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Utopien
Beitrag
erstellt am
(7390 Beiträge)
Oh, da gibt es aber noch viele! Ich nenne mal die, die ich erwähnenswert finde:
Die Hyperion-Gesänge von Dan Simmons:
Eine groß angelegte Science-Fiction-Saga über das Leben der Menschheit im 26. Jahrhundert: Die Erde ist vernichtet, die Menschen haben sich über mehr als 200 Planeten verstreut. Gleichzeitig haben sich im "Core" genannten, Welten umspannenden Computerverbund künstliche Intelligenzen (KIs) entwickelt und sich zu den heimlichen Herrschern über die Welt erhoben...
Weltensturm von Scott Westerfeld:
Ein galaktisches Imperium, das sich gegen eine dunkle Bedrohung wehren muss. Eine Gesellschaft der fernen Zukunft, die kurz vor dem Zerfall steht. Eine mysteriöse Bruderschaft, die mit allen Mitteln nach der Macht greift. Und ein Held wider Willen...
noch ziemlich neu:
Ewigkeit von Alastair Reynolds:
Vierhundert Jahre in der Zukunft: Verity Auger ist eine junge Archäologin, spezialisiert auf die Überreste der menschlichen Zivilisation auf der Erde. Doch nach einer Expedition auf den Planeten, der in Folge einer verheerenden Katastrophe nun weitgehend unbewohnbar ist, nimmt ihr Leben eine ungeahnte Wendung: Wissenschaftler entdecken eine Alternativ-Erde, in der die Geschichte ganz anders verlaufen ist. Und Verity ist die einzige, die für einen Besuch dieser seltsamen Welt in Frage kommt ...
Luzifers Hammer von Larry Niven:
super spannender Endzeit-Roman ...
Luzifers Hammer fällt, löscht die Zivilisation aus und schleudert die Davongekommenen in ein dunkles Zeitalter der Barbarei und des nackten Überlebens
Dann kann ich noch die die Bücher von Richard Morgan und Philip K. Dick empfehlen :)
Die Hyperion-Gesänge von Dan Simmons:
Eine groß angelegte Science-Fiction-Saga über das Leben der Menschheit im 26. Jahrhundert: Die Erde ist vernichtet, die Menschen haben sich über mehr als 200 Planeten verstreut. Gleichzeitig haben sich im "Core" genannten, Welten umspannenden Computerverbund künstliche Intelligenzen (KIs) entwickelt und sich zu den heimlichen Herrschern über die Welt erhoben...
Weltensturm von Scott Westerfeld:
Ein galaktisches Imperium, das sich gegen eine dunkle Bedrohung wehren muss. Eine Gesellschaft der fernen Zukunft, die kurz vor dem Zerfall steht. Eine mysteriöse Bruderschaft, die mit allen Mitteln nach der Macht greift. Und ein Held wider Willen...
noch ziemlich neu:
Ewigkeit von Alastair Reynolds:
Vierhundert Jahre in der Zukunft: Verity Auger ist eine junge Archäologin, spezialisiert auf die Überreste der menschlichen Zivilisation auf der Erde. Doch nach einer Expedition auf den Planeten, der in Folge einer verheerenden Katastrophe nun weitgehend unbewohnbar ist, nimmt ihr Leben eine ungeahnte Wendung: Wissenschaftler entdecken eine Alternativ-Erde, in der die Geschichte ganz anders verlaufen ist. Und Verity ist die einzige, die für einen Besuch dieser seltsamen Welt in Frage kommt ...
Luzifers Hammer von Larry Niven:
super spannender Endzeit-Roman ...
Luzifers Hammer fällt, löscht die Zivilisation aus und schleudert die Davongekommenen in ein dunkles Zeitalter der Barbarei und des nackten Überlebens
Dann kann ich noch die die Bücher von Richard Morgan und Philip K. Dick empfehlen :)
20.02.2007 13:11:39
Mitglied gelöscht
Sehr schöner Thread, ich liebe solche Geschichten. Ich versuchs mal zu ordnen:
100. Ray Bradbury - Fahrenheit 451
In Ray Bradburys erschreckender Zukunftsvision Fahrenheit 451 löscht die Feuerwehr keine Feuer, sondern zündet sie an, um Bücher zu verbrennen. In Bradburys anschaulich dargestellter Gesellschaft gilt Zufriedenheit als das höchste aller Ziele. Triviale Informationen sind gut, Wissen und Ideen schlecht.
99. P.D.James - Im Land der leeren Häuser
Ein Polit-Thriller, der im England des Jahres 2021 spielt. Große Teile der Insel sind von Wald bedeckt, viele Straßen von Gras überwuchert. Wie überall auf der Welt haben die Menschen ihre Fortpflanzungsfähigkeit verloren. Unter der Regierungsherrschaft eines Despoten scheint Ordnung zu herrschen, aufrechterhalten allerdings durch eine allgegenwärtige Geheimpolizei. Bespitzelungen und Einweisungen in Straflager gehören zum Alltag. Aber es existiert eine kleine Dissidentengruppe, die sich gegen das brutale Regime auflehnt.
98. Ronald Wright - Die Schönheit jener fernen Stadt
London, kurz vor der Jahrtausendwende. Dr. David Lambert, erhält die Nachricht, daß H. G. Wells berühmte Zeitmaschine zurückkehrt. Die Reise führt ihn ins London des Jahres 2500. Die Stadt ist von tropischem Dschungel überwuchert, Tukane und Pumas hausen in den Ruinen, in der Themse tummeln sich Piranhas und Haie, die Stadt ist menschenleer. Was ist geschehen? Der Archäologe Lambert sammelt unter dem Schutt der Ruinen Puzzlestein für Puzzlestein, und er beginnt zu ahnen, wie die menschliche Zivilisation einst unterging ...
97. H.G. Wells - Krieg der Welten
H. G. Wells klassischer Roman einer interplanetarischen Invasion
H. G. Wells schuf 1898 mit dem Krieg der Welten den ersten Roman einer interplanetarischen Invasion, der das Vorbild zahlloser Marsmenschen-Märchen wurde. Orson Welles produzierte 1938 nach diesem SF-Klassiker das berühmteste Hörspiel aller Zeiten: obwohl als Hörspiel angekündigt, brach Panik aus, die Menschen verließen fluchtartig die Städte, weinten, beteten und glaubten an das Ende der Welt.
96. Schöne neue Welt - Aldous Huxley
Die schöne neue Welt, die Huxley hier beschreibt, ist die Welt einer konsequent verwirklichten Wohlstandsgesellschaft im Jahre 632 nach Ford, einer Wohlstandsgesellschaft, in der alle Menschen am Luxus teilhaben, in der Unruhe, Elend und Krankheit überwunden, in der aber auch Freiheit, Religion, Kunst und Humanität auf der Strecke geblieben sind. Eine totale Herrschaft garantiert ein genormtes Glück. In dieser vollkommen formierten Gesellschaft erscheint jede Art von Individualismus als asozial, wird als Wilder betrachtet, wer - wie einer der rebellischen Außenseiter dieses Romans - für sich fordert: "Ich brauche keine Bequemlichkeit. Ich will Gott, ich will Poesie, ich will wirkliche Gefahren und Freiheit und Tugend. Ich will Sünde!"
95. 1984 - Gerorge Orwell
George Orwells 1984 ist längst zu einer scheinbar nicht mehr erklärungsbedürftigen Metapher für totalitäre Verhältnisse geworden. Mit atemberaubender Unerbittlichkeit zeichnet der Autor das erschreckende Bild einer durch und durch totalitären Gesellschaft, die bis ins letzte Detail durchorganisierte Tyrannei einer absolute autoritären Staatsmacht.
94. Waslala von Gioconda Belli
In einem fiktiven südamerkinaschiem Land lebt die junge Melisandra auf einer abgelegenen Farm, zusammen mit ihrem Grossvater, einem Dichter. Als ein amerikanischer Journalist vorbeikommt, geht sie mit ihm, um das sagenumwobene Waslala zu finden und damit ihre Eltern, die sie verlassen haben, als sie ein kleines Mädchen war.
