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Literatur im TV - was - wann - wo ?

 
Beitrag
erstellt am
engineerwife

engineerwife

(9901 Beiträge)

ich schau immer ... jede Woche ... und freue mich.

Die Geisha wurde übrigens unser Samstagabendfilm und hat mir sehr gut gefallen!
29.01.2013 08:35:45
steinziege

steinziege

(3086 Beiträge)

Ich gehöre auch zu den - wenn auch nicht ganz regelmäßigen - Lesern dieses Threads. Darf ich eine kleine Ergänzung anbringen? Heute (29.01.) SRF 1 - also nur etwas für die Leute mit umfangreichem Programmangbot:
22:20 Literaturclub mit Elke Heidenreich, Rüdiger Safranski u.a.
Die Bücher der Sendung sind:
- «Back to Blood» von Tom Wolfe (Blessing)
- «Goldmacher» von Gisela Stelly (Arche)
- «Der Trafikant» von Robert Seethaler (Kein & Aber)
- «Madame Bovary» von Gustave Flaubert in der Neuübersetzung von Elisabeth Edl (Hanser)
29.01.2013 11:00:41
engineerwife

engineerwife

(9901 Beiträge)

ich glaube, Ergänzungen sind hier immer willkommen, oder?
29.01.2013 11:14:16
maibowle

maibowle

(22297 Beiträge)

ja aber sicher!!

29.01.2013 16:30:57
maibowle

maibowle

(22297 Beiträge)

Literatur im Fernsehen

Do 31. Januar
01:20 Das Erste Operation Schwarze Blumen D, A, ES 2009
Ex-BND-Agent Michael Roddick betreibt mit seiner erwachsenen Adoptivtochter Elena ein Nobelrestaurant in Barcelona. Das unvermutete Auftauchen eines alten Kollegen konfrontiert Roddick mit einem dunklen Punkt seiner Vergangenheit. Sein früherer Chef Curtis, inzwischen Kopf der weltweit operierenden Geheimorganisation Sykomore, sucht eine Liste mit Namen von Doppelagenten, an deren Beschaffung Roddick vor 20 Jahren scheiterte. Curtis vermutet jedoch, dass Roddick sich im Besitz des brisanten Papiers befindet, mit dem ehemalige Spione in den Reihen seiner Organisation auch heute noch enttarnt werden könnten. Curtis setzt Roddick unter Druck, und dadurch gerät Elena in Lebensgefahr. - Der glänzend fotografierte Agenten-Thriller greift die Umbruchstimmung zur Zeit des Mauerfalls auf. Der spanische Regisseur David Carreras inszenierte nach dem Roman "Schwarzer Mohn" des katalanischen Journalisten Daniel Vázquez Sallés, Sohn des bekannten Krimiautors Manuel Vázquez Montalban.

Sa 02. Februar
22:15 BR A Single Man USA 2009
Die schockierende Nachricht vom Unfalltod seines langjährigen Geliebten Jim raubt dem Literaturprofessor George Falconer jeglichen Lebensmut. In Gedanken kehrt er an jene Orte zurück, an denen er mit ihm glücklich war. Er beschließt, sich umzubringen. Doch die unerwartete Begegnung mit einem jungen Studenten reißt den Trauernden aus seiner Lethargie. - Mit der formvollendeten Verfilmung von Christopher Isherwoods berühmtem Roman "Der Einzelgänger" feierte der Modeschöpfer Tom Ford einen sensationellen Einstieg in die Filmbranche.
23:45 rbb Das Bildnis des Dorian Gray GB 2009
Dorian Gray, Liebling der Londoner Gesellschaft, will ewig so jung und schön bleiben wie sein Porträt in Öl. Dafür, so sagt der Beau leichthin, würde er seine Seele dem Teufel verkaufen. Der perfide Wunsch soll Wirklichkeit werden. Während der unwiderstehliche Schönling sich auf Geheiß seines Mentors Lord Henry Wotton unmoralischen Sinnesfreuden hingibt, verwandelt sich sein Bildnis in eine mörderische Fratze. - Oliver Parkers bildgewaltige Neuverfilmung des berühmten Romans von Oscar Wilde setzt den Akzent auf stilvollen "Gothic Horror".

So 03. Februar
20:50 arte Die tollen Abenteuer des Monsieur L. F, I 1965
Gangster trachten dem melancholischen Playboy Arthur nach dem Leben. Auf seiner abenteuerlichen Flucht begegnet er in Hongkong der Stripperin Alexandrine und verliebt sich in sie. Er nimmt sie mit auf seine Flucht kreuz und quer durch die Welt und versucht gleichzeitig, den Gangstern, die ihm nach dem Leben trachten, auf die Schliche zu kommen. - Charmante wie selbstironische Komödie, frei nach der Jules-Vernes-Erzählung "Die Leiden eines Chinesen in China" von 1879. In der Rolle des lebensmüden Playboys überzeugt Jean-Paul Belmondo, als Stripperin Alexandrine die Schweizerin Ursula Andress, die als Bondgirl in "James Bond - 007 jagt Dr. No" Berühmtheit erlangte.
00:00 ndr Der Chinese (1/2) D, S, A 2011
Bei einem grausamen Massenmord sterben fast alle Bewohner eines nordschwedischen Dorfes. Brigitta Roslin, eine Richterin, hat beruflich mit dem Fall nichts zu tun, doch unter den Opfern befinden sich ihre Eltern. Da die Ermordeten alle untereinander verwandt waren, wähnt auch Brigitta sich in Lebensgefahr. Die Polizei ignoriert ihre Befürchtungen, und so stellt die Richterin eigene Nachforschungen an. Beim Durchstöbern alter Unterlagen ihrer Mutter stößt sie auf eine Spur, die nach China führt. Schwedischer Krimi nach Henning Mankell.

Mo 04. Februar
20:15 arte Gefährliche Liebschaften USA, GB 1988
Der galante Vicomte Sébastien de Valmont soll im Auftrag der Marquise Isabelle de Merteuil die junge Cécile de Volanges verführen. Als Lohn für diesen Dienst winkt ihm eine Liebesnacht mit seiner Auftraggeberin. Valmont interessiert sich jedoch auch für die tugendhafte Madame de Tourvel. Das gefällt der intriganten Marquise überhaupt nicht. - Die Verfilmung des berühmten Briefromans des französischen Schriftstellers Pierre Ambroise François Choderlos de Laclos aus dem Jahr 1782 stellt die Verderbtheit des selbstgefälligen französischen Adels kurz vor der Revolution in den Mittelpunkt: Die intriganten und frivolen Spielchen um Macht und Verführung, mit denen sich die dekadente Adelsgesellschaft des späten 18. Jahrhunderts die Zeit vertreibt, zerstören sie schließlich selbst.
23:30 BR LeseZeichen
Mit: Müssen Kinderbuchklassiker politisch korrekt gemacht werden?, Heike Klapdor, Wolfgang Jacobsen (Hrsg.): "In der Ferne das Glück" (Aufbau), Armin Kratzert spricht mit Christoph Peters über dessen Buch "Wir in Kahlenbeck" (Luchterhand) und zum 70. Geburtstag von Wilhelm Genazino

Di 05. Februar
00:00 ndr Bücherjournal



Literatur im Radio

Sa 02. Februar
20:05 Deutschlandfunk Alkestis | Nach Euripides, Funkbearbeitung und Übersetzung: Walter Jens
Das Drama des Euripides wurde im Jahre 438 vor Christus zum ersten Mal aufgeführt und ist seitdem, von Hans Sachs bis Thornton Wilder, von Wieland bis Hofmannsthal, von Goethe, T.S. Eliot bis Walter Jens immer wieder bearbeitet worden. 'Die Alkestis ist ein Gleichnisspiel von der Liebe, die den Tod überwindet - einer Liebe unter Ehegatten, von denen sich einer opfert, damit der andere lebe. Der Mythos von der Frau, die ihr Leben hingibt ist uralt. Er verliert sich im Dunkeln der Sage. Erst Euripides hat die junge Liebende in eine reife Frau verwandelt, ihr Kinder gegeben und sie auf der Höhe ihres Lebens sterben lassen. Größer noch als die Legende erschien damit das Opfer, und das Mysterium der Liebe verwandelt sich in ein Hohelied ehelicher Treue.' (Walter Jens)

Mo 04. Februar
21:33 Deutschlandradio Kultur Drei Bagnaresi | Von Hans Siebe
Eine Kleinstadt in der DDR, Ende der 70er-Jahre: Im Zirkus Hansa läuft gerade die Nachmittagsvorstellung. Direktor Glaubtreu muss das Programm umstellen, denn Bärendompteur Kardos kann ohne seine Partnerin nicht auftreten. Linda, mit der er auch verheiratet ist, war mit dem Auto unterwegs und ist noch nicht zurück. Panne oder Unfall? Zur selben Zeit ereignet sich auf der Transitautobahn ein schwerer Unfall. Kurz vor der Grenze Marienborn fährt ein Fiat mit zwei italienischen Artisten auf einen LKW auf. Signore Bagnaresi stirbt, seine Frau überlebt schwer verletzt. Es gibt jedoch Zweifel an ihrer Identität. Ein Hörspiel des Rundfunks der DDR, in dem der Fluchtversuch eines DDR-Bürgers in den Westen mit tragikomischen Mitteln inszeniert wurde.

Di 05. Februar
20:10 Deutschlandfunk Hörspiel des Monats: Und dann | Von Wolfram Höll
"Beinahe über Nacht wird die 'Panzerparadenlangenstraße' zur 'Jedentagwagenparadestraße', auf der nicht mehr die 'Panzerparadenlangenstraßenparade' stattfindet, sondern 'Altwestwagen' nach Osten fahren und wieder zurück. Diese aneinandergereihten Wortschöpfungen reichen aus, um Ort und Zeit von Wolfram Hölls Text 'Und dann' zu definieren. Es ist ein Brüderpaar, etwa im Grundschulalter (ohne jeden kindlichen Naturalismus gespielt von Fabian Busch und Florian Lukas), das seine Welt wie durch ein Kameraobjektiv wahrnimmt, während der Vater (Michael Hanemann) auf die gegenüberliegende Fassade des Plattenbaus Filmbilder seiner Frau projiziert. Regisseurin Cordula Dickmeiß hat dem postdramatischen Theatertext des jungen Autors Wolfram Höll (1986 in Leipzig geboren) so überzeugend zu einer radiophonen Form verholfen, dass man ihn sich kaum noch auf einer Theaterbühne vorstellen kann." (Aus der Begründung der Jury)

Mi 06. Februar
21:33 Deutschlandradio Kultur Das Rätsel der Qualia. Eine Versuchsanordnung | Komposition und Regie: Sabine Worthmann
Karl Lukowski, ein in die Jahre gekommener Drogeriefachberater, wird seit dem Tod seiner Mutter von unerklärlichen Poltergeistphänomenen heimgesucht. Ein Fall für die so renommierte wie passionierte Hirnforscherin Dr. Karosinskaya. Lukowski ist angeflanscht an das hochpotente Express-35-Brain- Interface. Es ermöglicht die Übertragung komplexer neurophysiologischer Prozesse in 5.1 Surround und 3D. Feinmolekulare Strukturen werden enthüllt, Innengeplapper erlauscht, Ich-Modelle, Gefühle und selbst Träume werden im neuronalen Netz dingfest gemacht. Frau Doktor kreist beim Durchkämmen der Hirnlappen auch die letzten Schlupfwinkel des subjektiven Geistes ein.
31.01.2013 11:17:38
maibowle

maibowle

(22297 Beiträge)

Literatur im Fernsehen

Do 07. Dezember
00:10 rbb 2046 HK, F 2004
In einem schummerigen Hotelzimmer, das ihn mit Erinnerungen an eine alte Liebe erfüllt, schreibt der Schriftsteller Chow an seinem neuen Science-Fiction-Roman. Doch je weiter er die amouröse Handlung des Zukunftsromans vorantreibt, desto mehr wird Chow von seiner eigenen Vergangenheit eingeholt.

Fr 08. Dezember
20:15 WDR Der Sommer des glücklichen Narren D 2002
Das Leben sah schon besser aus für den schüchternen, mittellosen Schriftsteller Paul. Seine Frau Rosalind lässt sich wegen des reichen Schrotthändlers Konrad von ihm scheiden, mit seinem Roman kommt er keinen Schritt weiter, sein Verleger macht Druck, selbst seine kleine Tochter Lizzie macht sich schon Sorgen um ihn. Paul beschließt, dass nun endgültig Schluss ist mit den Frauen und zieht sich in seine einsame Berghütte zurück. Dort versucht er, seine Schreibblockade zu überwinden und endlich einen Liebesroman zu schreiben.
20:15 arte Der Räuber D, A 2009
Der Räuber" erzählt die Geschichte eines vielseitig begabten Mannes: Johann Rettenberger, erfolgreicher Marathonläufer und Serienbankräuber. Er ist ein Getriebener, ein Einzelgänger, ein vollkommen verschlossener Mann, der immer in Bewegung sein muss. Menschliche Nähe kann er nicht zulassen. Nüchtern und präzise misst er Herzfrequenz, Belastung, Ausdauer und Effektivität - bei Trainingsläufen ebenso wie bei den Banküberfällen, von denen er, aberwitzig maskiert und mit einer Pumpgun bewaffnet, vor der Polizei flüchtet. - Benjamin Heisenbergs zweite Regiearbeit nach "Schläfer" basiert auf dem gleichnamigen Roman von Martin Prinz, der auf einer wahren Begebenheit der österreichischen Kriminalgeschichte beruht.
00:00 mdr Wolfsfährte D 2010
Bei einem riskanten Polizeieinsatz verschuldet Hauptkommissar Jan Fabel den Tod eines Kollegen. Drei Monate nach seiner Suspendierung setzt sich die Polizeipsychologin Susanne Eckhardt für Fabels Rehabilitierung ein. Ein Routinefall soll den psychisch angeschlagenen Top-Ermittler zurück in die Normalität des Berufsalltags führen. Doch das tote Mädchen am Elbstrand, zu dem Fabel und seine Kollegen Werner Meyer und Maria Klee gerufen werden, bleibt nicht das einzige Mordopfer. Markus Schiller, ausgehaltener Gatte einer reichen Bäckereibesitzerin, wird zusammen mit seiner jungen Geliebten Hanna Grünn in einem Waldstück massakriert. - Der atmosphärische Krimi entstand nach einer Vorlage des Bestseller-Autors Craig Russell.

