friedrich Hofreiter, den Abschiedsbrief liest, wundert er sich über die Standhaftigkeit seiner Frau, die dieser Brief offenbart, denn er selbst ist alles andere als treu. - In der Verfilmung von Arthur Schnitzlers Tragikomödie "Das weite Land" aus dem Jahr 1969 spielt eine hervorragende Schauspielerriege, allen voran O.W. Fischer als Friedrich Hofreiter und Ruth Leuwerik als seine Frau.
Literatur im Radio
So 24. Juni
18:30 Deutschlandradio Kultur Ich bin ein Cyborg, aber das macht nichts/I'm a Cyborg, but that's okay | Nach dem gleichnamigen koreanischen Spielfilm von Chung Suh-kyung und Park Chan-wook
Das Mädchen Young-gun fühlt sich als Cyborg, als Mensch-Maschine, die sich ständig aufladen muss. Deshalb sind Dioden und Leuchtröhren ihre Freunde, und sie lutscht lieber an Batterien, als Reis und Rettich zu sich zu nehmen. Im psychiatrischen Krankenhaus mit seinen liebenswerten Patienten und ihren Welten lernt sie Il-sun kennen, den Dieb mit der Maske, der zuerst Young-guns Mitleid stiehlt, dann zum Hungerstreik für sie aufruft und schließlich das Reis-Megatron erfindet, das Essen in elektrische Energie umwandelt.
Mo 25. Juni
21:33 Deutschlandradio Kultur Clarimonde | Nach der Erzählung 'Die Spinne' von Hanns Heinz Ewers
Paris um 1900: Im Zimmer Nr. 7 des kleinen Hotels Stevens erhängt sich ein Handlungsreisender aus der Schweiz. Sieben Tage später nimmt sich in diesem Zimmer ein Artist aus Deutschland das Leben. Auch er stranguliert sich mit der Gardinenschnur am Fensterkreuz. Die Polizei findet weder Spuren noch Abschiedsbriefe. Auf Weisung des Kommissars bezieht ein Schutzmann die Nummer 7. Auch er wird tot am Fensterkreuz gefunden. Bracquemont, Student der Medizin, glaubt, für die tragischen Vorgänge eine Erklärung zu haben. Er bezieht als nächster Gast das Zimmer. Seine Beobachtungen notiert er in einem Tagebuch.
Di 26. Juni
19:30 Deutschlandradio Kultur Comics als Konversationsstücke,. Claire Bretécher und Ralf König im Porträt | Von Rebecca Partouche
Comics waren lange Zeit das absolute Männergenre: schweigsame Superhelden, Männerschweiß, gerettete Welten. In Comics wurde schon immer viel gehandelt und wenig geredet, bis Frauen und Schwule das Genre eroberten. Mit der Französin Claire Bretécher und ihrem Erben Ralf König (oder 'le Bretécher gay' wie er in Frankreich genannt wird) landete das schweigsame Genre auf der Beziehungscouch. Vorbei die großen Taten wortkarger Actionhelden. Stattdessen wird jetzt seitenlang gelabert, lamentiert und sich gegenseitig runtergezogen. Bretécher hat die frustrierte Feministin verewigt, Ralf König dem aufgekratzen Schwulen ein Denkmal gesetzt. Und gemeinsam haben sie den Comic zum Konversationsstück gemacht. Noch immer ist Claire Bretécher die erfolgreichste Zeichnerin Frankreichs und ihr erklärter Fan Ralf König der mit Abstand erfolgreichste deutsche Zeichner. Rebecca Partouche porträtiert die Meisterin und ihren Schüler.
Di 26. Juni
20:10 Deutschlandfunk Ulysses 18: Penelope | Von James Joyce
Es ist Nacht in Dublin. Leopold Bloom hat sich zu Mollys Füßen ins Bett gelegt. Diese erwacht nur halb aus dem Schlaf, ihre Gedanken strömen frei. Der Tag mit allen seinen Eindrücken, Erlebnissen, Geräuschen spielt sich wieder in ihrem Bewusstsein ab. Wie im Traum oder Halbschlaf spielen Erinnerungen und Assoziationen in den Gedankenstrom hinein. Kindheitserinnerungen, erotische Gedanken, Erinnerungen an ihre Jugend in Gibraltar, Gedanken an die Kinder und ihren Mann Leopold, an frühere Wohnorte strömen in acht langen Sätzen ohne Punkt und Komma durch Mollys und der Leser Hirn.
Do 21. Juni
22:25 3sat ... und der Himmel steht still D, GB 1993
Berlin, 1955: Der junge britische Telefontechniker Leonard soll gemeinsam mit den amerikanischen Verbündeten arbeiten. Von seinem Vorgesetzten, dem US-Offizier Bob Glass, erfährt er seinen Einsatzbereich: die streng geheime Operation "Gold". Die Alliierten haben einen Tunnel gegraben, um an sowjetische Telefonleitungen heranzukommen. Leonard soll die Kabel so präparieren, dass sie jederzeit abhörbar sind. - Als lan McEwans vielschichtiger Berlin-Roman "Unschuldige - Eine Berliner Liebesgeschichte" 1989 erschien, sorgte er nicht nur in Literaturkreisen für Begeisterung, sondern fand auch in der Filmindustrie schnell seine Anhänger. Durch den Fall der Mauer konnte die Produktion "... und der Himmel steht still" von der Tatsache profitieren, dass vieles im Stadtbild Ostberlins noch so aussah wie das Berlin der Nachkriegszeit. Gedreht wurde in den traditionsreichen DEFA-Studios.
23:40 mdr Der menschliche Faktor GB 1979
Castle (Nicol Williamson) lebt glücklich mit seiner Familie auf dem Land. Er und sein befreundeter Kollege Arthur Davis (Derek Jacobi), ein unglücklich verliebter Junggeselle, arbeiten in der Sicherheitsabteilung des britischen Außenministeriums. Eines Tages wird Davis von seinen drei Vorgesetzten, Dr. Parcival (Robert Morley), Sir John Hargreaves (Richard Vernon) und Colonel Daintry (Richard Attenborough), der Spionage verdächtigt. In Wirklichkeit hat jedoch Castle sieben Jahre lang als Doppelagent den sowjetischen Geheimdienst mit Informationen beliefert. - Nach dem gleichnamigen Roman von Graham Greene
23:45 SWR Literatur im Foyer
Viva la Musica! - Thea Dorn im Gespräch mit Donna Leon und Dirk Schümer
00:35 Das Erste Der talentierte Mr. Ripley USA 1999
Meisterregisseur Anthony Minghella verwandelte Patricia Highsmiths berühmte Kriminalgeschichte in eine fesselnde, atmosphärisch fotografierte Psychostudie mit Starbesetzung.
Fr 22. Juni
22:30 arte Das Fest des Ziegenbocks S 2005
Die erfolgreiche Anwältin Urania Cabral kehrt 1992 nach 30 Jahren zum ersten Mal nach Santo Domingo, in die Hauptstadt der Dominikanischen Republik, zurück. Ihr Vater Agustín ist schwerkrank und kann nicht mehr sprechen. Doch die von Uranias Familie erhoffte Versöhnung zwischen Vater und Tochter bleibt aus, stattdessen erzählt Urania aus der Zeit, als ihr Vater Staatssekretär des Militärdiktators Rafael Trujillo war, boshaft auch "der Ziegenbock" genannt. Trujillo, der das Land seinerseits seit 30 Jahren regiert hatte, war für seine Eitelkeit bekannt und ließ Kritiker mit gnadenloser Willkür aus dem Weg schaffen. - Der peruanische Literaturnobelpreisträger Mario Vargas Llosa lieferte die Romanvorlage für die opulente spanisch-britische Koproduktion, in der neben Isabella Rossellini als Urania auch Paul Freeman als ihr Vater und Tomas Milian als Diktator Rafael Trujillo zu sehen sind.
So 24. Juni
12:00 BR Die bayerische Bauerndichterin Lena Christ
Die bayerische Bauerndichterin Lena Christ gilt als weiblicher Ludwig Thoma. Bis heute rührt die Geschichte ihrer harten Jugend als Wirtstochter die Leser. Lena Christs uneheliche Herkunft und die Sehnsucht nach der verlorenen Glonner Heimat lieferten den Stoff für erfolgreiche Verfilmungen wie "Madame Bäuerin" oder "Die Rumpelhanni". Bekannt wurde sie als Schriftstellerin durch "Erinnerungen einer Überflüssigen" und "Mathias Bichler" - ihrem literarisch anspruchvollstem Roman.
Mo 25. Juni
20:15 arte Fontane - Effi Briest D 1974
Die 17-jährige Effi Briest wird mit dem viel älteren Baron Geert von Instetten verheiratet. Unglücklich über ihren lieblosen Ehealltag mit dem ehrgeizigen Baron, beginnt sie ein Verhältnis mit Major Crampas. Als ihr Mann Jahre später hinter die Liebschaft seiner Frau kommt, fordert er Crampas zum Duell heraus und tötet ihn. Er verstößt Effi, die bald darauf ihren Lebenswillen verliert und stirbt. - Nach dem Roman "Effi Briest" von Theodor Fontane zeigt Rainer Werner Fassbinder in seinem Film, wie eine Gesellschaft mit emotionaler und physischer Brutalität ihre herrschenden Werte von Ehre und Moral erhält. Widerstand gibt es keinen, weder von der verstoßenen Effi selbst noch ihren Eltern, die die Verurteilung als gesellschaftlich normalen Vorgang akzeptieren.
23:25 BR LeseZeichen
Mit: Christian Fuchs, John Goetz: "Die Zelle. Rechter Terror in Deutschland" (Rowohlt), Karin Sagner: "Renoir und seine Frauen" (Elisabeth Sandmann), Armin Kratzert spricht mit Oliver Bottini über dessen Buch: "Der kalte Traum" (Dumont) und Rainer Sprehe: "Alles Rower? Ein Wessi auf Friedensfahrt" (Covadonga)
01:05 Das Erste Das malvenfarbene Taxi F, I, IRL 1977
Ein verschlafenes irisches Küstendorf ist für eine Gruppe exzentrischer Aussteiger zu einer neuen Heimat geworden. Der melancholische Franzose Philippe versucht, über den Tod seines Sohnes hinwegzukommen. Der amerikanische Millionärssohn Jerry ist nach einer tragischen Liebesgeschichte in die irische Provinz geflüchtet. Was den egozentrischen Exilrussen Taubelman nach Irland getrieben hat, weiß hingegen niemand so recht. Mit dem Auftauchen von Jerrys schöner Schwester Sharon kommt Bewegung in das beschauliche Leben der Männer - und nach einer Weile wird so manches Geheimnis gelüftet. - Charlotte Rampling, Philippe Noiret und Peter Ustinov gehören zum wunderbaren Ensemble dieses poetischen Melodrams, in dem Fred Astaire als Dr. Scully Rat in allen Lebenslagen weiß. Der Roman "Un taxi mauve" (deutsch: "Irisches Intermezzo") von Michel Déon aus dem Jahr 1973 gilt als eines der großen Meisterwerke der modernen französischen Literatur. Fünf Jahre nach der Veröffentlichung wurde Déon von der renommierten Académie française in die Liste der "Unsterblichen" aufgenommen.
Di 26. Juni
02:20 3sat Das weite Land A 1969
Ein junger Mann der Wiener Gesellschaft hat aus unglücklicher Liebe zu einer verheirateten Frau, Genia Hofreiter, Selbstmord begangen. Als ihr Gatte, der Industrielle Friedrich Hofreiter, den Abschiedsbrief liest, wundert er sich über die Standhaftigkeit seiner Frau, die dieser Brief offenbart, denn er selbst ist alles andere als treu. - In der Verfilmung von Arthur Schnitzlers Tragikomödie "Das weite Land" aus dem Jahr 1969 spielt eine hervorragende Schauspielerriege, allen voran O.W. Fischer als Friedrich Hofreiter und Ruth Leuwerik als seine Frau.
Literatur im Radio
So 24. Juni
18:30 Deutschlandradio Kultur Ich bin ein Cyborg, aber das macht nichts/I'm a Cyborg, but that's okay | Nach dem gleichnamigen koreanischen Spielfilm von Chung Suh-kyung und Park Chan-wook
Das Mädchen Young-gun fühlt sich als Cyborg, als Mensch-Maschine, die sich ständig aufladen muss. Deshalb sind Dioden und Leuchtröhren ihre Freunde, und sie lutscht lieber an Batterien, als Reis und Rettich zu sich zu nehmen. Im psychiatrischen Krankenhaus mit seinen liebenswerten Patienten und ihren Welten lernt sie Il-sun kennen, den Dieb mit der Maske, der zuerst Young-guns Mitleid stiehlt, dann zum Hungerstreik für sie aufruft und schließlich das Reis-Megatron erfindet, das Essen in elektrische Energie umwandelt.
Mo 25. Juni
21:33 Deutschlandradio Kultur Clarimonde | Nach der Erzählung 'Die Spinne' von Hanns Heinz Ewers
Paris um 1900: Im Zimmer Nr. 7 des kleinen Hotels Stevens erhängt sich ein Handlungsreisender aus der Schweiz. Sieben Tage später nimmt sich in diesem Zimmer ein Artist aus Deutschland das Leben. Auch er stranguliert sich mit der Gardinenschnur am Fensterkreuz. Die Polizei findet weder Spuren noch Abschiedsbriefe. Auf Weisung des Kommissars bezieht ein Schutzmann die Nummer 7. Auch er wird tot am Fensterkreuz gefunden. Bracquemont, Student der Medizin, glaubt, für die tragischen Vorgänge eine Erklärung zu haben. Er bezieht als nächster Gast das Zimmer. Seine Beobachtungen notiert er in einem Tagebuch.
Di 26. Juni
19:30 Deutschlandradio Kultur Comics als Konversationsstücke,. Claire Bretécher und Ralf König im Porträt | Von Rebecca Partouche
Comics waren lange Zeit das absolute Männergenre: schweigsame Superhelden, Männerschweiß, gerettete Welten. In Comics wurde schon immer viel gehandelt und wenig geredet, bis Frauen und Schwule das Genre eroberten. Mit der Französin Claire Bretécher und ihrem Erben Ralf König (oder 'le Bretécher gay' wie er in Frankreich genannt wird) landete das schweigsame Genre auf der Beziehungscouch. Vorbei die großen Taten wortkarger Actionhelden. Stattdessen wird jetzt seitenlang gelabert, lamentiert und sich gegenseitig runtergezogen. Bretécher hat die frustrierte Feministin verewigt, Ralf König dem aufgekratzen Schwulen ein Denkmal gesetzt. Und gemeinsam haben sie den Comic zum Konversationsstück gemacht. Noch immer ist Claire Bretécher die erfolgreichste Zeichnerin Frankreichs und ihr erklärter Fan Ralf König der mit Abstand erfolgreichste deutsche Zeichner. Rebecca Partouche porträtiert die Meisterin und ihren Schüler.
Di 26. Juni
20:10 Deutschlandfunk Ulysses 18: Penelope | Von James Joyce
Es ist Nacht in Dublin. Leopold Bloom hat sich zu Mollys Füßen ins Bett gelegt. Diese erwacht nur halb aus dem Schlaf, ihre Gedanken strömen frei. Der Tag mit allen seinen Eindrücken, Erlebnissen, Geräuschen spielt sich wieder in ihrem Bewusstsein ab. Wie im Traum oder Halbschlaf spielen Erinnerungen und Assoziationen in den Gedankenstrom hinein. Kindheitserinnerungen, erotische Gedanken, Erinnerungen an ihre Jugend in Gibraltar, Gedanken an die Kinder und ihren Mann Leopold, an frühere Wohnorte strömen in acht langen Sätzen ohne Punkt und Komma durch Mollys und der Leser Hirn.
21.06.2012 09:23:07
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Literatur im Fernsehen
Do 12. Juli
23:05 mdr Lene Voigt. Die sächsische Nachtigall
Lene Voigt ist mehr als die berühmteste Humoristin sächsischer Mundart. Sie wird oft die sächsische Nachtigall oder auch die sächsische Balladenkönigin genannt. Ihre Texte sind heute - wie vor fast 100 Jahren - noch lebendig im Volk. 1891 in Leipzig geboren, entdeckt Lene Voigt schon als kleines Mädchen große Lust am Lesen und bald auch am Dichten. Mit 15 erscheint ihr erstes kleines Werk: eine Humoreske über ihren Turnverein. 1914 ist sie Mitautorin von "Dichtung und Prosa", einer Anthologie Leipziger Frauen.
23:45 SWR Literatur im Foyer
Thea Dorn im Gespräch mit Hellmuth Karasek, Albert Ostermaier und Evi Simeoni: Sportgeschichten - Nach der Fußball-EM ist in diesem Sommer vor der Olympiade
Sa 14. Juli
20:15 BR Der talentierte Mr. Ripley USA 1999
Der junge Amerikaner Tom Ripley träumt von Wohlstand und Ansehen und scheint diesem Ziel durch eine zufällige Verwechslung ein ganzes Stück näher zu kommen: Er soll Dickie, einen vermeintlichen Studienkollegen, im Auftrag von dessen reichem Vater zur Rückkehr von Italien in die USA bewegen. Tom akzeptiert und fliegt in die Toskana, wo er es mühelos schafft, das Vertrauen des gut aussehenden Playboys zu gewinnen. Bald weicht Tom nicht mehr von Dickies Seite und beginnt, dessen ausschweifenden Lebensstil zu genießen und nachzuahmen. - Der erste von insgesamt fünf Tom-Ripley-Romanen der amerikanischen Kriminalschriftstellerin Patricia Highsmith bot dem Regisseur Anthony Minghella die Gelegenheit, sich nach seinem neunfachen Oscar-Erfolg "Der englische Patient" einem nicht minder mitreißenden Stoff zu widmen.
22:30 BR Nur die Sonne war Zeuge F, I 1960
Tom Ripley, ein gutaussehender junger Amerikaner, hat die Arbeit nicht erfunden. Dafür besitzt er eine Vielzahl anderer Talente. Momentan hat er es geschafft, auf Kosten des amerikanischen Industriellen Greenleaf nach Europa zu reisen. Dort soll er dessen Sohn Philippe, mit dem er zusammen zur Schule ging, aufsuchen und dafür sorgen, dass dieser endlich in die Staaten zurückkehrt. Dafür winken Ripley 5.000 Dollar. - Frankreichs Regie-Altmeister René Clément hat einen der besten Kriminalromane von Patricia Highsmith sehr eindrucksvoll filmisch umgesetzt: Spannung und psychologische Subtilität halten sich perfekt die Waage. Alain Delon spielt hier eine seiner unvergesslichen frühen Rollen.
23:00 3sat Tonspur - der Soundtrack meines Lebens
Diesmal verfasst Alex Capus, vielgereister Schweizer Schriftsteller, seine Liste mit acht Musiktiteln. 1961 in der Normandie geboren, kam Capus als Fünfjähriger nach Olten. Zunächst arbeitete Capus als Journalist bevor er sich der Schriftstellerei zuwandte. Sein 2011 erschienener Roman "Léon und Louise" feiert auf der ganzen Welt Erfolg. Im September 2012 kommt sein neues Werk in den Handel. - Nina Brunner trifft Alex Capus in seiner Heimatstadt Olten, wo er außerdem ein eigenes Restaurant betreibt. Dort fragt sie den Schriftsteller unter anderem, weshalb er zwei absolute "Klassik-Klassiker", die "Goldberg-Variationen" von Johann Sebastian Bach und die "Mondschein-Sonate" von Ludwig van Beethoven, auf seiner Liste stehen hat.
01:05 mdr Mörderischer Engel F 1985
"Mörderischer Engel" ist ein stimmungsvoll inszenierter, typisch französischer Erotikthriller im Film-Noir-Stil nach einem Kriminalroman von Robin Cook. Die kühle Britin Charlotte Rampling und der französische Altstar Michel Serrault zeigen eine überzeugende darstellerische Leistung.
So 15. Juli
10:15 3sat les.art. Literaturmagazin
Das Lesemagazin will beweisen, dass Niveau und Unterhaltung einander nicht ausschließen müssen. Christian Ankowitsch stellt Neuerscheinungen vor, begrüßt bekannte Autorinnen und Autoren und gibt Tipps für Lesende und Lesemuffel.
11:15 3sat Literaturclub
Thema: "Was tun?". Folgende Bücher werden vorgestellt: "Die Kunst des klaren Denkens" von Rolf Dobelli, "Ich bezahle für Sex. Ansichten eines Freiers" von Chester Brown, "Der Umweg" von Gerbrand Bakker, "Oblomow" von Ivan Gontscharow und "Komm" von Janne Teller. Es liest der Schauspieler Thomas Sarbacher, Moderation: Iris Radisch
14:05 arte Deon Meyer - Mein Leben
Er wird auch als der Mankell Südafrikas bezeichnet. Seine Fangemeinde wächst stetig an und die Kinorechte seiner letzen beiden Romane sind bereits verkauft. Deon Meyer ist der Shootingstar unter den südafrikanischen Schriftstellern. Die Dokumentation hat Deon Meyer in Kapstadt bei seiner Recherche zu seinem nächsten Buch '7 Days' begleitet.
23:15 BR Die Katze F, I 1971
Jean Gabin und Simone Signoret spielen die Hauptrollen in diesem Ehedrama nach dem gleichnamigen Roman von Georges Simenon. Schonungslos sezieren die beiden großen Stars des französischen Kinos den Zustand einer desolaten Ehe. Für ihre Leistung wurden sie auf der Berlinale 1971 mit dem "Silbernen Bären" ausgezeichnet, ihr Regisseur Pierre Granier-Deferre war für den "Goldenen Bären" nominiert.
Mo 16. Juli
14:35 arte Die Marquise von O D, I 1976
Eric Rohmer hat die "Marquise von O." nach der gleichnamigen Novelle von Heinrich von Kleist in Szene gesetzt, und das Wort für Wort. Es handelt sich also hier um eine unbedingt treue Adaption, mit einer hochkarätigen Besetzung, unter anderem Bruno Ganz in der Rolle des Grafen, Edda Seippel und Peter Lühr als Elternpaar, Otto Sander als Forstmeister und Ruth Drexel als Hebamme.
21:45 SWR Hermann Hesse - Superstar
Hermann Hesse liest man nicht einfach so: Hermann Hesse ist eher eine Erfahrung als eine Lektüre. Udo Lindenberg hat seinem Idol einen Song gewidmet und exklusiv für die ARD-Hesse-Verfilmung "Die Heimkehr" aufgenommen. Er erinnert sich: "Ich dachte: Wie kann der über mein Leben schreiben? - Ja, das war genau meine Story. Ich mein, der kennt mich ja gar nicht. Aber ich sah diese Parallelitäten, hab mich darin total wiedergefunden." - So wie Udo ging es auch anderen Künstlern und Prominenten, die in der Dokumentation zu Wort kommen, Hesse-Darsteller August Zirner, der Literaturkritiker Denis Scheck, Konstantin Wecker, Peter Härtling.
23:25 BR LeseZeichen
Mit: Ann-Marlene Henning, Tina Bremer-Olszewski: "Make Love" (Rogner & Bernhard), Andrew Feinstein: "Waffenhandel" (Hoffmann und Campe), Armin Kratzert spricht mit Janne Teller über deren Buch: "Komm" (Hanser) und Lothar Müller: "Weiße Magie" (Hanser)
Mi 18. Juli
23:10 3sat Belle de jour - Schöne des Tages F, I 1966
Pierre und Séverine führen nach außen hin eine normale Ehe. Doch der Schein trügt. Mit den Zärtlichkeiten ihres Mannes weiß Séverine wenig anzufangen. Während Pierre seine Tage als Arzt in der Klink verbringt, flüchtet Séverine in Tagträume, die von masochistischer Lust und Vergewaltigungsfantasien geprägt sind. Als Séverine von Husson, einem Bekannten des Paares, die Adresse einer gewissen Madame Anaïs erfährt, ist ihre Neugier geweckt. Wenige Tage später besucht sie das diskret geführte Bordell und verdingt sich als Prostituierte. Da sie nur am Nachmittag arbeitet, erhält sie den Namen "Belle de Jour". - Mit Catherine Deneuve, Jean Sorel und Michel Piccoli
Literatur im Radio
Sa 14. Juli
20:05 Deutschlandfunk Zum 80. Geburtstag des Autors: Eigentlich bin ich stumm | Von Jürgen Becker
Jürgen Becker entwirft in seinem Hörspiel das dichte Porträt eines deutschen Dorfes und einer Frau, die ihre Identität nur aus der Konfrontation mit diesem Dorf beziehen kann. Doch er zeigt die Frau nicht nur als neugierige Beobachterin und poetische Ethnologin des Dorflebens, sondern ebenso als dessen Gefangene, denn es ist auch ein Hörspiel über die Abhängigkeit aller voneinander. In kurzen Szenen erhellt es den Zusammenhang von Kindheit und Heimat, Geschichten und Geschichte.
So 15. Juli
18:30 Deutschlandradio
Kultur T.A.Z. - Temporäre Autonome Zone | Musikalische Collage von wittmann und zeitblom, mit Texten von Hakim Bey u.a.
