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"Ein fast perfekter Plan" - Petra Hammesfahr
Beitrag
erstellt am
Mitglied gelöscht
Das neueste Buch von Petra Hammesfahr durfte ich bereits vorab lesen, doch leider hat es mich so überhaupt nicht begeistern können!
Kerstin Riedke, Besitzerin eines Friseursalons schmiedet einen fast perfekten Plan, um ans große Geld zu gelangen. Geschickt manipuliert sie ihren Freund Richard Maltei, der sich als ziemlicher Simpel entpuppt, damit er die reiche Regine Satorius, Tochter von Kerstins Kundin Carla Sartorius, verführt, heiratet und anschließend tötet. Als Nutznießer dieses Todes soll dann Richard den Erbschaftsteil Regines einstreichen und Kerstin und ihr Freund können ein Leben inmitten von Luxus führen.
Leider hat die Manipulatorin Kerstin bei ihrem Plan einige wichtige Punkte außer Acht gelassen. So entpuppen sich ihre Infos aus erster Hand, nämlich die Neuigkeiten von Carla über den Stand der Dinge in der Familie Sartorius als heillos übertrieben und das mörderische Paar sieht sich mit neuen Problemen konfrontiert.
Im Prolog wird der Leser bereits mit dem Ende des Buches konfrontiert und die Spannung, die Hammesfahr aufbauen will besteht nun in der Frage, wie es zu diesem grausamen Verbrechen kam. Bis man die ganze Intrige allerdings durchschaut hat, vergehen 420 Seiten, durch die sich der Leser mühevoll hindurch kämpfen muss. Zwar beginnt die Autorin die Geschichte in hohem Tempo, dieses verflacht aber zusehends mit der Länge des Buchs und man fragt sich, ob eine Kürzung um 100 Seiten dem Buch nicht gutgetan hätte.
Richtige Sympathieträger gibt es im Buch auch keine und die Charakter scheinen für meine Begriffe recht einfach gestrickt: Regine ist grenzenlos naiv, Richard ist auch nicht gerade helle und zwischenmenschlich völlig inkompetent und Kerstin erscheint nur als geldgierige und gefühlskalte Manipulatorin. Mitgelitten habe ich aus diesem Grund mit keinem der Protagonisten und Protagonistinnen und habe das Buch somit auch ohne weitere Nachwirkung zugeklappt.
Weiter Minuspunkte sammelt das Buch in seiner Realitätsferne: Als dann in der Geschichte auch noch Séancen und eine Wahrsagerin auf einem Jahrmarkt aufgetaucht sind, war für mich das Maß der Erträglichkeit voll und ich wollte das Buch nur noch so schnell wie möglich hinter mich bringen. Ein endgültiger Kritikpunkt war für mich der Schluss, der mich äußerst unbefriedigt zurück ließ und somit verdient sich das Buch in meinen Augen keine gute Bewertung!
Ich bin schon auf eure Meinungen gespannt!
Kerstin Riedke, Besitzerin eines Friseursalons schmiedet einen fast perfekten Plan, um ans große Geld zu gelangen. Geschickt manipuliert sie ihren Freund Richard Maltei, der sich als ziemlicher Simpel entpuppt, damit er die reiche Regine Satorius, Tochter von Kerstins Kundin Carla Sartorius, verführt, heiratet und anschließend tötet. Als Nutznießer dieses Todes soll dann Richard den Erbschaftsteil Regines einstreichen und Kerstin und ihr Freund können ein Leben inmitten von Luxus führen.
Leider hat die Manipulatorin Kerstin bei ihrem Plan einige wichtige Punkte außer Acht gelassen. So entpuppen sich ihre Infos aus erster Hand, nämlich die Neuigkeiten von Carla über den Stand der Dinge in der Familie Sartorius als heillos übertrieben und das mörderische Paar sieht sich mit neuen Problemen konfrontiert.
