Autor:
Verlag:
Bertelsmann-Lesering
Jahr:
1957
Seitenzahl:
300
Medium:
Hardcover
Sprache:
Deutsch
Zustandsbeschreibung
Guter Zustand!
Artikelbeschreibung
Einst wird kommen der Tag. (Gebundene Ausgabe) von Taylor Caldwel
Dies ist der erste Familien- und Gesellschaftsroman, den ich je gelesen habe. Damals war ich 17. Ich war fasziniert. 25 Jahre später, las ich diesen Roman erneut. Er hat viel von seiner Faszination auf mich verloren. Es ist das Erstlingswerk von Janet Miriam Reback (1900-1985), die unter dem Pseudonym Taylor Caldwell schrieb. 1938 erschien das Original, ein Jahr später veröffentlichte der Neff Verlag in Wien die deutschsprachige Erstauflage, der drei Jahre später noch eine weitere Auflage folgen sollte. Später erschien das Buch, häufig gekürzt, noch einige Male in Ost- und Westdeutschland. Das Original umfasst gut 900 Seiten. Es ist die Geschichte der Familie Barbour, vor allem von Ernest Barbour. Dieser erste Teil einer Trilogie, deren andere beide Teile 1940 und 1944 erschienen, aber nicht auf deutsch übersetzt wurden, spielt zwischen den 30er Jahren und dem Ende des 19. Jahrhunderts. Die Barbours sind sehr arm. Das soll sich ändern. Darum ziehen sie von England aus in das gelobte Land, in die Vereinigten Staaten. In Pennsylvania besitzt Ernests Onkel eine kleine Waffenfabrik, in die er einen Franzosen Namens Bouchard aufgenommen hat. Ernests Onkel benutzt die Barbours zunächst als billige Arbeitskräfte, doch dann gelingt es Ernest, ihn aus der Firma zu drängen: Er und Bouchard haben neuartige Waffen und Munition erfunden und sich patentieren lassen. Nun werden die Engländer und der Franzose Partner. Über die nächsten Jahrzehnte entwickelt sich ein Unternehmen, das zu den größten und bedeutendsten Waffenmanufakturen der USA werden soll. Doch während Ernest nur aufs Geldverdienen aus ist, hat sein Bruder Martin etwas anderes im Sinn: Der schwächliche, weltfremde Mann errichtet das erste Krankenhaus in der kleinen, prosperierenden Stadt, in der dieser Roman spielt. Über 900 Seiten werden wir Zeugen, wie die Familien ineinander verschmelzen, wie sich Neffen und Nichten heiraten und wie sie Kinder zeugen, wir erfahren, dass Ernests Kinder ihn nicht glücklich machen, jene von Martin aber dazu geeignet erscheinen, das Waffenimperium zu leiten, aber von den Bouchardsöhnen aus den Führungspositionen gedrängt werden. Der Sklavenhandel, der Bürgerkrieg, die Diskussion um die Einfuhr ausländischer Arbeiter in die USA wird erwähnt. Doch im Wesentlichen ist dies noch eine Familienchronik, anders als andere Romane der Autorin, in denen sie durchaus auch zu politischen Ereignissen Stellung bezieht. Doch hier wird schon die pazifistische, nach links orientiert Haltung der gläubigen Katholikin deutlich. Für ein Erstlingswerk ist dies etwas Besonderes. Leider hält sich die Autorin allzu starr an ihre Aufgabe, die Entwicklung einer Familie zu schildern. Immer wieder reflektiert sie die Handlungen ihrer Protagonisten, erklärt sie bis ins Kleinste, beschreibt ihre Gefühle, was sie denken usw. Das kann interessant sein, in dieser geballten Form jedoch wirkt es überladend. Trotzdem: Ein interessanter, an einigen Stellen sehr spannender Roman, auf dessen Handlung in mehreren weitern Romanen der Autorin immer wieder Bezug genommen wird. So schmuggelt in dem Roman Der Preis der Macht" der Hauptprotagonist während des Bürgekriegs Waffen von Barbour und Bouchard in die Südstaaten...