Sa 09. Februar
07:20 rbb quergelesen
Mit Marc und einem Buchtipp nach dem anderen

So 10. Februar
10:15 3sat Literaturclub
Zu folgenden Büchern: "Back to Blood" von Tom Wolfe, "Goldmacher" von Gisela Stelly, "Der Trafikant" von Robert Seethaler und "Madame Bovary" von Gustave Flaubert in der Neuübersetzung von Elisabeth Edl
11:00 mdr Jack Londons Wolfsblut I, ES, F 1973
Dawson City in Alaska, Ende des 19. Jahrhunderts. In dem Goldgräberstädtchen herrscht der Bandit "Beauty" Smith mit brutaler Gewalt. Jeder, der sich ihm entgegenstellt, muss mit dem Schlimmsten rechnen. Das bekommen auch der Trapper Charlie Taglish und sein kleiner Sohn Mitsah zu spüren, als sie mit ihrem Hund Wolfsblut in die Stadt kommen. Mitsah hat das Tier, einen Mischling aus Wolf und Hund, in der Wildnis gefunden und sich mit ihm angefreundet. "Beauty" will den Hund haben und tötet den Trapper, als dieser ihn nicht hergeben will. - Nach dem Roman "White Fang" von Jack London.

Mo 11. Februar
01:00 BR Breakfast of Champions - Frühstück für Helden USA 1998
Beruflich läuft für den Autohändler Dwayne Hoover alles bestens. Dasselbe kann man von seinem Privatleben allerdings nicht behaupten: Hoovers Ehefrau ist depressiv, er hat eine Affäre und seinen Sohn hat er verstoßen, seit er von dessen Homosexualität erfahren hat. Hinzu kommt, dass ein Stalker vor Hoovers Geschäft campiert und auch sonst Hoovers Leben ein einziges Chaos ist. Erst die Begegnung mit einem exzentrischen Schriftsteller ermöglicht ihm eine neue Perspektive auf sein Leben. - Nach dem Roman von Kurt Vonnegut jr. beleuchtet der Film die Schattenseiten einer konsumorientierten Gesellschaft, in der Gefühle längst zur Ware verkommen sind und Moral von den Massenmedien bestimmt wird. In den Hauptrollen sind Bruce Willis und Nick Nolte in ungewohnten Rollen zu sehen.

Mi 13. Februar
13:55 arte Cartagena - Finde dein Leben, finde deine Liebe F 2008
Sophie Marceau und Christopher Lambert in Alain Monnes bewegendem Film nach einem Roman von Eric Holder: Boxchampion Léo ist so weit heruntergekommen, dass er als Pfleger für die gelähmte Muriel arbeiten muss - und sich in sie verliebt.
20:15 Das Erste Stille D 2012
Nach dem Roman von Tim Parks: Harry Kliewer, ein berühmter Fernsehjournalist, ist auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Sein gewagtes Interview mit einem Top-Banker wird zum Skandal und Quotenhit. Gleichzeitig erscheint der Roman seines Sohnes Alex: eine Abrechnung mit seinem Vater. Darin beschreibt er ihn als "gierig, geil und geltungssüchtig". Die Situation wird für Kliewer unerträglich. Er flüchtet - möglichst weit weg von der medialen Öffentlichkeit, die er so hervorragend bedient und die ihn zugleich beherrscht. Weg auch von seiner langjährigen Lebensgefährtin Amanda, die er zwar betrügt, aber dennoch nicht loslassen kann.
23:15 rbb Chéri - Eine Komödie der Eitelkeiten GB, F, D 2009
Die schöne Prostituierte Léa de Lonval hat es im mondänen Paris der Jahrhundertwende zu beachtlichem Wohlstand gebracht. Die immer noch blendend aussehende Mitvierzigerin will sich zur Ruhe setzen, als eine frühere Nebenbuhlerin sie um Unterstützung bei der Erziehung ihres lasterhaften Sohnes bittet. Weder Léa, noch der verwöhnte Chéri ahnen, dass sie sich unsterblich ineinander verlieben werden. - Stephen Frears inszenierte diese scharfzüngige Gesellschaftskomödie nach Motiven zweier Romane der Skandalautorin Colette.


Literatur im Radio

Sa 09. Februar
00:05 Deutschlandfunk Spritztour mit Leichenwagen | Von Holger Böhme
Der Neuzugang sorgt in der psychiatrischen Anstalt für reges Interesse unter den Insassen. Lehrer Karl-Heinz Jungnickel behauptet, jemanden umgebracht zu haben - und genau deshalb wurde er eingeliefert: Niemand hatte ihm geglaubt. Was war eigentlich passiert? Joe, ein depressiver Polizist, der fernsehkranke Joachim, 'Glotze' genannt, und Eberhardt, ein ehemaliger Offizier, helfen der Erinnerung von Karl-Heinz auf die Sprünge und stellen die verhängnisvolle Situation von damals aufs Genaueste nach. So irre sie auch sein mögen - gemeinsam kommen sie tatsächlich der Wahrheit auf die Spur.

So 10. Februar
14:05 Deutschlandradio Kultur Hörspieltag für Kinder: Eulenspiegel, der Seeräuber | Von Holger Teschke
Till Eulenspiegel hat sich zur Fastnacht über Wulf Wulflam, den mächtigen Bürgermeister von Stralsund, lustig gemacht. Dafür hat man ihn im Kerker ausgepeitscht und nun auf dem Marktplatz an den Pranger gestellt. Sein Affe Meerkatz sitzt auf seiner Schulter und weiß auch keinen Rat. Da kommt Nele, eine junge Frau und befreit die beiden in der Nacht. Eulenspiegel soll helfen, ihren Bruder Malte aus dem Kerker zu holen. Doch zunächst müssen sie vor den Wachen fliehen. Ein Boot steht bereit, und damit rudern sie hinaus auf das wilde Meer, geradewegs in die Arme von argwöhnischen Seeräubern. Klaus Störtebeker ist ihr Anführer.

Mo 11. Februar
21:33 Deutschlandradio Kultur Aschermittwoch | Von Tom Peuckert
Der IT-Unternehmer Jonas Ziegler ist verschwunden. Seine Frau beauftragt Privatdetektiv Castor Troya, ihren Mann zu suchen, da die Polizei nichts unternimmt. Troya fährt zu Zieglers Firma. Die Büroräume des kleinen Unternehmens PC-Express werden von einem Schulfreund des Vermissten genutzt, der behauptet, er hätte mit den Geschäften von Jonas nichts zu tun. Aber er lässt durchblicken, dass es sich bei Zieglers Unternehmen um eine Briefkastenfirma handeln könnte. Womit verdient der gut aussehende Manager wirklich sein Geld? Und wer ist dieser ominöse Konrad Bach mit seiner Kartei handverlesener Männer? So viel steht fest: Am Aschermittwoch hat er den verschwundenen Ziegler in ein nobles Hotel gefahren.

Di 12. Februar
20:10 Deutschlandfunk Die wundersame Reise des Roman Horn | Von Andreas Sauter und Bernhard Studlar
Roman Horn ist Taxifahrer in Romanshorn am schönen Bodensee. Ein alleinstehender Durchschnittstyp im mittleren Alter. Hilfsbereit, beliebt und frei von großen Sorgen. Aber dann holt er seinen neuen Personalausweis ab - die Schweizer Identitätskarte oder kurz: ID. Und Roman Horn, bisher nicht als Grübler bekannt, stellt sich plötzlich eine schicksalhafte Frage: Wer bin ich eigentlich? Das Fräulein von der Passstelle erklärt sich diesbezüglich strikt für unzuständig und schickt den Fragesteller zu einem obskuren Informationsschalter, von wo er mit noch mehr Fragen in ein noch obskureres Büro für Identitätsangelegenheiten verwiesen wird. Roman Horn besteigt einen Fahrstuhl und landet - zu seiner größten Verblüffung - am Grund des Bodensees.
07.02.2013 09:50:10
maibowle

maibowle

(22297 Beiträge)

Literatur im Fernsehen

Do 14. Februar
22:25 3sat ... und der Himmel steht still D, GB 1993
Berlin, 1955: Der junge britische Telefontechniker Leonard soll gemeinsam mit den amerikanischen Verbündeten arbeiten. Von seinem Vorgesetzten, dem US-Offizier Bob Glass, erfährt er seinen Einsatzbereich: die streng geheime Operation "Gold". Die Alliierten haben einen Tunnel gegraben, um an sowjetische Telefonleitungen heranzukommen. Leonard soll die Kabel so präparieren, dass sie jederzeit abhörbar sind. - Als lan McEwans vielschichtiger Berlin-Roman "Unschuldige - Eine Berliner Liebesgeschichte" 1989 erschien, sorgte er nicht nur in Literaturkreisen für Begeisterung, sondern fand auch in der Filmindustrie schnell seine Anhänger.
22:30 BR Fünf Tage mit Jonathan Franzen
Einer der erfolgreichsten Schriftsteller der Gegenwart - und seine geheime Leidenschaft, die Vogelbeobachtung in den Wüsten dieser Welt. Jonathan Franzen ist einer der erfolgreichsten Schriftsteller der Gegenwart. Sein jüngster Roman "Freiheit" näherte sich dem internationalen Buchmarkt 2010 in der Atmosphäre gewittriger Vorerregung, wie man es im digitalen Zeitalter, das das Buch bereits für tot erklärt hat, nicht kennt. Im Film spricht Franzen über das Schreiben, das Leben als Schriftsteller und über das Engagement als Naturschützer; außerdem gewährt er seltene Einblicke in sein Privatleben: Das Filmteam durfte Franzen in der kalifornischen Mojave-Wüste bei seiner großen Leidenschaft, der Vogelbeobachtung, mit der Kamera begleiten. Zu Wort kommen langjährige Freunde und Wegbegleiter.
23:35 mdr Fröhlich lesen. Autoren zu Gast bei Susanne Fröhlich
Autoren zu Gast bei Susanne Fröhlich: Jakob Hein und Jacinta Nandi, mit "Fish'n' Chips & Spreewaldurken sowie Alexandra Fröhlich, mit "Meine russische Schwiegermutter und andere Katastrophen"
23:45 SWR Literatur im Foyer
Felicitas von Lovenberg im Gespräch mit Ursula Krechel ("Landgericht") und Ijoma Mangold

Fr 15. Februar
23:15 rbb Wolfsfährte D 2010
Ein totes Mädchen am Elbstrand gibt Hauptkommissar Jan Fabel Rätsel auf. Es bleibt jedoch nicht bei diesem einen Mord. In Anspielung auf die literarischen Vorlagen von Dornröschen und Aschenbrödel zieht sich bald eine blutige Spur durch Hamburg. - Charakterkopf Peter Lohmeyer verkörpert den geradlinigen, hartnäckigen Ermittler Jan Fabel, der zwischen Mythen, Sagen, Visionen und Fakten recherchieren muss: Der atmosphärische Krimi entstand nach einer Vorlage des Bestseller-Autors Craig Russell.

Sa 16. Februar
20:15 WDR Haltet die Welt an D 2010
Ein kleines Städtchen bei Bremerhaven. Hier lebt Katja mit ihrem achtjährigen Sohn Tobias und ihrem Lebensgefährten Jürgen. Tobias ist ein aufgeweckter, selbstständiger und zuverlässiger Junge, der sowohl zu seiner Mutter als auch zu Jürgen ein sehr vertrauensvolles Verhältnis hat. Als er eines Abends nicht vom Spielen nach Hause kommt, startet Katja eine Rundrufaktion im Freundeskreis und fährt den Heimweg des Jungen ab - ohne Ergebnis. - Der Fall des kleinen Felix sorgte 2004 bundesweit für großes Aufsehen. Um den traumatischen Verlust ihres Kindes zu verarbeiten, schrieb die Mutter des Jungen, Anja Wille, drei Jahre später ein Buch über die Geschehnisse: "Und trotzdem lebe ich weiter - Mein Leben ohne Felix". Mit "Haltet die Welt an" ist Regisseur Hartmut Griesmayr nun eine feinfühlige Adaption des Buchs gelungen.

So 17. Februar
23:15 BR Der Garten der Finzi Contini BRD, I 1970
Italien, Ende der 1930er-Jahre: Die Faschisten verstärken die Diskriminierung jüdischer Mitbürger. Nirgends mehr gerne gesehen, wird für eine Gruppe junger Juden in Ferrara der Garten der wohlhabenden Familie Finzi-Contini zum Treffpunkt. Einer von ihnen, der junge Giorgio, fühlt sich zu Micòl, der Tochter des Hauses, hingezogen. Auch sie scheint ihm besonderes Interesse entgegenzubringen. Zwischen beiden entwickelt sich eine fragile Beziehung zwischen tiefer Freundschaft und scheuer Liebe. - Basierend auf dem autobiografischen Roman Giorgio Bassanis, erzählt der Film vom Schicksal einer jüdischen Familie während des Faschismus und zugleich von einer großen, letztlich aber unerfüllten Liebe.

Mo 18. Februar
23:30 BR LeseZeichen
Mit: Der Food-Fotograf Klaus Arras und seine Bilder für Angelo Menta: "Die letzten Heldentaten am Herd" (Becker Joest Volk), Atsushi Kataoka, u. a.: "Japanische Bergleute im Ruhrgebiet" (Klartext), Armin Kratzert spricht mit Linus Reichlin über dessen Buch "Das Leuchten in der Ferne" (Galiani) und Jörg Winde: "Bürgermeisterzimmer in Deutschland" (Kerber)

Di 19. Februar
13:55 arte Cartagena - Finde dein Leben, finde deine Liebe F 2008
Sophie Marceau und Christopher Lambert in Alain Monnes bewegendem Film nach einem Roman von Eric Holder: Boxchampion Léo ist so weit heruntergekommen, dass er als Pfleger für die gelähmte Muriel arbeiten muss - und sich in sie verliebt.

Mi 20. Februar
22:45 rbb Mephisto D, A, HU 1980
Der Schauspieler Hendrik Höfgen lässt sich im Berlin der 1930er-Jahre ganz entgegen seiner Ideale mit den Nazis ein, um Karriere zu machen. Als hoch talentierter Schauspieler am Hamburger Künstlertheater erkennt er bei dem Gastspiel eines berühmten Berliner Stars, was er bisher immer nur geahnt hat: Ziel seines Lebens kann einzig und allein der Erfolg sein! Als erste Stufe dazu erobert er die gesellschaftlich weit über ihm stehende, weltoffene Barbara Bruckner. Als seine Frau ebnet sie ihm nicht nur den Weg in gut situierte Kreise, sondern auch nach Berlin. - Nach Motiven des Romans von Klaus Mann
23:20 arte Julia Kristeva
Julia Kristeva stammt aus Bulgarien, lebt und arbeitet in Paris und New York. Sie hat es geschafft, alle Möglichkeiten, die sich ihr als Intellektuelle bieten, auszuschöpfen. So hat sie sich nicht nur als Literatur- und Sprachwissenschaftlerin einen Namen gemacht, sondern ist auch als Psychoanalytikerin und Romanschriftstellerin bekannt geworden.