Die Attacke gilt den Strukturen der Kontrolle, im Wesentlichen den Ideologien. Eine Hörcollage u.a. mit kulturpolitischen Texten aus T.A.Z von Hakim Bey.
Mo 16. Juli
21:33 Deutschlandradio
Kultur Professor van Dusen: Der Kopfjäger von Singapur | Von Michael Koser
Professor van Dusen und sein Assistent Hatch werden von Sir Francis Bannister, Gouverneur von Singapur, empfangen. Da übermittelt Inspektor Boggles die Nachricht, dass eine zweite kopflose Leiche gefunden wurde. Vor einer Woche erst entdeckte Suran, Aufseher im Botanischen Garten, Mister Tremayne ohne Kopf und mit abgetrenntem Arm. Inspektor Boggles ließ Suran als möglichen Täter einsperren. Den zweiten Mord kann er also nicht begangen haben. Die Denkmaschine arbeitet auf Hochtouren.
Mi 18. Juli
21:05 Deutschlandfunk Kabarett,
Comedy & schräge Lieder: "Liiies doch mal was!" Kabarett und Chanson zwischen Buchdeckeln | Eine Sendung von Stephan Göritz
"Liiies doch mal was!" - diesen Rat, den einst eine von Loriots Knollennasenfiguren gab, sollten auch Kabarett- und Chansonfreunde beherzigen, erschienen doch wieder viele Bücher rund um die sogenannte Brettl-Kunst. Der Kabarettist Florian Schroeder wirbt in 'Offen für alles' um Verständnis für jene, die sich entschieden haben, sich nicht mehr zu entscheiden. Der Satiriker Hans Krause hat die Erinnerungen an sein Leben von der Weimarer Republik bis heute aufgeschrieben. Unter dem Titel 'Ich war eine Distel' erzählt er, wie er in der DDR mehrere Kabarettbühnen gründete, fünf Jahre auch die hauptstädtische Distel leitete und Walter Ulbricht trotzdem nicht zum Lachen brachte. Und Ralf Tauchmann spürt der Verführungskraft der 'Ruhmesposaunen' nach, im zweiten Band seiner Nachdichtungen von Chansons des frechen Georges Brassens. Lesenswerte Neuerscheinungen, vorgestellt in Szenen, Liedern und Gesprächen.
Do 12. Juli
23:05 mdr Lene Voigt. Die sächsische Nachtigall
Lene Voigt ist mehr als die berühmteste Humoristin sächsischer Mundart. Sie wird oft die sächsische Nachtigall oder auch die sächsische Balladenkönigin genannt. Ihre Texte sind heute - wie vor fast 100 Jahren - noch lebendig im Volk. 1891 in Leipzig geboren, entdeckt Lene Voigt schon als kleines Mädchen große Lust am Lesen und bald auch am Dichten. Mit 15 erscheint ihr erstes kleines Werk: eine Humoreske über ihren Turnverein. 1914 ist sie Mitautorin von "Dichtung und Prosa", einer Anthologie Leipziger Frauen.
23:45 SWR Literatur im Foyer
Thea Dorn im Gespräch mit Hellmuth Karasek, Albert Ostermaier und Evi Simeoni: Sportgeschichten - Nach der Fußball-EM ist in diesem Sommer vor der Olympiade
Sa 14. Juli
20:15 BR Der talentierte Mr. Ripley USA 1999
Der junge Amerikaner Tom Ripley träumt von Wohlstand und Ansehen und scheint diesem Ziel durch eine zufällige Verwechslung ein ganzes Stück näher zu kommen: Er soll Dickie, einen vermeintlichen Studienkollegen, im Auftrag von dessen reichem Vater zur Rückkehr von Italien in die USA bewegen. Tom akzeptiert und fliegt in die Toskana, wo er es mühelos schafft, das Vertrauen des gut aussehenden Playboys zu gewinnen. Bald weicht Tom nicht mehr von Dickies Seite und beginnt, dessen ausschweifenden Lebensstil zu genießen und nachzuahmen. - Der erste von insgesamt fünf Tom-Ripley-Romanen der amerikanischen Kriminalschriftstellerin Patricia Highsmith bot dem Regisseur Anthony Minghella die Gelegenheit, sich nach seinem neunfachen Oscar-Erfolg "Der englische Patient" einem nicht minder mitreißenden Stoff zu widmen.
22:30 BR Nur die Sonne war Zeuge F, I 1960
Tom Ripley, ein gutaussehender junger Amerikaner, hat die Arbeit nicht erfunden. Dafür besitzt er eine Vielzahl anderer Talente. Momentan hat er es geschafft, auf Kosten des amerikanischen Industriellen Greenleaf nach Europa zu reisen. Dort soll er dessen Sohn Philippe, mit dem er zusammen zur Schule ging, aufsuchen und dafür sorgen, dass dieser endlich in die Staaten zurückkehrt. Dafür winken Ripley 5.000 Dollar. - Frankreichs Regie-Altmeister René Clément hat einen der besten Kriminalromane von Patricia Highsmith sehr eindrucksvoll filmisch umgesetzt: Spannung und psychologische Subtilität halten sich perfekt die Waage. Alain Delon spielt hier eine seiner unvergesslichen frühen Rollen.
23:00 3sat Tonspur - der Soundtrack meines Lebens
Diesmal verfasst Alex Capus, vielgereister Schweizer Schriftsteller, seine Liste mit acht Musiktiteln. 1961 in der Normandie geboren, kam Capus als Fünfjähriger nach Olten. Zunächst arbeitete Capus als Journalist bevor er sich der Schriftstellerei zuwandte. Sein 2011 erschienener Roman "Léon und Louise" feiert auf der ganzen Welt Erfolg. Im September 2012 kommt sein neues Werk in den Handel. - Nina Brunner trifft Alex Capus in seiner Heimatstadt Olten, wo er außerdem ein eigenes Restaurant betreibt. Dort fragt sie den Schriftsteller unter anderem, weshalb er zwei absolute "Klassik-Klassiker", die "Goldberg-Variationen" von Johann Sebastian Bach und die "Mondschein-Sonate" von Ludwig van Beethoven, auf seiner Liste stehen hat.
01:05 mdr Mörderischer Engel F 1985
"Mörderischer Engel" ist ein stimmungsvoll inszenierter, typisch französischer Erotikthriller im Film-Noir-Stil nach einem Kriminalroman von Robin Cook. Die kühle Britin Charlotte Rampling und der französische Altstar Michel Serrault zeigen eine überzeugende darstellerische Leistung.
So 15. Juli
10:15 3sat les.art. Literaturmagazin
Das Lesemagazin will beweisen, dass Niveau und Unterhaltung einander nicht ausschließen müssen. Christian Ankowitsch stellt Neuerscheinungen vor, begrüßt bekannte Autorinnen und Autoren und gibt Tipps für Lesende und Lesemuffel.
11:15 3sat Literaturclub
Thema: "Was tun?". Folgende Bücher werden vorgestellt: "Die Kunst des klaren Denkens" von Rolf Dobelli, "Ich bezahle für Sex. Ansichten eines Freiers" von Chester Brown, "Der Umweg" von Gerbrand Bakker, "Oblomow" von Ivan Gontscharow und "Komm" von Janne Teller. Es liest der Schauspieler Thomas Sarbacher, Moderation: Iris Radisch
14:05 arte Deon Meyer - Mein Leben
Er wird auch als der Mankell Südafrikas bezeichnet. Seine Fangemeinde wächst stetig an und die Kinorechte seiner letzen beiden Romane sind bereits verkauft. Deon Meyer ist der Shootingstar unter den südafrikanischen Schriftstellern. Die Dokumentation hat Deon Meyer in Kapstadt bei seiner Recherche zu seinem nächsten Buch '7 Days' begleitet.
23:15 BR Die Katze F, I 1971
Jean Gabin und Simone Signoret spielen die Hauptrollen in diesem Ehedrama nach dem gleichnamigen Roman von Georges Simenon. Schonungslos sezieren die beiden großen Stars des französischen Kinos den Zustand einer desolaten Ehe. Für ihre Leistung wurden sie auf der Berlinale 1971 mit dem "Silbernen Bären" ausgezeichnet, ihr Regisseur Pierre Granier-Deferre war für den "Goldenen Bären" nominiert.
Mo 16. Juli
14:35 arte Die Marquise von O D, I 1976
Eric Rohmer hat die "Marquise von O." nach der gleichnamigen Novelle von Heinrich von Kleist in Szene gesetzt, und das Wort für Wort. Es handelt sich also hier um eine unbedingt treue Adaption, mit einer hochkarätigen Besetzung, unter anderem Bruno Ganz in der Rolle des Grafen, Edda Seippel und Peter Lühr als Elternpaar, Otto Sander als Forstmeister und Ruth Drexel als Hebamme.
21:45 SWR Hermann Hesse - Superstar
Hermann Hesse liest man nicht einfach so: Hermann Hesse ist eher eine Erfahrung als eine Lektüre. Udo Lindenberg hat seinem Idol einen Song gewidmet und exklusiv für die ARD-Hesse-Verfilmung "Die Heimkehr" aufgenommen. Er erinnert sich: "Ich dachte: Wie kann der über mein Leben schreiben? - Ja, das war genau meine Story. Ich mein, der kennt mich ja gar nicht. Aber ich sah diese Parallelitäten, hab mich darin total wiedergefunden." - So wie Udo ging es auch anderen Künstlern und Prominenten, die in der Dokumentation zu Wort kommen, Hesse-Darsteller August Zirner, der Literaturkritiker Denis Scheck, Konstantin Wecker, Peter Härtling.
23:25 BR LeseZeichen
Mit: Ann-Marlene Henning, Tina Bremer-Olszewski: "Make Love" (Rogner & Bernhard), Andrew Feinstein: "Waffenhandel" (Hoffmann und Campe), Armin Kratzert spricht mit Janne Teller über deren Buch: "Komm" (Hanser) und Lothar Müller: "Weiße Magie" (Hanser)
Mi 18. Juli
23:10 3sat Belle de jour - Schöne des Tages F, I 1966
Pierre und Séverine führen nach außen hin eine normale Ehe. Doch der Schein trügt. Mit den Zärtlichkeiten ihres Mannes weiß Séverine wenig anzufangen. Während Pierre seine Tage als Arzt in der Klink verbringt, flüchtet Séverine in Tagträume, die von masochistischer Lust und Vergewaltigungsfantasien geprägt sind. Als Séverine von Husson, einem Bekannten des Paares, die Adresse einer gewissen Madame Anaïs erfährt, ist ihre Neugier geweckt. Wenige Tage später besucht sie das diskret geführte Bordell und verdingt sich als Prostituierte. Da sie nur am Nachmittag arbeitet, erhält sie den Namen "Belle de Jour". - Mit Catherine Deneuve, Jean Sorel und Michel Piccoli
Literatur im Radio
Sa 14. Juli
20:05 Deutschlandfunk Zum 80. Geburtstag des Autors: Eigentlich bin ich stumm | Von Jürgen Becker
Jürgen Becker entwirft in seinem Hörspiel das dichte Porträt eines deutschen Dorfes und einer Frau, die ihre Identität nur aus der Konfrontation mit diesem Dorf beziehen kann. Doch er zeigt die Frau nicht nur als neugierige Beobachterin und poetische Ethnologin des Dorflebens, sondern ebenso als dessen Gefangene, denn es ist auch ein Hörspiel über die Abhängigkeit aller voneinander. In kurzen Szenen erhellt es den Zusammenhang von Kindheit und Heimat, Geschichten und Geschichte.
So 15. Juli
18:30 Deutschlandradio
Kultur T.A.Z. - Temporäre Autonome Zone | Musikalische Collage von wittmann und zeitblom, mit Texten von Hakim Bey u.a.
Die Attacke gilt den Strukturen der Kontrolle, im Wesentlichen den Ideologien. Eine Hörcollage u.a. mit kulturpolitischen Texten aus T.A.Z von Hakim Bey.
Mo 16. Juli
21:33 Deutschlandradio
Kultur Professor van Dusen: Der Kopfjäger von Singapur | Von Michael Koser
Professor van Dusen und sein Assistent Hatch werden von Sir Francis Bannister, Gouverneur von Singapur, empfangen. Da übermittelt Inspektor Boggles die Nachricht, dass eine zweite kopflose Leiche gefunden wurde. Vor einer Woche erst entdeckte Suran, Aufseher im Botanischen Garten, Mister Tremayne ohne Kopf und mit abgetrenntem Arm. Inspektor Boggles ließ Suran als möglichen Täter einsperren. Den zweiten Mord kann er also nicht begangen haben. Die Denkmaschine arbeitet auf Hochtouren.
Mi 18. Juli
21:05 Deutschlandfunk Kabarett,
Comedy & schräge Lieder: "Liiies doch mal was!" Kabarett und Chanson zwischen Buchdeckeln | Eine Sendung von Stephan Göritz
"Liiies doch mal was!" - diesen Rat, den einst eine von Loriots Knollennasenfiguren gab, sollten auch Kabarett- und Chansonfreunde beherzigen, erschienen doch wieder viele Bücher rund um die sogenannte Brettl-Kunst. Der Kabarettist Florian Schroeder wirbt in 'Offen für alles' um Verständnis für jene, die sich entschieden haben, sich nicht mehr zu entscheiden. Der Satiriker Hans Krause hat die Erinnerungen an sein Leben von der Weimarer Republik bis heute aufgeschrieben. Unter dem Titel 'Ich war eine Distel' erzählt er, wie er in der DDR mehrere Kabarettbühnen gründete, fünf Jahre auch die hauptstädtische Distel leitete und Walter Ulbricht trotzdem nicht zum Lachen brachte. Und Ralf Tauchmann spürt der Verführungskraft der 'Ruhmesposaunen' nach, im zweiten Band seiner Nachdichtungen von Chansons des frechen Georges Brassens. Lesenswerte Neuerscheinungen, vorgestellt in Szenen, Liedern und Gesprächen.
12.07.2012 10:36:58
(9922 Beiträge)
"Sa 14. Juli 20:15 BR Der talentierte Mr. Ripley USA 1999
Der junge Amerikaner Tom Ripley träumt von Wohlstand und Ansehen und scheint diesem Ziel durch eine zufällige Verwechslung ein ganzes Stück näher zu kommen: Er soll Dickie, einen vermeintlichen Studienkollegen, im Auftrag von dessen reichem Vater zur Rückkehr von Italien in die USA bewegen. Tom akzeptiert und fliegt in die Toskana, wo er es mühelos schafft, das Vertrauen des gut aussehenden Playboys zu gewinnen. Bald weicht Tom nicht mehr von Dickies Seite und beginnt, dessen ausschweifenden Lebensstil zu genießen und nachzuahmen. - Der erste von insgesamt fünf Tom-Ripley-Romanen der amerikanischen Kriminalschriftstellerin Patricia Highsmith bot dem Regisseur Anthony Minghella die Gelegenheit, sich nach seinem neunfachen Oscar-Erfolg "Der englische Patient" einem nicht minder mitreißenden Stoff zu widmen."
Den Film habe ich mir gestern auf Grund deiner Empfehlung angeschaut ... WOW ... ich war begeistert! Vielen Dank, ohne dich wäre ich gar nicht darauf aufmerksam geworden.
Ich hab mir danach noch die Originalverfilmung mit Alain Delon angeschaut, fand ich nicht halb so gut!
Der junge Amerikaner Tom Ripley träumt von Wohlstand und Ansehen und scheint diesem Ziel durch eine zufällige Verwechslung ein ganzes Stück näher zu kommen: Er soll Dickie, einen vermeintlichen Studienkollegen, im Auftrag von dessen reichem Vater zur Rückkehr von Italien in die USA bewegen. Tom akzeptiert und fliegt in die Toskana, wo er es mühelos schafft, das Vertrauen des gut aussehenden Playboys zu gewinnen. Bald weicht Tom nicht mehr von Dickies Seite und beginnt, dessen ausschweifenden Lebensstil zu genießen und nachzuahmen. - Der erste von insgesamt fünf Tom-Ripley-Romanen der amerikanischen Kriminalschriftstellerin Patricia Highsmith bot dem Regisseur Anthony Minghella die Gelegenheit, sich nach seinem neunfachen Oscar-Erfolg "Der englische Patient" einem nicht minder mitreißenden Stoff zu widmen."
Den Film habe ich mir gestern auf Grund deiner Empfehlung angeschaut ... WOW ... ich war begeistert! Vielen Dank, ohne dich wäre ich gar nicht darauf aufmerksam geworden.
Ich hab mir danach noch die Originalverfilmung mit Alain Delon angeschaut, fand ich nicht halb so gut!
15.07.2012 09:38:43
(22297 Beiträge)
das freut mich!! .ö)
und hier die neuen empfehlungen.....
Literatur im Fernsehen
Do 19. Juli
20:15 arte Lost in Austen
Die passionierte "Jane Austen"-Liebhaberin Amanda Price gelangt durch eine verborgene Tür in ihrer Wohnung in die Welt des Austen-Romans "Stolz und Vorurteil". Im Hause der Bennetts wird sie gastfreundlich aufgenommen, doch führt ihre Anwesenheit dazu, dass die vertrauten Ereignisse "umgeschrieben" werden.
22:00 WDR Übernachtung & Frühstück. Lisa Ortgies zu Gast bei Feridun Zaimoglu
In einer neuen Folge trifft Lisa Ortgies den Schriftsteller Feridun Zaimoglu, der leidenschaftlich schreibt, malt und diskutiert.
22:25 3sat Die Verachtung F, I 1963
Basierend auf dem gleichnamigen Roman des italienischen Schriftstellers Alberto Moravia (1907 - 1990), erzählt "Die Verachtung" die Geschichte einer scheiternden Liebesbeziehung und eines scheiternden Filmprojekts. Jean-Luc Godards Film ist zugleich eine raffinierte, vielschichtige Satire auf das Filmgeschäft, mit dem legendären deutschen Regisseur Fritz Lang in einer fiktionalen Version seiner selbst, die von seinen Geldgebern zu künstlerischen Kompromissen gezwungen wird. Vor allem aber ist "Die Verachtung" ein Film für und mit Brigitte Bardot.
23:40 mdr Hotel Shanghai D 1996
Shanghai, 1937. Vor dem Hintergrund des drohenden Krieges entwickelt sich eine stürmische Affäre zwischen Helen Russell, der schönen und mysteriösen Ehefrau eines alkoholsüchtigen Erben aus einflussreicher britischer Familie, und dem amerikanischen Reporter Frank Taylor. Leidenschaft, unerfüllte Sehnsüchte, Intrigen und Erpressungen begleiten sie in eine untergehende Welt. - Das Buch "Hotel Shanghai" von Bestsellerautorin Vicki Baum folgt der Tradition ihres bekanntesten Romans "Grand Hotel", der bereits im Jahre 1932 verfilmt wurde und zu den Klassikern der Filmgeschichte zählt.
Sa 21. Juli
22:55 WDR Jahrestage (1/4) D 1999
Mit Johnsons Roman wird ein moderner Klassiker der deutschen Nachkriegsliteratur für das große Fernsehpublikum adaptiert. Die vierteilige Verfilmung erzählt die Geschichte der im fiktiven mecklenburgischen Jerichow lebenden Familie Cresspahl, erzählt vom schwierigen Umgang mit der Heimat Deutschland, von Heimatlosigkeit aufgrund von weltpolitischen Entwicklungen und ideologischen Trennungen im zeitlichen Rahmen zwischen Weimarer Republik und dem Mauerbau. Die Erzählerin Gesine Cresspahl lebt in New York. Sie hatte vor dem Mauerbau die DDR verlassen und erzählt in den Jahren 1967/86 ihrer Tochter Marie die Familiengeschichte.
23:30 BR Die Unberührbare D 2000
München, im Herbst 1989: Während im Fernsehen die Bilder vom Fall der Berliner Mauer zu sehen sind, telefoniert Hanna Flanders mit dem Dramatiker Ronald. Das Ende der DDR hat die tablettenabhängige Schriftstellerin schwer getroffen, insbesondere weil dort im Gegensatz zur Bundesrepublik die Bücher der überzeugten Kommunistin noch verlegt wurden. Verbittert kündigt Hanna ihren Selbstmord an, Ronald gelingt es jedoch, sie von dieser Idee abzubringen. Die Schriftstellerin beschließt, nach Berlin zu ziehen und verschwendet für den Umzug den Großteil ihres Vermögens.
So 22. Juli
12:00 BR Franziska zu Reventlow. Sex & Revolte
Obwohl Franziska zu Reventlow (1871-1918) kein umfangreiches literarisches Werk hinterlassen hat, ist sie unvergessen. Man erinnert sich an sie als die Schwabinger Skandalgräfin, die keinen Geschmack an dem ihr vorgezeichneten Leben einer Adligen fand. Der Langeweile im Schloss zog sie ein Leben in der Münchner Bohème vor, erotischen Abenteuern niemals abgeneigt. Das besondere an ihren Romanen und Erzählungen ist ihr unbestechlicher, ironischer Blick auf die Münchner Künstlerszene, aber auch auf sich selbst.
20:15 arte Die Reifeprüfung USA 1967
Benjamin Braddock hat sein College-Examen mit Auszeichnung bestanden, aber nur wenig Elan, sich jetzt um seine Karriere zu kümmern. Als seine stolzen Eltern ihm zu Ehren eine Party geben, lernt Benjamin dort Mrs. Robinson, eine attraktive Mittvierzigerin kennen. Die ist von Benjamin ziemlich angetan und schon bald entwickelt sich eine Affäre zwischen den beiden. Doch dann verliebt sich Benjamin in Mrs. Robinsons Tochter ... Nach einem Roman von Charles Webb.
22:35 SWR Die Brüder Karamasow USA 1957
Mit Yul Brynner uvm.
Mo 23. Juli
23:25 BR LeseZeichen
Literatur im Radio
Fr 20. Juli
20:10 Deutschlandfunk "Wie eine schöne Wolke am Himmel". Roland Barthes und die Poesie | Von Roland Koch
Der französische Philosoph Roland Barthes (1915-1980) ist in den letzten Jahren durch die auch auf Deutsch erschienenen Mitschriften seiner Vorlesungen ('Das Neutrum', 'Wie zusammen leben') wieder neu entdeckt worden. Er hat sich spielerische, fruchtbare Gedanken über das Schreiben gemacht und sogar Ende der 70er-Jahre eine Vorlesung über 'Die Vorbereitung des Romans' gehalten. Niemand sieht so genau hin wie Barthes, was Schreiben eigentlich bedeutet, wie man damit beginnt, wie man es lernt, wie es auf eine höhere Stufe führt. Roland Barthes zeigt uns seinen Weg zur Poesie.
Sa 21. Juli
20:05 Deutschlandfunk Zum 80. Geburtstag des Autors: Die Züge hinter den Wäldern | Von Jürgen Becker
Ein Mann erinnert sich an die Zeiten, in denen er am Rand der Heide wohnte und das Rauschen der Züge hinter den Wäldern vernahm. Wie in einem Kaleidoskop tauchen Stimmen aus der Vergangenheit auf: Da ist der Großvater, der Lokführer war und dem Kind Fotos aus der Kriegszeit zeigte, der Onkel, der, scheinbar als Handlungsreisender, das gesamte Gleisnetz der Reichsbahn befuhr, da ist die erste Modelleisenbahn und da sind die Tante und ihre Erzählungen von Massenflucht und dunklen Waggons. Zugleich wartet ein altes Ehepaar auf einem Bahnsteig auf einen Mann, der nicht kommt. Sie streiten sich, sie beschimpfen sich und suchen nach Gründen für das Ausbleiben des lange Ersehnten. Im Zentrum des Hörstückes steht einmal mehr das Erinnern, die Bespiegelung der Gegenwart durch die Vergangenheit.
So 22. Juli
18:30 Deutschlandradio Kultur Deadline USA | Von Carl Weissner
In einer Montage aus O-Tönen, Briefen und Telegrammen, die der Autor von amerikanischen Schriftstellern, Dichtern, Zeitungs- und Filmemachern erhalten hat, entstehen Resistance-Botschaften aus den Ruinen des 'American Dream'. Von Ginsberg, Burroughs, Leary und Bukowski bis hin zu den Black Panthers, den Hare-Krishna-Jüngern und einem unbekannten 19-jährigen Junkie-Poeten der New Yorker Lower East Side geben die Zeugen radikal und subjektiv Auskunft über die private und politische Seite der legendären amerikanischen Pop-Kultur und Underground-Literatur der 60er- und 70er-Jahre.
Mo 23. Juli
21:33 Deutschlandradio Kultur Adams Pech, die Welt zu retten | Von Arto Paasilinna
Erfinder Aatami hat den Weg aus der drohenden Ölkrise gefunden: einen winzigen Akku, der Strom im Überfluss liefern kann. Um die revolutionäre Erfindung zu vermarkten, fehlt Aatami jedoch das Geld. Da lernt er die Anwältin Eeva Kontupohja kennen, die sofort den Marktwert des Akkus begreift und das Management für die globalen Geschäfte übernimmt. Bald verdienen beide Millionen, doch Ölmultis haben einen emsigen sizilianischen Killer auf Aatami angesetzt.
und hier die neuen empfehlungen.....
