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Universal-Thread: Was dir gerade so stinkt

 
Beitrag
erstellt am
scooterlady

scooterlady

(8771 Beiträge)

Wir buchen über Check24 meistens pauschal. Klappte bislang immer.
09.05.2026 01:01:15
maylena

maylena

(14014 Beiträge)


@ Buga:

Auf der Seite der Barmer steht, dass sich Festbeträge der Medikamente 2x im Monat ändern können und dass dadurch höhere Zuzahlungen entstehen könnten.

Der Arzt sollte dann ein anderes Medikament mit den gleichen Inhaltsstoffen wählen oder eins mit anderen Inhaltsstoffen, das ähnlich wirkt.

Die Arztpraxis müsste den Patienten aber darüber informieren, wenn er mehr als die normale Zuzahlung zahlen müsste.

Das ist natürlich nicht passiert - in unserer Praxis funktioniert kaum noch etwas, seitdem sie an eine Firma verkauft wurde.
09.05.2026 01:27:21
Mikey70

Mikey70

(77 Beiträge)

Mein Psychiater ist auch angestellt. Es ist auch eine große Firma mit mehreren angestellten Ärzten.
Das Schlimme: Es gibt keine Möglichkeit der Kontaktaufnahme, am Telefon wird man durch KI abgewimmelt, keine Möglichkeit, zur Anmeldung durchzukommen, geschweige denn zum Arzt, oder einen Rückruf zu bekommen. Und das in so einem medizinischen Bereich. Nur Gewinnmaximierung.

Es wird wirklich immer schlimmer, der Mensch mit seinen Bedürfnissen steht nicht mehr im Fokus.
09.05.2026 09:26:04
pescalune

pescalune

(17052 Beiträge)

Mein Mann hatte Herzinfarkt, Gehirnblutung, hat sämtliche Ersatzteile einoperiert und soll alle halbe Jahr zum Kardiologen zur Überprüfung von Schrittmacher, Defi etc.
Nachdem ich diese Woche Überweisung von der Hausärztin hatte, war sein Kommentar: Was die Hausärzte immer wollen... die Zeit haben wir gar nicht und bezahlen tut uns das niemand....wann waren Sie denn letztes Mal bei uns?
Ich bin dann geplatzt: 1. ich steh wiedermal zwischen zwei Ärzten und werde von beiden angemeckert und 2, hatte ich letztes Jahr selbst KrebsOP, Chemo und Bestrahlungen und weiß nicht, wann Sie die letzte Untersuchung gemacht haben, auch wenn ich wahrscheinlich dabei war!
Und siehe da, plötzlich konnte er alle geforderten Untersuhungen machen. Alles ist gut, der Zustand meines Mannes hat sich seit Wechsel des Schrittmachers und einsetzen des Defi verbessert, dann bis zur nächsten Unteruchung und tschüss.

Und jetzt der Hammer: nächster freier Termin zur 6 monatigen Untersuchung: August 2027!!

Also werde ich in ca 6 Monaten gezwungen sein, meinen Mann in die Kardiologie der Uniklinik zu bringen (es geht ihm dann halt nicht gut) damit da dann die Überprüfung von Schrittmacher und Defi stattfinden. Die werden mir dann wieder sagen, ich soll zum Kardiologen...
09.05.2026 11:38:17
Mikey70

Mikey70

(77 Beiträge)

Das tut mir so leid.
Wenn man dann noch psychisch krank ist, kann man gleich aus dem Fenster springen.
Ich weiß nicht, wo das in diesem Land noch hinführen soll.
Alles Gute für dich und deinen Mann.
09.05.2026 11:48:59
Dukatenfalter

Dukatenfalter

(127 Beiträge)

Das mit diesen Medikamenten ist nichts neues. Wenn ein Patient nur ein bestimmtes Medikament verträgt, dann muß der Artzt, das auf dem Rezept vermerken. Sonst gib die Apotheke ein Medikament mit dem selben Wirkstoff.
09.05.2026 13:04:00
janarobi

janarobi

(26639 Beiträge)

Ich habe gerade die letzten Wochen vor ihrer Niederkunft eine noch nicht so gut deutsch sprechende Schwangere betreut und begleitet, der ich eigentlich nur Sprachunterricht gebe. Es war niederschmetternd was ich da miterlebt habe. Um ein Haar wäre das Baby gestorben, weil nur nach Profit gearbeitet wurde und warnende Hinweise im CTG schlicht ignoriert wurden. Die Mutter wurde kurz nach einem Notkaiserschnitt wieder entlassen. Kippte dann logischerweise zu Hause unter Schmerzen um. Es gab auch keine Hebammenbetreung. Keiner war letzlich zuständig.
Ich habe mittlerweile einen unabhängigen Kinderarzt gefunden, der war entsetzt.
09.05.2026 13:55:08
pescalune

pescalune

(17052 Beiträge)

Die Tochter meiner Freundin ist Hebamme. Sie ist vor ein paar Jahren in eine ostdeutsche Stadt gezogen und hat sich als Hebamme mit eigener Praxis selbstständig gemacht. Die gibt sie jetzt wieder auf - nicht weil sie keine schwangeren Patientinnen bekommt - nein, weil sie so hohe Versicherungskosten hat, daß es sich nicht lohnt und sie die Kosten einfach nicht decken kann. Davon Leben sowieso nicht.
Echt traurig, weil sie mit soviel Enthusiasmus diesen Beruf ergriffen hat und so viel Liebe in das Ganze gesteckt hat.
09.05.2026 17:50:27
Buga11

Buga11

(104441 Beiträge)

@Dukatenfalter,
So ist es
09.05.2026 20:36:29
tigercat666

tigercat666

(203047 Beiträge)

das Gesundheitswesen ist am A....

