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! Bitterböser Thread !
Beitrag
erstellt am
Mitglied gelöscht
ich will auch hier noch mal meinen frust loswerden, denn dieses buch, das ich zum letzten geburtstag geschenkt bekam, verdient eigentlich einen verriss, aber ich habe es nach 100 seiten in die ecke gepfeffert (naja, vorsichtig weggelegt, vielleicht werde ich es hier ja noch los;-), trotzdem ein eindruck:
timur vermes, er ist wieder da
schicke covergestaltung, hat sicher viel zum erfolg beigetragen, auch von der haptik ein schönes hardcover. die ersten seiten, hitlers erwachen im berlin der jetztzeit machen spaß, "hitlerjunge ronaldo" und die achse berlin-istanbul gehören zu den gelungeneren gags. aber dann wirds ärgerlich. den gag mit dem "spiegel" verzeihe ich dem autor schon kaum (hitler steht in einem kiosk, fragt nach einem spiegel, um sein äußeres zu kontrollieren, und erhält den hinweis auf die zeitschrift, auf der zufällig gerade sein konterfei prangt. der autor tut dann so, als würde der ansonsten schnell schaltende hitler dies mit einem echten spiegel verwechseln), aber spätestens wenn der führer anfängt fernzusehen und dabei übereinstimmung zwischen figur und lesermeinung über eine schelte des nachmittagsprogramms hergestellt werden soll, wirds unerträglich. eine mediensatire, die mit karikaturen von ingo lenssen, barbara salesch und anderen pseudo-doku-gestalten glänzen will, ist extrem ausgelutscht und überhaupt nicht lustig. dazu ein kleiner lapsus, der mich aber nervt: hitler sieht die faz und freut sich an der "deutschen schrift", obwohl er selbstfederführend im verbot der fraktur war. und als dann noch die medienschelte durch eine einsatzbesprechung bei einer produktionsgesellschaft angeheizt werden soll, hat es mir endgültig gereicht...
untragbar, unlustig, bitte nicht kaufen!!
ich bin froh, dass ich nicht noch die politiker-karikaturen lesen musste, die nach anderen rezensionen ja später noch kommen (immer wieder werden sigmar gabriel und renate künast genannt). das ist insgesamt billigste stimmungsmache, man fängt mit konsensfähigen kritikpunkten die leute ein, die sich dann über sich selber ein bisschen gruseln dürfen, dass sie mit hitler einer meinung sind.
timur vermes, er ist wieder da
schicke covergestaltung, hat sicher viel zum erfolg beigetragen, auch von der haptik ein schönes hardcover. die ersten seiten, hitlers erwachen im berlin der jetztzeit machen spaß, "hitlerjunge ronaldo" und die achse berlin-istanbul gehören zu den gelungeneren gags. aber dann wirds ärgerlich. den gag mit dem "spiegel" verzeihe ich dem autor schon kaum (hitler steht in einem kiosk, fragt nach einem spiegel, um sein äußeres zu kontrollieren, und erhält den hinweis auf die zeitschrift, auf der zufällig gerade sein konterfei prangt. der autor tut dann so, als würde der ansonsten schnell schaltende hitler dies mit einem echten spiegel verwechseln), aber spätestens wenn der führer anfängt fernzusehen und dabei übereinstimmung zwischen figur und lesermeinung über eine schelte des nachmittagsprogramms hergestellt werden soll, wirds unerträglich. eine mediensatire, die mit karikaturen von ingo lenssen, barbara salesch und anderen pseudo-doku-gestalten glänzen will, ist extrem ausgelutscht und überhaupt nicht lustig. dazu ein kleiner lapsus, der mich aber nervt: hitler sieht die faz und freut sich an der "deutschen schrift", obwohl er selbstfederführend im verbot der fraktur war. und als dann noch die medienschelte durch eine einsatzbesprechung bei einer produktionsgesellschaft angeheizt werden soll, hat es mir endgültig gereicht...
untragbar, unlustig, bitte nicht kaufen!!
ich bin froh, dass ich nicht noch die politiker-karikaturen lesen musste, die nach anderen rezensionen ja später noch kommen (immer wieder werden sigmar gabriel und renate künast genannt). das ist insgesamt billigste stimmungsmache, man fängt mit konsensfähigen kritikpunkten die leute ein, die sich dann über sich selber ein bisschen gruseln dürfen, dass sie mit hitler einer meinung sind.
25.06.2013 10:25:47
Mitglied gelöscht
Das haucht dem Thread wieder Leben ein. :-) Der Schenker wird es hoffentlich verkraften. So etwas ahnt man schon bei zwei Zeilen Klappentext, Godwin's Law Futter zudem.