Literatur im Fernsehen
Do 19. Juli
20:15 arte Lost in Austen
Die passionierte "Jane Austen"-Liebhaberin Amanda Price gelangt durch eine verborgene Tür in ihrer Wohnung in die Welt des Austen-Romans "Stolz und Vorurteil". Im Hause der Bennetts wird sie gastfreundlich aufgenommen, doch führt ihre Anwesenheit dazu, dass die vertrauten Ereignisse "umgeschrieben" werden.
22:00 WDR Übernachtung & Frühstück. Lisa Ortgies zu Gast bei Feridun Zaimoglu
In einer neuen Folge trifft Lisa Ortgies den Schriftsteller Feridun Zaimoglu, der leidenschaftlich schreibt, malt und diskutiert.
22:25 3sat Die Verachtung F, I 1963
Basierend auf dem gleichnamigen Roman des italienischen Schriftstellers Alberto Moravia (1907 - 1990), erzählt "Die Verachtung" die Geschichte einer scheiternden Liebesbeziehung und eines scheiternden Filmprojekts. Jean-Luc Godards Film ist zugleich eine raffinierte, vielschichtige Satire auf das Filmgeschäft, mit dem legendären deutschen Regisseur Fritz Lang in einer fiktionalen Version seiner selbst, die von seinen Geldgebern zu künstlerischen Kompromissen gezwungen wird. Vor allem aber ist "Die Verachtung" ein Film für und mit Brigitte Bardot.
23:40 mdr Hotel Shanghai D 1996
Shanghai, 1937. Vor dem Hintergrund des drohenden Krieges entwickelt sich eine stürmische Affäre zwischen Helen Russell, der schönen und mysteriösen Ehefrau eines alkoholsüchtigen Erben aus einflussreicher britischer Familie, und dem amerikanischen Reporter Frank Taylor. Leidenschaft, unerfüllte Sehnsüchte, Intrigen und Erpressungen begleiten sie in eine untergehende Welt. - Das Buch "Hotel Shanghai" von Bestsellerautorin Vicki Baum folgt der Tradition ihres bekanntesten Romans "Grand Hotel", der bereits im Jahre 1932 verfilmt wurde und zu den Klassikern der Filmgeschichte zählt.
Sa 21. Juli
22:55 WDR Jahrestage (1/4) D 1999
Mit Johnsons Roman wird ein moderner Klassiker der deutschen Nachkriegsliteratur für das große Fernsehpublikum adaptiert. Die vierteilige Verfilmung erzählt die Geschichte der im fiktiven mecklenburgischen Jerichow lebenden Familie Cresspahl, erzählt vom schwierigen Umgang mit der Heimat Deutschland, von Heimatlosigkeit aufgrund von weltpolitischen Entwicklungen und ideologischen Trennungen im zeitlichen Rahmen zwischen Weimarer Republik und dem Mauerbau. Die Erzählerin Gesine Cresspahl lebt in New York. Sie hatte vor dem Mauerbau die DDR verlassen und erzählt in den Jahren 1967/86 ihrer Tochter Marie die Familiengeschichte.
23:30 BR Die Unberührbare D 2000
München, im Herbst 1989: Während im Fernsehen die Bilder vom Fall der Berliner Mauer zu sehen sind, telefoniert Hanna Flanders mit dem Dramatiker Ronald. Das Ende der DDR hat die tablettenabhängige Schriftstellerin schwer getroffen, insbesondere weil dort im Gegensatz zur Bundesrepublik die Bücher der überzeugten Kommunistin noch verlegt wurden. Verbittert kündigt Hanna ihren Selbstmord an, Ronald gelingt es jedoch, sie von dieser Idee abzubringen. Die Schriftstellerin beschließt, nach Berlin zu ziehen und verschwendet für den Umzug den Großteil ihres Vermögens.
So 22. Juli
12:00 BR Franziska zu Reventlow. Sex & Revolte
Obwohl Franziska zu Reventlow (1871-1918) kein umfangreiches literarisches Werk hinterlassen hat, ist sie unvergessen. Man erinnert sich an sie als die Schwabinger Skandalgräfin, die keinen Geschmack an dem ihr vorgezeichneten Leben einer Adligen fand. Der Langeweile im Schloss zog sie ein Leben in der Münchner Bohème vor, erotischen Abenteuern niemals abgeneigt. Das besondere an ihren Romanen und Erzählungen ist ihr unbestechlicher, ironischer Blick auf die Münchner Künstlerszene, aber auch auf sich selbst.
20:15 arte Die Reifeprüfung USA 1967
Benjamin Braddock hat sein College-Examen mit Auszeichnung bestanden, aber nur wenig Elan, sich jetzt um seine Karriere zu kümmern. Als seine stolzen Eltern ihm zu Ehren eine Party geben, lernt Benjamin dort Mrs. Robinson, eine attraktive Mittvierzigerin kennen. Die ist von Benjamin ziemlich angetan und schon bald entwickelt sich eine Affäre zwischen den beiden. Doch dann verliebt sich Benjamin in Mrs. Robinsons Tochter ... Nach einem Roman von Charles Webb.
22:35 SWR Die Brüder Karamasow USA 1957
Mit Yul Brynner uvm.
Mo 23. Juli
23:25 BR LeseZeichen
Literatur im Radio
Fr 20. Juli
20:10 Deutschlandfunk "Wie eine schöne Wolke am Himmel". Roland Barthes und die Poesie | Von Roland Koch
Der französische Philosoph Roland Barthes (1915-1980) ist in den letzten Jahren durch die auch auf Deutsch erschienenen Mitschriften seiner Vorlesungen ('Das Neutrum', 'Wie zusammen leben') wieder neu entdeckt worden. Er hat sich spielerische, fruchtbare Gedanken über das Schreiben gemacht und sogar Ende der 70er-Jahre eine Vorlesung über 'Die Vorbereitung des Romans' gehalten. Niemand sieht so genau hin wie Barthes, was Schreiben eigentlich bedeutet, wie man damit beginnt, wie man es lernt, wie es auf eine höhere Stufe führt. Roland Barthes zeigt uns seinen Weg zur Poesie.
Sa 21. Juli
20:05 Deutschlandfunk Zum 80. Geburtstag des Autors: Die Züge hinter den Wäldern | Von Jürgen Becker
Ein Mann erinnert sich an die Zeiten, in denen er am Rand der Heide wohnte und das Rauschen der Züge hinter den Wäldern vernahm. Wie in einem Kaleidoskop tauchen Stimmen aus der Vergangenheit auf: Da ist der Großvater, der Lokführer war und dem Kind Fotos aus der Kriegszeit zeigte, der Onkel, der, scheinbar als Handlungsreisender, das gesamte Gleisnetz der Reichsbahn befuhr, da ist die erste Modelleisenbahn und da sind die Tante und ihre Erzählungen von Massenflucht und dunklen Waggons. Zugleich wartet ein altes Ehepaar auf einem Bahnsteig auf einen Mann, der nicht kommt. Sie streiten sich, sie beschimpfen sich und suchen nach Gründen für das Ausbleiben des lange Ersehnten. Im Zentrum des Hörstückes steht einmal mehr das Erinnern, die Bespiegelung der Gegenwart durch die Vergangenheit.
So 22. Juli
18:30 Deutschlandradio Kultur Deadline USA | Von Carl Weissner
In einer Montage aus O-Tönen, Briefen und Telegrammen, die der Autor von amerikanischen Schriftstellern, Dichtern, Zeitungs- und Filmemachern erhalten hat, entstehen Resistance-Botschaften aus den Ruinen des 'American Dream'. Von Ginsberg, Burroughs, Leary und Bukowski bis hin zu den Black Panthers, den Hare-Krishna-Jüngern und einem unbekannten 19-jährigen Junkie-Poeten der New Yorker Lower East Side geben die Zeugen radikal und subjektiv Auskunft über die private und politische Seite der legendären amerikanischen Pop-Kultur und Underground-Literatur der 60er- und 70er-Jahre.
Mo 23. Juli
21:33 Deutschlandradio Kultur Adams Pech, die Welt zu retten | Von Arto Paasilinna
Erfinder Aatami hat den Weg aus der drohenden Ölkrise gefunden: einen winzigen Akku, der Strom im Überfluss liefern kann. Um die revolutionäre Erfindung zu vermarkten, fehlt Aatami jedoch das Geld. Da lernt er die Anwältin Eeva Kontupohja kennen, die sofort den Marktwert des Akkus begreift und das Management für die globalen Geschäfte übernimmt. Bald verdienen beide Millionen, doch Ölmultis haben einen emsigen sizilianischen Killer auf Aatami angesetzt.
19.07.2012 16:23:54
(22297 Beiträge)
Literatur im Fernsehen
Do 26. Juli
20:15 hr Donna Leon - In Sachen Signora Brunetti D 2001
Brunettis Frau Paola ist verhaftet worden, weil sie ein Touristikbüro demoliert hat, das Sexreisen verkauft. Als der Besitzer des Ladens, ein angesehener Unternehmer, ermordet wird, gerät der Commissario unter Druck. Paola hat sich in Dinge eingemischt, bei denen es um mehr geht als Prostitution. - In der spannenden Adaption von Donna Leons Erfolgsromanen muss Commissario Brunetti sich nicht nur mit Verbrechern auseinander setzen, sondern auch mit dem Polit-Aktivismus seiner Frau.
Sa 28. Juli
20:15 Das Erste Mordkommission Istanbul - Die Tote in der Zisterne D 2008
In der Zisterne Yerebatan Sarayi, einer Touristenattraktion Istanbuls, wird die deutsche Journalistin Anja Sonntag tot aufgefunden. Der Fall gibt Kommissar Mehmet Özakin Rätsel auf. Niemand hat etwas gesehen, der Täter hat keine Spuren hinterlassen. Ein vager Hinweis führt ihn ins Istanbuler Touristikmilieu und von dort in die Ägäis. Die deutsche Reporterin Monika Adler, eine Freundin und Kollegin der Ermordeten, will den Fall auf eigene Faust lösen und erweist sich als dem Kommissar ebenbürtige Ermittlerin. Doch als Adler die Lösung des Falles in Händen hält, gerät auch sie in Lebensgefahr ... Ein Bosporus-Krimi nach der Romanvorlage "Istanbul sehen und sterben" der Deutsch-Türkin Hülya Özkan.
23:25 WDR Jahrestage (2/4) D 1999
Die vierteilige Verfilmung erzählt die Geschichte der im fiktiven mecklenburgischen Jerichow lebenden Familie Cresspahl, erzählt vom schwierigen Umgang mit der Heimat Deutschland, von Heimatlosigkeit aufgrund von weltpolitischen Entwicklungen und ideologischen Trennungen im zeitlichen Rahmen zwischen Weimarer Republik und dem Mauerbau. Die Erzählerin Gesine Cresspahl lebt in New York. Sie hatte vor dem Mauerbau die DDR verlassen und erzählt in den Jahren 1967/86 ihrer Tochter Marie die Familiengeschichte.
So 29. Juli
22:00 rbb Die schwarze Dahlie USA 2005
Mit "Die schwarze Dahlie" gelang Kultregisseur Brian De Palma ("Scarface") eine meisterhafte Verfilmung von James Ellroys gleichnamigem Roman: Ein Film noir, der alle Qualitäten der Vorlage bewahrt und doch ganz klar De Palmas Handschrift trägt. Wie in all seinen Thrillern gelingt es De Palma, betörende Bilder mit extremen Spannungsmomenten und einem Hauch düsterer Erotik zu verbinden.
02:20 Das Erste Die Erbin vom Washington Square USA 1997
New York im 19. Jahrhundert. Die Arzttochter Catherine Sloper gehört zur besseren Gesellschaft, sie erwartet ein ansehnliches Erbe. Aber das strenge Regime ihres Vaters hat aus ihr eine verschüchterte, introvertierte Frau gemacht. Als sie sich in einen charmanten jungen Mann verliebt, den Dr. Sloper für einen Erbschleicher hält, muss Catherine die Beziehung zu ihrem Vater klären. Eine sorgfältig produzierte, intelligente Romanverfilmung, die sich auf das subtile Spiel ihrer Hauptdarsteller Jennifer Jason Leigh, Albert Finney und Ben Chaplin verlassen kann.
Mo 30. Juli
20:15 Das Erste Der Vorleser USA, D 2008
Die rätselhafte Straßenbahn-Schaffnerin Hanna beginnt eine Affäre mit dem 15-jährigen Schüler Michael Berg. Während er ihr eifrig aus der Weltliteratur vorliest, weiht sie ihn in die Kunst zu lieben ein. Ihre Beziehung dauert nur einen Sommer, dann verschwindet Hanna über Nacht. - Bernhard Schlinks Roman von 1995 sorgte für Aufsehen und wurde weltweit zum Bestseller. Der Brite Stephen Daldry, der bereits mit der Virginia-Woolf-Verfilmung "The Hours" sein Talent für die Adaption komplexer Literaturvorlagen bewies, hält sich eng an das Buch.
Di 31. Juli
22:25 3sat Die Schrift des Freundes D, A 2004
Anna arbeitet als Softwarespezialistin an einem Programm für das Innenministerium, das dazu dienen soll, eventuelle Unruhen unter Immigranten frühzeitig zu erkennen. Dass ihr Freund, Max Haugsdorff, Sektionschef im Innenministerium und als solcher auch für fremdenpolizeiliche Agenten zuständig ist, spielt für sie keine Rolle, Berufliches und Privates wird getrennt. Schwierig wird es, als sich Anna in den Türken Hikmet verliebt. Er ist der jüngste Sohn einer alevitischen Familie, die einen gut gehenden Obst- und Gemüsestand betreibt. - Ein Liebesdrama nach dem gleichnamigen Roman von Barbara Frischmuth.
Mi 01. August
09:05 rbb Heimatkrimi. Uwe Madel auf literarischer Spurensuche
Geht man nach den Bestseller-Listen, ist die Region Berlin-Brandenburg Deutschlands Tatort Nummer Eins. Immer mehr Krimiautoren lassen ihre Täter hier morden, rauben und entführen. Doch woher kommt die besondere Faszination von Autoren und Lesern für die Hauptstadtregion? Und sind Berlin und Brandenburg tatsächlich krimineller als der Rest Deutschlands?
Literatur im Radio
Sa 28. Juli
20:05 Deutschlandfunk Aus dem Literarischen Colloquium Berlin - Lesung: Stephan Thome aus 'Fliehkräfte' | Gesprächspartner: Verena Auffermann und Elmar Krekeler, Moderation: Hubert Winkels
Stephan Thome ist der ferne Unbekannte unter den wichtigen Autoren seiner Generation. Er wurde 1972 in Biedenkopf/Hessen geboren, studierte Philosophie und Sinologie und lebte und arbeitete zehn Jahre in Ostasien, vor allem in Taipeh, der Hauptstadt von Taiwan. Nur selten kam er zu Lesungen und Gesprächen über seine Literatur nach Deutschland zurück. Von einer Rückkehr in die provinzielle Heimat handelt allerdings sein erfolgreiches Romandebüt 'Grenzgang' aus dem Jahr 2009. Es stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises und gewann den aspekte-Literaturpreis, die wichtigste Auszeichnung für deutschsprachige Erstlingswerke.
So 29. Juli
18:30 Deutschlandradio Kultur ROTORADIO | Von Ferdinand Kriwet
Kriwets 'ROTOR' von 1961 ist die unaufhörliche Rede eines namenlosen Ichs. Der Endlostext lässt viele Lesarten zu, u.a. die Gesamtdarbietung von Michael Lentz (BR 2011). Kriwet selbst hat sich an eine Auswahl und neue Zusammenfügung gewagt. Mit fünf jungen Schauspielern werden extrahierte Textteile rhythmisch überlagert, chorisch arrangiert oder der Redefluss demonstrierend collagiert. Ein Annäherungsversuch an das eigene Erstlingswerk von vor 50 Jahren. "Erinnerung übt sich ein, nicht um Gedächtnis aufzubauen, sondern um den Verlauf von Rede, ihre eigentümliche haltlose Dauer zu ermöglichen. Eine Erinnerung um der puren Rededimension willen." (Notizen beim Lesen, Franz Mon 1961)
Mo 30. Juli
21:33 Deutschlandradio Kultur Gefallene Schönheit | Von Florian Goldberg und Heike Tauch
Das ehemalige Topmodel Kim Meinhardt, 42, ledig, ist von der Dachterrasse ihres Hauses gestürzt. Spuren von Gewalt finden sich nicht. Mord oder Selbstmord? Die Ermittlungen führen in die Managementetagen des Kosmetikkonzerns HBSC, wo Meinhardt zuletzt als Marketingchefin arbeitete und die Markteinführung des angeblich revolutionären neuen Produkts "Boobsbooster" verantwortete. Dass hier nichts ist, wie es scheint, findet das Ermittlerteam Deixler/Engler schnell heraus. Aber keine Indizien für einen Mord. Bis Caro Englers Sohn Tobi seiner Mutter verklickert, dass man inzwischen in mehr als nur einer Wirklichkeit ermitteln kann. Mit Hilfe des Jungen beginnt eine digitale Spurensuche, bei der nicht nur der Horizont der Kommissare, sondern auch die Realität erweitert wird.
Di 31. Juli
20:10 Deutschlandfunk Um 12 in diesem Garten | Von Willi Sagert
Konrad Bauer, US-Bürger, kommt nach 45 Jahren aus den USA wieder nach Berlin - wegen eines Briefchens, das ein kleines Mädchen an ihren Freund Konrad geschrieben hatte und das ein halbes Jahrhundert brauchte, den Empfänger zu erreichen. Bauer erinnert sich: an das jüdische Mädchen Ester, das von einem Pfarrer in dessen Haus und Garten versteckt wurde, an seine Kinderliebe, seinen Mut, sein grenzenloses Vertrauen und an den vermeintlichen Verrat. Er hat sein Leben fast hinter sich, aber es ist gut, dass er den Brief bekommen hat. - Die fiktive Geschichte basiert auf Ereignissen, die Helmut Poelchau, Gefängnispfarrer von Plötzensee und Mitglied des Kreisauer Kreises (Widerstandsgruppe um Helmut James Graf von Moltke), in seinen Erinnerungen beschrieb.
Do 26. Juli
20:15 hr Donna Leon - In Sachen Signora Brunetti D 2001
Brunettis Frau Paola ist verhaftet worden, weil sie ein Touristikbüro demoliert hat, das Sexreisen verkauft. Als der Besitzer des Ladens, ein angesehener Unternehmer, ermordet wird, gerät der Commissario unter Druck. Paola hat sich in Dinge eingemischt, bei denen es um mehr geht als Prostitution. - In der spannenden Adaption von Donna Leons Erfolgsromanen muss Commissario Brunetti sich nicht nur mit Verbrechern auseinander setzen, sondern auch mit dem Polit-Aktivismus seiner Frau.
Sa 28. Juli
20:15 Das Erste Mordkommission Istanbul - Die Tote in der Zisterne D 2008
In der Zisterne Yerebatan Sarayi, einer Touristenattraktion Istanbuls, wird die deutsche Journalistin Anja Sonntag tot aufgefunden. Der Fall gibt Kommissar Mehmet Özakin Rätsel auf. Niemand hat etwas gesehen, der Täter hat keine Spuren hinterlassen. Ein vager Hinweis führt ihn ins Istanbuler Touristikmilieu und von dort in die Ägäis. Die deutsche Reporterin Monika Adler, eine Freundin und Kollegin der Ermordeten, will den Fall auf eigene Faust lösen und erweist sich als dem Kommissar ebenbürtige Ermittlerin. Doch als Adler die Lösung des Falles in Händen hält, gerät auch sie in Lebensgefahr ... Ein Bosporus-Krimi nach der Romanvorlage "Istanbul sehen und sterben" der Deutsch-Türkin Hülya Özkan.
23:25 WDR Jahrestage (2/4) D 1999
Die vierteilige Verfilmung erzählt die Geschichte der im fiktiven mecklenburgischen Jerichow lebenden Familie Cresspahl, erzählt vom schwierigen Umgang mit der Heimat Deutschland, von Heimatlosigkeit aufgrund von weltpolitischen Entwicklungen und ideologischen Trennungen im zeitlichen Rahmen zwischen Weimarer Republik und dem Mauerbau. Die Erzählerin Gesine Cresspahl lebt in New York. Sie hatte vor dem Mauerbau die DDR verlassen und erzählt in den Jahren 1967/86 ihrer Tochter Marie die Familiengeschichte.
So 29. Juli
22:00 rbb Die schwarze Dahlie USA 2005
Mit "Die schwarze Dahlie" gelang Kultregisseur Brian De Palma ("Scarface") eine meisterhafte Verfilmung von James Ellroys gleichnamigem Roman: Ein Film noir, der alle Qualitäten der Vorlage bewahrt und doch ganz klar De Palmas Handschrift trägt. Wie in all seinen Thrillern gelingt es De Palma, betörende Bilder mit extremen Spannungsmomenten und einem Hauch düsterer Erotik zu verbinden.
02:20 Das Erste Die Erbin vom Washington Square USA 1997
New York im 19. Jahrhundert. Die Arzttochter Catherine Sloper gehört zur besseren Gesellschaft, sie erwartet ein ansehnliches Erbe. Aber das strenge Regime ihres Vaters hat aus ihr eine verschüchterte, introvertierte Frau gemacht. Als sie sich in einen charmanten jungen Mann verliebt, den Dr. Sloper für einen Erbschleicher hält, muss Catherine die Beziehung zu ihrem Vater klären. Eine sorgfältig produzierte, intelligente Romanverfilmung, die sich auf das subtile Spiel ihrer Hauptdarsteller Jennifer Jason Leigh, Albert Finney und Ben Chaplin verlassen kann.
Mo 30. Juli
20:15 Das Erste Der Vorleser USA, D 2008
Die rätselhafte Straßenbahn-Schaffnerin Hanna beginnt eine Affäre mit dem 15-jährigen Schüler Michael Berg. Während er ihr eifrig aus der Weltliteratur vorliest, weiht sie ihn in die Kunst zu lieben ein. Ihre Beziehung dauert nur einen Sommer, dann verschwindet Hanna über Nacht. - Bernhard Schlinks Roman von 1995 sorgte für Aufsehen und wurde weltweit zum Bestseller. Der Brite Stephen Daldry, der bereits mit der Virginia-Woolf-Verfilmung "The Hours" sein Talent für die Adaption komplexer Literaturvorlagen bewies, hält sich eng an das Buch.
Di 31. Juli
22:25 3sat Die Schrift des Freundes D, A 2004
Anna arbeitet als Softwarespezialistin an einem Programm für das Innenministerium, das dazu dienen soll, eventuelle Unruhen unter Immigranten frühzeitig zu erkennen. Dass ihr Freund, Max Haugsdorff, Sektionschef im Innenministerium und als solcher auch für fremdenpolizeiliche Agenten zuständig ist, spielt für sie keine Rolle, Berufliches und Privates wird getrennt. Schwierig wird es, als sich Anna in den Türken Hikmet verliebt. Er ist der jüngste Sohn einer alevitischen Familie, die einen gut gehenden Obst- und Gemüsestand betreibt. - Ein Liebesdrama nach dem gleichnamigen Roman von Barbara Frischmuth.
Mi 01. August
09:05 rbb Heimatkrimi. Uwe Madel auf literarischer Spurensuche
Geht man nach den Bestseller-Listen, ist die Region Berlin-Brandenburg Deutschlands Tatort Nummer Eins. Immer mehr Krimiautoren lassen ihre Täter hier morden, rauben und entführen. Doch woher kommt die besondere Faszination von Autoren und Lesern für die Hauptstadtregion? Und sind Berlin und Brandenburg tatsächlich krimineller als der Rest Deutschlands?
Literatur im Radio
Sa 28. Juli
20:05 Deutschlandfunk Aus dem Literarischen Colloquium Berlin - Lesung: Stephan Thome aus 'Fliehkräfte' | Gesprächspartner: Verena Auffermann und Elmar Krekeler, Moderation: Hubert Winkels
Stephan Thome ist der ferne Unbekannte unter den wichtigen Autoren seiner Generation. Er wurde 1972 in Biedenkopf/Hessen geboren, studierte Philosophie und Sinologie und lebte und arbeitete zehn Jahre in Ostasien, vor allem in Taipeh, der Hauptstadt von Taiwan. Nur selten kam er zu Lesungen und Gesprächen über seine Literatur nach Deutschland zurück. Von einer Rückkehr in die provinzielle Heimat handelt allerdings sein erfolgreiches Romandebüt 'Grenzgang' aus dem Jahr 2009. Es stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises und gewann den aspekte-Literaturpreis, die wichtigste Auszeichnung für deutschsprachige Erstlingswerke.