Literatur im Radio

Sa 16. Februar
20:05 Deutschlandfunk Der Rosenkavalier | Von Hugo von Hofmannsthal
Die 'Komödie für Musik', wie das Stück im Untertitel heißt, war das erste Werk, das Hofmannsthal mit dem Komponisten Richard Strauss schrieb (1910). Mehr als die späteren Opernlibretti ist es ein eigenständiges Wortkunstwerk, das seine Aufführung als reines Sprechstück nicht nur rechtfertigt, sondern nahelegt. Hofmannsthal hat die Komödie in einem halb imaginären, halb realen Wien von 1740 angesiedelt und zeichnet darin das Bild des zur heilen Welt stilisierten altösterreichischen Ständestaates. In der bunten und turbulenten Handlung mischen sich Melancholie und drastische Komik. Es kreuzen sich die Geschicke von so verschiedenen Figuren wie der Feldmarschallin, die ihren jungen Geliebten Octavian an ein harmlos-reizendes Mädchen verliert, und ihrem Vetter, dem weibertollen Baron Ochs von Lerchenau, der auf Freiersfüßen wandelt ...

So 17. Februar
14:05 Deutschlandradio Kultur Gogoloff und Annabella | Kinderhörspiel von Franz Zauleck (ab 6 Jahren)
Ein dichtender Hund und eine tanzende Katze versuchen, einen Winter lang gemeinsam in einer Hütte zu leben.

Mo 18. Februar
21:33 Deutschlandradio Kultur Der Zahn des Voltaire | Von Christoph Prochnow
Paris 1894. Das Voltaire-Museum bereitet eine Ausstellung zum 200. Geburtstag des großen Aufklärers vor. Professor Orieux möchte auch eine der letzten Reliquien des Philosophen präsentieren, den Zahn des Voltaire. Dessen privater Besitzer will ihn jedoch nicht herausgeben. Also beauftragt der Museumsdirektor seinen Angestellten, die Schwester des Widerspenstigen für einen letzten Vermittlungsversuch zu gewinnen. Als Madame de Martigniac am nächsten Morgen das Haus ihres Bruders betritt, findet sie ihn erwürgt vor seinem aufgebrochenen Tresor. Der Zahn ist verschwunden. Daraufhin bietet der Museumsdirektor der Polizei seine Mithilfe beim Aufspüren von Reliquie und Mörder an.

Di 19. Februar
19:30 Deutschlandradio Kultur Hoffnung brauch' ich keine'. Die Lyrikerin Elke Erb | Von Andrea Marggraf
Beim Schreiben legt Elke Erb Wert auf Präzision. Die Dinge müssen nur benannt werden. Eine Meisterin des Wortes erzählt.
14.02.2013 11:04:49
Amalia

Amalia

(232 Beiträge)

Ich habe eine Ergänzung für alle Kluftinger-Fans:
Heute, Sa den 16.02. gibts im NDR "Milchgeld". Ich weiß nicht, ob das die Erstausstrahlung ist. Ich hab ihn jedenfalls noch nicht gesehen. Freue mich schon sehr ;-)
16.02.2013 17:35:45
Amalia

Amalia

(232 Beiträge)

Jetzt nochmal ordentlich:
Sa 16. Februar
21:40 NDR "Milchgeld.Ein Kluftingerkrimi"
16.02.2013 17:38:53
maibowle

maibowle

(22297 Beiträge)

danke amalia!!
das war keine erstausstrahlung, der lief schon im tv.


Literatur im Fernsehen

Do 21. Februar
23:45 SWR Literatur im Foyer
Thea Dorn im Gespräch mit Christoph Ransmayr ("Atlas eines ängstlichen Mannes")

Fr 22. Februar
23:00 ZDF Das Blaue Sofa
Literatur mit Wolfgang Herles - und folgenden Büchern: Tom Wolfe: "Back to Blood", Taiye Selasi: "Die Dinge geschehen nicht einfach so", Péter Esterházy: "Esti" und Linus Reichlin: "Das Leuchten in der Ferne"

Sa 23. Februar
16:15 3sat Caprona - Das vergessene Land GB 1974
Die an einer englischen Küste angespülte Blechdose mit einer alten Nachricht bringt eine unglaubliche Geschichte an den Tag: Nachdem ein britischer Frachter von einem deutschen U-Boot des Ersten Weltkriegs torpediert worden ist, gelingt es einigen Schiffbrüchigen unter Führung des Amerikaners Bowen Tyler, an Bord des U-Boots zu gelangen und das Kommando an sich zu reißen. Der deutsche Kapitän kann jedoch den Kompass verstellen, und so nimmt das Schiff Kurs auf die Antarktis. Der gemeinsame Kampf ums Überleben macht die Kriegsgegner bald zu Kameraden. - Liebenswert altmodisch gestalteter Fantasyfilm nach einem Roman des "Tarzan"-Schöpfers Edgar Rice Burroughs.

So 25. Februar
10:45 hr Bombay, Capri, Schleißheim - Die Biene Maja und ihr Schöpfer
1912 erschien ein Buch, das heute vor allem in seiner Fernsehfassung bekannt ist: "Biene Maja und ihre Abenteuer". Filmautor Michael Bauer begibt sich auf eine Spurensuche nach dem Kinderbuch und seinem Autor Waldemar Bonsels. Der 1880 in Ahrensburg geborene Apothekersohn war als junger Mann ähnlich abenteuerlustig wie später seine "Maja", die ihr Bienenvolk verlässt, Abenteuer mit anderen Tieren erlebt und schließlich brav zu ihrer Königin zurückgekehrt.
15:00 3sat David Copperfield USA 1935
England, im 19. Jahrhundert: Der kleine David Copperfield wächst unter bescheidenen Verhältnissen als Halbwaise auf. Dank der Liebe seiner Mutter Clara ist es trotzdem eine glückliche Kindheit - bis Clara erneut heiratet, denn Davids neuer Stiefvater Murdstone ist ein übler Tyrann, der Davids Mutter rasch in den frühen Tod treibt. Danach wird der Junge zur Kinderarbeit nach London geschickt, wo er in dem umtriebigen Micawber einen Vaterersatz und Freund findet. Leider landet Micawber dank seiner Machenschaften bald im Gefängnis, und David ist wieder einmal allein. - George Cukors Epos aus dem Jahr 1935 gilt bis heute als gelungenste Adaption des berühmten Jugendromans von Charles Dickens. Der Spielfilm beeindruckt mit einer Starbesetzung bis in die Nebenrollen.
23:35 Das Erste Druckfrisch
10 Jahre "Druckfrisch" - Seit zehn Jahren bringt uns ARD-Literaturkritiker Denis Scheck Autoren und wichtige Bücher nahe, warnt vor Schrottprosa und zeigt in seiner abseits von Elfenbeintürmen und Dichterklausen angesiedelten Sendung, dass Literatur auch im 21. Jahrhundert ein internationales Leitmedium weltweit ist. Die 60-minütige Jubiläumssendung 2013 spielt denn auch auf der ganzen Welt. Denis Scheck fliegt einmal um den Globus und trifft auf verschiedenen Kontinenten herausragende Persönlichkeiten der Weltliteratur.

Mo 25. Februar
23:30 BR LeseZeichen
Mit Anna Tüne: "Von der Wiederherstellung des Glücks" (Galiani), zum 250. Geburtstag von Johann Gottfried Seume, Julia Benkert spricht mit Dirk Kurbjuweit über dessen Buch "Angst" (Rowohlt) und Sandy Nairne: "Die leere Wand" (Piet Meyer)

Di 26. Februar
01:05 Das Erste Die Liebe in den Zeiten der Cholera USA 2007
Die Liebe des Telegrammboten Florentino zur liebreizenden Fermina, Tochter eines wohlhabenden Geschäftsmanns, steht unter keinem guten Stern. Zwar versichern beide sich in flammenden Briefen ihrer Gefühle. Nachdem er mutig um ihre Hand anhält, lehnt sie jedoch ab und heiratet lieber einen angesehenen Arzt. So schnell gibt Florentino aber nicht auf. Mit zahllosen Affären verkürzt er sich die Zeit, steigt nebenbei zum Direktor der Karibischen Flussgesellschaft auf, um der Angebeteten ein halbes Jahrhundert später - ihr Gatte ist inzwischen tot - einen zweiten Antrag zu unterbreiten. - Javier Bardem und Giovanna Mezziogiorno schmachten leidenschaftlich in Mike Newells kongenialer Adaption des weltberühmten Romans aus der Feder des Nobelpreisträgers Gabriel García Márquez.

Mi 27. Februar
22:10 arte Georg Kreisler gibt es gar nicht
Am 18. Juli 2012 wäre er 90 Jahre alt geworden - der Liedermacher, Kabarettist, Opernkomponist, Theaterregisseur und Romanautor Georg Kreisler. Neben Kreislers Witwe, der Schauspielerin und Sängerin Barbara Kreisler-Peters, berichten auch Eva Menasse, Daniel Kehlmann und Konstantin Wecker von ihren Erlebnissen mit Georg Kreisler und zeichnen so das faszinierende Bild eines vielschichtigen und begabten Künstlers.


Literatur im Radio

Fr 22. Februar
20:10 Deutschlandfunk Deutsch geht fremd. Ein Liebesdrama in drei Akten | Von Slavica Vlahovic
Die Autorin konfrontiert das ihr fremde Deutsch mit ihrer Biografie. Sie flirtet mit seinen Wörtern, verwandelt das straffe 'jawohl' in einen lustigen 'Ochsen', aus 'ohne' macht sie 'mehr', aus Rückschlägen schräge Witze. Ihre Deutschkarriere begann mit Imperativen: "Putzen! Abstauben! Saugen!" Als junge Frau kam sie aus Sarajevo nach Deutschland und wurde stumm. Deutsch ließ sie leiden und kämpfen; es reizte sie, immer tiefer in seine Geheimnisse vorzudringen. Im Chaos der fremden Klänge entdeckte sie kreative Räume, die sie ihr altes Leben neu sehen ließen. Der Prozess des Lernens befreite sie von Trauer und Angst. "Sprache ist eine Waffe?" Sie denkt Tucholsky weiter: Deutsch als Fremdsprache ist eine Landmine, entweder man entschärft sie oder sie explodiert! Ihr italienischer Dozent inspirierte sie mit seiner Metapher "sich die Fremde nehmen". Sie nahm sie sich leidenschaftlich und ging fremd mit Deutsch.

Sa 23. Februar
20:05 Deutschlandfunk Aus dem Literarischen Colloquium Berlin | Lesung: Rainer Merkel - Gesprächspartner: Insa Wilke und Gerrit Bartels, Moderation: Hubert Winkels
Rainer Merkel hat sich eher langsam und leise in den Korpus der Gegenwartsliteratur eingeschrieben. Die unterschiedlichsten Qualitäten werden an ihm gerühmt, von der in Stil und Dramaturgie überführten psychologischen Empathie über die Beschreibungsgenauigkeit bis hin zum lakonisch-trockenen Beobachtungshabitus. Der Erzähler und auch erzählende Reporter Rainer Merkel ist 1964 in Köln geboren, hat Psychologie und Kunstgeschichte studiert und lebt in Berlin.

So 24. Februar
18:30 Deutschlandradio Kultur NICHT HIER oder Die Kunst zurückzukehren | Von Kathrin Röggla
Fünf Rückkehrer nach Deutschland treffen aufeinander: Idealisten, deren Verträge ausliefen, Karrieristen, die aus privaten Gründen zur Heimkehr gezwungen waren, Gestrandete allesamt. Sie hatten teil am immer größer werdenden Arbeitsmarkt des internationalen Engagements der UNO bis hin zum deutschen Entwicklungsdienst. Im vermeintlichen Zuhause aber sehen sie sich stärker denn je einer Ortlosigkeit ausgesetzt, die genauso in der deutschen Provinz wie in der großen weiten Welt grassiert - ein ansteckender Virus. Die Rückkehrer fühlen sich entlassen in eine plötzliche Gleichgültigkeit, jegliches Engagement ist infrage gestellt. Das Hörspiel ist ein bitterböser, zugleich tragikomischer Blick auf eine Welt, in der 'Ankommenkönnen' zu einer der kompliziertesten Übungen gerät.

Di 26. Februar
19:30 Deutschlandradio Kultur Die Lyrik in den Lyrics. Literarische Inspirationen deutscher Popmusik | Von Juliane Streich
Dass Songtexte ernstzunehmende Lyrik darstellen, merkt man unter anderem daran, dass auch Bob Dylan immer wieder im Gespräch ist für den Literaturnobelpreis. In Deutschland greifen Deutschlehrer und ihre Kollegen aus dem Fremdsprachenunterricht gerne auf Songtexte zurück, um gelangweilte Achtklässler für Gedichtinterpretationen zu begeistern. Tatsächlich steckt viel Lyrik in den Lyrics. Etliche Vertreter der deutschen Popmusik präsentieren sich belesen mit Texten voller Zitate und Anspielungen. Ihre Anleihen aus der Literaturgeschichte verwandeln sie mit Bass und Beats zu neuen lyrischen Texten, die man mitsingen kann.
21.02.2013 10:07:46
engineerwife

engineerwife

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danke, maibowle ... letzten Samstag kam ja die Verfilmung von "In meinem Himmel" ... hat die jemand gesehen? Ich fand den Film ganz schön heftig ....
21.02.2013 10:23:06
maibowle

maibowle

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Literatur im Fernsehen

Fr 01. März
16:15 3sat Salzburger Geschichten BRD 1956
In den Jahren nach dem zweiten Weltkrieg herrscht zwischen Österreich und Deutschland eine strikte Geldsperre. Der wohlhabende Georg tritt seine regelmäßigen Salzburgbesuche zur Festspielzeit daher mit leerer Börse an. Als er seinen österreichischen Freund verpasst, bittet er das vermeintliche Stubenmädchen Konstanze, ihm auszuhelfen. Sie verschweigt Georg, dass sie eine Komtesse ist. - "Salzburger Geschichten" ist eine turbulente Komödie, zu der Erich Kästner nicht nur die Romanvorlage ("Der kleine Grenzverkehr") sondern auch das Drehbuch schrieb.
22:35 3sat Marrakesch GB, F 1998
Marokko in den frühen 1970er Jahren: Die junge Engländerin Julia ist mit ihren beiden Töchtern Lucy und Bea von London nach Marrakesch gezogen, um dort Liebe, Abenteuer, Selbstbestimmung und Freiheit zu finden. Anfangs toben die Mädchen unbekümmert durch das bunte Treiben und Leben der Stadt, doch lang wollen sie die Ziel- und Mittellosigkeit ihrer Mutter nicht hinnehmen. Bea fordert ein, zur Schule gehen zu können und Lucy wünscht sich, dass der Straßenkünstler Bilal, der manchmal bei Julia übernachtet, ein festes Mitglied der kleinen Familie wird. - Die Verfilmung des gleichnamigen, autobiografisch gefärbten Romans von Esther Freud wägt die Stärken und Schwächen der Hippie-Philosophie behutsam gegeneinander ab. Im Zentrum: Kate Winslet, die die junge Mutter mit viel Wärme verkörpert.

