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Mobbing in der Schule
Mitglied gelöscht
wir haben folgendes Problem mit einem Kind in der 5. Klasse Realschule. Im Herbst letzten Jahres haben wir bemerkt, dass der Junge sich immer mehr zurückzieht. Zu seiner Oma hat er dann mal gesagt, dass er am liebsten tot wäre. Da er sonst nichts weiter rausgerückt hat, haben wir gedacht er sei leicht depressiv.
Im Winter hat sich dann herausgestellt, dass er in der Schule massiv gemobbt wird. In der regulären Klasse von einigen Klassenkameraden und in der Nachmittagsbetreuung von 6. Klässlern mit den Klassen. Im Frühjar wurde dann von der Mobbingbeauftragten in der Klasse ein Gespräch geführt, wo explizit gesagt wurde, dass ... gemobbt wird in der Klasse (finde ich persönlich total ungeschickt, das Kind noch vor der ganzen Klasse zu benennen).
Danach wurde es etwas besser oder er hat nichts mehr gesagt. Seine Noten fallen seit dem Halbjahreszeugnis ab, er lässt die Hausaufgaben schleifen.
Vor 3 Wochen wurde er in der Pause zusammengeschlagen und als er sich gewehrt hat wurde er zum Direktor abgeführt mit Verweisandrohung. Der Hausmeister hat aber gesehen, dass er von 2 Schülern zusammengeschlagen wurde und hat dann gesagt, dass sie den falschen geschnappt haben. Vor 1 Woche wurde er dann im regulären Unterricht von einem Schüler angegriffen und ist dann total durchgedreht und hat in seinem Zorn sich auch nicht mehr von Lehrern beruhigen lassen und wohl auch den Lehrer getreten als dieser ihm den Arm auf den Rücken gedreht hat.
Jetzt hat er gestern einen verschärften Verweis dafür bekommen und versteht die Welt nicht mehr. Keiner der anderen Schüler hat für das Mobbing einen Verweis bekommen oder wurde zum Direktor mit den Eltern zitiert.
Was können wir jetzt für ihn tun? Wie können wir sein Selbstvertrauen stärken, dass er sich weniger leicht provozieren lässt?
(6971 Beiträge)
Der Junge ist erst in der 5. Klasse.
Er wird sich in einer neuen Schule neu orientieren können, aber in der alten Schule ist er jetzt für die nächsten Jahre "gebrandmarkt".
Mitglied gelöscht
Kann die jetzige Realschule da helfen, indem sie mit dem Schulamt sprechen?
(3201 Beiträge)
(202806 Beiträge)
Bei uns ist die Stadt für die Schülerbeförderung zuständig und das gab keine Probleme als unsere Kurze die Schule wechselte, obwohl es damals noch feste Schulbezirke gab.
Auf jeden Fall würde ich als Elternteil, der jetzigen Schule mal heftig auf die Füße treten wenn bewiesen ist, das der Junge in erster Linie Opfer und nicht Täter ist.
Wenn die Schule nicht in der Lage oder willens ist, ist ihrer Aufsichtspflicht nachzukommen muss ihnen das nochmal nachdrücklich klar gemacht werden.
Beim nächsten Vorfall, Anzeige bei der Polizei gegen die Täter, gegen die Schule und gegen die Betreuung in der Nachmittagsbetreuung.
Ich würde da gar nicht lange fackeln, das rächt sich nämlich.
Mitglied gelöscht
Lehrer und Direktor wissen ja Bescheid und haben beim Gespräch auch gesagt, dass er nicht stichelt, sondern von den anderen getriezt wird. Ist es nicht normal, dass man dann irgendwann ausrastet? Die Lehrer bemerken es ja und die anderen Mitschüler auch und keiner hilft ihm.
Er fühlt sich jetzt von den Lehrern "verraten", weil sie ihm nicht helfen. Und ja schon bei dem Vorfall davor, stand ja sofort er als Täter fest. Wäre der Hausmeister nicht gewesen, hätte er dafür schon einen Verweis bekommen. Außerdem sagt er, dass die Lehrer ihm körperlich weh getan haben. Er fühlt sich jetzt nicht nur den Mobbern hilflos ausgeliefert, sondern auch den Lehrern.
(50479 Beiträge)
(202806 Beiträge)
Das arme Kind.
Mitglied gelöscht
Und wenn es sich um eine weiterführende Schule handelt, an der es eine Schülerverwaltung gibt, sollten die auch mit ins Boot geholt werden. Oft ist es einfacher, wenn Schüler mit Schülern reden.
Am Gymnasium meiner Söhne gabe es eine Streitschlichter-AG, die aus Schülern bestand und in solchen Mobbingfällen auch immer mit dazu geholt wurde.
Aber wenn das alles nichts hilft, sollte man tatsächlich einen Schulwechsel anstreben.
Dass Schulleitungen und Kollegien oft eher konfliktscheu sind und solche Vorfälle gerne unter der Decke halten, auch weil sie bei Bekanntwerden um den "guten Ruf" der Schule fürchten, ist leider Fakt.
Und da muss man notfalls auch, wenn Gespräche nicht weiterhelfen, von Elternseite auch mal - mit Ankündigung beim Schulleiter - an die Öffentlichkeit - sprich Presse - gehen, und diese Vorfälle bekannt machen.
Ich möchte wetten, dass man sich spätestens dann seitens der Schule ganz schnell und intensiv bemüht, das Problem zu lösen. Nichts fürchten Schulleitungen so sehr wie schlechte Presse über "ihre" Anstalt.