93. Utopia - Thomas Morus
Rahmenhandlung des Romans von 1516 sind die Erzählungen eines Seemannes, der eine Zeit lang bei den Utopiern gelebt haben will. Der Roman beschreibt eine auf rationalen Gleichheitsgrundsätzen, Arbeitsamkeit und dem Streben nach Bildung basierende Gesellschaft mit demokratischen Grundzügen. In der Republik ist aller Besitz gemeinschaftlich, Anwälte sind unbekannt, und unabwendbare Kriege werden bevorzugt mit ausländischen Söldnern geführt.
92. margaret atwood, "die erzählung der magd"
in amerika haben christliche fundamentalisten die macht übernommen und zwingen junge frauen, sich zum zwecke der fortpflanzung älteren, verheirateten männern hinzugeben. die frauen spielen nur noch die rolle der ehefrau oder magd und haben namen wie "ofglen", wenn der mann glen heisst.
91. Die Wand von Marlen Haushofer
Eine unsichtbare, undurchdringliche Wand, jenseits derer Totenstille herrscht, schiebt sich auf einmal zwischen das Tal, in dem die Ich-Erzählerin lebt, und die Außenwelt . . .
Ein unnachahmliches Gleichnis für das unüberwindliche Einsamsein.
90. Das Orakel vom Berge von Philip K. Dick
Dieser Roman geht von der Annahme aus, dass nicht die Allierten den Krieg gewonnen haben, sondern die Achsenmächte. Deutschland und Japan haben Nordamerika unter sich aufgeteilt und stehen sich jetzt als nicht immer freundlich gesonnene Blöcke gegenüber.
89. "Vaterland" von Robert Harris. Auch in diesem Buch haben die Nazis den Krieg gewonnen und ihre totalitäre Regierung beherrscht ganz Europa.
88. "Herland" von Charlotte Perkins
drei junge amerikaner kommen in ein von der übrigen welt abgeschnittenes land, in dem es schon seit generationen keine männer mehr gibt. die frauen pflanzen sich mittels parthenogenese fort und haben ein friedliebendes miteinanderleben entwickelt.
87. Andrew Niccol - Die Truman-Show
Truman Burbank ist ein berühmter Fernsehstar - er weiß es nur nicht. Rund um die Uhr wird sein Leben weltweit als Seifenoper übertragen. Alle seine Kontaktpersonen - einschließlich der Ehefrau - sind Schauspieler. Wann und wie merkt er das, und vor allem wie kann er diesem für ihn inszenierten "TV-Paradies" entfliehen?Shooting Script zum Kultfilm.
86. Harry Harrison - Diesseits von Eden, Winter in Eden, Rückkehr nach Eden
In dieser Trilogie sind die Dinosaurier nicht ausgestorben, sondern haben sich zu einer zivilisierten Spezies entwickelt und formen ihre Umwelt mit Hilfe der Gentechnik. Die Menschen dagegen sind auf einer steinzeitlichen Entwicklungsstufe stehengeblieben und werden von den Reptilien als Tiere angesehen und bekämpft. Sie können nur in den kälteren Regionen überleben, wo die Reptilien nicht hinkommen.
Ein Junge wird gefangen, lernt die Sprache und führt später als Erwachsener den Aufstand der Menschen gegen die Reptilien an.
85. Philip Kerr - Der zweite Engel
Am Ende des 21. Jahrhunderts kommt das Chaos über den Planeten Erde. Ein neues, tödliches Virus ist aufgetreten und nur durch einen kompletten Austausch mit nicht infiziertem Blut heilbar. Blut ist die heimliche Währung, und Dana Dallas, dem Sicherheitsexperten der Blutbanken, geht es bestens. Doch dann erkrankt seine eigene Tochter, und Dallas selbst wird zum Sicherheitsrisiko.
84. Jean-Christophe Rufin – Globalia
In diesen Roman Leben die Menschen unter einer Risiken Glaskuppel die sie vor den Wetter aber auch vor den Menschen der Außenwelt schützt. Alle lebensnotwendigen Güter bekommt man auch ohne zu arbeiten nur wer mehr will muss einer Tätigkeit nachgehen. Alles scheint perfekt zu sein nur es gibt keine Demokratie und niemand darf die Glaskuppel verlassen.
83. Gabriel García Márquez - Der Herbst des Patriarchen
In seinem verfallenen Palast wird die verwesende Leiche des Diktators gefunden. Sein Volk begreift erst langsam, dass er, der schon einmal seinen Tod inszenieren ließ und dessen Herrschaft schon lange andauert, dass sich selbst die Ältesten kaum an die Zeit vor ihm erinnern, nun wirklich und endgültig tot ist.
Lange Zeit hat der Patriarch, gefangen in einem Labyrinth aus Machenschaften, Verrat und repressiver Gewalt ohne demokratische Legitimation regiert und sein Reich in den Bankrott gesteuert. Schließlich muss er sogar das Karibische Meer verkaufen, das in Kartons abtransportiert wird und eine öde Salpeterwüste hinterlässt. Während er in frühen Jahren die Sorgen seines Volkes gekannt hat, zieht er sich im Alter mehr und mehr in die Isolation seines von Kühen bevölkerten Palastes zurück. Immer noch wird er gehasst, gefürchtet und wegen seiner angeblich magischen Kräfte auch bewundert. Doch längst ist ihm selbst seine Macht zur Qual geworden. Liebe, Freundschaft und Zärtlichkeit kennt er nicht, sucht sie vergebens bei Konkubinen, verräterischen Beratern und seinem Doppelgänger, versucht sie zu erkaufen und zu erzwingen, wird jedoch immer wieder enttäuscht.
82. Ursula K. Leguin - Planet der Habenichtse
Menschen die Anarchie im wörtlichen Sinn (es gibt keine Regierung, jeder ist immer vollständig für sein eigenes Handeln verantwortlich; Entscheidungen die alle betreffen werden von allen gemeinsam getroffen) besiedeln einen Mond, die Schwierigkeiten die beim praktischen umsetzen dieser Utopie auftreten, werden gut beschrieben, die Autorin versetzt sich wirklich in diese Situation.
81. Evgenij Samjatin - "Wir"
Gegenstand des Romans von Jewgeni Samjatin ist die düstere Zukunftsvision einer kollektivistischen, mechanischen Zivilisation, welche die Menschen um des "Glücks" willen ihrer individuellen Freiheit beraubt. Das allgemeine Glück soll durch maximale Gleichschaltung der Menschen erreicht werden, da völlige Gleichheit den Neid als Quelle des Unglücks abschaffe; ein weiteres Hindernis auf dem Weg zum "hundertprozentigen Glück" ist die irrationale Fantasie der Menschen; erst ihre Beseitigung werde die Individuen endgültig in restlos glückliche "menschenähnliche Traktoren" verwandeln. Zuweilen als Pamphlet gegen die sozialistische Gesellschaft gedeutet, zielt der Roman wesentlich tiefer: es geht um die Gefahr, die von jedem totalitären System ausgeht.
80. Gerd Brantenberg - "Die Töchter Egalias"
Eine Satire auf das Patriarchat. In der utopischen Gesellschaft Egalias sind die Geschlechterrollen umgekehrt. Manchmal witzig, sehr entlarvend und manchmal bleibt einem das Lachen auch im Halse stecken.
79. Joachim Zelter - Schule der Arbeitslosen
Der Roman spielt in naher Zukunft in Deutschland. Arbeitslose werden willkürlich in einer Schule kaserniert, um dort Bewerbungsübungen, Biographiearbeit und Fitness zu trainieren. "Und wenn es gar nichts nutzt, lernen sie wenigstens morgens früh aufzustehen" meint die Agentur für Arbeit. Sie leben dort völlig von der Außenwelt abgeschlossen und ergehen sich in immer sinnloseren Bewerbungsübungen unter dem Zwang und Druck der sektenähnlichen Trainer der Schule. Ganz subtil werden die Arbeitslosen unter Druck gesetzt, Nächtliches Befragen zum Lebenslauf gehören genau so dazu wie das willkürliche Rationieren der Bonus Coins, mit denen die Arbeitslosen ihr Essen und Trinken aus Automaten beziehen.Eigenes Denken ist nicht erwünscht, eigenes Handeln wird bestraft. die Situatin spitzt sich dramatisch zu, als eine Stelle als neuer Trainer der Schule unter den anwesenden Arbeitslosen vergeben werden soll, alle müssen sich bewerben, es wird ein Wettbewerb um diese Stelle ausgerufen. Widerstand wird mit Einzelhaft bestraft...Nach Ende des Trimesters in dieser Schule erhält einer die Stelle des Trainers, einer darf als Hausmeister bleiben und alle anderen werden in einem Konvoi von Bussen zu einem Flugplatz gefahren. Unter Polizeiaufsicht, werden sie gezungen, ein Flugzeug zu besteigen...
