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Literatur im TV - was - wann - wo ?
Beitrag
erstellt am
(22297 Beiträge)
Literatur im Fernsehen
Do 04. Oktober
20:15 Das Erste Der Turm (Teil 2) D 2012
Richard und Anne Hoffmann, ihr Sohn Christian sowie dessen Onkel Meno Rohde wohnen im Dresdner Villenviertel. Zwischen 1982 und 1989 erleben sie den Niedergang eines Gesellschaftssystems, in dem Bildungsbürger eigentlich nicht vorgesehen sind. Um einen der begehrten Studienplätze für Medizin zu erhalten, ist Christian nach dem erfolgreichen Schulabschluss gezwungen, den dreijährigen Wehrdienst in der Nationalen Volksarmee abzuleisten. - Nach dem Roman von Uwe Tellkamp.
23:45 SWR Literatur im Foyer
Thea Dorn im Gespräch mit Vea Kaiser ("Blasmusikpop") und Denis Scheck
Sa 06. Oktober
20:15 3sat Hoffmanns Erzählungen
"Hoffmanns Erzählungen" ist die letzte und erfolgreichste Oper von Jaques Offenbach (1819-1880). Sie verknüpft viele Motive aus den Erzählungen E.T.A. Hoffmanns zu einem Ganzen. Held der Oper ist der Schriftsteller selbst, dessen Liebe zu vier Frauen episodenhaft erzählt wird. Jede dieser Liebesbeziehungen endet in einem Drama. Am Schluss ist Hoffmann allein, lediglich die Muse bleibt ihm treu. Die Genfer Inszenierung von "Hoffmanns Erzählungen" gehört zu den aufregendsten und gewagtesten Aufführungen, die dieser Opern-Klassiker erfahren hat.
23:15 Das Erste Die Manns - Ein Jahrhundertroman (1) D 2001
Im Oktober 1912 - also vor 100 Jahren - erschien Thomas Manns berühmte Künstlernovelle "Tod in Venedig". Die Das Erste zeigt aus diesem Anlaß in einer langen Nacht noch einmal den mit dem Internationalen Emmy und allen wichtigen nationalen Preisen auszeichneten Dreiteiler "Die Manns - Ein Jahrhundertroman" von Heinrich Breloer mit Armin Mueller-Stahl in der Hauptrolle.
23:40 mdr Die Zwillingsschwestern (1/2) USA 1985
Stephanie Roberts lebt mit ihrem Ehemann Grant und ihren beiden Kindern Penny und Mark in einer Universitätsstadt im US-Bundesstaat New Jersey. Grant ist Professor und "der Christoph Kolumbus der genetischen Forschung", seine Frau muss aber in einer Buchhandlung hinzuverdienen, da sein Gehalt nicht reicht. Sie ist mehr als gestresst von ihrem Leben und hocherfreut, als ihre Zwillingsschwester Sabrina Longworth sie zu einem Besuch nach Venedig einlädt. - Nach dem Erfolgsroman "Deceptions" der US-amerikanischen Schriftstellerin Judith Michael, der auch in Deutsch erschienen ist, entstand dieser attraktive zweiteilige Fernsehfilm unter der Regie von Robert Chenault und Melville Shavelson.
So 07. Oktober
13:15 Kika quergelesen
Zu diesen Theman: Vorlesewettbewerb 2012/2013 / Der Fluch der schwarzen Gondel / Anton macht's klar
20:15 arte Buffalo Bill und die Indianer USA 1976
In den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts tourt der ehemalige Bisonjäger William Frederick Cody - bekannt als Buffalo Bill - mit seiner Wild-West-Show durch die USA. Nun will dieser die legendäre Schlacht am Little Big Horn nachstellen, sie aber zugunsten des Verlierers General Custer umschreiben. Der legendäre Sioux-Häuptling, selbst beteiligt am Sieg der Indianer in der Schlacht, soll dabei in der Manege zum Narren gemacht werden - doch dieser hat eigene Pläne. - Das Drehbuch entstand nach Arthur Kopits Theaterstück "Indians", Regisseur Robert Altman wurde für seinen Western 1976 mit dem Goldenen Bär, dem Großen Preis der Berlinale, ausgezeichnet.
22:45 SWR Misery USA 1990
Bestseller-Autor Paul Sheldon folgt beim Verfassen seiner Werke einem festen Ritual. Dazu gehört auch, dass er sich zum Schreiben in eine Hütte in den Bergen zurückzieht. Nachdem er die neueste Folge seiner beliebten Roman-Reihe über die Figur "Misery" beendet hat, wird er auf der Rückfahrt von einem heftigen Schneesturm überrascht. Sein Wagen kommt von der Straße ab, Shelton wird bei dem Unfall schwer verletzt. Die ehemalige Krankenschwester Annie rettet ihn vor dem sicheren Tod und bringt ihn in ihr entlegenes Haus. Sie entpuppt sich als ein großer Fan von Sheldon, und ihre besondere Leidenschaft gilt den Misery-Romanen. - Unter den zahllosen Stephen-King-Verfilmungen gilt "Misery" als eine der besten. Regisseur Rob Reiner hatte bereits bei seiner Adaption von "Stand by Me - Das Geheimnis eines Sommers" ein besonderes Gespür für jene Atmosphäre bewiesen, die Kings Romane so einzigartig macht.
23:35 Das Erste Auf der anderen Seite des Bettes F 2008
Nach einem handgreiflichen Ehekrach hängt bei Ariane und ihrem Mann Hugo der Haussegen schief. Um seine Frau nicht zu verlieren, willigt Hugo in einen heiklen Rollentausch ein. Schon am nächsten Tag übernimmt sie seinen Job als Direktorin einer mittelgroßen Firma, wogegen Hugo sich seufzend die Schürze umbindet und hinter dem Herd Platz nimmt. Wider Erwarten macht er dabei gleich mehrere überraschende Erfahrungen: Während seine Gattin die Firma kreativ umstrukturiert, entdeckt er, dass Bügeln und Abwaschen durchaus Spaß machen können. - Mit ihrer Bestseller-Adaption gelang Pascale Pouzadoux eine vergnügliche Analyse von Geschlechterstereotypen und in Frankreich ein echter Hit. Den beiden glänzend aufgelegten Hauptdarstellern Dany Boon und Sophie Marceau nimmt man diesen Rollentausch gerne ab.
00:45 BR Rette deine Haut, Killer F 1981
Früher einmal war Choucas Polizist - bis man ihm nahelegte, den Dienst zu quittieren. Mittlerweile arbeitet der Charmeur als Privatdetektiv, wobei er oftmals von den guten Beziehungen zu seinen ehemaligen Kollegen profitiert. Als eines Tages die verzweifelte Madame Pigot in Choucas' Büro auftaucht und ihn bittet, ihre blinde Tochter Marthe aufzustöbern, glaubt Choucas zunächst, es mit einem Routinefall zu tun zu haben. Bald aber erkennt er, dass es bei der Sache um mehr geht als ein verschwundenes Mädchen. - Mit "Rette deine Haut, Killer" legte Alain Delon sein Regiedebüt vor. Eine Inspirationsquelle war dabei das Werk Jean Pierre Melvilles. Vorlage war der Kriminalroman "Die Affäre N'Gustro" von Jean-Patrick Manchette, einem der führenden Vertreter der in der populären Reihe "Série noire" erschienenen "schwarzen" Kriminalromane Frankreichs.
Mo 08. Oktober
22:55 3sat Von Büchern und Menschen: Diogenes - ein Verlagsporträt
Das breitgefächerte Programm des Diogenes-Verlags reicht von alten und neuen Klassikern über Kriminalliteratur, großen Erzählern und Zeichnern bis zu Kinderbüchern und philosophischen Werken. Als der gelernte Buchhändler und Kunstfreund Daniel Keel (1930 - 2011) 1952 sein Ein-Mann-Unternehmen in Zürich gründete, interessierten ihn in erster Linie Karikaturen. Mit seiner legendären Spürnase für Autoren, seiner Treue zu diesen - und zu sich selbst - brachte es Keel mit seinem Geschäftspartner Rudolf C. Bettschart und einem mittlerweile 60-köpfigen Team zum Erfolg: Diogenes gilt heute als größter rein belletristischer Verlag Europas und trotz der Wirtschaftskrise als höchst rentables Unternehmen. - "Von Büchern und Menschen" spürt der Verlagsgeschichte von Diogenes mit ihren Krisen und Höhepunkten nach, lässt Daniel Keel von Begegnungen mit Patricia Highsmith, Federico Fellini oder Friedrich Dürrenmatt erzählen und versucht, im Dialog mit Autoren dem Erfolgsgeheimnis des Diogenes-Verlags auf die Spur zu kommen.
23:25 BR LeseZeichen
00:50 3sat Laure Wyss: Ein Schreibleben
Laure Wyss (1913 - 2002), Schriftstellerin und große Dame des Schweizer Journalismus, hat die Medien-Szene der Schweiz maßgebend geprägt und beeinflusst. Das Porträt "Laure Wyss: Ein Schreibleben" zeichnet die bewegte Biografie der Schweizer Autorin nach.
01:45 3sat Berg und Geist: Martin Suter
Martin Suter, 1948 in Zürich geboren, zählt zu den erfolgreichsten Schweizer Autoren im deutschsprachigen Raum. Stilistische Eleganz, Gewitztheit und Pointenkraft kennzeichnen sein Werk. Bis 1991 war er als Texter und Creative Director in der Werbung tätig und macht seitdem mit Romanen wie "Die dunkle Seite des Mondes" oder "Lila, lila" als Schriftsteller Karriere. Sehr populär sind seine Kolumnen wie die in der "Weltwoche". Suter ist auch als Dramatiker tätig und verfasst Drehbücher. Beat Kuert und Michael Lang porträtieren Martin Suter bei einem Aufenthalt im alpinen Walliser Kurort Leukerbad. - Im Anschluss weitere Sendungen aus dieser Reihe: Prominente Zeitgenossen aus den 3sat-Ländern zeigen in der Gesprächssendung ihre Lieblingsplätze in den Schweizer Bergen und erzählen aus ihrem Leben und von ihrem Bezug zum Mythos Berg.
Di 09. Oktober
00:00 ndr Bücherjournal
Neues vom Büchermarkt - Moderation: Julia Westlake. Das Bücherjournal präsentiert seit mehr als 30 Jahren Neues vom Büchermarkt: deutsche und internationale Romane und Sachbücher, vom Bestseller bis zum Geheimtipp.
Mi 10. Oktober
10:30 arte Zu gut für diese Welt F 2011
In einer Kleinstadt in der Normandie um 1860: Das Waisenkind Pauline wird im Hause ihrer Tante und ihres Onkels Chanteau aufgenommen. Die Familie scheint die besten Absichten mit dem jungen Mädchen zu haben. Denn Pauline hat nicht nur ein großes Herz, sondern auch ein reiches Erbe mitbekommen. - Nach Émile Zolas Roman "Die Freude am Leben" entfaltet Jean-Pierre Améris virtuos und bewegend die Geschichte eines abhängigen Waisenmädchens, das sich unter Einbindung in die Lebensverhältnisse einer bürgerlichen Familie zu einer jungen Frau entwickelt, die sich trotz zahlreicher Enttäuschungen und Niederträchtigkeiten ihre Freude am Leben nicht nehmen lässt.
20:15 Sat1 Die Säulen der Erde (Teil 1) D, CAN 2010
England 1120. Der englische Thronfolger William, Erbe König Heinrichs I., kommt bei der Überfahrt von Frankreich bei einem Schiffsunglück ums Leben. Bei Hof und ihm höheren Klerus formieren sich die Fronten für den drohenden Erbfolgekrieg. 18 Jahre später zieht Baumeister Tom Builder mit seiner Familie auf der Suche nach Arbeit durch Shiring. In den Wäldern begegnen sie der Heilerin Ellen, die einen Mentor für ihren begabten Sohn Jack sucht. Zur gleichen Zeit trifft der junge Priester Philip in der nahegelegenen Priorei Kingsbridge ein. Er findet ein abgewirtschaftetes Kloster vor. Der alte Abt liegt im Sterben. Bei der Wahl seines Nachfolgers setzt sich Philip durch. Er weiß, dass er kaum Geld für den nötigen Aufbau hat, aber als die alte Kirche niederbrennt, kommt Philip die Ankunft des Baumeisters Tom wie ein Gottesgeschenk vor. - Nach dem Roman von Ken Follett
21:35 arte Umberto Eco: Mein Leben
Seine Romane - allen voran "Der Name der Rose" - haben ihn berühmt gemacht. Doch der Italiener Umberto Eco ist weit mehr als ein Schriftsteller. Er ist Essayist, Medienwissenschaftler, Semiotiker und ein Spezialist für das Mittelalter. In seinen Schriften gelingt es ihm immer wieder, die verschlungenen Pfade der hohen Kultur allen zugänglich zu machen. Mit Filmemacherin Teri Wehn-Damisch, die Eco zu Hause besucht hat und mit ihm nach Mailand und Paris gereist ist, spricht er über seine Kindheit und seine Zukunftspläne. Es entstand ein anregendes, amüsantes und nachdenklich stimmendes Porträt.
01:15 hr Romanze in Moll D 1943
"Romanze in Moll" ist ein sensibel inszeniertes Melodram, das von zwei Kurzgeschichten Guy de Maupassants inspiriert ist und aufgrund seiner durchdachten Erzählstruktur zu den besten Filmen Helmut Käutners gehört.
Do 04. Oktober
20:15 Das Erste Der Turm (Teil 2) D 2012
Richard und Anne Hoffmann, ihr Sohn Christian sowie dessen Onkel Meno Rohde wohnen im Dresdner Villenviertel. Zwischen 1982 und 1989 erleben sie den Niedergang eines Gesellschaftssystems, in dem Bildungsbürger eigentlich nicht vorgesehen sind. Um einen der begehrten Studienplätze für Medizin zu erhalten, ist Christian nach dem erfolgreichen Schulabschluss gezwungen, den dreijährigen Wehrdienst in der Nationalen Volksarmee abzuleisten. - Nach dem Roman von Uwe Tellkamp.
23:45 SWR Literatur im Foyer
Thea Dorn im Gespräch mit Vea Kaiser ("Blasmusikpop") und Denis Scheck
Sa 06. Oktober
20:15 3sat Hoffmanns Erzählungen
"Hoffmanns Erzählungen" ist die letzte und erfolgreichste Oper von Jaques Offenbach (1819-1880). Sie verknüpft viele Motive aus den Erzählungen E.T.A. Hoffmanns zu einem Ganzen. Held der Oper ist der Schriftsteller selbst, dessen Liebe zu vier Frauen episodenhaft erzählt wird. Jede dieser Liebesbeziehungen endet in einem Drama. Am Schluss ist Hoffmann allein, lediglich die Muse bleibt ihm treu. Die Genfer Inszenierung von "Hoffmanns Erzählungen" gehört zu den aufregendsten und gewagtesten Aufführungen, die dieser Opern-Klassiker erfahren hat.
23:15 Das Erste Die Manns - Ein Jahrhundertroman (1) D 2001
Im Oktober 1912 - also vor 100 Jahren - erschien Thomas Manns berühmte Künstlernovelle "Tod in Venedig". Die Das Erste zeigt aus diesem Anlaß in einer langen Nacht noch einmal den mit dem Internationalen Emmy und allen wichtigen nationalen Preisen auszeichneten Dreiteiler "Die Manns - Ein Jahrhundertroman" von Heinrich Breloer mit Armin Mueller-Stahl in der Hauptrolle.
23:40 mdr Die Zwillingsschwestern (1/2) USA 1985
Stephanie Roberts lebt mit ihrem Ehemann Grant und ihren beiden Kindern Penny und Mark in einer Universitätsstadt im US-Bundesstaat New Jersey. Grant ist Professor und "der Christoph Kolumbus der genetischen Forschung", seine Frau muss aber in einer Buchhandlung hinzuverdienen, da sein Gehalt nicht reicht. Sie ist mehr als gestresst von ihrem Leben und hocherfreut, als ihre Zwillingsschwester Sabrina Longworth sie zu einem Besuch nach Venedig einlädt. - Nach dem Erfolgsroman "Deceptions" der US-amerikanischen Schriftstellerin Judith Michael, der auch in Deutsch erschienen ist, entstand dieser attraktive zweiteilige Fernsehfilm unter der Regie von Robert Chenault und Melville Shavelson.
So 07. Oktober
13:15 Kika quergelesen
Zu diesen Theman: Vorlesewettbewerb 2012/2013 / Der Fluch der schwarzen Gondel / Anton macht's klar
20:15 arte Buffalo Bill und die Indianer USA 1976
In den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts tourt der ehemalige Bisonjäger William Frederick Cody - bekannt als Buffalo Bill - mit seiner Wild-West-Show durch die USA. Nun will dieser die legendäre Schlacht am Little Big Horn nachstellen, sie aber zugunsten des Verlierers General Custer umschreiben. Der legendäre Sioux-Häuptling, selbst beteiligt am Sieg der Indianer in der Schlacht, soll dabei in der Manege zum Narren gemacht werden - doch dieser hat eigene Pläne. - Das Drehbuch entstand nach Arthur Kopits Theaterstück "Indians", Regisseur Robert Altman wurde für seinen Western 1976 mit dem Goldenen Bär, dem Großen Preis der Berlinale, ausgezeichnet.
22:45 SWR Misery USA 1990
Bestseller-Autor Paul Sheldon folgt beim Verfassen seiner Werke einem festen Ritual. Dazu gehört auch, dass er sich zum Schreiben in eine Hütte in den Bergen zurückzieht. Nachdem er die neueste Folge seiner beliebten Roman-Reihe über die Figur "Misery" beendet hat, wird er auf der Rückfahrt von einem heftigen Schneesturm überrascht. Sein Wagen kommt von der Straße ab, Shelton wird bei dem Unfall schwer verletzt. Die ehemalige Krankenschwester Annie rettet ihn vor dem sicheren Tod und bringt ihn in ihr entlegenes Haus. Sie entpuppt sich als ein großer Fan von Sheldon, und ihre besondere Leidenschaft gilt den Misery-Romanen. - Unter den zahllosen Stephen-King-Verfilmungen gilt "Misery" als eine der besten. Regisseur Rob Reiner hatte bereits bei seiner Adaption von "Stand by Me - Das Geheimnis eines Sommers" ein besonderes Gespür für jene Atmosphäre bewiesen, die Kings Romane so einzigartig macht.
23:35 Das Erste Auf der anderen Seite des Bettes F 2008
Nach einem handgreiflichen Ehekrach hängt bei Ariane und ihrem Mann Hugo der Haussegen schief. Um seine Frau nicht zu verlieren, willigt Hugo in einen heiklen Rollentausch ein. Schon am nächsten Tag übernimmt sie seinen Job als Direktorin einer mittelgroßen Firma, wogegen Hugo sich seufzend die Schürze umbindet und hinter dem Herd Platz nimmt. Wider Erwarten macht er dabei gleich mehrere überraschende Erfahrungen: Während seine Gattin die Firma kreativ umstrukturiert, entdeckt er, dass Bügeln und Abwaschen durchaus Spaß machen können. - Mit ihrer Bestseller-Adaption gelang Pascale Pouzadoux eine vergnügliche Analyse von Geschlechterstereotypen und in Frankreich ein echter Hit. Den beiden glänzend aufgelegten Hauptdarstellern Dany Boon und Sophie Marceau nimmt man diesen Rollentausch gerne ab.
00:45 BR Rette deine Haut, Killer F 1981
Früher einmal war Choucas Polizist - bis man ihm nahelegte, den Dienst zu quittieren. Mittlerweile arbeitet der Charmeur als Privatdetektiv, wobei er oftmals von den guten Beziehungen zu seinen ehemaligen Kollegen profitiert. Als eines Tages die verzweifelte Madame Pigot in Choucas' Büro auftaucht und ihn bittet, ihre blinde Tochter Marthe aufzustöbern, glaubt Choucas zunächst, es mit einem Routinefall zu tun zu haben. Bald aber erkennt er, dass es bei der Sache um mehr geht als ein verschwundenes Mädchen. - Mit "Rette deine Haut, Killer" legte Alain Delon sein Regiedebüt vor. Eine Inspirationsquelle war dabei das Werk Jean Pierre Melvilles. Vorlage war der Kriminalroman "Die Affäre N'Gustro" von Jean-Patrick Manchette, einem der führenden Vertreter der in der populären Reihe "Série noire" erschienenen "schwarzen" Kriminalromane Frankreichs.
Mo 08. Oktober
22:55 3sat Von Büchern und Menschen: Diogenes - ein Verlagsporträt
Das breitgefächerte Programm des Diogenes-Verlags reicht von alten und neuen Klassikern über Kriminalliteratur, großen Erzählern und Zeichnern bis zu Kinderbüchern und philosophischen Werken. Als der gelernte Buchhändler und Kunstfreund Daniel Keel (1930 - 2011) 1952 sein Ein-Mann-Unternehmen in Zürich gründete, interessierten ihn in erster Linie Karikaturen. Mit seiner legendären Spürnase für Autoren, seiner Treue zu diesen - und zu sich selbst - brachte es Keel mit seinem Geschäftspartner Rudolf C. Bettschart und einem mittlerweile 60-köpfigen Team zum Erfolg: Diogenes gilt heute als größter rein belletristischer Verlag Europas und trotz der Wirtschaftskrise als höchst rentables Unternehmen. - "Von Büchern und Menschen" spürt der Verlagsgeschichte von Diogenes mit ihren Krisen und Höhepunkten nach, lässt Daniel Keel von Begegnungen mit Patricia Highsmith, Federico Fellini oder Friedrich Dürrenmatt erzählen und versucht, im Dialog mit Autoren dem Erfolgsgeheimnis des Diogenes-Verlags auf die Spur zu kommen.
23:25 BR LeseZeichen
00:50 3sat Laure Wyss: Ein Schreibleben
Laure Wyss (1913 - 2002), Schriftstellerin und große Dame des Schweizer Journalismus, hat die Medien-Szene der Schweiz maßgebend geprägt und beeinflusst. Das Porträt "Laure Wyss: Ein Schreibleben" zeichnet die bewegte Biografie der Schweizer Autorin nach.
01:45 3sat Berg und Geist: Martin Suter
Martin Suter, 1948 in Zürich geboren, zählt zu den erfolgreichsten Schweizer Autoren im deutschsprachigen Raum. Stilistische Eleganz, Gewitztheit und Pointenkraft kennzeichnen sein Werk. Bis 1991 war er als Texter und Creative Director in der Werbung tätig und macht seitdem mit Romanen wie "Die dunkle Seite des Mondes" oder "Lila, lila" als Schriftsteller Karriere. Sehr populär sind seine Kolumnen wie die in der "Weltwoche". Suter ist auch als Dramatiker tätig und verfasst Drehbücher. Beat Kuert und Michael Lang porträtieren Martin Suter bei einem Aufenthalt im alpinen Walliser Kurort Leukerbad. - Im Anschluss weitere Sendungen aus dieser Reihe: Prominente Zeitgenossen aus den 3sat-Ländern zeigen in der Gesprächssendung ihre Lieblingsplätze in den Schweizer Bergen und erzählen aus ihrem Leben und von ihrem Bezug zum Mythos Berg.
Di 09. Oktober
00:00 ndr Bücherjournal
Neues vom Büchermarkt - Moderation: Julia Westlake. Das Bücherjournal präsentiert seit mehr als 30 Jahren Neues vom Büchermarkt: deutsche und internationale Romane und Sachbücher, vom Bestseller bis zum Geheimtipp.
Mi 10. Oktober
10:30 arte Zu gut für diese Welt F 2011
In einer Kleinstadt in der Normandie um 1860: Das Waisenkind Pauline wird im Hause ihrer Tante und ihres Onkels Chanteau aufgenommen. Die Familie scheint die besten Absichten mit dem jungen Mädchen zu haben. Denn Pauline hat nicht nur ein großes Herz, sondern auch ein reiches Erbe mitbekommen. - Nach Émile Zolas Roman "Die Freude am Leben" entfaltet Jean-Pierre Améris virtuos und bewegend die Geschichte eines abhängigen Waisenmädchens, das sich unter Einbindung in die Lebensverhältnisse einer bürgerlichen Familie zu einer jungen Frau entwickelt, die sich trotz zahlreicher Enttäuschungen und Niederträchtigkeiten ihre Freude am Leben nicht nehmen lässt.
20:15 Sat1 Die Säulen der Erde (Teil 1) D, CAN 2010
England 1120. Der englische Thronfolger William, Erbe König Heinrichs I., kommt bei der Überfahrt von Frankreich bei einem Schiffsunglück ums Leben. Bei Hof und ihm höheren Klerus formieren sich die Fronten für den drohenden Erbfolgekrieg. 18 Jahre später zieht Baumeister Tom Builder mit seiner Familie auf der Suche nach Arbeit durch Shiring. In den Wäldern begegnen sie der Heilerin Ellen, die einen Mentor für ihren begabten Sohn Jack sucht. Zur gleichen Zeit trifft der junge Priester Philip in der nahegelegenen Priorei Kingsbridge ein. Er findet ein abgewirtschaftetes Kloster vor. Der alte Abt liegt im Sterben. Bei der Wahl seines Nachfolgers setzt sich Philip durch. Er weiß, dass er kaum Geld für den nötigen Aufbau hat, aber als die alte Kirche niederbrennt, kommt Philip die Ankunft des Baumeisters Tom wie ein Gottesgeschenk vor. - Nach dem Roman von Ken Follett
21:35 arte Umberto Eco: Mein Leben
Seine Romane - allen voran "Der Name der Rose" - haben ihn berühmt gemacht. Doch der Italiener Umberto Eco ist weit mehr als ein Schriftsteller. Er ist Essayist, Medienwissenschaftler, Semiotiker und ein Spezialist für das Mittelalter. In seinen Schriften gelingt es ihm immer wieder, die verschlungenen Pfade der hohen Kultur allen zugänglich zu machen. Mit Filmemacherin Teri Wehn-Damisch, die Eco zu Hause besucht hat und mit ihm nach Mailand und Paris gereist ist, spricht er über seine Kindheit und seine Zukunftspläne. Es entstand ein anregendes, amüsantes und nachdenklich stimmendes Porträt.
01:15 hr Romanze in Moll D 1943
"Romanze in Moll" ist ein sensibel inszeniertes Melodram, das von zwei Kurzgeschichten Guy de Maupassants inspiriert ist und aufgrund seiner durchdachten Erzählstruktur zu den besten Filmen Helmut Käutners gehört.
04.10.2012 19:59:52
(22297 Beiträge)
Literatur im Fernsehen
Do 11. Oktober
10:50 rbb Perry Rhodan - Unser Mann im All
Was früher der Wilde Westen war, ist heute der Weltraum. In seine unendlichen Weiten werden Traumbilder projiziert, die keinen rechten Platz mehr haben auf der rundum entdeckten Erde. Die deutsche Science Fiction hat ihren eigenen Botschafter im All: Perry Rhodan, den Titelhelden der legendären Heftromanserie, die im September 2011 ein halbes Jahrhundert alt wird. Am 8. September 1961 erschien Heft Nummer 1 von "Perry Rhodan: Der Erbe des Universums" und schlug in Deutschland ein wie ein Komet. Zum Preis von 70 Pfennigen und mit einer Auflage von 35.000 Exemplaren war das Heft schnell milchstraßenweit ausverkauft.
13:15 3sat Das Blaue Sofa. Gespräche von der Frankfurter Buchmesse
Die diesjährige Frankfurter Buchmesse findet vom 10. bis zum 14. Oktober statt. Ehrengast ist Neuseeland. Eine Zusammenfassung der Gespräche auf dem "Blauen Sofa".
23:35 mdr Fröhlich lesen
Autoren zu Gast bei Susanne Fröhlich: Nele Neuhaus: "Böser Wolf" und Uta Eisenhardt "Am Dienstag habe ich meinen Vater zersägt"
23:45 SWR Literatur im Foyer
Thema: Buchmesse Frankfurt. Buchbesprechungen: Vladimir Sorokin: "Der Schneesturm", Bodo Kirchhoff: "Die Liebe in groben Zügen", Ursula Krechel: "Landgericht" und Richard Ford: "Kanada"
00:50 ZDF Das blaue Sofa extra: Frankfurter Buchmesse
Mit Wolfgang Herles
Fr 12. Oktober
13:15 3sat Das blaue Sofa
Von der Frankfurter Buchmesse
Sa 13. Oktober
13:15 3sat Das blaue Sofa
Gespräche von der Frankfurter Buchmesse
23:15 ndr Die Rättin D 1997
Unfähig, die drohende Apokalypse zu erkennen, treibt die Menschheit ihrem Untergang entgegen. Ganz anders die Ratten. Aufgeschreckt durch eine geheimnisvolle Vorahnung verlassen sie ihre Schlupflöcher, denn sie spüren: Sie werden die Katastrophe überleben und schon bald über die Welt herrschen. - Am 16. Oktober 2012 wird Günter Grass 85 Jahre alt. Das NDR Fernsehen widmet dem heute in der Nähe von Lübeck lebenden Autoren der Romanvorlage für diesen Film die heutige Themennacht "Eine Nacht für Günter Grass".
So 14. Oktober
08:15 hr hr-Büchermatinee
Die hr-Büchermatinee bringt die Highlights der ARD-Fernsehbühne von der Frankfurter Buchmesse: Dieter Moor und Denis Scheck sprechen u.a. mit Donna Leon, Arnold Schwarzenegger, Ulrich Wickert, Harry Rowohlt, Richard Ford, Daniel Cohn-Bendit und vielen mehr.
10:15 3sat Literatur im Foyer. Buchmesse Frankfurt
Felicitas von Lovenberg im Gespräch mit Thea Dorn, Denis Scheck und Ijoma Mangold
11:00 Das Erste Friedenspreis des Deutschen Buchhandels
Verleihung an Liao Yiwu, Moderation: Cécile Schortmann. Übertragung aus der Frankfurter Paulskirche
11:15 3sat les.art
Das Lesemagazin will beweisen, dass Niveau und Unterhaltung einander nicht ausschließen müssen. Christian Ankowitsch stellt Neuerscheinungen vor, begrüßt bekannte Autorinnen und Autoren und gibt Tipps für Lesende und Lesemuffel.
13:30 3sat Das blaue Sofa extra
Mit Wolfgang Herles
15:30 arte Die Vermessung des Ruhms. Der Schriftsteller Daniel Kehlmann
Daniel Kehlmann, 1975 in München geboren, zählt zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Schriftstellern der Gegenwart. Berühmt wurde er mit dem Roman "Die Vermessung der Welt", einer Doppelbiografie über die beiden Wissenschaftler Humboldt und Gauß, die sich allein im deutschsprachigen Raum 1,5 Millionen Mal verkaufte. Aber er gilt auch als umstritten: In seiner Eröffnungsrede bei den Salzburger Festspielen im Jahr 2009 wetterte er gegen das deutsche Regietheater und stieß damit auf Missmut unter seinen Kollegen.
23:05 Das Erste ttt - extra: Die 64. Frankfurter Buchmesse
Moderation: Dieter Moor. "ttt" gibt Einblicke in die internationale Bücherschau, präsentiert Highlights und stellt das diesjährige Gastland der Buchmesse vor: Neuseeland.
00:40 3sat 3satbuchzeit extra
Der diesjährige Gewinner des Deutschen Buchpreises, die deutschsprachigen Romane der Saison, internationale Gäste aus aller Welt, besonders aber aus Neuseeland, dem diesjährigen Gastland der Buchmesse - sie alle werden die Buchmesse prägen. Frankfurt ist im Oktober der international bedeutendste Handelsplatz für das Geschäft mit den Büchern und zunehmend auch ein Treffpunkt für Leser.
Mo 15. Oktober
23:25 BR LeseZeichen
Mit Hans-Peter Schwarz: "Helmut Kohl" (DVA), Axel Hacke: "Oberst von Huhn bittet zu Tisch§" (Kunstmann), Armin Kratzert spricht mit Nora Bossong
über deren Buch: "Gesellschaft mit beschränkter Haftung" (Hanser) und Reinhard Kleist: "Der Boxer" (Carlsen)
Di 16. Oktober
00:50 ZDF Die lange Nacht des blauen Sofas
Gespräche von der Frankfurter Buchmesse
Mi 17. Oktober
20:15 Sat1 Die Säulen der Erde (Folge 2) D, CAN 2010
König Stephan lässt den Grafen Bartholomäus als Hochverräter hinrichten. Aliena bleibt mittellos mit ihrem Bruder Richard zurück, ist aber entschlossen, ihm das nötige Geld für seine Ausrüstung als Ritter zu beschaffen. In Kingsbridge werden inzwischen die Fundamente für die neue Kathedrale gelegt. Der Baumeister Tom Builder betraut seinen jungen Schüler Jack mit der Aufgabe, eine Statue des heiligen Adolphus dafür anzufertigen. - Nach dem Bestseller von Ken Follett.
21:50 arte Philip Roth, ohne Beschwerden
Der amerikanische Schriftsteller Philip Roth gilt als wortkarg, medienscheu und reserviert. Der außergewöhnliche Dokumentarfilm zeichnet erstmals ein authentisches und intimes Porträt des Schriftstellers. Er basiert auf insgesamt zwölf Gesprächsstunden, die zunächst in Roths New Yorker Wohnung in der Upper West Side und anschließend beim Besuch auf seinem Anwesen in Connecticut aufgezeichnet wurden. Das mitten im Wald gelegene Landhaus bietet Ruhe und Geborgenheit für einen regelmäßigen Arbeitsrhythmus und ist - als Gegenpol zu Aufregung, Spannung und zum pulsierenden Leben in New York - Roths eigentliches Zuhause.
Literatur im Radio
Fr 12. Oktober
20:10 Deutschlandfunk Die Freiheit stirbt zeilenweise. Der Kritiker Walter Boehlich | Von Joachim Büthe
Walter Boehlich, geboren 1921 in Breslau, war in erster Linie Kritiker, zu Beginn ein scharfsinniger und präziser, daher auch gefürchteter Literaturkritiker. In dieser Eigenschaft holte ihn Peter Suhrkamp in seinen noch kleinen Verlag. Solche Kritiker hat man besser im eigenen Hause. Später wurde er auch zum wortgewandten und unnachsichtigen Kritiker der bundesrepublikanischen Verhältnisse, denn Kritik ist für eine funktionierende Demokratie unerlässlich. In seiner Person spiegelt sich auch das Programm des Verlags, zu dessen Aufstieg er maßgeblich beigetragen hat.
Sa 13. Oktober
23:05 Deutschlandfunk Einst waren wir Krieger. Die Lange Nacht über neuseeländische Literatur | Von Jochanan Shelliem
Wie eine lange weiße Wolke erschien den Polynesiern dieses Land am Horizont, das sie Aotearo nannten. Die Maori hielten nichts von Büchern. Ihre Aufzeichnungen trugen sie im Gesicht. Tätowierungen gaben Auskunft über Stammeszugehörigkeit und Rang. Als die Missionare kamen, etwa tausend Jahre später, hielten die Krieger stand. James Busby, der Gesandte des Gouverneurs von New South Wales, Australien, fixierte 1840 im englischen Original des Vertrags von Waitangi die Unterwerfung der Maori unter die Krone ihrer Majestät. Die Übersetzung aber sprach von 'Staatlichkeit' und 'Souveränität.' Was folgte, waren die Neuseelandkriege und die Entwicklung einer schriftlichen Tradition bei den Maori. Einwanderer, Seefahrer und Emigranten beflügeln seither die Literatur des Landes, dessen Eingeborene sich nie unterkriegen ließen. Katherine Mansfield zog 1903 nach London und sehnte sich ihr Leben lang nach Neuseeland zurück. Der Booker Prize an Keri Hulmes 'The Bone People' gut 80 Jahre später würdigt die Maori nun auch in der Literatur. Anthony McCarten reiste nach Europa und schrieb Bestseller mit Kiwi-Blick: 'Liebe am Ende der Welt'. Kein Wunder, dass diese Nation am Ende der Welt zur Projektion von Mittelerde und zum Experimentierfeld vieler Poeten, Schriftsteller und Walfänger geworden ist.
Sa 13. Oktober
23:05 Deutschlandradio Kultur Bücherherbst 2012 | Von der Internationalen Frankfurter Buchmesse
U.a. mit Karen Duve, Anna Enquist, Sabrina Janesch, Bodo Kirchhoff, Anthony McCarten und Anne Weber. Moderation: Barbara Wahlster, Sigried Wesener und Dorothea Westphal: Neun Autorinnen und Autoren mit ihren Neuerscheinungen in Lesung und Gespräch.
Mo 15. Oktober
21:33 Deutschlandradio Kultur Task Force Hamm | Von Dirk Schmidt
Kommissar Scholz bekommt seine Spielsucht nicht in den Griff. Er ist verschuldet. Seit Monaten hat er an seine Ex-Frau keine Alimente gezahlt. Um eine Dienstaufsichtsbeschwerde zu vermeiden, versetzt ihn sein Chef zur Bewährung in die kreisfreie Polizeibehörde Hamm. Das Team, mit dem Scholz künftig arbeiten muss, zeigt sich wenig motiviert. Ein Mord ist aufzuklären. Das Opfer, ein Metzger, hängt tot im Kühlraum seiner Schlachterei. Die Obduktion ergibt gleich drei Todesursachen: ertränkt, erhängt und erschossen. Scholz kann endlich mal zeigen, dass er als Ermittler was drauf hat.
Do 11. Oktober
10:50 rbb Perry Rhodan - Unser Mann im All
Was früher der Wilde Westen war, ist heute der Weltraum. In seine unendlichen Weiten werden Traumbilder projiziert, die keinen rechten Platz mehr haben auf der rundum entdeckten Erde. Die deutsche Science Fiction hat ihren eigenen Botschafter im All: Perry Rhodan, den Titelhelden der legendären Heftromanserie, die im September 2011 ein halbes Jahrhundert alt wird. Am 8. September 1961 erschien Heft Nummer 1 von "Perry Rhodan: Der Erbe des Universums" und schlug in Deutschland ein wie ein Komet. Zum Preis von 70 Pfennigen und mit einer Auflage von 35.000 Exemplaren war das Heft schnell milchstraßenweit ausverkauft.
13:15 3sat Das Blaue Sofa. Gespräche von der Frankfurter Buchmesse
Die diesjährige Frankfurter Buchmesse findet vom 10. bis zum 14. Oktober statt. Ehrengast ist Neuseeland. Eine Zusammenfassung der Gespräche auf dem "Blauen Sofa".
23:35 mdr Fröhlich lesen
Autoren zu Gast bei Susanne Fröhlich: Nele Neuhaus: "Böser Wolf" und Uta Eisenhardt "Am Dienstag habe ich meinen Vater zersägt"
23:45 SWR Literatur im Foyer
Thema: Buchmesse Frankfurt. Buchbesprechungen: Vladimir Sorokin: "Der Schneesturm", Bodo Kirchhoff: "Die Liebe in groben Zügen", Ursula Krechel: "Landgericht" und Richard Ford: "Kanada"
00:50 ZDF Das blaue Sofa extra: Frankfurter Buchmesse
Mit Wolfgang Herles
Fr 12. Oktober
13:15 3sat Das blaue Sofa
Von der Frankfurter Buchmesse
Sa 13. Oktober
13:15 3sat Das blaue Sofa
Gespräche von der Frankfurter Buchmesse
23:15 ndr Die Rättin D 1997
Unfähig, die drohende Apokalypse zu erkennen, treibt die Menschheit ihrem Untergang entgegen. Ganz anders die Ratten. Aufgeschreckt durch eine geheimnisvolle Vorahnung verlassen sie ihre Schlupflöcher, denn sie spüren: Sie werden die Katastrophe überleben und schon bald über die Welt herrschen. - Am 16. Oktober 2012 wird Günter Grass 85 Jahre alt. Das NDR Fernsehen widmet dem heute in der Nähe von Lübeck lebenden Autoren der Romanvorlage für diesen Film die heutige Themennacht "Eine Nacht für Günter Grass".
So 14. Oktober
08:15 hr hr-Büchermatinee
Die hr-Büchermatinee bringt die Highlights der ARD-Fernsehbühne von der Frankfurter Buchmesse: Dieter Moor und Denis Scheck sprechen u.a. mit Donna Leon, Arnold Schwarzenegger, Ulrich Wickert, Harry Rowohlt, Richard Ford, Daniel Cohn-Bendit und vielen mehr.
10:15 3sat Literatur im Foyer. Buchmesse Frankfurt
Felicitas von Lovenberg im Gespräch mit Thea Dorn, Denis Scheck und Ijoma Mangold
11:00 Das Erste Friedenspreis des Deutschen Buchhandels
Verleihung an Liao Yiwu, Moderation: Cécile Schortmann. Übertragung aus der Frankfurter Paulskirche
11:15 3sat les.art
Das Lesemagazin will beweisen, dass Niveau und Unterhaltung einander nicht ausschließen müssen. Christian Ankowitsch stellt Neuerscheinungen vor, begrüßt bekannte Autorinnen und Autoren und gibt Tipps für Lesende und Lesemuffel.
13:30 3sat Das blaue Sofa extra
Mit Wolfgang Herles
15:30 arte Die Vermessung des Ruhms. Der Schriftsteller Daniel Kehlmann
Daniel Kehlmann, 1975 in München geboren, zählt zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Schriftstellern der Gegenwart. Berühmt wurde er mit dem Roman "Die Vermessung der Welt", einer Doppelbiografie über die beiden Wissenschaftler Humboldt und Gauß, die sich allein im deutschsprachigen Raum 1,5 Millionen Mal verkaufte. Aber er gilt auch als umstritten: In seiner Eröffnungsrede bei den Salzburger Festspielen im Jahr 2009 wetterte er gegen das deutsche Regietheater und stieß damit auf Missmut unter seinen Kollegen.
23:05 Das Erste ttt - extra: Die 64. Frankfurter Buchmesse
Moderation: Dieter Moor. "ttt" gibt Einblicke in die internationale Bücherschau, präsentiert Highlights und stellt das diesjährige Gastland der Buchmesse vor: Neuseeland.
00:40 3sat 3satbuchzeit extra
Der diesjährige Gewinner des Deutschen Buchpreises, die deutschsprachigen Romane der Saison, internationale Gäste aus aller Welt, besonders aber aus Neuseeland, dem diesjährigen Gastland der Buchmesse - sie alle werden die Buchmesse prägen. Frankfurt ist im Oktober der international bedeutendste Handelsplatz für das Geschäft mit den Büchern und zunehmend auch ein Treffpunkt für Leser.
Mo 15. Oktober
23:25 BR LeseZeichen
Mit Hans-Peter Schwarz: "Helmut Kohl" (DVA), Axel Hacke: "Oberst von Huhn bittet zu Tisch§" (Kunstmann), Armin Kratzert spricht mit Nora Bossong
über deren Buch: "Gesellschaft mit beschränkter Haftung" (Hanser) und Reinhard Kleist: "Der Boxer" (Carlsen)
Di 16. Oktober
00:50 ZDF Die lange Nacht des blauen Sofas
Gespräche von der Frankfurter Buchmesse
Mi 17. Oktober
20:15 Sat1 Die Säulen der Erde (Folge 2) D, CAN 2010
König Stephan lässt den Grafen Bartholomäus als Hochverräter hinrichten. Aliena bleibt mittellos mit ihrem Bruder Richard zurück, ist aber entschlossen, ihm das nötige Geld für seine Ausrüstung als Ritter zu beschaffen. In Kingsbridge werden inzwischen die Fundamente für die neue Kathedrale gelegt. Der Baumeister Tom Builder betraut seinen jungen Schüler Jack mit der Aufgabe, eine Statue des heiligen Adolphus dafür anzufertigen. - Nach dem Bestseller von Ken Follett.
21:50 arte Philip Roth, ohne Beschwerden
Der amerikanische Schriftsteller Philip Roth gilt als wortkarg, medienscheu und reserviert. Der außergewöhnliche Dokumentarfilm zeichnet erstmals ein authentisches und intimes Porträt des Schriftstellers. Er basiert auf insgesamt zwölf Gesprächsstunden, die zunächst in Roths New Yorker Wohnung in der Upper West Side und anschließend beim Besuch auf seinem Anwesen in Connecticut aufgezeichnet wurden. Das mitten im Wald gelegene Landhaus bietet Ruhe und Geborgenheit für einen regelmäßigen Arbeitsrhythmus und ist - als Gegenpol zu Aufregung, Spannung und zum pulsierenden Leben in New York - Roths eigentliches Zuhause.
Literatur im Radio
Fr 12. Oktober
20:10 Deutschlandfunk Die Freiheit stirbt zeilenweise. Der Kritiker Walter Boehlich | Von Joachim Büthe
Walter Boehlich, geboren 1921 in Breslau, war in erster Linie Kritiker, zu Beginn ein scharfsinniger und präziser, daher auch gefürchteter Literaturkritiker. In dieser Eigenschaft holte ihn Peter Suhrkamp in seinen noch kleinen Verlag. Solche Kritiker hat man besser im eigenen Hause. Später wurde er auch zum wortgewandten und unnachsichtigen Kritiker der bundesrepublikanischen Verhältnisse, denn Kritik ist für eine funktionierende Demokratie unerlässlich. In seiner Person spiegelt sich auch das Programm des Verlags, zu dessen Aufstieg er maßgeblich beigetragen hat.
Sa 13. Oktober
23:05 Deutschlandfunk Einst waren wir Krieger. Die Lange Nacht über neuseeländische Literatur | Von Jochanan Shelliem
Wie eine lange weiße Wolke erschien den Polynesiern dieses Land am Horizont, das sie Aotearo nannten. Die Maori hielten nichts von Büchern. Ihre Aufzeichnungen trugen sie im Gesicht. Tätowierungen gaben Auskunft über Stammeszugehörigkeit und Rang. Als die Missionare kamen, etwa tausend Jahre später, hielten die Krieger stand. James Busby, der Gesandte des Gouverneurs von New South Wales, Australien, fixierte 1840 im englischen Original des Vertrags von Waitangi die Unterwerfung der Maori unter die Krone ihrer Majestät. Die Übersetzung aber sprach von 'Staatlichkeit' und 'Souveränität.' Was folgte, waren die Neuseelandkriege und die Entwicklung einer schriftlichen Tradition bei den Maori. Einwanderer, Seefahrer und Emigranten beflügeln seither die Literatur des Landes, dessen Eingeborene sich nie unterkriegen ließen. Katherine Mansfield zog 1903 nach London und sehnte sich ihr Leben lang nach Neuseeland zurück. Der Booker Prize an Keri Hulmes 'The Bone People' gut 80 Jahre später würdigt die Maori nun auch in der Literatur. Anthony McCarten reiste nach Europa und schrieb Bestseller mit Kiwi-Blick: 'Liebe am Ende der Welt'. Kein Wunder, dass diese Nation am Ende der Welt zur Projektion von Mittelerde und zum Experimentierfeld vieler Poeten, Schriftsteller und Walfänger geworden ist.