Und ich habe als langjährige Vorsitzende des Schulelternbeirates immer wieder die Erfahrung gemacht, dass die Angst vieler Eltern, dass es ihrem Kind eher schadet, wenn man als Eltern klar und deutlich Missstände benennt und Abhilfe fordert, unbegründet ist. Vor allem dann, wenn man sich vorher Rückendeckung beim Elternbeirat holt, der das ganze begleitet, eventuell auch die Eltern zu einem Gespräch mit der Schulleitung oder Lehrern begleitet, und anschließend darauf achtet, dass dem Kind das Engagement der Eltern nicht zum Nachteil gereicht.
(5006 Beiträge)
Es folgten Klassengespräche und Übungen, in denen die Schüler auch reflektieren mussten, dass es an Jedem etwas gibt, das ihn selbst auch zum Opfer machen könnte. Der Schulleiter hat sehr deutlich gemacht, daß er so etwas an seiner Schule nicht tolerieren wird.
Der Schüler ist weiterhin an der Schule; das Mobbing hat aufgehört und wenn er auch nicht der beliebteste Schüler ist, hat sich die Klassengemeinschaft so gefestigt, dass sie keine Üergriffe von "Außen" hinnimmt und auch mobbing innerhalb der Klasse unterbindet (klar gibt es Sticheleien, Lästereien und Streit, aber es gibt immer ein deutliches STOP, wenn es zu heftig wird).
Für den betroffenen Schüler könnte man eine Aufgabe innerhalb der Schule suchen, die ihm Selbstbewußtsein und Anerkennung verschafft (Sani, Streitschlichter, Hilfe in der Technik bei Schulveranstaltungen, Hausaufgabenbetreuung jüngerer Schüler...).
Ich wünsche Euch viel Erfolg.
Schulwechsel hat für mich immer einen bitteren Beigeschmack, denn dann fühlen sich die Mobber bestätigt und suchen sich das nächste Opfer, weils so schön geklappt hat...
(202806 Beiträge)
Mitglied gelöscht
Derzeit haben wir eher das Gefühl, dass die Schule nichts weiter unternehmen möchte und meint, er ist das Problem. Er muss sich besser kontrollieren und nicht auf die anderen reagieren.
(13832 Beiträge)
Bei einem Kind hier in der Umgebung war es genauso. Da haben neben den Schülern auch die Lehrer gemobbt. Kind wurde als "komisch" angesehen, kam aus einer anderen Stadt, sprach einen anderen Dialekt und wurde ebenfalls zum Direktor zitiert, obwohl es gar nichts gemacht hat, angeblich hätte Kind sogar die Gemeinschaftsräume beschmiert.
Das Kind hat mitten im Schuljahr die Schule gewechselt, in einer anderen Stadt. Die neuen Mitschüler und Lehrer sind nett. Kind ist jetzt zufrieden und der Notendurchschnitt verbesserte sich um ganze 2 Noten!
(202806 Beiträge)
Es kann ja auch sein, das der Kleine jetzt einfach nichts mehr sagt obwohl er weiterhin Probleme hat, irgendwann eskaliert das Ganze vielleicht auf die eine oder andere Art und dann heißt es von Seiten der Schule
Wir wussten von nix.
(13832 Beiträge)
(13832 Beiträge)
-- Genau, Job verfehlt. Etwas zu unternehmen bedeutet Arbeit. So etwas ist wirklich traurig, aber genauso war es hier auch.
(13832 Beiträge)
Ich würde das schon ernst nehmen, wenn ein Kind zur Oma sagt, dass es lieber tot wäre.
(13832 Beiträge)
Gibt es bei Euch keine überregionalen Tickets für Schüler?
Bei uns haben die Kinder ein Ticket für den gesamten Verkehrsverbund, der gilt z.B. von Dortmund bis Mönchengladbach. Mit der Fahrkarte kann täglich man beliebig viele Fahrten in alle Städte dieses Verbundes unternehmen, auch am Wochenende und in den Ferien, ganz gleich, in welcher Stadt des Verbundes man wohnt oder zur Schule geht.
(45835 Beiträge)
Ich selbst habe mich in März kündigen lassen, wegen Mobbing von meiner Chefin. Darüber hinweg bin ich noch nicht, mich ärgert das so gemeint, das ich gehen musste und das niemand meiner Chefin mal was gesagt hat. Mit niemand meine ich den Hauptchef, den ich alles gesagt hatte. Seine einzige Antwort. Das interessiert mich nicht.
(45835 Beiträge)
Mitglied gelöscht
(202806 Beiträge)
vielleicht findet ihr hier mal Tipps
(202806 Beiträge)
es gibt aber Fördermittel für Familien die das nicht können
Mitglied gelöscht
(202806 Beiträge)
(45835 Beiträge)
Mitglied gelöscht
Ich komme immer wieder zu dem Ergebnis, dass er die Schule wechseln muss. Und leider hauptsächlich wegen der LEHRER. Er ist da jetzt abgestempelt als Schläger- Typ. Vergessen wird dabei, dass er schon mehrfach wegen körperlichen Verletzungen aus der Schule abgeholt werden muss (zB. Riss in der Hornhaut, usw.). Er hat sich nie gewehrt und das hatte für die anderen keine Konsequenzen. Und jetzt wehrt er sich und bekommt einen verschärften Verweis.
Mitglied gelöscht
(202806 Beiträge)
(34632 Beiträge)
Der arme Junge! Dem muss jetzt aber wirklich mal ganz schnell jemand helfen! Wieso sitzen eigentlich immer und überall die mit dem frecheren Mundwerk und den spitzeren Ellenbogen am längeren Hebel?