So 29. Juli
18:30 Deutschlandradio Kultur ROTORADIO | Von Ferdinand Kriwet
Kriwets 'ROTOR' von 1961 ist die unaufhörliche Rede eines namenlosen Ichs. Der Endlostext lässt viele Lesarten zu, u.a. die Gesamtdarbietung von Michael Lentz (BR 2011). Kriwet selbst hat sich an eine Auswahl und neue Zusammenfügung gewagt. Mit fünf jungen Schauspielern werden extrahierte Textteile rhythmisch überlagert, chorisch arrangiert oder der Redefluss demonstrierend collagiert. Ein Annäherungsversuch an das eigene Erstlingswerk von vor 50 Jahren. "Erinnerung übt sich ein, nicht um Gedächtnis aufzubauen, sondern um den Verlauf von Rede, ihre eigentümliche haltlose Dauer zu ermöglichen. Eine Erinnerung um der puren Rededimension willen." (Notizen beim Lesen, Franz Mon 1961)
Mo 30. Juli
21:33 Deutschlandradio Kultur Gefallene Schönheit | Von Florian Goldberg und Heike Tauch
Das ehemalige Topmodel Kim Meinhardt, 42, ledig, ist von der Dachterrasse ihres Hauses gestürzt. Spuren von Gewalt finden sich nicht. Mord oder Selbstmord? Die Ermittlungen führen in die Managementetagen des Kosmetikkonzerns HBSC, wo Meinhardt zuletzt als Marketingchefin arbeitete und die Markteinführung des angeblich revolutionären neuen Produkts "Boobsbooster" verantwortete. Dass hier nichts ist, wie es scheint, findet das Ermittlerteam Deixler/Engler schnell heraus. Aber keine Indizien für einen Mord. Bis Caro Englers Sohn Tobi seiner Mutter verklickert, dass man inzwischen in mehr als nur einer Wirklichkeit ermitteln kann. Mit Hilfe des Jungen beginnt eine digitale Spurensuche, bei der nicht nur der Horizont der Kommissare, sondern auch die Realität erweitert wird.
Di 31. Juli
20:10 Deutschlandfunk Um 12 in diesem Garten | Von Willi Sagert
Konrad Bauer, US-Bürger, kommt nach 45 Jahren aus den USA wieder nach Berlin - wegen eines Briefchens, das ein kleines Mädchen an ihren Freund Konrad geschrieben hatte und das ein halbes Jahrhundert brauchte, den Empfänger zu erreichen. Bauer erinnert sich: an das jüdische Mädchen Ester, das von einem Pfarrer in dessen Haus und Garten versteckt wurde, an seine Kinderliebe, seinen Mut, sein grenzenloses Vertrauen und an den vermeintlichen Verrat. Er hat sein Leben fast hinter sich, aber es ist gut, dass er den Brief bekommen hat. - Die fiktive Geschichte basiert auf Ereignissen, die Helmut Poelchau, Gefängnispfarrer von Plötzensee und Mitglied des Kreisauer Kreises (Widerstandsgruppe um Helmut James Graf von Moltke), in seinen Erinnerungen beschrieb.
26.07.2012 14:23:17
(9922 Beiträge)
oh schade, letzte Woche hatte ich verpasst hier reinzuschauen ... Lost in Austen hätte mir vielleicht gefallen?
26.07.2012 14:43:22
(47257 Beiträge)
montag, 30.7.
jeweils 20.15 h
ard: der vorleser
mdr: ferien vom ich
kabel 1: das kartell.
der vorleser wird um 0.30 wiederholt
jeweils 20.15 h
ard: der vorleser
mdr: ferien vom ich
kabel 1: das kartell.
der vorleser wird um 0.30 wiederholt
29.07.2012 20:24:47
(22297 Beiträge)
Literatur im Fernsehen
Do 09. August
19:30 3sat 22:15 rbb
Sa 11. August
15:20 WDR D 1999
Mit Johnsons Roman wird ein moderner Klassiker der deutschen Nachkriegsliteratur für das große Fernsehpublikum adaptiert. Die vierteilige Verfilmung erzählt die Geschichte der im fiktiven mecklenburgischen Jerichow lebenden Familie Cresspahl, erzählt vom schwierigen Umgang mit der Heimat Deutschland, von Heimatlosigkeit aufgrund von weltpolitischen Entwicklungen und ideologischen Trennungen im zeitlichen Rahmen zwischen Weimarer Republik und dem Mauerbau. Die Erzählerin Gesine Cresspahl lebt in New York. Sie hatte vor dem Mauerbau die DDR verlassen und erzählt in den Jahren 1967/86 ihrer Tochter Marie die Familiengeschichte.
Literatur im Radio
Sa 11. August
20:05 Deutschlandfunk James Joyce - Ulysses 11: Sirenen
Bloom speist mit Stephens Onkel Richie Goulding im Ormond-Hotel, während Mollys Liebhaber Blazes Boylan vorbeigeht. Sofort wird Bloom von heftiger Eifersucht gequält. In diesem Kapitel steht die Musik im Vorder- und Hintergrund: Die gesamte Struktur ist musikalisch geformt: So kann man die ersten Seiten als Ouvertüre bezeichnen, denn hier werden eine Reihe von - dem Leser zunächst unverständlichen - Sätzen exponiert, die erst im weiteren Verlauf ausgeführt werden und somit ihren Sinn im Handlungsgefüge erhalten, dann wiederholt und variiert werden. Die Personen und ihr Handeln werden vom Erzähler mit Begriffen und zahlreichen Zitaten aus musikalischen Werken beschrieben, wobei das Spektrum (meist irische) Volkslieder bis große Bühnenwerke wie Mozarts 'Don Giovanni' umfasst. Insgesamt sind Anspielungen auf über 150 musikalische Werke entdeckt worden. Die titelgebenden Sirenen werden durch die Bardamen (hinter einem Thekenriff) repräsentiert, deren Verführungskünsten Bloom wie seinerzeit Odysseus ohne Gefahr gegenübertreten kann.
So 12. August
18:30 Deutschlandradio Kultur Last Words | Von William Seward Burroughs
Mit dem Wort love beendet William S. Burroughs am 30. Juli 1997, wenige Tage vor seinem Tod, sein letztes Tagebuch. 'Last Words' - das sind Anekdoten aus seinem Leben, Erinnerungen an Freunde und wichtige Stationen seines Lebens, fragmentarische Notizen über Katzen, Arztbesuche, Drogenkonsum oder politische Machenschaften. Immer wieder bilden sie die Plattform für seine berühmten 'Routines', die als Treibgut seiner Träume, Lektüre und Visionen zurückbleiben. 'Last Words' zeigt einen nachdenklichen Burroughs, der sich am Lebensende noch einmal weise den fundamentalen Themen Verantwortung, Einsamkeit und Schmerz stellt.
Mo 13. August
21:33 Deutschlandradio Kultur Carlotta spielt den Blues | Von Linda Barnes
Carlotta schlägt sich in Boston als Privatdetektivin und Taxifahrerin durch. Vor ihrer abgebrochenen Polizeikarriere war sie mal Rhythmusgitarristin in einer Band. Die Sängerin und Frontfrau dieser Rockgruppe, Dee Willis, ist noch immer erfolgreich im Geschäft. Seit Kurzem wird sie jedoch erpresst, vermutlich von einem ehemaligen Bandmitglied. Carlotta übernimmt den Fall, der nach dem Mord an Dees Kollegin immer brisanter wird. Die Spuren weisen in die dunkle Vergangenheit der Band.
Di 14. August
20:10 Deutschlandfunk James Joyce - Ulysses 9: Scylla und Charybdis
Dieses Kapitel spielt in der Nationalbibliothek. Hauptsächlich geht es um das Werk Shakespeares, das in den Gesprächen zwischen Stephen, Mulligan und einigen Gelehrten mit Leben gefüllt wird. In dem Kapitel geht es jedoch auch um Buchwissen in größerem Rahmen. Berühmte Namen der Weltliteratur (Platon, Boccaccio, Cervantes, Goethe, Maeterlinck, Dumas) wie der englischen (Wordsworth, Coleridge, Tennyson, Shelley) und der irischen Literatur (Yeats, Shaw) werden aufgerufen. Die Bücher werden zueinander in Beziehung gesetzt - was auch auf das Verfahren verweist, das Joyce selbst in seinem Ulysses anwendet: Er (Shakespeare) verlegt Böhmen ans Meer und lässt Odysseus Aristoteles zitieren. Obwohl Bloom sich ebenfalls in der Bibliothek befindet, treffen Stephen und er sich jedoch nicht, da Bloom es vorzieht, das Gesäß einer Venus-Statue eingehender zu betrachten. Der Titel des Kapitels verweist auf seine Versuche, niemandem direkt zu begegnen, und auf die Thesen und Antithesen, mit denen Stephen und seine Gesprächspartner ihren dialektischen Disput führen.
Do 09. August
19:30 3sat 22:15 rbb
Sa 11. August
15:20 WDR D 1999
Mit Johnsons Roman wird ein moderner Klassiker der deutschen Nachkriegsliteratur für das große Fernsehpublikum adaptiert. Die vierteilige Verfilmung erzählt die Geschichte der im fiktiven mecklenburgischen Jerichow lebenden Familie Cresspahl, erzählt vom schwierigen Umgang mit der Heimat Deutschland, von Heimatlosigkeit aufgrund von weltpolitischen Entwicklungen und ideologischen Trennungen im zeitlichen Rahmen zwischen Weimarer Republik und dem Mauerbau. Die Erzählerin Gesine Cresspahl lebt in New York. Sie hatte vor dem Mauerbau die DDR verlassen und erzählt in den Jahren 1967/86 ihrer Tochter Marie die Familiengeschichte.
Literatur im Radio
Sa 11. August
20:05 Deutschlandfunk James Joyce - Ulysses 11: Sirenen
Bloom speist mit Stephens Onkel Richie Goulding im Ormond-Hotel, während Mollys Liebhaber Blazes Boylan vorbeigeht. Sofort wird Bloom von heftiger Eifersucht gequält. In diesem Kapitel steht die Musik im Vorder- und Hintergrund: Die gesamte Struktur ist musikalisch geformt: So kann man die ersten Seiten als Ouvertüre bezeichnen, denn hier werden eine Reihe von - dem Leser zunächst unverständlichen - Sätzen exponiert, die erst im weiteren Verlauf ausgeführt werden und somit ihren Sinn im Handlungsgefüge erhalten, dann wiederholt und variiert werden. Die Personen und ihr Handeln werden vom Erzähler mit Begriffen und zahlreichen Zitaten aus musikalischen Werken beschrieben, wobei das Spektrum (meist irische) Volkslieder bis große Bühnenwerke wie Mozarts 'Don Giovanni' umfasst. Insgesamt sind Anspielungen auf über 150 musikalische Werke entdeckt worden. Die titelgebenden Sirenen werden durch die Bardamen (hinter einem Thekenriff) repräsentiert, deren Verführungskünsten Bloom wie seinerzeit Odysseus ohne Gefahr gegenübertreten kann.
So 12. August
18:30 Deutschlandradio Kultur Last Words | Von William Seward Burroughs
Mit dem Wort love beendet William S. Burroughs am 30. Juli 1997, wenige Tage vor seinem Tod, sein letztes Tagebuch. 'Last Words' - das sind Anekdoten aus seinem Leben, Erinnerungen an Freunde und wichtige Stationen seines Lebens, fragmentarische Notizen über Katzen, Arztbesuche, Drogenkonsum oder politische Machenschaften. Immer wieder bilden sie die Plattform für seine berühmten 'Routines', die als Treibgut seiner Träume, Lektüre und Visionen zurückbleiben. 'Last Words' zeigt einen nachdenklichen Burroughs, der sich am Lebensende noch einmal weise den fundamentalen Themen Verantwortung, Einsamkeit und Schmerz stellt.
Mo 13. August
21:33 Deutschlandradio Kultur Carlotta spielt den Blues | Von Linda Barnes
Carlotta schlägt sich in Boston als Privatdetektivin und Taxifahrerin durch. Vor ihrer abgebrochenen Polizeikarriere war sie mal Rhythmusgitarristin in einer Band. Die Sängerin und Frontfrau dieser Rockgruppe, Dee Willis, ist noch immer erfolgreich im Geschäft. Seit Kurzem wird sie jedoch erpresst, vermutlich von einem ehemaligen Bandmitglied. Carlotta übernimmt den Fall, der nach dem Mord an Dees Kollegin immer brisanter wird. Die Spuren weisen in die dunkle Vergangenheit der Band.
Di 14. August
20:10 Deutschlandfunk James Joyce - Ulysses 9: Scylla und Charybdis
Dieses Kapitel spielt in der Nationalbibliothek. Hauptsächlich geht es um das Werk Shakespeares, das in den Gesprächen zwischen Stephen, Mulligan und einigen Gelehrten mit Leben gefüllt wird. In dem Kapitel geht es jedoch auch um Buchwissen in größerem Rahmen. Berühmte Namen der Weltliteratur (Platon, Boccaccio, Cervantes, Goethe, Maeterlinck, Dumas) wie der englischen (Wordsworth, Coleridge, Tennyson, Shelley) und der irischen Literatur (Yeats, Shaw) werden aufgerufen. Die Bücher werden zueinander in Beziehung gesetzt - was auch auf das Verfahren verweist, das Joyce selbst in seinem Ulysses anwendet: Er (Shakespeare) verlegt Böhmen ans Meer und lässt Odysseus Aristoteles zitieren. Obwohl Bloom sich ebenfalls in der Bibliothek befindet, treffen Stephen und er sich jedoch nicht, da Bloom es vorzieht, das Gesäß einer Venus-Statue eingehender zu betrachten. Der Titel des Kapitels verweist auf seine Versuche, niemandem direkt zu begegnen, und auf die Thesen und Antithesen, mit denen Stephen und seine Gesprächspartner ihren dialektischen Disput führen.
09.08.2012 11:27:53
(22297 Beiträge)
Literatur im Fernsehen
Do 16. August
23:15 WDR Die Herzogin von Langeais F, I 2007
Wie schon bei "Out 1" und "Die schöne Querulantin" adaptiert Rivette mit diesem Film eine Erzählung Balzacs, "Die Herzogin von Langeais" von 1834. Es ist eine Literaturverfilmung voller Ehrfurcht vor der Textvorlage und mit genauester Rekonstruktion historischer Details, die aber alles weglässt, was einen "Kostümschinken" ausmacht - Aufmärsche, Barockschlösser, Schlachten, grofle Bälle, Orchestermusik. Eine Zeitreise in die französische Restauration, in der alles, was unter Napoleon möglich schien, wieder in rückwärtsgewandter Heuchelei erstarrt ist.
23:50 mdr Fröhlich lesen
Autoren zu Gast bei Susanne Fröhlich
Mo 20. August
10:55 arte Der Weg nach innen - Hermann Hesse
Er ist der Autor von "Siddhartha" und "Steppenwolf" und wurde zum gefeierten Schriftsteller vieler junger Leser in den 60er und 70er Jahren - Hermann Hesse. Anlässlich seines 50. Todestages zeigt ARTE ein filmisches Porträt über einen Menschen, der sein Leben lang, auch im Schreiben, auf der Suche war: nach sich selbst, nach dem Sinn des menschlichen Daseins und nach einer angemessenen Lebensform.
Literatur im Radio
Sa 18. August
20:05 Deutschlandfunk Ein Schriftstellerpaar | Von Raymond Chandler
Hank und Marion Bruton leben in einem abgelegenen Haus umgeben von unberührter Landschaft. Hank arbeitet an einem Roman, Marion an einem Theaterstück. Aber was beide in Wahrheit in der täglichen Realität produzieren, ist eine notorische Ehe- und Existenzkrise. Täglich wiederholt sich ein Ritual: Hank geht morgens schwimmen, bereitet das Frühstück, füttert den Kater Phoebus; Marion beklagt sich, dass sie nicht schreiben und ihren Mann nur noch verlassen kann. Tut sie es, kehrt sie am gleichen Abend zu ihm zurück. Die Wiederholung des immer Gleichen, die Erfahrung des immer Neuen; in jedem Fall bewährt sich eine gegenseitige Abhängigkeit, die das Unmögliche des Zusammenlebens durchaus möglich macht.
So 19. August
14:05 Deutschlandradio Kultur Hörspieltag für Kinder: Hans im Mausfell und die lachende Katze | Von Holger Teschke, nach Motiven mecklenburgischer Bauernmärchen
Dem Grafen von Rabenstein geht jeder schlaue Bauer in Mecklenburg aus dem Weg. Doch Hans, ein armer Knecht, muss ihm dienen, wenn er nicht verhungern will. Wie scheußlich die Arbeit auch ist, Hans darf sich auf keinen Fall beschweren, denn es gilt die Abmachung: Wer flucht, den holt der Teufel. Schwere Proben muss Hans bestehen - leckere Speisen soll er kochen und darf nicht kosten, ein wütender Falke jagt ihn und ein Gespenst will ihm jeden Knochen brechen. Hans hätte längst geflucht, wenn nicht seine Freundin, die lachende Katze, bei ihm wäre. Sie weiß immer einen Rat. Und so kommt es, dass nicht Hans, sondern der Graf vom Teufel geholt wird, denn er flucht über den Hans im Mausfell und seine lachende Katze.
Mo 20. August
21:33 Deutschlandradio Kultur Marlov - Rückkehr nach Irkutsk | Von David Zane Mairowitz
Moskau in den 70er-Jahren, Privatdetektiv Marlov ist Taxifahrer geworden, denn seine Geschäfte laufen schlecht. Der Auftrag von Zofia Danilova kommt ihm da gerade recht. Sie zahlt ihm 10.000 Rubel, wenn er ihre Tochter findet. Vladilena hatte zuletzt in einer Brigade der Komsomol-Jugendorganisation an der BAM, der Baikal-Amur-Magistrale, gearbeitet. Bei diesem Prestigeobjekt, "der größten Baustelle seit den Pyramiden", sollen 3500 Kilometer Bahnstrecke quer durch Sibirien verlegt werden. Marlov ahnt, dass dort, wo viel gebaut, auch viel verschoben wird und gerät in den gefährlichen sibirischen Sumpf von Gewalt und Korruption.
Di 21. August
19:30 Deutschlandradio Kultur Tarzan und die Hunnen. Der Dschungelheld und sein Image als Deutschenfresser | Von Christian Blees
Tarzan, der in den USA erstmals Ende August 1912 das literarische Licht der Welt erblickte, entpuppt sich auch in Deutschland zunächst als durchschlagender Verkaufserfolg - bis 1925 die Hetzschrift 'Tarzan, der Deutschenfresser' erscheint. Diese bezieht sich vor allem auf den Band 'Tarzan, the Untamed', in welchem Autor Edgar Rice Burroughs die Deutschen als gewissenlose Kolonialisten beschreibt. Dass der US-Amerikaner den kritisierten Roman bereits im Frühjahr 1919 (und damit noch unter dem Eindruck des erst kurz zuvor beendeten Ersten Weltkriegs) verfasste, erwähnt die Hetzschrift nicht. So muss für deutsche Leser der Eindruck entstehen, als handele es sich bei 'Tarzan, the Untamed' um ein aktuelles Werk. Burroughs und sein deutscher Verleger versuchen alles, um der plötzlich einsetzenden Pressekampagne entgegenzuwirken - vergeblich. Mit dem achten Band stellt der Stuttgarter Dieck-Verlag seine 'Tarzan'-Reihe daraufhin notgedrungen ein.
Do 16. August
23:15 WDR Die Herzogin von Langeais F, I 2007
Wie schon bei "Out 1" und "Die schöne Querulantin" adaptiert Rivette mit diesem Film eine Erzählung Balzacs, "Die Herzogin von Langeais" von 1834. Es ist eine Literaturverfilmung voller Ehrfurcht vor der Textvorlage und mit genauester Rekonstruktion historischer Details, die aber alles weglässt, was einen "Kostümschinken" ausmacht - Aufmärsche, Barockschlösser, Schlachten, grofle Bälle, Orchestermusik. Eine Zeitreise in die französische Restauration, in der alles, was unter Napoleon möglich schien, wieder in rückwärtsgewandter Heuchelei erstarrt ist.
23:50 mdr Fröhlich lesen
Autoren zu Gast bei Susanne Fröhlich
Mo 20. August
10:55 arte Der Weg nach innen - Hermann Hesse
Er ist der Autor von "Siddhartha" und "Steppenwolf" und wurde zum gefeierten Schriftsteller vieler junger Leser in den 60er und 70er Jahren - Hermann Hesse. Anlässlich seines 50. Todestages zeigt ARTE ein filmisches Porträt über einen Menschen, der sein Leben lang, auch im Schreiben, auf der Suche war: nach sich selbst, nach dem Sinn des menschlichen Daseins und nach einer angemessenen Lebensform.
Literatur im Radio
Sa 18. August
20:05 Deutschlandfunk Ein Schriftstellerpaar | Von Raymond Chandler
Hank und Marion Bruton leben in einem abgelegenen Haus umgeben von unberührter Landschaft. Hank arbeitet an einem Roman, Marion an einem Theaterstück. Aber was beide in Wahrheit in der täglichen Realität produzieren, ist eine notorische Ehe- und Existenzkrise. Täglich wiederholt sich ein Ritual: Hank geht morgens schwimmen, bereitet das Frühstück, füttert den Kater Phoebus; Marion beklagt sich, dass sie nicht schreiben und ihren Mann nur noch verlassen kann. Tut sie es, kehrt sie am gleichen Abend zu ihm zurück. Die Wiederholung des immer Gleichen, die Erfahrung des immer Neuen; in jedem Fall bewährt sich eine gegenseitige Abhängigkeit, die das Unmögliche des Zusammenlebens durchaus möglich macht.
So 19. August
14:05 Deutschlandradio Kultur Hörspieltag für Kinder: Hans im Mausfell und die lachende Katze | Von Holger Teschke, nach Motiven mecklenburgischer Bauernmärchen
Dem Grafen von Rabenstein geht jeder schlaue Bauer in Mecklenburg aus dem Weg. Doch Hans, ein armer Knecht, muss ihm dienen, wenn er nicht verhungern will. Wie scheußlich die Arbeit auch ist, Hans darf sich auf keinen Fall beschweren, denn es gilt die Abmachung: Wer flucht, den holt der Teufel. Schwere Proben muss Hans bestehen - leckere Speisen soll er kochen und darf nicht kosten, ein wütender Falke jagt ihn und ein Gespenst will ihm jeden Knochen brechen. Hans hätte längst geflucht, wenn nicht seine Freundin, die lachende Katze, bei ihm wäre. Sie weiß immer einen Rat. Und so kommt es, dass nicht Hans, sondern der Graf vom Teufel geholt wird, denn er flucht über den Hans im Mausfell und seine lachende Katze.
Mo 20. August
21:33 Deutschlandradio Kultur Marlov - Rückkehr nach Irkutsk | Von David Zane Mairowitz
Moskau in den 70er-Jahren, Privatdetektiv Marlov ist Taxifahrer geworden, denn seine Geschäfte laufen schlecht. Der Auftrag von Zofia Danilova kommt ihm da gerade recht. Sie zahlt ihm 10.000 Rubel, wenn er ihre Tochter findet. Vladilena hatte zuletzt in einer Brigade der Komsomol-Jugendorganisation an der BAM, der Baikal-Amur-Magistrale, gearbeitet. Bei diesem Prestigeobjekt, "der größten Baustelle seit den Pyramiden", sollen 3500 Kilometer Bahnstrecke quer durch Sibirien verlegt werden. Marlov ahnt, dass dort, wo viel gebaut, auch viel verschoben wird und gerät in den gefährlichen sibirischen Sumpf von Gewalt und Korruption.
Di 21. August
19:30 Deutschlandradio Kultur Tarzan und die Hunnen. Der Dschungelheld und sein Image als Deutschenfresser | Von Christian Blees
Tarzan, der in den USA erstmals Ende August 1912 das literarische Licht der Welt erblickte, entpuppt sich auch in Deutschland zunächst als durchschlagender Verkaufserfolg - bis 1925 die Hetzschrift 'Tarzan, der Deutschenfresser' erscheint. Diese bezieht sich vor allem auf den Band 'Tarzan, the Untamed', in welchem Autor Edgar Rice Burroughs die Deutschen als gewissenlose Kolonialisten beschreibt. Dass der US-Amerikaner den kritisierten Roman bereits im Frühjahr 1919 (und damit noch unter dem Eindruck des erst kurz zuvor beendeten Ersten Weltkriegs) verfasste, erwähnt die Hetzschrift nicht. So muss für deutsche Leser der Eindruck entstehen, als handele es sich bei 'Tarzan, the Untamed' um ein aktuelles Werk. Burroughs und sein deutscher Verleger versuchen alles, um der plötzlich einsetzenden Pressekampagne entgegenzuwirken - vergeblich. Mit dem achten Band stellt der Stuttgarter Dieck-Verlag seine 'Tarzan'-Reihe daraufhin notgedrungen ein.