Sa 02. März
22:15 Das Erste Appaloosa USA 2008
New Mexico, 1882. Seit geraumer Zeit terrorisiert der Rancher Randall Bragg mit seiner Bande den kleinen Ort Appaloosa. Schließlich heuern die machtlosen Stadtoberen Virgil Cole und Everett Hitch als Marshal und Deputy an. Die beiden Revolverhelden sollen endlich wieder Recht und Ordnung herstellen. Obwohl die neuen Gesetzeshüter mit ein paar von Braggs Männern kurzen Prozess machen, gibt der Rancher sich keineswegs geschlagen. Er weiß um seine Macht und fühlt sich seinen Widersachern haushoch überlegen. So entwickelt sich ein mit allen Mitteln geführter Kampf um die Vorherrschaft in der Stadt. - Mit dem imposanten, klassisch anmutenden Western "Appaloosa" legte der Charakterdarsteller Ed Harris seine zweite Regiearbeit vor. Neben Harris selbst gehören Viggo Mortensen, Jeremy Irons und Renée Zellweger zur Starbesetzung. Vorlage war einen Roman des Bestsellerautors Robert B. Parker.

Mo 04. März
22:20 arte Der Tote aus Nordermoor IS 2006
Der Mord an einem Lkw-Fahrer aus Nordermoor gibt Kommissar Erlendur Rätsel auf. In der Wohnung des Toten findet der Ermittler das vergilbte Foto vom Grab eines kleinen Mädchens. Die Exhumierung der Kinderleiche birgt eine Überraschung: Das Mädchen wurde damals ohne Gehirn beigesetzt. Das Organ wurde zu Forschungszwecken präpariert und lagert seither in einem zentralen Genlabor. Der packend inszenierte Islandkrimi fasziniert durch seinen skurrilen Humor und seine überwältigenden Landschaftsbilder, die diesem Film eine unverwechselbare Atmosphäre geben. - Mit "Der Tote aus Nordermoor" gelang Baltasar Kormákur eine faszinierende Verfilmung von Arnaldur Indridasons viertem Roman, der 2002 zum besten skandinavischen Krimi gewählt wurde.
22:50 mdr Mein Kriegswinter NL 2008
Der 14-jährige Michiel lebt in einem niederländischen Dorf nahe der Provinzhauptstadt Zwolle, als er im Januar 1945 in die grausame Realität des Zweiten Weltkrieges hineingezogen wird. Bald weiß Michiel nicht mehr, ob sein Handeln richtig ist und wem er noch vertrauen kann. - In dem preisgekrönten Drama "Mein Kriegswinter" (nach dem Roman von Jan Terlouw) erzählt der niederländische Regisseur Martin Koolhoven, wie ein heranwachsender Junge tapfer um seinen Stolz und die Familienehre kämpft - mit ernüchternden Konsequenzen.
23:30 BR LeseZeichen
Mit: Wigald Boning: "Brot, Butter und Läusespray" (Rowohlt), Renate von Mangoldt: "Von Achternbusch bis Zanzotto" (Steidl), Armin Kratzert spricht mit Olga Martynova über deren Buch "Mörikes Schlüsselbein" (Literaturverlag Droschl) und Avner Werner Less: "Lüge! Alles Lüge!" Rekonstruiert von Bettina Stangneth (Arche)

Mi 06. März
20:15 arte Fenster zum Sommer D 2011
Eine junge Frau erwacht eines Morgens in ihrer eigenen Vergangenheit. Sie muss sich die Liebe ihres Lebens neu erkämpfen und versuchen, ihrer Freundin das Leben zu retten. Kann man seinem Schicksal entgehen? Kann man es zumindest ein wenig korrigieren? - "Fenster zum Sommer" ist eine Romanadaption von Hannelore Valencak, die zusammen mit Hendrik Handloegten das Drehbuch verfasste. Der geheimnisvolle Film spielt mit der Verflechtung von Schicksal und Gefühlen. Kann man den Weg der Liebe beeinflussen, wenn man zu wissen glaubt, wo und wann sie einem widerfährt?
23:00 BR A Single Man USA 2009
Die Nachricht vom Unfalltod seines langjährigen Geliebten erschüttert den Literaturprofessor George Falconer und raubt ihm jeglichen Lebensmut. Falconer erinnert sich an die glücklichen Momente, die er mit dem Verstorbenen verbracht hat. Schließlich trifft er die Entscheidung, sich umzubringen. Die unerwartete Begegnung mit einem jungen Studenten, zu dem er sich hingezogen fühlt, reißt den Trauernden kurzfristig aus seiner Lethargie. - Mit der stilvollen Adaption von Christopher Isherwoods "Der Einzelgänger" (1964), einem der Schlüsselromane der Schwulenbewegung der 1960er-Jahre, inszenierte der Modeschöpfer Tom Ford sein sensationelles Regiedebüt.


Literatur im Radio

Sa 02. März
18:05 Deutschlandradio Kultur "Ich ziehe meine Einsamkeit um mich." Die Dichterin Gertrud Kolmar | Von Beate Lehner
Gertrud Kolmar, 1894 als Gertrud Käthe Chodziesner geboren, gehört zu den größten Dichterinnen des 20. Jahrhunderts. Im Berliner Vorort Finkenkrug führte sie ein zurückgezogenes Leben. Nach dem Machtantritt Hitlers sorgte sie dafür, dass ihr Werk in Sicherheit gebracht wurde. Auch ihre Briefe an die Schwester blieben erhalten. Es sind berührende Zeugnisse aus der Zeit der Entrechtung und Verfolgung, in denen die Persönlichkeit der Dichterin, ihre Stärke und ihr Geist lebendig werden. Am 2. März 1943 wurde sie mit dem '32. Osttransport' nach Auschwitz deportiert. Ein großer Teil ihres dichterischen Nachlasses konnte gerettet werden.

So 03. März
14:05 Deutschlandradio Kultur Hörspieltag für Kinder: Salz im Kaffee | Von Jenny Reinhardt
Etienne wohnt in einem Kinderheim. Vor einigen Wochen hat sein bester Freund ein neues Zuhause gefunden. Nun versucht Etienne es auch. Familie Meier hat er sich ausgesucht. Dazu gehören Mama, Papa, Lola, Ludwig und sogar noch ein Onkel. Die gefallen ihm. Und er hat einen tollen Plan: Er zieht heimlich bei Familie Meier auf dem Dachboden ein. In der Nacht, wenn alle schlafen, kommt er herunter und deckt schon den Tisch, räumt die Wohnung auf und putzt die Fenster ... Am Morgen werden alle staunen. Nach einer Woche wird er dann am Morgen vom Dachboden herunterkommen und alle freuen sich und wollen, dass er für immer bleibt. Doch ganz so einfach funktioniert es leider nicht.

Mo 04. März
21:33 Deutschlandradio Kultur Die Maske des Mörders | Von Patrick Hampton
Filmaufnahmen in einem Atelier, gedreht wird die Mordszene: Schauspielerin Daisy Colin muss auf einen unbekannten Eindringling schießen. Der Revolver ist aber nicht mit Platzpatronen, sondern scharf geladen. Ihr Filmpartner bleibt tot am Boden liegen. Inspektor Campbell von Scotland Yard findet in der Tasche des Toten einen Drohbrief: "Die Stunde der Abrechnung ist gekommen, Sie werden den morgigen Tag nicht überleben." Nächstes Opfer ist die Lehrerin Sheila Bird. Auch sie hatte vor ihrem Tod einen Brief erhalten. Sheila war Geschworene in einem Prozess. Könnte das eine Spur zum Mörder sein?

Di 05. März
20:10 Deutschlandfunk Aus dem Lesebuch für Städtebewohner | Eine lyrische Versuchsanordnung von Bertolt Brecht
"Denn nicht die vier sind zu viel/ Sondern das fünfte Rad/Und nicht schlecht ist die Welt/ Sondern/Voll." Die 1926/27 entstandenen Texte, von Brecht 'für Schallplatten' konzipiert, sind von provozierender Aktualität. Es gibt keine beruhigenden Gewissheiten. Die Gedichte haben kein Metrum. Sie weichen rhythmisch aus, wie der Einzelne, der in einer Menschenmenge ausweichen muss, wenn er durch die Straßenschluchten Chicagos irrt. "Ihr müsst das ABC noch lernen./Das ABC heißt:/Man wird mit euch fertig werden." Was passiert, wenn man Brechts lyrische Versuchsanordnung über die Städte und deren Bewohner heute wiederholt? Die Reibungen und vielfachen (auch komischen) Brechungen, die beim Zusammenprall zweier Zeitebenen entstehen, geben dem Hörstück die akustische Struktur.
28.02.2013 09:21:43
maibowle

maibowle

(22297 Beiträge)

@engineerwife
ich ziehe deine frage nochmal mit.....

... letzten Samstag kam ja die Verfilmung von "In meinem Himmel" ... hat die jemand gesehen? Ich fand den Film ganz schön heftig ....


ich habs nicht gesehn, war mit einer ausführlichen gemeinen grippe beschäftigt.....:/
28.02.2013 09:24:09
engineerwife

engineerwife

(9901 Beiträge)

@maibowle ... danke! Hoffe, du bist inzwischen genesen?
28.02.2013 11:24:48
maibowle

maibowle

(22297 Beiträge)

Literatur im Fernsehen

Do 07. März
23:45 SWR Literatur im Foyer
Thea Dorn im Gespräch mit Thomas Hettche und Denis Scheck

Fr 08. März
20:15 arte Wann war der Mann ein Mann? F 2012
Simon, Mitte 30, Komponist und Klavierlehrer, hat sich bisher die Arbeit im Haushalt und für die zwei Töchter Violette und Adèle mit seiner dynamischen Ehefrau Camille geteilt. Als Camille wegen einer Beförderung für einige Zeit ganztags mit Überstunden arbeitet, nimmt er es erstmals klaglos hin, allein für Haus und Töchter zuständig zu sein. In höchster Not gibt es nur noch Mireille, Simons Schwiegermutter, die ihm zur Seite steht. - Mit hochkomischer Verve und auf dem Roman von David Abiker basierend erzählt Regisseur Angelo Cianci "Wann war der Mann ein Mann?" von einem modernen Mann auf der Suche nach seiner Männlichkeit.
02:00 WDR West ART extra
Literaturmarathon 2013: 100 Bücher - 100 Beziehungen

Sa 09. März
20:15 BR Das Mädchen Rosemarie D 1996
Während der Wirtschaftswunderjahre beschließt die aufsässige Rosemarie Nitribitt, in Frankfurt das große Geld zu machen. Aufgrund ihres guten Aussehens wird sie schnell die Geliebte eines wohlhabenden Geschäftsmannes. Dann lernt Rosemarie einen französischen Industriespion kennen, der sie mit weiteren Unternehmern bekannt macht und sich ihrer bedient, um an wichtige Interna zu gelangen. Als deutlich wird, dass Rosemarie zu viel weiß, gerät sie in Lebensgefahr. - Der deutsche Erfolgsproduzent Bernd Eichinger inszenierte 1996 dieses aufwendige Remake von Rolf Thieles gleichnamigem Klassiker.
00:50 3sat 11. Deutscher Hörbuchpreis 2013
Aus den zahlreichen Hörbuch-Veröffentlichungen des Jahres 2012 hat die Jury für den Deutschen Hörbuchpreis 2013 in sieben Kategorien die Glanzlichter ausgewählt.

So 10. März
10:15 3sat Literaturclub
Mit den Gästen Rüdiger Safranski, Elke Heidenreich und Hildegard E. Keller, Moderation: Stefan Zweifel
13:50 SWR Krambambuli A 1998
Nachdem der alte Oberförster von einem Wilderer erschossen wurde, übernimmt ein junger Mann den Posten. Er ist fest entschlossen, den Wilderern, allen voran ihrem Anführer Pachler, in seinem Revier das Handwerk zu legen. Sein treuester Begleiter wird der Hund Krambambuli, den er dem betrunkenen Pachler abgekauft und mit harter Hand auf sich abgerichtet hat. Währenddessen entfremdet er sich zunehmend von seiner jungen Frau, die seinen Ehrgeiz nicht teilt und sich ein anderes Leben und vor allem ein Kind wünscht. Die Auseinandersetzungen werden das Leben aller Beteiligten für immer verändern. - Nach der Novelle von Marie von Ebner-Eschenbach gelang Xaver Schwarzenberger ein atmosphärisch dichter, klar und schnörkellos erzählter Heimatfilm ohne Sentimentalitäten und falsche Melodramatik.
20:15 arte Das Urteil USA 2003
Mit Hilfe des Anwalts Wendell Rohr verklagt die Witwe eines bei einem Amoklauf getöteten Mannes den in ihren Augen dafür verantwortlichen Waffenkonzern. Der wiederum gibt dem Geschworenenberater Rankin Fitch, der für die Auswahl der Geschworenen zuständig ist, den Auftrag, potenziell manipulierbare Leute zusammenzustellen. Fitch bedient sich dabei ausschließlich illegaler Methoden und setzt die Geschworenen massiv unter Druck. Nicholas Easter ist einer dieser Zwölf, der jedoch seine eigene Intrige spinnt: Er bietet sowohl der Anklage als auch der Verteidigung an, das Urteil im jeweiligen Sinne zu beeinflussen. - Der Thriller basiert auf dem Roman "Das Urteil" von John Grisham, in welchem allerdings gegen einen Tabakhersteller Klage erhoben wird. Der Film- und Fernsehregisseur Gary Fleder wollte den Film jedoch von der vier Jahre zuvor entstandenen Verfilmung "Insider" abheben und entschied sich dafür, die Waffenlobby zum zentralen Thema zu machen.
00:45 mdr Das Geheimnis ihres Todes USA 1999
Der Selbstmord von fünf bildhübschen Töchtern eines neurotischen Ehepaars regt auch 20 Jahre später noch die Fantasie ihrer damaligen Verehrer in einer beschaulichen amerikanischen Kleinstadt an: In Rückblenden erzählen sie das Schicksal der feenhaften, blonden Mädchen, die von allen Jungs in der Umgebung angehimmelt wurden. - Mit "Das Geheimnis ihres Todes", einer subtilen und vielschichtigen Verfilmung des gleichnamigen Romans von Jeffrey Eugenides aus dem Jahr 1991, ist Sofia Coppola ein etwas anderer Teenie-Film gelungen, dessen untergründiger Suspense lange nachwirkt.