(13832 Beiträge)
Es gab sogar Lehrer in der ehemaligen Schule, die die Kinder auf den Kopf geschlagen haben ("Ein Schlag auf den Hinterkopf erhöht das Denkvermögen", waren sogar deren Sprüche.
Aber solchen Lehrern geschieht nie etwas, die dürfen machen, was sie wollen - während die Kinder, die immer verstörter werden, die "Bösen" sind, die ständig zum Direktor gerufen werden.
(202806 Beiträge)
und wenn sich die Eltern dann nicht trauen für das Recht ihres Kindes einzustehen, dafür kann es ja viele Gründe geben, steht das ganz allein da und weiß sich nicht zu helfen
(202806 Beiträge)
vor allem darf der sich mit in den Unterricht setzen ohne das jemand erfährt was er da macht und warum er da ist und den Unterricht und das Verhalten der Kinder und Lehrer beobachten
(13832 Beiträge)
Mitglied gelöscht
(202806 Beiträge)
fertig
ich würde das Kind mach den Sommerferien da nicht mehr hinschicken
das hat genug gelitten
(5212 Beiträge)
(13832 Beiträge)
- der Arbeitsort der Eltern an dem Schulort ist
- oder die neue Schule im Gegensatz zur bisherigen eine Halbtags- oder Ganztagsschule ist und damit die Betreuung besser gewährleistet ist
Man hat zwar trotzdem keinen Anspruch auf die Wunsch-Schule, aber man kann es versuchen. Probleme mit der alten Schule (Lehrern, Mitschülern) dagegen werden oft nicht anerkannt. Besser sind die o.g. Argumente.
Möglich sind auch der Schulbesuch freier Schulen wie z.B. Waldorf oder Montessori:
http://www.vaterfreuden.de/vaterschaft/schulalter-ab-6-jahren/schulwahl-in-deutschland-%E2%80%9
3-so-frei-k%C3%B6nnen-sie-entscheiden
Kurzform:
http://tinyurl.com/qftxu8l
Mitglied gelöscht
(202806 Beiträge)
Da müssen beide Schulleiter zustimmen
so war es zumindest in BAWÜ bis vor ein paar Jahren
Mitglied gelöscht
Das Kind wird sicherlich nicht das einzige "Mobbingopfer" sein. Ich würde mal bei einigen anderen Eltern/Kindern nachfragen ob sie auch betroffen sind.
Mitglied gelöscht
Wenn das Schulamt den Bus nicht zahlt, sind das über 100 Euro im Monat. Dieses Geld hat nicht jede Familie locker sitzen. Schulwechsel geht also nur mit Schulamt- Unterstützung.
Ich bin jetzt mal weg und erst morgen wieder da. Nicht, dass sich jemand wundert, dass ich nicht mehr schreibe.
(202806 Beiträge)
ist das schon der Schülerpreis oder haben sie in ihrer Panik erstmal nur geguckt was ein Monatsticket kostet?
Mitglied gelöscht
** Haben aber auch Angst sich gegen die Mobber zu stellen.**
die Lehrer wohl auch.
Wenn mein Kind Opfer solcher Übergriffe wäre und die Lehrer wegschauen - beim Arzt vorstellig werden, Anzeige wegen Körperverletzung erstatten und Meldung ans Schulamt.
Mitglied gelöscht
Unsere Tochter (jetzt fast 18) war in der 10. Klasse das bevorzugte Mobbingopfer der Klasse, wurde teilweise auch von der Mutter einer Mitschülerin gemobbt. Wie, geht nicht??
Leider haben wir erfahren, was es für eine Dynamik nimmt, wenn bei Klassenveranstaltungen, von betreffender Mutter gesagt wird, ihre Tochter darf nur zum bowling kommen, wenn X (unsere Tochter ) nicht kommt. Habe ich als glaubhafte Schilderung nicht nur von meiner Tochter, sondern auch von einer anderen Mitschülerin, die im gleichen Ort wie wir wohnen..Unsere Tochter wurde immer stärker in der Klasse isoliert, verlor die Lust auf Schule, war andauernd krank und stürzte in der Schule in den Leistungen massiv ab.
Wir Eltern haben ihr immer Mut gemacht, durch zu halten, nicht aufzugeben....Was wohl ein echter Fehler war, unsere Tochter hatte massive psychische Probleme.
Dies ist nun fast 2 Jahre her, mittlerweile ist sie wieder auf ihrer Schule, wir haben mit Hilfe des Schulleiters, unsere Tochter in eine andere Klasse gesetzt (freiwillig wiederholt) und seitdem blüht unser Kind auf, hat tolle Noten und vor allem Freunde in ihrer Klasse und fühlt sich dort sehr, sehr wohl.
Ich kann nur alle ermutigen, sich rechtzeitig Hilfe zu suchen. Beim Kinderarzt, bei der Kinderpsychologin, Dort bekommt man auch relativ schnell einen Termin
(13832 Beiträge)
Bist Du sicher, dass es nicht preiswertere Möglichkeiten im Abo oder sonstwie gibt?
Das Schoko-Ticket in NRW, das es für Schüler zu kaufen gibt und das für Fahrten in ca. 40 Städte gilt, kostet knapp 33 EUR.
In anderen Gebieten kosten Schüler-Tickets ca. 50 EUR. Da kommt mir 100 EUR sehr viel vor.
Mitglied gelöscht
Da können die Bayern von mir aus hundert Mal mit den besten Abschlussnoten bei ihren Schülern bundesweit brüsten - ein solches Schulsystem, bei denen Kinder und ihre Eltern gezwungen sind, ihre Kinder auf fest vorgegebene Schulen zu schicken, egal, ob die dem Kind gut tun oder es belasten, kann mir gestohlen bleiben.