Im Prolog wird der Leser bereits mit dem Ende des Buches konfrontiert und die Spannung, die Hammesfahr aufbauen will besteht nun in der Frage, wie es zu diesem grausamen Verbrechen kam. Bis man die ganze Intrige allerdings durchschaut hat, vergehen 420 Seiten, durch die sich der Leser mühevoll hindurch kämpfen muss. Zwar beginnt die Autorin die Geschichte in hohem Tempo, dieses verflacht aber zusehends mit der Länge des Buchs und man fragt sich, ob eine Kürzung um 100 Seiten dem Buch nicht gutgetan hätte.
Richtige Sympathieträger gibt es im Buch auch keine und die Charakter scheinen für meine Begriffe recht einfach gestrickt: Regine ist grenzenlos naiv, Richard ist auch nicht gerade helle und zwischenmenschlich völlig inkompetent und Kerstin erscheint nur als geldgierige und gefühlskalte Manipulatorin. Mitgelitten habe ich aus diesem Grund mit keinem der Protagonisten und Protagonistinnen und habe das Buch somit auch ohne weitere Nachwirkung zugeklappt.
Weiter Minuspunkte sammelt das Buch in seiner Realitätsferne: Als dann in der Geschichte auch noch Séancen und eine Wahrsagerin auf einem Jahrmarkt aufgetaucht sind, war für mich das Maß der Erträglichkeit voll und ich wollte das Buch nur noch so schnell wie möglich hinter mich bringen. Ein endgültiger Kritikpunkt war für mich der Schluss, der mich äußerst unbefriedigt zurück ließ und somit verdient sich das Buch in meinen Augen keine gute Bewertung!
Ich bin schon auf eure Meinungen gespannt!
03.11.2009 20:31:40
(9863 Beiträge)
oh nein ... ich habe zum Geburtstag ein Buchgutschein bekommen und mir gestern nun gerade dieses Buch gekauft. Werde es bald lesen und bin gespannt ob ich deine Meinung teilen werde. Ich habe sonst die Bücher dieser Autorin immer sehr gerne gelesen.
04.11.2009 08:09:08
Mitglied gelöscht
@ Engineerwife
Lass das Buch doch erst einmal unvoreingenommen auf dich zu kommen! Ich wollte dir nicht im Voraus die Laune auf die Buchlektüre verderben, nur hat es meinem Geschmack eben nicht entsprochen. Als Frau kannst du den Roman natürlich ganz anders betrachten und mir sind auch schon einige Meinungen untergekommen, die das Buch ganz großartig fanden, von daher musst du dir gar nichts denken. Es war auch mein erstes Buch von Petra Hammesfahr und ich habe daher keine Vergleichsmöglichkeit zu anderen Büchern der Autorin. Mein Lesegeschmack ist eben etwas anders, aber du musst, wie eben schon erwähnt, das Buch einfach auf dich zukommen lassen (oder du forderst es bei mir an ;-))!
Viel Grüße!
Lass das Buch doch erst einmal unvoreingenommen auf dich zu kommen! Ich wollte dir nicht im Voraus die Laune auf die Buchlektüre verderben, nur hat es meinem Geschmack eben nicht entsprochen. Als Frau kannst du den Roman natürlich ganz anders betrachten und mir sind auch schon einige Meinungen untergekommen, die das Buch ganz großartig fanden, von daher musst du dir gar nichts denken. Es war auch mein erstes Buch von Petra Hammesfahr und ich habe daher keine Vergleichsmöglichkeit zu anderen Büchern der Autorin. Mein Lesegeschmack ist eben etwas anders, aber du musst, wie eben schon erwähnt, das Buch einfach auf dich zukommen lassen (oder du forderst es bei mir an ;-))!
Viel Grüße!
04.11.2009 12:06:35
(9863 Beiträge)
das werde ich machen ... es unvoreingenommen lesen und anschließend berichten. Anfordern brauch ich es nicht, hab es ja schon zu Hause liegen.