Mo 11. März
23:30 br LeseZeichen
Mit: Frank Schirrmacher: "Ego" (Blessing), Callum Roberts: "Der Mensch und das Meer" (DVA), Julia Benkert spricht mit René Freund über dessen Buch "Liebe unter Fischen" (Deuticke) und zum Fall Amazon Wie abhängig ist der Buchhandel?

Di 12. März
22:30 WDR West ART: lit.COLOGNE - Die Reportage
Ziemlich "durchgeknallt" sind die Bücher, Storys und Themen der 13. lit.COLOGNE: Innenansichten aus der Psychiatrie, Gewaltphantasien, notorische Weltverbesserer und eine fürsorgliche Sympathie für das, was man "Wahnsinn" nennt. Das diesjährige Literaturfest präsentiert so viele Veranstaltungen wie nie zuvor und macht es unserem rasenden lit.COLOGNE-Reporter Matthias Bongard nicht leicht, eine Auswahl zu treffen. Also schaut er dort hin, wo es besonders spannend ist und spricht mit denen, die dafür verantwortlich sind.
00:00 ndr Bücherjournal
(Themen standen zu Redaktionsschluss noch nicht fest)

Mi 13. März
00:50 arte Der Tote aus Nordermoor IS 2006
Der Mord an einem Lkw-Fahrer aus Nordermoor gibt Kommissar Erlendur Rätsel auf. In der Wohnung des Toten findet der Ermittler das vergilbte Foto vom Grab eines kleinen Mädchens. Die Exhumierung der Kinderleiche birgt eine Überraschung: Das Mädchen wurde damals ohne Gehirn beigesetzt. Das Organ wurde zu Forschungszwecken präpariert und lagert seither in einem zentralen Genlabor. Der packend inszenierte Islandkrimi fasziniert durch seinen skurrilen Humor und seine überwältigenden Landschaftsbilder, die diesem Film eine unverwechselbare Atmosphäre geben. - Verfilmung von Arnaldur Indridasons viertem Roman, der 2002 zum besten skandinavischen Krimi gewählt wurde.
00:55 3sat Weltbühne: Tino Hanekamp trifft Sven Regener
Diesmal trifft Tino Hanekamp den Musiker und Autor Sven Regener in Berlin. Die beiden fahren Boot, laufen herum und trinken zusammen ein Bier. Außerdem fahren sie gemeinsam zum Set von "Haialarm am Müggelsee", Regeners aktuellem Filmprojekt. Wie tickt Sven Regener, was treibt ihn um, was kann er gar nicht ab? Wie kommt man einem Mann näher, der nichts Privates von sich preisgeben will?


Literatur im Radio

Sa 09. März
20:05 Deutschlandfunk Der Hals der Giraffe | Nach dem gleichnamigen Roman von Judith Schalansky
Anpassung ist alles, weiß Inge Lohmark. Schließlich unterrichtet sie seit mehr als 30 Jahren Biologie. Dass ihre Schule in vier Jahren geschlossen werden soll, ist nicht zu ändern - in der schrumpfenden Kreisstadt im vorpommerschen Hinterland fehlt es an Kindern. Lohmarks Mann, der zu DDR-Zeiten Kühe besamt hat, züchtet nun Strauße, ihre Tochter Claudia ist vor Jahren in die USA gegangen und hat nicht vor, Kinder in die Welt zu setzen. Alle verweigern sich dem Lauf der Natur, den Inge Lohmark tagtäglich im Unterricht beschwört. Als sie Gefühle für eine Schülerin der 9. Klasse entwickelt, die über ihre übliche Hassliebe für die Jugend hinausgehen, gerät ihr biologistisches Weltbild ins Wanken. Mit immer absonderlicheren Einfällen versucht sie zu retten, was nicht mehr zu retten ist.

So 10. März
18:30 Deutschlandradio Kultur Der weiße Tiger | Nach dem Roman von Aravind Adiga
Balram Halwai, genannt 'Der weiße Tiger', ist der jüngste Sohn eines Rikscha-Fahrers. Mit etwas Glück, schlitzohrig, bisweilen skrupellos sucht er seine Chance und schafft, trotz Kastensystem, den Aufstieg zum Unternehmer. Eines Nachts hört er im Radio vom Besuch des chinesischen Ministerpräsidenten, der gerade die Computer-Metropole Bangalore besucht, sein Land und dessen Erfolgsgeschichte kennenlernen will. Balram beschließt, in einem Brief die eigene Erfolgsgeschichte, die ihn aus dem Nichts eines kleinen indischen Dorfes bis in das Silicon Valley der 'größten Demokratie der Welt' gebracht hat, niederzuschreiben. Dabei muss er eingestehen, dass der Mord an seinem früheren Chef, bei dem er als Diener und Fahrer angestellt war, unumgänglich war.

Mo 11. März
21:33 Deutschlandradio Kultur Flashback | Von Anja Herrenbrück
Die junge Staatsanwältin Jorinde Peters vernimmt den 40-jährigen Michael Heckmann. Seit Jahren behauptet er, der Mörder seines Bruders Stefan und von dessen Freundin Ingrid zu sein. Der Fall wurde immer wieder zu den Akten gelegt, denn es gab weder eindeutige Spuren noch Beweise. Gründe, Heckmanns Aussagen anzuzweifeln, gab es jedoch genug. Die Staatsanwältin will nun in Gesprächen mit Michael, der als Patient in einer psychiatrischen Klinik lebt, herausfinden, was vor mehr als 25 Jahren im hessischen Vogelsberg passiert ist. Damals versuchte die Hydroguerilla mit Gewalt, das Abpumpen von Grundwasser zu verhindern. Durch ein Foto, das der Rekonstruktion der Ereignisse dient, erkennt Jorinde Peters, dass sie selbst in diesen Fall involviert ist.

Di 12. März
20:10 Deutschlandfunk macht. alle. gegen! die rheinischen werberaufstände | Von Weltbetrieb
Die neuerdings selbstständige Düsseldorfer Werberfamilie Heine kämpft in Heimarbeit gegen den sozialen Abstieg. Da entwickelt Tochter Anna-Marie (6) ausgerechnet beim Dreh für einen Joghurt-Spot eine Laktose-Unverträglichkeit: Regress! Gleichzeitig schmeißt ihr Vater Bernhard, der Art Director, seinen einzigen Auftrag hin. Während seine Texterfrau Annette sich der Nachhaltigkeit von Produkten widmet, folgt Bernhard einer nächtlichen Vision und entdeckt sein revolutionäres Potenzial. Damit ist er nicht allein: In Mondrians Keller, dem faustischen Sammelbecken des Künstler-Prekariats, trifft er auf Gleichgesinnte. Gemeinsam entwickeln sie die Revo-Kampa macht.alle.gegen! - und treten damit das Erbe der schlesischen Weberaufstände von 1844 an.





jjaaaa, vielen dank für die guten wünsche!!
hat geholfen....ö)
07.03.2013 09:25:44
maibowle

maibowle

(22297 Beiträge)

Literatur im Fernsehen

Do 14. März
21:00 3sat 3satbuchzeit
Showtime für die Buchbranche: Vom 14. bis zum 17. März 2013 treffen sich Verlage, Autoren und Lesebegeisterte auf der Leipziger Buchmesse. In "3satbuchzeit" stellt Gert Scobel lesens- und betrachtenswerte Neuerscheinungen von der Buchmesse vor. Als Gast begrüßt er die Film- und Fernsehproduzentin Regina Ziegler.
22:30 BR Feridun Zaimoglu - Mein Leben
Mit "Kanak Sprak", seinem provozierenden Buch über junge Migranten, wurde Feridun Zaimoglu 1995 bekannt. Heute gehört der Schriftsteller mit den türkischen Wurzeln zu den wichtigsten Vertretern der deutschen Literatur. "Man hat mich in die Talkshows eingeladen, und ich war der Krawalltürke.", erinnert sich Feridun Zaimoglu an die Zeit um das Jahr 2000, als "Kanak Attack", die Verfilmung seines Romans "Abschaum - die wahre Geschichte von Ertan Ongun", in die Kinos kam.
22:45 rbb Bücher und Moor
Dieter Moor spricht mit einer prominenten Leserin - diesmal ist es die Schauspielerin Maren Eggert - über die Bücher, die sie bewegt und geprägt haben. Christine Thalmann stellt wieder drei Schriftsteller und ihre Neuerscheinungen vor: Andrea Sawatzki - Ein allzu braves Mädchen, Abbas Khider - Brief in die Auberginenrepublik, Ulrich Woelk - Was ist Liebe. Zum Schluss wird Maren Eggert entscheiden, welches dieser Bücher sie als nächstes lesen will.
23:35 mdr Fröhlich lesen. Autoren zu Gast bei Susanne Fröhlich
Mit folgenden Büchern: Katharina Saalfrank: "Du bist ok, so wie du bist" und Phillip Möller: "Isch geh Schulhof - Unerhörtes aus dem Alltag eines Grundschullehrers"
23:45 SWR Literatur im Foyer
Thea Dorn hat zum Auftakt der Leipziger Buchmesse so hellsichtige wie scharfzüngige Kollegen eingeladen. Zum traditionellen Buchmessen-Quartett erwartet sie: Felicitas von Lovenberg, die Moderationskollegin von "Literatur im Foyer" und Literaturchefin der F.A.Z.; Ijoma Mangold, Literaturchef der "Zeit" sowie Denis Scheck, Moderator vom ARD-Büchermagazin "druckfrisch". Gemeinsam diskutieren und streiten sie über die nominierten Autoren für den Preis der Leipziger Buchmesse und stellen die wichtigsten Neuerscheinungen des Frühjahrs vor.

Fr 15. März
13:15 3sat Das Blaue Sofa. Gespräche von der Leipziger Buchmesse
In "Das Blaue Sofa" stellt Wolfgang Herles wichtige belletristische Neuerscheinungen von der Leipziger Buchmesse (14. bis 17. März) zur Diskussion.
01:20 Das Erste Nur die Sonne war Zeuge F, I 1960
Der junge Amerikaner Tom Ripley ermordet heimlich einen Landsmann, der in Italien das Leben eines reichen Müßiggängers führt. Als es Ripley gelingt, an das Geld seines Opfers heranzukommen und sogar dessen nichts ahnende Freundin für sich zu erobern, glaubt er, das Spiel gewonnen zu haben. - Alain Delon spielt die Hauptrolle in René Cléments glänzender Verfilmung des ersten "Ripley"-Romans von Patricia Highsmith.

Sa 16. März
13:15 3sat Das Blaue Sofa. Gespräche von der Leipziger Buchmesse
In "Das Blaue Sofa" stellt Wolfgang Herles wichtige belletristische Neuerscheinungen von der Leipziger Buchmesse (14. bis 17. März) zur Diskussion.
21:45 3sat Leipziger Buchnacht
Die "Leipziger Buchnacht" gehört inzwischen seit über 20 Jahren zu den festen Größen der Leipziger Buchmesse: 90 Minuten live mit Moderator Axel Bulthaupt im Studio sowie mit Berichten vom Messegeschehen und dem großen Lesefest "Leipzig liest". Zu Gast sind prominente Autoren und Autorinnen mit ihren neuesten Sachbüchern, Romanen und Erzählungen zu den brennenden Fragen unserer Zeit.
21:55 arte Perry Rhodan - Unser Mann im All
Was früher der Wilde Westen war, ist heute der Weltraum. In seine unendlichen Weiten werden Traumbilder projiziert, die keinen rechten Platz mehr haben auf der rundum entdeckten Erde. Die deutsche Science-Fiction hat ihren eigenen Botschafter im All: Perry Rhodan, den Titelhelden der legendären Heftromanserie die schon älter als ein halbes Jahrhundert ist.
23:30 WDR Was liest du?
Wenn Jürgen von der Lippe zwei prominente Gäste "Was liest Du?" fragt, dürfen sich die Zuschauer auf ein literarisches Vergnügen der ganz besonderen Art freuen: In dieser denkwürdigen Leserunde werden ausschließlich "komische" Lieblingsbücher vorgestellt. Diesmal zu Gast: Annette Frier, Schauspielerin und Comedy-Star und Ingo Oschmann, Kabarettist, Stand-Up-Comedian und Zauberer. Sie und ihr Gastgeber werden nicht nur über die von ihnen mitgebrachten Büchern reden, sondern selbstverständlich auch aus ihnen vorlesen - gerne auch mal in verteilten Rollen.
23:45 rbb Misery USA 1990
Nachdem er sein neuestes Buch beendet hat, macht sich der Bestseller-Autor Paul Sheldon auf den Weg zurück nach New York. Unterwegs gerät er in einen Schneesturm, kommt mit seinem Wagen von der Straße ab und wird schwer verletzt. Eine Frau rettet Sheldon aus dem Wrack und bringt ihn zu sich nach Hause: Annie Wilkes, eine alleinstehende Krankenschwester und ein fanatischer Fan seiner Romane. - Nach Stephen King.