In jedem Fall dürfte es auch in Bayern die Möglichkeit einer Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Schulleitungen und Lehrer geben, die ja wahrscheinlich zum großen Teil Beamtenstatus haben(der Schulleiter/die Schulleiterin haben ihn garantiert).
Den Weg würde ich an Stelle der Eltern, nachdem ja wirklich alle anderen Möglichkeiten vergeblich ausgeschöpft wurden, jetzt beschreiten. Dann sind die Behörden am Zuge, denn einer Dienstaufsichtbeschwerde müssen sie nachgehen, ob sie wollen oder nicht.
Mitglied gelöscht
Da muss man sich doch darauf verlassen können, dass sie dort in den besten Händen sind, angenommen und gefördert und nicht seelisch krank gemacht werden!
Wenn die Schulleitung weg schaut, dann muss sie notfalls von vorgesetzter Stelle gezwungen werden, hinzuschauen, und zwar genau und nicht einseitig, und entsprechend zum Wohl des Kindes handeln.
(22572 Beiträge)
Bei mir fing es schon in der Grundschule an, aber da war es "nur" verbal aber auch so schlimm, dass feststand, dass ich auf keinen Fall mit den Schülern auf die gleiche weiterführende Schule gehen könnte. Wir sind dann aber eh umgezogen also hat sich das dann entsprechend gelöst. Im neuen Ort würde ich dann auch gemobbt, da wurde es dann körperlich. Meine Mutter hat die Klassenlehrerin drauf angesprochen und die meinte dann sowas gäbe es an der Schule nicht. Als es schlimmer wurde hat meine Mutter sich dann quer gestellt, also hat die Klassenlehrerin mich vor der ganzen Klasse an die Tafel gestellt und gefragt ob mich jemand in der Klasse "ärgert" ich habe dann gesagt ja und wer das ist und dann meinte die Lehrerin ich würde übertreiben. Die Schüler fanden das auch nicht so toll, dass ich das gesagt habe. Als ich mich dann mal gewehrt habe als ein Mädchen mich mit dem Klarinettenkasten angegriffen hat und gebrüllt hat sie brächte mich um wurde mir gesagt noch ein Vorfall und ich würde verwiesen. Der Grund: der Vater des anderen Mädchens hat der Schule Geld gespendet.
Mein Vater hat sich dann deswegen versetzen lassen damit ich nicht nur die Schule sondern auch den Ort wechseln konnte. Doch auch in der Schule hat man mich gemobbt, aber wieder "nur" verbal. Das hat dann ein Jahr später aufgehört. Ich war in der 7. Klasse sehr depressiv und habe auch über Selbstmord nachgedacht aber plötzlich kam dann für mich der Wendepunkt als ich mich entschieden habe mich nicht mehr fertig machen zu lassen und ab der 8. Klasse war Ruhe. Ich hatte nie Freunde in der Schule aber zumindest hat man mich die weiteren Jahre bis zum Abi toleriert. Ich schätze es hat denen auch einfach keinen Spaß mehr gemacht weil mich die Sprüche über meine Figur und mei Gewicht einfach nicht mehr verletzt haben.
Ich würde dringend dazu raten den Jungen auf eine andere Schule zu schicken. Irgendwie muss das doch möglich sein. Gerade wenn die Lehrer schon das eigentliche Opfer als "Problememacher" abgestempelt haben wird das nichts mehr werden.
(202806 Beiträge)
bei uns kostet die Fahrkarte für meine Kurze demnächst 80 Euro für 3 sogenannte Waben, ab 13 Uhr darf die im gesamten Netz des Unternehmens genutzt werden, das wars dann
Ich weiß noch nicht ob wir einen Zuschuss bekommen weil die neue Schule in einem anderen Landkreis ist
(29467 Beiträge)
Das kann ich nicht glauben.
Bei uns kostet eine Schülermonatskarte 41,30 innerhalb der Stadt. Für meine Mittlere zahle ich 28,50 zu. Die Kleine bekommt den Fahrschein komplett gestellt (wegen der Schulform).
Ansonsten kommt es darauf an, wie weit die Strecke geht. Für 100,70 kommt ein Schüler bei uns sieben (!) Tarifzonen weit. Liegen Wohnort und Schule in der gleichen Tarifzone, kostet die Schülermonatskarte 30,70 Euro.
Wenn man dem Schulamt plausibel darlegt, warum die Schule gewechselt werden muss, dann wird es dem (und dem geänderten Busfahrschein) zustimmen. Stellt sich das Schulamt quer, gibt es immer noch das zuständige Regierungspräsidium als aufsichtsführende Behörde.
https://www.familienratgeber.de/kinder/schule/schulamt.php
Jedenfalls wünsche ich, vor allem für das Kind, dass ein gangbarer Weg gefunden wird.
(2474 Beiträge)
Glücklicherweise mussten unsre nie ein Mobbing in der Schule mitmachen, allerdings kam in der Schule meiner Jüngsten mal ein Fall von Cybermobbing vor. Weiß allerdings nicht, wie das gelöst wurde.
Ich denke auch, wenn eins meiner Kinder Mobbingopfer gewesen wäre, hätte ich über kurz oder lang auch über einen Schulwechsel nachgedacht.
Mitglied gelöscht
(2474 Beiträge)
(5212 Beiträge)
(5212 Beiträge)
Mitglied gelöscht
Nein, im Ernst, bis auf diese mangelnden Wahlmöglichkeiten bei der zu besuchenden Schule sind die Unterschiede im pädagogischen Konzept und im Verhalten von Lehrern und Schulleitungen gegenüber solchen Mobbingfällen wahrscheinlich nur sehr gering.