Dies ist der erste Familien- und Gesellschaftsroman, den ich je gelesen habe. Damals war ich 17. Ich war fasziniert. 25 Jahre später, las ich diesen Roman erneut. Er hat viel von seiner Faszination auf mich verloren. Es ist das Erstlingswerk von Janet Miriam Reback (1900-1985), die unter dem Pseudonym Taylor Caldwell schrieb. 1938 erschien das Original, ein Jahr später veröffentlichte der Neff Verlag in Wien die deutschsprachige Erstauflage, der drei Jahre später noch eine weitere Auflage folgen sollte. Später erschien das Buch, häufig gekürzt, noch einige Male in Ost- und Westdeutschland. Das Original umfasst gut 900 Seiten. Es ist die Geschichte der Familie Barbour, vor allem von Ernest Barbour. Dieser erste Teil einer Trilogie, deren andere beide Teile 1940 und 1944 erschienen, aber nicht auf deutsch übersetzt wurden, spielt zwischen den 30er Jahren und dem Ende des 19. Jahrhunderts. Die Barbours sind sehr arm. Das soll sich ändern. Darum ziehen sie von England aus in das gelobte Land, in die Vereinigten Staaten. In Pennsylvania besitzt Ernests Onkel eine kleine Waffenfabrik, in die er einen Franzosen Namens Bouchard aufgenommen hat. Ernests Onkel benutzt die Barbours zunächst als billige Arbeitskräfte, doch dann gelingt es Ernest, ihn aus der Firma zu drängen: Er und Bouchard haben neuartige Waffen und Munition erfunden und sich patentieren lassen. Nun werden die Engländer und der Franzose Partner. Über die nächsten Jahrzehnte entwickelt sich ein Unternehmen, das zu den größten und bedeutendsten Waffenmanufakturen der USA werden soll. Doch während Ernest nur aufs Geldverdienen aus ist, hat sein Bruder Martin etwas anderes im Sinn: Der schwächliche, weltfremde Mann errichtet das erste Krankenhaus in der kleinen, prosperierenden Stadt, in der dieser Roman spielt. Über 900 Seiten werden wir Zeugen, wie die Familien ineinander verschmelzen, wie sich Neffen und Nichten heiraten und wie sie Kinder zeugen, wir erfahren, dass Ernests Kinder ihn nicht glücklich machen, jene von Martin aber dazu geeignet erscheinen, das Waffenimperium zu leiten, aber von den Bouchardsöhnen aus den Führungspositionen gedrängt werden. Der Sklavenhandel, der Bürgerkrieg, die Diskussion um die Einfuhr ausländischer Arbeiter in die USA wird erwähnt. Doch im Wesentlichen ist dies noch eine Familienchronik, anders als andere Romane der Autorin, in denen sie durchaus auch zu politischen Ereignissen Stellung bezieht. Doch hier wird schon die pazifistische, nach links orientiert Haltung der gläubigen Katholikin deutlich. Für ein Erstlingswerk ist dies etwas Besonderes. Leider hält sich die Autorin allzu starr an ihre Aufgabe, die Entwicklung einer Familie zu schildern. Immer wieder reflektiert sie die Handlungen ihrer Protagonisten, erklärt sie bis ins Kleinste, beschreibt ihre Gefühle, was sie denken usw. Das kann interessant sein, in dieser geballten Form jedoch wirkt es überladend. Trotzdem: Ein interessanter, an einigen Stellen sehr spannender Roman, auf dessen Handlung in mehreren weitern Romanen der Autorin immer wieder Bezug genommen wird. So schmuggelt in dem Roman Der Preis der Macht" der Hauptprotagonist während des Bürgekriegs Waffen von Barbour und Bouchard in die Südstaaten...
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