Dir auch viele Grüße!
Dir auch viele Grüße!
04.11.2009 12:38:45
Mitglied gelöscht
Na, dann viel Spaß damit!
04.11.2009 13:39:33
(18959 Beiträge)
So ganz überzeugt hat mich Petra Hammesfahr mit diesem Buch auch nicht. Ist auch mein erstes von ihr (und vorerst letztes)
Hier meine Rezi:
Nicht wirklich perfekt
Das Buch beginnt mit dem Fund einer übel zugerichteten Frauenleiche. Als Täter wird Richard Maltei verhaftet, doch der behauptet, unschuldig zu sein.
Der junge Richard Maltei ist der Freund der zehn Jahre älteren Kerstin Riedke. Kerstin ist die Friseuse von Carla Sartorius. Diese erzählt ihr, dass ihr Mann nicht mehr lange zu leben hat. Die einzige Tochter, Regine, wird dann ein Vermögen erben. In Kerstin reift der Plan, dass Richard sich an Regine heranmachen und sie heiraten soll. Später soll sie ermordet werden und Richard alles erben. Richard ist alles andere als begeistert, doch er vergöttert Kerstin, ist ihr geradezu hörig und tut im Endeffekt doch alles, was sie von ihm verlangt.
Natürlich läuft nicht alles so, wie Kerstin und Richard das geplant haben. Sie werden immer wieder von unliebsamen Neuigkeiten überrascht. Schließlich stellt sich auch noch heraus, dass Regine eine besondere Gabe hat...
Der Stil von Petra Hammesfahr gefällt mir recht gut, ich finde ihn für einen Psychothriller sehr gelungen. Die Sätze sind einfach, kurz und prägnant. Da bleibt sehr viel Platz für die eigene Fantasie, von der ein Psychothriller ja lebt. Die Stimmung erscheint recht düster und trostlos, und zwar sowohl in den einfachen Verhältnissen von Kerstin und Richard als auch in der Welt der reichen Familie Sartorius. Schade finde ich, dass nicht eine der Personen irgendwie sympathisch wirkt und man sich mit ihr identifizieren kann. Es fällt mir dadurch schwer, mich in die Geschichte hineinzufühlen. Man liest irgendwie aus der Distanz, es berührt einen eigentlich alles nicht. Das nimmt dem Buch auch die Spannung. Die Charaktere sind alle recht einfach gestrickt: Regine ist nur naiv, Kerstin nur berechnend, Carla nur aufopfernd, Hartmut Sartorius gefühllos.
Das Buch lässt sich locker lesen und ist auch ein bisschen unterhaltsam, aber es beinhaltet mehr Psycho als Thriller. Spannend wird es eigentlich erst auf den letzten 100 Seiten ein bisschen, als Regine den Verdacht bekommt, dass Richard sie ermorden will. Ich konnte das aber alles nicht so ernst nehmen, weil ja immer wieder die übersinnliche Gabe von Regine mitspielt. Das ist mir persönlich zu hanebüchen. Zwischendurch zeigt das Buch erhebliche Längen, wenn irgendwelche Renovierungsarbeiten oder Finanzierungsprobleme in aller Breite erörtert werden. Der Schluss ist ganz nett, wenn auch vorhersehbar und etwas zu kurz. Insgesamt ist mir die Geschichte viel zu unrealistisch.
Hier meine Rezi:
Nicht wirklich perfekt
Das Buch beginnt mit dem Fund einer übel zugerichteten Frauenleiche. Als Täter wird Richard Maltei verhaftet, doch der behauptet, unschuldig zu sein.