Einen Fall von Cybermobbing habe ich als Elternvertreterin an unserer Schule auch mal erlebt. Anfangs hat sich die Schulleitung auf den Standpunkt gestellt, dass sei eine private Angelegenheit, da sich diese Vorfälle im privaten Bereich am Nachmittag abgespielt hatten, auch wenn es sich bei Tätern und Opfer um Schüler der Schule, ja, sogar um Klassenkameraden handelte.
Aber auf Drängen der Eltern hat man dann doch den Vertrauenslehrer und die Streitschlichter-AG eingeschaltet und mit allen Beteiligten Gespräche geführt. Dennoch hat der gemobbte Schüler dann im nächsten Jahr die Schule gewechselt.
Mitglied gelöscht
Also Schulwechsel wollen sich die Eltern jetzt mal durch den Kopf gehen lassen. Sie haben aber Angst, dass es dann an der neuen Schule weiter geht.
Ich glaube wichtig wäre auch, dass das gemobbte Kind mehr Selbstbeherrschung lernt und eben nicht gleich auf Reizungen reagiert. Wie könnte man das trainieren?
Mir ist nämlich aufgefallen, dass er in den letzten paar Monaten daheim recht schnell in Tränen/Wut ausgebrochen ist. Beispiel: Gemeinsam Mittagessen; Ermahnung, dass man nicht mit vollem Mund redet; und er weint.
Das kann natürlich sein, dass er wirklich eine Depression hat oder einfach von der Schule so gestresst ist, dass er das dann daheim raus lässt. Also am besten warten, was der Kinderpsychologe sagt?
(29467 Beiträge)
Ja, warten was der Psychologe sagt.
UND dem Kind Erfolgserlebnisse verschaffen. Ihm zu Hause vermitteln, dass er genau richtig ist, so wie er ist. Worin ist er denn gut? Kann man ihn musisch oder sportlich fördern? (dabei immer den Willen und die Vorlieben des Kindes berücksichtigen!)
Mitglied gelöscht
Das Problem bei gemobbten Kindern ist ja oft, dass sie sich "anders" verhalten als die übrigen Klassenkameraden, auffallend still, schüchtern oder weinerlich sind oder sich, umgekehrt, provokant benehmen, jähzornig auf Mitschüler und Lehrer reagieren. Auch die "falschen" Klamotten (ja, auch dass ist leider oft der Fall, weswegen ich zum Beispiel eine Art von "Schuluniform", z. B. T-Shirts/Sweatshirts mit dem Schullogo, befürworte) oder Stottern u. a. "Ticks" oder weil von der Norm abweichende körperliche Merkmale sie aus der Masse herausheben, könnten die Schüler zu Mobbing herausfordern, gerade wenn es sich, wie es heutzutage bei Fünftklässlern durchaus schon die Regel ist, in der beginnenden Pubertät befinden. Was mich allerdings immer wieder wundert ist, dass Lehrer/innen, die es ja nun Jahr für Jahr mit einem Haufen pubertierender Jungendlicher zu tun haben, sich oftmals benehmen, als haben sie von diesem Phänomen "Pubertät" noch nie was gehört.
Oft habe ich von Lehrern aus den Klassen 5-8 Sätze gehört wie: "Da will ich gar nicht mehr reingehen. Die ganze Klasse ist unerträglich und ein vernünftiger Unterricht ist mit denen nicht möglich." Ja, und wenn schon Lehrer mit Widerwillen in solche Klassen gehen, ist auch die Bereitschaft groß, bei bekannten Problemen in diesen Klassen wie Mobbing, einfach wegzugucken nach dem Motto "in dieser Klasse gibt es sowieso nur Rabauken und Störenfriede".
Und wenn man sich dann doch mal aufrafft, etwas zu unternehmen, auch weil vielleicht Eltern vorstellig werden und auf Abhilfe drängen, ist es eben nicht damit getan, dass man mit den "Tätern" spricht und versucht, sie zu einem anderen Verhalten zu bewegen, sondern auch, dass das "Opfer" professionelle Hilfe in Form einer psychotherapeutischen Behandlung erfährt, in der ihm die Gründe für seine "Opferrolle" als schwarzes Schaf verdeutlicht werden und ihm situationsgerechte Mittel und Wege gezeigt werden, damit umzugehen. Ob da der Schulpsychologe, wenn es denn einen gibt, am besten helfen kann, weil er nah am Geschehen ist und die Protagonisten kennt, oder ob man besser einen neutralen Psychotherapeuten von außen aufsucht, ist schwer zu sagen. Ich persönlich würde mich,rein vom Bauchgefühl eher für den "freien" Fachmann entscheiden. Zum einen, um diese Sonderrolle, die das Kind in der Schule hat, aufzubrechen und es nicht zu einem reinen "Schulfall" werden zu lassen. Auch, um in einem geschützten und von der Schule unabhängigen Umfeld die seelischen Verletzungen zu verarbeiten. Ich könnte mir vorstellen, dass so ein Schüler, wenn das Problem alleine an der Schule ausgearbeitet werden soll, sich ganz schnell fühlt wie ein Tier im Zoo, das von allen neugierig begafft und noch mehr gehänselt wird. An einer Schule, auch dass kann ich aus meiner langjährigen Erfahrung als Mitglied des Elternbeirates bestätigen, spricht sich alles blitzschnell rum und ein aus dem Rahmen des Üblichen fallender Schüler (aber auch so mancher überforderte Lehrer) gilt schnell als der kranke "Psycho", der sich nicht unter Kontrolle hat und ohne "Seelenklempner" nicht mit seinem Leben klar kommt.