Jana, keine Hebamme bei der Geburt? Das ist D gar nicht erlaubt um die Betreuung durch eine Hebamme vor und nach der Geburt muss man sich selber kümmern, eine zu finden die noch Kapazitäten hat, steh natürlich auf einem ganz anderen Blatt, wer tut sich das auch noch an, nicht wegen der eigentlichen Arbeit, sondern wegen der Bürokratie und besonders die Versicherung ist immens hoch.
10.05.2026 05:33:34
scooterlady

scooterlady

(8771 Beiträge)

Es gibt Gesetze für alles... Ob die umsetzbar sind, steht auf einem ganz anderen Papier.
Papier ist geduldig.
Mir steht ein Pflegegrad zu. Der wurde einfach vom Tisch gefegt vom Gutachter.
Der war ein junger Schnösel, den nichts interessierte.
Alles ganz großer Mist.
Mir steht Geld für eine bestimmte Therapie zu. Wartezeit 1 Jahr (Bearbeitung).
Brauche ich das dann noch?
Alles ganz bescheiden.
Aber Tabletten, die gibt es massig.
10.05.2026 06:39:12
javaline

javaline

(13983 Beiträge)

> "Aber Tabletten, die gibt es massig."

Nein, gibt es nicht!
Viele wichtige Medikamente fehlen zur Zeit an allen Ecken und Enden. Oft sind sie nicht lieferbar, oder wie bei mir, das einzige Akutmittel, dass ich bei Migräne nehmen darf und das einigermaßen wirkt, wurde vom Markt genommen, wegen fehlender Wirtschaftlichkeit. (Raywov, fFrma Lilly) :-(
10.05.2026 12:23:30
Buga11

Buga11

(104441 Beiträge)

oh, das ist übel, javaline.

das Mittel kenne ich gar nicht, bin derzeit bei sumatriptan, habe vorher Maxalt genommen, das wirkte irgendwannn nicht mehr.

Ich hatte jetzt im Urlaub 1 Packung dabei, dachte dann, das reicht mir nicht, weil ich schon mit Migräne angekommen bin.
Bin dann in Griechenland mit der Packung in eine Apotheke und er gab mir Imigran 2 Tabletten zu je 100mg.Wäre der gleiche Wirkstoff. Und fragte dann, ob ich 2 Packungen haben wollte.
wollte ich. Hab dann mal gegoogelt und gelesen, dass die in Deutschland verschreibungspfllichtig sind.
10.05.2026 16:37:43
javaline

javaline

(13983 Beiträge)

@Buga Bei den Triptanen gibt es glücklicherweise eine ganze Reihe Ausweichmöglichkeiten. Hoffentlich hast Dir die Migräne nicht den Urlaub verdorben.
"Mein" Medikament wurde speziell für Leute entwickelt, die Schlaganfälle oder Herzinfarkte in der Vorgeschichte haben. Das sind wohl zu wenige, damit sich das Medikament "rechnet". Immerhin habe ich (endlich!) eine halbwegs funktionierende Prophylaxe. Das ist viel wert.

Ich möchte gar nicht wissen, wie schlecht Menschen mit sehr seltenen Krankheiten dran sind, die spezielle Medikamente gebrauchen könnten. Diese Leute sind ja vermutlich auch keine "wirtschaftliche Größenordnung".
10.05.2026 16:52:06
Buga11

Buga11

(104441 Beiträge)

Nochmal zu den Kosten.

Meine Tochter hatte damals im Rettungsdienst gearbeitet und ist Krankenwagen gefahren.
Sie erzählte von Einsätzen, die wirklich unnötig waren. Das kostet alles Geld.
Eine Bekannte sagte mal, wenn sie Schmerzen hätte, würde sie nicht zum Arzt, sondern bis Freitag abend warten und dann den Notarzt anrufen. Beim Arzt müsse man ja so lange warten.
Tja, das hat sie 3 x gemacht und dann hat es Ärger gegeben. Sie solle gefälligst zum Hausarzt gehen.
Und dann lag sie irgendwann mit einem Oberschenkelhalsbruch da und die haben abgelehnt zu kommen.

Ich habe mal geholfen ein Haus zu räumen nach dem Tod der Bewohnerin.
In 2 Schubladen stapelten sich verschreibungspflichtige Medikamente, volle Packungen alle abgelaufen.