25.06.2013 20:04:47
Mitglied gelöscht
habe gerade festgestellt, dass ich hier vor knapp acht jahren das erste mal einen beitrag geschrieben habe (und mich über dan brown und wolfirgendwas fleischhauer echauffierte)! krasse kiste...
25.06.2013 23:41:18
Mitglied gelöscht
Das ist ziemlich genau der Zeitpunkt gewesen als ich Mitglied bei Tauschticket geworden bin. Dieser Thread hier war einer der Gründe.
26.06.2013 03:00:21
Mitglied gelöscht
Danke, greentree, Du hast mir Geld gespart. Um das Buch schleiche ich schon lange herum, war aber unsicher. Dein Beitrag bietet mir fundierte Gründe, es nicht zu tun.
26.06.2013 09:31:01
Mitglied gelöscht
Also, es zu kaufen, meine ich ...
26.06.2013 09:31:25
Mitglied gelöscht
du kannst es bei mir tauschen, sabine;-)) bin froh, dass ich da hilfreich sein konnte. dann hat sich die stunde lesezeit auf jeden fall schon mal gelohnt irgendwie! :-)
26.06.2013 12:35:14
(34860 Beiträge)
er ist wieder da !
-.. der Thread
*freufreu*
(sorry, ich stehe auf Kalauer).
danke für die Verrisse !
-.. der Thread
*freufreu*
(sorry, ich stehe auf Kalauer).
danke für die Verrisse !
26.06.2013 14:37:07
Mitglied gelöscht
der hitler-kritik mich anschließe. ich habs aber zuende gelesen ;)
Der Anfang ist gut, dann lässt es nur noch nach, das Ende ist ärgerlich: keine richtige Auflösung, keine Erklärung, nix passiert. Das ganze Buch ein einziger Monolog mit abgelutschten Witzen über Politiker und das moderne Fernsehleben. Zwischendurch Widersprüche: Hitler findet sich mit Leichtigkeit im modernen Leben zurecht, Fernsehen, Computer, Internet bringt er sich alles in kürzester Zeit bei. Anscheinend geistig sehr wendig. Nur scheint er dann den einfachen Sachverhalt, dass er einen anderen Namen braucht nicht zu begreifen, bzw. begreift nicht, warum die Leute - wenn er seinen Namen sagt, immer fragen, wie er denn nun wirklich heiße.
insgesamt eher ein laues Buch.
Der Anfang ist gut, dann lässt es nur noch nach, das Ende ist ärgerlich: keine richtige Auflösung, keine Erklärung, nix passiert. Das ganze Buch ein einziger Monolog mit abgelutschten Witzen über Politiker und das moderne Fernsehleben. Zwischendurch Widersprüche: Hitler findet sich mit Leichtigkeit im modernen Leben zurecht, Fernsehen, Computer, Internet bringt er sich alles in kürzester Zeit bei. Anscheinend geistig sehr wendig. Nur scheint er dann den einfachen Sachverhalt, dass er einen anderen Namen braucht nicht zu begreifen, bzw. begreift nicht, warum die Leute - wenn er seinen Namen sagt, immer fragen, wie er denn nun wirklich heiße.
insgesamt eher ein laues Buch.
03.07.2013 07:16:57
Mitglied gelöscht
Schöner Kommentar von Denis Scheck dazu: Ein zu Tode gerittener Partygag.
30.10.2013 06:51:44
(34860 Beiträge)
warum auch nicht, heutzutage, muss man kein gutes Buch schreiben, heutzutage konzentriert man sich auf guten Titel, gutes Cover, zündende Idee und gutes Marketing. Looser, wer als Autor nur Ideen verarbeitet, zu denen er auch ein brauchbares Buch bieten kann. Schade, dass die gute Grundidee nun "verwurstet" ist.
31.10.2013 18:57:29
(14224 Beiträge)
ich muß jetzt auch mal wieder auslassen!
habe mir von stephen king,diesen weiterführenden Roman von shining gekauft.
da ich ja shining s...gut fand,konnte ich einfach nicht anders.
aber ich hätte es besser gelassen.
ist das buch sooo langweilig.king kann es einfach nicht mehr.schade drum.dennoch
werde ich es zu ende lesen,einfach weil es ein teures buch war.
habe mir von stephen king,diesen weiterführenden Roman von shining gekauft.
da ich ja shining s...gut fand,konnte ich einfach nicht anders.
aber ich hätte es besser gelassen.
ist das buch sooo langweilig.king kann es einfach nicht mehr.schade drum.dennoch
werde ich es zu ende lesen,einfach weil es ein teures buch war.
23.11.2013 18:25:33
Mitglied gelöscht
OT, aber dringend nötig:
*Schubs*
*Schubs*
23.02.2014 17:07:48
Mitglied gelöscht
lest mehr schlechte bücher! ;)
23.02.2014 19:39:08
Mitglied gelöscht
I'll do my very best.