Ein sehr schwieriges und komplexe Thema, bei dem man den Betroffenen nur wünschen kann, dass sie wenigstens, so wie es ja bei dem geschilderten Schüler der Fall zu sein scheint, wenigstens ein stabiles und verständiges privates Umfeld haben.
Mitglied gelöscht
Er liebt es zu basteln, konstruieren usw. Er will ja auch Architekt oder Bauzeichner werden und das passt auch genau zu seinen Interessen.
Mannschaftsport wie Fussball haben wir auch probiert, das kann er gar nicht leiden.
Jetzt schauen wir mal, ob er am Wochenende mit uns in den Kletterpark möchte. Das gefällt ihm auf jeden Fall und er verbringt gerne Zeit mit mir und meinem Mann.
Mitglied gelöscht
(2696 Beiträge)
ein schulpsychologe / schulsozialarbeiter gehört nicht zum standard jeder schule.
man sollte nicht aus den augen verlieren, dass nicht jeder verhaltensauffällige "therapiebedürftige" schüler anspruch auf eine einzelbetreuung durch einen schulpsychologen haben kann.
das gilt für die mobber ebenso wie für die gemobbten.
in meinen augen kann ein schulpsychologe in klassen veranstaltungen zur gewaltprävention durchführen, über auswirkungen von mobbing informieren, und als ansprechpartner fungieren, der betroffenen schülern und deren eltern nach problemanalyse weitere wege aufzeigt und kontakte zu spezialisierten therapeuten vermittelt bzw. bei einem geplanten schulwechsel berät.
einen schulpsychologen sehe ich eher in der rolle des mediators und beraters als in der des therapeuten. eine schule ist in meinen augen keine therapeutische anstalt, die verhaltensauffälligkeiten der schüler und erziehungsdefizite im elternhaus aufarbeiten kann.
was nicht ausschließt, dass er in einzelgesprächen auf extrem auffällige schüler zuzugehen versucht.
ich möchte deine sorgen nicht klein reden, aber man kann nicht erwarten, dass schulpsychologen, sozialarbeiter und lehrer alles richten können. sie haben keinen rechtsanspruch auf wohlgefällige kooperation der betroffenen eltern.
(34632 Beiträge)
Den Satz "Schulpsychologen können ja auch nicht gut sein" interpretiere ich so, dass gemeint ist, ein Schulpsychologe muss nicht per se gut sein. Es kann auch sein, dass er eben nicht gut ist - also dieser konkrete Mensch in seinem Beruf nicht gut ist ... und in diesem Falle dann möglicherweise mehr Schaden als Nutzen dabei rumkommt.
Auf gar keinen Fall dürfte gemeint sein, dass Schulpsychologen auf gar keinen Fall gut sein können - auch wenn man den Satz so verstehen kann. Es ist ein bisschen unglücklich ausgedrückt, denke ich.
(202806 Beiträge)
Die Lehrer an der betroffenen Schule ziehen sich ja raus, sie haben ihren Sündenbock gefunden, der wenn das alles so ablief wie Campino das berichtet sich einfach nur wehrt und vollkommen überzogen reagiert, weil er für jeden klar ersichtlich, völlig überfordert und hilflos ist.
Ich habe während der Schulzeit meiner Kinder die Erfahrung gemacht das Lehrer teilweise gar nicht mehr willens sind ihre Arbeit anständig zu machen (die wenigen Ausnahmen bestätigen die Regel) und zu dieser Arbeit gehört es auch, die Schüler zu schützen.
(34632 Beiträge)
Mitglied gelöscht
(34632 Beiträge)
Haben Lehrer eigentlich irgendwelche Unterstützung in Form von Supervision oder sowas? Ich denke, das wäre dringend notwendig.
Und inwieweit werden Lehrer eigentlich geschult und fortgebildet, was diese pädagogischen und psychologischen Dinge betrifft? Ich befürchte, dass auch da einiges im Argen liegt...
Mitglied gelöscht
(34632 Beiträge)
Da das aber in vielen Fällen leider nicht passiert, kann es ja nicht sein, dass die Schulen - die ja soweit ich das verstehe, keine reinen "Wissensvermittlungsanstalten" sind, sondern durchaus einen pädagogischen Auftrag haben - sich da komplett raushalten.
Mir ist allerdings auch klar, dass vielen (oder gar den meisten/allen?) Schulen die Mittel fehlen, eine vernünftige pädagogische Arbeit zu gewährleisten. Und das ist nach meiner Auffassung die Stelle, wo unbedingt die Politik eingreifen müsste.
Alle reden immer davon, dass Kinder eins der wichtigsten "Güter" einer Gesellschaft sind. Wieso werden sie dann immer noch zuwenig geschützt und unterstützt? Irgendwie scheint es mir, dass die Verantwortung immer wieder von einem zum anderen geschoben wird, aber bei den Kindern und Jugendlichen kommt einfach zuwenig an...
(202806 Beiträge)
Ich weiß nur das es immer mehr Lehrer gibt die die Verantwortung für alles abschieben wollen, es wird immer kritisiert das die Eltern ihre Kinder nicht mehr richtig erziehen ihnen nicht beibringen wie man sich sozial verhält, das mag stimmen ich kenne aber niemanden der nicht sein Bestes gibt (hier in eher ländlicher Umgebung haben die meisten Eltern aber Unterstützung aus der Familie und die Nachbarschaft passt auch höllisch auf ;o)) und trotzdem nimmt das Mobbing an den Schulen immer mehr zu.