78. Walter Tevis - "Mockingbird"
77.Die Hyperion-Gesänge von Dan Simmons:
Eine groß angelegte Science-Fiction-Saga über das Leben der Menschheit im 26. Jahrhundert: Die Erde ist vernichtet, die Menschen haben sich über mehr als 200 Planeten verstreut. Gleichzeitig haben sich im "Core" genannten, Welten umspannenden Computerverbund künstliche Intelligenzen (KIs) entwickelt und sich zu den heimlichen Herrschern über die Welt erhoben...
76. Weltensturm von Scott Westerfeld:
Ein galaktisches Imperium, das sich gegen eine dunkle Bedrohung wehren muss. Eine Gesellschaft der fernen Zukunft, die kurz vor dem Zerfall steht. Eine mysteriöse Bruderschaft, die mit allen Mitteln nach der Macht greift. Und ein Held wider Willen...
75. Ewigkeit von Alastair Reynolds:
Vierhundert Jahre in der Zukunft: Verity Auger ist eine junge Archäologin, spezialisiert auf die Überreste der menschlichen Zivilisation auf der Erde. Doch nach einer Expedition auf den Planeten, der in Folge einer verheerenden Katastrophe nun weitgehend unbewohnbar ist, nimmt ihr Leben eine ungeahnte Wendung: Wissenschaftler entdecken eine Alternativ-Erde, in der die Geschichte ganz anders verlaufen ist. Und Verity ist die einzige, die für einen Besuch dieser seltsamen Welt in Frage kommt ...
74. Luzifers Hammer von Larry Niven:
super spannender Endzeit-Roman ...
Luzifers Hammer fällt, löscht die Zivilisation aus und schleudert die Davongekommenen in ein dunkles Zeitalter der Barbarei und des nackten Überlebens
73. Colleen McCullough – Credo
Amerika und Welt befindet sich in einer tiefen Krise: Eine neue Eiszeit droht, die bewohnbare Fläche der Erde wird kleiner. Die Städte Nordamerikas sind im Winter so gut wie leer, nur den kurzen Sommer über kehren die Menschen zur Arbeit zurück. Längst haben die Regierenden erkannt, dass nur eine Verringerung der Weltbevölkerung das Überleben der Menschheit möglich machen wird. Ein „Vertrag von Neu Dehli“ bestimmt, dass vier Generationen lang jedem Ehepaar auf der Welt nur ein Kind gestattet wird.
72. H.G. Wells – Die Zeitmaschine
Die Geschichte eines englischen Zeitgenossen Wells, der mit Hilfe einer eher simpel konstruierten Maschine in der Zeit vorwärts und rückwärts reisen kann und letztlich im Jahre 802.701 hängenbleibt.
71. Anthony Burgess – Clockwork Orange
Der junge Alex prügelt, vergewaltigt, tötet - bis man mit Hilfe moderner Technik einen wahren Christen aus ihm macht. Doch zu welchem Preis?
100. Ray Bradbury - Fahrenheit 451
In Ray Bradburys erschreckender Zukunftsvision Fahrenheit 451 löscht die Feuerwehr keine Feuer, sondern zündet sie an, um Bücher zu verbrennen. In Bradburys anschaulich dargestellter Gesellschaft gilt Zufriedenheit als das höchste aller Ziele. Triviale Informationen sind gut, Wissen und Ideen schlecht.
99. P.D.James - Im Land der leeren Häuser
Ein Polit-Thriller, der im England des Jahres 2021 spielt. Große Teile der Insel sind von Wald bedeckt, viele Straßen von Gras überwuchert. Wie überall auf der Welt haben die Menschen ihre Fortpflanzungsfähigkeit verloren. Unter der Regierungsherrschaft eines Despoten scheint Ordnung zu herrschen, aufrechterhalten allerdings durch eine allgegenwärtige Geheimpolizei. Bespitzelungen und Einweisungen in Straflager gehören zum Alltag. Aber es existiert eine kleine Dissidentengruppe, die sich gegen das brutale Regime auflehnt.
98. Ronald Wright - Die Schönheit jener fernen Stadt
London, kurz vor der Jahrtausendwende. Dr. David Lambert, erhält die Nachricht, daß H. G. Wells berühmte Zeitmaschine zurückkehrt. Die Reise führt ihn ins London des Jahres 2500. Die Stadt ist von tropischem Dschungel überwuchert, Tukane und Pumas hausen in den Ruinen, in der Themse tummeln sich Piranhas und Haie, die Stadt ist menschenleer. Was ist geschehen? Der Archäologe Lambert sammelt unter dem Schutt der Ruinen Puzzlestein für Puzzlestein, und er beginnt zu ahnen, wie die menschliche Zivilisation einst unterging ...
97. H.G. Wells - Krieg der Welten
H. G. Wells klassischer Roman einer interplanetarischen Invasion
H. G. Wells schuf 1898 mit dem Krieg der Welten den ersten Roman einer interplanetarischen Invasion, der das Vorbild zahlloser Marsmenschen-Märchen wurde. Orson Welles produzierte 1938 nach diesem SF-Klassiker das berühmteste Hörspiel aller Zeiten: obwohl als Hörspiel angekündigt, brach Panik aus, die Menschen verließen fluchtartig die Städte, weinten, beteten und glaubten an das Ende der Welt.
96. Schöne neue Welt - Aldous Huxley
Die schöne neue Welt, die Huxley hier beschreibt, ist die Welt einer konsequent verwirklichten Wohlstandsgesellschaft im Jahre 632 nach Ford, einer Wohlstandsgesellschaft, in der alle Menschen am Luxus teilhaben, in der Unruhe, Elend und Krankheit überwunden, in der aber auch Freiheit, Religion, Kunst und Humanität auf der Strecke geblieben sind. Eine totale Herrschaft garantiert ein genormtes Glück. In dieser vollkommen formierten Gesellschaft erscheint jede Art von Individualismus als asozial, wird als Wilder betrachtet, wer - wie einer der rebellischen Außenseiter dieses Romans - für sich fordert: "Ich brauche keine Bequemlichkeit. Ich will Gott, ich will Poesie, ich will wirkliche Gefahren und Freiheit und Tugend. Ich will Sünde!"
95. 1984 - Gerorge Orwell
George Orwells 1984 ist längst zu einer scheinbar nicht mehr erklärungsbedürftigen Metapher für totalitäre Verhältnisse geworden. Mit atemberaubender Unerbittlichkeit zeichnet der Autor das erschreckende Bild einer durch und durch totalitären Gesellschaft, die bis ins letzte Detail durchorganisierte Tyrannei einer absolute autoritären Staatsmacht.
94. Waslala von Gioconda Belli
In einem fiktiven südamerkinaschiem Land lebt die junge Melisandra auf einer abgelegenen Farm, zusammen mit ihrem Grossvater, einem Dichter. Als ein amerikanischer Journalist vorbeikommt, geht sie mit ihm, um das sagenumwobene Waslala zu finden und damit ihre Eltern, die sie verlassen haben, als sie ein kleines Mädchen war.
93. Utopia - Thomas Morus
Rahmenhandlung des Romans von 1516 sind die Erzählungen eines Seemannes, der eine Zeit lang bei den Utopiern gelebt haben will. Der Roman beschreibt eine auf rationalen Gleichheitsgrundsätzen, Arbeitsamkeit und dem Streben nach Bildung basierende Gesellschaft mit demokratischen Grundzügen. In der Republik ist aller Besitz gemeinschaftlich, Anwälte sind unbekannt, und unabwendbare Kriege werden bevorzugt mit ausländischen Söldnern geführt.