Sa 13. Oktober
23:05 Deutschlandradio Kultur Bücherherbst 2012 | Von der Internationalen Frankfurter Buchmesse
U.a. mit Karen Duve, Anna Enquist, Sabrina Janesch, Bodo Kirchhoff, Anthony McCarten und Anne Weber. Moderation: Barbara Wahlster, Sigried Wesener und Dorothea Westphal: Neun Autorinnen und Autoren mit ihren Neuerscheinungen in Lesung und Gespräch.
Mo 15. Oktober
21:33 Deutschlandradio Kultur Task Force Hamm | Von Dirk Schmidt
Kommissar Scholz bekommt seine Spielsucht nicht in den Griff. Er ist verschuldet. Seit Monaten hat er an seine Ex-Frau keine Alimente gezahlt. Um eine Dienstaufsichtsbeschwerde zu vermeiden, versetzt ihn sein Chef zur Bewährung in die kreisfreie Polizeibehörde Hamm. Das Team, mit dem Scholz künftig arbeiten muss, zeigt sich wenig motiviert. Ein Mord ist aufzuklären. Das Opfer, ein Metzger, hängt tot im Kühlraum seiner Schlachterei. Die Obduktion ergibt gleich drei Todesursachen: ertränkt, erhängt und erschossen. Scholz kann endlich mal zeigen, dass er als Ermittler was drauf hat.
11.10.2012 10:31:19
(22297 Beiträge)
Literatur im Fernsehen
Do 18. Oktober
23:45 SWR Literatur im Foyer
Thea Dorn im Gespräch mit Rüdiger Safranski, Sibylle Lewitscharoff und Peter Sloterdijk: "Du musst Dein Leben ändern" - Literaturtage in Badenweiler 2012
Fr 19. Oktober
20:45 kika quergelesen
Vorlesewettbewerb 2012/2013, Der Fluch der schwarzen Gondel, Anton macht's klar
01:20 Das Erste Das Konto (1) D 2003
Michael Mühlhausen ist Top-Manager des Lebensmittelkonzerns Olson AG, für den er die feindliche Übernahme des mächtigsten Konkurrenz-Unternehmens plant. Doch der Superdeal kommt nicht zustande, denn als der Chefchemiker Osterwald erschossen aufgefunden wird, fällt der Verdacht auf Mühlhausen: Seine Frau hatte ein Verhältnis mit dem Ermordeten. Auf der Flucht vor der Polizei versucht der in Ungnade gefallene Manager, seine Unschuld zu beweisen, und stößt dabei auf finstere Pläne der Geschäftsleitung. - Regisseur Markus Imboden und Drehbuchautor Martin Pristl adaptierten "Das Konto" nach dem gleichnamigen Roman von Uwe Schwartzer. Die Hauptrollen in diesem spannenden Zweiteiler spielen Heino Ferch, Josef Bierbichler und Julia Jäger.
Sa 20. Oktober
22:05 BR Erntedank. Ein Allgäukrimi D 2009
Der Allgäuer Kriminalhauptkommissar Kluftinger traut seinen Augen nicht. Auf einem Mordopfer liegt sorgfältig drapiert eine tote Krähe. Im Verlauf der Ermittlungen kommt Kluftinger einem Täter auf die Spur, der nach Allgäuer Sagenmotiven mordet. Denn bald gibt es eine zweite Leiche ...
00:05 BR Bergheimat. Kobr, Klüpfel, Kluftinger und ihr Allgäu
Bestseller-Ruhm und Lokalkolorit. Filmautor Peter Solfrank taucht ein in die ganz eigene Welt des Allgäus, in die Heimat des Kommissars und seiner Erfinder Volker Klüpfel und Michael Kobr. Er begleitet die beiden Krimi-Autoren auf Lesungen und sucht mit ihnen die Schauplätze ihrer bisher sechs Romane auf. Das Filmteam ist dabei, wenn sie in Kempten für den nächsten Fall recherchieren oder auf dem Filmset von "Milchgeld" den Kluftinger-Darsteller Herbert Knaup treffen.
00:55 BR Milchgeld. Ein Kluftingerkrimi
Während Kluftingers Ehefrau die Koffer für den gemeinsamen Mallorca-Urlaub packt, wird in nächster Nachbarschaft der Betriebsleiter der örtlichen Molkerei ermordet. Kluftinger, den schon der bevorstehende Urlaub unter Druck setzt, muss nun auch noch im eigenen Bekanntenkreis ermitteln ...
So 21. Oktober
20:15 3sat Herr der Fliegen GB 1963
In einer nicht näher definierten Zukunft wird eine Gruppe englischer Jungen beim Ausbruch eines Krieges aus London evakuiert, doch das Flugzeug stürzt auf einer unbewohnten tropischen Insel ab. Etwa 5 Kinder können sich retten, aber es gibt keine erwachsenen Überlebenden. Ralph, einer der Älteren, wird zum Anführer gewählt und versucht, eine Gesellschaftsordnung zu etablieren, die es der Gruppe erlauben wird zu überleben ... Der britische Theaterrebell Peter Brook verfilmte William Goldings 1954 erschienenen Erstlingsroman "Herr der Fliegen", indem er die aus über 3.000 Kandidaten ausgewählten Kinder behutsam durch improvisierte Szenen leitete.
Mo 22. Oktober
22:50 mdr Schwarze Ernte S, DK 1993
Dänemark um die Jahrhundertwende. Der Großgrundbesitzer Nils Uldahl-Ege (Ole Ernst) herrscht despotisch über seine Familie. Sein Jähzorn hat ihm überall Feinde gemacht, seine Verschwendungssucht droht alles zunichte zu machen, was seine Vorfahren aufgebaut haben. Seine Frau Line (Marika Lagercrantz) hat längst aufgegeben und sich in ihre eigene Welt zurückgezogen. Unfähig zu handeln sieht sie schweigend zu, wie ihr Mann die Kinder zu seelischen Krüppeln macht. Nur die jüngste Tochter, die 17-jährige Clara (Sofie Gråbøl), scheint die innere Kraft zu haben, eine eigene Persönlichkeit zu entwickeln. - Entstanden nach einem Roman von Gustav Wied, erzählt "Schwarze Ernte" die dramatische Geschichte einer Familie aus dem dänischen Landadel um die Jahrhundertwende.
23:25 BR LeseZeichen
Mit: Paul Schmitz: "Kriegskind" (Grenz-Echo), Mojtaba, Masoud und Milad Sadinam: "Unerwünscht" (Bloomsbury), Julia Benkert spricht mit Vea Kaiser über deren Buch: "Blasmusikpop" (Kiepenheuer & Witsch) und Friederike Wißmann: "Hanns Eisler" (Edition Elke Heidenreich bei C. Bertelsmann)
Di 23. Oktober
20:15 3sat Der Kameramörder A, CH 2009
Ein anonymes, jedoch populäres Snuff-Video, das einen Mord zeigt, taucht am Osterwochenende auf, als Heinrich und Eva ihren Freund Thomas und dessen neue Partnerin besuchen. Der erschreckende Inhalt des Videos drängt sich in die Realität, als drei Nachbarskinder verschwinden. Misstrauen entsteht zwischen den Freunden und verwandelt ihr idyllisches Osterwochenende in einen Alptraum über den Zustand ihrer Beziehungen. - Der Spielfilm basiert auf dem gleichnamigen Roman des österreichischen Schriftstellers Thomas Glavinic.
Mi 24. Oktober
20:15 Sat1 Die Säulen der Erde (Folge 3) D, CAN 2010
Dritter Teil der Bestseller-Verfilmung nach Ken Follett.
22:05 arte Kafka - Der letzte Prozess D, ISR 2011
Kafka scheute das Veröffentlichen seiner Werke und wollte seine handschriftlichen Manuskripte komplett verbrennen lassen. Doch der Freund und Schriftsteller Max Brod setzte sich über Kafkas letzen Willen hinweg, ließ sie drucken und schuf damit ein weltweites Phänomen. Kafkas Nachlass gelangte von Prag nach Tel Aviv, lagerte in diversen Safes, wurde vererbt, verschenkt und versteigert. Doch wo befindet er sich jetzt? Und ist das verratene Vermächtnis moralisch vertretbar?
Literatur im Radio
Sa 20. Oktober
20:05 Deutschlandfunk Maria | Von Isaak Babel
Durch die Oktoberrevolution sind die Angehörigen eines zaristischen Generals zu Außenseitern der Gesellschaft geworden. Ihr Niedergang ist nicht mehr aufzuhalten. Auch nicht durch die Bekanntschaft mit einem neureichen Geschäftemacher. Die einzige Hoffnung ist Maria, die zweite Tochter des Generals, die zur Revolutionärin wurde und irgendwo an der Front weilt ... "'Maria' ist ein außerordentlich starkes Stück über Petersburg. So haben selbst Fedin, Alexej Tolstoi oder andere Leningrader Schriftsteller nicht über ihre Stadt geschrieben. (...)" (Wsewolod Wischnewski) Isaak Babel schrieb das Stück 1935, vier Jahre vor seiner Verhaftung.
So 21. Oktober
18:30 Deutschlandradio Kultur Der Garten | Von Günter Herburger
"Die beiden, Mutter und Tochter, leben und sprechen in ihrer Abgeschiedenheit wie in einem Garten, in dem viele menschliche Wucherungen wachsen, gedeihen, wieder verderben. Die Struktur (des Hörspiels) ist einem Sonett ähnlich, und ich habe sehr darauf geachtet, dass Angriff und Abschied, laut und leise, Verbund und Hader, dann wieder Versöhnung, diatonisch folgen. Mutter und Tochter fordern sich heraus, haben keine Scheu voreinander. Sie sind eingehüllt in Schmerz und Begehren, doch insgeheim scheint die Trauer zu siegen. Das Kind, das noch unerfahren ist, hätte nichts dagegen, wenn es mit der Mama vom Haus in die Tiefe spränge. Es käme, seiner Vorstellung nach, wieder in den warmen Leib zurück, in den Himmel. Kinder sind uns lange Zeit überlegen, bis sie eben nicht mehr Kinder sind. Darin steckt viel Grausamkeit, die für uns kaum auszuhalten ist."
Mo 22. Oktober
21:33 Deutschlandradio Kultur Schwarze Hyazinthe | Von Friedrich Bestenreiner
Der Chemiker Dr. Maurice Giron hat ein betörendes Parfum kreiert: aphrodisierend, morbid wie die 'Blume des Bösen' - und höchst gefährlich: Der Duftstoff enthält nämlich süchtig machende Gifte. In bestimmter Konzentration führt die chemische Verbindung sogar zum Herzstillstand. Den Wirkungen der 'Black Hyazinth' kann sich kaum jemand entziehen. Auf Girons Weg zum Erfolg und zur Macht gibt es viele Opfer. Eines ist Professor Schaffernicht, Chef der Helios-Pharma AG und Ehegatte der angebeteten Partyschönheit Melody. Nach dem Tod des Professors übernimmt Giron den Pharmakonzern und kann endlich sein Produkt vermarkten. Doch schon bald holt ihn die Vergangenheit ein.
Di 23. Oktober
20:10 Deutschlandfunk die unvermeidlichen | Von Kathrin Röggla
Simultanübersetzer sind eingepfercht in kleine Kabinen, abgeriegelt von den konferierenden Massen, einzig bestückt mit Kopfhörer, Mikrofon und Räuspertaste: Sechs Dolmetscher sitzen über dem politischen Einigungsgeschehen, das sie begleiten, ja, erst möglich machen, oder folgen Entscheidungsträgern durch Flure zu sogenannten Hinterzimmergesprächen. Deren hoch konzentrierte, scheinbar körperlose Sprachübertragung wird zu einer Brücke in die Zentren der Macht, die stimmliche Neutralität zur Herausforderung und der Plausch mit den Kollegen zum körperlichen und geistigen Identitätsnachweis. In 'die unvermeidlichen' spiegelt sich in den Flurgesprächen der Simultanübersetzer die Welt der Großen im Kleinen. Sie alle träumen vom Triumphzug der kompromisslosen Einstimmigkeit über den ewigen Minimalkonsens. Von einer Konferenz der klaren Ansagen. Stattdessen verfolgen sie eine Konferenz der wachsenden Sprachlosigkeit.
Do 18. Oktober
23:45 SWR Literatur im Foyer
Thea Dorn im Gespräch mit Rüdiger Safranski, Sibylle Lewitscharoff und Peter Sloterdijk: "Du musst Dein Leben ändern" - Literaturtage in Badenweiler 2012
Fr 19. Oktober
20:45 kika quergelesen
Vorlesewettbewerb 2012/2013, Der Fluch der schwarzen Gondel, Anton macht's klar
01:20 Das Erste Das Konto (1) D 2003
Michael Mühlhausen ist Top-Manager des Lebensmittelkonzerns Olson AG, für den er die feindliche Übernahme des mächtigsten Konkurrenz-Unternehmens plant. Doch der Superdeal kommt nicht zustande, denn als der Chefchemiker Osterwald erschossen aufgefunden wird, fällt der Verdacht auf Mühlhausen: Seine Frau hatte ein Verhältnis mit dem Ermordeten. Auf der Flucht vor der Polizei versucht der in Ungnade gefallene Manager, seine Unschuld zu beweisen, und stößt dabei auf finstere Pläne der Geschäftsleitung. - Regisseur Markus Imboden und Drehbuchautor Martin Pristl adaptierten "Das Konto" nach dem gleichnamigen Roman von Uwe Schwartzer. Die Hauptrollen in diesem spannenden Zweiteiler spielen Heino Ferch, Josef Bierbichler und Julia Jäger.
Sa 20. Oktober
22:05 BR Erntedank. Ein Allgäukrimi D 2009
Der Allgäuer Kriminalhauptkommissar Kluftinger traut seinen Augen nicht. Auf einem Mordopfer liegt sorgfältig drapiert eine tote Krähe. Im Verlauf der Ermittlungen kommt Kluftinger einem Täter auf die Spur, der nach Allgäuer Sagenmotiven mordet. Denn bald gibt es eine zweite Leiche ...
00:05 BR Bergheimat. Kobr, Klüpfel, Kluftinger und ihr Allgäu
Bestseller-Ruhm und Lokalkolorit. Filmautor Peter Solfrank taucht ein in die ganz eigene Welt des Allgäus, in die Heimat des Kommissars und seiner Erfinder Volker Klüpfel und Michael Kobr. Er begleitet die beiden Krimi-Autoren auf Lesungen und sucht mit ihnen die Schauplätze ihrer bisher sechs Romane auf. Das Filmteam ist dabei, wenn sie in Kempten für den nächsten Fall recherchieren oder auf dem Filmset von "Milchgeld" den Kluftinger-Darsteller Herbert Knaup treffen.
00:55 BR Milchgeld. Ein Kluftingerkrimi
Während Kluftingers Ehefrau die Koffer für den gemeinsamen Mallorca-Urlaub packt, wird in nächster Nachbarschaft der Betriebsleiter der örtlichen Molkerei ermordet. Kluftinger, den schon der bevorstehende Urlaub unter Druck setzt, muss nun auch noch im eigenen Bekanntenkreis ermitteln ...
So 21. Oktober
20:15 3sat Herr der Fliegen GB 1963
In einer nicht näher definierten Zukunft wird eine Gruppe englischer Jungen beim Ausbruch eines Krieges aus London evakuiert, doch das Flugzeug stürzt auf einer unbewohnten tropischen Insel ab. Etwa 5 Kinder können sich retten, aber es gibt keine erwachsenen Überlebenden. Ralph, einer der Älteren, wird zum Anführer gewählt und versucht, eine Gesellschaftsordnung zu etablieren, die es der Gruppe erlauben wird zu überleben ... Der britische Theaterrebell Peter Brook verfilmte William Goldings 1954 erschienenen Erstlingsroman "Herr der Fliegen", indem er die aus über 3.000 Kandidaten ausgewählten Kinder behutsam durch improvisierte Szenen leitete.
Mo 22. Oktober
22:50 mdr Schwarze Ernte S, DK 1993
Dänemark um die Jahrhundertwende. Der Großgrundbesitzer Nils Uldahl-Ege (Ole Ernst) herrscht despotisch über seine Familie. Sein Jähzorn hat ihm überall Feinde gemacht, seine Verschwendungssucht droht alles zunichte zu machen, was seine Vorfahren aufgebaut haben. Seine Frau Line (Marika Lagercrantz) hat längst aufgegeben und sich in ihre eigene Welt zurückgezogen. Unfähig zu handeln sieht sie schweigend zu, wie ihr Mann die Kinder zu seelischen Krüppeln macht. Nur die jüngste Tochter, die 17-jährige Clara (Sofie Gråbøl), scheint die innere Kraft zu haben, eine eigene Persönlichkeit zu entwickeln. - Entstanden nach einem Roman von Gustav Wied, erzählt "Schwarze Ernte" die dramatische Geschichte einer Familie aus dem dänischen Landadel um die Jahrhundertwende.
23:25 BR LeseZeichen
Mit: Paul Schmitz: "Kriegskind" (Grenz-Echo), Mojtaba, Masoud und Milad Sadinam: "Unerwünscht" (Bloomsbury), Julia Benkert spricht mit Vea Kaiser über deren Buch: "Blasmusikpop" (Kiepenheuer & Witsch) und Friederike Wißmann: "Hanns Eisler" (Edition Elke Heidenreich bei C. Bertelsmann)
Di 23. Oktober
20:15 3sat Der Kameramörder A, CH 2009
Ein anonymes, jedoch populäres Snuff-Video, das einen Mord zeigt, taucht am Osterwochenende auf, als Heinrich und Eva ihren Freund Thomas und dessen neue Partnerin besuchen. Der erschreckende Inhalt des Videos drängt sich in die Realität, als drei Nachbarskinder verschwinden. Misstrauen entsteht zwischen den Freunden und verwandelt ihr idyllisches Osterwochenende in einen Alptraum über den Zustand ihrer Beziehungen. - Der Spielfilm basiert auf dem gleichnamigen Roman des österreichischen Schriftstellers Thomas Glavinic.
Mi 24. Oktober
20:15 Sat1 Die Säulen der Erde (Folge 3) D, CAN 2010
Dritter Teil der Bestseller-Verfilmung nach Ken Follett.
22:05 arte Kafka - Der letzte Prozess D, ISR 2011
Kafka scheute das Veröffentlichen seiner Werke und wollte seine handschriftlichen Manuskripte komplett verbrennen lassen. Doch der Freund und Schriftsteller Max Brod setzte sich über Kafkas letzen Willen hinweg, ließ sie drucken und schuf damit ein weltweites Phänomen. Kafkas Nachlass gelangte von Prag nach Tel Aviv, lagerte in diversen Safes, wurde vererbt, verschenkt und versteigert. Doch wo befindet er sich jetzt? Und ist das verratene Vermächtnis moralisch vertretbar?
Literatur im Radio
Sa 20. Oktober
20:05 Deutschlandfunk Maria | Von Isaak Babel
Durch die Oktoberrevolution sind die Angehörigen eines zaristischen Generals zu Außenseitern der Gesellschaft geworden. Ihr Niedergang ist nicht mehr aufzuhalten. Auch nicht durch die Bekanntschaft mit einem neureichen Geschäftemacher. Die einzige Hoffnung ist Maria, die zweite Tochter des Generals, die zur Revolutionärin wurde und irgendwo an der Front weilt ... "'Maria' ist ein außerordentlich starkes Stück über Petersburg. So haben selbst Fedin, Alexej Tolstoi oder andere Leningrader Schriftsteller nicht über ihre Stadt geschrieben. (...)" (Wsewolod Wischnewski) Isaak Babel schrieb das Stück 1935, vier Jahre vor seiner Verhaftung.
So 21. Oktober
18:30 Deutschlandradio Kultur Der Garten | Von Günter Herburger
"Die beiden, Mutter und Tochter, leben und sprechen in ihrer Abgeschiedenheit wie in einem Garten, in dem viele menschliche Wucherungen wachsen, gedeihen, wieder verderben. Die Struktur (des Hörspiels) ist einem Sonett ähnlich, und ich habe sehr darauf geachtet, dass Angriff und Abschied, laut und leise, Verbund und Hader, dann wieder Versöhnung, diatonisch folgen. Mutter und Tochter fordern sich heraus, haben keine Scheu voreinander. Sie sind eingehüllt in Schmerz und Begehren, doch insgeheim scheint die Trauer zu siegen. Das Kind, das noch unerfahren ist, hätte nichts dagegen, wenn es mit der Mama vom Haus in die Tiefe spränge. Es käme, seiner Vorstellung nach, wieder in den warmen Leib zurück, in den Himmel. Kinder sind uns lange Zeit überlegen, bis sie eben nicht mehr Kinder sind. Darin steckt viel Grausamkeit, die für uns kaum auszuhalten ist."
Mo 22. Oktober
21:33 Deutschlandradio Kultur Schwarze Hyazinthe | Von Friedrich Bestenreiner
Der Chemiker Dr. Maurice Giron hat ein betörendes Parfum kreiert: aphrodisierend, morbid wie die 'Blume des Bösen' - und höchst gefährlich: Der Duftstoff enthält nämlich süchtig machende Gifte. In bestimmter Konzentration führt die chemische Verbindung sogar zum Herzstillstand. Den Wirkungen der 'Black Hyazinth' kann sich kaum jemand entziehen. Auf Girons Weg zum Erfolg und zur Macht gibt es viele Opfer. Eines ist Professor Schaffernicht, Chef der Helios-Pharma AG und Ehegatte der angebeteten Partyschönheit Melody. Nach dem Tod des Professors übernimmt Giron den Pharmakonzern und kann endlich sein Produkt vermarkten. Doch schon bald holt ihn die Vergangenheit ein.
Di 23. Oktober
20:10 Deutschlandfunk die unvermeidlichen | Von Kathrin Röggla
Simultanübersetzer sind eingepfercht in kleine Kabinen, abgeriegelt von den konferierenden Massen, einzig bestückt mit Kopfhörer, Mikrofon und Räuspertaste: Sechs Dolmetscher sitzen über dem politischen Einigungsgeschehen, das sie begleiten, ja, erst möglich machen, oder folgen Entscheidungsträgern durch Flure zu sogenannten Hinterzimmergesprächen. Deren hoch konzentrierte, scheinbar körperlose Sprachübertragung wird zu einer Brücke in die Zentren der Macht, die stimmliche Neutralität zur Herausforderung und der Plausch mit den Kollegen zum körperlichen und geistigen Identitätsnachweis. In 'die unvermeidlichen' spiegelt sich in den Flurgesprächen der Simultanübersetzer die Welt der Großen im Kleinen. Sie alle träumen vom Triumphzug der kompromisslosen Einstimmigkeit über den ewigen Minimalkonsens. Von einer Konferenz der klaren Ansagen. Stattdessen verfolgen sie eine Konferenz der wachsenden Sprachlosigkeit.
18.10.2012 09:56:38
(22297 Beiträge)
Literatur im Fernsehen
Do 25. Oktober
22:25 3sat Felicia, mein Engel CAN, GB 1999
Ein Industrieviertel in der Nähe von Birmingham: Die schwangere junge Irin Felicia ist von ihrem Freund Johnny verlassen worden. Während sie versucht, mit der Situation klarzukommen, lernt Felicia den beleibten Kantinenchef Hilditch kennen, der sie zur Abtreibung überredet und sie einlädt, bei ihm zu wohnen, bis sie wieder auf eigenen Füßen stehen kann. - Auf der Grundlage des Romans "Felica's Journey" von William Trevor webt der renommierte kanadische Regisseur Atom Egoyan ein komplexes Netz aus Suspense und Terror, das durch die Verschmelzung der düsteren Gedankenwelten seiner Figuren mit der realen Handlung noch an Dramatik gewinnt.
23:45 SWR Literatur im Foyer
Felicitas von Lovenberg im Gespräch mit Daniel Kehlmann und Detlev Buck
Fr 26. Oktober
01:20 ZDF Ulysses GB 1967
"Ulysses", der legendäre Roman von James Joyce, war von 1920 bis 1933 verboten. Der amerikanische Regisseur Joseph Strick ging das Wagnis ein, den wohl bedeutendsten, schwierigsten und skandalumwittertsten Roman des letzten Jahrhunderts für das Kino zu adaptieren. Sein Film löste 1967 bei der Teilnahme am Festival in Cannes einen Proteststurm aus: Anstößige französische Untertitel wurden für die Wettbewerbsvorführung geschwärzt, so dass der Beitrag nach Einschreiten des Regisseurs und Produzenten zurückgezogen wurde. Anschließend scheiterte er in vielen Ländern an der Zensur. In der Bundesrepublik wurde der Film von der FSK erst 1970 freigegeben. In James Joyces' Heimat hob man den Bann im Jahr 2000 auf.
Sa 27. Oktober
20:15 rbb Mordkommission Istanbul - Die Tote in der Zisterne D 2008
Eine tote deutsche Journalistin in einer Istanbuler Zisterne gibt Kommissar Mehmet Özakin Rätsel auf: Kommissar Mehmet Özakin nimmt die Einladung seines Jugendfreundes Yunus an, der in Istanbul gerade ein neues Restaurant eröffnet hat. Yunus macht sich Sorgen um eine deutsche Journalistin, die normalerweise täglich bei ihm einkehrt, seit ein paar Tagen jedoch spurlos verschwunden ist. Kurz darauf wird in der Zisterne Yerebatan Sarayi eine Frau ermordet aufgefunden - keine Papiere, keine Zeugen. - Ein exotischer Bosporus-Krimi nach der Romanvorlage "Istanbul sehen und sterben" der Deutsch-Türkin Hülya Özkan. Erol Sander spielt den "Brunetti von Istanbul".
So 28. Oktober
10:15 3sat Literaturclub
Mit dem Gast Rainer Moritz, Moderation: Stefan Zweifel. Unter der neuen Leitung von Publizist und Philosoph Stefan Zweifel diskutiert das "Literaturclub"-Team in spannenden Streitgesprächen über Neuerscheinungen im Buchhandel.
20:15 3sat Liebeswahn GB 2004
Roger Michells abgründiges Psychodrama zeigt James-Bond-Darsteller Daniel Craig in der ungewohnten - aber bravourös gespielten - Rolle des Opfers einer erotomanischen Verfolgung. - Mit seiner Adaption von Ian McEwans 1997 erschienenem Roman "Liebeswahn" gelingt "Notting Hill"-Regisseur Roger Michell eine fesselnde filmische Achterbahnfahrt, die festgesteckte Grenzen zwischen Amour fou, Psychothriller und Arthousefilm neu auslotet.
22:35 Das Erste Druckfrisch
Denis Scheck stellt dieses Mal u. a. Bodo Kirchhoffs "Die Liebe in groben Zügen" vor, spricht über den Roman "Kanada" von Richard Ford und empfiehlt ganz persönlich "Zu einem Preis" von James Tiptree Jr.
Mo 29. Oktober
23:25 BR LeseZeichen
Mit Annette Dowideit: "Endstation Altenheim" (Redline), Martin Walser: "Das dreizehnte Kapitel" (Rowohlt), Armin Kratzert im Gespräch mit Claudia Ott über die von ihr erstmals ins Deutsche übersetzten Erzählungen "101 Nacht" (Manesse) und zur Marbacher Ausstellung "Kassiber. Verbotenes Schreiben"
Literatur im Radio
Sa 27. Oktober
20:05 Deutschlandfunk Aus dem Literarischen Colloquium Berlin - Lesung: Jenny Erpenbeck | Gesprächspartner: Verena Auffermann, Jan Bürger, Moderation: Denis Scheck
Im 'Literarischen Colloquium Berlin' wird Jenny Erpenbeck aus ihrem neuen Roman 'Aller Tage Abend' lesen und mit dem Literaturwissenschaftlern und Literaturkritikern Verena Auffermann und Jan Bürger diskutieren.
So 28. Oktober
20:05 Deutschlandfunk Wie in einem bösen Traum. Die unfassbaren Phantasmagorien des Schriftstellers Jerome Charyn | Von Hein Bruehl und Jürgen M. Thie
Jerome Charyn ist Kult. Nur weiß das keiner so genau, am wenigsten er selbst. Das liegt an seinen Facetten. Denn Charyn ist alles in einem: Romanschriftsteller und Sachbuchautor, Biograf, Filmhistoriker und Comictexter, Hochschulprofessor und Georges-Moustaki-Songwriter. Ein Amerikaner in Paris, der aktuell Filmwissenschaft an der American University of Paris lehrt, während er in den USA immer noch seinen surrealen Träumen von den Schattenwelten des New Yorker 'Dampfkochkessels' (Charyn) nachhängt. Vor allem was die Bronx betrifft, wo der mit Ehrungen und Preisen überhäufte Sohn osteuropäischer Juden 1937 geboren wurde, um sie seit 1974 zum Schauplatz seines weltberühmten 'Isaac-Sidel'-Zyklus" zu machen, durch den Charyn auch in Deutschland als großer Erneuerer des modernen Kriminalromans jede Menge Exegeten wie Anbeter fand. Mit ihrem Hörbild versuchen Hein Bruehl und Jürgen M. Thie den Spuren eines Multitalents nachzugehen.
Mo 29. Oktober
21:33 Deutschlandradio Kultur Gut und Böse | Von Erhard Schmied
Olaf Kuhn wurde in seinem Geschäft erschossen. Der Ladenbesitzer hatte sich die zahllosen Diebstähle durch Jugendliche aus dem Kiez nicht mehr gefallen lassen. Er hat die jungen Männer zur Rede gestellt und neben seiner Kasse zur Abschreckung ein altes Jagdgewehr aufgestellt. Mit dieser Waffe wurde er getötet. Schnell gerät Arslan, ein türkischer Jugendlicher, unter Verdacht. Doch die Polizei findet den Jungen schwer verletzt. Er stirbt. Eine Ladenbesitzerin aus dem Kiez hat eine Bürgerwehr organisiert, die für Recht und Ordnung sorgen soll, denn aus ihrer Sicht ist die Polizei nicht in der Lage, ihre Aufgaben zu erfüllen. Der Kommissar muss herausfinden: Wer hat den Ladenbesitzer Kuhn erschossen? Warum musste Arslan sterben? Und wer hat die Bürgerwehr so professionell geschult?
Di 30. Oktober
19:30 Deutschlandradio Kultur Jeden Abend Krieg. Wie Marinetti den futuristischen Terror erfand | Von Dagmar Just
"Legt Feuer an die Bibliotheken! Überschwemmt die Museen! Vernichtet das Krebsgeschwür der Professoren." Mit diesem Aufruf landete der italienische Millionärssohn Filippo Tommaso Marinetti den größten Coup eines Dichters in der Geschichte des Abendlandes. Den Lesern seines im konservativen Pariser Figaro abgedruckten 'Futuristischen Manifests' muss der Bissen im Halse steckengeblieben sein: "Wir wollen den Krieg verherrlichen - diese einzige Hygiene der Welt, die schönen Ideen, für die man stirbt, und die Verachtung des Weibs!" Bogenartig auf der Massenseele spielend, machte der geniale Selbstvermarkter, Massenanimateur und spätere faschistische Kulturminister die Kunst zur hochexplosiven Waffe, die durch Skandal und Provokation, Anarchie, Aktivismus, Körperkult und Technikfetischismus die Welt veränderte.
Do 25. Oktober
22:25 3sat Felicia, mein Engel CAN, GB 1999
Ein Industrieviertel in der Nähe von Birmingham: Die schwangere junge Irin Felicia ist von ihrem Freund Johnny verlassen worden. Während sie versucht, mit der Situation klarzukommen, lernt Felicia den beleibten Kantinenchef Hilditch kennen, der sie zur Abtreibung überredet und sie einlädt, bei ihm zu wohnen, bis sie wieder auf eigenen Füßen stehen kann. - Auf der Grundlage des Romans "Felica's Journey" von William Trevor webt der renommierte kanadische Regisseur Atom Egoyan ein komplexes Netz aus Suspense und Terror, das durch die Verschmelzung der düsteren Gedankenwelten seiner Figuren mit der realen Handlung noch an Dramatik gewinnt.
23:45 SWR Literatur im Foyer
Felicitas von Lovenberg im Gespräch mit Daniel Kehlmann und Detlev Buck
Fr 26. Oktober
01:20 ZDF Ulysses GB 1967
"Ulysses", der legendäre Roman von James Joyce, war von 1920 bis 1933 verboten. Der amerikanische Regisseur Joseph Strick ging das Wagnis ein, den wohl bedeutendsten, schwierigsten und skandalumwittertsten Roman des letzten Jahrhunderts für das Kino zu adaptieren. Sein Film löste 1967 bei der Teilnahme am Festival in Cannes einen Proteststurm aus: Anstößige französische Untertitel wurden für die Wettbewerbsvorführung geschwärzt, so dass der Beitrag nach Einschreiten des Regisseurs und Produzenten zurückgezogen wurde. Anschließend scheiterte er in vielen Ländern an der Zensur. In der Bundesrepublik wurde der Film von der FSK erst 1970 freigegeben. In James Joyces' Heimat hob man den Bann im Jahr 2000 auf.
Sa 27. Oktober
20:15 rbb Mordkommission Istanbul - Die Tote in der Zisterne D 2008
Eine tote deutsche Journalistin in einer Istanbuler Zisterne gibt Kommissar Mehmet Özakin Rätsel auf: Kommissar Mehmet Özakin nimmt die Einladung seines Jugendfreundes Yunus an, der in Istanbul gerade ein neues Restaurant eröffnet hat. Yunus macht sich Sorgen um eine deutsche Journalistin, die normalerweise täglich bei ihm einkehrt, seit ein paar Tagen jedoch spurlos verschwunden ist. Kurz darauf wird in der Zisterne Yerebatan Sarayi eine Frau ermordet aufgefunden - keine Papiere, keine Zeugen. - Ein exotischer Bosporus-Krimi nach der Romanvorlage "Istanbul sehen und sterben" der Deutsch-Türkin Hülya Özkan. Erol Sander spielt den "Brunetti von Istanbul".
So 28. Oktober
10:15 3sat Literaturclub
Mit dem Gast Rainer Moritz, Moderation: Stefan Zweifel. Unter der neuen Leitung von Publizist und Philosoph Stefan Zweifel diskutiert das "Literaturclub"-Team in spannenden Streitgesprächen über Neuerscheinungen im Buchhandel.
20:15 3sat Liebeswahn GB 2004
Roger Michells abgründiges Psychodrama zeigt James-Bond-Darsteller Daniel Craig in der ungewohnten - aber bravourös gespielten - Rolle des Opfers einer erotomanischen Verfolgung. - Mit seiner Adaption von Ian McEwans 1997 erschienenem Roman "Liebeswahn" gelingt "Notting Hill"-Regisseur Roger Michell eine fesselnde filmische Achterbahnfahrt, die festgesteckte Grenzen zwischen Amour fou, Psychothriller und Arthousefilm neu auslotet.
22:35 Das Erste Druckfrisch
Denis Scheck stellt dieses Mal u. a. Bodo Kirchhoffs "Die Liebe in groben Zügen" vor, spricht über den Roman "Kanada" von Richard Ford und empfiehlt ganz persönlich "Zu einem Preis" von James Tiptree Jr.
Mo 29. Oktober
23:25 BR LeseZeichen
Mit Annette Dowideit: "Endstation Altenheim" (Redline), Martin Walser: "Das dreizehnte Kapitel" (Rowohlt), Armin Kratzert im Gespräch mit Claudia Ott über die von ihr erstmals ins Deutsche übersetzten Erzählungen "101 Nacht" (Manesse) und zur Marbacher Ausstellung "Kassiber. Verbotenes Schreiben"
Literatur im Radio
Sa 27. Oktober
20:05 Deutschlandfunk Aus dem Literarischen Colloquium Berlin - Lesung: Jenny Erpenbeck | Gesprächspartner: Verena Auffermann, Jan Bürger, Moderation: Denis Scheck
Im 'Literarischen Colloquium Berlin' wird Jenny Erpenbeck aus ihrem neuen Roman 'Aller Tage Abend' lesen und mit dem Literaturwissenschaftlern und Literaturkritikern Verena Auffermann und Jan Bürger diskutieren.
So 28. Oktober
20:05 Deutschlandfunk Wie in einem bösen Traum. Die unfassbaren Phantasmagorien des Schriftstellers Jerome Charyn | Von Hein Bruehl und Jürgen M. Thie
Jerome Charyn ist Kult. Nur weiß das keiner so genau, am wenigsten er selbst. Das liegt an seinen Facetten. Denn Charyn ist alles in einem: Romanschriftsteller und Sachbuchautor, Biograf, Filmhistoriker und Comictexter, Hochschulprofessor und Georges-Moustaki-Songwriter. Ein Amerikaner in Paris, der aktuell Filmwissenschaft an der American University of Paris lehrt, während er in den USA immer noch seinen surrealen Träumen von den Schattenwelten des New Yorker 'Dampfkochkessels' (Charyn) nachhängt. Vor allem was die Bronx betrifft, wo der mit Ehrungen und Preisen überhäufte Sohn osteuropäischer Juden 1937 geboren wurde, um sie seit 1974 zum Schauplatz seines weltberühmten 'Isaac-Sidel'-Zyklus" zu machen, durch den Charyn auch in Deutschland als großer Erneuerer des modernen Kriminalromans jede Menge Exegeten wie Anbeter fand. Mit ihrem Hörbild versuchen Hein Bruehl und Jürgen M. Thie den Spuren eines Multitalents nachzugehen.
Mo 29. Oktober
21:33 Deutschlandradio Kultur Gut und Böse | Von Erhard Schmied
Olaf Kuhn wurde in seinem Geschäft erschossen. Der Ladenbesitzer hatte sich die zahllosen Diebstähle durch Jugendliche aus dem Kiez nicht mehr gefallen lassen. Er hat die jungen Männer zur Rede gestellt und neben seiner Kasse zur Abschreckung ein altes Jagdgewehr aufgestellt. Mit dieser Waffe wurde er getötet. Schnell gerät Arslan, ein türkischer Jugendlicher, unter Verdacht. Doch die Polizei findet den Jungen schwer verletzt. Er stirbt. Eine Ladenbesitzerin aus dem Kiez hat eine Bürgerwehr organisiert, die für Recht und Ordnung sorgen soll, denn aus ihrer Sicht ist die Polizei nicht in der Lage, ihre Aufgaben zu erfüllen. Der Kommissar muss herausfinden: Wer hat den Ladenbesitzer Kuhn erschossen? Warum musste Arslan sterben? Und wer hat die Bürgerwehr so professionell geschult?
Di 30. Oktober
19:30 Deutschlandradio Kultur Jeden Abend Krieg. Wie Marinetti den futuristischen Terror erfand | Von Dagmar Just
"Legt Feuer an die Bibliotheken! Überschwemmt die Museen! Vernichtet das Krebsgeschwür der Professoren." Mit diesem Aufruf landete der italienische Millionärssohn Filippo Tommaso Marinetti den größten Coup eines Dichters in der Geschichte des Abendlandes. Den Lesern seines im konservativen Pariser Figaro abgedruckten 'Futuristischen Manifests' muss der Bissen im Halse steckengeblieben sein: "Wir wollen den Krieg verherrlichen - diese einzige Hygiene der Welt, die schönen Ideen, für die man stirbt, und die Verachtung des Weibs!" Bogenartig auf der Massenseele spielend, machte der geniale Selbstvermarkter, Massenanimateur und spätere faschistische Kulturminister die Kunst zur hochexplosiven Waffe, die durch Skandal und Provokation, Anarchie, Aktivismus, Körperkult und Technikfetischismus die Welt veränderte.
25.10.2012 10:05:30
(22297 Beiträge)
Literatur im Fernsehen
Do 08. November
23:45 SWR Literatur im Foyer
Thea Dorn im Gespräch mit Alain Claude Sulzer ("Aus den Fugen") und Jenny Erpenbeck ("Aller Tage Abend")
23:56 arte Wir alle sind Prinzessinnen F 2010
Im Gymnasium eines Problembezirks von Marseille behandeln Schüler im Französischunterricht den Roman "Die Prinzessin von Clèves" von Marie-Madeleine de La Fayette aus dem Jahr 1678. Der Handlung des Romans folgend, gewährt der Dokumentarfilm intime Einblicke ins Leben der jungen Leute. Manchmal benutzen die Jugendlichen ihre eigenen Worte, manchmal die des Buches. Die Höhepunkte des Romans, der zeitlose Themen behandelt, lassen sich gut auf ihre Welt übertragen. Auch sie entdecken gerade erste Liebesgefühle. Unmerklich verschwimmen die Grenzen zwischen Fiktion und Realität.
Fr 09. November
23:25 3sat Ein Leben für ein Leben - Adam Hundesohn D, USA, ISR 2008
Adam Stein, vor dem Krieg ein begnadeter Berliner Clown und Varieté-Künstler, wird ins Konzentrationslager deportiert. Dort trifft er auf den zynischen Lagerkommandanten Klein, einen "Bewunderer" seiner Kunst. Zu Kleins Zerstreuung muss Adam dessen Schäferhund mimen und im Zwinger leben. Er erträgt jede Demütigung, in der Hoffnung, seine Familie vor der Gaskammer retten zu können. Aber Klein kennt keine Gnade. Adam überlebt, wird von Schuldgefühlen gepeinigt und hat selbst Jahrzehnte später sein Trauma nicht überwunden. - Paul Schraders kongeniale Adaption des israelischen Romans "Adam Hundesohn" von Yoram Kaniuk zählt zu den ungewöhnlichsten Holocaust-Filmen überhaupt.
Sa 10. November
16:15 3sat Die Ratten BRD 1955
Auf der Suche nach ihrem Verlobten, der sie im Stich gelassen hat, kommt die hoch schwangere Polin Pauline Karka Anfang der 1950er Jahre mittellos nach Berlin. Die einzige Spur führt zu dem Spediteur Karl John, bei dem der Verlobte kurz gearbeitet hat. Während Karl geschäftlich verreisen muss, nimmt dessen Frau Anna die verzweifelte junge Frau bei sich auf. Ihre Fürsorge ist allerdings nicht ganz uneigennützig, denn die Johns sind bislang ungewollt kinderlos geblieben. Aus Angst, ihr Mann könnte sie deswegen verlassen, verschweigt Anna ihm, die bis vor kurzem ebenfalls schwanger war, dass sie ihr Kind verloren hat. Stattdessen täuscht sie ihre Schwangerschaft weiterhin vor. - "Die Ratten" war 1955 ein großer Publikumserfolg im deutschen Kino. Der mit Maria Schell, Gustav Knuth, Curd Jürgens und Heidemarie Hatheyer starbesetzte Film basiert auf dem gleichnamigen Bühnenstück von Gerhard Hauptmann.
20:15 BR Der Vorleser D, USA 2008
Deutschland, in den späten 1950er-Jahren: Die Straßenbahn-Schaffnerin Hanna beginnt eine Affäre mit dem 15-jährigen Schüler Michael Berg. Während er ihr aus der Weltliteratur vorliest, weiht sie ihn in die Liebe ein. Ihre Beziehung dauert nur einen Sommer, dann verschwindet Hanna über Nacht. Knapp ein Jahrzehnt später begegnet der angehende Jurist seiner großen Liebe im Gerichtssaal wieder - dort muss sie sich für ihre Vergehen als KZ-Aufseherin verantworten. Erst jetzt errät Michael Hannas sorgsam gehütetes Geheimnis. - Bernhard Schlinks Roman "Der Vorleser" sorgte 1995 für Aufsehen und wurde zum Weltbestseller. Der Brite Stephen Daldry, der bereits mit der Virginia-Woolf-Verfilmung "The Hours" sein Talent für die Adaption komplexer Literaturvorlagen bewies, hält sich in seiner Verfilmung eng an die Vorlage, gibt jedoch die Ich-Perspektive zugunsten einer eher objektiveren Erzählhaltung auf.
20:15 3sat Gerhart Hauptmann - Rebell und Repräsentant
Dag Freyer folgt in seiner Dokumentation "Gerhart Hauptmann - Rebell und Repräsentant" den Spuren des Dichters und Dramatikers durch Kaiserzeit und Weimarer Republik bis zum Ende seines Lebens. Gestützt auf Hauptmanns Tagebucheinträge zeigt der Film eine vielschichtige und widersprüchliche Persönlichkeit. Historisches Filmmaterial und Ausschnitte aus zeitgenössischen Inszenierungen seiner Werke belegen die literarische Bedeutung eines der größten deutschen Schriftsteller des 19. und 20. Jahrhunderts, dargestellt im Film von Schauspieler Manfred Andrae.
21:00 3sat Die Weber D 2012
Ob Gerhart Hauptmann vor etwa 120 Jahren vorhergesehen hat, dass sein Stück über den schlesischen Weberaufstand von 1844 wie gemacht dafür ist, in den heutigen Zeiten des Aufruhrs inszeniert zu werden? Trotz seines konkreten historischen Bezugs, seiner volkstümlichen Anmutung durch den Dialekt, in dem der Text verfasst wurde, ist dieses Stück allgemein gültig, auch heute noch, und zeigt die Mechanismen, die zu Occupy, Kampf, Revolte und Aufstand führen. - Eine Aufführung aus dem Deutschen Theater Berlin vom 19.04.2012. Regie: Michael Thalheimer.
So 11. November
10:15 3sat Die Märkische Dichterlandschaft
Nicht nur den Dramatiker Gerhard Hauptmann, auch die Schriftsteller Theodor Fontane, Kurt Tucholsky, Hans Fallada, Bertolt Brecht, Heinrich von Kleist und Bettina und Achim von Arnim verbanden ihre Literatur mit der märkischen Landschaft und mit Ortschaften, die durch sie zu literarischen Orten wurden. Die "Dichterstraße" ist ein Netzwerk märkischer Dichterorte, in dem man sich selbst Wege suchen muss. Dabei ist man unterwegs durch die Jahrhunderte, bewegt sich in unterschiedlichsten Lebenskreisen und trifft mit etwas Glück auf Menschen, die noch Zeitzeugen waren oder Spurensucher sind.
20:15 arte Mademoiselle Chambon F 2009
Die Erneuerung eines Fensters in der Wohnung der Lehrerin seines Sohnes ist für den gestandenen Handwerker Jean zunächst nur ein Routinejob. Ein Foto, das Mademoiselle Chambon als Solo-Violinistin zeigt, macht ihn neugierig - Die berührende Geschichte einer unmöglichen Liebe basiert auf dem gleichnamigen Roman von Éric Holder. Regisseur Stéphane Brizé, 2010 mit dem César für das Beste adaptierte Drehbuch ausgezeichnet, inszeniert dieses Melodram wie einen ruhigen Tanz, dessen Rhythmus der Zuschauer hypnotisiert folgt.
Mo 12. November
22:50 mdr Ein Geheimnis F, D 2007
Frankreich, zehn Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg: François (Valentin Vigourt), dem die Fußstapfen seiner im Spitzensport erfolgreichen Eltern zu groß sind, flüchtet sich in den Dialog mit seinem imaginären großen Bruder sowie seiner jüdischen Nachbarin Louise (Julie Depardieu). - Nach dem gleichnamigen Roman von Philippe Grimbert.