Mitglied gelöscht
Da sieht es in den skandinavischen Ländern ganz anders aus. Da hat jede Schule ihren Schulpsychologen und oft mehrere Sozialarbeiter, die nur für diese Schule da und auch immer vor Ort und greifbar sind. Nur unsere Politiker scheinen, wenn man die Ausstattung der Schulen mit Material und Pesonal anschaut, der Bedeutung der Schule für unsere Kinder wesentlich weniger Wert beizumessen.
Der Spruch vom "Wertvollsten, was wir haben, unseren Kindern, die die Zukunft unseres Landes sind", von den "wichtigen Bildungsressourcen, die zu mit allen Mitteln zu fördern sind" u. ä. sind nur Lippenbekenntnisse, die verstärkt immer dann verkündet werden, je näher es auf Wahlen zugeht.
An der Basis leiden seit Jahren alle, Schüler, Eltern und Lehrer unter diesen ganzen Defiziten, und ich kenne genügend Lehrer, die trotz jahrelangem Frust immer noch mit sehr viel Engagement versuchen, den Mangel so weit es eben geht zu managen und die Schüler nach besten Kräften zu fördern. Ich möchte heutzutage kein Lehrer mehr sein, dazu habe ich zu viel vom tatsächlichen Schulalltag und den miesen Bedingungen, unter denen in Deutschland Schule gemacht werden muss, mitbekommen.
Ach, sagte ich schon, dass unser Jüngster auf Lehramt (Latein und Philosophie) studiert? ;-)
Mitglied gelöscht
Bei den Aufgaben des Schulpschologen oben muss es natürlich heißen "......das können sie ersten nicht....."
Mitglied gelöscht
Tochter, Enkelin und Neffen.
Der Neffe hat am Ende die Realschule verlassen, er wurde dort nach der Schule öfter von Mitschülern verprügelt.
Bei meiner jüngeren Tochter habe ich damals durchgegriffen, danach war Ruhe.
Bei der Enkelin hat meine ältere Tochter eingegriffen und danach war ebenfalls Ruhe.
Allerdings waren wir bei unseren Massnahmen nicht gerade zimperlich aber das waren die Anderen auch nicht.
(202806 Beiträge)
(13832 Beiträge)
(202806 Beiträge)
Mitglied gelöscht
Die Lehrer kamen ihrer Pausenaufsicht überhaupt nicht nach, sondern standen beisammen und waren in eine Unterhaltung vertieft.
Am nächsten Tag ging ich wenige Minuten vor der ersten Stunde ins Klassenzimmer und machte der Lehrerin klar, das ich in Zukunft erwarte das sie ihrer Pausenaufsicht nachkommt, falls nicht würde ich sie mir und die Mobber persönlich "kaufen".
Beim Verlassen der Schule lief mir zufällig einer der schlimmen Schüler über den Weg, ich sagte ihm, falls keine Ruhe würde, käme ich nochmal und zwar nicht umsonst.
Der Junge sagte darauf, aber die S..... (meine Tochter), ist auch frech.
Ich sagte, dann werde ich sie ebenfalls zur Rede stellen, was ich auch tat, und danach war Ruhe.
(2696 Beiträge)
ich vermute, du hast mich willentlich ganz schön missverstanden. wo liest du aus meinem beitrag heraus, dass ich dafür bin, *eigentlich sofort zur polizei zu gehen*?
für sachdienliche hinweise bin ich dankbar.
campinos
(3051 Beiträge)
elisabeth, nach deinem Post müssten wir also eigentlich sofort zur Polizei, wenn er das nächste Mal gemobbt wird. weil die Schule (Lehrer, Sozialarbeiter, Schulpsychologen) nicht verantwortlich ist? Oder habe ich dich da falsch verstanden?
Mitglied gelöscht
War dann aber nicht mehr nötig.
Mitglied gelöscht
Beispielsweise, wenn er wieder in der Nachmittagsbetreuung zusammen geschlagen wird. Da wurde ja nur er abgeführt mit auf den Rücken gedrehten Arm und nur durch Zufall erkannt, dass er vorher von 2 Kindern zusammengeschlagen wurde. Klar ist es schwer für den Lehrer zu erkennen, wer begonnen hat. Aber einseitige Strafen sind in dem Fall schon ungerecht, weil meine Erfahrung ist, dass bei Streiten meistens beide (etwas) schuldig sind.
Mitglied gelöscht
meistens vielleicht aber nicht immer.
Mitglied gelöscht
Mobbing gab es schon immer, nur nannte man es früher Schikane oder Ausgrenzung.
Meine Geschwister und ich mussten mal wegen Umzug die Schule wechseln.
Meine Schwester 2 Jahre älter als ich, kam gut damit gut zurecht. Mich nahmen die Clique am Anfang gut auf, aber plötzlich war aus einem mir unerklärlichem Grund Schluss damit und sie blieben wie zuvor unter sich.
Anfangs ärgerte es mich, dann suchte ich mir andere Freunde und die Sache war gegessen.
Meinen Bruder, der jüngste von uns Geschwistern, schikanierten sie fast jeden Tag nach der Schule. Bot ich ihm Hilfe an, sagte er immer nur es wäre nichts oder das war nur Spaß.
Nach einiger Zeit fiel meiner Mutter auf, dass er fast ständig blaue Flecken hatte und erzählte es unserem Vater.
Mein Bruder gab aber erst nach längerer Befragung zu, dass er schikaniert wird.