92. margaret atwood, "die erzählung der magd"
in amerika haben christliche fundamentalisten die macht übernommen und zwingen junge frauen, sich zum zwecke der fortpflanzung älteren, verheirateten männern hinzugeben. die frauen spielen nur noch die rolle der ehefrau oder magd und haben namen wie "ofglen", wenn der mann glen heisst.
91. Die Wand von Marlen Haushofer
Eine unsichtbare, undurchdringliche Wand, jenseits derer Totenstille herrscht, schiebt sich auf einmal zwischen das Tal, in dem die Ich-Erzählerin lebt, und die Außenwelt . . .
Ein unnachahmliches Gleichnis für das unüberwindliche Einsamsein.
90. Das Orakel vom Berge von Philip K. Dick
Dieser Roman geht von der Annahme aus, dass nicht die Allierten den Krieg gewonnen haben, sondern die Achsenmächte. Deutschland und Japan haben Nordamerika unter sich aufgeteilt und stehen sich jetzt als nicht immer freundlich gesonnene Blöcke gegenüber.
89. "Vaterland" von Robert Harris. Auch in diesem Buch haben die Nazis den Krieg gewonnen und ihre totalitäre Regierung beherrscht ganz Europa.
88. "Herland" von Charlotte Perkins
drei junge amerikaner kommen in ein von der übrigen welt abgeschnittenes land, in dem es schon seit generationen keine männer mehr gibt. die frauen pflanzen sich mittels parthenogenese fort und haben ein friedliebendes miteinanderleben entwickelt.
87. Andrew Niccol - Die Truman-Show
Truman Burbank ist ein berühmter Fernsehstar - er weiß es nur nicht. Rund um die Uhr wird sein Leben weltweit als Seifenoper übertragen. Alle seine Kontaktpersonen - einschließlich der Ehefrau - sind Schauspieler. Wann und wie merkt er das, und vor allem wie kann er diesem für ihn inszenierten "TV-Paradies" entfliehen?Shooting Script zum Kultfilm.
86. Harry Harrison - Diesseits von Eden, Winter in Eden, Rückkehr nach Eden
In dieser Trilogie sind die Dinosaurier nicht ausgestorben, sondern haben sich zu einer zivilisierten Spezies entwickelt und formen ihre Umwelt mit Hilfe der Gentechnik. Die Menschen dagegen sind auf einer steinzeitlichen Entwicklungsstufe stehengeblieben und werden von den Reptilien als Tiere angesehen und bekämpft. Sie können nur in den kälteren Regionen überleben, wo die Reptilien nicht hinkommen.
Ein Junge wird gefangen, lernt die Sprache und führt später als Erwachsener den Aufstand der Menschen gegen die Reptilien an.
85. Philip Kerr - Der zweite Engel
Am Ende des 21. Jahrhunderts kommt das Chaos über den Planeten Erde. Ein neues, tödliches Virus ist aufgetreten und nur durch einen kompletten Austausch mit nicht infiziertem Blut heilbar. Blut ist die heimliche Währung, und Dana Dallas, dem Sicherheitsexperten der Blutbanken, geht es bestens. Doch dann erkrankt seine eigene Tochter, und Dallas selbst wird zum Sicherheitsrisiko.
84. Jean-Christophe Rufin – Globalia
In diesen Roman Leben die Menschen unter einer Risiken Glaskuppel die sie vor den Wetter aber auch vor den Menschen der Außenwelt schützt. Alle lebensnotwendigen Güter bekommt man auch ohne zu arbeiten nur wer mehr will muss einer Tätigkeit nachgehen. Alles scheint perfekt zu sein nur es gibt keine Demokratie und niemand darf die Glaskuppel verlassen.
83. Gabriel García Márquez - Der Herbst des Patriarchen
In seinem verfallenen Palast wird die verwesende Leiche des Diktators gefunden. Sein Volk begreift erst langsam, dass er, der schon einmal seinen Tod inszenieren ließ und dessen Herrschaft schon lange andauert, dass sich selbst die Ältesten kaum an die Zeit vor ihm erinnern, nun wirklich und endgültig tot ist.
Lange Zeit hat der Patriarch, gefangen in einem Labyrinth aus Machenschaften, Verrat und repressiver Gewalt ohne demokratische Legitimation regiert und sein Reich in den Bankrott gesteuert. Schließlich muss er sogar das Karibische Meer verkaufen, das in Kartons abtransportiert wird und eine öde Salpeterwüste hinterlässt. Während er in frühen Jahren die Sorgen seines Volkes gekannt hat, zieht er sich im Alter mehr und mehr in die Isolation seines von Kühen bevölkerten Palastes zurück. Immer noch wird er gehasst, gefürchtet und wegen seiner angeblich magischen Kräfte auch bewundert. Doch längst ist ihm selbst seine Macht zur Qual geworden. Liebe, Freundschaft und Zärtlichkeit kennt er nicht, sucht sie vergebens bei Konkubinen, verräterischen Beratern und seinem Doppelgänger, versucht sie zu erkaufen und zu erzwingen, wird jedoch immer wieder enttäuscht.
82. Ursula K. Leguin - Planet der Habenichtse
Menschen die Anarchie im wörtlichen Sinn (es gibt keine Regierung, jeder ist immer vollständig für sein eigenes Handeln verantwortlich; Entscheidungen die alle betreffen werden von allen gemeinsam getroffen) besiedeln einen Mond, die Schwierigkeiten die beim praktischen umsetzen dieser Utopie auftreten, werden gut beschrieben, die Autorin versetzt sich wirklich in diese Situation.
81. Evgenij Samjatin - "Wir"
Gegenstand des Romans von Jewgeni Samjatin ist die düstere Zukunftsvision einer kollektivistischen, mechanischen Zivilisation, welche die Menschen um des "Glücks" willen ihrer individuellen Freiheit beraubt. Das allgemeine Glück soll durch maximale Gleichschaltung der Menschen erreicht werden, da völlige Gleichheit den Neid als Quelle des Unglücks abschaffe; ein weiteres Hindernis auf dem Weg zum "hundertprozentigen Glück" ist die irrationale Fantasie der Menschen; erst ihre Beseitigung werde die Individuen endgültig in restlos glückliche "menschenähnliche Traktoren" verwandeln. Zuweilen als Pamphlet gegen die sozialistische Gesellschaft gedeutet, zielt der Roman wesentlich tiefer: es geht um die Gefahr, die von jedem totalitären System ausgeht.
80. Gerd Brantenberg - "Die Töchter Egalias"
Eine Satire auf das Patriarchat. In der utopischen Gesellschaft Egalias sind die Geschlechterrollen umgekehrt. Manchmal witzig, sehr entlarvend und manchmal bleibt einem das Lachen auch im Halse stecken.
79. Joachim Zelter - Schule der Arbeitslosen
Der Roman spielt in naher Zukunft in Deutschland. Arbeitslose werden willkürlich in einer Schule kaserniert, um dort Bewerbungsübungen, Biographiearbeit und Fitness zu trainieren. "Und wenn es gar nichts nutzt, lernen sie wenigstens morgens früh aufzustehen" meint die Agentur für Arbeit. Sie leben dort völlig von der Außenwelt abgeschlossen und ergehen sich in immer sinnloseren Bewerbungsübungen unter dem Zwang und Druck der sektenähnlichen Trainer der Schule. Ganz subtil werden die Arbeitslosen unter Druck gesetzt, Nächtliches Befragen zum Lebenslauf gehören genau so dazu wie das willkürliche Rationieren der Bonus Coins, mit denen die Arbeitslosen ihr Essen und Trinken aus Automaten beziehen.Eigenes Denken ist nicht erwünscht, eigenes Handeln wird bestraft. die Situatin spitzt sich dramatisch zu, als eine Stelle als neuer Trainer der Schule unter den anwesenden Arbeitslosen vergeben werden soll, alle müssen sich bewerben, es wird ein Wettbewerb um diese Stelle ausgerufen. Widerstand wird mit Einzelhaft bestraft...Nach Ende des Trimesters in dieser Schule erhält einer die Stelle des Trainers, einer darf als Hausmeister bleiben und alle anderen werden in einem Konvoi von Bussen zu einem Flugplatz gefahren. Unter Polizeiaufsicht, werden sie gezungen, ein Flugzeug zu besteigen...