16.08.2012 09:24:22
(22297 Beiträge)
Literatur im Fernsehen
Do 23. August
23:55 mdr Wilhelm Meisters theatralische Sendung DDR 1981
Der Kaufmannssohn Wilhelm Meister verlässt aus Liebe zu der Schauspielerin Marianne sein Elternhaus. Zwar gelingt es seiner Familie, Wilhelms Liebe zu der Komödiantin zu zerstören, aber bei einer Handelsreise findet er bald wieder Kontakt zu reisenden Künstlern. Er rettet das Zigeunermädchen Mignon, das als Seiltänzerin für Brot und Fußtritte eine gaffende Menge unterhalten muss. Er übernimmt die finanzielle Bürgschaft für eine Schauspielertruppe, deren Kostüme gepfändet wurden. Hier lernt er die durch ihre Natürlichkeit verführerische Philine kennen, die ihn an seine Jugendliebe erinnert. - Nach Johann Wolfgang von Goethe.
Sa 25. August
20:15 3sat Der Turm
Die Arztfamilie Hoffmann lebt vor der Wende im Dresdner Villenviertel "Weißer Hirsch". Ihr Leben ist gekennzeichnet von den kleinen und großen Problemen des DDR-Alltags. Der Familienvater Richard Hoffmann ist angesehener Chirurg, seine Frau Krankenschwester. Man kann niemandem trauen und das angestrebte Medizinstudium von Sohn Christian ist nur durch politisch korrektes Verhalten möglich. Die Familie will sich mit dieser frustrierenden Lebenssituation nicht abfinden, überlegt sogar, in den Westen zu gehen, arrangiert sich dann aber doch mit dem Leben in der DDR. - Die Übertragung des preisgekrönten und kontrovers diskutierten Romans "Der Turm" (2008) von Uwe Tellkamp auf die Theaterbühne überzeugte auch manche Skeptiker, die den Stoff für unspielbar hielten. Aus dem preisgekrönten Tausend-Seiten-Roman filterten Jens Groß und Armin Petras in ihrer Bühnenfassung bewegende und stimmige Dialoge sowie menschliche Dramen heraus.
21:45 WDR Knallhart D 2006
Ein authentischer Film von Detlev Buck über die raue Realität in problematischen Großstadtvierteln. Mit "Knallhart" liefert Buck ein ungeschminktes Bild Deutschlands in Zeiten von Hartz IV. - Die Verfilmung des wirklichkeitsnahen Jugendromans von Zoran Drvenkar zeichnet sich durch genaue Milieuzeichnung und authentische Darsteller aus.
So 26. August
10:15 3sat Literatur im Foyer
Felicitas von Lovenberg im Gespräch mit Thomas Böhm, Norbert Lennartz und Melanie Walz, Thema: Charles Dickens
17:00 Phoenix Das Blaue Sofa
Wie viel Kultur will sich unsere Gesellschaft leisten?
23:35 Das Erste Druckfrisch
U.a. mit Vea Kaiser - "Blasmusikpop", James Sallis - "Driver 2"
00:05 Das Erste Das Vaterspiel D, A, F 2009
Der Wiener Student Ratz ist Mitte 30 und hat keine Perspektive, wie es mit seinem Leben weitergehen soll. Von seinem Vater, einem korrupten Politiker, kann er weder Verständnis noch Unterstützung erwarten. Den Hass auf seinen alten Herrn lebt Ratz in einem selbst entwickelten Egoshooter-Game aus, bei dem man den Gegnern das Gesicht des eigenen Vaters geben kann. Eines Tages erhält er Nachricht von seiner Exfreundin Mimi. Auf ihre Bitte hin reist er nach New York, wo er einen Keller renovieren soll, in dem ihr Großvater sich seit Jahren versteckt hält: ein reueloser Altnazi, der einst einen bestialischen Mord verübte. - Michael Glawoggers bissige Gesellschaftsstudie "Das Vaterspiel", nach dem Roman von Josef Haslinger, zeigt Sabine Timoteo, Ulrich Tukur und Christian Tramitz in schauspielerischer Hochform.
Di 28. August
14:40 SWR Rheinsberg BRD 1967
Der junge Zeitungsredakteur Wolf und die Medizinstudentin Claire sind frisch verliebt. Das turtelnde Pärchen hat nur ein Problem: Nirgends sind sie ungestört, da weder Wolfs strenge Vermieterin noch Claires konservativer Vater "Intimitäten" in ihren Häusern dulden. Also fahren Wolf und Claire in das malerische Städtchen Rheinsberg, wo sie endlich ein paar unbeschwert-romantische Tage fernab des Alltags verleben können. - "Rheinsberg" ist nach "Schloss Gripsholm" eine weitere, überaus unterhaltsame Kurt-Tucholsky-Verfilmung von Regie-Altmeister Kurt Hoffmann ("Das Wirtshaus im Spessart").
23:15 WDR Bright Star - Meine Liebe. Ewig. AUS, GB, F 2009
1818 lernt die eigenwillige Fanny Brawne bei einem Nachbarschaftsbesuch den jungen, mittellosen Dichter John Keats kennen. Und obwohl Fanny freimütig zugibt, mehr von Stoffen und Tand zu verstehen als von Lyrik, fühlt sich Keats zu ihr hingezogen. Auch Fanny ist von dem jungen Mann fasziniert. Als Keats das Weihnachtsfest bei Fannys Familie verbringen darf, kommen sich die beiden jungen Leute näher. Doch sowohl Fannys Mutter als auch Keats Freund und Förderer Brown sind gegen eine Verbindung der beiden. Da erkrankt Keats an Schwindsucht. - Jane Campion setzt dem romantischen Dichter John Keats ein traurig-schönes filmisches Denkmal. In den Hauptrollen dieses poetischen Kostümdramas zeigen die Australierin Abbie Cornish und der markante britische Darsteller Ben Whishaw eine fesselnde Darstellung.
00:25 arte Die Weber D 1927
Für einen Hungerlohn arbeiten schlesische Weber in Heimarbeit für den Fabrikanten Dreißiger. Der droht Lohnsenkungen an und verweist auf die Konkurrenz durch die neuen mechanischen Webstühle. Moritz Jäger hat durch seinen Militärdienst Einblick in die sozialen und politischen Verhältnisse außerhalb Schlesiens gewonnen und ruft die Arbeiter zum Widerstand auf. Ihm droht Verhaftung, die die Weber verhindern können. Sie stürmen die Fabrikantenvilla, Dreißiger flieht. Die Weber der Nachbardörfer solidarisieren sich. - Nach Gerhart Hauptmann.
Literatur im Radio
Fr 24. August
20:10 Deutschlandfunk Bäume mit blauen Wurzeln. Begegnungen mit Elicura Chihuailaf | Von Karl-Ludolf Hübener
Blau ist für Elicura Chihuailaf nicht nur eine Farbe. Es ist die 'Energie des Unendlichen', das Blau des Ostens, wo die Nacht endet und der Tag beginnt, wo Leben entsteht, aber auch erlischt. Chihuailaf ist einer der bedeutendsten Dichter des Volkes der Mapuche. Er wurde 1952 in Kechurewe im südlichen Chile der Seen, Araukarien und Vulkane geboren. Die Erfahrungen, Erzählungen und Ratschläge der Ältesten haben ihn und sein dichterisches Werk geprägt. Seine Gedichte, zweisprachig, in Mapudungun wie in Spanisch, spiegeln Geschichte, Kosmovision und Leben der Mapuche wider. Eines Volkes, das sich selbst als Teil der Natur begreift: "Die Steine haben eine Seele, sagt unser Volk."
Sa 25. August
20:05 Deutschlandfunk Aus dem Literarischen Colloquium Berlin - Lesung: Fritz J. Raddatz | Gesprächspartner: Joachim Kersten, Ijoma Mangold, Moderation: Denis Scheck
Für die einen ist er ein Maßstab für einen deutschen Intellektuellen im 20. Jahrhundert, eine Legende als Themensucher und -setzer, für die anderen ein Parvenü und ein Eitelkeitsmonster: Fritz J. Raddatz. Der Romancier, Kritiker und Essayist, der Lektor, Verleger und wegen der Goethebahnhof-Lappalie aus dem Amt gejagte Feuilletonchef der 'ZEIT' legt mit über 80 Jahren ein neues Buch vor. Auf Franz Bleis Spuren wandelnd, hat Raddatz ein 'Bestiarium der deutschen Literatur' geschrieben. Das lässt viel erwarten, hat Raddatz doch schon in seinen Tagebüchern höchst pointiert und unterhaltsam abgerechnet: mit den Kretins von Künstlern und Kritikerkollegen, Politikern und anderen Langweilern und Einfaltspinseln. Die Kunst? Eine Spielwiese von Narzissten und Nassauern. Das Feuilleton? Ein riesiger Intrigantenstadl. Und der Literaturbetrieb, wie er sich zum Beispiel im Literarischen Colloquium in Berlin manifestiert? Ein Jahrmarkt der Eitelkeiten, ein Wettbewerb im Hauen, Stechen, Wer-pisst-am-höchsten. In seinem 'Bestiarium' schildert Raddatz nun die Jelinek als verirrte Möwe, Siegfried Lenz als Trockenqualle, Grass als Aal und Ulla Hahn als Schleichkatze. Im Studio LCB wird Fritz J. Raddatz aus seinem 'Bestiarium' lesen sowie mit dem Rechtsanwalt und Schriftsteller Joachim Kersten sowie dem Literaturkritiker Ijoma Mangold über Rufmord und Literatur diskutieren.
So 26. August
18:30 Deutschlandradio Kultur Performing the Word. Die Kunst des John Giorno. Selbst-Portrait einer Undergroundlegende | Von Gaby Hartel
Dass die Wörter lebendig sind und durch Form, Klang und Körper unser Leben aufmischen, wussten schon die Avantgardisten des frühen 20. Jahrhunderts. John Giorno (geboren 1936), New Yorker Underground-Legende und Begründer des Künstler-Netzwerks Giorno Poetry Systems, überführte dieses Wissen in den Pop, als er in den 60er-Jahren 'Performance Poem' erfand. Seither präsentiert er seine Dichtung mitreißend als Körperkunst, Tanz und Sprechgesang, oft zusammen mit Kollegen wie William S. Burroughs, John Ashbery, Laurie Anderson, Tom Waits. Im März 2010 begeisterte Giorno im Neuen Berliner Kunstverein ein großes Publikum.
Mo 27. August
21:33 Deutschlandradio Kultur Der Fall Agostino | Von Werner Bergengruen
Cassano, ein oberitalienischer Stadtstaat im 14. Jahrhundert: Im Garten des Principe liegt eine Leiche. Der Karmelitermönch Agostino wurde ermordet. Mit der Aufklärung des Verbrechens wird Polizeichef Massimo Nespoli beauftragt. Ein Misserfolg könnte ihn den Kopf kosten. In dieser Lage schiebt er die Tat einem Mädchen zu, das sich umbringen wollte, doch ein fürstlicher Kurier will die Selbstmörderin zur fraglichen Stunde außerhalb der Stadt gesehen haben. Es entspinnt sich ein Netz von Lügen, Intrigen und gegenseitigen Verdächtigungen, das sich immer enger um zahlreiche hochgestellte Bürger zusammenzieht.
Do 23. August
23:55 mdr Wilhelm Meisters theatralische Sendung DDR 1981
Der Kaufmannssohn Wilhelm Meister verlässt aus Liebe zu der Schauspielerin Marianne sein Elternhaus. Zwar gelingt es seiner Familie, Wilhelms Liebe zu der Komödiantin zu zerstören, aber bei einer Handelsreise findet er bald wieder Kontakt zu reisenden Künstlern. Er rettet das Zigeunermädchen Mignon, das als Seiltänzerin für Brot und Fußtritte eine gaffende Menge unterhalten muss. Er übernimmt die finanzielle Bürgschaft für eine Schauspielertruppe, deren Kostüme gepfändet wurden. Hier lernt er die durch ihre Natürlichkeit verführerische Philine kennen, die ihn an seine Jugendliebe erinnert. - Nach Johann Wolfgang von Goethe.
Sa 25. August
20:15 3sat Der Turm
Die Arztfamilie Hoffmann lebt vor der Wende im Dresdner Villenviertel "Weißer Hirsch". Ihr Leben ist gekennzeichnet von den kleinen und großen Problemen des DDR-Alltags. Der Familienvater Richard Hoffmann ist angesehener Chirurg, seine Frau Krankenschwester. Man kann niemandem trauen und das angestrebte Medizinstudium von Sohn Christian ist nur durch politisch korrektes Verhalten möglich. Die Familie will sich mit dieser frustrierenden Lebenssituation nicht abfinden, überlegt sogar, in den Westen zu gehen, arrangiert sich dann aber doch mit dem Leben in der DDR. - Die Übertragung des preisgekrönten und kontrovers diskutierten Romans "Der Turm" (2008) von Uwe Tellkamp auf die Theaterbühne überzeugte auch manche Skeptiker, die den Stoff für unspielbar hielten. Aus dem preisgekrönten Tausend-Seiten-Roman filterten Jens Groß und Armin Petras in ihrer Bühnenfassung bewegende und stimmige Dialoge sowie menschliche Dramen heraus.
21:45 WDR Knallhart D 2006
Ein authentischer Film von Detlev Buck über die raue Realität in problematischen Großstadtvierteln. Mit "Knallhart" liefert Buck ein ungeschminktes Bild Deutschlands in Zeiten von Hartz IV. - Die Verfilmung des wirklichkeitsnahen Jugendromans von Zoran Drvenkar zeichnet sich durch genaue Milieuzeichnung und authentische Darsteller aus.
So 26. August
10:15 3sat Literatur im Foyer
Felicitas von Lovenberg im Gespräch mit Thomas Böhm, Norbert Lennartz und Melanie Walz, Thema: Charles Dickens
17:00 Phoenix Das Blaue Sofa
Wie viel Kultur will sich unsere Gesellschaft leisten?
23:35 Das Erste Druckfrisch
U.a. mit Vea Kaiser - "Blasmusikpop", James Sallis - "Driver 2"
00:05 Das Erste Das Vaterspiel D, A, F 2009
Der Wiener Student Ratz ist Mitte 30 und hat keine Perspektive, wie es mit seinem Leben weitergehen soll. Von seinem Vater, einem korrupten Politiker, kann er weder Verständnis noch Unterstützung erwarten. Den Hass auf seinen alten Herrn lebt Ratz in einem selbst entwickelten Egoshooter-Game aus, bei dem man den Gegnern das Gesicht des eigenen Vaters geben kann. Eines Tages erhält er Nachricht von seiner Exfreundin Mimi. Auf ihre Bitte hin reist er nach New York, wo er einen Keller renovieren soll, in dem ihr Großvater sich seit Jahren versteckt hält: ein reueloser Altnazi, der einst einen bestialischen Mord verübte. - Michael Glawoggers bissige Gesellschaftsstudie "Das Vaterspiel", nach dem Roman von Josef Haslinger, zeigt Sabine Timoteo, Ulrich Tukur und Christian Tramitz in schauspielerischer Hochform.
Di 28. August
14:40 SWR Rheinsberg BRD 1967
Der junge Zeitungsredakteur Wolf und die Medizinstudentin Claire sind frisch verliebt. Das turtelnde Pärchen hat nur ein Problem: Nirgends sind sie ungestört, da weder Wolfs strenge Vermieterin noch Claires konservativer Vater "Intimitäten" in ihren Häusern dulden. Also fahren Wolf und Claire in das malerische Städtchen Rheinsberg, wo sie endlich ein paar unbeschwert-romantische Tage fernab des Alltags verleben können. - "Rheinsberg" ist nach "Schloss Gripsholm" eine weitere, überaus unterhaltsame Kurt-Tucholsky-Verfilmung von Regie-Altmeister Kurt Hoffmann ("Das Wirtshaus im Spessart").
23:15 WDR Bright Star - Meine Liebe. Ewig. AUS, GB, F 2009
1818 lernt die eigenwillige Fanny Brawne bei einem Nachbarschaftsbesuch den jungen, mittellosen Dichter John Keats kennen. Und obwohl Fanny freimütig zugibt, mehr von Stoffen und Tand zu verstehen als von Lyrik, fühlt sich Keats zu ihr hingezogen. Auch Fanny ist von dem jungen Mann fasziniert. Als Keats das Weihnachtsfest bei Fannys Familie verbringen darf, kommen sich die beiden jungen Leute näher. Doch sowohl Fannys Mutter als auch Keats Freund und Förderer Brown sind gegen eine Verbindung der beiden. Da erkrankt Keats an Schwindsucht. - Jane Campion setzt dem romantischen Dichter John Keats ein traurig-schönes filmisches Denkmal. In den Hauptrollen dieses poetischen Kostümdramas zeigen die Australierin Abbie Cornish und der markante britische Darsteller Ben Whishaw eine fesselnde Darstellung.
00:25 arte Die Weber D 1927
Für einen Hungerlohn arbeiten schlesische Weber in Heimarbeit für den Fabrikanten Dreißiger. Der droht Lohnsenkungen an und verweist auf die Konkurrenz durch die neuen mechanischen Webstühle. Moritz Jäger hat durch seinen Militärdienst Einblick in die sozialen und politischen Verhältnisse außerhalb Schlesiens gewonnen und ruft die Arbeiter zum Widerstand auf. Ihm droht Verhaftung, die die Weber verhindern können. Sie stürmen die Fabrikantenvilla, Dreißiger flieht. Die Weber der Nachbardörfer solidarisieren sich. - Nach Gerhart Hauptmann.
Literatur im Radio
Fr 24. August
20:10 Deutschlandfunk Bäume mit blauen Wurzeln. Begegnungen mit Elicura Chihuailaf | Von Karl-Ludolf Hübener
Blau ist für Elicura Chihuailaf nicht nur eine Farbe. Es ist die 'Energie des Unendlichen', das Blau des Ostens, wo die Nacht endet und der Tag beginnt, wo Leben entsteht, aber auch erlischt. Chihuailaf ist einer der bedeutendsten Dichter des Volkes der Mapuche. Er wurde 1952 in Kechurewe im südlichen Chile der Seen, Araukarien und Vulkane geboren. Die Erfahrungen, Erzählungen und Ratschläge der Ältesten haben ihn und sein dichterisches Werk geprägt. Seine Gedichte, zweisprachig, in Mapudungun wie in Spanisch, spiegeln Geschichte, Kosmovision und Leben der Mapuche wider. Eines Volkes, das sich selbst als Teil der Natur begreift: "Die Steine haben eine Seele, sagt unser Volk."
Sa 25. August
20:05 Deutschlandfunk Aus dem Literarischen Colloquium Berlin - Lesung: Fritz J. Raddatz | Gesprächspartner: Joachim Kersten, Ijoma Mangold, Moderation: Denis Scheck
Für die einen ist er ein Maßstab für einen deutschen Intellektuellen im 20. Jahrhundert, eine Legende als Themensucher und -setzer, für die anderen ein Parvenü und ein Eitelkeitsmonster: Fritz J. Raddatz. Der Romancier, Kritiker und Essayist, der Lektor, Verleger und wegen der Goethebahnhof-Lappalie aus dem Amt gejagte Feuilletonchef der 'ZEIT' legt mit über 80 Jahren ein neues Buch vor. Auf Franz Bleis Spuren wandelnd, hat Raddatz ein 'Bestiarium der deutschen Literatur' geschrieben. Das lässt viel erwarten, hat Raddatz doch schon in seinen Tagebüchern höchst pointiert und unterhaltsam abgerechnet: mit den Kretins von Künstlern und Kritikerkollegen, Politikern und anderen Langweilern und Einfaltspinseln. Die Kunst? Eine Spielwiese von Narzissten und Nassauern. Das Feuilleton? Ein riesiger Intrigantenstadl. Und der Literaturbetrieb, wie er sich zum Beispiel im Literarischen Colloquium in Berlin manifestiert? Ein Jahrmarkt der Eitelkeiten, ein Wettbewerb im Hauen, Stechen, Wer-pisst-am-höchsten. In seinem 'Bestiarium' schildert Raddatz nun die Jelinek als verirrte Möwe, Siegfried Lenz als Trockenqualle, Grass als Aal und Ulla Hahn als Schleichkatze. Im Studio LCB wird Fritz J. Raddatz aus seinem 'Bestiarium' lesen sowie mit dem Rechtsanwalt und Schriftsteller Joachim Kersten sowie dem Literaturkritiker Ijoma Mangold über Rufmord und Literatur diskutieren.
So 26. August
18:30 Deutschlandradio Kultur Performing the Word. Die Kunst des John Giorno. Selbst-Portrait einer Undergroundlegende | Von Gaby Hartel
Dass die Wörter lebendig sind und durch Form, Klang und Körper unser Leben aufmischen, wussten schon die Avantgardisten des frühen 20. Jahrhunderts. John Giorno (geboren 1936), New Yorker Underground-Legende und Begründer des Künstler-Netzwerks Giorno Poetry Systems, überführte dieses Wissen in den Pop, als er in den 60er-Jahren 'Performance Poem' erfand. Seither präsentiert er seine Dichtung mitreißend als Körperkunst, Tanz und Sprechgesang, oft zusammen mit Kollegen wie William S. Burroughs, John Ashbery, Laurie Anderson, Tom Waits. Im März 2010 begeisterte Giorno im Neuen Berliner Kunstverein ein großes Publikum.
Mo 27. August
21:33 Deutschlandradio Kultur Der Fall Agostino | Von Werner Bergengruen
Cassano, ein oberitalienischer Stadtstaat im 14. Jahrhundert: Im Garten des Principe liegt eine Leiche. Der Karmelitermönch Agostino wurde ermordet. Mit der Aufklärung des Verbrechens wird Polizeichef Massimo Nespoli beauftragt. Ein Misserfolg könnte ihn den Kopf kosten. In dieser Lage schiebt er die Tat einem Mädchen zu, das sich umbringen wollte, doch ein fürstlicher Kurier will die Selbstmörderin zur fraglichen Stunde außerhalb der Stadt gesehen haben. Es entspinnt sich ein Netz von Lügen, Intrigen und gegenseitigen Verdächtigungen, das sich immer enger um zahlreiche hochgestellte Bürger zusammenzieht.
23.08.2012 09:48:01
(22297 Beiträge)
Fr 31. August
00:45 WDR Familiengrab USA 1976
Die vorgebliche Hellseherin Blanche Tyler sucht zusammen mit ihrem Freund George Lumley den verschollenen Neffen einer reichen alten Dame. Nach Recherchen stellt sich heraus, dass der Gesuchte seinen Tod vortäuschte und nun unter dem Namen Arthur Adamson ein Juweliergeschäft führt. Als Blanche ihn ahnungslos mit seiner Vergangenheit konfrontiert, gerät sie in tödliche Gefahr. - Ein Alfred Hitchcock nach einem Roman von Victor Canning
Sa 01. September
20:15 BR Der Schinderhannes BRD 1958
1802 im Hunsrück: Hannes Bückler, genannt "Schinderhannes", ist der Anführer einer Räuberbande, die mit den Bauern sympathisiert, die unter der harten Fron des Adels und der napoleonischen Besatzung zu leiden haben. Als die Räuber während eines Festes das Schloss des Reichsgrafen überfallen, treiben sie das vom Grafen geraubte Vieh aus den Ställen und geben es den Bauern zurück. Dabei wird auch Carl, der Sohn des Reichsgrafen, als Geisel genommen. Schinderhannes will den jungen Mann an der Rheinfähre freilassen. Doch Carl, der Schillers "Räuber" mit Begeisterung gelesen hat, schließt sich den Aufrührern an. - 30 Jahre nach der Uraufführung des Bühnenstückes von Carl Zuckmayer inszenierte Regisseur Helmut Käutner eine aufwendige Adaption, die mit optischen Reizen, Action und einem Massenaufgebot an Komparsen aufwartet.
20:15 WDR Das Gelübde D 2007
Der Dichter Clemens Brentano sucht 1818 die stigmatisierte Nonne Anna Katharina Emmerick auf, um ihre Visionen niederzuschreiben. Das Zusammentreffen führt beide in eine existenzielle Krise - Das historische Drama von Dominik Graf und Markus Busch basiert auf überlieferten Begebenheiten des Jahres 1818 im westfälischen Dülmen und auf Kai Meyers gleichnamigen Roman von 1998. Der deutsche Schriftsteller Clemens Brentano (1778 - 1842) zählt zu den Hauptvertretern der Frühromantik. Er schrieb Märchen, Romane, Novellen und Gedichte und brachte mit Achim von Arnim die Volksliedersammlung "Des Knaben Wunderhorn" heraus.
22:15 BR Die Brüder Karamasow USA 1957
Hollywoodregisseur Richard Brooks verfilmte Fjodor Dostojewskis gleichnamigen Roman mit Yul Brynner, Maria Schell, Claire Bloom und Lee J. Cobb in den Hauptrollen. Viele weibliche Hollywood-Stars hatten sich um die Rolle der Gruschenka beworben, darunter auch Marilyn Monroe, die endlich auch eine ernsthafte Rolle spielen wollte. Brooks entschied sich jedoch für Maria Schell, die gerade einen Vertrag mit dem MGM-Studio abgeschlossen hatte und als Spezialistin für tragische Liebende galt.