23:25 BR LeseZeichen
Di 13. November
17:35 arte Karawane der Bücher
Im Norden Kenias gibt es die einzige Kamel-Bibliothek der Welt. Vorbei an Giraffen und Antilopen schleppt eine schwer bepackte Karawane regelmäßig Lesestoff in die unwegsame Savanne. Kinder und Erwachsene der muslimischen Nomadenvölker blättern in Schulbüchern, Romanen und Comicheften. 400 Kilometer von der Hauptstadt Nairobi entfernt, kämpfen die örtlichen Bibliothekare gegen Analphabetismus, überkommene Traditionen, fehlendes Geld und - störrische Kamele.
Mi 14. November
22:40 arte Die Eigenheiten einer jungen Blondine P, F, S 2009
In Galizien sagt man: "Was du weder deiner Frau noch deinem besten Freund erzählen kannst, das erzähle einem Fremden." Genau das tut der junge Macário, als er auf einer Zugfahrt von Lissabon an die Algarve in einem Abteil der ersten Klasse Platz nimmt. Ihm gegenüber sitzt eine ältere Dame, die sich im Verlaufe der Reise als aufmerksame Zuhörerin seiner ungewöhnlichen Geschichte erweisen wird. - Nach einer Erzählung von José Maria Eça de Queiroz (1845-1900), einem der wichtigsten portugiesischen Romancier des 19. Jahrhunderts. Er hat maßgeblich zur Entstehung einer realistischen und naturalistischen Schreibweise in Portugal beigetragen.
Literatur im Radio
Sa 10. November
20:05 Deutschlandfunk ALFRED C. Aus dem Leben eines Getreidehändlers | Von Hermann Bohlen
Ein alter Getreidehändler wird zum Leben wiedererweckt. Alfred C. hat sein Leben lang alles gegeben, um dem Gemeinwesen zu dienen, hat mehrere 100 Millionen Mark gespendet, eine Naturparkbewegung ins Leben gerufen und Wochenende für Wochenende in der Lüneburger Heide Bonbonpapierchen gesammelt. Sein Bild findet sich auf allen Veröffentlichungen der Stiftung, die er gegründet hat, sein Name wird überall genannt. Aber wieso hört oder liest man nirgendwo einen Ausspruch von ihm, wieso ist nicht ein Trinkspruch übrig geblieben, wieso ist von seinen Schriften alles getilgt? Hermann Bohlen ist der Sache nachgegangen und hat dem Toten die Zunge gelöst.
So 11. November
18:30 Deutschlandradio Kultur Zum 150. Geburtstag von Gerhart Hauptmann: Die Ratten
Ratten bevölkern den Dachboden einer Berliner Mietskaserne. Der arbeitslose Theaterdirektor Hassenreuter hat hier seinen Fundus eingelagert und gibt Schauspielunterricht. Putzfrau John, verheiratet mit einem Maurerpolier auf Montage, kümmert sich um die Requisiten. Auf dem Dachboden begegnet sie der verzweifelten Pauline Piperkarcka. Das Dienstmädchen, das von ihrem Liebhaber geschwängert und sitzengelassen wurde, will sich aus Angst vor Schande das Leben nehmen. Frau John, die den Tod ihres eigenen Säuglings noch nicht verwunden hat, überredet Pauline, ihr das Kind für Geld in Obhut zu geben. Aber Pauline bereut das Geschäft. Frau John gerät in Bedrängnis, weil sie das Baby als ihr eigenes ausgegeben hat. Um es zu behalten, bringt sie es bei der Morphinistin Knobbe unter. Ein weiterer Fehler.
Mo 12. November
21:33 Deutschlandradio Kultur Die Chamissofalle | Von Joy Markert
Leo Perls, Rechtsanwalt in Tübingen, schickt Privatdetektivin Cher Ebinger nach Berlin. Sie soll herausfinden, wer seinen Sohn Daniel, Student an der Humboldt-Universität, umgebracht hat. Die Polizei hält während ihrer Ermittlungen Informationen konsequent zurück. Daniel hatte sich in den letzten Monaten geradezu obsessiv mit dem Dichter, Naturwissenschaftler und Weltreisenden Adalbert von Chamisso beschäftigt. Am Tag seines Todes traf er sich mit dem Verleger Grossman. Nach Aussage der Studentin Mia, einer Freundin von Daniel, hatte es Spannungen zwischen Daniel Perls und dem Verleger gegeben. Daniel sollte als Ghostwriter fungieren.
Di 13. November
20:10 Deutschlandfunk Wann Wo oder Eine gewisse Anzahl Gespräche | Von Aleksander Vvedenskij
Aleksander Vvedenskij, neben Daniiel Charms einer der Hauptprotagonisten der Künstlervereinigung Oberiu, hat mit 'Eine gewisse Anzahl Gespräche' einen ebenso poetischen wie rätselhaften Text geschrieben. Das Systemhafte und die Minimalstruktur der Szenen haben für sich schon musikalische Qualität und funktionieren wie eine Komposition. Die Lakonie und radikale Reduktion von Sprache und Text gibt zugleich auch einen weiten Raum für rein akustische Passagen. Die Komposition für 'Wann Wo' basiert auf historischem Geräuschmaterial und auf der Sprache des russischen Originals selbst, die sich - ebenfalls vielfach bearbeitet - als Geräuschebene durch das Stück zieht.
Do 08. November
23:45 SWR Literatur im Foyer
Thea Dorn im Gespräch mit Alain Claude Sulzer ("Aus den Fugen") und Jenny Erpenbeck ("Aller Tage Abend")
23:56 arte Wir alle sind Prinzessinnen F 2010
Im Gymnasium eines Problembezirks von Marseille behandeln Schüler im Französischunterricht den Roman "Die Prinzessin von Clèves" von Marie-Madeleine de La Fayette aus dem Jahr 1678. Der Handlung des Romans folgend, gewährt der Dokumentarfilm intime Einblicke ins Leben der jungen Leute. Manchmal benutzen die Jugendlichen ihre eigenen Worte, manchmal die des Buches. Die Höhepunkte des Romans, der zeitlose Themen behandelt, lassen sich gut auf ihre Welt übertragen. Auch sie entdecken gerade erste Liebesgefühle. Unmerklich verschwimmen die Grenzen zwischen Fiktion und Realität.
Fr 09. November
23:25 3sat Ein Leben für ein Leben - Adam Hundesohn D, USA, ISR 2008
Adam Stein, vor dem Krieg ein begnadeter Berliner Clown und Varieté-Künstler, wird ins Konzentrationslager deportiert. Dort trifft er auf den zynischen Lagerkommandanten Klein, einen "Bewunderer" seiner Kunst. Zu Kleins Zerstreuung muss Adam dessen Schäferhund mimen und im Zwinger leben. Er erträgt jede Demütigung, in der Hoffnung, seine Familie vor der Gaskammer retten zu können. Aber Klein kennt keine Gnade. Adam überlebt, wird von Schuldgefühlen gepeinigt und hat selbst Jahrzehnte später sein Trauma nicht überwunden. - Paul Schraders kongeniale Adaption des israelischen Romans "Adam Hundesohn" von Yoram Kaniuk zählt zu den ungewöhnlichsten Holocaust-Filmen überhaupt.
Sa 10. November
16:15 3sat Die Ratten BRD 1955
Auf der Suche nach ihrem Verlobten, der sie im Stich gelassen hat, kommt die hoch schwangere Polin Pauline Karka Anfang der 1950er Jahre mittellos nach Berlin. Die einzige Spur führt zu dem Spediteur Karl John, bei dem der Verlobte kurz gearbeitet hat. Während Karl geschäftlich verreisen muss, nimmt dessen Frau Anna die verzweifelte junge Frau bei sich auf. Ihre Fürsorge ist allerdings nicht ganz uneigennützig, denn die Johns sind bislang ungewollt kinderlos geblieben. Aus Angst, ihr Mann könnte sie deswegen verlassen, verschweigt Anna ihm, die bis vor kurzem ebenfalls schwanger war, dass sie ihr Kind verloren hat. Stattdessen täuscht sie ihre Schwangerschaft weiterhin vor. - "Die Ratten" war 1955 ein großer Publikumserfolg im deutschen Kino. Der mit Maria Schell, Gustav Knuth, Curd Jürgens und Heidemarie Hatheyer starbesetzte Film basiert auf dem gleichnamigen Bühnenstück von Gerhard Hauptmann.
20:15 BR Der Vorleser D, USA 2008
Deutschland, in den späten 1950er-Jahren: Die Straßenbahn-Schaffnerin Hanna beginnt eine Affäre mit dem 15-jährigen Schüler Michael Berg. Während er ihr aus der Weltliteratur vorliest, weiht sie ihn in die Liebe ein. Ihre Beziehung dauert nur einen Sommer, dann verschwindet Hanna über Nacht. Knapp ein Jahrzehnt später begegnet der angehende Jurist seiner großen Liebe im Gerichtssaal wieder - dort muss sie sich für ihre Vergehen als KZ-Aufseherin verantworten. Erst jetzt errät Michael Hannas sorgsam gehütetes Geheimnis. - Bernhard Schlinks Roman "Der Vorleser" sorgte 1995 für Aufsehen und wurde zum Weltbestseller. Der Brite Stephen Daldry, der bereits mit der Virginia-Woolf-Verfilmung "The Hours" sein Talent für die Adaption komplexer Literaturvorlagen bewies, hält sich in seiner Verfilmung eng an die Vorlage, gibt jedoch die Ich-Perspektive zugunsten einer eher objektiveren Erzählhaltung auf.
20:15 3sat Gerhart Hauptmann - Rebell und Repräsentant
Dag Freyer folgt in seiner Dokumentation "Gerhart Hauptmann - Rebell und Repräsentant" den Spuren des Dichters und Dramatikers durch Kaiserzeit und Weimarer Republik bis zum Ende seines Lebens. Gestützt auf Hauptmanns Tagebucheinträge zeigt der Film eine vielschichtige und widersprüchliche Persönlichkeit. Historisches Filmmaterial und Ausschnitte aus zeitgenössischen Inszenierungen seiner Werke belegen die literarische Bedeutung eines der größten deutschen Schriftsteller des 19. und 20. Jahrhunderts, dargestellt im Film von Schauspieler Manfred Andrae.
21:00 3sat Die Weber D 2012
Ob Gerhart Hauptmann vor etwa 120 Jahren vorhergesehen hat, dass sein Stück über den schlesischen Weberaufstand von 1844 wie gemacht dafür ist, in den heutigen Zeiten des Aufruhrs inszeniert zu werden? Trotz seines konkreten historischen Bezugs, seiner volkstümlichen Anmutung durch den Dialekt, in dem der Text verfasst wurde, ist dieses Stück allgemein gültig, auch heute noch, und zeigt die Mechanismen, die zu Occupy, Kampf, Revolte und Aufstand führen. - Eine Aufführung aus dem Deutschen Theater Berlin vom 19.04.2012. Regie: Michael Thalheimer.
So 11. November
10:15 3sat Die Märkische Dichterlandschaft
Nicht nur den Dramatiker Gerhard Hauptmann, auch die Schriftsteller Theodor Fontane, Kurt Tucholsky, Hans Fallada, Bertolt Brecht, Heinrich von Kleist und Bettina und Achim von Arnim verbanden ihre Literatur mit der märkischen Landschaft und mit Ortschaften, die durch sie zu literarischen Orten wurden. Die "Dichterstraße" ist ein Netzwerk märkischer Dichterorte, in dem man sich selbst Wege suchen muss. Dabei ist man unterwegs durch die Jahrhunderte, bewegt sich in unterschiedlichsten Lebenskreisen und trifft mit etwas Glück auf Menschen, die noch Zeitzeugen waren oder Spurensucher sind.
20:15 arte Mademoiselle Chambon F 2009
Die Erneuerung eines Fensters in der Wohnung der Lehrerin seines Sohnes ist für den gestandenen Handwerker Jean zunächst nur ein Routinejob. Ein Foto, das Mademoiselle Chambon als Solo-Violinistin zeigt, macht ihn neugierig - Die berührende Geschichte einer unmöglichen Liebe basiert auf dem gleichnamigen Roman von Éric Holder. Regisseur Stéphane Brizé, 2010 mit dem César für das Beste adaptierte Drehbuch ausgezeichnet, inszeniert dieses Melodram wie einen ruhigen Tanz, dessen Rhythmus der Zuschauer hypnotisiert folgt.
Mo 12. November
22:50 mdr Ein Geheimnis F, D 2007
Frankreich, zehn Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg: François (Valentin Vigourt), dem die Fußstapfen seiner im Spitzensport erfolgreichen Eltern zu groß sind, flüchtet sich in den Dialog mit seinem imaginären großen Bruder sowie seiner jüdischen Nachbarin Louise (Julie Depardieu). - Nach dem gleichnamigen Roman von Philippe Grimbert.
23:25 BR LeseZeichen
Di 13. November
17:35 arte Karawane der Bücher
Im Norden Kenias gibt es die einzige Kamel-Bibliothek der Welt. Vorbei an Giraffen und Antilopen schleppt eine schwer bepackte Karawane regelmäßig Lesestoff in die unwegsame Savanne. Kinder und Erwachsene der muslimischen Nomadenvölker blättern in Schulbüchern, Romanen und Comicheften. 400 Kilometer von der Hauptstadt Nairobi entfernt, kämpfen die örtlichen Bibliothekare gegen Analphabetismus, überkommene Traditionen, fehlendes Geld und - störrische Kamele.
Mi 14. November
22:40 arte Die Eigenheiten einer jungen Blondine P, F, S 2009
In Galizien sagt man: "Was du weder deiner Frau noch deinem besten Freund erzählen kannst, das erzähle einem Fremden." Genau das tut der junge Macário, als er auf einer Zugfahrt von Lissabon an die Algarve in einem Abteil der ersten Klasse Platz nimmt. Ihm gegenüber sitzt eine ältere Dame, die sich im Verlaufe der Reise als aufmerksame Zuhörerin seiner ungewöhnlichen Geschichte erweisen wird. - Nach einer Erzählung von José Maria Eça de Queiroz (1845-1900), einem der wichtigsten portugiesischen Romancier des 19. Jahrhunderts. Er hat maßgeblich zur Entstehung einer realistischen und naturalistischen Schreibweise in Portugal beigetragen.
Literatur im Radio
Sa 10. November
20:05 Deutschlandfunk ALFRED C. Aus dem Leben eines Getreidehändlers | Von Hermann Bohlen
Ein alter Getreidehändler wird zum Leben wiedererweckt. Alfred C. hat sein Leben lang alles gegeben, um dem Gemeinwesen zu dienen, hat mehrere 100 Millionen Mark gespendet, eine Naturparkbewegung ins Leben gerufen und Wochenende für Wochenende in der Lüneburger Heide Bonbonpapierchen gesammelt. Sein Bild findet sich auf allen Veröffentlichungen der Stiftung, die er gegründet hat, sein Name wird überall genannt. Aber wieso hört oder liest man nirgendwo einen Ausspruch von ihm, wieso ist nicht ein Trinkspruch übrig geblieben, wieso ist von seinen Schriften alles getilgt? Hermann Bohlen ist der Sache nachgegangen und hat dem Toten die Zunge gelöst.
So 11. November
18:30 Deutschlandradio Kultur Zum 150. Geburtstag von Gerhart Hauptmann: Die Ratten
Ratten bevölkern den Dachboden einer Berliner Mietskaserne. Der arbeitslose Theaterdirektor Hassenreuter hat hier seinen Fundus eingelagert und gibt Schauspielunterricht. Putzfrau John, verheiratet mit einem Maurerpolier auf Montage, kümmert sich um die Requisiten. Auf dem Dachboden begegnet sie der verzweifelten Pauline Piperkarcka. Das Dienstmädchen, das von ihrem Liebhaber geschwängert und sitzengelassen wurde, will sich aus Angst vor Schande das Leben nehmen. Frau John, die den Tod ihres eigenen Säuglings noch nicht verwunden hat, überredet Pauline, ihr das Kind für Geld in Obhut zu geben. Aber Pauline bereut das Geschäft. Frau John gerät in Bedrängnis, weil sie das Baby als ihr eigenes ausgegeben hat. Um es zu behalten, bringt sie es bei der Morphinistin Knobbe unter. Ein weiterer Fehler.
Mo 12. November
21:33 Deutschlandradio Kultur Die Chamissofalle | Von Joy Markert
Leo Perls, Rechtsanwalt in Tübingen, schickt Privatdetektivin Cher Ebinger nach Berlin. Sie soll herausfinden, wer seinen Sohn Daniel, Student an der Humboldt-Universität, umgebracht hat. Die Polizei hält während ihrer Ermittlungen Informationen konsequent zurück. Daniel hatte sich in den letzten Monaten geradezu obsessiv mit dem Dichter, Naturwissenschaftler und Weltreisenden Adalbert von Chamisso beschäftigt. Am Tag seines Todes traf er sich mit dem Verleger Grossman. Nach Aussage der Studentin Mia, einer Freundin von Daniel, hatte es Spannungen zwischen Daniel Perls und dem Verleger gegeben. Daniel sollte als Ghostwriter fungieren.
Di 13. November
20:10 Deutschlandfunk Wann Wo oder Eine gewisse Anzahl Gespräche | Von Aleksander Vvedenskij
Aleksander Vvedenskij, neben Daniiel Charms einer der Hauptprotagonisten der Künstlervereinigung Oberiu, hat mit 'Eine gewisse Anzahl Gespräche' einen ebenso poetischen wie rätselhaften Text geschrieben. Das Systemhafte und die Minimalstruktur der Szenen haben für sich schon musikalische Qualität und funktionieren wie eine Komposition. Die Lakonie und radikale Reduktion von Sprache und Text gibt zugleich auch einen weiten Raum für rein akustische Passagen. Die Komposition für 'Wann Wo' basiert auf historischem Geräuschmaterial und auf der Sprache des russischen Originals selbst, die sich - ebenfalls vielfach bearbeitet - als Geräuschebene durch das Stück zieht.
08.11.2012 13:01:50
(22297 Beiträge)
Literatur im Fernsehen
Do 15. November
23:45 SWR Literatur im Foyer
Sibylle Berg ist artig und sagt: "Vielen Dank für das Leben". Denis Scheck bedankt sich für neue gute Bücher in diesem Herbst.
Fr 16. November
10:50 rbb Leben nach dem Überleben. Die Literatin Ruth Klüger
"Weiter leben. Eine Jugend" - so hieß das erste Buch der aus Österreich stammenden amerikanischen Literaturwissenschafterin Ruth Klüger. 1992 erschien es auf dem deutschsprachigen Buchmarkt und war sofort ein Bestseller. Inzwischen gehört es zum Bildungskanon in Deutschland. Klüger erzählt in unpathetischer Weise darin ihre Geschichte. Die Geschichte eines jüdischen Kindes im Wien der 30er-Jahre, wo sie Heimat und Identität verliert.
Sa 17. November
20:15 BR Wüstenblume D 2009
Die junge Somalierin Waris wird in London von dem Starfotografen Terry Donaldson als Fotomodell entdeckt. Kurze Zeit später ist die Schönheit der Shooting-Star der internationalen Modewelt. Doch niemand ahnt, dass sich hinter ihrem märchenhaften Aufstieg ein erschütterndes Schicksal verbirgt - denn Waris wurde als Kind Opfer einer Zwangsbeschneidung. Ihren Ruhm nutzt die junge Frau für den Kampf gegen die brutale Tradition der Genitalverstümmelung. Die Somalierin Waris Dirie kommt als Tochter einer Nomadenfamilie zur Welt. - Waris Diries autobiografischer Bestseller "Wüstenblume" berührte weltweit Millionen von Menschen und regte eine Debatte über die grausame Tradition der Frauenbeschneidung an.
00:10 BR Red Dust - Die Wahrheit führt in die Freiheit GB, SA 2004
Der Polizist Dirk Hendricks hat im Namen des Apartheidregimes gefoltert und gemordet. Nun tritt er vor die südafrikanische Wahrheitskommission mit der Bitte um Amnestie. Doch der Politiker Alex Mpondo erhebt Einspruch. Mpondo weiß, dass Hendricks nicht die ganze Wahrheit sagt, denn vor 18 Jahren wurde auch er grausam von Hendricks gefoltert. Vor der Kommission bekennt Hendricks sich schließlich zu diesem Verbrechen. Doch die ganze Wahrheit ist damit noch immer nicht aufgedeckt. - Mit "Red Dust - Die Wahrheit führt in die Freiheit" inszenierte der spätere Oscar-Preisträger Tom Hooper ein packendes Politdrama mit Elementen des Gerichtsfilms, das vor dem realen Hintergrund der sogenannten "Wahrheits- und Versöhnungskommission" spielt, die von Nelson Mandela 1996 eingesetzt wurde und bis 1998 tätig war. Das Drehbuch entstand nach dem gleichnamigen Roman der südafrikanischen Journalistin und Schriftstellerin Gillian Slovo.
So 18. November
00:20 Das Erste Tage oder Stunden F 2008
Von einem Tag auf den anderen stellt Antoine alles bislang Erreichte in Frage. Der erfolgreiche Werbefachmann hat die Nase voll von den verlogenen Schmeicheleien gegenüber seinen reichen Kunden, und von der Liebe zu seiner Frau ist offenbar auch nicht mehr viel geblieben. Bei seiner Geburtstagsfeier nimmt er kein Blatt mehr vor den Mund und stößt auch seine Freunde rüde vor den Kopf. Plötzlich ist der Familienvater spurlos verschwunden - was ist mit Antoine? - Nach seinem elegisch-meditativen Kinoerfolg "Dialog mit meinem Gärtner" inszenierte Jean Becker einen verstörenden Film mit zwei Gesichtern. Basierend auf dem Roman "Deux jours à tuer" von François d'Epenoux, erzählt der Regieveteran scheinbar die Geschichte eines Familienvaters in einer typischen Midlife-Crisis. Doch die Rasanz, mit der ein erfolgreicher Geschäftsmann sein bürgerliches Leben in Schutt und Asche legt, hat man so noch nicht gesehen.
00:35 ZDF Die bewegliche Zukunft. Eine Reise ins Risikomanagement
Das ist einmalig im Reigen der bedeutenden Literaturpreise Deutschlands: Der Mainzer Stadtschreiber Literaturpreis, der mit 12.500 Euro dotiert ist, bietet den Preisträgern die Möglichkeit, für das ZDF eine Dokumentation nach freier Themenwahl zu produzieren. Ein spannendes Experiment, wenn aus einer bedeutenden Schriftstellerin für eine Weile eine Filmemacherin wird. Kathrin Röggla, die Stadtschreiberin des Jahres 2012, hat sich filmisch mit einem Thema beschäftigt, das sie auch in ihrer Literatur schon länger bewegt: Wie geht man mit Orten und Situationen um, die im Ernstfall zur Katastrophe führen könnten? Oder die den Ernstfall bereits erlebt haben?
Mo 19. November
22:50 mdr Pension Boulanka DDR 1964
Ostberlin in den 1960er-Jahren. Emmi Boulanka ist der gute Geist der Künstlerpension Boulanka. Die meisten ihrer Gäste sind Artisten, die für eine Revue proben. Mit dem sehr selbstbewussten Belgier Jan Gruyter kommt ein neuer Gast, den Frau Boulanka gut kennt und den die meisten Mitbewohner mit großem Argwohn beäugen. Wenig später, die Revue hat Premiere, wird Gruyter von Frau Boulanka in seinem Zimmer erdrosselt aufgefunden. - Frei nach dem Roman "Künstlerpension Boulanka" von Fritz Erpenbeck.
23:25 BR LeseZeichen
Mit: Gerlinde Kaltenbrunner, Ralf Dujmovits: "2 x 14 Achttausender" (Bruckmann), Mathias Richling: "Deutschland to go" (Ullstein), Armin Kratzert spricht mit Marjana Gaponenko
über deren Buch "Wer ist Martha?" (Suhrkamp) und einem Bericht über den Georg-Büchner-Preis für Felicitas Hoppe.
Di 20. November
23:50 BR Gomorrha - Reise in das Reich der Camorra I 2008
Scampia, eine Sozialbausiedlung bei Neapel: Der Einfluss der Camorra ist allgegenwärtig. So träumt der zwölfjährige Totò davon, eines Tages in die Mafia aufgenommen zu werden, während zwei andere Teenager sich in tödlicher Naivität mit dem lokalen Gangsterboss anlegen. Gleichzeitig gerät ein Schneider zwischen die Fronten, ein alternder Geldbote wird in einen Bandenkrieg hineingezogen und ein Unterhändler der Bosse entsorgt toxische Abfälle in der neapolitanischen Provinz. In den Armenvierteln Süditaliens ist die Camorra allgegenwärtig und für viele die einzige Zukunftsperspektive. - Kaum ein Buch hat in den vergangenen Jahren für solche Aufmerksamkeit gesorgt wie der dokumentarische Roman "Gomorrha - Reise in das Reich der Camorra" von Roberto Saviano. Detailliert schildert der Journalist darin die Praktiken des organisierten Verbrechens und den Einfluss auf das alltägliche Leben in seiner süditalienischen Heimatregion.
Mi 21. November
23:15 hr Boy A GB 2007
Gemeinsam mit einem Freund hat Jack vor 14 Jahren - noch als Kind - ein unbegreifliches Verbrechen begangen - ein Mädchen grausam getötet. Mit 24 wird er nun aus dem Gefängnis entlassen, ausgestattet mit einer neuen Identität. Der engagierte Bewährungshelfer Terry unterstützt ihn bei seiner schwierigen Rückkehr ins Leben. - Nach der Romanvorlage von Jonathan Trigell schildert das erschütternde Sozialdrama "Boy A" einen authentischen englischen Kriminalfall aus den 90er Jahren.
Literatur im Radio
Fr 16. November
20:10 Deutschlandfunk Stimme der Stimmlosen. Die indische Schriftstellerin Mahasweta Devi | Von Christoph Burgmer
Zu Ehren ihres 80. Geburtstages hat man ihr im westbengalischen Kolkata, dem britischen Kalkutta, 2011 ein Denkmal gesetzt. Die Schriftstellerin Mahasweta Devi hat es gelassen hingenommen. Von ihrem Sohn und drei Adivasi gestützt, hat sie sich ins Taxi bugsieren lassen. Dann ist sie zur Einweihungszeremonie irgendwohin in die Zehn-Millionen-Metropole davongebraust. Aber ein Denkmal für eine Schriftstellerin noch zu Lebzeiten ist nicht alltäglich. Auch in Indien nicht. Und jene Adivasi, die kaum lesen und schreiben können, denen der globale Tsunami ökonomischer Profitmaximierung Land und kulturelle Eigenständigkeit zu zerstören droht, verbinden mit ihr, der bengalischen Schriftstellerin, eine besondere Hoffnung. Mahasweta Devis Literatur soll ein Schutzwall gegen ihren Untergang sein. Der Autor sucht nach Spuren der Grande Dame der indischen Literatur, in Slums und Vorstädten, auf dem Land und im Dschungel des Subkontinents.
Sa 17. November
20:05 Deutschlandfunk Anna Livia Plurabelle | Von James Joyce
Finnegan"s Wake' ist das wohl sprachgewaltigste, überbordendste und unübersetzbarste Werk von James Joyce, und 'Anna Livia Plurabelle' ist sein bekanntestes Kapitel und seine berühmteste Figur. Anna Livia Plurabelle ist "the Allmaziful, the Everliving, the Bringer of Plurabilities", die 'All-Frau', wie Arno Schmidt sie nannte, das weibliche Prinzip, eine Mischung "aus der schönen rotgehaarten Isolde, den Maggies und sonstiger Stundentänzerinnen". Ihr Element ist das Wasser, ihr Fluss ist der Liffey, an dem Irlands Hauptstadt Dublin liegt, und wie im Traum wird sie letztendlich einem Fluß gleich dem großen, väterlichen Ozean zugetragen, wo alles endet und neu beginnt.
So 18. November
18:30 Deutschlandradio Kultur Armut, Reichtum, Mensch und Tier | Von Hans Henny Jahnn
Eine Geschichte wie in einem Western. Es geht um Liebe, Rivalität, um Landbesitz, böse Zungen und Mord. Der einsame und wohlhabende norwegische Bauer Manao, der sein Pferd über die Maßen liebt, will die arme, junge Magd Sofia heiraten. Hinterhältig versucht die reiche Bäuerin Anna, die sich ihm versprochen fühlt, dies zu verhindern. Als Sofia stirbt, rächt sich Manao und geht mit Jytte, einem Elfenmädchen, der Reinkarnation seines geliebten Pferdes, vom Hof.
Mo 19. November
21:33 Deutschlandradio Kultur Nur über meine Leiche | Zum 100. Geburtstag von Francis Durbridge
Auf ihrer Fahrt in den Urlaub geraten die Schauspieler John und Sheila Nelson in dichten Nebel. Sie verlieren die Orientierung und halten vor einem einsamen Haus. Auf Hilfe hoffend, öffnen sie die nicht verschlossene Tür der Villa. Im Wohnzimmer finden John und Sheila einen Toten. Den Hausbesitzer, Professor Aberley, entdecken sie beim Orgelspiel im Musiksalon. Aberley kennt den Toten nicht, doch Dr. Clifford, Aberleys herbeigerufener Freund, glaubt, dass es sich um einen von der Polizei gesuchten Einbrecher handelt. Als Inspektor Dawson endlich eintrifft, hat Clifford schon viel Arbeit für ihn erledigt.
Do 15. November
23:45 SWR Literatur im Foyer
Sibylle Berg ist artig und sagt: "Vielen Dank für das Leben". Denis Scheck bedankt sich für neue gute Bücher in diesem Herbst.
Fr 16. November
10:50 rbb Leben nach dem Überleben. Die Literatin Ruth Klüger
"Weiter leben. Eine Jugend" - so hieß das erste Buch der aus Österreich stammenden amerikanischen Literaturwissenschafterin Ruth Klüger. 1992 erschien es auf dem deutschsprachigen Buchmarkt und war sofort ein Bestseller. Inzwischen gehört es zum Bildungskanon in Deutschland. Klüger erzählt in unpathetischer Weise darin ihre Geschichte. Die Geschichte eines jüdischen Kindes im Wien der 30er-Jahre, wo sie Heimat und Identität verliert.
Sa 17. November
20:15 BR Wüstenblume D 2009
Die junge Somalierin Waris wird in London von dem Starfotografen Terry Donaldson als Fotomodell entdeckt. Kurze Zeit später ist die Schönheit der Shooting-Star der internationalen Modewelt. Doch niemand ahnt, dass sich hinter ihrem märchenhaften Aufstieg ein erschütterndes Schicksal verbirgt - denn Waris wurde als Kind Opfer einer Zwangsbeschneidung. Ihren Ruhm nutzt die junge Frau für den Kampf gegen die brutale Tradition der Genitalverstümmelung. Die Somalierin Waris Dirie kommt als Tochter einer Nomadenfamilie zur Welt. - Waris Diries autobiografischer Bestseller "Wüstenblume" berührte weltweit Millionen von Menschen und regte eine Debatte über die grausame Tradition der Frauenbeschneidung an.
00:10 BR Red Dust - Die Wahrheit führt in die Freiheit GB, SA 2004
Der Polizist Dirk Hendricks hat im Namen des Apartheidregimes gefoltert und gemordet. Nun tritt er vor die südafrikanische Wahrheitskommission mit der Bitte um Amnestie. Doch der Politiker Alex Mpondo erhebt Einspruch. Mpondo weiß, dass Hendricks nicht die ganze Wahrheit sagt, denn vor 18 Jahren wurde auch er grausam von Hendricks gefoltert. Vor der Kommission bekennt Hendricks sich schließlich zu diesem Verbrechen. Doch die ganze Wahrheit ist damit noch immer nicht aufgedeckt. - Mit "Red Dust - Die Wahrheit führt in die Freiheit" inszenierte der spätere Oscar-Preisträger Tom Hooper ein packendes Politdrama mit Elementen des Gerichtsfilms, das vor dem realen Hintergrund der sogenannten "Wahrheits- und Versöhnungskommission" spielt, die von Nelson Mandela 1996 eingesetzt wurde und bis 1998 tätig war. Das Drehbuch entstand nach dem gleichnamigen Roman der südafrikanischen Journalistin und Schriftstellerin Gillian Slovo.
So 18. November
00:20 Das Erste Tage oder Stunden F 2008
Von einem Tag auf den anderen stellt Antoine alles bislang Erreichte in Frage. Der erfolgreiche Werbefachmann hat die Nase voll von den verlogenen Schmeicheleien gegenüber seinen reichen Kunden, und von der Liebe zu seiner Frau ist offenbar auch nicht mehr viel geblieben. Bei seiner Geburtstagsfeier nimmt er kein Blatt mehr vor den Mund und stößt auch seine Freunde rüde vor den Kopf. Plötzlich ist der Familienvater spurlos verschwunden - was ist mit Antoine? - Nach seinem elegisch-meditativen Kinoerfolg "Dialog mit meinem Gärtner" inszenierte Jean Becker einen verstörenden Film mit zwei Gesichtern. Basierend auf dem Roman "Deux jours à tuer" von François d'Epenoux, erzählt der Regieveteran scheinbar die Geschichte eines Familienvaters in einer typischen Midlife-Crisis. Doch die Rasanz, mit der ein erfolgreicher Geschäftsmann sein bürgerliches Leben in Schutt und Asche legt, hat man so noch nicht gesehen.
00:35 ZDF Die bewegliche Zukunft. Eine Reise ins Risikomanagement
Das ist einmalig im Reigen der bedeutenden Literaturpreise Deutschlands: Der Mainzer Stadtschreiber Literaturpreis, der mit 12.500 Euro dotiert ist, bietet den Preisträgern die Möglichkeit, für das ZDF eine Dokumentation nach freier Themenwahl zu produzieren. Ein spannendes Experiment, wenn aus einer bedeutenden Schriftstellerin für eine Weile eine Filmemacherin wird. Kathrin Röggla, die Stadtschreiberin des Jahres 2012, hat sich filmisch mit einem Thema beschäftigt, das sie auch in ihrer Literatur schon länger bewegt: Wie geht man mit Orten und Situationen um, die im Ernstfall zur Katastrophe führen könnten? Oder die den Ernstfall bereits erlebt haben?
Mo 19. November
22:50 mdr Pension Boulanka DDR 1964
Ostberlin in den 1960er-Jahren. Emmi Boulanka ist der gute Geist der Künstlerpension Boulanka. Die meisten ihrer Gäste sind Artisten, die für eine Revue proben. Mit dem sehr selbstbewussten Belgier Jan Gruyter kommt ein neuer Gast, den Frau Boulanka gut kennt und den die meisten Mitbewohner mit großem Argwohn beäugen. Wenig später, die Revue hat Premiere, wird Gruyter von Frau Boulanka in seinem Zimmer erdrosselt aufgefunden. - Frei nach dem Roman "Künstlerpension Boulanka" von Fritz Erpenbeck.
23:25 BR LeseZeichen
Mit: Gerlinde Kaltenbrunner, Ralf Dujmovits: "2 x 14 Achttausender" (Bruckmann), Mathias Richling: "Deutschland to go" (Ullstein), Armin Kratzert spricht mit Marjana Gaponenko
über deren Buch "Wer ist Martha?" (Suhrkamp) und einem Bericht über den Georg-Büchner-Preis für Felicitas Hoppe.
Di 20. November
23:50 BR Gomorrha - Reise in das Reich der Camorra I 2008
Scampia, eine Sozialbausiedlung bei Neapel: Der Einfluss der Camorra ist allgegenwärtig. So träumt der zwölfjährige Totò davon, eines Tages in die Mafia aufgenommen zu werden, während zwei andere Teenager sich in tödlicher Naivität mit dem lokalen Gangsterboss anlegen. Gleichzeitig gerät ein Schneider zwischen die Fronten, ein alternder Geldbote wird in einen Bandenkrieg hineingezogen und ein Unterhändler der Bosse entsorgt toxische Abfälle in der neapolitanischen Provinz. In den Armenvierteln Süditaliens ist die Camorra allgegenwärtig und für viele die einzige Zukunftsperspektive. - Kaum ein Buch hat in den vergangenen Jahren für solche Aufmerksamkeit gesorgt wie der dokumentarische Roman "Gomorrha - Reise in das Reich der Camorra" von Roberto Saviano. Detailliert schildert der Journalist darin die Praktiken des organisierten Verbrechens und den Einfluss auf das alltägliche Leben in seiner süditalienischen Heimatregion.
Mi 21. November
23:15 hr Boy A GB 2007
Gemeinsam mit einem Freund hat Jack vor 14 Jahren - noch als Kind - ein unbegreifliches Verbrechen begangen - ein Mädchen grausam getötet. Mit 24 wird er nun aus dem Gefängnis entlassen, ausgestattet mit einer neuen Identität. Der engagierte Bewährungshelfer Terry unterstützt ihn bei seiner schwierigen Rückkehr ins Leben. - Nach der Romanvorlage von Jonathan Trigell schildert das erschütternde Sozialdrama "Boy A" einen authentischen englischen Kriminalfall aus den 90er Jahren.
Literatur im Radio
Fr 16. November
20:10 Deutschlandfunk Stimme der Stimmlosen. Die indische Schriftstellerin Mahasweta Devi | Von Christoph Burgmer
Zu Ehren ihres 80. Geburtstages hat man ihr im westbengalischen Kolkata, dem britischen Kalkutta, 2011 ein Denkmal gesetzt. Die Schriftstellerin Mahasweta Devi hat es gelassen hingenommen. Von ihrem Sohn und drei Adivasi gestützt, hat sie sich ins Taxi bugsieren lassen. Dann ist sie zur Einweihungszeremonie irgendwohin in die Zehn-Millionen-Metropole davongebraust. Aber ein Denkmal für eine Schriftstellerin noch zu Lebzeiten ist nicht alltäglich. Auch in Indien nicht. Und jene Adivasi, die kaum lesen und schreiben können, denen der globale Tsunami ökonomischer Profitmaximierung Land und kulturelle Eigenständigkeit zu zerstören droht, verbinden mit ihr, der bengalischen Schriftstellerin, eine besondere Hoffnung. Mahasweta Devis Literatur soll ein Schutzwall gegen ihren Untergang sein. Der Autor sucht nach Spuren der Grande Dame der indischen Literatur, in Slums und Vorstädten, auf dem Land und im Dschungel des Subkontinents.
Sa 17. November
20:05 Deutschlandfunk Anna Livia Plurabelle | Von James Joyce
Finnegan"s Wake' ist das wohl sprachgewaltigste, überbordendste und unübersetzbarste Werk von James Joyce, und 'Anna Livia Plurabelle' ist sein bekanntestes Kapitel und seine berühmteste Figur. Anna Livia Plurabelle ist "the Allmaziful, the Everliving, the Bringer of Plurabilities", die 'All-Frau', wie Arno Schmidt sie nannte, das weibliche Prinzip, eine Mischung "aus der schönen rotgehaarten Isolde, den Maggies und sonstiger Stundentänzerinnen". Ihr Element ist das Wasser, ihr Fluss ist der Liffey, an dem Irlands Hauptstadt Dublin liegt, und wie im Traum wird sie letztendlich einem Fluß gleich dem großen, väterlichen Ozean zugetragen, wo alles endet und neu beginnt.
So 18. November
18:30 Deutschlandradio Kultur Armut, Reichtum, Mensch und Tier | Von Hans Henny Jahnn
Eine Geschichte wie in einem Western. Es geht um Liebe, Rivalität, um Landbesitz, böse Zungen und Mord. Der einsame und wohlhabende norwegische Bauer Manao, der sein Pferd über die Maßen liebt, will die arme, junge Magd Sofia heiraten. Hinterhältig versucht die reiche Bäuerin Anna, die sich ihm versprochen fühlt, dies zu verhindern. Als Sofia stirbt, rächt sich Manao und geht mit Jytte, einem Elfenmädchen, der Reinkarnation seines geliebten Pferdes, vom Hof.
Mo 19. November
21:33 Deutschlandradio Kultur Nur über meine Leiche | Zum 100. Geburtstag von Francis Durbridge
Auf ihrer Fahrt in den Urlaub geraten die Schauspieler John und Sheila Nelson in dichten Nebel. Sie verlieren die Orientierung und halten vor einem einsamen Haus. Auf Hilfe hoffend, öffnen sie die nicht verschlossene Tür der Villa. Im Wohnzimmer finden John und Sheila einen Toten. Den Hausbesitzer, Professor Aberley, entdecken sie beim Orgelspiel im Musiksalon. Aberley kennt den Toten nicht, doch Dr. Clifford, Aberleys herbeigerufener Freund, glaubt, dass es sich um einen von der Polizei gesuchten Einbrecher handelt. Als Inspektor Dawson endlich eintrifft, hat Clifford schon viel Arbeit für ihn erledigt.
15.11.2012 10:36:37
(22297 Beiträge)
Literatur im Fernsehen
Do 22. November
22:35 mdr Fröhlich lesen
Kämpfen gegen Tabu und Angst! Mit: Constanze Kleis ("Sterben Sie bloß nicht im Sommer: Und andere Wahrheiten, die Sie über Ihr Ende wissen sollten") und Dieter Bub ("Grund genug zu gehen")
23:45 SWR besser lesen
Literatursendungen gibt es viele, aber keine, die sich dem Sachbuch widmet. Moderator Walter Janson stellt wieder seine Favoriten vor. Prominente Gäste sind dieses Mal der Historiker Michael Hesemann und der Journalist und Autor Stefan Aust.
Fr 23. November
01:15 Das Erste Der Tote aus Nordermoor IS 2006
Der Mord an einem Lkw-Fahrer aus Nordermoor, einem heruntergekommenen Stadtteil Reykjaviks, gibt Kommissar Erlendur Rätsel auf. In der Wohnung des Toten findet der Ermittler das vergilbte Foto vom Grab eines kleinen Mädchens. Die Exhumierung der Kinderleiche birgt eine Überraschung: Das Mädchen wurde damals ohne Gehirn beigesetzt. Das Organ wurde zu Forschungszwecken präpariert und lagert seither in einem zentralen Gen-Labor. Hier arbeitet der Biologe Orn, von dem Erlendur erfährt, dass das Mädchen an einer seltenen Erbkrankheit starb, die auch bei Orns eigener Tochter zum Tod führte. - Der packend inszenierte Island-Krimi nach einem Roman des Bestseller-Autors Arnaldur Indridason fasziniert durch seinen skurrilen Humor und seine überwältigenden Landschaftsbilder, die diesem Film eine unverwechselbare Atmosphäre geben.
So 25. November
10:45 3sat Literaturclub
Mit den Gästen Rüdiger Safranski, Elke Heidenreich und Hildegard E. Keller. Folgende Bücher werden vorgestellt: Florian Illies: 1913 (S. Fischer), Adolf Muschg: Löwenstern (C.H. Beck), Gaito Gasdanow: Das Phantom des Alexander Wolf (Hanser) und Ben Marcus: Flammenalphabet (Hoffmann und Campe)
23:35 Das Erste Druckfrisch
(Zu Redaktionsschluss standen die Themen noch nicht fest)
Mo 26. November
21:55 arte Leaving Las Vegas USA 1995
Der gescheiterte Hollywoodautor Ben, findet keinen Ausweg mehr aus seiner immer schlimmer werdenden Alkoholsucht. Verzweifelt, arbeitslos und ohne jegliche Perspektive geht er nach Las Vegas mit nur einem Ziel: sich dort zu Tode zu trinken. Doch dann begegnet ihm die schöne Prostituierte Sera ... In dem autobiografischen Roman von John O'Brien, auf dem "Leaving Las Vegas" basiert, werden eigene, exzessive Trinkeskapaden verarbeitet. Daran knüpft Mike Figgis an, indem er mit knappem Budget, in kurzer Zeit und mit kleinem Team einen Film drehte, in dem in unpolierter Direktheit die Karten auf den Tisch gelegt werden.
22:50 mdr Die Brüder Karamasow USA 1957
Mit seiner intensiven und exzellent besetzten Literaturverfilmung "Die Brüder Karamasow" adaptierte Richard Brook (1912-1992) eines der größten Werke des russischen Schriftstellers Fjodor Dostojewski. An der Seite von Yul Brynner spielt Maria Schell eine lebendige, fesselnde Gruschenka. Der deutsche Star, auch international berühmt für ihre tragischen Liebenden und seelenvollen Frauenfiguren, hatte gerade einen Vertrag mit MGM unterzeichnet.
23:25 BR LeseZeichen
Mit: Pitt von Bebenburg, Matthias Thieme: "Deutschland ohne Ausländer" (Redline), Nele Neuhaus: "Böser Wolf" (Ullstein), Armin Kratzert spricht mit Maximilian Dorner über dessen Buch "Mein Schutzengel ist ein Anfänger" (Knaus) und Wolf Haas: "Verteidigung der Missionarsstellung" (Hoffmann und Campe)
Di 27. November
20:15 3sat Swimming Pool F, GB 2003
Um ihre Schreibblockade zu überwinden, reist die erfolgreiche englische Krimiautorin Sarah Morton in das französische Ferienhaus ihres Verlegers. Die Luftveränderung bekommt Sarah, die sofort mit einem neuen Roman beginnt. Doch ihre kreative Phase wird unterbrochen durch das unangekündigte Auftauchen von Julie, der 20-jährigen Tochter des Hausherrn. Mit ihrem lärmenden, rücksichtslos zur Schau gestellten Liebesleben treibt sie Sarah beinahe in den Wahnsinn - bis diese anfängt, Julie heimlich zu beobachten, und in der blonden Nymphe eine Inspirationsquelle für ihren Krimi entdeckt.
00:00 ndr Bücherjournal
Das Bücherjournal präsentiert seit mehr als 30 Jahren Neues vom Büchermarkt: deutsche und internationale Romane und Sachbücher, vom Bestseller bis zum Geheimtipp.
Mi 28. November
20:15 3sat Martin Walker - Mein Périgord
Der 1947 in Schottland geborene Schriftsteller Martin Walker wurde erst in seiner französischen Wahlheimat zum Krimiautor. Zuvor arbeitete der Historiker und Ökonom 27 Jahre lang als Journalist und Auslandskorrespondent für die britische Tageszeitung "The Guardian". Bis heute leitet er auch in Washington eine "Denkfabrik", die für bedeutende Wirtschaftsunternehmen und Politiker Trends der Weltwirtschaft analysiert. 1999 ließ er sich mit seiner Familie in einem kleinen Ort im Périgord nieder. Inspiriert von den Bewohnern und der langen historischen Vergangenheit der Region schrieb er 2008 seinen ersten Kriminalroman: "Bruno - Chef de police". Mittlerweile sind bei Diogenes vier Romane aus der "Bruno"-Reihe veröffentlicht, die mit mehr als 500.000 verkauften Stück zu Bestsellern wurden. 2012 erschien zudem der historische Roman "Schatten an der Wand", der ebenfalls im Périgord spielt.
Literatur im Radio
Sa 24. November
18:05 Deutschlandradio Kultur Joseph von Eichendorff - Fragmente eines nicht erzählten Lebens | Von Renate Beckmann
Eichendorff erlebt die Welt als "gnadenlose und rasende neue Zeit". Er spürt schmerzhaft die Entfremdung des Menschen von der Natur. In einfachen, immer wiederkehrenden Metaphern besingt er Harmonie, Schönheit und Einmaligkeit der Schöpfung. Als Dichter zieht er sich mehr und mehr auf seine katholische Frömmigkeit zurück, als preußischer Beamter scheitert er. Ausdruck dieses Scheiterns ist das vergebliche Bemühen Eichendorffs, seine Memoiren zu schreiben. Überliefert sind Fragmente eines nicht erzählten Lebens.