78. Walter Tevis - "Mockingbird"
77.Die Hyperion-Gesänge von Dan Simmons:
Eine groß angelegte Science-Fiction-Saga über das Leben der Menschheit im 26. Jahrhundert: Die Erde ist vernichtet, die Menschen haben sich über mehr als 200 Planeten verstreut. Gleichzeitig haben sich im "Core" genannten, Welten umspannenden Computerverbund künstliche Intelligenzen (KIs) entwickelt und sich zu den heimlichen Herrschern über die Welt erhoben...
76. Weltensturm von Scott Westerfeld:
Ein galaktisches Imperium, das sich gegen eine dunkle Bedrohung wehren muss. Eine Gesellschaft der fernen Zukunft, die kurz vor dem Zerfall steht. Eine mysteriöse Bruderschaft, die mit allen Mitteln nach der Macht greift. Und ein Held wider Willen...
75. Ewigkeit von Alastair Reynolds:
Vierhundert Jahre in der Zukunft: Verity Auger ist eine junge Archäologin, spezialisiert auf die Überreste der menschlichen Zivilisation auf der Erde. Doch nach einer Expedition auf den Planeten, der in Folge einer verheerenden Katastrophe nun weitgehend unbewohnbar ist, nimmt ihr Leben eine ungeahnte Wendung: Wissenschaftler entdecken eine Alternativ-Erde, in der die Geschichte ganz anders verlaufen ist. Und Verity ist die einzige, die für einen Besuch dieser seltsamen Welt in Frage kommt ...
74. Luzifers Hammer von Larry Niven:
super spannender Endzeit-Roman ...
Luzifers Hammer fällt, löscht die Zivilisation aus und schleudert die Davongekommenen in ein dunkles Zeitalter der Barbarei und des nackten Überlebens
73. Colleen McCullough – Credo
Amerika und Welt befindet sich in einer tiefen Krise: Eine neue Eiszeit droht, die bewohnbare Fläche der Erde wird kleiner. Die Städte Nordamerikas sind im Winter so gut wie leer, nur den kurzen Sommer über kehren die Menschen zur Arbeit zurück. Längst haben die Regierenden erkannt, dass nur eine Verringerung der Weltbevölkerung das Überleben der Menschheit möglich machen wird. Ein „Vertrag von Neu Dehli“ bestimmt, dass vier Generationen lang jedem Ehepaar auf der Welt nur ein Kind gestattet wird.
72. H.G. Wells – Die Zeitmaschine
Die Geschichte eines englischen Zeitgenossen Wells, der mit Hilfe einer eher simpel konstruierten Maschine in der Zeit vorwärts und rückwärts reisen kann und letztlich im Jahre 802.701 hängenbleibt.
71. Anthony Burgess – Clockwork Orange
Der junge Alex prügelt, vergewaltigt, tötet - bis man mit Hilfe moderner Technik einen wahren Christen aus ihm macht. Doch zu welchem Preis?
20.02.2007 13:50:37
Mitglied gelöscht
Dieser schöne Thread verdient es auch mal wieder geschubst zu werden.
18.05.2007 19:48:09
Mitglied gelöscht
fein askai;-))
ich würde noch hinzufügen:
Margaret Atwood: Oryx und Crake
Inhalt muss ich noch mal nachsehen,
oder kann jemand hier die
Inhaltsbeschreibung machen?
im Moment ist mir nur das schreckliche
Ende präsent:
eine mit voller Absicht von Oryx
ganz zerstörte und verwüstete Welt,
in der nur einige der Künstlich durch
genetische Veränderungen dumm gehalten Prolls überlebt haben sowie der einzige Freund,
den Oryx je hatte, der auch die Geschichte erzählt. Crake ist die Freundin von den beiden, die sie als sehr junge Männer schon auf irgendeinem TV Kanal für Kindesmißbruch als mißbrauchtes Kind gesehen haben.
*Aber Licht gibt es nachts noch genug, die Solartechnik funktioniert auch ohne Wartung*
ich würde noch hinzufügen:
Margaret Atwood: Oryx und Crake
Inhalt muss ich noch mal nachsehen,
oder kann jemand hier die
Inhaltsbeschreibung machen?
im Moment ist mir nur das schreckliche
Ende präsent:
eine mit voller Absicht von Oryx
ganz zerstörte und verwüstete Welt,
in der nur einige der Künstlich durch
genetische Veränderungen dumm gehalten Prolls überlebt haben sowie der einzige Freund,
den Oryx je hatte, der auch die Geschichte erzählt. Crake ist die Freundin von den beiden, die sie als sehr junge Männer schon auf irgendeinem TV Kanal für Kindesmißbruch als mißbrauchtes Kind gesehen haben.
*Aber Licht gibt es nachts noch genug, die Solartechnik funktioniert auch ohne Wartung*
19.05.2007 11:30:36
Mitglied gelöscht
Ich hab grad "Vaterland" von Robert Harris beendet. Das Buch war zwar überhaupt nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe und es braucht seine Zeit, bis man sich reingelesen hat, aber am Ende kann man es nicht mehr beseite legen.
Und das Ende ist sooooo schnüüüüfffschniefschnüff *snief* ;)
Und das Ende ist sooooo schnüüüüfffschniefschnüff *snief* ;)
19.05.2007 12:48:32
Mitglied gelöscht
Ja seid Ihr denn des Wahnsinns fette Beute? So viele Tickets kann ich mir gar nicht erarbeiten wie ich anfordernswerte Bücher hier gefunden habe! Jetzt strahlt die reine Gier aus meinen Augen und ich muss sehen, wie ich damit klar komme!
19.05.2007 12:50:18
Mitglied gelöscht
hihi Kitty;-)))
19.05.2007 13:20:32
Mitglied gelöscht
von mir auch vielen Dank für die tollen Anregungen in diesem Thread :)
hier noch ein Buch für die Liste:
Rudolf Marko - Erntemond
Eine Katastrophe hat die Weltbevölkerung fast völlig vernichtet. Alle fortschrittlichen Erungenschaften wie Elektriztät, Flugzeuge,... gehören der Vergangenheit an.
Ein junger Mann reist nach Megumaage, ein Land am nördlichen Ende der Welt. Er sucht Auskunft über seine früh verstorbene Frau, die einst von dort nach Europa kam und nie verriet weshalb. Ein Jahr lang lebt und arbeitet er in der abgeschiedenen Siedlung zwischen den großen Wäldern. Dieses Jahr wird zum Wendepunkt seines Lebens.
hier noch ein Buch für die Liste:
Rudolf Marko - Erntemond
Eine Katastrophe hat die Weltbevölkerung fast völlig vernichtet. Alle fortschrittlichen Erungenschaften wie Elektriztät, Flugzeuge,... gehören der Vergangenheit an.
Ein junger Mann reist nach Megumaage, ein Land am nördlichen Ende der Welt. Er sucht Auskunft über seine früh verstorbene Frau, die einst von dort nach Europa kam und nie verriet weshalb. Ein Jahr lang lebt und arbeitet er in der abgeschiedenen Siedlung zwischen den großen Wäldern. Dieses Jahr wird zum Wendepunkt seines Lebens.
20.05.2007 17:52:39
Mitglied gelöscht
ich hab auch was:
Robert Merle
Malevil, oder die Bombe ist gefallen
Die Kurzbeschreibung ist viel zu lasch von AMA
Eine utopische Robinsonade, Im Schutze einer hohen Felswand gelegen, hat die mittelalterliche Burg Malevil die atomare Verwüstung der Erde überdauert. Ihre Bewohner haben für begrenzte Zeit noch Lebensmittel, etwas Vieh, Saatgut. Sie müssen sich der Bedrohung durch Plünderer und Söldnerbanden erwehren, und der Rückfall in eine durch Mangel bedingte Barbarei stellt ihr Überleben täglich aufs neue in Frage. Doch mit der dem Menschengeschlecht eigenen Unverdrossenheit und Energie wagen sie das Abenteuer eines neuen Anfangs.