Bald danach fuhr mein Vater zur Schule, um zu beobachten was auf dem Heimweg von meinem Bruder vor sich ging. Er erwischte die anderen Jungs wie sie gerade wieder am "Werk" waren, stellte sie zur Rede und drohte ihnen damit das er ihnen im Wiederholungsfall entweder die Ohren langziehen oder mit ihren Eltern sprechen würde. Die Jungs wollten vermutlich keinen Ärger mit ihren Eltern, und hörten mit den Gemeinheiten auf.
Mitglied gelöscht
Ich mache selber seit Jahren an einem Tag in der Woche ehrenamtlich die Nachmittagsbetreuung an unserer Grundschule. Es sind immer zwei festangestellte, ausgebildete Betreuungskräfte und zwei bis drei ehrenamtlich tätige "Laienhelfer" dabei.
Wir haben zwar sehr klare und auch für Grundschüler schon verständliche Verhaltensregeln und sorgen auch sehr konsequent für deren Einhaltung.
Bei Zuwiederhandlungen nehmen wir uns die entsprechenden Schüler/innen vor und führen sehr intensive und nachhaltige Gespräche, bestehen auf Entschuldigungen gegenüber eventuellen "Opfern", wenn möglich auch auf Wiedergutmachung, und zwar immer und ohne Ausnahme.
Das ist zwar oft sehr anstrengend, weil es Kinder gibt, die immer und immer wieder "rückfällig" werden, aber es zahlt sich auf lange Sicht aus. Die meisten Kinder halten sich nach kurzer Zeit ganz von alleine an die aufgestellten Regeln.
Bei hartnäckigen Wiederholungstätern werden, nach vorheriger mündlicher Ankündigung, für Grundschüler angemessene Strafen ausgesprochen, z. B. bekommen die dann keinen Nachtisch oder müssen noch 5 oder 10 Minuten am Tisch sitzen bleiben, wenn die anderen schon wieder nach draußen zum Spielen gehen.
Das mit dem gestrichenen Nachtisch können wir aber auch nur deshalb machen, weil der Nachtisch eine freiwillige Zusatzleistung in der Betreuung ist, die nicht im von den Eltern bezahlten Mittagstisch enthalten ist, sondern aus einem "Extratopf" der Betreuung finanziert wird. Es besteht also für die Schüler kein Anspruch auf Nachtisch, den die Eltern ggf. einklagen könnten.
Schwierig wird es dagegen bei allen körperlichen Maßnahmen. Zwar dürfen wir, wenn wir "Gefahr im Verzuge" sehen, Schüler auch schon mal anfassen und festhalten, damit sie keinem anderen Kind oder sich selbst schaden. Aber das ist ein juristischer Drahtseilakt, denn eigentlich dürfen Mitarbeiter der Schule keine körperlichen "Zwangsmaßnahmen" anwenden, von Körperstrafen wie Ohrfeigen oder Schläge mal ganz abgesehen. Letzteres finde ich auch völlig in Ordnung. Es ist gut und richtig, dass körperliche Züchtigungen gegenüber Kindern sowohl von Eltern als auch von Lehrerseite inzwischen verboten sind.
Aber schon das etwas robustere Festhalten eines wild um sich schlagenden Schülers kann strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen, wenn man nicht vor Zeugen beweisen kann, dass ein Kind anders nicht zu bändigen gewesen ist. Wenn am nächsten Tag Eltern auf der Matte stehen, die ein ärztliches Attest beibringen, dass ihr Kind durch das Festhalten am Arm durch eine Lehr- oder Betreuungskraft Hämatome , sprich: blaue Flecken, davon getragen hat und die mit dem Rechtsanwalt drohen, kann es für die "angeklagten" Betreuer schon mal heikel, zumindest unangenehm werden. Und ja, es gibt solche Eltern!
Wenn man es ganz dramatisch sieht, steht man also immer mit einem Bein im Gefängnis.
Was aber natürlich kein Freibrief für Lehrer und Betreuer sein darf, einfach weg zu gucken, um nicht eingreifen zu müssen und sich damit für übereifrige und klagefreudige Eltern angreifbar zu machen.
Mitglied gelöscht
Es gab am Montag ja wieder einen Vorfall, allerdings bevor er den Verweis bekommen hat und erzieherisch eingegriffen werden konnte, da die Eltern keine Ahnung hatten, dass er jetzt zurückschlägt. Sie wurden vor dem Termin am Montag nie darüber informiert, dass es Probleme gibt. Ich gehe davon aus, dass er jetzt den nächsten verschäften Verweis bekommt und evtl. von der Schule verwiesen wird. Die Eltern essen seit Montag kaum noch etwas. Die Mutter hat schon 4 kg abgenommen vor lauter Sorge um ihr Kind.
(6336 Beiträge)
Das heißt nicht, alle Handlungen des Kindes zu tolerieren, aber ihm einfach zu vermitteln, gemeinsam sind wir stark genug um eine Lösung zu finden, wir stehen hinter dir, wir lieben dich - auch wenn du Probleme in der Schule hast.
Mir fallen da nur gemeinsame sportliche oder musische Aktionen ein, gemeinsames Klettern, Kajakfahren, Reiten, Musik machen, ein Baumhaus planen und bauen etc. Die Ferien bieten sich ja dazu an :)
Mitglied gelöscht
So ein Kind, das sonst überall abgelehnt und gemobbt wird, muss wenigstens einen "sicheren Hafen" haben, von dem es sicher sein kann, dass es dort in seine ganzen Persönlichkeit mit allen Stärken und Schwächen bedingungslos angenommen und geliebt wird.