Sa 24. November
20:05 Deutschlandfunk Wilhelm-Raabe Literaturpreis 2012
Aufzeichnung der Preisverleihung an den Schriftsteller Christian Kracht vom 4.11.12 aus dem Braunschweiger Staatstheater
So 25. November
18:30 Deutschlandradio Kultur Landpfarrer Fentzloffs Nachtbücher | Von Christian Schiller und Marianne Wendt
Ein Pfarrer leidet unter Schlaflosigkeit. Tagsüber ist er Vertrauensperson für seine Gemeinde. Nachts versucht Ulrich Fentzloff selbst, seinen Gott zu begreifen. Seit 2005 erscheint sein 'Tagebuch eines Landpfarrers' im Netz. Die poetischen Selbstvergewisserungen handeln von der täglichen Arbeit für die Lebenden und die Toten, von Landschaft, Literatur und Musik. Ausdruckskraft und Stil seiner nächtlichen Existenz sind aus der Zeit gefallen. Die Autoren haben den Landpfarrer am Bodensee besucht, an einem gewissermaßen normalen Samstag: ein Gärtchen, grenzend an den Wahnsinn; aber verwildert und blühend und schön; ein Samstag eben, würzig wie eine Laugenbrezel (althochdeutsch: brezitella) und bitter wie ein zu lange gezogener Tee.
Di 27. November
20:10 Deutschlandfunk Vogelherdrecherche | Von Ulrike Janssen unter Mitwirkung von Norbert Wehr
"Vogelherd. mikrobucolica", so heißt einer der geheimnisvollsten und zugleich konkretesten Gedichtzyklen des Dichters Thomas Kling, der 2005 im Alter von 48 Jahren starb. Ein Vogelherd ist eine Fangvorrichtung für Vögel, auch Singvögel, bekanntlich seit alters her ein Bild für den Dichter selbst. Thomas Kling war ein Dichter, der - ungewöhnlich für einen Lyriker - für seine Arbeiten sehr viel recherchierte: am Schreibtisch, aber auch auf Reisen. Auf der Raketenstation, einer umgebauten ehemaligen NATO-Raketenbasis auf dem renaturalisierten Gelände der Museumsinsel Hombroich, wo Kling die letzten 15 Jahre lebte, befindet sich sein umfangreicher Nachlass: seine Bibliothek, Manuskripte, Entwürfe, Notizbücher sowie eine akustische Sammlung mit zahlreichen Mitschnitten seiner grandiosen Liveauftritte. Mit Materialien seines Nachlasses macht sich das Hörspiel auf die Spuren dieses Dichters und versucht ihm, dem "spürbar Abwesenden", und dem Geheimnis seiner Texte nahezukommen. Das Stück wurde mit dem Karl-Sczuka-Förderpreis 2011 ausgezeichnet.
Do 22. November
22:35 mdr Fröhlich lesen
Kämpfen gegen Tabu und Angst! Mit: Constanze Kleis ("Sterben Sie bloß nicht im Sommer: Und andere Wahrheiten, die Sie über Ihr Ende wissen sollten") und Dieter Bub ("Grund genug zu gehen")
23:45 SWR besser lesen
Literatursendungen gibt es viele, aber keine, die sich dem Sachbuch widmet. Moderator Walter Janson stellt wieder seine Favoriten vor. Prominente Gäste sind dieses Mal der Historiker Michael Hesemann und der Journalist und Autor Stefan Aust.
Fr 23. November
01:15 Das Erste Der Tote aus Nordermoor IS 2006
Der Mord an einem Lkw-Fahrer aus Nordermoor, einem heruntergekommenen Stadtteil Reykjaviks, gibt Kommissar Erlendur Rätsel auf. In der Wohnung des Toten findet der Ermittler das vergilbte Foto vom Grab eines kleinen Mädchens. Die Exhumierung der Kinderleiche birgt eine Überraschung: Das Mädchen wurde damals ohne Gehirn beigesetzt. Das Organ wurde zu Forschungszwecken präpariert und lagert seither in einem zentralen Gen-Labor. Hier arbeitet der Biologe Orn, von dem Erlendur erfährt, dass das Mädchen an einer seltenen Erbkrankheit starb, die auch bei Orns eigener Tochter zum Tod führte. - Der packend inszenierte Island-Krimi nach einem Roman des Bestseller-Autors Arnaldur Indridason fasziniert durch seinen skurrilen Humor und seine überwältigenden Landschaftsbilder, die diesem Film eine unverwechselbare Atmosphäre geben.
So 25. November
10:45 3sat Literaturclub
Mit den Gästen Rüdiger Safranski, Elke Heidenreich und Hildegard E. Keller. Folgende Bücher werden vorgestellt: Florian Illies: 1913 (S. Fischer), Adolf Muschg: Löwenstern (C.H. Beck), Gaito Gasdanow: Das Phantom des Alexander Wolf (Hanser) und Ben Marcus: Flammenalphabet (Hoffmann und Campe)
23:35 Das Erste Druckfrisch
(Zu Redaktionsschluss standen die Themen noch nicht fest)
Mo 26. November
21:55 arte Leaving Las Vegas USA 1995
Der gescheiterte Hollywoodautor Ben, findet keinen Ausweg mehr aus seiner immer schlimmer werdenden Alkoholsucht. Verzweifelt, arbeitslos und ohne jegliche Perspektive geht er nach Las Vegas mit nur einem Ziel: sich dort zu Tode zu trinken. Doch dann begegnet ihm die schöne Prostituierte Sera ... In dem autobiografischen Roman von John O'Brien, auf dem "Leaving Las Vegas" basiert, werden eigene, exzessive Trinkeskapaden verarbeitet. Daran knüpft Mike Figgis an, indem er mit knappem Budget, in kurzer Zeit und mit kleinem Team einen Film drehte, in dem in unpolierter Direktheit die Karten auf den Tisch gelegt werden.
22:50 mdr Die Brüder Karamasow USA 1957
Mit seiner intensiven und exzellent besetzten Literaturverfilmung "Die Brüder Karamasow" adaptierte Richard Brook (1912-1992) eines der größten Werke des russischen Schriftstellers Fjodor Dostojewski. An der Seite von Yul Brynner spielt Maria Schell eine lebendige, fesselnde Gruschenka. Der deutsche Star, auch international berühmt für ihre tragischen Liebenden und seelenvollen Frauenfiguren, hatte gerade einen Vertrag mit MGM unterzeichnet.
23:25 BR LeseZeichen
Mit: Pitt von Bebenburg, Matthias Thieme: "Deutschland ohne Ausländer" (Redline), Nele Neuhaus: "Böser Wolf" (Ullstein), Armin Kratzert spricht mit Maximilian Dorner über dessen Buch "Mein Schutzengel ist ein Anfänger" (Knaus) und Wolf Haas: "Verteidigung der Missionarsstellung" (Hoffmann und Campe)
Di 27. November
20:15 3sat Swimming Pool F, GB 2003
Um ihre Schreibblockade zu überwinden, reist die erfolgreiche englische Krimiautorin Sarah Morton in das französische Ferienhaus ihres Verlegers. Die Luftveränderung bekommt Sarah, die sofort mit einem neuen Roman beginnt. Doch ihre kreative Phase wird unterbrochen durch das unangekündigte Auftauchen von Julie, der 20-jährigen Tochter des Hausherrn. Mit ihrem lärmenden, rücksichtslos zur Schau gestellten Liebesleben treibt sie Sarah beinahe in den Wahnsinn - bis diese anfängt, Julie heimlich zu beobachten, und in der blonden Nymphe eine Inspirationsquelle für ihren Krimi entdeckt.
00:00 ndr Bücherjournal
Das Bücherjournal präsentiert seit mehr als 30 Jahren Neues vom Büchermarkt: deutsche und internationale Romane und Sachbücher, vom Bestseller bis zum Geheimtipp.
Mi 28. November
20:15 3sat Martin Walker - Mein Périgord
Der 1947 in Schottland geborene Schriftsteller Martin Walker wurde erst in seiner französischen Wahlheimat zum Krimiautor. Zuvor arbeitete der Historiker und Ökonom 27 Jahre lang als Journalist und Auslandskorrespondent für die britische Tageszeitung "The Guardian". Bis heute leitet er auch in Washington eine "Denkfabrik", die für bedeutende Wirtschaftsunternehmen und Politiker Trends der Weltwirtschaft analysiert. 1999 ließ er sich mit seiner Familie in einem kleinen Ort im Périgord nieder. Inspiriert von den Bewohnern und der langen historischen Vergangenheit der Region schrieb er 2008 seinen ersten Kriminalroman: "Bruno - Chef de police". Mittlerweile sind bei Diogenes vier Romane aus der "Bruno"-Reihe veröffentlicht, die mit mehr als 500.000 verkauften Stück zu Bestsellern wurden. 2012 erschien zudem der historische Roman "Schatten an der Wand", der ebenfalls im Périgord spielt.
Literatur im Radio
Sa 24. November
18:05 Deutschlandradio Kultur Joseph von Eichendorff - Fragmente eines nicht erzählten Lebens | Von Renate Beckmann
Eichendorff erlebt die Welt als "gnadenlose und rasende neue Zeit". Er spürt schmerzhaft die Entfremdung des Menschen von der Natur. In einfachen, immer wiederkehrenden Metaphern besingt er Harmonie, Schönheit und Einmaligkeit der Schöpfung. Als Dichter zieht er sich mehr und mehr auf seine katholische Frömmigkeit zurück, als preußischer Beamter scheitert er. Ausdruck dieses Scheiterns ist das vergebliche Bemühen Eichendorffs, seine Memoiren zu schreiben. Überliefert sind Fragmente eines nicht erzählten Lebens.
Sa 24. November
20:05 Deutschlandfunk Wilhelm-Raabe Literaturpreis 2012
Aufzeichnung der Preisverleihung an den Schriftsteller Christian Kracht vom 4.11.12 aus dem Braunschweiger Staatstheater
So 25. November
18:30 Deutschlandradio Kultur Landpfarrer Fentzloffs Nachtbücher | Von Christian Schiller und Marianne Wendt
Ein Pfarrer leidet unter Schlaflosigkeit. Tagsüber ist er Vertrauensperson für seine Gemeinde. Nachts versucht Ulrich Fentzloff selbst, seinen Gott zu begreifen. Seit 2005 erscheint sein 'Tagebuch eines Landpfarrers' im Netz. Die poetischen Selbstvergewisserungen handeln von der täglichen Arbeit für die Lebenden und die Toten, von Landschaft, Literatur und Musik. Ausdruckskraft und Stil seiner nächtlichen Existenz sind aus der Zeit gefallen. Die Autoren haben den Landpfarrer am Bodensee besucht, an einem gewissermaßen normalen Samstag: ein Gärtchen, grenzend an den Wahnsinn; aber verwildert und blühend und schön; ein Samstag eben, würzig wie eine Laugenbrezel (althochdeutsch: brezitella) und bitter wie ein zu lange gezogener Tee.
Di 27. November
20:10 Deutschlandfunk Vogelherdrecherche | Von Ulrike Janssen unter Mitwirkung von Norbert Wehr
"Vogelherd. mikrobucolica", so heißt einer der geheimnisvollsten und zugleich konkretesten Gedichtzyklen des Dichters Thomas Kling, der 2005 im Alter von 48 Jahren starb. Ein Vogelherd ist eine Fangvorrichtung für Vögel, auch Singvögel, bekanntlich seit alters her ein Bild für den Dichter selbst. Thomas Kling war ein Dichter, der - ungewöhnlich für einen Lyriker - für seine Arbeiten sehr viel recherchierte: am Schreibtisch, aber auch auf Reisen. Auf der Raketenstation, einer umgebauten ehemaligen NATO-Raketenbasis auf dem renaturalisierten Gelände der Museumsinsel Hombroich, wo Kling die letzten 15 Jahre lebte, befindet sich sein umfangreicher Nachlass: seine Bibliothek, Manuskripte, Entwürfe, Notizbücher sowie eine akustische Sammlung mit zahlreichen Mitschnitten seiner grandiosen Liveauftritte. Mit Materialien seines Nachlasses macht sich das Hörspiel auf die Spuren dieses Dichters und versucht ihm, dem "spürbar Abwesenden", und dem Geheimnis seiner Texte nahezukommen. Das Stück wurde mit dem Karl-Sczuka-Förderpreis 2011 ausgezeichnet.
22.11.2012 19:08:16
(22297 Beiträge)
Literatur im Fernsehen
Do 29. November
23:45 SWR Literatur im Foyer
Die sieben Zwerge waren einfach supernett zu Schneewittchen? Rotkäppchen liebte seinen Spitznamen? Und die rote Mütze hat nie gekratzt? Alles falsch. Die Gäste von Thea Dorn kennen die Wahrheit. Mit Karen Duve ("Grrrimm") und Florian Weber ("Grimms Erben").
00:45 rbb Hermann Hesse - Der Weg nach innen
Hesse - Lieblingsautor einer Generation, die auf der Suche nach neuen Lebensformen war. Dabei war Hesse selbst ein Suchender: nach sich selbst, nach dem Sinn des menschlichen Daseins, nach einer angemessenen Lebensform.
Fr 30. November
22:25 arte Das Fleisch der Orchidée F, BRD, I 1974
Die junge Claire Wegener fühlt sich seit ihrer Kindheit von allen missverstanden. Als ihr Vater stirbt, wird sie von ihrer habgierigen Tante, die sich damit das Millionenerbe sichern will, das eigentlich Claire zusteht, für unzurechnungsfähig erklärt. In der Anstalt, in der Claire auf Wunsch ihrer Tante untergebracht ist, wird sie sexuell vom Gärtner belästigt, weiß sich jedoch zu wehren und bricht aus. Auf ihrer Flucht läuft Claire dem Pferdezüchter Louis Delage über den Weg, und die beiden verlieben sich. - "Das Fleisch der Orchidée" ist das surreale und zuweilen blutrünstige Spielfilmdebüt des vom Theater stammenden Berufsprovokateurs Patrice Chéreau ("Intimacy") und basiert auf dem gleichnamigen Roman des Briten James Hadley Chase. In der Hauptrolle des fesselnden Psychothrillers beeindruckt die damals 29-jährige Charlotte Rampling.
Sa 01. Dezember
13:35 WDR In den Schuhen des Fischers USA 1968
Kyril Lakota, Erzbischof von Lemberg, wird nach 20-jähriger politischer Gefangenschaft aus einem sibirischen Arbeitslager entlassen und darf in den Vatikanstaat ausreisen. Als später ein neuer Papst gewählt werden muss, fällt die Wahl überraschend auf ihn. Kyril bringt seine ganze Menschlichkeit in das höchste Kirchenamt ein und bewährt sich in einer schwierigen Situation als Mittler zwischen China und der Sowjetunion, indem er durch einen beispielhaften Entschluss zur Erhaltung des bedrohten Weltfriedens beiträgt. - Michael Andersons prächtige Verfilmung des Erfolgsromans beeindruckt nicht zuletzt durch Anthony Quinns schauspielerische Leistung, mit der er einen "modernen" Papst glaubwürdig verkörpert.
So 02. Dezember
20:15 arte Ein russischer Sommer D, RUS, GB 2009
Als der berühmte russische Schriftsteller Leo Tolstoi sein Werk dem russischen Volk vermachen will, kommt es zwischen ihm und seiner eifersüchtigen Frau Sofia zum Streit. Sofia möchte das Erbe für die Familie sichern. Der Zwiespalt zwischen Loyalität zum Volk und bedingungsloser Liebe zu seiner Gattin endet für Tolstoi schließlich am Bahnhof von Astapowo, der die letzte Station seines Lebens werden soll. - Der US-amerikanische Regisseur Michael Hoffmann adaptierte den Roman seines Landsmannes Jay Parini zu einer berührenden Liebesgeschichte für die Leinwand. Darstellerin Helen Mirren und ihr Kollege Christopher Plummer waren beide 2010 sowohl für den Oscar als auch für den Golden Globe nominiert.
Mo 03. Dezember
23:30 BR LeseZeichen
Mit: Beate Strobel: "Gert Fröbe" (Braumüller), Friedrich Schorlemmer: "Klar sehen und doch hoffen" (Aufbau), Armin Kratzert spricht mit Joseph Zoderer über dessen Buch "Mein Bruder schiebt sein Ende auf" (Haymon) und Joab Nist: "Wellensittich entflogen. Farbe egal" (Ullstein)
Literatur im Radio
Sa 01. Dezember
20:05 Deutschlandfunk Gehen im Herzland | Zum 70. Geburtstag von Peter Handke
Im dritten Kapitel seiner Erzählung 'Die Wiederholung' lässt Peter Handke seinen Doppelgänger ans Ziel seiner Reise vom Heimatdorf im südlichen Kärnten in die jugoslawische Republik Slowenien anlangen: im Karst, jener Hochfläche über dem Golf von Triest. Eine Landschaft der Freiheit, wo im Wind sich die Grübeleien verflüchtigen. Die Erfüllung einer Sehnsucht: Kindheitslandschaft, 'zu Fuß genähert, im Schweiß, zur Musik der Züge an den Felswänden'. Das 'Gehen im Herzland' greift das große romantische Motiv der Wanderung auf.
So 02. Dezember
18:30 Deutschlandradio Kultur Kaspar | Zum 70. Geburtstag von Peter Handke
"Das Stück 'Kaspar' zeigt nicht, wie es wirklich ist oder wirklich war mit Kaspar Hauser. Es zeigt, was möglich ist mit jemandem. Es zeigt, wie jemand durch Sprechen zum Sprechen gebracht werden kann. Das Stück könnte auch 'Sprechfolterung' heißen. Die Stimmen, die auf den Helden einsprechen, sollten, obwohl in ihrem Sinn immer ganz verständlich, die Sprechweisen von Stimmen sein, bei denen auch in der Wirklichkeit ein technisches Medium zwischengeschaltet ist: Telefonstimmen, Radio- und Fernsehansagerstimmen, ( ... ) die Sprechweisen von Fußballkommentatoren. Alle diese Sprechweisen können auf den Text angewendet werden, freilich nur so, dass durch sie der Sinn oder Unsinn des Eingesagten verdeutlicht wird. Kaspar hat keine Ähnlichkeit mit einem Spaßmacher." (Peter Handke)
Mo 03. Dezember
21:33 Deutschlandradio Kultur London im Nebel | Von Arthur Conan Doyle
London im Oktober 1895, dicker Nebel liegt über der Stadt. Sherlock Holmes erhält Besuch von seinem Bruder Mycroft, der für die britische Regierung arbeitet. Er bittet Holmes um Hilfe. Ein Staatsbeamter wurde tot aufgefunden. In seiner Tasche befanden sich streng geheime Dokumente. Einige der Papiere sind verschwunden. Der Tote wurde übel zugerichtet, doch am Fundort der Leiche gibt es keine Blutspuren.
Di 04. Dezember
20:10 Deutschlandfunk Hörspiel des Monats: Ganz in meiner Haut | Von Stéphanie Marchais
"Nur beim Träumen sind sie 'ganz in ihrer Haut' die siebenjährige Tite die ihren gleichaltrigen Freund Sson heiraten will; ihre fünfeinhalbjährige Schwester Tutite, ein 'altes Kind', das schon alles weiß, bis auf die Dinge der Liebe und schließlich Josh, der hormonell verwirrte Teenager, der seine Lehrerin Christine D. begehrt und zu seinen Eltern ein eher angespanntes Verhältnis hat. Im Hörspiel der französischen Schauspielerin und Dramatikerin Stéphanie Marchais gebiert der Schlaf der Vernunft wieder einmal Ungeheuer: die Fluchtfantasie von Tite und Sson endet mit einer Geiselnahme am Flughafen, während Josh mit einer selbstgebastelten Bombe seine Schule in die Luft jagt, 'um dem Planeten von allen unbedeutenden Existenzen zu befreien', wie er sagt. Seine Eltern hat er an einen Heizkörper gekettet, während er auf die Polizei wartet." (Aus der Begündung der Jury)
Do 29. November
23:45 SWR Literatur im Foyer
Die sieben Zwerge waren einfach supernett zu Schneewittchen? Rotkäppchen liebte seinen Spitznamen? Und die rote Mütze hat nie gekratzt? Alles falsch. Die Gäste von Thea Dorn kennen die Wahrheit. Mit Karen Duve ("Grrrimm") und Florian Weber ("Grimms Erben").
00:45 rbb Hermann Hesse - Der Weg nach innen
Hesse - Lieblingsautor einer Generation, die auf der Suche nach neuen Lebensformen war. Dabei war Hesse selbst ein Suchender: nach sich selbst, nach dem Sinn des menschlichen Daseins, nach einer angemessenen Lebensform.
Fr 30. November
22:25 arte Das Fleisch der Orchidée F, BRD, I 1974
Die junge Claire Wegener fühlt sich seit ihrer Kindheit von allen missverstanden. Als ihr Vater stirbt, wird sie von ihrer habgierigen Tante, die sich damit das Millionenerbe sichern will, das eigentlich Claire zusteht, für unzurechnungsfähig erklärt. In der Anstalt, in der Claire auf Wunsch ihrer Tante untergebracht ist, wird sie sexuell vom Gärtner belästigt, weiß sich jedoch zu wehren und bricht aus. Auf ihrer Flucht läuft Claire dem Pferdezüchter Louis Delage über den Weg, und die beiden verlieben sich. - "Das Fleisch der Orchidée" ist das surreale und zuweilen blutrünstige Spielfilmdebüt des vom Theater stammenden Berufsprovokateurs Patrice Chéreau ("Intimacy") und basiert auf dem gleichnamigen Roman des Briten James Hadley Chase. In der Hauptrolle des fesselnden Psychothrillers beeindruckt die damals 29-jährige Charlotte Rampling.
Sa 01. Dezember
13:35 WDR In den Schuhen des Fischers USA 1968
Kyril Lakota, Erzbischof von Lemberg, wird nach 20-jähriger politischer Gefangenschaft aus einem sibirischen Arbeitslager entlassen und darf in den Vatikanstaat ausreisen. Als später ein neuer Papst gewählt werden muss, fällt die Wahl überraschend auf ihn. Kyril bringt seine ganze Menschlichkeit in das höchste Kirchenamt ein und bewährt sich in einer schwierigen Situation als Mittler zwischen China und der Sowjetunion, indem er durch einen beispielhaften Entschluss zur Erhaltung des bedrohten Weltfriedens beiträgt. - Michael Andersons prächtige Verfilmung des Erfolgsromans beeindruckt nicht zuletzt durch Anthony Quinns schauspielerische Leistung, mit der er einen "modernen" Papst glaubwürdig verkörpert.
So 02. Dezember
20:15 arte Ein russischer Sommer D, RUS, GB 2009
Als der berühmte russische Schriftsteller Leo Tolstoi sein Werk dem russischen Volk vermachen will, kommt es zwischen ihm und seiner eifersüchtigen Frau Sofia zum Streit. Sofia möchte das Erbe für die Familie sichern. Der Zwiespalt zwischen Loyalität zum Volk und bedingungsloser Liebe zu seiner Gattin endet für Tolstoi schließlich am Bahnhof von Astapowo, der die letzte Station seines Lebens werden soll. - Der US-amerikanische Regisseur Michael Hoffmann adaptierte den Roman seines Landsmannes Jay Parini zu einer berührenden Liebesgeschichte für die Leinwand. Darstellerin Helen Mirren und ihr Kollege Christopher Plummer waren beide 2010 sowohl für den Oscar als auch für den Golden Globe nominiert.
Mo 03. Dezember
23:30 BR LeseZeichen
Mit: Beate Strobel: "Gert Fröbe" (Braumüller), Friedrich Schorlemmer: "Klar sehen und doch hoffen" (Aufbau), Armin Kratzert spricht mit Joseph Zoderer über dessen Buch "Mein Bruder schiebt sein Ende auf" (Haymon) und Joab Nist: "Wellensittich entflogen. Farbe egal" (Ullstein)
Literatur im Radio
Sa 01. Dezember
20:05 Deutschlandfunk Gehen im Herzland | Zum 70. Geburtstag von Peter Handke
Im dritten Kapitel seiner Erzählung 'Die Wiederholung' lässt Peter Handke seinen Doppelgänger ans Ziel seiner Reise vom Heimatdorf im südlichen Kärnten in die jugoslawische Republik Slowenien anlangen: im Karst, jener Hochfläche über dem Golf von Triest. Eine Landschaft der Freiheit, wo im Wind sich die Grübeleien verflüchtigen. Die Erfüllung einer Sehnsucht: Kindheitslandschaft, 'zu Fuß genähert, im Schweiß, zur Musik der Züge an den Felswänden'. Das 'Gehen im Herzland' greift das große romantische Motiv der Wanderung auf.
So 02. Dezember
18:30 Deutschlandradio Kultur Kaspar | Zum 70. Geburtstag von Peter Handke
"Das Stück 'Kaspar' zeigt nicht, wie es wirklich ist oder wirklich war mit Kaspar Hauser. Es zeigt, was möglich ist mit jemandem. Es zeigt, wie jemand durch Sprechen zum Sprechen gebracht werden kann. Das Stück könnte auch 'Sprechfolterung' heißen. Die Stimmen, die auf den Helden einsprechen, sollten, obwohl in ihrem Sinn immer ganz verständlich, die Sprechweisen von Stimmen sein, bei denen auch in der Wirklichkeit ein technisches Medium zwischengeschaltet ist: Telefonstimmen, Radio- und Fernsehansagerstimmen, ( ... ) die Sprechweisen von Fußballkommentatoren. Alle diese Sprechweisen können auf den Text angewendet werden, freilich nur so, dass durch sie der Sinn oder Unsinn des Eingesagten verdeutlicht wird. Kaspar hat keine Ähnlichkeit mit einem Spaßmacher." (Peter Handke)
Mo 03. Dezember
21:33 Deutschlandradio Kultur London im Nebel | Von Arthur Conan Doyle
London im Oktober 1895, dicker Nebel liegt über der Stadt. Sherlock Holmes erhält Besuch von seinem Bruder Mycroft, der für die britische Regierung arbeitet. Er bittet Holmes um Hilfe. Ein Staatsbeamter wurde tot aufgefunden. In seiner Tasche befanden sich streng geheime Dokumente. Einige der Papiere sind verschwunden. Der Tote wurde übel zugerichtet, doch am Fundort der Leiche gibt es keine Blutspuren.
Di 04. Dezember
20:10 Deutschlandfunk Hörspiel des Monats: Ganz in meiner Haut | Von Stéphanie Marchais
"Nur beim Träumen sind sie 'ganz in ihrer Haut' die siebenjährige Tite die ihren gleichaltrigen Freund Sson heiraten will; ihre fünfeinhalbjährige Schwester Tutite, ein 'altes Kind', das schon alles weiß, bis auf die Dinge der Liebe und schließlich Josh, der hormonell verwirrte Teenager, der seine Lehrerin Christine D. begehrt und zu seinen Eltern ein eher angespanntes Verhältnis hat. Im Hörspiel der französischen Schauspielerin und Dramatikerin Stéphanie Marchais gebiert der Schlaf der Vernunft wieder einmal Ungeheuer: die Fluchtfantasie von Tite und Sson endet mit einer Geiselnahme am Flughafen, während Josh mit einer selbstgebastelten Bombe seine Schule in die Luft jagt, 'um dem Planeten von allen unbedeutenden Existenzen zu befreien', wie er sagt. Seine Eltern hat er an einen Heizkörper gekettet, während er auf die Polizei wartet." (Aus der Begündung der Jury)
29.11.2012 12:36:21
(22297 Beiträge)
Literatur im Fernsehen
Do 06. Dezember
22:45 rbb Bücher und Moor
Zu diesen Büchern: Helmut Krausser: "Nicht ganz schlechte Menschen", Thomas Fitzek und Michael Tsokos: "Abgeschnitten", Karen Duve: "Grrriiim" und zum 200-Wörter-Roman von Marie Pohl
23:45 SWR Literatur im Foyer
Felicitas von Lovenberg im Gespräch mit Clemens J. Setz ("Indigo") und Stephan Thome ("Fliehkräfte")
Fr 07. Dezember
23:00 ZDF Das Blaue Sofa
In der neuesten Ausgabe seiner Sendung stellt Wolfgang Herles Neuerscheinungen vor von Peter Handke, Alain Claude Sulzer, Lawrence Norfolk und Salman Rushdie.
Sa 08. Dezember
20:15 Das Erste Der Chinese D, S, A 2011
Bei einem grausamen Massenmord sterben fast alle Bewohner eines nordschwedischen Dorfes. Brigitta Roslin, eine Richterin, hat beruflich mit dem Fall nichts zu tun, doch unter den Opfern befinden sich ihre Eltern. Da die Ermordeten alle untereinander verwandt waren, wähnt auch Brigitta sich in Lebensgefahr. Die Polizei ignoriert ihre Befürchtungen, und so stellt die Richterin eigene Nachforschungen an. Beim Durchstöbern alter Unterlagen ihrer Mutter stößt sie auf eine Spur, die nach China führt. Suzanne von Borsody spielt die Hauptrolle in dieser glänzend besetzten Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Henning Mankell.
20:15 rbb Hakan Nesser´s Inspektor Barbarotti - Verachtung D 2011
Gunnar Barbarotti erhält einen anonymen Brief mit der Androhung des Mordes an einer gewissen Anna Palme. Er versucht, die Unbekannte zu warnen, kann aber die Bluttat nicht verhindern. Nach der schriftlichen Androhung eines zweiten Mordes wird der Inspektor aufgrund seiner persönlichen Verstrickung vom Dienst suspendiert. Hat jemand noch eine alte Rechnung mit ihm offen? Etwa der Motorrad-Rocker Roffe, der ihn einst im Gerichtssaal niederschlug? Während Barbarotti auf eigene Faust weiterermittelt, versucht Klatschreporter Sundblad ihn zur Zusammenarbeit mit der Boulevardpresse zu zwingen. - Nach dem Roman "Eine ganz andere Geschichte" von Hakan Nesser.
So 09. Dezember
11:15 3sat les.art
Aus der Bücherbar "PHIL". Christian Ankowitsch stellt Neuerscheinungen vor, begrüßt bekannte Autorinnen und Autoren und gibt Tipps für Lesende und Lesemuffel.
Mo 10. Dezember
23:30 BR LeseZeichen
Mit: Julia Schoch: "Selbstporträt mit Bonaparte" (Piper), Slinkachu: "Kleine Leute in der weiten Welt" (Hoffmann und Campe), Armin Kratzert spricht mit Stevan Paul über dessen Buch "Schlaraffenland" (Mairisch) und Deutscher Werkbund, Wilhelm E. Opatz (Hrsg.): "Einst gelobt und fast vergessen" (Niggli)
Di 11. Dezember
11:30 arte Janosch - Ja ist gut, Nein ist gut
Über 300 Titel mit einer weltweiten Auflage von zwölf Millionen Exemplaren hat er geschrieben; in über 40 Sprachen wurde er übersetzt. Janosch, der mit richtigem Namen eigentlich Horst Eckert heißt, ist der erfolgreichste Kinderbuchautor Deutschlands - seit über 40 Jahren wachsen Kinder mit seinen Geschichten auf und auch Erwachsene kennen seine Figuren, allen voran die Tigerente. Das Porträt folgt Janosch an wichtige Stationen seines Lebens, nach Polen, wo er geboren wurde, nach Greifenberg in der Nähe von München und nach Teneriffa, wo er seit über 25 Jahren lebt.
23:10 WDR Der Vorleser D, USA 2008
Deutschland, in den späten 1950er-Jahren: Die Straßenbahn-Schaffnerin Hanna beginnt eine Affäre mit dem 15-jährigen Schüler Michael. Während er ihr aus der Weltliteratur vorliest, weiht sie ihn in die Liebe ein. Ihre Beziehung dauert nur einen Sommer, dann verschwindet Hanna über Nacht. Knapp ein Jahrzehnt später begegnet der angehende Jurist seiner großen Liebe im Gerichtssaal wieder - dort muss sie sich für ihre Vergehen als KZ-Aufseherin verantworten. Erst jetzt errät Michael Hannas sorgsam gehütetes Geheimnis. - Bernhard Schlinks Roman "Der Vorleser" sorgte 1995 für Aufsehen und wurde zum Weltbestseller.
23:20 arte Populärmusik aus Vittula S, FIN 2004
Anfang der 60er Jahre in dem öden nordschwedischen Provinznest Vittula. Das eintönige Leben von den Jungs Niila und Matti wird von archaischen Bräuchen und strenger Religiosität bestimmt. Als den unbedarften Jungs eines Tages die Beatles-Single "Rock'n'Roll Music" in die Hände fällt, sind sie mit einem Schlag wie elektrisiert. Mit Hilfe ihres neuen Musiklehrers gründen die beiden Freunde eine Rockband. - Kongeniale Verfilmung des Bestsellerromans von Mikael Niemi.
00:25 3sat 37 Grad: Beste Freunde
Die Verfilmung des biografischen Romans "Ziemlich beste Freunde" ist ein Welterfolg. Allein in Deutschland haben fast neun Millionen Menschen den Film gesehen. Philippe Pozzo di Borgo ist der Mann, dessen Geschichte der Film erzählt. Der Aristokrat und steinreiche Geschäftsmann, gebildet und intelligent, ein Machtmensch und Extremsportler, führt ein märchenhaftes Leben. Eines Tages stürzt er mit seinem Gleitschirm ab und überlebt - vom Hals abwärts gelähmt. Seine Frau Beatrice stirbt an Krebs. Di Borgo muss weiterleben.
Literatur im Radio
Sa 08. Dezember
20:05 Deutschlandfunk Ulysses, Kapitel 8: Laistrygonen | Von James Joyce
Es ist Mittagszeit. Auf der zögernden, der peristaltischen Bewegung der Verdauungsorgane gleichenden Suche nach einem Mittagstisch quert Bloom zahlreiche Straßen und führt seine Gedanken im Treiben der Stadt spazieren. Sie drehen sich um Dubliner Architektur, Blutopfer, Essensgewohnheiten und die Pfründe der Kirche. Beim Blick in Burtons Restaurant widern ihn die "Esser ohne Manieren" an. Erst in Davy Byrnes Pub kommt er zur Ruhe und bestellt sich ein Gorgonzolasandwich mit Senf und ein Glas Burgunder. Schließlich macht er sich auf den Weg, die Logovorlage der zwei Schlüssel für die Keyses-Anzeige in der Bibliothek zu prüfen, gerät aber aus der Fassung, als er den Hut seines Rivalen Boylans erkennt. Im Reich der Laistrygonen, dem Volk der menschenfressenden Riesen, wird viel gegessen. In Dublin fröhnen die Helden auch mehr oder weniger kulinarischen Genüssen und käuen dabei noch Lebensweisheiten und Weltanschauungen wider.
So 09. Dezember
18:30 Deutschlandradio Kultur Versuch des Ordnens von Notizen, aufgezeichnet während einer Reise nach Zeeland (1962) und ergänzt | Von Claude Simon
Die 'Notizen', 1973 veröffentlicht, sind Simons Beobachtungen während einer Schiffsreise durch das holländische Zeeland. Dazwischen fragmentarische Texte aus verschiedenen Perspektiven, nebeneinander, ineinander übergehend: Erinnerungen an den Spanischen Bürgerkrieg, traumatische Erlebnisse im Zweiten Weltkrieg, Aufzeichnungen eines napoleonischen Generals und Berichte über die Herrschaft der Jakobiner. Ein assoziatives, imaginatives Mosaik.
Mo 10. Dezember
21:33 Deutschlandradio Kultur Zahltag | Von Dirk Josczok
Beim Überfall auf einen Drogeriemarkt wird der Filialleiter erschossen. Tatsächlich nur ein Raubmord? Sowohl die geringe Beute als auch die Gnadenlosigkeit, mit der der Mörder vorgegangen ist, lassen Zweifel aufkommen. Hauptkommissar Magnus und sein Team ermitteln. Es gelingt ihnen, den Tathergang zu rekonstruieren und den Raub aufzuklären. Das Motiv für den Mord bleibt indes unklar. Erst eine zweite Bluttat bringt Gewissheit. Aber keine Entwarnung. Der Täter hat schon sein nächstes Opfer im Visier.
Di 11. Dezember
19:30 Deutschlandradio Kultur Fertig mit Gott! Jüdische Schriftsteller befreien sich von ultra-orthodoxen Glaubensvorschriften | Von Sigrid Brinkmann
Asher Reich, Mira Magén, Shalom Auslander und Nathan Englander haben mit den rigiden Lebensweisen ihrer Eltern gebrochen und deren strenggläubige Gemeinden verlassen. Sie führen ein säkulares Leben und empfinden sich doch als unrettbar religiös. Auslander überbietet sich in gotteslästerlichen Beschimpfungen, während Magén ihre noch 'offenen Rechnungen mit dem Himmel' auf eine gelassene Art begleicht. In ihren Romanen ballen sich tragische Lebensschicksale, doch finden ihre Charaktere stets die Kraft "Ja" zu sagen.
Do 06. Dezember
22:45 rbb Bücher und Moor
Zu diesen Büchern: Helmut Krausser: "Nicht ganz schlechte Menschen", Thomas Fitzek und Michael Tsokos: "Abgeschnitten", Karen Duve: "Grrriiim" und zum 200-Wörter-Roman von Marie Pohl
23:45 SWR Literatur im Foyer
Felicitas von Lovenberg im Gespräch mit Clemens J. Setz ("Indigo") und Stephan Thome ("Fliehkräfte")
Fr 07. Dezember
23:00 ZDF Das Blaue Sofa
In der neuesten Ausgabe seiner Sendung stellt Wolfgang Herles Neuerscheinungen vor von Peter Handke, Alain Claude Sulzer, Lawrence Norfolk und Salman Rushdie.
Sa 08. Dezember
20:15 Das Erste Der Chinese D, S, A 2011
Bei einem grausamen Massenmord sterben fast alle Bewohner eines nordschwedischen Dorfes. Brigitta Roslin, eine Richterin, hat beruflich mit dem Fall nichts zu tun, doch unter den Opfern befinden sich ihre Eltern. Da die Ermordeten alle untereinander verwandt waren, wähnt auch Brigitta sich in Lebensgefahr. Die Polizei ignoriert ihre Befürchtungen, und so stellt die Richterin eigene Nachforschungen an. Beim Durchstöbern alter Unterlagen ihrer Mutter stößt sie auf eine Spur, die nach China führt. Suzanne von Borsody spielt die Hauptrolle in dieser glänzend besetzten Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Henning Mankell.
20:15 rbb Hakan Nesser´s Inspektor Barbarotti - Verachtung D 2011
Gunnar Barbarotti erhält einen anonymen Brief mit der Androhung des Mordes an einer gewissen Anna Palme. Er versucht, die Unbekannte zu warnen, kann aber die Bluttat nicht verhindern. Nach der schriftlichen Androhung eines zweiten Mordes wird der Inspektor aufgrund seiner persönlichen Verstrickung vom Dienst suspendiert. Hat jemand noch eine alte Rechnung mit ihm offen? Etwa der Motorrad-Rocker Roffe, der ihn einst im Gerichtssaal niederschlug? Während Barbarotti auf eigene Faust weiterermittelt, versucht Klatschreporter Sundblad ihn zur Zusammenarbeit mit der Boulevardpresse zu zwingen. - Nach dem Roman "Eine ganz andere Geschichte" von Hakan Nesser.
So 09. Dezember
11:15 3sat les.art
Aus der Bücherbar "PHIL". Christian Ankowitsch stellt Neuerscheinungen vor, begrüßt bekannte Autorinnen und Autoren und gibt Tipps für Lesende und Lesemuffel.
Mo 10. Dezember
23:30 BR LeseZeichen
Mit: Julia Schoch: "Selbstporträt mit Bonaparte" (Piper), Slinkachu: "Kleine Leute in der weiten Welt" (Hoffmann und Campe), Armin Kratzert spricht mit Stevan Paul über dessen Buch "Schlaraffenland" (Mairisch) und Deutscher Werkbund, Wilhelm E. Opatz (Hrsg.): "Einst gelobt und fast vergessen" (Niggli)
Di 11. Dezember
11:30 arte Janosch - Ja ist gut, Nein ist gut
Über 300 Titel mit einer weltweiten Auflage von zwölf Millionen Exemplaren hat er geschrieben; in über 40 Sprachen wurde er übersetzt. Janosch, der mit richtigem Namen eigentlich Horst Eckert heißt, ist der erfolgreichste Kinderbuchautor Deutschlands - seit über 40 Jahren wachsen Kinder mit seinen Geschichten auf und auch Erwachsene kennen seine Figuren, allen voran die Tigerente. Das Porträt folgt Janosch an wichtige Stationen seines Lebens, nach Polen, wo er geboren wurde, nach Greifenberg in der Nähe von München und nach Teneriffa, wo er seit über 25 Jahren lebt.
23:10 WDR Der Vorleser D, USA 2008
Deutschland, in den späten 1950er-Jahren: Die Straßenbahn-Schaffnerin Hanna beginnt eine Affäre mit dem 15-jährigen Schüler Michael. Während er ihr aus der Weltliteratur vorliest, weiht sie ihn in die Liebe ein. Ihre Beziehung dauert nur einen Sommer, dann verschwindet Hanna über Nacht. Knapp ein Jahrzehnt später begegnet der angehende Jurist seiner großen Liebe im Gerichtssaal wieder - dort muss sie sich für ihre Vergehen als KZ-Aufseherin verantworten. Erst jetzt errät Michael Hannas sorgsam gehütetes Geheimnis. - Bernhard Schlinks Roman "Der Vorleser" sorgte 1995 für Aufsehen und wurde zum Weltbestseller.
23:20 arte Populärmusik aus Vittula S, FIN 2004
Anfang der 60er Jahre in dem öden nordschwedischen Provinznest Vittula. Das eintönige Leben von den Jungs Niila und Matti wird von archaischen Bräuchen und strenger Religiosität bestimmt. Als den unbedarften Jungs eines Tages die Beatles-Single "Rock'n'Roll Music" in die Hände fällt, sind sie mit einem Schlag wie elektrisiert. Mit Hilfe ihres neuen Musiklehrers gründen die beiden Freunde eine Rockband. - Kongeniale Verfilmung des Bestsellerromans von Mikael Niemi.
00:25 3sat 37 Grad: Beste Freunde
Die Verfilmung des biografischen Romans "Ziemlich beste Freunde" ist ein Welterfolg. Allein in Deutschland haben fast neun Millionen Menschen den Film gesehen. Philippe Pozzo di Borgo ist der Mann, dessen Geschichte der Film erzählt. Der Aristokrat und steinreiche Geschäftsmann, gebildet und intelligent, ein Machtmensch und Extremsportler, führt ein märchenhaftes Leben. Eines Tages stürzt er mit seinem Gleitschirm ab und überlebt - vom Hals abwärts gelähmt. Seine Frau Beatrice stirbt an Krebs. Di Borgo muss weiterleben.
Literatur im Radio
Sa 08. Dezember
20:05 Deutschlandfunk Ulysses, Kapitel 8: Laistrygonen | Von James Joyce
Es ist Mittagszeit. Auf der zögernden, der peristaltischen Bewegung der Verdauungsorgane gleichenden Suche nach einem Mittagstisch quert Bloom zahlreiche Straßen und führt seine Gedanken im Treiben der Stadt spazieren. Sie drehen sich um Dubliner Architektur, Blutopfer, Essensgewohnheiten und die Pfründe der Kirche. Beim Blick in Burtons Restaurant widern ihn die "Esser ohne Manieren" an. Erst in Davy Byrnes Pub kommt er zur Ruhe und bestellt sich ein Gorgonzolasandwich mit Senf und ein Glas Burgunder. Schließlich macht er sich auf den Weg, die Logovorlage der zwei Schlüssel für die Keyses-Anzeige in der Bibliothek zu prüfen, gerät aber aus der Fassung, als er den Hut seines Rivalen Boylans erkennt. Im Reich der Laistrygonen, dem Volk der menschenfressenden Riesen, wird viel gegessen. In Dublin fröhnen die Helden auch mehr oder weniger kulinarischen Genüssen und käuen dabei noch Lebensweisheiten und Weltanschauungen wider.
So 09. Dezember
18:30 Deutschlandradio Kultur Versuch des Ordnens von Notizen, aufgezeichnet während einer Reise nach Zeeland (1962) und ergänzt | Von Claude Simon
Die 'Notizen', 1973 veröffentlicht, sind Simons Beobachtungen während einer Schiffsreise durch das holländische Zeeland. Dazwischen fragmentarische Texte aus verschiedenen Perspektiven, nebeneinander, ineinander übergehend: Erinnerungen an den Spanischen Bürgerkrieg, traumatische Erlebnisse im Zweiten Weltkrieg, Aufzeichnungen eines napoleonischen Generals und Berichte über die Herrschaft der Jakobiner. Ein assoziatives, imaginatives Mosaik.
Mo 10. Dezember
21:33 Deutschlandradio Kultur Zahltag | Von Dirk Josczok
Beim Überfall auf einen Drogeriemarkt wird der Filialleiter erschossen. Tatsächlich nur ein Raubmord? Sowohl die geringe Beute als auch die Gnadenlosigkeit, mit der der Mörder vorgegangen ist, lassen Zweifel aufkommen. Hauptkommissar Magnus und sein Team ermitteln. Es gelingt ihnen, den Tathergang zu rekonstruieren und den Raub aufzuklären. Das Motiv für den Mord bleibt indes unklar. Erst eine zweite Bluttat bringt Gewissheit. Aber keine Entwarnung. Der Täter hat schon sein nächstes Opfer im Visier.
Di 11. Dezember
19:30 Deutschlandradio Kultur Fertig mit Gott! Jüdische Schriftsteller befreien sich von ultra-orthodoxen Glaubensvorschriften | Von Sigrid Brinkmann
Asher Reich, Mira Magén, Shalom Auslander und Nathan Englander haben mit den rigiden Lebensweisen ihrer Eltern gebrochen und deren strenggläubige Gemeinden verlassen. Sie führen ein säkulares Leben und empfinden sich doch als unrettbar religiös. Auslander überbietet sich in gotteslästerlichen Beschimpfungen, während Magén ihre noch 'offenen Rechnungen mit dem Himmel' auf eine gelassene Art begleicht. In ihren Romanen ballen sich tragische Lebensschicksale, doch finden ihre Charaktere stets die Kraft "Ja" zu sagen.
06.12.2012 15:46:17
(22297 Beiträge)
Literatur im Fernsehen
Do 13. Dezember
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Klassiker der Weltliteratur - Felicitas von Lovenberg im Gespräch mit Thea Dorn, Ijoma Mangold und Denis Scheck
Fr 14. Dezember
22:15 rbb Der Vamp im Schlafrock D 2000
Die Mehrfachbelastung als Mutter, Ehefrau und Autorin erfolgreicher historischer Liebesromane hat Ellen Schweizer stets bravourös bewältigt. Eigentlich könnte die attraktive Endvierzigerin mit ihrem Leben zufrieden sein. Aber während es in ihren Büchern vor Erotik nur so knistert, scheint sie für ihren Mann nur noch als Hausfrau und Mutter zu existieren. - Nach dem Roman von Dagmar Hansen.
