Autor:
Verlag:
Hoffmann und Campe Verlag
Jahr:
2003
Seitenzahl:
400
ISBN:
9783455068108
Medium:
Hardcover
Sprache:
Deutsch
Zustandsbeschreibung
Sehr gut
Artikelbeschreibung
Nein, ein Abenteuerroman über eine Afrikasafari ist dieses Buch nicht -- nun wirklich nicht. Zwar beschreibt der aus der Perspektive des 19-jährigen Richard in Tagebuchform geschriebene Roman nichts anderes als eine Großwildsafari in Kenia, die der Teenager gemeinsam mit seinen Eltern unternimmt, doch man merkt schon nach den ersten Zeilen, dass hier irgendetwas anders ist: Den ersten Tagebucheintrag, den wir zu lesen bekommen, schreibt Richard im Flugzeug, nachdem er seine ersten Joints, sein Vater seine ersten Scotchs und seine Mutter ihre ersten hysterischen Heulkrämpfe hinter sich hat. Das wird eine Safari der etwas anderen Art, das merkt man sofort -- und diese Erwartungen werden nicht enttäuscht. Im Gegenteil, eine so skurrile Reise, wie wir sie hier miterleben dürfen, liegt außerhalb jedes einigermaßen normalen Vorstellungsvermögens.
Afrikasafari ist natürlich eigentlich ein Familienroman. Richards Familie scheint einen internen Wettkampf auszufechten, wer am neurotischsten ist: Zunächst geht eindeutig der autoritäre und alkoholkranke Vater mit seinem Kontrollwahn in Führung, doch schon bald zieht seine permanent heulende Frau, die sich die Safari eigentlich gewünscht hatte und nun plötzlich ihre Angst vor Tieren entdeckt, an ihm vorbei -- uneinholbar, so wie es aussieht. Und Richard selbst? Nun, Richard scheint zunächst der halbwegs neutrale Beobachter des wirren Treibens zu sein, der zwar permanent masturbiert und den Rest der Zeit unter Drogen steht, ansonsten aber vergleichsweise normal wirkt. Doch schnell nähren sich Zweifel, ob seine Sicht der Dinge, die der Leser ja zwangsläufig übernimmt, nicht vielleicht auch ein bisschen, nun ja, überspannt ist, um es vorsichtig zu formulieren.
Afrikasafari ist natürlich eigentlich ein Familienroman. Richards Familie scheint einen internen Wettkampf auszufechten, wer am neurotischsten ist: Zunächst geht eindeutig der autoritäre und alkoholkranke Vater mit seinem Kontrollwahn in Führung, doch schon bald zieht seine permanent heulende Frau, die sich die Safari eigentlich gewünscht hatte und nun plötzlich ihre Angst vor Tieren entdeckt, an ihm vorbei -- uneinholbar, so wie es aussieht. Und Richard selbst? Nun, Richard scheint zunächst der halbwegs neutrale Beobachter des wirren Treibens zu sein, der zwar permanent masturbiert und den Rest der Zeit unter Drogen steht, ansonsten aber vergleichsweise normal wirkt. Doch schnell nähren sich Zweifel, ob seine Sicht der Dinge, die der Leser ja zwangsläufig übernimmt, nicht vielleicht auch ein bisschen, nun ja, überspannt ist, um es vorsichtig zu formulieren.
Schlagworte
k.A.
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