So 02. September
13:15 kika quergelesen
U.a. mit diesen Büchern: "Wär ich Pirat" von Karin Koch, "Mittwochtage: oder "Nichts wie weg!", sagt Tante Hulda" von Sylvia Heinlein und "Was, wenn es nur so aussieht, als wäre ich da?" von Oscar Brenifier
01:05 arte William S. Burroughs: A Man Within USA 2011
Als Kultfigur der Beat-Generation, Pionier der Gegenkultur und Drogenpapst riss William S. Burroughs die Grenzen des Mainstreams ein. Er erhob den Drogenrausch zum künstlerischen Medium und wurde zum Wortführer der schwulen Befreiungsbewegung erklärt. Sein Roman "Naked Lunch" galt Punks, Hippies, der Queer-Bewegung, Revolutionären, Künstlern und Musikern aus aller Welt als Bibel.
Di 04. September
23:15 WDR Boy A GB 2004
Mit einem Freund hat Jack vor 14 Jahren - noch als Kind - ein unbegreifliches Verbrechen begangen - ein Mädchen getötet. Mit 24 wird er nun mit einer neuen Identität aus dem Gefängnis entlassen. Doch seine Vergangenheit holt ihn bald ein. - Nach der Romanvorlage von Jonathan Trigell, schildert das erschütternde Sozialdrama "Boy A" einen authentischen englischen Kriminalfall aus den 90er Jahren.
00:00 ndr Bücherjournal
Literatur im Radio
So 02. September
18:30 Deutschlandradio Kultur Liebeskummerkunst. 6 Interventionen | Von Elke Heinemann
Orhan Pamuks Roman 'Das Museum der Unschuld', Leanne Shaptons fiktiver Auktionskatalog 'Bedeutende Objekte und persönliche Besitzstücke aus der Sammlung von Leonore Doolan und Harold Morris, darunter Bücher, Mode und Schmuck', Sophie Calles Aktion 'Passen Sie auf sich auf' - drei Kunstwerke, die von Liebeskummer handeln, drei Kunstwerke, die durch Liebeskummer inspiriert wurden. Sie regen die Berliner Autorin Elke Heinemann zu sechs künstlerischen Interventionen an: radiofone Eingriffe in die Welt der Liebeskummerkranken, die spannend und unterhaltsam zugleich sind.
Mo 03. September
21:33 Deutschlandradio Kultur Heldentod | Von Dirk Josczok
Später Abend in der U-Bahn: Yana Bischof ist mit ihrem Baby auf dem Weg nach Hause. Die alleinerziehende Mutter wird von zwei jungen Männern belästigt. Erst als sie die junge Frau am Verlassen der U-Bahn hindern wollen, erhält sie Unterstützung durch einen Fahrgast. Die Situation eskaliert. Es kommt zum Streit mit tödlichem Ausgang. Yanas unbekannter Retter ergreift vor dem Eintreffen der Polizei die Flucht. Eine Panikreaktion? Hauptkommissar Magnus und sein Team ermitteln.
Di 04. September
20:10 Deutschlandfunk Hörspiel des Monats: Domino | Von Christoph Buggert
Die Erzählstruktur ist raffiniert einfach, (...) dem Autor gelingt die vielschichtige und differenzierte Darstellung gegenwärtiger Machtverhältnisse, die sich hier sowohl in physischer als auch in institutioneller Gewalt äußern. Drei Jugendliche aus dem ehemaligen Jugoslawien vergehen sich an einem Auto, in dem Pit mit seiner Freundin, der Abiturientin Utz, sitzt. Pit, der Sohn des Justizministers im Landtagswahlkampf, reagiert über und verletzt einen der drei. Anschließend vergewaltigt er Utz (...). Deren Vater (...), arbeitet gerade an einem pessimistischen Drei-Stufen-Modell, das nachbilden soll, nach welchem Muster öffentliche Sauereien unter den Teppich gekehrt werden. (...) Aus 72 einzelnen Statements von 23 Sprechern, aufeinander bezogen nach den Regeln des klassischen Dominospiels, setzt sich die Geschichte von Pit, Utz und den Figuren um sie herum zusammen. (...) Die einzelnen 'Hör-Spielsteine' als Ursache und Wirkungselemente ergeben eine (letztendlich verhängnisvolle) Kettenreaktion.(Aus der Begründung der Jury)
Mi 05. September
21:33 Deutschlandradio Kultur 45 Minuten für einen Sprecher | Von John Cage
Der amerikanische Komponist John Cage schrieb auch Texte, publiziert in zwei Bänden: 'Silence' und 'A year from Monday'. '45 Minuten für einen Sprecher' war eine Erstaufführung im Bereich des Hörspiels. Die Produktion gewann ihre besondere Bedeutung durch die Besetzung des Sprecherparts: Ernst Jandl hatte den Text damals auch übersetzt. Heinz von Cramer, der mit Jandl durch gemeinsame Arbeiten, zum Beispiel Filme, verbunden war, vermittelt hier kongenial die Kunstphilosophie von Cage.
00:45 WDR Familiengrab USA 1976
Die vorgebliche Hellseherin Blanche Tyler sucht zusammen mit ihrem Freund George Lumley den verschollenen Neffen einer reichen alten Dame. Nach Recherchen stellt sich heraus, dass der Gesuchte seinen Tod vortäuschte und nun unter dem Namen Arthur Adamson ein Juweliergeschäft führt. Als Blanche ihn ahnungslos mit seiner Vergangenheit konfrontiert, gerät sie in tödliche Gefahr. - Ein Alfred Hitchcock nach einem Roman von Victor Canning
Sa 01. September
20:15 BR Der Schinderhannes BRD 1958
1802 im Hunsrück: Hannes Bückler, genannt "Schinderhannes", ist der Anführer einer Räuberbande, die mit den Bauern sympathisiert, die unter der harten Fron des Adels und der napoleonischen Besatzung zu leiden haben. Als die Räuber während eines Festes das Schloss des Reichsgrafen überfallen, treiben sie das vom Grafen geraubte Vieh aus den Ställen und geben es den Bauern zurück. Dabei wird auch Carl, der Sohn des Reichsgrafen, als Geisel genommen. Schinderhannes will den jungen Mann an der Rheinfähre freilassen. Doch Carl, der Schillers "Räuber" mit Begeisterung gelesen hat, schließt sich den Aufrührern an. - 30 Jahre nach der Uraufführung des Bühnenstückes von Carl Zuckmayer inszenierte Regisseur Helmut Käutner eine aufwendige Adaption, die mit optischen Reizen, Action und einem Massenaufgebot an Komparsen aufwartet.
20:15 WDR Das Gelübde D 2007
Der Dichter Clemens Brentano sucht 1818 die stigmatisierte Nonne Anna Katharina Emmerick auf, um ihre Visionen niederzuschreiben. Das Zusammentreffen führt beide in eine existenzielle Krise - Das historische Drama von Dominik Graf und Markus Busch basiert auf überlieferten Begebenheiten des Jahres 1818 im westfälischen Dülmen und auf Kai Meyers gleichnamigen Roman von 1998. Der deutsche Schriftsteller Clemens Brentano (1778 - 1842) zählt zu den Hauptvertretern der Frühromantik. Er schrieb Märchen, Romane, Novellen und Gedichte und brachte mit Achim von Arnim die Volksliedersammlung "Des Knaben Wunderhorn" heraus.
22:15 BR Die Brüder Karamasow USA 1957
Hollywoodregisseur Richard Brooks verfilmte Fjodor Dostojewskis gleichnamigen Roman mit Yul Brynner, Maria Schell, Claire Bloom und Lee J. Cobb in den Hauptrollen. Viele weibliche Hollywood-Stars hatten sich um die Rolle der Gruschenka beworben, darunter auch Marilyn Monroe, die endlich auch eine ernsthafte Rolle spielen wollte. Brooks entschied sich jedoch für Maria Schell, die gerade einen Vertrag mit dem MGM-Studio abgeschlossen hatte und als Spezialistin für tragische Liebende galt.
So 02. September
13:15 kika quergelesen
U.a. mit diesen Büchern: "Wär ich Pirat" von Karin Koch, "Mittwochtage: oder "Nichts wie weg!", sagt Tante Hulda" von Sylvia Heinlein und "Was, wenn es nur so aussieht, als wäre ich da?" von Oscar Brenifier
01:05 arte William S. Burroughs: A Man Within USA 2011
Als Kultfigur der Beat-Generation, Pionier der Gegenkultur und Drogenpapst riss William S. Burroughs die Grenzen des Mainstreams ein. Er erhob den Drogenrausch zum künstlerischen Medium und wurde zum Wortführer der schwulen Befreiungsbewegung erklärt. Sein Roman "Naked Lunch" galt Punks, Hippies, der Queer-Bewegung, Revolutionären, Künstlern und Musikern aus aller Welt als Bibel.
Di 04. September
23:15 WDR Boy A GB 2004
Mit einem Freund hat Jack vor 14 Jahren - noch als Kind - ein unbegreifliches Verbrechen begangen - ein Mädchen getötet. Mit 24 wird er nun mit einer neuen Identität aus dem Gefängnis entlassen. Doch seine Vergangenheit holt ihn bald ein. - Nach der Romanvorlage von Jonathan Trigell, schildert das erschütternde Sozialdrama "Boy A" einen authentischen englischen Kriminalfall aus den 90er Jahren.
00:00 ndr Bücherjournal
Literatur im Radio
So 02. September
18:30 Deutschlandradio Kultur Liebeskummerkunst. 6 Interventionen | Von Elke Heinemann
Orhan Pamuks Roman 'Das Museum der Unschuld', Leanne Shaptons fiktiver Auktionskatalog 'Bedeutende Objekte und persönliche Besitzstücke aus der Sammlung von Leonore Doolan und Harold Morris, darunter Bücher, Mode und Schmuck', Sophie Calles Aktion 'Passen Sie auf sich auf' - drei Kunstwerke, die von Liebeskummer handeln, drei Kunstwerke, die durch Liebeskummer inspiriert wurden. Sie regen die Berliner Autorin Elke Heinemann zu sechs künstlerischen Interventionen an: radiofone Eingriffe in die Welt der Liebeskummerkranken, die spannend und unterhaltsam zugleich sind.
Mo 03. September
21:33 Deutschlandradio Kultur Heldentod | Von Dirk Josczok
Später Abend in der U-Bahn: Yana Bischof ist mit ihrem Baby auf dem Weg nach Hause. Die alleinerziehende Mutter wird von zwei jungen Männern belästigt. Erst als sie die junge Frau am Verlassen der U-Bahn hindern wollen, erhält sie Unterstützung durch einen Fahrgast. Die Situation eskaliert. Es kommt zum Streit mit tödlichem Ausgang. Yanas unbekannter Retter ergreift vor dem Eintreffen der Polizei die Flucht. Eine Panikreaktion? Hauptkommissar Magnus und sein Team ermitteln.
Di 04. September
20:10 Deutschlandfunk Hörspiel des Monats: Domino | Von Christoph Buggert
Die Erzählstruktur ist raffiniert einfach, (...) dem Autor gelingt die vielschichtige und differenzierte Darstellung gegenwärtiger Machtverhältnisse, die sich hier sowohl in physischer als auch in institutioneller Gewalt äußern. Drei Jugendliche aus dem ehemaligen Jugoslawien vergehen sich an einem Auto, in dem Pit mit seiner Freundin, der Abiturientin Utz, sitzt. Pit, der Sohn des Justizministers im Landtagswahlkampf, reagiert über und verletzt einen der drei. Anschließend vergewaltigt er Utz (...). Deren Vater (...), arbeitet gerade an einem pessimistischen Drei-Stufen-Modell, das nachbilden soll, nach welchem Muster öffentliche Sauereien unter den Teppich gekehrt werden. (...) Aus 72 einzelnen Statements von 23 Sprechern, aufeinander bezogen nach den Regeln des klassischen Dominospiels, setzt sich die Geschichte von Pit, Utz und den Figuren um sie herum zusammen. (...) Die einzelnen 'Hör-Spielsteine' als Ursache und Wirkungselemente ergeben eine (letztendlich verhängnisvolle) Kettenreaktion.(Aus der Begründung der Jury)
Mi 05. September
21:33 Deutschlandradio Kultur 45 Minuten für einen Sprecher | Von John Cage
Der amerikanische Komponist John Cage schrieb auch Texte, publiziert in zwei Bänden: 'Silence' und 'A year from Monday'. '45 Minuten für einen Sprecher' war eine Erstaufführung im Bereich des Hörspiels. Die Produktion gewann ihre besondere Bedeutung durch die Besetzung des Sprecherparts: Ernst Jandl hatte den Text damals auch übersetzt. Heinz von Cramer, der mit Jandl durch gemeinsame Arbeiten, zum Beispiel Filme, verbunden war, vermittelt hier kongenial die Kunstphilosophie von Cage.
30.08.2012 14:21:58
(22297 Beiträge)
Literatur im Fernsehen
Do 06. September
20:15 arte Jane Eyre (1/4)
Die junge Waise Jane Eyre wächst bei ihrer grausamen Tante auf, bevor diese sie in ein Heim abschiebt. Als fleißige Schülerin nimmt Jane mit 19 Jahren eine Ausbildung als Gouvernante auf. In Thornfield Hall verliebt sich Jane bald in ihren Arbeitgeber, den mysteriösen Mr. Rochester, der sich seinerseits ebenfalls zu der tiefsinnigen Gouvernante hingezogen fühlt. - Susanna Whites "Jane Eyre" ist eine von vielen Filmadaptionen des gleichnamigen Romans von Charlotte Brontë. Die vierteilige BBC-Serie wurde erstmals 2006 ausgestrahlt.
20:15 hr Rosannas Tochter D 2010
Das Leben des kinderlosen Paares Nela und Josch ändert sich schlagartig nach dem Unfalltod von Joschs Exfreundin Rosanna. Die Verstorbene hinterlässt ihre 14-jährige Tochter Aimée, die das Ehepaar nach einigem Hin und Her bei sich aufnimmt. Einfühlsam versuchen die beiden, dem Mädchen über seinen Schmerz hinweg zu helfen. Doch Aimée, die lange nicht spricht, ist störrisch und unberechenbar. Nela fürchtet, dass der Teenager ihre Ehe zerstören will, und erhebt schwere Vorwürfe gegen das Mädchen. Josch, der in der Rolle des Familienvaters aufgeht, scheint nichts davon zu bemerken. - Veronica Ferres und Fritz Karl harmonieren glänzend in diesem feinfühlig beobachtenden Familiendrama nach dem Beststeller von Amelie Fried.
22:25 3sat Diese Nacht F 2008
Die Hafenstadt Santa María befindet sich am Rande des Abgrunds. Längst haben Tod und Verfall, Gewalt und Verrat die Stadt in Beschlag genommen. Feindliche Truppen warten vor den Toren darauf, Santa María zu besetzen. Im Morgengrauen legt das einzig verbliebene Schiff ab - die letzte Fluchtmöglichkeit. In dieser Nacht kehrt Ossorio, Held einer gescheiterten Widerstandsbewegung, in die Stadt zurück, um seine einstige Geliebte zu finden und mit ihr zu fliehen. Doch Clara scheint spurlos verschwunden zu sein. - Regie-Legende Werner Schroeter verfilmte den Roman "Nuit de chien" von Juan Carlos Onetti in opulenten Bildern, düster und schönheitstrunken.
Fr 07. September
20:15 Das Erste Haltet die Welt an D 2010
Der Fall des kleinen Felix, der im Oktober 2004 von einem Triebtäter ermordet wurde, sorgte bundesweit für großes Aufsehen. Um den traumatischen Verlust ihres Kindes zu verarbeiten, schrieb die Mutter des Jungen, Anja Wille, drei Jahre später ein Buch über die Geschehnisse: "Und trotzdem lebe ich weiter - Mein Leben ohne Felix". Mit "Haltet die Welt an" ist Regisseur Hartmut Griesmayr nun eine feinfühlige Adaption des Buchs gelungen.
Sa 08. September
20:15 BR Peter Voss, der Millionendieb BRD 1958
Der Weltenbummler Peter Voss ist ein wahrer Tausendsassa. Wirklich auf die Probe gestellt werden die Fähigkeiten des lässigen Abenteurers aber, als der Vater der attraktiven Barbara ihn um Hilfe bittet. Denn dem Bankier droht nach einem aus dem Ruder gelaufenen Juwelengeschäft in Hongkong die Pleite. Also macht sich Voss mit einem tolldreisten Plan in die asiatische Handelsmetropole auf. Dort will er einen Bankraub fingieren und Barbaras Vater mit der Entschädigung der Versicherung sanieren. - Wolfgang Beckers farbenfroher Abenteuerspaß wurde bei seinem Kinostart 1958 von den Produzenten als größtes Filmunternehmen seit 1945 angepriesen. Und tatsächlich wurde kaum ein Aufwand gescheut, um den gleichnamigen Roman von Ewald G. Seeliger an pittoresken Originalschauplätzen auf der ganzen Welt in farbenfrohem Eastmancolor zu fotografieren, darunter Genua, Barcelona und Lissabon, Rio de Janeiro, Mexiko City, Tokio und Hongkong.
23:15 rbb Das Osterman Weekend USA 1983
Einmal im Jahr lädt Fernsehjournalist John Tanner seine drei besten Freunde und deren Ehefrauen zu einem traditionellen Treffen in sein Haus ein: den TV-Produzenten Bernard Osterman, den Schönheitschirurgen Richard Tremayne und den Wertpapierhändler Joseph Cardone. Kurz vor dem nächsten gemeinsamen Wochenende wird Tanner von einem Mitarbeiter der CIA kontaktiert: Laurence Fassett legt dem schockierten Reporter Beweise dafür vor, dass seine engsten Freunde als Spione für den KGB arbeiten. - Nach dem gleichnamigen Roman von Robert Ludlum.
00:30 mdr Die Frau des Architekten D 2003
Die Handlung des Films spielt in der DDR Mitte der 50er-Jahre. Arnold Sundstrom ist ein Architekt mit Zukunft. Er ist glücklich verheiratet und nichts scheint dieses familiäre wie berufliche Glück infrage stellen zu können. Das ändert sich jedoch, als sein einstiger Lehrer und Freund, Daniel Tieck, aus einem sowjetischen Straflager entlassen wird und Sundstrom aufsucht. Irritiert erlebt Julia Sundstrom, wie sich ihr Mann verändert. Sie versucht, die Gründe für Sundstroms Wandel zu erforschen, ohne zu ahnen, dass sie damit ihr bisheriges Leben infrage stellen muss. - Verfilmung nach dem Roman "Die Architekten" von Stefan Heym.
So 09. September
11:45 arte Square
Philippe Djian wurde als Autor des Bestsellers "Betty Blue - 37,2 Grad am Morgen" international bekannt, der in den 80er Jahren von Jean-Jacques Beineix verfilmt wurde. Der französische Schriftsteller hat gerade seinen jüngsten Roman "Oh ..." veröffentlicht. Vincent Josse hat den Autor aus diesem Anlass in Biarritz besucht.
12:00 BR Mythos Mont Blanc - Mit James Salter auf dem Dach Europas
Viele Jahre hat der New Yorker Schriftsteller James Salter Drehbücher für Hollywood geschrieben - vorzugsweise für Robert Redford. So sollte auch sein Bergsteiger-Roman "Solo Faces" mit Redford als Hauptfigur in Chamonix verfilmt werden. Doch James Salter machte aus dem Kinostoff einen literarischen Roman: "In der Wand" gehört zum Spannendsten, was über alpine Helden verfasst worden ist.
Mo 10. September
22:50 mdr Der Besuch der alten Dame D, A 2008
Friedrich Dürrenmatts Tragikomödie von 1955 zählt zu den meistgespielten deutschsprachigen Theaterstücken und wurde mehrfach verfilmt, unter anderem mit Ingrid Bergman und Anthony Quinn ("Der Besuch", 1963). In einer werkgetreuen Neubearbeitung hat das renommierte Autorenduo Thomas Eifler und Susanne Beck den Klassiker behutsam modernisiert - etwa durch den Einbezug moderner Medien. Christiane Hörbiger zieht in der Titelrolle der rachsüchtigen Milliardärin alle Register ihres Könnens; neben ihr überzeugt Michael Mendl.
Mi 12. September
23:40 BR Die Klasse F 2008
Der idealistische François arbeitet im 20. Arrondissements, einem sozialen Brennpunkt von Paris, als Lehrer. Doch der Literaturunterricht in einer siebten Klasse, deren Schüler überwiegend aus Einwandererfamilien stammen, stellt ihn täglich vor neue Herausforderungen. Die Jungen und Mädchen reagieren sensibel auf Ungerechtigkeiten, aber sie provozieren den Lehrer auch gerne. Als François eine missverständliche Bemerkung gegenüber zwei Schülerinnen macht, eskaliert die Situation. - Das Schuldrama "Die Klasse" basiert auf einem Roman des ehemaligen Lehrers François Bégaudeau und gewann auf dem Filmfestival Cannes 2008 die "Goldene Palme". Ein besonderer Clou des Films ist es, dass Bégaudeau selbst die Hauptrolle spielt.
Literatur im Radio
Sa 08. September
20:05 Deutschlandfunk Roter Stern | Von Simone Schneider
Das Schiff der Utopie unter dem Sowjetemblem: Der Hochseedampfer Roter Stern schwimmt zwischen Russland und Amerika, gesteuert von einer fantastischen Besatzung. Eine Arche der Neuzeit, deren Reise in den 20er-Jahren beginnt und heute endet, mit ihrem Untergang. Der Idealstaat versinkt im Ozean, von nun an läuft die Geschichte rückwärts. Sie endet an einer Heerstraße. Krieg und Zerstörung ziehen vorbei, eskortiert von hungernden Menschen. Eine heimatlose Menschenschlange kriecht durch die Straßen der neuen Welt.
So 09. September
18:30 Deutschlandradio Kultur Ich werde auf eure Gräber spucken | Frei nach Boris Vian von Réjane Desvignes
Ich werde auf eure Gräber spucken' entstand 1946 als Resultat einer Wette. Vian war überzeugt, den damals gefeierten amerikanischen Pulp-Fiction-Roman perfekt imitieren zu können. Er wählte ein Pseudonym (Vernon Sullivan), gab sich als Übersetzer des Werkes aus und gewann die Wette. Die Leser stürzten sich auf das Buch. Als Vians Streich aufflog, wurde er als Lügner beschimpft, das Buch verboten und Vian verurteilt. 1959 wurde es verfilmt. Vian, entsetzt über das Resultat, starb im Kino während der Filmabnahme an einem Herzinfarkt.
Mo 10. September
21:33 Deutschlandradio Kultur Marie. Ein Fall | Von Susanne Ayoub
Bürgermeistertochter Marie Lerch lernt im Februar 1905 auf einem Maskenball den Kaufmannsgehilfen Wolfgang Hauser kennen. Sie verliebt sich in den Halodri. Immer in Geldnöten, nutzt er nicht nur Maries Gefühle aus. Dann macht sie die Bekanntschaft von Referendar Neumann und verlobt sich kurzerhand mit ihm. Neumann drängt zur Heirat, aber Hauser stellt Marie ein Ultimatum und verlangt, die Verlobung zu lösen. In ihrer Verzweiflung bringt sie Neumann um. Hauser belastet vor Gericht Marie, die sich in Widersprüche verstrickt. Tod durch die Guillotine lautet das Urteil. Das Hörspiel entstand nach einem wahren Kriminalfall.
Di 11. September
20:10 Deutschlandfunk Gott flaniert | Von Lothar Trolle
Das Hörstück ist eine Collage von Szenen, die antike Mythen direkt mit der Gegenwart der Großstadt konfrontiert. Hermes ist Zeitgenosse, kultivierter Unhold, er schlachtet Frauen ab, bestiehlt arglose Reisende und berauscht sich an den Wundern der Metrik, am Blankvers und Hexameter, an Hölderlin, Kleist und Klopstock. 'Sprachkunst als Mordsspaß' oder umgekehrt. Zugleich ist sein Ganovengeplauder der zynische Kommentar zur Medienwirklichkeit heute. Unterhaltung im Trojanischen Pferd oder in der Wohnstube, beim Schachspiel oder beim Zappen durch die Fernsehkanäle ist Krieg; und Kassandra, der Phöbus Apoll in den Hals spuckte und ihr beim Küssen die Gabe aufhalste, Katastrophen auszuplaudern, würgt noch heute. Sie geht als Pennerin durch die Stadt, die von Mythen und selbst ernannten Göttern bevölkert ist.
Do 06. September
20:15 arte Jane Eyre (1/4)
Die junge Waise Jane Eyre wächst bei ihrer grausamen Tante auf, bevor diese sie in ein Heim abschiebt. Als fleißige Schülerin nimmt Jane mit 19 Jahren eine Ausbildung als Gouvernante auf. In Thornfield Hall verliebt sich Jane bald in ihren Arbeitgeber, den mysteriösen Mr. Rochester, der sich seinerseits ebenfalls zu der tiefsinnigen Gouvernante hingezogen fühlt. - Susanna Whites "Jane Eyre" ist eine von vielen Filmadaptionen des gleichnamigen Romans von Charlotte Brontë. Die vierteilige BBC-Serie wurde erstmals 2006 ausgestrahlt.