Sa 15. Dezember
07:10 rbb quergelesen
Mit Marc und einem Kinderbuchtipp nach dem anderen
20:15 BR Don Camillo und Peppone F, I 1952
In der langen "Don Camillo"-Nacht im Bayerischen Fernsehen sind alle Filme der klassischen Kinoserie zu sehen. Der zupackende Priester "Don Camillo" Tarocci und sein bärbeißiger Widersacher, der kommunistische Bürgermeister Giuseppe "Peppone" Bottazzi, sind Kinder der unmittelbaren italienischen Nachkriegszeit. Ihr literarischer Vater, der Karikaturist, Journalist und Schriftsteller Giovannino Oliviero Giuseppe Guareschi, publizierte die erste Geschichte mit den beiden Streithähnen Weihnachten 1946 in einem italienischen Satiremagazin. Zwei Jahre später erschien Guareschis erster Schelmenroman mit den beiden Raufbolden. Bis zu Guareschis Tod im Jahr 1968 folgten drei weitere Romane und unzählige Kurzgeschichten.
21:30 3sat Zwischen den Stühlen. Porträt der Mainzer Stadtschreiberin Kathrin Röggla
Kathrin Röggla ("Niemand lacht rückwärts", "really ground zero") ist eine ungewöhnlich vielseitige Autorin. Ihr Werk umfasst Theaterstücke, Essays und Hörspiele. Jetzt ist sie die Stadtschreiberin von Mainz. In ihren Werken beschäftigt sie sich mit der Wirtschaftskrise und ihren Verursachern, mit der Berliner Szene, dem Medienhype um das Entführungsdrama der Natascha Kampusch und mit den Ereignissen von 9/11 in New York. Als Mainzer Stadtschreiberin 2012 wird Kathrin Röggla als Teil ihres Preises einen Film zu einem Thema ihrer Wahl realisieren. - Im Anschluss um 22.00 Uhr zeigt 3sat Kathrin Rögglas Film "Die bewegliche Zukunft - Eine Reise ins Krisenmanagement".
So 16. Dezember
14:05 WDR Die 30 beliebtesten Märchen der Nordrhein-Westfalen
Von Aschenputtel bis Zwerg Nase - Hitlisten des Westens
20:15 ZDF Die kleine Lady D, A 2012
Ein vorweihnachtliches Programm-Highlight für die ganze Familie ist das Remake des TV-Klassikers "Der kleine Lord" mit Christiane Hörbiger und Veronica Ferres in überraschenden Rollen!
23:35 Das Erste Druckfrisch
Denis Scheck spricht mit Julian Barnes über dessen Buch "Unbefugtes Betreten", erfährt von Claudia Ott, wie sie die arabische Märchensammlung "101 Nacht" entdeckte und fragt J. K. Rowling, welches Buch sie Harry Potter schenken würde.
23:50 BR Der Glöckner von Notre-Dame F 1956
Paris, im 15. Jahrhundert: Im Turm der Kathedrale Notre-Dame lebt der bucklige Glöckner Quasimodo. Die Stadtbevölkerung treibt mit dem Mann, der ihnen als Ausbund an Hässlichkeit gilt, ihren Spott. Einzig die schöne Zigeunerin Esmeralda hat Mitleid mit ihm. Der Glöckner verliebt sich hoffnungslos in sie. Als Esmeralda fälschlich der Hexerei bezichtigt und zum Tode verurteilt wird, rettet sie Quasimodo und entführt sie in die Kathedrale.
00:05 Das Erste Das Bildnis des Dorian Gray GB 2009
Dorian Gray, Liebling der Londoner Gesellschaft, will ewig so jung und schön bleiben wie sein Porträt in Öl. Dafür, so sagt der Beau leichthin, würde er seine Seele dem Teufel verkaufen. Der perfide Wunsch soll Wirklichkeit werden. Während der unwiderstehliche Schönling sich auf Geheiß seines Mentors Lord Henry Wotton unmoralischen Sinnesfreuden hingibt, verwandelt sich sein Bildnis in eine mörderische Fratze. - Oliver Parkers bildgewaltige Neuverfilmung des berühmten Romans von Oscar Wilde setzt den Akzent auf stilvollen 'Gothic Horror'. In der Titelrolle muss Teenager-Schwarm Ben Barnes auf schmerzliche Weise entdecken, dass es keinen Genuss ohne Reue gibt.
Mo 17. Dezember
23:05 SWR Lawinen der Erinnerung
Ein Film über Oliver Storz von Dominik Graf. Oliver Storz (1929-2011) war ein vielfach ausgezeichneter Dramaturg, Drehbuchautor und Regisseur - einer der Großen in der deutschen Mediengeschichte. Im hohen Alter wurde er schließlich noch ein erfolgreicher Schriftsteller. Sein Lebensthema war die Erinnerung, genauer: die Erinnerung an die Zeit, in der Deutschland unter Adolf Hitler im Chaos versank. Mit leichter Hand montiert der neunfache Grimme-Preis-Träger Dominik Graf historisches Originalmaterial, Filmzitate, neu gedrehte Spielszenen und die Worte seines Gesprächspartners zu einem immer dichter werdenden Doku-Essay.
23:30 BR LeseZeichen
Mit: Henry Jaeger: "Die Festung" (B3 Verlag), Leo Martin: "Ich durchschau dich!" (Ariston), Armin Kratzert spricht mit Ulf Erdmann Ziegler über dessen Buch "Nichts Weißes" (Suhrkamp) und Sibylle Berg: "Vielen Dank für das Leben" (Hanser)
00:15 hr Die Morde des Herrn ABC GB 1964
Eigentlich wollte der belgische Meisterdetektiv Hercule Poirot in London nur seinen Maßschneider besuchen. Stattdessen kommt er erneut einem obskuren Verbrechen auf die Spur. In der Stadt geht ein Mörder um, der seine Opfer offenbar nach dem Alphabet auswählt. Poirot will sich auf eigene Faust auf die Suche nach dem Täter machen. Rasch fühlt er sich von einem mysteriösen Dicken bedroht, der ihn bis ins Dampfbad hinein verfolgt. Der Fremde entpuppt sich als Mr. Hastings, ein britischer Geheimagent, der zum Schutz des berühmten Poirot abgeordnet wurde.
Di 18. Dezember
22:00 WDR Boxhagener Platz D 2012
1968, in Ostberlin: Ein ungeklärter Nachbarschaftsmord bringt die verlässliche Ruhe auf dem Ostberliner Boxhagener Platz in Aufruhr. Oma Ottis Verehrer und Altnazi Fisch-Winkler ist tot. Ottis Enkel, der zwölfjährige schüchterne Holger, nutzt die Chance, um als Hobbydetektiv auf Mördersuche sein schlechtes Image als Sohn des linientreuen "Abschnittsbevollmächtigten" bei seinen Bolzkumpeln aufzupolieren. Er erhofft sich - sollte er den Fall lösen - endlich den langersehnten ersten Kuss seines heimlichen Schwarms. - Nach dem gleichnamigen Romandebüt von Torsten Schulz, der auch das Drehbuch verfasste.
Mi 19. Dezember
22:00 arte Italo Calvino - Ein Porträt
Er gilt als einer der maßgeblichen Intellektuellen der italienischen Nachkriegszeit: Italo Calvino (1923-1985). Seine Werke wurden mit Literaturpreisen ausgezeichnet und in alle Weltsprachen übersetzt. Die Dokumentation ist ein sehr persönliches Porträt des Schriftstellers und lässt ihn selbst und seine Wegbegleiter ausführlich in Interviews zu Wort kommen. "Italo Calvino - Ein Porträt" lädt ein auf einen Streifzug durch Leben und Werk des Ausnahmeschriftstellers.
Literatur im Radio
Samstag 15. Dezember
20:05 Deutschlandfunk Prix Marulic 2012: Schöne Welt, wo bist du? | Hörstück von Jean-Claude Kuner
Die Zeitgenossen Goethe und Casanova berichten noch freimütig von Johann Joachim Winckelmanns Privatleben, im prüden 19. und 20. Jahrhundert wurde es vollständig ausgeblendet. Welch prägende Rolle seine Sexualität in der Betrachtung der griechischen Antike spielte und welchen Einfluss sie auf sein Werk nahm, das hat Wolfgang von Wangenheim in seiner 2005 erschienen Biografie erstmals und ohne Scheu dargestellt. Der Vasensammler Lichtenhahn beschließt nach der Lektüre des Buches nach Rom zu reisen, besucht jetzt nicht dessen, sondern Winckelmanns Wohnhaus, das von ihm mitgestaltete, prächtige Museum Villa Albani, die Museen im Vatikan mit den antiken Statuen wie dem Apoll von Belvedere, den Winckelmann in einer Schrift so eindringlich beschrieben hat und der vom Vasensammler dort gelesen wird. Alles steht noch genauso da wie zu Winckelmanns Zeiten. Doch gleichzeitig ist auch alles anders
Sonntag 16. Dezember
18:30 Deutschlandradio Kultur Erzählung des Gleichgewichts 4:W | Zweisprachiges Hörspiel von Jean Daive
W ist die Aufschrift auf einem Papierbündel und einem Paket, in dem eine störende Schwester, ein stummer Vater, eine entfernte Mutter auf die Post gebracht und verschickt werden, um vom Adressaten - einem Leser/Hörer - Stück für Stück einverleibt zu werden. W, ein gezahnter Buchstabe, ist sein Biss. Er richtet sich gegen alles, was W sonst noch ist oder andeutet: das Weiß, auf das es geschrieben ist, Wien als den Ort einer bestimmten, Psychoanalyse genannten Hör- und Sprechpraxis, das Weh, das mit der Sprache und mit ihrem Fehlen verbunden ist. W, das Gedicht, ein paranalytischer Parcours, eine Übung in gehemmter Dissoziation, eine stenografische Erzählung von einem, der sich zur Sprache zu bringen versucht (und, da er viele ist, nur zu verschiedenen, geteilten und widersprüchlichen Sprachen kommen kann).
Montag 17. Dezember
21:33 Deutschlandradio Kultur Ein perfekter Mord | Von Wolfgang Schorlau
Der erfolgreiche Krimiautor W.S. verbüßt in der Justizvollzugsanstalt Bruchsal eine lebenslange Haftstrafe. Sieben Tage vor der Berufungsverhandlung wird ihm die Nutzung seines Laptops gestattet, um die ihn belastenden Vorgänge noch einmal darzustellen: Den Auftrag, einen perfekten Mord in einem Museum zu recherchieren, bekam er von einem Dr. Müller. Die Mordvariante, die der Autor entwickelte und an seinen Auftraggeber verkaufte, ist genial. Dafür kassierte er ein großzügiges Honorar. Wenig später ermittelte die Polizei in einem Fall, der bis ins Detail der Methode entspricht, die W.S. beschrieben hat.
Mittwoch 19. Dezember
20:30 Deutschlandfunk Heinrich Steinfest liest aus seinem Roman 'Das himmlische Kind' (1/2)
Wer einen Roman von Heinrich Steinfest aufschlägt, weiß nie, was ihn erwartet. In seinem neuen Roman geht es um eine Mutter, die sich zusammen mit ihren beiden Kindern umbringen möchte. Ferner wirken mit: ein dreibeiniges Zebra, ein Drache und ein voll besetzter ICE, dessen Reisende sich plötzlich am Strand einer Insel wiederfinden. Dabei arbeitet Steinfest in 'Das himmlische Kind' für seine Verhältnisse mit eher reduzierteren Mitteln, erlaubt sich weniger Abschweifungen und Exkurse und gewinnt so einen fast novellenartigen hypnotischen Drive. Seine spannende Hänsel-und-Gretel-Variation über ein Geschwisterpaar, das sich im Wald verirrt, ist ein großes Buch über die Heilkraft des Erzählens.
Do 13. Dezember
23:45 SWR Literatur im Foyer
Klassiker der Weltliteratur - Felicitas von Lovenberg im Gespräch mit Thea Dorn, Ijoma Mangold und Denis Scheck
Fr 14. Dezember
22:15 rbb Der Vamp im Schlafrock D 2000
Die Mehrfachbelastung als Mutter, Ehefrau und Autorin erfolgreicher historischer Liebesromane hat Ellen Schweizer stets bravourös bewältigt. Eigentlich könnte die attraktive Endvierzigerin mit ihrem Leben zufrieden sein. Aber während es in ihren Büchern vor Erotik nur so knistert, scheint sie für ihren Mann nur noch als Hausfrau und Mutter zu existieren. - Nach dem Roman von Dagmar Hansen.
Sa 15. Dezember
07:10 rbb quergelesen
Mit Marc und einem Kinderbuchtipp nach dem anderen
20:15 BR Don Camillo und Peppone F, I 1952
In der langen "Don Camillo"-Nacht im Bayerischen Fernsehen sind alle Filme der klassischen Kinoserie zu sehen. Der zupackende Priester "Don Camillo" Tarocci und sein bärbeißiger Widersacher, der kommunistische Bürgermeister Giuseppe "Peppone" Bottazzi, sind Kinder der unmittelbaren italienischen Nachkriegszeit. Ihr literarischer Vater, der Karikaturist, Journalist und Schriftsteller Giovannino Oliviero Giuseppe Guareschi, publizierte die erste Geschichte mit den beiden Streithähnen Weihnachten 1946 in einem italienischen Satiremagazin. Zwei Jahre später erschien Guareschis erster Schelmenroman mit den beiden Raufbolden. Bis zu Guareschis Tod im Jahr 1968 folgten drei weitere Romane und unzählige Kurzgeschichten.
21:30 3sat Zwischen den Stühlen. Porträt der Mainzer Stadtschreiberin Kathrin Röggla
Kathrin Röggla ("Niemand lacht rückwärts", "really ground zero") ist eine ungewöhnlich vielseitige Autorin. Ihr Werk umfasst Theaterstücke, Essays und Hörspiele. Jetzt ist sie die Stadtschreiberin von Mainz. In ihren Werken beschäftigt sie sich mit der Wirtschaftskrise und ihren Verursachern, mit der Berliner Szene, dem Medienhype um das Entführungsdrama der Natascha Kampusch und mit den Ereignissen von 9/11 in New York. Als Mainzer Stadtschreiberin 2012 wird Kathrin Röggla als Teil ihres Preises einen Film zu einem Thema ihrer Wahl realisieren. - Im Anschluss um 22.00 Uhr zeigt 3sat Kathrin Rögglas Film "Die bewegliche Zukunft - Eine Reise ins Krisenmanagement".
So 16. Dezember
14:05 WDR Die 30 beliebtesten Märchen der Nordrhein-Westfalen
Von Aschenputtel bis Zwerg Nase - Hitlisten des Westens
20:15 ZDF Die kleine Lady D, A 2012
Ein vorweihnachtliches Programm-Highlight für die ganze Familie ist das Remake des TV-Klassikers "Der kleine Lord" mit Christiane Hörbiger und Veronica Ferres in überraschenden Rollen!
23:35 Das Erste Druckfrisch
Denis Scheck spricht mit Julian Barnes über dessen Buch "Unbefugtes Betreten", erfährt von Claudia Ott, wie sie die arabische Märchensammlung "101 Nacht" entdeckte und fragt J. K. Rowling, welches Buch sie Harry Potter schenken würde.
23:50 BR Der Glöckner von Notre-Dame F 1956
Paris, im 15. Jahrhundert: Im Turm der Kathedrale Notre-Dame lebt der bucklige Glöckner Quasimodo. Die Stadtbevölkerung treibt mit dem Mann, der ihnen als Ausbund an Hässlichkeit gilt, ihren Spott. Einzig die schöne Zigeunerin Esmeralda hat Mitleid mit ihm. Der Glöckner verliebt sich hoffnungslos in sie. Als Esmeralda fälschlich der Hexerei bezichtigt und zum Tode verurteilt wird, rettet sie Quasimodo und entführt sie in die Kathedrale.
00:05 Das Erste Das Bildnis des Dorian Gray GB 2009
Dorian Gray, Liebling der Londoner Gesellschaft, will ewig so jung und schön bleiben wie sein Porträt in Öl. Dafür, so sagt der Beau leichthin, würde er seine Seele dem Teufel verkaufen. Der perfide Wunsch soll Wirklichkeit werden. Während der unwiderstehliche Schönling sich auf Geheiß seines Mentors Lord Henry Wotton unmoralischen Sinnesfreuden hingibt, verwandelt sich sein Bildnis in eine mörderische Fratze. - Oliver Parkers bildgewaltige Neuverfilmung des berühmten Romans von Oscar Wilde setzt den Akzent auf stilvollen 'Gothic Horror'. In der Titelrolle muss Teenager-Schwarm Ben Barnes auf schmerzliche Weise entdecken, dass es keinen Genuss ohne Reue gibt.
Mo 17. Dezember
23:05 SWR Lawinen der Erinnerung
Ein Film über Oliver Storz von Dominik Graf. Oliver Storz (1929-2011) war ein vielfach ausgezeichneter Dramaturg, Drehbuchautor und Regisseur - einer der Großen in der deutschen Mediengeschichte. Im hohen Alter wurde er schließlich noch ein erfolgreicher Schriftsteller. Sein Lebensthema war die Erinnerung, genauer: die Erinnerung an die Zeit, in der Deutschland unter Adolf Hitler im Chaos versank. Mit leichter Hand montiert der neunfache Grimme-Preis-Träger Dominik Graf historisches Originalmaterial, Filmzitate, neu gedrehte Spielszenen und die Worte seines Gesprächspartners zu einem immer dichter werdenden Doku-Essay.
23:30 BR LeseZeichen
Mit: Henry Jaeger: "Die Festung" (B3 Verlag), Leo Martin: "Ich durchschau dich!" (Ariston), Armin Kratzert spricht mit Ulf Erdmann Ziegler über dessen Buch "Nichts Weißes" (Suhrkamp) und Sibylle Berg: "Vielen Dank für das Leben" (Hanser)
00:15 hr Die Morde des Herrn ABC GB 1964
Eigentlich wollte der belgische Meisterdetektiv Hercule Poirot in London nur seinen Maßschneider besuchen. Stattdessen kommt er erneut einem obskuren Verbrechen auf die Spur. In der Stadt geht ein Mörder um, der seine Opfer offenbar nach dem Alphabet auswählt. Poirot will sich auf eigene Faust auf die Suche nach dem Täter machen. Rasch fühlt er sich von einem mysteriösen Dicken bedroht, der ihn bis ins Dampfbad hinein verfolgt. Der Fremde entpuppt sich als Mr. Hastings, ein britischer Geheimagent, der zum Schutz des berühmten Poirot abgeordnet wurde.
Di 18. Dezember
22:00 WDR Boxhagener Platz D 2012
1968, in Ostberlin: Ein ungeklärter Nachbarschaftsmord bringt die verlässliche Ruhe auf dem Ostberliner Boxhagener Platz in Aufruhr. Oma Ottis Verehrer und Altnazi Fisch-Winkler ist tot. Ottis Enkel, der zwölfjährige schüchterne Holger, nutzt die Chance, um als Hobbydetektiv auf Mördersuche sein schlechtes Image als Sohn des linientreuen "Abschnittsbevollmächtigten" bei seinen Bolzkumpeln aufzupolieren. Er erhofft sich - sollte er den Fall lösen - endlich den langersehnten ersten Kuss seines heimlichen Schwarms. - Nach dem gleichnamigen Romandebüt von Torsten Schulz, der auch das Drehbuch verfasste.
Mi 19. Dezember
22:00 arte Italo Calvino - Ein Porträt
Er gilt als einer der maßgeblichen Intellektuellen der italienischen Nachkriegszeit: Italo Calvino (1923-1985). Seine Werke wurden mit Literaturpreisen ausgezeichnet und in alle Weltsprachen übersetzt. Die Dokumentation ist ein sehr persönliches Porträt des Schriftstellers und lässt ihn selbst und seine Wegbegleiter ausführlich in Interviews zu Wort kommen. "Italo Calvino - Ein Porträt" lädt ein auf einen Streifzug durch Leben und Werk des Ausnahmeschriftstellers.
Literatur im Radio
Samstag 15. Dezember
20:05 Deutschlandfunk Prix Marulic 2012: Schöne Welt, wo bist du? | Hörstück von Jean-Claude Kuner
Die Zeitgenossen Goethe und Casanova berichten noch freimütig von Johann Joachim Winckelmanns Privatleben, im prüden 19. und 20. Jahrhundert wurde es vollständig ausgeblendet. Welch prägende Rolle seine Sexualität in der Betrachtung der griechischen Antike spielte und welchen Einfluss sie auf sein Werk nahm, das hat Wolfgang von Wangenheim in seiner 2005 erschienen Biografie erstmals und ohne Scheu dargestellt. Der Vasensammler Lichtenhahn beschließt nach der Lektüre des Buches nach Rom zu reisen, besucht jetzt nicht dessen, sondern Winckelmanns Wohnhaus, das von ihm mitgestaltete, prächtige Museum Villa Albani, die Museen im Vatikan mit den antiken Statuen wie dem Apoll von Belvedere, den Winckelmann in einer Schrift so eindringlich beschrieben hat und der vom Vasensammler dort gelesen wird. Alles steht noch genauso da wie zu Winckelmanns Zeiten. Doch gleichzeitig ist auch alles anders
Sonntag 16. Dezember
18:30 Deutschlandradio Kultur Erzählung des Gleichgewichts 4:W | Zweisprachiges Hörspiel von Jean Daive
W ist die Aufschrift auf einem Papierbündel und einem Paket, in dem eine störende Schwester, ein stummer Vater, eine entfernte Mutter auf die Post gebracht und verschickt werden, um vom Adressaten - einem Leser/Hörer - Stück für Stück einverleibt zu werden. W, ein gezahnter Buchstabe, ist sein Biss. Er richtet sich gegen alles, was W sonst noch ist oder andeutet: das Weiß, auf das es geschrieben ist, Wien als den Ort einer bestimmten, Psychoanalyse genannten Hör- und Sprechpraxis, das Weh, das mit der Sprache und mit ihrem Fehlen verbunden ist. W, das Gedicht, ein paranalytischer Parcours, eine Übung in gehemmter Dissoziation, eine stenografische Erzählung von einem, der sich zur Sprache zu bringen versucht (und, da er viele ist, nur zu verschiedenen, geteilten und widersprüchlichen Sprachen kommen kann).
Montag 17. Dezember
21:33 Deutschlandradio Kultur Ein perfekter Mord | Von Wolfgang Schorlau
Der erfolgreiche Krimiautor W.S. verbüßt in der Justizvollzugsanstalt Bruchsal eine lebenslange Haftstrafe. Sieben Tage vor der Berufungsverhandlung wird ihm die Nutzung seines Laptops gestattet, um die ihn belastenden Vorgänge noch einmal darzustellen: Den Auftrag, einen perfekten Mord in einem Museum zu recherchieren, bekam er von einem Dr. Müller. Die Mordvariante, die der Autor entwickelte und an seinen Auftraggeber verkaufte, ist genial. Dafür kassierte er ein großzügiges Honorar. Wenig später ermittelte die Polizei in einem Fall, der bis ins Detail der Methode entspricht, die W.S. beschrieben hat.
Mittwoch 19. Dezember
20:30 Deutschlandfunk Heinrich Steinfest liest aus seinem Roman 'Das himmlische Kind' (1/2)
Wer einen Roman von Heinrich Steinfest aufschlägt, weiß nie, was ihn erwartet. In seinem neuen Roman geht es um eine Mutter, die sich zusammen mit ihren beiden Kindern umbringen möchte. Ferner wirken mit: ein dreibeiniges Zebra, ein Drache und ein voll besetzter ICE, dessen Reisende sich plötzlich am Strand einer Insel wiederfinden. Dabei arbeitet Steinfest in 'Das himmlische Kind' für seine Verhältnisse mit eher reduzierteren Mitteln, erlaubt sich weniger Abschweifungen und Exkurse und gewinnt so einen fast novellenartigen hypnotischen Drive. Seine spannende Hänsel-und-Gretel-Variation über ein Geschwisterpaar, das sich im Wald verirrt, ist ein großes Buch über die Heilkraft des Erzählens.
13.12.2012 13:00:45
(22297 Beiträge)
Literatur im Fernsehen
Do 20. Dezember
15:00 Phoenix Dracula lebt - Das Vermächtnis des Grafen
Die ruhelosen Geister sind unter uns, nicht nur in Dörfern mitten in Europa. Immer neue Bücher, Kinofilme und Fernsehserien lassen die Untoten auferstehen. Weltweit grassiert ein regelrechtes Vampir-Fieber. Es sind die großen Lebensthemen in den Vampirgeschichten, die Millionen von Menschen in ihren Bann ziehen: Liebe, Tod, Leidenschaft, die Suche nach erfüllter Liebe und Erlösung. Der Film zeichnet die Entstehungsgeschichte des Dracula-Romans nach. Intensive Recherchen lenken Stoker auf die Spur eines uralten Volksglaubens in Rumänien. Bram Stokers Biografie liefert Aufschluss über seine Motivation, den Schauerroman zu verfassen. In Spielszenen zeichnet der Film "Dracula lebt - Das Vermächtnis des Grafen" das Leben des Autors nach. Stokers Biografin Elizabeth Miller und sein Urgroßneffe Dacra kennen kleinste Details.
Fr 21. Dezember
20:15 Das Erste Der kleine Lord GB 1980
Der Earl of Dorincourt lässt seinen kleinen Enkel Ceddie aus Amerika nach England kommen, um ihn auf seinem Schloss standesgemäß zu erziehen. Unter dem Einfluss des liebenswerten Jungen verwandelt sich der grantige alte Herr in einen Menschenfreund und Wohltäter. - Alec Guinness spielt auf unvergessliche Art den Großvater in Jack Golds rührender Verfilmung des gleichnamigen Jugendbuchs, die sich zum vorweihnachtlichen TV-Klassiker entwickelt hat.
01:15 3sat Der amerikanische Freund BRD, F 1976
Der todkranke Hamburger Bilderrahmenmacher Jonathan lässt sich verzweifelt auf das obskure Angebot des Franzosen Minot ein. Für 250.000 Mark tötet er in Paris einen Auftragskiller. Als Jonathan erneut morden soll, kommt ihm Minots Partner, der Amerikaner Tom Ripley, zu Hilfe. Ripley fühlt sich mitschuldig an Jonathans Lage und gerät dabei selbst in Lebensgefahr. Mit Bruno Ganz und Dennis Hopper, nach dem Roman "Ripley's Game oder Regel ohne Ausnahme" von Patricia Highsmith
Sa 22. Dezember
16:20 Das Erste Oliver Twist GB, F, I, CZ 2005
England, im 19. Jahrhundert: Schikanen und Hunger bestimmen den Waisenhaus-Alltag des Oliver Twist. Als er beim Essen um einen Nachschlag bettelt, wollen die Direktoren den aufsässigen Jungen loswerden. Oliver kommt zu einem Sargtischler in die Lehre. Als er dort geschlagen wird, reißt er aus und flieht nach London. Von Hunger getrieben, wird er Mitglied der Kinderbande des zwielichtigen Hehlers Fagin. Dieser bildet ihn als Taschendieb aus und schickt ihn zum Stehlen. Gleich bei der ersten Tour wird Oliver erwischt. Aber der Junge hat Glück im Unglück: Sein Opfer, der reiche Mr. Brownlow, nimmt ihn bei sich auf. Doch die Vergangenheit holt Oliver bald ein. - Roman Polanski gelang eine grandiose, bildgewaltige Neuinterpretation des Charles-Dickens-Klassikers, mit einem überzeugenden Ben Kingsley als schurkischem Bandenchef Fagin.
20:15 3sat Roméo & Juliette
Tanztheater aus der Opéra Bastille in Paris (15.05.2012) - Shakespeares Liebesdrama "Romeo und Julia" ist seit dem 16. Jahrhundert ein Klassiker auf den Bühnen. Keine Geschichte ist so oft erzählt, kein Schicksal in so vielen verschiedenen Kunstformen - Film, Oper, Schauspiel und Tanz - dargestellt worden wie das von Romeo und Julia. Das Wesen des Dramas der Liebenden von Verona fand seine perfekte Entsprechung in der Musik von Hector Berlioz. Der als hitzköpfig bekannte und von der Romantik berührte Komponist schuf in seiner "Dramatischen Sinfonie mit Chören, Gesangssoli und Prolog als Chorrezitativ" eine anspruchsvolle Partitur.
23:45 rbb Gottes Werk und Teufels Beitrag USA 1999
Neu England, Anfang der 1940er Jahre. Der Arzt Dr. Wilbur Larch führt im ländlichen Maine das Waisenhaus St. Clouds. Von seinen zahlreichen Zöglingen hat der strikte, zugleich aber liebevolle Mann den introvertierten Homer Wells besonders ins Herz geschlossen. Er unterrichtet den Heranwachsenden in Medizin und macht ihn schließlich sogar zu seinem ärztlichen Assistenten. Larch kümmert sich jedoch nicht nur um elternlose Kinder, sondern nimmt sich auch Frauen in Not an, die ungewollt schwanger wurden: Um zu verhindern, dass sie gefährliche Pfuscher aufsuchen, führt er heimlich illegale Abtreibungen durch. - Bestsellerautor John Irving wurde für die Drehbuchadaption seines eigenen Romans mit dem Oscar ausgezeichnet. Auch Michael Caine erhielt für seine Verkörperung des weisen Dr. Larch den begehrten Academy Award.
So 23. Dezember
10:15 3sat Literaturclub
Mit den Gästen Rüdiger Safranski, Elke Heidenreich und Hildegard E. Keller, folgende Bücher werden vorgestellt: Johann David Wyss: Der schweizerische Robinson, neu erzählt von Peter Stamm (S. Fischer), Matthias Matussek: Die Apokalypse nach Richard (Aufbau), John Lanchester: Kapital (Klett-Cotta), Cees Noteboom: Briefe an Poseidon (Suhrkamp), Marie NDiaye: Ein Tag zu lang (Suhrkamp)
11:30 ndr Die berühmtesten Zitate. Geflügelte Worte, die Geschichte schrieben
Legendär: "Ich bin ein Berliner." - Visionär: "I have a dream". - Unvergessen: "Mit Verlaub, Herr Präsident. Sie sind ein A ... loch." Am Anfang war das Wort. Das gilt heute noch genauso wie vor 2.000 Jahren. Worte können bewegen und begeistern, aber auch einen Sturm der Empörung entfesseln. Die berühmtesten und berüchtigtsten dieser geflügelten Worte haben in dieser Sendung noch einmal ihren großen Auftritt. Zitate, die Eingang in Geschichtsbücher fanden, werden beleuchtet und kommentiert.
23:15 BR Buddenbrooks BRD 1959
Nach dem Tod seines Vaters übernimmt Thomas Buddenbrook die Leitung des traditionsreichen Lübecker Handelshauses. Dank seines geschäftlichen Geschicks floriert die Firma. In der Ehe mit der anmutigen Gerda findet der Kaufmann zunächst auch sein privates Glück. Durch eine Reihe von Fehlkalkulationen gerät die Firma jedoch in eine Krise. Zur finanziellen Schieflage des Unternehmens gesellt sich das persönliche Unglück seiner Schwester Tony und seines labilen Bruders Christian. Als Thomas sich verspekuliert, ist das der Anfang vom Ende.
Mo 24. Dezember
10:10 ZDF Der Grueffelo - Kleine Maus auf grosser Misson
Es ist nicht ungefährlich für eine kleine Maus, allein durch den Wald zu spazieren. Überall lauern Gefahren in Gestalt von gefräßigen großen Tieren. Doch wenn man so viel Fantasie hat wie diese Maus, kann einem nichts passieren. Sie erfindet einfach einen riesigen, grauenerregenden Freund namens Grüffelo, und schon nehmen ihre Feinde Reißaus ... Magic Light Pictures verfilmte in Zusammenarbeit mit dem Studio Soi den Kinderbuch-Bestseller "Der Grüffelo" von Julia Donaldson und Axel Scheffler. Im Anschluss: Das Grueffelokind
10:50 WDR Thomas Mann - Weihnachten bei den Buddenbrooks
Eine der schönsten deutschen Erzählungen zum Fest und über diesen besonderen Tag ist das Kapitel "Weihnachten bei den Buddenbrooks". Thomas Mann hat in seinem Roman "Buddenbrooks" viel von seiner eigenen Familiengeschichte, von den bizarren Figuren der Lübecker Gesellschaft und vom Weihnachtsglück seiner Kindheit erzählt. Im Lübecker Buddenbrook-Haus gibt es noch das sogenannte "Götterzimmer", das alljährlich im Dezember bei den Manns zum Weihnachtszimmer wurde. Dort liest Armin Mueller-Stahl aus dieser Geschichte.
13:30 3sat In den Schuhen des Fischers USA 1968
Kyril Lakota, Erzbischof von Lemberg, wird nach 20-jähriger politischer Gefangenschaft aus einem sibirischen Arbeitslager entlassen und darf in den Vatikanstaat ausreisen. Als später ein neuer Papst gewählt werden muss, fällt die Wahl überraschend auf ihn. Kyril bringt seine ganze Menschlichkeit in das höchste Kirchenamt ein und bewährt sich in einer schwierigen Situation als Mittler zwischen China und der Sowjetunion, indem er durch einen beispielhaften Entschluss zur Erhaltung des bedrohten Weltfriedens beiträgt. - Michael Andersons prächtige Verfilmung des Erfolgsromans beeindruckt nicht zuletzt durch Anthony Quinns schauspielerische Leistung, mit der er einen "modernen" Papst glaubwürdig verkörpert.
23:20 3sat Hotel New Hampshire USA 1984
Student Win Berry jobbt in seinen Semesterferien in einem exklusiven Hotel an der Küste von Maine, als er die attraktive Mary kennen und lieben lernt. Die beiden heiraten, nachdem der exzentrische Globetrotter Freud ihnen seinen Tanzbären verkauft hat und nach Wien abgereist ist. Die Erinnerung an die unbeschwerte Zeit im Hotel am Meer lässt die beiden nicht mehr los. Jahre später ziehen sie mit ihren mittlerweile fünf Kindern in ein leerstehendes Schulgebäude und machen daraus das einzige Hotel der Stadt. - In "Hotel New Hampshire" spiegelt sich ein Stück verrückter Jugend des Romanautors John Irving wider. Regisseur Tony Richardson machte aus Irvings gleichnamiger Romanvorlage eine kinowirksame Familiensaga, die an Charme, Humor, Zauber und Schrecken ihrem literarischen Vorbild in nichts nachsteht. Neben Beau Bridges spielen Jodie Foster, Nastassja Kinski und Rob Lowe in weiteren Hauptrollen.
00:30 Das Erste Die zauberhafte Welt der Beatrix Potter GB, USA 2006
Die ambitionierte Künstlerin Beatrix Potter denkt nicht ans Heiraten. So führt die 30-Jährige noch immer ein abgeschiedenes Leben im Haus ihrer wohlhabenden, zur britischen Oberschicht gehörenden Eltern. Das ändert sich, als sie bei einem kleinen Verlag ein selbst verfasstes und illustriertes Kinderbuch vorstellt. Der sensible Verlegersohn Norman publiziert ihr kleines Werk, das rasch zum Bestseller avanciert. In Norman findet die einsame Beatrix auch endlich die Liebe, von der sie nie zu träumen gewagt hatte. Ihre vornehme Familie ist über diese nicht standesgemäße Romanze jedoch nicht amüsiert. - Oscar-Preisträger Chris Noonan gelang ein warmherziges Biopic, glänzend besetzt mit Renée Zellweger und Ewan McGregor.
00:50 rbb Bright Star - Meine Liebe. Ewig. AUS, F, GB 2009
Der Londoner Vorort Hampstead, zu Beginn des 19. Jahrhunderts: Fanny Brawne, die Tochter einer wohlhabenden Witwe lernt ihren neuen Nachbarn kennen - den Dichter John Keats. Fanny packt die Neugierde: Ist dieser Keats, dessen Gedichte in der Presse hämisch verrissen werden, tatsächlich "ein Idiot", wie allenthalben gemunkelt wird? Bei ihr zumindest erwecken die Verse des introvertierten Poeten ungeahnte Gefühle, worauf sie den scheuen jungen Mann um Unterweisung in seiner Kunst bittet. - Andrew Motions 1997 erschienene Biografie inspirierte die australische Regisseurin Jane Campion zu ihrem eindrucksvoll fotografierten Kostümfilm über den romantischen Dichter John Keats, der heute in einem Atemzug mit Lord Byron und Percy Bysshe Shelley genannt wird.
Di 25. Dezember
20:15 rbb Drei Haselnüsse für Aschenbrödel CSSR, DDR 1973
Aschenbrödel nimmt hier nicht alles hin, sondern den Kampf gegen die Ungerechtigkeit auf - mit List, Witz und drei Zaubernüssen. Bezaubernde tschechische Variante des bekannten Märchens - sehenswert nicht nur für Kinder.
22:10 3sat Die Bartholomäusnacht - Die Hand Gottes D, F, I 1994
Frankreich, 16. Jahrhundert: Die intrigante Königsmutter Catherine de Médicis hält alle Fäden in der Hand. Ihr Sohn, der schwächliche katholische König Charles IX. aus dem Haus Valois, ist ihre willenlose Marionette. Catherine will die Bürgerkriege zwischen Protestanten und Katholiken beenden, die das Königreich ausbluten. Sie arrangiert hierfür eine pompöse Zweckhochzeit ihrer Tochter Marguerite de Valois, genannt Margot, mit dem protestantischen König Henri de Navarre. Die kapriziöse Margot, zunächst nur eine Schachfigur im Spiel um die Macht, verachtet Henri. Noch in der Hochzeitsnacht geht sie auf die Suche nach einem Liebhaber.
23:10 Das Erste Shutter Island USA 2009
Marshal Teddy Daniels setzt mit seinem neuen Kollegen Chuck Aule von Boston aus nach Shutter Island über. Aus dem dortigen Ashecliffe Hospital für psychisch kranke Straftäter ist eine extrem gefährliche Mörderin verschwunden. Gegen die Widerstände des zwielichtigen Anstaltsleiters Dr. Cawley kommt der Polizist bald einem sorgsam gehüteten Geheimnis auf die Spur: Die Patienten sind offenbar Versuchskaninchen für grausame medizinische Experimente. Je näher Daniels der Wahrheit kommt, desto mehr wird er von Migräneanfällen und beunruhigenden Halluzinationen heimgesucht. Wird auch er manipuliert? - Martin Scorsese inszenierte mit seinem Lieblingsdarsteller Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle ein düsteres Meisterwerk über die Abgründe der menschlichen Psyche. 1,5 Millionen Kinobesucher sahen hierzulande die stilistisch überragende Adaption des Psychokrimis von Dennis Lehane.
Mi 26. Dezember
09:45 3sat Rosen im Herbst BRD 1955
Im Preußen des ausgehenden 19. Jahrhunderts führt die junge Effi Briest ein unbeschwertes Leben auf dem Gut ihrer Eltern. Eines Tages macht Landrat Geert von Innstetten der Familie seine Aufwartung: Er möchte die kaum Volljährige Effi heiraten. So zieht Effi mit dem frisch angetrauten Ehemann ins pommersche Kessin. Dort fühlt sie sich sozial isoliert und vernachlässigt. In den Armen von Major von Crampas findet Effi die ersehnte Nähe und Zärtlichkeit. Mit von Innstettens beruflicher Versetzung nach Berlin endet auch die Beziehung von Effi und von Crampas. In der Metropole finden Effi und ihr Mann wieder zueinander. Als von Innstetten jedoch durch Zufall Crampas Liebesbriefe entdeckt, ist er in seinem Stolz zutiefst verletzt und fordert den Major zum Duell.
Literatur im Radio
Do 20. Dezember
20:10 Deutschlandfunk Und wenn sie nicht gestorben sind ... 200 Jahre Grimms Märchen im Spiegel der Forschung | Ein Feature von Andrea und Justin Westhoff
"Spieglein, Spieglein an der Wand ...", "Rotkäppchen" und der böse Wolf oder der Frosch, der sich am Ende in den schönen Prinzen verwandelt - mindestens einen Reim, eine Figur, ein Motiv kennt vermutlich jeder aus den "Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm". Die Sammlung ist neben der Lutherbibel das weltweit bekannteste Buch der deutschen Kulturgeschichte. Mit der Erstausgabe 1812 legten die Kasseler Sprachforscher nicht nur den Grundstein für die Germanistik, sondern auch für eine interdisziplinäre und internationale Märchenforschung: Literaturwissenschaftler, Pädagogen, Soziologen und Psychologen versuchen seither, Ursprung, Funktion und Wirkung der kleinen Wundergeschichten zu ergründen, die von - keineswegs nur kindlichen - Ängsten und Abgründen, Sehnsüchten und Hoffnungen erzählen.
Sa 22. Dezember
20:05 Deutschlandfunk Ulysses 3: Proteus | Von James Joyce
Steven, allein am Strand, überlässt sich dem Auf und Ab seines Gedankenstroms. Er erinnert sich erneut an seine Bohème-Zeit in Paris und an den Zeitpunkt der Rückkehr nach Dublin wegen der Erkrankung seiner Mutter. Ein mit einem Tierkadaver spielender Hund veranlasst ihn, über den Sinn des Lebens nachzudenken. Schließlich wird ihm der Anblick des Meeres, in dessen Fluten man ertrinken könne, wenn man wolle, zu einer Epiphanie, die ihm einige Gedichtzeilen entlockt. Das Kapitel ist hauptsächlich im inneren Monolog geschrieben. Gleich dem Meeresgott Proteus, der ein Meister der Gestaltverwandlung ist, wenn er unerwünschten Fragen entkommen möchte, mäandern Stephens Gedanken ohne Antwort auf seine Fragen. Hiermit endet die dreiteilige Sohnesgeschichte, die in Homers 'Odyssee' als Telemachie bezeichnet wird. - Anschließend Ulysses 4: Kalypso
So 23. Dezember
18:05 Deutschlandradio Kultur Huckleberry Finns Abenteuer (1/3) | Nach dem gleichnamigen Roman von Mark Twain
"Tom und ich fanden Geld, das Räuber in einer Höhle versteckt hatten, und wir waren mit einem Schlag reich. Die Witwe Douglas nahm mich als ihren Sohn an und wollte mich zivilisieren." Aber das ist nichts für Huck Finn. Überhaupt bringt ihm der Reichtum kein Glück, denn plötzlich taucht sein brutaler Vater wieder auf und fordert Geld für seine Sauferei. Jetzt wird es ernst und viel gefährlicher als alle Spiele mit Tom Sawyers Räuberbande. Zwar weiß Huck das Geld in Sicherheit, aber der alte Finn entführt seinen Sohn in eine einsame Blockhütte. Gemeinsam mit dem alten Negersklaven Jim gelingt die Flucht stromabwärts auf einem Floß. In der Nacht wird es von einem Flussdampfer gerammt. (Teil 2 am 25.12., Teil 3 am 26.12.)
Di 25. Dezember
14:05 Deutschlandradio Kultur Hörspieltag für Kinder: Prinzessin Sara | Von Mario Göpfert
Sara ist bei ihrem Papa in Indien aufgewachsen. An einem trüben Wintertag bringt er sie nach London. Sara soll hier zur Schule gehen. Der Papa hat ihr herrliche Kleider und Spiele gekauft und sie bekommt das schönste Zimmer im Internat. Dann fährt der Papa zurück nach Indien und Sara muss alleine zurechtkommen. Alle halten sie für eine kleine Prinzessin. Sara ist ein kluges Mädchen. Sie setzt sich selbstbewusst über die Verbote der Internatsleiterin hinweg. Sie befreundet sich, mit wem sie möchte, und kann nicht verstehen, warum Becky, das Dienstmädchen, nur arbeiten soll und nichts lernen darf. Als ihr Vater plötzlich stirbt und ihr kein Geld hinterlässt, muss Sara in eine kleine Dachkammer ziehen und sehr viel arbeiten. Gut, dass sie Freunde gefunden hat, und ihre Fantasie ausreicht, sich auch jetzt schöne Spiele auszudenken.
Schöne Weihnachten allen mitlesern!!
Do 20. Dezember
15:00 Phoenix Dracula lebt - Das Vermächtnis des Grafen
Die ruhelosen Geister sind unter uns, nicht nur in Dörfern mitten in Europa. Immer neue Bücher, Kinofilme und Fernsehserien lassen die Untoten auferstehen. Weltweit grassiert ein regelrechtes Vampir-Fieber. Es sind die großen Lebensthemen in den Vampirgeschichten, die Millionen von Menschen in ihren Bann ziehen: Liebe, Tod, Leidenschaft, die Suche nach erfüllter Liebe und Erlösung. Der Film zeichnet die Entstehungsgeschichte des Dracula-Romans nach. Intensive Recherchen lenken Stoker auf die Spur eines uralten Volksglaubens in Rumänien. Bram Stokers Biografie liefert Aufschluss über seine Motivation, den Schauerroman zu verfassen. In Spielszenen zeichnet der Film "Dracula lebt - Das Vermächtnis des Grafen" das Leben des Autors nach. Stokers Biografin Elizabeth Miller und sein Urgroßneffe Dacra kennen kleinste Details.
Fr 21. Dezember
20:15 Das Erste Der kleine Lord GB 1980
Der Earl of Dorincourt lässt seinen kleinen Enkel Ceddie aus Amerika nach England kommen, um ihn auf seinem Schloss standesgemäß zu erziehen. Unter dem Einfluss des liebenswerten Jungen verwandelt sich der grantige alte Herr in einen Menschenfreund und Wohltäter. - Alec Guinness spielt auf unvergessliche Art den Großvater in Jack Golds rührender Verfilmung des gleichnamigen Jugendbuchs, die sich zum vorweihnachtlichen TV-Klassiker entwickelt hat.
01:15 3sat Der amerikanische Freund BRD, F 1976
Der todkranke Hamburger Bilderrahmenmacher Jonathan lässt sich verzweifelt auf das obskure Angebot des Franzosen Minot ein. Für 250.000 Mark tötet er in Paris einen Auftragskiller. Als Jonathan erneut morden soll, kommt ihm Minots Partner, der Amerikaner Tom Ripley, zu Hilfe. Ripley fühlt sich mitschuldig an Jonathans Lage und gerät dabei selbst in Lebensgefahr. Mit Bruno Ganz und Dennis Hopper, nach dem Roman "Ripley's Game oder Regel ohne Ausnahme" von Patricia Highsmith
Sa 22. Dezember
16:20 Das Erste Oliver Twist GB, F, I, CZ 2005
England, im 19. Jahrhundert: Schikanen und Hunger bestimmen den Waisenhaus-Alltag des Oliver Twist. Als er beim Essen um einen Nachschlag bettelt, wollen die Direktoren den aufsässigen Jungen loswerden. Oliver kommt zu einem Sargtischler in die Lehre. Als er dort geschlagen wird, reißt er aus und flieht nach London. Von Hunger getrieben, wird er Mitglied der Kinderbande des zwielichtigen Hehlers Fagin. Dieser bildet ihn als Taschendieb aus und schickt ihn zum Stehlen. Gleich bei der ersten Tour wird Oliver erwischt. Aber der Junge hat Glück im Unglück: Sein Opfer, der reiche Mr. Brownlow, nimmt ihn bei sich auf. Doch die Vergangenheit holt Oliver bald ein. - Roman Polanski gelang eine grandiose, bildgewaltige Neuinterpretation des Charles-Dickens-Klassikers, mit einem überzeugenden Ben Kingsley als schurkischem Bandenchef Fagin.