So 17. März
13:30 3sat Das Blaue Sofa. Gespräche von der Leipziger Buchmesse
In "Das Blaue Sofa" stellt Wolfgang Herles wichtige belletristische Neuerscheinungen von der Leipziger Buchmesse (14. bis 17. März) zur Diskussion.
20:15 arte Viel Lärm um nichts GB, USA 1993
Auf einem noblen Landsitz in Italien finden zwei Liebespaare zueinander. Während Claudio und Hero unter einer bösartigen Intrige leiden und schrecklich eifersüchtig aufeinander sind, machen sich Beatrice und Benedict mit gegenseitigen Sticheleien das Leben unnötig schwer. In ebenso heftigen wie witzigen Wortgefechten leben die beiden ihren Stolz und ihre Streitlust aus. In einem derartigen Wettkampf der Schlagfertigkeit sollte man jedoch seine Grenzen kennen, vor allem dann, wenn ernsthafte Gefühle im Spiel sind. - Seine zweite Shakespeare-Verfilmung drehte Kenneth Branagh in der sonnigen Toskana.
22:40 mdr artour spezial. Berichte von der Leipziger Buchmesse
Überblick - die literarische Buchmesse - in diesem Jahr rudert die Messe weg von B-und C-Promis, die mal ein hübsches Buch schreiben - hin wieder zu großen und echten Literaten. Debütroman der Schauspielerin Andrea Sawatzki, "Leben" ein Buch von David Wagner über Organtransplantation, Peter Esterhazys neues Buch und politische Situation der Künstler in Ungarn: "Esti" und "Denkwürdigkeiten" - Autobiografie von Eckard Henscheid.
00:45 3sat 3sat buchzeit extra
Die aktuellen Neuerscheinungen des Frühjahrs und ihre Autoren stehen im Mittelpunkt der viertägigen Leipziger Buchmesse. Viele von ihnen werden am 3sat-Stand zu Gast sein, um über ihre neuen Bücher und die Fragen, die sie umtreiben, Rede und Antwort zu stehen, darunter: Klaus-Michael Bogdal, Hanns Zischler, Amos Oz, Friedrich Dieckmann, Heinz Strunk, Margot Käßmann, Hans-Ulrich Wehler, Ernst-Wilhelm Händler, David Wagner und Lisa Kränzler.

Mo 18. März
23:30 BR LeseZeichen
Mit diesen Büchern: Der Elefantendichter - Ein Gießener Professor mit Sinn für Tier-Poesie, Peter Köpf: "Wo ist Lieutenant Adkins?" (Ch. Links), Julia Benkert spricht mit Ulrich Woelk über dessen Buch "Was Liebe ist" (dtv) und Hanns-Josef Ortheil: "Das Kind, das nicht fragte" (Luchterhand)

Di 19. März
00:20 ZDF Die lange Nacht des blauen Sofas. Gespräche von der Leipziger Buchmesse
Auf dem blauen Sofa nehmen anlässlich der Leipziger Buchmesse wieder interessante Autorinnen und Autoren zu Gesprächen mit Wolfgang Herles und anderen Moderatoren Platz. Vorgestellt werden Biografien, Romane sowie politisch-historische und allgemeine Sachbücher.
00:55 BR Das Vaterspiel D, A, F 2009
Der Wiener Student Ratz ist Mitte 30 und hat keine Perspektive, wie es mit seinem Leben weitergehen soll. Von seinem Vater, einem korrupten Politiker, kann er weder Verständnis noch Unterstützung erwarten. Den Hass auf seinen alten Herrn lebt Ratz in einem selbst entwickelten Egoshooter-Game aus, bei dem man den Gegnern das Gesicht des eigenen Vaters geben kann. Eines Tages erhält er Nachricht von seiner Exfreundin Mimi. Auf ihre Bitte hin reist er nach New York, wo er einen Keller renovieren soll, in dem ihr Großvater sich seit Jahren versteckt hält: ein reueloser Altnazi, der einst einen bestialischen Mord verübte. - Michael Glawogger gehört zu den radikalsten Filmemachern des aktuellen österreichischen Kinos. Bei "Das Vaterspiel", einer Verfilmung von Josef Haslingers gleichnamigen Roman, verbindet er unterschiedliche Zeit- und Handlungsebenen zu einem schwarzhumorigen Sittenbild über Moral, Familie und Erinnerungskultur.

Mi 20. März
23:05 WDR Der Chinese (1/2) D, S, A 2011
Vivi Sundberg von der Mordkommission stockt der Atem angesichts ihrer Entdeckung. In dem schwedischen Dorf Hesjövallen wurden 19 Menschen regelrecht abgeschlachtet. Aus den Medien erfährt auch Brigitta Roslin von dem Blutbad. Sie ist geschockt, denn unter den Opfern befinden sich ihre Eltern. Da alle Ermordeten weitläufig mit ihr verwandt waren, befürchtet Brigitta, dass auch sie auf der Todesliste steht. Ihre Bitte um Polizeischutz schlägt Vivi Sundberg jedoch ab. Die Kommissarin glaubt, dass sie mit der Verhaftung des mehrfach vorbestraften Gewaltverbrechers Valfriedson unmittelbar vor der Aufklärung des Falles steht. - Der aufwendige Krimi entstand nach der gleichnamigen Vorlage von Henning Mankell.


Literatur im Radio

Sa 16. März
23:05 Deutschlandradio Kultur Bücherfrühling 2013 | Von der Leipziger Buchmesse
Mit Nico Bleutge, Nino Haratischwili und Manana Tandaschwili, Abbas Khider, Olga Martynova, Birk Meinhardt, Robert Schindel, Schünemann&Voliæ, David Wagner und Ulrich Woelk
Moderation: Barbara Wahlster, Sigried Wesener, Dorothea Westphal. Mitschnitt vom 16.3.13

So 17. März
14:05 Deutschlandradio Kultur Kakadu - Hörspieltag für Kinder: TV-Karl | Von Mario Göpfert, nach dem Kinderbuch von Christine Nöstlinger
Anton ist elf Jahre alt und hat einen eigenen Fernseher im Kinderzimmer. Doch selbst mit dem langweilt er sich oft. Das ändert sich schlagartig, als er Karl kennenlernt. Durch einen blauen Knopf auf der Fernbedienung hat Anton ihn entdeckt. Das ist total verrückt, denn Karl aus dem Fernsehen kann mit Anton reden. Er hilft ihm bei den Hausaufgaben und weiß auch immer einen Ausweg, wenn es in der Schule oder mit den Eltern Ärger gibt. Der TV-Karl ist ein wunderbarer Freund.

Di 19. März
19:30 Deutschlandradio Kultur Warum übersetzen?
Das aktuelle Gespräch zum Preis der Leipziger Buchmesse 2013

Di 19. März
20:10 Deutschlandfunk Eingehängt | Von Anthony Minghella
Ein Zweipersonenstück. Er und sie in einem quälenden Telefondialog, in einem Hin und Her von Gereiztheiten und Missverständnissen, Liebeserklärungen und Lügen. Ein telefonisches Minidrama, das in aller Kürze die komplexen Probleme einer Beziehung offenbart.
14.03.2013 15:03:20
maibowle

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Literatur im Fernsehen

Do 21. März
23:45 SWR besser lesen
Zu folgenden Büchern: Cristina Stanca-Mustea: "Carl Laemmle - Der Mann, der Hollywood erfand" und Claudia Kemfert: "Kampf um Strom - Mythen, Macht und Monopole"

Fr 22. März
14:10 3sat Veit Heinichen - Mein Triest
Krimiautor Veit Heinichen hat Triest zu seiner Wahlheimat gemacht. Die italienische Hafenstadt ist der Schauplatz der Ermittlungen seines Helden Commissario Proteo Laurenti. Triest ist für Heinichen eine Stadt an der Grenze, in der 90 Ethnien friedlich zusammenleben, aber auch ein Kreuzungspunkt des organisierten Verbrechens von Westeuropa und dem Balkan. In der Dokumentation führt der Autor nicht nur an die Schauplätze seiner Romane, sondern unternimmt auch einen Streifzug durch die abwechslungsreiche Geschichte der Stadt.

Sa 23. März
20:15 BR Das schwarze Schaf BRD 1960
Pater Brown, der Seelenhirte einer kleinen irischen Gemeinde, hat eine Leidenschaft für Kriminalromane. Das würde seine Vorgesetzten nicht weiter stören, nähme der Pater nicht jede Gelegenheit wahr, sein Steckenpferd auch in der Praxis zu reiten. Solch eine Gelegenheit bietet sich ihm, als ein Mann ausgerechnet während des Gottesdienstes vor der Gemeindekirche umgebracht wird. Für Inspektor Graven gibt es keinen Zweifel daran, dass der Schmied Barnes der Täter ist. Doch der Geistliche denkt anders darüber, und tatsächlich gelingt es ihm, den wirklichen "Hammermörder" ausfindig zu machen. - Mit dem Amateurdetektiv Pater Brown schuf der englische Schriftsteller G. K. Chesterton 1910 einen Krimihelden, der mit Gottvertrauen, Verschmitztheit und Logik auch die verzwicktesten Fälle löst und damit nicht nur in seiner Heimat höchst populär wurde.
23:25 WDR Was liest du?
Literarische Comedy mit Jürgen von der Lippe, Eckhart von Hirschhausen und Ludger Stratmann sowie folgenden Büchern: Frank Goosen: "Mein Ich und sein Leben", Robert Gernhardt und Klaus Cäsar Zehrer: "Hell und schnell - 555 komische Gedichte aus fünf Jahrhunderten", Midas Dekkers: "An allem nagt der Zahn der Zeit"
00:25 mdr Der Dritte im Hinterhalt USA 1968
Privatdetektiv Philip Marlowe ist nicht sonderlich interessiert an einer vermeintlichen Routinesache, als ihn eine unscheinbare Blondine aus Kansas bittet, nach ihrem verschwundenen Bruder zu suchen. Ehe er sich jedoch versieht, gerät er in eine mysteriöse Mordserie. Als Marlowe sich in den Fall verbeißt, bekommt er es gleichermaßen mit Gangstern und der Polizei zu tun, ehe er unter dramatischen Umständen herausfindet, was hinter dem rätselhaften Geschehen steckt. - James Garner spielt den hartnäckigen Privatdetektiv Philip Marlowe in dieser stimmungsvollen Verfilmung von Raymond Chandlers Kriminalroman "Die kleine Schwester".

So 24. März
23:00 rbb Das Ritual USA 1987
"Das Ritual" ist ein beklemmender Psychothriller mit Horror-Touch von John Schlesinger mit Helen Shaver, Jimmy Smits, Robert Loggia und Martin Sheen, der hier besonders glänzt. Mark Frost adaptierte den Roman "The Religion" von Nicholas Conde.

Mo 25. März
16:05 rbb Bücher und Moor
Dieter Moor spricht mit einer prominenten Leserin - diesmal ist es die Schauspielerin Maren Eggert - über die Bücher, die sie bewegt und geprägt haben. Christine Thalmann stellt wieder drei Schriftsteller und ihre Neuerscheinungen vor: Andrea Sawatzki - Ein allzu braves Mädchen, Abbas Khider - Brief in die Auberginenrepublik, Ulrich Woelk - Was ist Liebe
23:30 BR LeseZeichen
Mit: Werner Sudendorf: "Verführer und Rebell. Horst Buchholz" (Aufbau), Hanna Rosin: "Das Ende der Männer" (Berlin), Julia Benkert spricht mit Astrid Rosenfeld über deren Buch "Elsa ungeheuer" (Diogenes) und Jochen Hellbeck: "Die Stalingrad-Protokolle" (S. Fischer)

Mi 27. März
00:15 rbb Precious - Das Leben ist kostbar USA 2009
Clarice "Precious" Jones wächst in den 80er-Jahren im New Yorker Stadtteil Harlem in ärmlichen Verhältnissen auf. Das stark übergewichtige 16-jährige Mädchen ist ein Opfer familiärer Gewalt - vom Vater missbraucht, von ihrer alkoholkranken Mutter Mary, die sich vom Sozialamt aushalten lässt, regelmäßig misshandelt und gedemütigt. Precious erwartet ihr zweites Baby, das - ebenso wie sie - im Leben keine Chance zu haben scheint. Erst als sie einem alternativen Lernprojekt zugeteilt und dabei endlich ernst genommen wird, scheint sich ihr Schicksal langsam zum Besseren zu wenden. - Mit der Verfilmung des Bestsellers "Push" der Schriftstellerin Sapphire gelang Lee Daniels eine etwas andere amerikanische "Cinderella"-Story.


Literatur im Radio

Sa 23. März
20:05 Deutschlandfunk Zum 250. Geburtstag des Autors: Himmelfahrt und Höllensturz des Luftschiffers Giannozzo oder: Vogelperspektive auf die Ameisenkongresse der Menschen | Von Jean Paul/Heinz von Cramer
Aus Elend am Unten strebt er nach oben in seinem Ballon 'Siechkobel': der Luftschiffer Giannozzo. Die Reisen, die ihn Jean Paul unternehmen lässt, führen ihn bald durch das "lange Totenhaus der Erde" bald in die Sphären von Wolken, Sonne und Mond, wo höchstens Raben vor ihm die Flucht ergreifen. Hinauf und hinunter geht es - bis ein Gewitter dem ganzen Spuk ein Ende setzt. "Für mich ist dies einer der seltsamsten und schönsten Texte Jean Pauls ... Das Ganze könnte zum Logbuch unserer kühnsten Träume werden, durch die wir uns aus unserer miserablen, alltäglichen Existenz zu erheben versuchen, des endlichen Absturzes gewiss." (Heinz Cramer)

So 24. März
18:30 Deutschlandradio Kultur SAM | Von Katharina Schmitt
Sam, ein Performance-Künstler aus New York, schließt sich für ein Jahr in einen Käfig ein. Sein Selbstexperiment der totalen Reduktion unterliegt strengsten Regeln.

Mo 25. März
21:33 Deutschlandradio Kultur Stille Lügen | Nach dem Roman von Petra Ivanov
Isabelle Jenny, Projektleiterin der Schweizer Entwicklungsorganisation 'Teamwork', ist während eines Aufenthalts in Georgien spurlos verschwunden. Philippe Knecht, der für 'Teamwork' die Buchhaltung führt, wird in Zürich tot aufgefunden. Staatsanwältin Regina Flint und Kripo-Ermittler Bruno Cavalli nutzen einen Ferienaufenthalt im Südkaukasus, um herauszufinden, was mit der Projektleiterin passiert ist. Vor ihrem Verschwinden hatte sie Kontakte mit Geschäftsleuten aus der georgischen Oberschicht. Als die Polizei Flint und Cavalli in Untersuchungshaft nimmt, wird für die beiden Schweizer der Aufenthalt zum Albtraum.