Der junge Richard Maltei ist der Freund der zehn Jahre älteren Kerstin Riedke. Kerstin ist die Friseuse von Carla Sartorius. Diese erzählt ihr, dass ihr Mann nicht mehr lange zu leben hat. Die einzige Tochter, Regine, wird dann ein Vermögen erben. In Kerstin reift der Plan, dass Richard sich an Regine heranmachen und sie heiraten soll. Später soll sie ermordet werden und Richard alles erben. Richard ist alles andere als begeistert, doch er vergöttert Kerstin, ist ihr geradezu hörig und tut im Endeffekt doch alles, was sie von ihm verlangt.
Natürlich läuft nicht alles so, wie Kerstin und Richard das geplant haben. Sie werden immer wieder von unliebsamen Neuigkeiten überrascht. Schließlich stellt sich auch noch heraus, dass Regine eine besondere Gabe hat...
Der Stil von Petra Hammesfahr gefällt mir recht gut, ich finde ihn für einen Psychothriller sehr gelungen. Die Sätze sind einfach, kurz und prägnant. Da bleibt sehr viel Platz für die eigene Fantasie, von der ein Psychothriller ja lebt. Die Stimmung erscheint recht düster und trostlos, und zwar sowohl in den einfachen Verhältnissen von Kerstin und Richard als auch in der Welt der reichen Familie Sartorius. Schade finde ich, dass nicht eine der Personen irgendwie sympathisch wirkt und man sich mit ihr identifizieren kann. Es fällt mir dadurch schwer, mich in die Geschichte hineinzufühlen. Man liest irgendwie aus der Distanz, es berührt einen eigentlich alles nicht. Das nimmt dem Buch auch die Spannung. Die Charaktere sind alle recht einfach gestrickt: Regine ist nur naiv, Kerstin nur berechnend, Carla nur aufopfernd, Hartmut Sartorius gefühllos.
Das Buch lässt sich locker lesen und ist auch ein bisschen unterhaltsam, aber es beinhaltet mehr Psycho als Thriller. Spannend wird es eigentlich erst auf den letzten 100 Seiten ein bisschen, als Regine den Verdacht bekommt, dass Richard sie ermorden will. Ich konnte das aber alles nicht so ernst nehmen, weil ja immer wieder die übersinnliche Gabe von Regine mitspielt. Das ist mir persönlich zu hanebüchen. Zwischendurch zeigt das Buch erhebliche Längen, wenn irgendwelche Renovierungsarbeiten oder Finanzierungsprobleme in aller Breite erörtert werden. Der Schluss ist ganz nett, wenn auch vorhersehbar und etwas zu kurz. Insgesamt ist mir die Geschichte viel zu unrealistisch.
04.11.2009 15:04:02
Mitglied gelöscht
Oh, wie interessant, meine Mutter ist absoluter Hammesfahr-Fan, da hab ich dann ja prima einen "Nikolaus" oder so. *g*
04.11.2009 17:29:26
Mitglied gelöscht
Kurz und knapp:
spannender Anfang, lässt im weiteren Verlauf deutlich an Spannung nach, abgebrochen, vertauscht und die Autorin vorerst meide.
spannender Anfang, lässt im weiteren Verlauf deutlich an Spannung nach, abgebrochen, vertauscht und die Autorin vorerst meide.
04.11.2009 21:24:16
Mitglied gelöscht
Ich wusste gar nicht, dass es von ihr ein neues Buch gibt. Die ersten Bücher fand ich noch super, aber irgendwie hat sie nachgelassen. Leider! Ich mag ihre Art zu Schreiben. Die Krimis sind nicht so klischeehaft wie die amerikanischen, aber irgendwie haben die Bücher an Reiz verloren. Da ich aber immer wieder hoffe, dass es nur besser werden kann :-), werde ich das Buch auch lesen und weiter hoffen.
04.11.2009 22:54:14
(7820 Beiträge)
Ich hab das Buch auch bei vorablesen gewonnen; allerdings muss es erst noch etwas warten; vorher sind noch 3 Leserundenbücher dran. ;o)
05.11.2009 07:07:20