20:15 hr Rosannas Tochter D 2010
Das Leben des kinderlosen Paares Nela und Josch ändert sich schlagartig nach dem Unfalltod von Joschs Exfreundin Rosanna. Die Verstorbene hinterlässt ihre 14-jährige Tochter Aimée, die das Ehepaar nach einigem Hin und Her bei sich aufnimmt. Einfühlsam versuchen die beiden, dem Mädchen über seinen Schmerz hinweg zu helfen. Doch Aimée, die lange nicht spricht, ist störrisch und unberechenbar. Nela fürchtet, dass der Teenager ihre Ehe zerstören will, und erhebt schwere Vorwürfe gegen das Mädchen. Josch, der in der Rolle des Familienvaters aufgeht, scheint nichts davon zu bemerken. - Veronica Ferres und Fritz Karl harmonieren glänzend in diesem feinfühlig beobachtenden Familiendrama nach dem Beststeller von Amelie Fried.
22:25 3sat Diese Nacht F 2008
Die Hafenstadt Santa María befindet sich am Rande des Abgrunds. Längst haben Tod und Verfall, Gewalt und Verrat die Stadt in Beschlag genommen. Feindliche Truppen warten vor den Toren darauf, Santa María zu besetzen. Im Morgengrauen legt das einzig verbliebene Schiff ab - die letzte Fluchtmöglichkeit. In dieser Nacht kehrt Ossorio, Held einer gescheiterten Widerstandsbewegung, in die Stadt zurück, um seine einstige Geliebte zu finden und mit ihr zu fliehen. Doch Clara scheint spurlos verschwunden zu sein. - Regie-Legende Werner Schroeter verfilmte den Roman "Nuit de chien" von Juan Carlos Onetti in opulenten Bildern, düster und schönheitstrunken.
Fr 07. September
20:15 Das Erste Haltet die Welt an D 2010
Der Fall des kleinen Felix, der im Oktober 2004 von einem Triebtäter ermordet wurde, sorgte bundesweit für großes Aufsehen. Um den traumatischen Verlust ihres Kindes zu verarbeiten, schrieb die Mutter des Jungen, Anja Wille, drei Jahre später ein Buch über die Geschehnisse: "Und trotzdem lebe ich weiter - Mein Leben ohne Felix". Mit "Haltet die Welt an" ist Regisseur Hartmut Griesmayr nun eine feinfühlige Adaption des Buchs gelungen.
Sa 08. September
20:15 BR Peter Voss, der Millionendieb BRD 1958
Der Weltenbummler Peter Voss ist ein wahrer Tausendsassa. Wirklich auf die Probe gestellt werden die Fähigkeiten des lässigen Abenteurers aber, als der Vater der attraktiven Barbara ihn um Hilfe bittet. Denn dem Bankier droht nach einem aus dem Ruder gelaufenen Juwelengeschäft in Hongkong die Pleite. Also macht sich Voss mit einem tolldreisten Plan in die asiatische Handelsmetropole auf. Dort will er einen Bankraub fingieren und Barbaras Vater mit der Entschädigung der Versicherung sanieren. - Wolfgang Beckers farbenfroher Abenteuerspaß wurde bei seinem Kinostart 1958 von den Produzenten als größtes Filmunternehmen seit 1945 angepriesen. Und tatsächlich wurde kaum ein Aufwand gescheut, um den gleichnamigen Roman von Ewald G. Seeliger an pittoresken Originalschauplätzen auf der ganzen Welt in farbenfrohem Eastmancolor zu fotografieren, darunter Genua, Barcelona und Lissabon, Rio de Janeiro, Mexiko City, Tokio und Hongkong.
23:15 rbb Das Osterman Weekend USA 1983
Einmal im Jahr lädt Fernsehjournalist John Tanner seine drei besten Freunde und deren Ehefrauen zu einem traditionellen Treffen in sein Haus ein: den TV-Produzenten Bernard Osterman, den Schönheitschirurgen Richard Tremayne und den Wertpapierhändler Joseph Cardone. Kurz vor dem nächsten gemeinsamen Wochenende wird Tanner von einem Mitarbeiter der CIA kontaktiert: Laurence Fassett legt dem schockierten Reporter Beweise dafür vor, dass seine engsten Freunde als Spione für den KGB arbeiten. - Nach dem gleichnamigen Roman von Robert Ludlum.
00:30 mdr Die Frau des Architekten D 2003
Die Handlung des Films spielt in der DDR Mitte der 50er-Jahre. Arnold Sundstrom ist ein Architekt mit Zukunft. Er ist glücklich verheiratet und nichts scheint dieses familiäre wie berufliche Glück infrage stellen zu können. Das ändert sich jedoch, als sein einstiger Lehrer und Freund, Daniel Tieck, aus einem sowjetischen Straflager entlassen wird und Sundstrom aufsucht. Irritiert erlebt Julia Sundstrom, wie sich ihr Mann verändert. Sie versucht, die Gründe für Sundstroms Wandel zu erforschen, ohne zu ahnen, dass sie damit ihr bisheriges Leben infrage stellen muss. - Verfilmung nach dem Roman "Die Architekten" von Stefan Heym.
So 09. September
11:45 arte Square
Philippe Djian wurde als Autor des Bestsellers "Betty Blue - 37,2 Grad am Morgen" international bekannt, der in den 80er Jahren von Jean-Jacques Beineix verfilmt wurde. Der französische Schriftsteller hat gerade seinen jüngsten Roman "Oh ..." veröffentlicht. Vincent Josse hat den Autor aus diesem Anlass in Biarritz besucht.
12:00 BR Mythos Mont Blanc - Mit James Salter auf dem Dach Europas
Viele Jahre hat der New Yorker Schriftsteller James Salter Drehbücher für Hollywood geschrieben - vorzugsweise für Robert Redford. So sollte auch sein Bergsteiger-Roman "Solo Faces" mit Redford als Hauptfigur in Chamonix verfilmt werden. Doch James Salter machte aus dem Kinostoff einen literarischen Roman: "In der Wand" gehört zum Spannendsten, was über alpine Helden verfasst worden ist.
Mo 10. September
22:50 mdr Der Besuch der alten Dame D, A 2008
Friedrich Dürrenmatts Tragikomödie von 1955 zählt zu den meistgespielten deutschsprachigen Theaterstücken und wurde mehrfach verfilmt, unter anderem mit Ingrid Bergman und Anthony Quinn ("Der Besuch", 1963). In einer werkgetreuen Neubearbeitung hat das renommierte Autorenduo Thomas Eifler und Susanne Beck den Klassiker behutsam modernisiert - etwa durch den Einbezug moderner Medien. Christiane Hörbiger zieht in der Titelrolle der rachsüchtigen Milliardärin alle Register ihres Könnens; neben ihr überzeugt Michael Mendl.
Mi 12. September
23:40 BR Die Klasse F 2008
Der idealistische François arbeitet im 20. Arrondissements, einem sozialen Brennpunkt von Paris, als Lehrer. Doch der Literaturunterricht in einer siebten Klasse, deren Schüler überwiegend aus Einwandererfamilien stammen, stellt ihn täglich vor neue Herausforderungen. Die Jungen und Mädchen reagieren sensibel auf Ungerechtigkeiten, aber sie provozieren den Lehrer auch gerne. Als François eine missverständliche Bemerkung gegenüber zwei Schülerinnen macht, eskaliert die Situation. - Das Schuldrama "Die Klasse" basiert auf einem Roman des ehemaligen Lehrers François Bégaudeau und gewann auf dem Filmfestival Cannes 2008 die "Goldene Palme". Ein besonderer Clou des Films ist es, dass Bégaudeau selbst die Hauptrolle spielt.
Literatur im Radio
Sa 08. September
20:05 Deutschlandfunk Roter Stern | Von Simone Schneider
Das Schiff der Utopie unter dem Sowjetemblem: Der Hochseedampfer Roter Stern schwimmt zwischen Russland und Amerika, gesteuert von einer fantastischen Besatzung. Eine Arche der Neuzeit, deren Reise in den 20er-Jahren beginnt und heute endet, mit ihrem Untergang. Der Idealstaat versinkt im Ozean, von nun an läuft die Geschichte rückwärts. Sie endet an einer Heerstraße. Krieg und Zerstörung ziehen vorbei, eskortiert von hungernden Menschen. Eine heimatlose Menschenschlange kriecht durch die Straßen der neuen Welt.
So 09. September
18:30 Deutschlandradio Kultur Ich werde auf eure Gräber spucken | Frei nach Boris Vian von Réjane Desvignes
Ich werde auf eure Gräber spucken' entstand 1946 als Resultat einer Wette. Vian war überzeugt, den damals gefeierten amerikanischen Pulp-Fiction-Roman perfekt imitieren zu können. Er wählte ein Pseudonym (Vernon Sullivan), gab sich als Übersetzer des Werkes aus und gewann die Wette. Die Leser stürzten sich auf das Buch. Als Vians Streich aufflog, wurde er als Lügner beschimpft, das Buch verboten und Vian verurteilt. 1959 wurde es verfilmt. Vian, entsetzt über das Resultat, starb im Kino während der Filmabnahme an einem Herzinfarkt.
Mo 10. September
21:33 Deutschlandradio Kultur Marie. Ein Fall | Von Susanne Ayoub
Bürgermeistertochter Marie Lerch lernt im Februar 1905 auf einem Maskenball den Kaufmannsgehilfen Wolfgang Hauser kennen. Sie verliebt sich in den Halodri. Immer in Geldnöten, nutzt er nicht nur Maries Gefühle aus. Dann macht sie die Bekanntschaft von Referendar Neumann und verlobt sich kurzerhand mit ihm. Neumann drängt zur Heirat, aber Hauser stellt Marie ein Ultimatum und verlangt, die Verlobung zu lösen. In ihrer Verzweiflung bringt sie Neumann um. Hauser belastet vor Gericht Marie, die sich in Widersprüche verstrickt. Tod durch die Guillotine lautet das Urteil. Das Hörspiel entstand nach einem wahren Kriminalfall.
Di 11. September
20:10 Deutschlandfunk Gott flaniert | Von Lothar Trolle
Das Hörstück ist eine Collage von Szenen, die antike Mythen direkt mit der Gegenwart der Großstadt konfrontiert. Hermes ist Zeitgenosse, kultivierter Unhold, er schlachtet Frauen ab, bestiehlt arglose Reisende und berauscht sich an den Wundern der Metrik, am Blankvers und Hexameter, an Hölderlin, Kleist und Klopstock. 'Sprachkunst als Mordsspaß' oder umgekehrt. Zugleich ist sein Ganovengeplauder der zynische Kommentar zur Medienwirklichkeit heute. Unterhaltung im Trojanischen Pferd oder in der Wohnstube, beim Schachspiel oder beim Zappen durch die Fernsehkanäle ist Krieg; und Kassandra, der Phöbus Apoll in den Hals spuckte und ihr beim Küssen die Gabe aufhalste, Katastrophen auszuplaudern, würgt noch heute. Sie geht als Pennerin durch die Stadt, die von Mythen und selbst ernannten Göttern bevölkert ist.
06.09.2012 21:08:17
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Literatur im Fernsehen
Do 20. September
22:45 rbb Bücher und Moor
Dieter Moor trifft prominente Leser, in dieser Sendung Margot Käßmann. Er spricht mit ihr über Leseerlebnisse und Lieblingsbücher. Welche Bücher haben sie bewegt und geprägt? Was liest sie am liebsten? Ihr und den Zuschauern werden drei spannende Neuerscheinungen empfohlen, am Ende muss sie sich für ein Buch entscheiden.
23:45 SWR Literatur im Foyer
Felicitas von Lovenberg im Gespräch mit Wolf Haas ("Verteidigung der Missionarsstellung") und Ijoma Mangold
Fr 21. September
22:25 3sat Luftschlösser S 2009
Die attraktive Maria José studiert Malerei an der Kunstakademie in Madrid. Mit ihren Kommilitonen Jaime und Marcos, zwei jungen Männern, die unterschiedlicher nicht sein könnten, verbindet sie bald eine komplexe Beziehung, sowohl emotional als auch in ihrem Kunstverständnis. Während der schüchterne Jaime Maria José seine Zuneigung zeigt, indem er Porträts von ihr zeichnet, ist Marcos der raffinierte und sensible Verführer. Die Drei entscheiden sich dafür, gemeinsam zu leben und zu lieben. Dabei erleben sie eine wunderbare und verrückte Zeit und träumen davon, eines Tages berühmte Maler zu werden. - Der Spielfilm "Luftschlösser" nach dem gleichnamigen Roman von Almudena Grandes spielt in der Zeit der "Movida Madrileña" (Madrider Bewegung) und versucht, deren atmosphärische Leichtigkeit und Hoffnung einzufangen.
So 23. September
10:15 3sat Literatur im Foyer
Thea Dorn im Gespräch mit Donna Leon: 20 Jahre Commissario Brunetti
10:45 3sat Literatur im Foyer
Thea Dorn im Gespräch mit Donna Leon und Dirk Schümer: Viva la Musica!
11:15 3sat besser lesen
Walter Janson begrüßt diesmal als Gäste Hans-Peter Schwarz ("Helmut Kohl: Eine politische Biographie") und Frido Mann ("Mein Nidden. Auf der Kurischen Nehrung").
23:35 Das Erste Druckfrisch
Mit u.a.: George R. R. Martin: Das Lied von Eis und Feuer, Ursula Krechel: Landgericht, Wolf Haas: Verteidigung der Missionarsstellung
Mo 24. September
23:25 BR LeseZeichen
Mit Thilo Wydra: "Grace" (Aufbau), Jörg Schindler: "Die Rüpel-Republik" (Scherz), Julia Benkert spricht mit Norbert Scheuer über dessen Buch: "Peehs Liebe" (C. H. Beck) und Felix Salten: "Bambi" (Unionsverlag)
Di 25. September
23:25 BR Kommissar Bellamy - Mord als Souvenir F 2009
Nicht einmal in den Sommerferien in Nîmes findet der Pariser Kommissar Bellamy Ruhe. Der ungebetene Besuch seines spielsüchtigen Halbbruders Jacques setzt dem Ermittler mächtig zu. Hinzu kommt, dass Bellamy sich in einen mysteriösen Kriminalfall verwickeln lässt, der in den Zuständigkeitsbereich eines unfähigen Kollegen fällt und eigentlich gar kein richtiger Kriminalfall ist. Es geht um Versicherungsbetrug, vertauschte Identitäten und einen Autounfall, der keiner war. - Claude Chabrol, Nouvelle-Vague-Urgestein und französische Regie-Legende, inszenierte mit "Kommissar Bellamy - Mord als Souvenir" seinen 54. und zugleich letzten Kinospielfilm vor seinem Tod am 12. September 2010 im Alter von 80 Jahren. Wie gewohnt gelang Chabrol auch mit diesem Spätwerk ein doppelbödiges Rätselspiel, diesmal mit einigen skurrilen Volten versehen. Die Figur des Kommissar Bellamy ist auch eine Hommage an die Romane Georges Simenons, dessen berühmte Maigret-Figur offensichtlich Pate stand. Zurückhaltend verkörpert Gérard Depardieu, der hier erstmals mit Chabrol zusammenarbeitete, den Anti-Kommissar, der sich eher für die Unterwäsche seiner Frau als für den Kriminalfall zu interessierten scheint.
Literatur im Radio
Sa 22. September
20:05 Deutschlandfunk Warenka Olessowa | Von Maxim Gorki
Tief im Hinterland russischer Weiten Ende des 18. Jahrhunderts. Ippolit Sergejewitsch, ein etwas spröder Junggeselle, ist gerade zum Privatdozenten in St. Petersburg ernannt worden. Da erreicht ihn ein Telegramm, in dem ihn seine Schwester dringend zu sich aufs Land bittet, da ihr Mann gestorben ist. Anders als erwartet, findet er die Schwester nicht trauernd vor, und sie verliert keine Zeit, ihm die liebreizende Warenka Olessowa vorzustellen. Statt wie geplant zu arbeiten, verbringt er die Semesterferien mit der offenherzigen Tochter des Obersts, die keinen Hehl daraus macht, dass "der Gelehrte" ihr gefällt: "Wenn ich wüsste, dass dadurch die Langeweile verschwindet, so würde ich Sie küssen." Doch der grüblerische Ippolit Sergejewitsch kann mit so viel Lebhaftigkeit nicht umgehen, sein Verstand leistet Widerstand gegen die ungewohnten Sinnesempfindungen.
So 23. September
14:05 Deutschlandradio Kultur Hörspieltag für Kinder: Eine unglaubliche Geschichte | Von Gabriele Bigott
Oliver ist elf Jahre alt und sitzt allein mit seinen Eltern in einem Ferienhaus. Draußen regnet es seit Tagen, mit dem Gameboy zu spielen, macht längst keinen Spaß mehr. Als sich dann auch noch die Eltern streiten, läuft Oliver davon. Er steigt in den nächsten Zug und macht allein Urlaub. In der Gartenlaube seiner verstorbenen Tante taucht er unter. Mit eingeweckten Birnen und einem dicken Märchenbuch verbringt er die nächsten Tage. Da fährt unverhofft ein Bagger vor und schiebt die Laube zusammen. Oliver kann gerade noch abhauen. Und mit ihm rennen eine Hexe, ein Wolf und ein schwarz bekleckertes Mädchen davon. Das sind Figuren aus dem dicken Märchenbuch. Die alten Geschichten waren ihnen schon lange zu eng. Sie suchen neue und hoffen sehr auf Oliver.
Mo 24. September
21:33 Deutschlandradio Kultur Die beiden Freundinnen und ihr Giftmord | Nach einer Erzählung von Alfred Döblin
Die lebensfrohe Friseurin Elli verliebt sich in den jungen Tischler Karl Link. Sie heiraten, Elli zieht mit ihm nach Berlin. Doch Link wird brutal, wenn er getrunken hat, und misshandelt seine Frau immer öfter. In ihrer Not wächst in Elli der Gedanke, ihren Mann umzubringen. Dann lernt sie Margarete kennen, die ähnliche Eheprobleme hat. Beide Frauen stützen sich, geben einander Geborgenheit und Liebe. Elli tötet Karl mit Arsen, aber Margaretes Mordversuch an ihrem Ehemann scheitert. Die Frauen wurden 1923 am Berliner Landgericht verurteilt. Nach Einsicht der Prozessakten schrieb Alfred Döblin seine Erzählung.
Di 25. September
20:10 Deutschlandfunk Zirkus ist Musik ist Zirkus | Eine Vorstellung für fünf Lautsprecher, frei ersonnen nach Franz Kafka. Von Wiebke Matyschok
Eine Zirkusfantasie frei nach Kafkas Erzählung 'Auf der Galerie': die zarte Kunstreiterin, der brutale Zirkusdirektor, der traurige Galeriebesucher - Schein? Wirklichkeit? Manege frei! Das Gedankenspiel beginnt. Musik marsch! Die Kunstreiterin galoppiert im Kreis. Eine Dickhäuterin trompetet im Dreivierteltakt. Eine Seiltänzerin balanciert in schwindelnder Höhe. Großkatze Ludwig verweigert Kunststücke ... - zum Entsetzen des Zirkus-direktors Arturo Toscanelli, der durch das Programm führt und dabei von drei Clowns gestört wird!
Do 20. September
22:45 rbb Bücher und Moor
Dieter Moor trifft prominente Leser, in dieser Sendung Margot Käßmann. Er spricht mit ihr über Leseerlebnisse und Lieblingsbücher. Welche Bücher haben sie bewegt und geprägt? Was liest sie am liebsten? Ihr und den Zuschauern werden drei spannende Neuerscheinungen empfohlen, am Ende muss sie sich für ein Buch entscheiden.
23:45 SWR Literatur im Foyer
Felicitas von Lovenberg im Gespräch mit Wolf Haas ("Verteidigung der Missionarsstellung") und Ijoma Mangold
Fr 21. September
22:25 3sat Luftschlösser S 2009
Die attraktive Maria José studiert Malerei an der Kunstakademie in Madrid. Mit ihren Kommilitonen Jaime und Marcos, zwei jungen Männern, die unterschiedlicher nicht sein könnten, verbindet sie bald eine komplexe Beziehung, sowohl emotional als auch in ihrem Kunstverständnis. Während der schüchterne Jaime Maria José seine Zuneigung zeigt, indem er Porträts von ihr zeichnet, ist Marcos der raffinierte und sensible Verführer. Die Drei entscheiden sich dafür, gemeinsam zu leben und zu lieben. Dabei erleben sie eine wunderbare und verrückte Zeit und träumen davon, eines Tages berühmte Maler zu werden. - Der Spielfilm "Luftschlösser" nach dem gleichnamigen Roman von Almudena Grandes spielt in der Zeit der "Movida Madrileña" (Madrider Bewegung) und versucht, deren atmosphärische Leichtigkeit und Hoffnung einzufangen.
So 23. September
10:15 3sat Literatur im Foyer
Thea Dorn im Gespräch mit Donna Leon: 20 Jahre Commissario Brunetti
10:45 3sat Literatur im Foyer
Thea Dorn im Gespräch mit Donna Leon und Dirk Schümer: Viva la Musica!
11:15 3sat besser lesen
Walter Janson begrüßt diesmal als Gäste Hans-Peter Schwarz ("Helmut Kohl: Eine politische Biographie") und Frido Mann ("Mein Nidden. Auf der Kurischen Nehrung").
23:35 Das Erste Druckfrisch
Mit u.a.: George R. R. Martin: Das Lied von Eis und Feuer, Ursula Krechel: Landgericht, Wolf Haas: Verteidigung der Missionarsstellung
Mo 24. September
23:25 BR LeseZeichen
Mit Thilo Wydra: "Grace" (Aufbau), Jörg Schindler: "Die Rüpel-Republik" (Scherz), Julia Benkert spricht mit Norbert Scheuer über dessen Buch: "Peehs Liebe" (C. H. Beck) und Felix Salten: "Bambi" (Unionsverlag)
Di 25. September
23:25 BR Kommissar Bellamy - Mord als Souvenir F 2009
Nicht einmal in den Sommerferien in Nîmes findet der Pariser Kommissar Bellamy Ruhe. Der ungebetene Besuch seines spielsüchtigen Halbbruders Jacques setzt dem Ermittler mächtig zu. Hinzu kommt, dass Bellamy sich in einen mysteriösen Kriminalfall verwickeln lässt, der in den Zuständigkeitsbereich eines unfähigen Kollegen fällt und eigentlich gar kein richtiger Kriminalfall ist. Es geht um Versicherungsbetrug, vertauschte Identitäten und einen Autounfall, der keiner war. - Claude Chabrol, Nouvelle-Vague-Urgestein und französische Regie-Legende, inszenierte mit "Kommissar Bellamy - Mord als Souvenir" seinen 54. und zugleich letzten Kinospielfilm vor seinem Tod am 12. September 2010 im Alter von 80 Jahren. Wie gewohnt gelang Chabrol auch mit diesem Spätwerk ein doppelbödiges Rätselspiel, diesmal mit einigen skurrilen Volten versehen. Die Figur des Kommissar Bellamy ist auch eine Hommage an die Romane Georges Simenons, dessen berühmte Maigret-Figur offensichtlich Pate stand. Zurückhaltend verkörpert Gérard Depardieu, der hier erstmals mit Chabrol zusammenarbeitete, den Anti-Kommissar, der sich eher für die Unterwäsche seiner Frau als für den Kriminalfall zu interessierten scheint.
Literatur im Radio
Sa 22. September
20:05 Deutschlandfunk Warenka Olessowa | Von Maxim Gorki
Tief im Hinterland russischer Weiten Ende des 18. Jahrhunderts. Ippolit Sergejewitsch, ein etwas spröder Junggeselle, ist gerade zum Privatdozenten in St. Petersburg ernannt worden. Da erreicht ihn ein Telegramm, in dem ihn seine Schwester dringend zu sich aufs Land bittet, da ihr Mann gestorben ist. Anders als erwartet, findet er die Schwester nicht trauernd vor, und sie verliert keine Zeit, ihm die liebreizende Warenka Olessowa vorzustellen. Statt wie geplant zu arbeiten, verbringt er die Semesterferien mit der offenherzigen Tochter des Obersts, die keinen Hehl daraus macht, dass "der Gelehrte" ihr gefällt: "Wenn ich wüsste, dass dadurch die Langeweile verschwindet, so würde ich Sie küssen." Doch der grüblerische Ippolit Sergejewitsch kann mit so viel Lebhaftigkeit nicht umgehen, sein Verstand leistet Widerstand gegen die ungewohnten Sinnesempfindungen.