20:15 3sat Roméo & Juliette
Tanztheater aus der Opéra Bastille in Paris (15.05.2012) - Shakespeares Liebesdrama "Romeo und Julia" ist seit dem 16. Jahrhundert ein Klassiker auf den Bühnen. Keine Geschichte ist so oft erzählt, kein Schicksal in so vielen verschiedenen Kunstformen - Film, Oper, Schauspiel und Tanz - dargestellt worden wie das von Romeo und Julia. Das Wesen des Dramas der Liebenden von Verona fand seine perfekte Entsprechung in der Musik von Hector Berlioz. Der als hitzköpfig bekannte und von der Romantik berührte Komponist schuf in seiner "Dramatischen Sinfonie mit Chören, Gesangssoli und Prolog als Chorrezitativ" eine anspruchsvolle Partitur.
23:45 rbb Gottes Werk und Teufels Beitrag USA 1999
Neu England, Anfang der 1940er Jahre. Der Arzt Dr. Wilbur Larch führt im ländlichen Maine das Waisenhaus St. Clouds. Von seinen zahlreichen Zöglingen hat der strikte, zugleich aber liebevolle Mann den introvertierten Homer Wells besonders ins Herz geschlossen. Er unterrichtet den Heranwachsenden in Medizin und macht ihn schließlich sogar zu seinem ärztlichen Assistenten. Larch kümmert sich jedoch nicht nur um elternlose Kinder, sondern nimmt sich auch Frauen in Not an, die ungewollt schwanger wurden: Um zu verhindern, dass sie gefährliche Pfuscher aufsuchen, führt er heimlich illegale Abtreibungen durch. - Bestsellerautor John Irving wurde für die Drehbuchadaption seines eigenen Romans mit dem Oscar ausgezeichnet. Auch Michael Caine erhielt für seine Verkörperung des weisen Dr. Larch den begehrten Academy Award.
So 23. Dezember
10:15 3sat Literaturclub
Mit den Gästen Rüdiger Safranski, Elke Heidenreich und Hildegard E. Keller, folgende Bücher werden vorgestellt: Johann David Wyss: Der schweizerische Robinson, neu erzählt von Peter Stamm (S. Fischer), Matthias Matussek: Die Apokalypse nach Richard (Aufbau), John Lanchester: Kapital (Klett-Cotta), Cees Noteboom: Briefe an Poseidon (Suhrkamp), Marie NDiaye: Ein Tag zu lang (Suhrkamp)
11:30 ndr Die berühmtesten Zitate. Geflügelte Worte, die Geschichte schrieben
Legendär: "Ich bin ein Berliner." - Visionär: "I have a dream". - Unvergessen: "Mit Verlaub, Herr Präsident. Sie sind ein A ... loch." Am Anfang war das Wort. Das gilt heute noch genauso wie vor 2.000 Jahren. Worte können bewegen und begeistern, aber auch einen Sturm der Empörung entfesseln. Die berühmtesten und berüchtigtsten dieser geflügelten Worte haben in dieser Sendung noch einmal ihren großen Auftritt. Zitate, die Eingang in Geschichtsbücher fanden, werden beleuchtet und kommentiert.
23:15 BR Buddenbrooks BRD 1959
Nach dem Tod seines Vaters übernimmt Thomas Buddenbrook die Leitung des traditionsreichen Lübecker Handelshauses. Dank seines geschäftlichen Geschicks floriert die Firma. In der Ehe mit der anmutigen Gerda findet der Kaufmann zunächst auch sein privates Glück. Durch eine Reihe von Fehlkalkulationen gerät die Firma jedoch in eine Krise. Zur finanziellen Schieflage des Unternehmens gesellt sich das persönliche Unglück seiner Schwester Tony und seines labilen Bruders Christian. Als Thomas sich verspekuliert, ist das der Anfang vom Ende.
Mo 24. Dezember
10:10 ZDF Der Grueffelo - Kleine Maus auf grosser Misson
Es ist nicht ungefährlich für eine kleine Maus, allein durch den Wald zu spazieren. Überall lauern Gefahren in Gestalt von gefräßigen großen Tieren. Doch wenn man so viel Fantasie hat wie diese Maus, kann einem nichts passieren. Sie erfindet einfach einen riesigen, grauenerregenden Freund namens Grüffelo, und schon nehmen ihre Feinde Reißaus ... Magic Light Pictures verfilmte in Zusammenarbeit mit dem Studio Soi den Kinderbuch-Bestseller "Der Grüffelo" von Julia Donaldson und Axel Scheffler. Im Anschluss: Das Grueffelokind
10:50 WDR Thomas Mann - Weihnachten bei den Buddenbrooks
Eine der schönsten deutschen Erzählungen zum Fest und über diesen besonderen Tag ist das Kapitel "Weihnachten bei den Buddenbrooks". Thomas Mann hat in seinem Roman "Buddenbrooks" viel von seiner eigenen Familiengeschichte, von den bizarren Figuren der Lübecker Gesellschaft und vom Weihnachtsglück seiner Kindheit erzählt. Im Lübecker Buddenbrook-Haus gibt es noch das sogenannte "Götterzimmer", das alljährlich im Dezember bei den Manns zum Weihnachtszimmer wurde. Dort liest Armin Mueller-Stahl aus dieser Geschichte.
13:30 3sat In den Schuhen des Fischers USA 1968
Kyril Lakota, Erzbischof von Lemberg, wird nach 20-jähriger politischer Gefangenschaft aus einem sibirischen Arbeitslager entlassen und darf in den Vatikanstaat ausreisen. Als später ein neuer Papst gewählt werden muss, fällt die Wahl überraschend auf ihn. Kyril bringt seine ganze Menschlichkeit in das höchste Kirchenamt ein und bewährt sich in einer schwierigen Situation als Mittler zwischen China und der Sowjetunion, indem er durch einen beispielhaften Entschluss zur Erhaltung des bedrohten Weltfriedens beiträgt. - Michael Andersons prächtige Verfilmung des Erfolgsromans beeindruckt nicht zuletzt durch Anthony Quinns schauspielerische Leistung, mit der er einen "modernen" Papst glaubwürdig verkörpert.
23:20 3sat Hotel New Hampshire USA 1984
Student Win Berry jobbt in seinen Semesterferien in einem exklusiven Hotel an der Küste von Maine, als er die attraktive Mary kennen und lieben lernt. Die beiden heiraten, nachdem der exzentrische Globetrotter Freud ihnen seinen Tanzbären verkauft hat und nach Wien abgereist ist. Die Erinnerung an die unbeschwerte Zeit im Hotel am Meer lässt die beiden nicht mehr los. Jahre später ziehen sie mit ihren mittlerweile fünf Kindern in ein leerstehendes Schulgebäude und machen daraus das einzige Hotel der Stadt. - In "Hotel New Hampshire" spiegelt sich ein Stück verrückter Jugend des Romanautors John Irving wider. Regisseur Tony Richardson machte aus Irvings gleichnamiger Romanvorlage eine kinowirksame Familiensaga, die an Charme, Humor, Zauber und Schrecken ihrem literarischen Vorbild in nichts nachsteht. Neben Beau Bridges spielen Jodie Foster, Nastassja Kinski und Rob Lowe in weiteren Hauptrollen.
00:30 Das Erste Die zauberhafte Welt der Beatrix Potter GB, USA 2006
Die ambitionierte Künstlerin Beatrix Potter denkt nicht ans Heiraten. So führt die 30-Jährige noch immer ein abgeschiedenes Leben im Haus ihrer wohlhabenden, zur britischen Oberschicht gehörenden Eltern. Das ändert sich, als sie bei einem kleinen Verlag ein selbst verfasstes und illustriertes Kinderbuch vorstellt. Der sensible Verlegersohn Norman publiziert ihr kleines Werk, das rasch zum Bestseller avanciert. In Norman findet die einsame Beatrix auch endlich die Liebe, von der sie nie zu träumen gewagt hatte. Ihre vornehme Familie ist über diese nicht standesgemäße Romanze jedoch nicht amüsiert. - Oscar-Preisträger Chris Noonan gelang ein warmherziges Biopic, glänzend besetzt mit Renée Zellweger und Ewan McGregor.
00:50 rbb Bright Star - Meine Liebe. Ewig. AUS, F, GB 2009
Der Londoner Vorort Hampstead, zu Beginn des 19. Jahrhunderts: Fanny Brawne, die Tochter einer wohlhabenden Witwe lernt ihren neuen Nachbarn kennen - den Dichter John Keats. Fanny packt die Neugierde: Ist dieser Keats, dessen Gedichte in der Presse hämisch verrissen werden, tatsächlich "ein Idiot", wie allenthalben gemunkelt wird? Bei ihr zumindest erwecken die Verse des introvertierten Poeten ungeahnte Gefühle, worauf sie den scheuen jungen Mann um Unterweisung in seiner Kunst bittet. - Andrew Motions 1997 erschienene Biografie inspirierte die australische Regisseurin Jane Campion zu ihrem eindrucksvoll fotografierten Kostümfilm über den romantischen Dichter John Keats, der heute in einem Atemzug mit Lord Byron und Percy Bysshe Shelley genannt wird.
Di 25. Dezember
20:15 rbb Drei Haselnüsse für Aschenbrödel CSSR, DDR 1973
Aschenbrödel nimmt hier nicht alles hin, sondern den Kampf gegen die Ungerechtigkeit auf - mit List, Witz und drei Zaubernüssen. Bezaubernde tschechische Variante des bekannten Märchens - sehenswert nicht nur für Kinder.
22:10 3sat Die Bartholomäusnacht - Die Hand Gottes D, F, I 1994
Frankreich, 16. Jahrhundert: Die intrigante Königsmutter Catherine de Médicis hält alle Fäden in der Hand. Ihr Sohn, der schwächliche katholische König Charles IX. aus dem Haus Valois, ist ihre willenlose Marionette. Catherine will die Bürgerkriege zwischen Protestanten und Katholiken beenden, die das Königreich ausbluten. Sie arrangiert hierfür eine pompöse Zweckhochzeit ihrer Tochter Marguerite de Valois, genannt Margot, mit dem protestantischen König Henri de Navarre. Die kapriziöse Margot, zunächst nur eine Schachfigur im Spiel um die Macht, verachtet Henri. Noch in der Hochzeitsnacht geht sie auf die Suche nach einem Liebhaber.
23:10 Das Erste Shutter Island USA 2009
Marshal Teddy Daniels setzt mit seinem neuen Kollegen Chuck Aule von Boston aus nach Shutter Island über. Aus dem dortigen Ashecliffe Hospital für psychisch kranke Straftäter ist eine extrem gefährliche Mörderin verschwunden. Gegen die Widerstände des zwielichtigen Anstaltsleiters Dr. Cawley kommt der Polizist bald einem sorgsam gehüteten Geheimnis auf die Spur: Die Patienten sind offenbar Versuchskaninchen für grausame medizinische Experimente. Je näher Daniels der Wahrheit kommt, desto mehr wird er von Migräneanfällen und beunruhigenden Halluzinationen heimgesucht. Wird auch er manipuliert? - Martin Scorsese inszenierte mit seinem Lieblingsdarsteller Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle ein düsteres Meisterwerk über die Abgründe der menschlichen Psyche. 1,5 Millionen Kinobesucher sahen hierzulande die stilistisch überragende Adaption des Psychokrimis von Dennis Lehane.
Mi 26. Dezember
09:45 3sat Rosen im Herbst BRD 1955
Im Preußen des ausgehenden 19. Jahrhunderts führt die junge Effi Briest ein unbeschwertes Leben auf dem Gut ihrer Eltern. Eines Tages macht Landrat Geert von Innstetten der Familie seine Aufwartung: Er möchte die kaum Volljährige Effi heiraten. So zieht Effi mit dem frisch angetrauten Ehemann ins pommersche Kessin. Dort fühlt sie sich sozial isoliert und vernachlässigt. In den Armen von Major von Crampas findet Effi die ersehnte Nähe und Zärtlichkeit. Mit von Innstettens beruflicher Versetzung nach Berlin endet auch die Beziehung von Effi und von Crampas. In der Metropole finden Effi und ihr Mann wieder zueinander. Als von Innstetten jedoch durch Zufall Crampas Liebesbriefe entdeckt, ist er in seinem Stolz zutiefst verletzt und fordert den Major zum Duell.
Literatur im Radio
Do 20. Dezember
20:10 Deutschlandfunk Und wenn sie nicht gestorben sind ... 200 Jahre Grimms Märchen im Spiegel der Forschung | Ein Feature von Andrea und Justin Westhoff
"Spieglein, Spieglein an der Wand ...", "Rotkäppchen" und der böse Wolf oder der Frosch, der sich am Ende in den schönen Prinzen verwandelt - mindestens einen Reim, eine Figur, ein Motiv kennt vermutlich jeder aus den "Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm". Die Sammlung ist neben der Lutherbibel das weltweit bekannteste Buch der deutschen Kulturgeschichte. Mit der Erstausgabe 1812 legten die Kasseler Sprachforscher nicht nur den Grundstein für die Germanistik, sondern auch für eine interdisziplinäre und internationale Märchenforschung: Literaturwissenschaftler, Pädagogen, Soziologen und Psychologen versuchen seither, Ursprung, Funktion und Wirkung der kleinen Wundergeschichten zu ergründen, die von - keineswegs nur kindlichen - Ängsten und Abgründen, Sehnsüchten und Hoffnungen erzählen.
Sa 22. Dezember
20:05 Deutschlandfunk Ulysses 3: Proteus | Von James Joyce
Steven, allein am Strand, überlässt sich dem Auf und Ab seines Gedankenstroms. Er erinnert sich erneut an seine Bohème-Zeit in Paris und an den Zeitpunkt der Rückkehr nach Dublin wegen der Erkrankung seiner Mutter. Ein mit einem Tierkadaver spielender Hund veranlasst ihn, über den Sinn des Lebens nachzudenken. Schließlich wird ihm der Anblick des Meeres, in dessen Fluten man ertrinken könne, wenn man wolle, zu einer Epiphanie, die ihm einige Gedichtzeilen entlockt. Das Kapitel ist hauptsächlich im inneren Monolog geschrieben. Gleich dem Meeresgott Proteus, der ein Meister der Gestaltverwandlung ist, wenn er unerwünschten Fragen entkommen möchte, mäandern Stephens Gedanken ohne Antwort auf seine Fragen. Hiermit endet die dreiteilige Sohnesgeschichte, die in Homers 'Odyssee' als Telemachie bezeichnet wird. - Anschließend Ulysses 4: Kalypso
So 23. Dezember
18:05 Deutschlandradio Kultur Huckleberry Finns Abenteuer (1/3) | Nach dem gleichnamigen Roman von Mark Twain
"Tom und ich fanden Geld, das Räuber in einer Höhle versteckt hatten, und wir waren mit einem Schlag reich. Die Witwe Douglas nahm mich als ihren Sohn an und wollte mich zivilisieren." Aber das ist nichts für Huck Finn. Überhaupt bringt ihm der Reichtum kein Glück, denn plötzlich taucht sein brutaler Vater wieder auf und fordert Geld für seine Sauferei. Jetzt wird es ernst und viel gefährlicher als alle Spiele mit Tom Sawyers Räuberbande. Zwar weiß Huck das Geld in Sicherheit, aber der alte Finn entführt seinen Sohn in eine einsame Blockhütte. Gemeinsam mit dem alten Negersklaven Jim gelingt die Flucht stromabwärts auf einem Floß. In der Nacht wird es von einem Flussdampfer gerammt. (Teil 2 am 25.12., Teil 3 am 26.12.)
Di 25. Dezember
14:05 Deutschlandradio Kultur Hörspieltag für Kinder: Prinzessin Sara | Von Mario Göpfert
Sara ist bei ihrem Papa in Indien aufgewachsen. An einem trüben Wintertag bringt er sie nach London. Sara soll hier zur Schule gehen. Der Papa hat ihr herrliche Kleider und Spiele gekauft und sie bekommt das schönste Zimmer im Internat. Dann fährt der Papa zurück nach Indien und Sara muss alleine zurechtkommen. Alle halten sie für eine kleine Prinzessin. Sara ist ein kluges Mädchen. Sie setzt sich selbstbewusst über die Verbote der Internatsleiterin hinweg. Sie befreundet sich, mit wem sie möchte, und kann nicht verstehen, warum Becky, das Dienstmädchen, nur arbeiten soll und nichts lernen darf. Als ihr Vater plötzlich stirbt und ihr kein Geld hinterlässt, muss Sara in eine kleine Dachkammer ziehen und sehr viel arbeiten. Gut, dass sie Freunde gefunden hat, und ihre Fantasie ausreicht, sich auch jetzt schöne Spiele auszudenken.
Schöne Weihnachten allen mitlesern!!
20.12.2012 10:26:12
(22297 Beiträge)
Literatur im Fernsehen
Do 27. Dezember
01:20 Das Erste Zeugin der Anklage USA 1957
Eigentlich ist Sir Wilfrid Robarts gesundheitlich noch gar nicht imstande, Leonard Vole vor einem Londoner Schwurgericht zu verteidigen. Der Fall reizt den berühmten Anwalt jedoch sehr, denn der Angeklagte steckt in einer teuflischen Geschichte. Man beschuldigt Vole, eine reiche Witwe ermordet zu haben, und ausgerechnet seine Frau spielt in dem Verfahren eine höchst undurchsichtige Rolle. Sie sorgt während der Verhandlung für eine Sensation, indem sie als Zeugin der Anklage ihren Mann schwer belastet. - Marlene Dietrich und Charles Laughton spielen die Hauptrollen in Billy Wilders Gerichtsfilm-Klassiker nach einem Kriminalroman von Agatha Christie.
Fr 28. Dezember
12:25 Kika Der Krieg der Knöpfe F 2011
Schon seit langer Zeit herrscht zwischen den Jungs aus den Dörfern Velrant und Longeverne Krieg. Obwohl niemand mehr so recht sagen kann, wie das alles einmal begonnen hat, bekriegen sich die Jungen der beiden Dörfer in jeder Generation aufs Neue. Anführer der Jungen von Longverne ist derzeit der kluge und wagemutige Lebrac, dem eigentlich kaum noch Zeit zum Spielen und Kind sein bleibt. Nach dem Tod seines Vaters muss er sich um den Bauernhof kümmern und für seine Mutter und seine beiden kleinen Schwestern sorgen. Für die Schule bleibt dabei kaum noch Zeit - sehr zum Kummer des Lehrers, der große Hoffnungen auf den Jungen setzt. - Neuverfilmung des Romanklassikers von Louis Pergaud.
Sa 29. Dezember
12:55 BR David Copperfield USA 1935
England, im Viktorianischen Zeitalter: Schon die Geburt von David Copperfield steht unter einem schlechten Stern. Seine Mutter Clara ist fast noch ein Kind und sein Vater starb sechs Monate zuvor. Nach nur wenigen glücklichen Jahren stirbt auch die Mutter, und Davids tyrannischer Stiefvater schickt den Jungen zum Arbeiten nach London. Mit der Ankunft in der Großstadt beginnt für den Jungen eine schier endlose Odyssee. - Der Bildungsroman "David Copperfield", von Charles Dickens 1849 und 1850 zunächst als monatliche Fortsetzungsgeschichte publiziert, gilt als eines der bedeutendsten Jugendbücher aller Zeiten.
15:05 Das Erste Miss Pettigrews großer Tag GB, USA 2008
Niemand will der Gouvernante Guinevere Pettigrew im London der späten 30er Jahre einen Job geben. Mit einem Trick erschwindelt die ältliche Pastorentochter sich schließlich eine Stelle bei der Nachtklubsängerin Delysia Lafosse, deren Lotterleben sie anfangs schockiert. Um nicht wieder auf der Straße landen, findet Miss Pettigrew einen Kompromiss zwischen ihren streng religiösen Maßstäben und dem moralisch verwerflichen Pragmatismus ihrer Patronin das Ergebnis erstaunt alle, sogar Pettigrew selbst. - Die Britin Winifred Watson schrieb in ihrem Leben nur sechs Romane. Einer davon, der in Deutschland unter dem Titel "Miss Pettigrews großer Tag" erschien, avancierte in den 30er Jahren zum Bestseller.
So 30. Dezember
00:35 BR Ein Unbekannter rechnet ab BRD, F, S, I 1974
Auf Einladung eines Unbekannten reisen zehn Personen, die einander nicht kennen, in ein einsam gelegenes Hotel. Dort erfahren sie, dass ihr Gastgeber, der sich "Mr. Owen" nennt, jeden von ihnen eines Mordes beschuldigt. Owens Absicht ist es, jede dieser Taten mit dem Tod zu bestrafen. Tatsächlich gerät in den kommenden Stunden ein Gast nach dem anderen in eine tödliche Falle. Verzweifelt versuchen die Überlebenden, den mysteriösen Killer zu finden oder aus dem Hotel zu fliehen. Zehn Männer und Frauen, die sich zuvor nie begegnet sind, reisen auf Einladung eines Unbekannten in ein Grandhotel in der persischen Wüste. - Peter Collinson verfilmte den bekannten Agatha-Christie-Roman "Zehn kleine Negerlein", auch bekannt als "Und dann gabs keines mehr", als prominent besetzten und luxuriös ausgestatteten Kriminalfilm. Zu dem internationalen Schauspieler-Ensemble zählen Gert Fröbe, Elke Sommer und Oliver Reed sowie Oscar-Preisträger Richard Attenborough und der französische Kultstar Charles Aznavour.
Mo 31. Dezember
15:05 Das Erste Schaumküsse D 2009
Eigentlich läuft im Leben der quirligen Berliner Mietköchin Lilly alles bestens: Ihr neu gegründetes Catering-Unternehmen entwickelt sich prächtig, mit ihrem Freund Christian wird sie demnächst eine traumhafte Altbauwohnung beziehen. Dann aber wird Lilly überraschend schwanger - und plötzlich scheint ihre ganze Welt Kopf zu stehen. Christian bekommt heftige Babypanik, worauf die enttäuschte Lilly sich kurz entschlossen von ihm trennt. In ihrem neuen Nachbarn Ulli König findet die werdende Mutter zwar sehr schnell einen sympathischen und kinderlieben Verehrer. Aber auch der reumütige Christian entwickelt plötzlich ungeahnte Vatergefühle und möchte Lilly um jeden Preis zurückerobern. - In der Beziehungskomödie "Schaumküsse" nach dem gleichnamigen Bestseller von Bärbel Schäfer und Susanne Luerweg werben Oliver Bootz und Bernhard Bettermann um ein leicht verwirrte, schwangere Christine Neubauer.
Di 01. Januar
22:50 Das Erste Tannöd D 2009
Auf einem Bauernhof hinter dunklen Tannenwäldern erschlägt ein Unbekannter sechs Menschen mit der Spitzhacke. Die Nachbarn im nahen Ort sind geschockt. Zwei Jahre später kommt die junge Kathrin zur Beerdigung ihrer Mutter ins Dorf, das sie als Kind verließ. Noch immer ist die Tat ungeklärt. Kathrin beginnt, Fragen zu stellen, und reißt damit kaum vernarbte Wunden auf. Anhand von Erzählungen, Gerüchten und Verdächtigungen versucht die junge Frau, sich einen Reim auf das Geschehen zu machen. Gegen ihren Willen wird sie dabei immer tiefer in den Fall verstrickt. - Sophie-Scholl-Darstellerin Julia Jentsch überzeugt in der gleichnamigen Verfilmung des Bestsellers von Anna Maria Schenkel. Der Schweizer Regisseurin Bettina Oberli gelingt ein Provinzkrimi mit sogartiger Wirkung. Nebelverhangene Bilder machen das Grauen körperlich spürbar.
Mi 02. Januar
20:15 Das Erste Charlotte Link - Das andere Kind (1) D 2013
Die erfolgreiche Londoner Ärztin Leslie Cramer reist ins ländliche Scarborough, um ihre Großmutter Fiona zu besuchen und der Verlobungsfeier ihrer Jugendfreundin Gwen beizuwohnen. Das verschlafene Provinzstädtchen ist nach dem grausamen Mord an einer Studentin in heller Aufregung. Fieberhaft sucht die Polizei nach dem Täter. Unterdessen scheint die alte Fiona von schweren Schuldgefühlen geplagt zu werden, die mit einem dunklen Geheimnis aus ihrer Jugend zusammenhängen. Noch ahnt Leslie nicht, wie sehr auch ihr eigenes Leben durch dieses Geheimnis geprägt wurde. Die angespannte Situation spitzt sich immer weiter zu. Nach einem heftigen Streit auf Gwens Verlobungsfeier kommt es zu einem weiteren Mord. - Regisseur Urs Egger inszenierte Charlotte Links Bestseller-Roman "Das andere Kind" als fesselndes Kleinstadtdrama mit Krimi-Elementen.
20:15 Sat1 Krabat D 2008
Der 14-jährige Krabat verliert seine Mutter während des Dreißigjährigen Kriegs durch die Pest und zieht mit zwei weiteren Jungen bettelnd als Sternsinger durchs Land - bis er in seinen Träumen eine geheimnisvolle Stimme hört, die ihn zu einer geheimnisvollen Mühle führt, wo er beim strengen Müllermeister als Lehrling aufgenommen wird. Rasch merkt er, dass er und seine Gefährten nicht nur das Müllerhandwerk lernen, sondern auch in der schwarzen Magie ausgebildet werden Nach dem Roman von Ottfried Preußler
23:00 Das Erste Der große Kater D, CH 2009
Die Romanverfilmung "Der große Kater" wirft einen bitterbösen Blick auf die Ränkespiele hinter den politischen Kulissen der Macht. Bei aller Dramatik und manch satirischer Überzeichnung wirken die Geschehnisse sehr realistisch. Kein Wunder, denn Thomas Hürlimann, Autor der Buchvorlage, weiß, wovon er erzählt: Sein Vater Hans Hürlimann war 1978 selbst Schweizer Bundespräsident und lud während seiner Amtszeit das spanische Königspaar zu einem Staatsbesuch. Neben den geschliffenen Dialogen und einer bemerkenswerten Inszenierung lebt der Film nicht zuletzt von den herausragenden Schauspielern. Vor allem Bruno Ganz liefert als Politiker unter Beschuss eine vielschichtige, zu Herzen gehende Darstellung.
Literatur im Radio
Sa 29. Dezember
20:05 Deutschlandfunk Aus dem Literarischen Colloquium Berlin - Lesung: Christoph Ransmayr | Gesprächspartner: Sigrid Löffler und Reinhold Messner, Moderation: Maike Albath
Der österreichische Schriftsteller Christoph Ransmayr ist ein Einzelgänger. Vom Kulturbetrieb hat er sich nie vereinnahmen lassen, statt Lesungen zu absolvieren, unternimmt er lieber weite Reisen, und auch in seinen Erzählformen und Sujets bewegt er sich auf ganz eigenen Wegen. 1954 in Wels/Oberösterreich geboren, studierte Ransmayr Philosophie in Wien und arbeitete als Kulturredakteur der Monatszeitschrift 'Extrablatt', bis er 1982 sein in rhythmischer Prosa verfasstes Debüt 'Strahlender Untergang - Ein Entwässerungsprojekt oder die Entdeckung des Wesentlichen' vorlegte. - Mit seinem Freund Reinhold Messner und der Literaturkritikerin Sigrid Löffler diskutiert Christoph Ransmayr über literarische Vermessungstechniken und liest aus seinem neuen Werk.
So 30. Dezember
18:30 Deutschlandradio Kultur Zweisprachiges Hörspiel: Das Haar der Berenike/La Chevelure de Bérénice | Von Claude Simon
"Schwer, ganz in Schwarz gekleidet, den Kopf mit einem schwarzen Tuch bedeckt, ging sie über den einsamen Strand." Claude Simon hat, angeregt von 23 Bildern von Joan Miró, einen imaginativen Text aus 69 poetischen Miniaturen geschrieben, der erst mals 1966 in der gemeinsamen Kunstmappe 'Femmes' erschien. Wie in einer Folge von Momentaufnahmen, beobachtet aus wechselnden Perspektiven und Distanzen, beschreibt er Vorgänge am Strand, auf dem Meer, am Hafen. Das französische Original und die deutsche Übertragung verbinden sich zu einem musikalischen Stimmenspiel.
Mo 31. Dezember
23:05 Deutschlandfunk Bestes und Allerletztes. Ein Rückblick auf die deutsche Literatur des Jahres 2012
Wie dokumentarisch und wie authentisch soll die neue Literatur sein - das war eine der Leitfragen des vergangenen Kulturjahres. Man stellte sie anhand der Trägerin des Deutschen Buchpreises, Ursula Krechel, und ihres Romans 'Landgericht' und anhand von Peter Handkes autobiografischem Essay 'Versuch über den stillen Ort'. Zu dieser Tendenz gehören auch die Notizen von Peter Sloterdijk und die Liberia-Reportagen von Rainer Merkel. Auf der anderen Seite plädierte Sibylle Lewitscharoff für eine ausschweifende erfindungsreiche Literatur, bekam die skurril-fantastische Felicitas Hoppe den Büchner-Preis und wurde Christian Kracht für seine historische Satire 'Imperium' mit dem Wilhelm-Raabe-Literaturpreis ausgezeichnet. Es gibt also vieles und viel Kontroverses zu besprechen im Rückblick auf das abgelaufene Literaturjahr. Wie immer tun dies die drei Literaturredakteure des Deutschlandfunks, Denis Scheck, Hajo Steinert und Hubert Winkels - in der letzten Stunde des Jahres.
Mi 02. Januar
21:33 Deutschlandradio Kultur Mercury | Von Susanne Amatosero
Hermes/Merkur gilt der antiken Mythologie zufolge als Götterbote, häufig auch bezeichnet als der Listenreiche. Er ist der Gott der Diebe, aber auch der Gott des glücklichen Findens. Er trägt Flügelschuhe und hat eine Tarnkappe, die ihn unsichtbar macht. Daneben ist Hermes unter anderem zuständig für: Verkehr, Kreuzungen, Zungen, Redekunst, Lyrik, Hirten, Magie, Hermeneutik, Gymnastik, Totenbegleitung. Vor allem ist er - so die Autorin - ein Meister des Timings. Er steht für das Prinzip des Flüchtigen und für alles, was in der Schwebe ist. Susanne Amatosero spielt mit dem Nachhall des Wortes Mercury und den kulturellen Vorstellungswelten, die dahinter erscheinen, beim Überschreiten von Grenzen oder den Übergängen von Wachsein zu Traum.
Do 27. Dezember
01:20 Das Erste Zeugin der Anklage USA 1957
Eigentlich ist Sir Wilfrid Robarts gesundheitlich noch gar nicht imstande, Leonard Vole vor einem Londoner Schwurgericht zu verteidigen. Der Fall reizt den berühmten Anwalt jedoch sehr, denn der Angeklagte steckt in einer teuflischen Geschichte. Man beschuldigt Vole, eine reiche Witwe ermordet zu haben, und ausgerechnet seine Frau spielt in dem Verfahren eine höchst undurchsichtige Rolle. Sie sorgt während der Verhandlung für eine Sensation, indem sie als Zeugin der Anklage ihren Mann schwer belastet. - Marlene Dietrich und Charles Laughton spielen die Hauptrollen in Billy Wilders Gerichtsfilm-Klassiker nach einem Kriminalroman von Agatha Christie.
Fr 28. Dezember
12:25 Kika Der Krieg der Knöpfe F 2011
Schon seit langer Zeit herrscht zwischen den Jungs aus den Dörfern Velrant und Longeverne Krieg. Obwohl niemand mehr so recht sagen kann, wie das alles einmal begonnen hat, bekriegen sich die Jungen der beiden Dörfer in jeder Generation aufs Neue. Anführer der Jungen von Longverne ist derzeit der kluge und wagemutige Lebrac, dem eigentlich kaum noch Zeit zum Spielen und Kind sein bleibt. Nach dem Tod seines Vaters muss er sich um den Bauernhof kümmern und für seine Mutter und seine beiden kleinen Schwestern sorgen. Für die Schule bleibt dabei kaum noch Zeit - sehr zum Kummer des Lehrers, der große Hoffnungen auf den Jungen setzt. - Neuverfilmung des Romanklassikers von Louis Pergaud.
Sa 29. Dezember
12:55 BR David Copperfield USA 1935
England, im Viktorianischen Zeitalter: Schon die Geburt von David Copperfield steht unter einem schlechten Stern. Seine Mutter Clara ist fast noch ein Kind und sein Vater starb sechs Monate zuvor. Nach nur wenigen glücklichen Jahren stirbt auch die Mutter, und Davids tyrannischer Stiefvater schickt den Jungen zum Arbeiten nach London. Mit der Ankunft in der Großstadt beginnt für den Jungen eine schier endlose Odyssee. - Der Bildungsroman "David Copperfield", von Charles Dickens 1849 und 1850 zunächst als monatliche Fortsetzungsgeschichte publiziert, gilt als eines der bedeutendsten Jugendbücher aller Zeiten.
15:05 Das Erste Miss Pettigrews großer Tag GB, USA 2008
Niemand will der Gouvernante Guinevere Pettigrew im London der späten 30er Jahre einen Job geben. Mit einem Trick erschwindelt die ältliche Pastorentochter sich schließlich eine Stelle bei der Nachtklubsängerin Delysia Lafosse, deren Lotterleben sie anfangs schockiert. Um nicht wieder auf der Straße landen, findet Miss Pettigrew einen Kompromiss zwischen ihren streng religiösen Maßstäben und dem moralisch verwerflichen Pragmatismus ihrer Patronin das Ergebnis erstaunt alle, sogar Pettigrew selbst. - Die Britin Winifred Watson schrieb in ihrem Leben nur sechs Romane. Einer davon, der in Deutschland unter dem Titel "Miss Pettigrews großer Tag" erschien, avancierte in den 30er Jahren zum Bestseller.
So 30. Dezember
00:35 BR Ein Unbekannter rechnet ab BRD, F, S, I 1974
Auf Einladung eines Unbekannten reisen zehn Personen, die einander nicht kennen, in ein einsam gelegenes Hotel. Dort erfahren sie, dass ihr Gastgeber, der sich "Mr. Owen" nennt, jeden von ihnen eines Mordes beschuldigt. Owens Absicht ist es, jede dieser Taten mit dem Tod zu bestrafen. Tatsächlich gerät in den kommenden Stunden ein Gast nach dem anderen in eine tödliche Falle. Verzweifelt versuchen die Überlebenden, den mysteriösen Killer zu finden oder aus dem Hotel zu fliehen. Zehn Männer und Frauen, die sich zuvor nie begegnet sind, reisen auf Einladung eines Unbekannten in ein Grandhotel in der persischen Wüste. - Peter Collinson verfilmte den bekannten Agatha-Christie-Roman "Zehn kleine Negerlein", auch bekannt als "Und dann gabs keines mehr", als prominent besetzten und luxuriös ausgestatteten Kriminalfilm. Zu dem internationalen Schauspieler-Ensemble zählen Gert Fröbe, Elke Sommer und Oliver Reed sowie Oscar-Preisträger Richard Attenborough und der französische Kultstar Charles Aznavour.
Mo 31. Dezember
15:05 Das Erste Schaumküsse D 2009
Eigentlich läuft im Leben der quirligen Berliner Mietköchin Lilly alles bestens: Ihr neu gegründetes Catering-Unternehmen entwickelt sich prächtig, mit ihrem Freund Christian wird sie demnächst eine traumhafte Altbauwohnung beziehen. Dann aber wird Lilly überraschend schwanger - und plötzlich scheint ihre ganze Welt Kopf zu stehen. Christian bekommt heftige Babypanik, worauf die enttäuschte Lilly sich kurz entschlossen von ihm trennt. In ihrem neuen Nachbarn Ulli König findet die werdende Mutter zwar sehr schnell einen sympathischen und kinderlieben Verehrer. Aber auch der reumütige Christian entwickelt plötzlich ungeahnte Vatergefühle und möchte Lilly um jeden Preis zurückerobern. - In der Beziehungskomödie "Schaumküsse" nach dem gleichnamigen Bestseller von Bärbel Schäfer und Susanne Luerweg werben Oliver Bootz und Bernhard Bettermann um ein leicht verwirrte, schwangere Christine Neubauer.
Di 01. Januar
22:50 Das Erste Tannöd D 2009
Auf einem Bauernhof hinter dunklen Tannenwäldern erschlägt ein Unbekannter sechs Menschen mit der Spitzhacke. Die Nachbarn im nahen Ort sind geschockt. Zwei Jahre später kommt die junge Kathrin zur Beerdigung ihrer Mutter ins Dorf, das sie als Kind verließ. Noch immer ist die Tat ungeklärt. Kathrin beginnt, Fragen zu stellen, und reißt damit kaum vernarbte Wunden auf. Anhand von Erzählungen, Gerüchten und Verdächtigungen versucht die junge Frau, sich einen Reim auf das Geschehen zu machen. Gegen ihren Willen wird sie dabei immer tiefer in den Fall verstrickt. - Sophie-Scholl-Darstellerin Julia Jentsch überzeugt in der gleichnamigen Verfilmung des Bestsellers von Anna Maria Schenkel. Der Schweizer Regisseurin Bettina Oberli gelingt ein Provinzkrimi mit sogartiger Wirkung. Nebelverhangene Bilder machen das Grauen körperlich spürbar.
Mi 02. Januar
20:15 Das Erste Charlotte Link - Das andere Kind (1) D 2013
Die erfolgreiche Londoner Ärztin Leslie Cramer reist ins ländliche Scarborough, um ihre Großmutter Fiona zu besuchen und der Verlobungsfeier ihrer Jugendfreundin Gwen beizuwohnen. Das verschlafene Provinzstädtchen ist nach dem grausamen Mord an einer Studentin in heller Aufregung. Fieberhaft sucht die Polizei nach dem Täter. Unterdessen scheint die alte Fiona von schweren Schuldgefühlen geplagt zu werden, die mit einem dunklen Geheimnis aus ihrer Jugend zusammenhängen. Noch ahnt Leslie nicht, wie sehr auch ihr eigenes Leben durch dieses Geheimnis geprägt wurde. Die angespannte Situation spitzt sich immer weiter zu. Nach einem heftigen Streit auf Gwens Verlobungsfeier kommt es zu einem weiteren Mord. - Regisseur Urs Egger inszenierte Charlotte Links Bestseller-Roman "Das andere Kind" als fesselndes Kleinstadtdrama mit Krimi-Elementen.
20:15 Sat1 Krabat D 2008
Der 14-jährige Krabat verliert seine Mutter während des Dreißigjährigen Kriegs durch die Pest und zieht mit zwei weiteren Jungen bettelnd als Sternsinger durchs Land - bis er in seinen Träumen eine geheimnisvolle Stimme hört, die ihn zu einer geheimnisvollen Mühle führt, wo er beim strengen Müllermeister als Lehrling aufgenommen wird. Rasch merkt er, dass er und seine Gefährten nicht nur das Müllerhandwerk lernen, sondern auch in der schwarzen Magie ausgebildet werden Nach dem Roman von Ottfried Preußler
23:00 Das Erste Der große Kater D, CH 2009
Die Romanverfilmung "Der große Kater" wirft einen bitterbösen Blick auf die Ränkespiele hinter den politischen Kulissen der Macht. Bei aller Dramatik und manch satirischer Überzeichnung wirken die Geschehnisse sehr realistisch. Kein Wunder, denn Thomas Hürlimann, Autor der Buchvorlage, weiß, wovon er erzählt: Sein Vater Hans Hürlimann war 1978 selbst Schweizer Bundespräsident und lud während seiner Amtszeit das spanische Königspaar zu einem Staatsbesuch. Neben den geschliffenen Dialogen und einer bemerkenswerten Inszenierung lebt der Film nicht zuletzt von den herausragenden Schauspielern. Vor allem Bruno Ganz liefert als Politiker unter Beschuss eine vielschichtige, zu Herzen gehende Darstellung.
Literatur im Radio
Sa 29. Dezember
20:05 Deutschlandfunk Aus dem Literarischen Colloquium Berlin - Lesung: Christoph Ransmayr | Gesprächspartner: Sigrid Löffler und Reinhold Messner, Moderation: Maike Albath
Der österreichische Schriftsteller Christoph Ransmayr ist ein Einzelgänger. Vom Kulturbetrieb hat er sich nie vereinnahmen lassen, statt Lesungen zu absolvieren, unternimmt er lieber weite Reisen, und auch in seinen Erzählformen und Sujets bewegt er sich auf ganz eigenen Wegen. 1954 in Wels/Oberösterreich geboren, studierte Ransmayr Philosophie in Wien und arbeitete als Kulturredakteur der Monatszeitschrift 'Extrablatt', bis er 1982 sein in rhythmischer Prosa verfasstes Debüt 'Strahlender Untergang - Ein Entwässerungsprojekt oder die Entdeckung des Wesentlichen' vorlegte. - Mit seinem Freund Reinhold Messner und der Literaturkritikerin Sigrid Löffler diskutiert Christoph Ransmayr über literarische Vermessungstechniken und liest aus seinem neuen Werk.
So 30. Dezember
18:30 Deutschlandradio Kultur Zweisprachiges Hörspiel: Das Haar der Berenike/La Chevelure de Bérénice | Von Claude Simon
"Schwer, ganz in Schwarz gekleidet, den Kopf mit einem schwarzen Tuch bedeckt, ging sie über den einsamen Strand." Claude Simon hat, angeregt von 23 Bildern von Joan Miró, einen imaginativen Text aus 69 poetischen Miniaturen geschrieben, der erst mals 1966 in der gemeinsamen Kunstmappe 'Femmes' erschien. Wie in einer Folge von Momentaufnahmen, beobachtet aus wechselnden Perspektiven und Distanzen, beschreibt er Vorgänge am Strand, auf dem Meer, am Hafen. Das französische Original und die deutsche Übertragung verbinden sich zu einem musikalischen Stimmenspiel.
Mo 31. Dezember
23:05 Deutschlandfunk Bestes und Allerletztes. Ein Rückblick auf die deutsche Literatur des Jahres 2012
Wie dokumentarisch und wie authentisch soll die neue Literatur sein - das war eine der Leitfragen des vergangenen Kulturjahres. Man stellte sie anhand der Trägerin des Deutschen Buchpreises, Ursula Krechel, und ihres Romans 'Landgericht' und anhand von Peter Handkes autobiografischem Essay 'Versuch über den stillen Ort'. Zu dieser Tendenz gehören auch die Notizen von Peter Sloterdijk und die Liberia-Reportagen von Rainer Merkel. Auf der anderen Seite plädierte Sibylle Lewitscharoff für eine ausschweifende erfindungsreiche Literatur, bekam die skurril-fantastische Felicitas Hoppe den Büchner-Preis und wurde Christian Kracht für seine historische Satire 'Imperium' mit dem Wilhelm-Raabe-Literaturpreis ausgezeichnet. Es gibt also vieles und viel Kontroverses zu besprechen im Rückblick auf das abgelaufene Literaturjahr. Wie immer tun dies die drei Literaturredakteure des Deutschlandfunks, Denis Scheck, Hajo Steinert und Hubert Winkels - in der letzten Stunde des Jahres.
Mi 02. Januar
21:33 Deutschlandradio Kultur Mercury | Von Susanne Amatosero
Hermes/Merkur gilt der antiken Mythologie zufolge als Götterbote, häufig auch bezeichnet als der Listenreiche. Er ist der Gott der Diebe, aber auch der Gott des glücklichen Findens. Er trägt Flügelschuhe und hat eine Tarnkappe, die ihn unsichtbar macht. Daneben ist Hermes unter anderem zuständig für: Verkehr, Kreuzungen, Zungen, Redekunst, Lyrik, Hirten, Magie, Hermeneutik, Gymnastik, Totenbegleitung. Vor allem ist er - so die Autorin - ein Meister des Timings. Er steht für das Prinzip des Flüchtigen und für alles, was in der Schwebe ist. Susanne Amatosero spielt mit dem Nachhall des Wortes Mercury und den kulturellen Vorstellungswelten, die dahinter erscheinen, beim Überschreiten von Grenzen oder den Übergängen von Wachsein zu Traum.
27.12.2012 10:03:59
(22297 Beiträge)
heut abend auf 3sat
der dritte mann
Der junge amerikanische Schriftsteller Holly Martins trifft im Nachkriegs-Wien ein, um seinen Freund Harry Lime zu besuchen, kommt aber gerade noch rechtzeitig zu dessen Beerdigung. Martins stellt Nachforschungen an, bei denen er herausfindet, daß Lime quicklebendig ist und seinen angeblichen Tod nur inszeniert hat, um ungestört seinen Schwarzmarktgeschäften mit Medikamenten nachgehen zu können. Nachdem sich Martins auf die Seite der Polizei geschlagen hat, arrangiert er über Limes Freundin Anna ein Treffen mit ihm. Es entwickelt sich eine Verfolgungsjagd durch das unterirdische Kanalsystem Wiens, die mit der Erschießung Limes durch Martins endet.
der dritte mann
Der junge amerikanische Schriftsteller Holly Martins trifft im Nachkriegs-Wien ein, um seinen Freund Harry Lime zu besuchen, kommt aber gerade noch rechtzeitig zu dessen Beerdigung. Martins stellt Nachforschungen an, bei denen er herausfindet, daß Lime quicklebendig ist und seinen angeblichen Tod nur inszeniert hat, um ungestört seinen Schwarzmarktgeschäften mit Medikamenten nachgehen zu können. Nachdem sich Martins auf die Seite der Polizei geschlagen hat, arrangiert er über Limes Freundin Anna ein Treffen mit ihm. Es entwickelt sich eine Verfolgungsjagd durch das unterirdische Kanalsystem Wiens, die mit der Erschießung Limes durch Martins endet.
27.12.2012 13:20:34
(22297 Beiträge)
Literatur im Fernsehen
Do 03. Januar
20:15 rbb Mit fünfzig küssen Männer anders D 1998
Eine ehemalige Kunststudentin, die sich statt der Karriere jahrzehntelang dem Hausfrauendasein widmete, versucht sich, nachdem ihre erwachsenen Kinder endlich ausgezogen sind, als Malerin und scheitert zunächst kläglich. Erst als sie aus dem Trott ihrer Routineehe ausbricht, gelingt ihr ein neuer Anfang. - "Mit fünfzig küssen Männer anders" ist die Verfilmung des gleichnamigen Erfolgsromans von Dorit Zinn. Regisseurin Margarethe von Trotta gelang eine hintersinnige Komödie mit augenzwinkerndem Blick auf Menschliches und allzu Menschliches.