Di 26. März
19:30 Deutschlandradio Kultur Die Ahnung vom Ende. Der britische Schriftsteller Julian Barnes | Von Thomas David
Der 1946 geborene Julian Barnes zählt seit der Veröffentlichung seines 1984 erschienenen Romans 'Flauberts Papagei' zu den renommiertesten Schriftstellern der britischen Gegenwartsliteratur. Mit 'Arthur & George' (2005) und dem 2011 mit dem Man Booker Prize ausgezeichneten Roman 'Vom Ende einer Geschichte' etablierte er sich auch auf den internationalen Bestsellerlisten. Barnes gilt seinen Lesern als geistreicher Humorist und frivoler Ironiker, aber hinter dem vordergründigen Witz seines aus mittlerweile mehr als 20 Büchern bestehenden Werkes verbirgt sich die Ernsthaftigkeit eines Autors, der die Angst vor dem Tod als Triebkraft seines Schaffens beschreibt. Thomas David hat Julian Barnes zu Hause in London und am Rande einer seiner inzwischen seltenen öffentlichen Lesungen getroffen und ausführlich zu seinem Werk befragt.
21.03.2013 13:59:07
maibowle

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Literatur im Fernsehen

Do 28. März
21:45 Das Erste Ein Fall für Annika Bengtzon - Nobels Testament S, D 2011
Auf der feierlichen Gala zu Ehren der Nobelpreisträger fallen Schüsse. Zwei Wissenschaftler sacken leblos zusammen, die Attentäterin, eine berüchtigte Auftragsmörderin, entkommt. Wer hat den Anschlag in Auftrag gegeben, und welches Motiv gibt es? Die Journalistin Annika Bengtzon ist Tatzeugin und darf nicht über den blutigen Vorfall schreiben. Von ihren eigenen Recherchen lässt die Reporterin sich jedoch nicht abhalten. Schon bald stößt sie auf einen Zusammenhang zwischen dem Attentat und der umstrittenen Vergabe der Auszeichnung an den israelischen Stammzellenforscher Aaron Wiesel. Gibt es ein politisches Motiv für die Bluttat? Mit "Ein Fall für Annika Bengtzon - Nobels Testament" startet Das Erste eine sechsteilige Reihe nach Romanen der schwedischen Bestseller-Autorin Liza Marklund. Malin Crépin wird als emsige Boulevard-Reporterin in spektakuläre Mordfälle verwickelt.
23:15 SWR Literatur im Foyer extra
Lebensmitte - Einbruch, Umbruch, Aufbruch. Felicitas von Lovenberg im Gespräch mit Laura Karasek, Eva Menasse, Harald Martenstein und Bodo Kirchhoff.

Fr 29. März
15:30 ZDF Stolz und Vorurteil GB, USA 2005
Fünf Töchter hat die langjährige Ehe der Bennets (Brenda Blethyn, Donald Sutherland) hervorgebracht, die nun fast alle im heiratsfähigen Alter sind. In einer Zeit, in der Frauen nur ganz beschränkte Möglichkeiten hatten, ihren eigenen Lebensunterhalt zu verdienen, ist es für die Eltern von größter Bedeutung, die Töchter zu verheiraten, auch, um sie versorgt zu wissen. Den Bennets steht diese Aufgabe gleich fünfmal ins Haus, und da wohlhabende Gentlemen in der englischen Provinz "nicht auf den Bäumen wachsen", sorgt die Nachricht, dass der gutsituierte, aus London stammende Junggeselle Mr. Bingley (Simon Woods) mit seiner Schwester Caroline (Kelly Reilly) und seinem Freund Mr. Darcy (Matthew Mcfadyen) ein nahegelegenes Landhaus bezogen hat, für große Aufregung - vor allem bei Mrs. Bennet. - Nach Jane Austen.
17:30 ZDF Die Samenhändlerin D 2011
Württemberg, Mitte des 19. Jahrhunderts: Die schwangere Wirtstochter Hannah Brettschneider hat ihre Münchener Heimat verlassen, um zu ihrer großen Liebe Helmut Kerner in die württembergische Kleinstadt Gönningen zu reisen. Als sie in dem protestantischen Städtchen am Fuße der Schwäbischen Alb eintrifft, erfährt sie, dass Helmut und seine Familie zur Elite der ansässigen Samenhändler gehören, die auf der ganzen Welt Variationen exklusivster Blumensamen verkauft. Eine weitere Nachricht trifft Hannah wie ein Schlag: Ihr Helmut ist schon seit langem der schönen Seraphine Schwarz versprochen. - Nach dem gleichnamigen Roman von Petra Durst-Benning.
21:00 arte Emmas Glück D 2006
Die lebenslustige Emma lebt völlig allein als Schweinezüchterin auf dem heruntergekommenen und hoffnungslos verschuldeten Hof ihrer Familie. Sie behandelt ihre Schweine liebevoll bis zum letzten Tag und schlachtet sie auf ihre ganz eigene, zärtliche Art. Max ist Autoverkäufer, ebenfalls allein und hat öfter Magenschmerzen. Beim Arzt erfährt er, dass sein Leben auf der Kippe steht und er nur noch wenige Wochen zu leben hat. In einer Kurzschlussreaktion klaut er das Geld seines einzigen Freundes, bucht einen Flug und will nur noch weit weg. - "Emmas Glück" basiert auf dem gleichnamigen Erfolgsroman von Claudia Schreiber, die auch das Drehbuch zum Film verfasste.
21:15 ZDF Krokodil D 2013
Die Kurzgeschichte des französischen Bestsellerautors Philippe Djian über einen alten Schriftsteller und seine Liebe zu einer jungen Frau, wurde von Urs Egger mit Mario Adorf, Alwara Höfels, Dagmar Manzel und Michael Mendl verfilmt.

Sa 30. März
23:20 Das Erste Krieg der Welten USA 2005
In New Jersey gehen die Menschen ihren alltäglichen Verrichtungen nach, als sich am Himmel plötzlich finstere Sturmwolken zusammenbrauen. Der Asphalt an der Straßenkreuzung reißt auf, die Erde öffnet sich - Eindringlinge aus dem Weltall, gigantische dreibeinige Maschinenwesen, erheben sich über die Stadt und fegen mit tödlichen Feuerstrahlen alles hinweg. Neben tausend anderen versucht Dockarbeiter Ray mit Tochter und seinem mürrisch-pubertierenden Sohn zu fliehen. Während die Nationalgarde vergeblich das Feuer auf die Aliens eröffnet, verschanzt Ray sich mit seiner Tochter in einem Keller - doch hier lauert ein ganz anderer Feind. In seiner spektakulären Neuadaption des H.-G.-Wells-Klassikers zieht Steven Spielberg alle Register des modernen Actionkinos - ohne dabei die bemerkenswert gezeichnete Hauptfigur, gespielt von Megastar Tom Cruise, aus den Augen zu verlieren.

So 31. März
11:10 WDR Das Weibernest D 2000
Die Powerfrau Franziska Zis hat es geschafft. Ihr Romandebüt "Die perfekte Frau" ist ein Bestseller, die Medien reißen sich um die quirlige Mutter dreier Kinder. Alexander Karl, Programmchef eines großen Fernsehsenders, bietet ihr sogar eine eigene Talk-Show an. Zwischen Karriere und Familie hin- und hergerissen, flüchtet Franziska mit ihren drei Chaoskindern erst einmal in den lange versprochenen Urlaub. Im Hotel trifft sie unerwartet Alexander Karl wieder, der Franziska auf charmante Weise davon überzeugt, ihre Chance beim Fernsehen doch wahrzunehmen. - Verfilmung des gleichnamigen Hera-Lind-Romans, der als Fortsetzung von "Das Superweib" in den Beststellerlisten zu finden war.
21:45 3sat Der Duft der Frauen USA 1992
Für ein langes Thanksgiving-Wochenende schleppt Colonel Frank Slade, ein blinder Offizier im Ruhestand, seinen frisch angeheuerten Betreuer Charlie Simms nach New York, um dort noch einmal dem guten Leben zu frönen. Charlie, auf Nebenjobs angewiesener Stipendiat, hat allerdings noch andere Sorgen, als den exzentrischen Colonel in Schach zu halten. Als einer von zwei Zeugen eines deftigen Streichs auf Kosten seines Direktors sitzt er zwischen den Stühlen: Einerseits möchte er auf keinen Fall gegen seine Mitschüler aussagen, andererseits setzt ihn der Direktor mit der noch ausstehenden College-Empfehlung unter Druck. - Regisseur Martin Brest lehnte sein Drama über die Annäherung zwischen dem verbitterten, aber lebenshungrigen Colonel und seinem ernsthaften, verantwortungsbewussten Ersatzsohn an einen Roman von Giovanni Arpino an. Neben einem exzellenten Drehbuch von Bo Goldman, das virtuos zwischen Humor und Dramatik changiert, lebt der Film vor allem von seinem Hauptdarsteller Al Pacino.

Mo 01. April
13:25 BR Lemony Snicket - Rätselhafte Ereignisse USA 2004
Die 14-jährige Violet Baudelaire lebt mit ihrem zwölfjährigen Bruder Klaus und ihrer Baby-Schwester Sunny in einem wohlbehüteten Heim. Als die drei bei einem Brand ihre Eltern und ihr Zuhause verlieren, bringt ein Anwalt die Waisenkinder in das düstere Anwesen des Grafen Olaf. Der Schauspieler und Verwandlungskünstler ist ein entfernter Verwandter der Baudelaires, und Olaf macht keinen Hehl daraus, dass er die Kinder beseitigen will, um an ihr ererbtes Vermögen zu kommen. - Lemony Snicket ist das Pseudonym des US-amerikanischen Schriftstellers Daniel Handler, der unter seinem Namen die amüsant-gruselige Kinderbuch-Serie "Eine Reihe betrüblicher Ereignisse" veröffentlichte, die in den USA bereits "Harry Potter" überflügelt hat. Brad Silberlings opulente Verfilmung schwelgt in viktorianisch angehauchten Kulissen im "Gothic"-Stil und fasst inhaltlich die drei ersten Bücher der Reihe zusammen. Die vergnügliche Gruselkomödie ist bis in die kleinste Rolle prominent besetzt - u. a. mit Meryl Streep, dem Komödianten Jim Carrey und Jude Law als Lemony Snicket.
22:00 mdr Die Wasser der Hügel - Jean Florette (1/2) F, I, CH 1986
Bastides Blanches, ein Dorf in den Hügeln der Provence um 1925: Der alte Papet (Yves Montand), wie alle im Dorf den schlauen César Soubeyran nennen, und sein nicht so heller, aber durchtriebener Neffe Ugolin (Daniel Auteuil) wollen eine lukrative Nelkenzucht aufbauen und dafür das an ihre Felder grenzende Land erwerben, auf dem es eine kostbare Wasserquelle gibt. Am Tod des Besitzers, der nicht an sie verkaufen wollte, sind sie nicht ganz unschuldig. - Nach dem Roman "L'Eau des collins" von Marcel Pagnol; Teil 2 im Anschluss

Di 02. April
23:15 WDR Der englische Patient USA, GB 1996
"Der englische Patient", Anthony Minghellas epische Verfilmung des Bestsellers von Michael Ondaatje, wurde bei seiner Premiere von der Kritik als Meisterwerk gefeiert. Grandios fotografiert und herausragend gespielt, erhielt das romantische Melodram zwölf Oscar-Nominierungen - und bekam neun der begehrten Statuen, darunter die Preise für den Besten Film und die Beste Regie. Juliette Binoche wurde als Beste Nebendarstellerin ausgezeichnet. In der Titelrolle beeindruckt Charakterdarsteller Ralph Fiennes. Zum prominenten Ensemble gehören außerdem Kristin Scott Thomas, Willem Dafoe und Naveen Andrews.


Literatur im Radio

Sa 30. März
20:05 Deutschlandfunk Aus dem Literarischen Colloquium Berlin: 'Die Gruppe 47. Als die deutsche Literatur Geschichte schrieb' | Lesung: Helmut Böttiger; Gesprächspartner: Ursula März, Lothar Müller
Der Berliner Literaturkritiker Helmut Böttiger hat 65 Jahre nach dem ersten Treffen der Gruppe 47 die erste Gesamtdarstellung der Gruppe geschrieben, die mit Günter Grass und Heinrich Böll zwei Literaturnobelpreisträger hervorgebracht hat und der von Ingeborg Bachmann bis Hans Magnus Enzensberger, von Marcel Reich-Ranicki bis Walter Höllerer alle anzugehören schienen, die Rang und Namen im Literaturbetrieb hatten: 'Die Gruppe 47. Als die deutsche Literatur Geschichte schrieb'. An die Erinnerung an die Gruppe 47 knüpfen sich einige äußerst gegenwartsnahe Fragen: Wie steht es heute um Literatur und Kritik, um den gesellschaftlichen Stellenwert von Autoren und Kritikern, um die Erwartung an Autorengruppen als Ratgeber in Fragen von Moral, Ethik und Ästhetik? Im 'Literarischen Colloquium Berlin' wird Helmut Böttiger einige Passagen aus seinem Sachbuch über die Gruppe 47 lesen und im Gespräch mit der Schriftstellerin Ursula März und dem Literaturkritiker Lothar Müller über 'die Erfindung des deutschen Literaturbetriebs' diskutieren.

So 31. März
20:05 Deutschlandfunk Die Poesie? Ich pfeif auf sie! Eine Revue für Walter Mehring | Von Dorothee Schmitz-Köster und Walter Weber
Seine späten Lebensjahre verbrachte Walter Mehring (1896-1981) zurückgezogen in einem kleinen Hotelzimmer in Zürich. Krank und verbittert führte er die Existenz eines nach 1945 zu Unrecht Vergessenen. Dabei hatte Kurt Tucholsky über ihn gesagt: "Wenn eine Zeit einen neuen Dichter hervorgebracht hat: Hier ist er." Tatsächlich gehört Walter Mehring zu den wenigen genialen Satirikern Deutschlands. Entscheidend beeinflusst von Expressionismus und Dadaismus reüssierte er während der Weimarer Republik als Journalist, Lyriker und Kabarett-Autor mit unverwechselbarem Stil. 1933 zwangen ihn die Nazis ins Exil nach Frankreich und später in die USA. Nach seiner Rückkehr nach Europa blieb er ein Außenseiter im Literaturbetrieb. Dorothee Schmitz-Köster und Walter Weber erinnern mit einer akustischen Revue an den 'Sprachkünstler ersten Ranges' (Friedrich Dürrenmatt). Neben Walter Mehring sind mit persönlichen Erinnerungen zu hören: die Schauspielerinnen Gisela May und Gisela Zoch-Westphal, der Kabarett-Historiker Volker Kühn und der Schriftsteller Peter K. Wehrli sowie bedeutende Werkinterpreten.