So 23. September
14:05 Deutschlandradio Kultur Hörspieltag für Kinder: Eine unglaubliche Geschichte | Von Gabriele Bigott
Oliver ist elf Jahre alt und sitzt allein mit seinen Eltern in einem Ferienhaus. Draußen regnet es seit Tagen, mit dem Gameboy zu spielen, macht längst keinen Spaß mehr. Als sich dann auch noch die Eltern streiten, läuft Oliver davon. Er steigt in den nächsten Zug und macht allein Urlaub. In der Gartenlaube seiner verstorbenen Tante taucht er unter. Mit eingeweckten Birnen und einem dicken Märchenbuch verbringt er die nächsten Tage. Da fährt unverhofft ein Bagger vor und schiebt die Laube zusammen. Oliver kann gerade noch abhauen. Und mit ihm rennen eine Hexe, ein Wolf und ein schwarz bekleckertes Mädchen davon. Das sind Figuren aus dem dicken Märchenbuch. Die alten Geschichten waren ihnen schon lange zu eng. Sie suchen neue und hoffen sehr auf Oliver.
Mo 24. September
21:33 Deutschlandradio Kultur Die beiden Freundinnen und ihr Giftmord | Nach einer Erzählung von Alfred Döblin
Die lebensfrohe Friseurin Elli verliebt sich in den jungen Tischler Karl Link. Sie heiraten, Elli zieht mit ihm nach Berlin. Doch Link wird brutal, wenn er getrunken hat, und misshandelt seine Frau immer öfter. In ihrer Not wächst in Elli der Gedanke, ihren Mann umzubringen. Dann lernt sie Margarete kennen, die ähnliche Eheprobleme hat. Beide Frauen stützen sich, geben einander Geborgenheit und Liebe. Elli tötet Karl mit Arsen, aber Margaretes Mordversuch an ihrem Ehemann scheitert. Die Frauen wurden 1923 am Berliner Landgericht verurteilt. Nach Einsicht der Prozessakten schrieb Alfred Döblin seine Erzählung.
Di 25. September
20:10 Deutschlandfunk Zirkus ist Musik ist Zirkus | Eine Vorstellung für fünf Lautsprecher, frei ersonnen nach Franz Kafka. Von Wiebke Matyschok
Eine Zirkusfantasie frei nach Kafkas Erzählung 'Auf der Galerie': die zarte Kunstreiterin, der brutale Zirkusdirektor, der traurige Galeriebesucher - Schein? Wirklichkeit? Manege frei! Das Gedankenspiel beginnt. Musik marsch! Die Kunstreiterin galoppiert im Kreis. Eine Dickhäuterin trompetet im Dreivierteltakt. Eine Seiltänzerin balanciert in schwindelnder Höhe. Großkatze Ludwig verweigert Kunststücke ... - zum Entsetzen des Zirkus-direktors Arturo Toscanelli, der durch das Programm führt und dabei von drei Clowns gestört wird!
20.09.2012 19:33:26
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Do 27. September
23:45 SWR Literatur im Foyer
Felicitas von Lovenberg im Gespräch mit Martin Walser
Fr 28. September
21:45 arte Die Mondnacht von Toulon F 2011
Toulon, in der Nacht vom 21.Juli 1969: Während der Astronaut Neil Armstrong als erster Mensch den Mond betritt, muss ein Schiffsjunge seinen Hauptgefreiten in das berüchtigte Rotlichtviertel Klein-Chicago begleiten. Die Animierdamen in der Miami-Bar hüten alle ihr ganz eigenes Geheimnis. - "Die Mondnacht von Toulon" beruht auf dem 2001 veröffentlichten Roman "Vichy-Menthe" des französischen Schriftstellers und Filmemachers Gérard Mordillat, der ebenfalls für Drehbuch und Regie des Fernsehfilms verantwortlich zeichnet.
Sa 29. September
12:03 Das Erste Das fliegende Klassenzimmer BRD 1973
Johnny, Sebastian, Matz und der kleine Uli gehen alle in dieselbe Klasse einer Internatsschule. Als Gymnasiasten leben sie in ständiger Fehde mit den Jungen der Realschule und sind auch sonst keine Musterknaben. Verständnis für ihre Probleme finden sie bei ihrem Klassenlehrer Dr. Johannes Bökh, den sie liebevoll "Justus" nennen, zu Deutsch "Der Gerechte". - Joachim Fuchsberger und Heinz Reincke spielen die Hauptrollen in Werner Jacobs' schöner Verfilmung des bekannten Jugendromans von Erich Kästner.
22:10 arte On Jack's Road (1/2)
Vor über 60 Jahren schrieb Jack Kerouac mit "On the Road" ("Unterwegs") das Manifest für die "Beat Generation", das auch heute noch die Leser fasziniert und begeistert. ARTE ist mit vier jungen, europäischen Künstlern nach Amerika aufgebrochen. Wie Kerouac haben sie sich auf die Reise von New York nach San Francisco begeben.
So 30. September
10:15 3sat Literaturclub
Gast: Rainer Moritz. Folgende Bücher werden vorgestellt: Richard Ford: Kanada (Hanser Berlin), Alain Claude Sulzer: Aus den Fugen (Galiani), Julie Otsuka: Wovon wir träumten (Mare), Richard Yates: Eine gute Schule (DVA). Moderation: Stefan Zweifel
20:15 arte Die Verlobung des Monsieur Hire F 1989
Auf Monsieur Hire lastet die Einsamkeit. Der Schneider hat keine Freunde, ist nicht gesellig und den Nachbarn verhasst. Ständig ist er deren Gleichgültigkeit und Anfeindungen sowie den Hänseleien der Kinder ausgesetzt. So verbringt er seine Zeit damit, vom Fenster seines zweitklassigen Einzimmerappartements aus Alice zu beobachten, die das Zimmer gegenüber bewohnt. Er überwacht sie, ohne dass diese zunächst etwas merkt. Als er ein langsam wachsendes Verlangen nach Alice spürt, glaubt er, das Wissen um ihr düsteres Geheimnis für sich nutzen zu können ... - Der Film basiert auf dem Roman von Georges Simenon "Die Verlobung des Monsieur Hire".
22:30 arte Die (s)panische Fliege
Die "spanische Fliege", den meisten wohl eher als eine Käferart mit potenzsteigernder Wirkung bekannt, hat nur wenig mit dem gleichnamigen Schwank von Franz Arnold und Ernst Bach zu tun. Die Inszenierung von Herbert Fritsch an der Berliner Volksbühne war Publikumsliebling der vergangenen Theatersaison.
Mo 01. Oktober
23:25 BR LeseZeichen
Mit: Sebastian Jutzi: "Der Gorilla" (Ludwig), John Green: "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" (Hanser), Julia Benkert spricht mit Michael Maar über dessen Buch: "Die Betrogenen" (C. H. Beck) und Samuel Mueller: "Werbung gegen Realität" (Eichborn)
Di 02. Oktober
20:45 mdr Der Bücherturm - 100 Jahre Deutsche Nationalbibliothek
Sie ist zum Sammeln verdammt - per Gesetz und weltweit. Täglich gehen bei der Deutschen Nationalbibliothek 1.400 Bücher und Tonträger ein. Ständig muss erweitert, vergrößert, angebaut werden. In der Dokumentation geht es um die turbulente Historie, aber auch und vor allem um das lebendige Heute: das staunenswerte Innenleben der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig.
Mi 03. Oktober
10:55 3sat Rheinsberg BRD 1967
Berlin, 1912: Als der junge Zeitungsredakteur Wolf in einem Freibad am Wannsee versehentlich die falsche Kabinentür öffnet, steht unerwartet die hübsche Claire splitternackt vor ihm - der amüsante Beginn einer wunderbaren Romanze. Denn nach diesem Auftakt verabreden sich die selbstbewusste Medizinstudentin und der aufstrebende Journalist. Claire setzt all ihren kapriziösen Charme ein, um Wolf zu erobern und es entwickelt sich zunächst ein verspielter Flirt. Ihren konservativen Eltern stellt Claire Wolf tollkühn als "Lateinlehrer" vor, der ihr auf diesem für die Medizin wichtigen Gebiet helfen solle. - Der Spielfilm "Rheinsberg" nach dem gleichnamigen Buch von Kurt Tucholsky erzählt mit einer gelungenen Mischung aus Witz, Romantik und Nostalgie eine Liebesgeschichte.
20:15 Das Erste Der Turm D 2012
1982, Familie Hoffmann lebt im Villenviertel Dresdens. Man hat sich im bildungsbürgerlichen Milieu eingerichtet. Vater Richard Hoffmann, ein erfolgreicher Chirurg, hofft, zum Nachfolger des Klinikchefs ernannt zu werden. Doch eine jahrelange Affäre mit der Sekretärin Josta Fischer, mit der er eine Tochter hat, wird ihm dabei zum Verhängnis. Diese macht ihn für die Stasi ebenso erpressbar wie eine vor Jahrzehnten begangene Jugendsünde. Richards Frau Anne und sein Sohn Christian ahnen nichts von Richards Doppelleben. - Der zweite Teil des Fernsehfilms nach dem Roman von Uwe Tellkamp wird am 4. Oktober 2012 um 20.15 Uhr ausgestrahlt. Direkt im Anschluss an den ersten Teil folgt "Der Turm - Die Dokumentation".
23:55 BR Herr Lehmann D 2003
Berlin, Ende der 1980er-Jahre: Frank Lehmann lebt mit seinen Kreuzberger Trinkkumpanen sorglos in den Tag hinein. Doch es bahnen sich einige Veränderungen im Leben des passionierten Müßiggängers an. Alles beginnt damit, dass seine Eltern zu Besuch kommen, eine Romanze mit einer Köchin schiefgeht und sein Freund Karl einen Nervenzusammenbruch erleidet. Was ist bloß los mit dieser Welt, fragt sich Herr Lehmann, als dann auch noch die Berliner Mauer fällt und er von jubelnden Menschen aus dem Osten begrüßt wird? Berlin, 1989: Während die DDR in ihren letzten Zügen liegt, scheint in Kreuzberg die Zeit stillzustehen. - Nach Sven Regener.
Literatur im Radio
Sa 29. September
20:05 Deutschlandfunk Aus dem Literarischen Colloquium Berlin - Lesung: Bodo Kirchhoff | Gesprächspartner: Joachim Unseld und Volker Hage, Moderation: Maike Albath
"Es gibt kein modernes Unglück, es gibt nur das alte Lied", heißt es gleich am Anfang von Bodo Kirchhoffs neuem Roman, der sich dem ältesten Thema der Literatur zuwendet: der Liebe. Sein breit angelegtes Panorama heißt 'Die Liebe in groben Zügen' und erzählt von einem Paar jenseits der 50, das sich eingerichtet hatte in seiner bequemen Ehe, den Jobs beim Fernsehen und dem kultivierten Alltag zwischen Frankfurt und dem Gardasee. Bis das Gefüge eines Tages auseinander zu brechen droht, weil ein fremder Mann auftaucht, Spezialist für Franz von Assisi. Wieder vermittelt Kirchhoff, 1948 in Hamburg geboren, am Bodensee aufgewachsen und spätestens seit seinem internationalen Erfolg mit 'Infanta' (1990) einem großen Publikum bekannt, einen Einblick in typisch bundesrepublikanische Verhältnisse.
Mo 01. Oktober
21:33 Deutschlandradio Kultur Frau Anna B. kommt in den vierten Stock | Von Andreas Marber
Die Sitzbank vor dem straff organisierten Seniorenheim ist der Treffpunkt von Anna B. aus dem Hochparterre und ihrer Mitbewohnerin aus dem zweiten Stock. Sie klatschen über Neuzugänge, Abgänge, Techtelmechtel. Doch die tägliche Plauderei ist bei Weitem nicht so harmlos, wie sie scheint. In Wahrheit dient sie einer der beiden alten Damen zu einer mörderischen Verführung.
Di 02. Oktober
20:10 Deutschlandfunk Hörspiel des Monats: ROTORADIO | Von Ferdinand Kriwet
"Der Autor, Hörspielmacher und bildende Künstler Ferdinand Kriwet veröffentlichte 1961 mit gerade mal 19 Jahren den experimentellen Roman 'Rotor'. Ein Fließtext in Blocksatz, ohne Absätze, interpunktionslos, in radikaler Kleinschreibung, der auf 106 einseitig bedruckten, unpaginierten Seiten sich rotierend fortschreibt. Kurz nach dem Roman entstand sein erster Hörtext 'Offen' und Kriwet wurde zum Vorläufer und einem der wichtigsten Protagonisten des 'Neuen Hörspiels'. Fast 30 Jahre nach seiner letzten Hörspielproduktion und gut 50 Jahre nach Erscheinen seines Erstlingsromans hat Kriwet nun aus dem schriftsprachlichen Lesetext 'Rotor' einen lautsprachlichen Hörtext gemacht: 'Rotoradio'. 'Rotoradio' ist keine konventionelle Romandramatisierung, sondern eine vom akustischen Medium her gedachte Transformation des Textes. Eine aufwändig montierte Sprachkomposition, die auf narrative Linearität verzichten kann und dennoch eine Geschichte erzählt, die in der Welt der Beatliteratur verortet ist: nächtliches Erinnern, banges Erwarten, Reisen, Sex und Gewalt. ..." (aus der Begründung der Jury der Akademie der darstellenden Künste)
Mi 03. Oktober
18:30 Deutschlandradio Kultur Transitraum - Übergang | Radiomontage von Marianne Weil
Nach dem 3. Oktober 1990 ist Deutschland ein einziger Transitraum. Im Westen ändert sich scheinbar nichts. Im Osten bricht scheinbar alles zusammen. Das Radio berichtet kontinuierlich: Erich Honecker flieht nach Moskau, Schalck-Golodkowski lebt am Tegernsee, Detlev Rohwedder wird ermordet, Finanzdebatte im Bundestag, Giftstoffe in der Elbe, Stasiakten, Gewalt gegen Ausländer in Hoyerswerda. Und während die Ölquellen in Kuweit brennen, rufen die Menschen plötzlich nicht mehr "Helmut, Helmut" sondern "Lügner, Lügner". 'Transitraum' ist eine Recherche in unserem Gedächtnis, eine Montage aus Archivmaterial mit Wetter, Musik und Nachrichten.
23:45 SWR Literatur im Foyer
Felicitas von Lovenberg im Gespräch mit Martin Walser
Fr 28. September
21:45 arte Die Mondnacht von Toulon F 2011
Toulon, in der Nacht vom 21.Juli 1969: Während der Astronaut Neil Armstrong als erster Mensch den Mond betritt, muss ein Schiffsjunge seinen Hauptgefreiten in das berüchtigte Rotlichtviertel Klein-Chicago begleiten. Die Animierdamen in der Miami-Bar hüten alle ihr ganz eigenes Geheimnis. - "Die Mondnacht von Toulon" beruht auf dem 2001 veröffentlichten Roman "Vichy-Menthe" des französischen Schriftstellers und Filmemachers Gérard Mordillat, der ebenfalls für Drehbuch und Regie des Fernsehfilms verantwortlich zeichnet.
Sa 29. September
12:03 Das Erste Das fliegende Klassenzimmer BRD 1973
Johnny, Sebastian, Matz und der kleine Uli gehen alle in dieselbe Klasse einer Internatsschule. Als Gymnasiasten leben sie in ständiger Fehde mit den Jungen der Realschule und sind auch sonst keine Musterknaben. Verständnis für ihre Probleme finden sie bei ihrem Klassenlehrer Dr. Johannes Bökh, den sie liebevoll "Justus" nennen, zu Deutsch "Der Gerechte". - Joachim Fuchsberger und Heinz Reincke spielen die Hauptrollen in Werner Jacobs' schöner Verfilmung des bekannten Jugendromans von Erich Kästner.
22:10 arte On Jack's Road (1/2)
Vor über 60 Jahren schrieb Jack Kerouac mit "On the Road" ("Unterwegs") das Manifest für die "Beat Generation", das auch heute noch die Leser fasziniert und begeistert. ARTE ist mit vier jungen, europäischen Künstlern nach Amerika aufgebrochen. Wie Kerouac haben sie sich auf die Reise von New York nach San Francisco begeben.
So 30. September
10:15 3sat Literaturclub
Gast: Rainer Moritz. Folgende Bücher werden vorgestellt: Richard Ford: Kanada (Hanser Berlin), Alain Claude Sulzer: Aus den Fugen (Galiani), Julie Otsuka: Wovon wir träumten (Mare), Richard Yates: Eine gute Schule (DVA). Moderation: Stefan Zweifel
20:15 arte Die Verlobung des Monsieur Hire F 1989
Auf Monsieur Hire lastet die Einsamkeit. Der Schneider hat keine Freunde, ist nicht gesellig und den Nachbarn verhasst. Ständig ist er deren Gleichgültigkeit und Anfeindungen sowie den Hänseleien der Kinder ausgesetzt. So verbringt er seine Zeit damit, vom Fenster seines zweitklassigen Einzimmerappartements aus Alice zu beobachten, die das Zimmer gegenüber bewohnt. Er überwacht sie, ohne dass diese zunächst etwas merkt. Als er ein langsam wachsendes Verlangen nach Alice spürt, glaubt er, das Wissen um ihr düsteres Geheimnis für sich nutzen zu können ... - Der Film basiert auf dem Roman von Georges Simenon "Die Verlobung des Monsieur Hire".
22:30 arte Die (s)panische Fliege
Die "spanische Fliege", den meisten wohl eher als eine Käferart mit potenzsteigernder Wirkung bekannt, hat nur wenig mit dem gleichnamigen Schwank von Franz Arnold und Ernst Bach zu tun. Die Inszenierung von Herbert Fritsch an der Berliner Volksbühne war Publikumsliebling der vergangenen Theatersaison.
Mo 01. Oktober
23:25 BR LeseZeichen
Mit: Sebastian Jutzi: "Der Gorilla" (Ludwig), John Green: "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" (Hanser), Julia Benkert spricht mit Michael Maar über dessen Buch: "Die Betrogenen" (C. H. Beck) und Samuel Mueller: "Werbung gegen Realität" (Eichborn)
Di 02. Oktober
20:45 mdr Der Bücherturm - 100 Jahre Deutsche Nationalbibliothek
Sie ist zum Sammeln verdammt - per Gesetz und weltweit. Täglich gehen bei der Deutschen Nationalbibliothek 1.400 Bücher und Tonträger ein. Ständig muss erweitert, vergrößert, angebaut werden. In der Dokumentation geht es um die turbulente Historie, aber auch und vor allem um das lebendige Heute: das staunenswerte Innenleben der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig.
Mi 03. Oktober
10:55 3sat Rheinsberg BRD 1967
Berlin, 1912: Als der junge Zeitungsredakteur Wolf in einem Freibad am Wannsee versehentlich die falsche Kabinentür öffnet, steht unerwartet die hübsche Claire splitternackt vor ihm - der amüsante Beginn einer wunderbaren Romanze. Denn nach diesem Auftakt verabreden sich die selbstbewusste Medizinstudentin und der aufstrebende Journalist. Claire setzt all ihren kapriziösen Charme ein, um Wolf zu erobern und es entwickelt sich zunächst ein verspielter Flirt. Ihren konservativen Eltern stellt Claire Wolf tollkühn als "Lateinlehrer" vor, der ihr auf diesem für die Medizin wichtigen Gebiet helfen solle. - Der Spielfilm "Rheinsberg" nach dem gleichnamigen Buch von Kurt Tucholsky erzählt mit einer gelungenen Mischung aus Witz, Romantik und Nostalgie eine Liebesgeschichte.
20:15 Das Erste Der Turm D 2012
1982, Familie Hoffmann lebt im Villenviertel Dresdens. Man hat sich im bildungsbürgerlichen Milieu eingerichtet. Vater Richard Hoffmann, ein erfolgreicher Chirurg, hofft, zum Nachfolger des Klinikchefs ernannt zu werden. Doch eine jahrelange Affäre mit der Sekretärin Josta Fischer, mit der er eine Tochter hat, wird ihm dabei zum Verhängnis. Diese macht ihn für die Stasi ebenso erpressbar wie eine vor Jahrzehnten begangene Jugendsünde. Richards Frau Anne und sein Sohn Christian ahnen nichts von Richards Doppelleben. - Der zweite Teil des Fernsehfilms nach dem Roman von Uwe Tellkamp wird am 4. Oktober 2012 um 20.15 Uhr ausgestrahlt. Direkt im Anschluss an den ersten Teil folgt "Der Turm - Die Dokumentation".
23:55 BR Herr Lehmann D 2003
Berlin, Ende der 1980er-Jahre: Frank Lehmann lebt mit seinen Kreuzberger Trinkkumpanen sorglos in den Tag hinein. Doch es bahnen sich einige Veränderungen im Leben des passionierten Müßiggängers an. Alles beginnt damit, dass seine Eltern zu Besuch kommen, eine Romanze mit einer Köchin schiefgeht und sein Freund Karl einen Nervenzusammenbruch erleidet. Was ist bloß los mit dieser Welt, fragt sich Herr Lehmann, als dann auch noch die Berliner Mauer fällt und er von jubelnden Menschen aus dem Osten begrüßt wird? Berlin, 1989: Während die DDR in ihren letzten Zügen liegt, scheint in Kreuzberg die Zeit stillzustehen. - Nach Sven Regener.
Literatur im Radio
Sa 29. September
20:05 Deutschlandfunk Aus dem Literarischen Colloquium Berlin - Lesung: Bodo Kirchhoff | Gesprächspartner: Joachim Unseld und Volker Hage, Moderation: Maike Albath
"Es gibt kein modernes Unglück, es gibt nur das alte Lied", heißt es gleich am Anfang von Bodo Kirchhoffs neuem Roman, der sich dem ältesten Thema der Literatur zuwendet: der Liebe. Sein breit angelegtes Panorama heißt 'Die Liebe in groben Zügen' und erzählt von einem Paar jenseits der 50, das sich eingerichtet hatte in seiner bequemen Ehe, den Jobs beim Fernsehen und dem kultivierten Alltag zwischen Frankfurt und dem Gardasee. Bis das Gefüge eines Tages auseinander zu brechen droht, weil ein fremder Mann auftaucht, Spezialist für Franz von Assisi. Wieder vermittelt Kirchhoff, 1948 in Hamburg geboren, am Bodensee aufgewachsen und spätestens seit seinem internationalen Erfolg mit 'Infanta' (1990) einem großen Publikum bekannt, einen Einblick in typisch bundesrepublikanische Verhältnisse.
Mo 01. Oktober
21:33 Deutschlandradio Kultur Frau Anna B. kommt in den vierten Stock | Von Andreas Marber
Die Sitzbank vor dem straff organisierten Seniorenheim ist der Treffpunkt von Anna B. aus dem Hochparterre und ihrer Mitbewohnerin aus dem zweiten Stock. Sie klatschen über Neuzugänge, Abgänge, Techtelmechtel. Doch die tägliche Plauderei ist bei Weitem nicht so harmlos, wie sie scheint. In Wahrheit dient sie einer der beiden alten Damen zu einer mörderischen Verführung.
Di 02. Oktober
20:10 Deutschlandfunk Hörspiel des Monats: ROTORADIO | Von Ferdinand Kriwet
"Der Autor, Hörspielmacher und bildende Künstler Ferdinand Kriwet veröffentlichte 1961 mit gerade mal 19 Jahren den experimentellen Roman 'Rotor'. Ein Fließtext in Blocksatz, ohne Absätze, interpunktionslos, in radikaler Kleinschreibung, der auf 106 einseitig bedruckten, unpaginierten Seiten sich rotierend fortschreibt. Kurz nach dem Roman entstand sein erster Hörtext 'Offen' und Kriwet wurde zum Vorläufer und einem der wichtigsten Protagonisten des 'Neuen Hörspiels'. Fast 30 Jahre nach seiner letzten Hörspielproduktion und gut 50 Jahre nach Erscheinen seines Erstlingsromans hat Kriwet nun aus dem schriftsprachlichen Lesetext 'Rotor' einen lautsprachlichen Hörtext gemacht: 'Rotoradio'. 'Rotoradio' ist keine konventionelle Romandramatisierung, sondern eine vom akustischen Medium her gedachte Transformation des Textes. Eine aufwändig montierte Sprachkomposition, die auf narrative Linearität verzichten kann und dennoch eine Geschichte erzählt, die in der Welt der Beatliteratur verortet ist: nächtliches Erinnern, banges Erwarten, Reisen, Sex und Gewalt. ..." (aus der Begründung der Jury der Akademie der darstellenden Künste)
Mi 03. Oktober
18:30 Deutschlandradio Kultur Transitraum - Übergang | Radiomontage von Marianne Weil
Nach dem 3. Oktober 1990 ist Deutschland ein einziger Transitraum. Im Westen ändert sich scheinbar nichts. Im Osten bricht scheinbar alles zusammen. Das Radio berichtet kontinuierlich: Erich Honecker flieht nach Moskau, Schalck-Golodkowski lebt am Tegernsee, Detlev Rohwedder wird ermordet, Finanzdebatte im Bundestag, Giftstoffe in der Elbe, Stasiakten, Gewalt gegen Ausländer in Hoyerswerda. Und während die Ölquellen in Kuweit brennen, rufen die Menschen plötzlich nicht mehr "Helmut, Helmut" sondern "Lügner, Lügner". 'Transitraum' ist eine Recherche in unserem Gedächtnis, eine Montage aus Archivmaterial mit Wetter, Musik und Nachrichten.
27.09.2012 09:46:06