23.02.2014 19:52:59
Mitglied gelöscht
Liebe Frau George,
seit fast 25 Jahren begleiteten mich Lynley und Havers.
Gestern hatte ich mich endlich durch "Just One Evil Act" durchgekämpft und festgestellt, dass es Zeit für den Abschied ist.
Ich fand zunächst Ihre Idee sehr gut, einen Teil des Romans in Italien spielen zu lassen. Beim Lesen kam mir leider immer häufiger der Gedanke "Google Street View hab ich selber".
Ihre Italienisch-Kenntnisse sind zwar beeindruckend, aber die Verwendung der Worte "mercato" oder "focaccia alle cipolle" oder "Tutti per 1 Euro" allein lässt keinen italienichen Markt vor den Augen des Lesers lebendig werden.
Genau so farblos wie die Umgebung blieben die handelnden Personen. Sie schienen allesamt ganz tief unten aus der Klischee-Kiste hervorgeholt worden zu sein. Ich habe zwar nicht unbedingt etwas gegen Klischees, Donna Leons Vice-Questore Patta ist ein wunderschönes Beispiel für einen eitlen und mental eher übersichtlich ausgestatteten italienischen Vorgesetzten.
Ihr Magistrato Fanucci ist dagegen eine Karikatur. Das haben die Italiener nicht verdient, nicht mal die, die Berlusconi gewählt haben.
Die Klischees waren aber nicht nur in Italien zu finden. In London schienen der schmierige Privatdetektiv, der es mit den Gesetzen nicht so genau nimmt, der notgeile Computernerd und Superwoman, die junge Universitätsabsolventin im dreiteiligen Herrenanzug mit mehreren Jahren Auslandserfahrung, die nebenher Triathlon betreibt und Männer flachlegt, geradewegs aus der Horrorecke von Madam Tussauds entsprungen zu sein.
Übertroffen wurden die drei noch vom Tabloid-Reporter im Cowboy-Anzug, der in endlosen Wiederholungen mit Havers immer wieder die gleiche Szene spielte, in der gefühlte hundertmal der Satz "It doesn't work this way" vorkam.
Und nun komme ich zum größten Ärgernis des Buches: Barbara Havers. Es ist für mich unvorstellbar, dass sie, die sich doch 17 Bände lang kontinuierlich weiterentwickelt hatte, plötzlich schlimmer ist als am Anfang der Reihe.
Havers ist vielleicht eigenwillig, voreingenommen, hat ein Problem mit Autoritäten und findet jeden Fettnapf. Aber sie ist nicht dumm. Und in diesem Roman sieht sie ziemlich dumm aus, so wie sie die Fakten ignoriert oder sich vom Schmuddelreporter an der Nase rumführen lässt.
Ich weiß nicht, ob es lustig sein sollte, dass sie treffsicher immer ein Logo-T-Shirt mit blödem Spruch ganz aus Versehen angezogen hatte, wenn sie zu ihrer Vorgesetzten zitiert wurde, glaubhaft wirkte es jedenfalls nicht.
Trotzdem hatte das Buch auch seine positiven Seiten: Eine war die Seite 649, auf der eine amüsante Unterhaltung zwischen dem italienischen Kommissar und Barbara stattfand, in der er die Ausdrücke "Too bloody right" und "Sod it" lernte.
Die andere war die Seite 504, auf der Deborah vorkam und die Tatsache, dass sie nur auf dieser Seite vorkam.
Zum Abschied müchte ich mich bei Ihnen bedanken, nicht für dieses Buch aber für viele andere aus der Reihe, die mir großes Vergnügen bereitet haben.
Mit freundlichen Grüßen
Ihre Ex-Leserin Kerela
seit fast 25 Jahren begleiteten mich Lynley und Havers.
Gestern hatte ich mich endlich durch "Just One Evil Act" durchgekämpft und festgestellt, dass es Zeit für den Abschied ist.
Ich fand zunächst Ihre Idee sehr gut, einen Teil des Romans in Italien spielen zu lassen. Beim Lesen kam mir leider immer häufiger der Gedanke "Google Street View hab ich selber".
Ihre Italienisch-Kenntnisse sind zwar beeindruckend, aber die Verwendung der Worte "mercato" oder "focaccia alle cipolle" oder "Tutti per 1 Euro" allein lässt keinen italienichen Markt vor den Augen des Lesers lebendig werden.