20:15 Das Erste Charlotte Link - Das andere Kind (2) D 2013
Nach dem Mord an Fiona Barnes im beschaulichen Scarborough deutet alles darauf hin, dass es sich um den gleichen Täter handelt wie bei der kurz zuvor getöteten Studentin. Fieberhaft sucht die Polizistin Valerie Almond nach Verbindungen zwischen den Opfern. Bald stößt sie auf eine vermeintlich heiße Spur. Unterdessen beginnt Leslie eine Affäre mit Dave, dem Verlobten ihrer besten Freundin Gwen, der ebenfalls zu den Tatverdächtigen zählt. Durch ihn kommt die junge Ärztin schließlich dem dunklen Geheimnis ihrer Großmutter auf die Spur. - Regisseur Urs Egger inszenierte Charlotte Links Bestseller-Roman "Das andere Kind" als fesselndes Kleinstadtdrama mit Krimi-Elementen.
Sa 05. Januar
06:45 arte Mord in Marseille. Die Krimis des Jean-Claude Izzo F 2007
Durch seine Marseille-Trilogie ist der französische Krimi-Autor Jean-Claude Izzo (1945-2000) über die Landesgrenzen seiner Heimat hinaus bekannt geworden. Jean-Laurent Feurra zeichnet ein Porträt des Schriftstellers und unternimmt auf dessen Spuren gleichzeitig einen Spaziergang durch die Stadt Marseille.
16:45 3sat Heidi und Peter CH 1955
Heidi ist wieder in den Bergen bei ihrem geliebten Alpöhi. Die beiden haben sich den Winter über im Dorf bei Peters Mutter Brigitte einquartiert. Währenddessen wird im Hause Sesemann in Frankfurt die längst überfällige Reise in die Schweiz immer wieder verschoben. In den Sommerferien soll es endlich klappen. Doch Herr Sesemann macht wieder einen Rückzieher. Das freut Fräulein Rottenmeier und lässt Klara in Tränen ausbrechen. Da übernimmt Großmutter Sesemann kurzerhand die Reiseleitung. Doch im "Dörfli" hat der schusselige Peter vergessen, Heidi den Brief von Klara zu übergeben. - Der Spielfilm entstand frei nach dem Roman "Heidi kann brauchen, was es gelernt hat" von Johanna Spyri.
21:45 ZDF Der letzte Weynfeldt CH 2010
Adrian Weynfeldt, wohlhabend, Mitte 50, Junggeselle und Kunstexperte bei einem internationalen Auktionshaus, hat mit der Liebe abgeschlossen. Doch eines Abends begegnet er einer geheimnisvollen Frau - und seine maßgeschneiderte Welt droht aus den Fugen zu geraten. - Literaturverfilmung nach dem gleichnamigen Roman von Martin Suter.
00:00 mdr Fräulein Smillas Gespür für Schnee D, DK, S 1997
Smilla Jasperson lebt seit ihrer Kindheit in Kopenhagen, ist dort aber nie heimisch geworden. Als wahres Zuhause empfindet sie Grönland, die Heimat ihrer Mutter, einer Inuit. Nach deren Tod wurde Smilla von ihrem Vater, dem dänischen Arzt Dr. Moritz Jasperson nach Kopenhagen gebracht. Heute ist sie eine attraktive junge Frau, die aber weder beruflich noch privat ihren Weg gefunden hat. Obwohl eine hoch qualifizierte Wissenschaftlerin - niemand kennt sich so gut mit Schnee und Eis aus wie sie - findet Smilla keine Arbeitsstelle, zu schroff und streitbar begegnet sie jedem in ihrer Umgebung. - Nach dem internationalen Bestseller des dänischen Schriftstellers Peter Høeg gelang Produzent Bernd Eichinger und Regisseur Bille August ein fesselnder Kinofilm voll eisiger Atmosphäre.
So 06. Januar
23:30 Das Erste A single Man USA 2009
Die schockierende Nachricht vom Unfalltod seines langjährigen Geliebten Jim raubt dem Literaturprofessor George Falconer jeglichen Lebensmut. In Gedanken kehrt er an jene Orte zurück, an denen er mit ihm glücklich war. Er beschließt, sich umzubringen. Doch die unerwartete Begegnung mit einem jungen Studenten reißt den Trauernden aus seiner Lethargie. - In dieser filmischen Elegie glänzt Colin Firth als einsamer Homosexueller, der seine Trauer hinter einer perfekten Fassade versteckt. Mit seiner stilvollen Romanverfilmung gelingt dem Modemacher Tom Ford ein beeindruckendes Regiedebüt, in dem jedes einzelne Bild von ausgewählter Schönheit ist.
Mo 07. Januar
20:15 arte Big Fish USA 2003
Der passionierte Geschichtenerzähler Edward Bloom blickt auf ein Leben voller fantastischer Erlebnisse zurück, zumindest wenn man seinen Erzählungen Glauben schenken will. Selbst auf dem Sterbebett trumpft er gegenüber seinem Sohn Will, zu dem er ein angespanntes Verhältnis hat, mit immer neuen Anekdoten aus seiner Lebensgeschichte auf. Als rationaler Kopfmensch hat Will reichlich wenig für die vermeintlich erfundenen Geschichten des Vaters übrig. Ihn interessiert die faktische Wahrheit hinter der Fassade und er will endlich wissen, wer sein Vater wirklich ist.
22:50 mdr Anna Karenina USA 1997
"Die Angst zu sterben ohne je die Liebe kennengelernt zu haben, war größer als die Angst vor dem Tod", bekennt Konstantin Lewin, das Alter Ego von Leo Tolstoi, zu Beginn des Films. Und Lewin (Alfred Molina), der in zunächst hoffnungslos erscheinender Liebe zur jungen Fürstentochter Kitty (Mia Kirshner) entflammt ist, ergänzt, dass er diese Angst mit Anna Karenina (Sophie Marceau) teilte, deren Geschichte er aus seiner Perspektive erzählt.
23:15 NDR Rosannas Tochter D 2010
Das Leben des kinderlosen Paares Nela und Josch ändert sich schlagartig nach dem Unfalltod von Joschs Exfreundin Rosanna. Die Verstorbene hinterlässt ihre 14-jährige Tochter Aimée, die das Ehepaar nach einigem Hin und Her bei sich aufnimmt. Einfühlsam versuchen die beiden, dem Mädchen über seinen Schmerz hinwegzuhelfen. Doch Aimée, die lange nicht spricht, ist störrisch und unberechenbar. Nela fürchtet, dass der Teenager ihre Ehe zerstören will, und erhebt schwere Vorwürfe gegen das Mädchen. Josch, der in der Rolle des Familienvaters aufgeht, scheint nichts davon zu merken. - Veronica Ferres und Fritz Karl harmonieren glänzend in diesem feinfühlig beobachtenden Familiendrama nach dem Beststeller von Amelie Fried.
23:30 BR LeseZeichen
(Themen standen zu Redaktionsschluss noch nicht fest.)
23:35 mdr Das Konto (1/2) D 2003
Michael Mühlhausen ist Top-Manager der Olson AG, für die er die feindliche Übernahme des mächtigsten Konkurrenz-Unternehmens plant. Doch der Superdeal kommt nicht zustande, denn als der Chefchemiker Osterwald erschossen aufgefunden wird, fällt der Verdacht auf Mühlhausen: Seine Frau hatte ein Verhältnis mit dem Ermordeten. Auf der Flucht vor der Polizei versucht der in Ungnade gefallene Manager seine Unschuld zu beweisen und stößt dabei auf finstere Pläne der Geschäftsleitung. - "Das Konto" ist ein aufwendiger Thriller mit Heino Ferch als Manager, der um sein Leben fürchten muss, da er - ohne es zu wollen - groß angelegte Schiebereien seiner Firma aufdeckt. Die weiteren Hauptrollen in diesem Zweiteiler spielen Josef Bierbichler, Michael Gwisdek, Franziska Petri, Julia Jäger, Hermann Beyer und Uwe Steimle, der als eiskalter Killer auftritt. Markus Imboden inszenierte das Buch von Martin Pristl nach dem gleichnamigen Roman von Uwe Schwartzer.
Literatur im Radio
Sa 05. Januar
20:05 Deutschlandfunk Hörspiel des Monats: Oops, wrong planet! | Von Gesine Schmidt
"reden ist unfertig und unexakt. wer laut spricht, der zerstört seine welt", schreiben die autistischen Zwillinge Konstantin und Kornelius, die im realen Leben gerade ihr Studium an der Universität Potsdam abschließen. Im Hörspiel 'Oops, wrong planet!' von Gesine Schmidt werden sie mit ihren Texten vorgestellt. Obwohl sie nicht sprechen, betrachten sie die Sprache als 'Sinn ihres Seins'. Es ist nicht nur die abstrakte Schönheit der Texte von Konstantin und Kornelius, die im Hörspiel den Kosmos abweichender Weltwahrnehmung beschreiben. Einer vom Asperger-Syndrom betroffenen Ärztin (Lena Stolze) ist der Umgang mit Sprachmetaphern unmöglich und so nimmt das ironische Bild von den Bürgersteigen, die abends hochgeklappt werden, ganz wörtlich.
So 06. Januar
18:30 Deutschlandradio Kultur Voisins/Nachbarn: Der Erlkönig (1/2). Die sinistren Aufzeichnungen des Abel Tiffauges | Von Michel Tournier
Abel Tiffauges ist Automechaniker im Paris der 30er-Jahre. Unglücklich ist er - und auch wieder nicht. Fremd, versponnen treibt er durchs Pariser Leben. Die Erwachsenenwelt ist ihm suspekt. Zu Kindern fühlt er sich hingezogen - und auch das nicht wirklich. Seine heimliche Liebe gilt Deutschland, einem Deutschland als Traumwelt: Hyperborea. "Wir sind Hyperboreer, - wir wissen gut genug, wie abseits wir leben", heißt es bei Nietzsche. Die Umstände sind ihm günstig. Angeklagt und verurteilt für ein Verbrechen, das er nicht beging, aber begangen haben könnte, schickt man ihn zur Frontbewährung. Und so gelangt er wirklich ins Land seiner Träume.
Mo 07. Januar
21:33 Deutschlandradio Kultur Voisins/Nachbarn: Der Bericht des Polizisten | Von Georges Simenon
Als die Bäuerin Joséphine Roy und ihre Tochter am Abend Äpfel sortieren, fährt draußen ein Auto vorbei und bremst kurz. Es ist das Auto des Pferdehändlers. Am nächsten Morgen liegt vor dem Hof der Familie ein unbekannter Mann, vom Fahrrad gestürzt, schwer verletzt und bewusstlos. Die Roys tragen ihn ins Haus, holen einen Arzt, verständigen die Gendarmerie. Wachtmeister Liberge nimmt die Ermittlungen auf, findet Reifenspuren und in der Kleidung des Unbekannten einige 1000-Franc-Scheine, aber keine Papiere. Da fällt ein Zettel mit der Adresse der Roys zu Boden, den Joséphine unbemerkt an sich nehmen will. Kennt sie den verletzten Mann?
Di 08. Januar
20:10 Deutschlandfunk Haus aus Stimmen | Eine Hörspiel-Kammeroper von Silke Scheuermann
Ein junges Paar zieht in ein altes Haus ein. Er geht zur Arbeit; sie bleibt zu Hause, schreibt an einem Fernsehspiel. Unmerklich mischt sich die Stimme des Hauses in ihre Beziehung ein, die am Ende scheitert. "Wir leben in einer tiefen Abhängigkeit von Dingen, die nicht immer im Horizont unseres Bewusstseins liegt." (Silke Scheuermann) Dieses Stück für Countertenor, Schauspielersprache und gesang, Schlagzeug, Streicher und Chor verfremdet mythisierend und ironisierend eine moderne Beziehungsgeschichte.
Do 03. Januar
20:15 rbb Mit fünfzig küssen Männer anders D 1998
Eine ehemalige Kunststudentin, die sich statt der Karriere jahrzehntelang dem Hausfrauendasein widmete, versucht sich, nachdem ihre erwachsenen Kinder endlich ausgezogen sind, als Malerin und scheitert zunächst kläglich. Erst als sie aus dem Trott ihrer Routineehe ausbricht, gelingt ihr ein neuer Anfang. - "Mit fünfzig küssen Männer anders" ist die Verfilmung des gleichnamigen Erfolgsromans von Dorit Zinn. Regisseurin Margarethe von Trotta gelang eine hintersinnige Komödie mit augenzwinkerndem Blick auf Menschliches und allzu Menschliches.
20:15 Das Erste Charlotte Link - Das andere Kind (2) D 2013
Nach dem Mord an Fiona Barnes im beschaulichen Scarborough deutet alles darauf hin, dass es sich um den gleichen Täter handelt wie bei der kurz zuvor getöteten Studentin. Fieberhaft sucht die Polizistin Valerie Almond nach Verbindungen zwischen den Opfern. Bald stößt sie auf eine vermeintlich heiße Spur. Unterdessen beginnt Leslie eine Affäre mit Dave, dem Verlobten ihrer besten Freundin Gwen, der ebenfalls zu den Tatverdächtigen zählt. Durch ihn kommt die junge Ärztin schließlich dem dunklen Geheimnis ihrer Großmutter auf die Spur. - Regisseur Urs Egger inszenierte Charlotte Links Bestseller-Roman "Das andere Kind" als fesselndes Kleinstadtdrama mit Krimi-Elementen.
Sa 05. Januar
06:45 arte Mord in Marseille. Die Krimis des Jean-Claude Izzo F 2007
Durch seine Marseille-Trilogie ist der französische Krimi-Autor Jean-Claude Izzo (1945-2000) über die Landesgrenzen seiner Heimat hinaus bekannt geworden. Jean-Laurent Feurra zeichnet ein Porträt des Schriftstellers und unternimmt auf dessen Spuren gleichzeitig einen Spaziergang durch die Stadt Marseille.
16:45 3sat Heidi und Peter CH 1955
Heidi ist wieder in den Bergen bei ihrem geliebten Alpöhi. Die beiden haben sich den Winter über im Dorf bei Peters Mutter Brigitte einquartiert. Währenddessen wird im Hause Sesemann in Frankfurt die längst überfällige Reise in die Schweiz immer wieder verschoben. In den Sommerferien soll es endlich klappen. Doch Herr Sesemann macht wieder einen Rückzieher. Das freut Fräulein Rottenmeier und lässt Klara in Tränen ausbrechen. Da übernimmt Großmutter Sesemann kurzerhand die Reiseleitung. Doch im "Dörfli" hat der schusselige Peter vergessen, Heidi den Brief von Klara zu übergeben. - Der Spielfilm entstand frei nach dem Roman "Heidi kann brauchen, was es gelernt hat" von Johanna Spyri.
21:45 ZDF Der letzte Weynfeldt CH 2010
Adrian Weynfeldt, wohlhabend, Mitte 50, Junggeselle und Kunstexperte bei einem internationalen Auktionshaus, hat mit der Liebe abgeschlossen. Doch eines Abends begegnet er einer geheimnisvollen Frau - und seine maßgeschneiderte Welt droht aus den Fugen zu geraten. - Literaturverfilmung nach dem gleichnamigen Roman von Martin Suter.
00:00 mdr Fräulein Smillas Gespür für Schnee D, DK, S 1997
Smilla Jasperson lebt seit ihrer Kindheit in Kopenhagen, ist dort aber nie heimisch geworden. Als wahres Zuhause empfindet sie Grönland, die Heimat ihrer Mutter, einer Inuit. Nach deren Tod wurde Smilla von ihrem Vater, dem dänischen Arzt Dr. Moritz Jasperson nach Kopenhagen gebracht. Heute ist sie eine attraktive junge Frau, die aber weder beruflich noch privat ihren Weg gefunden hat. Obwohl eine hoch qualifizierte Wissenschaftlerin - niemand kennt sich so gut mit Schnee und Eis aus wie sie - findet Smilla keine Arbeitsstelle, zu schroff und streitbar begegnet sie jedem in ihrer Umgebung. - Nach dem internationalen Bestseller des dänischen Schriftstellers Peter Høeg gelang Produzent Bernd Eichinger und Regisseur Bille August ein fesselnder Kinofilm voll eisiger Atmosphäre.
So 06. Januar
23:30 Das Erste A single Man USA 2009
Die schockierende Nachricht vom Unfalltod seines langjährigen Geliebten Jim raubt dem Literaturprofessor George Falconer jeglichen Lebensmut. In Gedanken kehrt er an jene Orte zurück, an denen er mit ihm glücklich war. Er beschließt, sich umzubringen. Doch die unerwartete Begegnung mit einem jungen Studenten reißt den Trauernden aus seiner Lethargie. - In dieser filmischen Elegie glänzt Colin Firth als einsamer Homosexueller, der seine Trauer hinter einer perfekten Fassade versteckt. Mit seiner stilvollen Romanverfilmung gelingt dem Modemacher Tom Ford ein beeindruckendes Regiedebüt, in dem jedes einzelne Bild von ausgewählter Schönheit ist.
Mo 07. Januar
20:15 arte Big Fish USA 2003
Der passionierte Geschichtenerzähler Edward Bloom blickt auf ein Leben voller fantastischer Erlebnisse zurück, zumindest wenn man seinen Erzählungen Glauben schenken will. Selbst auf dem Sterbebett trumpft er gegenüber seinem Sohn Will, zu dem er ein angespanntes Verhältnis hat, mit immer neuen Anekdoten aus seiner Lebensgeschichte auf. Als rationaler Kopfmensch hat Will reichlich wenig für die vermeintlich erfundenen Geschichten des Vaters übrig. Ihn interessiert die faktische Wahrheit hinter der Fassade und er will endlich wissen, wer sein Vater wirklich ist.
22:50 mdr Anna Karenina USA 1997
"Die Angst zu sterben ohne je die Liebe kennengelernt zu haben, war größer als die Angst vor dem Tod", bekennt Konstantin Lewin, das Alter Ego von Leo Tolstoi, zu Beginn des Films. Und Lewin (Alfred Molina), der in zunächst hoffnungslos erscheinender Liebe zur jungen Fürstentochter Kitty (Mia Kirshner) entflammt ist, ergänzt, dass er diese Angst mit Anna Karenina (Sophie Marceau) teilte, deren Geschichte er aus seiner Perspektive erzählt.
23:15 NDR Rosannas Tochter D 2010
Das Leben des kinderlosen Paares Nela und Josch ändert sich schlagartig nach dem Unfalltod von Joschs Exfreundin Rosanna. Die Verstorbene hinterlässt ihre 14-jährige Tochter Aimée, die das Ehepaar nach einigem Hin und Her bei sich aufnimmt. Einfühlsam versuchen die beiden, dem Mädchen über seinen Schmerz hinwegzuhelfen. Doch Aimée, die lange nicht spricht, ist störrisch und unberechenbar. Nela fürchtet, dass der Teenager ihre Ehe zerstören will, und erhebt schwere Vorwürfe gegen das Mädchen. Josch, der in der Rolle des Familienvaters aufgeht, scheint nichts davon zu merken. - Veronica Ferres und Fritz Karl harmonieren glänzend in diesem feinfühlig beobachtenden Familiendrama nach dem Beststeller von Amelie Fried.
23:30 BR LeseZeichen
(Themen standen zu Redaktionsschluss noch nicht fest.)
23:35 mdr Das Konto (1/2) D 2003
Michael Mühlhausen ist Top-Manager der Olson AG, für die er die feindliche Übernahme des mächtigsten Konkurrenz-Unternehmens plant. Doch der Superdeal kommt nicht zustande, denn als der Chefchemiker Osterwald erschossen aufgefunden wird, fällt der Verdacht auf Mühlhausen: Seine Frau hatte ein Verhältnis mit dem Ermordeten. Auf der Flucht vor der Polizei versucht der in Ungnade gefallene Manager seine Unschuld zu beweisen und stößt dabei auf finstere Pläne der Geschäftsleitung. - "Das Konto" ist ein aufwendiger Thriller mit Heino Ferch als Manager, der um sein Leben fürchten muss, da er - ohne es zu wollen - groß angelegte Schiebereien seiner Firma aufdeckt. Die weiteren Hauptrollen in diesem Zweiteiler spielen Josef Bierbichler, Michael Gwisdek, Franziska Petri, Julia Jäger, Hermann Beyer und Uwe Steimle, der als eiskalter Killer auftritt. Markus Imboden inszenierte das Buch von Martin Pristl nach dem gleichnamigen Roman von Uwe Schwartzer.
Literatur im Radio
Sa 05. Januar
20:05 Deutschlandfunk Hörspiel des Monats: Oops, wrong planet! | Von Gesine Schmidt
"reden ist unfertig und unexakt. wer laut spricht, der zerstört seine welt", schreiben die autistischen Zwillinge Konstantin und Kornelius, die im realen Leben gerade ihr Studium an der Universität Potsdam abschließen. Im Hörspiel 'Oops, wrong planet!' von Gesine Schmidt werden sie mit ihren Texten vorgestellt. Obwohl sie nicht sprechen, betrachten sie die Sprache als 'Sinn ihres Seins'. Es ist nicht nur die abstrakte Schönheit der Texte von Konstantin und Kornelius, die im Hörspiel den Kosmos abweichender Weltwahrnehmung beschreiben. Einer vom Asperger-Syndrom betroffenen Ärztin (Lena Stolze) ist der Umgang mit Sprachmetaphern unmöglich und so nimmt das ironische Bild von den Bürgersteigen, die abends hochgeklappt werden, ganz wörtlich.
So 06. Januar
18:30 Deutschlandradio Kultur Voisins/Nachbarn: Der Erlkönig (1/2). Die sinistren Aufzeichnungen des Abel Tiffauges | Von Michel Tournier
Abel Tiffauges ist Automechaniker im Paris der 30er-Jahre. Unglücklich ist er - und auch wieder nicht. Fremd, versponnen treibt er durchs Pariser Leben. Die Erwachsenenwelt ist ihm suspekt. Zu Kindern fühlt er sich hingezogen - und auch das nicht wirklich. Seine heimliche Liebe gilt Deutschland, einem Deutschland als Traumwelt: Hyperborea. "Wir sind Hyperboreer, - wir wissen gut genug, wie abseits wir leben", heißt es bei Nietzsche. Die Umstände sind ihm günstig. Angeklagt und verurteilt für ein Verbrechen, das er nicht beging, aber begangen haben könnte, schickt man ihn zur Frontbewährung. Und so gelangt er wirklich ins Land seiner Träume.
Mo 07. Januar
21:33 Deutschlandradio Kultur Voisins/Nachbarn: Der Bericht des Polizisten | Von Georges Simenon
Als die Bäuerin Joséphine Roy und ihre Tochter am Abend Äpfel sortieren, fährt draußen ein Auto vorbei und bremst kurz. Es ist das Auto des Pferdehändlers. Am nächsten Morgen liegt vor dem Hof der Familie ein unbekannter Mann, vom Fahrrad gestürzt, schwer verletzt und bewusstlos. Die Roys tragen ihn ins Haus, holen einen Arzt, verständigen die Gendarmerie. Wachtmeister Liberge nimmt die Ermittlungen auf, findet Reifenspuren und in der Kleidung des Unbekannten einige 1000-Franc-Scheine, aber keine Papiere. Da fällt ein Zettel mit der Adresse der Roys zu Boden, den Joséphine unbemerkt an sich nehmen will. Kennt sie den verletzten Mann?
Di 08. Januar
20:10 Deutschlandfunk Haus aus Stimmen | Eine Hörspiel-Kammeroper von Silke Scheuermann
Ein junges Paar zieht in ein altes Haus ein. Er geht zur Arbeit; sie bleibt zu Hause, schreibt an einem Fernsehspiel. Unmerklich mischt sich die Stimme des Hauses in ihre Beziehung ein, die am Ende scheitert. "Wir leben in einer tiefen Abhängigkeit von Dingen, die nicht immer im Horizont unseres Bewusstseins liegt." (Silke Scheuermann) Dieses Stück für Countertenor, Schauspielersprache und gesang, Schlagzeug, Streicher und Chor verfremdet mythisierend und ironisierend eine moderne Beziehungsgeschichte.
03.01.2013 10:07:18
(22297 Beiträge)
Literatur im Fernsehen
Do 10. Januar
23:45 SWR Literatur im Foyer
Péter Nádas: Parallelgeschichten; Ijoma Mangold: Über Peter Handke
14:05 3sat Martin Walker Mein Périgord
Der 1947 in Schottland geborene Schriftsteller Martin Walker wurde erst in seiner französischen Wahlheimat zum Krimiautor. Zuvor arbeitete der Historiker und Ökonom 27 Jahre lang als Journalist und Auslandskorrespondent für die britische Tageszeitung "The Guardian". Bis heute leitet er auch in Washington eine "Denkfabrik", die für bedeutende Wirtschaftsunternehmen und Politiker Trends der Weltwirtschaft analysiert. 1999 ließ er sich mit seiner Familie in einem kleinen Ort im Périgord nieder. Inspiriert von den Bewohnern und der langen historischen Vergangenheit der Region schrieb er 2008 seinen ersten Kriminalroman: "Bruno - Chef de police". Mittlerweile sind bei Diogenes vier Romane aus der "Bruno"-Reihe veröffentlicht, die mit mehr als 500.000 verkauften Stück zu Bestsellern wurden. 2012 erschien zudem der historische Roman "Schatten an der Wand", der ebenfalls im Périgord spielt.
Fr 11. Januar
15:45 arte Die sogenannten Bremer Stadtmusikanten
Analyse der "Bremer Stadtmusikanten" der Gebrüder Grimm. Ein Beitrag zur Märchenforschung.
Sa 12. Januar
20:15 hr Kommissar LaBréa Todesträume am Montparnasse D 2010
Es ist kein schöner Anblick, der sich Kommissar LaBréa bietet. Der brutale Mord an einem Ex-Sträfling geht vermutlich auf das Konto einer Gruppe radikaler Feministinnen. Diese steht im Verdacht, freigesprochene Vergewaltiger ausfindig zu machen und zu bestrafen. Eine zweite Bluttat erhärtet diesen Verdacht. Alle Spuren scheinen zu der engagierten Psychologin Christine Payan zu führen, die sich für Vergewaltigungsopfer einsetzt. Doch LaBréa gibt sich nicht mit dem Offensichtlichen zufrieden. - In diesem Paris-Krimi nach einem Roman von Alexandra von Grote überzeugt Francis Fulton-Smith als sympathischer Ermittler, dem es nicht immer gelingt, Beruf und Privatleben in Einklang miteinander zu bringen.
23:30 BR Auf der anderen Seite des Bettes F 2008
Nach einem Ehekrach hängt bei Ariane und ihrem Mann Hugo der Haussegen schief. Um seine Frau nicht zu verlieren, willigt Hugo in einen Rollentausch ein. Schon am nächsten Tag übernimmt sie seinen Job als Direktorin einer mittelgroßen Firma, wogegen Hugo sich seufzend die Schürze umbindet und hinter dem Herd Platz nimmt. Wider Erwarten macht er dabei gleich mehrere überraschende Erfahrungen: Während seine Gattin die Firma kreativ umstrukturiert, entdeckt er, dass Bügeln und Abwaschen durchaus Spaß machen können. - Mit ihrer Adaption des Bestsellers "De l'autre côté du lit" von Alix Girod gelang Regisseurin Pascale Pouzadoux eine vergnügliche Analyse von Geschlechterstereotypen und in Frankreich ein echter Hit. Sophie Marceau und Dany Boon, der Star aus "Willkommen bei den Sch'tis", mischen als Paar die Geschlechterrollen neu.
So 13. Januar
11:00 mdr Ich denke oft an Piroschka BRD 1955
Im Jahre 1925 fährt der deutsche Student Andreas auf einem Donaudampfer nach Ungarn. Unterwegs verliebt er sich Hals über Kopf in Greta. Gemeinsam macht man in Budapest Station. Doch es bleibt bei einem vielsagenden Händedruck zum Abschied und beim Austausch von Adressen. Am nächsten Tag reist Andreas in den abgelegenen Pusztaort, wo er seine Sommerferien verbringen will und trifft dort auf die 17-jährige Piroschka. Bald sind die beiden unzertrennlich. Eines Tages kommt eine Postkarte von Greta ... Nach dem gleichnamigen Roman von Hugo Hartung.
13:10 Sat1 Die Wanderhure D 2010
Die schöne junge Marie soll gegen ihren Willen Ruppertus, den unehelichen Sohn des Grafen von Keilburg heiraten. Als Ruppertus ihre Abneigung spürt, plant er eine furchtbare Intrige: Er lässt Marie brutal vergewaltigen, der Hurerei beschuldigen und in den Kerker werfen. Marie wird schuldig gesprochen, gefoltert und halb tot in den Fluss geworfen. Sie wird von der Wanderhure Hiltrud und ihren Gefährtinnen schwerverletzt gefunden. Nur der Gedanke an Rache lässt sie überleben ...
22:05 arte Madame Bovary F 1991
Das Bauernmädchen Emma Rouault hat den verwitweten Landarzt Dr. Charles Bovary geheiratet. Der Provinzalltag langweilt die junge Frau zutiefst, ebenso ihr biederer, geschwätziger Ehemann. Bis sie eines Tages auf einem Ball den Gutsherrn Rodolphe Boulanger kennenlernt ... Claude Chabrols Film erzählt die Geschichte der Emma Bovary, die an dem inneren Zwiespalt zwischen ihren persönlichen Sehnsüchten und der provinziellen Enge ihres Lebens zerbricht.
23:30 Das Erste Chéri Eine Komödie der Eitelkeiten GB, F, D 2009
Die schöne Prostituierte Léa de Lonval hat es im mondänen Paris der Jahrhundertwende zu beachtlichem Wohlstand gebracht. Die immer noch blendend aussehende Mittvierzigerin will sich zur Ruhe setzen, als eine frühere Nebenbuhlerin sie um Unterstützung bei der Erziehung ihres lasterhaften Sohnes bittet. Weder Léa, die ihre Männer bislang alle im Griff hatte, noch der verwöhnte Chéri ahnen, dass sie sich unsterblich ineinander verlieben werden. In dieser scharfzüngigen Komödie der Eitelkeiten glänzt Michelle Pfeiffer als geistreiche Lebedame, die ihr Herz an einen jungen Mann ohne Eigenschaften verliert. Stephen Frears inszenierte diese scharfzüngige Gesellschaftskomödie nach Motiven zweier Romane der Skandalautorin Colette.
Mo 14. Januar
23:45 BR LeseZeichen
Mit: Michael J. Sandel: "Was man für Geld nicht kaufen kann" (Ullstein), Doug Saunders: "Mythos Überfremdung" (Blessing), Julia Benkert spricht mit Marica Bodrozi über deren Buch "Kirschholz und alte Gefühle" (Luchterhand) sowie 200 Jahre Märchen der Brüder Grimm
Mi 16. Januar
20:15 arte Poll D, A, EST 2010
Ohne es zu ahnen, erlebt die junge, künstlerisch hochbegabte Oda von Siering das Ende einer Epoche: Im Sommer 1914, kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs, steht das deutsch geprägte, zum russischen Kaiserreich gehörende Baltikum kurz vor dem Zerfall. Dieser bedroht Odas Leben, ihre aristokratische Familie und alle Gewissheiten - und zwingt sie dennoch zu ihrem Glück. Die Begegnung mit einem estnischen Anarchisten und Schriftsteller wird Odas Schicksal bestimmen. - Mit imposanten Bildern schlägt der Regisseur Chris Kraus ein fast vergessenes Kapitel der europäischen Geschichte auf, vor dessen Hintergrund die Liebe einer einst bekannten, heute weitgehend vergessenen Schriftstellerin Oda Schaefer (1900 - 1988) aufleuchtet. Sie war für ihre Naturlyrik und Werke wie "Die Windharfe" berühmt.
22:45 rbb Tage oder Stunden F 2008
Von einem Tag auf den anderen stellt Antoine alles bislang Erreichte in Frage. Der Werbefachmann hat die Nase voll von den verlogenen Schmeicheleien gegenüber seinen Kunden, und von der Liebe zu seiner Frau ist offenbar auch nicht mehr viel geblieben. Bei seiner Geburtstagsfeier nimmt er kein Blatt mehr vor den Mund. Plötzlich ist der Familienvater spurlos verschwunden - was ist mit Antoine? - Nach seinem Kinoerfolg "Dialog mit meinem Gärtner" inszenierte Jean Becker einen verstörenden Film mit zwei Gesichtern. Basierend auf dem Roman "Deux jours à tuer" von François d'Epenoux, erzählt der Regieveteran scheinbar die Geschichte eines Familienvaters in einer typischen Midlife-Crisis. Doch die Rasanz, mit der ein erfolgreicher Geschäftsmann sein bürgerliches Leben in Schutt und Asche legt, hat man so noch nicht gesehen.
Literatur im Radio
Sa 12. Januar
20:05 Deutschlandfunk Eisen | Von Rona Munro
Fay, die nach dem Mord an ihrem Ehemann eine lebenslängliche Haftstrafe verbüßt, bekommt nach 15 Jahren Besuch von ihrer Tochter. Josie, 22, hat keine Erinnerung an ihre ersten sieben Lebensjahre. Die Mutter soll ihr dieses Stück Leben wiedergeben. Jetzt holen die beiden nach, was sie nicht gelebt haben: Misstrauen, Liebe und Ablösung. Der Kampf von Mutter und Tochter, ihre Verschmelzung und Trennung, eng verbunden mit der Frage nach dem Mord, provoziert immer neue Aspekte, Antworten oder Fragen nach Schuld oder Unschuld der Mörderin. Wie in jedem guten Krimi glaubt man sich der Wahrheit zu nähern. Aber die Geschichten der Fay lassen nur Bruchstücke des tatsächlichen Geschehens durchschimmern.
Mo 14. Januar
21:33 Deutschlandradio Kultur Der Mord an Ackroyd oder Alibi | Von Agatha Christie
Hercule Poirot will sich in King's Abbot zur Ruhe setzen und Kürbisse züchten. Sein Nachbar ist Dr. Sheppard, Arzt im Dorf, der gerade den Tod der Witwe Ferrars bescheinigt hat. Sie starb an einer Dosis Gift. Mord oder Selbstmord? Dann ist auch der Fabrikant Roger Ackroyd tot, erstochen. Er hatte Dr. Sheppard noch gestanden, dass er und Mrs. Ferrars heiraten wollten. Sie hätte ihren Mann gehasst, mit Gift getötet und sei erpresst worden. Nur von wem? Hercule Poirot hatte Ackroyds Stiefsohn Ralph Paton im Wald mit einer "Brünetten" beobachtet. Jetzt ist er verschwunden. Unterstützt von Dr. Sheppard nimmt der Detektiv die Ermittlungen auf. Bald sind alle verdächtig, die mit Roger Ackroyd zu tun hatten.
Di 15. Januar
19:30 Deutschlandradio Kultur "Wasguckstdu" Migranten in der deutschsprachigen Literatur | Von Detlef Grumbach
Sie gehören zum Bild in unseren Straßen, sie sind präsent in unserem Alltag, denn heute beträgt der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund knapp 20 Prozent. Schaut man allerdings in die Werke von Autoren mit deutschen Wurzeln, wurde diese Erfahrungswelt lange ausgeblendet. Das Staunen über die Fremdheit, Reibungen oder vorsichtige Annäherungen, die Begegnung der Kulturen werden in den Romanen deutscher Autoren vergleichsweise selten thematisiert. Zu den Ausnahmen zählen Uwe Timms Debüt 'Heißer Sommer' oder Ralf Rothmanns Roman 'Milch und Kohle'. Im Zentrum der Romane 'Selim oder die Gabe der Rede' von Sten Nadolny und 'Die Schrift des Freundes' von Barbara Frischmuth stehen Friguren, deren Konflikte in den sehr verschieden geprägten Kulturen begründet sind und sich dabei plötzlich selbst in anderem Licht sehen. Erst bei jüngeren Autoren wie Michael Wildenhain, Helmut Krausser oder Benedict Wells bekommt die alltägliche Begegnung mit dem Anderen eine gewisse Normalität, werden aus Freundschaften, Brüchen und Konflikten literarische Funken geschlagen.
Di 15. Januar
20:10 Deutschlandfunk Preisträgerinnen | Von Marlene Streeruwitz
Zwei Frauen haben es geschafft: Sie sind etablierte Preisträgerinnen in der lange Zeit als Männerdomäne geltenden Literaturwelt. Sie sind nicht mehr ganz jung, wenn auch noch attraktiv, sie haben gelebt. Und sie sprechen miteinander über Auszeichnungen, über ihre Mütter, über den Preis des Erfolgs, über das Alter, junge Männer und über den Sex. Lakonisch, dekadent, zärtlich, verletzlich, hasserfüllt, Finten schlagend und zynisch ziehen sie ihre Register. Zwei intelligente Damen im miteinander konkurrierenden Streitgespräch. Was als Dialog beginnt, wird aber immer mehr zu zwei monadenhaft abgekapselten Monologen, die sich zwischen Traum, Selbstinszenierung und Wirklichkeitsprotokoll bewegen. Aber vielleicht sind diese beiden Damen auch nur eine im imaginären Zwiegespräch ...
Do 10. Januar
23:45 SWR Literatur im Foyer
Péter Nádas: Parallelgeschichten; Ijoma Mangold: Über Peter Handke
14:05 3sat Martin Walker Mein Périgord
Der 1947 in Schottland geborene Schriftsteller Martin Walker wurde erst in seiner französischen Wahlheimat zum Krimiautor. Zuvor arbeitete der Historiker und Ökonom 27 Jahre lang als Journalist und Auslandskorrespondent für die britische Tageszeitung "The Guardian". Bis heute leitet er auch in Washington eine "Denkfabrik", die für bedeutende Wirtschaftsunternehmen und Politiker Trends der Weltwirtschaft analysiert. 1999 ließ er sich mit seiner Familie in einem kleinen Ort im Périgord nieder. Inspiriert von den Bewohnern und der langen historischen Vergangenheit der Region schrieb er 2008 seinen ersten Kriminalroman: "Bruno - Chef de police". Mittlerweile sind bei Diogenes vier Romane aus der "Bruno"-Reihe veröffentlicht, die mit mehr als 500.000 verkauften Stück zu Bestsellern wurden. 2012 erschien zudem der historische Roman "Schatten an der Wand", der ebenfalls im Périgord spielt.
Fr 11. Januar
15:45 arte Die sogenannten Bremer Stadtmusikanten
Analyse der "Bremer Stadtmusikanten" der Gebrüder Grimm. Ein Beitrag zur Märchenforschung.
Sa 12. Januar
20:15 hr Kommissar LaBréa Todesträume am Montparnasse D 2010
Es ist kein schöner Anblick, der sich Kommissar LaBréa bietet. Der brutale Mord an einem Ex-Sträfling geht vermutlich auf das Konto einer Gruppe radikaler Feministinnen. Diese steht im Verdacht, freigesprochene Vergewaltiger ausfindig zu machen und zu bestrafen. Eine zweite Bluttat erhärtet diesen Verdacht. Alle Spuren scheinen zu der engagierten Psychologin Christine Payan zu führen, die sich für Vergewaltigungsopfer einsetzt. Doch LaBréa gibt sich nicht mit dem Offensichtlichen zufrieden. - In diesem Paris-Krimi nach einem Roman von Alexandra von Grote überzeugt Francis Fulton-Smith als sympathischer Ermittler, dem es nicht immer gelingt, Beruf und Privatleben in Einklang miteinander zu bringen.
23:30 BR Auf der anderen Seite des Bettes F 2008
Nach einem Ehekrach hängt bei Ariane und ihrem Mann Hugo der Haussegen schief. Um seine Frau nicht zu verlieren, willigt Hugo in einen Rollentausch ein. Schon am nächsten Tag übernimmt sie seinen Job als Direktorin einer mittelgroßen Firma, wogegen Hugo sich seufzend die Schürze umbindet und hinter dem Herd Platz nimmt. Wider Erwarten macht er dabei gleich mehrere überraschende Erfahrungen: Während seine Gattin die Firma kreativ umstrukturiert, entdeckt er, dass Bügeln und Abwaschen durchaus Spaß machen können. - Mit ihrer Adaption des Bestsellers "De l'autre côté du lit" von Alix Girod gelang Regisseurin Pascale Pouzadoux eine vergnügliche Analyse von Geschlechterstereotypen und in Frankreich ein echter Hit. Sophie Marceau und Dany Boon, der Star aus "Willkommen bei den Sch'tis", mischen als Paar die Geschlechterrollen neu.
So 13. Januar
11:00 mdr Ich denke oft an Piroschka BRD 1955
Im Jahre 1925 fährt der deutsche Student Andreas auf einem Donaudampfer nach Ungarn. Unterwegs verliebt er sich Hals über Kopf in Greta. Gemeinsam macht man in Budapest Station. Doch es bleibt bei einem vielsagenden Händedruck zum Abschied und beim Austausch von Adressen. Am nächsten Tag reist Andreas in den abgelegenen Pusztaort, wo er seine Sommerferien verbringen will und trifft dort auf die 17-jährige Piroschka. Bald sind die beiden unzertrennlich. Eines Tages kommt eine Postkarte von Greta ... Nach dem gleichnamigen Roman von Hugo Hartung.
13:10 Sat1 Die Wanderhure D 2010
Die schöne junge Marie soll gegen ihren Willen Ruppertus, den unehelichen Sohn des Grafen von Keilburg heiraten. Als Ruppertus ihre Abneigung spürt, plant er eine furchtbare Intrige: Er lässt Marie brutal vergewaltigen, der Hurerei beschuldigen und in den Kerker werfen. Marie wird schuldig gesprochen, gefoltert und halb tot in den Fluss geworfen. Sie wird von der Wanderhure Hiltrud und ihren Gefährtinnen schwerverletzt gefunden. Nur der Gedanke an Rache lässt sie überleben ...
22:05 arte Madame Bovary F 1991
Das Bauernmädchen Emma Rouault hat den verwitweten Landarzt Dr. Charles Bovary geheiratet. Der Provinzalltag langweilt die junge Frau zutiefst, ebenso ihr biederer, geschwätziger Ehemann. Bis sie eines Tages auf einem Ball den Gutsherrn Rodolphe Boulanger kennenlernt ... Claude Chabrols Film erzählt die Geschichte der Emma Bovary, die an dem inneren Zwiespalt zwischen ihren persönlichen Sehnsüchten und der provinziellen Enge ihres Lebens zerbricht.
23:30 Das Erste Chéri Eine Komödie der Eitelkeiten GB, F, D 2009
Die schöne Prostituierte Léa de Lonval hat es im mondänen Paris der Jahrhundertwende zu beachtlichem Wohlstand gebracht. Die immer noch blendend aussehende Mittvierzigerin will sich zur Ruhe setzen, als eine frühere Nebenbuhlerin sie um Unterstützung bei der Erziehung ihres lasterhaften Sohnes bittet. Weder Léa, die ihre Männer bislang alle im Griff hatte, noch der verwöhnte Chéri ahnen, dass sie sich unsterblich ineinander verlieben werden. In dieser scharfzüngigen Komödie der Eitelkeiten glänzt Michelle Pfeiffer als geistreiche Lebedame, die ihr Herz an einen jungen Mann ohne Eigenschaften verliert. Stephen Frears inszenierte diese scharfzüngige Gesellschaftskomödie nach Motiven zweier Romane der Skandalautorin Colette.
Mo 14. Januar
23:45 BR LeseZeichen
Mit: Michael J. Sandel: "Was man für Geld nicht kaufen kann" (Ullstein), Doug Saunders: "Mythos Überfremdung" (Blessing), Julia Benkert spricht mit Marica Bodrozi über deren Buch "Kirschholz und alte Gefühle" (Luchterhand) sowie 200 Jahre Märchen der Brüder Grimm
Mi 16. Januar
20:15 arte Poll D, A, EST 2010
Ohne es zu ahnen, erlebt die junge, künstlerisch hochbegabte Oda von Siering das Ende einer Epoche: Im Sommer 1914, kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs, steht das deutsch geprägte, zum russischen Kaiserreich gehörende Baltikum kurz vor dem Zerfall. Dieser bedroht Odas Leben, ihre aristokratische Familie und alle Gewissheiten - und zwingt sie dennoch zu ihrem Glück. Die Begegnung mit einem estnischen Anarchisten und Schriftsteller wird Odas Schicksal bestimmen. - Mit imposanten Bildern schlägt der Regisseur Chris Kraus ein fast vergessenes Kapitel der europäischen Geschichte auf, vor dessen Hintergrund die Liebe einer einst bekannten, heute weitgehend vergessenen Schriftstellerin Oda Schaefer (1900 - 1988) aufleuchtet. Sie war für ihre Naturlyrik und Werke wie "Die Windharfe" berühmt.
22:45 rbb Tage oder Stunden F 2008
Von einem Tag auf den anderen stellt Antoine alles bislang Erreichte in Frage. Der Werbefachmann hat die Nase voll von den verlogenen Schmeicheleien gegenüber seinen Kunden, und von der Liebe zu seiner Frau ist offenbar auch nicht mehr viel geblieben. Bei seiner Geburtstagsfeier nimmt er kein Blatt mehr vor den Mund. Plötzlich ist der Familienvater spurlos verschwunden - was ist mit Antoine? - Nach seinem Kinoerfolg "Dialog mit meinem Gärtner" inszenierte Jean Becker einen verstörenden Film mit zwei Gesichtern. Basierend auf dem Roman "Deux jours à tuer" von François d'Epenoux, erzählt der Regieveteran scheinbar die Geschichte eines Familienvaters in einer typischen Midlife-Crisis. Doch die Rasanz, mit der ein erfolgreicher Geschäftsmann sein bürgerliches Leben in Schutt und Asche legt, hat man so noch nicht gesehen.
Literatur im Radio
Sa 12. Januar
20:05 Deutschlandfunk Eisen | Von Rona Munro
Fay, die nach dem Mord an ihrem Ehemann eine lebenslängliche Haftstrafe verbüßt, bekommt nach 15 Jahren Besuch von ihrer Tochter. Josie, 22, hat keine Erinnerung an ihre ersten sieben Lebensjahre. Die Mutter soll ihr dieses Stück Leben wiedergeben. Jetzt holen die beiden nach, was sie nicht gelebt haben: Misstrauen, Liebe und Ablösung. Der Kampf von Mutter und Tochter, ihre Verschmelzung und Trennung, eng verbunden mit der Frage nach dem Mord, provoziert immer neue Aspekte, Antworten oder Fragen nach Schuld oder Unschuld der Mörderin. Wie in jedem guten Krimi glaubt man sich der Wahrheit zu nähern. Aber die Geschichten der Fay lassen nur Bruchstücke des tatsächlichen Geschehens durchschimmern.
Mo 14. Januar
21:33 Deutschlandradio Kultur Der Mord an Ackroyd oder Alibi | Von Agatha Christie
Hercule Poirot will sich in King's Abbot zur Ruhe setzen und Kürbisse züchten. Sein Nachbar ist Dr. Sheppard, Arzt im Dorf, der gerade den Tod der Witwe Ferrars bescheinigt hat. Sie starb an einer Dosis Gift. Mord oder Selbstmord? Dann ist auch der Fabrikant Roger Ackroyd tot, erstochen. Er hatte Dr. Sheppard noch gestanden, dass er und Mrs. Ferrars heiraten wollten. Sie hätte ihren Mann gehasst, mit Gift getötet und sei erpresst worden. Nur von wem? Hercule Poirot hatte Ackroyds Stiefsohn Ralph Paton im Wald mit einer "Brünetten" beobachtet. Jetzt ist er verschwunden. Unterstützt von Dr. Sheppard nimmt der Detektiv die Ermittlungen auf. Bald sind alle verdächtig, die mit Roger Ackroyd zu tun hatten.