Mo 01. April
18:30 Deutschlandradio Kultur Soledades - ein Leuchtturmkonzert | Von Edwin Ortmann
Javier ist Komponist. Um seine Musik zu hören, sucht er die Einsamkeit. Er findet sie als Leuchtturmwärter auf einer kleinen Baleareninsel. Doch ist die Einsamkeit auch eine Bürde, wenn sie mit Sehnsucht nach Zweisamkeit verbunden ist. Javier sehnt sich nach einer Frau. Zuerst aber muss der Krakerich Leuchtturm zur Räson gebracht werden, der bei jedem Sturm verrücktspielt, dann muss die Frau her, damit die Musik aus dem Kopf aufs Papier kommt. Trotz tatkräftiger Freundeshilfe bleibt Javier in seinem Wahrnehmungschaos aus Vergangenheit, Wirklichkeit und Fantasie stecken.

Di 02. April
19:30 Deutschlandradio Kultur Brücken ins Leere Viertel. Der Schriftsteller Michael Roes und sein Blick auf die arabische Welt | Von Dirk Fuhrig
Mit seinem Jemen-Roman Rub' al-Khali - Leeres Viertel hatte Michael Roes Mitte der 90er- Jahre einen starken Auftritt: Niemand zuvor hatte eine derart hochkomplexe ethnologischliterarische Expedition in das von Wüsten und Hitze geprägte Land am Indischen Ozean unternommen. Lange bevor die arabische Welt zu einem Dauerthema in Aktualität und zeitgenössischer Literatur wurde, entwarf Roes das Panorama einer im Westen kaum beachteten, aber unerhört reichen Kultur. In seinem jüngsten Roman kehrt Michael Roes in einen mittlerweile durch gewalttätige Auseinandersetzungen, aber auch durch die Schwingungen des arabischen Frühlings völlig veränderten Jemen zurück. Die Laute ist die Geschichte eines gehörlosen Jungen aus einem kleinen Dorf, der in Europa zu einem bedeutenden Komponisten Neuer Musik wird. Wie wenige andere seiner Generation setzt sich der 1960 am Niederrhein geborene, in Berlin lebende und viel reisende Schriftsteller radikal vorurteilsfrei mit unbekannten Kulturen auseinander. Sein Blick auf das Andere vermeidet vorgefertigte Denkmuster. Er ist fasziniert vom Fremden, auch vom Archaischen. Jenseits kultureller Zuschreibungen geht es ihm um grundlegende Fragen: Wie treffen Individuen aufeinander, welche Bedeutung haben Religion und Tradition, wie werden Sexualität und Freundschaft gelebt? Michael Roes' auch stilistisch herausragendes Werk ist ein Brückenschlag nicht nur zwischen Europa und der arabischen Welt - sondern auch zwischen Vertrautem und Fremdem.
28.03.2013 10:47:36
engineerwife

engineerwife

(9901 Beiträge)

oh Emmas Glück kommt am Freitag ... mal sehen, ob ich das schaffe :)
28.03.2013 11:17:01
maibowle

maibowle

(22297 Beiträge)

hast du emmas glück gschaut?????
ich wollt grad fragen, da hab ich deinen eintrag gelesen!!
ich war sehr ergriffen und hab mir das buch aus der bibliothek geholt, weil das buch noch besser sein soll.
bin grad dran, gefällt mir wirklich sehr!!
kennt jemand noch etwas anderes von claudia schreiber??



Literatur im Fernsehen

Do 04. April
20:15 ZDF Lotta & die frohe Zukunft D 2013
Lotta will Medizin studieren und auf eigenen Beinen stehen. Als alleinerziehende Mutter einer Tochter ist das gar nicht so leicht. Nachdem sich Lotta bislang fast immer mit ihrem Dickkopf durchsetzen konnte, muss sie nun lernen, sich zu arrangieren: mit dem strengen Studium, mit jüngeren Kommilitoninnen und in einer WG. Und nicht nur das. Mit einem Mal verspürt Lotta ein ihr bis dahin völlig unbekanntes Gefühl: Sie hat sich verliebt. Und das passt ihr gar nicht in den Kram. - Nach dem Roman "Die letzten Dinge" von Annegret Held
23:05 mdr Gewissen des Jahrhunderts - Stefan Heym
Stefan Heym, der eigentlich Hellmut Flieg hieß, war der Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie aus Chemnitz, der schon früh als Linker und rassisch Verfolgter Hitlerdeutschland verlassen musste. Über die Tschechoslowakei emigrierte er in die USA und etablierte sich vom Gelegenheitsarbeiter zum Weltbestseller-Autor, ehe er als Offizier der amerikanische Armee nach Deutschland zurückkehrte. Mitten im Kalten Krieg zwischen Ost und West kam er 1952 in die DDR und begann seinen langen mühsamen Weg eines Schriftstellers in einem diktatorischen System. Wie viele DDR-Schriftsteller lebte er als Grenzgänger zwischen den beiden deutschen Staaten und schrieb zahlreiche Romane, die zum Teil nur im Westen veröffentlicht werden konnten. Bis zum Fall der Mauer war er die eigentliche Instanz des "real existierenden" Sozialismus und Ansprechpartner für die westdeutschen Medien. Am 16. Dezember 2001 starb er nach einem Unfall in Israel, noch ehe er die Verfilmung seines Romans "Die Architekten" erleben durfte.
23:45 SWR Literatur im Foyer
Mit folgenden Gästen und Büchern: Eva Menasse: Quasikristalle und Arnon Grünberg: "Der jüdische Messias" und "Amour fou"

05.04.13
21:40:00 arte Macht über die Insel F 2010
Ein Kommissar im Ruhestand erzählt seinem Biografen von einer Operation 1995, in der er den Mord eines leitenden Staatsbeamten vortäuschen sollte, um das herrschende Regime auf der Insel zu destabilisieren. - "Macht über die Insel" beruht auf realen Begebenheiten auf Korsika, versucht aber nicht, diese historisch zu beleuchten, sondern interpretiert die Wirklichkeit. Der Politthriller ist die spannende Leinwandadaption des Romans "Pur porc" von Jean-Paul Brighelli, der 2003 erschienen ist.

So 07. April
23:15 BR Die große blaue Straße I, F, BRD 1957
Wenn der Fischer Giovanni Squarciò mit seinem Boot auf das Meer hinausfährt, wirft er keine Netze aus. Denn Giovanni verwendet zum Fischen Sprengkörper, die er aus alter Armeemunition herstellt. Die lukrative, jedoch streng verbotene Methode hat den armen Fischer und seine Familie zu bescheidenem Wohlstand gebracht. Doch dann zwingt ein neuer Wachtmeister, der das Sprengfischen unterbinden soll, Giovanni zu immer waghalsigeren Manövern. - Verfilmung eines Romans von Franco Solinas
23:35 Das Erste Druckfrisch
Genies, Mätressen, Vollidioten: Eckhard Henscheid über seine letzten Geheimnisse (Eckhard Henscheid: "Denkwürdigkeiten") Ein Vater, ein Sohn und ein Krieg: David Grossman über den Sinn des Schmerzes (David Grossman: "Aus der Zeit fallen") Jeanette Winterson: "Warum glücklich statt einfach nur normal?"

Mo 08. April
22:50 mdr Dünkirchen, 2. Juni 1940 I, F 1964
Nach der Niederlage der alliierten Truppen in Nordfrankreich im Frühjahr 1940 werden englische und französische Soldaten über den Kanal nach Großbritannien gebracht. Zusammen mit versprengten Kameraden erlebt der französische Sergeant Maillat am Strand von Dünkirchen die Einschiffung im Bombenhagel der deutschen Kampfflieger. Dabei kommt es zu einer dramatischen Begegnung mit einer jungen Frau. -Nach dem Roman "Week-end à Zuydcoote" von Robert Merle
23:30 BR LeseZeichen
Mit folgenden Büchern: Hanni Hüsch (Hg.): "So sieht uns die Welt" (Westend), David Wagner: "Leben" (Rowohlt), Armin Kratzert spricht mit Alexandra Kuitkowski über deren Buch "Die Welt ist eine Scheibe" (Hoffmann und Campe) und Evelin Förster: "Die Frau im Dunkeln" (Edition Braus)

Di 09. April
20:15:00 3sat Der Liebeswunsch D, A 2005
Als die Studentin Anja auf das Haus des Arztehepaares Marlene und Lars aufpasst, lernt sie Leonhard, einen erfolgreichen Richter und Freund des Paares, kennen. Die beiden heiraten und bekommen einen Sohn. Doch Anja merkt schnell, dass die Ehe mit Leonhard für sie ein emotionales Gefängnis ist und
sie in Wahrheit Lars liebt. Die beiden beginnen eine leidenschaftliche Affäre, die schließlich ans Licht kommt. Lars entscheidet sich gegen die labile und inzwischen alkoholabhängige Anja, die besessen scheint von der Liebe zu ihm. Für Anja scheint es auf dieser Welt ohne Lars keinen Sinn mehr zu geben. Der Fernsehfilm "Der Liebeswunsch" basiert auf dem gleichnamigen Roman von
Dieter Wellershoff.
00:05 mdr Klemperer - Ein Leben in Deutschland (1/13) & (2/13)
Verfilmung von Victor Klemperers (1881-1960) Tagebüchern, in denen Klemperer seine Ausgrenzung als jüdischer Intellektueller aus der deutschen Gesellschaft in der Zeit des Nationalsozialismus schildert. Sie gelten heute als wichtige Zeitdokumente.

Mi 10. April
21:50 arte Kafka - Der letzte Prozess
Kafka scheute die Veröffentlichung seiner Werke und wollte seine handschriftlichen Manuskripte komplett verbrennen lassen. Doch der Freund und Schriftsteller Max Brod setzte sich über Kafkas letzen Willen hinweg, ließ sie drucken und schuf damit ein weltweites Phänomen. Kafkas Nachlass gelangte von Prag nach Tel Aviv, lagerte in diversen Safes, wurde vererbt, verschenkt und versteigert. Der Regisseur Sagi Bornstein geht der Sache nach. Das Ergebnis ist eine verdrehte, bizarre Kriminalgeschichte voller Ironie und Absurdität.


Literatur im Radio

Sa 06. April
20:05 Deutschlandfunk Pieta Piëch. Ein Dokumentarpassionsspiel | Von Walter Filz
"'Pieta Piëch. Ein Dokumentarpassionsspiel' gelingt es, ein spannendes, facettenreiches Porträt des einflussreichen Managers zu zeichnen, der als öffentlichkeitsscheu und abweisend gilt. Dabei macht die furiose Produktion sowohl die Sicht auf Ferdinand Karl Piëch als auch seine Selbstdarstellung und den Versuch, das eigene Bild in der Öffentlichkeit zu prägen (u.a. durch Zitate aus seiner Autobiografie) zum Thema und verknüpft dies alles auf höchst gelungene, kunstvolle Weise miteinander.(...) Am Ende des 80minütigen Hörspiels, das durch Tempo, Witz und Angriffslust, aber auch durch Fairness besticht, ist man neugierig auf einen mächtigen, einsamen und verschlossenen Mann, dem man vielleicht niemals näher kommen wird als eben in diesem funkdramatischen Kabinettstück." (Aus der Begründung der Jury)

Mo 08. April
21:33 Deutschlandradio Kultur Das Triumvirat hext | Von Gisbert Haefs
Die drei alten Herren, Oberst a.D. Albrecht, Pfarrer Bargmann und Dr. med. Korff, spielen im Wirtshaus mal wieder Skat und philosophieren beim Bierchen über ihre Kriminalfälle. Seit eineinhalb Wochen ist Rosamunde Schneider spurlos verschwunden. Die 70-Jährige, Hexe vom Waldrand genannt, bezog eine kleine Witwenrente, die sie sich durch das Binden und Verkaufen von Bürsten und Besen aufbesserte. In ihrem Haus am Waldrand lebte sie mit vielen Katzen und kredenzte ihren Besuchern einen äußerst widerlichen Kräutertee. Am Vorabend der Walpurgisnacht wurde sie zum letzten Mal gesehen. Der 30. April ist auch der Tag der heiligen Rosamunde. Der Oberst glaubt an Mord. Doch könnte sie sich auch zum Brocken begeben haben?

Di 09. April
19:30 Deutschlandradio Kultur Chronist der menschlichen Dummheit. Der US-amerikanische Autor William Gaddis (1922-1998) | Von Sieglinde Geisel
William Gaddis gab keine öffentlichen Lesungen und nur selten Interviews. Ein Autor solle nur in seinem Werk in Erscheinung treten, so die Maxime von Gaddis, einem der wichtigsten und zugleich am wenigsten gelesenen amerikanischen Autoren des 20. Jahrhunderts. In seinen Briefen, die gerade in den USA erschienen sind, gewinnt man erstmals Einblick in sein privates und schriftstellerisches Leben. In Gesprächen etwa mit dem Gaddis-Übersetzer Marcus Ingendaay sowie mit dem Gaddis-Kenner Denis Scheck - er nennt den Autor des Dialogromans 'JR' (1975) "den großen Stimmenimitator" der amerikanischen Literatur - nähert sich die Sendung einem Schriftsteller, der seiner Gesellschaft auf den Zahn fühlt, wie kaum ein anderer: In jedem seiner vier Romane geht es ihm um den Zustand der amerikanischen Gesellschaft. William Gaddis verzweifelte an den Absurditäten der menschlichen Dummheit - und er rächte sich mit Satiren von abgründiger Komik.

Mi 10. April
21:33 Deutschlandradio Kultur Der Verfassungsschutz | Von Karl-Heinz Bölling
Verfassungsschützer A und B observieren im Hotel ein gefährliches männliches Objekt. Unter Kopfhörern registrieren sie verdächtige Stille im Nebenzimmer, sie deuten und missdeuten Geräusche, sie verstehen nichts und protokollieren alles, um den Fremden zu "verakten", sie erfassen Pinkeln, Geigenspiel und sogar einen Hahnenschrei, bis sie von der Putzfrau gestört werden. "Putzfrauen sollte man verfassungskriminalistisch überwachen", meint Verfassungsschützer A, "die Doofheit ist das Gefährlichste an sich. Je blöder ein Mensch ist, desto gefährlicher ist er für den Staat." Doch wer für wen gefährlich ist, wird sich erst noch zeigen.
04.04.2013 13:00:01
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