Genau so farblos wie die Umgebung blieben die handelnden Personen. Sie schienen allesamt ganz tief unten aus der Klischee-Kiste hervorgeholt worden zu sein. Ich habe zwar nicht unbedingt etwas gegen Klischees, Donna Leons Vice-Questore Patta ist ein wunderschönes Beispiel für einen eitlen und mental eher übersichtlich ausgestatteten italienischen Vorgesetzten.
Ihr Magistrato Fanucci ist dagegen eine Karikatur. Das haben die Italiener nicht verdient, nicht mal die, die Berlusconi gewählt haben.
Die Klischees waren aber nicht nur in Italien zu finden. In London schienen der schmierige Privatdetektiv, der es mit den Gesetzen nicht so genau nimmt, der notgeile Computernerd und Superwoman, die junge Universitätsabsolventin im dreiteiligen Herrenanzug mit mehreren Jahren Auslandserfahrung, die nebenher Triathlon betreibt und Männer flachlegt, geradewegs aus der Horrorecke von Madam Tussauds entsprungen zu sein.
Übertroffen wurden die drei noch vom Tabloid-Reporter im Cowboy-Anzug, der in endlosen Wiederholungen mit Havers immer wieder die gleiche Szene spielte, in der gefühlte hundertmal der Satz "It doesn't work this way" vorkam.
Und nun komme ich zum größten Ärgernis des Buches: Barbara Havers. Es ist für mich unvorstellbar, dass sie, die sich doch 17 Bände lang kontinuierlich weiterentwickelt hatte, plötzlich schlimmer ist als am Anfang der Reihe.
Havers ist vielleicht eigenwillig, voreingenommen, hat ein Problem mit Autoritäten und findet jeden Fettnapf. Aber sie ist nicht dumm. Und in diesem Roman sieht sie ziemlich dumm aus, so wie sie die Fakten ignoriert oder sich vom Schmuddelreporter an der Nase rumführen lässt.
Ich weiß nicht, ob es lustig sein sollte, dass sie treffsicher immer ein Logo-T-Shirt mit blödem Spruch ganz aus Versehen angezogen hatte, wenn sie zu ihrer Vorgesetzten zitiert wurde, glaubhaft wirkte es jedenfalls nicht.
Trotzdem hatte das Buch auch seine positiven Seiten: Eine war die Seite 649, auf der eine amüsante Unterhaltung zwischen dem italienischen Kommissar und Barbara stattfand, in der er die Ausdrücke "Too bloody right" und "Sod it" lernte.
Die andere war die Seite 504, auf der Deborah vorkam und die Tatsache, dass sie nur auf dieser Seite vorkam.
Zum Abschied müchte ich mich bei Ihnen bedanken, nicht für dieses Buch aber für viele andere aus der Reihe, die mir großes Vergnügen bereitet haben.
Mit freundlichen Grüßen
Ihre Ex-Leserin Kerela
28.03.2014 17:24:32
Mitglied gelöscht
Autsch. Wenn das so schlimm ist, sollte Elizabeth George die Reihe wohl besser beenden.
Magst du Deborah nicht? Früher auch schon nicht? Für mich ist sie der Grund, die ungelesenen Bücher noch zu behalten. Da sie in der Fernsehserie nicht vorkam, will ich lesen, wie es ihr weiter ergeht. Irgendwann.
Oder? Ich zweifele jetzt ein bisschen.
Magst du Deborah nicht? Früher auch schon nicht? Für mich ist sie der Grund, die ungelesenen Bücher noch zu behalten. Da sie in der Fernsehserie nicht vorkam, will ich lesen, wie es ihr weiter ergeht. Irgendwann.
Oder? Ich zweifele jetzt ein bisschen.
28.03.2014 18:24:58
Mitglied gelöscht
An und für sich ist die Figur der Deborah nicht mal so übel. Sie sollte nur sparsamer eingesetzt werden. Wenn dauernd (so etwa in jedem zweiten Band) ihr Kummer über ihre Kinderlosigkeit thematisiert wird, nervt es fürchterlich. In "Believing the Lie" spielt das Thema wieder eine zentrale Rolle. Deborah agiert dabei absolut hirnrissig und unüberlegt.
28.03.2014 18:32:44
Mitglied gelöscht
Wenn sie sich so blöd benimmt, will ich das nicht lesen. Bis zu welchem Band ist die Reihe denn gut?
28.03.2014 18:39:24
Mitglied gelöscht
Die ersten fand ich alle gut. Dann war immer wieder mal ein Ausreißer dabei. Ich glaube, ich mach mal eine Liste und maile sie dir. Eines, in dem Deborah die Hauptrolle gespielt hat und das ich ganz gut fand, ist "A place of hiding". Das spielt auf Guernsey, und da hatte die George durchaus verstanden, die Atmosphäre der Kanalinseln dem Leser zu vermitteln.
28.03.2014 18:55:41