Di 15. Januar
19:30 Deutschlandradio Kultur "Wasguckstdu" Migranten in der deutschsprachigen Literatur | Von Detlef Grumbach
Sie gehören zum Bild in unseren Straßen, sie sind präsent in unserem Alltag, denn heute beträgt der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund knapp 20 Prozent. Schaut man allerdings in die Werke von Autoren mit deutschen Wurzeln, wurde diese Erfahrungswelt lange ausgeblendet. Das Staunen über die Fremdheit, Reibungen oder vorsichtige Annäherungen, die Begegnung der Kulturen werden in den Romanen deutscher Autoren vergleichsweise selten thematisiert. Zu den Ausnahmen zählen Uwe Timms Debüt 'Heißer Sommer' oder Ralf Rothmanns Roman 'Milch und Kohle'. Im Zentrum der Romane 'Selim oder die Gabe der Rede' von Sten Nadolny und 'Die Schrift des Freundes' von Barbara Frischmuth stehen Friguren, deren Konflikte in den sehr verschieden geprägten Kulturen begründet sind und sich dabei plötzlich selbst in anderem Licht sehen. Erst bei jüngeren Autoren wie Michael Wildenhain, Helmut Krausser oder Benedict Wells bekommt die alltägliche Begegnung mit dem Anderen eine gewisse Normalität, werden aus Freundschaften, Brüchen und Konflikten literarische Funken geschlagen.
Di 15. Januar
20:10 Deutschlandfunk Preisträgerinnen | Von Marlene Streeruwitz
Zwei Frauen haben es geschafft: Sie sind etablierte Preisträgerinnen in der lange Zeit als Männerdomäne geltenden Literaturwelt. Sie sind nicht mehr ganz jung, wenn auch noch attraktiv, sie haben gelebt. Und sie sprechen miteinander über Auszeichnungen, über ihre Mütter, über den Preis des Erfolgs, über das Alter, junge Männer und über den Sex. Lakonisch, dekadent, zärtlich, verletzlich, hasserfüllt, Finten schlagend und zynisch ziehen sie ihre Register. Zwei intelligente Damen im miteinander konkurrierenden Streitgespräch. Was als Dialog beginnt, wird aber immer mehr zu zwei monadenhaft abgekapselten Monologen, die sich zwischen Traum, Selbstinszenierung und Wirklichkeitsprotokoll bewegen. Aber vielleicht sind diese beiden Damen auch nur eine im imaginären Zwiegespräch ...
10.01.2013 11:02:30
(22297 Beiträge)
Literatur im Fernsehen
Do 17. Januar
23:15 BR Suchers Leidenschaften - Fjodor M. Dostojewski
In dieser Folge seiner "Leidenschaften" präsentiert der Theatermann und Autor C. Bernd Sucher den russischen Romancier Fjodor Michailowitsch Dostojewski. Stargast in der Aufzeichnung aus dem Wirtshaus im Schlachthof in München ist der Schauspieler Stefan Hunstein, Publikumsliebling der Münchner Kammerspiele.
23:35 mdr Fröhlich lesen
Sebastian Fitzek, Michael Tsokos und Ingo Thiel - Experten für Mord und Totschlag
Fr 18. Januar
22:35 3sat Die Treue der Frauen F 2000
Die junge begabte Fotografin Clélia wird von dem Skandalpresse-Magnaten Rupert MacRoi angeheuert, um das Image seines Unternehmens aufzupolieren. Clélia lernt in Ruperts Hofstaat den sanften und fürsorglichen Herausgeber Clève kennen, der sich leidenschaftlich in sie verliebt und seine geplante Hochzeit mit der Nichte des Unternehmers absagt, um Clélia einen Heiratsantrag zu machen. Trotz aller Unterschiede zwischen ihnen nimmt Clélia den Antrag an. Doch dann lernt sie den wilden Némo kennen, der ihre Liebe zur Fotografie teilt und wagehalsige Recherchen zu illegalem Organhandel betreibt. - Mit dem Film "Die Treue der Frauen", der lose auf Madame La Fayettes 1678 erschienenen Roman "Die Prinzessin von Clèves" basiert, zeigt sich Andrzej Zulawski in seinem Spätwerk respektlos, faszinierend und polarisierend wie immer. Elegant inszeniert, mit einer erotischen Sophie Marceau in der Hauptrolle, konfrontiert Zulawski seine Charaktere mit traditionellen Vorstellungen von Verlangen und Treue und kommt zu ungewöhnlichen Schlussfolgerungen.
00:00 mdr Schatten der Liebe HU, D 2000
Ungarn zwischen den ersten zwei Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts. Es gibt keinen glücklicheren Menschen auf der Welt als Ondris, der sich vom Junggesellenleben verabschiedet, um die Frau seiner Träume zu heiraten. Jadviga kommt aus Deutschland und ist die Pflegetochter seines verstorbenen Vaters. Von jeher übte die schöne, geheimnisvolle Jadviga eine magische Anziehungskraft auf ihn aus und Ondris ist erfüllt von leidenschaftlicher Sehnsucht nach ihr. Auch Jadviga schaut der Zukunft mit Ondris hoffnungsvoll entgegen und hat den aufrichtigen Wunsch, mit ihm eine glückliche Ehe zu führen. - Nach einem Roman von Pál Závada.
Sa 19. Januar
20:15 SWR Milchgeld. Ein Kluftingerkrimi D 2012
Philip Wachter, Betriebsleiter der hiesigen Molkerei, wird im eigenen Wohnzimmer erdrosselt. Kommissar Kluftinger ist nicht ganz unglücklich über diesen Mordfall in der unmittelbaren Nachbarschaft, denn der heimatverbundene Polizist muss nun nicht mit seiner Frau nach Mallorca reisen. Die Ermittlungen gegen befreundete Milchbauern setzen ihm allerdings schwer zu. Der Kommissar gilt plötzlich als Nestbeschmutzer, und außerdem funkt sein eigener Vater ihm permanent dazwischen. Sturkopf Kluftinger lässt sich aber nicht beirren und stößt bald auf eine heiße - weiße - Spur. - Nach der erfolgreichen Romanreihe von Volker Klüpfel und Michael Kobr.
So 20. Januar
20:15 arte Zeugin der Anklage USA 1957
Eigentlich ist Sir Wilfrid Robarts gesundheitlich noch gar nicht imstande, Leonard Vole vor einem Londoner Schwurgericht zu verteidigen. Aber der berühmte Anwalt kann dem Reiz des Falls nicht widerstehen: Leonard Vole wird beschuldigt, sich aus Habgier an die reiche Witwe Emily French herangemacht und sie ermordet zu haben. Und ausgerechnet Voles Frau Christine tritt als Zeugin der Anklage auf. - Der Film entstand nach einem Roman von Agatha Christie. Charles Laughton und seine Ehefrau Elsa Lanchester, die die strenge Krankenschwester Miss Plimsoll verkörperte, erhielten 1958 eine Oscar-Nominierung. Zudem wurden auch Billy Wilder als Regisseur, "Zeugin der Anklage" als bester Film, Daniel Mandell für den Filmschnitt, Arthur Hornblow jr. für die Produktion und Gordon Sawyer für den Ton nominiert.
Mo 21. Januar
22:25 arte Bonjour Tristesse USA 1957
Mit der Verfilmung von Françoise Sagans Roman über ein tödlich endendes Liebesverhältnis schuf Otto Preminger ein subtiles, an Ambiguität reiches Familienmelodram. Das Spiel von Deborah Kerr, Jean Seberg und David Niven verleiht der in den 50er Jahren spielenden Geschichte die Züge einer klassischen Tragödie.
23:30 BR LeseZeichen
Mit: Eva Müller: "Gott hat hohe Nebenkosten" (Kiepenheuer & Witsch), Seth Casteel: "Hunde unter Wasser" (Riva), Armin Kratzert spricht mit Irena Brezná über deren Buch "Die undankbare Fremde" (Galiani) und Peter Merseburger: "Theodor Heuss"(DVA)
Di 22. Januar
23:10 arte Élysée 63 - Die Show
Zum 50. Jahrestag des Élysée-Vertrags am 22. Januar 2013 entwickelte die Künstlergruppe DIE REDNER auf Grundlage der in Deutsch gehaltenen Rede von Charles de Gaulle an die deutsche Jugend vom 9. September 1962 eine multimediale Show - mit Livemusik, Schauspiel, Film und Originalrede. "Élysée63" spielt im Jahr 2063 und blickt aus einem zukünftigen fiktiven Europa auf das Jubiläumsjahr 2013 zurück.
00:50 Das Erste Brokeback Mountain USA 2005
In seinem vielfach preisgekrönten Meisterwerk "Brokeback Mountain", nach einer Kurzgeschichte von Annie Proulx, nimmt Regisseur Ang Lee ("Tiger and Dragon") sich eines thematischen Geflechts an, das vor allem für die Vereinigten Staaten überaus delikat ist: Homosexualität und Cowboy-Mythos.
Mi 23. Januar
20:15 arte So viele Jahre liebe ich Dich F 2008
Die Ärztin Juliette zieht nach Verbüßung einer 15-jährigen Haftstrafe zu ihrer jüngeren Schwester Léa, die mit zwei Adoptivkindern, ihrem Mann und dessen Vater in einem geräumigen Haus lebt. Vorsichtig bemühen die beiden Frauen sich um einen Neuanfang, doch der Gefängnisaufenthalt hat Spuren hinterlassen. Juliette ist misstrauisch und kapselt sich ab. Auch zu den restlichen Familienmitgliedern findet die verschlossene Frau zunächst keinen Kontakt. Allmählich erst öffnet sie sich, doch die Resozialisierung bleibt ein schmerzlicher Prozess, zumal die ganze Wahrheit nur langsam ans Licht kommt. - Philippe Claudel inszenierte dieses minimalistische Psychodrama nach eigenem Drehbuch und verlegte die Handlung in seinen Wohnort, die Provinzstadt Nancy. Mit seinem meisterlichen Debüt gelang dem Schriftsteller, der durch seinen Roman "Die grauen Seelen" auch in Deutschland bekannt wurde, ein Film, der großteils durch seine Schauspieler getragen wird: Bei ihrem sensationellen Auftritt, für den sie mit dem Europäischen Filmpreis ausgezeichnet wurde, erweist sich Kristin Scott Thomas als eine der besten dramatischen Schauspielerinnen unserer Zeit.
22:10 arte Geschichten der Freundschaft. Walter Benjamin zum Gedächtnis
Walter Benjamin war Schriftsteller, Philosoph, Gesellschaftstheoretiker und Literaturkritiker. Die Zeit, in der Benjamin lebte - 1892 bis 1940 - beschäftigt uns noch heute. ARTE zeigt diese Sendung anlässlich des 70. Todestages von Walter Benjamin, der sich am 26. September 1940 auf der Flucht über die Pyrenäen das Leben nahm.
Literatur im Radio
Sa 19. Januar
20:05 Deutschlandfunk Die Reise nach Petuschki | Von Wenedikt Jerofejew
"Warum nur bin ich ein Idiot, Dämon und Schwätzer in einem?" Wenedikt säuft sich durch Moskau, will endlich den Kreml sehen, gelangt jedoch immer nur zum Kursker Bahnhof. Und endlich sitzt er im Zug nach Petuschki, mit Schnaps und Geschenken für die Geliebte und den Sohn ... Bald sitzt er im hochprozentigen 'Dunstkreis' von Mitreisenden, die sich traurige, tragisch-komische und wirre Geschichten erzählen - voller politischer Anspielungen und derber Anzüglichkeiten. Gogol, Lenin, Marx, Tschechow - sie alle nisten in Wenedikts Gedanken, die immer mehr verschwimmen bis in revolutionäre Fantastereien. Und ganz nebenbei wird der sowjetische Alltag und seine verschlissene Ideologie in grotesker Weise entlarvt.
Sa 19. Januar
23:05 Deutschlandfunk Die Quellen des Sees liegen ganz oben im Norden. Eine Lange Nacht der schwedischen Literatur | Von Johanna Olausson
Über einem sommersprossigen Mädchen in Ringelstrümpfen fliegt ein Junge auf einer Gans hinaus in weite Seen-Fernen, während im Hintergrund jede Menge finsterer Gestalten lauern. So etwa sähe ein Bild der bekanntesten Figuren aus, die hierzulande mit der schwedischen Literatur verknüpft werden. Die 'Lange Nacht' macht sich auf die abenteuerliche Reise in das Land im hohen Norden jenseits von Kinderbüchern und Krimis. Der Weg führt durch das karge Alltagsleben der Bauern im noch vorindustriellen Schweden des 19. Jahrhunderts bis hinein in die Gegenwart, in der junge Einwanderer nach ihrer Identität im Land der Seen suchen. Geschichte und Gegenwart Schwedens scheinen auf.
So 20. Januar
18:30 Deutschlandradio Kultur Vor 50 Jahren: Rolf Hochhuths "Der Stellvertreter" | Hörcollage von Marianne Wendt und Christian Schiller
Vor 50 Jahren stellte Rolf Hochhuth in seinem Stück "Der Stellvertreter" eine Frage, die das Nachkriegsdeutschland der 60er-Jahre erschütterte: Warum schwieg Papst Pius XII. zu den Judendeportationen? Darf der Stellvertreter Gottes nur seinem politischen Kalkül folgen? Die Theateruraufführung am 20. Februar 1963 führte zum größten Theaterskandal der BRD, und die bloße Ankündigung der Radiofassung provozierte eine Bombendrohung im Rundfunksender. Der Skandal reicht bis in die Gegenwart: Ein ehemaliger Securitate-General gibt 2007 an, der KGB hätte den Autor Hochhuth instrumentalisiert, um den Ruf Pius XII. zu schädigen. Der Vatikan ist gleichzeitig um die Seligsprechung eben dieses Papstes bemüht. Die Hörcollage verwendet Auszüge aus der Hörspielinszenierung Erwin Piscators von 1963 und überschreibt diese mit ihrer eigenen Rezeptionsgeschichte.
Di 22. Januar
19:30 Deutschlandradio Kultur "Regarde croisé - gekreuzter Blick". Literaturaustausch zwischen Deutschland und Frankreich | Von Irene Binal, Carmen Lünsmann und Susanne von Schenck
Die goldenen Zeiten, als Sartre und Camus in Deutschland zur Pflichtlektüre gehörten, sind lang vorbei. Jene Zeiten, als die französische Literatur mit Existenzialismus, Strukturalismus oder dem Nouveau Roman über den Rhein kam. Der Austausch funktionierte in beide Richtungen: In Frankreich las man Stefan Zweig und Joseph Roth, später auch Bernhard Schlinks ,Vorleser. Heute scheint dieser Fluss unterbrochen. Kaum jemand hat noch einen Überblick über das aktuelle literarische Schaffen im jeweiligen Nachbarland. Warum hat die französische Literatur in Deutschland sukzessive an Bedeutung verloren? Und wie wird deutsche Literatur in Frankreich wahrgenommen? 50 Jahre deutsch-französischer Literaturaustausch: Die Sendung fängt dazu Stimmen in beiden Ländern ein, von Autoren, Lektoren, Vermittlern und Wissenschaftlern.
Do 17. Januar
23:15 BR Suchers Leidenschaften - Fjodor M. Dostojewski
In dieser Folge seiner "Leidenschaften" präsentiert der Theatermann und Autor C. Bernd Sucher den russischen Romancier Fjodor Michailowitsch Dostojewski. Stargast in der Aufzeichnung aus dem Wirtshaus im Schlachthof in München ist der Schauspieler Stefan Hunstein, Publikumsliebling der Münchner Kammerspiele.
23:35 mdr Fröhlich lesen
Sebastian Fitzek, Michael Tsokos und Ingo Thiel - Experten für Mord und Totschlag
Fr 18. Januar
22:35 3sat Die Treue der Frauen F 2000
Die junge begabte Fotografin Clélia wird von dem Skandalpresse-Magnaten Rupert MacRoi angeheuert, um das Image seines Unternehmens aufzupolieren. Clélia lernt in Ruperts Hofstaat den sanften und fürsorglichen Herausgeber Clève kennen, der sich leidenschaftlich in sie verliebt und seine geplante Hochzeit mit der Nichte des Unternehmers absagt, um Clélia einen Heiratsantrag zu machen. Trotz aller Unterschiede zwischen ihnen nimmt Clélia den Antrag an. Doch dann lernt sie den wilden Némo kennen, der ihre Liebe zur Fotografie teilt und wagehalsige Recherchen zu illegalem Organhandel betreibt. - Mit dem Film "Die Treue der Frauen", der lose auf Madame La Fayettes 1678 erschienenen Roman "Die Prinzessin von Clèves" basiert, zeigt sich Andrzej Zulawski in seinem Spätwerk respektlos, faszinierend und polarisierend wie immer. Elegant inszeniert, mit einer erotischen Sophie Marceau in der Hauptrolle, konfrontiert Zulawski seine Charaktere mit traditionellen Vorstellungen von Verlangen und Treue und kommt zu ungewöhnlichen Schlussfolgerungen.
00:00 mdr Schatten der Liebe HU, D 2000
Ungarn zwischen den ersten zwei Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts. Es gibt keinen glücklicheren Menschen auf der Welt als Ondris, der sich vom Junggesellenleben verabschiedet, um die Frau seiner Träume zu heiraten. Jadviga kommt aus Deutschland und ist die Pflegetochter seines verstorbenen Vaters. Von jeher übte die schöne, geheimnisvolle Jadviga eine magische Anziehungskraft auf ihn aus und Ondris ist erfüllt von leidenschaftlicher Sehnsucht nach ihr. Auch Jadviga schaut der Zukunft mit Ondris hoffnungsvoll entgegen und hat den aufrichtigen Wunsch, mit ihm eine glückliche Ehe zu führen. - Nach einem Roman von Pál Závada.
Sa 19. Januar
20:15 SWR Milchgeld. Ein Kluftingerkrimi D 2012
Philip Wachter, Betriebsleiter der hiesigen Molkerei, wird im eigenen Wohnzimmer erdrosselt. Kommissar Kluftinger ist nicht ganz unglücklich über diesen Mordfall in der unmittelbaren Nachbarschaft, denn der heimatverbundene Polizist muss nun nicht mit seiner Frau nach Mallorca reisen. Die Ermittlungen gegen befreundete Milchbauern setzen ihm allerdings schwer zu. Der Kommissar gilt plötzlich als Nestbeschmutzer, und außerdem funkt sein eigener Vater ihm permanent dazwischen. Sturkopf Kluftinger lässt sich aber nicht beirren und stößt bald auf eine heiße - weiße - Spur. - Nach der erfolgreichen Romanreihe von Volker Klüpfel und Michael Kobr.
So 20. Januar
20:15 arte Zeugin der Anklage USA 1957
Eigentlich ist Sir Wilfrid Robarts gesundheitlich noch gar nicht imstande, Leonard Vole vor einem Londoner Schwurgericht zu verteidigen. Aber der berühmte Anwalt kann dem Reiz des Falls nicht widerstehen: Leonard Vole wird beschuldigt, sich aus Habgier an die reiche Witwe Emily French herangemacht und sie ermordet zu haben. Und ausgerechnet Voles Frau Christine tritt als Zeugin der Anklage auf. - Der Film entstand nach einem Roman von Agatha Christie. Charles Laughton und seine Ehefrau Elsa Lanchester, die die strenge Krankenschwester Miss Plimsoll verkörperte, erhielten 1958 eine Oscar-Nominierung. Zudem wurden auch Billy Wilder als Regisseur, "Zeugin der Anklage" als bester Film, Daniel Mandell für den Filmschnitt, Arthur Hornblow jr. für die Produktion und Gordon Sawyer für den Ton nominiert.
Mo 21. Januar
22:25 arte Bonjour Tristesse USA 1957
Mit der Verfilmung von Françoise Sagans Roman über ein tödlich endendes Liebesverhältnis schuf Otto Preminger ein subtiles, an Ambiguität reiches Familienmelodram. Das Spiel von Deborah Kerr, Jean Seberg und David Niven verleiht der in den 50er Jahren spielenden Geschichte die Züge einer klassischen Tragödie.
23:30 BR LeseZeichen
Mit: Eva Müller: "Gott hat hohe Nebenkosten" (Kiepenheuer & Witsch), Seth Casteel: "Hunde unter Wasser" (Riva), Armin Kratzert spricht mit Irena Brezná über deren Buch "Die undankbare Fremde" (Galiani) und Peter Merseburger: "Theodor Heuss"(DVA)
Di 22. Januar
23:10 arte Élysée 63 - Die Show
Zum 50. Jahrestag des Élysée-Vertrags am 22. Januar 2013 entwickelte die Künstlergruppe DIE REDNER auf Grundlage der in Deutsch gehaltenen Rede von Charles de Gaulle an die deutsche Jugend vom 9. September 1962 eine multimediale Show - mit Livemusik, Schauspiel, Film und Originalrede. "Élysée63" spielt im Jahr 2063 und blickt aus einem zukünftigen fiktiven Europa auf das Jubiläumsjahr 2013 zurück.
00:50 Das Erste Brokeback Mountain USA 2005
In seinem vielfach preisgekrönten Meisterwerk "Brokeback Mountain", nach einer Kurzgeschichte von Annie Proulx, nimmt Regisseur Ang Lee ("Tiger and Dragon") sich eines thematischen Geflechts an, das vor allem für die Vereinigten Staaten überaus delikat ist: Homosexualität und Cowboy-Mythos.
Mi 23. Januar
20:15 arte So viele Jahre liebe ich Dich F 2008
Die Ärztin Juliette zieht nach Verbüßung einer 15-jährigen Haftstrafe zu ihrer jüngeren Schwester Léa, die mit zwei Adoptivkindern, ihrem Mann und dessen Vater in einem geräumigen Haus lebt. Vorsichtig bemühen die beiden Frauen sich um einen Neuanfang, doch der Gefängnisaufenthalt hat Spuren hinterlassen. Juliette ist misstrauisch und kapselt sich ab. Auch zu den restlichen Familienmitgliedern findet die verschlossene Frau zunächst keinen Kontakt. Allmählich erst öffnet sie sich, doch die Resozialisierung bleibt ein schmerzlicher Prozess, zumal die ganze Wahrheit nur langsam ans Licht kommt. - Philippe Claudel inszenierte dieses minimalistische Psychodrama nach eigenem Drehbuch und verlegte die Handlung in seinen Wohnort, die Provinzstadt Nancy. Mit seinem meisterlichen Debüt gelang dem Schriftsteller, der durch seinen Roman "Die grauen Seelen" auch in Deutschland bekannt wurde, ein Film, der großteils durch seine Schauspieler getragen wird: Bei ihrem sensationellen Auftritt, für den sie mit dem Europäischen Filmpreis ausgezeichnet wurde, erweist sich Kristin Scott Thomas als eine der besten dramatischen Schauspielerinnen unserer Zeit.
22:10 arte Geschichten der Freundschaft. Walter Benjamin zum Gedächtnis
Walter Benjamin war Schriftsteller, Philosoph, Gesellschaftstheoretiker und Literaturkritiker. Die Zeit, in der Benjamin lebte - 1892 bis 1940 - beschäftigt uns noch heute. ARTE zeigt diese Sendung anlässlich des 70. Todestages von Walter Benjamin, der sich am 26. September 1940 auf der Flucht über die Pyrenäen das Leben nahm.
Literatur im Radio
Sa 19. Januar
20:05 Deutschlandfunk Die Reise nach Petuschki | Von Wenedikt Jerofejew
"Warum nur bin ich ein Idiot, Dämon und Schwätzer in einem?" Wenedikt säuft sich durch Moskau, will endlich den Kreml sehen, gelangt jedoch immer nur zum Kursker Bahnhof. Und endlich sitzt er im Zug nach Petuschki, mit Schnaps und Geschenken für die Geliebte und den Sohn ... Bald sitzt er im hochprozentigen 'Dunstkreis' von Mitreisenden, die sich traurige, tragisch-komische und wirre Geschichten erzählen - voller politischer Anspielungen und derber Anzüglichkeiten. Gogol, Lenin, Marx, Tschechow - sie alle nisten in Wenedikts Gedanken, die immer mehr verschwimmen bis in revolutionäre Fantastereien. Und ganz nebenbei wird der sowjetische Alltag und seine verschlissene Ideologie in grotesker Weise entlarvt.
Sa 19. Januar
23:05 Deutschlandfunk Die Quellen des Sees liegen ganz oben im Norden. Eine Lange Nacht der schwedischen Literatur | Von Johanna Olausson
Über einem sommersprossigen Mädchen in Ringelstrümpfen fliegt ein Junge auf einer Gans hinaus in weite Seen-Fernen, während im Hintergrund jede Menge finsterer Gestalten lauern. So etwa sähe ein Bild der bekanntesten Figuren aus, die hierzulande mit der schwedischen Literatur verknüpft werden. Die 'Lange Nacht' macht sich auf die abenteuerliche Reise in das Land im hohen Norden jenseits von Kinderbüchern und Krimis. Der Weg führt durch das karge Alltagsleben der Bauern im noch vorindustriellen Schweden des 19. Jahrhunderts bis hinein in die Gegenwart, in der junge Einwanderer nach ihrer Identität im Land der Seen suchen. Geschichte und Gegenwart Schwedens scheinen auf.
So 20. Januar
18:30 Deutschlandradio Kultur Vor 50 Jahren: Rolf Hochhuths "Der Stellvertreter" | Hörcollage von Marianne Wendt und Christian Schiller
Vor 50 Jahren stellte Rolf Hochhuth in seinem Stück "Der Stellvertreter" eine Frage, die das Nachkriegsdeutschland der 60er-Jahre erschütterte: Warum schwieg Papst Pius XII. zu den Judendeportationen? Darf der Stellvertreter Gottes nur seinem politischen Kalkül folgen? Die Theateruraufführung am 20. Februar 1963 führte zum größten Theaterskandal der BRD, und die bloße Ankündigung der Radiofassung provozierte eine Bombendrohung im Rundfunksender. Der Skandal reicht bis in die Gegenwart: Ein ehemaliger Securitate-General gibt 2007 an, der KGB hätte den Autor Hochhuth instrumentalisiert, um den Ruf Pius XII. zu schädigen. Der Vatikan ist gleichzeitig um die Seligsprechung eben dieses Papstes bemüht. Die Hörcollage verwendet Auszüge aus der Hörspielinszenierung Erwin Piscators von 1963 und überschreibt diese mit ihrer eigenen Rezeptionsgeschichte.
Di 22. Januar
19:30 Deutschlandradio Kultur "Regarde croisé - gekreuzter Blick". Literaturaustausch zwischen Deutschland und Frankreich | Von Irene Binal, Carmen Lünsmann und Susanne von Schenck
Die goldenen Zeiten, als Sartre und Camus in Deutschland zur Pflichtlektüre gehörten, sind lang vorbei. Jene Zeiten, als die französische Literatur mit Existenzialismus, Strukturalismus oder dem Nouveau Roman über den Rhein kam. Der Austausch funktionierte in beide Richtungen: In Frankreich las man Stefan Zweig und Joseph Roth, später auch Bernhard Schlinks ,Vorleser. Heute scheint dieser Fluss unterbrochen. Kaum jemand hat noch einen Überblick über das aktuelle literarische Schaffen im jeweiligen Nachbarland. Warum hat die französische Literatur in Deutschland sukzessive an Bedeutung verloren? Und wie wird deutsche Literatur in Frankreich wahrgenommen? 50 Jahre deutsch-französischer Literaturaustausch: Die Sendung fängt dazu Stimmen in beiden Ländern ein, von Autoren, Lektoren, Vermittlern und Wissenschaftlern.
17.01.2013 11:10:58
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Literatur im Fernsehen
Do 24. Januar
23:45 SWR Literatur im Foyer
Thea Dorn im Gespräch mit Karl Heinz Bohrer: Der Zweite Weltkrieg hat gerade begonnen: der Junge versteht noch nichts, aber er findet Granatsplitter in allen Farben - man beginnt zu tauschen, blau gegen rot, schwarz. Und dann ist da noch das Wort "Krieg". Es klingt schön, aber was bedeutet es? Karl Heinz Bohrer, einer der wichtigsten deutschen Intellektuellen, hat alle überrascht: Seine "Erzählung einer Jugend", so der Untertitel seines Buchs "Granatsplitter", ist nicht nur ein unerwarteter Verkaufserfolg, sondern auch ein gelungener Versuch, Grenzen zu erzählen.
Fr 25. Januar
20:15 arte Mobbing D 2012
Ein typischer Fall von Mobbing: Was passiert in einer Beziehung, wenn der Ehemann und Familienvater plötzlich freigestellt wird, einfach zu Hause ist und langsam resigniert? Wer hat Schuld und woran? Das Mobbing-Opfer zieht vor Gericht und die Richter geben ihm schließlich sogar Recht, aber Arbeit und Leben haben sich in der Zwischenzeit grundlegend verändert. - Das erschütternde Stück über Ausgrenzung am Arbeitsplatz und im Leben stammt von Grimme-Preisträgerin Nicole Weegmann und dem Autoren-Ehepaar Zahn: Eva und Volker A. Zahn haben den Roman von Annette Pehnt adaptiert. Ihr Schwerpunkt lag darin, die Perspektive der "nur" mittelbar Betroffenen beizubehalten.
21:45 arte Sie weint nicht, sie singt B 2010
Die Studentin Laura, 30 Jahre alt, lebt alleine im Rande Brüssels. Als ihr Vater nach einem schweren Autounfall im Koma liegt, kann sie nicht anders, als endlich mit ihrer Vergangenheit reinen Tisch zu machen. - In dem eindringlichen Drama geht es nicht vordergründig um den Inzest, sondern um den Prozess der Befreiung, den Laura durch den Dialog mit ihrem Vater, mehr aber durch den Dialog mit sich selbst erfährt. Behutsam und zurückhaltend, aber mit einer starken und überaus sensiblen Inszenierung erzählt der belgische Regisseur Philippe de Pierpont die Geschichte, die von Amélie Sarns gleichnamigem Roman inspiriert wurde.
So 27. Januar
23:35 Das Erste Druckfrisch
(Themen standen zu Redaktionsschluss noch nicht fest.)
Mo 28. Januar
23:30 BR LeseZeichen
Mit: Ulrich Mattner: "Frankfurter Bahnhofsviertel" (Henrich), David van Reybrouck: "Kongo" (Suhrkamp), Julia Benkert spricht mit Michael Köhlmeier über dessen Buch "Die Abenteuer des Joel Spazierer" (Hanser) und Gunter Hofmann: "Willy Brandt und Helmut Schmidt" (C. H. Beck)
Di 29. Januar
00:50 Das Erste Jeder stirbt für sich allein BRD 1975
Als 1940 der einzige Sohn von Otto und Anna Quangel in Frankreich fällt, engagiert sich das bis dahin unpolitische Berliner Handwerkerehepaar gegen das Nazi-Regime. Sie beginnen eine Postkarten-Aktion gegen Hitler. Schon bald kommt die Gestapo ihnen auf die Spur und sie müssen ihren Mut mit dem Leben bezahlen. - Carl Raddatz und Hildegard Knef übernahmen die Hauptrollen in dieser eindrucksvollen Verfilmung des gleichnamigen Romans von Hans Fallada.
Mi 30. Januar
00:47 arte Madame Bovary F 1991
Das Bauernmädchen Emma Rouault hat den verwitweten Landarzt Dr. Charles Bovary geheiratet. Der Provinzalltag langweilt die junge Frau zutiefst, ebenso ihr biederer, geschwätziger Ehemann. Bis sie eines Tages auf einem Ball den Gutsherrn Rodolphe Boulanger kennenlernt ... Claude Chabrols Film erzählt die Geschichte der Emma Bovary, die an dem inneren Zwiespalt zwischen ihren persönlichen Sehnsüchten und der provinziellen Enge ihres Lebens zerbricht.
Literatur im Radio
Fr 25. Januar
20:10 Deutschlandfunk Et lector in Europa Ego. Beethoven liest Johann Gottfried Seumes 'Spaziergang nach Syrakus' | Von Matthias Sträßner
"Dass Seume kein großer Dichter war, ist gewiss." Walter Benjamins Diktum kann heute als Grund dafür herhalten, warum der Dichter Johann Gottfried Seume weitgehend vergessen ist und Seume-Sätze nur noch als Geflügelte Worte aus Georg Büchmanns Zitatensammlung aufscheinen: "Wo man singt, da lass dich ruhig nieder: Böse Menschen haben keine Lieder." Vor 250 Jahren, am 29. Januar 1763, wurde Johann Gottfried Seume in Posena in der Nähe von Lützen geboren. Als Seume am 13. Juni 1810 in Teplitz starb, war sein 'Spaziergang nach Syrakus' ein in Deutschland weit verbreitetes, viel gelesenes und bewundertes Buch. Dass zu den Lesern des Buches auch Ludwig van Beethoven gehörte, ist schon deswegen anzunehmen, weil Seumes Bücher nach Beethovens Tod im Jahr 1827 in der 'Verlassenschaft' aufgeführt und von Wiener Zensoren vereinnahmt wurden. Doch was kann Beethoven an Seume interessiert haben? Standen die Bücher nur zufällig in der Bibliothek oder hat der Komponist die Werke tatsächlich gelesen?
Sa 26. Januar
20:05 Deutschlandfunk 4. Nacht der Poesie | Mit Nora Bossong, Manfred Peter Hein, Doris Runge, Nancy Hünger, Günter Kunert, Marion Poschmann und Jan Volker Röhnert
Die Jüngste, Nora Bossong, ist 1982 geboren, der Älteste, Günter Kunert, ist Jahrgang 1929. 53 Lebensjahre liegen zwischen diesen beiden hervorragenden Vertretern zeitgenössicher Poesie. Und doch verbindet sie eines: ein präziser, poetischer Umgang mit Sprache, die die Natur zum Leuchten und Dämmern, den uns umgebenden Lärm zum Klingen bringt. Auch die anderen Poeten dieser Nacht der Lyrik sind herausragende Autoren, die zu hören etwas anderes ist als nur zu lesen. Manfred Peter Hein, 1931 in Ostpreußen geboren, lebt schon viele Jahrzehnte in Finnland, seine Landschaftsbeschwörungen sind voller Magie. Doris Runge lebt in einem Kloster an der Ostsee, was nicht heisst, dass in ihren atmeberaubend kurzen Gedichten keine Welt steckt. Marion Poschmann bringt mit ihren Versen unentdeckte Bilder hinter den Worten zum Vorschein, Nancy Hünger gibt dem Staunen über die Vorgänge in unserer Welt eine ganz eigene Stimme, und Jan Volker Röhnert aus Thüringen ist nicht nur ein Meister des Haikus. Freie Rhythmen und strenge Formen - die 4. Nacht der Poesie, eine Kooperation zwischen dem Kunsförderverein Düren und dem Deutschlandfunk, öffnet ihren Zuhörern Ohren und Augen für eine Welt hinter, über, unter und vor dem täglichen Einerlei des Redens und Quasselns.
So 27. Januar
18:30 Deutschlandradio Kultur Gilsbrod | Von Sabine Bergk
An einem kleinen Stadttheater ist der Souffleuse gekündigt worden. Wie es dazu kam, erzählt die Souffleuse selbst. Frau Gilsbrod, Diva des Hauses und Muse des Dirigenten, gerade im Begriff, ihr erstes viergestrichenes c im Fortissimo zu singen, hat sich im Text verhakt und wartet auf den Einsatz der Souffleuse. Doch die kann ihr den Text nicht geben, denn sie muss beim Anblick der Gilsbrod schrecklich lachen. Während Gilsbrod ihre Koloratur verzweifelt auf a weitersingt, steigert sich die Souffleuse in die Versatzstücke ihrer Erinnerung hinein, an ein Leben im Theater, an kleinbürgerliche und größenwahnsinnige Stadttheaterillusionen. Eine komische und zugleich abgründige Parabel.
Di 29. Januar
19:30 Deutschlandradio Kultur Stütze für den Buchhandel. Französische Sonderwege | Von Kathrin Hondl
Frankreich gehört zu den Ländern mit dem dichtesten Netz an Buchhandlungen. Und doch verschwanden unzählige Läden aus dem Quartier Latin, dem einstigen Intellektuellenviertel der Hauptstadt, weil sie - anders als Boutiquen und große Handelsketten - die Explosion der Mietpreise nicht mitmachen konnten. Die Politik hat sich ein ganzes Bündel an Fördermöglichkeiten einfallen lassen, da Bücher und Buchläden zum kulturellen Selbstverständnis der Grande Nation gehören. Diese Stütze für den Buchhandel, für freie Unternehmen also, ist ein französischer Sonderweg, der auch vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels gelobt wird. In Zeiten der weltweiten Konkurrenz durch den Online-Buchhandel vertrauen die Buchhändler Frankreichs nicht allein auf die Hilfe vom Staat: Sie haben längst eigene Strategien entwickelt wie zum Beispiel die Internetplattform lalibrairie.com, über die Online-Kunden wieder in die traditionellen Buchläden gelockt werden sollen.
Do 24. Januar
23:45 SWR Literatur im Foyer
Thea Dorn im Gespräch mit Karl Heinz Bohrer: Der Zweite Weltkrieg hat gerade begonnen: der Junge versteht noch nichts, aber er findet Granatsplitter in allen Farben - man beginnt zu tauschen, blau gegen rot, schwarz. Und dann ist da noch das Wort "Krieg". Es klingt schön, aber was bedeutet es? Karl Heinz Bohrer, einer der wichtigsten deutschen Intellektuellen, hat alle überrascht: Seine "Erzählung einer Jugend", so der Untertitel seines Buchs "Granatsplitter", ist nicht nur ein unerwarteter Verkaufserfolg, sondern auch ein gelungener Versuch, Grenzen zu erzählen.
Fr 25. Januar
20:15 arte Mobbing D 2012
Ein typischer Fall von Mobbing: Was passiert in einer Beziehung, wenn der Ehemann und Familienvater plötzlich freigestellt wird, einfach zu Hause ist und langsam resigniert? Wer hat Schuld und woran? Das Mobbing-Opfer zieht vor Gericht und die Richter geben ihm schließlich sogar Recht, aber Arbeit und Leben haben sich in der Zwischenzeit grundlegend verändert. - Das erschütternde Stück über Ausgrenzung am Arbeitsplatz und im Leben stammt von Grimme-Preisträgerin Nicole Weegmann und dem Autoren-Ehepaar Zahn: Eva und Volker A. Zahn haben den Roman von Annette Pehnt adaptiert. Ihr Schwerpunkt lag darin, die Perspektive der "nur" mittelbar Betroffenen beizubehalten.
21:45 arte Sie weint nicht, sie singt B 2010
Die Studentin Laura, 30 Jahre alt, lebt alleine im Rande Brüssels. Als ihr Vater nach einem schweren Autounfall im Koma liegt, kann sie nicht anders, als endlich mit ihrer Vergangenheit reinen Tisch zu machen. - In dem eindringlichen Drama geht es nicht vordergründig um den Inzest, sondern um den Prozess der Befreiung, den Laura durch den Dialog mit ihrem Vater, mehr aber durch den Dialog mit sich selbst erfährt. Behutsam und zurückhaltend, aber mit einer starken und überaus sensiblen Inszenierung erzählt der belgische Regisseur Philippe de Pierpont die Geschichte, die von Amélie Sarns gleichnamigem Roman inspiriert wurde.
So 27. Januar
23:35 Das Erste Druckfrisch
(Themen standen zu Redaktionsschluss noch nicht fest.)
Mo 28. Januar
23:30 BR LeseZeichen
Mit: Ulrich Mattner: "Frankfurter Bahnhofsviertel" (Henrich), David van Reybrouck: "Kongo" (Suhrkamp), Julia Benkert spricht mit Michael Köhlmeier über dessen Buch "Die Abenteuer des Joel Spazierer" (Hanser) und Gunter Hofmann: "Willy Brandt und Helmut Schmidt" (C. H. Beck)
Di 29. Januar
00:50 Das Erste Jeder stirbt für sich allein BRD 1975
Als 1940 der einzige Sohn von Otto und Anna Quangel in Frankreich fällt, engagiert sich das bis dahin unpolitische Berliner Handwerkerehepaar gegen das Nazi-Regime. Sie beginnen eine Postkarten-Aktion gegen Hitler. Schon bald kommt die Gestapo ihnen auf die Spur und sie müssen ihren Mut mit dem Leben bezahlen. - Carl Raddatz und Hildegard Knef übernahmen die Hauptrollen in dieser eindrucksvollen Verfilmung des gleichnamigen Romans von Hans Fallada.
Mi 30. Januar
00:47 arte Madame Bovary F 1991
Das Bauernmädchen Emma Rouault hat den verwitweten Landarzt Dr. Charles Bovary geheiratet. Der Provinzalltag langweilt die junge Frau zutiefst, ebenso ihr biederer, geschwätziger Ehemann. Bis sie eines Tages auf einem Ball den Gutsherrn Rodolphe Boulanger kennenlernt ... Claude Chabrols Film erzählt die Geschichte der Emma Bovary, die an dem inneren Zwiespalt zwischen ihren persönlichen Sehnsüchten und der provinziellen Enge ihres Lebens zerbricht.
Literatur im Radio
Fr 25. Januar
20:10 Deutschlandfunk Et lector in Europa Ego. Beethoven liest Johann Gottfried Seumes 'Spaziergang nach Syrakus' | Von Matthias Sträßner
"Dass Seume kein großer Dichter war, ist gewiss." Walter Benjamins Diktum kann heute als Grund dafür herhalten, warum der Dichter Johann Gottfried Seume weitgehend vergessen ist und Seume-Sätze nur noch als Geflügelte Worte aus Georg Büchmanns Zitatensammlung aufscheinen: "Wo man singt, da lass dich ruhig nieder: Böse Menschen haben keine Lieder." Vor 250 Jahren, am 29. Januar 1763, wurde Johann Gottfried Seume in Posena in der Nähe von Lützen geboren. Als Seume am 13. Juni 1810 in Teplitz starb, war sein 'Spaziergang nach Syrakus' ein in Deutschland weit verbreitetes, viel gelesenes und bewundertes Buch. Dass zu den Lesern des Buches auch Ludwig van Beethoven gehörte, ist schon deswegen anzunehmen, weil Seumes Bücher nach Beethovens Tod im Jahr 1827 in der 'Verlassenschaft' aufgeführt und von Wiener Zensoren vereinnahmt wurden. Doch was kann Beethoven an Seume interessiert haben? Standen die Bücher nur zufällig in der Bibliothek oder hat der Komponist die Werke tatsächlich gelesen?
Sa 26. Januar
20:05 Deutschlandfunk 4. Nacht der Poesie | Mit Nora Bossong, Manfred Peter Hein, Doris Runge, Nancy Hünger, Günter Kunert, Marion Poschmann und Jan Volker Röhnert
Die Jüngste, Nora Bossong, ist 1982 geboren, der Älteste, Günter Kunert, ist Jahrgang 1929. 53 Lebensjahre liegen zwischen diesen beiden hervorragenden Vertretern zeitgenössicher Poesie. Und doch verbindet sie eines: ein präziser, poetischer Umgang mit Sprache, die die Natur zum Leuchten und Dämmern, den uns umgebenden Lärm zum Klingen bringt. Auch die anderen Poeten dieser Nacht der Lyrik sind herausragende Autoren, die zu hören etwas anderes ist als nur zu lesen. Manfred Peter Hein, 1931 in Ostpreußen geboren, lebt schon viele Jahrzehnte in Finnland, seine Landschaftsbeschwörungen sind voller Magie. Doris Runge lebt in einem Kloster an der Ostsee, was nicht heisst, dass in ihren atmeberaubend kurzen Gedichten keine Welt steckt. Marion Poschmann bringt mit ihren Versen unentdeckte Bilder hinter den Worten zum Vorschein, Nancy Hünger gibt dem Staunen über die Vorgänge in unserer Welt eine ganz eigene Stimme, und Jan Volker Röhnert aus Thüringen ist nicht nur ein Meister des Haikus. Freie Rhythmen und strenge Formen - die 4. Nacht der Poesie, eine Kooperation zwischen dem Kunsförderverein Düren und dem Deutschlandfunk, öffnet ihren Zuhörern Ohren und Augen für eine Welt hinter, über, unter und vor dem täglichen Einerlei des Redens und Quasselns.
So 27. Januar
18:30 Deutschlandradio Kultur Gilsbrod | Von Sabine Bergk
An einem kleinen Stadttheater ist der Souffleuse gekündigt worden. Wie es dazu kam, erzählt die Souffleuse selbst. Frau Gilsbrod, Diva des Hauses und Muse des Dirigenten, gerade im Begriff, ihr erstes viergestrichenes c im Fortissimo zu singen, hat sich im Text verhakt und wartet auf den Einsatz der Souffleuse. Doch die kann ihr den Text nicht geben, denn sie muss beim Anblick der Gilsbrod schrecklich lachen. Während Gilsbrod ihre Koloratur verzweifelt auf a weitersingt, steigert sich die Souffleuse in die Versatzstücke ihrer Erinnerung hinein, an ein Leben im Theater, an kleinbürgerliche und größenwahnsinnige Stadttheaterillusionen. Eine komische und zugleich abgründige Parabel.
Di 29. Januar
19:30 Deutschlandradio Kultur Stütze für den Buchhandel. Französische Sonderwege | Von Kathrin Hondl
Frankreich gehört zu den Ländern mit dem dichtesten Netz an Buchhandlungen. Und doch verschwanden unzählige Läden aus dem Quartier Latin, dem einstigen Intellektuellenviertel der Hauptstadt, weil sie - anders als Boutiquen und große Handelsketten - die Explosion der Mietpreise nicht mitmachen konnten. Die Politik hat sich ein ganzes Bündel an Fördermöglichkeiten einfallen lassen, da Bücher und Buchläden zum kulturellen Selbstverständnis der Grande Nation gehören. Diese Stütze für den Buchhandel, für freie Unternehmen also, ist ein französischer Sonderweg, der auch vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels gelobt wird. In Zeiten der weltweiten Konkurrenz durch den Online-Buchhandel vertrauen die Buchhändler Frankreichs nicht allein auf die Hilfe vom Staat: Sie haben längst eigene Strategien entwickelt wie zum Beispiel die Internetplattform lalibrairie.com, über die Online-Kunden wieder in die traditionellen Buchläden gelockt werden sollen.
24.01.2013 09:58:57
(9886 Beiträge)
unglaublich ... schon fast wieder Wochenende? Danke fürs posten liebe maibowle :)
24.01.2013 10:10:35
(9886 Beiträge)
am Samstag 26.01. kommt auf sixx um 20:15 Uhr übrigens Die Geisha!
24.01.2013 11:38:15