Das Thema war nicht nicht unbekannt: Ein Leben nach dem eine Bombe (fast) alles Leben zerstörte. Schon oft habe ich habe ich mich mit diesem Stoff beschäftigt, und dachte nicht, dass mich Literatur aus diesem Bereich noch überraschend könnte, doch "Malevil" schaffte genau das.
Der Stil von Robert Merle ist einzigartig, und für uns Deutsche wahrscheinlich etwas gewöhnungsbedürftig. Doch wer es schafft durchzuhalten, den erwartet eine Welt der Phantasie wie er sie noch nie erblickt hat.
Merle's Bücher sind keine Triviallitteratur, dass muss man sich vorher klar machen. Sie haben reale Hintergründe und sind so geschrieben, dass sie auch ein ganz "normaler" Mensch verstehen kann, wenn er bereit ist, auch über das geschriebene Nachzudenken.
-----------------------
Die Stadt der Blinden von Jose Saramago
In einer unbekannten Stadt in einem unbekannten Land wird ein Mann, der in seinem Auto sitzt und darauf wartet, daß die Ampel auf Grün schaltet, plötzlich mit Blindheit geschlagen. Aber anstatt in Dunkelheit gestürzt zu werden, sieht dieser Mann plötzlich alles weiß, als ob er "in einem Nebel gefangen oder in einen milchigen See gefallen wäre". Ein barmherziger Samariter bietet an, ihn nach Hause zu fahren (um ihm danach das Auto zu stehlen); seine Frau bringt ihn mit dem Taxi in eine nahegelegene Augenklinik, wo er an den anderen Patienten vorbei in das Behandlungszimmer gebracht wird. Innerhalb eines Tages sind die Frau des Mannes, der Taxifahrer, der Arzt und seine Patienten und der Autodieb allesamt Opfer dieser Blindheit geworden. Als die Epidemie sich ausbreitet, gerät die Regierung in Panik und beginnt, die Opfer in einer leerstehenden Nervenheilanstalt unter Quarantäne zu stellen. Dort werden sie von Soldaten bewacht, die den Befehl haben, jeden, der zu fliehen versucht, zu erschießen.
So beginnt die Geschichte des portugiesischen Schriftstellers José Saramago über eine Menschheit im Belagerungszustand. Ein erheblicher Mangel an Absätzen, begrenzte Zeichensetzung und eingeschobene Dialoge ohne Anführungszeichen und Attribute erscheinen im ersten Moment als eine ziemliche Herausforderung, aber dieser Stil trägt tatsächlich zum Spannungsaufbau und zur Einbindung des Lesers bei.
In dieser Gemeinschaft von blinden Menschen gibt es noch ein Paar sehender Augen: die Frau des Arztes hat ihre Blindheit nur vorgetäuscht, um ihren Mann in die Quarantäne begleiten zu können. Als die Zahl der Opfer wächst und das Asyl aus allen Nähten platzt, beginnt die Versorgung zusammenzubrechen: Toiletten laufen über, Lebensmittellieferungen kommen nur noch sporadisch, es gibt keine medizinische Versorgung für die Kranken und keine Möglichkeit, die Toten richtig zu begraben. Zwangsläufig beginnen die gesellschaftlichen Konventionen ebenfalls zu zerfallen -- eine Gruppe der blinden Insassen übernimmt die Kontrolle über die schwindende Lebensmittelversorgung und benutzt sie, um die anderen auszubeuten. Währenddessen bemüht sich die Frau des Arztes, ihre kleine Gruppe von blinden Schützlingen zu beschützen, und führt sie schließlich aus dem Asyl in die mittlerweile schrecklich veränderte Landschaft der Stadt zurück.
Die Stadt der Blinden ist in vielerlei Hinsicht ein erschreckender Roman. Er liefert eine detaillierte Beschreibung des totalen Zusammenbruchs der Gesellschaft nach einer überaus unnatürlichen Katastrophe. Saramago treibt seine Figuren bis an den Rand der Menschlichkeit und stürzt sie dann in den Abgrund. Seine Charaktere lernen, in unfaßbarem Schmutz zu leben, sie begehen Akte unbeschreiblicher Gewalt und erstaunlicher Großzügigkeit, die vor dieser Tragödie für sie unvorstellbar gewesen wären. Die gesamte gesellschaftliche Struktur verändert sich, um sich den neuen Umständen anzupassen -- einer Welt, in der einst zivilisierte Stadtbewohner zu zerlumpten Nomaden werden, die sich auf der Suche nach Nahrung von Gebäude zu Gebäude tasten. Der Teufel steckt im Detail, und Saramago hat sich für uns eine Hölle ausgemalt, in der diejenigen, die auf der Straße erblindeten, niemals mehr ihr Zuhause finden werden, in der Menschen gezwungen sind, Hühner roh zu verspeisen, und Rudel von Hunden auf der Suche nach Leichen über die kotübersähten Bürgersteige streunen.
Robert Merle
Malevil, oder die Bombe ist gefallen
Die Kurzbeschreibung ist viel zu lasch von AMA
Eine utopische Robinsonade, Im Schutze einer hohen Felswand gelegen, hat die mittelalterliche Burg Malevil die atomare Verwüstung der Erde überdauert. Ihre Bewohner haben für begrenzte Zeit noch Lebensmittel, etwas Vieh, Saatgut. Sie müssen sich der Bedrohung durch Plünderer und Söldnerbanden erwehren, und der Rückfall in eine durch Mangel bedingte Barbarei stellt ihr Überleben täglich aufs neue in Frage. Doch mit der dem Menschengeschlecht eigenen Unverdrossenheit und Energie wagen sie das Abenteuer eines neuen Anfangs.
Das Thema war nicht nicht unbekannt: Ein Leben nach dem eine Bombe (fast) alles Leben zerstörte. Schon oft habe ich habe ich mich mit diesem Stoff beschäftigt, und dachte nicht, dass mich Literatur aus diesem Bereich noch überraschend könnte, doch "Malevil" schaffte genau das.
Der Stil von Robert Merle ist einzigartig, und für uns Deutsche wahrscheinlich etwas gewöhnungsbedürftig. Doch wer es schafft durchzuhalten, den erwartet eine Welt der Phantasie wie er sie noch nie erblickt hat.
Merle's Bücher sind keine Triviallitteratur, dass muss man sich vorher klar machen. Sie haben reale Hintergründe und sind so geschrieben, dass sie auch ein ganz "normaler" Mensch verstehen kann, wenn er bereit ist, auch über das geschriebene Nachzudenken.
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Die Stadt der Blinden von Jose Saramago
In einer unbekannten Stadt in einem unbekannten Land wird ein Mann, der in seinem Auto sitzt und darauf wartet, daß die Ampel auf Grün schaltet, plötzlich mit Blindheit geschlagen. Aber anstatt in Dunkelheit gestürzt zu werden, sieht dieser Mann plötzlich alles weiß, als ob er "in einem Nebel gefangen oder in einen milchigen See gefallen wäre". Ein barmherziger Samariter bietet an, ihn nach Hause zu fahren (um ihm danach das Auto zu stehlen); seine Frau bringt ihn mit dem Taxi in eine nahegelegene Augenklinik, wo er an den anderen Patienten vorbei in das Behandlungszimmer gebracht wird. Innerhalb eines Tages sind die Frau des Mannes, der Taxifahrer, der Arzt und seine Patienten und der Autodieb allesamt Opfer dieser Blindheit geworden. Als die Epidemie sich ausbreitet, gerät die Regierung in Panik und beginnt, die Opfer in einer leerstehenden Nervenheilanstalt unter Quarantäne zu stellen. Dort werden sie von Soldaten bewacht, die den Befehl haben, jeden, der zu fliehen versucht, zu erschießen.
