Zustandsbeschreibung
gut. ohne hülle
Artikelbeschreibung
Anja Lundholm beschreibt ihre Erlebnisse nach dem Verlassen des KZ Ravensbrück bis zu ihrer gelungenen Flucht nach Lüneburg in die englische Besatzungszone. Damit folgt dieses Buch direkt auf Das Höllentor. Bericht einer Überlebenden. Anja Lundholms Stil ist durch hohes sprachliches Niveau mit stellenweise grimmigem Humor und treffendem Sprachwitz bei absolut sachlicher Erzählung gekennzeichnet.
Es fällt schwer, angesichts des unendlichen Leids der Betroffenen, der millionenfach ausgelöschten Hoffnungen und der Berge an Leichen von einem literarischen Höhepunkt zu reden, jedoch: Es ist geschehen, es ist historische Tatsache - und dieses Geschehen beschrieb Anja Lundholms für uns Nachgeborenen als eine der Besten, wenn nicht die beste Schriftstellerin der Nachkriegszeit.
In ihrer Erzählung ist Anja Lundholm gerecht zu allen Parteien, denen sie unterwegs begegnet, sowohl gegenüber den Einheiten der regulären russischen Armee als auch gegenüber marodierenden, plündernden und mordenden Horden, gegenüber der russischen Kommandatur und der englischen Truppe, die sie zum ersten Mal medizinisch betreut.
In diesem "Reisebericht" der besonderen Art charakterisiert sie die Personen des Romans auf eine Weise, dass sie plastisch vor einem stehen: Skelett, ihre Reisegefährten aus dem KZ Ravensbrück und die bewegendste, traurigste Figur dieser Erzählung - man ist an Jean-Paul Sartre und sein Stück "Geschlossene Gesellschaft" erinnert, Aljoscha, ein Offizier der russischen Armee, der sich in sie verliebt und in Rückblicken die Häftlinge und Aufseherinnen des KZ Ravensbrück. Ihre eigene Erzählerfigur, der sie hier den Namen "Murks" oder manchmal Ruth gegeben hat, steht dagegen etwas zurück - das gibt sich im nächsten Band ihrer Erinnerungen, Die äußerste Grenze. Roman.
Dabei lässt sie nichts aus: Von Häftlingen (ihr Ausdruck) mit dem roten Winkel, die schwarze Listen mit missliebigen Mit-Häftlingen anfertigten bis zu SS-Offizieren, (siehe ihr Buch Im Netz) die ihr halfen zu überleben. Anja beschrieb die Zeit und die Personen, die sie erlebte, und ist damit für uns Nachgeborene eine unschätzbare Quelle von gleichzeitig hohem literarischen Wert über das Grauen der NS-Zeit, das für viele Menschen, egal auf welcher Seite sie standen, zum Massengrab wurde.
Es fällt schwer, angesichts des unendlichen Leids der Betroffenen, der millionenfach ausgelöschten Hoffnungen und der Berge an Leichen von einem literarischen Höhepunkt zu reden, jedoch: Es ist geschehen, es ist historische Tatsache - und dieses Geschehen beschrieb Anja Lundholms für uns Nachgeborenen als eine der Besten, wenn nicht die beste Schriftstellerin der Nachkriegszeit.
In ihrer Erzählung ist Anja Lundholm gerecht zu allen Parteien, denen sie unterwegs begegnet, sowohl gegenüber den Einheiten der regulären russischen Armee als auch gegenüber marodierenden, plündernden und mordenden Horden, gegenüber der russischen Kommandatur und der englischen Truppe, die sie zum ersten Mal medizinisch betreut.
In diesem "Reisebericht" der besonderen Art charakterisiert sie die Personen des Romans auf eine Weise, dass sie plastisch vor einem stehen: Skelett, ihre Reisegefährten aus dem KZ Ravensbrück und die bewegendste, traurigste Figur dieser Erzählung - man ist an Jean-Paul Sartre und sein Stück "Geschlossene Gesellschaft" erinnert, Aljoscha, ein Offizier der russischen Armee, der sich in sie verliebt und in Rückblicken die Häftlinge und Aufseherinnen des KZ Ravensbrück. Ihre eigene Erzählerfigur, der sie hier den Namen "Murks" oder manchmal Ruth gegeben hat, steht dagegen etwas zurück - das gibt sich im nächsten Band ihrer Erinnerungen, Die äußerste Grenze. Roman.
Dabei lässt sie nichts aus: Von Häftlingen (ihr Ausdruck) mit dem roten Winkel, die schwarze Listen mit missliebigen Mit-Häftlingen anfertigten bis zu SS-Offizieren, (siehe ihr Buch Im Netz) die ihr halfen zu überleben. Anja beschrieb die Zeit und die Personen, die sie erlebte, und ist damit für uns Nachgeborene eine unschätzbare Quelle von gleichzeitig hohem literarischen Wert über das Grauen der NS-Zeit, das für viele Menschen, egal auf welcher Seite sie standen, zum Massengrab wurde.
Schlagworte
k.A.