Ich hab meinen Hausarzt mal gefragt, ob diejenigen, die stark übergewichtig wären, keine Angst hätten, einen Schlaganfall zu bekommen ( ich hatte wenige Tage vorher einen Augeninfarkt und hatte tierische Angst, dass das nochmal passiert, obwohl ich nicht übergewichtig bin und auch sonst alles soweit ok ist)

Antwort: oh doch, da sitzen sie vor mir, mit bildlich gesehen einem Berg Tabletten und sagen es ginge ihnen nicht gut, ob es nicht noch ein zusätzliches Medikament gäbe.

Vielleicht mal den Lebensstil überdenken?

Ich schreibe das hier allgemein, es bezieht sich nicht auf irgendwelche vorherigen Beiträge.
Es sind aber meine Gedanken, die ich cshon länger habe
10.05.2026 17:03:47
Buga11

Buga11

(104441 Beiträge)

javaline,
es ging ganz gut im Urlaub, dank der Triptane.
es heißt ja immer, nach den Wechseljahren hört die Migräne oft auf. Stimmt bei mir nicht.
Ab 65 sollte man vorsichtig sein mit den Triptanen. Tja...
Aber ich habe erst kürzliche gelesen, dass nicht die Triptane schuld wären an Schlaganfällen, sondern dass Migränepatienten generell mehr gefährdet sind auch ohne Triptane.
Ich muss das nächste Mal meinen Arzt fragen
10.05.2026 17:07:05
javaline

javaline

(13983 Beiträge)

Die Triptane sind definitiv nicht schuld an Schlaganfällen, @Buga.
Aber es stimmt, wenn man Migräne hat, dann hat man ein leicht!! erhöhtes Schlaganfallrisiko, besonders bei Migräne mit Aura. Das Risiko ist aber nicht extrem hoch nur wegen der Migräne.

Ich persönlich hatte nur bereits 3 Schlaganfälle (immer mit Migräne) und deshalb sind die Triptane für mich kontraindiziert.

Über 65 bin ich natürlich auch. :-) Das heißt aber für die Triptane nicht viel. Eigentlich nur, dass Triptane nicht bei Patienten über 65 getestet wurden. Die Studien wurden mit jüngeren Probanden durchgeführt.
Wegen des Augeninfarkts würde ich an Deiner Stelle nochmal genau nachfragen.

Nach den Wechseljahren kann die Migräne, wenn man Glück hat, besser werden. Aber oft wird sie genau dann schlechter. :-(
10.05.2026 17:30:34
Mikey70

Mikey70

(77 Beiträge)

Buga11: Gerade wer auf Antidepressiva angewiesen ist weiß, dass es oft ein sehr langer Weg ist, bis man das richtig wirkende Medikament gefunden hat. Da kann es sehr sehr schnell passieren, dass sich verschreibungspflichtige Medikament zuhause ansammeln, die man nicht nehmen kann.
Mein alter Psychiater hat die gern genommen und anderen Patienten, die umzustellen waren, zum Ausprobieren gegeben, statt gleich ein Rezept auszustellen mit dem Risiko, dass es ein Schuss in den Ofen wird. (Ähnlich wie die Hausärzte, die ja oft Probepackungen von Firmen haben. )
Mein jetziger Psychiater hat keine Lust, "sich damit zu belasten ". Apotheken sind auch nicht mehr verpflichtet, die zurückzunehmen. Offiziell vorgesehener Entsorgungsweg: Mülltonne.

10.05.2026 19:14:05
Buga11

Buga11

(104441 Beiträge)

Javaline,
Ich hatte schon mit meinem Hausarzt darüber gesprochen. Er meinte ich würde die ja so oft nicht nehmen.
Manchmal hab 2 oder 3 Monate nix, und dann einen 6 Tage langen Anfall.
Ich habe auch ein Prophylaktikum und so schwer wie früher sind die Anfälle nicht mehr ( als ich nur über der Kloschüssel hing) aber 6 Tage Dauerschmerz ist dann doch schwer aushaltbar. Besonders nachts wenn man schlafen will.
10.05.2026 20:20:18
Buga11

Buga11

(104441 Beiträge)

Mikey70
Das mag sein, ich habe auch abgebrochene Blutdrucktabletten gehabt, weil ich die dann doch absetzen musste.

Aber die Schublade der alten Dame war voll mit Ibuprofen 600. Alle noch voll und abgelaufen, dann Aspirin, das Gleiche, und noch einiges was ich mir nicht gemerkt habe.
Nun kann es natürlich sein, dass die Dame nicht mehr wusste, dass sie einen Vorrat hat, und neu Vers treiben ließ. Die hatte am Ende auch Alzheimer. Das können die Patienten am Anfang noch vertuschen, weil die klaren Zeiträume überwiegen.

Ich wollte nur mal so aufzählen, was die Krankenkassen so alles bezahlen müssen. Oft für nix.

Nun soll ja dann die Zuckersteuer eingeführt werden. Find ich gut, obwohl ich gerne Eis und,Schokolade esse. -:)
Wir sind eine Wohlstandsgesellschaft und wenn ich sehe was die Schüler sich in der Mittagspause bei Aldi kaufen...das ist nicht gesund.
Und es gibt bei uns viel zu viele dicke Kinder.
10.05.2026 20:30:20
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