So beginnt die Geschichte des portugiesischen Schriftstellers José Saramago über eine Menschheit im Belagerungszustand. Ein erheblicher Mangel an Absätzen, begrenzte Zeichensetzung und eingeschobene Dialoge ohne Anführungszeichen und Attribute erscheinen im ersten Moment als eine ziemliche Herausforderung, aber dieser Stil trägt tatsächlich zum Spannungsaufbau und zur Einbindung des Lesers bei.
In dieser Gemeinschaft von blinden Menschen gibt es noch ein Paar sehender Augen: die Frau des Arztes hat ihre Blindheit nur vorgetäuscht, um ihren Mann in die Quarantäne begleiten zu können. Als die Zahl der Opfer wächst und das Asyl aus allen Nähten platzt, beginnt die Versorgung zusammenzubrechen: Toiletten laufen über, Lebensmittellieferungen kommen nur noch sporadisch, es gibt keine medizinische Versorgung für die Kranken und keine Möglichkeit, die Toten richtig zu begraben. Zwangsläufig beginnen die gesellschaftlichen Konventionen ebenfalls zu zerfallen -- eine Gruppe der blinden Insassen übernimmt die Kontrolle über die schwindende Lebensmittelversorgung und benutzt sie, um die anderen auszubeuten. Währenddessen bemüht sich die Frau des Arztes, ihre kleine Gruppe von blinden Schützlingen zu beschützen, und führt sie schließlich aus dem Asyl in die mittlerweile schrecklich veränderte Landschaft der Stadt zurück.
Die Stadt der Blinden ist in vielerlei Hinsicht ein erschreckender Roman. Er liefert eine detaillierte Beschreibung des totalen Zusammenbruchs der Gesellschaft nach einer überaus unnatürlichen Katastrophe. Saramago treibt seine Figuren bis an den Rand der Menschlichkeit und stürzt sie dann in den Abgrund. Seine Charaktere lernen, in unfaßbarem Schmutz zu leben, sie begehen Akte unbeschreiblicher Gewalt und erstaunlicher Großzügigkeit, die vor dieser Tragödie für sie unvorstellbar gewesen wären. Die gesamte gesellschaftliche Struktur verändert sich, um sich den neuen Umständen anzupassen -- einer Welt, in der einst zivilisierte Stadtbewohner zu zerlumpten Nomaden werden, die sich auf der Suche nach Nahrung von Gebäude zu Gebäude tasten. Der Teufel steckt im Detail, und Saramago hat sich für uns eine Hölle ausgemalt, in der diejenigen, die auf der Straße erblindeten, niemals mehr ihr Zuhause finden werden, in der Menschen gezwungen sind, Hühner roh zu verspeisen, und Rudel von Hunden auf der Suche nach Leichen über die kotübersähten Bürgersteige streunen.
28.05.2007 00:13:26
(649 Beiträge)
in die reihe der utopien gehört unbedingt
- die entführung des serails - von thomas r.p. mielke
Im Jahr 1933 erbaute ein reicher Engländer das berühmte Opernhaus Glyndebourne nördlich von Brighton, wo sich auch heute noch einmal im Jahr eine erlesene Schar von Musikfreunden trifft, um ein Festival der Oper zu begehen. Im 21. Jahrhundert hat sich ein Großteil der Menschheit in eine riesige Wohnstadt zurückgezogen, die in Form einer Röhre die gesamte Erde umspannt. Die wenigen Verbliebenen im Reservat Britannien haben sich in kleine Gruppen und Sekten aufgespalten: Hegelianer, Neo-Normannen, Pecuniaten und Männer von Greenpeas (weil Greenpeace die Benutzung des eigentlich gemeinten Namens seinerzeit schriftlich untersagt hat). Doch immer noch trifft man sich einmal im Jahr in Glyndebourne, wo sich zu den unsterblichen Klängen Mozarts das Schicksal der Menschheit entscheidet.
- im jahre 2000 - ein rückblick auf das jahre 1887 - von edward bellamy
(aus wikipedia) Das Buch Looking Backward or Life in the Year 2000 (deutsch Ein Rückblick aus dem Jahr 2000 auf das Jahr 1887), das Edward Bellamy 1887 veröffentlichte, handelt von Julian West, einem jungen Amerikaner, der gegen Ende des 19. Jahrhunderts während einer Behandlung mit animalischem Magnetismus, einer Art Hypnose, in einen tiefen Schlaf fällt, der über hundert Jahre lang anhält. Als er aufwacht, findet er sich zwar noch an derselben Stelle, aber die Welt um ihn herum hat sich verändert.
http://de.wikipedia.org/wiki/Ein_R%C3%BCckblick_aus_dem_Jahr_2000_auf_das_Jahr_1887#Wirkung
witzigerweise gibt es von einem empörten kritiker, richard michaelis eine replik auf bellamys rückblick:
(aus wikipedia)...der Deutschamerikaner Richard Michaelis (Looking Forward, 1890, dt. Ein Blick in die Zukunft. Eine Antwort auf: Ein Rückblick von Edward Bellamy. 1890) läßt die Erlebnisse Julian Wests in einem mit allen Mitteln trivialen Stils geschilderten Blutbad enden, das der von Dr. Leete und seinen Gesinnungsfreunden jahrelang hinters Licht geführte Pöbel anrichtet. (W. Biesterfeld, Nachwort, 1983, S.301f.)
- die entführung des serails - von thomas r.p. mielke
Im Jahr 1933 erbaute ein reicher Engländer das berühmte Opernhaus Glyndebourne nördlich von Brighton, wo sich auch heute noch einmal im Jahr eine erlesene Schar von Musikfreunden trifft, um ein Festival der Oper zu begehen. Im 21. Jahrhundert hat sich ein Großteil der Menschheit in eine riesige Wohnstadt zurückgezogen, die in Form einer Röhre die gesamte Erde umspannt. Die wenigen Verbliebenen im Reservat Britannien haben sich in kleine Gruppen und Sekten aufgespalten: Hegelianer, Neo-Normannen, Pecuniaten und Männer von Greenpeas (weil Greenpeace die Benutzung des eigentlich gemeinten Namens seinerzeit schriftlich untersagt hat). Doch immer noch trifft man sich einmal im Jahr in Glyndebourne, wo sich zu den unsterblichen Klängen Mozarts das Schicksal der Menschheit entscheidet.
- im jahre 2000 - ein rückblick auf das jahre 1887 - von edward bellamy
(aus wikipedia) Das Buch Looking Backward or Life in the Year 2000 (deutsch Ein Rückblick aus dem Jahr 2000 auf das Jahr 1887), das Edward Bellamy 1887 veröffentlichte, handelt von Julian West, einem jungen Amerikaner, der gegen Ende des 19. Jahrhunderts während einer Behandlung mit animalischem Magnetismus, einer Art Hypnose, in einen tiefen Schlaf fällt, der über hundert Jahre lang anhält. Als er aufwacht, findet er sich zwar noch an derselben Stelle, aber die Welt um ihn herum hat sich verändert.
http://de.wikipedia.org/wiki/Ein_R%C3%BCckblick_aus_dem_Jahr_2000_auf_das_Jahr_1887#Wirkung
witzigerweise gibt es von einem empörten kritiker, richard michaelis eine replik auf bellamys rückblick:
(aus wikipedia)...der Deutschamerikaner Richard Michaelis (Looking Forward, 1890, dt. Ein Blick in die Zukunft. Eine Antwort auf: Ein Rückblick von Edward Bellamy. 1890) läßt die Erlebnisse Julian Wests in einem mit allen Mitteln trivialen Stils geschilderten Blutbad enden, das der von Dr. Leete und seinen Gesinnungsfreunden jahrelang hinters Licht geführte Pöbel anrichtet. (W. Biesterfeld, Nachwort, 1983, S.301f.)
28.05.2007 17:49:35
Mitglied gelöscht
super, meine nächsten 30 tickets sind wohl verplant...
28.05.2007 20:52:01
(1893 Beiträge)
Für "Utopisten" habe ich was - ist aber kein Roman sondern ein Sachbuch:
Titel: Gelebte Utopien. Alternative Lebensentwürfe
Autor: Joachim Meißner, Dorothee Meyer-Kahrweg, Hans Sarkowicz, Dorothee Meyer- Kahrweg
Verlag: Insel, Frankfurt
Jahr: 2001
Seitenzahl: 370
ISBN: 3458170863
Medium: Hardcover
einmal gelesen, ohne Mängel.
Unbeirrt von den vorbeirauschenden Autos und Lastwagen bahnt sich eine kleine, überdachte Kutsche ihren Weg durch den Straßenverkehr auf dem Highway 340 in Pennsylvania. Die Zügel fest in der Hand, sitzt ein bärtiger Mann mit kantigem Strohhut, schlicht in Schwarz gekleidet, auf dem Kutschbock. Er ist ein Nachfahre jener europäischen Auswanderer, die 1727 amerikanischen Boden betraten und dort eine Gemeinschaft gründeten, in der sie ihren Traum vom einfachen, gottgefälligen Leben verwirklichten und das bis heute; ein Leben, in dem Fernseher und Internet überflüssig sind. Mitten in einer Gesellschaft der verlorenen Ideale haben die Amische ihr Lebensideal verwirklicht, haben sie eine Utopie Wirklichkeit werden lassen. Das ist nur ein Beispiel für viele ähnliche Experimente in der Geschichte, gegen Normen und Zwänge auf friedliche Weise zu revoltieren, eine autonome Gegengesellschaft einzurichten, in der das Glück eben nicht allein Hoffnung und unerreichbar bleibt, sondern tatsächlich gelebt werden kann. Über Utopien wird kaum noch gesprochen, doch die Aktualität solcher Versuche der Selbstbestimmung und des friedlichen Miteinanders, einer »praktischen Utopie«, die zu einer humaneren Lebenswelt beitragen könnte, ist unbestreitbar angesichts zunehmender Umweltprobleme, angesichts der Dominanz der Industriestaaten gegenüber den Entwicklungsländern und der Kriegs- und Gewaltbereitschaft in vielen Teilen der Welt. Der vorliegende Band, der in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Rundfunk entstand, stellt die wichtigsten Utopie-Projekte vor, in denen ideale Formen des Arbeitens und Zusammenlebens realisiert und erprobt wurden, erfolgreich oder scheiternd: von den entferntesten Regionen im brasilianischen Dschungel bis zu den europäischen Stadtkommunen, von den mittelalterlichen Klosterutopien, dem Münsteraner Täuferreich, den Hutterern und Amischen, den Siedlungsprojekten der Fourieristen über die Kibbuzim oder die Münchener Räterepublik bis zu Lebensreform- und Landkommunen (Eden, Monte Verità) und zur Hippiebewegung der sechziger und siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts.
--
Habe ich vor kurzem gelesen und beantworte Fragen dazu gerne.
Titel: Gelebte Utopien. Alternative Lebensentwürfe
Autor: Joachim Meißner, Dorothee Meyer-Kahrweg, Hans Sarkowicz, Dorothee Meyer- Kahrweg
Verlag: Insel, Frankfurt
Jahr: 2001
Seitenzahl: 370
ISBN: 3458170863
Medium: Hardcover
einmal gelesen, ohne Mängel.
Unbeirrt von den vorbeirauschenden Autos und Lastwagen bahnt sich eine kleine, überdachte Kutsche ihren Weg durch den Straßenverkehr auf dem Highway 340 in Pennsylvania. Die Zügel fest in der Hand, sitzt ein bärtiger Mann mit kantigem Strohhut, schlicht in Schwarz gekleidet, auf dem Kutschbock. Er ist ein Nachfahre jener europäischen Auswanderer, die 1727 amerikanischen Boden betraten und dort eine Gemeinschaft gründeten, in der sie ihren Traum vom einfachen, gottgefälligen Leben verwirklichten und das bis heute; ein Leben, in dem Fernseher und Internet überflüssig sind. Mitten in einer Gesellschaft der verlorenen Ideale haben die Amische ihr Lebensideal verwirklicht, haben sie eine Utopie Wirklichkeit werden lassen. Das ist nur ein Beispiel für viele ähnliche Experimente in der Geschichte, gegen Normen und Zwänge auf friedliche Weise zu revoltieren, eine autonome Gegengesellschaft einzurichten, in der das Glück eben nicht allein Hoffnung und unerreichbar bleibt, sondern tatsächlich gelebt werden kann. Über Utopien wird kaum noch gesprochen, doch die Aktualität solcher Versuche der Selbstbestimmung und des friedlichen Miteinanders, einer »praktischen Utopie«, die zu einer humaneren Lebenswelt beitragen könnte, ist unbestreitbar angesichts zunehmender Umweltprobleme, angesichts der Dominanz der Industriestaaten gegenüber den Entwicklungsländern und der Kriegs- und Gewaltbereitschaft in vielen Teilen der Welt. Der vorliegende Band, der in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Rundfunk entstand, stellt die wichtigsten Utopie-Projekte vor, in denen ideale Formen des Arbeitens und Zusammenlebens realisiert und erprobt wurden, erfolgreich oder scheiternd: von den entferntesten Regionen im brasilianischen Dschungel bis zu den europäischen Stadtkommunen, von den mittelalterlichen Klosterutopien, dem Münsteraner Täuferreich, den Hutterern und Amischen, den Siedlungsprojekten der Fourieristen über die Kibbuzim oder die Münchener Räterepublik bis zu Lebensreform- und Landkommunen (Eden, Monte Verità) und zur Hippiebewegung der sechziger und siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts.
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Habe ich vor kurzem gelesen und beantworte Fragen dazu gerne.
17.06.2007 13:51:39
Mitglied gelöscht
Einmal kräfig geschubst.
Vielleicht hat jemand noch ein paar Ideen?
Vielleicht hat jemand noch ein paar Ideen?
01.10.2007 16:33:08
Mitglied gelöscht
den bring ich mal nach oben.
18.08.2009 23:12:56
Mitglied gelöscht
So lebe ich jetzt - von Meg Rosoff
die 15jährige New Yorkerin Daisy kommt nach England um dort bei ihrer Tante und ihren Cousins zu leben. Inmitten des idyllischen Farmlebens entwickelt sich eine zarte Liebesgeschichte zwischen Daisy und ihrem Cousin Edmond .
Bis der Krieg (3. Weltkrieg?) ausbricht...
diese Buch fiel mir neulich durch Zufall auf Englisch in die Hände und steht jetzt in meinem Behalte-Regal. Ich fand es sehr berührend und kann es wärmstens weiterempfehlen.
die 15jährige New Yorkerin Daisy kommt nach England um dort bei ihrer Tante und ihren Cousins zu leben. Inmitten des idyllischen Farmlebens entwickelt sich eine zarte Liebesgeschichte zwischen Daisy und ihrem Cousin Edmond .
Bis der Krieg (3. Weltkrieg?) ausbricht...
diese Buch fiel mir neulich durch Zufall auf Englisch in die Hände und steht jetzt in meinem Behalte-Regal. Ich fand es sehr berührend und kann es wärmstens weiterempfehlen.
18.08.2009 23:40:34
Mitglied gelöscht
"Fahrenheit 451" mache ich mit dafür verantwortlich, dass ich so wahnsinnig viele Bücher besitze - nachdem ich das gelesen und auch den Film von Truffaut gesehen hatte, dachte ich anscheinend immer, Bücher würden vielleicht mal verboten werden und ich müsste mir einen Riesenvorrat anschaffen, der bis an mein Lebensende reicht.
19.08.2009 11:04:28
Mitglied gelöscht
@KCnash
Danke, endlich habe ich eine wunderbare Ausrede, mit der man auch noch so richtig Eindruck schinden kann. Das werde ich jetzt auch immer sagen, wenn einer sich über meine Bücher wundert.
Einfach genial - das Buch übrigens auch, da stimme ich dir ebenfalls zu!
Danke, endlich habe ich eine wunderbare Ausrede, mit der man auch noch so richtig Eindruck schinden kann. Das werde ich jetzt auch immer sagen, wenn einer sich über meine Bücher wundert.
Einfach genial - das Buch übrigens auch, da stimme ich dir ebenfalls zu!
19.08.2009 13:19:56
Mitglied gelöscht
Gern geschehen.
19.08.2009 13:37:20

